NEW BLOG POST 🇳🇮 (08. – 14.02.2024) Grenzübertritt Nicaragua – Ometepe – Granada

Nach ein paar entspannten Tagen am Strand machten wir uns am Donnerstag auf zu unserem letzten Stopp in Costa Rica: Dem Campingplatz Cabañas Cañas Castilla, der von den netten Schweizern Agi und Guido geführt wird. Ihr Grundstück liegt direkt an einem breiten Fluss und Simon konnte am Nachmittag darin nicht nur Otter sehen, sondern sogar 5 kleine Fische fangen. 😀 Witzigerweise trafen wir dort, mal wieder unabgesprochen, auch kurz auf Max und Merle die sich aber wenige Stunden später bereits zur Grenze begaben. Während der Wind unsere Wäsche trocknete und Simon angelte erkundete ich derweil einen der beiden Wanderwege, die sich auf dem gewaltigen Gelände befinden auf dem es auch einige hübsche Ferienwohnungen gibt. Nach dem ich die Pferde-, Hühner- und Gänseställe passiert hatte entdeckte ich relativ schnell ein paar Affen in den Bäumen. Wenige hundert Meter weiter turnte bereits die nächste Affenbande in den Wipfeln herum und auch einen großen Specht mit rotem Kopf konnte ich ausmachen. Als ich weiter oben das Flussbett überquerte hielt ich Ausschau nach Kaimanen, jedoch konnte ich keinen Alligator spotten. Machte aber nichts denn wieder ein paar Meter weiter schien ein Faultier regelrecht auf mich gewartet zu haben. Ich schätze, dass es wenige Minuten zuvor den Boden aufgesucht hatte um sich zu erleichtern und jetzt war es gerade wieder im Begriff, langsam seinen Baum hinaufzuklettern. Ich begegnete ihm fast auf Augenhöhe und sah ihm mindestens eine Viertelstunde lang bei seinem Aufstieg in die Baumwipfel zu. Was für ein grandioser Abschluss unserer Costa Rica Reise! 🤩 Am Abend führten wir dann noch einige nette Gespräche, unter anderem mit einem älteren Paar aus Lörrach das in entgegengesetzter Richtung zu uns unterwegs war. Außerdem konnte ich einer Schweizer Familie, die mit ihren drei Söhnen in einem Kastenwagen ähnlich unserem reist (wenngleich mit Aufstelldach), noch unsren Südamerikareiseführer vermachen. Und mit einem jungen, radreisenden Pärchen aus Holland konnten wir unsere letzten Colon gegen Cordoba, die Währung Nicaraguas, tauschen. 👍 

Unser Stellplatz auf dem schönen Gelände
Während Simon angelt…
…gehe ich wandern
Affen gabs noch und nöcher 🐒
Auch ein großer Ziegenbock kam mir unter
Klares HIGHLIGHT war aber das Kerlchen hier 🦥
Ein ganz schön stattliches Exemplar 🤩
Reisende aus Lörrach

Wir wurden im Morgengrauen, schätzungsweise gegen 05:00 Uhr, von den Brüllaffen sowie dem krähenden Hahn geweckt. Simon versuchte noch einmal kurz sein Angelglück, diesmal allerdings erfolglos, während ich früh am Morgen noch eine Runde Yoga absolvierte. Danach versteckten wir unsere Drohne sowie die Festplatten und das Fernglas gut im Innenraum, da diese Gegenstände in Nicaragua nicht nur ungern gesehen, sondern mitunter sogar verboten sind. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Agi, beglichen bei ihr die 15$ für die Übernachtung auf dem Campingplatz sowie weitere 5$ für die Waschmaschine. Vor Verlassen des Geländes nutzten wir noch das gute WLAN, um die 8$ Touristensteuer zu bezahlen, die bei Ausreise aus dem Land fällig werden. Über die Website der Banco Costa Rica, kurz BCR, ging das zum Glück relativ einfach und zügig. Vor der Grenze hatte sich bereits ein ca. fünf Kilometer langer LKW-Stau gebildet aber unsere Ausreise aus Costa Rica war binnen fünf Minuten erledigt. 👍 Auf dem Weg zur nicaraguanischen Grenze mussten wir mit dem Van die obligatorische Fumigación (=Fahrzeugdesinfektion) passieren. Beim Betreten der Migración in Nicaragua staunten wir nicht schlecht denn kurioserweise werden hier pro Person 1$ Eintritt ins Gebäude verlangt. 😮 Wir behaupteten, weder US-Dollar noch nicaraguanische Cordoba zu besitzen. Und da sie den 10k Colon Schein aus Costa Rica nicht wechseln konnten kamen wir letzten Endes doch noch ohne Gebühr rein. 😉 Auch die Stempel in den Pass kosteten pro Kopf 13$. Weiter gings zur Aduana, wo sich die Zöllner gegen eine manuelle Durchsuchung unseres Fahrzeugs und für den elektronischen Scanner entschieden. Mit unserer ausgefüllten Einreisekarte mussten wir zur Polizei, diese dort abgeben, anschließend mit dem Fahrzeug durch die Röntgenanlage und dann wieder zurück zur Polizei. Dort mussten wir länger warten, bis letztlich Beamte mit dem Röntgenbild erschienen und noch einen Blick in den Innenraum warfen. Ihre Fragen nach Drohne, Walkie-Talkie und GPS-Gerät verneinten wir jeweils. Daraufhin erhielten wir die Einreisekarte, die zwischenzeitlich mit diversen Stempeln und Unterschriften versehen war, wieder zurück und gingen damit neuerdings zur Aduana wo wir das TIP fürs Fahrzeug erhielten. Am nächsten Schalter wurden wir erneut zur Kasse gebeten: Für die Fahrzeugdesinfektion wurden 5$ verlangt. Außerdem mussten wir weitere 5$ KFZ-Steuer bezahlen. Bis dato hatten wir noch an keiner einzigen Grenze irgendetwas bezahlen müssen. 😮 Es folgte ein letzter Dokumentencheck beim finalen Passieren der Grenze, wo wir rechter Hand an einem Imbissstand bei einer Versicherungsdame gegen Zahlung weiterer 12$, die KFZ-Haftpflichtversicherung für die gewährten 30 Tage abschließen konnten. Weder die Quittung für die Ausreisesteuer aus Costa Rica, noch die Belege für Fahrzeugdesinfektion bzw. KFZ-Steuer in Nicaragua wurden irgendwo kontrolliert. Vielleicht hätte man sich diese Kosten auch sparen können, aber wer will sich schon mit einer strengen Diktatur anlegen?! Insgesamt haben wir für den Grenzübertritt drei Stunden benötigt, unser bisheriges all-time high. Von der Grenze aus fuhren wir gegen 13:30 Uhr direkt weiter ins 35km entfernt gelegene Rivas, wo wir uns in einem Maxi Palí mit frischen Lebensmittel eindeckten. Von dort aus war es nur noch ein Katzensprung nach San Jorge, von wo aus die Autofähren auf die Ometepe Insel ablegen. Am Fährableger angelangt fragte uns der Hafenarbeiter nach einer Reservierung, die wir natürlich nicht hatten, woraufhin er meinte dass sowohl alle heutigen als auch morgigen Fähren bereits ausgebucht wären. 😮 Nichts desto trotz Begleitete er mich zu den drei Ticketschaltern und, wer hätte das gedacht: Die Dame an Schalter Numero Zwei hatte tatsächlich noch einen Platz auf der 17:45 Fähre für uns frei! In Summe kostete die Überfahrt für uns beide, den Van und die Fahrräder 30€. Hatte ich schon erwähnt, dass wir zuvor noch für 113€ tanken waren und der Einkauf im Supermarkt auch 52€ gekostet hatte? Zum Glück sind Tage wie dieser die Ausnahme! 💸💸💸 Die 70minütige Überfahrt nach Moyogalpa war auf Grund der starken Winde ziemlich rau und ich war Gott froh, dass mir trotz des heftigen Wellengangs nicht übel wurde. In der Dunkelheit bahnten wir uns unseren Weg durch enge Gassen zum wenige hundert Meter vom Fähranleger gelegenen Camping Doña Nela. Dort angekommen stellte sich allerdings heraus, dass wir mit unserem Van nicht durch das schmale Eingangstor hindurchkommen würden. Derzeit kann der Platz nur von Fahrrad- und Motorradreisenden genutzt werden. Sie versicherte uns jedoch, dass wir ohne Sorge am Straßenrand gegenüber von ihrem Grundstück die Nacht verbringen könnten. Die gesamte Insel sei sehr sicher und es würden mit Sicherheit auch keine weiteren größeren Fahrzeuge hier durchkommen. 🙈 Mangels Alternativen und müde von dem anstrengenden Tag willigten wir in ihren Vorschlag ein.

Langer LKW Stau vor der Grenze
Mehr Stempel & Unterschriften hätten kaum mehr drauf gepasst 😂
Wir ergattern den letzten Platz auf der Fähre… ⛴️
…und legen bei Sonnenuntergang ab 🌅
Die Überfahrt war ganz schön wild 🌊
Bei unserer Ankunft ist es bereits dunkel

Am nächsten Morgen sagten wir Doña Nela und ihren zwei Töchtern, nach dem wir ihnen als Dank für ihre Gastfreundschaft 5€ überreicht hatten, bereits wieder Lebewohl. Allerdings kamen wir nur wenige Meter weit denn an der Einfahrt des Weges zu ihrem Grundstück, an dem sich am Vorabend noch eine Warnbarke befunden hatte, klaffte nun ein großes tiefes Loch im Erdboden. 😯 Ein Vorbeikommen war unmöglich und nachdem die beiden Arbeiter zuerst meinten, es würde ein ganzes Weilchen dauern bis der Bagger wiederkäme erschien er dann doch viel schneller als erwartet. Ruckzuck war der Betondeckel wieder auf dem Schacht, etwas Erde darüber geschaufelt und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. 😃 Unser erster Halt auf der überschaubaren Insel mit den Doppelvulkanen war das Naturschutzgebiet Charco Verde. Nach dem wir pro Kopf 5$ bezahlt hatten durften wir das Gelände betreten auf dem sich insgesamt drei Naturpfade befinden. Wir umrundeten die Laguna Verde, von der aus man schöne Aussicht auf die beiden Vulkane hat, und konnten neben den blau-weißen Elstern mit ihrem hübschen Kopfschmuck die größte Brüllaffenbande unserer gesamten Reise ausmachen die aus gut und gerne zwanzig Tieren bestand. 🐒 Danach besuchten wir das Schmetterling Haus, wo neben dem für Mittelamerika typischen Morpho Azul auch ein paar weitere Arten umherflatterten. Last but not least gingen wir noch einen kurzen Rundweg bis zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man nicht nur die Lagune sowie den riesigen Nicaraguasee, sondern auch Teile des Festlands sehen konnte. Weiter gings in Richtung des grünen Vulkan Maderas, wo wir oberhalb des schönen Strandes Playa Santo Domingo beim Restaurant Comedor Julia freundlicherweise die Erlaubnis erhielten, kostenfrei auf einem von nur zwei Parkplätzen zu nächtigen. 🥰 Liebend gerne revanchierten wir uns dafür mit einem Mittagessen in ihrem Lokal, von dessen Terrasse aus man einen tollen Blick auf See und Strand hat. Wir bestellten zwei frische Fruchtsäfte und teilten uns ein leckeres Tellergericht, da wir am Abend unbedingt noch den von Simon gefangenen Fisch zubereiten wollten. Nach einem Bad im See hatten wir gerade wieder an einem der Tische Platz genommen und uns einen Kaffee bestellt als plötzlich unsere Bremer Freunde um die Ecke bogen. 😃 Neuerdings unabgesprochen da wir seit verlassen Costa Ricas offline waren und wir nicht einmal gewusst hatten, ob sie es vor uns noch auf eine Fähre geschafft hatten oder doch auf dem Festland geblieben waren. Also bestellten wir noch ein weiteres Getränk, während die beiden aßen, und ließen den Tag gemütlich zu viert ausklingen. ❤

Doña Nela liess uns vor Ihrer Haustür übernachten
Hier gabs kurz kein Weiterkommen mehr 🙈
Wir umrunden die grüne Lagune…
…und sehen eine riesige Brüllaffen Familie
Weiter ging’s ins Schmetterling Haus
Links im Bild der Morpho Azul 🦋
Hier sieht man ihn etwas besser
Schmetterlinge sind ein schweres Fotomotiv 🫢
Bei Julia fanden wir einen sicheren Stellplatz…
…sowie leckeres, günstiges Essen…
…und einen tollen Badestrand mit Blick auf den erloschenen Vulkan Maderas

Sonntagsmorgens durchquerten wir den Isthmus und wechselten auf die andere Seite. An der schmalsten Stelle der Insel befindet sich die schöne Playa Mango, die ihren Namen von den vielen Mangobäumen hat die hier bestens zu gedeihen scheinen. Neuerdings tauschten wir Kost gegen Logis, in dem wir beim Restaurante Mirador del Concepción y Kayak Tours für 4 € pro Person ein leckeres, reichhaltiges Frühstück zu uns nahmen. Im Gegenzug erlaubte uns der Inhaber Gabriel die kostenfreie Übernachtung gegenüber des Restaurants. Dieses befand sich in einer Sackgasse, lag direkt am See und bot wunderschöne Aussicht auf den aktiven Vulkan Concepción. Laut Aussage der hier sesshaften Familie liegt der letzte Ausbruch etwa acht Jahre zurück. Wir machten es uns unter anderem in den bereitstehenden Hängematten bequem und badeten in dem angenehm warmen See. Dieser lud am späten Mittag, als die Temperaturen ihren Höchstpunkt erreicht hatten, geradezu zum Schwimmen ein und ich bin selten irgendwo mit derart schöner Aussicht geschwommen. Wenige Stunden nach unserer Ankunft stießen unsere Freunde von @anschnallenabfahrt dazu und gemeinsam genossen wir den traumhaften Sonnenuntergang über dem Nicaragua See. 🌅

Grandioser Schlafplatz beim nächsten Restaurant
Hier war nicht nur das Essen gut & günstig…
…sondern auch die Aussicht fantastisch 🤩
Die Hausschweine der Familie haben ein schönes Leben
💛💛💛

Ometepe ist mit etwa 270 km² übrigens die weltweit größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee. Schätzungsweise leben hier ca. 30k Menschen. Der Inselname stammt aus dem Nahuatl und ist zusammengesetzt aus den Begriffen ome (zwei) und tepetl (Berg) was sich auf die zwei Vulkane bezieht. Die beiden Vulkane Concepción (1.610m, letzter Ausbruch 2016) und Maderas (1.394m, Datum des letzten Ausbruchs unbekannt) prägen die Insel und geben ihr die Form einer Acht. Der größere Vulkan Concepción ist einer der aktivsten Vulkane in Nicaragua. Durch seine relativ regelmäßigen Eruptionen trägt er maßgeblich dazu bei, dass der Boden auf der Insel sehr nährstoffreich ist und sich hervorragend für die Landwirtschaft eignet. Vor allem werden hier Kochbananen und Sesam, aber auch Tabak, angebaut. Der Vulkan Maderas ist erloschen und bis zum Krater mit dichtem Wald bewachsen, welcher sich an der Spitze zu Nebelwald entwickelt hat. 

Am nächsten Tag wurde ich gegen 04:00 Uhr zum ersten Mal vom Krähen des Hahnes wach und alsbald begannen auch die vielen wilden Sittiche mit ihrem lauten Geschnatter. Da fiel das Aufstehen um 06:00 Uhr, als ausnahmsweise der Wecker klingelte, doch gar nicht mehr so schwer. 😅 Eine Stunde später waren wir nämlich mit Dahiana, einer Urlauberin aus Frankreich, verabredet die sich hier für 10$ ein Einerkajak gemietet hatte. Da sie die Tour jedoch nicht alleine unternehmen wollte hatte sie uns am Vortag gefragt, ob sie sich uns anschließen könne was wir selbstverständlich bejahten. Allerdings entschieden wir uns spontan gegen das 20$ teure Doppelkajak und für unser SUP von @paddelbrett. Bis dato hatten wir es zwar noch nie gemeinsam benutzt aber immerhin ist es ja dafür ausgelegt und wofür schleppen wir das Teil sonst mit! Im Sitzen ging das Paddeln zu zweit leicht und als wir in die Flussmündung einbogen stand Simon hinter mir sogar auf. Ich legte derweil mein Paddel zur Seite und kümmerte mich stattdessen ums Filmen und Fotografieren. 📸 Neben ziemlich vielen Vögeln, darunter auch stattliche Graureiher, konnten wir außerdem einen gut in den Mangroven getarnten kleinen Kaiman sowie eine Wasserschildkröte sehen. Etwa zwei Stunden später gelangten wir wieder am Ausgangspunkt an, wo Max und Merle sich gerade im Restaurant ihr Frühstück bestellt hatten was wir ihnen gleichtaten. Später durfte ich dann noch die nette Bekanntschaft mit Rosita machen, dem plappernden grünen Papageien der Familie. 😀 Neben dem Vogel besitzen sie noch drei oder vier Hunde, eine Katze, etliche Schweine und Hühner sowie ein paar Rinder. In Nicaragua lebt man heute noch wie in Europa vor hundert Jahren und so ist es ganz normal, dass sich die meisten Familien Nutztiere halten und größtenteils selbstversorgen. Auch fließend Wasser ist kein Standard weshalb wir uns nicht weiter wunderten, dass neben der Toilettenschüssel volle Wassereimer und eine Schöpfkelle standen. Die Dusche, die lediglich aus einem Rohr an der Wand bestand, war wohl intakt aber die Toilettenspülung nicht. Auch der Herd wird hier keinesfalls elektrisch und nicht einmal mit Gas, sondern noch mit Holz betrieben. Unser leckeres Frühstück wurde also auf offener Flamme zubereitet. Und ehe wir uns versahen war auch dieser Tag, nach einer weiteren Runde mit dem SUP bzw. einer Schwimmeinheit, schon wieder vorbei. 😴 

Der sprechende Papagei Rosita
Sie wollte gar nicht mehr von mir runter 😅
Max & Merle waren auch mit von der Partie 🥰
Rinder kamen auch ab & an zum trinken vorbei
Noch mal paddeln…
…und dann den Sonnenuntergang genießen 🌅

Während Max und Merle sich am nächsten Morgen von uns verabschiedeten, um die 12:00 Uhr Fähre zurück aufs Festland zu erwischen, bestellten wir bei unserer Gastfamilie noch einmal Frühstück. Diesmal entschieden wir uns für Pancakes mit frischem Obst und auch dieses Gericht schmeckte vorzüglich und war mehr als üppig. Wir nutzten noch einmal unser SUP und schwammen im See, bevor auch wir uns am Folgetag von dem idyllischen Platz verabschiedeten. Via WhatsApp hatte ich uns diesmal sicherheitshalber einen Platz auf der Fähre reserviert welche pünktlich um 10:00 Uhr in Moyogalpa ablegte. Wieder auf der anderen Seite angelangt machten wir uns direkt auf den Weg in die schöne Kolonialstadt Granada, die in etwa eine Autostunde vom Fähranleger entfernt lag. Dort angekommen parkten wir unseren Van auf dem neuen, 24h bewachten Parkplatz des Centro Comercial. Hier gibt es u.a. ein Kleinfeld zum Fußballspielen, blitzblanke Toiletten und einen Food Court. Außerdem gestattete uns der Sicherheitsmann, nach dem wir die Parkgebühr in Höhe von 150 Cordoba (3,50€) beglichen hatten, auch prompt die Übernachtung. Das Stadtzentrum war fußläufig schnell erreicht und da wir Hunger hatten, und noch dazu Valentinstag war, ließen wir es uns bei Kathy’s Waffle House erstmal gut gehen. 😋 Danach hatten wir wieder genug Energie für die Stadtbesichtigung. Das Highlight ist sicherlich die schöne, gelb-rote Kathedrale aber auch das alte Kloster ist hübsch anzusehen. Genauso wie die vielen Pferdekutschen, mit denen man als Tourist eine einstündige Stadtrundfahrt unternehmen kann. Wir liefen noch bis zum Ufer des 160km langen Nicaraguasees, bevor wir wieder kehrt machten und uns auf den Nachhauseweg begaben. 

Ein letztes Frühstück…
…und ein Bananen Milchschake mit bester Sicht auf den wolkenfreien Vulkan Concepción
Dann ging’s zurück aufs Festland …
…und ab nach Granada
Das alte Kloster
Kutschen gibt’s hier mehr als genug 😮
Wir müssen erstmal was essen 🤤
Happy Valentins Day 💛
Die alte Kathedrale hat auch Charme
In Granada sind alle Häuser bunt – I like it 👍🏻
Der hier hatte den schöneren Stellplatz
Unserer war dafür bewacht & günstig
Nur halt nicht so schön 🤷🏼‍♀️

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NEW BLOG POST 🇨🇷 (26.01. – 05.02.2024) La Fortuna – Arenal – NP Tenorio – Puerto Soley

Nach einer regenreichen, zweiten Nacht am Kratersee machten wir uns am nächsten Tag auf nach La Fortuna. Das kleine touristische Örtchen liegt malerisch am Fuße des Arenal Vulkans, der über und über mit grünen Bäumen bewachsen zu sein scheint. In einer der vielen Sodas, so heißen hier die traditionellen Lokale, ließen wir uns zum Frühstück nieder. Wir bestellten das typische Pico de Gallo, das in Form von Reis mit Bohnen, zweier Spiegeleier, zwei Stücken Kochbanane und statt des eigentlich erhofften Käses mit saurer Sahne daher kam. Obendrein gabs für jeden eine Tasse Kaffee sowie ein Glas Orangensaft. 👍 Wenige Kilometer außerhalb fanden wir an den Thermen Los Laureles für 2.000 Colon pro Person (= 3,50 €) einen guten Stellplatz vor. Auf einer großen, grünen Wiese direkt neben dem Eingang zu den vulkanischen Thermalbädern wurde extra für Camper ein Parkbereich eingerichtet, zu dem auch Duschen sowie Toiletten und ein überdachter Außenbereich gehören. Der Eintritt in die Anlage kostet pP weitere 5.000 Colon (= 9 €), ist aber nicht verpflichtend. Wir entschieden uns aber für den Badespaß da es leicht bewölkt und nicht zu warm war. Die Thermen sind wahnsinnig weitläufig und wunderschön angelegt, man fühlt sich wie in einem tropischen Garten. Neben einigen warmen Badebecken, in denen das Wasser bis zu 44°C warm ist, gibt es auch etliche kühle Becken. Selbst ein Schwimmer- sowie ein Nichtschwimmerbecken und eins mit zwei Rutschen war vorhanden. Um die vielen Badebereiche herum verteilen sich überdachte Sitzbereiche, die bei der lokalen Bevölkerung sehr gut anzukommen scheinen. Wir staunten nicht schlecht, was die Familien auf ihren Tagesausflug alles mitgenommen hatten: Vom elektrischen Reiskocher über den Gasgrill bis hin zur elektrischen Filterkaffeemaschine, und natürlich den obligatorischen Kühlboxen, wurde so einiges angeschleppt. 😮 Gegen 18:00 Uhr verließen wir die bis 20:00 Uhr geöffneten Thermen. Ursprünglich wollten wir nur schnell eine Kleinigkeit essen, um dann in der Dunkelheit unterm Sternenzelt noch ein letztes Mal in die warmen Becken zu liegen. Da aber zwischenzeitlich Gerd und Martina aus Calw alias @Zhou Schnell in ihrem olivgrünen IVECO mit Wohnkabine auf dem Campingplatz eingetroffen waren verquatschten wir uns. 😅 Die Beiden sind ebenfalls seit fast eineinhalb Jahren unterwegs, allerdings in umgekehrter Richtung nämlich von Halifax (Kanada) nach Ushuaia (Argentinien). Nach dem Plausch mit ihnen unterhielten wir uns, während wir unsere Pasta aßen, mit unseren neuen Nachbarn: Einem Pärchen aus England bzw. Norwegen, die für drei Wochen mit dem Mietcamper durch Costa Rica reisten. Das ist der große Vor-, manchmal vielleicht auch Nachteil, von Campingplätzen: Man findet immer jemanden zum Reden. 😀

Typisches Frühstück in Costa Rica
Pura Vida!
Blick auf den Vulkan El Arenal
Entspannen in der Therme
Das Gefährt von Gerd & Martina

Auch in dieser Nacht fiel neuerdings ordentlich Regen der am Morgen aber glücklicherweise nachließ, sodass wir mit unserem Eintrittsarmband vom Vortag noch einmal kurz die Therme nutzen konnten. 🙃 Frisch geduscht frühstückten wir noch gemütlich, bevor wir uns von Gerd und Martina verabschiedeten und 40km weiter zur großen Laguna de Arenal fuhren. Während der Autofahrt querte eine Bande Nasenbären die Fahrbahn und verursachte damit ein kleines Verkehrschaos: Plötzlich hielten alle Autos abrupt an und die Insassen sprangen aus ihren Fahrzeugen um die possierlichen Tiere abzulichten. Darunter auch wir. 🤣 Auf einer kleinen Halbinsel entdeckten wir einen tollen Stellplatz, von dem aus wir einen 180 Grad Panorama Blick auf den See sowie die umliegenden Berge hatten. 🤩 Nur das Wetter hätte etwas besser sein können denn der Himmel blieb den ganzen Tag über bedeckt, es nieselte immer mal wieder und auch der Wind war böig frisch. Machte aber nix, so konnten wir nämlich in aller Ruhe noch ein bisschen an den Laptops arbeiten.

Drollig
Schöner Stellplatz am See
Tierischer Besuch inklusive
Nur das Wetter hätte besser sein können…
Aber wir haben es ja auch drin gemütlich 😉

Nach drei stürmischen und verregneten Tagen am See verließen wir das an und für sich sehr idyllische Plätzchen am Dienstagmorgen. Jedoch konnten wir Arenal nicht verlassen ohne zuvor noch in der German Bakery vorbeigeschaut zu haben, die seit 1997 von Tom und seiner Frau geführt wird. Die beiden stammen wohl aus dem Allgäu und bieten in ihrem Laden, sowie dem dazugehörigen Restaurant mit schöner überdachter Terrasse, sehr viele leckere Sachen an: Roggen- und Vollkornbrote, Brezeln, Schneckennudeln, Käsekuchen, Apfelstrudel… Wir hätten am liebsten ALLES gekauft. 😅 Da das aber schlecht ging beschränkten wir uns auf Weißwurst, die tatsächlich wie in Bayern schmeckte, mit frischer Brezen, Butter und süßem Senf zum Frühstück. Aber zwei Stücke Käsekuchen mussten dann doch noch mitgenommen werden. 😉 Und dank des super schnellen WLANs konnten wir nebenbei auch noch richtig viel erledigen. Weiter gings nach Monteverde auf nicht ganz so guten, da von Schlaglöchern übersäten, kurvigen und engen Sträßchen. Wir parkten unseren Van auf dem Campingplatz von Santamaria’s Night Walk. Die Nachtwanderung, auf der man hoffentlich ganz viele Tiere wird sehen können, kostet pro Person stolze 34 €. Wir schrieben uns für den folgenden Abend ein und durften dafür eine kostenfrei Nacht auf dem Gelände verbringen. Andernfalls wären dafür noch einmal 10$ pro Kopf fällig geworden. 🙈 Scheinbar waren wir die einzigen Camper und so freuten wir uns, dass wir sowohl die heiße! Dusche wie auch den überdachten Bereich inkl. Sitzgelegenheiten, Spülbecken sowie Holzofen für uns alleine hatten. 😊

Ciao Arenal See 👋🏻
Lecker 😋
Costa Rica ist sooo grün!
Stellplatz bei Santa Elena / Monteverde
Kuchen war auch fein 😋

Am Mittwochabend um 20:00 Uhr gings dann, in einer kleinen Gruppe von acht Personen plus englischsprechendem Guide, ab in den Wald. Zuvor wurde jeder noch mit einer Taschenlampe ausgestattet. Als Erstes bekamen wir einen kleinen, grün-gelben Singvogel zu Gesicht der gut getarnt zwischen den Blättern seine Nachtruhe hielt. Kurz darauf erspähte unser Guide eine schlanke, giftgrüne Viper die ebenfalls hoch oben in einem Baum turnte. Wir überquerten eine Ameisenstraße, deren Arbeiter statt Blättern kleine Blüten transportierten, und stapften weiter durch den stockdunklen Wald. Leider hatte der feine Sprühnebel zwischenzeitlich zugenommen und ich war froh um meine Regenjacke samt Kapuze. 🌧 Im weiteren Verlauf sahen wir noch drei andere, schlafende Vögel. Darunter eine wunderschöne Tukan-Art mit roter Schnabelspitze. Auch ein großes Opossum konnten wir gerade noch so in den Ästen sehen, bevor es im dichten Laub der Baumkrone verschwand. Ehe wir uns versahen waren die zwei Stunden vergangen und wir gelangten wieder am Ausgangspunkt der Exkursion, und somit auch unserem Van, an. Vor sieben Jahren hatte ich in den hiesigen Wäldern schon einmal eine Nachtwanderung unternommen und damals konnte ich etliche exotische Tiere mehr sehen, wie z.B. den grünen Frosch mit den roten Augen, einen Skorpion, ein Faultier und eine große Vogelspinne. Schade, dass es diesmal nicht ganz so spektakulär war aber die freie Natur ist nun Mal kein Zoo und vielleicht hatten sich einige Tiere auch nur gut vor dem Regen versteckt. 🤷‍♀️

2024/1 Grüne Viper
2024/2 Tucan
2024/3 Schlafender Vogel
2017/1 Skorpion 🦂
2017/2 Vogelspinne 🕷️
2017/3 Frosch 🐸
2017/4 Schlange 🐍

Auch am nächsten Tag spielte das Wetter weiter verrückt und uns blieb der feine Sprühregen, begleitet von sehr böigen Winden, bei gleichzeitigem Sonnenschein und blauem Himmel erhalten. 😮 Unser Guide hatte am Vorabend erklärt dass dies an der Kontinentalscheide läge, inmitten derer sich Monteverde befindet, wo die Wetterfronten vom Atlantik sowie vom Pazifik aufeinanderprallen. Trotzdem liefen wir gegen Mittag vom Campingplatz aus zu Fuß die rund eineinhalb Kilometer lange Strecke bis in den kleinen, touristischen Ort Santa Elena hinein. Auch hier war ich vor sieben Jahren schon einmal gewesen und mir waren noch sehr gut die ultraleckeren Tacos in Erinnerung. 🌮 Zwar hatte Taco zwischenzeitlich den Standort gewechselt und aus dem kleinen Straßenimbiss von damals ist mittlerweile ein waschechtes hübsches Lokal geworden, aber die Tacos schmeckten noch genauso gut wie damals. 😋 Wieder zurück am Van sprangen wir beide noch einmal unter die heiße Dusche denn wer weiß, wann es die Nächste geben wird! Danach ging es zurück in Richtung Panam. Eigentlich hätten wir liebend gerne an einem tollen Aussichtspunkt übernachtet, von dem aus man sowohl die sattgrünen Berge als auch das Meer sah. Nur leider war die Auffahrt derart schlecht und vom Regen ausgewaschen, als dass wir es mit unserem schweren 4×2 Gefährt gar nicht erst wagten… Während wir weiter den Berg hinunterkurvten trafen wir per Zufall auf Max und Merle, die in ihrem blauen Knut vor den Toren eines verschlossenen Campingplatzes standen und auf die Rückkehr des Besitzers warteten. 🙈 Wenn man so etwas planen würde, würde es niemals klappen. Sooo klein ist Costa Rica nun schließlich auch nicht! 😂 Da die Sonne jedoch schon tief am Himmel stand, und wir zur Weiterfahrt gezwungen waren, hielten wir nur einen kurzen Schwatz mit den Beiden. Ein weiterer möglicher Stellplatz lag direkt neben dem Highway, hinter einem Subway. Dieser sagte uns aber nicht zu weswegen wir in die Dunkelheit hinein bis kurz vor den Parque Nacional Tenorio fuhren. Der Nationalpark war so oder so unser nächstes Ziel und dort fanden wir, glücklicherweise, auch einen richtig tollen Schlafplatz: Neben der Landstraße lag eine große Grünfläche, samt kleinem Fußball- und Spielplatz, auf der wir einen ebenen Parkplatz nebst überdachten Sitzgelegenheiten fanden.

So gut wie damals 🤩
Stellplatz im Park in Bijagua

Nach einer angenehm frischen Nacht machte ich mich am nächsten Morgen auf zum erst besten Restaurant mit WLAN, um dort online die Tickets für den Nationalpark zu erwerben. Unser Datenvolumen war nämlich leider schon wieder aufgebraucht und auch dieses galt es im Internet zu erneuern. 🤦‍♀️ Und da der Stellplatz gar so schön, und der Eingang zum Park von dort aus nicht mehr weit entfernt war, blieben wir den gesamten Tag über noch dort. Simon schob Datenmaterial für gleich zwei neue Videos zusammen während ich es mir in der Hängematte im Schatten zweier Bäume bequem machte. 😊

Als hätten wir eine böse Vorahnung gehabt schliefen wir in der Nacht von Freitag auf Samstag beide schlecht ein und waren auch nachts immer mal wieder kurz wach. So auch gegen 04:00 Uhr als wir draußen deutliche Geräusche wahrnehmen konnten. Ich war mir jedoch relativ sicher, dass diese nicht von unserem Auto stammten. Wobei wir des nachts auch kein anderes Fahrzeug mehr hatten kommen hören das neben uns hätte stehen können weshalb Simon einige Sekunden später dann doch aufstand. Als er aus der Frontscheibe lugte dachte er zuerst, die Gärtner mit ihrem Rasentrimmer würden bereits wieder anrücken. Da er sich jedoch nicht sicher war riskierte er, nach dem er unseren Sichtschutz entfernt hatte, noch einen Blick aus den Heckfenstern und der schlimmste Albtraum aller Vanlifer hatte uns heimgesucht: Er konnte nur noch zwei Gestalten über das Fußballfeld wegrennen sehen die sich offensichtlich an unseren Heckkisten zu schaffen gemacht hatten. Schnell stand fest: Der vermeintliche Rasentrimmer war wohl unser Campingtisch gewesen, der in einer schwarzen Tüte eingepackt war und sich nun nicht mehr in unserem Besitz befand. Außerdem hatten sich die Diebe unsere Hängematte sowie den Hängesessel von @lasiesta unter den Nagel gerissen. Auch unsere Säge und ein Fahrradschloss (was will man mit einem Schloss ohne Schlüssel?!) fehlten. Lediglich Opa Franz Spaten, das Sturm-Set für die Markise und die schweren Wasserkanister waren noch vorhanden. 😱 Der Schreck saß tief und wir taten bis 06:00 Uhr in der Früh kein Auge mehr zu. Hatten die Diebe eventuell am Vorabend beobachtet, wie ich die Hängematte in die Kiste zurücklegte? Oder war es purer Zufall und vielleicht sogar nur ein dummer Jungen Streich? Wie dem auch sei, erleben möchte man so etwas wahrlich nicht! Und das Ganze passierte trotz zahlreicher positiver Einträge in iOverlander und obwohl der Park in der Dunkelheit gut mit Lampen ausgeleuchtet war. 😲😞 Aber es nutzte nichts, wir hatten ja die Tickets für den Nationalpark Volcán Tenorio bereits gekauft weshalb wir uns zeitig auf den Weg machen mussten. Eine Anzeige hätte so oder so nichts gebracht, die Polizisten hätten uns vermutlich ausgelacht. Die Fahrt zum Park verlief jedoch kaum besser. Entweder hatten wir die gute Straße übersehen oder waren schlicht falsch abgebogen. Wie dem auch sei: Auf der ersten Route kamen wir an einer steilen Passage nicht mehr weiter sodass wir kehrt machen mussten. Dasselbe wiederholte sich kurz darauf erneut auf einer anderen Route und ich habe Blut und Wasser geschwitzt da ich große Sorge hatte, wir würden uns zu allem Elend jetzt auch noch fest fahren. 🙈 Glücklicherweise konnten wir unseren Van aber in mehreren Zügen wenden und, die bei der Auffahrt noch extrem steil wirkenden Hügel, erwiesen sich in umgekehrter Richtung zum Glück als weniger steil. Das ging gerade noch einmal gut und wir schafften es aus eigener Kraft zurück auf eine Asphaltstraße… 🥴 So kam es, dass wir unser Ziel mit eineinhalb Stunden Verspätung erreichten aber man ließ uns trotz der Tatsache, dass wir Tickets für den ersten Slot um 08:00 Uhr erworben hatten, ohne Probleme passieren. Und dann folgte, entlang dem Wanderweg, endlich etwas Balsam für unsere Seele und die geschundenen Nerven. Wir liefen durch einen super tollen Regenwald, in dem selbst die Grillen extra sanft zu zirpen schienen, bis wir an den spektakulären Wasserfall sowie den glasklaren, dank Sulfur himmelblauen Río Celeste und dessen natürlichen Pool gelangten. Leider war baden hier nicht erlaubt aber trotz allem fanden wir die 12$ Eintritt pro Kopf gut investiert. Zumal wir am Nachmittag, etwas weiter unterhalb des kostenpflichtigen Besucherparkplatzes unter einer Brücke, einen freien Zugang zum Fluss finden konnten. Das Wasser war zwar recht frisch, aber wenn man erst einmal drin war eigentlich recht erfrischend, und ich wusch mir sogar noch meine leider schon wieder strähnigen Haare im Fluss. 😅

Der Schreck war groß 😱
Zum Glück wurde nur diese Lasche aufgezwickt
Nix von Wert kam weg aber trotzdem ärgerlich 😡
Fast hätten wir uns auch noch festgefahren 🙈
Zu steil & zu geröllig für unseren schweren 4×2
Aber der Nationalpark entschädigte 🏞️
Das Flusswasser ist himmelblau
Und auch die Wege durch den Regenwald sind toll
Endlich mal ein fotogenes Gürteltier 😃
Schön war’s 👍🏻

Die Nacht verbrachten wir auf dem bewachten Parkplatz vor dem Eingang des Nationalparks, unter einem tollen Sternenhimmel, und durch die offenen Dachluken konnten wir die ganze Zeit über die sanften Geräusche des Urwalds direkt hinter uns wahrnehmen. Am nächsten Morgen war der Schrecken vom Vortag auch schon wieder fast verdaut und wir machten uns über die asphaltierte, aber leider sehr löchrige, Ruta 4 auf an die Pazifikküste. Wir fuhren an vielen Rinderweiden vorbei und hatten immer wieder schöne Sicht auf die umliegenden Vulkanberge. Einen Ameisenbären konnte ich leider nicht entdecken, obwohl mich die ein oder andere Wiese an Ameisenbärengebiete in Brasilien erinnerte. Dafür konnte ich aber einen Tuyuyu ausmachen, den größten Storchenvogel der Welt, der hoch oben in einem Baum in seinem Nest saß und gerade dabei war seine Jungtiere zu füttern. 😍 Der anvisierte Stellplatz hielt was er versprach und wir konnten am Strand, quasi auf dem Sand, und direkt vor einer 24h besetzten kleinen Polizeiwache parken. Der freundliche wachhabende Polizist versicherte mir, dass sie stets zu unseren Diensten wären und wir hier bedenkenlos stehen bzw. übernachten könnten. Wobei wir uns natürlich schon fragten, warum in aller Welt sich an einem abgelegenen Strand im Nirgendwo eine Polizeistation befindet?! 🧐 Wahrscheinlich liegt es an der nur einen Steinwurf entfernten Grenze zu Nicaragua denn der Strand befindet sich mitten in einer Bucht. Linkerhand erstreckt sich die weitläufige Küste Costa Ricas und rechterhand konnten wir bereits das neue Land, dass uns in wenigen Tagen erwarten wird, mit bloßem Auge sehen.

Stellplatz vor der Polizeiwache am Strand 🏝️
Die Hunde bewachen den Van ebenfalls 🐕
Aussicht kann man auch lassen 😀

Der nächste Tag begann direkt mit einem Highlight denn während ich am Strand gerade meine Sporteinheit absolvierte richtete ich im richtigen Moment meinen Blick hinaus aufs Meer und was konnte ich sehen?! Einen Wal! 🐳 Ich war mal wieder völlig aus dem Häuschen ob dieses faszinierenden Anblicks. Wie mächtig die Meeressäuger einfach sind. Der Buckelwal war wirklich weit draußen und trotzdem konnte ich seine Seitenflosse gut erkennen. Und die großen Platscher die er machte, wenn er aus dem Wasser sprang, waren so oder so nicht zu übersehen. 🤩 Nach diesem grandiosen Erlebnis schmeckte die frische, süße Ananas zum Frühstück gleich nochmal so gut die man hier übrigens für schlappe 0,50 € pro Stück erhält. Wir entschieden, uns hier noch ein oder zwei Tage zu entspannen bevor wir weiter auf einen grenznahen Campingplatz fahren würden. Von dort aus melde ich mich dann nächste Woche wieder. Drück uns gern schon mal die Daumen und wünsch uns Glück für den schwierigsten Grenzübertritt der gesamten Reise…

Wir paddeln noch ein wenig…
…und beobachten die vielen Vögel hier 🐦

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NEW BLOG POST 🇨🇷 (18. – 25.01.2024) Grenzübertritt – Laguna Río Cuarto

Am Donnerstagmittag verließen wir, nach vier schönen Tagen, die Villa Paula und machten uns von dort aus auf zur lediglich 35 Kilometer entfernt gelegenen Grenze Paso Canoa. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch einmal bei einem Xtra Supermercado, um die mittlerweile schon wieder aufgebrauchten Lebensmittelvorräte aufzustocken. Auf panamaischer Seite waren die Formalitäten schnell erledigt: Pässe ausstempeln, Ausreiseformular ausfüllen, TIP abgeben, den Inspekteur einmal kurz von außen ins Fahrzeug linsen lassen und das wars auch schon. Keine 300 Meter weiter befanden sich rechter Hand die Grenzgebäude von Costa Rica. Kaum hatten wir unseren Van davor geparkt, hatten wir auch schon die Einreisestempel in den Pässen. Wir bekamen sogar, ohne zu fragen, von vorneherein 180 Tage genehmigt. 😀 Als nächstes mussten wir die obligatorische Versicherung gegen Personenschäden (= SOAT) besorgen. Da die Mitarbeiterin aber gerade in der Mittagspause weilte besorgten wir uns derweil eine neue SIM-Karte von liberty (= tigo). Für den Chip, inklusive 2GB Datenvolumen sowie unbegrenztes Surfen in sozialen Netzen, bezahlten wir für 14 Tage umgerechnet ca. 11 €. Kurz darauf kehrte auch die Dame vom Versicherungsbüro aus ihrer Pause zurück und verkaufte uns für schlappe 55$ die notwendige Autoversicherung. Immerhin ist diese 90 Tage lang gültig… Mit dem Papier in der Hand gings weiter zum Zoll. Nach dem wir das Einreiseformular ausgefüllt hatten konnten wir digital, mittels scannen eines QR-Codes, unser neues TIP abrufen. Der nette Herr hinter dem Schalter bat uns, mit unserem Auto zur Inspektion vorzufahren und erschien etwa 10 Minuten später an besagter Stelle. Wir öffneten die Schiebetür zum Innenraum und sein Blick hinein dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde. Dann drehte er sich auch schon wieder zu uns um und meinte wir könnten weiterfahren. Das lief ja mal wieder ganz geschmeidig! Wir hatten von anderen Reisenden schon solches und solches gehört aber wir hatten wohl mal wieder Dusel. 😊 Katti vom Campingplatz hatte uns vor unserer Abreise gesteckt, dass wir nach der Kontrolle problemlos unseren Bus abstellen und zu Fuß bis zur Grenze zurücklaufen könnten. Dort befänden sich, auf der Seite Panamas, diverse große Duty-Free Malls in denen man u.a. auch frische Lebensmittel kaufen könne. Den Trick 17 wandten wir gerne vor unserer finalen Einreise nach Costa Rica an. So konnten wir problemlos auch noch frisches Obst, Gemüse und Milchprodukte einkaufen. Ganz ohne schlechtes Schmuggelgewissen. 😉 Ach ja, und einen Bankomaten einer BCR (= Banco Costa Rica) entdeckten wir entlang des Weges auch noch. Dort konnten wir uns, sogar ohne jegliche Gebühr, mit der neuen Landeswährung Colon eindecken (1 € = 600 CRC). Mega gut! Einziges Manko: Mit dem Übertritt der Grenze verloren wir leider wieder eine Stunde kostbares Tageslicht. Statt um 19 Uhr wird es jetzt bereits wieder um 18 Uhr zappenduster. 😕 Also beeilten wir uns, noch vor Einbruch der Dunkelheit, an unserem angedachten Übernachtungsspot anzukommen: Einem in den Bergen gelegenen Restaurant namens Cascata del Bosco. Die Straße schlängelte sich in engen Windungen den Berg hinauf, bis auf 1.200 Meter üNN weswegen die Temperaturanzeige schlagartig von 33 auf nur noch 25 Grad fiel. Und das auf einer Strecke von gerade einmal 30 Kilometern. 👍 Dort angelangt wurden wir mit dem typischen Pura Vida! empfangen und man erlaubte uns ganz selbstverständlich, unseren Van auf den Parkplätzen des dazugehörigen Hotels zu parken die sich hinter dem Restaurant und somit abseits der Straße befanden. Wir waren umgeben von einem schönen, gepflegten Garten und hatten eine tolle Sicht auf die sattgrünen Berge und Täler neben- bzw. unter uns. Wir bedankten uns, in dem wir jeweils einen leckeren Frucht-Smoothie orderten und kamen dabei auch noch in den Genuss des schnellen WLANS. Besser hätte es doch gar nicht laufen können. 🙃

Erster Stellplatz in Costa Rica
Hübsche Bungalows gabs hier

Die Nacht auf dem Hotelparkplatz war angenehm ruhig und frisch sodass wir am Morgen nur noch 21 Grad im Van hatten. Da die Sonne hier bereits kurz vor 06:00 Uhr aufgeht waren wir entsprechend früh wach und es blieb Zeit für eine ausgiebige Runde Yoga. 🧘‍♀️ Zum Frühstück gabs, seit Ewigkeiten mal wieder, leckeres Stövchen Müsli bevor wir zu Fuß zum nur 500 Meter entfernt gelegenen Wilson Botanical Garden liefen. Die Dame am Eingang fragte mich nach unserer Herkunft und nach dem meine Antwort lautete: Aus Deutschland, aber wenn wir mit Residencia Costa Rica weniger bezahlen dann haben wir natürlich einen festen Wohnsitz woraufhin wir tatsächlich nur 3,50 € pro Person statt 10 € hinblättern mussten. 👍 Der Botanische Garten ist international für seine Sammlung von über 2.000 endemischer Arten aus Costa Rica bekannt und wird von einem weitläufigen Wegenetz durchzogen. Auch viele Schmetterlings- und Vogelarten soll man hier sehen können. 🦋 Mit der Wanderkarte bewaffnet liefen wir auf eigene Faust die Wege ab die durch üppig dichten Nebelwald führten. Nach zwei Stunden waren wir durch und da es langsam ziemlich warm wurde begaben wir uns zurück zum Van. Dort hatte ich in der Früh bereits zwei große Eichhörnchen und einen Tukan spotten können. 🤩 Da wir eine weitere Nacht hierbleiben wollten aßen wir als Dank knusprig panierte, frische Fischfilets zu Mittag und tranken noch einmal einen erfrischenden Maracuyasmoothie dazu. Während wir nachmittags im Freien noch an 1-2 Videos arbeiteten trafen wir ein Paar aus Freiburg, dass aktuell mit einem Mietwagen durch Costa Rica gondelt und sich für zwei Tage in einem der schönen Bungalows des Hotels eingemietet hatte. Es war richtig schön, sich mal wieder mit jemandem unterhalten zu können der den gleichen Dialekt spricht wie wir. 😅

Palmblüte
Costa Rica ist sooo grün

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf den Rückweg an die Küste. Entlang diesem befand sich der Parque las Esferas in dem acht riesengroße, kugelrunde Steine liegen. Wieso, weshalb und warum Menschen diese vor Urzeiten angeblich erschaffen haben sollen weiß, wie so oft, keiner genau. Viel toller als die Steinkugeln fanden wir ohnehin die acht großen, roten Aras die direkt über unserem Kopf im Baum herumtollten. Und während wir durch den Park schlenderten entdeckte Simon sogar noch einen Tukan. 💛 Ursprünglich hatten wir geplant, den restlichen Nachmittag an einer Tankstelle zu verbringen und dort auch zu nächtigen. Da es an der Raststätte jedoch keinerlei Schatten gab, und wir noch relativ früh dran waren, entschieden wir uns zur direkten Weiterfahrt nach Uvita auf den Camping Casa Viva. Und wen entdeckten wir zu unserer großen Freude dort: Den blauen VW Crafter von Max und Merle! 🤩 Die beiden haben gerade für zweieinhalb Wochen Besuch aus der Heimat weshalb sie aktuell deutlich zügiger unterwegs sind als wir. Sowohl ihr Van, als auch das davor aufgebaute Zelt für ihre Freundin, schien bei unserer Ankunft verwaist zu sein weshalb wir uns direkt aufmachten den sage und schreibe acht Kilometer langen Sandstrand zu erkunden. 🏝 Dieser war eine Wucht und erinnerte mich stark an einen ähnlichen Strand in Neuseeland: Breiter, feiner Sandstrand vor sanften Wellen die ganz flach zum Land hin auslaufen. Dahinter eine grüne Wand, gespickt mit Kokosnusspalmen, und anschließend die bewaldeten Berge. 😍 Einziges Manko: Am Strand gab es keinerlei Schatten weshalb wir noch einmal kehrt machten, unsere Sachen im Van ließen, und nur mit der Badebekleidung am Leib die hundert Meter zum Pazifik zurückliefen. Das Wasser entsprach in etwa unserer Körpertemperatur und wir planschten eine Weile in den Wellen herum. 🌊 Frisch geduscht machten wir uns zum Sonnenuntergang, mit einem kühlen Corona Bier in der Hand, noch einmal auf zum Strand und was soll man sagen: Die Sonnenuntergänge am Pazifik sind einfach jedes Mal aufs Neue grandios. 🌅

Rote Aras
Ein schöner Tukan
Wiedersehen mit Freunden 😀
Was für ein Strand! 😯
♥️♥️♥️

Während Max und Merle, gemeinsam mit ihrem Besuch, früh am Morgen zu einer Wal Tour aufbrachen packten wir die freundlicherweise von Kadda mitgebrachten Sachen aus: Da war zum einen ein neuer Turboschlauch sowie ein neuer Arm inklusive Rolle für unsere Schiebetür plus neue Bremsbeläge für die Hinterachse. Außerdem für Simon eine neue Angelrolle und für mich das ein oder andere aus dem dm drogeriemarkt. Mit den Preisen vom dm kann hier kein Supermarkt und keine Apotheke konkurrieren. 🙈 Von daher nochmal ein dickes Dankeschön an Kadda. Und während wir unseren morgendlichen Kaffee tranken unterhielten wir uns noch mit Lucas und Gustav alias @espiramericana. Den beiden Studenten aus Speyer gebührt auf jeden Fall höchster Respekt denn sie sind bereits seit neun Monaten auf ihrem Weg von Alaska nach Ushuaia, und zwar mit dem Fahrrad! 😮 Die Zwei berichteten uns, dass sie im Durchschnitt 70 Kilometer am Tag mit ihren schwer bepackten Drahteseln schaffen würden. Sowohl bei Nieselregen und 0 Grad in Alaska als auch hier bei 35 Grad im Schatten und einer Luftfeuchtigkeit von 70%. WAHNSINN! Mal ganz davon abgesehen dass sie, Tag ein Tag aus, erst einmal wieder ihr Lager errichten und die Zelte auf- bzw. abschlagen müssen. 🤯

Unsere Bestellung wurde geliefert 😅

Das Wiedersehen mit unseren Freunden war kurz und, auf Grund ihres derzeitigen Besuchs, auch weniger herzlich als sonst. Die Drei machten sich bei Sonnenaufgang, während wir noch schliefen, auf die Weiterreise zum Nationalpark Manuel Antonio. Wir hingegen verbrachten einen weiteren, entspannten Tag auf dem schattigen Campingplatz und unterhielten uns nett mit unseren neuen, holländischen Nachbarn. Costa Rica ist eindeutig Land der Mietcamper, fast schon wie Australien oder Neuseeland wo auch wir jeweils schon mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs waren. Hier scheint der kleine, wendige 4×4 Suzuki Jimmy mit Dach-Zelt und Markise das Mittel der Wahl zu sein, siehe www.costarider-campervan.com

Wieder ein toller Sonnenuntergang 🌅

Am nächsten Tag klingelte auch unser Wecker bereits um 05:30 Uhr denn wir wollten den breiten Sandstrand entlang bis zur Walflosse laufen. Dabei handelt es sich um eine Insel, die nur bei Ebbe zum Vorschein kommt und deren Form exakt der Schwanzflosse eines Walfischs ähnelt. Ich schätze, dass eben jene Erhebung auch für den Namen des umliegenden Parque Marino Ballena verantwortlich ist. Innerhalb dieses Nationalparks befindet sich auch unser Strand weshalb man für diesen eigentlich 6$ bezahlen muss. Vom Campingplatz kommend kann man sich aber über einen Schleichweg auf Selbigen begeben und umgeht somit das Kassenhäuschen. 😉 Wir gehörten mit zu den ersten Personen, die so früh am Morgen am Strand unterwegs waren. Kaum hatten wir die ersten hundert Meter hinter uns gebracht stieg hinter unserem Rücken die Sonne über dem Bergkamm empor. Etwa drei Kilometer später erreichten wir, pünktlichem zum Tidentiefststand, den Eingang zur Flosse. Sowohl zu unserer linken, als auch zu unserer rechten Seite schwappten die Wellen des Pazifiks den Sand hinauf und der Blick über die Schulter auf die palmenbewachsene Küste war atemberaubend schön. 🤩 Zurück liefen wir parallel zum Strand im Schatten der Bäume, da die Sonne bereits kurz nach 07:00 Uhr ihre volle Kraft entfaltet hatte. Auf dem Rückweg fanden wir dann auch die Brüllaffenbande, die wir bereits von unserem Stellplatz aus in der Ferne gehört hatten. Während wir Kaffee tranken lauschten wir den eindringlichen Rufen eines Tukans und dann wars Zeit für ein letztes Bad im Meer. Frisch geduscht brachen dann auch wir gegen Mittag unsere Zelte ab und machten uns auf in Richtung El Arenal. Entlang unserer 160km langen Etappe reihte sich fast nahtlos Palmölfarm an Palmölfarm. Wieviel Regenwald dafür wohl gerodet werden musste? 🙈 Außerdem fiel uns im direkten Vergleich zu Panama auf, dass es hier wieder deutlich weniger Fast-Food-Ketten und keine großen Malls mehr gab. Gleichfalls vermissten wir die noch aus Südamerika gewohnten, allgegenwärtigen Straßenhunde. An einer Autobahnbrücke, unter der sich gut und gerne 10 große Salzwasserkrokodile sonnten, legten wir einen kurzen Fotostopp ein. Auch ein paar wunderschöne, rote Aras bekamen wir wieder zu Gesicht. Was Flora und Fauna angeht ist Costa Rica wirklich eine Wucht. ❤

Früh morgens ist die Stimmung am Strand auch toll
Bei Ebbe ist er wahnsinnig breit 😮
Blick von der „Walflosse“ aufs Festland
Hier sieht man gut warum die Insel so heißt
Viele Walbeobachtungsboote starten hier 🐳
Wir entdecken wieder Brüllaffen 🐒🐒🐒
Und unter dieser Brücke etliche Salzwasserkrokodile
Ganz schön fette Viehcher 🐊
Wie unterscheiden sich Alligator & Krokodil? 🤔

Nur eins ist Costa Rica wahrlich nicht: günstig. Weder für Einheimische und schon gleich mal gar nicht für ausländische Touristen, die hier im Durchschnitt 16$ Eintritt pro Person für Nationalparks oder ähnliche Touristenattraktionen wie beispielsweise Wasserfälle bezahlen müssen. Auch eine Übernachtung auf einem Campingplatz schlägt, pro Kopf, mit stolzen 10$ zu Buche. Das macht die Reiseplanung nicht unbedingt einfacher. 🤯 Ich bin mir sehr sicher, dass jeder Park einen Besuch wert und absolut sehenswert wäre aber bei den Preisen ist es schlichtweg unmöglich eine Vielzahl davon zu besuchen… 😕 Da wir es auf einen Rutsch nicht bis nach El Arenal geschafft hätten übernachteten wir, zum ersten Mal im neuen Land, an einer Raststätte. Auch diese sind, gemessen an Panama, deutlich weniger modern und bieten zudem leider keine klimatisierten Aufenthalts- bzw. Restaurantbereiche. Aber die Nacht war ruhig und so lange es saubere Sanitäranlagen mit Toilettenpapier gibt wollen wir uns nicht beschweren. 😉 Von der Tankstelle aus lagen weitere 170km, entlang von Agavenplantagen die vermutlich zur Herstellung von Tequila oder Mezcal dienen, bis zur Laguna Río Cuarto vor uns. Auf der Autobahn nach San José wurde etwa alle 15 Kilometer ca. 1 € Maut verlangt aber soweit ich weiß ist dies der einzige, kostenpflichtige Straßenabschnitt überhaupt. An einer Straßenausbuchtung direkt oberhalb der Lagune fanden wir einen schönen, freien Stellplatz vor von dem aus wir eine tolle Sicht auf den spiegelglatten See hatten. Dieser befindet sich mitten in einem erloschenen Vulkankrater, umgeben von dichtem Nebelwald, und ist mit 67 Metern zudem der tiefste See Costa Ricas.

Schöner Stellplatz…
…mit Seeblick 😃

Am nächsten Morgen fuhren wir hinab zur Lagune für deren Tagesnutzung umgerechnet 3,50 € verlangt werden. Wir parkten unseren Van, nach dem wir die Schranke passiert hatten, am Rand der Zufahrtsstraße und packten zum ersten Mal seit dem Titicacasee in Bolivien unser SUP aus. Dank der elektrischen Luftpumpe waren die nötigen 15Psi relativ schnell erreicht und wir begaben uns, mit dem Brett und unseren Campingstühlen unter dem Arm, ans Ufer. Vor Ort hätte man sich ebenfalls sowohl ein SUP als auch ein Kajak ausleihen können. Wir mieteten uns für 3,50 € jedoch nur eine Schwimmweste, ohne die wir den See nicht hätten befahren dürfen. 🤷‍♀️ Simon begab sich zuerst aufs Wasser und nahm, nachdem er die Angler entdeckt hatte, noch seine Angel mit aufs Brett. Während dessen schwamm ich vier Bahnen durch das super weiche Wasser des Kratersees, dessen Durchmesser immerhin 581 Meter beträgt. Danach war dann auch ich an der Reihe und die Paddeltour war sooo schön: Neben dem seichten Wasserplätschern, verursacht durch das Paddel, hörte ich nur das diffuse Zirpen in der dichten grünen Wand welche den gesamten See einrahmt. Die Bäume wachsen überall Meter hoch dicht an dicht und als wäre das nicht schon genug, wuchern von ihren Kronen noch einmal dichte grüne Ranken bis runter auf den Boden. Ich glaube, hier gibt es selbst mit der schärfsten Machete kein Durchkommen. Während ich am Rand entlang paddelte hielt ich fleißig Ausschau nach Tieren und es dauerte nicht lange, bis ich mal wieder eine Affenbande direkt über meinem Kopf ausgemacht hatte. 😍 Auf einem anderen Baum saßen 18 kleine, weiße Reiher und als ich mich noch einmal zu ihnen hin umdrehte flog gerade ein großer Tukan über eben jenen Baum hinweg. Und als wäre das nicht schon toll genug gewesen kehrten wenig später acht rote Aras, vermutlich von ihrem täglichen Jagdausflug, zurück nach Hause. So darf unsere Reise durch Costa Rica gerne weitergehen. 🤩

Der Kratersee in Gänze
Mit dem Paddelbrett ging’s einmal rundum

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NEW BLOG POST 🇵🇦 (10. – 17.01.2024) Bocas del Toro – Villa Paula

In Boquete begegneten wir zufällig einer Deutschen, die seit nunmehr fünf Jahren mit ihrer Tochter in Panama lebt und die uns einige Sehenswürdigkeiten empfahl. Unter anderem schwärmte sie in höchsten Tönen von den Karibikinseln im Bocas del Toro Nationalpark. Dort gäbe es einen Sandstrand mit glasklarem, türkisem Wasser in dem sich hunderte bunter Seesterne tummeln würden. Das klang mega gut! 🤩 Wir hatten den Abstecher eigentlich von vorne herein ausgeschlossen, da der Marinepark auf der Atlantik- und nicht auf der Pazifikseite liegt und wir einen großen Umweg fahren müssten. Zumal wir vermutet hatten, dass die Bootstouren auf die Inseln, DEM Touristen-Highlight Panamas schlechthin, sehr teuer wären. Am Abend machte ich mich an die Onlinerecherche und siehe da: So kostspielig wie gedacht ist das Ganze gar nicht! Als Fußgänger darf man nämlich kostenfrei auf der Autofähre auf die Isla Colón mitfahren wohingegen die Wassertaxen 6$ one way kosten. Auch ein gut bewertetes Hostel, das scheinbar insbesondere von unseren Landsleuten gerne besucht wird, hatten wir in Rekordzeit ausfindig gemacht. Für 18$ pro Nacht könnten wir dort zu zweit nächtigen. Noch dazu befindet sich die Unterkunft am wohl schönsten Strand der ideal zum Schnorcheln geeignet sein soll. Und eine Gemeinschaftsküche gibt’s oben drein so dass wir uns, zumindest ab und an, selbst versorgen könnten. Klang also alles ziemlich gut und so war die Entscheidung, dafür den 250km langen Umweg in Kauf zu nehmen, schnell gefällt. 😀 Somit gings am Mittwochmorgen, nach einer neuerdings angenehm kühlen Nacht, raus aus dem Hochland und zurück bis nach David. Von dort aus ging es wieder ein Stück gen Süden, bis wir die Abzweigung nach Almirante erreichten. Die Strecke führte uns allerdings wieder über die Berge, vom Flachland bis hinauf auf über 1.400 Meter üNN. Entsprechend viele Kurven galt es zu nehmen und obendrein mindestens zehnmal so viele Schlaglöcher. 🙈 Zum Glück waren wir früh losgefahren weshalb wir Almirante, von wo aus die Boote auf die Inseln ablegen, bereits gegen 15:00 Uhr erreichten. Wir parkten unseren Van bei Dickie, der für 5$ pro Tag die Grünfläche neben seinem Haus als sicheren Parkplatz offeriert. Da es dort jedoch super heiß war, machten wir uns kurz darauf auf den Fußweg zu einem Lokal um die Ecke. Dort gab es zwar keine Ventilatoren aber immerhin Schatten und wir bestellten ein paar kühle Getränke. Kurz vorm Gehen warfen wir noch einen Blick ins Meer und siehe da: Direkt vor unserer Nase schwamm ein wunderschöner, kleiner Rochen mit vielen weißen Punkten. 😍 Zurück am Van machten wir uns ans Packen der Rucksäcke für die kommenden drei Tage und während dessen bekamen wir uns ziemlich in die Haare. Vielleicht lagen die Nerven auf Grund der Hitze und des langen, anstrengenden Fahrtags blank. Vielleicht lags auch einfach nur daran, dass wir uns nur schlecht aus dem Weg gehen können und man im Eifer des Gefechts nicht immer ganz so nett mit dem anderen umgeht wie man eigentlich sollte… 🙊

Tschüss Hochland… 👋🏻
…Hallo Karibik! 😎
Cheers 🥭🍉🍌

Unser Kurztrip in die Karibik begann denkbar früh: Da die erste Fähre bereits um 06:00 Uhr ablegt, und diese sich wohl nicht unbedingt an den Fahrplan hält sondern einfach abfährt sobald sie voll ist, klingelte unser Wecker bereits um 04:30 Uhr. 🥱 In der Dunkelheit der Nacht verabschiedeten wir uns von unserem Van und machten uns zu Fuß auf den Weg zum nur 500 Meter entfernt gelegenen Fährableger. Vor der Autofähre hatte sich bereits eine lange Schlange, hauptsächlich an LKWs, gebildet. Als Fußgänger durften wir zuerst an Board gehen weswegen wir uns die besten Plätze auf dem Außendeck sichern konnten. Hinter uns befand sich sogar eine Küche, die während der eineinhalbstündigen Überfahrt diverse Snacks und Getränke sowie warme Mahlzeiten anbot. Wir legten ziemlich pünktlich ab und konnten kurz darauf die Sonne bei ihrem Aufgang über dem karibischen Meer beobachten. 🌅 Gegen 07:30 Uhr legte die Fähre in der Inselhauptstadt Bocas an, wo wir uns zu allererst auf die Suche nach einem Kaffee machten. Tatsächlich wurde uns in einer Bäckerei ein richtig guter Wachmacher serviert und eine Ecke weiter, bei der Bäckerei La Ranita, fanden wir zufällig super tolles sowie richtig knuspriges französisches Baguette dass wir uns mit Salami aus einem der hiesigen Supermärkte im Park zum Frühstück schmecken ließen. 😋 Von der Plaza aus fahren außerdem im 30 Minuten Rhythmus Minibusse, sogenannte Colectivos, zu den weiter entfernt gelegenen Stränden der Insel. Für 2,50$ pro Kopf brachte uns einer von ihnen innerhalb von 35 Minuten an die Boca del Drago bzw. die Playa de las Estrellas im äußersten Nordwesten. Die Endstation befand sich an einem Karibikstrand wie aus dem Bilderbuch: Strahlend weißer Sandstrand an dem sich Kokosnusspalmen wie an einer Perlenschnur aneinanderreihten vor türkisblauem, fast spiegelglattem Wasser. 🤩 Von dort aus liefen wir noch etwa eineinhalb Kilometer am Ufer entlang bis wir schlussendlich den abgelegenen Star Fish Beach erreichten. Dort angelangt sahen wir auf Anhieb wieder Rochen im flachen Wasser umherflitzen aber auch den ersten Seestern konnten wir direkt ausmachen. Da der Strand recht abgelegen liegt finden die meisten Tagestouristen ihren Weg per Wassertaxi hierher. So kommt es, dass sich zumindest im vorderen Abschnitt ein Restaurant ans andere reiht. Im hinteren Bereich fanden wir jedoch eine Freifläche vor, auf der wir unsere Decke im Schatten der Palmen ausbreiten konnten. Zum ersten Mal seit Bonito in Brasilien hatten wir auch mal wieder unsere Schnorchel Masken dabei. 🤿 Wir brauchen sie nicht oft aber wenn dann hat es sich jedes Mal zu 100% gelohnt, so auch diesmal. Zwar konnte man selbst im flachen Wasser ein paar Seesterne sehen aber ein paar Meter weiter im Tiefen lagen tatsächlich hunderte davon: Gelbe, Orangefarbene und Rote. War es bei unserer Ankunft gegen 10 Uhr am Morgen noch erfreulich leer gewesen so füllte sich der Strand gegen Mittag deutlich. Nach einem weiteren Bad im Meer und einem kleinen Mittagssnack machten wir uns gegen 16 Uhr, neuerdings mit dem Colectivo, auf den Rückweg in Richtung Bocas. Der Fahrer ließ uns freundlicherweise vier Kilometer früher, quasi direkt neben dem gebuchten Hostel, aussteigen in das wir vor 15 Uhr eh nicht hätten einchecken können. Dort nahm uns Victor aus Frankreich in Empfang, der seit geraumer Zeit als Volunteer den Inhaber Daniel unterstützt und im Gegenzug kostenfrei im Hostal y Camping La y Griega wohnen kann. So bleibt ihm am Morgen genug Zeit für sein großes Hobby: Surfen. 🏄‍♂️ Er zeigte uns unser Doppelzimmer, das in Wahrheit ein großes Zelt mit einer bequemen Kingsize Matratze war, sowie die Duschen, den Essbereich und die geräumige Gemeinschaftsküche. Definitiv ein Backpacker Paradies, hier kann man es sich problemlos für ein oder zwei Wochen gemütlich machen. 😊 Wir hatten uns ein paar Essensvorräte aus dem Van mitgebracht und während wir unsere selbst gekochten Spaghetti mit Pesto verspeisten unterhielten wir uns nett mit ein paar anderen Reisenden aus Deutschland. Parallel wollte immer mal wieder eine der drei Katzen und vor allem der zuckersüße Welpe Rua geknuddelt werden. 😍

Unser Van bleibt auf dem Festland
Wir gehen als Fußgänger auf die Autofähre
Während die Sonne aufgeht…
…läuft der Küchenbetrieb bereits auf Hochtouren 😅
Simon nutzt die Überfahrt für einen nap 💤
Einfahrt in den Hafen von Bocas
Per Zufall entdecken wir diese Bäckerei
Hier gabs richtig tolles Baguette 🥖
Erstmal Frühstück 😛
Dann besteigen wir direkt gegenüber den Minibus 🚐
35min später kommen wir am Traumstrand an 🏝️
Einfach nur WOW 🤩
Auf Anhieb entdecken wir Rochen…
…und Seesterne im flachen Wasser
Die meisten Touristen kommen per Boot 🚤
Entsprechend viele Lokale gibt es am Strand
Die sind aber alle sehr hübsch gemacht 👍🏻
Wir laufen bis zum Strandende
Traumhaft schön hier 😍
Mittagssnack
Check-In im Hostel
Unser Zimmer für die nächsten 2 Nächte
Die große Gemeinschaftsküche 🥣
Und der chillige Ess- bzw. Aufenthaltsbereich
Richtig süß waren die Haustiere ♥️
♥️♥️
♥️♥️♥️

Tag Zwei im Paradies begann direkt mit einem weiteren Highlight, denn im Morgengrauen wurden wir von dem durchdringenden Gebrüll zweier Brüllaffen Familien geweckt. Die eine Partie befand sich offensichtlich in der nahen Umgebung. Von dem frühen, tierischen Wecker einmal abgesehen hatten wir in unserem Zelt eine ganz gute Nacht. Klar war es etwas hellhörig aber je nach Hotelzimmer ist das auch nicht anders. Wärmetechnisch hatten wir auf jeden Fall nichts zu meckern. 👍 Nach dem wir Kaffee gekocht und unser Müsli verspeist hatten packten wir neuerdings die Badetasche. Der Sand Dollar Beach gegenüber vom Hostel wäre sicherlich gut zum Schwimmen geeignet gewesen. Da es dort allerdings keine Bäume zu geben schien und wir keinen Sonnenschirm hatten zogen wir weiter. Wir liefen zu Fuß entlang der Straße bis zur Playa Paunch. An deren Ende tummelten sich die ersten Wellenreiter aber einen guten Spot zum Chillen hatten wir entlang des Weges leider nicht entdeckt. Bis zum einsamen Bluff Strand wären es noch weitere vier Kilometer gewesen weshalb wir kehrt machten und den Tag bei der Strandbar Skullys verbrachten. Ohne jeglichen Mindestverzehr darf man hier die gemütlichen Strandbetten nutzen und im kleinen, aber feinen Salzwasser Pool entspannen. Auch allerlei Fitness- und Spaßgeräte, von der Tischtennisplatte über den Billardtisch bis hin zur Dartscheibe, stehen einem hier zur Verfügung. 😀 Vor allem aber gibt es schattenspendende Bäume sowie eine Bar und diverse Restaurants. Nach dem wir sowohl im Meer als auch im Pool gebadet hatten gönnten wir uns noch einen leckeren Smoothie, bevor wir am Nachmittag den etwa drei Kilometer langen Rückweg zum Hostel antraten. Dort angekommen wurden wir zu unserer Überraschung von dem Berliner Max auf eine Portion Spaghetti Bolognese eingeladen, die er gerade frisch für sich und seine Reisebegleitung Christina zubereitet hatte. Somit konnten wir unsere Zutaten für die Thunfisch Pasta getrost wieder einpacken. 😅 Kaum hatten wir gegessen ließen sich die Brüllaffen vom Morgen wieder blicken und diesmal tollten sie wirklich direkt über unseren Köpfen in den Bäumen herum. 🐒🐒

Nach dem Frühstück geht’s ab zum Strand
Viele mieten sich dafür ein E-Bike
Tolle Häuser mit Meerblick hatte es hier
Und schicke Strandbars 🍹
Wir entschieden uns für Skullys
Wer genug gechillt hat kann hier auch Sport machen
Oder im Pool liegen 👙
Schwimmen kann man natürlich auch 😎
Wir trinken noch einen leckeren Smoothie 🥤
Und werden im Hostel von den Affen erwartet 🐒

Der nächste Tag stand dann leider schon wieder im Zeichen der Abreise da unsere Aufenthaltsgenehmigung für Panama in nicht einmal mehr drei Tagen ablaufen würde. Da die zweite und gleichzeitig letzte Fähre aufs Festland bereits um 13:15 Uhr ablegt verbrachten wir den Vormittag ganz gemütlich mit Kaffee in den Hängematten des Hostels. Gegen Mittag winkten wir dann eines der zahlreichen Colectivos heran, dass uns für einen Dollar pro Kopf zurück nach Bocas brachte. Wir kauften noch einmal ein frisches Baguette für die Überfahrt ein bevor wir zum Hafen liefen. Bis die Fähre eintraf waren wir, trotz Schatten, schon wieder schweiß gebadet. Das Entladen der Fahrzeuge dauerte ziemlich lange und als wir endlich an Bord gehen wollten wurde uns der Zutritt verweigert. 😨 Scheinbar hatte die Fähre einen Motorschaden erlitten weshalb weder Fußgänger noch Fahrzeuge auf sie drauf durften. Somit blieb uns nichts Anderes übrig, als in der Hitze weitere zwei Stunden auszuharren bis Ersatz vom Festland eintraf. Hätten wir das mal früher gewusst! In der Zeit hätten wir locker noch den Abstecher zur Playa Bluff wagen können. 🙈 Aber egal, wir waren trotzdem mega happy und dankbar für die schöne Zeit bzw. für die Tatsache, dass wir gegen 16:30 Uhr dann doch noch nach Almirante ablegten. Während der Fahrt staunten wir nicht schlecht über die LKW-Fahrer an Deck. Diese hatten sich bereits die Wartezeit auf die Fähre mit dem ein oder anderen, kalten Bier verkürzt und öffneten auch während der Überfahrt noch etliche Dosen. 😯 Da wundert es nicht, dass wir auf der Herfahrt sowohl ein Auto als auch einen LKW im Straßengraben hatten liegen sehen. 🤨 Deutlich später als geplant erreichten wir den Hafen in Almirante, der gleichzeitig auch als Umschlagshafen für die berühmten Chiquita Bananen dient. Warum man diese besser nicht kaufen sollte kannst du dir in diesem kurzen YouTube Clip ansehen: Warum du keine Chiquita Bananen kaufen solltest. Bis wir unseren Van wieder bei Dickie abgeholt hatten war es bereits dunkel geworden. Ursprünglich hatten wir vorgehabt noch bis zu einem großen, in den Bergen gelegenen Stausee zu fahren da die Temperaturen zum Schlafen dort deutlich angenehmer gewesen wären. Auf Grund der stundenlangen Verspätung schafften wir es in der Dunkelheit über die vielen Schlaglöcher hinweg aber nur noch bis zu einer ca. 70 Kilometer entfernt gelegenen Terpel Tankstelle. 🤷‍♀️ Wie so häufig schon in Panama gab es, kurioserweise, auch an dieser Tankstelle aktuell kein Wasser weshalb die Toiletten außer Betrieb waren. Zum Glück haben wir für solche Fälle die Campingtoilette an Board! Da es mittlerweile nach 21 Uhr war gab es für jeden noch einen Hot Dog von der Tanke bevor auch dieser Tag sein Ende fand. 😴

Goodbye Isla Colón
Leider mussten wir auf die nächste Fähre warten 😵‍💫
Irgendwann legten aber dann auch wir ab
😴😴😴
Chiquita hat ein sehr mächtiges Imperium aufgebaut
Mit eigenen Frachtschiffen…
…und sogar eigenen Seehäfen
Hunderte oder gar tausende Kühlcontainer 🍌

Dafür, dass die Tankstelle direkt an der Straße lag schliefen wir mal wieder erstaunlich gut. Trotz allem machten wir uns direkt nach dem morgendlichen Kaffee auf die Weiterfahrt in Richtung David. Am Stausee legten wir eine kurze Frühstückspause ein und dort erklärte mir eine Einheimische auch die Ursache für den kuriosen Wassermangel: Panama verfügt zwar über ausreichend Wasser, schließlich gibt es unzählige Flüsse und Stauseen, sowie über die zur Aufbereitung und Verteilung notwendigen Anlagen aber wie so oft ist die Wasserversorgung Opfer der in Lateinamerika so oft vorherrschenden Korruption: Die Verantwortlichen bereichern sich zu Lasten der Bevölkerung, in dem sie das kostbare Nass für teuer Geld verkaufen anstatt es wie vorgesehen den hier lebenden Menschen zur Verfügung zu stellen. 😮 Wieder in der Großstadt angekommen kauften wir im Super 99 noch für 70 € Vorräte für das teure Costa Rica ein bevor wir unser Ziel, den Campingplatz Villa Paula, ansteuerten. Dort erwarteten uns nicht nur die super netten Verantwortlichen Katti und Nelson sondern auch ein großer, grüner Garten mit genug Stellmöglichkeiten. Außerdem gab es hier einen erfrischenden Pool sowie ein natürliches Badebecken in einem Fluss, der direkt an das riesige Grundstück angrenzt. Küchennutzung, schnelles WLAN und Duschen waren in den 10$ Tagesgebühr ebenfalls inkludiert. 👍 Für 5$ pro Waschladung kann man hier auch seine Schmutzwäsche waschen und anschließen in der prallen Sonne in Null Komma nichts trocknen. Auch dieses Angebot nahmen wir dankend an, schließlich hatten wir bisher in Panama noch nicht einmal Wäsche gewaschen.

Auf dem Camping Villa Paula angekommen 😀
Die Geburtstagslocation steht fest 😃
Aber erstmal Wäsche waschen 👚👖🧦
Kürzester Weg nach Alaska: 8.272 km 😅

Mein 40. Geburtstag startete entsprechend gut, nämlich mit einer Sporteinheit und einigen Runden im erfrischenden Pool. 👙 Nach dem wir gemütlich Kaffee getrunken hatten nahm ich mir die Zeit für ein ausführliches Telefonat mit meinen Eltern während Simon das Frühstück vorbereitete. Auch einen Geburtstagskuchen buk er für mich, schließlich hatten wir noch eine Anrührmischung aus Bolivien dabei. 🍰 Dank dem guten WLAN konnte ich auch all die vielen lieben Nachrichten abrufen und beantworten die mich an dem Tag erreichten. 😍 Nach einer weiteren Abkühlung im Pool bzw. im Fluss tranken wir am Nachmittag zusammen mit Katti und Nelson Kaffee und aßen meinen Geburtstagsmarmorkuchen dazu. Abends gabs, auf meinen Wunsch hin, leckere Meeresfrüchte Paella und dazu ein kühles Glas Rosé. Besser hätte mein Geburtstag wirklich nicht sein können. 😀

Was gibt’s besseres als einen Pool 💦
Geburtstagsfrühstück mit Spiegelei & Bratkartoffel 😋
Danke für die vielen lieben Nachrichten 🥰
Simons Geburtstagskuchen ist gut gelungen 😊
Nach der Abkühlung im Fluss…
(Hund Canelo durfte auch mit)
…wurde der leckere Kuchen dann auch verspeist 🎂
Ein gelungener Tag 😍

Nach dem uns Nelson am Vortag versichert hatte, dass für die Ausreise aus Panama nicht der Einreisestempel in unserem Pass (17.12.23) sondern das Datum in unseren Autopapieren (22.12.23) von Bedeutung sei entschieden wir spontan noch einen weiteren Tag bei ihnen zu verweilen. Wer weiß, wann wir das nächste Mal einen Pool und so schnelles WLAN haben werden! Außerdem blieb mir so noch Zeit um die letzten Tage Blog nachzuschreiben. Am Abend nutzten wir den Backofen in Kattis Küche zum Pizza backen und da wir sowieso schon dabei waren, luden wir die zwei netten Inhaber zum Essen ein. 🍕🍷

Katti & Nelson sind leidenschaftliche Biker 🏍️
Die Intruder von Nelson
Der gemütliche Aufenthaltsbereich
Und genauso leidenschaftliche Köche 🧑‍🍳
Niedliche Tiere gabs auch hier 😍
Simon macht Pizza für alle
Yummy 😛

Ursprünglich wollten wir am Mittwoch die Villa Paula verlassen und weiter nach Costa Rica reisen. Nach meiner morgendlichen Sporteinheit überraschte uns Katti mit einem extra für uns zubereiteten Frühstück, dass in ihrer Heimat Costa Rica ganz typisch sei: Reis mit schwarzen Bohnen, Spiegelei, Kochbanane und Käse. 😋 Wie lieb von ihr! Ich hatte mich am Tag zuvor nämlich bei ihr nach den typischen Gerichten der kommenden Länder erkundigt. Während wir uns das Mahl schmecken ließen fragte sie uns, ob wir denn heute wie geplant weiterfahren oder doch noch einen Tag bleiben würden. Falls ja dann würde ihr Mann Nelson, der über 20 Jahre als Koch gearbeitet hatte und sich auf die asiatische Küche spezialisiert hat, heute Abend für uns kochen. Die Entscheidung zum Bleiben war entsprechend schnell gefällt. 😅 Somit konnten wir noch einen weiteren Tag am Pool genießen und uns obendrein von den Beiden verwöhnen lassen. Was für ein schöner Abschluss für unsere Reise durch Panama. Nach anfänglichem Kulturschock hat uns das Land wirklich wahnsinnig gut gefallen. Ob uns Costa Rica genauso gut oder gar noch besser gefallen wird berichte ich dir dann in der kommenden Woche. 😉😘😘

Kattis Frühstück hat uns zu einem weiteren Tag überredet 🥰

Falls du mir ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zukommen lassen möchtest dann nutze hierfür einfach einen der beiden Links: 🎁💐🥂

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Schreiben kannst du uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder du nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇦 (02. – 09.01.2024) París – Boquete

Hier gehts zu unserem neuen YouTube VLOG: 👇

Wieviel Geld haben wir wohl in einem Jahr Südamerika ausgegeben und kann man eine Weltreise auch günstig machen?! Die Antwort darauf findest du in unserem neusten YouTube Video!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Nach einer sehr schönen, gemütlichen sowie feucht fröhlichen Feiertagswoche mit unseren Freunden von @anschnallenabfahrt trennten sich unsere Wege am 2. Januar dann auch schon wieder. Während die Beiden direkt in den 350km entfernt gelegenen Ort Boca Chica weiterbrausten entschieden wir uns für eine deutlich kürzere Etappe von lediglich zwei statt fünf Fahrstunden. Da wir, im Gegensatz zu Max und Merle, in Kürze aber auch keinen Besuch erwarten werden können wir es deutlich gemächlicher angehen. Zumal wir, nach sieben Tagen süßem Nichtstun, auch wieder einiges aufarbeiten wollten. In der Nähe der Kleinstadt París (der Ort heißt tatsächlich so) fanden wir, am Ende einer Schotterstraße, einen hübschen kostenfreien Stellplatz. Dieser befand sich direkt am breiten Río Santa María und eigentlich hätten wir hier maximal ein paar lokale Fischer erwartet. Stattdessen hatte sich unter dem überdachten Außenbereich eine ganze Geburtstagsgesellschaft eingefunden und wenige Meter weiter sägten zwei Männer mit einer Motorsäge lautstark Holz. So hatte ich mir den auserwählten Übernachtungsplatz nicht vorgestellt… 😯 An Arbeit war somit vorerst nicht zu denken weshalb Simon, nach dem ich für ihn bei einem der Angler ein paar Garnelen als Köder erbettelt hatte, neuerdings seine Angel auswarf und ich mich einfach auf den Steg neben ihn setzte. Die tropische Landschaft mit ihren Mangroven, Palmen und Laubbäumen erinnerte uns fast ein bisschen ans Pantanal in Brasilien. Tatsächlich machte uns einer der zur Geburtstagsparty gehörenden Männer wenig später auf ein großes Leistenkrokodil aufmerksam, das am anderen Ufer gut getarnt den Fluss hinaufschwamm. 🐊 Er erzählte uns, dass hier erst kürzlich ein 11 Fuß großes Tier (über 3 Meter lang!) erlegt worden wäre nachdem es einige Rinder gerissen hatte. 😮 Wir bekamen noch ein Stück Torte gereicht, vermutlich weil wir unser Feuerzeug zum Anzünden der Kerzen geliehen hatten, und nach dem die Piñata unter lautem Gejohle der Gäste aufgeschlagen war kehrte ganz unerwartet kurz darauf die ersehnte Ruhe ein. In Windeseile löste sich die Gesellschaft auf und so konnten wir den Sonnenuntergang über den Mangroven dann doch noch in aller Ruhe genießen.

Die Nacht am Fluss war warm und gerade noch erträglich aber nicht die Wärme, sondern der Motorsägen-Mann weckten uns am nächsten Morgen auf. Da wir nicht wussten, was uns an einem alternativen Platz etliche Kilometer weiter erwarten würde entschieden wir dennoch zu bleiben und wie geplant an den Laptops zu arbeiten.

Nach einer weiteren, zumindest gefühlt ruhigen Nacht, sprach uns am Donnerstagmorgen der Ranger an der mit seinem Motorrad wohl gerade auf Patrouille war. Er fragte mich, ob wir hier übernachtet hätten da ihm unser Fahrzeug bereits am Vortag aufgefallen sei. Ich bejahte dies woraufhin er mich eindringlich vor weiteren Übernachtungen am Fluss warnte. Außerdem fragte er mich, ob wir in der Nacht ein Fahrzeug gehört hätten was ich ebenfalls bejahte. Tatsächlich wachte ich nachts kurz auf weil ich ein Auto mit klapperndem Anhänger hatte kommen hören, dass meiner Meinung nach zum Bootsanleger gefahren war. Ich hatte mir aber überhaupt nichts Schlechtes dabei gedacht sondern schlichtweg Angler vermutet, die ihr Boot zum Nachtangeln zu Wasser ließen. Der besorgte Ranger erklärte hingegen, dass dieser Ort ein beliebter Drogenumschlagsplatz sei. Die Hehler würden vom offenen Meer her mit ihrem Boot den Fluss hinauffahren und ihre heiße Fracht exakt hier an Kuriere übergeben, die die Drogen per Auto abholen würden. OH MEIN GOTT! 😨 Entweder hatten wir großes Glück und die Dealer hatten sich nicht für uns interessiert oder es waren doch ungefährliche Angler. So oder so stand fest, dass wir hier keinesfalls eine weitere Nacht verbringen würden. Diesen wichtigen Hinweis ergänzten wir selbstverständlich in der iOverlander App, damit andere Reisende künftig vorab informiert sind und den Spot nach Möglichkeit gar nicht erst ansteuern. Wobei ich sagen muss, dass wir uns wirklich sicher gefühlt hatten. Insbesondere auf Grund der netten Begegnungen an Tag eins aber selbst an diesem verhängnisvollen Tag hatte ich am Morgen von Fischern eine Tüte Gebäck geschenkt bekommen. Einfach so, während ich gerade meine Yoga Matte ausrollte. Simon hängte noch einmal seine Angel ins Wasser, hatte aber auch diesmal keinen Erfolg und bekam stattdessen von zwei Männern ihren Fang geschenkt: Ein mittelgroßer Wolfsbarsch. 😃 So viele nette Menschen auf einem Ort sind uns echt selten begegnet! Gegen 15:00 Uhr suchten wir dann aber dennoch das Weite und steuerten eine moderne Terpel Autobahnraststätte an. Wir wollten keine weiteren Risiken eingehen und entschieden deshalb, die Nacht an einer Tankstelle zu verbringen. Safety first… 🙈🙉🙊

Wohl doch kein guter Platz?!
Wir sagen tschüss Fluss…
…und hallo Rastplatz

Tatsächlich fühlten wir uns an der Autobahnraststätte recht wohl und schliefen zwischen den Truckern im hinteren Parkbereich sogar relativ ruhig. Zumal die moderne Raststätte auch allerlei Annehmlichkeiten zu bieten hatte: Neben blitzblanken, vollelektrischen Sanitäranlagen gab es sogar zwei warme, völlig kostenfreie Duschen sowie eine Waschmaschine und einen Trockner. Wäre der Trockner nicht defekt gewesen hätte ich auch dieses Angebot sehr gerne angenommen. So verschoben wir die Wäsche auf ein andermal und freuten uns stattdessen über die tollen Duschen. Auch das WLAN war gratis und relativ stabil sodass wir damit sogar das just fertiggestellte YouTube Video hochladen konnten. Auch der neueste Blog Beitrag wollte bebildert werden was im angenehm klimatisierten Aufenthaltsbereich des Rasthauses ebenfalls sehr gut zu machen war. Darüber hinaus waren Snacks und kühle Getränke im angrenzenden, schicken Cafeteria-Bereich nicht weit entfernt. Mehr braucht der Camper doch eigentlich gar nicht zum glücklich sein, oder?! 😅 Bis wir alles erledigt hatten war der Tag bereits weit fortgeschritten weshalb wir spontan entschieden, noch eine weitere Nacht neben den LKWs zu verbringen. Kaum hatten wir uns ins Bett verzogen um noch eine Folge 7vs.Wild zu schauen waren wir auch schon wieder in heller Aufruhr und ich hoffe sehr, dass keiner um uns herum meinen lauten Panikschrei vernommen hatte: Eine nicht allzu kleine Spinne war über Simons nackten Bauch gerannt und von dort aus weiter auf meine Seite des Betts was mich eben zu jenem Schrei veranlasste. 😱 Glücklicherweise blieb sie weiterhin sichtbar und Simon konnte sie kurz darauf unschädlich machen. Oh Mann, zwei echt eklige Spinnen in kürzester Zeit: Das kann ja noch lustig werden in Zentralamerika…

Nach dem Frühstück gings dann am Samstag aber doch weiter, wobei wir nicht wirklich weit kamen da wir erst noch ein paar frische Lebensmittel einkaufen mussten. Zu unserem Ärger hatten wir nämlich bei zwei noch originalverpackten Artikeln Schimmel festgestellt: Einmal an der Frischkäse Dose, zwischen Plastikdeckel und unversehrter Alufolie, sowie im Parmesan. Bei Letzterem war mir der Schimmel allerdings zu spät aufgefallen, als der Käse schon in der Pasta Sauce schwamm. Scheinbar haben wir es aber gut vertragen, zumindest musste keiner von uns nach dem Abendessen auf die Toilette… Auch sowas hatten wir zuvor in Südamerika nicht erlebt. Nach dem Einkauf düsten wir weiter zu einem Fluss, dessen Beschreibung bei meinem Mann sofort wieder die Hoffnung auf einen coolen Angelspot geweckt hatte. 😂 Bei der persönlichen Begehung erschien das Wasser, zumindest an der Stelle, zum Angeln als ungeeignet weshalb wir nur ein kurzes, erfrischendes Bad nahmen. Da der Erdweg hier am Fluss neuerdings als Sackgasse endete, entschieden wir uns nach dem vorherigen Erlebnis gegen eine Übernachtung und fuhren stattdessen weiter. Auf dem Weg lag noch ein kurzer Abstecher zu einem schönen Aussichtspunkt, den wir für eine Kaffeepause nutzten. Dort trafen wir auch auf ein Berliner Pärchen, die mit ihrem Mietwagen ebenfalls den Weg hierher gefunden hatten. Sie erzählten uns, dass sie bereits viele Reisende aus Deutschland in Panama getroffen hatten. Wussten wir gar nicht, dass Panama bei unseren Landsleuten derzeit wohl hoch im Kurs zu stehen scheint. 😮 Von dort aus gings neuerdings zu einer, wenn auch weniger schicken, Tankstelle an der wir eine weitere friedliche Nacht verbrachten.

Kurze Abkühlung…
…und weiter zum Viewpoint
Blick auf Fluss & Pazifik 🤩

Nun reichte es dann aber auch mit Tankstellenromantik und wir machten uns auf den Weg nach Boca Chica. Von Ju und Lydia alias @a_donde.voy wussten wir von einem urigen Spot direkt an einer Bucht, wo sogar Brüllaffen durch die Bäume toben sollten. Die letzten vier Kilometer bis zum Camping eco-gavilla waren recht ruppig und bei unserer Ankunft waren wir uns auch nicht Hundertprozent sicher ob wir wirklich den richtigen Weg gewählt hatten. Aber nach dem mir drei verschiedene Personen den Ortsnamen bestätigt und die Köchin Carolina mir den Preis von 10$ für die Übernachtung genannt hatte waren wir uns dem dann doch sicher. 😅 Wobei es sich weniger um einen Campingplatz als vielmehr um eine Badebucht handelte an der es auch Toiletten sowie Außenduschen und beschattete Sitzgelegenheiten am Sandstrand gab. Wir schnappten uns unsere Campingstühle und taten es den vielen Einheimischen gleich, die die derzeitige Ferienzeit wohl für einen sonntäglichen Ausflug mit Sack und Pack ans Meer genutzt hatten. Um uns herum wurde richtig groß aufgefahren: Vom Gas- über den Kohlegrill bis hin zu etlichen Kühlboxen mit viel kaltem Bier waren die Panamaer bestens für einen entspannten Strandtag gerüstet. 😮 Wir freuten uns über den Schatten der Bäume, der die 35 Grad im Schatten erstaunlich erträglich machte, und hüpften zwischendurch immer mal wieder ins badewannenwarme Wasser des Pazifiks. Und während meines anschließenden Strandspaziergangs konnte ich in einem Baum tatsächlich eine sechsköpfige Affenfamilie ausmachen. 😀 Ein weiteres Highlight erwartete uns dann am Abend im Van: Kurz nach Einbruch der Dunkelheit kam Carolina, schätzungsweise nicht nur Köchin sondern auch Frau des Platzinhabers, zu uns und fragte ob wir eine Möglichkeit zum Handy laden hätten da sie aktuell ohne Strom seien. Für uns überhaupt kein Thema, da wir dank der Solarpaneele genug Elektrizität zur Verfügung haben sodass ich gerne auch ihr Smartphone mit unsere Ladebuchsen hing. Bevor sie wieder von dannen zog fragte sie noch, ob wir gerne Fisch essen würden und etwa eine halbe Stunde später kehrte sie mit einer riesigen Platte zu unserem Wohnmobil zurück. Auf dieser befand sich eine Ladung frittierter Kochbananen sowie ein großer Fisch der stark dem ähnelte, den uns damals Anita in ihrem kleinen Strandlokal in Kolumbien aufgetischt hatte. Die Portion hätte locker für vier Personen gereicht und wir waren völlig überwältigt. Schließlich hatten wir ja nichts weiter getan als kurz zwei Handys aufzuladen. 😯 Zum Glück hatte Simon das schon fast kommen sehen und deshalb noch nicht unsere Reste vom Vortag aufgewärmt. Wir ließen uns das leckere Gericht schmecken und tupperten anschließend, satt und zufrieden, noch mindestens die Hälfte davon für den nächsten Tag ein.

Mega schöne Badebucht
In der Ferienzeit wohl sehr beliebt
Wie sollen 2 Personen DAS schaffen?!

Am nächsten Morgen waren wir schon fast etwas enttäuscht, dass wir wider Erwarten nicht vom Gebrüll der Affen sondern von unserem Harndrang geweckt wurden. Wir beschlossen, erst einmal Kaffee zu trinken und anschließen zu dem Baum zu laufen, an dem ich die Affen am Tag zuvor gespottet hatte. Ihre lautstarken Reviermarkierungsrufe konnten wir mittlerweile nämlich wohl wahrnehmen. Da aber auch dort nichts von ihnen zu sehen war rollte ich erst einmal meine Yogamatte aus während Simon unser Frühstück zubereitete. Frisch gestärkt hüpften wir vor Abfahrt noch einmal ins Meer und als wir wieder rauskamen und zu den Duschen liefen tollten die Äffchen tatsächlich über unsere Köpfe hinweg. 🐒 Meine Sorge ob des steilen, unbefestigten Rückwegs blieb zum Glück unbegründet und wir schafften es ohne Schwierigkeiten zurück auf die asphaltierte Straße. Nach einem Zwischenstopp im Baumarkt, wo wir uns neue Scharniere als Ersatz für das Defekte an einer der Heckkisten besorgten, fuhren wir weiter in die Berge nach Boquete. Der Ort liegt 1.200 Meter üNN was für deutlich angenehmeres Klima und fast 10 Grad weniger als an der Küste sorgte. Hier wächst, neben Kaffee, auch viel Obst sowie Gemüse. Gegenüber von einem der zahlreichen Wasserfälle der Region fanden wir, direkt neben einem Fluss, einen hübschen Stellplatz. Nach dem uns die Einheimischen Souvenirhändler bestätigt hatten, dass man hier sowohl ruhig als auch völlig sicher stehen könne, wärmten wir unsere Essensreste vom Vortag und stießen beim Essen auf unser erstes Video mit über 1.000 Views innerhalb eines Tages an. 🥳🥳🥳

Ein letztes Bad bei Ebbe in der Bucht
Und da waren sie wieder 😍
Stellplatz in Boquete
Rechts der rauschende Fluss…
…links der plätschernde Wasserfall

Die Nacht in Boquete war angenehm frisch und ich musste sogar die Dachluke über dem Bett schließen da es mich gegen Morgen direkt fröstelte. Verrückt! Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einer kleinen Wanderung, deren Startpunkt lediglich zweieinhalb Kilometer von unserem Übernachtungsspot entfernt lag. Pro Kopf mussten wir für den drei Kilometer langen Wanderweg bis hin zu einem Wasserfall leider 5 € berappen aber das wird uns, vor allem in Costa Rica, von nun an vermutlich häufiger passieren. 🤷‍♀️ Laut Hinweisschildern befanden wir uns im Habitat des seltenen Quetzal Vogels aber uns flatterte leider keiner über den Weg. Dafür hörten und sahen wir noch einmal Brüllaffen, die ich in dieser Höhe gar nicht vermutet hätte. Auch an einem schätzungsweise 1.000 Jahre altem Baum kamen wir vorbei bis wir schließlich die Cascada Escondida erreichten, deren Wasser zumindest für eine erfrischende Dusche gereicht hätte. Nach kurzer Pause machten wir kehrt und liefen den gleichen Weg wieder zurück bis zum Van wo wir uns mit einer Kleinigkeit stärkten. Und da sich kurz nach Ortsausgang eine Schweißerei befinden sollte steuerten wir diese als nächstes an. Tatsächlich trafen wir dort, trotz Feiertag, den Inhaber Levi an der offensichtlich großen Spaß daran hat ziemlich verrückte Autos zu bauen. Aus mehreren Kraftfahrzeugen bastelt er sich sein eigenes Spaßmobil zusammen. Sein erstes Werk besteht aus sage und schreibe acht verschiedenen Modellen. 😮 Nach dem er uns sein Hobby näher gebracht hatte schweißte er uns für 10$ in Windeseile das neue Scharnier an unsere linke Heckkiste sodass wir kurz darauf bereits wieder vom Hof fahren konnten. Und da es bereits Spätnachmittag und die Temperaturen gar so angenehm waren verbrachten wir noch eine weitere Nacht in Boquete. Diesmal auf einem Parkplatz gegenüber einer sehr kuriosen Felswand, die gerne zum free climbing genutzt wird.

Wanderung durch den Nebelwald
So hätte er ausgesehen, der Quetzal
Ob die Kaskade in der Regenzeit spektakulärer ist? 🤔
Kaffeepause ☕️
Direkt neben der Kaffeeplantage 😊
Jede Menge Eisbergsalat
In Levi’s Werkstatt
Ein ECHTER Autobastler 🛠️
Schnell das neue Scharnier angeschweißt
Unseres war definiert nicht mehr zu retten
Danke Levi 👍🏻
Verrückte Felswand aber ideal zum Kraxeln

Im nächsten Beitrag kann ich dir dann von einem hoffentlich super coolen, mehrtägigen Ausflug berichten… Du darfst dich also schon jetzt auf nächste Woche freuen. 😘😘😘

Noch verraten wir nicht wo es hingehen wird… 🫢

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