NEW BLOG POST 🇧🇴 (10. – 16.05.2023) Uyuni & Salar de Uyuni

An unserem ersten Tag in „Uyuni“ begaben wir uns direkt morgens auf den Weg zu einer der hiesigen Werkstätten, wo wir noch für 14:00 Uhr am selben Tag einen Termin erhielten. 👍 Wir fuhren zurück ins kleine Zentrum und kümmerten uns, nach dem Frühstück, erst einmal um die organisatorischen Dinge. Bei „entel“ besorgten wir uns eine neue SIM-Karte und buchten für umgerechnet 22 € ein Datenpaket, welches uns 30 Tage Datenvolumen ohne jegliche Beschränkung zur Verfügung stellen sollte. Weiter ging es zur „BNB“ (Banco Nacional Bolivia) wo wir völlig problemlos und sogar gebührenfrei Geld abheben konnten. Als nächstes stand, nach den extrem staubigen Tagen auf der Lagunen Route, eine ausgiebige Dusche auf dem Programm. Die öffentliche Dusche war zwar blitzblank sauber aber leider war das Wasser maximal lauwarm so dass ich diese nicht wirklich genießen konnte. 😕 Aber egal, zumindest waren meine Haare danach endlich mal wieder schön frisch und sauber. Am frühen Nachmittag fuhren wir erneut zur Werkstatt und, wie erwartet, teilte man uns dort mit das eine Reparatur bzw. die Beschaffung neuer Stoßdämpfer im kleinen „Uyuni“ nicht möglich sei. Wir könnten aber selbst mit kaputtem Stoßdämpfer ohne Probleme auf den spiegelglatten „Salar de Uyuni“ sowie anschließend weiter über die Asphaltstraße in die ca. 400 km entfernt liegende Hauptstadt „Sucre“ fahren. Laut dem Mechaniker sollten wir dort problemlos Ersatz erhalten können. Zwischenzeitlich hatten wir per E-Mail auch die Firma „Marquart“ kontaktiert von denen wir die derzeit verbauten und extra verstärkten Stoßdämpfer haben. An und für sich sind wir mit diesen nämlich extrem zufrieden und die Probleme sind unserer Meinung nach den schlechten Straßen und nicht dem Material geschuldet. Prompt erhielten wir vom Firmeninhaber Antwort, dass er bereit wäre uns einen neuen Satz nach Bolivien zu senden insofern wir ihm eine Adresse geben könnten. 😀 Wie wir jedoch aus eigener Erfahrung sowie von Timo und Alina alias sprintour wissen, kommen Päckchen aus dem Ausland aber nicht gerade problemlos in Südamerika an… Und auch unsere Container-Buddys Lydia und Ju alias a_donde.voy, die über gute private Kontakte in „Sucre“ verfügen, rieten uns wärmstens von dem Vorhaben ab. 🤷‍♀️ Bevor wir uns weitere Gedanken über die Reparatur machten ließen wir uns erst einmal ein sehr schmackhaftes und noch dazu extrem günstiges Mittagsmenü schmecken. In einem Lokal, in dem vorrangig Einheimische zu Mittag essen, teilten wir uns für schlappe 1,40 € einen großen Teller Mais-Suppe sowie als Hauptgericht ein hauchdünnes Stück paniertes Rindfleisch mit Reis und pochiertem Ei. 😛 Zurück am Van räumten wir den Kofferraum aus um unsere Wasserpumpe zu checken und erfreulicherweise befand sich diese in tadellosem Zustand. Wahrscheinlich war während der einen, extrem kalten Nacht an den Thermen lediglich das Wasser im Zuleitungsschlauch eingefroren was dazu geführt hatte, dass kein Wasser mehr aus unserem Wasserhahn mehr kam. Somit konnten wir unser Waschbecken nun wieder bedenkenlos nutzen und da wir schon einmal den Kofferraum ausgeräumt hatten, befreiten wir diesen sowie den Innenraum unseres Fahrzeuges bei der Gelegenheit auch gleich noch grob vom Staub der letzten Tage. 😊

Unser Mittagsmenü 😋
Kann man lassen für 1,40 € 👍🏻
(Das Schwarze sind tatsächlich Kartoffeln…)

Am Donnerstagmorgen pflegten wir mal wieder ausgiebig unsere sozialen Kontakte da wir nun ja wieder online waren. Dabei ereilte mich auch die freudige Nachricht, dass eine sehr gute Freundin von mir Ende November ihr drittes Kind erwarten wird. 🥰 Das Frühstück ließen wir an diesem Tag zu Gunsten eines erneuten Mittagmenüs ausfallen. Diesmal gab es für jeden von uns einen großen Teller voll Nudelsuppe gefolgt von Hähnchen mit Reis und schwarzen Kartoffeln. Und da wir nicht so spät wie am Vortag zum Essen erschienen waren, war sogar noch alles richtig schön heiß. Auch ein kleiner Wackelpudding sowie ein Getränk waren in dem Preis von 1,40 € inbegriffen. 🙈 Anschließend schlenderten wir über den sehr großen Wochenmarkt auf dem es alles und nichts zu kaufen gab. Wir erwarben dort u.a. Obst, Honig sowie Toilettenpapier und kauften den Rest in einem der „Minimercados“. Große Supermärkte werden wir in Bolivien wahrscheinlich eher selten finden aber das Einkaufen in der Form macht ja auch irgendwie Spaß und bei diesen Preisen sowieso. 😇 Und auf dem Markt fand ich sogar noch einen neuen Föhn. 😀 Bleibt zu hoffen, dass dieser im Gegensatz zu seinem Vorgänger den Dienst am Wechselrichter unseres Vans nicht verweigern wird… Auf dem Weg zurück zum Van schnappten wir auf der Straße noch ein Dessert in Form von einem großen Stück süßem, aber sehr saftigem Schoko-Kuchen. Auch vier Empanadas fürs Abendessen waren noch drin so dass unsere Küche an diesem Tag komplett kalt blieb. 😋

Unser Stellplatz in „Uyuni“ vor der Militärbasis

Ein paar Dinge fielen uns in Bolivien sofort auf da sie in krassem Kontrast zu den bisher von uns besuchten Ländern in Südamerika stehen. Beispielsweise sind die Menschen hier alle sehr klein so dass selbst ich mit meinen knapp über 1,60 Meter den Kopf einziehen muss, wenn ich unter den Sonnensegeln hindurchlaufen möchte bzw. den Leuten hier auf den Kopf hinab schauen kann. 😮 Außerdem tragen sehr viele Menschen hier noch Mundschutz und zwar nicht nur innerhalb von öffentlichen Gebäuden, sondern selbst auf der Straße. 😯 Des Weiteren hatten wir uns „Uyuni“, vor allem in seiner Funktion als Touristen-Hotspot, ganz anders vorgestellt. Die meisten Häuser hier sind unverputzt so dass man den blanken Backstein sieht und es gibt, vor allem im Vergleich zu „San Pedro de Atacama“, eher wenige schicke und extra auf Touristen ausgerichtete Lokalitäten. Als wir beispielsweise über den großen Wochenmarkt schlenderten sahen wir außer uns nicht einen anderen Ausländer. Wahrscheinlich rauschen die meisten Touris hier nur mit ihrer Jeep-Tour durch. 🤷‍♀️ Und insbesondere die Frauen tragen hier noch sehr häufig die traditionelle, bolivianische Kleidung. Mit ihren langen, schwarzen geflochtenen Zöpfen, den Hüten sowie den voluminösen Röcken sind sie wirklich hübsch anzuschauen. Genauso haben wir uns Südamerika vorgestellt. 😍

Da ich mich am Freitag nicht ganz so fit fühlte ließen wir auch diesen Tag ruhig angehen. Vermutlich auf Grund der starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht hatte ich mir einen leichten Atemwegsinfekt eingehandelt. Die Nase lief mir irgendwie schon seit „San Pedro“ auf Grund der furchtbar trockenen Luft permanent und nun kratzte auch noch mein Hals ein wenig. 😕 Am Nachmittag schauten wir uns auf dem Eisenbahnfriedhof, dem „Cementerio de Trenes“ um. Dieser gilt als größter seiner Art weltweit und hier rosten, wahrscheinlich noch die nächsten hundert Jahre lang, rund 100 alte Lokomotiven und Wagons vor sich hin. Die ältesten stammen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dienten damals dem Transport der wertvollen (Edel-) Metalle aus den umliegenden Mienen, von Bolivien bis nach Antofagasta an der Pazifik-Küste. Im Licht der langsam untergehenden Sonne schimmerten die rostenden Eisenbahnüberreste besonders schön und wir nahmen uns Zeit zwischen diesen herumzuturnen. 🙃

Der Eisenbahnfriedhof in Uyuni
Auf jeden Fall eine coole Foto-Location 😀
🚂🚂🚂
Simon – der Lokomotivführer 👮🏻‍♂️
Der „Terminator“ war auch vor Ort 😅
Und Bumblebee ist uns auch begegnet 🤣
Echt tolle Kunstwerke 👌🏻

Am nächsten Morgen fühlte ich mich, nach ausreichend Schlaf und einer ruhigen Nacht am Eisenbahnfriedhof, glücklicherweise schon wieder richtig fit. Allerdings vertrödelten wir irgendwie den Vormittag mit diversen Telefongesprächen. Unter anderem erteilten wir Lydia und Ju auf Grund der extrem schwierigen Sachlage eine Absage und baten darum, sich nicht weiter um den möglichen Versand unseres Ersatzstoßdämpfers zu kümmern. Dieser würde zu 99,9% sowieso nicht ankommen und außerdem wollten wir deswegen nicht gefühlt halb Bolivien in Aktion versetzen. 🙈 Irgendwie werden wir in Sucre schon neue Stoßdämpfer erhalten, wenngleich vermutlich auch nicht derart gute. So entschieden wir, nach einem kurzen Plausch mit einem Reisenden aus Mannheim, doch nicht wie ursprünglich geplant auf den „Salar“ zu fahren. Stattdessen parkten wir unseren Van noch einmal an dem vorherigen Stellplatz in der Stadt vor der Militärbasis. Während sich Simon einem neuen Video widmete buk ich für uns ein paar Heidelbeer-Muffins für die kommenden Nachmittage. 🧁 Da ich mit der Muffin-Form bis dato jedoch noch keine großen Erfahrungen gemacht hatte, quoll die erste Ladung in der Omnia-Silikonform erst einmal voll obendrüber. Beim nächsten Mal weiß ich, dass ich die Förmchen wohl nur zu maximal 2/3 füllen darf. 🙈 Etwas unmotiviert auf Grund der vorherigen Erfahrung wagte ich anschließend noch einmal das Abenteuer öffentliche Dusche und probierte diesmal eine andere aus. Jedoch wurde ich diesmal von den „Duchas Paraiso“ mehr als positiv überrascht denn scheinbar handelte es sich hierbei um die lokale Wellnessoase. 😅 Hier warteten ganze Familien auf das Freiwerden von einer der fünf geräumigen Duschkabinen welche über richtig schön heißes Wasser verfügten. Außerdem gab es hier sogar eine Sauna sowie ein Dampfbad und einen Pool für die Kinder. 😀 Den Abend ließen wir dann gemütlich im Restaurant „Tacurú“ ausklingen. Zum einen, weil das Essen dort bei unserem ersten Besuch einfach unglaublich lecker war und zum anderen, weil das dortige WLAN gut funktionierte und wir so nebenbei auch noch drei Videos hochladen konnten. 👍

SUPER Pizza – u.a. mit Lamafleisch belegt
„Pique de Macho“ – auch sehr zu empfehlen 😛

Am Sonntagmorgen starteten wir dann endlich das Abenteuer „Salar de Uyuni“. In „Colchani“ bogen wir auf die größte Salzpfanne der Erde ein welche sich über sagenhafte 10.000 km² erstreckt was einer Länge von 140 km und einer Breite von 110 km entspricht. 😮 Auf Grund der unglaublichen Fernsicht, man sieht eigentlich nur Weiß und Blau, sieht man jedoch stetig die umliegenden Berge welche den Salzsee einrahmen. Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig so ganz ohne Straßen oder richtige Wege zu navigieren aber nach dem wir uns daran gewöhnt hatten, den dunkleren Fahrspuren (auf Grund des Gummiabriebs) auf der weißen Salzfläche zu folgen ging es eigentlich ganz gut. Als erstes stoppten wir an dem der Rallye Dakar gewidmeten Monument hinter welchem sich auch das bunte Fahnenmeer befindet. 😍 Zuletzt donnerten die Rallyefahrer wohl im Jahr 2016 über das endlose Weiß. Nach dem wir uns noch kurz im Salzhotel umgeschaut hatten, in dem vom Boden über die Wände bis hin zu Tischen und Stühlen wirklich alles aus Salz besteht, machten wir uns auf die Weiterfahrt zur Kakteeninsel. 🏜 Es ging rund weitere 50 km hinaus in die unendliche Weite bis wir an der „Isla Incahuasi“ angelangten welche sich fast exakt in der Mitte des Sees befindet. Nach dem wir die 30 BS p.P. (ca. 4 €) Eintrittsgebühr entrichtet hatten sahen wir uns auf der wunderschönen Insel, welche hauptsächlich aus Lavagestein besteht, um. Wir bestaunten die mitunter bis zu 6 Meter hohen Säulenkakteen die gerade einmal einen Zentimeter pro Jahr an Höhe gewinnen. Die meisten der Kakteen sind somit bereits viele hundert Jahre alt. 😯 Das Panorama, über die Kakteen hinweg auf den Salzsee, war unbeschreiblich schön und wir genossen den Spaziergang über und um die Insel herum sehr. Nach dem all die vielen Touren-Jeeps von dannen gezogen waren hatten wir den Stellplatz dann auch ganz für uns alleine. 🙃 Wir sahen noch ein Weilchen der untergehenden Sonne zu bevor wir vor der aufkommenden Kälte flüchteten und im Van unsere Standheizung anwarfen.

Am Dakar-Monument auf dem „Salar de Uyuni“
Beeindruckendes Flaggenmeer 🇺🇾🇧🇷🇵🇾🇦🇷🇨🇱🇧🇴
Das Innere des Salzhotels
Weiter ging’s in die endlosen Weiten
Man sah nur Weiß und Blau 😍
An der „Isla Incahuasi“ angelangt 🏜
Einfach nur schön 🌵🌵🌵
Zu Fuß einmal drum herum
Die Kakteen sind bis zu 600 Jahre alt 😳
Cheers 🥂
Herrlicher Sonnenuntergang inklusive 🌅

Die Nacht war erwartungsgemäß ruhig und dank der Sonne, die erneut von einem azurblauen Himmel strahlte, wurde es am nächsten Morgen auch relativ schnell wieder warm. ☀😎 Wir verabschiedeten uns von der „Isla Incahuasi“ und fuhren zurück in Richtung Salzhotel. Irgendwo im Nirgendwo, Mitten in der Endlosigkeit, stoppten wir für unsere Frühstückspause. Dass war definitiv einer der coolsten und zugleich surrealsten Frühstücksspots überhaupt. Eine bessere Aussicht kann es fast nicht geben. 🥰 Nach dem wir gemütlich gefrühstückt hatten schossen wir noch einige lustige Fotos was auf dem „Salar“, dank dem einfachen Spiel mit den Perspektiven, selbst uns als Kamera-Laien ganz gut gelang. Als alle Requisiten wieder im Van verstaut waren fuhren wir zurück in Richtung „Colchani“. Bevor wir den Salzsee wieder verließen schauten wir uns noch die wirklich gut gemachten Salzskulpturen sowie den „Stairway to Heaven“ an. Wenn man alle Stufen, die rein aus Salzblöcken bestehen, erklommen hat fühlt man sich dank der Höhe sowie der Fernsicht tatsächlich ein wenig wie im Himmel. 😇 Am späten Nachmittag ging es dann zurück nach „Uyuni“ wo wir unseren Bus neuerdings vor der Militärbasis parkten. Müde von all den vielen Eindrücken, aber auch von dem blendend hellen Weiß, beschlossen wir ein letztes Mal im Restaurant „Tacurú“ einzukehren da wir auf Kochen so rein gar keine Lust mehr hatten. 😋

Good Morning 😎
Zum ersten Mal die Glaskugel benutzt
Erst einmal Frühstück 🍳 ☕️🥪
Spiel mit den Perspektiven 🤪
Weiter geht’s zu den Salzskulpturen
Immer der dunklen Fahrspur nach
„Stairway to Heaven“ 😇
Die Skulpturen bestehen rein aus Salzblöcken
Diese werden aus dem Boden heraus gesägt 🪚
😁😁😁

Am kommenden Morgen spielte uns die Militärkapelle ganz unerwartet ein Ständchen und wir unterhielten uns noch nett mit einem älteren Ehepaar aus der Schweiz, welches ebenfalls hier in ihrem schicken Mercedes Sprinter mit Wohnkabine übernachtet hatte. Anschließend stand erst einmal eine ausgiebige Autowäsche auf dem Programm um all das Salz sowie den Schmutz der Lagunen Route wieder los zu werden. Die Jungs von der „Lavadero Maria Elena“ leisteten einwandfreie Arbeit und eine halbe Stunde später war unser Bussi fast nicht wieder zu erkennen und erstrahlte in fast vergessenem Glanz. 🤩 Und das für gerade einmal 120 BS was umgerechnet 16 € entspricht. Weiter ging es zur Tankstelle wo wir auf Anhieb, nach dem wir die Zauberworte „sin factura“ (ohne Rechnung) und „en efectivo“ (bar) ausgesprochen hatten auch anstandslos zu einem ganz ordentlichen Kurs (6 BS pro Liter = 0,80 €) Diesel erhielten. In Bolivien kann sich das Tanken mitunter wohl ziemlich schwierig gestalten da Ausländer einen anderen Preis entrichten müssen als Einheimische. Zusätzlich muss für „gringos“ auch eine Rechnung erstellt werden weswegen sich der ein oder andere Tankwart wohl generell weigert, Sprit an Ausländische Kunden zu verkaufen. Mal sehen, ob wir diese Erfahrung noch machen werden oder ob sich weiterhin alles so einfach gestalten wird! 👍 Mittlerweile war es spät am Mittag und da wir auf das Frühstück verzichtet hatten knurrten unsere Mägen zwischenzeitlich doch sehr. Wir kehrten letztmalig in das Lokal mit dem günstigen Mittagsmenü ein und freuten uns abermals über ein kleines, aber durchaus feines Menü. 😉 Im Supermarkt organisierten wir anschließend noch 20 Liter Trinkwasser und bevor wir „Uyuni“ nach sechs schönen Tagen dann endgültig den Rücken zukehrten gingen wir im „Spa“ noch einmal ausgiebig duschen. Als alle to dos abgehakt waren machten wir uns am späten Nachmittag bei schönstem Sonnenlicht auf die Weiterfahrt in Richtung „Potosí“. Es ging kurvenreich über zahlreiche Bergketten welche in den schönsten Rottönen schimmerten bis hin zu einem netten Stellplatz etwas abseits der Hauptstraße wo auch wieder einige Lamas weideten. 🦙🦙🦙

Die Wäsche war mehr als nötig 🙈😅
Die Jungs leisteten ganze Arbeit 👌🏻
So sauber war unser Van schon lange nicht mehr 🤩
Die Fahrräder wären auch mal wieder einsatzbereit 😄
Weiter ging‘s nach „Potosí“ – seid gespannt! 🤭

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

NEW BLOG POST 🇧🇴 (06. – 09.05.2023) Über die Lagunenroute nach Bolivien

Nach dem wir, zwecks besserer Akklimatisierung, zwei Nächte am Straßenrand auf etwa 3.500 m üNN verbracht hatten machten wir uns am Samstagmorgen auf zur nahegelegenen Grenze. Auf den 15 Kilometern bis zum Pass „Hito Cajón“ ging es noch einmal rund 1.000 weitere Höhenmeter hinauf. 😮 Am schicken, chilenischen Grenzposten angelangt dachten wir zuerst dieser hätte geschlossen da alle Türen und Rolltore zu waren. Kurz nach dem wir unseren Van abgestellt hatten öffnete jedoch ein freundlicher Polizist eine der Türen und bat uns in den ziemlich neu wirkenden Komplex hinein. Zum Zeitvertreib befand sich dort sogar eine Tischtennisplatte und ein Tischkicker welche wir tatsächlich kurz nutzten während drei Reisegruppen in Kleintransportern abgefertigt wurden. Unser Ausreiseprozess verlief dann vergleichsweise schnell da wir uns ja keinerlei Lebensmittelkontrollen etc. mehr unterziehen mussten. 👍 Wir fuhren rund 5 Kilometer weiter durchs Niemandsland bis zum ersten bolivianischen Grenzposten. Dieser stand im krassen Kontrast zum chilenischen Gebäude. Hier saß lediglich ein dick eingepackter Bolivianer in einer unbeheizten Bruchbude welcher unseren Pässen einen neuen Stempel aufdrückte. Der bolivianische Zoll befand sich dann, kurioser Weise, in einem anderem Gebäude welches einige Kilometer weiter nahe der „Laguna Blanca“ lag. Dort saß ebenfalls lediglich ein freundlicher Beamter der zügig die Papiere für unser Auto fertig machte und uns, ohne mit der Wimper zu zucken, die 90 Tage Aufenthalt gewährte. 🙃 Die Inspektion unseres Fahrzeuginnenraums fiel ebenfalls denkbar knapp aus und er begnügte sich mit einem flüchtigen Blick in einen unserer Kleiderschränke. Nicht einmal den Kühlschrank wollte er sehen und unser geschmuggeltes Grünzeug blieb somit glücklicherweise ebenfalls unentdeckt. Beim nächsten Gebäude entrichteten wir dann noch in Bar die Eintrittsgebühr für den Nationalpark in Höhe von 20 € p.P. und somit war der offizielle Teil geschafft. 😀 Wir stürzten uns direkt in die mitunter doch sehr abenteuerliche Umrundung der ersten beiden Lagunen. Die Wege im Nationalpark „Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa“ sind durchweg schlecht und insbesondere abseits der Hauptroute fährt man nur noch den Spuren der vorherigen Autos hinterher. Wir mussten tierisch aufpassen, dass wir kein Loch im Boden übersahen und vor allem nicht im Sand oder einer tieferen Fahrspur stecken blieben. Aber dank meinem super Fahrer gelangten wir, nach extrem windigen Fotostopps an der „Laguna Blanca“ bzw. „Laguna Verde“, wieder gut auf der Hauptstraße an. Von dort aus führte uns unser Weg noch weitere 45 km durch die unbeschreiblich schönen Landschaften des Nationalparks. Die Berge leuchteten in den unterschiedlichsten Rot-, Gelb- und Grüntönen und dazwischen schimmerten die schönen Lagunen. Am Ende unserer Tagesetappe angelangt erwarteten uns dann als weiteres Highlight noch die natürlichen Thermalbäder an der „Laguna Chalviri“. Da es an diesem Tag bewölkt und extrem windig bei gerade einmal 10°C Außentemperatur war freuten wir uns umso mehr über das wohltuende Bad in den 38°C warmen, mineralischen Außenbecken mit herrlichster Sicht über die Lagune auf die dahinterliegenden Berge. 🤩 Wir hielten gut zwei Stunden im Wasser aus bevor wir uns etwas Schnelles im Van zu Abend kochten. Glücklicherweise hatte unsere Standheizung mit der Höhe von rund 4.500 Metern keine Probleme und heizte unseren Innenraum schnell auf. Wir hingegen hatten einmal mehr mit der Höhe zu kämpfen und lagen bis weit nach Mitternacht, von Kopfschmerzen geplagt, wach. Die starken und böigen Winde, die es locker mit denen in Patagonien aufnehmen konnten, waren zudem für einen ruhigen Schlaf nicht gerade förderlich. Unser Van wankte ordentlich hin- und her und das Klappern der Dachluke trug auch nicht unbedingt zur Nachtruhe bei… 😕

Akklimatisierung mit bester Aussicht
Der Vulkan „Licancabur“ bei Sonnenuntergang 🌅
Blick hinunter auf „San Pedro de Atacama“
Über den Pass „Hito Cajón“
Windiger Stopp an der „Laguna Verde“
Die „Laguna Blanca“
Trotz Wolken leuchteten die Berge in allen Facetten
Die „Salvador Dalí“ Wüste
Ankunft an der „Laguna Chalviri“
Wenn die Touren eintreffen füllt sich der Hot-Pool 🙈

Am nächsten Morgen besserten sich unsere Kopfschmerzen glücklicherweise schnell und auch der bestialische Wind hatte sich verzogen. Die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel und wärmte die Umgebung schnell auf, trotz Temperaturen von -3°C in der Nacht. 🥶 Nach dem wir die warmen Bettdecken und Jacken aus dem Kofferraum geholt hatten schauten wir uns die wenigen Gebäude um uns herum an. Wir entschieden, uns in einem der Hostels ein Mittagessen für schlappe 4 € pro Kopf zu gönnen. Es gab ein Stück saftige Hühnchenbrust mit Reis bzw. Kartoffelpüree und dazu Tomaten-Gurken-Salat. Und ein Wackelpudding zum Dessert war sogar auch noch inbegriffen. 😆 Der Eintritt zu den beiden Hot-Pools war mit unter 1 € p.P. ebenfalls zu vernachlässigen und am Nachmittag durften wir diesen fast ganz für uns alleine genießen. Und weil es so schön war gingen wir zum Sonnenunter- bzw. Mondaufgang unter einem schönen Sternenzelt noch einmal in das wohltuend warme Becken. 😊

Wir warteten einfach,
bis die Touren wieder aufbrachen 😆
Hier gab es auch mal wieder Guanakos
Sowie zahlreiche Möwen
Die Lagune wird wohl rein
aus den Thermalquellen gespeist 😮
Zumindest musste die Kuh nicht frieren 🫢
38 Grad warmes Wasser – herrlich 😀

Nach einer klirrend kalten Nacht hatten wir am frühen Morgen um 06:00 Uhr, trotz der Thermomatten, Eisblumen an den Seitenfenstern und auch unsere Wasserpumpe verweigerte den Dienst. 😨 Wir hatten Sorge, dass das Wasser darin über Nacht eingefroren sein könnte weswegen wir unseren Kaffee mit Trinkwasser kochten und unseren Wasserhahn vorerst nicht weiter nutzten… Als langsam die Sonne zum Vorschein kam machten wir uns auf den Weg zu den unweit der Thermen gelegenen Geysiren. Deren Dampfwolken sollen früh morgens am schönsten sein weswegen wir ausnahmsweise entsprechend früh aufgestanden waren. Die Geysire liegen auf einer Höhe von 4.900 m üNN und die Zufahrtsstraße war für unseren Van einmal mehr ungeeignet. Deswegen parkten wir ihn am Straßenrand und liefen querfeldein durch die vielen bunten Krater welche teilweise hohe, nach Schwefel riechende Fumarolen ausstießen oder alternativ blubbernden Schlamm enthielten. Wir waren zutiefst beeindruckt von diesem sagenhaften Naturschauspiel und einmal mehr sehr froh darüber, dass wir in unserem eigenen Tempo reisen dürfen. Während wir in aller Seelenruhe von einem Krater zum Nächsten liefen stoppten die Jeep-Touren nur für ein schnelles Foto am Hauptgeysir „Sol de Manana“. 🙈 Nach einem schnellen Frühstück im Van rüttelten wir weiter über zum Teil wirklich üble Wellblechpisten bis zur „Laguna Colorada“. Auch dort trauten wir dem letzten Abschnitt bis zum Aussichtspunkt nicht über den Weg da es auf diesem kurzen Reststück relativ viel losen Sand gab. So parkten wir auch diesmal unser Zuhause am Seitenstreifen und liefen zu Fuß entlang des Ufers der surreal wirkenden Lagune deren Wasser durch eine bestimmte Algenart rot gefärbt ist. Deswegen leben hier auch sehr viele Flamingos, denen diese Algen als Nahrungsgrundlage dienen und für ihr schönes, rosafarbenes Gefieder verantwortlich sind. Und als wir dann auch noch die ersten Lamas entdeckten war ich erst recht völlig aus dem Häuschen. 🙃 Nach dem wir UNZÄHLIGE Aufnahmen von der wunderschönen Umgebung gemacht hatten mussten wir leider die ganze üble Strecke bis zu den Geysiren wieder zurück hoppeln. Zumindest für unser Fahrzeug gab es keine Alternativroute. Gegen 16:00 Uhr am Nachmittag gelangten wir neuerdings an der Abzweigung zu den Thermen an. Ich wäre dafür gewesen, noch einmal zu diesen zurückzukehren und den Tag im Hot-Pool ausklingen zu lassen. Simon wollte aber keinesfalls die 25 Kilometer zurückfahren und so fügte ich mich in mein Schicksal. Wieder auf der Hauptroute angelangt wurde diese minimal besser aber trotz allem konnten wir keinesfalls schneller als 20-30 km/h fahren. Der angepeilte Stellplatz entlang des Weges war für unseren Van leider unerreichbar und so kam es, dass wir an diesem Tag noch bis weit in die Dunkelheit hinein auf der üblen Piste unterwegs waren. Irgendwo auf diesem Streckenabschnitt in das winzige Örtchen „Villa Mar“ ging dann auch unser vorderer, linker Stoßdämpfer kaputt und als wir gegen 19:30 Uhr endlich in der Ortschaft angelangten ruinierten wir uns auch noch ein Teil unserer Wassertankverkleidung. Möglicherweise, weil unser Bus auf Grund der beschädigten Dämpfer nun deutlich tiefer federte und wir deshalb auf einem der Geschwindigkeitspoller aufsaßen. Zumindest mir reichte es an diesem Abend definitiv und meine Nerven lagen, nach den ganzen Strapazen des Tages, kurzzeitig echt blank. 😭

Wieviel Grad es in dieser Nacht wohl hatte?! 🤔
Weiter hinauf – die Gysire liegen auf 4.900 m üNN
Wir parkten am Straßenrand…
…und liefen zu Fuß über das Geysir-Feld 😀
Überall blubberte und brodelte es 😳
Die kleinste Fumarole hatte zugleich am meisten Power
Hahaha 😛
Ein grandioses Naturschauspiel 🤩
Nach dem coolen Canyon…
… kam die „Laguna Colorada“ 😲
Hier leben hunderte Flamingos 🦩
Deren Gefieder sich durch die roten Algen verfärbt
Hier trafen wir auch zum ersten Mal auf Lamas 🦙
Was für eine krasse Farbe, oder?!
😍😍😍
Es folgten etliche Stunden Fahrt über die miesen, holprigen & extrem staubigen Pisten 🙈
Da nutzte auch der Schieber nix 🤷🏼‍♀️
Wir waren dabei auf fast 5.000 m üNN

Immerhin verbrachten wir in dem winzigen Dorf, in dem es außer ein paar Lokalitäten für die durchreisenden Touristen nicht viel zu geben schien, eine extrem ruhige Nacht. Und da sich dieses nur noch auf 3.500 Metern üNN befand war es auch nicht mehr ganz so kalt. Am Morgen konnte ich aus unserem Seitenfenster heraus ein paar Frauen in ihrer traditionellen Kleidung beobachten die ein paar junge Lamas vor sich her trieben. 😍 Da war das schlechte Vortagesende schnell wieder vergessen und bereits jetzt fühlten wir uns in Bolivien ultrawohl. Von „Villa Mar“ aus mussten wir weitere 50 Kilometer mit kaputtem Stoßdämpfer über nach wie vor sehr schlechte Pisten in Richtung „Uyuni“ schottern. Auf diesem letzten Teilstück hatten wir jedoch neuerdings herrliche Ausblicke auf die wunderschöne Andenlandschaft geprägt von den zahlreichen, umliegenden Vulkanen sowie einigen skurrilen Felsformationen. Immer wieder grasten Lamas mit bunt geschmückten Ohren am Straßenrand und auch ein „Viscacha“, eine zur Familie der „Chinchillas“ gehörende große Nagetierart, konnten wir entdecken. 🤩 Auf dieser Etappe gab es noch einmal einige Herausforderungen zu überwinden denn wir mussten mehrmals ziemlich große sowie tiefe Pfützen umfahren und am Ende auch noch einen Bachlauf durchqueren. So waren wir dann doch erleichtert, als wir auf der asphaltierten Straße angelangten welche uns über weitere 100 Kilometer bis nach „Uyuni“ führte. In dem 11k Einwohnerort angelangt trafen wir im Ortskern erneut auf Marcel und seine Frau alias sejoganomundo_br – die beiden netten Brasilianer welche wir bereits in „San Pedro“ kennenlernen durften. 😊 Wir stellten unseren Van mit gutem Gewissen neben ihrem ab zumal sie direkt vor der zentralgelegenen Militärbasis standen an der 24/7 Soldaten präsent waren. Etwas erschöpft von der Anstrengung der letzten Tage aber auch überglücklich und euphorisiert dank der vielen schönen, neuen Eindrücke gönnten wir uns noch ein sehr leckeres Abendessen im Restaurant „Tacurú. Für rund 20 € inklusive Getränken teilten wir uns eine hauchdünne, knusprige Pizza die u.a. mit Lama-Fleisch sowie Paprika belegt war sowie das Nationalgericht „Pico Macho“. Dieses kam in Form von Kartoffel-Wedges sowie zarten Rindfleischstücken in einer sehr schmackhaften, dunklen Sauce daher und war üppig mit Tomaten, Zwiebeln und Ei garniert. Wie schön, dass Bolivien nicht nur mit tollen Landschaften aufwartet, sondern es hier (im Gegensatz zu Chile) auch mal wieder richtig gut gewürztes Essen zu sehr humanen Preisen zu geben scheint. 😀👍👍

Neuer Tag – neues (Lama-) Glück 🥰
Wir mussten einige tiefe, große Pfützen umfahren
Und einen Bachlauf durchqueren 😳
Dann kamen noch diese coolen Felsformationen
Wie in der Wüste 🏜
Das leckere Abendessen
hatten wir uns redlich verdient
Seeehr fein war’s 😋😋😋

P.S.: Falls ihr ebenfalls überlegen solltet ob ihr die Lagunen Route mit dem eigenen Fahrzeug in Angriff nehmen sollt dann findet ihr hier Infos zur Lagunen Route bzw. zu den verschiedenen Routen. Wir hatten uns für die Route A bzw. die Ost-Route entschieden. 😉

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

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NEW BLOG POST 🇨🇱 (28.04. – 04.05.2023) Hornitos – San Pedro de Atacama

Während unserer vorletzten Nacht am Meer hörten wir immer wieder die Wellen am Strand anbranden. Am Morgen widmete ich mich nach einer Runde Yoga mit Mady Morrison den ausstehenden Blog Beiträgen sowie der Bolivien Recherche, da wir in ein paar Tagen in Land Numero 6 einreisen werden. Simon warf derweil vom Strand aus seine neue Angel aus und ich unternahm nachmittags noch einen langen Strandspaziergang an dem schönen, einsamen Sandstrand. Entsprechend hungrig verzehrten wir am Abend die Hälfte der frisch gebackenen Käse-Schinken-Lauch Quiche. 😋

Goodbye Küste – schön war’s 😀

Am Freitagmorgen verließen wir den schönen Stellplatz und fuhren rund 160 km die Küste entlang in Richtung „Calama“. Wir sagten dem Pazifik vorerst „Lebewohl“, da wir frühestens in ein paar Wochen oder gar Monaten irgendwo in Peru wieder auf ihn treffen werden. Mitten im Nirgendwo der trockensten Wüste der Welt fanden wir aber neuerdings, dank der „iOverlander“ App, einen wundervollen Übernachtungsplatz inmitten einer kleinen Oase. Ein schmales Flüsschen, gespeist vom Schmelzwasser der umliegenden Andengipfel, staute sich in einem Canyon zu einem natürlichen Badesee auf welchem zahlreiche Haubentaucher schwammen. Um den See herum befanden sich viele Sitzgelegenheiten unter schattenspendenden Lauben sowie etliche Grillstellen. Bei unserer Ankunft läutete dort eine Horde Minenarbeiter bei bester Laune das Wochenende ein. Kurz nach dem ich zu Simon meinte, dass man uns in Argentinien sofort zum BBQ mit eingeladen hätte kamen zwei der Männer mit den übrigen Fleisch- und Wurstresten sowie zwei kalten Softdrink-Dosen zu uns. 😅 Wenngleich sie deutlich weniger gesprächig waren als die Argentinier so war dies doch eine super nette Geste. Kurz darauf luden uns zwei andere chilenische Männer dann noch auf einen Schluck kalte Cola ein und ließen uns sogar noch eine Flasche Wasser da. 👍 Als alle von dannen gezogen waren wagte ich mich für ein schnelles Bad inklusive Haarwäsche in den, sagen wir mal sehr erfrischenden, Tümpel. 🥶 Es kam immer mal wieder ein vereinzeltes Auto an die Oase aber am Abend hatten wir diese dann ganz für uns alleine. Simon konnte ein wenig Brennholz sowie die restliche Grillkohle der Minenarbeiter zusammenklauben und so Verlegten wir unsere Küche kurzerhand nach draußen auf eine der Feuerstellen. Rechtzeitig zum Einbruch der Dunkelheit und somit auch dem Ausschwärmen der Schnaken wurde unsere extrem leckere Thunfisch-Bolognese mit dem restlichen, eingefrorenen Tatar fertig. 😋 Den mit Sicherheit sehr klaren Sternenhimmel konnten wir auf Grund der vielen Straßenlaternen, welche den Platz am Abend und in der Nacht hell erleuchteten, leider nicht wirklich gut sehen aber stattdessen konnten wir seit Ewigkeiten mal wieder zwei Fledermäuse während ihrer Jagd über den Badeteich beobachten. 🦇

Welch herrliche Oase 🏝
Wenn das Wasser noch etwas wärmer gewesen wäre…
Kostenfreie Outdoor Küche 👍🏻
Bolognese aus frischem Thunfisch-Tatar
😋😋😋 YUMMY

Nach unserem morgendlichen Kaffee ging es weiter nach „Calama“. Wir hätten hier gerne an einer Tankstelle unseren Wassertank aufgefüllt aber leider verwehrte man uns den Zugang. Hier in der „Atacama“ Wüste ist Wasser nun mal ein sehr rares Gut welches in der Regel von Tanklastern gebracht wird. Da unser Reservoir schätzungsweise noch halbvoll war brachen wir die Wassersuche direkt ab und fuhren weiter zum großen Parkplatz des „Líder“ Supermarktes. Leider quoll die „iOverlander“ App vor Einbruchsmeldungen geradezu über weswegen Simon beim Auto blieb während ich den Großeinkauf im letzten großen Supermarkt vor „Uyuni“ in Bolivien alleine erledigte. Bevor wir auf dem Weg dorthin eventuell Hunger leiden müssten deckten wir uns lieber noch einmal mit teuren Vorräten ein. 🙈 Nach unserem „Spätstück“ auf dem Supermarktparkplatz ging es weiter in die Wüstenoase „San Pedro de Atacama“. Auf dem Weg dorthin konnten wir auf 3.500 Metern Höhe endlich mal wieder drei „Guanakos“ sowie ein paar Grasbüschel erspähen. Kurz vor dem Ortseingang stoppten wir an einem Aussichtspunkt ins „Valle de la Luna“. Kurioserweise trafen wir dort nicht nur auf drei Geschäftsreisende aus Heidelberg, sondern machten dort auch Bekanntschaft mit Karsten und Theresa aus Backnang bei Stuttgart. 😂 Die beiden sind seit Dezember mit dem Rucksack unterwegs und setzen ihre durch Corona unterbrochene Süd- und Mittelamerika Reise fort. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch weswegen wir uns direkt für den kommenden Tag zum Abendessen verabredeten. Ich fühlte mich an diesem Tag ein wenig unwohl, vermutlich auf Grund der Höhe denn „San Pedro de Atacama“ liegt immerhin auf ca. 2.500 Metern üNN. Plötzlich lief mir ständig die Nase, der Kopf schmerzte und ich fühlte mich trotz gutem Schlaf extrem müde weswegen wir direkt unser Nachtquartier aufschlugen. Wir verbrachten die Nacht, in bester Gesellschaft von drei weiteren Campern aus Argentinien bzw. Brasilien, vor dem Friedhof gegenüber der örtlichen Feuerwehr.

Mirador Valle de la Luna 🌔
Sieht bereits von oben spektakulär aus
Stellplatz vorm Friedhof in „San Pedro de Atacama“
Nette Gesellschaft & schöne Aussicht inklusive

Den nächsten Tag ließen wir zwecks Akklimatisierung gemächlich angehen. Während Simon sich mit dem neuen Video beschäftigte schaute ich mich in dem urigen, wenngleich auch sehr touristischen, kleinen Ortskern um. Dieser besteht aus einer Plaza an der sich eine weiß getünchte Kirche befindet, deren Decke vollständig aus dem Holz getrockneter Säulenkakteen besteht. Um diese herum befinden sich staubige, schmale Gassen die nur zu Fuß begehbar sind. Ein wahres Highlight sind die vielen kleinen Häuser sowie Mauern aus Lehm welche den Eindruck einer Wüstenoasen um ein Vielfaches verstärken. 🏜 In den Straßen selbst befinden sich fast ausschließlich Einrichtungen für Touristen. Von (teuren) Restaurants bzw. Cafés über Geldwechselstuben sowie einer schier endlosen Anzahl an Souvenirläden bzw. Tour-Anbietern gibt es hier quasi alles, was das Herz der oftmals Rucksackreisenden begehrt. Am Abend kehrten dann auch wir, gemeinsam mit Theresa und Karsten, in eines der überteuerten Lokale ein. Unsere Empanada war zwar, wie angekündigt, XXL so dass wir uns diese locker teilen konnten aber geschmacklich war sie wahrhaftig kein Highlight. War aber auch nicht so wichtig denn es ging uns dabei ja vielmehr um die nette Gesellschaft sowie den Austausch mit den Beiden und wir hatten wie erwartete einen super schönen, kurzweiligen Abend. 😊

Die kleine Kirche
Plaza mit Vulkan im Hintergrund
Schön hier in „San Pedro“
Der dickste Hund den ich je sah 😳
Gassen und Häuschen aus Lehm

Im Gegensatz zu den Höhenlagen in Argentinien hatte ich diesmal merklich mit der Höhe zu kämpfen. Selbst nach zwei Tagen schlief ich immer noch sehr unruhig und vor allem meine Nasenschleimhäute waren extrem trocken. Nicht umsonst soll man in Höhenlagen wohl viel trinken… Pro 1.000 Meter Höhe sinkt der Luftdruck übrigens um 10% weswegen einem u.a. das Atmen spürbar schwerer fällt. Tagsüber hatten wir mit rund 25 °C sehr angenehmes Wetter wenngleich man auch hier die Höhe deutlich spürte denn in der Sonne entfaltete diese ihre volle Kraft. Sobald diese unterging kühlte es, typisch für Wüstenregionen, rapide und merklich auf etwa 6 °C in der Nacht ab. ☀🌙 Der erste Mai ist in Chile übrigens auch dem Tag der Arbeit gewidmet und somit ebenfalls ein Feiertag. Wir unternahmen eine kurze Fahrradtour entlang des Flüsschens „Río de San Pedro de Atacama“, dem die gleichnamige Oase wohl ihr weniges Grün zu verdanken hat, bis den Ruinen „Pukara de Quitor“ welche wir mangels Attraktivität jedoch nicht näher besichtigten.

Kleine Radtour entlang des Flüsschens 😊
Diesen mussten wir auch 1x queren
Die Ausgrabungen sparten wir uns
Rückweg nach „San Pedro“

Am nächsten Morgen tauschten wir in einer Wechselstube unsere restlichen Euros sowie einige USD in Bolivianos um. Andernfalls würden wir das Eintrittsgeld für den Nationalpark, welcher uns gleich hinter der Grenze auf der Lagunenroute erwarten wird, nicht bezahlen können. Mittags gönnten wir uns sündhaft teure, aber wirklich sehr leckere herzhafte Croissants welche ich in der „Franchuteria“ ganz in der Nähe unseres Stellplatzes für uns gekauft hatte. Sowohl die Variante mit Räucherlachs und Frischkäse als auch die mit Käse und Serrano Schinken ist uneingeschränkt empfehlenswert. 😋 Nach dem mich der Erwerb der zwingend nötigen Online-Tickets für das „Valle de la Luna“ am Vormittag mal wieder den letzten Nerv und eine ganze Stunde meiner Lebenszeit gekostet hatte machten wir uns gegen 15 Uhr auf den Weg dorthin. Bis zum Eingang in den Nationalpark ist die Straße asphaltiert aber auch die staubige Piste, welche sich rund 10 km durch den Park zieht, befindet sich in sehr gutem Zustand. Wir entschieden, das Feld von hinten aufzurollen und stoppten zuerst am letzten Aussichtspunkt auf die „Tress Marias“. Hierbei handelt es sich um drei Steinsäulen in der „Desierto del Sal“ – der Salzwüste. Von dort aus ging es zurück zu einem kurzen Rundweg auf welchem man gut die Salzkristalle auf und in der Erde erkennen konnte. Das nächste Highlight, der „Mirador Achaches“ lag nur einen Katzensprung davon entfernt. Für diese zweite Wanderung, auf der eine tolle Aussicht die nächste jagte, benötigten wir ca. eine Stunde. Den letzten Stopp an der großen Sanddüne, der „Duna Mayor“ ließen wir zu Gunsten des Sonnenuntergangspots jedoch ausfallen. Zumal wir die Sanddüne bereits von unserer vorherigen Runde aus gesehen hatten und die Aussicht von dort aus wohl kaum besser gewesen wäre. Somit fuhren wir gegen 18 Uhr wieder hinaus aus dem Nationalpark bis hin zum „Piedra del Coyote“. Von diesem Hochplateau aus hatten wir eine fantastische Sicht auf das „Valle de la Luna“ welches sich im Licht der untergehenden Sonne fast sekündlich zu verändern schien. Die 12 € pro Kopf waren wirklich jeden Cent wert und wir fanden sowohl die Landschaft als auch die Aussichten spektakulär. 🏜

Die drei Marien
Mit dem Van durch die Salzwüste
Hier erkennt man gut die Salzkristalle
Im Hintergrund der Vulkan „Licancabur“
Das dunkle links ist die große Sanddüne
Mondaufgang über dem gleichnamigen Tal 🌔
Tolles Farbenspiel beim Sonnenuntergang 🌅
Der Ausflug hat sich gelohnt 👍🏻
Der Mond wurde immer heller 🔆

Das höchstgelegene Geysir-Feld der Welt „El Tatio“ sowie die Salzseen und Lagunen rund um „San Pedro“ ließen wir auf Grund der mitunter horrenden Eintrittspreise aus. Außerdem wird uns all dies auch noch auf unserem Weg nach Bolivien erwarten. Aus selbigen Gründen ließen wir auch das „Valle del Muerto“ (Tal des Todes) mit seinen skurrilen Felsformationen sowie das „Valle del Arcoiris“ (Regenbogental) links liegen zumal wir ohne Allradantrieb wohl auch gar nicht dort hingelangt wären. Sehr gerne hätten wir uns hingegen das „Atacama large Millimeter“ Field, kurz „ALMA“, mit seinen 66 gigantisch großen Teleskopen angeschaut. Allerdings wurden sämtliche öffentlichen Führungen mit Ausbruch der Corona-Pandemie eingestellt und seither nicht wieder aufgenommen. 🤷‍♀️

Unsere nun bereits acht Wochen andauernde, zweite Etappe durch Chile beendeten wir mit einem sehr entspannten Tag am Pool im Hotel & Camping „Takha Takha“. Für schlappe 34 € durften wir dort 24h mit unserem Van stehen und konnten alle Annehmlichkeiten nutzen. Wir ließen uns am Morgen auf der kleinen Terrasse mit Blick in den Garten das knusprige, französische Baguette schmecken und genossen nachmittags am Pool zwei unglaublich leckere, gefüllte Croissants aus der „Franchuteria“. Dass alles zusammen 7 € gekostet hatte war beim Genuss der Köstlichkeiten schnell wieder vergessen. 🥖🥐😇 Wir verbrachten den Tag ganz alleine an dem recht frischen, aber sehr schönen Pool und kühlten zumindest unsere Füße immer mal wieder darin ab. 🤣

Frühstück auf der Terrasse des Hotels
Ein Tag nichts tun ☺️
Sooo leckere Croissants 🥐
Unser Stellplatz auf dem Hotel-Parkplatz

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schliefen wir beide, trotz Campingplatz, extrem schlecht. Möglicherweise war dies der Kombination aus Kaffee am Nachmittag und Vollmond in der Nacht geschuldet?! Man weiß es nicht… Reichlich entschädigt wurden wir dafür am Morgen von der tollen, heißen Dusche welche seit Ewigkeiten mal wieder einen richtig guten Brausestrahl aufwies. 😀 Der Campingplatz bot uns außerdem als Einziger die Gelegenheit, vor den anstehenden Tagen abseits der Zivilisation noch einmal unseren Brauchwassertank aufzufüllen. Nach dem wir gegen Mittag des Gelände verlassen hatten deckten wir uns im Ort noch mit 26 Litern Trinkwasser ein und investierten unsere letzten chilenischen Pesos auf dem Markt in Obst und Gemüse. 🍎🍌🍇 Dass wir dieses, mal wieder, über die Grenze werden schmuggeln müssen behaltet ihr aber bitte schön für euch. 😉 Anschließend tankten wir unseren Van voll und brachten auf den ersten 25 Kilometern in Richtung Grenze direkt 1.100 Höhenmeter hinter uns. 😯 Entsprechend schnell war der Fahrtag vorüber und wir parkten unseren Van bereits kurz nach Abfahrt zwecks besserer Akklimatisierung auch schon wieder am Straßenrand, unterhalb des fast 6.000 Meter hohen Vulkans „Licancabur“.

Von 2.5000 Metern…
… hinauf auf 3.500 Meter innerhalb weniger Minuten
Stellplatz an der Straße mit Blick auf den Vulkan 😀

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NEW BLOG POST 🇨🇱 (21. – 27.04.2023) Caleta Obispo – Antofagasta

Nach dem wir am Morgen unsere selbstgebackenen Vollkornbrötchen verzehrt hatten packten wir unsere sieben Sachen zusammen und fuhren ins nahe Städtchen. An der hiesigen Tankstelle durften wir kostenfrei unseren Wassertank auffüllen und auch die Campingtoilette wollte mal wieder geleert werden. Bevor wir uns zu Lukas und Nathalie gesellten kauften wir im „Unimarc“ noch ein paar Lebensmittel ein da wir versprochen hatten, als Revanche für die Spaghetti Pfannenpizza zuzubereiten. Als wir jedoch, rund 50 km später, bei ihnen ankamen hatte Lukas bereits zwei große „Bonito“ Thunfische an Land gezogen. 😛 So blieben wir auf unseren Pizzazutaten sitzen und freuten uns stattdessen am Abend über fangfrischen Thun aus der Pfanne sowie Nathalies leckeren Kartoffelsalat. Das Leben könnte definitiv schlechter sein. 😉

Auf dem Weg durch die Wüste an die Küste
Wieder ein schönes Plätzchen am Meer 😎
Lukas war schon angeln 🎣
Und zwar erfolgreich! 😃
Die Vierbeiner freuten sich über die Abfälle
Tim & Struppi 😍
Und selbst die Seesterne stürzten sich auf die Reste 😅
Die Sonne geht unter…
… und wir machen uns über die Steaks her 😋

Angefixt von dem guten Fang des Vortages konnten es die beiden Jungs natürlich nicht lassen direkt am nächsten Vormittag wieder mit dem Boot aufs Meer hinauszufahren. Und tatsächlich kehrten sie kurz darauf mit drei weiteren schönen Thunfischen zurück. Somit gab es zum „Spätstück“ dank Familie „Lukimog“ ofenwarme, frischgebackene Brötchen mit frisch gewolftem Thunfischtatar. 😇 Danach pumpten wir, zum ersten Mal seit Brasilien, mal wieder unser „Paddelbrett“ SUP auf. Ich paddelte damit bei Ebbe aufs Meer hinaus und bei diesem zweiten Versuch hatte ich direkt den Dreh mit dem Wenden raus. 👍 Ich bin immer wieder gerne auf, im und am Wasser, weil Wasser auf mich eine sehr beruhigende Wirkung hat. Vor allem, wenn man dabei sowie hier Robben, Pelikane und Kormorane beobachten kann. 🤩 Lukas und Simon ließen währenddessen erneut das Boot zu Wasser, obwohl wir eigentlich schon mehr als genug Fisch zum Essen hatten. 🙈 Da die Kölner Familie jedoch über ein großes Tiefkühlfach verfügt ließen sie sich nicht von dieser Tatsache beirren. Einige Zeit später kamen zwei weitere „Bonitos“ zu unserem Vorrat hinzu welche wir jedoch direkt gemeinsam am Abend unter einem schönen Sternenhimmel frisch vom Grill verspeisten. Dazu ließen wir uns das Zwiebel-Kartoffel-Kürbis Gemüse aus dem „Dutch Oven“ und einen knackigen Salat schmecken. 🧅🥔🎃🥗

Simon präsentiert stolz seinen Fang
Wirklich schön so ein „Bonito“
Stattliche Pelikane gab es auch
Thunfisch Tatar zum Frühstück 😂
Seeehr lecker war’s 🤤
Nach dem Frühstück ging’s raus zum Paddeln
Während ich auf dem Wasser war…
… holten Lukas & Simon noch einmal Fisch 🐟
Ein schöner Tag geht langsam zu Ende 🌅

Dank der sternenklaren Nacht schien die Sonne bereits früh am Morgen von einem strahlend blauen Himmel so dass ich noch vor dem „Spätstück“ mit dem SUP hinauspaddelte. 😎 Diesmal war ich bei Flut unterwegs was mir das ein- und aussteigen an den steinigen, glitschigen Felsen sehr erleichterte. Wenngleich ich mich im Gegenzug beim Paddeln gegen die Wellen und den Wind etwas mehr anstrengen musste. Was für ein herrlicher Start in den neuen Tag! 😊 Während ich mich anschließend den neuen Blog Beiträgen widmete brachen Simon und Lukas zu einem letzten Angeltrip auf. Töchterchen Lizanne begleitete sie dabei jeweils mit Feuereifer. Sie kehrten mit zwei weiteren Thunfischen zurück welche wir am Abend zu ULTRA LECKEREN Fischfrikadellen verarbeiteten. Dazu gab es frisches Pfannenbrot, Guacamole und ein wenig Gemüse – ähnlich eines Fischburgers. Ich habe, ungelogen, dank des fangfrischen und super saftigen „Bonitos“ selten etwas derart Leckeres gegessen. 😋

Frühsport – hat wieder super geklappt 👍🏻
Diesmal hatte ich auch Hilfe beim Aussteigen 😅
Thunfisch-Aufstrich zum Frühstück
Die letzte Angeltour… 🙈🙈🙈
Lizanne war stets mit von der Partie 😊
Thunfisch-Frikadellen – sooo gut! 😋😋😋

Nach dem morgendlichen Kaffee verabschiedeten wir uns dann erneut von Familie „Lukimog“. Wir steuerten als erstes eine nahegelegene „Copec“ Tankstelle an wo wir uns zuerst eine dringend notwendige, ausgiebige Dusche gönnten. Und dank WLAN konnten wir uns von dort aus auch mal wieder telefonisch bei unseren Eltern melden. 😊 Spontan entschieden wir, den Nationalpark „Pan de Azúcar“ links liegen zu lassen. So sparten wir uns die Schleife über die Küstenstraße und fuhren stattdessen am frühen Nachmittag weiter über die „Panamericana“ gen Norden. Nach etwa 200 Kilometern tauchte die erste und einzige Tankstelle auf dem Weg nach „Antofagasta“ auf. Ursprünglich dachten wir, dass wir dort nach dem Tankstopp auch die Nacht verbringen könnten. Allerdings blieb uns bei der Anfahrt auf die Tanke fast das Herz stehen da sie komplett in Bretter eingeschlagen war und eine einzige Baustelle zu sein schien. 😨 Die nächste Tankstelle auf unserer Route lag ca. weitere 200 Kilometer entfernt bis wohin wir es mit unserem Tank keinesfalls mehr geschafft hätten. Wir waren bereits fieberhaft auf der Suche nach einer Alternativroute als plötzlich aus dem Nichts ein Tankwart auftauchte. Versteckt hinter der Baustelle verbargen sich dann glücklicherweise doch noch zwei Zapfsäulen. 😀 Die Übernachtungsmöglichkeit war jedoch komplett hinfällig so dass uns außer weiterfahren nichts anderes übrig blieb. Wir tuckerten weiter über die einspurige Asphaltstraße durch die karge, staubtrockene Atacama-Wüste bis hinauf auf 2.200 Höhenmeter wo sich einige Windparks befanden. Auch zahlreiche Mienen lagen in den Hügeln verborgen zu denen immer wieder staubige Pisten abzweigten. Fern ab jeglicher Zivilisation begegneten uns dann auch fast nur noch LKWs und zahlreiche Überlandbusse auf ihrem Weg nach „Santiago“. Als es langsam zu dämmern begann entdeckten wir am Straßenrand ein, von außen ziemlich schäbig wirkendes, Restaurant für Trucker. Wir stellten uns im hinteren Bereich neben die Mauer und hatten vor hier die Nacht zu verbringen. Als wir gerade die übrigen Fischfrikadellen mit Bratkartoffeln und Salat verspeisten kamen jedoch zwei Frauen an unser Fenster. Sie schienen von der „Posada“ zu sein und rieten uns dringend weiterzufahren da hier kein sicherer Ort sei. Uns kam das zwar nicht so vor aber da sie meinten, just vor drei Tagen wären hier Trucker überfallen worden fuhren wir nach dem Essen dann doch noch weiter in die Nacht hinein. Die „Hand im Sand“ blieb uns in der Dunkelheit somit verwehrt aber wir hatten ja bereits zwei sehr ähnliche Kunstwerke gesehen. Bereits aus 30 bis 40 km Entfernung tauchten dann die Lichter „Antofagastas“ in der Ferne auf und gegen 20:30 Uhr kamen wir schließlich an einer Tankstelle am Stadtrand an. Diese machte, u.a. auf Grund diverser betrunkener Obdachloser, einen deutlich unsichereren Eindruck auf uns als der Ort zuvor aber so spät am Abend würden wir keinen besseren Platz mehr finden. 🤷‍♀️ Zumindest standen wir direkt vor dem hell erleuchteten Eingang zu den Toiletten über welchem sich außerdem zwei Sicherheitskameras befanden. Und ein freundlicher LKW-Fahrer versicherte uns, dass wir hier ohne jegliche Schwierigkeiten die Nacht verbringen könnten…

Danke Familie „Lukimog“ für die schöne Zeit 🥰
Für uns ging’s weiter durch die „Atacama“ Wüste
Diesmal sogar in die Nacht hinein 🌙

Diese war dann, sagen wir mal „semi-cool“. Wir wachten auf Grund der lauten Trucks und sich prügelnder Obdachloser einige Mal auf aber ansonsten gab es keine Zwischenfälle. 👍 So verließen wir am Morgen direkt nach einem Schluck Kaffee diesen unschönen Ort und fuhren die letzten 20 Kilometer in die 300k Einwohner umfassende Industriestadt „Antofagasta“. Dort sahen wir uns zuerst zwei potentielle Stellplätze etwas außerhalb des Zentrums an der Küste an und tatsächlich waren beide für eine Übernachtung gut geeignet. Weiter ging es zu einer Wäscherei, die für anderthalb Körbe Wäsche sowie unsere Bettwäsche stolze 31 € verlangte. Dafür könnten wir sie aber fünf Stunden später schon wieder abholen. Und da es in der „Atacama“ Region leider keine Trinkwasserspender mehr an den Tankstellen gab fuhren wir umgehend weiter zu einer Einkaufsmall, um uns dort mit zwei 6 Literkanistern Trinkwasser einzudecken. Danach gab es, weit nach Mittag, endlich Frühstück bevor wir uns zu Fuß auf ins nahe Zentrum begaben. Hier gab es eine hübsche Plaza in deren Mitte tatsächlich eine originalgetreue Miniaturausgabe des „Big Ben“ in London steht. 😂 Die Plaza war gesäumt von hübschen Häusern im Barockstil sowie einer prachtvoll verzierten Kirche und auch die Palmen bzw. Springbrunnen trugen zu dem schönen Flair bei. Wir liefen entlang der Promenade zurück zum Parkplatz wo wir am Pier noch auf einige stattliche Seelöwenexemplare stießen. Mitunter hatten sich diese sogar auf dem Fahrradweg breit gemacht. 😆 Und da Simon die letzten Tage über, während seiner Angelausflüge mit Lukas, Blut geleckt hatte war unser nächster Stopp ein gut ausgestatteter Angelshop etwas außerhalb. Dort gab es Ersatz für die in Brasilien zerborstene Angel und noch ein paar Köder und Blei obendrein. Mittlerweile war es bereits 16 Uhr weswegen wir eigentlich nur noch unsere Wäsche abholen und dann zum Stellplatz fahren wollten. Da sich jedoch exakt auf dem Weg dorthin eine für Ölwechsel bekannte Werkstatt befand legten wir dort noch einen Zwischenstopp ein. Anfangs sah es so aus als könnten wir sogar sofort noch den Ölwechsel durchführen lassen. Dieser wäre, nach dem man vor Ort das notwendige Öl gekauft hätte, noch dazu kostenfrei gewesen. Zum Glück warf ich aber kurz vor dem Wechsel noch einmal einen genaueren Blick auf das uns angebotene Öl. Die Type war zwar korrekt aber die Klassifizierung stimmte nicht mit der von uns Benötigten überein. Wir brauchen für unseren Van „5W30“ C4 und uns hätte man fast C2 eingefüllt. 🙈 Vorne im Laden stellte sich bei der Suche nach der von uns benötigten Spezifizierung dann heraus, dass es diese zumindest hier nicht gäbe. Wir wurden zwei Quadrate weiter geschickt aber auch an dieser Werkstatt sagte man uns, dass es die Klasse C4 in Chile wohl generell nicht geben würde. Das Höchste sei C3. Wir wurden zu einer weiteren Servicestation geschickt, erhielten aber auch dort sowie bei einer Vierten die gleiche Auskunft. 😮 An der Stelle brachen wir das Projekt „Ölwechsel“ dann auch vorerst etwas ernüchtert ab und begaben uns durch dichten Feierabendverkehr zurück zur Wäscherei wo wir kurz nach 19 Uhr angelangten. Nach dem wir unsere saubere, gut duftende und sogar gebügelte Wäsche (wenn auch zum Luxuspreis) in Empfang genommen hatten steuerten wir dann endlich einen der Stellplätze an. Auf Kochen hatten wir, bis die Betten frisch bezogen und die Wäsche verstaut war, so rein gar keine Lust mehr weswegen es an diesem Tag zum zweiten Mal Sandwichtoast gab. 🥪😅🙈

Schöne Kirchenfassade in „Antofagasta“
Springbrunnen an der Plaza de Armas ⛲️
Was es mit dem „Big Ben” wohl auf sich hat?! 🤔
Am Pier in “Antofagsta”
Hier füllten sich selbst die Seelöwen wohl 😂

Nach einer angenehm ruhigen Nacht, außer Sichtweite der Straße und gut versteckt hinter schicken Wohnhäusern vor dem Golfplatz von „Antofagasta“, machte sich Simon am Morgen eigenhändig an den Wechsel der diversen Filter. Während ich die Yoga-Matte ausrollte tauschte er den Innenraumfilter sowie den Luft- und Kraftstofffilter aus. Nach dem die Blog-Einträge der letzten Tage geschrieben und das Thumbnail fürs neue Video erstellt waren fuhren wir neuerdings zu „Linser Lubricentros“. Dort konnten wir sofort auf die Grube fahren und nach dem wir für umgerechnet 135 € zehn Liter „HELIX HX8 5W-30“ Öl der Marke „Shell“ gekauft hatten machte sich der Angestellte direkt an die Arbeit. Er fluchte zwar ein wenig, weil er um an die Ölablassschraube zu gelangen unseren Unterbodenschutz abmontieren musste, aber keine Stunde später war alles erledigt und unser Bussi war wieder rundum frisch. 👍 Wir gaben ihm noch ein wenig Trinkgeld und fuhren anschließend weiter zum Wahrzeichen der Stadt: „La Portada“. Hierbei handelt es sich um einen freistehenden Felsbogen mitten im Meer. 😀 Dort machten wir allerdings nur kurz ein paar Aufnahmen da wir schon wieder reichlich spät dran waren… Etwa 80 Kilometer später hielten wir an einem wunderbar langen, breiten sowie einsamen Sandstrand außerhalb des derzeit fast gänzlich verlassenen Ferienortes „Hornitos“ an. Da Simon gerne seine neue Angel ausprobieren wollte hatten wir uns für den kleinen Umweg entlang der Küste entschieden. Von hier aus werden wir weiter zu unserem letzten großen Ziel in Chile reisen – nach „San Pedro de Atacama“. Was wir dort alles erleben werden erzähle ich euch dann im nächsten Beitrag. 😉

Doch noch ein erfolgreicher Ölwechsel
👍🏻👍🏻👍🏻
Das Nationalmonument „La Portada“
Adiós “Antofagasta” 👋🏻
“Hola” schöner Stellplatz 🤩
Noch einmal Thunfisch zum Abendessen
Ohne Worte 🥰🥰🥰

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

Entweder über https://www.paypal.me/SiJuCampervan

oder https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan.

Kontaktiert uns auch gerne direkt per Mail an mailto:siju_campervan@web.de falls ihr Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserer Reise oder uns ganz allgemein haben solltet.

NEW BLOG POST 🇨🇱 (14. – 20.04.2023) Küste bei Vallenar – Bahía Inglesa

In den letzten Tagen blieb uns irgendwie keine Zeit für die Arbeit an den Laptops. Erst waren wir in der Großstadt „Santiago“ unterwegs und dann verbrachten wir, gemeinsam mit unseren neuen Bekannten, einige schöne Tage. So kam uns die einsame und abgeschiedene Küste bei „Vallenar“ sehr gelegen. Nicht nur, weil wir immer wieder sehr dankbar dafür sind, wenn wir mit unserem Van an derart herrlichen Plätzen in freier Natur stehen dürfen. Hier fanden wir auch die nötige Ruhe um die nächsten Videos zusammenzustellen und zu schneiden sowie den angefangenen Blog zu vervollständigen. An unserem ersten Abend freuten wir uns über den fangfrischen Seehecht, den wir zum Abschied von Raul geschenkt bekommen hatten. Erstaunlicherweise gelang dieser, dick in Alufolie eingewickelt, richtig gut im Omnia. Simon schaffte es sogar, beim Filetieren fast alle der zahlreichen Gräten zu entfernen so dass der saftige Fisch in Kombination mit dem cremigen Gemüserisotto gleich nochmal so gut schmeckte. 😋

Schöner Stellplatz am Pazifik
Maritime Tischdeko 🦀🐚🦪
Frühstück mit Meerblick
Sonnenuntergang 🌅
Seehecht mit Gemüserisotto 😋

Bei unserem letzten Einkauf im Supermarkt hatten wir extra ein paar überreife Bananen mitgenommen mit denen ich seit längerem mal wieder ein gesundes, saftiges Bananenbrot buk. 🍌🍞 Während ich nach dem Nachmittagskaffee den Blick aufs Meer genoss werkelte Simon weiter an unserem Hauptstadt Video. Ob ihr beim Schauen wohl die vielen kleinen, arbeitsintensiven Details bemerken werdet?! 🤔 Da wir unser Abendessen gerne im Freien während des Sonnenuntergangs zu uns nehmen wollten machte ich mich ausnahmsweise schon relativ früh ans Kochen. Die Sonne geht hier gegen 18:30 Uhr unter und keine halbe Stunde später ist es dann auch schon richtig dunkel. Die Kartoffeltortilla wurde rechtzeitig fertig und wir ließen uns diese mit Blick aufs Meer schmecken. 🌅 Eigentlich wollten wir mit dem gesammelten Holz gegen später noch ein kleines Lagerfeuer entzünden. Da es an diesem Tag jedoch auf Grund des Windes recht frisch war entschieden wir spontan, unseren Aufenthalt um einen weiteren Tag zu verlängern und verschoben das Feuer auf den kommenden Abend. 🔥

Saftiges Bananenbrot 🍌 aus dem Omnia
Immer wieder lecker 🤤
Küche mit Aussicht 👌🏻
Die Kartoffeltortilla gelang ebenfalls gut 👍🏻

So kam es, dass wir auch den Sonntag noch an dem schönen Stellplatz verbrachten. 😊 Wohl wissend, dass meine Mama derweil vermutlich tausend Tode starb, weil wir seit einigen Tagen mal wieder offline waren und uns nicht melden konnten. 🙈 Simon startete ein neues Videoprojekt und ich recherchierte derweil im Reiseführer die nächsten Etappenziele. Zusätzlich schaute ich in der „iOverlander“ App nach, ob sich auf unserer weiteren Route endlich ein geeigneter Campingplatz für die nach wie vor anstehenden Reparaturarbeiten befinden würde. Tatsächlich scheint es in dem Badeort „Bahia Inglesa“ einen Guten zu geben. Gut vorbereitet und up to date genossen wir den restlichen Tag am Meer in vollen Zügen. 😎 Nur für unsere „LA SIESTA“ Hängematte konnten wir partout keine Befestigungsmöglichkeit finden. 🤷‍♀️ Nach dem Abendessen entzündeten wir dann ein gemütliches Feuerchen und ließen beim Blick in die lodernden Flammen die letzten schönen Tage Revue passieren.

Schlechter Strand für Hängematten 🏖
Bisschen Musik hören 🎶
Simon – der Feuerteufel 😅
Lagerfeuer Romantik 🔥

Am Montagmorgen verabschiedeten wir uns dann von dem netten Plätzchen und machten uns auf den Weg ins ca. 200 km entfernt liegende Städtchen „Caldera“. Erstaunlicherweise war die schmale Küstenstraße bis zur Autobahn fast durchweg gut asphaltiert und wir hatten von dort aus noch einmal schöne Sicht aufs Meer zur einen und die staubtrockene Atacama-Wüste auf der anderen Seite. 🏜 An unserem Ziel angelangt fanden wir schnell Zugang zu einem öffentlichen WLAN, wo wir für die kommenden Tage wieder ein Datenpaket buchen und somit auch mal wieder die Lieben Zuhause anrufen konnten. Nach dem späten Frühstückssnack fuhren wir weiter in den nahegelegenen Badeort „Bahía Inglesa“. Eigentlich wollten wir dort einen der Campingplätze ansteuern um dort in Ruhe unsere Reparaturarbeiten auf dem Dach durchführen zu können. Als wir jedoch auf den langen, dank Nachsaison völlig verwaisten und noch dazu fantastisch angelegten Strand zurollten war schnell klar, dass dies nicht nötig sein würde. Wir parkten unseren Van am Straßenrand vor einer der überdachten Parkbänke die einer großen Bushaltestelle ähnelten. Dieses Konstrukt würde uns nicht nur Schatten, sondern sogar eine perfekte Ablagefläche knapp oberhalb unseres Daches bieten. 👍 An dem tollen Strandabschnitt gab es nicht nur unglaublich viele, super moderne Spielmöglichkeiten für Kinder, sondern auch Strandduschen mit Süßwasser, Trinkwasserspender, jede Menge Sitzgelegenheiten und noch dazu genug Möglichkeiten um endlich mal wieder die tolle Reise-Yoga-Matte von „Yoga Box“ auszurollen. 😀

Immer entlang der „Ruta del Desierto“ 🏜
Bezaubernder Badeort „Bahía Inglesa“
Kunst oder Kitsch?! 🤔
DER perfekte Platz für unsere Reparatur 👍🏻
Ein Spielplatz ganz für uns alleine 😅
Einfach der Hammer 🤩

So Begann der nächste Tag auch direkt mit einer wohltuenden Yoga-Einheit für mich. 🧘‍♀️ Anschließend hieß es Ärmel hochkrempeln und ab an die Arbeit. Während ich die bereits am Vorabend demontierte vordere Dachluke von Schmutz und Kleberesten befreite kratzte Simon diese vom Dach ab. Danach nahmen wir gemeinsam die Markise ab die wir glücklicherweise direkt auf den Dachbalken der überdachten Bank ablegen konnten. Erfreulicherweise sah deren Befestigung sehr gut aus so dass wir uns relativ sicher sind, dass hierdurch kein Wasser eindringen konnte. Ganz im Gegensatz zu den Kunststoffhalterungen der Solar-Paneele welche wir im Anschluss demontierten. 😮 Darunter hatten sich einige Schrauben gelöst und gänzlich verabschiedet. Noch dazu schien der, wohlgemerkt extra dafür konstruierte, Kunststoff unter der UV-Einstrahlung langsam aber sicher spröde zu werden. Mit ziemlicher Sicherheit hatte sich durch diese Befestigungspunkte das Wasser während der letzten Regenfälle seinen Weg in unseren Innenraum gebahnt. 😕

Simon demontiert die alten Solarpaneel Halterungen
Die Dachluke musste einmal komplett raus
um dann neu eingeklebt zu werden

Während wir am nächsten Morgen beim Frühstück saßen bog plötzlich Lukas mit seinem Unimog in die Straße ein und gesellte sich zu uns. 😀 Da unsere in Argentinien gekaufte Silikonspritze kurz darauf den Dienst quittierte kam uns die Gesellschaft sehr gelegen. So konnte ich am Nachmittag mit Lukas in die nahegelegene Stadt fahren und dort bei einer „Ferretería“ eine neue Pistole sowie weitere Nieten besorgen. 👍 Simon hatte sich nämlich noch am Vorabend Gedanken über eine alternative Befestigungsmöglichkeit der Solar-Paneele gemacht. Glücklicherweise hatten wir zahlreiche Kleinteile im Gepäck, darunter auch etliche Metallwinkel mit denen wir die Paneele fest und regensicher verankerten. Wir mussten dafür zwar weitere Löcher ins Dach bohren aber diese konnten wir, nach dem vernieten der Paneele, dick mit Kleber abdichten. Nach der vielen Arbeit freuten wir uns sehr über die Essenseinladung von Lukas und Nathalie zu Spaghetti Bolognese. So blieb uns an diesem Tag zumindest das Kochen erspart und der Abend klang sehr gemütlich im „Lukimog“ aus. 🍝🍷🤗

Vor lauter Arbeit vergessen welche zu machen 🤣

Am Donnerstagmorgen begab sich Simon zügig wieder an die Arbeit während ich noch einmal die Yoga-Matte ausrollte. Zuvor hatten wir uns bereits wieder von den Kölnern verabschiedet, wenn auch nur für kurze Zeit. Die Vier zogen, während wir unsere Arbeiten finalisierten, weiter gen Norden um schon mal ein schönes Plätzchen an der Küste für einen erneuten Angelausflug per Boot zu suchen. Gegen Nachmittag war unsere vordere Dachluke wieder fest montiert und eingeklebt, ebenso die neuen Halter für die Solar-Paneele. Den verbliebenen Kleber schmierten wir sicherheitshalber noch um die hintere Dachluke herum welche wir erst vor einigen Monaten neu eingeklebt hatten. Somit dürfte nun wirklich nirgends mehr Wasser von außen in unseren Van eindringen dürfen. Was war das doch für ein herrliches Gefühl, endlich die lange vor uns hergeschobene Reparatur abgehakt zu wissen! Endlich hatten wir wieder richtig viel Tageslicht im Van, konnten nachts den Rollo schließen und in unserer Duschwanne befand sich kein Baustellengerümpel mehr. 😃

Die Dachluke wurde neu eingeklebt
Und von innen wieder verschraubt sowie verkleidet
Auch die Solarpaneele bekamen neue Halterungen
Leiter wieder fest – dann kann’s ja weitergehen 😃

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