NEW BLOG POST (02.-07.03.2026) 🇺🇸 Amerikas schönste Südstaatenstadt – Savannah

Unsere Highlights zwischen historischen Squares, Eichenalleen und River Street

Von New Orleans nach Mobile und Tallahassee

Nach einem letzten kleinen Organisationstag in New Orleans (siehe vorheriger Blog Beitrag) starteten wir am 2. März durch Richtung Osten.

Die Route führte uns rund 250 Kilometer durch Alabama bis nach Mobile.

Übernachtet haben wir – wie schon öfter auf unserer Reise – auf dem Parkplatz eines Bass Pro Shops.📍 30.659425, -87.90435

Die riesigen Outdoor Worlds sind in den USA legendär:

eine Mischung aus Outdoor-Supermarkt, Jagd- und Angelshop, Erlebniswelt und Museum. Viele Filialen sehen eher aus wie Freizeitparks – mit Aquarien, ausgestellten Booten oder sogar kleinen Wasserfällen.

Und für Overlander wie uns besonders praktisch:

Viele Filialen erlauben Wohnmobilen eine Nacht auf dem Parkplatz zu stehen.


Am nächsten Tag ging es weiter:

385 Kilometer von Mobile nach Tallahassee, der Hauptstadt von Florida. Auch hier übernachteten wir erneut bei einem Bass Pro Shop.

📍 30.461771, -84.214256

Ein unkomplizierter Zwischenstopp, bevor wir am nächsten Tag tiefer in den Südosten der USA eintauchen würden.


Durch Florida nach St. Marys

Am Mittwoch standen rund 370 Kilometer auf dem Plan – von Tallahassee bis nach St. Marys an der Grenze zwischen Florida und Georgia.

Unterwegs durchquerten wir die berühmten Florida Keys – ein riesiges Sumpf- und Feuchtgebietssystem, das Lebensraum für zahlreiche Tierarten bietet.

Hier leben unter anderem zahlreiche Alligatoren, aber auch Manatees (Seekühe) sind hier zuhause.

Die Seekühe gehören zu den sanftesten Meeressäugern der Welt. Sie ernähren sich ausschließlich von Wasserpflanzen und bewegen sich meist gemächlich durch warme Küstengewässer oder Flussmündungen. In Florida gelten sie als geschützte Tierart und werden liebevoll auch Gentle Giants genannt.


Treffen mit einem alten Bekannten

Auf dem Weg legten wir einen spontanen Zwischenstopp in Jacksonville, Florida ein.

Im Sand Dollar Restaurant trafen wir einen alten Freund von Simon, der seit über 20 Jahren in den USA lebt. Direkt am Wasser gelegen, war das der perfekte Ort für ein entspanntes, wenn auch nur kurzes, Wiedersehen.


Traumstellplatz in St. Marys

Rund 70 Kilometer später erreichten wir unseren Übernachtungsplatz.📍 30.721023, -81.553015

Ein traumhafter und kostenfreier Stellplatz direkt am St. Marys River.

Vor uns erstreckte sich die weite Marschlandschaft, in der Segelboote sanft im Wind schaukelten.

Und nur wenige Schritte entfernt befand sich sogar ein Visitor Center mit Toiletten und Trinkwasser.📍 30.72031, -81.54974

Der Ort wirkte fast wie aus einer anderen Zeit:

– alte Südstaateneichen mit Spanish Moos

– bunte Holzvillen

– breite Veranden

– Schaukelstühle vor den Häusern

Eine unglaubliche Ruhe lag über diesem kleinen Küstenort.


Tor zu Cumberland Island

St. Marys ist außerdem das Tor zum Cumberland Island National Seashore.

Die vorgelagerte Insel gehört zu den ursprünglichsten Naturgebieten der US-Ostküste.

Besucher kommen vor allem wegen:

– kilometerlangen wilden Stränden

– wilden Pferden

– dichten maritimen Wäldern

– historischen Plantagenruinen

Von St. Marys aus starten zweimal täglich Fähren zur Insel. Kosten ➡️ ca. 40US$ pro Person.


Ein Ruhetag im Paradies

Der Ort gefiel uns so gut, dass wir spontan einen weiteren Tag blieben.

Es war ein klassischer Orga-Tag:

YouTube Videos schneiden

– Route planen

– nächste Reiseetappen vorbereiten

Und natürlich durfte auch ein kleines Vanlife-Projekt nicht fehlen:

Ich buk einen saftigen Mandarinenkuchen im Omnia-Backofen.

Mit Blick über das ruhige Marschland war das vermutlich einer der entspanntesten Arbeitstage unserer Reise.


Weiterfahrt nach Savannah

Am nächsten Tag waren es nur noch 170 Kilometer bis nach Savannah im Bundesstaat Georgia.

Savannah gilt als eine der schönsten Städte der gesamten Südstaaten.

Ein paar spannende Fakten:

– rund 150.000 Einwohner

– gegründet 1733

– berühmt für seine 22 historischen Squares

– viele Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert

Das einzigartige Stadtlayout stammt vom Stadtplaner James Oglethorpe und gilt bis heute als eines der elegantesten Stadtdesigns Nordamerikas.

Ein weiterer wichtiger Teil der Stadt ist das Savannah College of Art and Design – kurz SCAD.

Die renommierte Kunst- und Designuniversität hat zahlreiche historische Gebäude restauriert und prägt das kreative Flair der Stadt.

Überall sieht man Studenten, Galerien und kleine Designshops.


Savannah entdecken

Am nächsten Tag wollten wir Savannah dann endlich zu Fuß erkunden.

Unser Van blieb am Chatham Square stehen.

📍 32.071553, -81.096879

Gut zu wissen:

Am Wochenende kann man hier kostenlos parken.

Unter der Woche (Mo–Fr, 8–17 Uhr) ist Parken kostenpflichtig.


Jones Street – eine der schönsten Straßen der USA

Viele sagen, die Jones Street sei eine der schönsten Straßen Amerikas – und nach unserem Spaziergang können wir das absolut nachvollziehen.

Hier reiht sich ein Fotomotiv ans nächste:

– elegante Backsteinhäuser aus dem 19. Jahrhundert

– Kopfsteinpflaster

– überhängende Eichen mit Spanish Moss

– flackernde Gaslaternen an den Eingängen

Es fühlt sich fast ein bisschen an wie eine Filmkulisse.


Die 22 historischen Squares

Savannah ist berühmt für seine kleinen grünen Plätze.

Auf unserem Spaziergang kamen wir unter anderem vorbei an:

Madison Square

Chippewa Square

Wright Square

Der Chippewa Square ist besonders bekannt.

Hier wurde die berühmte Bank-Szene aus dem Film Forrest Gump gedreht.

Der legendäre Satz daraus lautet:

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man bekommt.“


Savannah City Hall & River Street

Weiter ging es zur Savannah City Hall mit ihrer markanten goldenen Kuppel.

Nicht weit entfernt liegt das River Street Visitor Information Center📍 32.08148, -81.091149

Hier bekommt man:

– Stadtpläne

– Restaurant-Guides

– Infomaterial

– kostenloses Trinkwasser

– saubere Toiletten

Direkt dahinter beginnt die historische River Street.

Die alten Baumwolllagerhäuser erinnern daran, dass Savannah im 19. Jahrhundert ein bedeutender Baumwollhafen war.

Heute findet man dort:

– Restaurants

– Bars

– kleine Shops

– oft Live-Musik

Und immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den Savannah River, auf dem sogar historische Dampfschiffe unterwegs sind.

Ein perfekter Ort für:

– Sonnenuntergänge

– Abendessen

– einen entspannten Sundowner


Lunch bei Zunzi’s

Zum Mittagessen landeten wir bei Zunzi’s.📍 32.074919, -81.092009

Unser Tipp: 👉 The Conquistador Sandwich mit Hühnchen.

Extrem lecker – und genau das Richtige nach mehreren Kilometern zu Fuß.


Cathedral of Saint John the Baptist

Ein weiteres Highlight der Stadt ist die Cathedral of Saint John the Baptist.

Sie gehört zu den beeindruckendsten Kirchen im Süden der USA.

Besonders auffällig:

– riesige bunte Glasfenster

– französisch-gotische Architektur

– reich verzierte Innenräume

Der Eintritt ist kostenlos.


Forsyth Park – das grüne Herz Savannahs

Zum Abschluss unseres Rundgangs spazierten wir zum Forsyth Park.

Das berühmteste Fotomotiv der Stadt steht hier:

der weiße Forsyth-Brunnen.

Umgeben ist er von uralten Eichen, deren Äste voller Spanish Moss hängen.

Die Atmosphäre an diesem Samstag war wunderbar entspannt:

– Familien picknickten

– Musiker spielten

– Menschen lagen in Hängematten

Und überall sah man Jugendliche in eleganten Outfits.

Der Grund dafür war der berühmte High School Prom.

Der Prom ist einer der wichtigsten Abende im amerikanischen High-School-Leben.

Schülerinnen tragen elegante Abendkleider, Schüler erscheinen im Anzug oder Smoking. Vor dem Ball treffen sich viele Gruppen in Parks oder an schönen Orten der Stadt, um Fotos zu machen.

Genau das spielte sich gerade im Forsyth Park ab – ein wunderschöner Anblick mit all den festlich gekleideten Jugendlichen zwischen den blühenden Azaleen.


Fazit: Savannah – überraschend europäisch

Savannah hat uns wirklich überrascht.

Die Stadt wirkt:

– ruhig

– charmant

– sehr entspannt

Das historische Zentrum lässt sich problemlos zu Fuß erkunden – wir liefen an diesem Tag etwa 8 Kilometer.

Ein halber Tag reicht, wenn man sich auf die Altstadt konzentriert.

Wer tiefer eintauchen möchte, kann:

– eine geführte Walking Tour machen

– oder mit den Old Town Trolleys fahren, die viele Sehenswürdigkeiten ansteuern und gleichzeitig spannende Hintergrundinfos liefern.

Praktisch:

Am Startpunkt der Trolley-Touren kann man sogar kostenfrei parken.


Was uns besonders gefallen hat:

– Pferdekutschen auf den Straßen

– die alten Eichenalleen

– blühende Azaleen

– gemütliche Cafés und Restaurants

– viele historische Kirchen

– Backsteinarchitektur

– das spanische Moos in den Bäumen

Savannah fühlt sich fast ein bisschen europäisch an – und weniger nach klassischem Südstaaten-Klischee.

🌟 Für uns gehört die Stadt definitiv zu den schönsten Orten unserer gesamten USA-Reise.


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