NEW BLOG POST (21.-25.06.2025) 🇺🇸 Rauchschwaden & Salzseen – unser Weg in den Norden 🚐💨

Der Abschied vom Bryce Canyon fiel uns schwer – nicht, weil wir schon bereit waren weiterzuziehen, sondern weil uns ein Waldbrand sprichwörtlich „vom Platz fegte“. Nach einem nächtlichen Temperatursturz wachten wir am nächsten Morgen in dichten Rauch gehüllt auf. Unser idyllischer, freier Stellplatz mitten im Wald hatte sich über Nacht in eine bedrückende Rauchglocke verwandelt. Der Waldbrand, der durch einen Blitzeinschlag im Dixie National Forest ausgelöst worden war, rückte immer näher – zu nah. Also hieß es: zusammenpacken und weiterziehen.


Panguitch: Bibliothek, Baseballplatz & Begegnungen
Unser nächstes Ziel war das kleine Städtchen Panguitch, wo wir zunächst Zuflucht in der örtlichen Bibliothek fanden – samt WLAN und Strom. Perfekt, um unser neuestes YouTube-Video hochzuladen! Ein paar Straßen weiter parkten wir am örtlichen Baseballplatz, wo es saubere, öffentliche Toiletten und vor allem Ruhe gab. Genau das, was wir nach all dem Rauch suchten. Wobei… Auch hier schien es nicht weit entfernt ebenfalls zu brennen! 🔥


Dort trafen wir zufällig auf Jochen und Jasmin, die mit ihrem liebevoll gepflegten VW T3 Synchro unterwegs sind. Zwei Gleichgesinnte auf großer Panamericana Tour – solche Begegnungen fühlen sich jedes Mal an wie ein kleines Stück Zuhause. Diesmal umso mehr, denn die beiden kommen aus Landau in der Pfalz und leben somit gar nicht weit entfernt von uns. 😀
Dank eines Tipps unserer treuen Follower Sabine & Stefan schauten wir noch im Café Wanderlust vorbei – eine echte Empfehlung! Mit Zimtschnecke, Energy Balls und richtig gutem Kaffee im Bauch setzten wir am nächsten Tag unsere Reise fort – rund 400 Kilometer nordwärts nach Salt Lake City.


Salt Lake City: Charmante Hauptstadt mit Herz
Salt Lake City – Hauptstadt Utahs, Zentrum der Mormonen und überraschend entspannt für eine Metropole. Obwohl es sich um die größte Stadt des Bundesstaates handelt, zählt sie gerade einmal etwa 200.000 Einwohner. Dennoch ist sie kulturelles, wirtschaftliches und religiöses Zentrum Utahs.
Wir trafen uns hier mit Katie, der Frau von Ben – dem Sohn von Reinhard, dem Cousin meines Vaters (ja, Familienverhältnisse on the road bleiben kompliziert 😅). Sie hatte netterweise ein Paket für uns entgegengenommen – und so gab’s ein kurzes Wiedersehen mit einem entfernten Teil meiner Familie.
Und was macht man in einer Stadt mit Läden?! Richtig, endlich mal wieder bei Walmart richtig einkaufen! 🤗 Nach vier Wochen wilder Natur waren unsere Vorräte nämlich mehr als ausgedünnt. Und weil der Tag lang und anstrengend war, ließen wir uns zum Abschluss beim In-N-Out Burger ein schnelles Menü schmecken. Für die Nacht steuerten wir den Parkplatz von Cracker Barrel an, wo Camper offiziell willkommen sind. Ruhig, unkompliziert – und mal was anderes als Wald oder Wüste. 🅿️

Antelope Island: Salz, Bison & Millionen Fliegen
Der nächste Tag brachte einen unerwarteten, aber nicht ungelegnen Stimmungswechsel: nur noch 19 Grad Tageshöchsttemperatur, und das bei strahlend blauem Himmel – ein Temperatursturz von über 15 Grad! 😯 Unser Ziel: der Antelope Island State Park, etwa eine Stunde nordwestlich von Salt Lake City, mitten im Great Salt Lake.

Der Great Salt Lake ist der größte Salzsee Nordamerikas und weltweit der zweitgrößte seiner Art – nach dem Kaspischen Meer. Sein Salzgehalt beträgt bis zu 25 %, was ihn sogar salziger als das Tote Meer macht – untergehen kann man darin also wortwörtlich nicht.


Da es sich bei Antelope Island um einen State Park handelt, ist der Eintritt mit dem America the Beautiful Pass nicht abgedeckt – 15 $ pro Auto sind aber auch absolut zu verschmerzen. Über den langen Damm, der wie eine Brücke über den See führt, fuhren wir hinaus aufs Wasser – und staunten nicht schlecht: Spiegelglattes Wasser, ziehende Wolken, Berge im Hintergrund. Und mittendrin: eine freilaufende Bisonherde! Die Tiere wurden um 1893 auf der Insel angesiedelt, heute leben dort rund 500 Exemplare. Eines davon lief direkt vor unserem Van über die Straße – Gänsehautmoment! 🌟

Wandern wollten wir diesmal bewusst nicht. Stattdessen machten wir kleine Spaziergänge entlang des Ufers und der Viewpoints. Allerdings erwartete uns dort eine seltsame Überraschung: Millionen winziger Fliegen, die in dichten Schwärmen knapp über dem feuchten Boden schwirrten. Sie stechen nicht – aber sie machen einem das Innehalten am See nicht gerade leicht. Dafür war der Besuch der Garr Ranch, einer alten Farm aus dem Jahr 1848, ein echtes Highlight – alte Scheunen, originale Werkzeuge und eine Menge Geschichte unter freiem Himmel.



Wichtig zu wissen: Die Ranch schließt bereits um 16 Uhr, während der Park von 6 bis 20 Uhr (1.3.–31.10.) geöffnet hat.
Logan, Bear Lake & weiter Richtung Wyoming
Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz eines Walmart in Logan – ohne Zwischenfälle, ohne Nachbarn, ohne Drama. Am nächsten Morgen gönnten wir uns im örtlichen Recreation Center für gerade einmal 4 $ pro Person eine heiße Dusche – inklusive Whirlpool und Sauna in der Umkleide. Ein absoluter Geheimtipp!
Frisch geduscht setzten wir unsere Fahrt gen Norden fort – aber nicht über die eintönige Interstate, sondern entlang des wunderschönen Highway 89. Der Abschnitt entlang des Logan River erinnerte uns stark an unsere Heimat – an Fahrten durchs Albtal bei Ettlingen. So grün, so vertraut. 🥰
Am Bear Lake, einem riesigen Süßwassersee an der Grenze zu Idaho, legten wir eine kleine Kaffeepause ein – auf dem Parkplatz einer Dorfkirche, da der Zugang zum Seeufer leider durch Privatgrundstücke versperrt war. 😬
Willkommen in Wyoming!
Nach insgesamt über 400 gefahrenen Kilometern verließen wir Utah, schnitten Idaho und erreichten schließlich den Bundesstaat, auf den wir uns besonders gefreut hatten: Wyoming. Und genau so hatten wir ihn uns vorgestellt: grüne Wiesen, sanfte Hügel, Heuballen, Kühe, Ruhe.


Kurz vor Jackson fanden wir einen traumhaften Stellplatz direkt am Snake River – inklusive Picknickbank mit Blick aufs Wasser. Wir beobachteten Raftingboote, aßen zu Abend und genossen diesen ganz besonderen Moment: das Gefühl, zumindest für einen Moment lang angekommen zu sein. 💫


Ausblick: Grand Teton & Yellowstone warten
Der Bryce Canyon liegt hinter uns. Utah auch. Was jetzt kommt, lässt unsere Abenteuerherzen höherschlagen: Grand Teton National Park – und danach Yellowstone! 😃 Zwei ikonische Orte im amerikanischen Westen, zwei absolute Must-sees unserer Reise. Ihr wollt wissen, ob sie wirklich so spektakulär sind, wie man sagt? Dann schaut unbedingt in unser nächstes YouTube-Video, das wir wie immer mit viel Liebe und Fernweh für euch gedreht haben – und folgt uns gern auf Instagram, um kein Highlight zu verpassen:













































