NEW BLOG POST (17.-25.04.2025) 🇺🇸 Death Valley, Sequoia & Highway No. 1

Route & Highlights

Death Valley Nationalpark

Unsere Fahrt ins Tal des Todes begann mit einem gründlichen Wettercheck – zurecht: Temperaturen von über 49 °C sind hier keine Ausnahme, bei Regen verwandeln sich viele Pisten in unbefahrbaren Matsch und gefährliche Sturzfluten lassen mitunter mehr Menschen ertrinken als an Hitze sterben. In den Sommermonaten verbieten einige Miet-Camperfirmen sogar die Durchfahrt durch den Nationalpark. Kein Wunder: Die langen Berg- und Talfahrten bei laufender Klimaanlage bringen selbst moderne Fahrzeuge an ihre Grenzen.

Unser Tipp: immer ausreichend Trinkwasser und Benzin dabeihaben, Wanderungen spätestens um 10 Uhr beenden – und die Klima im Zweifel lieber mal ausschalten.

Unsere erste Station war Dante’s View. Die enge Straße führte uns in Serpentinen auf rund 1.400 Meter Höhe. Oben wehte ein eisiger Wind, denn wir hatten selbst im Tal nur recht milde 21 Grad vorgefunden – aber die Sicht auf die weißen Salzseen und die bunt schimmernden Berge war absolut überwältigend.

Der Stopp am Zabriskie Point bot zwar eine schöne Aussicht, der angeschlossene Trail war für uns aber eher unspektakulär. Ganz anders der Golden Canyon Trail: Die rund 6,5 km lange Rundwanderung führte durch beeindruckend farbenfrohe Landschaften – ein echtes Highlight!

Ebenfalls sehr zu empfehlen: der Artists Drive, eine Auto-Rundstrecke durch eine fast surreal bunte Bergwelt. Man fährt hier teils über 100 m unter dem Meeresspiegel, vorbei an Felsformationen in Orange, Rosa, Grün und Lila – ein echtes Farbenspiel.

Spätestens am Visitor Center bei Furnace Creek lohnt es sich, Wasser aufzufüllen, zu tanken oder Abwasser loszuwerden.

Auf dem Weg zu den Mesquite Flat Sand Dunes wurden wir dann kurz nervös: Eine heftige Windböe hatte unseren America the Beautiful Nationalpark Pass vom Rückspiegel gerissen – 20 Kilometer später fiel uns das Malheur aber erst auf. Wir fuhren zurück, suchten eine ganze Weile den Parkplatz ab – und fanden ihn tatsächlich zwischen ein paar Büschen wieder. Glück gehabt! Vielleicht also doch besser im Geldbeutel aufbewahren…

Zum Tagesausklang wartete noch ein kleines Naturkino: Die Sanddünen im Abendlicht waren wunderschön – und der Sternenhimmel danach? Atemberaubend. Keine Lichtverschmutzung weit und breit, nur wir und das Universum.

Nach einer anstrengenden Fahrt über knapp 800 Höhenmeter ging es weiter Richtung Panamint Springs, immer mit Blick auf die Temperaturanzeige – denn die Motoren überhitzen hier wie gesagt schneller, als einem lieb ist. 🔥

Zwischenstopp & Weiterfahrt

Über Bakersfield und Porterville, mit zwei Übernachtungen auf Walmart-Parkplätzen, fuhren wir weiter in den Sequoia Nationalpark. Die Strecke führte vorbei an weiten Orangen- und Obstplantagen, zwischen Weinreben und goldgelben Kornfeldern hindurch – Kalifornien wie aus dem Bilderbuch.

Sequoia Nationalpark

Wir nahmen den Weg über das Foothills Visitor Center und schlängelten uns auf kurviger Straße hinauf in die Berge. Während der Fahrt eröffnete sich uns immer wieder eine tolle Sicht auf das Tal und den wild dahinrauschenden Kaweah River.

Ein kurzer, aber schweißtreibender Aufstieg führte uns über 350 Treppenstufen hinauf auf den Moro Rock – von oben hat man einen spektakulären Blick über das gesamte Tal, die Serpentinen und den Flussverlauf.

Zu Fuß ging es weiter zum wohl berühmtesten Baum der Welt: dem General Sherman Tree. Mit 84 Metern Höhe, einem Durchmesser von 11 Metern und einem geschätzten Alter von 2.200 Jahren ist er der größte bekannte Einzelbaum der Erde.

Noch beeindruckender fanden wir allerdings den etwa 4 km langen, ebenen Congress Trail, der durch einen Wald aus uralten Mammutbäumen führte – ruhig, friedlich und mächtig. Der Duft, das Licht, die Stille: einfach magisch.

Tipp: Viele Visitor Center und Campingplätze im Park hatten im April noch geschlossen, teilweise lag noch Schnee, und wir hatten Mühe, im National Forest eine offene Zufahrt zum Übernachten zu finden.

Death Valley & Sequoia in unserem YouTube VLOG 👆

Highway No. 1 – mit Hindernissen 🚧

Unser nächstes Ziel war eigentlich klar: Von Sequoia wollten wir über Visalia und Hanford, mit kurzem Aldi-Stopp, nach Cambria – und von dort auf den legendären Highway No. 1, um die kalifornische Küste entlang nach Monterey zu fahren. Doch der Plan ging nicht auf…

Was wir nämlich nicht wussten: Der Highway ist bei Big Sur gesperrt! Ein massiver Erdrutsch im Winter 2023/24 hat die Straße an einer Schlüsselstelle unterbrochen. Maps.Me hatte uns das offline Nati nicht verraten – Google Maps hingegen hätte es gewusst.

Wir konnten gerade einmal 90 km auf der kurvigen Küstenstraße zurücklegen. Schön war es trotzdem: tolle Ausblicke auf den Pazifik, Pelikane in Formation, See-Elefanten am Strand und sogar ein paar Seesterne zwischen den Felsen.

Und doch: Als klar war, dass wir umkehren mussten, fiel die Stimmung in den Keller. Den geplanten Übernachtungsspot bei Monterey konnten wir streichen, genauso wie unseren Spaziergang durch Carmel-by-the-Sea. Die Alternativroute hätte einen weiteren Umweg von über 300 km bedeutet – für uns keine Option. Also fuhren wir leicht frustriert zurück Richtung Fresno – und dann weiter zum Yosemite Nationalpark.

Info zur Sperrung:

Die Big-Sur-Sperrung betrifft die Strecke bei Paul’s Slide, wo ein Erdrutsch die Straße schwer beschädigt hat. Eine Wiedereröffnung ist laut dem kalifornischen Verkehrsministerium nicht vor Ende Sommer 2025 zu erwarten.


PS: Da die Auswahl, Bearbeitung und das Einfügen von Fotos extrem viel Zeit kostet, werde ich künftig im Blog weniger Bilder zeigen. Dafür findet ihr auf Instagram mehr Beiträge, Reels und vor allem Storys – die auch nachträglich im Storyarchiv abrufbar sind. Also: folgt uns gerne dort und schaut regelmäßig rein! 🌟