NEW BLOG POST (23.-28.08.2025) 🇨🇦 Türkisfarbene Seen, Bergpanoramen & Begegnungen in Banff

Unterwegs im Herzen der kanadischen Rockies

Nach unserer Übernachtung auf dem Lake Louise Inn Parking – wo wir am Vortag noch für 3 € pro Person den Poolbereich genutzt hatten – standen wir früh auf und fuhren direkt zum nur wenige Minuten entfernten Lake Louise Lake Shore Parking. Bereits um 6 Uhr morgens waren wir vor Ort (Parkgebühr 37 C$ am Automaten, kein Ticket hinterlegen nötig). Doch selbst zu dieser frühen Stunde war der Parkplatz schon halb voll. 😯 Spätestens kurz vor sieben Uhr ist er restlos belegt.

Voller Parkplatz – kurz vor 7am am Lake Louise

👉 Unser Tipp: Wer sich den Stress sparen möchte, sollte unbedingt den Super Pass von Roam Transit buchen. Für 30 C$ pro Person (Hin- & Rückfahrt) fährt man bequem mit dem öffentlichen Bus von Banff nach Lake Louise und von dort aus weiter zum Lake Moraine – das eigene Fahrzeug kann derweil kostenlos am Bahnhof in Banff abgestellt werden.

Wanderung zum Lake Agnes Tea House

Von Lake Louise wanderten wir zunächst zum Mirror Lake und weiter hinauf zum bekannten Lake Agnes Tea House, direkt am idyllischen Lake Agnes mit kleinem Wasserfall gelegen. Nach einer heißen Schokolade (6 C$) ging es über den View Point Little Beehive Trail zurück. Von hier bot sich uns ein fantastischer Blick auf das smaragdgrüne Wasser des Lake Louise und das ehrwürdige Fairmont Château Lake Louise.

➡️ Strecke: ca. 4 km one way, 400 Höhenmeter – stetig, aber moderat.

Morgenstimmung am Lake Louise
Spiegelung im Mirror Lake
Lake Agnes
Heiße Schokolade am Lake Agnes Tea House
Speise- & Getränke-Karte 😋
Der kleine Freund spekuliert auf Krümel 🍪
Ein DZ kostet zwischen 600 und 1.300 USD/Nacht 😳

Surreale Schönheit am Lake Moraine

Dank Irenes Hilfe bei der Ticketbeschaffung konnten wir gegen Mittag den Lake Moraine besuchen – für Privatfahrzeuge ist er nicht zugänglich, erreichbar nur per Shuttle oder Fahrrad. Normalerweise muss man die Tickets bereits Monate im Voraus sichern. Alternativ werden 24 Stunden vorab wenige Restkontingente online freigeschaltet ➡️ Shuttle Tickets

Die Szenerie vor Ort war schlichtweg surreal: türkisblaues Wasser, eingerahmt von zehn schroffen Berggipfeln – ein Anblick, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. 😍

Moraine Lake

Praktisch & günstig übernachten: Overflow Parking

Nur 7 km von Lake Louise Village entfernt, liegt der Overflow Parking. Kosten: 12 C$ pro Fahrzeug (Vertrauensbasis, Bezahlung per Kuvert). Toiletten und Abfallcontainer sind vorhanden. Einziger Nachteil: Die Lage direkt an der Autobahn – doch erstaunlich ruhig zum Schlafen.

Overflow Parking (Koordinaten: 51.38746, -116.130536)

Banff – die Perle der Rockies

Am nächsten Tag parkten wir unseren Van am Banff Train Station Visitor Centre: kostenfreier Parkplatz, WLAN, Trinkwasser, Toiletten, Cafeteria. Von hier aus ist das Zentrum fußläufig erreichbar (800 m).

Wir schlenderten durch die Hauptstraße mit ihren Souvenirshops, Galerien, Restaurants und Cafés und besuchten die hübschen Cascade Gardens. Von dort aus führt ein schöner Spaziergang zum Bow River und zum Bow Falls Viewpoint.

Banff Centre
Die Lage der Stadt ist ein Traum 🤩
Bow Falls Viewpoint
Die wunderschönen Cascades Gardens
Kunst am Bow River

Hintergrund: Die Geschichte von Banff

Banff verdankt seine Gründung einem Zufall. In den 1880er-Jahren stießen Eisenbahnarbeiter der Canadian Pacific Railway bei Bauarbeiten auf heiße Quellen am Sulphur Mountain. Dieses Naturphänomen lockte Besucher aus aller Welt an und legte den Grundstein für den Banff Nationalpark, Kanadas ersten Nationalpark und heute UNESCO-Welterbe.

Begegnungen mit alten Bekannten

Am Abend trafen wir uns in Canmore mit unseren Freunden Mike und Bine, die wir zuletzt im Sajama-Nationalpark in Bolivien gesehen hatten. Gemeinsam zauberten wir zwischen unseren Autos auf ihrem Cadac Gasgrill ➡️ Bei Amazon kaufen (Affiliate Link) eine herrliche Pizza. Solche Begegnungen machen die Reise immer wieder besonders. 🍕🍷

Wiedersehen macht Freude 😀

Drei Seen rund um Banff

Da wir auf unser Auto-Ersatzteil warten mussten, verbrachten wir einige Tage im nahegelegenen Canmore. Zur Abwechslung besuchten wir die drei Seen rund um Banff:

1. Lake Minnewanka: längster See der Region, beliebt für Bootstouren oder Wanderungen in den Stewart Canyon.

2. Two Jack Lake: ideal zum Paddeln mit SUP, schöner Einstieg und tolles Panorama. Unser Favorit! ♥️

3. Johnson Lake: kleiner, wirkt wie ein Berg-Baggersee, eignet sich bestens zum Baden oder für eine gemütliche Rundwanderung (ca. 45 Minuten am Ufer entlang).

Alle drei sind von Banff aus in kürze auch mit dem öffentlichen Bus erreichbar – perfekt für alle ohne eigenes Fahrzeug.


Die schönen Seen rund um Banff in bewegten Bildern findest du hier – in unserem dazugehörigen VLOG 🎥

Ersatzteil & Ausblick

Am Donnerstag brachte uns Irene schließlich das dringend benötigte Ersatzteil aus der Schweiz. Ein riesiges Dankeschön an sie und an Marcel, der es im Handgepäck über den Atlantik transportierte. Simon baute das Modul noch direkt in Banff ein – doch ob der Fehler damit wirklich behoben ist, kann ich euch erst im nächsten Beitrag berichten.

Dann geht es für uns auch weiter in den legendären Jasper Nationalpark! 🚐🐻🏔️


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NEW BLOG POST (17.-22.08.2025) 🇨🇦 Kanadas Nationalparks

Von Glacier bis Banff: Smaragdgrüne Seen, Wasserfälle & wilde Bären

Von Revelstoke aus führte uns der Weg direkt hinein in den Glacier National Park. Schon die Anfahrt über den Highway 1 war beeindruckend: links und rechts ragten die mächtigen Berge der Columbia Mountains auf, während immer wieder kleine Rundwege vom Highway abzweigten – perfekt für kurze Abstecher zwischendurch. Die Trails sind meist nur wenige hundert Meter lang, oft mit Holzbohlen ausgelegt und somit auch bei nassem Wetter bequem begehbar.

Fahrt durch den Glacier NP

Besonders schön war der Giant Cedars Boardwalk, ein 500 Meter langer Rundweg durch üppig grünen Regenwald, in dem gigantische Zedern und Farne eine fast mystische Atmosphäre schaffen. Der Rock Garden Trail dagegen führte über riesige Felsbrocken – ein ganz anderes, aber nicht weniger faszinierendes Bild.

Unser Highlight im Glacier NP war jedoch die Wanderung auf dem Great Glacier Trail. Vom Illecillewaet Campground aus liefen wir etwa 3,5 Kilometer durch dicht bemoosten Wald, in dem Pilze und Beeren wuchsen. Stets begleitet wurden wir vom Rauschen des eisigen Illecillewaet River, der sich schließlich in einem gewaltigen Wasserfall über die Felswand ins Tal stürzte. Ein echtes Natur-Spektakel! 🤩

Blick auf den Illecillewaet Gletscher

Für die Nacht fanden wir an der Waitabit Creek Recreation Site einen traumhaften Stellplatz direkt am Fluss. Kostenfrei, mit Picknicktischen, Feuerstellen und einfacher Ausstattung – ein Platz, an dem man gut und gerne länger bleiben könnte.

So sieht freistehen in Kanada oft aus 👌🏻

Kleine Panne, großes Glück

Allerdings machte uns unser Van erneut Sorgen… Beim Starten, vor allem bei Kälte und Nässe, lief der Motor extrem unruhig, qualmte stark und war ungewöhnlich laut. Das Diagnosegerät zeigte den Fehlercode P0380 – Glow Plug/Heater Circuit A. Eindeutig ein Fall für die Werkstatt. 😲

Dinge – die die Welt NICHT braucht…

In Golden fanden wir eine Truck-Werkstatt, die schon vielen Reisenden weitergeholfen hatte. Ein Mechaniker nahm sich Tags darauf direkt Zeit und prüfte die Glühkerzen, konnte den Fehler aber nicht eindeutig lokalisieren. Er vermutete, dass dieser vom Steuergerät verursacht wurde – ein Ersatzteil, das es in Kanada für unseren Renault nicht gibt. Zum Glück konnte Simon das Teil direkt online in Deutschland bestellen. Und noch mehr Glück: ein Bekannter war gerade auf dem Weg in die Schweiz und würde uns das Päckchen in wenigen Tagen mit nach Banff bringen können. Manchmal spielt das Leben wunderbar mit. ♥️

Seit langem mal wieder in einer Werkstatt

Bis dahin ließen wir es etwas ruhiger angehen und besuchten die Wapta Falls im Yoho National Park. Der Park ist bekannt für seine zerklüfteten Berge, Wasserfälle und smaragdgrünen Seen. Die Wanderung zu den Wapta Falls war zwar etwas eintönig, aber der Anblick des breiten, tosend herabstürzenden Wasserfalls entschädigte für vieles. Ganz in der Nähe fanden wir außerdem einen großartigen Stellplatz am Ufer des Kicking Horse River – umgeben von Bergen und nur das Rauschen des Flusses als Begleitung. 👍🏻

Wapta Falls
Wieder ein toller Stellplatz…
…mit Spitzenaussicht 🤩

Smaragdgrüne Seen und spektakuläre Wasserfälle

Am nächsten Tag stand der Emerald Lake auf der Liste. Und der Name ist Programm: das Wasser leuchtet tatsächlich smaragdgrün und wirkt fast unwirklich schön. Wir waren froh, sehr früh dort gewesen zu sein, denn nach unserer 5 Kilometer langen Umrundung des Sees reichte die Schlange an parkenden Autos schon weit die Straße hinunter.

Emerald Lake

Auf dem Rückweg machten wir Halt bei der Natural Bridge, einer vom Fluss geschaffenen Steinbrücke über den Kicking Horse River, und fuhren anschließend weiter zu den Takakkaw Falls, dem zweithöchsten Wasserfall Kanadas mit einer Höhe von 254 Metern. Die Anfahrt über die Yoho Valley Road war für lange Wohnmobile eine echte Herausforderung, doch für unseren Van noch gut machbar. 😮‍💨

Die Anfahrt zu den Takakkaw Falls kann für größere Wohnmobile zur Herausforderung werden… 😅
Aber es lohnt sich!

Der Anblick des Wasserfalls war gigantisch – doch fast wären wir beim Versuch, einen passenden Platz für unsere Kaffeepause zu finden, im Schotter steckengeblieben. Zum Glück gelang es uns nach einigem Hin und Her, das Fahrzeug wieder auf festen Boden zu bekommen. 🙈


Banff – Begegnungen und schöne Ausblicke

Nach einer Nacht auf dem Overflow-Parking in der Nähe von Lake Louise machten wir uns auf den Weg nach Banff. Schon mittags war der große Parkplatz im Ort völlig überfüllt, aber wir hatten Glück und ergatterten die letzte Lücke. Hier trafen wir erneut Irene die nicht nur unsere drei Pakete mitgebracht hatte, sondern uns mit einer weiteren Überraschung beschenkte: Freikarten für den Sessellift auf den Mount Norquay. 😍

Tausend Dank für alles – liebe Irene

Von oben bot sich ein sensationeller Ausblick auf Banff, den Bow River und die umliegenden Berge. Dazu gab es im Cliffhouse Bistro noch ein feines Essen – Mini-Croissants mit Brie, Avocado und Räucherlachs. Ein unvergesslicher Tag, den wir mal wieder Irene zu verdanken haben.

Blick auf Banff & den Bow River
Lecker essen im Cliffhouse Bistro 😋
Räucherlachs – eine seltene Delikatesse für uns 🤤

Auf dem Rückweg fuhren wir über den weniger befahrenen Highway 1A – und tatsächlich, kurz vor Lake Louise sahen wir am Straßenrand einen kleinen Schwarzbären, der sich über Beerensträucher hermachte. Ein gelungener Abschluss für diesen perfekten Tag. 🥰

Im nächsten VLOG seht ihr mehr von ihm 😉

Zwischen Wellness und Touristenströmen

Am nächsten Morgen brachen wir früh zum Lake Louise auf – doch selbst um kurz vor 7 Uhr morgens waren schon alle Parkplätze am See belegt. 😲 Da wir keine Lust auf den überfüllten Shuttle-Bus hatten, entschieden wir uns spontan für einen Wellnesstag im Lake Louise Inn. Für gerade einmal 5,25 C$ pro Person nutzten wir Pool, Jacuzzis und Duschen – ein perfekter Kontrast zu den letzten Tagen. Sogar eine Laundry gab es hier, sodass wir gleich auch noch unsere Wäsche erledigen konnten. ✅

Völlig anders als geplant…
…aber auch schön. 😊

Ob wir am nächsten Tag dann doch noch den Lake Louise zu sehen bekamen – und ob wir eines der raren Tickets für den sagenumwobenen Moraine Lake ergattern konnten – davon erzählen wir im nächsten Beitrag. Also unbedingt wieder reinschauen – und bis dahin gerne schon auf YouTube und Instagram vorbeischauen! 😉