NEW BLOG POST (25.-31.10.2025) 🇨🇦 Goodbye Kanada! Unser letzter Stopp auf Vancouver Island: Victoria

Victoria erleben – Sehenswürdigkeiten, Insider Tipps & unsere Highlights

Unser letzter Stopp auf Vancouver Island sollte Victoria sein – mit rund 92.000 Einwohnern zwar überschaubar, aber dennoch Hauptstadt und Regierungssitz von British Columbia. Oft wird sie als die britischste Stadt Kanadas bezeichnet – und das merkt man spätestens, wenn man zwischen viktorianischen Gebäuden, gepflegten Parks und roten Doppeldeckerbussen unterwegs ist.


Fort Rodd Hill & Fisgard Lighthouse

Unser erster Halt führte uns an die Fort Rodd Hill National Historic Site – eine ehemalige Küstenverteidigungsanlage, die einst die Einfahrt zum Esquimalt Harbour schützen sollte. Zwischen alten Kasematten, Geschützstellungen und Wehrmauern fühlt man sich ein bisschen in die Vergangenheit versetzt. Besonders spannend: Die Anlage stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und war bis in die 1950er-Jahre aktiv. Heute ist sie kostenlos zugänglich und wunderbar erhalten.

Gleich nebenan thront das Fisgard Lighthouse, der älteste permanente Leuchtturm an der kanadischen Pazifikküste. Er wurde 1859 erbaut und ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch unglaublich fotogen – gerade bei klarer Sicht mit Blick auf die Olympic Mountains im Hintergrund.


Regen, Arbeit & endlich Sonne

Nach einigen sehr regenreichen Tagen, die wir vor allem mit Arbeit verbrachten (wir wollten vor dem Grenzübertritt in die USA möglichst alle offenen To-Dos erledigen), zeigte sich pünktlich zur Stadterkundung endlich wieder die Sonne. Zwar nur noch knapp zehn Grad, aber dafür perfektes Wetter, um Victoria zu entdecken. 🌤️

Unser Van durfte freundlicherweise auf dem Firmengelände von Total Composites in Esquimalt stehen – nur etwa 2,5 km von Downtown entfernt.

Der extrem hilfsbereite deutsche Firmeninhaber Andreas ist vor rund 20 Jahren nach Kanada ausgewandert und ist heute der einzige nordamerikanische Vertriebspartner für Alb Filter und Tiger Expert.

Wer also hochwertiges Wohnmobilzubehör oder Wasserfilter nach europäischem Standard sucht, ist hier genau richtig:

📍 Total Composites Technologies Ltd., Expedition Upfitter, 859 Devonshire Rd #4, Victoria, BC V9A 4T5, Kanada

Er nahm sich sogar Zeit, um mit uns gemeinsam unser immer noch leicht undichtes Dach zu begutachten – leider ohne Erfolg. Dieses Rätsel bleibt also vorerst ungelöst. 🙉🙈


Zu Fuß durch Victoria

Von dort liefen wir immer am Wasser entlang über die Johnson Street Bridge direkt hinein in Victorias kompaktes Stadtzentrum. Alles liegt nah beieinander – perfekt zum Erkunden zu Fuß oder mit dem Rad. Wer von weiter außerhalb kommt, kann übrigens für nur 6 C$ ein Bus-Tagesticket kaufen. 🚌

Taxi? Haben wir kaum gesehen. Dafür aber die süßesten kleinen Wassertaxen, die aussehen wie schwimmende Boxautos. Eine Fahrt kostet allerdings stolze 15 C$ pro Person – also legten wir lieber selbst los und kamen am Ende des Tages auf stolze 13 Kilometer.


Chinatown & Altstadt

Unser erster Stopp war Chinatown, das älteste seiner Art in ganz Kanada – und eines der größten in Nordamerika. Um 1880 lebten hier rund 16.000 Chinesen, die in den Goldminen und beim Eisenbahnbau arbeiteten. Zwischen Pandora Avenue und Fisgard Street taucht man heute in ein Labyrinth aus kleinen Gassen ein, darunter die legendäre Fan Tan Alley, die schmalste Straße Kanadas.

Wandgemälde in Victorias Chinatown

Das berühmte Dragon Gate war bei unserem Besuch leider eingerüstet, aber allein das Bummeln durch die Fußgängerzonen und kleinen Läden lohnt sich.

Eine gemütliche Kaffeepause kann man z. B. bei Bean Around the World einlegen.

Oder wer Hunger auf Fish & Chips hat, dem empfehlen wir das Red Fish Blue Fish direkt am Hafen – nachhaltig, lecker und mit Aussicht.


Sehenswürdigkeiten & Highlights

Frisch gestärkt spazierten wir weiter zum legendären Empress Hotel, einem der bekanntesten Bauwerke der Stadt. Es wurde 1908 eröffnet, beherbergt über 400 Zimmer und ist ein Paradebeispiel für den luxuriösen Edwardianischen Stil. Besonders bekannt ist das Hotel für seine opulente Afternoon Tea Time – 109 C$ pro Person, aber wohl ein echtes Erlebnis:

Nur wenige Schritte weiter erhebt sich das eindrucksvolle Parlamentsgebäude von British Columbia. Es wurde 1898 eröffnet, beeindruckt mit seiner markanten Kuppel und der nächtlichen Beleuchtung durch über 3.000 Glühbirnen. Wer möchte, kann tagsüber kostenlose Führungen machen – ein echtes Must-See für alle Geschichtsfans.

Gegenüber liegt das Royal BC Museum, das als eines der besten Museen Kanadas gilt. Leider kamen wir zu spät und sahen nur noch den farbenfrohen Rolls Royce von John Lennon im Eingangsbereich – mit dem die Beatles 1965 zum Buckingham Palace fuhren, um exklusiv für die Queen zu spielen. 🎸


Camper-Treffen & schöne Zufälle

Am Abend kam es dann zu einem richtig großen Overlander-Treffen. Eigentlich wollten wir uns nur mit Maja und Sebastian treffen, die aktuell Work & Travel auf Vancouver Island machen.

Doch wie es der Zufall wollte, hatten Frank und Anette alias Baerli on Tour sowie Karl und Barbara alias Leo auf Reisen unseren Van schon am Tag zuvor auf einem Parkplatz entdeckt – und uns Sticker hinterlassen.

Und so saßen wir plötzlich zu acht in einem gemütlichen Pub in Victoria. Was für ein schöner, verrückter Zufall! ♥️


Frühstück & letzte Stadterkundung

Am nächsten Morgen frühstückten wir noch gemeinsam mit Maja und Sebastian in einem kleinen Café in Downtown, bevor sich unsere Wege leider schon wieder trennten. Simon und ich nutzten den restlichen Tag, um noch offene Spots in der Stadt abzulaufen:

Beacon Hill Park: Im Herbst ruhig, mit ein paar Pfauen und netter Aussicht über die Juan de Fuca Strait hinweg bis zur US-Küste.

Fisherman’s Wharf: Leider „Closed for Season“, aber die bunten Hausboote lohnen sich für einen kurzen Abstecher.

Fry’s Red Wheat Bakery: Ein Muss für alle, die Laugengebäck vermissen! Hier gibt’s Brezeln, Sauerteigbrote und süße Teilchen.


Letzte Vorbereitung auf die USA-Einreise

Nach unserem schönen Aufenthalt in Victoria stand nun nur noch eines an: die Vorbereitung für den Grenzübertritt in die USA.

Klingt einfach – war’s aber nicht. 🙄 Die I-94-Formulare, die man online ausfüllen muss, konnten wir auf der offiziellen Website nicht beantragen. Sowohl bei Simon als auch bei mir erschien die Fehlermeldung, dass zu unseren Passnummern kein Visum hinterlegt sei – obwohl das natürlich nicht stimmte.

Auch der Versuch, die Black Ball Ferry nach Port Angeles zu buchen, scheiterte:

Unsere deutsche Kreditkarte wurde schlicht nicht akzeptiert – eine ärgerliche Parallele zu den gesperrten Karten in Las Vegas.

Immerhin war Halloween – und wir fanden abends eine Straße mit aufwendig geschmückten Vorgärten, verkleideten Kindern und ausgelassener Stimmung. Ein gelungener Abschluss unserer dreimonatigen Kanada-Etappe. 🎃👻


Und dann – kam der Grenzübertritt…

Am nächsten Morgen fuhren wir also ohne I-94-Formular und ohne Fährbuchung direkt zur Grenze – mit einer ordentlichen Portion Nervosität im Gepäck.

Ob das gut gegangen ist oder wir am Ende gezwungen sind, unseren Van zurück nach Deutschland zu verschiffen? Das erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag!

👉 Schaut bis dahin gern auf unserem YouTube– und Instagram-Kanal vorbei – vielleicht gibt’s dort schon ein Update. 😉

NEW BLOG POST (10.-15.09.2025) 🇨🇦 Auf dem legendären Sea-to-Sky Highway nach Vancouver

Von den Bergen bis hinunter an die Pazifikküste: Wir nehmen dich diesmal mit auf den legendären Sea-to-Sky Highway. Oder in unserem Fall Sky-to-Sea, da wir den Highway 99 in umgekehrter Richtung gefahren sind. Die Straße ist mitunter schmal, hat in jede Richtung nur eine Spur und teilweise bis zu 15 % Steigung bzw. Gefälle. Klingt herausfordernd, ermöglicht aber gleichzeitig, die spektakuläre Landschaft in aller Ruhe zu genießen. 🚐💨


Erster Stopp: Naxwit Park

Am Naxwit Park legten wir unsere erste Pause ein. Hier gibt es eine idyllische Picknick Area direkt am Fluss. Riesige Fische – vermutlich Lachse – zogen gemächlich durchs Wasser, und laut Hinweistafeln sind in dieser Gegend sogar Pumas, Schwarzbären und Bergziegen heimisch. 😯


Traumplatz am Duffey Lake

45 km weiter fanden wir den wohl schönsten Stellplatz unserer Kanada-Reise bisher – ein echter Overlander-Traum! 😍 Direkt am glasklaren Duffey Lake, umgeben von bewaldeten Bergen und mit Blick auf einen Gletscher.

Schönster Stellplatz in Kanada – bisher zumindest
📍 Koordinaten: 50.418825, -122.278322

Joffre Lakes: Gesperrt statt gewandert

Eigentlich wollten wir bei den berühmten Joffre Lakes wandern. Doch am Parkplatz erfuhren wir, dass der Provincial Park drei Mal im Jahr für einige Wochen geschlossen wird – damit sich die Natur erholen kann und die indigenen Stämme ihre Rituale durchführen können.

Schade, dass uns das entgangen ist 😕

Damit euch nicht das gleiche passiert, informiert euch vorab auf diesen Websites 👇

ℹ️ Infos & Öffnungszeiten: Joffre Lakes Park

ℹ️ Day-Use Pass (Pflicht!): Reservierung

Da wir leer ausgingen, fuhren wir direkt weiter bis nach Pemberton. Ein wirklich netter Ort: Im Recreation Centre gibt’s saubere Duschen für 4 C$, in der Bibliothek nebenan schnelles WLAN und Trinkwasserspender. Außerdem lädt der One Mile Lake Trail zu einem Spaziergang um den See ein – oder zum Baden, SUPen und Kajaken. 👙🛶


Whistler – mondän und sportlich

Am nächsten Tag führte uns der Weg durch Whistler. Der Ort war Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2010 und ist heute vor allem ein Paradies für Skifahrer im Winter und Mountainbiker im Sommer. Besonders bekannt für die längsten Skipisten Kanadas. Allerdings ist Whistler nicht nur schön gelegen, sondern auch ziemlich teuer. 💸💸💸

Viele Wanderungen erreicht man zudem nur über Gondeln und Lifte – was den Besuch für uns wenig attraktiv machte. Also düsten wir direkt weiter.


Four Lakes Trail im Alice Lake Provincial Park

Eine tolle Alternative fanden wir im Alice Lake Provincial Park: den Four Lakes Trail. Rund 7 km lang, führt er eben und größtenteils schattig um vier verschiedene Seen. An heißen Tagen kann man im Alice Lake baden – perfekt für eine Abkühlung. Außerdem gibt es hier einen Campground, wo wir unsere Toilette leeren und den Wassertank auffüllen konnten. 👌🏻

Ein See schöner als der andere

Shannon Falls & Stawamus Chief

Von Squamish aus (praktischer Versorgungsstopp mit Walmart & Safeway) erreichten wir die Shannon Falls im Stawamus Chief Provincial Park. Mit ca. 335 m Höhe gehören sie zu den höchsten Wasserfällen in British Columbia – auch wenn sie bei unserem Besuch im September eher einem Rinnsal glichen.

Shannon Falls 💦

Wer Lust auf Panorama hat, fährt mit der Sea-to-Sky Gondola hinauf oder erklimmt sportlich den Stawamus Chief Mountain. Der Trail ist zwar nur 1,5 km lang, dafür warten knackige 500 Höhenmeter – und oben eine spektakuläre Aussicht auf Berge, Wälder und die Pazifikküste. Wir verzichteten an diesem Tag jedoch darauf, da der Himmel wolkenverhangen war.


Porteau Cove Provincial Park

Unser nächster Stopp war der Porteau Cove Provincial Park. Dort schlenderten wir am spiegelglatten Pazifik entlang, zwischen Steinen und Treibholz. Ein echtes Highlight: der direkt am Wasser gelegene Campground, einer der schönsten entlang des Highways.

Campingplatz direkt am Pazifik 💛

Von hier ist es nur noch ein Katzensprung nach West- bzw. North Vancouver – und damit hinein in eine der lebenswertesten, aber auch teuersten Metropolen der Welt.

Skyline von Vancouver

Was wir dort alles erlebt haben, und wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Wie immer online ab kommenden Sonntag! 📆⏰


Der Sea-to-Sky Highway in unserem YouTube VLOG 🎥

NEW BLOG POST (01.-08.08.2025) 🇨🇦 Mit dem Van durch die kanadischen Rocky Mountains 🚐💨

Nach unserem gelungenen Grenzübertritt nach Kanada hätte es von der Kleinstadt Pincher Creek in Alberta eigentlich entspannt weitergehen sollen – aber Vanlife wäre nicht Vanlife ohne kleine technische Herausforderungen. 😅 Kaum in der neuen Provinz angekommen entdeckten wir, dass unser schon einmal in Mexiko geschweißter Edelstahl-Wassertank wieder ordentlich leckte. Und zwar neuerdings so stark, dass wir es nicht einfach wegignorieren konnten – wir hätten sonst täglich etliche Liter Wasser verloren… 😢

Unsere Lösung: Do-it yourself Reparatur-Session vor der örtlichen Bibliothek. Nachdem Simon erst kürzlich in Helena, Montana tagelang die alten Teer- und Klebereste unserer Dachluken entfernt und frisch abgedichtet hatte, war seine Motivation für weitere Bastelarbeiten etwas begrenzt. Also legte diesmal ich mich unters Auto, entfernte mit der Spachtel die Armaflex-Isolierung und die Plastikverkleidung des Tanks. Am nächsten Tag kam Simon zum Einsatz und dichtete die Stelle – glücklicherweise vorne am Tank und nicht wie damals an der Hinterachse – mit den restlichen GFK-Materialien ab. Unser Panda-Coat, den wir für die Dachluken verwendet hatten, kam dafür nicht infrage – zu brennbar, und der Auspuff sitzt direkt daneben. 🔥


Der nächste Morgen begrüßte uns mit heftigem Regen. Seit dem Grenzübertritt ist das Wetter ohnehin ungewöhnlich nass, oft mit Gewittern am Mittag. Normalerweise ist es hier im Sommer deutlich trockener, wovon auch die zahlreichen Waldbrände der letzten Jahre herrühren.

Trotzdem machten wir uns auf die Weiterfahrt, hielten mit Regenschirm kurz an den Lundbreck Falls, tranken an den Chain Lakes einen schnellen Mittagskaffee und fuhren dann den Highway 541 Richtung Kananaskis Lakes. Da der Tag durch die lange Fahrt schon weit fortgeschritten war, entschieden wir uns kurzerhand für eine Übernachtung an einem Straßenpullout. Leider stellten wir bei Ankunft fest, dass unsere hintere Dachluke trotz frisch aufgebrachter Dichtung immer noch Wasser durchlässt. Von oben sieht alles perfekt aus – woher also kommt das Leck? 😰

Pausen Stopp an den Chain Lakes

Am nächsten Morgen sollte es zu den Kananaskis Lakes gehen, doch ein Erdrutsch blockierte den Highway 541. Ein Arbeiter meinte zwar, schweres Gerät sei unterwegs, aber wir müssten wohl bis zum nächsten Mittag warten. Wir blieben also in der Nähe, frühstückten an einer Rest Area und machten spontan eine Wanderung zu zwei kleinen Seen. Unterwegs entdeckten wir zum ersten Mal auf unserer Kanadareise viele verschiedene Pilze – unter anderem „Staubis“, wie wir sie aus deutschen Wäldern kennen. Jung sind sie essbar und sehr lecker, und so landete am Abend eine große Portion in unserer Pfanne – mit Knoblauch und Spaghetti.🍝 🍷

Auf dem Rückweg von unserer Wanderung erwischte uns ein kräftiger Regenschauer. Mein Regenponcho hielt, Simons Jacke leider nicht – weshalb er ziemlich durchnässt zurück zum Van kam. Dort dann der nächste Rückschlag: Wieder Wasser an der hinteren Dachluke. Und wir rätseln noch immer, wo dieses bloß eindringt… 🤯


Weil der Highway auch am nächsten Tag noch gesperrt war, blieben wir an einer schönen Rest Area neben einem Bach stehen. Wir nutzten den Tag für Videoschnitt und Kanada-Reiseplanung. Ruhig war die Nacht trotzdem nicht – zum zweiten Mal auf dieser Reise hatte sich nämlich ein Mäuschen in unseren Van geschlichen. Ein kleines Spitzmäuschen mit großen Augen, Ohren und weißem Bauch. Zuckersüß, aber im Van leider absolut unerwünscht. Die Sorge, dass sie Kabel oder Schläuche anknabbert, war groß. 😲


Am Dienstag war die Straße noch immer blockiert – weshalb wir uns notgedrungen für den Umweg entschieden: 130 Kilometer Richtung Calgary. Die Kananaskis Lakes mussten wir somit leider streichen. Dafür stand ein Besuch bei Marcel und Irene an – ein Schweizer Paar, das vor 13 Jahren nach Kanada ausgewandert ist und uns schon lange auf YouTube und Instagram folgt. 🥰 Wir hatten einige Päckchen zu ihnen schicken lassen, die wir nun – nicht zuletzt Dank des Umwegs – nun persönlich abholen konnten. Irene verwöhnte uns mit frisch gebackenen Linzertörtchen, Kaffee, selbstgemachten Spätzle und einer ordentlichen Portion Minze aus dem Garten – angeblich hilft die nämlich gegen Mäuse. 🐭

Tausend Dank ihr Lieben für euren Support ♥️

Übernachtet haben wir zwischen Cochrane und Canmore, direkt am Peace River und neben einer Bahnlinie – mit schönem Blick, aber wieder mit Gewitterschauer und erneutem Tropfen durch die hintere Dachluke. 😭


In Canmore, einem charmanten Bergstädtchen, legten wir einen Arbeitstag im Community Center ein. Und am dritten Tag schnappte schließlich eine Nutella-beschmierte Falle die kleine Mitfahrerin – leider nicht lebend. 😔 Wir hätten sie lieber wieder freigelassen, waren aber trotzdem erleichtert. Außerdem besuchten wir noch einen Waschsalon, bevor wir auf dem Safeway-Parkplatz in Canmore übernachteten.


Weiter ging es auf dem Trans-Canada Highway 1 vorbei an Banff (kommt später noch dran) und dann über den Highway 93 zum Marble Canyon und den Paint Pots im Kootenay Nationalpark. Der enge Canyon mit seinem türkisfarbenen Wasser erinnerte uns an die Partnachklamm in Bayern. Die Ockerquellen wurden von den Indigenen einst zum Herstellen von Farbe genutzt. Und da das Wetter neuerdings recht wechselhaft war, beließen wir es bei kurzen Spaziergängen.

Marble Canyon
Paint Pots

Über die Numa Falls fuhren wir weiter nach Radium Hot Springs, machten am Kootenay River Mittagspause (mit hausgemachtem Blaubeerkompott für unser Joghurt-Granola-Schichtdessert ➡️ hier geht’s zum Rezept) und genossen später die heißen Thermen. Das 39 °C warme Wasser war herrlich klar, aber in der Sonne fast zu heiß. Abends gab’s Käsespätzle mit Irenes Spätzlen, übernachtet wurde in Invermere mit Berg- und Seeblick. 👌🏻

Numa Falls
Pause am Kootenay River
Lecker Käse Spätzle 😋
Stellplatz mit Aussicht 👌🏻

Am nächsten Morgen gönnten wir uns bei The Bakery in Invermere einen großen Kaffee mit Apple Fritter für 3,50 CAD (≈ 2,40 €) – und deckten uns mit Apfelstrudel, Brie-Brezel und anderen europäischen Leckereien ein. Direkt gegenüber: die Metzgerei König mit Weißwurst, Lyoner, Pfefferbeißern, Schwarzwurst, Appenzeller und Gruyère – wir waren im kulinarischen Himmel. 🤩

Von dort ging es zu den Lussier Hot Springs – natürliche Pools direkt am Fluss mit zwischen 47 °C und 34 °C warmen Natur-Becken. Unter der Woche überraschend voll, aber der Abstecher über eine 18 km lange Off-Road Piste war kostenlos und landschaftlich toll. 😊 Weiter fuhren wir nach Kimberley, einer ehemaligen Bergbaustadt, die sich nach dem Minensterben in eine charmante „bayrische Puppenstube“ verwandelt hat. Statt Schnitzel und Bier entschieden wir uns aber für die Weiterfahrt nach Cranbrook, wo wir nur zum Einkaufen und Übernachten auf einem Baumarktparkplatz blieben.

Lussier Hot Springs
„Platzl“ in Kimberley – British Columbia

Schau auch nächste Woche wieder hier vorbei – dann nehmen wir dich mit auf traumhafte Scenic Roads durchs weniger touristische Kanada, vorbei an glitzernden Seen, wilden Flüssen und spektakulären Bergen. Vielleicht kreuzt ja sogar wieder ein Bär unseren Weg. Mal sehen, was uns erwartet – und folg uns bis dahin gerne auf YouTube und Instagram! ♥️