NEW BLOG POST (04.-12.06.2025) 🇺🇸 Von Moab bis Escalante: Wandern, Gewitter und ein ungebetener Gast im Van

Unsere Route:


Moab – Morning Glory Bridge – Castle Valley – Fisher Towers – Capitol Reef NP – Fruita – Escalante – Zebra & Tunnel Slot Canyon


Abschied von Moab & Wanderung zur Morning Glory Bridge

Nach fast einer Woche in der spektakulären Gegend rund um Moab hieß es Abschied nehmen vom Arches und Canyonlands Nationalpark. Doch der Scenic Byway 128, der sich entlang des mächtigen Colorado Rivers durch das enge Tal des Castle Valley schlängelt, bot uns direkt ein neues Highlight: Schon rund 3 km außerhalb von Moab machten wir Halt für eine erneute Wanderung – zur Morning Glory Natural Bridge.

Immer wieder mussten wir den Bach überqueren

👉 Wanderung zur Morning Glory Bridge

Länge: ca. 5,5 km hin und zurück

Dauer: ca. 1,5–2 Stunden

Schwierigkeit: Leicht

Startpunkt: Grandstaff Trailhead

Der Trail führte uns entlang eines kleinen Baches, den wir mehrmals zu Fuß überqueren mussten – was den Weg zu einem kleinen Abenteuer machte. Die Morning Glory Bridge zählt mit einer Spannweite von rund 75 m übrigens zu den längsten natürlichen Steinbrücken der Welt! Doch kaum erreichten wir den Viewpoint, verdunkelte sich der Himmel über uns bedrohlich . Erste Donnerschläge in der Ferne, dann die ersten Tropfen – schnell zurück zum Auto! Unter einem Felsvorsprung suchten wir kurz Unterschlupf, doch der Regen holte uns trotzdem ein. Glücklicherweise blieb es bei einem kurzen Guss – kurz darauf schien schon wieder die Sonne. Und unser idyllischer Stellplatz direkt am Colorado River rundete diesen aufregenden Tag perfekt ab.

Wir suchen unter einem Felsvorsprung Schutz ⛈️

Fisher Towers – Monument Valley Vibes ohne Menschenmassen

Am nächsten Morgen schnürten wir erneut die Wanderschuhe – diesmal ging es für uns zu den beeindruckenden Fisher Towers außerhalb von Moab. Diese riesigen Sandsteinformationen erinnern stark ans Monument Valley, sind aber deutlich weniger besucht.

👉 Wanderung zu den Fisher Towers

Länge: ca. 7 km hin und zurück

Dauer: ca. 2–3 Stunden

Schwierigkeit: Mittel

Startpunkt: Fisher Towers Trailhead

Die tiefrote Felslandschaft war einfach spektakulär. In der Ferne schimmerte das grüne Band des Colorado Rivers, und wir genossen die Ruhe und Weite. Kaum ein Mensch war unterwegs, dafür gab’s umso mehr Natur pur.

Das grüne Band des Colorado River

Maus im Van & Fahrt in den Capitol Reef Nationalpark

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg Richtung Capitol Reef Nationalpark. Die Landschaft wurde zunehmend mondähnlich: weit, trocken, karg. Unser Schlafplatz an einem braunen, sedimentreichen Bach war heiß und wenig einladend – vor allem, als wir feststellen mussten: Wir haben eine Maus im Van! 😳

Tortillapackung angeknabbert, Spaghetti angebissen – alles deutete auf einen pelzigen Untermieter hin. Also hieß es: Schränke ausräumen, Vorräte sichern, Mausefalle basteln. 🪤🐭


Capitol Reef Nationalpark – Steinbrücken, Canyons & Mormonenkuchen

Am nächsten Morgen ging’s in den Capitol Reef Nationalpark. Erste Etappe: die Hickman Bridge.

👉 Hickman Bridge Trail

Länge: ca. 2,9 km hin und zurück

Dauer: ca. 1–1,5 Stunden

Schwierigkeit: Leicht

Anschließend wagten wir trotz Hitze direkt den nächsten Trail:

👉 Cohab Canyon Trail

Länge: ca. 5,1 km (one way)

Dauer: ca. 2–3 Stunden

Schwierigkeit: Mittel

Tipp: Früh am Morgen starten da kein Schatten!

Die Ausblicke auf bunt marmorierte Felsen und die „Schweizer-Käse-Felswände“ waren spektakulär. Doch gegen Mittag war die Hitze zu viel für uns – und wir suchten Abkühlung im schattigen Picknickbereich am Fremont River und gönnten uns dort eine lokale Spezialität: frisch gebackene Mixed Berry Pie, hergestellt aus Früchten der historischen Mormonen-Obstgärten in Fruita.

Zum Abschied erfrischten wir uns im kühlen Fremont River – gar nicht so einfach bei der starken Strömung – bevor wir weiter in höhere, deutlich kühlere Lagen fuhren. 🚐💨


Abkühlung im Dixie National Forest

Im rund 1.000 m höher gelegenen Dixie National Forest fanden wir nicht nur grüne Nadel- und Birkenwälder, sondern auch eine dringend benötigte Abkühlung: Die Temperatur fiel um sagenhafte 20 °C. Für uns der perfekte Ort zum Ausruhen – zwei Tage Pause, zwei Nächte Erholung pur. 😮‍💨


Escalante – Off the Beaten Path

Gut erholt fuhren wir weiter auf dem Scenic Byway 12, einer der schönsten Straßen des gesamten Südwestens. Unser Ziel: das riesige Grand Staircase-Escalante National Monument, das sich auf über 7.500 km² Fläche erstreckt! 😮

👉 Upper Calf Creek Falls Trail

Länge: ca. 3,5 km hin und zurück

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Schwierigkeit: Mittel bis schwer (steil!)

Trotz fehlender Beschilderung fanden wir den Startpunkt – mit etwas Umweg – und wurden mit natürlichen Felsbecken belohnt, die uns bei der Hitze wohltuend die Füße kühlten.

Im modernen Visitor Center von Escalante füllten wir nicht nur unsere Trinkwasservorräte auf, sondern ließen uns auch vom Ranger zur aktuellen Lage im Zebra Slot Canyon beraten. Er gab uns grünes Licht für den nächsten Tag – kein Regen in Sicht! Somit blieb uns noch Zeit, Vorräte im örtlichen (etwas teuren) Grocery Store aufzufüllen.

Modernes Visitor Center in Escalante

Abenteuer Slot Canyon – mit nassen Füßen

Am nächsten Morgen ruckelten wir über die staubige Hole in the Rock Road von Escalante aus zum Startpunkt des Zebra Slot Canyon. Auch hier: Keine Ausschilderung, kein Handyempfang – wer diesen Weg geht, sollte offline Karten oder GPS nutzen!

👉 Zebra & Tunnel Slot Canyon Hike

Länge: ca. 11 km Rundweg (Zebra + Tunnel Canyon)

Dauer: ca. 3–4 Stunden

Schwierigkeit: Mittel bis schwer

Tipp: Wasserschuhe mitnehmen!

Die Ernüchterung kam schnell: Der Zebra Slot Canyon stand komplett unter Wasser. Um ihn ganz zu durchqueren, hätten wir schwimmen müssen – was uns dann doch zu riskant und vor allem zu kalt war. 🥶 Stattdessen entschieden wir uns für den zusätzlichen Umweg zum Tunnel Slot Canyon. Auch dort wateten wir durch eiskaltes Wasser, konnten den Canyon aber gut meistern und über einen trockenen Wash zum Van zurückkehren.

Der Eingang zum Zebra Slot – komplett unter Wasser
Wir waten durch den Tunnel Slot Canyon
Leopard Eidechse

Und genau das ist das Besondere an solch abgelegenen Orten: Man weiß nie, was einen erwartet! Mal sind es Gewitter, mal Wasser im Canyon oder eine Maus im Van – aber genau das ist das wahre Vanlife-Abenteuer! 😅


Unser Abenteuer auf YouTube

All diese Eindrücke – inklusive Maus im Van, nasser Wanderschuhe und versteckter Natur-Highlights – findet ihr auch in unserem YouTube-Video: 👇


Ausblick: Bryce Canyon & Yellowstone warten!

Schon nächste Woche steht eines der ganz großen Highlights im Südwesten der USA auf dem Programm: Der Bryce Canyon Nationalpark! Und danach geht’s für uns zügig über Salt Lake City Richtung Yellowstone Nationalpark – bleibt also dran und schaut nächsten Sonntag unbedingt wieder hier vorbei!

Bryce Canyon

P.S. Folgt uns auch gerne auf Instagram für stets neue Eindrücke aus unserem Reisealltag! 👉 SiJu_Campervan auf Instagram