NEW BLOG POST (17.-22.08.2025) 🇨🇦 Kanadas Nationalparks
Von Glacier bis Banff: Smaragdgrüne Seen, Wasserfälle & wilde Bären

Von Revelstoke aus führte uns der Weg direkt hinein in den Glacier National Park. Schon die Anfahrt über den Highway 1 war beeindruckend: links und rechts ragten die mächtigen Berge der Columbia Mountains auf, während immer wieder kleine Rundwege vom Highway abzweigten – perfekt für kurze Abstecher zwischendurch. Die Trails sind meist nur wenige hundert Meter lang, oft mit Holzbohlen ausgelegt und somit auch bei nassem Wetter bequem begehbar.

Besonders schön war der Giant Cedars Boardwalk, ein 500 Meter langer Rundweg durch üppig grünen Regenwald, in dem gigantische Zedern und Farne eine fast mystische Atmosphäre schaffen. Der Rock Garden Trail dagegen führte über riesige Felsbrocken – ein ganz anderes, aber nicht weniger faszinierendes Bild.
Unser Highlight im Glacier NP war jedoch die Wanderung auf dem Great Glacier Trail. Vom Illecillewaet Campground aus liefen wir etwa 3,5 Kilometer durch dicht bemoosten Wald, in dem Pilze und Beeren wuchsen. Stets begleitet wurden wir vom Rauschen des eisigen Illecillewaet River, der sich schließlich in einem gewaltigen Wasserfall über die Felswand ins Tal stürzte. Ein echtes Natur-Spektakel! 🤩



Für die Nacht fanden wir an der Waitabit Creek Recreation Site einen traumhaften Stellplatz direkt am Fluss. Kostenfrei, mit Picknicktischen, Feuerstellen und einfacher Ausstattung – ein Platz, an dem man gut und gerne länger bleiben könnte.

Kleine Panne, großes Glück
Allerdings machte uns unser Van erneut Sorgen… Beim Starten, vor allem bei Kälte und Nässe, lief der Motor extrem unruhig, qualmte stark und war ungewöhnlich laut. Das Diagnosegerät zeigte den Fehlercode P0380 – Glow Plug/Heater Circuit A. Eindeutig ein Fall für die Werkstatt. 😲

In Golden fanden wir eine Truck-Werkstatt, die schon vielen Reisenden weitergeholfen hatte. Ein Mechaniker nahm sich Tags darauf direkt Zeit und prüfte die Glühkerzen, konnte den Fehler aber nicht eindeutig lokalisieren. Er vermutete, dass dieser vom Steuergerät verursacht wurde – ein Ersatzteil, das es in Kanada für unseren Renault nicht gibt. Zum Glück konnte Simon das Teil direkt online in Deutschland bestellen. Und noch mehr Glück: ein Bekannter war gerade auf dem Weg in die Schweiz und würde uns das Päckchen in wenigen Tagen mit nach Banff bringen können. Manchmal spielt das Leben wunderbar mit. ♥️

Bis dahin ließen wir es etwas ruhiger angehen und besuchten die Wapta Falls im Yoho National Park. Der Park ist bekannt für seine zerklüfteten Berge, Wasserfälle und smaragdgrünen Seen. Die Wanderung zu den Wapta Falls war zwar etwas eintönig, aber der Anblick des breiten, tosend herabstürzenden Wasserfalls entschädigte für vieles. Ganz in der Nähe fanden wir außerdem einen großartigen Stellplatz am Ufer des Kicking Horse River – umgeben von Bergen und nur das Rauschen des Flusses als Begleitung. 👍🏻



Smaragdgrüne Seen und spektakuläre Wasserfälle
Am nächsten Tag stand der Emerald Lake auf der Liste. Und der Name ist Programm: das Wasser leuchtet tatsächlich smaragdgrün und wirkt fast unwirklich schön. Wir waren froh, sehr früh dort gewesen zu sein, denn nach unserer 5 Kilometer langen Umrundung des Sees reichte die Schlange an parkenden Autos schon weit die Straße hinunter.



Auf dem Rückweg machten wir Halt bei der Natural Bridge, einer vom Fluss geschaffenen Steinbrücke über den Kicking Horse River, und fuhren anschließend weiter zu den Takakkaw Falls, dem zweithöchsten Wasserfall Kanadas mit einer Höhe von 254 Metern. Die Anfahrt über die Yoho Valley Road war für lange Wohnmobile eine echte Herausforderung, doch für unseren Van noch gut machbar. 😮💨


Der Anblick des Wasserfalls war gigantisch – doch fast wären wir beim Versuch, einen passenden Platz für unsere Kaffeepause zu finden, im Schotter steckengeblieben. Zum Glück gelang es uns nach einigem Hin und Her, das Fahrzeug wieder auf festen Boden zu bekommen. 🙈
Banff – Begegnungen und schöne Ausblicke
Nach einer Nacht auf dem Overflow-Parking in der Nähe von Lake Louise machten wir uns auf den Weg nach Banff. Schon mittags war der große Parkplatz im Ort völlig überfüllt, aber wir hatten Glück und ergatterten die letzte Lücke. Hier trafen wir erneut Irene die nicht nur unsere drei Pakete mitgebracht hatte, sondern uns mit einer weiteren Überraschung beschenkte: Freikarten für den Sessellift auf den Mount Norquay. 😍

Von oben bot sich ein sensationeller Ausblick auf Banff, den Bow River und die umliegenden Berge. Dazu gab es im Cliffhouse Bistro noch ein feines Essen – Mini-Croissants mit Brie, Avocado und Räucherlachs. Ein unvergesslicher Tag, den wir mal wieder Irene zu verdanken haben.



Auf dem Rückweg fuhren wir über den weniger befahrenen Highway 1A – und tatsächlich, kurz vor Lake Louise sahen wir am Straßenrand einen kleinen Schwarzbären, der sich über Beerensträucher hermachte. Ein gelungener Abschluss für diesen perfekten Tag. 🥰

Zwischen Wellness und Touristenströmen
Am nächsten Morgen brachen wir früh zum Lake Louise auf – doch selbst um kurz vor 7 Uhr morgens waren schon alle Parkplätze am See belegt. 😲 Da wir keine Lust auf den überfüllten Shuttle-Bus hatten, entschieden wir uns spontan für einen Wellnesstag im Lake Louise Inn. Für gerade einmal 5,25 C$ pro Person nutzten wir Pool, Jacuzzis und Duschen – ein perfekter Kontrast zu den letzten Tagen. Sogar eine Laundry gab es hier, sodass wir gleich auch noch unsere Wäsche erledigen konnten. ✅


Ob wir am nächsten Tag dann doch noch den Lake Louise zu sehen bekamen – und ob wir eines der raren Tickets für den sagenumwobenen Moraine Lake ergattern konnten – davon erzählen wir im nächsten Beitrag. Also unbedingt wieder reinschauen – und bis dahin gerne schon auf YouTube und Instagram vorbeischauen! 😉
