NEW BLOG POST (11.-20.05.2025) 🇺🇸 Vom Lake Tahoe zum Zion Nationalpark 

Unsere Route

Nach vier erlebnisreichen Tagen in San Francisco zog es uns wieder in die Natur – diesmal hoch hinauf in die Berge: Der wunderschöne Lake Tahoe auf knapp 2.000 Metern Höhe war unser nächstes Ziel. Von dort ging es weiter durch das abgelegene Great Basin entlang der loneliest road in America, dem Highway 50, und schließlich bis zum berühmten Zion Nationalpark im Bundesstaat Utah. 🇺🇸🚐💨


Highlights & Erlebnisse

Lake Tahoe – türkis, klar & eiskalt schön

Der größte Alpensee Nordamerikas ist ein Naturjuwel par excellence: über 500 km² groß, bis zu 500 Meter tief und umrahmt von schneebedeckten Bergen. Die Staatsgrenze zwischen Kalifornien und Nevada verläuft direkt durch den See – was ein Blick auf die Karte schnell verrät. In Truckee, einem kleinen Bergstädtchen mit Western-Charme, machten wir Halt, bevor wir weiter zum Ostufer fuhren.

Blick auf den Donner Lake – kurz vor Lake Tahoe

Dort trafen wir uns bei Sonnenschein und Seepanorama spontan mit Ann-Carolin und Joachim, die wir zufällig wiedertrafen – zuletzt hatten wir sie vor Wochen kurz bei Flagstaff gesehen.


Lake Tahoe Tipp: Am Memorial Point parken und dann den East Shore Trail entlanglaufen oder radeln. So spart man sich die $10 Parkgebühr am Sand Harbour. Die Farben des Wassers? Fast schon surreal schön: Türkis, Blau, glasklar – Sehnatur in Perfektion! 🌟

Highway 50 – Der einsamste Highway Amerikas

Die folgende Etappe führte uns über 900 km von Carson City durch fast menschenleeres Land nach Utah. Der sagenumwobene Pony Express – eine historische Reitpostverbindung aus dem 19. Jahrhundert – verlief einst genau hier entlang. Die Route führte uns über Fallon, Austin, Ely und den Highway 93 nach Hurricane, kurz vor dem Zion Nationalpark. Unterwegs fielen uns die unendliche Weite, lange Geradeausfahrten und die fast schon surreal wirkende Leere besonders auf – Europa wirkt dagegen wie eine große Siedlung! 🙈


Zion Nationalpark – Zu viele Menschen, zu wenig Magie

Die Hoffnung auf einen entspannten Wandertag inmitten beeindruckender Natur zerschlug sich bereits früh am nächsten Morgen. Da uns andere Reisende am Vorabend vorgewarnt hatten, dass die Parkplätze im Zion Nationalpark bereits um sieben Uhr voll sein würden, klingelte unser Wecker schon um sechs Uhr in der Früh. Noch im Halbschlaf sprangen wir in unsere Klamotten und machten uns auf die rund 25 Kilometer lange Fahrt zum Visitor Center. Die Schranken am Eingang waren um diese Uhrzeit noch unbesetzt – kein Problem für uns, denn dank unseres America the Beautiful-Passes durften wir ohnehin kostenlos hinein.

Anfangs war auf dem Parkplatz noch wenig los. Wir richteten uns in aller Ruhe, frühstückten ein schnelles Müsli mit Kaffee und packten unsere Brotzeit für den Tag. Doch währenddessen füllte sich der Platz merklich und es war klar: Hier wird es voll. 😳

Der Parkplatz füllte sich in Rekordgeschwindigkeit…

Und dann das: Direkt neben uns parkte ein belgischer Camper – und wer stieg aus? Die Familie von Waffles World Tour, die wir vor fast einem Jahr zuletzt in Mérida (Mexiko) am Strand getroffen hatten! 😀 Ein völlig unerwartetes, aber wunderschönes Wiedersehen, auch wenn die Zeit nur für ein kurzes Gespräch reichte. Wir hatten heute schließlich eine vermeintliche Ganztagestour vor uns.

Kurzes Wiedersehen mit Waffles World Tour

Vom Visitor Center nahmen wir den kostenlosen Shuttlebus bis zur Haltestelle The Grotto. Von hier aus starteten wir unsere Wanderung auf dem West Rim Trail hinauf zum Scout Lookout – rund 300 Höhenmeter, verteilt auf ca. 3 Kilometer. Der Weg war bestens ausgebaut, teilweise sogar asphaltiert, aber leider trotz der frühen Stunde schon gnadenlos überlaufen. Ständig überholte man andere oder musste zur Seite treten. Entspanntes Wandern sieht anders aus!

Nach ziemlich genau einer Stunde erreichten wir den Aussichtspunkt. Von hier startet der berüchtigte Angels Landing Trail, der nur mit vorheriger Permit betreten werden darf. Die schmale Felsspitze, links und rechts geht es hunderte Meter in die Tiefe, ist nur über ein Kettensystem zugänglich – definitiv nichts für schwache Nerven. Eine Genehmigung hatten wir sowieso nicht, und ehrlich gesagt: Beim Anblick der Menschenmassen war ich nicht einmal traurig darüber.

Scout Lookout – für meinen Geschmack viel zu voll 😣
Alle wollen den schmalen Grat hinauf:
Anstehen beim Angels Landing Trail

Stattdessen folgten wir noch ein Stück weiter dem West Rim Trail, der sich insgesamt über etwa 30 Kilometer bis tief in den Canyon hineinzieht (oder sogar zum anderen Ende führt – genaue Strecke bitte nachschlagen). Und siehe da: Kaum ließen wir den Hotspot Angels Landing hinter uns, kehrte plötzlich Ruhe ein. Vögel zwitscherten, der Wind rauschte leise durch die Bäume, und wir hatten die beeindruckende Kulisse fast für uns allein. ✨

Auf einem kleinen Felsvorsprung machten wir Pause – zweites Frühstück mit Aussicht auf die in der Sonne glühenden roten Wände. Genau das hatten wir uns vom Zion erhofft. Nicht Spektakel, sondern Stille.

Zurück am Ausgangspunkt stellten wir fest: Wir hatten noch genug Kraft und Zeit übrig, dass wir spontan auch noch den Abstecher zu den Emerald Pools wagten. Leider war auch das ein Reinfall – wortwörtlich. Von den „Wasserfällen“ tröpfelte ein müdes Rinnsal in ein paar schlammige Pfützen. Den mittleren und oberen Pool ließen wir daher direkt links liegen.

Wir beschlossen, auf der anderen Flussseite Richtung Zion Lodge zurückzulaufen – bis wir plötzlich vor einer gesperrten Brücke standen. Also nochmal zwei Meilen Umweg bis zur nächsten Shuttle-Haltestelle. Immerhin: Der Weg schlängelte sich am Virgin River entlang, und zur Belohnung fanden wir sogar eine natürliche Brücke – ein umgestürzter Baumstamm führte über das Wasser. Abenteuerlich und ganz nach unserem Geschmack! 😛

Fazit? Der Zion Nationalpark war für uns landschaftlich definitiv schön – keine Frage. Aber die Masse an Menschen und der Hype, der ihn umgibt, haben es schwer gemacht, wirklich einzutauchen. Vielleicht hatten wir einfach zu viel erwartet. Vielleicht war es nicht der richtige Tag. Oder vielleicht sind wir mittlerweile einfach ein bisschen verwöhnt, was Naturerlebnisse angeht…

Was uns aber nachhaltig begeisterte: die Fahrt auf der Scenic Route 9 von Springdale nach Kanab – durch spektakuläre rote Felslandschaften. 🤩

Achtung: Der Tunnel entlang dieser Route ist für große Fahrzeuge kostenpflichtig oder gar nicht passierbar. Unser Van passte problemlos durch – aber mit Expeditionsmobil oder Wohnanhänger wird’s eng!


Persönliches PS

So schön der Zion auch landschaftlich war – die Reizüberflutung durch Menschenmassen nimmt gerade in bekannten US-Nationalparks eine neue Dimension an. Ein wenig Wehmut macht sich breit, wenn man daran denkt, wie diese Orte wohl ohne all die Touristenströme wirken würden. Aber wir bleiben optimistisch und freuen uns auf das, was nun vor uns liegt…


Ausblick

Für uns geht’s weiter Richtung Page – mit dem weltberühmten Horseshoe Bend des Colorado River und dem sagenhaften Antelope Canyon. Hoffentlich nicht ganz so überlaufen, denn: In den USA steht am 26. Mai der Memorial Day an – ein nationaler Feiertag, bei dem viele ein verlängertes Wochenende nutzen, um zu verreisen. Drückt uns die Daumen, dass wir noch einen ruhigen Moment erwischen. Mehr dazu im nächsten Blogbeitrag!

NEW BLOG POST (07.-10.05.2025) 🇺🇸 San Francisco

Zwischen Union Square, Cable Cars, Golden Gate Bridge & Hippie-Vibes

Eigentlich stand San Francisco gar nicht mehr auf unserer Liste. Nicht etwa, weil uns die Stadt nicht reizte – ganz im Gegenteil! Aber in den letzten Wochen hatten wir von anderen Reisenden und Einheimischen immer wieder dieselbe Warnung gehört: Diebstähle und Autoeinbrüche, besonders in Wohnmobile, gehören hier fast schon zum Alltag. Das Risiko, mit unserem Van direkt in die Stadt zu fahren, war uns schlichtweg zu hoch. 😨

Wäre es also nicht der glückliche Zufall gewesen, dass meine Verwandten Reinhard und Kay (siehe vorheriger Blog Post) direkt vor den Toren der Stadt wohnen, hätten wir San Francisco vermutlich schweren Herzens ausgelassen. Doch so konnten wir unseren Van sicher bei ihnen stehen lassen – und unsere Erkundung der Stadt trotzdem starten.

Und als hätte das Universum noch einen weiteren Joker für uns parat gehabt: Nur wenige Tage zuvor hatten wir uns über TrustedHousesitters auf ein neues House-Sitting beworben – und prompt die Zusage erhalten! Nach unserem ersten Einsatz in Mexico City, wo wir rund zweieinhalb Wochen auf den kleinen Mischlingshund Nugget aufgepasst und in der Wohnung seiner Besitzer gewohnt hatten, war dies nun unsere zweite House-Sitting-Erfahrung – diesmal allerdings in San Francisco!


House-Sitting mit Aussicht

Fiona und ihr Mann Marc wohnen im Stadtteil Presidio, ganz in der Nähe des Baker Beach, in einem wunderschönen, vierstöckigen Haus mit Blick aufs Grün und Meer – besser hätten wir es uns kaum vorstellen können. 🌟 Vier Tage, von Mittwoch bis Samstag, durften wir es uns hier gemütlich machen, auf ihr Haus achten sowie auf ihren gemütlichen Hund Quincy und Katze Ambrose aufpassen und nebenbei in aller Ruhe San Francisco entdecken – ganz ohne Parkplatzsorgen, Einbruchsrisiko oder Hektik.

Kay war so lieb, uns schon am Dienstagnachmittag zur Larkspur-Ferry zu fahren, um uns teure Uber-Kosten zu ersparen. Und weil Fiona und Marc am Mittwoch bereits früh zum Flughafen mussten, reisten wir schon am Dienstagabend zum Kennenlernen an.

San Francisco Ferry Terminal

Die Fahrt mit der Fähre dauerte rund 35 Minuten – und der Kapitän stoppte sogar kurz, weil rechts Wale gesichtet wurden (leider zu spät für uns). Am Ferry Terminal angekommen, fuhren wir mit dem Bus einmal quer durch die Stadt nach Presidio. Dort wurden wir freundlich empfangen: Fiona hatte uns sogar ein Abendessen gekocht, und Marc organisierte anschließend spontan eine Testfahrt mit Waymo, einem selbstfahrenden Taxi ohne Fahrer am Steuer – surreal, aber sicher und beeindruckend!

Komplett KI 🤖 gesteuerte Autos

Das Haus selbst? Ein vierstöckiger Traum mit Meerblick. Vom vierten Stock aus konnten wir direkt auf den Baker Beach und die Golden Gate Bridge blicken. Und als wäre das noch nicht genug, wartete im Garten ein Whirlpool auf uns. Großstadtfeeling deluxe! 🤩

Unser Zimmer samt Bad
Wohnzimmer mit Gas-Kamin
Riesige Küche
Essbereich
Blick aus dem vierten Stock 🤩

Unser Reiseguide für 3 erlebnisreiche Tage in der Stadt der Hügel

Tag 1 – Downtown, Chinatown & Coit Tower

Wir starteten mit der Buslinie 1, fuhren nach Japan Town (klein und unspektakulär), dann weiter Richtung Union Square. Dort erwarteten uns glänzende Hochhäuser, gepflegte Parks und saubere Straßen – aber auch ein eher steriles Stadtbild.

Downtown San Francisco
Häuser mit Feuertreppen

Weiter ging’s durch Chinatown. Unser Tipp: nicht nur über das bekannte Dragon Gate schlendern, sondern auch die Parallelstraßen erkunden! Hier gibt’s authentische Läden, asiatische Lebensmittel und echtes Leben.

China Town mit Cable Car

Zu Fuß ging es weiter hinauf zum Coit Tower – bei Sonne und steilen Straßen eine echte Herausforderung, aber der Ausblick auf die Golden Gate Bridge, Alcatraz und die silberne Bay Bridge entschädigt für alles.

Coit Tower
Lohnende Aussicht

Kurzinfo:

Golden Gate Bridge: 2,7 km lang, 1937 eröffnet, oft von Nebel umhüllt.

Alcatraz: Früher ein berüchtigtes Hochsicherheitsgefängnis. Drei Häftlinge flohen 1962 – ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt.


Tag 2 – Sightseeing mit E-Scooter entlang der Küste

Am nächsten Tag starteten wir vom Haus aus mit unserem neuen E-Scooter über den El Camino del Mar in Richtung Golden Gate Bridge. Sie war noch leicht im Nebel, was aber für eine mystische Stimmung sorgte. Entlang Crissy Field – einem früheren Militärflughafen – fuhren wir weiter bis zur Fisherman’s Wharf. Hier roch es herrlich nach Fisch, aber wir zogen weiter zum Pier 39. Dort sonnten sich Unmengen von Seelöwen auf hölzernen Pontons – ein echter Spaß zuzusehen! 🦭

Alcatraz

Auf dem Rückweg hielten wir an der Lombard Street mit ihren steilen Kurven und Blumenrabatten – ein echter aber schwer zu fotografierender Instagram-Spot! Wieder zu Hause drehten wir eine sehr gemächliche Gassirunde mit dem immerhin schon 11 Jahre alten Rüden Quincy und dann war Entspannung im hauseigenen Whirlpool im Garten angesagt. 🥰

Lombard Street

Tag 3 – Küstenpfade, Kontrastprogramm & ein perfekter Ausklang

Unser dritter Tag in San Francisco begann mit einem traumhaften Spaziergang entlang des Coastal Trails. Der Weg führt vier Kilometer lang durch schattige Wälder und entlang steiler Felsklippen mit herrlichem Blick auf den Baker Beach, China Beach und – an diesem Morgen noch leicht in Wolken gehüllt – die legendäre Golden Gate Bridge.

Coastal Trail mit Blick auf die zwei Strände
Baker Beach

Tipp: Wir würden empfehlen, die Strecke in umgekehrter Richtung zu laufen – also von Lands End Richtung Presidio. So hat man die berühmte Brücke immer im Blick und läuft ihr entgegen. Idealerweise am Nachmittag, wenn sich die Nebelschwaden verzogen haben. ☀️

Anschließend fuhren wir mit dem Bus zum Golden Gate Park, der mit rund 5 km Länge sogar größer als der Central Park in New York ist. Neben grünen Spazierwegen und Fahrradrouten gibt’s hier auch kostenpflichtige Gärten wie den Botanischen Garten und den Japanischen Teegarten – wunderschön angelegt! Außerdem lohnen sich ein Blick in die vielen Museen wie das moderne de Young Museum oder das California Academy of Sciences samt Aquarium, Planetarium und Regenwaldkuppel.

Rosengarten im Golden Gate Park
De Yong Museum

Für den Nachmittag stand dann ein kleiner Zeitsprung auf dem Programm: Haight-Ashbury, das ehemalige Hippie-Viertel, wo 1967 der Summer of Love begann. Heute sind dort noch ein paar wenige Retro-Shops und Second-Hand-Läden zu finden – für uns allerdings eher ein kurzer Abstecher als ein lohnendes Highlight.

Haight-Ashbury

Dafür war der Abschluss umso schöner: Alamo Square Park – ein grünes Fleckchen mitten in der Stadt, ideal für ein Picknick mit Panoramablick. Von hier schaut man direkt auf die berühmten Painted Ladies – eine Reihe bunter viktorianischer Häuser – und dahinter auf die moderne Skyline von Downtown. Ein perfekter Spot für ein letztes Erinnerungsfoto! 📸

Die „Painted Ladies“
Im Hintergrund die moderne Skyline

Unsere Sightseeing-Tipps auf einen Blick

Golden Gate Bridge: Am besten am Nachmittag oder Abend besuchen – dann ist sie meist wolkenfrei. Wer sportlich unterwegs ist, kann sie auch mit dem Fahrrad überqueren.

Lombard Street: Die kurvigste Straße der Welt – ein Fotomagnet!

Fisherman’s Wharf & Pier 39: Sehr touristisch, aber mit Seelöwen-Garantie.

Coit Tower: Schöner Aussichtspunkt auf dem Telegraph Hill.

Alcatraz: Die ehemalige Gefängnisinsel ist heute ein beliebtes Ausflugsziel – Tickets besser im Voraus buchen!


Restaurant & Essens-Tipps 

Julie’s Kitchen (Nähe Union Square): Asiatisches Mittagsbuffet, lecker, aber nicht günstig. 11 $ pro Pound, auch fertige Gerichte erhältlich.

Too Good To Go App: In San Francisco mehr als nur Lebensmittel retten! Unser Abendessen kam aus einem mediterranen Bistro – lecker, sättigend und ein echtes Schnäppchen.

Boudin Bakery: Die älteste Bäckerei San Franciscos – berühmt für ihr Sauerteigbrot. Hier gibt’s auch frische Sandwiches, Salate und knusprige Baguettes. Eine tolle Option für ein schnelles Mittagessen oder ein Proviant fürs Picknick.

Clam Chowder im Brotteig: Diese cremige Krabbensuppe ist ein lokaler Klassiker und wird traditionell in einem ausgehöhlten Sauerteigbrot serviert. Besonders lecker und touristisch aber gut an der Fisherman’s Wharf.


Öffentlicher Nahverkehr & Fortbewegung

In San Francisco kommt man überraschend gut ohne Auto aus – zumindest, wenn man sich an die Regeln hält und ein bisschen Geduld mitbringt.

Clipper Card: Das digitale Ticket für Bus, Bahn & Fähre 🎫

Die Clipper Card ist das zentrale Zahlungsmittel für viele öffentliche Verkehrsmittel in der Bay Area, darunter Muni-Busse, Cable Cars, BART und Fähren. Sie kann entweder als physische Karte an Automaten (erhältlich z. B. a den Fährterminals) oder digital, z.B. über das Apple Wallet, genutzt werden. Aufladungen sind per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay möglich.

Wichtig: Die Clipper Card ist personengebunden – pro Person wird eine eigene Karte oder ein eigenes digitales Wallet benötigt. Es ist nicht möglich, mit einer Karte die Fahrten mehrerer Personen gleichzeitig zu bezahlen!

Bei Nutzung der Fähren muss die Clipper Card direkt am Terminal, bevor man an Bord geht, entwertet werden – nicht a den Ticketautomaten! Dafür spart man sich, bei Bezahlung der Fähre mit der Clipper Card, 5 USD im Vergleich zum regulär am Automaten erworbenen Ticket.

MuniMobile-App: Tickets für Busse & Straßenbahnen 🎟️

Die MuniMobile-App ermöglicht den Kauf von Einzelfahrten oder Tagestickets für Muni-Busse und -Straßenbahnen. Die Bezahlung erfolgt unkompliziert per Kreditkarte, PayPal, Google Pay oder Apple Pay. Die Tickets können direkt in der App erworben und beim Fahrer vorgezeigt werden.

Ein 24-Stunden-Tagesticket kostet 5,50 USD. 

Bitte beachten: Fahrten mit dem Cable Car sind nicht im Tagesticket enthalten und kosten separat 8 USD pro Fahrt.

Hop-on-Hop-off-Busse: Big Bus Tours 🚌

Für einen umfassenden Überblick über San Francisco bietet sich eine Stadtrundfahrt mit den offenen Doppeldeckerbussen von Big Bus Tours an. Die Busse halten an über 15 Sehenswürdigkeiten, darunter Union Square, Fisherman’s Wharf, Golden Gate Bridge und Chinatown.  

Tickets gibt’s online oder z. B. an der Fisherman’s Wharf, Preise starten bei etwa 60 USD pro Tag.

Leihfahrräder & E-Scooter 🚲

In der ganzen Stadt findet man Citybike-Stationen, u. a. von Lyft. Die Buchung funktioniert über die App – Preise variieren je nach Zeit und Anbieter.

Achtung: San Francisco ist sehr hügelig, wer kein E-Bike nimmt, sollte gute Waden mitbringen!

Alternativ bieten sich E-Scooter von Lime (via Uber-App) an, um die Hügel leichter zu bewältigen. Unser InMotion Climber passte perfekt ins Gepäck und bewältigte sogar die steilsten Straßen, samt 29 km Reichweite – wohlgemerkt zu zweit! 🛴

Google Maps 🗺️

Top für die Routenplanung. Zeigt Linien, Umstiege und Zeiten der öffentlichen Verkehrsmittel zuverlässig an – eine gute Alternative zu fehlenden Netzplänen.

Sightseeing zu Fuß 👣

Für viele Strecken – vor allem rund um Presidio, Marina und Downtown – lohnt sich der Weg zu Fuß. Besonders entlang der Küste ein echtes Erlebnis!


Wetter 🌤️

San Francisco ist bekannt für seine eigenen Wetterregeln: Während es in einem Stadtteil sonnig ist, hängt in einem anderen noch der Nebel. Im Frühling und Frühsommer sind frische Temperaturen und Nebelschwaden keine Seltenheit – vor allem morgens. Zwiebelprinzip ist daher selbst im Sommer Pflicht!


Fazit 📝

Was uns am meisten überrascht hat: San Francisco ist ganz anders als andere Großstädte. Kalt, hügelig, charmant – mit einem Hauch britischer Zurückhaltung. Und trotz aller Vorbehalte wegen Sicherheit und Kriminalität haben wir uns – nicht nur in unserem Zuhause auf Zeit – absolut wohlgefühlt. Vielleicht lag’s an unserem Hund Quincy. Vielleicht am Whirlpool. Oder einfach am Glück des richtigen Zufalls.


PS: Wir stecken gerade mitten im Abenteuer – da bleibt manchmal schlicht nicht genug Zeit, um alle Fotos auch hier im Blog hochzuladen. Dafür gibt’s aber regelmäßig Updates und jede Menge Eindrücke auf unserem Instagram oder YouTube Kanal. Schaut also gerne mal dort vorbei – und vergesst nicht, uns zu abonnieren! Im Story-Archiv könnt ihr übrigens alles auch nachträglich noch anschauen. 😉

Hier geht’s zum dazugehörigen YouTube Video! 👆

NEW BLOG POST (01.-06.05.2025) 🇺🇸 Mit dem Van durch Kaliforniens Hinterland

Von Goldgräberromantik & Kleinstadtflair

Nach einer ruhigen Nacht etwas außerhalb des Yosemite Nationalparks, mit bester Aussicht auf das Don Pedro Reservoir und den aufgestauten Tuolumne River, ging es für uns weiter in Richtung Kaliforniens geschichtsträchtiges Hinterland – dorthin, wo einst die Goldsucher mit Schaufel und Hoffnung unterwegs waren.

Stellplatz mit Aussicht 👌🏻

Unser erster Stopp: das verschlafene, aber unglaublich charmante Jamestown. Der kleine Ort mit seinen liebevoll restaurierten Häusern aus dem 19. Jahrhundert versprühte pures Western-Feeling. Überall sah man Spuren der Goldrauschzeit – besonders schön anzusehen waren die viktorianischen Holzfassaden, die wie gemacht schienen für einen Hollywood-Dreh.

Nur wenige Meilen weiter: Columbia, heute ein lebendiges Museumsdorf. Hier erwacht der Wilde Westen noch einmal zum Leben. Kinder können sich als Nachwuchs-Goldgräber versuchen und das kleine Postamt ist originalgetreu hergerichtet – samt davor parkender Postkutsche. Auf dieser können Besucher eine Runde durch den beschaulichen Ort drehen und die Fassaden der Gebäude hätten neuerdings ohne Weiteres als Filmkulisse herhalten können aber wer weiß – vielleicht haben sie das sogar schon…

Den Abstecher nach Murphys hätten wir uns ebenfalls nicht besser ausmalen können. Dieser Ort entsprach zu 100 % unserer Vorstellung einer typischen amerikanischen Kleinstadt: individuelle Häuschen mit Holzfassade sowie umlaufenden Veranden, gepflegte Vorgärten, alles hübsch in Schuss. Besonders ins Auge fielen uns die zahlreichen kleinen Winerys, die zum Probieren einluden – hier wird Wein noch regional und mit viel Leidenschaft produziert.

Am Abend wurden wir dann sogar noch mit einem kleinen Konzert im Pavillon des örtlichen Parks überrascht – direkt am Bach gelegen, mit Blick ins Grüne und begleitet von charmanten Blasmusik-Klängen. Ein absoluter Wohlfühlmoment! Nur ein paar Schritte oberhalb lag die örtliche Bibliothek, in der es nicht nur schnelles, kostenfreies WLAN gab – perfekt für den nächsten Video-Upload – sondern obendrein auch einen ruhigen Parkplatz, der sich als idealer Übernachtungsplatz entpuppte.

Ein Hauch Heimat in der Ferne – Familienbesuch bei San Francisco

Am nächsten Morgen zog es uns ans Meer. Unser Ziel: der McNears Beach County Park im Marin County. Dort verbrachten wir einen herrlich entspannten Nachmittag direkt an der Bucht – endlich mal wieder den Blick über den Ozean schweifen lassen, einfach in der Sonne liegen, aufs Meer hinausblicken. Und als kleines Highlight: eine heiße Dusche! Und das sogar völlig kostenfrei – für uns Vanreisende fast schon Luxus.

Frisch geduscht machten wir uns auf den Weg zu einem ganz besonderen Treffen: In San Anselmo / San Rafael, etwa 30 Kilometer nördlich von San Francisco, lebt Reinhard, der Cousin meines Vaters, zusammen mit seiner Frau Kay. Seine Eltern waren um 1950 von Deutschland in die USA ausgewandert – den damals zweijährigen Reinhard bereits im Gepäck. Für mich war es das erste persönliche Aufeinandertreffen mit den beiden – und ich war natürlich super neugierig auf unsere gemeinsame Familiengeschichte.

Was uns sofort auffiel: Die beiden sind mit Mitte 70 fitter als wir! 😳 Schwimmen dreimal pro Woche, Tennis, Radfahren, Wandern – sie sind ständig unterwegs und dabei so aktiv und lebensfroh, dass man gar nicht anders kann, als sich davon anstecken zu lassen. Viel Zeit hatten sie für uns deswegen nicht – aber das war auch völlig in Ordnung.

Wir parkten unseren Van ganz unkompliziert in ihrer Einfahrt, standen ruhig und sicher direkt vor dem Haus und nutzten die Gelegenheit, um uns mal wieder in Ruhe zu sortieren, Daten zu sichern und ganz simpel: durchzuatmen.

Ganz besonders wichtig war uns außerdem: Endlich bekamen wir unsere neuen Kreditkarten! Nach dem Vorfall in Las Vegas hatten meine Eltern sie nach San Rafael schicken lassen – und so waren wir jetzt wieder zahlungsfähig, was sich auf Reisen einfach beruhigender anfühlt. 😮‍💨

Zweimal wurden wir sogar abends von den beiden bekocht – ein schönes, familiäres Gefühl, das auf so einer Langzeitreise nicht selbstverständlich ist. Und natürlich wurde viel erzählt, gefragt und gelacht. Ein überraschendes Heimatgefühl – mitten in Kalifornien. 💖

Kommende Woche geht es für uns von hier aus weiter nach San Francisco – schaut also unbedingt wieder in die Blog-Beiträge rein! 😉

NEW BLOG POST (28.-30.04.2025) 🇺🇸 Yosemite Nationalpark

Drei Tage, viele Wasserfälle und jede Menge Wow-Momente 🤩

Route & Wetter

Drei Tage vor unserer Ankunft hatte es im Yosemite noch geschneit – bei unserer Fahrt über die Wawona Road regnete es zwar noch leicht, doch pünktlich zu unserem Aufenthalt begrüßte uns der Nationalpark mit Sonne, blauem Himmel und perfekten 15 Grad: ideales Wanderwetter! Der Einstieg ins Yosemite Valley war schon ein echtes Highlight. Vom berühmten Tunnel View blickten wir auf El Capitan, den Half Dome und den mächtig donnernden Bridalveil Fall. Die Gischt dieses Wasserfalls war so heftig, dass wir nicht einmal ganz bis zum Viewpoint laufen konnten – also genossen wir den Anblick eben mit einem Müslilöffel in der Hand vom sicheren Abstand aus.

Links El Capitan, rechts Bridalveil Fall, Mitte Half Dome

Tag 1: Höhenmeter und jede Menge Wasserfälle

Weiter ging es zum Parkplatz an der Swinging Bridge – hier überquerten wir den Merced River und starteten unsere erste Wanderung: hinauf zum Columbia Rock Viewpoint.

Strecke: ca. 5,6 km (hin und zurück) Höhenmeter: ca. 365 m Zeit: ca. 2,5 Stunden

Der Weg führte über unzählige Serpentinen stetig bergauf – oben angekommen hatten wir einen Wahnsinns-Ausblick aufs Tal und auf den gegenüberliegenden Upper Yosemite Fall, der uns schon von Weitem beeindruckt hatte. Weiter oben lag der erste Aussichtspunkt direkt am Wasserfall – atemberaubend! Von hier ging es wieder bergab und zurück zum Van.

Upper Yosemite Fall
Yosemite Valley
Half Dome

Am Nachmittag spazierten wir noch über den Cooks Meadow Trail (ca. 1,6 km) mit Blick auf die Yosemite Chapel – ein historisches Holzkirchlein aus dem Jahr 1879 – und gelangten anschließend zum Lower Yosemite Fall Trail. Hier rauscht der Wasserfall in zwei mächtigen Kaskaden ins Tal – einfach nur spektakulär!

Lower Yosemite Fall
Upper and Lower Yosemite Fall

Am Abend steuerten wir unseren reservierten Stellplatz auf dem North Pines Campground an – direkt am Flussufer mit Blick auf die rauschenden Wasserfälle. Für 36 $ pro Nacht bekommt man Toiletten, Spülmöglichkeiten, bärensichere Mülleimer und Essensboxen – und die einmalige Lage mitten im Park. Achtung: Von Mai bis September sollte man unbedingt vorab reservieren – Plätze sind schnell vergriffen!

Tag 2: Ein Spiegelsee & Wasserfälle zum Anfassen

Früh am nächsten Morgen zogen wir direkt los – diesmal zum Mirror Lake.

Strecke: ca. 3,2 km Rundweg – kaum Höhenmeter

Auf dem ruhigen Wasser spiegelten sich die umliegenden Bäume und Felsen – ein absolut magischer Moment! 💫 Danach frühstückten wir mit Blick auf die Wasserfälle, checkten aus und stellten unseren Van auf dem großen Parkplatz beim Curry Village ab.

Von hier fuhren wir mit dem kostenfreien Shuttlebus (verkehrt regelmäßig wie am Grand Canyon) zum Startpunkt des berühmten Mist Trail, der gemeinsam mit dem John Muir Trail beginnt.

Unsere Wander-Route:

Vernal Fall Footbridge: 2,4 km hin und zurück, ca. 120 Höhenmeter weiter zum Vernal Fall: ca. 4 km hin und zurück, ca. 300 Höhenmeter Zeitaufwand insgesamt: ca. 2,5–3 Stunden

Zuerst ging es auf asphaltierten Wegen entlang des Flusses, später über nasse Natursteinstufen bis direkt zum rauschenden Wasserfall. Der Sprühnebel erzeugte einen fantastischen Regenbogen – und nur ein paar nasse Ärmel.

Eigentlich wollten wir weiter zum Nevada Fall, entschieden uns aber gegen den steileren Anstieg, da wir noch eine kostenfreie, heiße Dusche im Curry Village Pavilion nutzen wollten – eine wahre Wohltat nach der Wanderung!

Abschluss im Ahwahnee Hotel & Fazit

Zum Abschluss unseres Yosemite-Aufenthalts besuchten wir das historische Ahwahnee Hotel aus dem Jahr 1927. Schon die Fassade aus Holz und Stein ist eindrucksvoll – drinnen beeindruckten uns hohe Decken und viel Naturmaterial. Wer möchte, kann hier stilvoll essen (Buffet Dinner für 63 $ p.P.) oder einfach einen Drink an der Bar genießen. Wir beließen es beim Rundgang und traten am späten Nachmittag unsere Weiterreise an.

Unser Fazit:

Ein dritter Tag wäre definitiv sinnvoll gewesen – das Tal ist riesig und hat weit mehr zu bieten als die klassischen Highlights. Im Frühling sind manche Straßen – wie der Tioga Pass und die Glacier Point Road – noch gesperrt (Stand Ende April), was man bei der Planung bedenken sollte. Infos zu Routen und Öffnungszeiten findet man zuverlässig in der kostenlosen NPS App – ein echtes Must-have für USA-Reisende! Über die App konnten wir auch direkt den Campingplatz reservieren.

Mehr über unsere Zeit im Yosemite in unserem VLOG!

PS: Da uns auf dieser Reise die Zeit davonläuft, werde ich künftig weniger Fotos direkt im Blog zeigen. Dafür gibt es mehr Storys und Beiträge auf Instagram – diese landen auch im Story-Archiv und sind jederzeit abrufbar. Also gerne abonnieren und regelmäßig vorbeischauen! ♥️

NEW BLOG POST (17.-25.04.2025) 🇺🇸 Death Valley, Sequoia & Highway No. 1

Route & Highlights

Death Valley Nationalpark

Unsere Fahrt ins Tal des Todes begann mit einem gründlichen Wettercheck – zurecht: Temperaturen von über 49 °C sind hier keine Ausnahme, bei Regen verwandeln sich viele Pisten in unbefahrbaren Matsch und gefährliche Sturzfluten lassen mitunter mehr Menschen ertrinken als an Hitze sterben. In den Sommermonaten verbieten einige Miet-Camperfirmen sogar die Durchfahrt durch den Nationalpark. Kein Wunder: Die langen Berg- und Talfahrten bei laufender Klimaanlage bringen selbst moderne Fahrzeuge an ihre Grenzen.

Unser Tipp: immer ausreichend Trinkwasser und Benzin dabeihaben, Wanderungen spätestens um 10 Uhr beenden – und die Klima im Zweifel lieber mal ausschalten.

Unsere erste Station war Dante’s View. Die enge Straße führte uns in Serpentinen auf rund 1.400 Meter Höhe. Oben wehte ein eisiger Wind, denn wir hatten selbst im Tal nur recht milde 21 Grad vorgefunden – aber die Sicht auf die weißen Salzseen und die bunt schimmernden Berge war absolut überwältigend.

Der Stopp am Zabriskie Point bot zwar eine schöne Aussicht, der angeschlossene Trail war für uns aber eher unspektakulär. Ganz anders der Golden Canyon Trail: Die rund 6,5 km lange Rundwanderung führte durch beeindruckend farbenfrohe Landschaften – ein echtes Highlight!

Ebenfalls sehr zu empfehlen: der Artists Drive, eine Auto-Rundstrecke durch eine fast surreal bunte Bergwelt. Man fährt hier teils über 100 m unter dem Meeresspiegel, vorbei an Felsformationen in Orange, Rosa, Grün und Lila – ein echtes Farbenspiel.

Spätestens am Visitor Center bei Furnace Creek lohnt es sich, Wasser aufzufüllen, zu tanken oder Abwasser loszuwerden.

Auf dem Weg zu den Mesquite Flat Sand Dunes wurden wir dann kurz nervös: Eine heftige Windböe hatte unseren America the Beautiful Nationalpark Pass vom Rückspiegel gerissen – 20 Kilometer später fiel uns das Malheur aber erst auf. Wir fuhren zurück, suchten eine ganze Weile den Parkplatz ab – und fanden ihn tatsächlich zwischen ein paar Büschen wieder. Glück gehabt! Vielleicht also doch besser im Geldbeutel aufbewahren…

Zum Tagesausklang wartete noch ein kleines Naturkino: Die Sanddünen im Abendlicht waren wunderschön – und der Sternenhimmel danach? Atemberaubend. Keine Lichtverschmutzung weit und breit, nur wir und das Universum.

Nach einer anstrengenden Fahrt über knapp 800 Höhenmeter ging es weiter Richtung Panamint Springs, immer mit Blick auf die Temperaturanzeige – denn die Motoren überhitzen hier wie gesagt schneller, als einem lieb ist. 🔥

Zwischenstopp & Weiterfahrt

Über Bakersfield und Porterville, mit zwei Übernachtungen auf Walmart-Parkplätzen, fuhren wir weiter in den Sequoia Nationalpark. Die Strecke führte vorbei an weiten Orangen- und Obstplantagen, zwischen Weinreben und goldgelben Kornfeldern hindurch – Kalifornien wie aus dem Bilderbuch.

Sequoia Nationalpark

Wir nahmen den Weg über das Foothills Visitor Center und schlängelten uns auf kurviger Straße hinauf in die Berge. Während der Fahrt eröffnete sich uns immer wieder eine tolle Sicht auf das Tal und den wild dahinrauschenden Kaweah River.

Ein kurzer, aber schweißtreibender Aufstieg führte uns über 350 Treppenstufen hinauf auf den Moro Rock – von oben hat man einen spektakulären Blick über das gesamte Tal, die Serpentinen und den Flussverlauf.

Zu Fuß ging es weiter zum wohl berühmtesten Baum der Welt: dem General Sherman Tree. Mit 84 Metern Höhe, einem Durchmesser von 11 Metern und einem geschätzten Alter von 2.200 Jahren ist er der größte bekannte Einzelbaum der Erde.

Noch beeindruckender fanden wir allerdings den etwa 4 km langen, ebenen Congress Trail, der durch einen Wald aus uralten Mammutbäumen führte – ruhig, friedlich und mächtig. Der Duft, das Licht, die Stille: einfach magisch.

Tipp: Viele Visitor Center und Campingplätze im Park hatten im April noch geschlossen, teilweise lag noch Schnee, und wir hatten Mühe, im National Forest eine offene Zufahrt zum Übernachten zu finden.

Death Valley & Sequoia in unserem YouTube VLOG 👆

Highway No. 1 – mit Hindernissen 🚧

Unser nächstes Ziel war eigentlich klar: Von Sequoia wollten wir über Visalia und Hanford, mit kurzem Aldi-Stopp, nach Cambria – und von dort auf den legendären Highway No. 1, um die kalifornische Küste entlang nach Monterey zu fahren. Doch der Plan ging nicht auf…

Was wir nämlich nicht wussten: Der Highway ist bei Big Sur gesperrt! Ein massiver Erdrutsch im Winter 2023/24 hat die Straße an einer Schlüsselstelle unterbrochen. Maps.Me hatte uns das offline Nati nicht verraten – Google Maps hingegen hätte es gewusst.

Wir konnten gerade einmal 90 km auf der kurvigen Küstenstraße zurücklegen. Schön war es trotzdem: tolle Ausblicke auf den Pazifik, Pelikane in Formation, See-Elefanten am Strand und sogar ein paar Seesterne zwischen den Felsen.

Und doch: Als klar war, dass wir umkehren mussten, fiel die Stimmung in den Keller. Den geplanten Übernachtungsspot bei Monterey konnten wir streichen, genauso wie unseren Spaziergang durch Carmel-by-the-Sea. Die Alternativroute hätte einen weiteren Umweg von über 300 km bedeutet – für uns keine Option. Also fuhren wir leicht frustriert zurück Richtung Fresno – und dann weiter zum Yosemite Nationalpark.

Info zur Sperrung:

Die Big-Sur-Sperrung betrifft die Strecke bei Paul’s Slide, wo ein Erdrutsch die Straße schwer beschädigt hat. Eine Wiedereröffnung ist laut dem kalifornischen Verkehrsministerium nicht vor Ende Sommer 2025 zu erwarten.


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