NEW BLOG POST (18.-30.09.2025) 🇨🇦 Mit der Fähre nach Vancouver Island

Strände, Riesenbäume & Surferparadies

Bevor es für uns nach Vancouver Island ging, gönnten wir uns noch einen Tag Entspannung im Ladner Leisure Centre in Delta. Für nur 8,50 C$ (ca. 5,70 €) bekommt man hier ein Tagesticket und kann von 6 bis 22 Uhr so oft rein und raus, wie man möchte – Sauna, Whirlpool, Schwimmbad und heiße Duschen inklusive. ☺️ Perfekt, um sich mal wieder richtig frisch zu fühlen. Nur der Hot Pool hätte für unseren Geschmack gerne ein bis zwei Grad kühler sein dürfen.

Von dort fuhren wir weiter nach Tsawwassen, wo wir auf dem Walmart-Parkplatz übernachteten.

Praktisch: In der direkten Umgebung gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, um sich noch einmal gut einzudecken, bevor man mit der Fähre übersetzt.

Wer Lust auf einen Schaufensterbummel hat, findet gleich nebenan die Tsawwassen Mills, ein riesiges Shoppingzentrum mit vielen Sport- und Bekleidungsgeschäften sowie einem großen Foodcourt. Mein absolutes Highlight dort war jedoch die Outdoor World von Bass Pro Shops. 👇

Outdoor World – Bass Pro Shops
Verrücktester & schönster Laden, in dem ich je war

Mit BC Ferries nach Vancouver Island

Am Dienstag setzten wir dann mit der riesigen Autofähre von Tsawwassen nach Swartz Bay (bei Victoria) über. Wir hatten Glück: Sonnenschein, blauer Himmel und spiegelglattes Wasser – perfektes Wetter für die Überfahrt!

Warten aufs Boarding ⛴️

Besonders schön: Die Route führt zwischen kleinen Inseln hindurch, fast fjordähnlich, sodass es nie langweilig wird. Und als wäre das nicht genug, tauchte vor unserem Schiff sogar noch kurz ein Buckelwal auf. Ein echtes Highlight – gleich zum Start unserer Vancouver-Island-Tour. 🐋

ℹ️ Infos für Reisende:

Dauer der Überfahrt: ca. 1 Std. 35 Min.

Abfahrten: stündlich, jeweils zur vollen Stunde von 7 bis 21 Uhr

Preis: regulär 125 C$ (ca. 77 €), Spartarife ab 94 C$ (ca. 58 €), meist für frühe/späte Fahrten

Tickets & Reservierungen: ➡️ https://www.bcferries.com

Wer flexibel ist, kann auch ohne Reservierung direkt zum Hafen fahren und sich einfach in die Schlange der wartenden Fahrzeuge einreihen.


Erste Eindrücke von Vancouver Island

Nach der Ankunft übernachteten wir ganz in der Nähe des Fährhafens in einem kleinen Park am Wasser.

Unser erstes Ziel war der Rathtrevor Beach Provincial Park, östlich von Parksville. Bei Ebbe zieht sich das Wasser unglaublich weit zurück und es entstehen riesige Sandflächen – perfekt für Kinder zum Buddeln, Muscheln suchen und Krebse fangen. Wir spazierten entspannt den Strand entlang, während die Sonne noch einmal alles gab.

Ganz in der Nähe fanden wir in Qualicum Beach einen traumhaften Stellplatz direkt an der Uferpromenade – mit Meerblick, Trinkwasserspender, Strandduschen und öffentlichen Toiletten um die Ecke. 👌🏻


Zwischen Ziegen & Riesenbäumen

Am nächsten Tag stoppten wir in Coombs, bekannt für den Markt mit den berühmten Ziegen auf dem Grasdach. 🐐🌿

Farmers Market in Coombs
Die lebenden Wahrzeichen des Marktes

Vom Farmers Market an sich waren wir allerdings enttäuscht: Statt regionaler Produkte gab es viel Importware und überteuerte Souvenirs. Ein kurzer Bummel, das war’s für uns.

Das war das netteste im Markt

Schöner war der Abstecher zur Cameron Lake Picnic Area, wo wir mitten in der Natur unser selbst gebackenes Bananenbrot genossen.

Langsam färben sich die Blätter 🍂
Finde den Fehler 😅🙈

Das eigentliche Highlight des Tages folgte in der Cathedral Grove im MacMillan Provincial Park: jahrhundertealte Douglas-Fichten, manche über 3 Meter dick. Der Blick in die schwindelerregend hohen Baumkronen macht dem Namen „Kathedrale“ alle Ehre.


Wild Pacific Trail & Tofino

Übernachtet haben wir in einem kleinen Stichweg bei Ucluelet. Frei stehen zwischen Ucluelet und Tofino ist allerdings schwierig bis unmöglich weshalb wir davon eher abraten und stattdessen auf Campingplätze ausweichen würden.

Am nächsten Morgen nutzten wir eine regenfreie Phase für ein kleines Teilstück des 75 km langen Fernwanderwegs Wild Pacific Trail, den 2,5 km langen Lighthouse Loop. Ein wunderschöner Küstenpfad, wild, urig und mit immer wieder tollen Aussichtspunkten.

Impressionen vom Wild Pacific Trail

In Ucluelet selbst können wir das The Break Café & Bistro empfehlen – leckere Sandwiches, Frühstück und süße Stückchen.

Bekannt ist Ucluelet auch für Whale Watching, ein kleines Aquarium für Regentage und Touren entlang der Küste.

Für uns ging es jedoch direkt weiter ins legendäre Tofino. Einst ein ruhiges Fischerdorf, heute das wohl bekannteste Touristenziel der Insel. Mitten im Pacific Rim National Park Reserve gelegen, bietet es Strände, Wälder und jede Menge Outdoor-Abenteuer. Selbst bei grauem Himmel und Nieselregen war der Long Beach beeindruckend – ein 11 km langer Sandstrand, an dem sich unzählige Surfer in die Wellen stürzten.

Tofino
Der insbesondere bei Surfern beliebte Long Beach

ℹ️ Praktische Infos:

– Parkplätze & Sanitäranlagen am Long Beach vorhanden

– Nationalparkgebühr am Visitor Center oder an Parkautomaten am Long Beach entrichten


Regen, Reparaturen & viel Frust

Leider spielte das Wetter nicht weiter mit. Mehrere Tage Dauerregen machten es uns unmöglich, frei zu stehen oder die Strände richtig zu genießen.

Stattdessen fuhren wir zurück nach Port Alberni, wo wir auf den Parkplätzen der Shoppingzentren standen. Vorteil: Gerade Fläche, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und ein Canadian Tire Baumarkt direkt gegenüber.

Denn – zu allem Übel – hatten wir erneut einen heftigen Wassereinbruch im Van. 😭 Diesmal an der vorderen Dachluke. Also hieß es zum wiederholten Male: Alles abbauen, diesmal auch Solarpaneele und Markise runter, Dichtungen checken, alles mit Silikon nachziehen. Eine lose Schraube an einem Zusatzscheinwerfer könnte die Ursache gewesen sein. Ob’s geholfen hat? Das wird uns der nächste Regen zeigen. 😰🌧️


Fazit

Vancouver Island hat uns trotz Regen sofort in seinen Bann gezogen – mit Stränden, Wäldern und einer wilden Küste. Die Kombination aus Natur und Outdoor-Erlebnissen ist einzigartig. Und wir sind gespannt, was uns hier noch erwartet und ob unser Van nun endlich dicht ist. 🙏

Niemals die Hoffnung aufgeben 😇

➡️ Schaut auch nächste Woche wieder rein – dann berichten wir von weiteren Highlights auf Vancouver Island! Und den nächsten Baustellen an unserem Van… 🛠️🧰

Bis dahin: Folgt uns gerne auf Instagram und YouTube für noch mehr Eindrücke und Videos von unserer Reise.

NEW BLOG POST (16.-17.09.2025) 🇨🇦 Aufregende 48h in Vancouver

Stanley Park, Granville Island & Insider-Tipps


Erster Stopp: Lynn Canyon Park

Bevor es für uns ins Herz von Vancouver ging, zog es uns zunächst in den grünen Norden der Stadt – in den Lynn Canyon Park. Hier schlängeln sich zahlreiche kürzere und längere Trails durch üppig grünen, mit Farnen und Moosen bewachsenen Regenwald. An heißen Tagen locken die natürlichen Pools wie der 30-Foot Pool zu einer Erfrischung, und die Twin Falls sind ein nettes Fotomotiv. 📸

Das Highlight ist jedoch die Hängebrücke über den tiefen Canyon. Wer dort startet, findet am Ende ein hübsches Café, öffentliche Toiletten und sogar Trinkwasserspender. ☕️🚻

Tipps für Sparfüchse:

📌 Klarer Vorteil des Lynn Canyon: Im Gegensatz zur berühmteren, aber kostenpflichtigen Capilano Suspension Bridge ganz in der Nähe ist diese hier kostenfrei zugänglich.

📌 Beim Kilmer Park um die Ecke parkt man gebührenfrei – samt Splash Park, Spielplatz und einem alternativen Parkeingang in nur 250 Metern Entfernung.


Tag 1 in Vancouver – Stanley Park & Granville Island

Über die Lions Gate Bridge gelangten wir mit unserem Van direkt in den Stanley Park, das grüne Herz Vancouvers.

Parkplatz mit Aussicht auf die Lost Lagoon

🅿️ Geparkt haben wir an der Lost Lagoon (Parkgebühr: 17 C$ von 6 bis 23 Uhr) und uns anschließend unseren E-Scooter geschnappt. Mit dem umrundeten wir problemlos die Halbinsel:

1. Halt – Vancouver Rowing Club

2. Halt – Marina Totem Poles am Brockton Point

3. Halt – Beaver Lake mit unzähligen Seerosen

Entlang des ca. 9 km langen Stanley Park Drive, der immer entlang der Ufermauer führt, bieten sich unzählige, tolle Blicke auf Skyline und Meer. 🌇

Nachmittags rollten wir weiter, vorbei am Second Beach und dem weitläufigen, gut besuchten English Bay Beach hinüber nach Granville Island.

Hier wartete eine bunte Mischung aus moderner Kunst, Galerien und vor allem die grandiose Markthalle: Frischer Fisch, duftende Wurst- und Käsewaren, Obst, Gemüse und Food Stalls aus aller Welt. 🐟🍓🧀

Unser kulinarisches Highlight:

Fish & Chips bei Go Fish an der Fisherman’s Wharf – lecker, frisch und preislich absolut fair (Mo geschlossen, sonst 12–19 Uhr).

Leckere Fish & Chips bei Go Fish
Blick auf die Fisherman’s Wharf inklusive 👌🏻

Tag 2 in Vancouver – von Coal Harbour bis Chinatown

Am nächsten Morgen parkten wir erneut im Stanley Park und starteten unsere Tour diesmal in Richtung Coal Harbour. Dort beobachteten wir startende und landende Wasserflugzeuge, die fast wie Taxis in der Stadt wirken. Am Canada Place bestaunten wir die riesigen Kreuzfahrtschiffe beim Beladen – von ganzen Paletten voller Gurken bis hin zu Kisten mit Weinflaschen. 😯

Den Wasser-Flugzeugen unbedingt beim Starten & Landen zusehen
Den riesigen Kreuzfahrtschiffen kann man beim Canada Place gut aufs Deck schauen

Weiter ging es nach Gastown, Vancouvers ältestem Viertel. Hier steht die berühmte Steam Clock, die alle 15 Minuten Dampfwolken ausstößt – allerdings wurde sie gerade restauriert, also nix mit Dampf.

Von dort liefen wir weiter nach Chinatown, einem der größten in Nordamerika. Leider zeigt sich dort auch die Kehrseite der Großstadt: Rund um die East Hastings Street sind Obdachlosigkeit und Drogenmissbrauch deutlich sichtbar. Besonders das billige, extrem gefährliche Fentanyl hat in Vancouver eine dramatische Spur hinterlassen. Auch wenn wir uns stets sicher gefühlt haben, war das ein sehr bedrückendes Erlebnis…

Das Tor nach China Town
Die Abhängigen verhalten sich teilweise wie Zombies

Zum Aufheitern ging es weiter durch Yaletown, das Ausgehviertel mit hübsch hergerichteten Industriegebäuden – fast ein bisschen wie die Speicherstadt in Hamburg, nur kanadisch-entspannt.

Doch die Rückkehr zu unserem Van brachte einen Schock: Ein tiefer Kratzer zog sich über die gesamte Fahrerseite, offenbar absichtlich mit einem spitzen Gegenstand verursacht. Wir hatten auf einem bewachten Parkplatz gestanden – weshalb, wieso, warum? Keine Ahnung. Ein fader Beigeschmack und einer der Gründe, warum wir lieber die Natur als Städte bevorzugen. 😕


Vancouver – Infos & Fun Facts

Einwohnerzahl: ca. 650.000 in der Stadt und über 2,5 Mio. in der Metropolregion

Klima: milde Sommer, regenreiche Winter. Daher der Spitzname Raincouver (160 Regentage im Jahr)

Olympia: Austragungsort der Winterspiele 2010

Fahrradfreundlich: Hunderte Kilometer Radwege, perfekt zum Erkunden

Chinatown: Eines der größten in Nordamerika

Gastown: ältester Stadtteil, gegründet 1867, bekannt für die dampfbetriebene Steam Clock


Kulinarische Tipps

Sushi: Vancouver gilt dank der vielen japanischen Einwanderer und dem frischen Fisch als eine der Sushi-Hauptstädte außerhalb Japans.

Olivier’s La Boulangerie (Hornby Street): Für Croissants, süße Stückchen, frische Salate und herzhafte Sandwich-Baguettes.

Go Fish: Fish & Chips direkt an der Fisherman’s Wharf mit Blick auf Hafen & Skyline.


Fazit

Vancouver ist eine extrem fahrradfreundliche und entspannte Stadt mit einer tollen Mischung aus moderner Skyline, grünem Park und kultureller Vielfalt. Bei Sonnenschein (wir hatten 25 Grad Mitte September) macht es richtig Spaß, die Stadt zu erkunden. Aber Achtung: Die vielen Regentage machen dem Spitznamen Raincouver alle Ehre.


Unsere Highlights:

– Entlang der Uferpromenade im Stanley Park

– Wasserflugzeuge am Coal Harbour

– Kreuzfahrtschiffe am Canada Place

– Markthalle auf Granville Island

Einziger Wermutstropfen: der Kratzer am Van. 😢

Trotzdem bleibt Vancouver für uns ein spannender, kontrastreicher Stopp auf unserer Reise.


⛽️ Tipp: Tankt besser weit außerhalb der Stadt – Die Preise in Vancouver sind mit rund 1,79 C$/Liter Diesel extrem hoch.


👉 Von hier aus geht es für uns mit der Fähre weiter nach Vancouver Island – mehr dazu im nächsten Beitrag! ⛴️


Schau auch gern in unseren Vancouver VLOG rein 🎥

NEW BLOG POST (10.-15.09.2025) 🇨🇦 Auf dem legendären Sea-to-Sky Highway nach Vancouver

Von den Bergen bis hinunter an die Pazifikküste: Wir nehmen dich diesmal mit auf den legendären Sea-to-Sky Highway. Oder in unserem Fall Sky-to-Sea, da wir den Highway 99 in umgekehrter Richtung gefahren sind. Die Straße ist mitunter schmal, hat in jede Richtung nur eine Spur und teilweise bis zu 15 % Steigung bzw. Gefälle. Klingt herausfordernd, ermöglicht aber gleichzeitig, die spektakuläre Landschaft in aller Ruhe zu genießen. 🚐💨


Erster Stopp: Naxwit Park

Am Naxwit Park legten wir unsere erste Pause ein. Hier gibt es eine idyllische Picknick Area direkt am Fluss. Riesige Fische – vermutlich Lachse – zogen gemächlich durchs Wasser, und laut Hinweistafeln sind in dieser Gegend sogar Pumas, Schwarzbären und Bergziegen heimisch. 😯


Traumplatz am Duffey Lake

45 km weiter fanden wir den wohl schönsten Stellplatz unserer Kanada-Reise bisher – ein echter Overlander-Traum! 😍 Direkt am glasklaren Duffey Lake, umgeben von bewaldeten Bergen und mit Blick auf einen Gletscher.

Schönster Stellplatz in Kanada – bisher zumindest
📍 Koordinaten: 50.418825, -122.278322

Joffre Lakes: Gesperrt statt gewandert

Eigentlich wollten wir bei den berühmten Joffre Lakes wandern. Doch am Parkplatz erfuhren wir, dass der Provincial Park drei Mal im Jahr für einige Wochen geschlossen wird – damit sich die Natur erholen kann und die indigenen Stämme ihre Rituale durchführen können.

Schade, dass uns das entgangen ist 😕

Damit euch nicht das gleiche passiert, informiert euch vorab auf diesen Websites 👇

ℹ️ Infos & Öffnungszeiten: Joffre Lakes Park

ℹ️ Day-Use Pass (Pflicht!): Reservierung

Da wir leer ausgingen, fuhren wir direkt weiter bis nach Pemberton. Ein wirklich netter Ort: Im Recreation Centre gibt’s saubere Duschen für 4 C$, in der Bibliothek nebenan schnelles WLAN und Trinkwasserspender. Außerdem lädt der One Mile Lake Trail zu einem Spaziergang um den See ein – oder zum Baden, SUPen und Kajaken. 👙🛶


Whistler – mondän und sportlich

Am nächsten Tag führte uns der Weg durch Whistler. Der Ort war Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2010 und ist heute vor allem ein Paradies für Skifahrer im Winter und Mountainbiker im Sommer. Besonders bekannt für die längsten Skipisten Kanadas. Allerdings ist Whistler nicht nur schön gelegen, sondern auch ziemlich teuer. 💸💸💸

Viele Wanderungen erreicht man zudem nur über Gondeln und Lifte – was den Besuch für uns wenig attraktiv machte. Also düsten wir direkt weiter.


Four Lakes Trail im Alice Lake Provincial Park

Eine tolle Alternative fanden wir im Alice Lake Provincial Park: den Four Lakes Trail. Rund 7 km lang, führt er eben und größtenteils schattig um vier verschiedene Seen. An heißen Tagen kann man im Alice Lake baden – perfekt für eine Abkühlung. Außerdem gibt es hier einen Campground, wo wir unsere Toilette leeren und den Wassertank auffüllen konnten. 👌🏻

Ein See schöner als der andere

Shannon Falls & Stawamus Chief

Von Squamish aus (praktischer Versorgungsstopp mit Walmart & Safeway) erreichten wir die Shannon Falls im Stawamus Chief Provincial Park. Mit ca. 335 m Höhe gehören sie zu den höchsten Wasserfällen in British Columbia – auch wenn sie bei unserem Besuch im September eher einem Rinnsal glichen.

Shannon Falls 💦

Wer Lust auf Panorama hat, fährt mit der Sea-to-Sky Gondola hinauf oder erklimmt sportlich den Stawamus Chief Mountain. Der Trail ist zwar nur 1,5 km lang, dafür warten knackige 500 Höhenmeter – und oben eine spektakuläre Aussicht auf Berge, Wälder und die Pazifikküste. Wir verzichteten an diesem Tag jedoch darauf, da der Himmel wolkenverhangen war.


Porteau Cove Provincial Park

Unser nächster Stopp war der Porteau Cove Provincial Park. Dort schlenderten wir am spiegelglatten Pazifik entlang, zwischen Steinen und Treibholz. Ein echtes Highlight: der direkt am Wasser gelegene Campground, einer der schönsten entlang des Highways.

Campingplatz direkt am Pazifik 💛

Von hier ist es nur noch ein Katzensprung nach West- bzw. North Vancouver – und damit hinein in eine der lebenswertesten, aber auch teuersten Metropolen der Welt.

Skyline von Vancouver

Was wir dort alles erlebt haben, und wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Wie immer online ab kommenden Sonntag! 📆⏰


Der Sea-to-Sky Highway in unserem YouTube VLOG 🎥

NEW BLOG POST (02.-09.09.2025) 🇨🇦 Kanada Roadtrip – Mit dem Camper durch British Columbia 🚐💨

Wells Gray, Helmcken Falls & Kamloops 

Etappe dieser Woche: von Hinton nach Kamloops

Abstecher nach Hinton & weiter zum Mount Robson

Da unsere Vorräte knapp wurden, fuhren wir von Jasper aus 75 km nach Hinton. Dort gibt es einen Safeway (gut für Lebensmittel) und einen kleinen Walmart. Auf deren Parkplätzen darf man sogar über Nacht stehen – praktisch für Overlander! 👍🏻

Noch besser gefiel uns der Stellplatz am örtlichen Recreation Centre: heiße Duschen für 2 C$ und schnelles WLAN in der Bibliothek nebenan. Dort trafen wir zufällig Ralph aus Darmstadt, der mit seinem Citroën Jumper von Halifax nach Ushuaia unterwegs ist – also genau entgegengesetzt zu uns. Dementsprechend viel hatten wir uns zu erzählen.


Mount Robson – das Tor zur Provinz British Columbia

Über den Highway 16 ging es schließlich weiter gen Süden in den Mount Robson Provincial Park. Der majestätische Mount Robson ist mit 3.954 m der höchste Berg der kanadischen Rockies – und ein echter Blickfang!

Mount Robson: Höchster Berg der kanadischen Rockies

Am Visitor Centre gibt es Infos zu Wanderungen, einen Trinkwasserspender und ein hübsches Café. Wir parkten am Fraser River, wo wir beim Spaziergang zu den Overlander Falls die wilden Kajakfahrer in den Stromschnellen bestaunten – ein Spektakel für sich.


Wells Gray Provincial Park – Land der 41 Wasserfälle

Von dort aus waren es rund 250 km bis zu unserem nächsten Ziel, dem Wells Gray Provincial Park, berühmt für seine 41 (!) Wasserfälle. Dank des Highway 5 war die Strecke gut zu fahren, sodass wir am selben Nachmittag noch die Moul Falls ansteuern konnten.

Moul Falls

Ein 2,5 km langer Trail führt bis an den Fuß der Fälle – und das Besondere: man kann sogar hinter den 35 Meter hohen Wasservorhang steigen und durch die Höhle dahinter spähen. Ein echtes Naturkino! 🤩

Da wir nach der langen Fahrt keine Lust mehr hatten noch weiterzufahren, und es auf dem Wanderparkplatz keine No Overnight-Schilder gab, riskierten wir eine Übernachtung an Ort und Stelle. So standen wir bestens für den nächsten Tag.👇


Helmcken Falls & Bailey’s Chute – Wasser & Wildnis pur

Erstes Highlight am Morgen: die Helmcken Falls, mit 153 Metern Kanadas vierthöchster Wasserfall. Wie gemalt stürzt er kerzengerade in die Tiefe, die Umgebung von feinstem Sprühnebel in sattes Moosgrün getaucht. Nur der Rauch der Waldbrände aus den Northwest Territories und aus Süd-B.C. legte sich wie ein Filter über die Landschaft und tauchte das Sonnenlicht in ein unnatürliches Orange. 🔥

Helmcken Falls
Der Rauch der Waldbrände verteilt sich übers Land

Über eine 15 km lange Gravel Road erreichten wir anschließend den Aussichtspunkt Bailey’s Chute. Hier spielt sich im Spätsommer ein Drama der Natur ab: Die Chinook-Lachse, teils bis zu 22 Kilogramm schwer, haben eine über 600 Kilometer lange Reise durch Fraser, Thompson und Clearwater River hinter sich. Am Ende ihrer Kräfte versuchen sie, die tosende Wasserrinne hochzuspringen – vergebens. Stattdessen lassen sie sich wieder zurücktreiben, um ein letztes Mal zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Dort legen sie ihre Eier ab und sterben.

Bailey’s Chute

Wir hatten Glück und konnten die kraftvollen Sprünge zahlreicher Lachse mit eigenen Augen beobachten – faszinierend und traurig zugleich. Ein 5 km langer Rundweg führt von hier entlang des Clearwater River zu den Marcus und Myanth Falls und macht die Szenerie perfekt.


Ruhe am Paul Lake & Zwischenstopp in Kamloops

Bevor es für uns in unsere erste kanadische Großstadt ging, legten wir noch einen Abstecher zum idyllischen Paul Lake ein. Eingebettet in ein schmales, von Wäldern gesäumtes Tal, liegt er ruhig und spiegelglatt da. Hier herrschte eine Stille, wie wir sie seit Wochen nicht erlebt hatten.

Die Häuser am Ufer schmiegen sich an die Hänge, fast alle mit einem besonderen Extra: schwimmende Terrassen! Ausgestattet mit Stühlen, Sonnenschirmen und manchmal sogar Grills, werden sie kurzerhand mit Kind, Hund und Kühltasche hinaus aufs Wasser geschoben. Wie genial ist das bitte?! 😍

Schwimmende Terrasse auf dem Lake Paul

Auch wir wollten unser SUP zu Wasser lassen – doch unsere elektrische Pumpe gab endgültig den Geist auf. 😕 Immerhin konnten wir auch vom Ufer aus Spechte und einen kreisenden Weißkopfseeadler über uns beobachten.

Danach ging’s nach Kamloops (rund 90.000 Einwohner, also etwa so groß wie Tübingen). Die Region ist geprägt von trockener Steppe – fast wie in Arizona oder Nordmexiko. Für uns hieß es daher nur: Vorräte auffüllen, ein kleiner Bummel an der gepflegten Uferpromenade des Thompson Rivers und dann weiter.

Uferpromenade des Thompson Rivers
Splash Park am Ufer – perfekt an heißen Tagen 💦

Richtung Vancouver – auf dem Sky-to-Sea Highway

Von Kamloops führte uns die Straße entlang des malerischen Kamloops Lake bis nach Cache Creek. Hier bogen wir auf den legendären Highway 99 ab, auch Sea-to-Sky Highway genannt. Nur dass wir ihn in umgekehrter Richtung befuhren – vom „Sky“ der Berge hinab an die „Sea“ des Pazifiks bei Vancouver. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag.

Vancouver

NEW BLOG POST (29.08.-01.09.2025) 🇨🇦 Icefields Parkway & Jasper Nationalpark

Gletscher, Elche & verbrannte Wälder

Traumstraße Icefields Parkway

Mit frisch eingebautem Glühkerzen-Modul machten wir uns von Banff aus auf den Weg nach Jasper – und zwar über den legendären Icefields Parkway, eine der schönsten Panoramastraßen der Welt.


Der Icefields Parkway – Traumstraße durch die kanadischen Rocky Mountains

Die rund 230 km lange Route verbindet Banff mit Jasper und führt vorbei an über 100 Gletschern, unzähligen türkisblauen Seen und spektakulären Bergpanoramen. Zahlreiche Viewpoints, Wanderwege und Picknickplätze laden unterwegs zum Anhalten ein.

Ein Highlight ist der Peyto Lake, dessen Form an einen Wolfskopf erinnert. So schön der Blick auf das türkisfarbene Wasser auch ist – bedrückend war es zu sehen, wie weit sich die Gletscherzunge hier bereits zurückgezogen hat: rund 5 Kilometer in den letzten 120 Jahren. 😢

Vor 120 Jahren ging der Gletscher bis zum Wasser

Am Bow Summit (2.088 m) erreichten wir den höchsten Punkt des Icefields Parkway. Übrigens: Der Parkway selbst wurde erst in den 1940er-Jahren als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme während der Großen Depression gebaut – heute ist er eine der meistbefahrenen Traumstraßen Kanadas.

Icefields Parkway: Panoramaroute von Banff nach Jasper

Athabasca Gletscher – ein Blick ins Eiszeitalter

Am nächsten Tag steuerten wir das Icefield Discovery Centre an. Von dort sind es nur 1,5 km Fußweg bis an die Zunge des gewaltigen Athabasca Gletschers. Schon aus der Ferne spürt man die Kälte, als würde man vor einem riesigen Gefrierschrank mit offener Tür stehen. 🥶😅

Das Icefield Discovery Centre
Athabasca Gletscher

Geführte Touren aufs Eis kosten ab ca. 160 C$ pro Person. Wir beließen es beim Blick von unten – beeindruckend genug! Zum Vergleich: Während der Athabasca stetig schmilzt, gehört der Perito-Moreno-Gletscher in Argentinien zu den wenigen weltweit, die noch wachsen.

Abenteuerlustige können mit Exmos aufs Eis

👉 Ein Viertel aller Gletscher weltweit liegen übrigens in Kanada. Hättest du das gedacht?!


Wasserfälle & Waldbrände

Unsere Route führte uns weiter zu den Sunwapta Falls die uns zwar gefielen, aber weniger spektakulär waren als gedacht. Deutlich eindrucksvoller waren die Athabasca Falls, wo sich die Wassermassen donnernd in die Tiefe stürzen und anschließend durch eine enge Schlucht pressen.

Sunwapta Falls
Athabasca Falls

Weniger schön: Schon hier sahen wir die ersten Spuren der verheerenden Waldbrände des letzten Jahres. Kilometerweit begleiteten uns abgebrannte Wälder bis nach Jasper – eine traurige Erinnerung an die zerstörerische Kraft der Natur.

Überall abgebrannte Wälder und Bäume 🔥

Jasper – voller Campingplatz, wenig Charme

In Jasper angekommen standen wir zunächst vor einem Problem: Wildcampen ist verboten und die offiziellen Plätze waren am Labor-Day-Wochenende natürlich komplett ausgebucht. Glück hatten wir am Snaring River Overflow Camping: Für 13 C$ durften wir auf einem improvisierten Platz am Schotterareal gegenüber parken – zusammen mit fünf weiteren „Notgästen“. 😅

Snaring River Overflow Camping

Am nächsten Tag erkundeten wir den Ort selbst. Im Vergleich zu Banff wirkte Jasper eher unscheinbar: weniger spektakuläre Rockies drumherum, eine wenig einladende Fußgängerzone, einige Souvenirshops und Fast-Food-Lokale. Positiv hervorzuheben sind der gut sortierte Supermarkt, die Coin Laundry (inkl. Duschen und angeblich bestem Kaffee der Stadt) sowie der Lake Annette.

Visitor Center in Jasper
Lake Annette

Dieser flache See ist ideal zum Baden oder für eine Runde auf dem SUP. Ein asphaltierter Rundweg (2,4 km) macht ihn auch für Kinderwagen und Rollstühle zugänglich. Leider trübten die abgebrannten Wälder aber auch hier die Idylle. 😕


Eine ganz besondere Begegnung am Maligne Lake

Montags nahmen wir die Maligne Lake Road in Angriff. Der bekannte Maligne Canyon war jedoch wegen Brandfolgen noch gesperrt, also ging es direkt weiter. 🚐💨

Medicine Lake: Er gleicht einer Badewanne ohne Stöpsel – im Sommer mit Wasser gefüllt, im Herbst durch unterirdische Abflüsse fast komplett verschwunden.

Maligne Lake: Am Ende der Straße angekommen, schnürten wir die Wanderstiefel. Auf dem Mary Schäffer Loop (3,2 km) ging es durch Wälder und Wiesen.

Maligne Lake
Ein zutrauliches Reh am See-Ufer

Und dann kam der Moment, den wir nie vergessen werden: Am Moose Lake, eigentlich nur ein ganz spontaner Abstecher, tauchte plötzlich ein stattlicher Elchbulle direkt vor uns aus dem Unterholz auf! Wenige Minuten später gesellten sich noch eine Kuh mit Kalb dazu. 🦌♥️

Für uns das zweite Mal überhaupt (nach dem Grand Teton NP in den USA), dass wir Elche so hautnah beobachten konnten.

👉 Tipp: Wer Spirit Island auf dem Maligne Lake sehen möchte, sollte unbedingt vorab eine Bootstour buchen – die Plätze sind schnell vergeben.


All dass, was ihr gerade gelesen habt als Video 👆

Nächste Woche nehmen wir euch dann mit durchs bezaubernde British Columbia. Bis dahin: Schaut für weitere Eindrücke gerne auf Instagram und YouTube vorbei! 🎥♥️