NEW BLOG POST 🇪🇨 (13. – 20.09.2023) Loja & NP Podocarpus – Cuenca & NP Cajas

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Zum ersten Mal in unserem Leben begeben wir uns auf einen mehrtägigen Trek. Da wir uns nicht sicher sind, ob und wie gut wir die Strapazen des Salkantay Treks hin zum Machu Picchu meistern werden entscheiden wir uns für eine geführte Tour. Mit unserer kleinen Gruppe haben wir eine richtig gute Zeit und die luxuriösen Unterkünfte am Abend entschädigen für die manchmal doch recht anstrengenden Tagesetappen. Immerhin gilt es, in nur vier Tagen stolze 75 Kilometer und rund 3.000 Höhenmeter zu bewältigen! 😲
Viel Spaß beim Schauen & lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Peru bereitete uns einen wunderschönen Abschied und wir genossen die zwei letzten Tage am Strand sehr. 🏝 Gleichzeitig freuten wir uns aber auch auf Ecuador: Was uns in Land Numero acht unserer Reise wohl alles erwarten würde? Auf unserer inneren Landkarte war Ecuador ein weißer Fleck und so machten wir uns am Mittwochmittag völlig unvoreingenommen auf den Weg zur Grenze. Bis wir den richtigen Grenzposten gefunden hatten dauerte es ein Weile aber so konnten wir unsere restlichen zehn peruanischen Soles, auf der falschen Seite, noch in zwei Eis investieren. 😅 Wenig später standen wir dann auf der richtigen Seite der Grenze und das Prozedere ging, wie immer, völlig problemlos von statten. Bei der Einreise nach Ecuador finden erfreulicherweise auch keine Lebensmittelkontrollen statt. Des Weiteren benötigt man keinerlei Versicherung fürs Auto. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Von „Arenillas“ aus machten wir uns auf den Weg in Richtung „Loja“ da die Beschreibung des dortigen Nationalparks richtig gut klang und wir große Lust hatten, seit langem mal wieder im Nebelwald zu wandern. Kaum waren wir im neuen Land angelangt änderte sich die Landschaft, wie so häufig bei unseren Grenzüberquerungen, mal wieder schlagartig. Die karge und trockene Einöde war plötzlich gar nicht mehr karg und öd sondern quoll förmlich über vor sattem Grün. Wir fühlten uns unweigerlich, nicht nur wegen der Gelb blühenden „Ipe“ Bäume, unweigerlich nach Brasilien zurückversetzt. Auch die Straßen und Häuser waren plötzlich in deutlich besserem Zustand als zuvor in Peru oder Bolivien was uns ebenfalls an Brasil erinnerte. An der ersten Autobahnmautstelle machten wir dann direkt die erste, nette Begegnung mit einem Ecuadorianer. Da die hiesige Landeswährung seit einiger Zeit der USD ist und wir noch im Besitz einiger 100$ Noten waren mussten wir nicht sofort Bargeld besorgen. Jedoch wollte bzw. konnte die Dame im Mauthäuschen mit unserem 100$ Schein herzlich wenig anfangen. Und hinter uns hatte sich natürlich schon eine lange Schlange an wartenden Autos gebildet. 🙈 Zurücksetzen, um zum Geldwechsel zur unweit gelegenen Tankstelle zu gelangen, war somit leider unmöglich. Freundlicherweise kam uns der Autofahrer hinter uns zu Hilfe und schenkte uns eine ein Dollar-Münze. Nach dem das erste Hindernis überwunden war ließ das zweite jedoch nicht lange auf sich warten… Da Diesel in Ecuador extrem günstig ist (0,45 €/Liter) hatten wir kurz vorher in Peru nur noch das Nötigste getankt. Die erste Tankstelle in Ecuador hatten wir beim Vorbeifahren leider übersehen und die Zweite hatte im Moment keinen Diesel! 😲 Wir fuhren erst einmal weiter, bemerkten dann aber relativ bald dass wir die 70km bergauf bis zum nächsten Tankrüssel definitiv nicht schaffen würden. Und unser Ersatzkanister war natürlich leer. Notgedrungen wendeten wir, fuhren rund 30km zurück bis zur Straßengabelung um der anderen Straße zu einer nähergelegenen Tankstelle zu folgen. Im dichten Nebel rollten wir mit den allerletzten Tropfen Sprit ein und zu unserer großen Freude konnte man uns hier mit Diesel versorgen. 🙃 Da es zwischenzeitlich bereits dunkel geworden war begaben wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Auch hier kamen uns sofort zwei nette Einheimische zu Hilfe so dass wir wenig später beim Krankenhaus einen guten Platz für die Nacht fanden.

An der ecuadorianischen Grenze
Das neue Land empfängt uns herzlich

Gut ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Morgen auf die Weiterreise. Auf Grund des Tankmalheurs waren wir von unserer ursprünglichen Route abgewichen. Da wir keine Lust hatten, noch einmal bis zur Weggabelung zurückzufahren, steuerten wir weiter geradeaus in die vom Navi vorgegebene Richtung. Anfangs war die Straße auch noch gut geteert jedoch mündete sie nach einer Weile in eine Schotterpiste. Dieser mussten wir für rund 40km folgen bis wir im Wallfahrtsort „Reina del Cisne“ endlich wieder auf eine Asphaltstraße stießen. Da wir jedoch zeitig losgefahren waren trafen wir noch am frühen Nachmittag in der Großstadt „Loja“ ein wo wir uns erst einmal eine neue SIM-Karte besorgten. Nach einigem hin und her konnte diese dann auch mit unserem deutschen Pass aktiviert werden. 👍 Danach verließen wir die Stadt auch schon wieder da es noch ca. 70 Kilometer bis zum Wanderparkplatz zu fahren galt. Es ging stetig bergab, mitten hinein in den grünen Nebelwald und bereits von der Straße aus konnten wir etliche Wasserfälle sehen. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir dann unser Ziel wo wir mit den Geräuschen des Waldes einschliefen.

Im Regenwald angekommen
Ruhiger Stellplatz

Wie es sich für einen ordentlichen Regenwald gehört hatte es nachts immer mal wieder leicht geregnet. 🌧 Als wir aufstanden war der Spuk aber schon wieder vorüber so dass wir die Wanderung nach dem Frühstück wie geplant starten konnten. Es ging mitten hinein in den satt grünen Nationalpark „Podocarpus“, welcher seinen Namen den hier wachsenden Steineiben verdankt. 40% der hier heimischen Pflanzen sind endemisch und existieren wohl nirgendwo anders auf der Welt. Darüber hinaus gibt es 600 verschiedene Arten an Vögeln und auch Tapire, Pumas sowie Bären sollen hier leben. Nach dem wir uns beim Ranger registriert hatten machten wir uns auf den Weg zu einem 30 Meter hohen Wasserfall. Außer zwei lustigen Raupen und einigen schönen Schmetterlingen konnten wir in dem dichten Grün jedoch kaum mehr Tiere außer dem ein oder anderen Vogel ausmachen. 🐦 Wir liefen noch rund drei Kilometer weiter durch den Wald bis wir an einer maroden Holzbrücke angelangten. Dort machten wir kehrt und fuhren anschließend dieselbe Strecke wieder nach „Loja“ zurück. Die Neugierde sowie die Lust auf Tortillas am Abend trieben uns in den ersten Supermarkt entlang des Weges. Die Auswahl erschlug uns fast und tatsächlich konnte man hier so gut wie alles käuflich erwerben. Sogar Dosenbier von Oettinger, Dosentomaten von Mutti und Schokolade von Ritter Sport. 😍 Jedoch ähnelten die Preise auch hier, wie in fast jedem Land bisher, denen deutscher Supermärkte. Kurz vor 16:00 Uhr erreichten wir dann den oberen Eingang des Nationalparks. Die Einfahrt war bereits mit einer Kette verschlossen, jedoch war der Ranger noch vor Ort und nach dem wir uns auch hier ordnungsgemäß registriert hatten ließ er uns freundlicherweise sogar noch passieren. Und das obwohl der Park eigentlich schon um 15:00 Uhr seine Pforten schließt! Wir holperten noch rund acht Kilometer den Berg hinauf bis wir den Parkplatz auf fast 3.000 Metern üNN erreichten. Der Vorherige lag übrigens fast 2.000 Meter tiefer. Was für ein krasses Gefälle innerhalb des Parks! Wie erwartet waren wir die Einzigen auf dem Wanderparkplatz so dass einer ruhigen Nacht nichts im Wege stand. 😴

Grüner geht’s nicht
Am Wasserfall angekommen
Blattschneide Ameisen 🐜
Oettinger – Preis 2,50 €/Dose 😳

Der Temperatursturz war, vermutlich auf Grund des Höhenunterschiedes, enorm. Am Tag zuvor liefen wir noch mit kurzer Kleidung im schwül-warmen herum und nun hatten wir auf einmal wieder die warme Jacke sowie die Mütze an! 😮 Völlig verrückt… Entsprechend unmotiviert waren wir, uns auf eine fünf Kilometer lange sowie mitunter steile Wanderung zu begeben. Zumal uns überhaupt nicht klar war, was wir von dort aus würden sehen können. Da die Wolken immer noch tief hingen vermutlich nicht viel weswegen wir uns für die beiden kurzen Loops durch den üppig grünen Wald entschieden. Anschließend machten wir es uns, passend zum leichten Nieselregen, am Nachmittag mit einer Tasse heißer Schokolade im Van gemütlich. ☕ Netterweise hatte uns der Nachtwächter am Abend zuvor ganz unaufgefordert das WLAN-Passwort vom Refugio mitgeteilt so dass wir in der Abgeschiedenheit sogar Netz hatten und die top gepflegten Toiletten standen uns die ganze Zeit über ebenfalls offen. 👍

Stellplatz Nr. 2 im Nationalpark
Richtig kalt 🥶
Riesen Schmetterling 🦋

Am nächsten Morgen ließ sich dann auch die Sonne wieder blicken aber wir machten uns dennoch, mit einem fertiggestellten YouTube Video in der Tasche, auf die Weiterfahrt nach „Cuenca“. Dank der gut ausgebauten Panamericana benötigten wir für die 250 Kilometer nur rund drei Stunden so dass wir bereits am späten Mittag in der 300k Einwohner zählenden Stadt ankamen. In der Nähe eines großen Stadtparks fanden wir, in bester Gesellschaft von einigen weiteren Overlandern, einen geeigneten und noch dazu bewachten Parkplatz. Von dort aus war es fußläufig nicht einmal weit bis zum kostenfreien, ethnografischen Museum „Pumapungo“. Im Erdgeschoss gab es neben antiken Keramikfunden auch sehr süße und extrem liebevoll gestaltete Miniatur-Häuser zu sehen. Diese stellten die unterschiedlichen Lebensräume bzw. Lebensformen innerhalb Ecuadors da, vom Amazonas bis zum andinen Hochland in welchem sich auch die UNESCO Welterbe Stadt Cuenca befindet. Die wahren Highlights warteten dann im Obergeschoss auf uns in Form von bunten Faschingsmasken, den dazugehörigen Kostümen sowie der Darstellung der diversen Ethnien in voller Lebensgröße. Wie ihr wisst sind wir keine großen Museumsgänger aber dieses können wir guten Gewissens empfehlen. 👍 Auf dem Weg in die historische Altstadt kamen wir an der tollen Bäckerei „Taita“ vorbei und auch diese können wir wärmstens empfehlen. Hier gab es nicht nur allerlei süßes sowie herzhaftes Gebäck aus Blätterteig sondern auch Brot sowie Brötchen aus Vollkornmehl. Sogar Sauerteigbrot hätte man hier käuflich erwerben können! Und teuer war unsere Kaffeepause auch nicht: Für drei Blätterteigteilchen sowie zwei Kaffees bezahlten wir gerade einmal 3,50 €. 😃 Frisch gestärkt liefen wir weiter ins Zentrum, vorbei an vielen Kirchen und einigen hübschen Fassadenmalereien. An diesem Sonntag wirkte die Innenstadt recht ausgestorben so dass wir die hübschen Kolonialgebäude in Ruhe genießen konnten. Auch die Kathedrale mit ihren blauen Kuppeln war von der Plaza de Armas aus ein imposanter Anblick. Nur leider hatte die Aussichtsplattform sonntags geschlossen. Auch die Markthalle hatte widererwarten nicht, oder nicht mehr, offen aber uns war sowieso klar, dass wir am Montag noch einmal wiederkommen würden.

Neben tollen Keramikfunden…
…überzeugten die Miniaturen
So liebevoll & detailreich 😍
Die schwarz-weiß Fotos waren ebenfalls cool
Simon in der Faschingsabteilung 😅
Holzmaske
Richtig schön gemacht
Kultur macht hungrig 😂
So schicke Cafés gab es in Peru & Bolivien selten
Nutella Croissant 🥐
Vollkornbrot 🍞
Die Zimtschnecken waren fantastisch 🤩
Im historischen Zentrum von Cuenca
Unendlich viele Kirchen ⛪️

Erfreulicherweise herrschte in der Nacht nicht viel Verkehr in der Straße in der wir campierten und wir konnten uns am nächsten Morgen gut ausgeschlafen noch einmal ins Zentrum begeben. Cuenca ist übrigens die drittgrößte Stadt des Landes und, anders als der Name vermuten lässt, hat hier auch der Panama-Hut seinen Ursprung. Uns stand der Sinn aber nicht nach Hüten sondern nach Frühstück weshalb wir im vom Reiseführer angepriesenen Café „Nucallacta“ einkehrten. Simons bestelltes Sandwich entpuppte sich zwar als Burger und die Beilagen meiner herzhaften Waffel sahen auch etwas anders als beschrieben aus aber schmackhaft war zum Glück beides. 😋 Wenngleich es leider nicht zeitgleich serviert wurde. Nach einer netten Unterhaltung mit zwei anderen Reisenden machten wir uns dann auf zur am Vortag geschlossenen „Terraza Santa Ana“. Die Aussicht auf die schönen Kuppeln der Kathedrale war von dort aus leider gar nicht so schön wie erwartet da man relativ nahe an Selbigen dran war. Möglicherweise wäre die Roof Top-Bar eines Hotels gegenüber doch die bessere Wahl gewesen. 🤷‍♀️ Wir schlenderten weiter durch die nun deutlich belebteren Straßen bis zum Mercado wo uns diesmal ein wahres Obst- und Gemüseparadies erwartete. Nach dem wir uns in der oberen Etage noch einen Kokosnuss- bzw. Brombeermilchshake gegönnt hatten begutachteten wir die üppigen Auslagen der Stände und kauften etliches ein. Auf dem Rückweg zum Van entschieden wir uns spontan für einen Stellplatzwechsel und fuhren zum Campingplatz „Cabans Yanuncay“. Dieser lag etwas außerhalb des Zentrums, bot neben Duschen, einer Küche sowie WLAN auch schöne Stellplätze im Grünen und war somit deutlich ruhiger als der Vorherige. Der nette Inhaber „Humberto“ gab uns sogar noch etliche nützliche Tipps für den Nationalpark „Las Cajas“ welchen wir als nächstes ansteuern wollten und es blieb sogar noch Zeit zum Backen eines saftigen Bananen Brotes. 🍞🍌

Der berühmte Panama Hut
Die Streetart kann sich ebenfalls sehen lassen
Cuenca abstrakt 👍🏻
Erst einmal Frühstücken
😋🧇☕️
Auf der Terrasse der Kathedrale
Auch die Plaza war sehr schön
Diesmal hatten wir Glück 🍀
Leckere Fruchtmilchshakes 🥥🫐
Essen wir immer wieder gerne 😛
Falls auch ihr überreif gewordene Bananen verwerten möchtet oder einfach so Lust auf einen gesunden Kuchen, mit Vollkornmehl und Nüssen, habt dann liefere ich euch hiermit gerne das Rezeptvideo dazu 😋

Den Dienstagvormittag verbrachten wir noch auf dem Campingplatz bevor wir uns auf den Weg in den nahegelegenen „Las Cajas“ Nationalpark machten. Um des besseren Schlafes willens fuhren wir als erstes in den unteren Bereich welcher etwa auf derselben Höhe der Stadt liegt. Insofern man den Park nur tagsüber besucht muss man hierfür nichts bezahlen. Wenn man jedoch, so wie wir, die Nacht auf dem Gelände verbringen möchte dann werden pro Person 4 USD fällig. Nach dem wir die Gebühr beglichen und uns registriert hatten, stellten wir unseren Van auf dem dazugehörigen Parkplatz ab wo wir erneut auf zwei andere Camper trafen die zuvor auch schon mit uns auf dem Campingplatz gestanden hatten. 😅 Während wir Kaffee tranken und dazu unseren leckeren Kuchen aßen unterhielten wir uns noch super nett mit zwei Reisenden aus Bremen. Also eins steht fest: Sobald wir wieder in Deutschland sind MÜSSEN wir in die Hansestadt! Hier scheint uns nur tolle Menschen zu geben. 😉 Wie so oft bisher in Ecuador war der Himmel am Nachmittag bewölkt aber da es nicht wirklich nach Regen aussah absolvierten wir noch einen kleinen Spaziergang. Wir umrundeten eine der größeren Lagunen von denen es hier, kein Scherz, über 4.200 gibt. 😲 Die natürlichen Becken sind wohl ein Überbleibsel der letzten Eiszeit und auf der Landkarte sieht dies völlig verrückt aus. Der Weg war gut angelegt und führte, wie schon im zuvor besuchten Nationalpark „Podocarpus“, durch dichten grünen Wald. Es gab aber auch etliche freie Flächen von denen aus man aufs Wasser, den umliegenden Sumpf sowie das Grasland blicken konnte. Keine Stunde später waren wir dann auch schon wieder Zuhause an wo wir es uns für den Rest des Tages gemütlich machten. 🚐

Der Campingplatz glich einem Museum
Nette Gesellschaft ☺️
Wiedersehen im Nationalpark 🏞️
Spaziergang um eine der Lagunen
Ähnliche Landschaft wie Zuhause

Am Tag darauf statteten wir dann noch dem auf über 4.000 Metern üNN gelegenen Teil des Nationalparks einen Besuch ab. Wie sich herausstellte war dieser viel schöner, da es hier keine hohen Bäume sondern nur Grasland gab welches den Blick auf mehrere Lagunen freigab. 😍 Allerdings auf Grund der Höhe auch deutlich kälter so dass wir uns plötzlich wieder in Winterjacke und Thermoleggings wiederfanden. 🙈 Der etwa dreieinhalb Kilometer lange Rundweg um die Laguna „Toreadora“ herum war bestens angelegt, mit Brücken und Holzdielen über sumpfige Stellen hinweg, und ein schöner Morgenspaziergang. Zu unserem Erstaunen sind uns in Ecuador nun auch schon einige „Normalreisende“ aus Deutschland sowie der Schweiz begegnet, so auch in diesem Nationalpark. Von dort aus mussten wir wieder zurück nach Cuenca fahren, was uns zwecks notwendigem Einkauf im Supermarkt aber auch ganz gelegen kam. Der Wocheneinkauf fiel mit 49 € leider weniger günstig als erhofft aus, obwohl wir stets sehr auf die Preise achten. Aber selbst das günstigste Päckchen Spaghetti kostete uns 0,89 €. Dafür war die Tankrechnung im Anschluss vergleichsweise billig: Für ungefähr 80 Liter Diesel mussten wir gerade einmal 35 € hinblättern. Somit hält sich das Ganze die Waage. Da wir die Ausläufer des Amazonasbeckens bisher ausgelassen hatten und diese in Ecuador verhältnismäßig einfach zugänglich sind fuhren wir weiter über die E40 und E45 in Richtung „Macas“. Außerdem würden wir uns so ein erneutes Auf und Ab über die Anden sparen die wir nun ja schon zur genüge kennen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fanden wir einen perfekten Stellplatz: Direkt neben der Straße, aber von dieser her dennoch nicht einsehbar, mitten im Grünen und noch dazu eingerahmt von zwei Wasserfällen. Kurz zuvor hatte sich leider eine Warnleuchte auf unserem Tacho Display gemeldet und das Auslesen des Fehlerspeichers wies auf einen Defekt am Luftmassenmesser hin. 😯 Ob wir deswegen eine Werkstatt aufsuchen werden müssen und was wir im Tiefland alles erleben werden verrate ich euch dann nächste Woche.

So viele Seen! 😯
Der obere Teil gefiel uns viel besser
So gut angelegt & trotzdem kostenlos 👍🏻
Die auf höchster Höhe wachsenden Bäumen kannten wir schon aus dem Sajama NP in Bolivien
Eine Krokus Art
Herz einer Agave
Hoffentlich nix schlimmes! 😧

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (05. – 13.09.2023) Huaraz – Trujillo – Huanchaco – Punta los Balcones – Swiss Wasi

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir feiern unser einjähriges Weltreise Jubiläum und machen uns anschließend auf den Weg in die ehemalige Inka Hauptstadt Cusco sowie in das dahinterliegende Heilige Tal. Dort bummeln wir über die bunten Kunsthandwerkermärkte, erkunden jahrhundertealte Ruinen und statten den höchstgelegenen Salinen der Welt einen Besuch ab. Außerdem stellen wir uns die Frage: Kann und soll man Meerschwein
(auf Spanisch „cuy“) wirklich probieren oder doch lieber sein lassen?! 🙊🙉🙈
Viel Spaß beim Schauen & lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Der nächste Tag begann für uns sehr wohltuend mit einem Besuch der Thermen in „Monterrey“. Das Wasser in den beiden Becken war auf Grund der vielen, darin enthaltenen Mineralien wie zum Beispiel Kupfer, Zink und Eisen relativ bräunlich. Da wir jedoch den Zulauf gut erkennen konnten und dieses Wasser sehr sauber aussah hatten wir keinerlei Bedenken, in die zwei Becken zu steigen. Das Kleinere war uns mit einer Temperatur von ca. 36°C unter der prallen Morgensonne dann recht schnell zu warm und wir wechselten in das immerhin 20 Meter lange, wohltemperierte Schwimmbecken. So konnte ich ganz ungeplant am frühen Morgen sogar noch ein paar Bahnen ziehen. 🏊‍♀️ Auch das Wasser in den Duschen entsprach in Farbe und Temperatur dem Badewasser so dass wir uns kurz darauf, wohlriechend, auf den Weg zu Max und Merle machten. Die beiden standen immer noch, keine vier Kilometer von unserem Übernachtungsplatz entfernt, in einer Werkstatt in „Huaraz“. Als wir dort ankamen waren die Mechaniker gerade dabei, das kaputte Kreuzgelenk wieder in Stand zu setzen. Das neue Ersatzteil wäre hier nicht zu bekommen, wenn sei dieses nur in Lima und dann auch nur für sehr viel Geld erhältlich. Oh Mann… Was waren wir froh, dass unser Van derzeit keinerlei Probleme bereitete! Hoffen wir, dass es in unserem Fall so bleibt und die beiden bald wieder auf der Straße sein werden. 🍀🐷🎩 Wir wünschten ihnen viel Glück und machten uns auf in Richtung Meer. Neuerdings stand uns ein munteres Auf und Ab über die Anden bevor. Aber die Straße hinunter zur Panamericana war in erstaunlich gutem Zustand, kein Vergleich zur vorherigen Schlaglochpiste. Von über 4.000 Metern ging es die Berge hinab, durch saftig grüne Obstanbaugebiete und, schneller als wir uns umsehen konnten, gelangten wir auch schon wieder an der staubtrockenen, sandigen Küstenwüste an. So kam es, dass wir bereits am frühen Nachmittag den Küstenort „Tortugas“ erreichten. Den vielen Restaurants an der Promenade nach zu urteilen scheint hier im Sommer reger Betrieb zu herrschen. Jetzt, gegen Ende des Winters, ähnelte der Ort jedoch einer Geisterstadt. Wir hatten große Mühe, irgendwo ein Eis aufzutreiben denn fast alles war verriegelt und verrammelt. Erst nach mehrmaligem Nachfragen konnten wir endlich einen Mini Mercado ausfindig machen, der zumindest ein Eis am Stiel feilbot. Dafür freuten wir uns über den fantastischen Stellplatz, direkt oben an der Steilküste, von wo aus wir eine herrliche Sicht auf die kleine Bucht und die darin dümpelten bunten Fischerboote hatten. Und als wir mit unserem Eis zurück zum Van schlenderten bog ein uns wohlbekanntes, blaues Fahrzeug um die Ecke: Max und Merle hatte es wohl auch unweigerlich direkt ans Meer gezogen. Kurz nach unserer Abfahrt konnten die Arbeiten an ihrem Auto abgeschlossen werden so dass wir den Abend, wohlgemerkt ohne uns vorher abzusprechen, ganz ungeplant noch einmal zusammen verbringen konnten. 😃

Auch mittwochs fuhren wir wieder ein ganzes Stück weit, diesmal auf der Panamericana die Küste entlang gen Norden. Zuvor hatten wir uns noch bei einem gemeinsamen Frühstück mit Blick aufs Meer und die vielen Pelikane gestärkt. Leider führte der Highway immer wieder durch größere und kleinere Städte was, ausnahmsweise, an dem Nervenkostüm meines Mannes zehrte. Zwangsläufig übertrug sich seine Stimmung auch auf mich und so waren wir doch beide etwas genervt als wir rund 190 Kilometer später den bei Surfern beliebten Ort „Huanchaco“ erreichten. Zuvor hatten wir jedoch noch ein kleines Highlight erleben dürfen als wir in der Kleinstadt „Trujillo“ einen Zwischenstopp einlegten. Die vielen bunten Häuser, die gelb getünchten Kirchen sowie die weitläufige Plaza mit ihren Palmen erinnerte uns sofort an unsere Mexikoreise und schürte unweigerlich unsere Vorfreude auf dieses fantastische Land. Lediglich die detailreich verzierten, prachtvollen Holzbalkone an den Gebäuden passten nicht in dieses Bild. Derweil hatte uns @anschnallenabfahrt bereits einen Stellplatz an der Promenade von „Huanchaco“ reserviert. Ich drehte mit den beiden noch eine kleine Runde zu Fuß durch den sehr touristisch wirkenden Surfer Hotspot und schnell war klar, dass wir hier wohl nicht den geplanten Ruhe- bzw. Arbeitstag einlegen würden. Hier war es viel zu wuselig und auch die starke Brandung des Meeres war permanent unüberhörbar. Zum Sonnenuntergang setzten wir uns auf die Mauer und schauten, bei einem kühlen Dosenbier, der untergehenden Sonne zu. Leider mit immer mal wieder deutlich wahrnehmbarem Verwesungsgeruch da vermutlich, irgendwo zwischen den großen Steinen, eine Robbe oder ähnliches vor sich hingammelte. 😶 Kurz nach Sonnenuntergang stieß Hermann, unsere super nette Bekanntschaft vom Salkantay Trail, dazu der die letzten Tage seiner Reise hier in einem Surfcamp verbrachte. So kam es, dass wir drei den Tag bei einer unerwartet leckeren Pizza gemütlich ausklingen ließen. 🍕🍷😃

Trotz der lauten Wellen und dem Standort direkt an der Straße hatten wir eine gute Nacht. Während sich Max und Merle zeitig auf die Weiterreise machten liefen wir zwei noch einmal den Strand entlang bis zu den Fischerbooten. Diese bestehen hier nämlich aus dem „Tortora“ Schilf, wie auch die schwimmenden Schilfinseln auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Noch heute fahren die Fischer damit aufs Meer hinaus um mit Netzen ihre Arbeit zu verrichten. Als Paddel dient ihnen dabei ein der Länge nach halbiertes, langes Bambusrohr. Die Boote ähneln in ihrer Form den heutigen Surfbrettern und wenn die Fischer die letzte Welle zurück zum Strand reiten sieht es tatsächlich aus als würden sie surfen. Angeblich soll der Sport auch hier erfunden worden sein aber ob das stimmt?! 🤔 Wer weiß…  Anschließend hieß es auch für uns wieder ab auf die Straße. Jedoch stoppten wir bereits kurz darauf schon wieder an der archäologischen Stätte „Chan Chan“. Nach einem schnellen Frühstück auf dem Parkplatz vor der Anlage begaben wir uns mitten hinein in eine der größten Städte aus „Adobe“ (= Lehm) der Welt. Man vermutet, dass zu Zeiten der „Chimú“ hier bis zu 60k Menschen lebten und die Stadt damals die Größte auf dem südamerikanischen Kontinent war. 😮 Leider hinterlässt der Klimawandel auch hier seine deutlich sichtbaren Spuren denn selbst in der trockenen Wüste fällt immer mehr und vor allem immer stärkerer Regen. Die Bauten und mitunter 10 bis 12 Meter hohen Mauern aus Lehm halten diesem auf Dauer natürlich nicht stand weswegen Teile der Anlage mittlerweile mit Wellblechdächern und Stützen aus Bambus vor selbigem geschützt werden. Auch dem dazugehörigen Museum statteten wir noch einen Besuch ab wo es viele originale Funde, wie beispielsweise tolle Keramiken sowie Holzfiguren aus dem 13. Jahrhundert, zu sehen gab. Rund 200 Kilometer später kamen wir am frühen Abend in „Pimentel“ an. Der Ort liegt zwar auch direkt am Meer aber da an den Strand direkt die angelegte Promenade inklusive Restaurant Meile anschließt blieb uns nichts anderes übrig, als unseren Van in zweiter Reihe zum Pazifik zu parken. Direkt vor dem Casino, gegenüber einer kleinen Plaza, fanden wir einen sicheren Stellplatz und der freundliche Parkwächter empfahl uns auf Nachfrage hin sogar noch ein Restaurant. Jedoch hatten die Meisten auch hier auf Grund der Nebensaison geschlossen. 🤷‍♀️ Wir schossen noch ein paar Fotos von den Schilfbooten, die auch hier zum Fischfang genutzt werden, bevor wir uns eigenhändig auf die Suche nach einem Lokal begaben. Zum Kochen hatten wir nach der stundenlangen Fahrt einfach keine Lust mehr zumal wir mittlerweile auch wirklich hungrig waren. Kurz bevor wir die Suche aufgeben wollten fanden wir im Ortskern dann doch noch ein ganz nett aussehendes Restaurant. Hier standen auch die für Peru typischen Fisch- sowie Meeresfrüchtespeisen auf der Karte. 😋 Simon entschied sich für „Chicharrón Mixto“ in Form von in Teig ausgebackenen Fisch- und Meeresfrüchten. Diese waren so was von zart und lecker! Meine „Ceviche“ war hingegen etwas zu sauer und auch leicht scharf aber die Beilagen, Süßkartoffel und ein knuspriges Reibeküchlein, überzeugten ebenfalls auf ganzer Linie. 👍

Da uns der Stellplatz nicht taugte ging es am nächsten Morgen direkt weiter. Wir machten uns auf zum westlichsten Punkt Südamerikas beim Leuchtturm von „Punta los Balcones“. Bevor wir diese einsame, weitläufige Bucht mit ihren breiten Sandstränden erreichten stoppten wir in „Piura“ noch zum Einkauf. Da der „Tottus“ Supermarkt nur über eine Tiefgarage verfügte blieb Simon beim Van den wir, notgedrungen, am Straßenrand parkten während ich mich bemühte so schnell als möglich die nötigen Lebensmittel zu besorgen. Am Ziel angelangt freuten wir uns wie die Kinder, dass wir endlich einen schönen Stellplatz gefunden hatten. Noch dazu konnten wir hier seit langem mal wieder viele Seelöwen, aber auch Kormorane und Flamingos beobachten. 🙃 Wir kletterten die Felsen hinauf um die Bucht überblicken zu können und von oben konnten wir in der Ferne doch tatsächlich einen blauen Van auf uns zufahren sehen! Tatsächlich hatten auch unsere Lieblingsreise-Buddys den Weg an dieses schöne Fleckchen Erde gefunden. Was für ein Zufall! 😅 Und als ich von meinem Strandspaziergang zum Leuchtturm zurückkam gab es ein weiteres, völlig unerwartetes Wiedersehen mit den beiden Brasilianern Lukas und Maíra alias @adiantes. Die zwei hatten wir zuletzt vor vielen Monaten im Nationalpark „Ischigualasto“ in Argentinien getroffen. 😃

Nach all den vielen Fahrtagen begannen wir den Samstag mit einer knackigen Sport Session am Strand, Meerblick und kostenfreier Schatten dank fest installierter Sonnensegel inklusive. Danach war es Zeit für einen Arbeitstag: Simon begann mit einem neuen Video und ich hatte stolze acht Tage Blog nachzuschreiben. 👩‍💻👨‍💻🙈 Zwischendurch gab es leckere Pancakes mit frischen Feigen als kleine Stärkung und, nach dem wir bei einem Aperol ohne Spritz den schönen Sonnenuntergang genossen hatten, vertilgten wir vier gemeinsam die restliche Reis-Gemüse-Pfanne vom Vortag mit frisch gebackenem Pfannenbrot. 😋

Am nächsten Morgen hatten wir direkt eine ganz fantastische Begegnung: Aus unserer Schiebetür raus konnten wir tatsächlich Wale sehen! Sie waren zwar ein ganzes Stück weit von uns entfernt aber ihre Fontänen und Rückenflossen waren eindeutig zu erkennen. 🐳  Die morgendliche Runde Yoga mit Blick auf den Ozean war nicht minder schön, genauso wie das daran anschließende Telefonat mit unseren Lieben zu Hause. ❤ Danach sagten wir, mal wieder, auf Wiedersehen zu Max und Merle bevor wir unser noch lauwarmes Pfannenbrot zum Frühstück verspeisten. 😋 Die nächsten Stunden über waren wir sehr fleißig und arbeiteten an den Laptops. Eine Stunde vor Sonnenuntergang machte ich mich dann auf den Weg über den Strand hin zum Leuchtturm und was ich dort erleben durfte ließ mich wirklich fast ausflippen! Bereits auf halbem Weg, keine 500m von unserem Van entfernt, konnte ich klar und deutlich einen großen Buckelwal mit seinem halben Oberkörper steil aus dem Wasser kommen sehen. Kurz darauf schlug er mit selbigem sowie mit einer seiner Flossen auf der Wasseroberfläche auf und erzeugte so einen großen Platsch. 🌊 Auch seine hintere Flosse konnte ich beim Abtauchen sehr gut vom Strand aus sehen, genauso wie die Mutter mit ihrem Kalb, welches mehrere Male komplett aus dem Wasser sprang. 🙃 Ich war völlig aus dem Häuschen und gleichzeitig traurig, dass Simon nicht mitgekommen war und ich dieses fantastische Erlebnis somit leider nicht mit ihm teilen konnte. Umso enthusiastischer berichtete ich ihm während unseres Abendessens von meinen grandiosen Begegnungen. 🐋

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns, nach erneuten Walsichtungen am Morgen, von diesem schönen und noch dazu kostenfreien Stellplatz. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg ins nur knapp 100km entfernt liegende „Máncora“. Der Ort wird als DER schönste Badeort Perus angepriesen, jedoch erschien uns die Hauptstraße bei der Durchfahrt extrem touristisch und keiner der drei angesteuerten Stellplätze sagte uns zu. Auch hatten wir hier kein gutes Gefühl, den Van alleine stehen zu lassen um eine Runde zu drehen so dass wir uns trotz fortgeschrittener Stunde dazu entschieden, weitere 75km bis zu einem hoch gelobten Campingplatz zu fahren. Mit untergehender Sonne trafen wir im Paradies „Swiss Wasi“ ein. Hinter dem eigentlichen Hotel befindet sich ein kleiner Garten mit wenigen Plätzen für Camper und direkt dahinter liegt ein karibischer Traumstrand: Feiner Sandstrand vor den Brechern des Pazifiks, gespickt von niedrigen Kokosnusspalmen zwischen denen sich Hängematten spannen. 😍

Bereits bei Ankunft war klar, dass wir hier mehr als eine Nacht verbringen würden. Zumal es auch eine große Waschmaschine gab deren 12kg Fassungsvermögen nicht nur unsere Bettwäsche, sondern gleichzeitig auch unsere Wäsche der letzten Wochen locker aufnahm. 👍 Auch das WLAN-Signal war stark und wir konnten damit prima arbeiten und sogar seit langem mal wieder ein paar Filme streamen. „Manta Manta Teil Zwo“ fanden wir übrigens richtig gut. 😅 Simon stürzte sich am Nachmittag in die hohen Wellen des Ozeans und wenn mein Mann sagt, dass das Wasser nicht kalt ist dann stimmt das auf jeden Fall. Ich bin kein Fan von großen Wellen weswegen ich mit der Dusche vorliebnahm. Einen schönen Salzwasser Pool hätte es hier übrigens auch gegeben aber da dafür extra Geld verlangt wurde begnügten wir uns mit dem restlichen, herrlichen Ambiente. ❤

Da unsere peruanischen Bargeldbestände für keinen weiteren Tag auf dem Campingplatz ausgereicht hätten machten wir uns am Mittwoch auf zur nahegelegenen, ecuadorianischen Grenze. Ob der Grenzübertritt gut geklappt hat und wie unsere ersten Tage in Land Numero acht waren erzähle ich euch dann nächste Woche. 😉

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (01. – 04.09.2023) Cordillera Blanca – NP Huascarán

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir überqueren neuerdings die Anden und fahren über eine abenteuerliche, landschaftlich sehr reizvolle Offroad-Piste zum bunten „Rainbow Mountain“ in Peru. Auf dem Weg dorthin haben wir einige unerwartete Schwierigkeiten mit unserem Van und nur mit viel Glück schaffen wir es, den Pass auf über 5.000 Metern üNN zu überqueren. Was uns dort erwartet lässt uns wahrlich staunen… 😮🌈
Viel Spaß beim Schauen & lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Ich nutzte noch einmal das grandiose 25m Schwimmbecken des Club Germania in Lima sowie die angenehm heißen und blitzblanken Duschen, bevor wir dem netten Geschäftsführer „Willy“ sowie der Hauptstadt Perus Lebewohl sagten. Der Verkehr in Richtung Innenstadt sowie auf der Stadtautobahn war recht zäh und mitunter chaotisch so dass wir mehr als froh waren, als wir endlich an einem „Tottus“ Supermarkt am Rande der Stadt angelangten. Die Märkte in der Stadt können wir mit unserem Van nämlich häufig nicht ansteuern, da wir in keine Tiefgarage hineinpassen. Deswegen müssen wir vorab nicht nur prüfen, wo man am besten einkaufen kann sondern auch wie die dortigen Parkmöglichkeiten sind. Just als wir am verstauen der Einkäufe waren erreichte uns eine WhatsApp Nachricht von Max und Merle, dass ihre Kühlerreparatur endlich erfolgreich abgeschlossen sei und sie aller Wahrscheinlichkeit nach demnächst weiterfahren könnten. Wie es der Zufall so wollte, waren wir keine dreieinhalb Kilometer von ihrer Werkstatt entfernt und als wir dort eintrafen beglichen die beiden gerade die leider ziemlich stolze Rechnung. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in die „Cordillera Blanca“ und da die beiden, vor ihrer Panne, schon einmal auf dieser Strecke unterwegs waren kannten sie einen schönen sowie ruhigen Stellplatz für die Nacht. Wir erreichten diesen erst kurz nach Einbruch der Dunkelheit und da mittlerweile allen der Magen knurrte machten Simon und ich uns direkt ans Kochen. Wir bereiteten, zur Feier des Tages, eine große und leckere Portion Spaghetti Bolognese für alle zu. Schließlich galt es nicht nur auf die zügige Reparatur anzustoßen, auch wir hatten etwas zu feiern: 10.000 Abonnenten auf unserem Instagram Kanal sowie die frühzeitige Freischaltung der Monetarisierung bei YouTube. Und dass, obwohl uns noch etliche Stunden Wiedergabezeit sowie einige Follower bis zu den eigentlich notwendigen 1.000 fehlen. 🥳🥳🥳

So könnte für mich jeder Tag beginnen 😃
🍾🥂🎉
Läuft bei uns! 🥳🥳🥳

Am Samstag stand uns vieren ein krasser Fahrtag bevor: Für schlappe 200km benötigten wir sage und schreibe NEUN Stunden. Die Fahrbahn bis ins Trekking Mekka „Huaraz“ war über und über mit Schlaglöchern übersäht. In der Region befindet sich u.a. der 6.768 Meter hohe Berg „Huascarán“, der höchste Berg des Landes. So mussten wir nicht nur Slalom, sondern einmal mehr auch über die Anden fahren. Die letzten 40 Kilometer ging es dann über eine richtig krasse Offroad-Piste hinauf zum Wanderparkplatz an der „Laguna 69“. Vielleicht war es ganz gut, dass es mittlerweile schon wieder dunkel geworden war. So sahen zumindest die mitunter sehr baufällig wirkenden Holzbrücken etwas weniger furchterregend aus als im hellen. 🙈 Gegen 21:00 Uhr gelangten wir dann endlich an dem kostenfreien Camp Ground an. Unseren ursprünglichen Plan, Nudelauflauf und Pizzabrötchen zu machen, verwarfen wir zu Gunsten eines fixen Asia Nudelsnacks. Wir packten noch schnell die Wanderrucksäcke für den nächsten Morgen und fielen anschließend direkt müde sowie erschöpft ins Bett.

Erstmal Frühstück 🍳🥣🥞

Der kommende Tag begann früh: Wir standen bereits um 06:00 Uhr auf damit wir nach Möglichkeit noch vor den Reisegruppen an der Gletscherlagune ankommen würden. Nachdem wir gefrühstückt und das Vesper eingepackt hatten begaben wir uns kurz nach 07:00 Uhr in der Früh auf den ca. neun Kilometer langen Wanderweg. Unsere beiden Reisegefährten waren sogar noch eine Stunde eher aufgebrochen. Die Landschaft um uns herum erinnerte uns unweigerlich an den Nationalpark „Tierra del Fuego“ in Ushuaia, Patagonien. Auch hier floss ein reißender Gletscherbach durch saftig grüne Wiesen, auf denen Kühe sowie Esel weideten. Direkt neben dem Tal ragten schroffe, mit niedrigen Büschen bewachsene Berge gen Himmel aber auch schneebedeckte Gletscher waren unweit zu erkennen. 🤩 Wir folgten dem Bachlauf sanft hinauf in Richtung der Lagune und hielten immer wieder an, um die Landschaft in uns aufzusaugen. Links und rechts von uns fiel das Schmelzwasser über Wasserfälle hinab in die Tiefe und auch ein stattlicher „Chinchilla“ lief uns vor die Kameralinse. Kurz darauf erreichten wir die „Laguna Consuelo“ in deren Wasser sich leicht die umliegenden Berge spiegelten. Von hier aus ging es die letzten 300 von insgesamt 700 Höhenmeter deutlich steiler hinauf aber dennoch war ich erstaunt, dass ich an diesem Tag konditionell so gut vorankam. Lediglich der Schwindel machte mir zu anfangs immer mal wieder zu schaffen aber dieser kam sicherlich von unserem schnellen Aufstieg. Schließlich waren wir innerhalb von nur zwei Tagen von Meeresniveau hinauf auf über 4.000 Meter gefahren. Nach etwas mehr als drei Stunden lag dann die surreal türkisfarbene „Laguna 69“ vor uns wo Max und Merle bereits auf uns warteten. 😍 Eine gute halbe Stunde lang konnten wir die Stille der Natur sowie die Einsamkeit genießen. Lediglich den Gletscher hörte man ab und an deutlich knacken. Danach erreichten die ersten Gruppen ihr Ziel so dass wir uns etwa eine Stunde nach Ankunft, und natürlich einem ausgiebigen Snack, gemeinsam an den Abstieg machten. Witzigerweise begegnete uns auf dem Weg hinunter Hermann wieder, ein Mitglied unserer Gruppe auf dem „Salkantay Trail“. Pünktlich zur besten Kaffeezeit kamen wir wieder an den Vans an wo wir uns hungrig über den von mir gebackenen Blaubeerkuchen hermachten. 😛 Anschließend trennten sich unsere Wege mal wieder. Da die beiden in kürze Besuch in Ecuador erwarten wollten sie zügig weiter. Simon und ich hingegen begaben uns noch ein Stück tiefer in die höchste Gebirgskette außerhalb Asiens hinein. Auf einer Länge von 180 Kilometern befinden sich über 50 Berge mit einer Höhe von über 5.700 Metern und den Anfang der mächtigen „Cordillera“ konnten wir damals bereits am „Titicacasee“ sehen. Wir holperten die furchtbare Schotterpiste wieder hinunter ins Tal, nur um kurz darauf auf eine nur minder bessere abzubiegen. 😅 Erneut in der Dunkelheit fuhren wir über zahlreiche Haarnadelkurven hinauf bis zu einer Schranke. Bereits zuvor wurde uns gesagt, dass es hier ab 17:00 Uhr kein Weiterkommen mehr geben würde weswegen wir, in ordentlicher Schräglage am Hang, dort die Nacht verbrachten.

Die Landschaft ähnelte der in Ushuaia
Einfach nur schön 🥰
Wasserfall & Gletscher
Das letzte Stück ging steil hinauf 😮‍💨
Zwischenstopp an der ersten Lagune
Der Chinchilla ist wirklich gut getarnt – findet ihr ihn?!
Zieleinlauf! 😀
Die Laguna 69 in Peru 🇵🇪
Vesperpause 🥪
Das Wasser ist WIRKLICH so türkis 🤩
Wir treten gemeinsam den Rückweg an
Wieder vorbei an der Laguna Consuelo
Entlang des rauschenden Gletscherbachs
Zurück zum Wanderparkplatz
Auf dem Weg zur Laguna Parón

Nicht nur wegen der Schieflage schliefen wir schlecht sondern auch, weil wir immer wieder Regen auf unser Dach fallen hörten. In welchem Zustand die Straße wohl sein würde, die ab hier sehr steil und schmal bis zur „Laguna Parón“ hinauf führt? Und ob wir hier am Hang problemlos würden anfahren können?! Schließlich ist unser Fahrzeug mit dreieinhalb Tonnen kein Leichtgewicht und auch der Frontantrieb ist in solchen Momenten nicht von Vorteil… Glücklicherweise kam nicht wirklich viel vom Himmel und als wir früh morgens das Bett verließen hatte es bereits wieder abgetrocknet. Ich war gerade dabei, uns Kaffee einzuschenken als kurz nach 08:00 Uhr der freundliche Ranger eintraf. Diesen fragte ich nach seiner Meinung bezüglich der letzten noch zu fahrenden 15 Kilometer und er sprach aus, was wir uns bereits gedacht hatten: Mit unserem Van wäre es ein großes Wagnis. Keinesfalls wollten wir riskieren uns im Nirgendwo, schlechtesten falls noch in einer Haarnadelkurve, festzufahren. Wir erkundigten uns bei ihm ob es eventuell möglich wäre, von hier aus eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Da es erst vor wenigen Wochen, am oberen Parkplatz, einen schweren Erdrutsch gegeben hatte werden derzeit die sonst üblichen Touren nicht angeboten. Aber er meinte, dass dennoch der ein oder andere Tourist auf eigene Faust seinen Weg hierher finden würde und unsere Chancen ganz gut stünden. So wendeten wir unseren Van in vielen Zügen, parkten ihn etwas unterhalb der Schranke an einer etwas breiteren Stelle, packten die Rucksäcke und dann hieß es warten. ⏱ Als erstes kam ein Pick-Up angefahren welcher uns nicht mitnehmen konnte, oder wollte. Als zweites tauchte ein leider vollbesetzter Minibus auf und als drittes, man mag es kaum glauben, fuhren die beiden Südafrikaner Yvonne und Brett in ihrem allradgetriebenen Land Rover Defender vor. 😀 Wir waren ihnen zuvor schon zweimal begegnet, nämlich in „Samaipata“ (Bolivien) als wir Jessica und Yannick am Abschlepphaken hatten und dann noch einmal auf dem Campingplatz in „Cusco“. Wir konnten unser Glück und unsere Freude kaum fassen als wir kurz darauf durch ihre Heckklappe klettern und, bäuchlings, auf ihrem eingepackten Bettzeug platznehmen durften. Fast eine Stunde lang lagen wir so da bis wir endlich am Ziel ankamen und uns war bereits nach wenigen Metern klar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. NIEMALS wären wir mit unserem Van bis hierhin gekommen. Oben angelangt mussten wir dann zu Fuß erst einmal den gewaltigen Erdrutsch überqueren. Der gesamte Hang war abgerutscht, hatte ein Stück der Straße mit sich gerissen und wo diese einmal war floss nun ein reißender Bach. 😮 Wir gaben uns, einer nach dem anderen, gegenseitig Halt und schafften es so bis hinüber auf die andere Seite. Wenig später konnten wir einen ersten Blick auf die langgezogene, türkise Lagune erhaschen welche sich in Mitten der gewaltigen Gletscher auf einer Höhe von 4.200 Metern befindet. Auch diese Lagune gehört, wie zuvor die „69“, zum Nationalpark „Huascarán“. Mussten wir am Vortag jedoch noch stolze 30 Soles (=7,50 €) pro Person für die Wanderung berappen wurden hier lediglich 5 Soles (= 1,25 €) Eintritt verlangt und wir liefen gemeinsam ein Stück am Westufer des Sees entlang. Wie so oft in den Bergen hingen die Wolken recht tief und verhüllten die sicherlich spektakulären Schneeberge. Nur das Knacken des Gletschereises verriet uns deutlich ihre Existenz. Während unserer Lunch Pause fielen auch immer mal wieder ein paar Tropfen aber zum Glück wurde der Regen nicht stärker. Allerdings wurde es doch recht frisch weswegen wir den fünf Kilometer langen Weg (one way) nicht zu Ende liefen. Zumal wir ja auch auf unser Taxi angewiesen waren! Gegen 14:00 Uhr setzten uns die beiden wieder an unserem Van ab und nach dem wir die Rucksackinhalte sicher verstaut hatten begaben auch wir uns auf die Weiterfahrt zurück ins Tal. 🚐💨 Auf dem Weg dorthin empfingen wir eine erneute Schreckensbotschaft von Max und Merle: Während ihrer Rückfahrt nach „Huaraz“ hatte sich das Kreuzgelenk ihrer Kardanwelle verabschiedet weswegen sie neuerdings in einer Werkstatt standen. 😟 Da wir sowieso nichts hätten ausrichten können entschieden wir, wenige Kilometer vor ihrem Standort vor einem Hotel mit angegliederten Thermen zu übernachten. So könnten wir am nächsten Morgen noch ein Bad nehmen und anschließend bei den beiden Unglücksraben vorbeischauen…

Unser Retter in der Not:
Der Land Rover von Yvonne & Brett
Überquerung des heftigen Erdrutsches
Dank den beiden schafften wir es doch noch zur Laguna Parón ♥️
Eingekesselt von hohen Bergen liegt sie da 🏔️
Auch hier ist das Wasser unglaublich türkis
Unser schöner Lunch Spot 🥯
Schade, dass die Wolken die Sicht verdeckten ☁️
Auf dem Rückweg zum Parkplatz

Ob die beiden ihre Reise dann doch noch wie geplant fortsetzen konnten und wie sich für uns der Weg an die Pazifikküste gestaltete erfahrt ihr dann nächste Woche an gleicher Stelle. 😉

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (27. – 31.08.2023) Lima

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir wandern durch den zweittiefsten Canyon der Welt, beobachten dabei zahlreiche Anden Kondore mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern bei ihrem morgendlichen Aufstieg in die Lüfte und erleben fast einen Vulkanausbruch mit! Und vor lauter Begeisterung breche ich mir fast noch ein Bein… 🙈
Viel Spaß beim Schauen und lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Nach einem weiteren, entspannten Tag am Strand von „Paracas“ machten wir uns am Sonntagmittag im Zweiergespann auf den Weg über den „Panamerican Highway“ nach „Lima“. Die 240 km bis dorthin spulten wir in Rekordzeit ab. Seit Chile hatten wir keine derart einfache und komfortable Fahrt mehr gehabt! Da bezahlt man die Mautgebühr schon fast mit Freuden. 😅 Drei Stunden später erreichten wir das direkt an der Küste gelegene Szeneviertel „Barranco“. Hier herrschte eine lässige und zugleich quirlige Atmosphäre. Das Publikum schien aus aller Herren Länder zu kommen und von den vielen grünen Parks aus direkt in die zahlreichen Restaurants, Bars sowie Cafés zu strömen. Wir parkten unseren Van vor einer der schicken und modernen Wohnanlagen mit Blick aufs Meer aber auch hübsche alte Stadtvillen waren hier zu finden.

Unser Stellplatz in „Barranco“

Die neue Woche begann direkt mit einem erneuten Abschied von unseren zwei mittlerweile sehr liebgewonnenen Reisegefährten. 🥰 Da Max und Merle Mitte September Besuch erwarten und bis spätestens dahin in Quito, Ecuador sein müssen sitzt den beiden aktuell die Zeit etwas im Nacken. Deswegen hatten sie sich gegen Lima und für die direkte Weiterreise entschieden. Auch wir waren in Bezug auf die peruanische Hauptstadt etwas zwiegespalten… Ich hatte nicht schon wieder Lust auf Großstadt und das übliche Sightseeing Programm. Zumal die Entfernungen in der 10 Mio. Metropole einfach unglaublich groß sind. Unsere Fahrräder waren leider noch völlig verdreckt weshalb wir das gute Radwegenetz nicht nutzen konnten. So begnügten wir uns (vorerst) mit einem Rundgang durch die beiden modernen Bezirke „Miraflores“ und „Barranco“. Beide liegen direkt an den hohen, steilen Klippen des Pazifiks und sollen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Limas zählen. Wir schlenderten durch die unglaublich vielen Parkanlagen, vorbei an schönen alten sowie neuen Häusern und entlang des „Malecón“. Im „Parque del Amor“ gab es für mich einen leckeren Cappuccino mit einem süßen Crêpes, bevor wir entlang der fünf Kilometer langen Promenade zurück zum Van spazierten. Bei Höchsttemperaturen von 22°C am Tag sowie Tiefsttemperaturen von 17°C in der Nacht gestaltete sich unser Rundgang, nicht zuletzt deshalb, sehr angenehm. ⛅

Spaziergang entlang des „Malecón“
Immer am Pazifik entlang
Durch den „Parque del Amor“
Bis zum Leuchtturm an der Steilküste
Restaurant Meile in „Miraflores“

Am Dienstagmittag checkten wir dann im exklusiven „Club Germania“ ein. Dieser existiert, mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung von 13 Jahren während des zweiten Weltkriegs als alle Deutschstämmigen das Land verlassen mussten, seit nunmehr 160 Jahren in Lima. 😮 Eigentlich öffnet der Club seine Pforten nur für Mitglieder. Diese müssen in irgendeiner Form eine Verbindung zu Deutschland haben und sei es, dass sie nur auf der Deutschen Schule sind bzw. waren oder zumindest die Deutsche Sprache beherrschen. Aktuell zählt der Club 900 Mitglieder, exklusive Familienmitglieder welche aber selbstverständlich auch Zugang haben. Bei einer einmaligen Aufnahmegebühr von, Achtung festhalten, 10.000 USD sowie einem zusätzlichen Monatsbeitrag in Höhe von 240 Soles (= 60 €) kann man das aber auch durchaus verlangen. 🙈 Der super freundliche und sehr redselige Geschäftsführer „Willy“ übernahm vor einigen Jahren die Führung des Clubs. Als Sohn einer Deutschen und eines Peruaners kam er im Rahmen seiner Tätigkeit für BOSCH vor 36 Jahren nach Lima. Er nahm sich sehr viel Zeit für uns und gab uns sogar noch einige Essens- und Sightseeing Tipps. 😀 Anschließend führte er uns über das weitläufige Gelände, auf dem sich nicht nur ein beheiztes 25m Schwimmbecken befindet sondern auch sechs Tennis- sowie vier Squashfelder. Darüber hinaus gibt es ein großes Fußballfeld, eine Kletterwand, diverse Tischtennisplatten sowie eine Bowling- und Kegelbahn. Nicht zu vergessen der große Kinderspielplatz nebst Grillbereich, die Duschen und Umkleidekabinen sowie eine Sauna plus eigenem Restaurant und einer schönen Cafeteria. Und zahlreiche Kurse, vom Yoga bis hin zum Taekwondo, werden auch angeboten. Als Overlander mit deutschem Pass darf man hier kostenfrei auf dem 24h Stunden bewachten Gelände stehen und, mit Ausnahme des Kraftraums, ALLE Einrichtungen nutzen. 🤩

Stellplatz im „Club Germania“ 🅿️
Blick aufs Fußballfeld vom Auto aus ⚽️
Tennisplätze 🎾
Kletterwand für die Schüler der Humboldt Schule
Liegefläche vor dem Schwimmbad
Die tolle Schwimmhalle 🤩

Da uns „Willy“ einen Besuch im historischen Zentrum von Lima sehr ans Herz gelegt hatte statten wir diesem dann schlussendlich doch noch eine Visite ab. Der Club liegt rund 10km außerhalb weswegen wir uns mit dem Taxi dorthin bringen ließen. An diesem Tag war der Himmel relativ grau und vielleicht imponierten mir die Prachtbauten im Kolonialstil deswegen nicht ganz so. Eventuell lag es auch schlicht daran, dass ich schon etwas voreingenommen war oder an der Tatsache, dass wir in den vergangenen Monaten schon viele ähnliche Städte und Gebäude gesehen hatten. 🙈 Noch dazu erwischten wir einen Feiertag, den „Día de Santa Rosa de Lima“ weswegen unglaublich viele Menschen in den Straßen der Altstadt unterwegs waren. Auch die wirklich schöne „Plaza de Armas“ war auf Grund von Festivitäten und einer Prozession leider weiträumig abgesperrt weshalb wir nur vom Absperrgatter aus einige Fotos schießen konnten. Wir kosteten leckere „Churros“, die hier nicht dem üblichen Spritzgebäck entsprechen sondern mehr gezuckerten Berlinern mit einer leckeren Cremefüllung ähneln. 😋 Auch einen tollen Mittagstisch konnten wir ausfindig machen, inklusive frischer „Ceviche“ als Vorspeise. Bereits auf dem Weg in die Stadt hinein erreichte uns die schockierende Nachricht von Max und Merle, dass vor kurzem ihr Kühler in die Luft gegangen war. Und zwar mitten im Nirgendwo, bei voller Fahrt! Wir konnten uns so gut in die beiden hineinversetzen und waren froh zu hören, dass ihr Fahrzeug kurz darauf auf einen Abschlepper verladen werden konnte. Dieser würde sie die rund 300km bis zurück nach Lima in eine Werkstatt bringen. Hoffen wir das Beste für die beiden! 🍀🐷

An der Plaza „San Martín“ in Lima
Auch hier gab es wieder prächtige Holzbalkone
China Town – viel zu voll 🙈
Die „Plaza de Armas“
Leider kamen wir nicht näher ran 🤷🏼‍♀️

Am Tag darauf erkundigten wir uns bei „Willy“, ob wir freundlicherweise noch einen Tag länger bleiben dürften damit wir für Max und Merle zumindest in Reichweite wären. Er gab, ohne mit der Wimper zu zucken, grünes Licht für die Verlängerung worüber wir uns tierisch freuten. 🙃 So blieb uns außerdem noch Zeit für die Arbeit an den Laptops sowie für Kaffee und Kuchen in der schönen Cafeteria des Clubs. ☕🍰 Außerdem fand ich, dass es nach sage und schreibe 13 Monaten höchste Zeit für einen Besuch beim Friseur sei. Und wenn nicht in einer Großstadt wie Lima, wo dann?! Ich googelte nach einem Salon mit guten Bewertungen in der Nähe unseres Stellplatzes und machte mich zu Fuß auf den Weg dorthin. Tatsächlich kam ich ohne Wartezeit direkt an die Reihe. Nur blonde Strähnen wollte man mir keine verpassen weil die Friseurin meinte, meine Haare wären dafür zu trocken und würden davon kaputt gehen. 🤨 Ich bezweifle das, fand es aber auch nicht weiter tragisch und lies stattdessen gute acht bis zehn Zentimeter meiner Haarpracht auf dem Boden des Ladens zurück. Sollte nun wieder eine Weile halten! 😅 Zurück am Van erreichte mich frohe Kunde aus der Werkstatt: Allem Anschein nach waren alle nötigen Teile vor Ort und mit viel Glück können die beiden am Folgetag ihre Reise bereits fortsetzen.

Das Café „Bunt“ im „Club Germania“
Tolle Auswahl an Kuchen 🥧
Yummy 😋
Vorher… 💇🏼‍♀️
Nachher 😀

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (15. – 26.08.2023) Nasca Wüste – Oase Huacachina – Paracas

Nach unserem fünftägigen Trekking zum Machu Picchu verbrachten wir noch einige Tage in der ehemaligen Inka-Hauptstadt Cusco, um uns ein wenig von den Strapazen zu erholen und all die vielen Eindrücke sacken zu lassen. Außerdem wollte vor unserer Weiterreise auch noch so einiges organisiert werden. Duschen, Wäsche waschen, einkaufen etc. Ihr kennt das ja mittlerweile schon von uns. 😛 Zumal es Simon am Tag nach unserer Rückkehr nicht wirklich gut ging und er unter einer seltsamen Mischung aus Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall litt. Glücklicherweise sah die Welt am Tag darauf schon wieder besser aus und wir konnten alle anstehenden Erledigungen in Angriff nehmen. 💪 Nach zwei Tagen verließen wir aus Kostengründen den hübschen Campingplatz, um noch einmal eine Nacht etwas unterhalb auf dem bereits zuvor besuchten Parkplatz zu verbringen. Just an dem Abend, vor unserer geplanten Weiterfahrt, suchte dann auch mich die Magen-Darm-Seuche heim und ich saß mehrmals mit dem Eimer auf den Knien auf unserer Camping-Toilette. 🤮 Am nächsten Morgen war der Spuk zum Glück schon wieder vorbei aber zum Autofahren fühlte ich mich definitiv nicht im Stande da ich zum Aufrechtsitzen kaum in der Lage war. Also ruhte ich mich gebührend aus und am Freitag konnte es dann ENDLICH weitergehen.

Übernachtung an einer Plaza

Vor uns lagen drei zähe Fahrtage über das Andenmassiv. Es ging stetig auf… Dann wieder ab… Und wieder auf… Und wieder ab… Das Ganze verteilt auf eine Distanz von 650 km für die wir gut und gerne 12 Stunden gebraucht haben. Nicht zuletzt auf Grund einiger tausend Höhenmeter und mindestens genauso vieler Kurven. 😂 Dafür wusste einmal mehr die schöne grüne Landschaft, geprägt von Lagunen und Alpaka Herden, zu überzeugen.

Ein munteres Auf und Ab ⤵️⤴️

In den letzten beiden Nächten schlief ich so schlecht wie schon lange nicht mehr und ich bin mir relativ sicher, den Grund dafür zu kennen: Nicht zum ersten Mal während unserer Reise fielen wir nach einem extremen Bewegungsüberschuss (75km Laufen innerhalb von 4 Tagen) direkt ins andere Extrem, nämlich tagelang rein gar keine Bewegung. 😣 Simon kommt damit hervorragend klar aber ich bin wohl eher Typ Steinzeit- statt Neuzeitmensch. Sprich mir geht sowohl physisch als auch psychisch deutlich besser, wenn ich mich viel bewegt habe und abends mit müden Muskeln und einem klaren Geist einschlafe. Die vergangenen Nächte waren jedoch vom Gegenteil geprägt: Mein wacher, unausgelasteter Körper kam einfach nicht zur Ruhe. Dafür versuchte mein Geist diese Ruhe auszugleichen und findet Selbige dann natürlich nur schwer. Noch dazu wird mein nächtliches Zähneknirschen dadurch verstärkt, weil sich die Muskeln dann anderweitig abarbeiten wollen. Ein Teufelskreis… 🥴 Trotz etwas mehr als einem Jahr „on the road“ konnten wir bis dato noch keine wirklich festen Routinen etablieren sondern leben mehr oder weniger von einem Tag in den Anderen. Wohingegen man Zuhause, in einem geregelten Alltag, eher über das Gegenteil klagt und meist zu viele feste Termine hat fehlen mir diese Fixpunkte merklich. Zumal es, ja nach Standort, auch nicht immer einfach ist Sport zu integrieren, beispielsweise wenn man mitten in einer Großstadt oder auf über 4.000 Metern üNN campiert. Aber ich möchte nicht nach Ausreden sondern nach Lösungen suchen und versuchen, generell ein wenig mehr Struktur in unseren Alltag zu bringen. 💪 Falls auch ihr derzeit im Van leben solltet dann lasst mich doch gerne wissen wie ihr das handhabt. Vielleicht könnt ihr mir helfen und habt ein paar gute Tipps für mich parat. Habt ihr beispielsweise feste Routinen á la: Montagmorgens Sport, Mittwoch Arbeitstag, Freitag Spieleabend etc.?! Und könnt ihr meine Empfindungen nachvollziehen oder kommt euch das alles völlig fremd vor??? 🙈

Nach der kurzen Exkursion in mein Inneres jetzt aber wieder schnell zurück zu den Äußern Umständen: 😅

Am Montag erreichten wir endlich die nur noch 50 Kilometer vom Pazifik entfernt gelegene Stadt Nasca, welche sowohl den berühmten Scharrbildern als auch der Wüste ihren Namen leiht. Hier stießen wir auch seit längerem mal wieder auf die Panamericana. Ob wir ihr diesmal endlich länger folgen werden?! Außer den berühmten Geoglyphen gibt es hier aber noch viele Highlights mehr wie zum Beispiel die Aquädukte von Cantalloc. Da wir sowieso daran vorbeifuhren schauten wir uns diese uralte und sehr imposante Anlage aus der Nähe an. Das Volk der Nasca hat diese Kombination aus Brunnen, unterirdischen Wasserkanälen und Zugangsschächten („Puquois“ genannt) bis zum Jahr 600 n.Ch. vollendet. Da der „Río Grande“ sowie die zufließenden Bäche nur während der kurzen Regenzeit im Winter, von Januar bis März, Wasser führen ist die Einrichtung für die umliegende Bevölkerung mitunter noch heute von großer Bedeutung. Die spiralförmigen Zugänge zu den unterirdischen Quellen gaben ein hübsches Fotomotiv ab wenngleich in ihnen auch Schwärme der fiesen Sandflies lebten die sich sofort auf unsere nackten Beine stürzten… 😧

Mal wieder auf der Panamericana 😀
Die beeindruckenden Aquädukte von Cantalloc
Die spiralförmigen Schächte führen zu den unterirdischen Kanälen 🌀
Und kommen schlussendlich ans Tageslicht

Bevor wir uns näher mit der Nasca Kultur beschäftigten machten wir noch einen weiteren, interessanten Abstecher. Mitten im Nirgendwo liegt der Friedhof von Chauchilla wo wir, mit Genehmigung des freundlichen Wärters Marcus, eine sehr ruhige Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen sahen wir uns dann in aller Ruhe, und vor allem mal wieder ganz alleine, die sprichwörtlichen Überreste einer noch älteren Kultur an. In der staubtrockenen Wüste wurden nämlich Jahrtausende alte Mumien und Schädel eines Prä-Inka Volkes gefunden. Die Toten wurden sitzend in Baumwollstränge gewickelt und danach mit Harz einbalsamiert. Anschließend wurden sie in mit Lehmziegeln ausgekleideten Gruben bestattet. Das Volk der Chinchorro lebte schätzungsweise vom zweiten bis zum neunten Jahrhundert n.Ch. und dank des trockenen Wüstenklimas sind die Gebeine noch relativ gut erhalten. Zumindest das, was die Grabräuber übrig ließen… Von diesen resultieren wohl auch die zahlreichen, abgetrennten Schädel. Der Ort diente außerdem als Schauplatz für die Dreharbeiten von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Somit dürfen wir mit Stolz behaupten, die ältesten Mumien der Welt gesehen zu haben. Diese hier sind nämlich sage und schreibe 2.000 Jahre älter als die der Ägypter! 😮

Friedlicher Stellplatz mitten in der Wüste 🌵
Eine gut erhaltenes Skelett
Grab mit Mumie und Grabbeigaben
Die Gräber werden nur durch Strohdächer geschützt
Der Rechts erinnert mich stark an Keith Richards 😅
Was für lange Haare die hatten! 😮

Von dort aus machten wir uns dann nach dem Frühstück auf zu den Nasca Linien. Am besten sieht man die über 1.500 Figuren und mitunter Kilometer lange Linien aus der Luft. Allerdings kostet so ein Rundflug im Kleinflugzeug auch 100 USD pro Person und man sollte über einen stabilen Magen verfügen. Ich habe weder Geld noch einen kurventauglichen Magen weshalb wir uns mit den Aussichtspunkten entlang des Highways begnügten. 😅 Auf einem Hügel war gut das Relief einer Katze zu erkennen. Diese stammt jedoch nicht von den „Nasca“ sondern von den „Paracas“ welche in der vorangegangenen Epoche hier lebten. Von einem kurz darauf folgenden Aussichtsturm aus konnten wir jedoch deutlich drei Scharrbilder der „Nasca“ erkennen: Auf der einen Seite der Panamericana befindet sich die springende Kröte. Manche interpretieren diese auch als Hände, eine mit fünf und die andere mit vier Fingern. Direkt daneben liegt der Baum und auf der anderen Seite sieht man die Echse. Einige Kilometer weiter stoppten wir dann erneut, am Museum Maria Reiche. Die aus Dresden stammende Deutsche Physikerin und Mathematikerin widmetet fast ihr gesamtes Leben der Erforschung der Nasca Linien. Sie vermaß und kartierte die Linien, vor und nach dem zweiten Weltkrieg, bis sie im hohen Alter von 95 Jahren starb. Nicht zuletzt dank ihr erlangten die Geoglyphen den UNESCO Weltkulturerbe Status. Etwa 120 km später erreichten wir dann ein weiteres Wunder, die Oase „Huacachina“ unweit der Stadt „Ica“.

Die „Katze“
Die berühmtesten Nasca Bilder
Die „Kröte“
Der „Baum“
Die „Echse“
Und mitten durch die Panamericana 🙈
Museum Maria Reiche
Ihre Biografie
So sah wohl ihr Arbeitszimmer aus
Wenn das ihr Auto war hatte sie Stil 👍🏻
Der „Affe“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Kolibri“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Flamingo“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Dino“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Astronaut“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Sonnenuntergang in der Oase 🌅

Nach dem wir eine angenehme Nacht, in einer der wenigen Straßen des winzigen Örtchens, verbracht hatten checkten wir am folgenden Morgen im „Ecocamp Huacachina“ ein. Das hübsche Hotel integriert sich mit seinen schlichten Zelten, die als Hotelzimmer dienen, sowie den Bambuswänden wunderbar in die Dünenlandschaft. Außerdem verfügt die Anlage über einen schönen Pool inklusive Pool-Bar, wo wir uns zwar keinen Cocktail, dafür aber einen leckeren Brownie mit Vanille Eis gönnten. 😋 Irgendwann wurden uns die Liegen am Pool zu unbequem und wir machten uns gegen 16:00 Uhr auf zu den Dünen. Schließlich wollten wir pünktlich zum frühen Sonnenuntergang oben sein! Tatsächlich mussten wir zuerst knapp 4 Soles (= 1 €) Eintritt entrichten bevor wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen konnten. Bei all den vielen Touristen hier aber natürlich völlig verständlich und gerechtfertigt. Scheinbar hatten wir, mal wieder, einen günstigen Tag erwischt denn es war deutlich weniger los als erwartet. Die meisten Besucher suchen außerdem eher den Adrenalinkick und düsen, laut johlend, mit Strandbuggys über die Dünen. Nur einige wenige erklommen, so wie wir, die mitunter bis zu 1.000 Meter hohen Sandberge. Es lief sich besser als gedacht und wir kamen relativ bald am höchsten Punkt an von wo aus wir eine herrliche Rundumsicht hatten. Nicht nur hinunter auf den sagenumwobenen See mit seinem üppigen Grün rundum, der angeblich durch den zerbrochenen Spiegel einer Inka-Prinzessin entstanden sein soll. Sondern auch weit in die Ferne, hinweg über unzählige Sanddünen mehr, sowie auf die nahe gelegene Großstadt „Ica“. Nach dem wir unsere Kaltgetränke sowie die Aussicht genossen hatten begaben wir uns in der untergehenden Sonne wieder zurück zum Camp. In dessen Hof stand unser Van, zusammen mit einigen weiteren Campern, und wir nutzten noch die große Freiluftküche für eine schnelle, cremige One-Pot Parmesan Pasta. 🍝 Falls ihr dieses einfache und sehr leckere Gericht gerne nachkochen möchtet, für welches man noch dazu kaum Zutaten und nur einen Topf benötigt, dann schaut unbedingt hier:

Schnell, einfach & lecker 😋
Pool mit Ausblick auf die Sandberge
Süßes geht bei uns einfach immer 😋
Wir wollen hoch hinaus 👆🏻
Oben angekommen 😃
Erstmal was kaltes trinken 😛
Und die Aussicht genießen
Sand soweit das Auge reicht…

Einen Tag später verließen wir das hübsche und sehr besondere Fleckchen Erde dann auch schon wieder. Nach einer ausgiebigen sowie sehr heißen Dusche fuhren wir zurück nach „Ica“, wo wir direkt den großen „Plaza Vea“ Supermarkt ansteuerten. Unser nächstes Ziel befand sich an der Küste und in dem touristischen Ort „Paracas gab es laut Aussage von Max und Merle, die dort bereits auf uns warteten, nur sehr teure Einkaufsmöglichkeiten. Deswegen arbeiteten wir nicht nur unsere eigene, sondern auch deren Einkaufsliste ab und übergaben ihnen die volle Tüte rund eine Stunde sowie 75 km später. 😃 Wir parkten unseren Van hinter ihrem, in bester Strandlage, so dass wir den Blick aufs ruhige Meer während unserer angeregten Gespräche ungetrübt genießen konnten. Der Rundgang durch den derzeit sehr verschlafenen, kleinen Ferienort war dann auch schnell erledigt und wir fanden uns kurz darauf zu einem leckeren, von Max frisch zubereiteten, Abendessen in ihrem VW Crafter zusammen. 🍻

Nach vier Monaten endlich wieder am Meer 🌊

Der Freitag begann mit einem kurzen, aber knackigen Workout am Strand bevor wir uns in die Vans verzogen um fleißig an den nächsten Projekten zu arbeiten. Dazwischen bereitete Simon das Abendessen für uns vor denn hier am Strand hatten wir den idealen Platz für den seit langem heiß ersehnten Dutch Oven gefunden. 🔥 Zuvor genossen wir noch gemeinsam, bei einem kühlen Bier, den schönen Sonnenuntergang über der „Paracas“ Halbinsel bevor wir uns hungrig über das leckere Schicht-Cordon Bleu hermachten. 😋

Frühsport 🏋🏼‍♀️
Sonnenuntergang mit Blick auf die „Paracas“ Halbinsel
Endlich mal wieder Dutch Oven 🔥

Videos zu den einzelnen Reiseetappen findet ihr auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/@sijucampervan

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage