NEW BLOG POST 🇵🇦 (24.12.2023 – 01.01.2024) Pipas Beach – El Valle de Antón

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Diese Woche erwartet dich ein ganz anderes Video als sonst: Wir haben die Highlights unseres Jahres 2023 in den schönsten Bildern für dich zusammengefasst. Wir wünschen dir viel Spaß beim Schauen und einen guten Start in ein glückliches, gesundes neues Jahr. 🍀🐷🎩

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Weihnachten am Strand unter Kokosnusspalmen bei über 30 Grad im Schatten: Wie das wohl werden würde? Bevor wir uns auf die Suche nach eben jener Antwort machen konnten galt es, zuerst noch ein paar Lebensmittel für die Feiertage einzukaufen. Schließlich hatten wir Max und Merle, die bereits an einem schönen Spot direkt am Pazifikstrand auf uns warteten versprochen, dass wir am ersten Weihnachtsfeiertag Gulasch und Spätzle zaubern würden. Als wir alle Zutaten dafür beisammen hatten verstauten wir diese zügig im Auto und vertilgten anschließend, auf dem heißen Supermarktparkplatz, noch schnell unser Müsli. 😅 Uns trennten gute 30 Fahrminuten von unseren Freunden und auf dem Weg fiel uns erneut auf, dass es in Panama deutlich weniger Straßenhunde zu geben scheint als in den Ländern Südamerikas. Selbst in der Großstadt Panama City hatten wir kaum Hunde an der Leine gesehen, galten doch anderswo in Metropolen Hunde stets als schicke Statussymbole. 😯 Ein weiterer Unterschied waren die plötzlich viel größeren und mitunter neueren Privat-PKWs. Der Verkehr auf der Autobahn floss außerdem deutlich zügiger als in Südamerika und zwischen den Autos waren nur recht wenige Lastkraftwagen auszumachen. Nicht nur auf den Straßen, sondern auch daneben mutete alles schon ziemlich amerikanisch an: Die bekannten Fastfood Ketten aus den Staaten (McDonalds, Wendys, TGI, Dominos, Burger King, Taco Bell usw.) sind omnipräsent und auch die riesigen Shopping Malls entlang der Hauptverkehrsstraßen demonstrieren die Kaufkraft der Menschen im reichsten Land Mittelamerikas. Die bis dato das Straßenbild prägenden, lokalen Imbissstände waren kaum mehr zu finden weshalb sich die Essenspreise gleichfalls angepasst hatten. Aber wir hatten uns ja sowieso fest vorgenommen, in nächster Zeit wieder hauptsächlich selbst zu kochen. 😉 Zur Mittagszeit trafen dann auch wir auf dem hübschen Stellplatz in direkter Strandlage ein: Pipas Beach. Außer dem blauen VW-Crafter von @anschnallenabfahrt war der, zu einem derzeit nicht verpachteten Strand-Restaurant gehörende Parkplatz, erfreulich leer. Viktor, der aus Venezuela stammende Platzwart, nahm uns freundlich in Empfang und erklärte uns kurz die Regeln: Für schlappe 5$ pro Nacht dürften wir hier übernachten und neben den Sanitäranlagen auch die Küche sowie die Strandpavillons benutzen. Als Gegenleistung sollten wir am Morgen, bevor sich die Tore für die Tagesgäste öffnen, beim Fegen des Strandes sowie des Parkplatzes mithelfen. Bei dieser top Lage sowie dem niedrigen Preis taten wir das natürlich gerne. 😀 Das herzliche Wiedersehen mit unseren Freunden wurde mit Kühlwein (in Form von Sangria) statt Glühwein begossen, bevor es am Nachmittag auch schon an die Bescherung ging. 🎁 Wir hatten fast vermutet, dass die Beiden eine Kleinigkeit für uns bereithalten würden weshalb wir am Morgen im Supermarkt noch zwei Dosen Becks (Bremer Hausmarke) sowie eine Flasche Cider, ein paar Kekse und eine Tüte kolumbianischen Kaffees für sie gekauft hatten. 🙈 Uns wurde im Gegenzug eine hübsche Geschenktüte überreicht die für jeden von uns ein Paar Socken, für Simon eine Flasche Coca-Cola Zero und für mich eine Flasche Rotwein sowie die obligatorischen Weihnachtskekse beinhaltete. 🥰 Verköstigt wurden wir an Heiligabend von Max der bereits in Peru, extra für diesen Anlass, ein Glas Rotkohl von Hengstenberg gekauft hatte. 😅 Dazu gab es Salzkartoffeln und Hähnchenbrust in Pilzrahmsauce, was wir uns am von Merle liebevoll dekorierten Tisch gemeinsam schmecken ließen.

Was ein schöner Ort für die Feiertage 🎅🏻🎄
Das Restaurant ist derzeit allerdings geschlossen
Kühlwein statt Glühwein 🤣
Bescherung! 😀🥳🥳
Wir tauschen die Erlebnisse der letzten Zeit aus
Merle hat die schöne Tischdeko organisiert 🥰
Heiligabend in Panama am Strand
Danke Max! 😋

Am ersten Weihnachtstag wurde ich um 06:30 Uhr vom Klingeln meines Weckers geweckt da wir nicht nur vor neun Uhr den Platz fegen sollten sondern anschließend, in den kühleren Morgenstunden, auch direkt noch eine Sporteinheit absolvieren wollten. Nach dem wir den Parkplatz vom Laub der Bäume befreit hatten rollten wir dann auch direkt unsere Matten aus. Die 30minütige Einheit war ganz schön fordernd so dass trotz der frühen Stunde bei allen der Schweiß floss. Umso schöner war es, dass wir direkt danach ins angenehm temperierte sowie sehr ruhige Meer springen konnten. 🏝👙 Frisch geduscht gabs danach erstmal für alle eine Tasse frisch aufgebrühten Kaffees, bevor wir uns für ein ausgedehntes Frühstück an die lange Tafel setzten. ☕🍳🥪 Im weiteren Verlauf des Tages hüpften wir alle zusammen noch einige Male ins Meer da es tagsüber doch relativ warm wurde und die Luft, zumindest bei unseren Vans die nicht in erster Strandreihe parkierten, stand. Simon klagte an dem Tag zwar über leichtes Unwohlsein, weil er sich vermutlich in den klimatisierten Räumen der letzten Zeit eine leichte Erkältung zugezogen hatte. Aber dennoch begab er sich am Nachmittag gemeinsam mit mir zum Schnippeln der Zutaten fürs Gulasch in die Küche. Alles in allem war das relativ flott erledigt, sodass es in den nächsten zwei Stunden lediglich galt ab und an den Inhalt des Dutch Ovens umzurühren. Während das Rindergulasch vor sich hin schmorte genossen wir noch die ein oder andere Sangria am Strand. Kurz nach Sonnenuntergang bereitete ich dann den Teig für die Spätzle zu, die Simon anschließend vom Brett ins heiße Wasser schabte. Das Essen war ein voller Erfolg und schmeckte allen, inklusive unserem Gastgeber Viktor, zum Glück vorzüglich. Viel besser kann ein Tag doch gar nicht sein. 😊

Guten Morgen!
Erst mal Laub rechen 🍂
Danach im Meer erfrischen…
…und die Strandduschen nutzen 💦
Bereit für die nächste Runde Sangria 🤪
Dann geht’s ans Gulasch kochen
Lecker! 😋
Spätzle sind schon was feines 🤤

Infos von Viktor: Durchschnittseinkommen in Venezuela 30$/Monat, viele Rentner müssen mit 3$/Monat über die Runden kommen. 😓 Deshalb müssen alle im arbeitsfähigen Alter ins Ausland flüchten, um den Alten und Kranken in der Heimat Geld senden zu können. Er selbst lebt seit 5 Jahren in Panama. Von seinen vier Kindern leben jeweils zwei in den Staaten und in Kolumbien. In Panama verdient er im Schnitt mit 800-1.000$/Monat vergleichsweise viel.

Der zweite Feiertag ähnelte fast 1:1 dem vorangegangenen Tag. Zwischen den Badeeinheiten führten wir alle noch ein paar Telefonate mit unseren Lieben zu Hause, bevor sich diesmal Merle am Herd versuchte. Der Reisauflauf mit Hühnchen und viel Gemüse gelang ihr im Omnia Campingbackofen richtig gut und diesmal hatten wir auch noch alle genug Platz für den Nachtisch, den Simon und ich eigentlich schon für den ersten Feiertag geplant hatten: Schokoladenfondue mit viel frischem Obst, Butterkeksen und Marshmallows. 😛

Reisauflauf aus Resten
Immer wieder schön mit den „anschnallis“ ♥️
Diesmal ging das Schoko Fondue noch rein 🍫

Kaum waren die Weihnachtstage vorüber erwachte auch ich mit Halskratzen und Matschbirne. 🤒 Da sich die Erkältungssymptome aber noch in Grenzen hielten, schloss ich mich nach dem morgendlichen Platzfegen noch einmal dem Workout von Max und Merle an. 🤸‍♀️ Das daraufhin anschließende Bad im Meer hatten wir uns redlich verdient und umso mehr freuten wir uns auf die erste Tasse Kaffee sowie das ausgiebige, gemütliche Frühstück mit frisch gebackenem Pfannenbrot und Frühstücksei. 😋 Da wir am nächsten Tag gemeinsam weiterfahren wollten arbeiteten wir in den nächsten Stunden fleißig an den Laptops. Schließlich wollten die letzten Tage aufgearbeitet werden! Gegen Nachmittag fühlte ich mich deutlich schlapper aber zum Glück gab es abends nicht mehr viel zu tun: Merle hatte die doppelte Menge Reisauflauf zubereitet und auch wir hatten noch alle Zutaten für eine weitere Runde Schokoladenfondue parat weswegen wir am Abend ein entspanntes Resteessen einläuten konnten. 🥘

Irgendwie hab ich nur Bilder vom Essen 🙈😅

Am nächsten Tag fühlte ich mich leider immer noch etwas angeschlagen, weshalb ich nicht an der anstrengenden Sporteinheit teilnahm sondern stattdessen nur ein sanftes Stretching absolvierte. Das Bad im Meer lies ich mir aber dennoch nicht entgehen. 😉 Als wir kurz darauf gemeinsam am Frühstückstisch saßen beschlossen wir spontan, doch noch einen Tag länger als geplant am Pipas Beach zu bleiben damit Max in aller Ruhe sein Video fertigstellen konnte. Am Nachmittag fuhren wir dann noch zusammen in unserem Van zum Super 99 Supermarkt. Somit waren die Einkäufe für die kommenden Tage schon einmal erledigt. 👍 Nach einem Sundowner am Strand legte sich Max mal wieder richtig ins Zeug und bereitete super feine Kumpir Kartoffeln mit den diversesten Toppings zu: Von Sour Cream über Rinderstreifen, Salat, roter Beete bis hin zu Mais sowie Oliven, Zwiebeln und Jalapeños wurde von allem reichlich aufgetischt. 😋

Auch ein wirklich hübscher Platz
Coole Wölkchen ⛅️

Nach dem wir ein letztes Mal den Platz gefegt hatten machten wir uns am Freitag gemeinsam auf den Weg ins Valle de Antón. Der Ferienort ist, auf Grund seiner Lage in den Bergen, für ein deutlich angenehmeres Klima bekannt und steht insbesondere bei kanadischen Urlaubern wohl hoch im Kurs. Die Fahrt hinauf auf etwa 800 Meter üNN war entsprechend kurvenreich weshalb ich froh war als wir endlich unser Ziel, den Campingplatz Potosí, erreichten. Dieser war mit 10$/Nacht zwar leider kein Schnäppchen aber dafür sehr idyllisch, mitten in einem üppig grünen Garten am Fluss, gelegen. Auf einem gestrandeten Ast saßen viele große sowie kleinere Wasserschildkröten, die uns vom sicheren Fluss aus etwas unsicher beäugten. Nach dem für die zwei Vans ein guter Platz gefunden war bauten wir uns ein kleines Lager auf: Die Markisen wurden, zum Schutz vor dem immer mal wieder einsetzenden Nieselregen, ausgefahren und dazwischen wurden Tisch und Stühle arrangiert. Während Simon im Schlamm des Flussufers nach Würmern suchte, um diese als Köder für seine Angel nutzen zu können, bereitete ich schon einmal den Hefeteig für die Pizza am Abend zu. Leider ging der Teig nicht wie gewünscht auf aber trotzdem schmeckten die Pizzen, die wir mit den verschiedensten Zutaten von Salami über Thunfisch bis hin zu restlichen Rinderstreifen belegten, vorzüglich. 🍕🍷 Wir spielten noch eine Runde Wizard bevor wir satt und müde in unsere Betten krochen.

Auf dem grünen Campingplatz in El Valle
Fluss mit Schildkröten 🐢
Lagerbau 😉

Da meine Halsschmerzen nur noch ganz leicht zu spüren waren schloss ich mich am Samstag früh neuerdings der Bremer Sportgruppe an. 🏋️‍♀️ Nach der wohltuenden Einheit, die bereits viel Restmüdigkeit vertrieben hatte, tat der anschließende Kaffee sein Übriges. Erneut fanden wir uns an einer ausgiebigen Frühstückstafel zusammen bevor wir anschließend gemeinsam zu Fuß in den Ort hineinliefen. Da sich die Hauptstraße über mehrere Kilometer zieht liefen wir lediglich bis zum Markt, der sich in etwa in der Mitte des Dorfes befindet. Dort kauften wir vier kleine, frische Ananas die wir am kommenden Silvestertag für die Zubereitung von Piña Colada verwenden wollten. Auch das Gemüse für die geplante Lasagne erstanden wir dort und alle weiteren Zutaten fanden wir in einem der Supermärkte. Wieder zurück an unserem Platz kochten wir erst einmal Kaffee und vertilgten dazu die soeben beim Bäcker gekauften, frischen Zimtschnecken. ☕ Und bevor uns Max und Merle das super coole Brettspiel Brändi Dog erklärten, mit dem wir den Abend ausklingen ließen, kochten wir im Team noch leckere Asia Nudeln mit viel Gemüse. 🍜

Einkauf auf dem Markt
Bisschen Kunsthandwerk gabs auch
Das wird ein mega frischer Cocktail 🍹
Gemeinsames Abendessen
Selbst gemachtes Brettspiel 🎲♥️♠️♦️♣️

Und dann war er auch schon da, der letzte Tag des Jahres. Wobei es uns diesmal, auf Grund all unserer zahlreichen Erlebnisse, tatsächlich nicht wie schon vorkam. 😅 Nach einer letzten Runde im Sport im alten Jahr und einem kraftspendenden, ausgiebigen Frühstück machten wir uns langsam aber sicher an die Vorbereitungen. Während Simon sich noch einmal beim Angeln versuchte, höhlten Merle und ich gemeinsam Ananas aus. Das Fruchtfleisch kam, zusammen mit einem Schuss Ananassaft aus dem Tetra Pak, in den Mixer. Die ausgehöhlten Früchte, samt dekorativem Deckel, taten wir beiseite um diese später als Trinkgefäß nutzen zu können. 😀 Weiter ging es mit der Zubereitung der Lasagne: Während Merle die Bechamel Sauce kochte kümmerte ich mich ums Ragout. Als beides fertig war schichteten wir alles, im Wechsel mit Lasagneplatten und Reibekäse, in die zwei Omnia. Somit waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und wir machten uns ans Kosten der ersten Runde Cocktails: Die frischeste Piña Colada meines Lebens bestand aus selbst gemachtem Ananas Smoothie, frischem Kokoswasser das Simon zuvor den zwei vom Strand mitgebrachten Nüssen entnommen hatte sowie natürlich einem Schuss weißen Rum und etwas Kokosmilch. Nicht zu vergessen natürlich die exklusive Verpackung. 🍍 Simon kehrte derweil mit vier kleinen Fischlein vom Fluss zurück und wir überbrückten die Zeit bis zum Essen mit zwei weiteren Runden Brändi Dog, dass übrigens jeweils im zweier Team gespielt wird was es noch viel spannender sowie strategischer macht. ♦♠🎲 Derweil brutzelte die Lasagne vor sich hin die uns wirklich gut gelungen war und vorzüglich schmeckte. Allerdings machte sich anschließend bei allen eine deutliche Schwere bemerkbar, sicherlich dem üppigen Essen sowie dem frühen Alkoholgenuss geschuldet, weswegen wir größte Mühe hatten bis 24:00 Uhr wach zu bleiben. 😅 Kaum hatten wir uns ein gutes neues Jahr gewünscht krochen wir dann auch schon in die Betten. 😴🙈

Mein Angler 😍
Cocktail Vorbereitungen 🍍
Mit frischem Kokoswasser!
Merle mixt den Ananas Smoothie
Lecker! 😋
Weiter geht’s mit der Lasagne
Erst mal Bolo kochen
Dann geht’s ans Schichten
Vor dem Essen noch nen Cocktail schlürfen…
… und „Brändi Dog“‘spielen
Es ist angerichtet!
Perfektes Silvester Essen 👍🏻

An Neujahr schliefen wir standesgemäß aus und da dieser Tag trainingsfrei war fanden wir uns nach dem Aufstehen direkt an der Frühstückstafel ein. Nach dem die Grundlage, unter anderem mit Arepas con queso y huevo, geschaffen war köpften wir die Flasche Sekt die wir an Mitternacht (auf Grund der Bettschwere) nicht mehr geöffnet hatten. 🤣 Etliche Zeit verging mit dem Abhören sowie Versenden von allerlei Neujahrswünschen und wir hatten Mühe uns aufzuraffen. Gegen 15:00 Uhr schafften wir es dann aber doch noch die geplante Wanderung anzutreten. Vom Campingplatz aus ging es zu Fuß hinein in den Ort, wo wir uns für 5$ ein Taxi schnappten welches uns zum Startpunkt der Wanderung brachte. Andernfalls hätten wir es nämlich nicht mehr bei Tageslicht hinauf und wieder hinunter geschafft. Dank Taxitransfer stand der Besteigung des Cerro Cara Iguana nun aber nichts mehr im Wege. 💪 Mitunter ging es ganz schön steil hinauf und Simon und ich erreichten als Erste den View Point über El Valle. Der Ort mit seinen verzettelnden Häusern lag viele hundert Meter unter uns, inmitten eines Kraters eines vor rund 13.000 Jahren erloschenen Vulkans auf dessen Rändern wir wiederum uns befanden. Oben am Grat wehte ein kräftiger, böiger Wind der die Kiefern in windgepeitschte Formen zwang. Das hatte ja fast Ähnlichkeit mit den Bäumen entlang des Weges unserer letztjährigen Neujahrswanderung zur Laguna Esmeralda, damals noch in Ushuaia. 😮 Hier war die Vegetation jedoch viel üppiger und um uns herum befand sich ein einziges, dichtes grünes Meer. Nach dem wir die Aussicht genossen hatten war es dann auch schon wieder Zeit für den Rückweg, schließlich wollten wir noch im Hellen wieder unten ankommen. Fast wäre ich, zu meinem Schrecken, während des Abstiegs auf eine fette Vogelspinne getreten. 🕷 Auf diese Tiere kann ich gut und gerne verzichten aber vermutlich wird dies nicht die erste und letzte Begegnung gewesen sein… Diesmal liefen wir die vier Kilometer bis zum Camp zu Fuß zurück und als wir ausgehungert weit nach 19:00 Uhr dort eintrafen freuten wir uns sehr über die Lasagne Reste sowie über die frisch von Max zubereitete Gemüse Pasta. 🍝

Ein letztes, gemeinsames Frühstück
Erstmal den Sekt köpfen 🥂
Dann ab zur Wanderung
Ich finde Spinnen soooo eklig 🫣
Toller Wanderweg
Über den Grat zum Viewpoint aufs Tal
Hier erkennt man den Krater ganz gut
Der Vulkanrand
Schöner Abschluss einer nahezu perfekten Woche

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NEW BLOG POST 🇵🇦 (18. – 23.12.2023) Panama City – Abholung Van in Colón – Panamakanal

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Ob es wohl eine gute Idee ist, mit dem eigenen Van an die heiße Karibikküste zu fahren und sich dort Millionen von Sandflies auszusetzen? Wie wir es dort fanden erfährst du im neuen VLOG. Schau also unbedingt rein & lass gerne einen Kommentar sowie ein Like da! 👍

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Die neue Woche startete für uns mit einer Sightseeingtour durch durchs Casco Viejo, die Altstadt von Panama City. Von unserem Hotel aus ging es immer geradeaus bis hinunter an die Küste, von wo aus wir einen tollen Blick auf die moderne Skyline hatten. Unser Ziel war jedoch nicht die Neu- sondern die Altstadt. Diese wurde im Jahr 1519, als erste Überseekolonie am Pazifik, von den Spaniern gegründet. Nach dem der berüchtigte englische Pirat Captain Morgan diese im Jahr 1671 jedoch erfolgreich angegriffen und bis auf die Grundmauern niedergebrannt hatte, erfolgte der Wiederaufbau acht Kilometer entfernt an einer besser zu schützenden Stelle. Somit waren wir also nicht wirklich auf dem Weg ins „originale“ historische Zentrum. Während unseres Spaziergangs entlang der Promenade hatten wir Mühe Schatten zu finden und die Sonne brannte bereits am Vormittag ziemlich erbarmungslos vom Himmel. Zuerst stießen wir auf den Fischmarkt, wo man laut Reiseführer gut und günstig etwas zu Mittag essen kann. Dafür war es jedoch noch zu früh weswegen wir die Straße überquerten und die kleine, auf einer Landzunge gelegene Altstadt, ansteuerten. Wir ließen uns durch die fast autorfreien Gassen treiben und waren überrascht über die doch recht überschaubare Größe des Viertels. Gleichfalls überrascht waren wir von den Preisen in den hier ansässigen Cafés, die selbst für eine Tasse schwarzen Kaffee um die drei USD verlangten. 😮 Erst als wir uns schon wieder auf dem Rückweg zum Hotel befanden fanden wir im ältesten Lokal der Stadt, dem Café Coca-Cola, doch noch akzeptable Preise vor. Das Café darf übrigens, als einziges weltweit, den Namen des berühmten Softdrinks tragen. Zu Zeiten seiner Eröffnung im Jahr 1875 kam das Getränk nämlich frisch aus den USA ins Land und sollte der Erfrischung von den vielen Arbeitern am Panamakanal dienen. Da wir leider beide immer noch von Unwohlsein und grummelnden Mägen geplagt waren blieben wir beim Kaffee und entschieden uns gegen ein Mittagessen. Stattdessen bestellten wir uns am Abend über die in ganz Lateinamerika verfügbare App PedidosYa eine sehr leckere sowie gesunde Bowl auf unser angenehm klimatisiertes Hotelzimmer. 😋

Sightseeingtour Panama Stadt
Die Skyline ist schon schön 🤩
Durch den Park in Richtung Altstadt
Blick vom Hafen über die Fischerboote
Die Kathedrale in der Altstadt
Historisches Zentrum
Das Café Coca-Cola
Neuer Kontinent – verrückt! 🤪
Quinoa Bowl mit Hähnchen & Gemüse 😋

Den Dienstag verbrachten wir fast ausschließlich dort und nutzten das gute WLAN um fleißig an den Laptops zu arbeiten. Ich verließt das Hotel nur am Morgen kurz, um uns in einem um die Ecke gelegenen Billigladen für 0,75 € Cent eine Kaffeetasse zu besorgen. Dank Muttertags Motiv war diese heruntergesetzt und so konnten wir mit der Mikrowelle im Hotel nun nach Belieben Kaffee zubereiten. Unser restliches Instantpulver hatten wir nämlich aus Cartagena mitgebracht. 😉

Tolles Puzzle Bild im Hotel
Aufenthaltsraum mit Mikrowelle

Am nächsten Morgen wanderten die Blicke andauernd zum Handy in der Hoffnung, dass sich unser Agent Boris bald melden würde. Als gegen 10:00 Uhr immer noch keine Nachricht von ihm kam kontaktierte ich ihn mit der Bitte, uns noch am Vormittag Bescheid zu geben ob wir denn nun zwecks Abholung am nächsten Tag nach Colón weiterreisen könnten oder nicht. Der Container mit unserem Van kam nicht in Panama City und somit auf der Pazifikseite an (dafür hätte das Schiff nämlich durch den Panamakanal gemusst), sondern in Colón auf der Atlantikseite. Nach einer gefühlten Ewigkeit teilte er uns dann via WhatsApp mit, dass er noch keine Freigabe für den Container erhalten hätte. Noch dazu war an diesem Tag, dem 20. Dezember, in Panama Feiertag was die normalerweise immer mittwochs stattfindende Öffnung des Containers weiter verzögern würde. Mit viel Glück könnte die Abholung am Donnerstagnachmittag oder Freitagvormittag stattfinden. Falls das nicht klappen sollte würde noch eine Chance für Samstag bestehen und ansonsten müssten wir uns bis zum 26.12. gedulden. 😯 Keine guten Nachrichten, wobei wir vom worst case Szenario noch nicht ausgehen wollten… Ich erkundigte mich an der Hotelrezeption, ob wir noch einen Tag länger bleiben könnten was glücklicherweise ohne Zimmerwechsel möglich war. Anschließend rief ich bei dem bereits gebuchten Hotel in Colón an wo ich mir die kostenfreie Stornierung telefonisch bestätigen ließ. Nachdem alles Organisatorische geklärt war entschieden wir, uns zum ersten Mal ein Taxi über die Uber App zu bestellen. Erwartungsgemäß funktionierte das reibungslos und wenige Minuten später wurden wir vorm Hotel von einem Fahrer abgeholt, der uns für 3$ zum Parque Natural Metropolitano brachte. Dort knöpfte man uns weitere 4$ pro Person an Eintrittsgebühr ab bevor wir die Spazierwege der weitläufigen Grünanlage betreten durften. Glücklicherweise bot das dichte Blätterdach ganz guten Schutz vor der Mittagshitze aber dennoch kamen wir beim Laufen natürlich ins Schwitzen. In dem Park soll es neben Affen unter anderem auch Faultiere geben und tatsächlich konnte ich mit bloßem Auge eins erspähen, obwohl man vor lauter Bäumen und Blättern fast nichts sehen konnte. Ich war ganz aus dem Häuschen als der Ranger meine Mutmaßung bestätigte. Unser erstes Faultier in freier Wildbahn! 🙃 Neben diesem konnten wir noch ein paar Schildkröten, einige Vögel sowie ein weiteres Faultier ausmachen. Uns entgegenkommende Besucher erzählten uns außerdem von einer großen Affenbande, die keine 10 Minuten entfernt durch die Bäume toben würde. Aber scheinbar war sie bei unserem Eintreffen schon weitergezogen. Wir waren mit den zwei Faultieren aber auch völlig zufrieden und machten uns vom Stadtpark auf zum nahegelegenen Einkaufszentrum. Die Albrook Mall ist der größte Shoppingtempel des Landes und die Flut an Konsumgütern erschlug uns geradezu. Keine Ahnung, ob ich je zuvor in einem derart großen Shoppingcenter gewesen bin?! Die Anzahl an Läden (700!) war gigantisch und selbst die Foodcourts waren, alle in identischer Anordnung, mehrfach in dem Gebäude vorhanden. Selbstredend, dass es hier auch eine Bowlingbahn, ein Casino und ein Kino gab. An einem Feiertag, noch dazu wenige Tage vor Weihnachten, war in der Mall natürlich die Hölle los und wir mussten tierisch aufpassen uns in dem Gewirr nicht zu verlieren. Wir machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem und landeten schlussendlich bei einem Asia Restaurant, dass die einzige halbwegs gesunde Alternative zwischen all den Fastfood Ketten zu sein schien. Die Wahl stellte sich als gut heraus und wir staunten neuerdings nicht schlecht über die vielen Menschen um uns herum. Und irgendwie fanden wir es beide sehr befreiend zu wissen, dass wir nichts kaufen mussten und vielmehr auch gar nichts Unnötiges kaufen konnten, da wir dafür im Van sowieso keinen Platz hätten. Ein Hoch auf den Minimalismus! 👍👍👍

Mal wieder fleißige Blattschneider Ameisen 🐜
Üppiges Grün im Stadtpark
Es gab sowohl Land- als auch Wasserschildkröten
Kleine Echse
Unser erstes Faultier in freier Wildbahn 🦥
Krasser Kontrast zum friedlichen Park 😳

Wir hatten uns schon voll und ganz auf einen weiteren, entspannten Arbeitstag in unserem gemütlichen Hotelzimmer im Hotel Canova in Panama City eingestellt als am Donnerstag früh eine Nachricht von Boris (unserem Agenten) eintraf: Er hätte soeben die Containerfreigabe für Freitagmorgen erhalten. 😀 Fast waren wir von dieser Info etwas überrumpelt aber natürlich freuten wir uns riesig darüber! Also packten wir die Laptops nicht aus sondern ein, genauso wie unsere restlichen sieben Sachen, und checkten noch am Vormittag aus dem Hotel aus. Vor diesem schnappten wir uns ein Taxi, welches uns neuerdings zur bereits gestern besuchten Mall brachte denn dort befand sich u.a. auch das Busterminal. Wir gingen noch einmal ins Einkaufszentrum hinein, in dem glücklicherweise deutlich weniger los war als am Vortag, um uns dort noch eine neue SIM-Karte von +móvil zu beschaffen. Außerdem hoben wir noch ein paar US-Dollar ab für den Fall, dass unsere abgezählten Noten doch nicht ausreichen sollten um den Van auszulösen. Und da Simons Bauchbeutel, nach erfolgreicher Reparatur in Bolivien, nun zum zweiten Mal kaputtgegangen war suchten wir dafür noch einen Ersatz. Nach dem wir auch diesen gefunden hatten wechselten wir das Gebäude und aßen im großen Busterminal bei Subway noch eine Kleinigkeit zu Mittag. Von dort aus ging es mit dem Überlandbus in einer etwa anderthalbstündigen Fahrt, die pro Kopf 3,50$ kostete, nach Colón an der Karibikküste. Unser Containerpartner hatte uns zuvor bereits gewarnt, dass die Stadt extrem hässlich wäre und wir deshalb so lange als möglich in Panama Stadt bleiben sollten und in der Tat: Eine derart heruntergekommene, schäbige sowie vermüllte Stadt ist uns glaube ich auf der gesamten Reise noch nicht untergekommen. 😮 Nach dem wir unser unspektakuläres, aber sauberes Zimmer im Hotel La Cubana Hotel & Suites (27 $ pro Nacht) bezogen hatten gingen wir noch einmal runter auf die Straße um uns nach etwas Essbarem in der Nähe umzuschauen. Bereits nach drei Blocks war uns klar, dass wir so schnell als möglich wieder zurück aufs Zimmer wollten, so unwohl und unsicher fühlten wir uns. Also bestellten wir uns neuerdings über PedidosYa etwas aufs Zimmer. Noch nie zuvor hatte ich bei McDonalds etwas zum Liefern bestellt aber es gab nicht gerade viele Alternativen… 🍔🍟 Auf Grund der immer noch leichten Magendarm Beschwerden teilten wir uns in den letzten Tagen meist eine Portion aber trotzdem sind wir froh, wenn wir uns bald wieder selbstversorgen und somit gesünder essen werden können.

Busfahrt nach Colón
Schlimmer geht echt nimmer 🙈
Aber unser Zimmer war sauber 👍🏻
Blick aus unserem Hotelfenster

Der nächste Tag begann für mich mit einer heißen Dusche im Hotel (scheint in Panama wieder geläufiger zu sein als in Kolumbien) und gegen 08:00 Uhr checkten wir bereits an der Rezeption aus. Zu Fuß durchquerten wir die vermüllte Stadt in Richtung Shopping Mall. Noch vor dieser fanden wir eine nette Cafeteria, in der wir es uns mit einer Tasse Kaffee gemütlich machten. WLAN gab es dort ebenfalls denn irgendwie funktionierte der Hotspot mit der neuen SIM-Karte nicht weshalb wir mit unseren normalen Handys keinen Internetempfang hatten. Da von Boris, unserem Agenten, aber keine neue Nachricht mehr eingegangen war blieb es wohl bei der vereinbarten Uhrzeit. Nach dem wir unseren Café ausgetrunken und uns beim Bäcker jeweils noch eine Empanada con Queso geschnappt hatten, orderten wir für 4$ ein Taxi zum Zoll Büro. Dort trafen wir zuerst auf unseren Container Buddy David und wenig später lernten wir auch Boris persönlich kennen. Dieser parkte uns für längere Zeit im wenig ansehnlichen Wartebereich um sich derweil um den TIP, also die Papiere für unseren Van, zu kümmern. Eine gefühlte Ewigkeit später kehrte er mit leeren Händen wieder zu uns zurück und meinte, gerade wären wohl alle Angestellten beim Weihnachtsshopping weshalb wir noch ein Weilchen auf die Dokumente warten müssten. Der Container mit den Fahrzeugen sowie der für die Entladung notwendige Abschlepper stünden aber schon bereit sodass wir dies vorziehen könnten. Gesagt, getan! Zu Dritt fuhren wir mit Boris, in seinem Privat-PKW, zu einem wenige Meter entfernt gelegenen, matschigen Abstellplatz. Dort wurde kurz darauf, in unserem Beisein, der zuvor bereits gegen Schädlinge begaste Container geöffnet. Simon kletterte neuerdings durch die Heckklappe ins Fahrzeuginnere, um die Handbremse zu lösen sowie den Gang herauszunehmen. Da sich unsere Starterbatterie in der Einstiegstür vom Fahrer befindet kann diese im Container nicht wieder angeklemmt werden so dass wir mit der Winde des Abschleppers herausgezogen wurden. Boris hatte unseren angegebenen Maßen wohl nicht getraut und sicherheitshalber einen längeren Abschlepper bestellt der uns jedoch zusätzliche 35$ kostete. Aber Sicherheit geht nun einmal vor und ich kann verstehen, dass seine Firma nicht für Schäden aufkommen möchte die durch eine zu kurze Rampe des Abschleppers bei der Entladung entstehen könnten. Sowohl Davids als auch unser Fahrzeug schien die kurze Reise unbeschadet überstanden zu haben was uns alle natürlich mordsmäßig freute und für sehr erleichterte Gesichter sorgte. 😊 Während Boris sich um die Beschaffung der Dokumente kümmerte fuhren wir im Konvoi schon mal zu einer nur 2km entfernt gelegenen Tankstelle. Dort konnten wir, quasi während der Wartezeit, den Luftdruck in unseren Reifen wieder von 1,5 auf 4 Bar erhöhen und zeitgleich auch volltanken. Kaum hatten wir es uns im gut klimatisierten Restaurantbereich der Tankstelle bequem gemacht stieß auch schon Boris mit dem TIP sowie der inkludierten KFZ-Haftpflichtversicherung zu uns. Hatten wir bis dato stets eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen pro Land erhalten so galten für Panama erstmals nur 30 Tage. Sollte bei dem kleinen Land aber hoffentlich kein Problem sein… Nach einem kurzen Schwatz erfolgte die Geldübergabe in bar in Boris Auto (585$) und damit war der Verschiffungsprozess final abgeschlossen. 😀 Praktischerweise schloss sich an die Tankstelle auch noch eine Mall an, in der sich ein Xtra Supermercado befand. In diesem kauften wir noch die nötigen, frischen Lebensmittel ein bevor wir uns in einem gut bewerteten Shawarma Lokal nebenan noch einen Mittagssnack teilten. Beschwingt ob des guten Verlauf des Tages fuhren wir über die Parallelstraße zur mautpflichtigen Autobahn in Richtung Panama City zurück. Die Autobahn zwischen Colón am Atlantik und Panama City am Pazifik kann nämlich nur mit elektronischem Pass befahren werden, den wir als Ausländer natürlich nicht besitzen. Verstöße werden mitunter wohl mit hohen Busgeldern geahndet aber die parallel verlaufende Schnellstraße war ebenfalls gut befahrbar. Entlang dieser befand sich auch eine Niederlassung von Panagas. Ein freundlicher Mitarbeiter nahm uns direkt in Empfang und füllte, ohne mit der Wimper zu zucken, für gerade einmal 7$ völlig problemlos unsere deutsche Gasflasche auf. Als würden sie den ganzen Tag über nichts anderes machen. 🙃 Nicht weit davon entfernt lag ein toller Stellplatz mit direktem Blick auf den Panamakanal, den uns Max und Merle freundlicherweise empfohlen hatten. Bei unserer Ankunft auf dem verlassenen, asphaltierten Parkplatz grüßte nicht nur die Polizei von der nebenan gelegenen Station freundlich und gab ihr Einverständnis für die Übernachtung. Nein, im Baum saß sogar ein wunderschöner Tukan! Oh wie schön ist Panama, besser hätte der Tag gar nicht laufen können. 😍😍😍

Im Wartebereich vom Zoll in Colón
Von dort aus ging’s weiter zum matschigen „Parkplatz“
Der Container wurde geöffnet: Sieht alles gut aus 👍🏻
Per Seilwinde geht’s raus auf die Rampe
Ob die kürzere Pritsche nicht doch gereicht hätte?! 🤔
Egal, Hauptsache wir haben unser Zuhause wieder 🥰
David war auch happy 😀
Wir mussten zum Glück nur wieder Luft aufpumpen
Ein paar frische Lebensmittel einkaufen…
…und die Gasflasche füllen lassen
Der Stellplatz am Panamakanal war auch echt cool 😛
Mit toller Stimmung am Abend 🌇

Dank unseres Deckenventilators schliefen wir, trotz Außentemperaturen in der Nacht von rund 25°C, relativ gut. Lediglich Simon, der in der Nacht zweimal wegen immer noch leicht anhaltendem Durchfall auf die Toilette musste, und der ab und an vorbeifahrende Zug weckten mich kurz auf. Am nächsten Morgen setzten wir uns mit unseren Campingstühlen vor den Van und während wir genüsslich unseren Kaffee schlürften passierten drei große Schiffe den Kanal. Auch die Panama Rail fuhr gleich zweimal direkt vor unserer Nase vorbei: Einmal voll beladen mit Containern, einmal mit Passagieren in Panoramaabteilen. Gegen 11:00 Uhr fuhren wir weiter zum Miraflores Visitor Center, wo man Ausländern stolze 17$ abknöpft. Im Vergleich dazu bezahlen Einheimische gerade einmal 3$ Eintritt. Da passt das Verhältnis meiner Meinung nach mal wieder so rein gar nicht. 🙈 Aber wir wollten uns das angeblich achte Weltwunder der Moderne nicht entgehen lassen, so wie viele andere auch. Es herrschte ein recht großer Andrang und das Publikum schien ziemlich international zu sein. Sicherlich auch dank der Kreuzfahrtschiffe. Zuerst schauten wir uns einen 45minütigen IMAX 3D Film über die Entstehung des Panamakanals, synchronisiert von Morgan Freeman, an. Die eigentlich im Preis inkludierte Ausstellung war leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen weshalb wir direkt im Anschluss die Besucherplattform über den Miraflores Schleusen betraten. Diese war deutlich unspektakulärer als erwartet und voller Menschen. Man hatte eigentlich nirgendwo freie Sicht auf Kanal und/oder Schleusen. Zumal ich dachte, dass man von deutlich weiter oben auf die Schiffe hinunterblicken kann aber Pustekuchen… Trotz allem war es beeindruckend, einen viele Stockwerke hohen Giga-Frachter voller Autos nur wenige Meter von uns entfernt passieren zu sehen. Direkt vor ihm tuckerte ein vergleichsweise winzig wirkender Katamaran. Bestimmt auch ein cooles Erlebnis, mit seinem eigenen Segelboot durch den Panamakanal zu schippern. 😃 Wir konnten live miterleben, wie das Wasser aus den drei Schleusen vor uns herausfloss und die Schiffe so stufenweise zum Pazifik hinabgelassen wurden. An den beiden Flanken der Frachtschiffe werden je zwei Lokomotiven mit einer Zugkraft von jeweils 35k Tonnen vertäut um die Schiffe sicher durch die schmalen Schleusen zu ziehen. Gegen 15:00 Uhr verabschiedeten wir uns um einen nur sechs Kilometer entfernt gelegenen Stellplatz, neuerdings direkt am Kanal, anzusteuern. Bei unserer Ankunft stellte sich aber leider heraus, dass der Parkplatz gerade neu asphaltiert wurde weshalb er derzeit nicht befahrbar war. 😮 Der nächstgelegene, potentielle Übernachtungsplatz im Viertel La Boca taugte uns nicht da er keinen sicheren Eindruck machte. So blieb uns nichts anderes übrig, als am Spätnachmittag die 80 Kilometer lange Fahrt über die Panamericana raus aus der Hauptstadt in Richtung Norden anzutreten. An einer va&ven Autobahnraststätte, die große Ähnlichkeit mit den Copec Tankstellen in Chile hatte (saubere Duschen & Toiletten, schickes Restaurant), fanden wir im hinteren Bereich dann doch noch einen ruhigen sowie sicheren Schlafplatz für die Nacht. 😴

Blick von unserem Stellplatz auf das Containerschiff
Schon ein riesiges Teil 😳
Good bye 👋🏻
Panama Canal Railway
An den Miraflores Locks
3D Film im IMAX 🎞️
Der Dienstälteste Schlepper ⛴️
Der Giga-Frachter ist mit Autos vollbeladen
Die Loks ziehen das Schiff durch die engen Schleusen
Während der Durchfahrt sind die Schiffsmotoren aus
Jede Einzelne Lok kann 35.000t ziehen
Blick von der Puente las Americas auf den Kanal
Seit langem mal wieder Tankstellenromantik ⛽️
War eine tolle Autobahnraststätte 👌🏻

Nachfolgend noch einige interessante Fakten zum Panamakanal:

  • Das erste Schiff passierte den 82 km langen, künstlichen Kanal im Jahr 1914
  • Unglücklicherweise begann just an diesem Tag der erste Weltkrieg weshalb die Eröffnungsfeierlichkeiten etwas untergingen
  • Rund 22.000 Arbeiter starben während der im Jahr 1881 begonnenen Bauarbeiten an Gelbfieber & Malaria
  • Im Durchschnitt passieren 30 bis max. 40 Schiffe pro Tag den Kanal was pro Jahr etwa 14.000 Schiffen entspricht
  • Seit November 2023 bis Februar 2024 ist die tägliche Durchfahrt auf 18 Schiffe pro Tag limitiert was an der extremen Trockenheit und infolgedessen Wassermangel liegt
  • Die Durchquerung des zweispurigen Kanals dauert zwischen 10 und 12 Stunden
  • Dazu kommen häufig stunden-, mitunter tagelange Wartezeiten vor dem Kanal
  • Die Durchfahrt erfolgt üblicherweise in der Reihenfolge der Ankunft
  • 24 der max. 40 möglichen Passagen pro Tag können im Voraus gebucht werden, die 25. Passage wird jeweils versteigert
  • Der Kapitän wird während der Durchfahrt „entmachtet“, stattdessen übernimmt ein erfahrener Panamakanal Lotse das Zepter
  • Unterstützt wird dieser von insgesamt 291 Lotsen, 36 Schleppern sowie 100 Lokomotiven, die in den Schleusen im Einsatz sind um die Schiffe zu dirigieren
  • Bei Colón auf der Atlantikseite werden die Frachter durch zwei Schleusen auf den 26 Meter über Meeresniveau gelegenen Gatún Stausee gehoben
  • Ohne den Bau des Damms, der zugleich als Wasserkraftwerk dient, wäre der Durchstich des Kanals durch die Berge so gut wie unmöglich gewesen
  • In ausgebaggerten Rinnen durchqueren die Schiffe sowohl den See als auch den Río Chagres, bis sie durch zwei weitere Schleusen zum Pazifik hinabgelassen werden
  • Der Meeresspiegel des Atlantik ist rund 20cm höher als der des Pazifik was die Notwendigkeit der Schleusen erklärt
  • Zu Zeiten des Baus hatten die größten Containerschiffe eine maximale Kapazität von 5.000 Containern und waren max. 294 Meter lang sowie 32 Meter breit und hatten einen Tiefgang von max. 11 Metern was 61cm Luft zu den Schleusenwänden entsprach
  • Heute sind es bis zu 13.000 Container weshalb der Panamakanal zwischen 2009 und 2016 umfassend saniert werden musste, damit die Zukunft der wichtigsten Wasserstraße der Welt gesichert bleibt und auch große Frachter mit einer Länge von bis zu 367 Metern sowie einer Breite von 51 Metern und einem Tiefgang von 15 Metern passieren können (würde man ein solches Schiff senkrecht aufrichten wäre es so hoch wie das Empire State Building in New York City)
  • Am 31. Dezember 1999 übergaben die Vereinigten Staaten von Amerika, die damals als Bauherren fungiert hatten, den Kanal an Panama
  • Seither erwirtschaftet der Kanal rund 8% des gesamten Bruttoinlandsprodukts 
  • Der Panamakanal ist insbesondere für die Verbindung der Ost- und Westküste der USA wichtig weshalb diese, zusammen mit China, die wichtigsten Nutzer sind
  • Die durch den Panamakanal transportierte Warenmenge entspricht etwa 5% des weltweiten Seefrachtverkehrs und 68% des US-amerikanischen Seefrachtvolumens
  • Durch die Abkürzung sparen sich die Schiffe die Umfahrung des südamerikanischen Kontinents sowie die Umschiffung des gefährlichen Kap Horns was einer Ersparnis von 13.000 Kilometern bzw. drei Wochen entspricht
  • Je nach Größe und Kapazität des Schiffes belaufen sich die Gebühren für die Kanaldurchquerung auf stattliche 150.000 bis zu über einer Million US-Dollar
  • Als Anhaltspunkt für die Berechnung der Kosten gilt die Basisgebühr in Höhe von 72$ pro Standardcontainer bzw. 134$ pro Passagierbett
  • Bei einem Standardcontainerschiff wären dies 340.000$ zzgl. Nebenkosten für Lotsen, Schlepper etc. und bei einem Kreuzfahrtschiff mit 1.970 Betten 400.000$
  • Die bis dato höchste, je angefallene Gebühr für eine versteigerte Passage liegt bei knapp 4 Mio. US$
Happy Holidays! 🎅🏻🎄🌟

Wie, wo und mit wem wir Weihnachten sowie Silvester verbracht haben erzähle ich dir dann nächste Woche an gleicher Stelle. 🎅🎄🌟🥂🎆

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NEW BLOG POST 🇨🇴 (12. – 17.12.2023) Cartagena

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

In unserem neuesten VLOG entführen wir dich ins kolumbianische Vorzeigeörtchen Barichara. Und nach dem wir von einem tollen Stellplatz aus die Gleitschirmflieger aus nächster Nähe bei Start und Landung beobachten konnten überlegen wir hin und her, ob Paragliding auch was für uns wäre. Die Antwort darauf erfährst du natürlich nur im Video. 😉 Viel Spaß beim Schauen!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Am Dienstagmorgen machten wir uns dann, nach dem wir alle Vorbereitungen bestmöglich auf dem Campingplatz in Santa Rosa de Lima abgeschlossen hatten, auf den Weg zum Hafen. Der Verkehr in der eine Million Einwohner umfassenden Großstadt Cartagena war, zumindest in der morgendlichen Rushhour, eine Qual. 😧 Dieser floss nur zäh von Ampel zu Ampel und die Zweiradfahrer kurvten permanent, im gefährlich nahen Zickzackkurs, zwischen den Autos hindurch. Und obwohl wir eine gute Stunde für die gerade einmal 22 Kilometer lange Strecke eingeplant hatten erreichten wir den Standort am Hafen, den uns unsere Agentin Ana zuvor via WhatsApp mitgeteilt hatte, mit fünfminütiger Verspätung. Vom Straßenrand aus winkten uns bereits zwei Männer in roten T-Shirts zu und signalisierten uns so den Weg zur Einfahrt. David alias @goodvibes_offrgrid, unser brasilianischer Containerpartner, wartete mit seinem Toyota Hilux bereits auf dem Parkplatz vor dem Hafengelände auf uns. Wir machten uns kurz bekannt und luden anschließend unsere zwei Rucksäcke in das Auto von German, der sich im Weiteren um die Betreuung von Simon und David auf dem Hafengelände kümmerte. Da dieses nur von den Fahrzeuginhabern befahren bzw. betreten werden darf machte ich es mir im klimatisierten Wartebereich bequem, während die zwei Jungs die Fahrzeuge in den Hafen hinein fuhren. Zuvor hatte ihnen German noch alle Dokumente für den Zoll übergeben. Diese hatten wir zuvor via WhatsApp von Ana zur digitalen Unterschrift erhalten und anschließend, auf selbe Art und Weise, an sie zurückgeschickt. Etwa eine Stunde später kamen die beiden wieder zurück, sodass Simon und ich uns auf den Weg zu unserer Unterkunft Las Hamacas machen konnten. Die Taxifahrt dorthin kostete uns gerade einmal drei Euro und dauerte auch nur wenige Minuten. Unser Zimmer war sehr geräumig: Neben einem Doppelbett befand sich darin ein weiteres Einzelbett sowie ein Klappstuhl mit kleinem Schreibtisch. Daran grenzte das im Freien liegende Badezimmer mit Dusche an, welches ebenfalls sehr sauber war. Auch die Fernbedienung der Klimaanlage funktionierte auf Anhieb und im Innenhof befand sich eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank. Mehr kann man für 15 € am Tag (wohlgemerkt für zwei Personen) wohl wirklich nicht verlangen. Wir packten schnell unsere Rucksäcke aus und machten uns anschließend auf den Weg zur nahegelegenen Mall Plaza El Castillo, neben der sich auch das Castillo San Felipe de Barajas befindet. Das Einkaufszentrum ähnelte jedem anderen aber uns ging es sowieso primär um den ATM, da wir unsere Unterkunft nur bar bezahlen konnten. Und da uns die Ausstattung der Küche zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt war entschieden wir uns am ersten Abend für eine Pizzeria in der Nähe unserer kleinen, aber feinen Unterkunft. 🍕🍷

Der Toyota Hilux von unserem Buddy David
Einfahrt aufs Hafengelände
Ciao Ciao Bussi 👋🏻
Unsere Bleibe in Cartagena
Nix besonderes aber sauber & geräumig 👍🏻
Outdoor Badezimmer mit Geckos 🦎
Und ne kleine Küchenzeile gab es auch

Noch am Vorabend hatten wir von Ana, unserer Agentin, die erfreuliche Nachricht erhalten dass die Verladung bereits am nächsten Tag stattfinden würde. Somit konnte sich Simon bereits am Mittwochmorgen um 07:15 Uhr mit dem Taxi auf den Weg zum Hafen machen. Ich blieb derweil in unserer Unterkunft zurück und studierte die vielen Insidertipps, die ich beim Check-in von den Hotelinhabern via WhatsApp erhalten hatte. Gegen 11:30 Uhr trafen bereits die ersten Nachrichten von David, unserem Containerbuddy, auf meinem Smartphone ein. Sein Fahrzeug befand sich bereits im Container und Simon war gerade im Begriff unseren Van ebenfalls in die Blechbüchse hinein zu bugsieren. Mit dieser Geschwindigkeit hatte ich nicht gerechnet da wir von anderen wussten, dass man mitunter ganz schön lange auf die Jungs von der Polizei (zwecks Drogeninspektion) warten muss. Da hatten wir wohl mal wieder Glück gehabt! 😀 Um 12:30 Uhr erhielt ich die Info, dass alles erledigt wäre und die Zwei auf ihre Abholung durch Ana warten würden. Simon wurde von unserer Agentin sogar noch zu einem gemeinsamen Mittagessen in einem schicken Restaurant eingeladen weshalb ich mich kurz darauf ebenfalls auf den Weg zu einem nahegelegenen Restaurant machte. Keine 300 Meter von unserem Hostel entfernt befand sich ein typisches Mittagslokal in dem mir, mal wieder in Windeseile, ein üppiges Mahl aufgetischt wurde. Für gerade einmal 14k COP (= 3 €) erhielt ich eine große Schüssel Suppe gefolgt von dem von mir gewählten Hauptgericht in Form von Reis, Linsen, Kochbanane, Salat und Fisch. Inklusive einem großen Glas Limonade. Viel zu viel für meinen Magen weshalb ich die komplette Suppe sowie die Hälfte vom Reis und Fisch einpacken ließ. 😅 Ich war keine halbe Stunde wieder in unserem Zimmer als Simon schon die Tür hereinspazierte und mir von seinem Tag berichtete: Sowohl David als auch er trafen eine halbe Stunde vor vereinbartem Termin, nämlich bereits um 07:30 Uhr anstatt um 08:00 Uhr, am vereinbarten Treffpunkt im Hafen ein. Just zur gleichen Zeit wurden auch die Zöllner in Bussen zur Arbeit gekarrt. Vielleicht war das ihr Glück denn bereits wenig später kamen zwei Beamte zu ihren Fahrzeugen um diese zu inspizieren. David, dessen Fahrzeug natürlich völlig anders gepackt und beladen war als unseres, hatte die meisten Inhalte auf dem Boden um seinen Toyota herum verteilt was den Polizisten die Kontrolle natürlich erleichterte. Simon hatte lediglich unsere Kisten aus dem Kofferraum herausgeräumt sowie die Körbchen mit unseren Socken und der Unterwäsche da auch diese leicht auszuräumen waren. Damit gaben sich die Kontrolleure dann auch schon zufrieden nach dem sie noch einen flüchtigen Griff in unsere Kleiderschränke gemacht hatten. MEGA! 🤩 Die anschließende Verladung ging, nach dem Simon den Luftdruck in den Reifen auf 1,5 Bar reduziert hatte, ebenfalls sehr zügig von statten. Wie bereits in Hamburg befand sich maximal eine Handbreit Luft zwischen unserer Markise und der oberen Containerkante aber das reicht ja vollkommen aus. Und nach dem die Fahrzeuge ordentlich verzurrt waren wurde der Container, neuerdings im Beisein der Polizei, nur noch verplombt. 👍👍

Warten bis es los geht…
Das Hab und Gut von David & Fernanda 😅
Und dann ging’s auch schon los! 😁
Simon macht das zum Glück ganz routiniert
Ich wäre wahrscheinlich irgendwo angeeckt 🙈
Tipp Topp
Nur noch schnell verplomben, fertig ✔️
Bis in hoffentlich einer Woche!
Falls auch ihr im Container verschiffen wollt –
hier die Kontaktdaten unserer Agentin

Der nächste Tag begann mit einem gar nicht mal so schlechten Instantkaffee, da unsere Unterkunft nur über eine Kochplatte aber keine Kaffeemaschine verfügte. Ich buchte noch schnell über kissandfly unseren Flug mit der Billigairline Wingo für 93 € p.P. (ohne Gepäck), bevor wir uns zu Fuß auf in die historische Altstadt von Cartagena machten. Zum Schutz vor Piraten wurde um diese herum eine 13 Kilometer lange Mauer errichtet die auch heute noch vollständig erhalten ist. Allerdings wird die Perle der Karibik, die zeitgleich auch zum UNESCO Welterbe zählt, tagtäglich von Kreuzfahrttouristen nahezu überrannt. 😯 So wurden auch wir ständig angesprochen und gefragt, ob wir nicht ein Taxi bräuchten, einen Hut kaufen oder eine City Tour machen wollten was wir stets dankend ablehnten. Das Viertel Getsemaní, in dem sich viele Bars und Restaurants sowie Backpackerunterkünfte befinden, durchstreiften wir nur kurz da wir uns dieses für den kommenden Abend aufheben wollten. Wir begannen unseren Rundgang stattdessen im Parque Centenario, wo wir tatsächlich einige kleine Äffchen sowie Leguane in den Baumkronen ausmachen konnten. Angeblich sollen hier auch Faultiere zu finden sein. Diese hielten sich aber entweder gut versteckt oder es handelt sich nur um ein Gerücht um Touristen dazu zu verleiten, mit nach oben gerichteten Blicken durch den Park zu laufen. 😅 Durch die wenige Meter entfernt gelegene Puerta del Reloj bahnten wir uns den Weg durch zahlreiche Touristengruppen hinein ins Zentrum. Dieses ist wirklich wunderhübsch und kann von der Fotogenität her meiner Meinung nach gut mit Havanna (Kuba) mithalten. Zum Leidwesen meines Mannes fand auch ich alle paar Meter ein lohnenswertes Motiv für einen Schnappschuss weswegen ich ständig stehen blieb. 🙈 Wir ließen uns durch die Gassen treiben bis sich allmählich der Hunger regte und wir in einem, vom Reiseführer als gut und günstig, angepriesenen Lokal einkehrten. Tatsächlich wurde uns im Espiritu Santo für gerade einmal 19k COP (= 4 €) ein gewohnt reichhaltiges Menü inkl. Getränk serviert. 😋 Als wir wieder vor die Tür traten schlug uns die Mittagshitze mit voller Gewalt entgegen weswegen wir kurzerhand entschieden, unsere Stadtbesichtigung an der Stelle abzubrechen und wieder ins klimatisierte Hotelzimmer zurückzukehren. 🥶

Die mächtigen Mauern schützten einst vor Piraten 🏴‍☠️
Äffchen im Stadtpark 🐒
Grüne Leguane gab‘s ebenfalls 👆🏻
Stadttor Puerta del Reloj
Die Altstadt ist wirklich sehr hübsch
Und sehr fotogen, finde ich zumindest
Mehr Fotos übrigens auf unserem Instagram Kanal 😉
Der afrikanische Einfluss ist nicht zu übersehen
Karibik Flair pur 🍍🍌🥭
Sightseeing macht hungrig 😋
Viele hübsche Plazas
Die Skyline kann sich auch sehen lassen
Vorne Alt-, hinten Neustadt

Nach einem morgendlichen Spaziergang zum Cartagena Schriftzug am Stadtstrand zogen wir uns bis zum Nachmittag in unser klimatisiertes Zimmer zurück um ein wenig zu arbeiten. In der Mittagshitze war es draußen wahrlich nicht angenehm weswegen wir uns erst später, als die Sonne bereits tief am Himmel stand, neuerdings per pedes auf den Weg in Richtung Zentrum machten. Bereits nach eineinhalb Kilometern Fußweg erreichten wir das Getsemaní Viertel. Wir liefen kreuz und quer durch die Gassen des Ausgehviertels und hielten nebenbei Ausschau nach einem geeigneten Restaurant für ein zeitiges Abendessen. Da um 18:00 Uhr die meisten Lokalitäten jedoch noch bei der Cocktail Happy-Hour waren hatten wir keine große Auswahl. So entschieden wir uns für einen Burrito im hübschen Innenhof eines Lokals, dass wohl durchgängig Essen zu servieren schien. Anschließend liefen wir noch einmal in die Altstadt, die auch am Abend recht belebt war, um uns die Weihnachtsbeleuchtung anzusehen. Nach dem wir eine Runde über zwei größere Plazas gedreht hatten beschlossen wir, auf Grund der noch recht frühen Stunde (20:00 Uhr) zu Fuß entlang der Hauptstraße zum Hotel zurückzulaufen. Gegen später hätten wir aus Sicherheitsgründen wohl eher ein Taxi gewählt. Wieder in unserer Unterkunft angelangt war an Schlaf aber noch lange nicht zu denken denn bei einem der Nachbarhäuser wurde auf der Terrasse ein lautstarkes Familienfest gefeiert. Wie stets in Kolumbien hatte die Boom-Box ordentlich Power sodass wir uns mittendrin statt nur dabei fühlten. Mitunter hatten wir große Mühe in unserem Zimmer etwas von dem Film zu verstehen, der nur wenige Zentimeter von uns entfernt auf unserem Laptop lief. 😫

Stadtstrand 🏖️
Das bunte Barrio Getsemaní
Super schöne Gemälde
Blick auf das Castillo San Felipe
Langsam geht die Sonne unter 🌇
Und schon kommen alle aus ihren Löchern 😅
Cocktail Happy Hour🍹
Die Weihnachtsbeleuchtung fanden wir allerdings recht kitschig 🌟

Trotz der über mehrere Stunden anhaltenden Lärmbelästigung schliefen wir wohl irgendwann ein. Allerdings wachte ich am nächsten Morgen mit leichten Rücken- und Bauchschmerzen auf was sich gegen später in Form von Durchfall äußerte. Keine Ahnung, was ich da wohl falsches zu mir genommen habe… Würde mich in solchen Momenten echt brennend interessieren aber die Antwort darauf werde ich wohl nie erfahren. Von daher war es gut, dass wir den Tag von vorneherein als Ruhetag geplant hatten. Die Stadt hatten wir ja glücklicherweise bereits erkundet und so blieb mir genug Zeit, während Simon am neuen Video arbeitete, auf der Dachterrasse einen ersten sowie ausführlicheren Blick in meinen Zentralamerika Reiseführer zu werfen. Schließlich ging unser Flug nach Panama City bereits am nächsten Tag und bis dato hatte ich noch so rein gar keine Ahnung, wohin uns unsere weitere Reise im Groben führen sollte. 🙈🙊🙉

Reiseplanung…
…mit Aussicht von der Dachterrasse 🏙️
Wo allerdings auch die Wäsche trocknete 😂

Am Sonntagmorgen um 07:00 Uhr wurden wir pünktlich vor unserer Unterkunft vom Taxi abgeholt, welches uns in wenigen Minuten zum gerade einmal dreieinhalb Kilometer entfernt gelegenen internationalen Flughafen brachte. Am Abend zuvor hatte ich über Onword Ticket für 16 USD pro Kopf noch eine für 48 Stunden gültige Flugreservierung getätigt, die ohne weiteres Zutun nach dieser Zeit von der Plattform wieder storniert wird. Wie wir zum Glück im Voraus von Bekannten erfahren hatten lässt einen die Airline, ohne gültigen Nachweis über eine spätere Ausreise, nämlich nicht nach Panama fliegen. Dies mussten unsere zwei Freunde schmerzlich am eigenen Leib erfahren denn tatsächlich durften sie ihre gebuchte Reise nicht antreten. Dank ihnen wussten wir es besser und konnten, nach dem wir die fake Buchung am Schalter vorgezeigt hatten, ohne Schwierigkeiten an Board gehen. Der Flug dauerte gerade einmal etwas mehr als eine Stunde und war angenehm ruhig. Während Simon weiter vorne am Gang saß hatte ich einen Fensterplatz direkt an den Tragflächen zugewiesen bekommen von dem aus ich beste Sicht auf den Pazifik hatte. Kurz vor Anflug auf den Zielflughafen kam die Skyline von Panama City zum Vorschein und ich konnte unter mir viele große Frachter ausmachen, die vermutlich auf das Go für die Durchquerung des Panamakanals warteten. Die Zöllner am Flughafen in Panama nahmen es ebenfalls sehr genau und wollten neben der Buchung des Weiterflugs auch die Hotelbestätigung für die kommenden Nächte sehen. 😮 Was ein Glück, dass ich zwei Tage zuvor über Booking.com ein Zimmer im Hotel Canova in Panama City reserviert hatte. Nach dem auch das geklärt war suchten wir uns ein Taxi, dass uns für 15 $ zu unserer Unterkunft brachte. Diese lag im Viertel Calidonia und kostete uns für drei Nächte 80 $. Sowohl das Hotel, als auch unser sauberes Zimmer mit Kühlschrank und Bad, waren im Art Deko Stil gehalten was uns auf Anhieb sehr gut gefiel. Der Rezeptionist empfahl uns auf Nachfrage hin ein um die Ecke gelegenes Lokal, in dem wir gemeinsam mit vielen Einheimischen zu Mittag aßen. Die Portionen waren groß und das Essen schmeckte gut wenngleich die Preise doppelt so hoch waren als zuvor in Kolumbien. 😕 Auf dem Rückweg zum Hotel stolperten wir zufällig an einem großen Supermarkt vorbei und die Fülle an dort erhältlichen Lebensmitteln erschlug uns förmlich. So etwas hatten wir seit Paraguay nicht mehr gesehen. Im krassen Gegensatz zum kolumbianischen D1, in dem es von jedem Produkt maximal zwei zur Auswahl gegeben hatte, gab es hier gefühlt alles hundertfach und das Labyrinth aus Regalen schien gar kein Ende mehr zu finden. 😵 Wir begnügten uns mit Wasser sowie ein paar Snacks und dann machte sich leider auch unmissverständlich mein Darm mit lautem Grummeln wieder bemerkbar… 😕

Check Out aus dem Hostel
Good bye Südamerika – wir hatten eine tolle Zeit
Für mich gab es den Fensterplatz 💺
Schätze die Schiffe stauen sich vor dem Panama Kanal
Unser schönes Zimmer in Panama Stadt
Selbst das Treppenhaus ist stylisch

Nächste Woche erfährst du dann, wie uns Panama Stadt gefallen hat und ob wir unseren Van wie geplant sowie unbeschadet wiedererhalten haben.

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NEW BLOG POST 🇨🇴 (05. – 11.12.2023) Barranquilla – Santa Rosa de Lima

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wie gefährlich ist Medellín heutzutage? Früher hatte die Stadt eine der höchsten Mordraten weltweit (4.000 Opfer pro Jahr) und auch wir erleben live einen Einbruch mit. Direkt gegenüber von unserem Stellplatz! 😮 Trotzdem wagen wir uns in die Comuna 13. Das Stadtviertel war, noch bis vor wenigen Jahren, auf Grund der hier tobenden Bandenkriege absolut tabu. Ob es nun sicherer ist und welche Highlights Guatapé für uns bereithält zeigen wir dir in diesem Video. 📺

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Einen Tag vor Nikolaus verließen wir, recht früh am Morgen, unseren schönen Stellplatz am Strand. Bisher hatten wir es noch nirgendwo anders so lange ausgehalten wie hier. Am Ende unseres Aufenthalts kamen wir auf stolze neun Nächte, die uns allerdings auch 100 € Gebühr kosteten. Da wir an diesen Tagen jedoch keine weiteren Ausgaben hatten, von bereits zuvor eingekauften Lebensmitteln einmal abgesehen, gönnten wir uns den „Luxus“ ausnahmsweise. Wir verabschiedeten uns vom Personal und machten uns auf den Rückweg nach Santa Marta. Die Großstadt ließen wir neuerdings links liegen um direkt weiter nach Barranquilla zu fahren. Dort hatten wir, wenige Tage vor der anstehenden Verschiffung nach Panama, noch einiges zu erledigen. In einem D1 Supermarkt am Wegesrand kauften wir diverse Vorräte wie z.B. Reis, Nudeln und Konserven ein. Verderbliche Lebensmittel dürfen sich, logischerweise, keine mehr im Van befinden wenn dieser in den Container geht aber haltbare Waren sind erlaubt. Und da wir von deutlich höheren Preisen in Zentralamerika ausgehen nutzten wir die Gelegenheit für einen vorerst letzten, günstigen Einkauf. Anschließend steuerten wir eine Werkstatt an in der wir, ebenfalls wegen billigerer Preise, noch einen Ölwechsel durchführen ließen. Von dort aus gings weiter in einen anderen Supermarkt, in dem wir alle im D1 nicht erhältlichen Produkte einkauften. Last but not least stand noch eine große Shoppingmall auf dem Programm in der sich ein Decathlon befand. Simons Campingstuhl hatte sich nämlich am Strand, nach vielen Jahren des Gebrauchs, verabschiedet. Da wir mit unserem Van nicht in die Tiefgarage hineinpassten, parkten wir kurzerhand neben der Anlieferrampe und baten den Streetfood Verkäufer ein wachsames Auge auf unseren Camper zu haben. Selbstredend kauften wir zuvor noch eine Arepa con Queso bei ihm. 😉 Da es bereits weit nach 15 Uhr war spurteten wir im Eiltempo durch den Laden, in dem wir wie geplant einen neuen Faltstuhl erstanden. Von der Mall aus hatten wir noch 30 Kilometer bis zu unserem anvisierten Stellplatz zu fahren. Wir erreichten diesen kurz bevor die Sonne im Meer versank und das Plätzchen machte einen sehr netten Eindruck: An einer halbmondförmigen, langgezogenen Bucht mit seichtem sowie ruhigem Wasser reihten sich in zweier Reihen endlos viele, mit Palmwedeln gedeckte Sitzplätze, aneinander. Tagsüber wurden diese von den dahinterliegenden Restaurants mit Stühlen sowie Hängematte bestückt. Die stabilen Holztische blieben rund um die Uhr stehen was uns natürlich sehr gelegen kam. Da es jedoch schon spät war und wir, nach all der Fahrerei und den zahlreichen Besorgungen, keine Lust mehr zum Kochen hatten ließen wir unsere Stühle eingepackt und machten es uns stattdessen auf der Veranda des dazugehörigen, kleinen Lokals gemütlich. Außerdem wollten wir durch den Verzehr unseren Dank für den kostenfreien, schönen Stellplatz erweisen. Allerdings waren wir von den sonst üblichen Preisen in Höhe von 18k bis 20k COP pro Gericht ausgegangen. Anita, die Inhaberin, offerierte uns auf einer Platte jedoch nur drei fangfrische Fische in unterschiedlichen Größen. Der Kleinste sprach uns nicht an und der mittlere, meiner Meinung nach Tilapia, hätte pro Portion bereits 35k COP gekostet. Der Größte sei für zwei Personen gedacht, meinte Anita, und würde uns mit Beilagen 80k COP kosten. Eigentlich wollten wir keine 20 € ausgeben aber nun konnten wir ja schlecht den Tisch wieder verlassen… Also entschieden wir uns für den großen Fisch und leierten Anita immerhin noch einen Krug selbstgemachter Limonade auf Kosten des Hauses aus den Rippen. Als sie uns die Teller servierte staunten wir nicht schlecht über die riesigen Portionen und uns blieb noch meine ganze Ration Reis sowie fast die Hälfte vom sehr feinen Fisch für den Folgetag. 👍

Einmal Ölwechsel bitte 🛢️
Jede Menge deutsches Bier im Supermarkt 🍻
Wir kauften aber nur Lebensmittelvorräte
Schöner Weihnachtsbaum in der Shopping Mall 🌲
Schnell noch nen neuen Stuhl für Simon besorgt
Rechtzeitige Ankunft am neuen Stellplatz
Teurer als erwartet aber seeehr lecker 😋

Bevor wir uns am nächsten Abend über den restlichen Fisch (zusammen mit Spaghetti, gewürfelten Zwiebeln sowie Tomaten und natürlich viel Knoblauch) hermachten unternahmen wir am Spätnachmittag noch gemeinsam mit Henry einen langen Strandspaziergang. Henry stammt eigentlich aus Cali, hat aber entschieden, dass er die ihm verbleibenden Jahre gerne am Meer verbringen möchte. Deshalb lebt er nun seit 20 Tagen in einer der Strandhütten von Anita und ihrem Bruder Wilson. Letzterer hatte in eben jene eine Hütte eine Zwischendecke eingebaut in der Henry nun wohnt und schläft. Gemeinsam brachen wir gegen 16 Uhr, als die Sonne nicht mehr ganz so unerbittlich vom Himmel brannte, auf und liefen in Richtung der Landzunge. An deren Spitze treffen die Wellen auf den schmalen Streifen Land, der die Bucht vom offenen Meer trennt. Blöderweise schwärmten exakt um diese Zeit, nämlich kurz vor Sonnenuntergang, Millionen Sandfliegen aus die uns alle aufs Übelste malträtierten. Weder Simon noch ich hatten je zuvor so viele Stiche am ganzen Körper davongetragen. 😧 Noch dazu ging uns langsam aber sicher das Tageslicht aus weswegen wir entschieden, ohne den Endpunkt erreicht zu haben, kehrt zu machen. Wegen mehrerer, überfluteter Stellen waren wir nämlich seit geraumer Zeit barfuß unterwegs und ich hatte keine Lust, ohne Schuhe in der Dunkelheit die vier Kilometer wieder zurücklaufen zu müssen. Auf einen Spreißel oder gar eine Scherbe im Fuß konnte ich gerne verzichten. Die vielen Stiche, die im ersten Moment wie Windpockenpusteln aussahen, reichten völlig aus. 😫

Die Wege sind zum Teil mit Meerwasser überflutet
Und auch wenn wir’s nicht bis zum Ende geschafft haben…
…war es trotzdem ein schöner Spaziergang

Donnerstag war noch einmal ein recht gemütlicher Tag. Simon bekam morgens von Wilson einige alte, kleine Garnelen als Köder geschenkt und wart den Rest des Tages nicht mehr gesehen bzw. stand mit Angel und Hut im seichten Wasser. 😅 Nach dem ihm anfänglich nur die Köder vom Haken gefressen wurden bekam er von Caio, unserem brasilianischen Vanlife Nachbarn alias @mundoadentro2022 eine elastische Schnur gereicht. Mit dieser konnte er die Fischköder am Haken festbinden und siehe da: In kürzester Zeit zappelte der erste, schöne Barsch an seinem Haken. 👍 Caio, dem wir schon einmal ganz kurz in Bariloche (Argentinien) begegnet waren tat es ihm gleich und leistete ihm mit seiner eigenen Angel Gesellschaft. Ich schrieb derweil im Schatten des mit Palmwedeln gedeckten Unterstands zwei neue Blog Beiträge und wurde dabei von den acht bis zehn Straßenhunden umringt, die sich im Sand kühlende Löcher gruben. Den ganzen Tag über wehte permanent ein starker Wind sodass wir diesmal auch kaum von Sandflies attackiert wurden. Die Minibiester können bei Böen nämlich nicht fliegen. 😀 Am Abend bot Caio netterweise seine Außenküche zum Frittieren der kleinen, selbst gefangenen Fischlein an. Anita, die Inhaberin des Restaurants, hätte uns diese ebenfalls in ihre Pfanne geworfen und uns dazu völlig kostenfrei Yucca serviert. Da an diesem Tag jedoch der Todestag ihrer Mutter war, und sie am Abend im Familienkreis das Grab besuchten, wäre ihr dies erst spät am Abend möglich gewesen. So nahmen wir dankbar Caios Einladung zum Essen an, der sogar noch restliche Bohnen sowie Reis und Kartoffeln im Kühlschrank hatte. Unsere Fischplatte schmeckte richtig lecker und wir zwei durften zum ersten Mal in unserem Leben Kugelfisch probieren. 🐡 Wie du siehst haben wir den giftigen Fisch überlebt und das feste Fleisch schmeckte unglaublich lecker. Kein Wunder schwören die Japaner darauf! Zuvor hatte Caio uns aber felsenfest versichern müssen, dass er die Kunst des richtigen Filetierens und Ausnehmens bereits seit 20 Jahren beherrsche.

Der Ausblick aus dem Fenster könnte so auch am Roten Meer in Ägypten sein 😅
Die Hunde graben sich kühlende Löcher 🐕
Simon versucht sein Angelglück im flachen Wasser
Und auf einmal lief es wie am Schnürchen
Kleiner Barsch
Da kamen doch ein paar zusammen 😛
Danke Caio 😀

Am nächsten Tag hatte ich meinen Wecker auf 06:00 Uhr morgens gestellt weil ich gerne den Sonnenaufgang sehen wollte. Jedoch weckten mich bereits vor Klingeln des Weckers meine bestialisch weckenden Stiche auf. 😧 Der Wechsel zwischen Tag und Nacht war deutlich unspektakulärer als erwartet. Da wir an diesem Tag jedoch auch noch bis nach Cartagena fahren wollten, um möglichst früh auf dem teuren Campingplatz Finca Jardin Des Délices einchecken zu können, war der zeitige Start in den Tag eigentlich ideal. Zumal noch dazu Feiertag in Kolumbien war und wir freundlich, aber bestimmt darum gebeten wurden den Platz zu räumen. Unwissentlich hatten wir uns nämlich nicht an einen Unterstand von Anita und Wilson gestellt sondern den des Nachbarlokals genutzt. 🙈 So verabschiedeten wir uns bereits kurz vor 08:00 Uhr von den zwei netten Kolumbianern und düsten weiter nach Santa Rosa de Lima. In dem kleinen Vorort von Cartagena befindet sich das riesengroße Gelände von Ingrid und Fabian. Die beiden Franzosen haben ihre Heimat bereits vor zehn Jahren verlassen und sich, nach zwei Jahren in Peru, vor ca. acht Jahren hier niedergelassen. Der Stellplatz ist mit 70k COP pro Nacht (= 15,50 €) zumindest für unsere Verhältnisse super teuer aber mangels Alternativen hatten wir kaum eine andere Wahl. Ansonsten wäre nur ein stickiger, schmutziger 24h Parkplatz in der Stadt geblieben und darauf hatten wir wahrlich keine Lust. Schließlich galt es, in den kommenden zwei Tagen bei immerhin 34°C und 80% Luftfeuchtigkeit das Auto für die Verschiffung vorzubereiten. 🥵

Auch die Hunde wollten den Sonnenaufgang sehen 😅
Abschied von Anita & Wilson
Auf dem Campingplatz der Franzosen angekommen
Lediglich noch ein weiterer Camper…
…stand auf dem RIESIGEN GELÄNDE 😳

Wider Erwarten war die Nacht, im Gegensatz zum Tag, angenehm kühl weswegen wir relativ gut schliefen. Nach der morgendlichen Tasse Kaffee krempelten wir direkt die Ärmel hoch und machten uns an die Arbeit. Zuerst räumten wir das Fahrerhaus einmal komplett leer, um dieses anschließend mit Bürste und Schwamm grob vom Schmutz der letzten Monate zu befreien. Das Prozedere wiederholten wir im Innenraum, wo wir zeitgleich bestmöglich alles wegräumten was irgendwie in Schränken, Schubladen und Kisten verstaut werden konnte. Schließlich soll es die Polizei bei der Drogeninspektion im Hafengelände so einfach als Möglich haben. Andernfalls muss Simon dort vor Ort alles aus- und wieder einräumen. Zwischendurch luden wir noch zwei fertig gestellte YouTube Videos sowie den neuen Blog Beitrag hoch. Auch die Fotos der letzten Zeit wollten noch vom Handy auf die Festplatte gezogen werden. Dank des schnellen Satelliten-Internets (Starlink) konnte ich auch diese in Rekordgeschwindigkeit noch in die Cloud laden. Bereits gegen 17:00 Uhr nutzten wir die vorhandene Outdoorküche, um unsere Gemüsenudeln noch vor Einbruch der Dunkelheit und somit dem Ausschwärmen der Moskitos zuzubereiten. 🍝 Neben der hohen Luftfeuchtigkeit ist das echt das einzig große Manko der Tropen…

Küche & Sanitäranlagen
Das Wohnhaus mit Gemeinschaftsterrasse

Auch am Sonntag hatten wir noch genug zu tun. Nach dem wir die Betten abgezogen hatten übergab ich Ingrid, der Inhaberin, zwei Säcke voll Schmutz- und Bettwäsche. Für 22k COP pro Maschine (= 5 €) wäscht und trocknet sie die Wäsche ihrer Gäste. Während Ingrid sich um unsere schmutzigen Sachen kümmerte fuhren wir mit dem Van in eine nahegelegene Autowaschanlage. Für 30k COP (= 7 €) reinigten die Jungs unser Wohnmobil auch noch von außen und saugten den Fußraum sowie die Türfächer gründlich aus. Selbst die Kunststoffteile behandelten sie mit entsprechenden Pflegemitteln. Wieder an unserem Stellplatz angelangt räumten wir, schweißgebadet, das Fahrerhaus wieder ein bevor es ans Packen unserer beiden Rucksäcke ging. Diesmal wussten wir es besser und packten einen Rucksack ausschließlich mit Technikkram voll (Laptops, Ladegeräte, Adapter etc.), um es an der Röntgenkontrolle am Flughafen einfacher zu haben. Den zweiten Rucksack füllten wir mit Kleidung und Hygiene Artikeln für die kommenden Tage, die wir sowohl in Cartagena als auch in Panama Stadt in einem Hotel verbringen werden. Abends freuten wir uns neuerdings über die Außenküche des Campingplatzes, da unser blitzblank geputztes Zuhause somit sauber blieb. Und auch für die sehr gepflegten Sanitäranlagen, insbesondere die erfrischende Dusche nach all der Plackerei, waren wir sehr dankbar. 🙏

Während unsere Wäsche trocknet…
…lassen wir den Van waschen

Spontan blieben wir noch eine weitere Nacht auf dem Campingplatz nach dem uns Ana, unsere Verschiffungsagentin, bestätigt hatte dass wir am Montag nicht zwingend in ihr Büro in Cartagena kommen müssten. Stattdessen könnten wir am Dienstagmorgen direkt den Van auf dem Hafengelände abstellen und erst im Nachhinein, nach Verladung des Containers, zwecks Zahlung bei ihr erscheinen. So blieb uns das Freistehen in einer der heißesten Städte des Landes erspart und wir konnten noch einmal alle Annehmlichkeiten des hiesigen Platzes nutzen. 😀

Möchtest du unsere Reise gerne unterstützen?! Dann nutze ganz unkompliziert einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben kannst du uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder du nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇨🇴 (27.11. – 04.12.2023) Karibikküste bei Palomino

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir verbringen zwei schöne Tage auf der Hacienda Venecia, einer kolumbianischen Kaffeefarm, deren Kaffee schon mehrfach preisgekrönt wurde. Ob wir ihn ebenfalls lecker fanden und was wir in den Nebelwäldern rund um Jardín so alles erlebt haben erfahrt ihr in diesem VLOG.
Schau also unbedingt rein & lass gerne einen Kommentar sowie ein Like da! 👍

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Leider schafften wir es nicht unsere Fahrzeugbatterie wiederzubeleben. Als Simon diese nach zwei Tagen am Ladegerät wieder in den Van einbaute, um diesen zu starten, fiel die Spannung direkt wieder von 12,4 auf 10,7 Volt herunter. 😕 Immerhin reichte es noch aus, um Bussi aus seinem Schattenplätzchen unter dem großen Mangrovenbaum heraus zu manövrieren. Nach vier Tagen Standzeit (ohne Sonneneinstrahlung) war der Speicher unserer Solarbatterie nämlich auf unter 20% gefallen und es war höchste Zeit, diesen wieder ein wenig aufzufüllen. Während die Sonne ihren Dienst verrichtete liefen wir rechter Hand den Strand entlang, bis wir nach etwa zwei Kilometern die Flussmündung erreichten. Hier mischt sich das Salzwasser des Meeres mit dem Süßwasser vom Fluss was einen Angler dazu veranlasste, hier mit sehenswerter Technik sein Netz auszuwerfen. Auch viele Touristen und einige Einheimische waren mit Kanus oder großen Schwimmringen, bestehend aus alten Schläuchen von Autoreifen, zum Floaten auf dem Fluss unterwegs. Wieder auf unserem schönen Campingplatz angelangt mussten wir feststellen, dass die Sonne nicht nur ordentlich Power für unsere Innenraumbatterie lieferte sondern auch unseren Schultern ganz schön zugesetzt hatte. 😮

Uns tat der Schatten gut, nur den Solar Paneelen nicht
Spaziergang am Karibikstrand
Wie aus dem Bilderbuch 🤩
Früchte der Mangrovenbäume
Fischer wirft sein Netz
Shirt mit Ärmeln wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen… 🙈😅

Nach einer Runde Yoga am Morgen machten wir uns am nächsten Tag mit den Fahrrädern auf um das kleine, nur etwa drei Kilometer entfernt gelegene Backpacker Örtchen Palomino zu erkunden. Die Fahrt gestaltete sich, danke Meeresniveau, super einfach und wir überquerten den Fluss diesmal über eine Brücke. Zu unserer Überraschung war der, im Reiseführer als schwer im Kommen angesagte Ort, nicht wirklich schön. Die Häuser wirkten etwas herunter gekommen und machten, mit ihren Gittern an den Fenstern und Türen, auch nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck. Immerhin gab es hier einen D1 Supermarkt, in dem wir ein paar kühle Getränke kaufen konnten. Und nach einigem Suchen fanden wir dann doch noch die Touri Meile. Diese beschränkte sich auf eine einzige Straße, welche von der asphaltierten Hauptstraße bis hinunter ans Meer führte. Zu unserem Erstaunen waren die Straßen innerhalb des gesamten Ortes jedoch weder asphaltiert noch gepflastert was bis dato in jedem Ort, in dem wir in Kolumbien waren, der Fall gewesen war. In Palomino waren die Wege alle aus bräunlichem Sand und die großen, mitunter tiefen Pfützen die wir mit den Rädern umschiffen mussten, zeugten noch von den vergangenen Regenfällen. Diese eine Straße bot so ziemlich alles, was das Backpackerherz begehrt: Chillige Hostels mit Pool und gemütlichen Sitzgelegenheiten, einige nett ausschauende Restaurants und Cafés, ein paar Souvenirläden sowie dazwischen die allseits vorhandenen Minimercados.

Mit den Rädern ging’s ab nach Palomino
Schöner Backpacker…
… und Hippie Vibe 🏳️‍🌈
Nette Cafés gab es auch
Und große Pfützen 💦

Mittwochs wollten dann auch mal wieder die Laptops aufgeklappt werden. Wie immer befasste sich zuerst Simon mit dem Zusammenschieben der einzelnen Videoclips für den neuen VLOG. Ich kümmerte mich derweil um den Upload sowie das Bebildern vom aktuellsten BLOG und auch ein paar Instagram Beiträge wollten wieder geschrieben und vorgeplant werden. 🙈 Nach getaner Arbeit kramten wir Feuerschale und Klappgrill von FENNEK aus einer der vielen IKEA-Kisten in unserem Kofferraum heraus. Als der Vollmond sich langsam blutrot aus dem Meer erhob waren wir gerade dabei, unsere Würstchen auf dem coolen kleinen Grill zu grillen. Da wir das kompakte Gadget zum ersten Mal nutzten freuten wir uns sehr darüber, dass das Grillgut so gut gelang. 😀 Nach dem Essen entzündete Simon dann noch ein kleines Lagerfeuer in unserer schicken Edelstahlschale. Holz lag ja glücklicherweise genug am Strand herum. Auch unsere Stellplatznachbarn, Mariano und Carolina aus der Nähe von Bogotá, gesellten sich noch dazu. Während die 28jährige Carolina nur Spanisch sprach, so dass nur ich mich mit ihr unterhalten konnte, war der deutlich ältere Mariano (geschätzt Anfang 60) des Englischen sehr gut mächtig. Wir hatten eine gute Zeit zusammen und saßen fast bis Mitternacht im Feuerschein am Strand. 🏝

In der Tasche super platzsparend verstaut & ruckzuck zusammengesteckt 👍🏻
Reicht für zwei Personen! 🍗
Auch die Feuerschale ist in Null Komma nichts zusammengesteckt 🔥
Simon sammelt Holz 🪵
Gleich kann’s losgehen!
Unser Grill sieht zum ersten Mal Grillgut 😅
Vollmond über der Karibik 🤩

Tags darauf kündigten sich, zu unserer großen Freude, ganz spontan unsere Bremer Freunde von @anschnallenabfahrt an die seit Medellín mit Livia und Juval von @roadfox unterwegs waren. Die beiden super netten Schweizer hatten wir ebenfalls schon zuvor in Quito, Ecuador, kennenlernen dürfen. Wie der Zufall es so wollte schrieb uns Max per WhatsApp an, ob wir den noch etwas aus der großen Mall in Santa Marta benötigen würden. Ich lehnte dankend ab aber als ich gerade im Begriff war, mich in die Fluten zu stürzen, schoss mir ein zündender Gedanke durchs Hirn: In dem Einkaufszentrum befand sich doch auch ein Baumarkt. Vielleicht wäre dort eine neue Batterie für unseren Van zu bekommen?! 🧐 Ich spurtete also noch einmal den Strand hinauf und bat Simon, sich diesbezüglich kurz mit Max zu connecten. Und als das Duo ein paar Stunden später auf den Hof, oder vielmehr den Strand, fuhr hatten sie tatsächlich eine neue Batterie für uns dabei. 😍 Wenngleich diese mit 600.000 COP, was in etwa 135 € entspricht, nicht ganz günstig war aber was will man machen. Wir waren mehr als froh über dieses Mitbringsel denn so wussten wir nun, dass wir den Campingplatz ohne Schwierigkeiten aus eigener Kraft wieder verlassen würden können. Zumal noch dazu uns selbst das Gerenne und Gesuche nach einer Neuen somit erspart blieb. Danke lieber Max. 🙏

Links der blaue „Knut“ von anschnallenabfahrt und rechts der orange Defender von roadfox (+ „Schlappi“)
Tausend Dank für den Batterie Lieferservice 🙏

Leider blieb uns nur ein voller, gemeinsamer Tag den es umso mehr zu genießen galt. Der arme Max musste sich leider für ein paar Stunden von uns verabschieden, um mit einem unserer Fahrräder zum Arbeiten in den nahegelegenen Ort zu fahren. Denn ausgerechnet an dem Tag war von morgens früh bis abends spät der Strom abgestellt worden. Somit ging auch kein Internet. 🙈 Scheinbar ist das hier einmal pro Woche der Fall. Laut Aussage der Arbeiter auf dem Campingplatz dient dies notwendigen Arbeiten am Stromnetz. Während Max sich ums geschäftliche kümmerte saßen wir am Strand und schwatzten. Das erste kalte Bier gab es aber erst nachdem Merle`s bessere Hälfte am Spätnachmittag wieder zu uns gestoßen war. Zusammen nahmen wir noch ein Bad im Meer, insofern die heftigen Wellen dies zuließen. Wirklich schwimmen kann man auf Grund derer nämlich leider nicht. Diese sind auch dafür verantwortlich, dass das Wasser nicht wie erhofft türkisblau sondern eher braun ist. Schlichtweg deshalb, weil die Wellen den ganzen Sand aufwirbeln und diesen mit sich tragen. 🌊 Anschließend machte sich Juval, der übrigens genauso gut und gerne kocht wie Max, an die Zubereitung unseres Abendessens. Schon am Morgen hatte er Hähnchenschenkel ausgebeint und für die Füllung der Kebabs mariniert. Auch den Teig für die Fladenbrote bereitete er nun am Abend selbst zu. Krautsalat sowie Gurken-Tomaten-Salat hatte er irgendwann zwischendurch vorbereitet. Somit blieb für mich rein gar nichts mehr zu tun, auch mal schön. 🙃 Die Pita Brote gelangen ihm exzellent sodass wir sie ohne Schwierigkeiten aufschneiden und mit all den leckeren Zutaten füllen konnten. Nach dem Essen gabs noch die ein oder andere Piña Colada und tatsächlich konnten wir Max endlich mal dazu überreden, seine Gitarre auszupacken und neben dem lodernden Lagerfeuer noch ein paar seiner eigenen Lieder zu spielen. 😍

Gemeinsames Frühstücken
Juval hatte für alle French Toast & Apfelmus zubereitet
Auch das Abendessen ging auf Juvals Kappe 👍🏻
Lecker war’s! 😋
Max spielt Gitarre, am Strand, bei Vollmond…
…am Lagerfeuer 🔥

Unsere vier Freunde kosteten auch den nächsten Vormittag noch so gut es ging aus aber am späten Mittag führte dann doch kein Weg mehr am Abschied vorbei. Schließlich lagen noch gute vier Stunden Fahrt bis Cartagena vor ihnen wo sie bereits in zweieinhalb Tagen ihre Fahrzeuge am Hafen werden abliefern müssen. Während Max und Merle, glücklicherweise, weiterhin mit uns gen Alaska reisen werden erwartet Livia und Juval in Kürze die harte Realität. Sie werden zwar noch einen einwöchigen Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik einlegen, um die Erlebnisse der vergangenen 14 Monate sacken zu lassen, aber dann geht es am 18. Dezember final zurück in den Thurgau. Und bereits nach Drei König heißt es für die Zwei wieder Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit. Daran mag ich jetzt noch nicht einen einzigen Gedanken verschwenden… 🙈🙉🙊 Wir beide genossen nun die plötzliche Ruhe die um uns herum eingekehrt war denn auch die Kolumbianer waren am Vortag abgereist. Somit waren wir nur noch zu dritt: Ein Franzose im Zelt und eine weitere Familie aus Frankreich mit ihrer dreijährigen Tochter Vanelope und ihren zwei großen Hunden. Der Familie (@lesnormsmax) und ihrem riesigen Unimog waren wir zuvor schon in Jardín sowie ganz kurz in Medellín begegnet.

Ein letztes, gemeinsames erfrischendes Bad…
…dann heißt es schon wieder Abschied nehmen 👋🏻
Bleiben nur noch wir 😀
Sowie unsere französischen Nachbarn 🇫🇷
Die Ruhe hat auch was ☺️

Sonntags arbeiteten wir beide noch einmal fleißig an den Laptops, bevor wir uns am späten Mittag erneut mit den Rädern auf den Weg nach Palomino machten. Da das anvisierte Lokal mit günstigem Mittagstisch am Sonntag wohl geschlossen hatte, kehrten wir stattdessen bei einem Shawarma Restaurant ein. Während Simon ein großer Fan von dieser Art der arabischen Küche ist bin ich meist eher weniger davon angetan aber diesmal war selbst ich schwer begeistert. Wir hatten uns für eine Platte für zwei Personen entschieden die aus folgenden Leckereien bestand: Fladenbrot, Hühnchen- und Rindfleisch, fünf knusprige Falafel, zwei vegetarische Köfte und drei verschiedene Dips (Kichererbsen-, Auberginen- und Linsen). So hatten wir, weit nach 15 Uhr, endlich was im Magen da wir das Frühstück zu Gunsten des Mittagsmahls hatten ausfallen lassen. 😅 Wir kauften noch ein paar Kleinigkeiten im D1 ein, unter anderem Leckerlis für meinen neuen Lieblingshund Schlappi, sowie ein wenig frisches Obst und Gemüse beim Händler gegenüber und dann gings auch schon wieder zurück in unser kleines Paradies. 🌴🥥🏖

Für Abstecher in der Nähe einfach praktisch 🚴🏻‍♂️
Einfahrt zum Camping Bernabé
Schon echt schön hier 😍

Unseren letzten Tag an diesem schönen Fleckchen Erde wollten wir so gut es geht einfach nur genießen und diese herrliche Kulisse tief in uns einsaugen. Ich startete den Tag neuerdings aktiv mit einer Einheit Sport und Yoga was mir unglaublich gut tat. Hoffentlich kann ich diese Routine auch weiterhin bestmöglich beibehalten. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir es uns in der Hängematte bzw. im Hängesessel bequem und frönten dem Nichtstun. Wobei wir dann doch noch gegen später den Van so gut als möglich abfahrbereit machen mussten, weil wir am Folgetag frühzeitig nach Barranquilla aufbrechen wollten. Wir packten also schon mal alles, was nicht mehr benötigt wurde, zusammen. Die Fahrräder wieder auf den Heckträger, Hängematte und Sessel sowie Spaten und Klapptisch in die Heckkisten und so weiter… Danach stürzten wir uns ein letztes Mal zur Abkühlung ins Meer wobei wir uns beide einig sind, dass die Temperaturen insgesamt deutlich besser zu ertragen waren als gedacht. Ich hatte, zugegebener Masen, ein wenig Schiss vor der Karibikküste nach dem uns viele von unerträglicher Hitze und in Folge dessen schlafloser Nächte berichtet hatten. Möglicherweise gilt das auch für die Regenzeit, aber da diese im Dezember bereits wieder am abklingen ist (wir hatten während unseres gesamten Aufenthalts nicht einen Tag Regen), hatten wir vielleicht mehr Glück. Die 31°C am Tag waren, im Schatten der Bäume und mit leichter Brise vom Meer, definitiv sehr gut zu ertragen und auch die Nächte im Van schliefen wir dank Deckenventilator eigentlich recht gut. Lediglich auf die gemeinen Sandflies, die sich vor allem am Morgen und am Nachmittag auf uns stürzten, hätten wir verzichten können. 😧

Toller Handtuchhalter 🌴
Letzte Kokosnuss am Strand, frisch vom Baum 🥥
Noch ein kleiner, letzter Strandspaziergang 🏝️
Auch die beiden wollten noch einmal genutzt werden 😊

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