NEW BLOG POST 🇵🇦 (24.12.2023 – 01.01.2024) Pipas Beach – El Valle de Antón
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Weihnachten am Strand unter Kokosnusspalmen bei über 30 Grad im Schatten: Wie das wohl werden würde? Bevor wir uns auf die Suche nach eben jener Antwort machen konnten galt es, zuerst noch ein paar Lebensmittel für die Feiertage einzukaufen. Schließlich hatten wir Max und Merle, die bereits an einem schönen Spot direkt am Pazifikstrand auf uns warteten versprochen, dass wir am ersten Weihnachtsfeiertag Gulasch und Spätzle zaubern würden. Als wir alle Zutaten dafür beisammen hatten verstauten wir diese zügig im Auto und vertilgten anschließend, auf dem heißen Supermarktparkplatz, noch schnell unser Müsli. 😅 Uns trennten gute 30 Fahrminuten von unseren Freunden und auf dem Weg fiel uns erneut auf, dass es in Panama deutlich weniger Straßenhunde zu geben scheint als in den Ländern Südamerikas. Selbst in der Großstadt Panama City hatten wir kaum Hunde an der Leine gesehen, galten doch anderswo in Metropolen Hunde stets als schicke Statussymbole. 😯 Ein weiterer Unterschied waren die plötzlich viel größeren und mitunter neueren Privat-PKWs. Der Verkehr auf der Autobahn floss außerdem deutlich zügiger als in Südamerika und zwischen den Autos waren nur recht wenige Lastkraftwagen auszumachen. Nicht nur auf den Straßen, sondern auch daneben mutete alles schon ziemlich amerikanisch an: Die bekannten Fastfood Ketten aus den Staaten (McDonalds, Wendys, TGI, Dominos, Burger King, Taco Bell usw.) sind omnipräsent und auch die riesigen Shopping Malls entlang der Hauptverkehrsstraßen demonstrieren die Kaufkraft der Menschen im reichsten Land Mittelamerikas. Die bis dato das Straßenbild prägenden, lokalen Imbissstände waren kaum mehr zu finden weshalb sich die Essenspreise gleichfalls angepasst hatten. Aber wir hatten uns ja sowieso fest vorgenommen, in nächster Zeit wieder hauptsächlich selbst zu kochen. 😉 Zur Mittagszeit trafen dann auch wir auf dem hübschen Stellplatz in direkter Strandlage ein: Pipas Beach. Außer dem blauen VW-Crafter von @anschnallenabfahrt war der, zu einem derzeit nicht verpachteten Strand-Restaurant gehörende Parkplatz, erfreulich leer. Viktor, der aus Venezuela stammende Platzwart, nahm uns freundlich in Empfang und erklärte uns kurz die Regeln: Für schlappe 5$ pro Nacht dürften wir hier übernachten und neben den Sanitäranlagen auch die Küche sowie die Strandpavillons benutzen. Als Gegenleistung sollten wir am Morgen, bevor sich die Tore für die Tagesgäste öffnen, beim Fegen des Strandes sowie des Parkplatzes mithelfen. Bei dieser top Lage sowie dem niedrigen Preis taten wir das natürlich gerne. 😀 Das herzliche Wiedersehen mit unseren Freunden wurde mit Kühlwein (in Form von Sangria) statt Glühwein begossen, bevor es am Nachmittag auch schon an die Bescherung ging. 🎁 Wir hatten fast vermutet, dass die Beiden eine Kleinigkeit für uns bereithalten würden weshalb wir am Morgen im Supermarkt noch zwei Dosen Becks (Bremer Hausmarke) sowie eine Flasche Cider, ein paar Kekse und eine Tüte kolumbianischen Kaffees für sie gekauft hatten. 🙈 Uns wurde im Gegenzug eine hübsche Geschenktüte überreicht die für jeden von uns ein Paar Socken, für Simon eine Flasche Coca-Cola Zero und für mich eine Flasche Rotwein sowie die obligatorischen Weihnachtskekse beinhaltete. 🥰 Verköstigt wurden wir an Heiligabend von Max der bereits in Peru, extra für diesen Anlass, ein Glas Rotkohl von Hengstenberg gekauft hatte. 😅 Dazu gab es Salzkartoffeln und Hähnchenbrust in Pilzrahmsauce, was wir uns am von Merle liebevoll dekorierten Tisch gemeinsam schmecken ließen.








Am ersten Weihnachtstag wurde ich um 06:30 Uhr vom Klingeln meines Weckers geweckt da wir nicht nur vor neun Uhr den Platz fegen sollten sondern anschließend, in den kühleren Morgenstunden, auch direkt noch eine Sporteinheit absolvieren wollten. Nach dem wir den Parkplatz vom Laub der Bäume befreit hatten rollten wir dann auch direkt unsere Matten aus. Die 30minütige Einheit war ganz schön fordernd so dass trotz der frühen Stunde bei allen der Schweiß floss. Umso schöner war es, dass wir direkt danach ins angenehm temperierte sowie sehr ruhige Meer springen konnten. 🏝👙 Frisch geduscht gabs danach erstmal für alle eine Tasse frisch aufgebrühten Kaffees, bevor wir uns für ein ausgedehntes Frühstück an die lange Tafel setzten. ☕🍳🥪 Im weiteren Verlauf des Tages hüpften wir alle zusammen noch einige Male ins Meer da es tagsüber doch relativ warm wurde und die Luft, zumindest bei unseren Vans die nicht in erster Strandreihe parkierten, stand. Simon klagte an dem Tag zwar über leichtes Unwohlsein, weil er sich vermutlich in den klimatisierten Räumen der letzten Zeit eine leichte Erkältung zugezogen hatte. Aber dennoch begab er sich am Nachmittag gemeinsam mit mir zum Schnippeln der Zutaten fürs Gulasch in die Küche. Alles in allem war das relativ flott erledigt, sodass es in den nächsten zwei Stunden lediglich galt ab und an den Inhalt des Dutch Ovens umzurühren. Während das Rindergulasch vor sich hin schmorte genossen wir noch die ein oder andere Sangria am Strand. Kurz nach Sonnenuntergang bereitete ich dann den Teig für die Spätzle zu, die Simon anschließend vom Brett ins heiße Wasser schabte. Das Essen war ein voller Erfolg und schmeckte allen, inklusive unserem Gastgeber Viktor, zum Glück vorzüglich. Viel besser kann ein Tag doch gar nicht sein. 😊










Infos von Viktor: Durchschnittseinkommen in Venezuela 30$/Monat, viele Rentner müssen mit 3$/Monat über die Runden kommen. 😓 Deshalb müssen alle im arbeitsfähigen Alter ins Ausland flüchten, um den Alten und Kranken in der Heimat Geld senden zu können. Er selbst lebt seit 5 Jahren in Panama. Von seinen vier Kindern leben jeweils zwei in den Staaten und in Kolumbien. In Panama verdient er im Schnitt mit 800-1.000$/Monat vergleichsweise viel.
Der zweite Feiertag ähnelte fast 1:1 dem vorangegangenen Tag. Zwischen den Badeeinheiten führten wir alle noch ein paar Telefonate mit unseren Lieben zu Hause, bevor sich diesmal Merle am Herd versuchte. Der Reisauflauf mit Hühnchen und viel Gemüse gelang ihr im Omnia Campingbackofen richtig gut und diesmal hatten wir auch noch alle genug Platz für den Nachtisch, den Simon und ich eigentlich schon für den ersten Feiertag geplant hatten: Schokoladenfondue mit viel frischem Obst, Butterkeksen und Marshmallows. 😛



Kaum waren die Weihnachtstage vorüber erwachte auch ich mit Halskratzen und Matschbirne. 🤒 Da sich die Erkältungssymptome aber noch in Grenzen hielten, schloss ich mich nach dem morgendlichen Platzfegen noch einmal dem Workout von Max und Merle an. 🤸♀️ Das daraufhin anschließende Bad im Meer hatten wir uns redlich verdient und umso mehr freuten wir uns auf die erste Tasse Kaffee sowie das ausgiebige, gemütliche Frühstück mit frisch gebackenem Pfannenbrot und Frühstücksei. 😋 Da wir am nächsten Tag gemeinsam weiterfahren wollten arbeiteten wir in den nächsten Stunden fleißig an den Laptops. Schließlich wollten die letzten Tage aufgearbeitet werden! Gegen Nachmittag fühlte ich mich deutlich schlapper aber zum Glück gab es abends nicht mehr viel zu tun: Merle hatte die doppelte Menge Reisauflauf zubereitet und auch wir hatten noch alle Zutaten für eine weitere Runde Schokoladenfondue parat weswegen wir am Abend ein entspanntes Resteessen einläuten konnten. 🥘


Am nächsten Tag fühlte ich mich leider immer noch etwas angeschlagen, weshalb ich nicht an der anstrengenden Sporteinheit teilnahm sondern stattdessen nur ein sanftes Stretching absolvierte. Das Bad im Meer lies ich mir aber dennoch nicht entgehen. 😉 Als wir kurz darauf gemeinsam am Frühstückstisch saßen beschlossen wir spontan, doch noch einen Tag länger als geplant am Pipas Beach zu bleiben damit Max in aller Ruhe sein Video fertigstellen konnte. Am Nachmittag fuhren wir dann noch zusammen in unserem Van zum Super 99 Supermarkt. Somit waren die Einkäufe für die kommenden Tage schon einmal erledigt. 👍 Nach einem Sundowner am Strand legte sich Max mal wieder richtig ins Zeug und bereitete super feine Kumpir Kartoffeln mit den diversesten Toppings zu: Von Sour Cream über Rinderstreifen, Salat, roter Beete bis hin zu Mais sowie Oliven, Zwiebeln und Jalapeños wurde von allem reichlich aufgetischt. 😋


Nach dem wir ein letztes Mal den Platz gefegt hatten machten wir uns am Freitag gemeinsam auf den Weg ins Valle de Antón. Der Ferienort ist, auf Grund seiner Lage in den Bergen, für ein deutlich angenehmeres Klima bekannt und steht insbesondere bei kanadischen Urlaubern wohl hoch im Kurs. Die Fahrt hinauf auf etwa 800 Meter üNN war entsprechend kurvenreich weshalb ich froh war als wir endlich unser Ziel, den Campingplatz Potosí, erreichten. Dieser war mit 10$/Nacht zwar leider kein Schnäppchen aber dafür sehr idyllisch, mitten in einem üppig grünen Garten am Fluss, gelegen. Auf einem gestrandeten Ast saßen viele große sowie kleinere Wasserschildkröten, die uns vom sicheren Fluss aus etwas unsicher beäugten. Nach dem für die zwei Vans ein guter Platz gefunden war bauten wir uns ein kleines Lager auf: Die Markisen wurden, zum Schutz vor dem immer mal wieder einsetzenden Nieselregen, ausgefahren und dazwischen wurden Tisch und Stühle arrangiert. Während Simon im Schlamm des Flussufers nach Würmern suchte, um diese als Köder für seine Angel nutzen zu können, bereitete ich schon einmal den Hefeteig für die Pizza am Abend zu. Leider ging der Teig nicht wie gewünscht auf aber trotzdem schmeckten die Pizzen, die wir mit den verschiedensten Zutaten von Salami über Thunfisch bis hin zu restlichen Rinderstreifen belegten, vorzüglich. 🍕🍷 Wir spielten noch eine Runde Wizard bevor wir satt und müde in unsere Betten krochen.





Da meine Halsschmerzen nur noch ganz leicht zu spüren waren schloss ich mich am Samstag früh neuerdings der Bremer Sportgruppe an. 🏋️♀️ Nach der wohltuenden Einheit, die bereits viel Restmüdigkeit vertrieben hatte, tat der anschließende Kaffee sein Übriges. Erneut fanden wir uns an einer ausgiebigen Frühstückstafel zusammen bevor wir anschließend gemeinsam zu Fuß in den Ort hineinliefen. Da sich die Hauptstraße über mehrere Kilometer zieht liefen wir lediglich bis zum Markt, der sich in etwa in der Mitte des Dorfes befindet. Dort kauften wir vier kleine, frische Ananas die wir am kommenden Silvestertag für die Zubereitung von Piña Colada verwenden wollten. Auch das Gemüse für die geplante Lasagne erstanden wir dort und alle weiteren Zutaten fanden wir in einem der Supermärkte. Wieder zurück an unserem Platz kochten wir erst einmal Kaffee und vertilgten dazu die soeben beim Bäcker gekauften, frischen Zimtschnecken. ☕ Und bevor uns Max und Merle das super coole Brettspiel Brändi Dog erklärten, mit dem wir den Abend ausklingen ließen, kochten wir im Team noch leckere Asia Nudeln mit viel Gemüse. 🍜






Und dann war er auch schon da, der letzte Tag des Jahres. Wobei es uns diesmal, auf Grund all unserer zahlreichen Erlebnisse, tatsächlich nicht wie schon vorkam. 😅 Nach einer letzten Runde im Sport im alten Jahr und einem kraftspendenden, ausgiebigen Frühstück machten wir uns langsam aber sicher an die Vorbereitungen. Während Simon sich noch einmal beim Angeln versuchte, höhlten Merle und ich gemeinsam Ananas aus. Das Fruchtfleisch kam, zusammen mit einem Schuss Ananassaft aus dem Tetra Pak, in den Mixer. Die ausgehöhlten Früchte, samt dekorativem Deckel, taten wir beiseite um diese später als Trinkgefäß nutzen zu können. 😀 Weiter ging es mit der Zubereitung der Lasagne: Während Merle die Bechamel Sauce kochte kümmerte ich mich ums Ragout. Als beides fertig war schichteten wir alles, im Wechsel mit Lasagneplatten und Reibekäse, in die zwei Omnia. Somit waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und wir machten uns ans Kosten der ersten Runde Cocktails: Die frischeste Piña Colada meines Lebens bestand aus selbst gemachtem Ananas Smoothie, frischem Kokoswasser das Simon zuvor den zwei vom Strand mitgebrachten Nüssen entnommen hatte sowie natürlich einem Schuss weißen Rum und etwas Kokosmilch. Nicht zu vergessen natürlich die exklusive Verpackung. 🍍 Simon kehrte derweil mit vier kleinen Fischlein vom Fluss zurück und wir überbrückten die Zeit bis zum Essen mit zwei weiteren Runden Brändi Dog, dass übrigens jeweils im zweier Team gespielt wird was es noch viel spannender sowie strategischer macht. ♦♠🎲 Derweil brutzelte die Lasagne vor sich hin die uns wirklich gut gelungen war und vorzüglich schmeckte. Allerdings machte sich anschließend bei allen eine deutliche Schwere bemerkbar, sicherlich dem üppigen Essen sowie dem frühen Alkoholgenuss geschuldet, weswegen wir größte Mühe hatten bis 24:00 Uhr wach zu bleiben. 😅 Kaum hatten wir uns ein gutes neues Jahr gewünscht krochen wir dann auch schon in die Betten. 😴🙈














An Neujahr schliefen wir standesgemäß aus und da dieser Tag trainingsfrei war fanden wir uns nach dem Aufstehen direkt an der Frühstückstafel ein. Nach dem die Grundlage, unter anderem mit Arepas con queso y huevo, geschaffen war köpften wir die Flasche Sekt die wir an Mitternacht (auf Grund der Bettschwere) nicht mehr geöffnet hatten. 🤣 Etliche Zeit verging mit dem Abhören sowie Versenden von allerlei Neujahrswünschen und wir hatten Mühe uns aufzuraffen. Gegen 15:00 Uhr schafften wir es dann aber doch noch die geplante Wanderung anzutreten. Vom Campingplatz aus ging es zu Fuß hinein in den Ort, wo wir uns für 5$ ein Taxi schnappten welches uns zum Startpunkt der Wanderung brachte. Andernfalls hätten wir es nämlich nicht mehr bei Tageslicht hinauf und wieder hinunter geschafft. Dank Taxitransfer stand der Besteigung des Cerro Cara Iguana nun aber nichts mehr im Wege. 💪 Mitunter ging es ganz schön steil hinauf und Simon und ich erreichten als Erste den View Point über El Valle. Der Ort mit seinen verzettelnden Häusern lag viele hundert Meter unter uns, inmitten eines Kraters eines vor rund 13.000 Jahren erloschenen Vulkans auf dessen Rändern wir wiederum uns befanden. Oben am Grat wehte ein kräftiger, böiger Wind der die Kiefern in windgepeitschte Formen zwang. Das hatte ja fast Ähnlichkeit mit den Bäumen entlang des Weges unserer letztjährigen Neujahrswanderung zur Laguna Esmeralda, damals noch in Ushuaia. 😮 Hier war die Vegetation jedoch viel üppiger und um uns herum befand sich ein einziges, dichtes grünes Meer. Nach dem wir die Aussicht genossen hatten war es dann auch schon wieder Zeit für den Rückweg, schließlich wollten wir noch im Hellen wieder unten ankommen. Fast wäre ich, zu meinem Schrecken, während des Abstiegs auf eine fette Vogelspinne getreten. 🕷 Auf diese Tiere kann ich gut und gerne verzichten aber vermutlich wird dies nicht die erste und letzte Begegnung gewesen sein… Diesmal liefen wir die vier Kilometer bis zum Camp zu Fuß zurück und als wir ausgehungert weit nach 19:00 Uhr dort eintrafen freuten wir uns sehr über die Lasagne Reste sowie über die frisch von Max zubereitete Gemüse Pasta. 🍝










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