NEW BLOG POST 🇺🇸 (02. – 07.04.2025) Grand Canyon – Atemberaubende Tiefen, farbenprächtige Weite und ein Gefühl von Ewigkeit

Vom Frühling in den Winter: Schneegestöber in Flagstaff statt Grand Canyon

Nach einem sonnigen, trügerisch schönen Start in den Tag holte uns dann im Laufe des Tages in Flagstaff, Arizona doch noch der Winter ein. ❄️

Während morgens noch die Sonne über den schneebedeckten Berggipfeln glitzerte, verwandelte sich das Wetter am Nachmittag in eine weiße Überraschung: Schneefall – Ende März! An eine Weiterfahrt zum Grand Canyon war damit keinesfalls zu denken… 😣

Morgens…
…abends
…nachts
Nächster Morgen

Also legten wir kurzerhand einen weiteren Arbeitstag auf dem Parkplatz der öffentlichen Bibliothek ein. Glücklicherweise reichte das stabile und schnelle WLAN bis direkt in unseren Van hinein – perfekt, um in aller Ruhe an neuen Inhalten zu tüfteln und den digitalen Schreibtisch abzuarbeiten. 👩🏼‍💻👨🏻‍💻

Umweg ins Staunen – Warum uns der Petrified Forest trotz Winterchaos den Atem raubte

Da am Abend neuerdings starkes Schneegestöber eingesetzt hatte, sahen wir uns am Donnerstag endgültig dazu gezwungen, unsere ursprünglichen Reise- und Routenpläne einmal mehr zu verwerfen. In Flagstaff würde uns weiterer Schnee sowie eisiger Wind erwarten, weshalb wir beschlossen, vor den winterlichen Wetterbedingungen Reißaus zu nehmen. Dies bedeutete allerdings eine rund 200 Kilometer lange Fahrt in die „falsche“ Richtung – nämlich nach Osten, zurück in Richtung New Mexico, aus der wir vor gut zwei Wochen nach unserem Grenzübertritt eingereist waren. 🚐💨

Dafür erwartete uns in Winslow, einem kleinen Dorf auf dem Weg zum Petrified Forest National Park, im hiesigen Hallenbad eine sehr willkommene Belohnung: eine heiße Dusche für gerade einmal 2 $ pro Person – was will man mehr?

Heiße Dusche im Hallenbad 👍🏻

Von dort aus war es dann auch nicht mehr weit bis zum Eingang des Nationalparks – möglicherweise einem der faszinierendsten von ganz Amerika. Der Park ist nicht nur beeindruckend weitläufig, sondern auch unglaublich vielseitig. Und auch der Wettergott hatte ein Einsehen: Pünktlich zu unserer Ankunft tauschte er Schneegraupel gegen Sonnenschein ein. Nur der Wind blieb eisig. 🥶

Dennoch konnten wir uns gut umschauen – zuerst im informativen Visitor Center und dann zu Fuß auf verschiedenen Trails. Dort kamen wir den Jahrmillionen alten, versteinerten Baumriesen zum Greifen nah. Und obwohl wir selbige schon einmal im Süden Argentiniens bestaunen durften, versetzten uns die zu Stein erstarrten Baumstämme und Scheiben erneut in ungläubiges Staunen. 😯 Unglaublich, was die Natur zu Stande bringt! Ich meine – schaut euch auf den Fotos doch einmal die gut erhaltene Struktur der ehemals hölzernen Baumrinde an oder in welch gleichmäßige Scheiben die Bäume unter der Last der Erde zerteilt worden sind! Eine Motorsäge hätte das nicht besser hinbekommen.

Der Park erstreckt sich über gut 30 Kilometer vom südlichen bis zum nördlichen Eingang, und auf dem Weg dorthin begegnet man nicht nur Fossilien, sondern auch ganz unterschiedlichen Landschaftsformen. Die Blue Mesa, mit ihren bunt gestreiften Sandsteinschichten, gaben Aufschluss über geologische Epochen hinweg. Dazu kamen noch die Überreste von Siedlungen der PuebloIndianer, die hier um das Jahr 1250 in einem bis zu 100 Räume umfassenden Wohnkomplex lebten – inklusive zentraler Plaza. Unglaublich, wenn man bedenkt, wie organisiert diese Gemeinschaft bereits damals war. 😮

Bunte Berge – Blue Mesa
Alte Pueblo Ruinen
Petroglyphen – seht ihr den Frosch fressenden Ibis? 🧐

Mindestens genauso spektakulär war die Aussicht auf die Painted Desert – eine endlos scheinende Weite aus rostroten Hügeln, die sich wie gemalt bis zum Horizont erstreckt. Und wer noch nicht genug Geschichte erlebt hatte, bekam mit dem Route 66 Meilenstein noch einen Hauch Nostalgie obendrauf: Von 1926 bis 1958 führte die legendäre Traumstraße exakt durch diesen Abschnitt des Parks.

Die Painted Desert

Fazit: Der „Umweg“ hatte sich mehr als gelohnt. ✅

Leben am Abgrund – Wie die Sinagua im Walnut Canyon Felswände zu Wohnungen machten

Auf dem Rückweg nach Flagstaff statteten wir am nächsten Vormittag noch dem Walnut Canyon National Monument einen Besuch ab. Dieses liegt quasi direkt vor den Toren der Stadt, und dank unseres America the Beautiful-Passes hatten wir auch hier freien Eintritt.

Auch dieser Abstecher war in jedem Fall einen Besuch wert – denn hier, in dieser zerklüfteten, teils bewaldeten Schlucht, lebten einst die Sinagua: Ein prähistorisches Volk, das lange vor den heute bekannten Stämmen wie den Hopi oder Zuni in dieser Region siedelte. Der Name „Sinagua“ stammt übrigens aus dem Spanischen und bedeutet „ohne Wasser“ – was wohl schon andeutet, wie herausfordernd das Leben hier gewesen sein muss.

Unter natürlichen Felsüberhängen und in geschützten Nischen der Canyonwände errichteten sie ihre sogenannten Cliff Dwellings – kleine, gemauerte Behausungen aus Stein und Lehm, die bis heute gut erhalten sind. Die Felsvorsprünge boten ihnen dabei bereits idealen Schutz vor Wind, Regen und Sonne, sodass es nur noch weniger Handgriffe bedurfte, um daraus bewohnbare Unterkünfte zu machen.

Die Überreste dieser Behausungen waren auf beiden Seiten des Canyons mit bloßem Auge gut zu erkennen. Und wenn man auf dem schmalen Rundweg entlang der Felskante unterwegs war, konnte man nicht nur tief in die Geschichte, sondern auch tief in die Schlucht blicken – mit Respekt, denn allein der Gedanke, hier täglich Nahrung, Wasser oder Feuerholz herauf- und herunterzuschleppen, ließ einen ganz automatisch langsamer laufen. Was für ein körperlich anspruchsvolles Leben das gewesen sein muss! 😳

Die Sinagua lebten hier etwa vom 12. bis ins 13. Jahrhundert hinein, ehe sie die Region aus bislang ungeklärten Gründen verließen – vermutlich wegen klimatischer Veränderungen oder Ressourcenknappheit. Ihre Nachfahren sind vermutlich in den heutigen Hopi– und Zuni-Völkern aufgegangen, deren Siedlungen teils nicht weit von hier entfernt liegen.

Ein absolut spannender Ort – sowohl wegen seiner natürlichen Schönheit als auch wegen der Einblicke, die er in das Alltagsleben vor hunderten von Jahren gewährt. 🌟

Paket abholen, Sonne tanken und endlich ab Richtung Grand Canyon

Mangels Alternativen verbrachten wir noch einmal eine weitere, ruhige Nacht auf dem Supermarktparkplatz in Flagstaff. Praktischerweise konnten wir dort am nächsten Morgen direkt unser Amazon-Päckchen mit den bestellten Solarkabeln abholen. In den USA ist das – dank der zahlreichen Amazon-Locker an Tankstellen, Supermärkten oder in Paketshops – wirklich total unkompliziert und super praktisch.

Und weil die Wettervorhersage für die kommenden Tage endlich puren Sonnenschein versprach, stand dem nächsten großen Etappenziel nichts mehr im Weg: Nach einer Woche Wartezeit machten wir uns ENDLICH auf den Weg zum Grand Canyon! 🤗

Kurz vor der Einfahrt in den Nationalpark fanden wir im angrenzenden Kaibab National Forest einen traumhaften, kostenlosen Stellplatz – mitten in herrlichster Natur! Umgeben von Kiefernwäldern, mit weitem Blick und absoluter Ruhe. Sogar eine Feuerstelle wäre vorhanden gewesen, doch für ein gemütliches Lagerfeuer war es hier oben auf über 2.000 Metern Höhe dann leider doch noch ein bisschen zu frisch.

Sonnenaufgang am Canyon – Unser magischer Start am East Rim

War es die Aufregung oder die kühle Nacht, die mich schlechter schlafen ließ als sonst? Bereits um kurz vor 5 Uhr in der Früh machte ich die Augen auf – und bis zum Weckerklingeln um 7 Uhr fand ich keinen Schlaf mehr. In der offiziellen App des National Park Service hieß es, man solle nach Möglichkeit vor 9 Uhr morgens am Visitor Center sein, um Menschenmassen und lange Warteschlangen zu vermeiden. Gesagt, getan!

Unsere Erkundungstour startete am deutlich weniger frequentierten East Rim – und was soll ich sagen? Das frühe Aufstehen hatte sich definitiv gelohnt! Beim Desert View Visitor Center war der Parkplatz noch so gut wie leer, und die Aussicht auf den wohl berühmtesten – wenn auch mit rund 450 Kilometern Länge, bis zu 29 Kilometern Breite und über 1.800 Metern Tiefe nicht den größten – Canyon der Welt war schlichtweg atemberaubend.

Bereits hier konnten wir einen ersten Blick auf den Little Colorado River erhaschen, der zusammen mit dem Colorado River über sechs Millionen Jahre hinweg dieses gigantische Naturwunder in den Fels gefräst hat. Ab etwa 11 Uhr wurde es deutlich voller, aber dank des winterlichen Wetters der vergangenen Tage waren wohl nur wenige der sonst rund 5 Millionen Besucher jährlich unterwegs. 👌🏻

Wir fuhren mit unserem Van die verschiedenen Aussichtspunkte entlang des South Rim ab, liefen mehrere Abschnitte des Rim Trails zu Fuß und legten unzählige Foto- und Filmpausen ein. Dabei lief uns sogar ein Elch direkt vor die Linse – ganz offensichtlich an Menschen gewöhnt und vollkommen unbeeindruckt von unserer Anwesenheit. 🥰

Unser erster Tag am Grand Canyon endete am Mather View Point sowie im großen Visitor Center, das uns allerdings mit eher spärlichen Informationen enttäuschte. Mit den Köpfen voll einmaliger Eindrücke machten wir uns am späten Nachmittag erneut auf Stellplatzsuche – und wurden fündig: In einem öffentlich zugänglichen Waldstück, unweit des Parks, wo das Campen erlaubt ist. Kein Wunder also, dass wir dort auf einige Gleichgesinnte trafen. 😆

Imposante Weite, bewegende Stille – Abschied vom Grand Canyon

Am zweiten Tag widmeten wir uns dem westlichen Teil des Grand Canyons – jenem Abschnitt, der von den meisten Besucher*innen angesteuert wird. Kein Wunder, denn hier befinden sich einige der bekanntesten Aussichtspunkte und Wanderwege des gesamten Parks. Der berühmte Bright Angel Trail etwa führt gut 1.300 Höhenmeter hinab bis zum Colorado River – allerdings ist diese Tour nichts für schwache Nerven oder schlechte Ausrüstung, besonders bei sommerlicher Hitze oder – wie bei uns – eisigen Restschneefeldern. Ähnlich spektakulär und fordernd ist der South Kaibab Trail, der mit seinen freigelegten Graten und steilen Abhängen zwar traumhafte Blicke bietet, aber keinerlei Schatten oder Wasserstellen aufweist. Eine gute Planung und körperliche Fitness sind auf diesen Trails also absolute Pflicht!

Da viele dieser Pfade witterungsbedingt noch gesperrt waren, blieben wir wie am Vortag auf den Wegen entlang des Canyonrandes. Und auch hier gab es mehr als genug zu sehen: Über die Hermit Road reihen sich insgesamt neun verschiedene Viewpoints aneinander, einer schöner als der andere. 😍 Doch wer ab dem 1. März unterwegs ist, darf diese Strecke nicht mehr mit dem eigenen Fahrzeug befahren. Stattdessen verkehren kostenlose Shuttlebusse im 15-Minuten-Takt – sogar eine Stunde vor Sonnenaufgang und eine Stunde nach Sonnenuntergang. Alternativ kann man auch aufs (Leih-)Fahrrad umsteigen – was wir geplant hatten, doch Simons platter Reifen machte uns erneut einen Strich durch die Rechnung. Also hieß es früh raus aus den Federn und rein in den Bus.

Wer genau hinsieht erkennt den Colorado River

Nach rund 40 Minuten erreichten wir die Endhaltestelle: Hermit’s Rest. Von dort wanderten wir gemütlich von einem Aussichtspunkt zum nächsten, zurück in Richtung Visitor Center. Wer nicht den ganzen Weg laufen möchte, kann die Strecke in Teilabschnitten erkunden und flexibel an jeder Haltestelle wieder in den Bus steigen. 🚌💨

Das Wetter? Ein Traum! Blauer Himmel, wärmende Sonne, keine Wolke in Sicht – perfekt für unser Vorhaben. Und dennoch: Auch wenn der Westteil mit seinen logistischen Vorteilen punktet, konnten wir nicht ganz nachvollziehen, weshalb dieser von so vielen dem East Rim vorgezogen wird. Wir fanden die Aussicht dort fast noch dramatischer, die Trails einsamer und das gesamte Erlebnis ursprünglicher – nicht zuletzt, weil man sich dort frei mit dem eigenen Fahrzeug bewegen kann. 🤩

Am Nachmittag zogen dann doch noch ein paar Schleierwolken auf. Unsere Hoffnung auf einen perfekten Sonnenuntergang über dem Canyon erfüllte sich somit nicht ganz. ⛅️ Aber wir beschwerten uns keinesfalls – zwei Tage voller Staunen, Ehrfurcht und bewegender Naturmomente lagen hinter uns. Zwei Tage, die wir ganz sicher nie vergessen werden. ♥️♥️♥️

Grand Canyon & Route 66 im Video! 👆

So sehr wir uns auch bemüht haben – die unfassbare Weite, die dramatische Tiefe und die Farbintensität dieses Naturwunders lassen sich auf Fotos einfach nur schwer einfangen. Einen etwas besseren Eindruck bekommt ihr vielleicht in unserem dazugehörigen YouTube-Video – schaut also unbedingt mal rein! Und nicht vergessen: Auch nächste Woche geht’s hier weiter – dann nehmen wir euch mit über die legendäre Route 66 Richtung Las Vegas. Es bleibt spannend! 🌎🚐💨

NEW BLOG POST 🇺🇸 (26.03. – 01.04.2025) Unser Roadtrip durch Arizona: Phoenix, Sedona & Sunset Crater

Neuer Look für den Van & tierische Begegnungen im Saguaro Nationalpark

Nach acht wunderbaren Tagen hieß es Abschied nehmen von unseren Freunden Yvonne und Brett. Wir hatten eine großartige Zeit mit ihnen – mit vielen spannenden Gesprächen und köstlichem Essen. Wer weiß, wo wir uns das nächste Mal wiedersehen werden? Erst Bolivien, dann Peru, jetzt die USA… vielleicht ja irgendwann in Afrika?

Mit brandneuen Reifen, frischen Stoßdämpfern und einer endlich wieder heilen Duschwanne machten wir uns gegen Mittag auf den Weg zum westlichen Teil des Saguaro Nationalparks. 🌵 Wir entschieden uns für die malerische Route über den Gates Pass und wurden schon unterwegs von unzähligen riesigen Saguaros begrüßt. Diese beeindruckenden Säulenkakteen können bis zu 15 Meter hoch und über 200 Jahre alt werden. Ihre charakteristischen Arme bilden sie allerdings erst ab einem Alter von rund 50 bis 75 Jahren – eine echte Geduldsprobe der Natur!

Kurz vor dem Parkeingang – der für uns dank unseres America the Beautiful-Nationalparkpasses völlig kostenlos war – lief uns unser erster Kojote über den Weg. Wir parkten unseren Van am Visitor Center, das uns allerdings wenig nützliche Informationen über die Flora und Fauna des Parks bot. Dafür war der Souvenirshop umso größer – aber da wir weder Kaktus-Salz noch Saguaro-Magnete brauchten, machten wir uns schnell wieder auf den Weg.

Wir fuhren den Bajada Loop Drive entlang, eine knapp 10 Kilometer lange, unbefestigte Panoramastraße, die durch die spektakuläre Kakteenlandschaft führt. Witzigerweise gab es hier weit und breit keine Ticketkontrolle – offenbar vertraut man hier darauf, dass sich jeder selbstständig ein Ticket besorgt.

Da die Wüstensonne an diesem Mittwochnachmittag Ende März unerbittlich vom Himmel brannte, entschieden wir uns für eine kleine Siesta auf einem schattigen Picknickplatz mit traumhafter Aussicht auf die roten, von Kakteen gesäumten Hügel. Hier, am hinteren Ende des Parks, waren wir fast ganz alleine – nur ein paar Eidechsen leisteten uns Gesellschaft.

Petroglyphen & tierische Begegnungen

Am späteren Nachmittag – bei immer noch 31 Grad – machten wir uns auf eine kleine Wanderung entlang des Wren Trails zum Signal Hill. Dort konnten wir jahrhundertealte Petroglyphen bestaunen, die von den Hohokam-Indianern in den Fels geritzt wurden. Die abstrakten Muster und Tierdarstellungen sind rund 800 Jahre alt und gehören zu den bedeutendsten archäologischen Hinterlassenschaften dieser Region.

Neben den historischen Felszeichnungen entdeckten wir noch einen Roadrunner (ja, die gibt es wirklich!), zwei kleinere Echsen, eine dünne weiße Schlange und ein winziges Streifenhörnchen, das blitzschnell zwischen den Kakteen umherhuschte.

So sieht der Roadrunner aus
Streifenhörnchen

Da das Übernachten im Nationalpark selbst nicht erlaubt ist und die umliegenden Campingplätze alle kostenpflichtig waren, fuhren wir für die Nacht zurück nach Tucson. Unser Schlafplatz: Ein ruhiger Baumarktparkplatz in Autobahnnähe – nicht gerade idyllisch, aber zweckmäßig.

Allerdings sorgte die nächste Kurve für eine unliebsame Überraschung: Unsere Porta Potti flog einmal quer durch den Van! Zum Glück war sie leer, aber unser cleverer Plan, die Campingtoilette ohne ihre bisherige Holzverschalung zu nutzen, erwies sich als kompletter Reinfall. Blöd nur, dass wir die alte Holzkiste bereits bei Brett und Yvonne in handliche Feuerholzstücke zersägt hatten… 🙈

Von Aldi-Glück & Goodwill-Schnäppchen – Unser Weg nach Sedona

Bevor wir uns am nächsten Morgen auf den Weg machten, gab es noch ein kleines, aber wichtiges Problem zu lösen: unser Porta Potti. Nach seinem unfreiwilligen Flug durch den Van am Vortag musste eine sichere Lösung her. Die simpelste Idee? Zwei Expander und ein paar Karabinerhaken – und schon war die Toilette bombenfest in der Dusche verzurrt. Improvisation auf höchstem Niveau! 🤣

Unsere Toilette ist ab sofort angeschnallt 😉

Nun konnte es aber wirklich losgehen – und zwar nach Phoenix, der größten Stadt Arizonas mit rund 1,6 Millionen Einwohnern. Allerdings interessierte uns die Metropole selbst eher weniger. Nach neun Monaten in Mexiko hatten wir erst einmal genug von Städten. Unser eigentliches Ziel? ALDI! Ja, genau – DER deutsche Aldi in den USA!😀 🛒

Aldi-Feeling in Amerika

Wir hatten zwar keine allzu großen Hoffnungen auf deutsche Preise, waren aber gespannt, ob sich das Einkaufserlebnis mit dem aus der Heimat vergleichen ließ. Und was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg! Die Filiale war erstaunlich vertraut aufgebaut, und wir entdeckten tatsächlich einige bekannte Eigenmarken – unter anderem bei Schokolade.

Die Preise? Im Vergleich zum bislang günstigsten US-Lebensmittelhändler Walmart waren viele Produkte tatsächlich billiger! Dementsprechend gut gefüllt war unser Einkaufswagen am Ende auch. Leider gibt es in den USA nur in wenigen Bundesstaaten Aldi-Filialen, vor allem in Kalifornien, Florida und Teilen der Ostküste. Es könnte also eine ganze Weile dauern, bis wir wieder auf einen treffen… 😕

Second-Hand-Schätze bei Goodwill

Direkt neben dem Aldi fanden wir einen Goodwill-Store – eine der größten Second-Hand-Ketten in den USA. Das Konzept ist simpel: Spendenbasierte Waren, meist Kleidung, Möbel und Haushaltsgegenstände, werden hier zu günstigen Preisen verkauft. Der Erlös fließt in gemeinnützige Programme zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen oder sozialen Schwierigkeiten.

Das Beste: Jeden Donnerstag gibt es farblich markierte Artikel für nur 1-2 Dollar – pro Stück! Simon ergatterte eine brandneue Basecap, ich gönnte mir vier Kurzarmshirts – und zahlte für alles zusammen gerade einmal 9 Dollar. 🤗

Auf in die Berge!

Gut gelaunt verließen wir Phoenix über die wuselige Autobahn und fuhren in die Berge. Die Landschaft wurde mit jedem Kilometer spektakulärer: Kaktusgesäumte Hügel, immergrüne Pinienwälder und ein stetiger Anstieg bis auf 1.200 Meter Höhe.

Los Angeles wäre auch nicht weit weg gewesen

Nach etwa 350 Kilometern erreichten wir unser Tagesziel in der Nähe von Sedona. Im National Forest fanden wir einen ruhigen Stellplatz mit herrlichem Blick auf die bewaldeten Berge – und trotz zahlreicher anderer Camper genügend Platz für uns. ☺️

Sedona’s Rote Felsen & Wanderer im Stau – Unser Aufstieg zum Cathedral Rock

Der Tag startete mit einer kleinen Premiere: Ich testete zum ersten Mal unsere frisch reparierte Dusche – mit Erfolg! 😃🚿 Selbst die Warmwasseranschlüsse, die seit fast zwei Jahren ungenutzt waren, hielten dicht. Keine Lecks, keine Tropfen – so kann’s weitergehen!

Frisch geduscht und bereit für neue Abenteuer machten wir uns auf den Weg zu den spektakulären Red Rocks von Sedona. Die leuchtend roten Felsformationen zählen zu den berühmtesten Landschaften Arizonas – und das zeigte sich auch an diesem Samstagmorgen deutlich.

Parkplatzsuche in Sedona – Ein Geduldsspiel

Bereits um 10 Uhr morgens waren die Wanderparkplätze randvoll. 😳 Selbst der große Parkplatz mit kostenlosen Shuttle-Bussen zu den umliegenden Trails war belegt. Aber wir ließen uns nicht entmutigen, drehten noch eine Extrarunde – und hatten Glück! Nach etwas Warten wurde ein Platz in einer der kleineren Parkbuchten frei.

Schnell schnürten wir die Wanderschuhe, packten unser Filmequipment in den Rucksack und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Cathedral Rock Trail – eine der berühmtesten Wanderungen der Region.

Seht ihr das Wildschwein? 🐗 🔍

Der Aufstieg zum Cathedral Rock – Kurzer Trail, große Wirkung

Mit nur knapp über einem Kilometer Länge klingt der Cathedral Rock Trail erstmal harmlos. Doch der Schein trügt! Der Weg führt teils steil bergauf, über glatte Felsen hinweg, die einem ohne ordentliches Profil unter den Schuhen schnell zum Verhängnis werden könnten. Zum Glück hatten wir Turnschuhe gegen Wanderschuhe eingetauscht!

Während des Aufstiegs boten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden roten Berge – genau so, wie man sich die Landschaft des Wilden Westens vorstellt! Allerdings gab es an den engsten Stellen regelmäßig Staus, weil sich die Wanderer gegenseitig Platz machen mussten. Aber hey, so blieb mehr Zeit, die atemberaubende Szenerie auf sich wirken zu lassen. 😅

Blechlawine durch Sedona

Auch nach der Wanderung war Geduld gefragt: Die Weiterfahrt durch Sedona glich einem Stop-and-Go durch eine riesige Blechlawine. Die Stadt ist nicht nur für ihre Felsen, sondern auch für ihre unzähligen Kreisverkehre bekannt – und an einem gut besuchten Wochenende wie diesem quälte sich der Verkehr nur langsam durch das Zentrum.

Doch trotz des dichten Verkehrs war eines klar: Sedona ist ein absolut magischer Ort! Und das war erst der Anfang unseres Abenteuers hier… 🚐🏜️

Flagstaff & die Schattenseiten des American Dream

Unser Sonntag begann mit der Weiterfahrt nach Flagstaff, einer kleinen Stadt, die direkt an der legendären Route 66 liegt. Einst ein wichtiger Zwischenstopp für Reisende und Abenteurer, hat die Stadt an Bedeutung verloren, seit die Interstate-Autobahnen den alten Highway weitgehend ersetzt haben. Heute geht es hier deutlich ruhiger zu – doch gerade das macht den Charme von Flagstaff aus.

Flagstaff – Zwischen Geschichte & Natur

Flagstaff liegt auf 2.100 Metern Höhe und ist damit eine der höchstgelegenen Städte Arizonas. Umgeben von dichten Kiefernwäldern und schneebedeckten Gipfeln, bietet die Region zahlreiche Outdoor-Möglichkeiten – von Skifahren im Winter bis hin zu spektakulären Wanderungen im Sommer. Außerdem ist Flagstaff ein beliebter Ausgangspunkt für den Grand Canyon, der nur etwa 120 Kilometer entfernt liegt.

WLAN im Van – Unser Büro in der Bibliothek

Bevor wir in die Stadt fuhren, konnten wir an einer Tankstelle kostenlos unser Frischwasser auffüllen. Danach parkten wir unseren Van direkt vor der öffentlichen Bibliothek, denn wir hatten von anderen Reisenden gehört, dass man dort oft schnelles und kostenloses WLAN findet. Und tatsächlich: Das Signal reichte bis in unser Wohnmobil hinein, sodass wir bequem von „zuhause“ aus arbeiten und unser neuestes YouTube-Video hochladen konnten. 👌🏻

Beim Blick in die Bibliothek fiel uns jedoch ein trauriges Phänomen auf: Die Sitzplätze waren voll besetzt, besonders die PC-Stationen und Handy-Ladestationen waren heiß begehrt. Viele der Menschen, die hier Zuflucht suchten, waren offensichtlich obdachlos – ein Bild, das uns bereits in Tucson und Phoenix begegnet war. 😔

Obdachlosigkeit in den USA – Bittere Realität

Die Anzahl an Menschen, die auf der Straße leben müssen, ist erschreckend hoch. Besonders bedrückend war es zu sehen, dass darunter auch körperlich beeinträchtigte Menschen in Rollstühlen waren – ohne Obdach, ohne Hilfe. Andere lebten in ihren Autos, mit einem kleinen Zelt davor, irgendwo auf freien Campingplätzen im Wald.

So sehr die USA auf den ersten Blick glänzen – mit schicken Städten, großen Trucks und blitzblanken Malls – diese Schattenseite kann man nicht übersehen. In Lateinamerika haben wir viel Armut gesehen, aber dort hatte eigentlich jeder ein Dach über dem Kopf und durch enge Familienbande oder Selbstversorgung musste kaum jemand hungern. Hier in den USA dagegen trifft Armut oft die, die ohnehin schon am Abgrund stehen. 😢

Ein kurzer Stadtbummel & unser nächster Stellplatz

Nachdem wir unsere To-dos erledigt hatten, schlenderten wir noch ein wenig durch das Zentrum von Flagstaff. Viel zu sehen gab es allerdings nicht, und da es obendrein recht kühl und windig war, zog es uns bald zurück in den Van.

Für die Nacht parkten wir auf dem großen Parkplatz von REI, einem Outdoor-Ausstatter, der in den USA so etwas wie das Pendant zu Globetrotter ist. Ein guter Spot für eine ruhige Nacht – und ein perfekter Ausgangspunkt für unsere nächsten Erkundungen! 🚐🏔️

Feuer & Stein – Die Lavafelder des Sunset Crater & die Ruinen von Wupatki

Nach einem kühlen Morgen in Flagstaff stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: das nur 30 Kilometer entfernte Sunset Crater Volcano National Monument. Dank unseres America the Beautiful Passes konnten wir die Schranke einfach passieren, ohne zusätzliche Gebühren zu zahlen – ein klarer Vorteil, wenn man mehrere Nationalparks und -monumente besuchen möchte.

Sunset Crater – Ein Vulkan, der die Landschaft für immer veränderte

Bevor wir uns auf Erkundungstour begaben, hielten wir am Visitor Center und sahen uns einen informativen 20-minütigen Film über die Geschichte des Parks an. Der Sunset Crater ist ein Vulkankegel, der vor etwa 1.000 Jahren durch eine massive Eruption entstand. Der Ausbruch war so gewaltig, dass er die gesamte Umgebung veränderte: Dicke Lavaströme, riesige Aschefelder und erstarrte Gesteinsformationen prägen bis heute das Landschaftsbild.

🌋 Fakten zum Sunset Crater Volcano:

• Höhe: 2.448 Meter über dem Meeresspiegel

• Letzter Ausbruch: um das Jahr 1085

• Asche & Lava bedeckten über 2.000 km² Land

• Die Eruption war so stark, dass sie die Lebensweise der indigenen Bevölkerung dramatisch veränderte

Wir fuhren den Scenic Loop Drive entlang, eine beeindruckende Straße, die uns durch die erstarrten Lavafelder führte. Gigantische schwarze Gesteinsbrocken, zerklüftete Formationen und weite Ascheflächen – eine surreale Kulisse, die auf Fotos kaum die Wucht vermittelt, die sie in echt hat. 😲 Auf kurzen Wanderwegen spazierten wir durch die erkalteten Lavakanäle und standen vor einem erstarrten Fluss aus flüssigem Gestein. Es fühlte sich an, als wären wir auf einem anderen Planeten gelandet! 🌒

Wupatki National Monument – Die Ruinen der Pueblo-Kultur

Am anderen Ende der Rundstraße erreichten wir das nächste historische Highlight: das Wupatki National Monument. Hier befindet sich eine der bedeutendsten Pueblo-Ruinen Nordamerikas, die aus der Zeit um 1100 n. Chr. stammen.

Im Besucherzentrum erfuhren wir mehr über die Hopi, Zuni und Navajo, die damals in dieser trockenen, aber fruchtbaren Region lebten. Im Gegensatz zu den großen Städte der Maya und Azteken waren die Pueblo-Siedlungen keine urbanen Zentren mit Straßen und Tempeln, sondern kompakte Wohnkomplexe, in denen Familiengruppen zusammenlebten.

🏛 Wissenswertes zu Wupatki:

• Die größte erhaltene Ruine hat über 100 Räume

• Einst lebten hier mehr als 2.000 Menschen

• Die Pueblo-Bewohner waren talentierte Bauern, die in der trockenen Wüstenlandschaft mit ausgeklügelten Anbautechniken überlebten

• Der Vulkanausbruch des Sunset Crater führte dazu, dass die Böden fruchtbarer wurden – was den Siedlern eine Zeitlang zugutekam

Beim Erkunden der Ruinen konnten wir uns gut vorstellen, wie die Menschen hier lebten: Lehmziegelhäuser, schmale Durchgänge und ein großer Versammlungsplatz zeigten, dass diese Gemeinschaften eng zusammenarbeiteten. Ein beeindruckendes Zeugnis einer längst vergangenen Kultur.

Leben in Stein oder Zelt? Warum einige indigene Völker sesshaft waren und andere nicht ⛺️🐎

Tatsächlich gab es unter den indigenen Völkern Nordamerikas sowohl sesshafte als auch nomadische Gruppen. Die Pueblo-Indianer, zu denen die Hopi und Zuni gehörten (wie im Wupatki National Monument), waren Bauern und lebten in festen Siedlungen aus Stein oder Adobe-Ziegeln. Sie bauten Mais, Bohnen und Kürbis an, was eine sesshafte Lebensweise ermöglichte. Diese Dörfer gab es schon lange vor der Ankunft der Europäer, einige sind bis heute bewohnt. 🌽🫘

Die Nomaden, die man aus Filmen mit ihren Tipis kennt, gehörten meist zu den Plains-Indianern wie den Sioux, Cheyenne oder Comanche. Diese Völker folgten den riesigen Bisonherden und waren auf ständige Mobilität angewiesen. Das Tipi war ideal für ein Leben auf der Jagd: leicht, schnell auf- und abzubauen und transportabel. 🏹🦬

Der große Unterschied lag also in der Umwelt: Fruchtbare Böden und Wasserquellen ermöglichten festen Wohnsitz und Ackerbau, während auf den weiten Graslandschaften der Prärie nur das Nomadendasein mit Jagd wirklich funktionierte.

Nach einem Tag voller spannender Einblicke in die geologische und kulturelle Geschichte Arizonas fuhren wir schließlich zu einem einsamen Stellplatz ganz in der Nähe – unser Kopf voller Bilder von Lavafeldern, uralten Ruinen und der unbändigen Kraft der Natur. 🚐🔥🏜

Nächste Woche geht es für uns weiter über die legendäre Route 66 zum Grand Canyon – also schaut unbedingt wieder vorbei, empfiehlt unseren Blog gerne weiter und besucht uns bis dahin auch auf Instagram oder YouTube! 👋🏻

NEW BLOG POST 🇺🇸 (17. – 25.03.2025) Vanlife in den USA: Pannen, Reparaturen & unsere finale Route! 🚐💨

Ankunft in Tucson: Wiedersehen, Ersatzteile & Schrauber-Community

Unser Van hat sich auf den letzten 2.500 km durch Mexiko und die USA wirklich tapfer geschlagen – und das trotz unserer völlig demolierten hinteren Stoßdämpfer. 😵‍💫 Doch jetzt waren wir endlich in Tucson, Arizona angekommen, wo bei unseren südafrikanischen Freunden Yvonne und Brett die langersehnten neuen Dämpfer auf uns warteten. Die verstärkten Marquart Stoßdämpfer hatten wir bereits in Deutschland bestellt und per DHL in die USA verschickt, da wir sie wegen der unter Druck stehenden Behälter nicht im Flugzeug mitnehmen durften – sie gelten als Gefahrgut. 💣💥

Doch bevor wir uns a die Reparaturen machten, gab es erst einmal ein herzliches Wiedersehen mit den beiden. Wir hatten Yvonne und Brett alias Round About West mit ihrem Land Rover Defender in Peru kennengelernt, und sie hatten uns netterweise ihre Adresse für unsere Ersatzteillieferung angeboten. Und als wäre das nicht schon großartig genug, lernten wir hier auch noch Tanja und Stuart alias Hippy Squared kennen – ebenfalls aus Südafrika und ebenfalls mit einem Land Rover Defender unterwegs. Auch sie nutzten das Zuhause von Yvonne und Brett, um bestellte Ersatzteile zu empfangen und an ihrem Fahrzeug zu schrauben.

Overlander Meeting Point in Tucson 😅

Die nächsten Tage sollten also ganz im Zeichen von Van-Schrauben, Ersatzteil-Upgrade und dem Austausch mit anderen Reisenden stehen. 🚐🛠️

Reparaturen, Van-Optimierung & Lasagne für die Crew

Der Dienstag stand ganz im Zeichen von Schrauben, Reparieren und Optimieren – höchste Zeit, unseren Van wieder in Topform zu bringen!

Während sich Simon direkt an die Reparatur unserer lädierten Duschwanne machte, kümmerte ich mich parallel um eine Ladung Schmutzwäsche und arbeitete an unserem neuen YouTube-Video über den Grenzübertritt in die USA. 👇

Die Duschwanne hatte über die letzten Monate ordentlich gelitten, doch mit Bauschaum zur Stabilisierung und GFK-Spachtelmasse für die Löcher bekam sie endlich wieder eine solide Basis. Danach ging es an das Hauptprojekt des Tages: den Wechsel der hinteren Stoßdämpfer. Dank der Erfahrung der letzten Monate und zahlreicher improvisierter Reparaturen ging der Austausch mittlerweile fast routiniert von der Hand. Die neuen Marquart Stoßdämpfer waren endlich dran – und unser Van dürfte damit wieder deutlich ruhiger auf den Straßen liegen. 🤩

Alt (vorne) vs. Neu (blau)
Die Alten waren mehr als durch! 🙈🙊🙉

Zur Belohnung für den fleißigen Schrauber-Tag stand abends dann ein gemeinsames Essen auf dem Plan: Nach dem am Vortag Yvonne für alle gekocht hatte, übernahmen wir diesmal die Küche und zauberten eine große Auflaufform Lasagne mit frischem Salat für unsere sechsköpfige Vanlife-Crew. Als Brett am Abend von der Arbeit zurückkehrte, ließen wir uns das Essen gemeinsam schmecken – natürlich mit einem guten Glas Rotwein und jede Menge Geschichten aus unserem Reisealltag. Ein rundum gelungener Tag, an dem wir nicht nur einiges geschafft, sondern auch viel gelacht haben. 🚐✨🍷

Reifen-Chaos & eine never-ending To-do-Liste

Eigentlich hätten an jenem Mittwoch Vormittag unsere neuen Falken AT Wildpeak Reifen montiert werden sollen – doch wie so oft auf Reisen kam alles anders. 😣 Die Lieferung war noch nicht eingetroffen, und möglicherweise würden wir nun bis zum kommenden Dienstag (also fast eine ganze Woche!) darauf warten müssen… 😟 Keine allzu erfreuliche Nachricht, denn wir waren heiß darauf, endlich weiterzuziehen – schließlich wartete ein ganzes Land darauf, von uns erkundet zu werden, und bis Alaska lag noch ein verdammt weiter Weg vor uns. 🗺️🧭

Immerhin gab es auch so noch genug zu tun:

🔧 Mein Fahrrad hatte sich mal wieder einen Plattfuß eingefangen – der Klassiker!

🛁 Die frisch laminierte Duschwanne musste noch weiß lackiert werden.

🪵 Unsere Echtholz-Arbeitsplatten brauchten dringend eine neue Ölkur.

🚽 Eine Anti-Rutsch-Matte für unsere Toilette musste her, um die Duschwanne künftig besser zu schützen.

🦟 Und das Loch im Moskitonetz? Das wollte natürlich auch noch geflickt werden.

Kurz gesagt: Stillstand gibt es im Vanlife nicht! Während wir auf die Reifen warteten, machten wir uns also an die unendliche To-do-Liste – und hofften inständig, dass sich die Lieferung vielleicht doch noch früher als angekündigt blicken lassen würde. 🤞🚐

Tucson erkunden: Fahrradtour, Murals & ein perfektes Barbecue

Da unsere neuen Reifen weiterhin auf sich warten ließen, machten wir es uns im gemütlichen Cactus Cottage von Brett & Yvonne bequem. Tagsüber halfen wir beim Schichten des frisch gelieferten Feuerholzes, das für zukünftige Grill- und Lagerfeuerabende bestimmt war. Und da Simon den Van ohnehin für ein paar kleinere Arbeiten nutzen wollte, nutzte ich die Gelegenheit für eine Sightseeing-Fahrradtour durch Tucson – gemeinsam mit Yvonne.

Das hübsche Häuschen der beiden 💕

Tucson – die unterschätzte Wüstenstadt

Mit rund 500.000 Einwohnern ist Tucson nach Phoenix die zweitgrößte Stadt in Arizona, doch trotz ihrer Größe geht es hier erstaunlich entspannt zu. Vielleicht liegt es an der Universität von Arizona, die viele junge Leute anzieht? Oder an den vielen gepflegten Parkanlagen, Kakteen-Gärten und Vorgärten voller Orangenbäume? Was auch immer es ist – Tucson versprüht definitiv Charme!

Besonders überrascht war ich von den vielen Fahrradwegen und sogenannten Bike Boulevards – vielleicht extra für die vielen Studierenden? Dazu gibt es zahlreiche kostenlose Angebote für die Bevölkerung, darunter:

✅ Gratis Bus- & Straßenbahnfahrten

✅ Freier Zugang zu Bibliotheken

✅ Beheiztes Freibad – ganzjährig geöffnet & durch ein Sonnensegel geschützt

Farbenfrohe Wände und Uni-Flair 🌈

Entlang der Gehwege in der Innenstadt gibt es türkisfarbene Linien, die einen zu den Hauptsehenswürdigkeiten leiten. Wer sich noch besser orientieren möchte, kann sich eine kostenlose Broschüre mit Karten und Erklärungen zu den Stationen besorgen – super praktisch!

Tucson ist zudem bekannt für seine gigantischen, farbenfrohen Murals (Wandmalereien), die über die ganze Stadt verteilt sind. Ein weiteres Highlight: Das weitläufige Campus-Areal der Arizona University, das frei zugänglich ist und sich hervorragend zu Fuß oder per Rad erkunden lässt.

University of Arizona

🔥 Perfekter Tagesabschluss: BBQ & Lagerfeuer

Nach der ausgiebigen Fahrradtour wartete am Abend ein richtig gutes Barbecue auf uns. Und endlich gab es mal wieder vernünftige Bratwürste! Dazu ein kühles Glas Weißwein, ein knisterndes Lagerfeuer und das gerade frisch gestapelte Holz – besser hätte der Tag wohl kaum enden können. ♥️

Ein echtes American Diner & eine spektakuläre Flugshow

Am Sonntag erlebten wir gleich zwei typisch amerikanische Highlights: Unser erstes echtes American Diner Frühstück und eine atemberaubende Air-Force Flugshow direkt über unseren Köpfen!

Diner-Frühstück – Bigger is better!

Gemeinsam mit Yvonne & Brett besuchten wir ein klassisches amerikanisches Diner – und schon beim ersten Blick auf die Speisekarte war klar: Hier sind die Portionen nichts für kleine Esser! 😄

Bretts Omelette kam mit einer riesigen Portion Bratkartoffeln.

✅ Simons mexikanisches Breakfast bestand aus Spiegeleiern, Bohnenmus, rotem Reis & Tortillas.

✅ Mein Dutch Apple Pie mit einer Kugel Vanilleeis hätte in Deutschland locker als separater Eisbecher durchgehen können!

Dazu gab es Kaffee-Nachschub ohne Ende, flinke Bedienungen und eine volle Hütte – kein Wunder, dass hier am Sonntagvormittag ordentlich Trubel herrschte. Und wir verstehen jetzt auch, warum die Amerikaner das Diner-Frühstück so lieben: Lecker, sättigend und einfach Kult! 😛

✈️ Flugshow der Davis-Monthan Air Force Base

Am Nachmittag machten wir es uns dann mit Campingstühlen im Vorgarten gemütlich, denn genau über uns fand an diesem Wochenende eine spektakuläre Flugshow statt. Die in Tucson ansässige Davis-Monthan Air Force Base ist eine der wichtigsten Militärstützpunkte der USA und beherbergt unter anderem die berühmte A-10 Thunderbolt II (auch „Warzenschwein“ genannt) sowie verschiedene Kampfflugzeuge und Transportmaschinen.

Ein wahres Gänsehaut-Erlebnis, als die Jets im Tiefflug mit wahnsinniger Geschwindigkeit über uns hinwegdüsten! Besonders beeindruckend waren die Formationsflüge und waghalsigen Flugmanöver, die präzise wie ein Uhrwerk ausgeführt wurden. Die Base ist nicht nur ein aktiver Militärstützpunkt, sondern auch Heimat des weltgrößten Flugzeugfriedhofs – dem berühmten Boneyard, wo Tausende ausgemusterte Militärflugzeuge unter der heißen Wüstensonne Arizonas lagern. 🏜️

Wer sich für Luftfahrtgeschichte interessiert, sollte unbedingt das Pima Air & Space Museum besuchen. Mit über 400 Flugzeugen zählt es zu den größten Luftfahrtmuseen der Welt. Hier kann man legendäre Maschinen wie die SR-71 Blackbird, eine Boeing B-52 Stratofortress oder auch verschiedene historische Kampfjets aus nächster Nähe bestaunen.

Mit den donnernden Triebwerken über unseren Köpfen, einem gelungenen Frühstück im Bauch und vielen neuen Eindrücken neigte sich unser Wochenende in Tucson dem Ende zu. Jetzt hofften wir nur noch, dass unsere neuen Reifen bald eintreffen würden – damit unser Roadtrip ENDLICH so richtig losgehen kann! 🚐💨

Neue Reifen & ein neues Fahrgefühl

Nach einem weiteren Wartetag kam am Dienstagmittag endlich die erlösende Nachricht: Unsere neuen Reifen sind angekommen! 🥳 Noch am selben Abend sicherten wir uns einen Termin bei Discount Tires für den kommenden Morgen um 10:30 Uhr – was für eine Erleichterung!

Die letzten vier Wochen seit unserer Rückkehr aus Deutschland waren irgendwie wie im Zeitraffer verstrichen, aber ohne dass wirklich viel passierte: Erst lagen wir beide eine Woche flach mit Grippe, dann mussten wir über eine Woche auf die Reifen warten. Und das, obwohl uns die Erkundung der USA doch so sehr unter den Nägeln brannte! 😫

Frische Gummis für 60.000 Kilometer Abenteuer

Am Mittwochvormittag war es dann endlich soweit: Unsere brandneuen Falken Wildpeak A/T3W Reifen wurden aufgezogen – und plötzlich fühlte sich unser Van wie neu an! Nach über 60k gefahrenen Kilometern – ohne eine einzige Panne – waren unsere alten Reifen mittlerweile so abgefahren, dass uns auf schlechten Straßen, bei Schlaglöchern oder Schotterpisten regelmäßig ein mulmiges Gefühl überkam. Jetzt haben wir endlich wieder ordentlich Profil und somit auch ein gutes Gefühl unter den Rädern – perfekt für tausende Meilen durch die USA! 🛣️

Unsere alten Reifen waren ziemlich abgefahren…
…jetzt haben wir wieder ordentlich Profil 🥳

Die perfekte Route – dem Wetter hinterher

Dank Brett konnten wir nun auch die ideale Reiseroute für die kommenden Monate festlegen – angepasst an die Jahreszeiten und das Wetter. Denn eines ist sicher: Die USA sind riesig, und die richtige Planung macht den entscheidenden Unterschied zwischen einer entspannten Tour und einer frostigen Überraschung in den Bergen. ❄️

Jetzt kann unser Roadtrip durch Amerika endlich so richtig losgehen! 🎉🎉🎉 Ob wir es kommende Woche direkt zum Grand Canyon geschafft haben, erfahrt ihr im nächsten Blog. Bis dahin – bleibt gespannt und reist virtuell mit uns mit! 🚐🇺🇸✨

NEW BLOG POST 🇺🇸 (11. – 16.03.2025) Unser Start in den USA: White Sands National Park, atemberaubende Felslandschaften & die erste große Wanderung!

Erster Tag in den USA – eSIM, Meilen & Supermarkt-Schock 🇺🇸🚐

An unserem allerersten Morgen in den USA mühte ich mich redlich, eine eSIM-Karte auf meinem Handy zu installieren – und scheiterte prompt am Checkout. Jedes Mal wurde eine fehlende Versandadresse moniert, obwohl eine eSIM ja gerade den Vorteil hat, dass sie digital per E-Mail kommt. Erfreulicherweise funktionierte der Support-Chat von Mint Mobile ziemlich gut, und mein Englisch läuft nach wie vor flüssiger als mein Spanisch. Vermutlich lag es an der deutschen Kreditkarte oder PayPal-Adresse, aber dank kompetenter Hilfe war die Installation eine Stunde später abgeschlossen. Damit waren wir hoffentlich für die nächsten drei Monate mobil unterwegs. 📱

Nach einer heißen Dusche und einem schnellen Frühstück verließen wir den Loma Paloma RV Park wieder, um uns über sehr gute Straßen knapp 500 km bis nach El Paso zu bewegen. Wir staunten nicht schlecht über die vielen Neuwagen – meist gigantische Pick-ups, riesige Wohnwagentransporter mit angehängtem Jeep oder gleich vollintegrierte Luxus-Camper. Auch unser erster Tankstopp in den USA stellte uns vor Herausforderungen: Hier muss man selbst tanken und kann erst nach Vorkasse Diesel zapfen. Dafür lag der Literpreis in Texas knapp unter 1 €, auch wenn die Preise an den Tankstellen in Gallonen angegeben werden.

Von Kilometern zu Meilen & die Zeitzonen-Verwirrung

Neben der Umstellung aufs imperiale System (Meilen statt Kilometer) mussten wir höllisch aufpassen, nicht versehentlich zu schnell zu fahren. Die Landschaft blieb übrigens genauso karg und öde wie auf mexikanischer Seite – ein krasser Gegensatz zu anderen Ländergrenzen, wo sich die Umgebung oft schlagartig verändert. Unklar blieb hingegen lange die Uhrzeit: Unsere Uhren konnten sich trotz GPS nicht auf eine eindeutige Zeitzone festlegen, sodass wir nicht wussten, ob wir eine Stunde gewonnen oder verloren hatten. 😵‍💫

Der Highway 10 in Texas
Rastplatz mit Tipis

Der größte Supermarkt unseres Lebens 🛒

Nach sechs Stunden Fahrt erreichten wir am späten Nachmittag einen Walmart in El Paso – eine riesige Stadt direkt an der Grenze. Da wir nicht hungrig einkaufen wollten, kochte ich uns schnelle Pesto-Spaghetti, bevor wir dann in den größten Supermarkt gingen, den wir je betreten hatten. Die Produktauswahl war gigantisch – hier gab es wirklich ALLES, was man sich nur vorstellen konnte. Sogar Waffenmunition lag (immerhin abgesperrt) in Vitrinen. Leider waren auch viele Preise, wie erwartet, enorm hoch. Während Obst & Gemüse noch halbwegs erschwinglich waren, sah es bei Milchprodukten, Eiern und Käse ganz anders aus. Da waren wir froh, dass wir uns in Mexiko noch mit haltbaren Lebensmitteln eingedeckt hatten.

Bleibt zu hoffen, dass wir die höheren Ausgaben für Lebensmittel und Diesel zumindest teilweise durch die vielen kostenlosen Freistehplätze in den USA werden ausgleichen können. 🙏

White Sands Nationalpark – Unser erstes Highlight in den USA 🇺🇸🏜️

Nach einem ersten Einkaufs- und Akklimatisierungstag in El Paso führte uns unser Weg direkt zu einem der spektakulärsten Naturwunder der USA: dem White Sands Nationalpark. Nur 150 km weiter, mitten in der Wüste von New Mexico, erwartete uns eine Landschaft, die surrealer kaum sein könnte.

Fakten & Infos zum White Sands Nationalpark

📍 Lage: Im Süden von New Mexico, ca. 25 km von Alamogordo entfernt.

📏 Fläche: 581 km² – das größte Gipsdünenfeld der Welt.

🦎 Tierwelt: Kojoten, Oryxantilopen, Wüsteneulen und sogar weiß gefärbte Eidechsen, die sich perfekt an ihre Umgebung angepasst haben.

🌡 Temperaturen: Tagsüber bis zu 40 °C im Sommer, nachts kann es empfindlich kalt werden.

📜 Geschichte: Die Dünen entstanden vor etwa 10.000 Jahren aus Gipskristallen des ehemaligen Lake Otero.

Schon an der Einfahrt zum Park entschieden wir uns, den “America the Beautiful” Nationalpark-Pass für 80 $ zu kaufen. Dieser gilt ein ganzes Jahr lang für alle Nationalparks in den USA – ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass der Eintritt für den White Sands Nationalpark allein schon 25 $ gekostet hätte.

Durch die weiße Wunderwelt der Dünen

Der 8 km lange Loop Drive führte uns mitten hinein in die schneeweiße Dünenlandschaft, die in der Sonne fast gleißend leuchtete. Unser erster Stopp war der Dune Life Nature Trail, ein kurzer Rundweg, der einen ersten Eindruck der außergewöhnlichen Umgebung bot. So weit das Auge reichte: nichts als weißer Sand – nur unterbrochen von ein paar Grasbüscheln, die sich hartnäckig in der kargen Landschaft hielten.

Doch je weiter wir auf der Ringstraße in den Park hinein fuhren, desto mehr verschwanden diese letzten Überreste von Vegetation. Beim Backcountry Camping Trail legten wir einen weiteren Stopp ein und wanderten ca. 3 km durch die endlosen, unberührten Dünen. Der weiße Sand und der tiefblaue Himmel bildeten eine geradezu unwirkliche Kulisse – ein Anblick, den wir so schnell nicht vergessen werden. Zum Abschluss ließ Simon noch seine Lenkmatte am Himmel kreisen – ein Bild, das perfekt in diese windige, offene Landschaft passte.

Obwohl der Sonnenuntergang in White Sands berühmt ist entschieden wir uns, am späten Nachmittag weiterzuziehen. Unser Stellplatz für die Nacht war schnell gefunden: ein kostenfreier Platz an einem See, den ich über iOverlander entdeckt hatte.

Unser erster Stellplatz – Willkommen in der US-Vanlife-Szene 🚐🌅

Dort angekommen, erwartete uns eine neue Erfahrung: Während wir es aus Mexiko und Südamerika gewohnt waren oft alleine zu stehen, reihten wir uns hier in eine Karawane aus riesigen Campingtrailern, Expeditionsmobilen und Vans ein. Daran müssen wir uns wohl erst noch gewöhnen!

Aber die Kulisse entschädigte für alles:

🌊 Zur linken Seite spiegelte sich der tiefblaue See im Licht der untergehenden Sonne.

🏜 Zur rechten Seite leuchteten die Berge in warmem Orange.

🌕 Über uns: Ein gigantischer, bereits aufgehender Vollmond.

Besser hätte unser erster richtiger Erkundungstag in den USA kaum laufen können! ☺️

Ruhetag am See – Arbeiten, Entspannen und eine stürmische Überraschung 🌊💨

Nach den vielen Fahrtagen der letzten Woche tat es unglaublich gut, endlich mal auszuschlafen. Der Stellplatz am See war einfach zu idyllisch, um direkt weiterzuziehen, also entschieden wir uns spontan für einen fahrfreien Tag. Perfekt, um endlich das neue YouTube-Video zu schneiden und an den nächsten Blog-Beiträgen zu arbeiten.

Ein perfekter Platz zum Arbeiten… oder? 💻☕

Mit Blick auf den ruhigen See und den Bergen im Hintergrund machte das Arbeiten gleich doppelt so viel Spaß. Die Temperaturen waren angenehm, das WLAN über unsere eSIM funktionierte einwandfrei und wir fühlten uns rundum wohl.

Was wir zu dem Zeitpunkt nicht ahnten:

Am späten Abend wurde aus der idyllischen Ruhe ein stürmisches Inferno! 🌪️💨

Kurz nach Sonnenuntergang begann es heftig zu winden – und es hörte einfach nicht mehr auf. Die Böen rüttelten unseren Van durch, als wären wir zurück in Patagonien. Jeder, der schon einmal im Camper durch die argentinische Pampa gefahren ist, weiß, wovon wir sprechen.

Wir versuchten, mit Ohrstöpseln zumindest ein wenig Schlaf zu finden, aber erfolglos – die Windböen waren einfach zu laut, und unser Van wackelte wie ein Schiff auf hoher See. Hätten wir das vorher gewusst, wären wir vielleicht doch noch weitergezogen…

Von New Mexico nach Arizona – Duschen für 1$, eine weitere Zeitverschiebung & der perfekte Stellplatz 🚿🌵🌅

Nach der stürmischen Nacht stand für uns fest: Wir ziehen weiter! Über die Kleinstadt Las Cruces, wo wir für gerade einmal 1 Dollar eine heiße Dusche mit unglaublichem Wasserdruck in einem öffentlichen Hallenbad genossen, machten wir uns auf nach Willcox.

Ein neuer Bundesstaat & eine weitere Zeitverschiebung

Auf dem Weg dorthin überquerten wir bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage eine Bundesgrenze – diesmal ging es von New Mexico nach Arizona. Das brachte uns eine weitere Zeitverschiebung von einer Stunde zu unseren Gunsten. So erreichten wir unser Ziel früher als gedacht – immer wieder eine coole Überraschung, wenn man plötzlich “gratis” Zeit gewinnt!

Ein Stellplatz wie aus dem Bilderbuch 🌊🦢

Unser neuer Übernachtungsplatz befand sich diesmal an einem wunderschönen, sauberen See, auf dem zahlreiche Enten schwammen und große, graue Kraniche im seichten Wasser nach Futter suchten. Anders als in der Nacht zuvor waren hier keine riesigen Trailer, sondern fast ausschließlich Vans in unserer Größe – die perfekte Atmosphäre.

Wir fanden einen traumhaften Platz mit genügend Abstand zu den anderen Campern und einer atemberaubenden Aussicht auf den See, die sanften Bergketten und die goldgelb schimmernden Prärie-Grasbüschel.

Und dann war er da – dieser eine Moment.

Der Moment, in dem uns bewusst wurde:

✨ YES! Die letzten Monate voller Strapazen, Unsicherheiten und emotionaler Achterbahnfahrten haben sich gelohnt. ✨

Genau hierfür sind wir unterwegs:

Für das unglaubliche Freiheitsgefühl, für die Natur, die uns endlich wieder mit ihrer Vielfalt beeindruckt, für diese Momente, die einem das Herz höherschlagen lassen. ♥️

Unerwartetes Aprilwetter, gemütliche Stunden & ein magischer Blick auf die Berge 🌦️❄️🏞️

Der nächste Morgen überraschte uns mit echtem Aprilwetter: Kalte Winde, Graupelschauer und ein launischer Sonne-Wolken-Mix machten uns einen Strich durch die geplante Tageswanderung. ❌

Da es draußen ungemütlich war, schalteten wir kurzerhand die Heizung ein und machten es uns im Van bequem. Immerhin hatte sich an der traumhaften Aussicht nichts geändert!

Regen und Graupel im März in Arizona

• Simon vertiefte sich ins nächste YouTube-Video,

• während ich mir endlich die Zeit nahm, einen genaueren Blick in unseren „Reise-Know-How USA Westen“ Reiseführer zu werfen.

Schnee in der Wüste? Ein Panorama wie aus dem Bilderbuch ❄️⛰️🌅

Am Nachmittag stabilisierte sich das Wetter, sodass wir uns doch noch zu einem Spaziergang um den See aufmachten. Dabei entdeckten wir, dass es in den Höhenlagen über Nacht wohl geschneit hatte – die Berggipfel waren mit einer feinen Puderzuckerschicht überzogen und die Szenerie war unbeschreiblich schön. ✨

Schnee auf den Bergkuppen

Felsen, Freiheit & die erste große Wanderung – Unser erstes National Monument in den USA! 🏞️

Der nächste Morgen begrüßte uns mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und deutlich angenehmeren Temperaturen. Hatte sich das Warten also gelohnt! ☀️

Während sich der traumhafte See in völliger Windstille in einen gigantischen Spiegel verwandelte und die umliegenden Berge darin reflektierte, genossen wir gemütlich unseren Morgenkaffee. Dann wurde es Zeit, uns auf direktem Weg zu unserem ersten National Monument zu begeben!

Chiricahua National Monument – Ein Labyrinth aus Felstürmen 🏜️

Das Chiricahua NM überraschte uns mit freiem Eintritt – der Service war dennoch erstklassig, inklusive sauberer Toiletten, Trinkwasserspender und top ausgeschilderter Wanderwege.

🚐 Unser Startpunkt: Der Echo Canyon Trail

🥾 Unsere Route: 14 km Rundwanderung durch die bizarren Felstürme, die über Jahrtausende durch Erosion geformt wurden.

🌡️ Überraschung: Auf 2.000 Metern Höhe fanden wir sogar noch einige Schneereste – doch gegen Mittag liefen wir bereits im T-Shirt durch die Felsformationen.

Und was für Formationen das waren! 🏜️ Soweit das Auge reichte, sahen wir nichts außer riesige Felsnadeln. Einige erinnerten mit etwas Fantasie sogar an tierische oder menschliche Skulpturen. Ein Anblick, der uns einmal mehr zeigte, warum die USA für Naturfreunde einfach ein Paradies der Superlative sind!

Erkennt ihr das Gesicht???
Quietsche Ente
Kissing Rocks

Erschöpft, aber überglücklich, dass wir dieses Naturwunder mit eigenen Augen sehen durften, kehrten wir am späten Nachmittag zu unserem Van zurück.


Und das war sie auch schon – unsere erste Woche in den USA! 🇺🇸🎉

Jetzt geht es für uns weiter nach Tucson, wo bei unseren Freunden Yvonne und Brett unsere neuen Stoßdämpfer auf uns warten. Im Idealfall sind bis dahin auch unsere neuen Falken AT-Reifen eingetroffen, sodass unser Van endlich wieder fit für die unzähligen Meilen durch die USA sein wird.

Wohin es uns danach verschlägt? Das steht noch in den Sternen – es bleibt also spannend! 🚀

Danke fürs Lesen & bis nächste Woche! 😊

NEW BLOG POST 🇲🇽 (06. – 10.03.2025) Endlich in den USA! Unser nervenaufreibender Grenzübertritt und die 1.800 km lange Fahrt durch Mexiko

Endlich wieder On the Road – mit Pannenstart

Erinnert ihr euch noch, wie der letzte Blogbeitrag geendet hat? Genau – mit der erfolgreichen Lieferung unserer aus Deutschland in die USA verschickten Stoßdämpfer. Hätten wir sie doch bloß im Flieger mit nach Mexiko nehmen können! Dazu später mehr…

Erste Tagesetappe: Von Teotihuacán nach Querétaro

Am Donnerstag, exakt eine Woche nach unserer Ankunft, fühlte ich mich zwar noch längst nicht wieder fit – aber die erste und mit rund 230 km auch kürzeste Tagesetappe bis Querétaro traute ich mir zu. Bevor wir uns herzlich von den beiden Campingplatz-Besitzern verabschiedeten, die uns und vor allem unserem Van in den vergangenen 80 Tagen ein wundervolles Zuhause geboten hatten, gönnten wir uns noch eine letzte heiße Dusche. 🚿

Mit einem kleinen Umweg über den Supermarkt, wo wir die in den letzten Tagen aufgebrauchten Vorräte auffüllten, ging’s dann endlich los. Wir nahmen zum zweiten Mal die knapp 1.800 Kilometer lange Strecke bis zur US-Grenze in Angriff. Diesmal kannten wir die bevorstehenden Etappen und Übernachtungsspots bereits gut – ein kleiner Vorteil.

Für die erste Nacht hatten wir uns einen ruhigen Stellplatz an einer Tankstelle mit angeschlossener Wäscherei mitten in Querétaro ausgesucht. Dort gab es obendrein kostenloses gutes WLAN – eine Seltenheit in Mexiko! Allerdings mussten wir vorher noch unser dringend benötigtes Wasser auffüllen, weshalb wir zuvor noch eine andere Tankstelle ansteuerten. ⛽️

Kaum waren wir auf dem Weg dorthin, fiel mir ein seltsames Geräusch auf. Es klang fast wie das Bimmeln einer Kuhglocke – und leider kam es von unserem Fahrzeug! Während wir noch rätselten, woher das Geräusch genau stammen könnte, wurde schnell klar: Es kam von der linken Hinterachse.

An der Tankstelle angekommen, inspizierten wir das Problem – und die Ursache war leider sofort sichtbar. Unser hinterer, linker Stoßdämpfer hatte sich komplett aus der oberen Verankerung gerissen! Die Metallhülse war ausgebrochen, wodurch diese nun bei jeder Fahrtbewegung gegen den Kolben schlug und dieses metallische Klingeln verursachte. 😰

Erste Etappe – erste Panne!
Hier sieht man die abgerissene Metallhülse
Immerhin konnten wir Wasser auffüllen 💦

Und hier kommt der Punkt von ganz oben ins Spiel: Hätten wir unsere neuen Marquart-Stoßdämpfer doch bloß im Flieger mit nach Mexiko nehmen dürfen! So aber war der Schaden vorerst nicht zu beheben, und da der Dämpfer zumindest äußerlich noch intakt schien, blieb uns nichts anderes übrig, als die Weiterfahrt mit scheppernder Verkleidung fortzusetzen. 🚐💨

2. Fahrtag – Kilometerfressen Richtung Norden

Immerhin war unsere erste Nacht „on the road“ erwartungsgemäß ruhig gewesen, und ich war am Vorabend – dank meiner immer noch hartnäckigen Erkältung – einfach nur froh gewesen, endlich im Bett zu liegen. Stoßdämpfer hin oder her. 😅

Unser zweiter Fahrtag hatte es in sich: 478 Kilometer standen auf dem Plan – eine deutlich längere Strecke als am Vortag. Schon vor unserer Abfahrt hatten wir uns dafür entschieden, die gesamte Route bis zur US-Grenze ausschließlich über die mexikanischen Autopistas (gebührenpflichtige Autobahnen) zurückzulegen. Diese kosten zwar mitunter eine ordentliche Stange Geld, sind aber die einzige Möglichkeit, um zügig und vor allem auf gutem Asphalt voranzukommen.

Die Alternative wären oft schlecht gewartete Landstraßen mit unzähligen Topes (Bodenwellen), langsamen Lkw-Kolonnen und unvorhersehbaren Straßenzuständen gewesen – und das war mit unserem beschädigten Stoßdämpfer einfach keine Option.

Dank der gut ausgebauten Strecke erreichten wir am späten Nachmittag wie geplant unser Tagesziel: eine Autobahnraststätte etwas außerhalb von Fresnillo.

Auch hier hatten wir bereits zweimal übernachtet

3. Etappe – Durch die Wüste nach Los Remedios

Mit dem ersten Tageslicht starteten wir unsere nächste Etappe gen Norden – fast 500 Kilometer lagen vor uns. Die Fahrt war wenig abwechslungsreich, denn die Straße führte meist schnurgerade durch karge, trockene Steppenlandschaft. 🏜️

Wie schon am Vortag blies ein starker, böiger Wind, der nicht nur jede Menge Staub mit sich brachte, sondern auch eine Kaltfront. In der sonst knochentrockenen Wüste herrschten ungewohnt frische Temperaturen. Als wir gegen 16 Uhr unser Ziel erreichten, zeigte das Thermometer gerade einmal 24 Grad an – normalerweise sind es hier um diese Uhrzeit gut und gerne 10 Grad mehr! Uns sollte es recht sein, zumal die Sonne trotzdem vom stahlblauen Himmel schien. ☀️

Unser Tagesziel war die Hacienda Los Remedios, die nur über eine 10 Kilometer lange, ruppige Schotterpiste erreichbar ist. Doch die holprige Anfahrt lohnt sich jedes Mal – und so waren wir nun bereits zum dritten Mal hier.

Die Überreste der Hacienda Los Remodios
Nur die Anfahrt ist jedesmal echt ruppig

Inmitten der völligen Abgeschiedenheit und Ruhe der Wüste erwarten einen hier nicht nur warme Open-Air-Thermalbecken, sondern auch eine spektakuläre Thermalhöhle, in der heißes Wasser direkt aus einem Loch in der Decke sprudelt. Doch dieses Badevergnügen wollten wir uns für den nächsten Morgen aufsparen.

Nach der langen Fahrt knurrte der Magen, also bereitete ich uns erst einmal einen heißen Kaffee und ein fruchtiges Joghurt mit frischen, saftigen Orangen und knusprigem Granola zu. Doch kaum war das Wasser für den Kaffee heiß, wurde Simon – der draußen gerade unsere Campingstühle und den Falttisch aufstellte – auch schon von unseren mexikanischen Nachbarn mit Essen überhäuft:

🥤 Eine eiskalte Literflasche Sprite

🍤 Zwei knusprige Tostadas mit einer köstlichen Salsa aus frischen Gurken, Tomaten und Garnelen

🌮 Reichlich softe Tortilla-Fladen

🥩 Ein dünnes, gut durchgebratenes Stück Rindfleisch

🫑 Gegrillte grüne Paprika

Da hätte ich mir meinen Kaffee und das Joghurt ja glatt sparen können! 😅 Die unglaubliche Gastfreundschaft der Mexikaner begeistert uns immer wieder – und wir mussten uns regelrecht mit Händen und Füßen wehren, um nicht später auch noch die Reste einer anderen anwesenden Familie gereicht zu bekommen.

4. Fahrtag – Letzter Stopp vor der US-Grenze!

Die Nacht in der Wüste war mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ziemlich frisch, doch genau das bescherte uns einen tiefen, erholsamen Schlaf. Absolute Stille um uns herum – nur die ersten Sonnenstrahlen, die uns am Morgen beim Kaffeetrinken wärmten.

Das Außenbecken war wegen der kühlen Nächte frisch

Noch besser startete der Tag mit einem ausgiebigen Bad in der heißen Thermalhöhle, wo das dampfende Wasser direkt aus der Decke sprudelt. Herrlich! Nach einem entspannten Frühstück hätten wir am liebsten noch einen weiteren Tag in dieser kleinen Oase verbracht – aber es half nichts: Die 330 Kilometer bis Chihuahua Stadt mussten in Angriff genommen werden. 🚐💨

Also schlichen wir die 10 staubigen und holprigen Kilometer zurück zur Autobahn und rollten von dort aus weiter in den Norden. Die Fahrt verlief unspektakulär, doch es war ein komisches Gefühl zu wissen, dass dies unser letzter Stopp in Mexiko sein würde – zumindest hoffentlich!

Gegen Nachmittag erreichten wir die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates Chihuahua – mit über 900.000 Einwohnern die größte Stadt im Norden Mexikos. Unser Schlafplatz war uns bereits bestens bekannt: Der weitläufige Walmart-Parkplatz, auf dem wir schon zweimal zuvor genächtigt hatten.

Bevor wir uns für die Nacht einrichteten, erledigten wir noch die letzten To-Dos:

🧺 Wäsche waschen – Die praktische Self-Service Laundry im Walmart kam wie gerufen für eine letzte Maschine voll Schmutzwäsche.

🛒 Vorräte aufstocken – Trockenprodukte wie Nudeln und Cerealien sind in den USA deutlich teurer, also deckten wir uns hier noch einmal ein.

📄 KFZ-Haftpflicht für die USA – Über Seguro Gringo schlossen wir die notwendige Versicherung für den Grenzübertritt ab.

Somit war alles vorbereitet. Jetzt musste nur noch die Einreise in die USA reibungslos funktionieren – aber nach unserer Erfahrung im September blieb eine gewisse Nervosität… 🫣

5. Fahrtag & Grenzübertritt in die USA 🇺🇸

Die kühle Nacht ließ uns trotz aller Nervosität gut schlafen, doch die Anspannung war spürbar: Heute stand der Grenzübertritt in die USA an! Bevor es losging, verputzten wir auf dem Walmart-Parkplatz noch sämtliche frischen Lebensmittel, die wir nicht mitnehmen durften – darunter Eier, Tomaten, Paprika und Käse.

Mit gemischten Gefühlen starteten wir unsere letzte Tagesetappe auf mexikanischem Boden. Versteht uns nicht falsch: Mexiko ist ein grandioses Land, das wir in den letzten neun Monaten nicht nur bereist, sondern auch lieben gelernt haben. Aber jetzt war es an der Zeit, weiterzuziehen.

Die 250 km bis nach Ojinaga führten uns erneut durch karge Steppenlandschaften, und auch die Grenzstadt selbst machte mit ihrer Abgeschiedenheit und leicht schäbigen Optik nicht gerade Lust auf längeres Verweilen…

🛂 Mexikanischer Grenzposten

Die Ausreise aus Mexiko verlief blitzschnell:

Salida-Stempel im Pass

✅ Kein Gang zur Aduana nötig, da unser Van als Camper theoretisch zehn Jahre in Mexiko bleiben dürfte

Mexiko raus ging super schnell & einfach ✅

Dann war es soweit: Wir rollten über die Internationale Brücke rüber nach Presidio, Texas – und betraten damit US-amerikanischen Boden. Jetzt wurde es spannend!

🛂 US-Einreise: Ein völlig entspanntes Prozedere

Gleich der erste US-Grenzbeamte begrüßte uns freundlich und warf nur einen flüchtigen Blick ins Heck. Dann gratulierte er uns zum US-Visum und schickte uns weiter.

In der Fahrzeugkontrollspur landeten wir bei einem etwas älteren, grauhaarigen Officer, der sich Zeit nahm, unsere Pässe genau zu studieren. Nach ein paar Minuten stellte er uns die erwartete Frage:

🧐 „Waren Sie schon einmal in den USA?“ – Nein.

🧐 „Waren Sie schon einmal an einer US-Grenze?“ – Ja…

Kurze und ehrliche Erklärung unsererseits. Daraufhin drückte er einen orangefarbenen Notizzettel einem Kollegen in die Hand und schickte uns zeitgleich weiter zur eigentlichen Fahrzeugkontrolle.

Ein überraschenderweise des Deutschen halbwegs mächtiger Beamter – ein massiver, blonder Hüne – nahm uns in Empfang, was die Situation sofort auflockerte. 😮‍💨 Während unser Van inspiriert wurde, folgten wir ihm ins Office, wo er unsere Pässe hinter einer Tür weiterreichte.

Als er herauskam, zeigte er uns grinsend einen Daumen hoch – alles in Ordnung!

Der nächste Officer hinter der Scheibe war ebenfalls freundlich, stempelte unsere Pässe und machte sich sogar die Mühe, unser I-94-Formular (notwendig für längere Aufenthalte) eigenhändig am Computer auszufüllen.

💰 Kosten dafür: 6 $ pro Person (bar bezahlt)

Kaum hatten wir die Quittung in der Hand, kam auch schon das Go für unseren Van: Keine Spürhunde, keine Heckkisten-Kontrolle, kein Blick in den Kofferraum – nichts!

Mit einem freundlichen „Welcome to the USA!“ verabschiedete man uns, und wir rollten tatsächlich über die Grenze – diesmal ganz offiziell! 🥳🥳🥳

Um den Moment gebührend zu feiern, steuerten wir direkt den nahegelegenen Loma Paloma RV Park mitten in der texanischen Wüste an. Für nur 13 $ pro Nacht gab es:

✔️ Stellplatz mit Wasser- & Abwasseranschluss

✔️ Blitzsaubere Sanitäranlagen mit heißen Duschen

✔️ Einen großen Waschsalon

Zum perfekten Abschluss dieses besonderen Tages gab es unter dem atemberaubenden Wüstenhimmel dann noch ein Glas Sekt und fixe Pesto-Spaghetti. 🥂🍝


1.800 Kilometer quer durch Mexiko lagen hiermit hinter uns – Tausende Kilometer durch die USA & Kanada liegen vor uns! 🚐🇺🇸🇨🇦

Unser Visa Run hat uns über vier Monate Reisezeit und satte 3.000 € gekostet – aber letztendlich hat sich alles gelohnt! 🎉

Wir freuen uns riesig auf spektakuläre Nationalparks, atemberaubende Landschaften und spannende Städte in den USA – und natürlich darauf, dass ihr uns weiterhin begleitet!

Wenn ihr unser Abenteuer unterstützen möchtet oder uns ein kleines Dankeschön für unsere wöchentlichen Blogbeiträge & YouTube-Videos dalassen wollt, freuen wir uns riesig über eure Spende oder Mitgliedschaft! ♥️👇

Die ersten Eindrücke aus den USA gibt’s kommende Woche – hier im Blog, auf YouTube & Instagram! 😉


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