NEW BLOG POST 🇵🇪 (05. – 13.09.2023) Huaraz – Trujillo – Huanchaco – Punta los Balcones – Swiss Wasi

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir feiern unser einjähriges Weltreise Jubiläum und machen uns anschließend auf den Weg in die ehemalige Inka Hauptstadt Cusco sowie in das dahinterliegende Heilige Tal. Dort bummeln wir über die bunten Kunsthandwerkermärkte, erkunden jahrhundertealte Ruinen und statten den höchstgelegenen Salinen der Welt einen Besuch ab. Außerdem stellen wir uns die Frage: Kann und soll man Meerschwein
(auf Spanisch „cuy“) wirklich probieren oder doch lieber sein lassen?! 🙊🙉🙈
Viel Spaß beim Schauen & lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Der nächste Tag begann für uns sehr wohltuend mit einem Besuch der Thermen in „Monterrey“. Das Wasser in den beiden Becken war auf Grund der vielen, darin enthaltenen Mineralien wie zum Beispiel Kupfer, Zink und Eisen relativ bräunlich. Da wir jedoch den Zulauf gut erkennen konnten und dieses Wasser sehr sauber aussah hatten wir keinerlei Bedenken, in die zwei Becken zu steigen. Das Kleinere war uns mit einer Temperatur von ca. 36°C unter der prallen Morgensonne dann recht schnell zu warm und wir wechselten in das immerhin 20 Meter lange, wohltemperierte Schwimmbecken. So konnte ich ganz ungeplant am frühen Morgen sogar noch ein paar Bahnen ziehen. 🏊‍♀️ Auch das Wasser in den Duschen entsprach in Farbe und Temperatur dem Badewasser so dass wir uns kurz darauf, wohlriechend, auf den Weg zu Max und Merle machten. Die beiden standen immer noch, keine vier Kilometer von unserem Übernachtungsplatz entfernt, in einer Werkstatt in „Huaraz“. Als wir dort ankamen waren die Mechaniker gerade dabei, das kaputte Kreuzgelenk wieder in Stand zu setzen. Das neue Ersatzteil wäre hier nicht zu bekommen, wenn sei dieses nur in Lima und dann auch nur für sehr viel Geld erhältlich. Oh Mann… Was waren wir froh, dass unser Van derzeit keinerlei Probleme bereitete! Hoffen wir, dass es in unserem Fall so bleibt und die beiden bald wieder auf der Straße sein werden. 🍀🐷🎩 Wir wünschten ihnen viel Glück und machten uns auf in Richtung Meer. Neuerdings stand uns ein munteres Auf und Ab über die Anden bevor. Aber die Straße hinunter zur Panamericana war in erstaunlich gutem Zustand, kein Vergleich zur vorherigen Schlaglochpiste. Von über 4.000 Metern ging es die Berge hinab, durch saftig grüne Obstanbaugebiete und, schneller als wir uns umsehen konnten, gelangten wir auch schon wieder an der staubtrockenen, sandigen Küstenwüste an. So kam es, dass wir bereits am frühen Nachmittag den Küstenort „Tortugas“ erreichten. Den vielen Restaurants an der Promenade nach zu urteilen scheint hier im Sommer reger Betrieb zu herrschen. Jetzt, gegen Ende des Winters, ähnelte der Ort jedoch einer Geisterstadt. Wir hatten große Mühe, irgendwo ein Eis aufzutreiben denn fast alles war verriegelt und verrammelt. Erst nach mehrmaligem Nachfragen konnten wir endlich einen Mini Mercado ausfindig machen, der zumindest ein Eis am Stiel feilbot. Dafür freuten wir uns über den fantastischen Stellplatz, direkt oben an der Steilküste, von wo aus wir eine herrliche Sicht auf die kleine Bucht und die darin dümpelten bunten Fischerboote hatten. Und als wir mit unserem Eis zurück zum Van schlenderten bog ein uns wohlbekanntes, blaues Fahrzeug um die Ecke: Max und Merle hatte es wohl auch unweigerlich direkt ans Meer gezogen. Kurz nach unserer Abfahrt konnten die Arbeiten an ihrem Auto abgeschlossen werden so dass wir den Abend, wohlgemerkt ohne uns vorher abzusprechen, ganz ungeplant noch einmal zusammen verbringen konnten. 😃

Auch mittwochs fuhren wir wieder ein ganzes Stück weit, diesmal auf der Panamericana die Küste entlang gen Norden. Zuvor hatten wir uns noch bei einem gemeinsamen Frühstück mit Blick aufs Meer und die vielen Pelikane gestärkt. Leider führte der Highway immer wieder durch größere und kleinere Städte was, ausnahmsweise, an dem Nervenkostüm meines Mannes zehrte. Zwangsläufig übertrug sich seine Stimmung auch auf mich und so waren wir doch beide etwas genervt als wir rund 190 Kilometer später den bei Surfern beliebten Ort „Huanchaco“ erreichten. Zuvor hatten wir jedoch noch ein kleines Highlight erleben dürfen als wir in der Kleinstadt „Trujillo“ einen Zwischenstopp einlegten. Die vielen bunten Häuser, die gelb getünchten Kirchen sowie die weitläufige Plaza mit ihren Palmen erinnerte uns sofort an unsere Mexikoreise und schürte unweigerlich unsere Vorfreude auf dieses fantastische Land. Lediglich die detailreich verzierten, prachtvollen Holzbalkone an den Gebäuden passten nicht in dieses Bild. Derweil hatte uns @anschnallenabfahrt bereits einen Stellplatz an der Promenade von „Huanchaco“ reserviert. Ich drehte mit den beiden noch eine kleine Runde zu Fuß durch den sehr touristisch wirkenden Surfer Hotspot und schnell war klar, dass wir hier wohl nicht den geplanten Ruhe- bzw. Arbeitstag einlegen würden. Hier war es viel zu wuselig und auch die starke Brandung des Meeres war permanent unüberhörbar. Zum Sonnenuntergang setzten wir uns auf die Mauer und schauten, bei einem kühlen Dosenbier, der untergehenden Sonne zu. Leider mit immer mal wieder deutlich wahrnehmbarem Verwesungsgeruch da vermutlich, irgendwo zwischen den großen Steinen, eine Robbe oder ähnliches vor sich hingammelte. 😶 Kurz nach Sonnenuntergang stieß Hermann, unsere super nette Bekanntschaft vom Salkantay Trail, dazu der die letzten Tage seiner Reise hier in einem Surfcamp verbrachte. So kam es, dass wir drei den Tag bei einer unerwartet leckeren Pizza gemütlich ausklingen ließen. 🍕🍷😃

Trotz der lauten Wellen und dem Standort direkt an der Straße hatten wir eine gute Nacht. Während sich Max und Merle zeitig auf die Weiterreise machten liefen wir zwei noch einmal den Strand entlang bis zu den Fischerbooten. Diese bestehen hier nämlich aus dem „Tortora“ Schilf, wie auch die schwimmenden Schilfinseln auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Noch heute fahren die Fischer damit aufs Meer hinaus um mit Netzen ihre Arbeit zu verrichten. Als Paddel dient ihnen dabei ein der Länge nach halbiertes, langes Bambusrohr. Die Boote ähneln in ihrer Form den heutigen Surfbrettern und wenn die Fischer die letzte Welle zurück zum Strand reiten sieht es tatsächlich aus als würden sie surfen. Angeblich soll der Sport auch hier erfunden worden sein aber ob das stimmt?! 🤔 Wer weiß…  Anschließend hieß es auch für uns wieder ab auf die Straße. Jedoch stoppten wir bereits kurz darauf schon wieder an der archäologischen Stätte „Chan Chan“. Nach einem schnellen Frühstück auf dem Parkplatz vor der Anlage begaben wir uns mitten hinein in eine der größten Städte aus „Adobe“ (= Lehm) der Welt. Man vermutet, dass zu Zeiten der „Chimú“ hier bis zu 60k Menschen lebten und die Stadt damals die Größte auf dem südamerikanischen Kontinent war. 😮 Leider hinterlässt der Klimawandel auch hier seine deutlich sichtbaren Spuren denn selbst in der trockenen Wüste fällt immer mehr und vor allem immer stärkerer Regen. Die Bauten und mitunter 10 bis 12 Meter hohen Mauern aus Lehm halten diesem auf Dauer natürlich nicht stand weswegen Teile der Anlage mittlerweile mit Wellblechdächern und Stützen aus Bambus vor selbigem geschützt werden. Auch dem dazugehörigen Museum statteten wir noch einen Besuch ab wo es viele originale Funde, wie beispielsweise tolle Keramiken sowie Holzfiguren aus dem 13. Jahrhundert, zu sehen gab. Rund 200 Kilometer später kamen wir am frühen Abend in „Pimentel“ an. Der Ort liegt zwar auch direkt am Meer aber da an den Strand direkt die angelegte Promenade inklusive Restaurant Meile anschließt blieb uns nichts anderes übrig, als unseren Van in zweiter Reihe zum Pazifik zu parken. Direkt vor dem Casino, gegenüber einer kleinen Plaza, fanden wir einen sicheren Stellplatz und der freundliche Parkwächter empfahl uns auf Nachfrage hin sogar noch ein Restaurant. Jedoch hatten die Meisten auch hier auf Grund der Nebensaison geschlossen. 🤷‍♀️ Wir schossen noch ein paar Fotos von den Schilfbooten, die auch hier zum Fischfang genutzt werden, bevor wir uns eigenhändig auf die Suche nach einem Lokal begaben. Zum Kochen hatten wir nach der stundenlangen Fahrt einfach keine Lust mehr zumal wir mittlerweile auch wirklich hungrig waren. Kurz bevor wir die Suche aufgeben wollten fanden wir im Ortskern dann doch noch ein ganz nett aussehendes Restaurant. Hier standen auch die für Peru typischen Fisch- sowie Meeresfrüchtespeisen auf der Karte. 😋 Simon entschied sich für „Chicharrón Mixto“ in Form von in Teig ausgebackenen Fisch- und Meeresfrüchten. Diese waren so was von zart und lecker! Meine „Ceviche“ war hingegen etwas zu sauer und auch leicht scharf aber die Beilagen, Süßkartoffel und ein knuspriges Reibeküchlein, überzeugten ebenfalls auf ganzer Linie. 👍

Da uns der Stellplatz nicht taugte ging es am nächsten Morgen direkt weiter. Wir machten uns auf zum westlichsten Punkt Südamerikas beim Leuchtturm von „Punta los Balcones“. Bevor wir diese einsame, weitläufige Bucht mit ihren breiten Sandstränden erreichten stoppten wir in „Piura“ noch zum Einkauf. Da der „Tottus“ Supermarkt nur über eine Tiefgarage verfügte blieb Simon beim Van den wir, notgedrungen, am Straßenrand parkten während ich mich bemühte so schnell als möglich die nötigen Lebensmittel zu besorgen. Am Ziel angelangt freuten wir uns wie die Kinder, dass wir endlich einen schönen Stellplatz gefunden hatten. Noch dazu konnten wir hier seit langem mal wieder viele Seelöwen, aber auch Kormorane und Flamingos beobachten. 🙃 Wir kletterten die Felsen hinauf um die Bucht überblicken zu können und von oben konnten wir in der Ferne doch tatsächlich einen blauen Van auf uns zufahren sehen! Tatsächlich hatten auch unsere Lieblingsreise-Buddys den Weg an dieses schöne Fleckchen Erde gefunden. Was für ein Zufall! 😅 Und als ich von meinem Strandspaziergang zum Leuchtturm zurückkam gab es ein weiteres, völlig unerwartetes Wiedersehen mit den beiden Brasilianern Lukas und Maíra alias @adiantes. Die zwei hatten wir zuletzt vor vielen Monaten im Nationalpark „Ischigualasto“ in Argentinien getroffen. 😃

Nach all den vielen Fahrtagen begannen wir den Samstag mit einer knackigen Sport Session am Strand, Meerblick und kostenfreier Schatten dank fest installierter Sonnensegel inklusive. Danach war es Zeit für einen Arbeitstag: Simon begann mit einem neuen Video und ich hatte stolze acht Tage Blog nachzuschreiben. 👩‍💻👨‍💻🙈 Zwischendurch gab es leckere Pancakes mit frischen Feigen als kleine Stärkung und, nach dem wir bei einem Aperol ohne Spritz den schönen Sonnenuntergang genossen hatten, vertilgten wir vier gemeinsam die restliche Reis-Gemüse-Pfanne vom Vortag mit frisch gebackenem Pfannenbrot. 😋

Am nächsten Morgen hatten wir direkt eine ganz fantastische Begegnung: Aus unserer Schiebetür raus konnten wir tatsächlich Wale sehen! Sie waren zwar ein ganzes Stück weit von uns entfernt aber ihre Fontänen und Rückenflossen waren eindeutig zu erkennen. 🐳  Die morgendliche Runde Yoga mit Blick auf den Ozean war nicht minder schön, genauso wie das daran anschließende Telefonat mit unseren Lieben zu Hause. ❤ Danach sagten wir, mal wieder, auf Wiedersehen zu Max und Merle bevor wir unser noch lauwarmes Pfannenbrot zum Frühstück verspeisten. 😋 Die nächsten Stunden über waren wir sehr fleißig und arbeiteten an den Laptops. Eine Stunde vor Sonnenuntergang machte ich mich dann auf den Weg über den Strand hin zum Leuchtturm und was ich dort erleben durfte ließ mich wirklich fast ausflippen! Bereits auf halbem Weg, keine 500m von unserem Van entfernt, konnte ich klar und deutlich einen großen Buckelwal mit seinem halben Oberkörper steil aus dem Wasser kommen sehen. Kurz darauf schlug er mit selbigem sowie mit einer seiner Flossen auf der Wasseroberfläche auf und erzeugte so einen großen Platsch. 🌊 Auch seine hintere Flosse konnte ich beim Abtauchen sehr gut vom Strand aus sehen, genauso wie die Mutter mit ihrem Kalb, welches mehrere Male komplett aus dem Wasser sprang. 🙃 Ich war völlig aus dem Häuschen und gleichzeitig traurig, dass Simon nicht mitgekommen war und ich dieses fantastische Erlebnis somit leider nicht mit ihm teilen konnte. Umso enthusiastischer berichtete ich ihm während unseres Abendessens von meinen grandiosen Begegnungen. 🐋

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns, nach erneuten Walsichtungen am Morgen, von diesem schönen und noch dazu kostenfreien Stellplatz. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg ins nur knapp 100km entfernt liegende „Máncora“. Der Ort wird als DER schönste Badeort Perus angepriesen, jedoch erschien uns die Hauptstraße bei der Durchfahrt extrem touristisch und keiner der drei angesteuerten Stellplätze sagte uns zu. Auch hatten wir hier kein gutes Gefühl, den Van alleine stehen zu lassen um eine Runde zu drehen so dass wir uns trotz fortgeschrittener Stunde dazu entschieden, weitere 75km bis zu einem hoch gelobten Campingplatz zu fahren. Mit untergehender Sonne trafen wir im Paradies „Swiss Wasi“ ein. Hinter dem eigentlichen Hotel befindet sich ein kleiner Garten mit wenigen Plätzen für Camper und direkt dahinter liegt ein karibischer Traumstrand: Feiner Sandstrand vor den Brechern des Pazifiks, gespickt von niedrigen Kokosnusspalmen zwischen denen sich Hängematten spannen. 😍

Bereits bei Ankunft war klar, dass wir hier mehr als eine Nacht verbringen würden. Zumal es auch eine große Waschmaschine gab deren 12kg Fassungsvermögen nicht nur unsere Bettwäsche, sondern gleichzeitig auch unsere Wäsche der letzten Wochen locker aufnahm. 👍 Auch das WLAN-Signal war stark und wir konnten damit prima arbeiten und sogar seit langem mal wieder ein paar Filme streamen. „Manta Manta Teil Zwo“ fanden wir übrigens richtig gut. 😅 Simon stürzte sich am Nachmittag in die hohen Wellen des Ozeans und wenn mein Mann sagt, dass das Wasser nicht kalt ist dann stimmt das auf jeden Fall. Ich bin kein Fan von großen Wellen weswegen ich mit der Dusche vorliebnahm. Einen schönen Salzwasser Pool hätte es hier übrigens auch gegeben aber da dafür extra Geld verlangt wurde begnügten wir uns mit dem restlichen, herrlichen Ambiente. ❤

Da unsere peruanischen Bargeldbestände für keinen weiteren Tag auf dem Campingplatz ausgereicht hätten machten wir uns am Mittwoch auf zur nahegelegenen, ecuadorianischen Grenze. Ob der Grenzübertritt gut geklappt hat und wie unsere ersten Tage in Land Numero acht waren erzähle ich euch dann nächste Woche. 😉

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (01. – 04.09.2023) Cordillera Blanca – NP Huascarán

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir überqueren neuerdings die Anden und fahren über eine abenteuerliche, landschaftlich sehr reizvolle Offroad-Piste zum bunten „Rainbow Mountain“ in Peru. Auf dem Weg dorthin haben wir einige unerwartete Schwierigkeiten mit unserem Van und nur mit viel Glück schaffen wir es, den Pass auf über 5.000 Metern üNN zu überqueren. Was uns dort erwartet lässt uns wahrlich staunen… 😮🌈
Viel Spaß beim Schauen & lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Ich nutzte noch einmal das grandiose 25m Schwimmbecken des Club Germania in Lima sowie die angenehm heißen und blitzblanken Duschen, bevor wir dem netten Geschäftsführer „Willy“ sowie der Hauptstadt Perus Lebewohl sagten. Der Verkehr in Richtung Innenstadt sowie auf der Stadtautobahn war recht zäh und mitunter chaotisch so dass wir mehr als froh waren, als wir endlich an einem „Tottus“ Supermarkt am Rande der Stadt angelangten. Die Märkte in der Stadt können wir mit unserem Van nämlich häufig nicht ansteuern, da wir in keine Tiefgarage hineinpassen. Deswegen müssen wir vorab nicht nur prüfen, wo man am besten einkaufen kann sondern auch wie die dortigen Parkmöglichkeiten sind. Just als wir am verstauen der Einkäufe waren erreichte uns eine WhatsApp Nachricht von Max und Merle, dass ihre Kühlerreparatur endlich erfolgreich abgeschlossen sei und sie aller Wahrscheinlichkeit nach demnächst weiterfahren könnten. Wie es der Zufall so wollte, waren wir keine dreieinhalb Kilometer von ihrer Werkstatt entfernt und als wir dort eintrafen beglichen die beiden gerade die leider ziemlich stolze Rechnung. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in die „Cordillera Blanca“ und da die beiden, vor ihrer Panne, schon einmal auf dieser Strecke unterwegs waren kannten sie einen schönen sowie ruhigen Stellplatz für die Nacht. Wir erreichten diesen erst kurz nach Einbruch der Dunkelheit und da mittlerweile allen der Magen knurrte machten Simon und ich uns direkt ans Kochen. Wir bereiteten, zur Feier des Tages, eine große und leckere Portion Spaghetti Bolognese für alle zu. Schließlich galt es nicht nur auf die zügige Reparatur anzustoßen, auch wir hatten etwas zu feiern: 10.000 Abonnenten auf unserem Instagram Kanal sowie die frühzeitige Freischaltung der Monetarisierung bei YouTube. Und dass, obwohl uns noch etliche Stunden Wiedergabezeit sowie einige Follower bis zu den eigentlich notwendigen 1.000 fehlen. 🥳🥳🥳

So könnte für mich jeder Tag beginnen 😃
🍾🥂🎉
Läuft bei uns! 🥳🥳🥳

Am Samstag stand uns vieren ein krasser Fahrtag bevor: Für schlappe 200km benötigten wir sage und schreibe NEUN Stunden. Die Fahrbahn bis ins Trekking Mekka „Huaraz“ war über und über mit Schlaglöchern übersäht. In der Region befindet sich u.a. der 6.768 Meter hohe Berg „Huascarán“, der höchste Berg des Landes. So mussten wir nicht nur Slalom, sondern einmal mehr auch über die Anden fahren. Die letzten 40 Kilometer ging es dann über eine richtig krasse Offroad-Piste hinauf zum Wanderparkplatz an der „Laguna 69“. Vielleicht war es ganz gut, dass es mittlerweile schon wieder dunkel geworden war. So sahen zumindest die mitunter sehr baufällig wirkenden Holzbrücken etwas weniger furchterregend aus als im hellen. 🙈 Gegen 21:00 Uhr gelangten wir dann endlich an dem kostenfreien Camp Ground an. Unseren ursprünglichen Plan, Nudelauflauf und Pizzabrötchen zu machen, verwarfen wir zu Gunsten eines fixen Asia Nudelsnacks. Wir packten noch schnell die Wanderrucksäcke für den nächsten Morgen und fielen anschließend direkt müde sowie erschöpft ins Bett.

Erstmal Frühstück 🍳🥣🥞

Der kommende Tag begann früh: Wir standen bereits um 06:00 Uhr auf damit wir nach Möglichkeit noch vor den Reisegruppen an der Gletscherlagune ankommen würden. Nachdem wir gefrühstückt und das Vesper eingepackt hatten begaben wir uns kurz nach 07:00 Uhr in der Früh auf den ca. neun Kilometer langen Wanderweg. Unsere beiden Reisegefährten waren sogar noch eine Stunde eher aufgebrochen. Die Landschaft um uns herum erinnerte uns unweigerlich an den Nationalpark „Tierra del Fuego“ in Ushuaia, Patagonien. Auch hier floss ein reißender Gletscherbach durch saftig grüne Wiesen, auf denen Kühe sowie Esel weideten. Direkt neben dem Tal ragten schroffe, mit niedrigen Büschen bewachsene Berge gen Himmel aber auch schneebedeckte Gletscher waren unweit zu erkennen. 🤩 Wir folgten dem Bachlauf sanft hinauf in Richtung der Lagune und hielten immer wieder an, um die Landschaft in uns aufzusaugen. Links und rechts von uns fiel das Schmelzwasser über Wasserfälle hinab in die Tiefe und auch ein stattlicher „Chinchilla“ lief uns vor die Kameralinse. Kurz darauf erreichten wir die „Laguna Consuelo“ in deren Wasser sich leicht die umliegenden Berge spiegelten. Von hier aus ging es die letzten 300 von insgesamt 700 Höhenmeter deutlich steiler hinauf aber dennoch war ich erstaunt, dass ich an diesem Tag konditionell so gut vorankam. Lediglich der Schwindel machte mir zu anfangs immer mal wieder zu schaffen aber dieser kam sicherlich von unserem schnellen Aufstieg. Schließlich waren wir innerhalb von nur zwei Tagen von Meeresniveau hinauf auf über 4.000 Meter gefahren. Nach etwas mehr als drei Stunden lag dann die surreal türkisfarbene „Laguna 69“ vor uns wo Max und Merle bereits auf uns warteten. 😍 Eine gute halbe Stunde lang konnten wir die Stille der Natur sowie die Einsamkeit genießen. Lediglich den Gletscher hörte man ab und an deutlich knacken. Danach erreichten die ersten Gruppen ihr Ziel so dass wir uns etwa eine Stunde nach Ankunft, und natürlich einem ausgiebigen Snack, gemeinsam an den Abstieg machten. Witzigerweise begegnete uns auf dem Weg hinunter Hermann wieder, ein Mitglied unserer Gruppe auf dem „Salkantay Trail“. Pünktlich zur besten Kaffeezeit kamen wir wieder an den Vans an wo wir uns hungrig über den von mir gebackenen Blaubeerkuchen hermachten. 😛 Anschließend trennten sich unsere Wege mal wieder. Da die beiden in kürze Besuch in Ecuador erwarten wollten sie zügig weiter. Simon und ich hingegen begaben uns noch ein Stück tiefer in die höchste Gebirgskette außerhalb Asiens hinein. Auf einer Länge von 180 Kilometern befinden sich über 50 Berge mit einer Höhe von über 5.700 Metern und den Anfang der mächtigen „Cordillera“ konnten wir damals bereits am „Titicacasee“ sehen. Wir holperten die furchtbare Schotterpiste wieder hinunter ins Tal, nur um kurz darauf auf eine nur minder bessere abzubiegen. 😅 Erneut in der Dunkelheit fuhren wir über zahlreiche Haarnadelkurven hinauf bis zu einer Schranke. Bereits zuvor wurde uns gesagt, dass es hier ab 17:00 Uhr kein Weiterkommen mehr geben würde weswegen wir, in ordentlicher Schräglage am Hang, dort die Nacht verbrachten.

Die Landschaft ähnelte der in Ushuaia
Einfach nur schön 🥰
Wasserfall & Gletscher
Das letzte Stück ging steil hinauf 😮‍💨
Zwischenstopp an der ersten Lagune
Der Chinchilla ist wirklich gut getarnt – findet ihr ihn?!
Zieleinlauf! 😀
Die Laguna 69 in Peru 🇵🇪
Vesperpause 🥪
Das Wasser ist WIRKLICH so türkis 🤩
Wir treten gemeinsam den Rückweg an
Wieder vorbei an der Laguna Consuelo
Entlang des rauschenden Gletscherbachs
Zurück zum Wanderparkplatz
Auf dem Weg zur Laguna Parón

Nicht nur wegen der Schieflage schliefen wir schlecht sondern auch, weil wir immer wieder Regen auf unser Dach fallen hörten. In welchem Zustand die Straße wohl sein würde, die ab hier sehr steil und schmal bis zur „Laguna Parón“ hinauf führt? Und ob wir hier am Hang problemlos würden anfahren können?! Schließlich ist unser Fahrzeug mit dreieinhalb Tonnen kein Leichtgewicht und auch der Frontantrieb ist in solchen Momenten nicht von Vorteil… Glücklicherweise kam nicht wirklich viel vom Himmel und als wir früh morgens das Bett verließen hatte es bereits wieder abgetrocknet. Ich war gerade dabei, uns Kaffee einzuschenken als kurz nach 08:00 Uhr der freundliche Ranger eintraf. Diesen fragte ich nach seiner Meinung bezüglich der letzten noch zu fahrenden 15 Kilometer und er sprach aus, was wir uns bereits gedacht hatten: Mit unserem Van wäre es ein großes Wagnis. Keinesfalls wollten wir riskieren uns im Nirgendwo, schlechtesten falls noch in einer Haarnadelkurve, festzufahren. Wir erkundigten uns bei ihm ob es eventuell möglich wäre, von hier aus eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Da es erst vor wenigen Wochen, am oberen Parkplatz, einen schweren Erdrutsch gegeben hatte werden derzeit die sonst üblichen Touren nicht angeboten. Aber er meinte, dass dennoch der ein oder andere Tourist auf eigene Faust seinen Weg hierher finden würde und unsere Chancen ganz gut stünden. So wendeten wir unseren Van in vielen Zügen, parkten ihn etwas unterhalb der Schranke an einer etwas breiteren Stelle, packten die Rucksäcke und dann hieß es warten. ⏱ Als erstes kam ein Pick-Up angefahren welcher uns nicht mitnehmen konnte, oder wollte. Als zweites tauchte ein leider vollbesetzter Minibus auf und als drittes, man mag es kaum glauben, fuhren die beiden Südafrikaner Yvonne und Brett in ihrem allradgetriebenen Land Rover Defender vor. 😀 Wir waren ihnen zuvor schon zweimal begegnet, nämlich in „Samaipata“ (Bolivien) als wir Jessica und Yannick am Abschlepphaken hatten und dann noch einmal auf dem Campingplatz in „Cusco“. Wir konnten unser Glück und unsere Freude kaum fassen als wir kurz darauf durch ihre Heckklappe klettern und, bäuchlings, auf ihrem eingepackten Bettzeug platznehmen durften. Fast eine Stunde lang lagen wir so da bis wir endlich am Ziel ankamen und uns war bereits nach wenigen Metern klar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. NIEMALS wären wir mit unserem Van bis hierhin gekommen. Oben angelangt mussten wir dann zu Fuß erst einmal den gewaltigen Erdrutsch überqueren. Der gesamte Hang war abgerutscht, hatte ein Stück der Straße mit sich gerissen und wo diese einmal war floss nun ein reißender Bach. 😮 Wir gaben uns, einer nach dem anderen, gegenseitig Halt und schafften es so bis hinüber auf die andere Seite. Wenig später konnten wir einen ersten Blick auf die langgezogene, türkise Lagune erhaschen welche sich in Mitten der gewaltigen Gletscher auf einer Höhe von 4.200 Metern befindet. Auch diese Lagune gehört, wie zuvor die „69“, zum Nationalpark „Huascarán“. Mussten wir am Vortag jedoch noch stolze 30 Soles (=7,50 €) pro Person für die Wanderung berappen wurden hier lediglich 5 Soles (= 1,25 €) Eintritt verlangt und wir liefen gemeinsam ein Stück am Westufer des Sees entlang. Wie so oft in den Bergen hingen die Wolken recht tief und verhüllten die sicherlich spektakulären Schneeberge. Nur das Knacken des Gletschereises verriet uns deutlich ihre Existenz. Während unserer Lunch Pause fielen auch immer mal wieder ein paar Tropfen aber zum Glück wurde der Regen nicht stärker. Allerdings wurde es doch recht frisch weswegen wir den fünf Kilometer langen Weg (one way) nicht zu Ende liefen. Zumal wir ja auch auf unser Taxi angewiesen waren! Gegen 14:00 Uhr setzten uns die beiden wieder an unserem Van ab und nach dem wir die Rucksackinhalte sicher verstaut hatten begaben auch wir uns auf die Weiterfahrt zurück ins Tal. 🚐💨 Auf dem Weg dorthin empfingen wir eine erneute Schreckensbotschaft von Max und Merle: Während ihrer Rückfahrt nach „Huaraz“ hatte sich das Kreuzgelenk ihrer Kardanwelle verabschiedet weswegen sie neuerdings in einer Werkstatt standen. 😟 Da wir sowieso nichts hätten ausrichten können entschieden wir, wenige Kilometer vor ihrem Standort vor einem Hotel mit angegliederten Thermen zu übernachten. So könnten wir am nächsten Morgen noch ein Bad nehmen und anschließend bei den beiden Unglücksraben vorbeischauen…

Unser Retter in der Not:
Der Land Rover von Yvonne & Brett
Überquerung des heftigen Erdrutsches
Dank den beiden schafften wir es doch noch zur Laguna Parón ♥️
Eingekesselt von hohen Bergen liegt sie da 🏔️
Auch hier ist das Wasser unglaublich türkis
Unser schöner Lunch Spot 🥯
Schade, dass die Wolken die Sicht verdeckten ☁️
Auf dem Rückweg zum Parkplatz

Ob die beiden ihre Reise dann doch noch wie geplant fortsetzen konnten und wie sich für uns der Weg an die Pazifikküste gestaltete erfahrt ihr dann nächste Woche an gleicher Stelle. 😉

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (27. – 31.08.2023) Lima

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir wandern durch den zweittiefsten Canyon der Welt, beobachten dabei zahlreiche Anden Kondore mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern bei ihrem morgendlichen Aufstieg in die Lüfte und erleben fast einen Vulkanausbruch mit! Und vor lauter Begeisterung breche ich mir fast noch ein Bein… 🙈
Viel Spaß beim Schauen und lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Nach einem weiteren, entspannten Tag am Strand von „Paracas“ machten wir uns am Sonntagmittag im Zweiergespann auf den Weg über den „Panamerican Highway“ nach „Lima“. Die 240 km bis dorthin spulten wir in Rekordzeit ab. Seit Chile hatten wir keine derart einfache und komfortable Fahrt mehr gehabt! Da bezahlt man die Mautgebühr schon fast mit Freuden. 😅 Drei Stunden später erreichten wir das direkt an der Küste gelegene Szeneviertel „Barranco“. Hier herrschte eine lässige und zugleich quirlige Atmosphäre. Das Publikum schien aus aller Herren Länder zu kommen und von den vielen grünen Parks aus direkt in die zahlreichen Restaurants, Bars sowie Cafés zu strömen. Wir parkten unseren Van vor einer der schicken und modernen Wohnanlagen mit Blick aufs Meer aber auch hübsche alte Stadtvillen waren hier zu finden.

Unser Stellplatz in „Barranco“

Die neue Woche begann direkt mit einem erneuten Abschied von unseren zwei mittlerweile sehr liebgewonnenen Reisegefährten. 🥰 Da Max und Merle Mitte September Besuch erwarten und bis spätestens dahin in Quito, Ecuador sein müssen sitzt den beiden aktuell die Zeit etwas im Nacken. Deswegen hatten sie sich gegen Lima und für die direkte Weiterreise entschieden. Auch wir waren in Bezug auf die peruanische Hauptstadt etwas zwiegespalten… Ich hatte nicht schon wieder Lust auf Großstadt und das übliche Sightseeing Programm. Zumal die Entfernungen in der 10 Mio. Metropole einfach unglaublich groß sind. Unsere Fahrräder waren leider noch völlig verdreckt weshalb wir das gute Radwegenetz nicht nutzen konnten. So begnügten wir uns (vorerst) mit einem Rundgang durch die beiden modernen Bezirke „Miraflores“ und „Barranco“. Beide liegen direkt an den hohen, steilen Klippen des Pazifiks und sollen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Limas zählen. Wir schlenderten durch die unglaublich vielen Parkanlagen, vorbei an schönen alten sowie neuen Häusern und entlang des „Malecón“. Im „Parque del Amor“ gab es für mich einen leckeren Cappuccino mit einem süßen Crêpes, bevor wir entlang der fünf Kilometer langen Promenade zurück zum Van spazierten. Bei Höchsttemperaturen von 22°C am Tag sowie Tiefsttemperaturen von 17°C in der Nacht gestaltete sich unser Rundgang, nicht zuletzt deshalb, sehr angenehm. ⛅

Spaziergang entlang des „Malecón“
Immer am Pazifik entlang
Durch den „Parque del Amor“
Bis zum Leuchtturm an der Steilküste
Restaurant Meile in „Miraflores“

Am Dienstagmittag checkten wir dann im exklusiven „Club Germania“ ein. Dieser existiert, mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung von 13 Jahren während des zweiten Weltkriegs als alle Deutschstämmigen das Land verlassen mussten, seit nunmehr 160 Jahren in Lima. 😮 Eigentlich öffnet der Club seine Pforten nur für Mitglieder. Diese müssen in irgendeiner Form eine Verbindung zu Deutschland haben und sei es, dass sie nur auf der Deutschen Schule sind bzw. waren oder zumindest die Deutsche Sprache beherrschen. Aktuell zählt der Club 900 Mitglieder, exklusive Familienmitglieder welche aber selbstverständlich auch Zugang haben. Bei einer einmaligen Aufnahmegebühr von, Achtung festhalten, 10.000 USD sowie einem zusätzlichen Monatsbeitrag in Höhe von 240 Soles (= 60 €) kann man das aber auch durchaus verlangen. 🙈 Der super freundliche und sehr redselige Geschäftsführer „Willy“ übernahm vor einigen Jahren die Führung des Clubs. Als Sohn einer Deutschen und eines Peruaners kam er im Rahmen seiner Tätigkeit für BOSCH vor 36 Jahren nach Lima. Er nahm sich sehr viel Zeit für uns und gab uns sogar noch einige Essens- und Sightseeing Tipps. 😀 Anschließend führte er uns über das weitläufige Gelände, auf dem sich nicht nur ein beheiztes 25m Schwimmbecken befindet sondern auch sechs Tennis- sowie vier Squashfelder. Darüber hinaus gibt es ein großes Fußballfeld, eine Kletterwand, diverse Tischtennisplatten sowie eine Bowling- und Kegelbahn. Nicht zu vergessen der große Kinderspielplatz nebst Grillbereich, die Duschen und Umkleidekabinen sowie eine Sauna plus eigenem Restaurant und einer schönen Cafeteria. Und zahlreiche Kurse, vom Yoga bis hin zum Taekwondo, werden auch angeboten. Als Overlander mit deutschem Pass darf man hier kostenfrei auf dem 24h Stunden bewachten Gelände stehen und, mit Ausnahme des Kraftraums, ALLE Einrichtungen nutzen. 🤩

Stellplatz im „Club Germania“ 🅿️
Blick aufs Fußballfeld vom Auto aus ⚽️
Tennisplätze 🎾
Kletterwand für die Schüler der Humboldt Schule
Liegefläche vor dem Schwimmbad
Die tolle Schwimmhalle 🤩

Da uns „Willy“ einen Besuch im historischen Zentrum von Lima sehr ans Herz gelegt hatte statten wir diesem dann schlussendlich doch noch eine Visite ab. Der Club liegt rund 10km außerhalb weswegen wir uns mit dem Taxi dorthin bringen ließen. An diesem Tag war der Himmel relativ grau und vielleicht imponierten mir die Prachtbauten im Kolonialstil deswegen nicht ganz so. Eventuell lag es auch schlicht daran, dass ich schon etwas voreingenommen war oder an der Tatsache, dass wir in den vergangenen Monaten schon viele ähnliche Städte und Gebäude gesehen hatten. 🙈 Noch dazu erwischten wir einen Feiertag, den „Día de Santa Rosa de Lima“ weswegen unglaublich viele Menschen in den Straßen der Altstadt unterwegs waren. Auch die wirklich schöne „Plaza de Armas“ war auf Grund von Festivitäten und einer Prozession leider weiträumig abgesperrt weshalb wir nur vom Absperrgatter aus einige Fotos schießen konnten. Wir kosteten leckere „Churros“, die hier nicht dem üblichen Spritzgebäck entsprechen sondern mehr gezuckerten Berlinern mit einer leckeren Cremefüllung ähneln. 😋 Auch einen tollen Mittagstisch konnten wir ausfindig machen, inklusive frischer „Ceviche“ als Vorspeise. Bereits auf dem Weg in die Stadt hinein erreichte uns die schockierende Nachricht von Max und Merle, dass vor kurzem ihr Kühler in die Luft gegangen war. Und zwar mitten im Nirgendwo, bei voller Fahrt! Wir konnten uns so gut in die beiden hineinversetzen und waren froh zu hören, dass ihr Fahrzeug kurz darauf auf einen Abschlepper verladen werden konnte. Dieser würde sie die rund 300km bis zurück nach Lima in eine Werkstatt bringen. Hoffen wir das Beste für die beiden! 🍀🐷

An der Plaza „San Martín“ in Lima
Auch hier gab es wieder prächtige Holzbalkone
China Town – viel zu voll 🙈
Die „Plaza de Armas“
Leider kamen wir nicht näher ran 🤷🏼‍♀️

Am Tag darauf erkundigten wir uns bei „Willy“, ob wir freundlicherweise noch einen Tag länger bleiben dürften damit wir für Max und Merle zumindest in Reichweite wären. Er gab, ohne mit der Wimper zu zucken, grünes Licht für die Verlängerung worüber wir uns tierisch freuten. 🙃 So blieb uns außerdem noch Zeit für die Arbeit an den Laptops sowie für Kaffee und Kuchen in der schönen Cafeteria des Clubs. ☕🍰 Außerdem fand ich, dass es nach sage und schreibe 13 Monaten höchste Zeit für einen Besuch beim Friseur sei. Und wenn nicht in einer Großstadt wie Lima, wo dann?! Ich googelte nach einem Salon mit guten Bewertungen in der Nähe unseres Stellplatzes und machte mich zu Fuß auf den Weg dorthin. Tatsächlich kam ich ohne Wartezeit direkt an die Reihe. Nur blonde Strähnen wollte man mir keine verpassen weil die Friseurin meinte, meine Haare wären dafür zu trocken und würden davon kaputt gehen. 🤨 Ich bezweifle das, fand es aber auch nicht weiter tragisch und lies stattdessen gute acht bis zehn Zentimeter meiner Haarpracht auf dem Boden des Ladens zurück. Sollte nun wieder eine Weile halten! 😅 Zurück am Van erreichte mich frohe Kunde aus der Werkstatt: Allem Anschein nach waren alle nötigen Teile vor Ort und mit viel Glück können die beiden am Folgetag ihre Reise bereits fortsetzen.

Das Café „Bunt“ im „Club Germania“
Tolle Auswahl an Kuchen 🥧
Yummy 😋
Vorher… 💇🏼‍♀️
Nachher 😀

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (15. – 26.08.2023) Nasca Wüste – Oase Huacachina – Paracas

Nach unserem fünftägigen Trekking zum Machu Picchu verbrachten wir noch einige Tage in der ehemaligen Inka-Hauptstadt Cusco, um uns ein wenig von den Strapazen zu erholen und all die vielen Eindrücke sacken zu lassen. Außerdem wollte vor unserer Weiterreise auch noch so einiges organisiert werden. Duschen, Wäsche waschen, einkaufen etc. Ihr kennt das ja mittlerweile schon von uns. 😛 Zumal es Simon am Tag nach unserer Rückkehr nicht wirklich gut ging und er unter einer seltsamen Mischung aus Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall litt. Glücklicherweise sah die Welt am Tag darauf schon wieder besser aus und wir konnten alle anstehenden Erledigungen in Angriff nehmen. 💪 Nach zwei Tagen verließen wir aus Kostengründen den hübschen Campingplatz, um noch einmal eine Nacht etwas unterhalb auf dem bereits zuvor besuchten Parkplatz zu verbringen. Just an dem Abend, vor unserer geplanten Weiterfahrt, suchte dann auch mich die Magen-Darm-Seuche heim und ich saß mehrmals mit dem Eimer auf den Knien auf unserer Camping-Toilette. 🤮 Am nächsten Morgen war der Spuk zum Glück schon wieder vorbei aber zum Autofahren fühlte ich mich definitiv nicht im Stande da ich zum Aufrechtsitzen kaum in der Lage war. Also ruhte ich mich gebührend aus und am Freitag konnte es dann ENDLICH weitergehen.

Übernachtung an einer Plaza

Vor uns lagen drei zähe Fahrtage über das Andenmassiv. Es ging stetig auf… Dann wieder ab… Und wieder auf… Und wieder ab… Das Ganze verteilt auf eine Distanz von 650 km für die wir gut und gerne 12 Stunden gebraucht haben. Nicht zuletzt auf Grund einiger tausend Höhenmeter und mindestens genauso vieler Kurven. 😂 Dafür wusste einmal mehr die schöne grüne Landschaft, geprägt von Lagunen und Alpaka Herden, zu überzeugen.

Ein munteres Auf und Ab ⤵️⤴️

In den letzten beiden Nächten schlief ich so schlecht wie schon lange nicht mehr und ich bin mir relativ sicher, den Grund dafür zu kennen: Nicht zum ersten Mal während unserer Reise fielen wir nach einem extremen Bewegungsüberschuss (75km Laufen innerhalb von 4 Tagen) direkt ins andere Extrem, nämlich tagelang rein gar keine Bewegung. 😣 Simon kommt damit hervorragend klar aber ich bin wohl eher Typ Steinzeit- statt Neuzeitmensch. Sprich mir geht sowohl physisch als auch psychisch deutlich besser, wenn ich mich viel bewegt habe und abends mit müden Muskeln und einem klaren Geist einschlafe. Die vergangenen Nächte waren jedoch vom Gegenteil geprägt: Mein wacher, unausgelasteter Körper kam einfach nicht zur Ruhe. Dafür versuchte mein Geist diese Ruhe auszugleichen und findet Selbige dann natürlich nur schwer. Noch dazu wird mein nächtliches Zähneknirschen dadurch verstärkt, weil sich die Muskeln dann anderweitig abarbeiten wollen. Ein Teufelskreis… 🥴 Trotz etwas mehr als einem Jahr „on the road“ konnten wir bis dato noch keine wirklich festen Routinen etablieren sondern leben mehr oder weniger von einem Tag in den Anderen. Wohingegen man Zuhause, in einem geregelten Alltag, eher über das Gegenteil klagt und meist zu viele feste Termine hat fehlen mir diese Fixpunkte merklich. Zumal es, ja nach Standort, auch nicht immer einfach ist Sport zu integrieren, beispielsweise wenn man mitten in einer Großstadt oder auf über 4.000 Metern üNN campiert. Aber ich möchte nicht nach Ausreden sondern nach Lösungen suchen und versuchen, generell ein wenig mehr Struktur in unseren Alltag zu bringen. 💪 Falls auch ihr derzeit im Van leben solltet dann lasst mich doch gerne wissen wie ihr das handhabt. Vielleicht könnt ihr mir helfen und habt ein paar gute Tipps für mich parat. Habt ihr beispielsweise feste Routinen á la: Montagmorgens Sport, Mittwoch Arbeitstag, Freitag Spieleabend etc.?! Und könnt ihr meine Empfindungen nachvollziehen oder kommt euch das alles völlig fremd vor??? 🙈

Nach der kurzen Exkursion in mein Inneres jetzt aber wieder schnell zurück zu den Äußern Umständen: 😅

Am Montag erreichten wir endlich die nur noch 50 Kilometer vom Pazifik entfernt gelegene Stadt Nasca, welche sowohl den berühmten Scharrbildern als auch der Wüste ihren Namen leiht. Hier stießen wir auch seit längerem mal wieder auf die Panamericana. Ob wir ihr diesmal endlich länger folgen werden?! Außer den berühmten Geoglyphen gibt es hier aber noch viele Highlights mehr wie zum Beispiel die Aquädukte von Cantalloc. Da wir sowieso daran vorbeifuhren schauten wir uns diese uralte und sehr imposante Anlage aus der Nähe an. Das Volk der Nasca hat diese Kombination aus Brunnen, unterirdischen Wasserkanälen und Zugangsschächten („Puquois“ genannt) bis zum Jahr 600 n.Ch. vollendet. Da der „Río Grande“ sowie die zufließenden Bäche nur während der kurzen Regenzeit im Winter, von Januar bis März, Wasser führen ist die Einrichtung für die umliegende Bevölkerung mitunter noch heute von großer Bedeutung. Die spiralförmigen Zugänge zu den unterirdischen Quellen gaben ein hübsches Fotomotiv ab wenngleich in ihnen auch Schwärme der fiesen Sandflies lebten die sich sofort auf unsere nackten Beine stürzten… 😧

Mal wieder auf der Panamericana 😀
Die beeindruckenden Aquädukte von Cantalloc
Die spiralförmigen Schächte führen zu den unterirdischen Kanälen 🌀
Und kommen schlussendlich ans Tageslicht

Bevor wir uns näher mit der Nasca Kultur beschäftigten machten wir noch einen weiteren, interessanten Abstecher. Mitten im Nirgendwo liegt der Friedhof von Chauchilla wo wir, mit Genehmigung des freundlichen Wärters Marcus, eine sehr ruhige Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen sahen wir uns dann in aller Ruhe, und vor allem mal wieder ganz alleine, die sprichwörtlichen Überreste einer noch älteren Kultur an. In der staubtrockenen Wüste wurden nämlich Jahrtausende alte Mumien und Schädel eines Prä-Inka Volkes gefunden. Die Toten wurden sitzend in Baumwollstränge gewickelt und danach mit Harz einbalsamiert. Anschließend wurden sie in mit Lehmziegeln ausgekleideten Gruben bestattet. Das Volk der Chinchorro lebte schätzungsweise vom zweiten bis zum neunten Jahrhundert n.Ch. und dank des trockenen Wüstenklimas sind die Gebeine noch relativ gut erhalten. Zumindest das, was die Grabräuber übrig ließen… Von diesen resultieren wohl auch die zahlreichen, abgetrennten Schädel. Der Ort diente außerdem als Schauplatz für die Dreharbeiten von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Somit dürfen wir mit Stolz behaupten, die ältesten Mumien der Welt gesehen zu haben. Diese hier sind nämlich sage und schreibe 2.000 Jahre älter als die der Ägypter! 😮

Friedlicher Stellplatz mitten in der Wüste 🌵
Eine gut erhaltenes Skelett
Grab mit Mumie und Grabbeigaben
Die Gräber werden nur durch Strohdächer geschützt
Der Rechts erinnert mich stark an Keith Richards 😅
Was für lange Haare die hatten! 😮

Von dort aus machten wir uns dann nach dem Frühstück auf zu den Nasca Linien. Am besten sieht man die über 1.500 Figuren und mitunter Kilometer lange Linien aus der Luft. Allerdings kostet so ein Rundflug im Kleinflugzeug auch 100 USD pro Person und man sollte über einen stabilen Magen verfügen. Ich habe weder Geld noch einen kurventauglichen Magen weshalb wir uns mit den Aussichtspunkten entlang des Highways begnügten. 😅 Auf einem Hügel war gut das Relief einer Katze zu erkennen. Diese stammt jedoch nicht von den „Nasca“ sondern von den „Paracas“ welche in der vorangegangenen Epoche hier lebten. Von einem kurz darauf folgenden Aussichtsturm aus konnten wir jedoch deutlich drei Scharrbilder der „Nasca“ erkennen: Auf der einen Seite der Panamericana befindet sich die springende Kröte. Manche interpretieren diese auch als Hände, eine mit fünf und die andere mit vier Fingern. Direkt daneben liegt der Baum und auf der anderen Seite sieht man die Echse. Einige Kilometer weiter stoppten wir dann erneut, am Museum Maria Reiche. Die aus Dresden stammende Deutsche Physikerin und Mathematikerin widmetet fast ihr gesamtes Leben der Erforschung der Nasca Linien. Sie vermaß und kartierte die Linien, vor und nach dem zweiten Weltkrieg, bis sie im hohen Alter von 95 Jahren starb. Nicht zuletzt dank ihr erlangten die Geoglyphen den UNESCO Weltkulturerbe Status. Etwa 120 km später erreichten wir dann ein weiteres Wunder, die Oase „Huacachina“ unweit der Stadt „Ica“.

Die „Katze“
Die berühmtesten Nasca Bilder
Die „Kröte“
Der „Baum“
Die „Echse“
Und mitten durch die Panamericana 🙈
Museum Maria Reiche
Ihre Biografie
So sah wohl ihr Arbeitszimmer aus
Wenn das ihr Auto war hatte sie Stil 👍🏻
Der „Affe“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Kolibri“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Flamingo“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Dino“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Astronaut“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Sonnenuntergang in der Oase 🌅

Nach dem wir eine angenehme Nacht, in einer der wenigen Straßen des winzigen Örtchens, verbracht hatten checkten wir am folgenden Morgen im „Ecocamp Huacachina“ ein. Das hübsche Hotel integriert sich mit seinen schlichten Zelten, die als Hotelzimmer dienen, sowie den Bambuswänden wunderbar in die Dünenlandschaft. Außerdem verfügt die Anlage über einen schönen Pool inklusive Pool-Bar, wo wir uns zwar keinen Cocktail, dafür aber einen leckeren Brownie mit Vanille Eis gönnten. 😋 Irgendwann wurden uns die Liegen am Pool zu unbequem und wir machten uns gegen 16:00 Uhr auf zu den Dünen. Schließlich wollten wir pünktlich zum frühen Sonnenuntergang oben sein! Tatsächlich mussten wir zuerst knapp 4 Soles (= 1 €) Eintritt entrichten bevor wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen konnten. Bei all den vielen Touristen hier aber natürlich völlig verständlich und gerechtfertigt. Scheinbar hatten wir, mal wieder, einen günstigen Tag erwischt denn es war deutlich weniger los als erwartet. Die meisten Besucher suchen außerdem eher den Adrenalinkick und düsen, laut johlend, mit Strandbuggys über die Dünen. Nur einige wenige erklommen, so wie wir, die mitunter bis zu 1.000 Meter hohen Sandberge. Es lief sich besser als gedacht und wir kamen relativ bald am höchsten Punkt an von wo aus wir eine herrliche Rundumsicht hatten. Nicht nur hinunter auf den sagenumwobenen See mit seinem üppigen Grün rundum, der angeblich durch den zerbrochenen Spiegel einer Inka-Prinzessin entstanden sein soll. Sondern auch weit in die Ferne, hinweg über unzählige Sanddünen mehr, sowie auf die nahe gelegene Großstadt „Ica“. Nach dem wir unsere Kaltgetränke sowie die Aussicht genossen hatten begaben wir uns in der untergehenden Sonne wieder zurück zum Camp. In dessen Hof stand unser Van, zusammen mit einigen weiteren Campern, und wir nutzten noch die große Freiluftküche für eine schnelle, cremige One-Pot Parmesan Pasta. 🍝 Falls ihr dieses einfache und sehr leckere Gericht gerne nachkochen möchtet, für welches man noch dazu kaum Zutaten und nur einen Topf benötigt, dann schaut unbedingt hier:

Schnell, einfach & lecker 😋
Pool mit Ausblick auf die Sandberge
Süßes geht bei uns einfach immer 😋
Wir wollen hoch hinaus 👆🏻
Oben angekommen 😃
Erstmal was kaltes trinken 😛
Und die Aussicht genießen
Sand soweit das Auge reicht…

Einen Tag später verließen wir das hübsche und sehr besondere Fleckchen Erde dann auch schon wieder. Nach einer ausgiebigen sowie sehr heißen Dusche fuhren wir zurück nach „Ica“, wo wir direkt den großen „Plaza Vea“ Supermarkt ansteuerten. Unser nächstes Ziel befand sich an der Küste und in dem touristischen Ort „Paracas gab es laut Aussage von Max und Merle, die dort bereits auf uns warteten, nur sehr teure Einkaufsmöglichkeiten. Deswegen arbeiteten wir nicht nur unsere eigene, sondern auch deren Einkaufsliste ab und übergaben ihnen die volle Tüte rund eine Stunde sowie 75 km später. 😃 Wir parkten unseren Van hinter ihrem, in bester Strandlage, so dass wir den Blick aufs ruhige Meer während unserer angeregten Gespräche ungetrübt genießen konnten. Der Rundgang durch den derzeit sehr verschlafenen, kleinen Ferienort war dann auch schnell erledigt und wir fanden uns kurz darauf zu einem leckeren, von Max frisch zubereiteten, Abendessen in ihrem VW Crafter zusammen. 🍻

Nach vier Monaten endlich wieder am Meer 🌊

Der Freitag begann mit einem kurzen, aber knackigen Workout am Strand bevor wir uns in die Vans verzogen um fleißig an den nächsten Projekten zu arbeiten. Dazwischen bereitete Simon das Abendessen für uns vor denn hier am Strand hatten wir den idealen Platz für den seit langem heiß ersehnten Dutch Oven gefunden. 🔥 Zuvor genossen wir noch gemeinsam, bei einem kühlen Bier, den schönen Sonnenuntergang über der „Paracas“ Halbinsel bevor wir uns hungrig über das leckere Schicht-Cordon Bleu hermachten. 😋

Frühsport 🏋🏼‍♀️
Sonnenuntergang mit Blick auf die „Paracas“ Halbinsel
Endlich mal wieder Dutch Oven 🔥

Videos zu den einzelnen Reiseetappen findet ihr auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/@sijucampervan

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse: ⛽🚐☕

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Schreiben könnt ihr uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder ihr nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇪 (09. – 14.08.2023) Über den Salkantay Trek zum Machu Picchu

Am Mittwochmorgen wechselten wir den Stellplatz und checkten auf dem weitläufigen Campingplatz „Quinta Lala“ etwas oberhalb von Cusco ein. Für 36 Soles (= 9 €) konnten wir hier nicht nur in sehr friedvoller Umgebung nächtigen, sondern auch alle Einrichtungen wie beispielsweise die heißen sowie sauberen Duschen nutzen. 😀 Noch wichtiger war für uns jedoch, dass wir unseren Van hier für schlappe 12 Soles pro Tag (= 3 €) sicher abstellen konnten so lange wir auf dem Salkantay Trail unterwegs sein würden. Nach dem wir uns frisch gemacht hatten ging es ans packen für die kommenden Tage bevor wir uns um 17:00 Uhr zum Tour Briefing im zentral gelegenen Office von Salkantay Trekking einfanden. Dort trafen wir zum ersten Mal auf unsere beiden lokalen Guides Sergio und Marco, die beide hervorragend Englisch sprachen, sowie auf die restlichen fünf Gruppenteilnehmer. Außer uns waren da noch Pablo und Kristina aus Spanien, Hermann aus der Schweiz sowie die Cousins Juri und Bor aus Slowenien. Wir alle bekamen eine Karte ausgehändigt auf der die komplette Route einschließlich aller Unterkünfte verzeichnet waren. Sergio informierte uns über die einzelnen Tagesetappen, inklusive deren Kilometeranzahl sowie Höhenmeter, und übergab uns im Anschluss die leeren Packtaschen. In diese konnten wir alles packen, was wir tagsüber während der Wanderung nicht benötigten. Somit mussten wir selbst nur unsere Day Bags tragen wohingegen das restliche Gepäck von Mulis bzw. Autos transportiert wurde.

Die Route steht 🧭

Falls ihr auch an dem Trek interessiert seid und nicht genau wisst, was ihr mitnehmen sollt dann haben wir hier unsere Packliste einschließlich einiger Produktempfehlungen für euch:

Day Bag

Packtasche

  • Schlafsack (dieser kann bei der Agentur oder in Cusco gemietet werden)
  • Wechselkleidung (T-Shirts & Wandersocken)
  • Sneakers
  • Flip-Flops oder Badeschuhe
  • Badebekleidung
  • Stirnlampe
  • Hygiene Artikel
  • Ladegeräte und Powerbank

P.S. Falls ihr Artikel über diese affiliate links kauft dann kommt ein kleiner Anteil des Kaufpreises uns und somit unserer Reisekasse zu gute. ❤

Der nächste Tag begann vielmehr mitten in der Nacht als um 03:00 Uhr in der Früh mein Wecker klingelte. Ich hatte nicht wirklich gut geschlafen, ähnlich als wenn man weiß man muss zum Flughafen und darf keinesfalls verschlafen. 😅 Nach dem wir uns frisch gemacht und einen Schluck Kaffee getrunken hatten begaben wir uns kurz vor 04:00 Uhr zum vereinbarten Abholpunkt an der Straße, wo bereits der Minivan mit unserem Guide Marco auf uns wartete. Als alle Teilnehmer sowie die zweiköpfige Küchencrew einschließlich Equipment und Lebensmittel eingesammelt waren ging es zwei zähe sowie kurvige Stunden mit dem Van bis nach „Mollepata“. Dort wartete ein reichhaltiges Frühstückbüffet auf uns welches uns von einer einheimischen Familie in ihrem kleinen Lokal serviert wurde. Gut gestärkt erreichten wir kurz darauf, gegen 09:00 Uhr, den Startpunkt des Trails in „Challacancha“. Wir schnappten unsere Day Bags und begaben uns gemeinsam auf die ersten Kilometer in Richtung Tagesziel. Es ging lediglich die ersten paar Meter steil nach oben was uns auf Grund der dünnen Luft aber doch schon ordentlich anstrengte. Sergio riet uns eindringlich lieber langsam, dafür aber stetig zu gehen so dass jeder sein eigenes Tempo finden konnte. Glücklicherweise wurde es relativ schnell eben und wir folgten ein ganzes Stück weit einem Wasserkanal. Gut sichtbar waren auch die versteinerten Bäume, die sich im Laufe der Jahrmillionen gemeinsam mit den Anden vom Meeresniveau bis hinauf auf 3.800 Meter üNN geschafft hatten. Kurz darauf kamen zum ersten Mal die schneebedeckten Gipfel der beiden Gletscher „Humantay“ und „Salkantay“ in Sicht. Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir unser erstes Lager in „Soraypampa“. Wobei Lager eigentlich das völlig falsche Wort für diese luxuriöse Unterkunft ist. 😮 Die Köche warteten bereits mit einem fantastischen drei Gang Menü auf uns, welches wir mit Blick durch die verglaste Front im geräumigen sowie gemütlich eingerichteten Speisesaal zu uns nehmen durften. Danach bezogen wir unser Quartier für die Nacht in Form von Sky Domes. Die rundum verglasten Iglo warteten mit einem Kingsize Bett auf und wir breiteten schon einmal unsere gemieteten Daunenschlafsäcke darauf aus. Tagsüber wurden die Iglo, zwecks der starken Lichtreflexion, jedoch noch mit Plastikplanen abgedeckt. Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann am frühen Nachmittag noch einmal zu Fuß weiter. Es galt, innerhalb von nicht einmal zwei Kilometern, insgesamt 300 Höhenmeter bis zur Laguna „Humantay“ zu bezwingen. Quasi als erster Test für den kommenden Tag… 🙈 Wir liefen erneut langsam, aber kontinuierlich den Berg hinauf und kamen knapp eine Stunde später an der von Gletscherwasser gespeisten Lagune an. Leider hatten sich zwischenzeitlich etliche Wolken am Himmel breit gemacht weshalb die Aussicht nicht ganz so schön wie erhofft war. Außerdem wurde es uns relativ schnell frisch so dass wir kurz darauf über denselben Weg wieder zum Camp abstiegen. Dort angekommen wartete bereits eine kleine Stärkung in Form von Snacks sowie heißer Schokolade und Tee auf uns. 🍵🍪 Und keine Stunde später fanden wir uns auch schon wieder zum leckeren Abendmenü zusammen bevor wir uns in unsere Schlafsäcke verkrochen. Sogar eine Wärmflasche wurde uns für die erste Nacht bereitgestellt! Vom Sternenhimmel über unserem Bett sahen wir allerdings nicht mehr viel da wir, müde von dem ersten langen Tag, relativ schnell einschliefen. Da wir jedoch angehalten wurden, so viel als möglich zu trinken um nicht zu dehydrieren, musste ich nachts einmal raus und da war der Sternenhimmel einschließlich Milchstraße wirklich überwältigend schön. 🌟 Und kurioser Weise hatten wir am Ende des ersten Tages, trotz ausreichend Flüssigkeitszufuhr und obwohl wir die vergangenen Wochen bereits auf ähnlichen Höhen verbracht hatten, beide leichte Kopfschmerzen.

Die Lebensmittel werden verladen
Wir sind ready to go
Immer am Wasser entlang…
(links sieht man die versteinerten Bäume)
Bis nach „Soraypampa“
Zum Glück müssen wir unser Gepäck
nicht selbst tragen 😮‍💨
Wir checken in unseren Sky Dome ein…
…und machen es uns gemütlich
Dann gibt’s Mittagessen mit Aussicht 😀
Nachmittags ging’s steil nach oben…
…zur Laguna „Humantay“
Ohne Sonne aber egal – trotzdem schön!
Wieder im Camp werden die Iglu abgedeckt
Blick auf den Berg „Salkantay“ 🤩

Diese waren am nächsten Tag, als Sergio um 05:00 Uhr morgens mit zwei Tassen Koka Tee an unsere Tür klopfte um uns aufzuwecken, zum Glück verflogen. Wir packten schnell unsere sieben Sachen zusammen und fanden uns kurz darauf alle zum Frühstück zusammen. Wir aßen leckere Pancakes sowie Rührei mit Toast bevor es dann pünktlich zu Tagesanbruch los ging. Tag zwei hatte es in sich und es ging direkt sieben steile Kilometer nach oben, von 3.900 auf 4.600 Meter üNN bis zum „Salkantay“ Pass. Mit Ausnahme von Kristina, die sich wohl noch vor Start des Trecks den Magen verdorben hatte und sich durch Tag eins mit Durchfall und Erbrechen gequält hatte, waren wir alle motiviert und guter Dinge. Kristina ging es erfreulicherweise schon wieder so gut als dass sie den Aufstieg auf einem Pferd meistern konnte wohingegen wir im Schneckentempo den Hang hinaufkrochen. Oben angelangt erwartete uns eine dicke, tief hängende Wolke die uns leider die Sicht auf den dem Trail seinen Namen verleihenden Berg verwehrte. Dafür empfing uns die Küchencrew mit heißem Tee und einem Sandwich. 😃 Wohlgemerkt: All das mussten die beiden ebenfalls zu Fuß den Berg hinauf schleppen. Unser Gepäck sowie die Lebensmittel wurden derweil von Mulis bis zum zweiten Nachtlager transportiert. Nach der kurzen Stärkung hieß es dann weitere 17 Kilometer wandern, diesmal stetig bergab was für mich meist noch anstrengender ist als bergauf. Eine ganze Weile liefen wir noch im leichten Schneegraupel der Wolke und ich war froh, meine Regenbekleidung dabei gehabt zu haben. Als wenige Kilometer später unser Lunch Spot in Sicht kam ließen wir den Gipfel und somit auch die Wolke hinter uns. Es wurde mit jedem Schritt merklich grüner und einmal mehr staunten wir über die üppige Vegetation auf mehr als 3.000 Metern üNN. Am Pausenspot angelangt wurde uns erneut ein sehr leckeres und umfangreiches Mahl aufgetischt welches schnell die Lebensgeister zurück brachte. Gegen 14:00 Uhr begaben wir uns dann auf die letzten Kilometer in Richtung „Collpapampa“. Wir genossen mitunter herrliche Ausblicke ins Tal, wenngleich auf den letzten Metern meine Füße dann doch etwas zu Schmerzen begannen und die Beine merklich schwerer wurden. Für die Strapazen wurden wir jedoch gebührend mit einem Upgrade entlohnt: Da sich derzeit, auf Grund der jüngsten politischen Unruhen in Peru, wohl deutlich weniger Touristen als üblich im Land befanden durften wir anstatt in den eigentlich gebuchten Hütten in den noblen Sky Lodges übernachten. 🥰 Diese verfügten, dank der rundum verglasten Front, nicht nur über eine sagenhafte Aussicht sondern auch noch über ein privates Badezimmer einschließlich warmer Dusche. Letztere sorgte direkt für ein besseres Gefühl und spätestens nach dem exzellenten Abendmenü fühlten wir uns wieder rundum wohl. Glücklich und stolz, die immerhin 24 Kilometer mit Bravour gemeistert zu haben, fielen wir noch vor 20:00 Uhr erschöpft in unsere Betten. Dort machte sich, zumindest bei mir, die Anstrengung aber dann doch noch einmal deutlich in Form von schmerzenden Knien und vor allem Schmerzen in der Leiste bemerkbar. 😓

Der nächste Tag begann mit einem steilen Aufstieg
Blick zurück auf‘s erste Camp
Noch eine kleine Lagune 😎
Am Pass erwarteten uns die Wolken ☁️
Zum Glück wurde es bald wieder besser ⛅️
Nach der ersten Etappe freuen sich alle aufs Essen 😅
Unsere Küchencrew war einfach fantastisch 👍🏻
“Lomo saltado” mit Kartoffeln und Gemüse
Dazu Reis 😋
Nach dem Essen ein kurzer Power Nap 😴
Weiter geht’s 🥾🧭🎒
(am Pass waren wir übrigens noch auf 4.600 Metern!)
Auf 3.000 Metern und bereits so grün 🌳
Nach 24 km endlich die Unterkunft erreicht
Was für eine Aussicht 😯

Trotz Schmerztablette schlief ich in dieser Nacht sehr unruhig. Nach dem bereits gewohnten Weckritual galt es, die zahlreichen Stufen hinauf zum Speisesaal zu überwinden. Mit noch kalten sowie steifen Muskeln fühlten sich diese jedoch wie riesige Hindernisse an. 😅 Das Frühstück spendete aber genug Kraft für die erste Tagesetappe und erfreulicherweise war Tag drei, im Vergleich zum Vortag, mit nur 12 Kilometern quasi ein Kinderspiel. Zumal uns der Weg lediglich sanft auf und ab durch Obst-, Kakao- sowie Kaffeeplantagen führen sollte. Die Landschaft mutete dank der vielen Bananenstauden, Bromelien, Farne sowie einiger Palmen neuerdings sehr tropisch an. Am Wegesrand wuchsen außerdem zahlreiche Walderdbeeren, wilde Orchideen und auch Sauerampfer konnte ich ausmachen. Wir folgten relativ lange einem schmalen Trampelpfad oberhalb des „Río Urubamba“, welcher sich mitunter durch eine enge Schlucht zwängte. Vor vier Jahren ereignete sich oberhalb am Pass ein dramatischer Moränen Abgang, der zehn Touristen sowie einige Einheimische in den Tod riss. Die riesigen Felsbrocken stürzten in den Fluss und lösten so eine riesige Flutwelle sowie weitere Erdrutsche aus. 😥 Erst seit etwa vier Monaten ist der Fußweg, dem wir folgten, wieder frei begehbar. Wir legten zahlreiche Pausen an den unterschiedlichen Plantagen ein so dass wir u.a. frische Früchte wie die hier gedeihende Anden Maracuja und Avocado kosten konnten. Auch feinste Bitterschokolade, die hier vor Ort produziert wird, sowie peruanischen Kaffee frisch vom Feld durften wir probieren. Auf diesem Weg unterstützt Salkantay Trekking die einheimische Bevölkerung so dass diese, gleichfalls wie beispielsweise unser Koch oder Pferdemann, vom hiesigen Tourismus profitieren können. 👍 Unseren horse man hatten wir übrigens bereits am Morgen verabschiedet. Für ihn galt es, die gesamte Strecke vom Vortag nun wieder zurück zu reiten da unser Gepäck ab jetzt wieder von Bussen transportiert werden konnte. Von der Kaffeefarm aus ging es überraschenderweise per Minibus weiter zu unserer Unterkunft in „Lucmabamba“. Ob dies der Tatsache geschuldet war, dass der Weg immer noch nicht vollständig begehbar ist oder ob man uns einfach nur etwas schonen wollte?! Dort angekommen bezogen wir unseren grünen Jungle Dome, bevor wir uns am Mittagstisch breit machten wo unser Koch Alejandro mal wieder mit einem fantastischen Menü auf uns wartete. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von den beiden Spaniern, da Pablo und Kristina den Salkantay Trek in lediglich vier statt fünf Tagen absolvierten. Somit mussten die beiden an diesem Tag noch einige Kilometer laufen wohingegen wir den Rest des Tages frei hatten. 😃 Wir entschieden uns, für ein paar extra Soles am Nachmittag die Thermen von „Cocalmayo“ zu besuchen. Nach einer Stunde Fahrt im Minivan erreichte unsere Gruppe das Thermalbad an den Ausläufern des Amazonasbeckens auf nur noch 1.500 Metern üNN, was sich nicht zuletzt an Schwärmen fieser Sandflies bemerkbar machte. 😕 Das Wasser war angenehm warm und somit eine wohltat für unsere müden Muskeln. Erstaunlicherweise waren die Becken auch gar nicht so voll wie vermutet und wir trafen dort sogar mehr Einheimische als Touristengruppen an. Zwei Stunden später stiegen wir wieder in den Kleinbus ein welcher uns etwa eine Stunde später wohlbehalten an unserer Unterkunft absetzte. Zum Glück wartete dort bereits das Abendessen auf uns da wir mittlerweile alle wieder deutlichen Hunger verspürten. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie kräftezehrend solch eine Wanderung ist! Ich habe selten in meinem Leben so viel Hunger verspürt und jeden Tag so viel gegessen wie sonst nur an Weihnachten – allerdings ohne extremes Sättigungsgefühl. 😂

Früh am Morgen war’s noch ganz schön frisch 😅
Blick in den schmalen Canyon
Es wurde schnell wärmer & immer tropischer
Hier wächst Anden Maracuya
Die tropischen Früchte durften wir auch verkosten
🍍🍌🥭🍈🥑
Schöne Blumen gab es auch
Und putzige Lämmchen
So wird eine traditionelle Salsa zubereitet
Hier waren u.a. die Erdrutsche 😰
Weiter geht’s zur Kakao Verkostung…
…bevor es anschließend zum Kaffee rösten ging
Kaffee Kirsche & Bohne 🍒
Nach dem Kaffee mahlen…
…durften wir dann auch probieren
(auf dem Bild sieht man unseren Guide Sergio)
Ich fand den Kaffee etwas säuerlich ☕️
An den Jungle Domes angekommen…
…gibt’s erst mal wieder was zu futtern 😛
Die Thermen von „Cocalmayo“

Gegen zwei Uhr in der Nacht hatte andauernder Regen eingesetzt welcher laut auf die Zeltplane unseres Jungle Domes prasselte und dafür sorgte, dass wir nicht mehr wirklich fest schliefen. Als uns Marco um 05:00 Uhr in der Früh mit Koka Tee weckte regnete es leider immer noch weswegen er uns etwas mehr Zeit zum Packen und Frühstücken ließ. Hermann entschied auf Grund seiner schmerzenden Wade direkt, die heutige Wanderung zu canceln und stattdessen mit dem Gepäck nach „Aguas Calientes“ zu reisen. Wir hingegen beschlossen gemeinschaftlich, die harte und lange Etappe von 25 Kilometern in Angriff zu nehmen da der Regen just während unseres Morgenessens aufgehört hatte. 🙃 Von unserem Camp aus führte der sieben Kilometer lange, schmale Weg über 800 Höhenmeter steil nach oben bis zum „Llactapata“ Pass. Dank meiner faltbaren Trekking Stöcke meisterte ich den Anstieg relativ gut und wir durften uns, oben angelangt, tatsächlich über eine WAHNSINNS AUSSICHT freuen. 🤩 Wer hätte das, nach dem Regen in der Nacht, gedacht! In der Ferne konnten wir gut die Terrassen von Machu Picchu erkennen und wir alle genossen den Anblick sichtlich. Sogar frisch aufgebrühten Kaffee konnten wir bei einer hier ansässigen Familie erwerben. Nach der ausgiebigen Verschnaufpause ging es dann über fünf Kilometer sehr steil und mitunter auch rutschig hinab bis nach „Aobamba“. Ohne zuckerhaltige Snacks hätte ich es vermutlich nicht bis zu unserem Lunch Spot geschafft aber dort angekommen wartete bereits eine sehr leckere Gemüsesuppe sowie Rindfleisch mit Gemüse und Reis auf uns. 😋 Noch cooler waren die Hängematten im hinteren Bereich des kleinen, familiären Lokals in denen wir uns noch eine Viertelstunde ausruhen durften bevor die letzten 13 Kilometer auf uns warteten. Nach zwei Kilometern leichtem Anstieg erreichten wir „Hidroeléctrica“ von wo aus es dann ebenerdig entlang der Bahngleise bis nach „Aguas Calientes“ ging. Auf dem letzten Stück hatte ich das Gefühl mehr rückwärts als vorwärts zu gehen da meine Schritte immer kleiner und die Beine immer schwerer wurden. 🙈 Auch diese letzte Etappe bahnte sich durch die tropische Natur und bot sensationelle Blicke auf die bis zu 2.800 Meter hohen Granitfelsen sowie die unteren Terrassen von Machu Picchu. Nach einer neun Stunden langen Wanderung erreichten wir dann kurz nach 17:00 Uhr, müde aber überglücklich, unser Tagesziel „Aguas Calientes“. Dort checkten wir in ein sehr schönes Hotel ein und freuten uns wie kleine Kinder über die richtig heiße Dusche sowie über das große und bequeme Doppelbett. Eineinhalb Stunden später trafen wir uns dann alle zum Abendessen im Restaurant „Full House“ wieder. Wir konnten sowohl Vorspeise als auch Hauptgang wählen und mussten lediglich die Getränke selbst bezahlen. Auch ein süßes Dessert in Form eines schokoladigen Brownies war inkludiert.

Tag 4 – die anstrengendste Etappe wartet auf uns
Wir laufen durch Kaffee…
…und Avocado Plantagen 🥑
Leider war die Starbucks Filiale unbesetzt 😂
Der Aufstieg bot malerische Aussichten
Und dann das:
Wir können in der Ferne Machu Picchu sehen! 😍
Wer hätte das noch am Morgen gedacht 😇
Alle sind happy 😁
Einmaliges Erlebnis…
Kurze Verschnaufpause nach dem Lunch
Das letzte Stück nach „Aguas Calientes“ ist zäh 😬
Aber auch schön zu gleich
Endlich im Ort angelangt 😮‍💨
(Von links nach rechts: Bor, Juri & unser Guide Marco)
Welch eine schöne Unterkunft! 🤩
Da geht es einem schnell wieder besser 😋

An Tag fünf erwartete uns dann nach insgesamt 75 km und etwa 3.000 Höhenmeter das Highlight des Trecks: Die sagenumwobene, zwischen grünen Bergen verborgen liegende Inka Stätte Machu Picchu. 🤗 Nach dem wir uns über das reichhaltige Frühstücksbüffet im Hotel hergemacht hatten bestiegen wir gegen 07:30 Uhr einen Bus welcher uns etwa 20 Minuten später am Eingang zu der Ruinenstätte, oberhalb von „Aguas Calientes“, absetzte. Sergio hatte das PERFEKTE Zeitfenster gewählt denn kaum oben angelangt begannen die Wolken aufzureißen und wir bekamen ein wahrhaftiges Postkartenpanorama auf eines der sieben Naturweltwunder geboten. 😍 Außerdem waren zu dieser Uhrzeit noch nicht allzu viele Touristen vor Ort so dass wir in der Lage waren, Aufnahmen ohne große Menschenmassen zu machen. Welch ein Luxus denn normalerweise werden bis zu viereinhalbtausend Personen täglich durch die heilige Stätte geschleust… Zum Glück sind derzeit maximal 50-60% der normalerweise üblichen Touristen im Land weswegen wir in diesen exklusiven Genuss kamen. Allerdings weiß man bis heute nicht wirklich viel über Machu Picchu. Sicher ist lediglich, dass hier nicht mehr als maximal 900 Personen über einen relativ kurzen Zeitraum von lediglich 100 Jahren lebten. Ob die Einwohner der Stätte von einer Seuche dahingerafft wurden oder sie diese freiwillig, auf der Flucht vor den Spaniern, verließen weiß man ebenfalls nicht sicher. Man vermutet, dass dort die Oberschicht lebte und ihre Kinder hier unterrichtet wurden. Etwa zwei Stunden später verließen wir die Ruinen wieder und staunten, wieder am Eingang angelangt, nicht schlecht über die hier auf den Einlass wartenden Horden. 😮 Die „slowenischen Bergziegen“ Juri und Bor liefen zu Fuß ins Dorf zurück wohingegen wir, gemeinsam mit unseren beiden Guides, neuerdings den Bus wählten. Unten angelangt folgten wir dem Tipp unseres Lonely Planet Reiseführer Südamerika und kehrten im Restaurant „Mapacho“ ein wo ich den besten Salat seit Anbeginn unserer Reise serviert bekam. 🥗 Anschließend hatten wir noch eine Stunde Freizeit, die wir für eine kleine Kaffee- und Internet Pause nutzten. ☕ Danach trafen wir uns alle im Hotel, um unser Gepäck einzusammeln und damit bis zum Bahnhof zu laufen. Kurz vor 15 Uhr bestiegen wir das Panoramaabteil, so dass wir während der nicht ganz zweistündigen Fahrt nach „Ollantaytambo“ malerische Ausblicke auf die Berge genießen durften. 🌄 Dort angelangt wartete bereits ein Minivan auf uns welcher uns kurz nach 19 Uhr in Cusco an unserem Campingplatz absetzte. Zuvor hatten wir noch die Packtaschen geleert und deren Inhalt in große Plastiksäcke umgepackt.

Nach dem Frühstück ging es ENDLICH los…
Noch hängt die Inka Stätte in den Wolken ☁️
Das macht es aber auch spannend…
…und mystisch
Wir sind wirklich da! 😃
Ein Traum wurde wahr ❣️
Gruppenfoto 📸
Eines der sieben Naturweltwunder
(Drei durfte ich nun schon besuchen 😍)
Die Lamas wurden hier extra angesiedelt 🦙
War auf jeden Fall sehr beeindruckend 😯
Und nach dem Cappuccino…
…ging’s mit Zug & Bus zurück nach „Cusco“
Ein cooles Abschiedsgeschenk gab es auch noch 😜
(Shirt mit Trek & allen Unterkünften auf dem Rücken)

Solltet auch ihr jetzt Lust auf dieses wirklich voll und ganz empfehlenswerte Abenteuer bekommen haben dann findet ihr nachfolgend den Link zur Agentur sowie einige Infos dazu:

Howlanders – Salkantay Trek Sky Lodge 5 Days

Inklusive

  • Machu Picchu Ticket (Circuit 2)
  • 1 Nacht im Sky Dome in Soraypampa
  • 1 Nacht in Holzhütten in Chaullay
  • 1 Nacht im Jungle Dome in Lucmabamba
  • 1 Nacht im Hotel in Aguas Calientes (inkl. privatem Badezimmer)
  • Tour Briefing am Vorabend
  • Erfahrene, englischsprachige Guides
  • 7 Kilo Freigepäck auf Mulis
  • 3 Mahlzeiten pro Tag inkl. Getränke
  • Snacks und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set
  • Privater Transport von Cusco nach Mollepata an Tag 1
  • Rückfahrt mit dem Zug von Aguas Calientes nach Ollantaytambo an Tag 5
  • Privater Transport von Ollantaytambo nach Cusco an Tag 5

Exklusive

  • Frühstück in Mollepata an Tag 1 (optional)
  • Mittagessen in Aguas Calientes an Tag 5
  • Abendessen in Cusco an Tag 5
  • Eintritt ins Thermalbad in Santa Teresa (10 Soles)
  • Privater Transport zum Thermalbad (40 Soles)
  • Eintritt in den Salkantay Nationalpark (20 Soles)

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse: ☕⛽🚐

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Kritik, Anregungen oder Fragen?! Schreibt uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

Videos zu den einzelnen Reiseetappen findet ihr auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/@sijucampervan