NEW BLOG POST 🇵🇪 (05. – 13.09.2023) Huaraz – Trujillo – Huanchaco – Punta los Balcones – Swiss Wasi
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(auf Spanisch „cuy“) wirklich probieren oder doch lieber sein lassen?! 🙊🙉🙈
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Der nächste Tag begann für uns sehr wohltuend mit einem Besuch der Thermen in „Monterrey“. Das Wasser in den beiden Becken war auf Grund der vielen, darin enthaltenen Mineralien wie zum Beispiel Kupfer, Zink und Eisen relativ bräunlich. Da wir jedoch den Zulauf gut erkennen konnten und dieses Wasser sehr sauber aussah hatten wir keinerlei Bedenken, in die zwei Becken zu steigen. Das Kleinere war uns mit einer Temperatur von ca. 36°C unter der prallen Morgensonne dann recht schnell zu warm und wir wechselten in das immerhin 20 Meter lange, wohltemperierte Schwimmbecken. So konnte ich ganz ungeplant am frühen Morgen sogar noch ein paar Bahnen ziehen. 🏊♀️ Auch das Wasser in den Duschen entsprach in Farbe und Temperatur dem Badewasser so dass wir uns kurz darauf, wohlriechend, auf den Weg zu Max und Merle machten. Die beiden standen immer noch, keine vier Kilometer von unserem Übernachtungsplatz entfernt, in einer Werkstatt in „Huaraz“. Als wir dort ankamen waren die Mechaniker gerade dabei, das kaputte Kreuzgelenk wieder in Stand zu setzen. Das neue Ersatzteil wäre hier nicht zu bekommen, wenn sei dieses nur in Lima und dann auch nur für sehr viel Geld erhältlich. Oh Mann… Was waren wir froh, dass unser Van derzeit keinerlei Probleme bereitete! Hoffen wir, dass es in unserem Fall so bleibt und die beiden bald wieder auf der Straße sein werden. 🍀🐷🎩 Wir wünschten ihnen viel Glück und machten uns auf in Richtung Meer. Neuerdings stand uns ein munteres Auf und Ab über die Anden bevor. Aber die Straße hinunter zur Panamericana war in erstaunlich gutem Zustand, kein Vergleich zur vorherigen Schlaglochpiste. Von über 4.000 Metern ging es die Berge hinab, durch saftig grüne Obstanbaugebiete und, schneller als wir uns umsehen konnten, gelangten wir auch schon wieder an der staubtrockenen, sandigen Küstenwüste an. So kam es, dass wir bereits am frühen Nachmittag den Küstenort „Tortugas“ erreichten. Den vielen Restaurants an der Promenade nach zu urteilen scheint hier im Sommer reger Betrieb zu herrschen. Jetzt, gegen Ende des Winters, ähnelte der Ort jedoch einer Geisterstadt. Wir hatten große Mühe, irgendwo ein Eis aufzutreiben denn fast alles war verriegelt und verrammelt. Erst nach mehrmaligem Nachfragen konnten wir endlich einen Mini Mercado ausfindig machen, der zumindest ein Eis am Stiel feilbot. Dafür freuten wir uns über den fantastischen Stellplatz, direkt oben an der Steilküste, von wo aus wir eine herrliche Sicht auf die kleine Bucht und die darin dümpelten bunten Fischerboote hatten. Und als wir mit unserem Eis zurück zum Van schlenderten bog ein uns wohlbekanntes, blaues Fahrzeug um die Ecke: Max und Merle hatte es wohl auch unweigerlich direkt ans Meer gezogen. Kurz nach unserer Abfahrt konnten die Arbeiten an ihrem Auto abgeschlossen werden so dass wir den Abend, wohlgemerkt ohne uns vorher abzusprechen, ganz ungeplant noch einmal zusammen verbringen konnten. 😃





Auch mittwochs fuhren wir wieder ein ganzes Stück weit, diesmal auf der Panamericana die Küste entlang gen Norden. Zuvor hatten wir uns noch bei einem gemeinsamen Frühstück mit Blick aufs Meer und die vielen Pelikane gestärkt. Leider führte der Highway immer wieder durch größere und kleinere Städte was, ausnahmsweise, an dem Nervenkostüm meines Mannes zehrte. Zwangsläufig übertrug sich seine Stimmung auch auf mich und so waren wir doch beide etwas genervt als wir rund 190 Kilometer später den bei Surfern beliebten Ort „Huanchaco“ erreichten. Zuvor hatten wir jedoch noch ein kleines Highlight erleben dürfen als wir in der Kleinstadt „Trujillo“ einen Zwischenstopp einlegten. Die vielen bunten Häuser, die gelb getünchten Kirchen sowie die weitläufige Plaza mit ihren Palmen erinnerte uns sofort an unsere Mexikoreise und schürte unweigerlich unsere Vorfreude auf dieses fantastische Land. Lediglich die detailreich verzierten, prachtvollen Holzbalkone an den Gebäuden passten nicht in dieses Bild. Derweil hatte uns @anschnallenabfahrt bereits einen Stellplatz an der Promenade von „Huanchaco“ reserviert. Ich drehte mit den beiden noch eine kleine Runde zu Fuß durch den sehr touristisch wirkenden Surfer Hotspot und schnell war klar, dass wir hier wohl nicht den geplanten Ruhe- bzw. Arbeitstag einlegen würden. Hier war es viel zu wuselig und auch die starke Brandung des Meeres war permanent unüberhörbar. Zum Sonnenuntergang setzten wir uns auf die Mauer und schauten, bei einem kühlen Dosenbier, der untergehenden Sonne zu. Leider mit immer mal wieder deutlich wahrnehmbarem Verwesungsgeruch da vermutlich, irgendwo zwischen den großen Steinen, eine Robbe oder ähnliches vor sich hingammelte. 😶 Kurz nach Sonnenuntergang stieß Hermann, unsere super nette Bekanntschaft vom Salkantay Trail, dazu der die letzten Tage seiner Reise hier in einem Surfcamp verbrachte. So kam es, dass wir drei den Tag bei einer unerwartet leckeren Pizza gemütlich ausklingen ließen. 🍕🍷😃








Trotz der lauten Wellen und dem Standort direkt an der Straße hatten wir eine gute Nacht. Während sich Max und Merle zeitig auf die Weiterreise machten liefen wir zwei noch einmal den Strand entlang bis zu den Fischerbooten. Diese bestehen hier nämlich aus dem „Tortora“ Schilf, wie auch die schwimmenden Schilfinseln auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Noch heute fahren die Fischer damit aufs Meer hinaus um mit Netzen ihre Arbeit zu verrichten. Als Paddel dient ihnen dabei ein der Länge nach halbiertes, langes Bambusrohr. Die Boote ähneln in ihrer Form den heutigen Surfbrettern und wenn die Fischer die letzte Welle zurück zum Strand reiten sieht es tatsächlich aus als würden sie surfen. Angeblich soll der Sport auch hier erfunden worden sein aber ob das stimmt?! 🤔 Wer weiß… Anschließend hieß es auch für uns wieder ab auf die Straße. Jedoch stoppten wir bereits kurz darauf schon wieder an der archäologischen Stätte „Chan Chan“. Nach einem schnellen Frühstück auf dem Parkplatz vor der Anlage begaben wir uns mitten hinein in eine der größten Städte aus „Adobe“ (= Lehm) der Welt. Man vermutet, dass zu Zeiten der „Chimú“ hier bis zu 60k Menschen lebten und die Stadt damals die Größte auf dem südamerikanischen Kontinent war. 😮 Leider hinterlässt der Klimawandel auch hier seine deutlich sichtbaren Spuren denn selbst in der trockenen Wüste fällt immer mehr und vor allem immer stärkerer Regen. Die Bauten und mitunter 10 bis 12 Meter hohen Mauern aus Lehm halten diesem auf Dauer natürlich nicht stand weswegen Teile der Anlage mittlerweile mit Wellblechdächern und Stützen aus Bambus vor selbigem geschützt werden. Auch dem dazugehörigen Museum statteten wir noch einen Besuch ab wo es viele originale Funde, wie beispielsweise tolle Keramiken sowie Holzfiguren aus dem 13. Jahrhundert, zu sehen gab. Rund 200 Kilometer später kamen wir am frühen Abend in „Pimentel“ an. Der Ort liegt zwar auch direkt am Meer aber da an den Strand direkt die angelegte Promenade inklusive Restaurant Meile anschließt blieb uns nichts anderes übrig, als unseren Van in zweiter Reihe zum Pazifik zu parken. Direkt vor dem Casino, gegenüber einer kleinen Plaza, fanden wir einen sicheren Stellplatz und der freundliche Parkwächter empfahl uns auf Nachfrage hin sogar noch ein Restaurant. Jedoch hatten die Meisten auch hier auf Grund der Nebensaison geschlossen. 🤷♀️ Wir schossen noch ein paar Fotos von den Schilfbooten, die auch hier zum Fischfang genutzt werden, bevor wir uns eigenhändig auf die Suche nach einem Lokal begaben. Zum Kochen hatten wir nach der stundenlangen Fahrt einfach keine Lust mehr zumal wir mittlerweile auch wirklich hungrig waren. Kurz bevor wir die Suche aufgeben wollten fanden wir im Ortskern dann doch noch ein ganz nett aussehendes Restaurant. Hier standen auch die für Peru typischen Fisch- sowie Meeresfrüchtespeisen auf der Karte. 😋 Simon entschied sich für „Chicharrón Mixto“ in Form von in Teig ausgebackenen Fisch- und Meeresfrüchten. Diese waren so was von zart und lecker! Meine „Ceviche“ war hingegen etwas zu sauer und auch leicht scharf aber die Beilagen, Süßkartoffel und ein knuspriges Reibeküchlein, überzeugten ebenfalls auf ganzer Linie. 👍














Da uns der Stellplatz nicht taugte ging es am nächsten Morgen direkt weiter. Wir machten uns auf zum westlichsten Punkt Südamerikas beim Leuchtturm von „Punta los Balcones“. Bevor wir diese einsame, weitläufige Bucht mit ihren breiten Sandstränden erreichten stoppten wir in „Piura“ noch zum Einkauf. Da der „Tottus“ Supermarkt nur über eine Tiefgarage verfügte blieb Simon beim Van den wir, notgedrungen, am Straßenrand parkten während ich mich bemühte so schnell als möglich die nötigen Lebensmittel zu besorgen. Am Ziel angelangt freuten wir uns wie die Kinder, dass wir endlich einen schönen Stellplatz gefunden hatten. Noch dazu konnten wir hier seit langem mal wieder viele Seelöwen, aber auch Kormorane und Flamingos beobachten. 🙃 Wir kletterten die Felsen hinauf um die Bucht überblicken zu können und von oben konnten wir in der Ferne doch tatsächlich einen blauen Van auf uns zufahren sehen! Tatsächlich hatten auch unsere Lieblingsreise-Buddys den Weg an dieses schöne Fleckchen Erde gefunden. Was für ein Zufall! 😅 Und als ich von meinem Strandspaziergang zum Leuchtturm zurückkam gab es ein weiteres, völlig unerwartetes Wiedersehen mit den beiden Brasilianern Lukas und Maíra alias @adiantes. Die zwei hatten wir zuletzt vor vielen Monaten im Nationalpark „Ischigualasto“ in Argentinien getroffen. 😃



Nach all den vielen Fahrtagen begannen wir den Samstag mit einer knackigen Sport Session am Strand, Meerblick und kostenfreier Schatten dank fest installierter Sonnensegel inklusive. Danach war es Zeit für einen Arbeitstag: Simon begann mit einem neuen Video und ich hatte stolze acht Tage Blog nachzuschreiben. 👩💻👨💻🙈 Zwischendurch gab es leckere Pancakes mit frischen Feigen als kleine Stärkung und, nach dem wir bei einem Aperol ohne Spritz den schönen Sonnenuntergang genossen hatten, vertilgten wir vier gemeinsam die restliche Reis-Gemüse-Pfanne vom Vortag mit frisch gebackenem Pfannenbrot. 😋



Am nächsten Morgen hatten wir direkt eine ganz fantastische Begegnung: Aus unserer Schiebetür raus konnten wir tatsächlich Wale sehen! Sie waren zwar ein ganzes Stück weit von uns entfernt aber ihre Fontänen und Rückenflossen waren eindeutig zu erkennen. 🐳 Die morgendliche Runde Yoga mit Blick auf den Ozean war nicht minder schön, genauso wie das daran anschließende Telefonat mit unseren Lieben zu Hause. ❤ Danach sagten wir, mal wieder, auf Wiedersehen zu Max und Merle bevor wir unser noch lauwarmes Pfannenbrot zum Frühstück verspeisten. 😋 Die nächsten Stunden über waren wir sehr fleißig und arbeiteten an den Laptops. Eine Stunde vor Sonnenuntergang machte ich mich dann auf den Weg über den Strand hin zum Leuchtturm und was ich dort erleben durfte ließ mich wirklich fast ausflippen! Bereits auf halbem Weg, keine 500m von unserem Van entfernt, konnte ich klar und deutlich einen großen Buckelwal mit seinem halben Oberkörper steil aus dem Wasser kommen sehen. Kurz darauf schlug er mit selbigem sowie mit einer seiner Flossen auf der Wasseroberfläche auf und erzeugte so einen großen Platsch. 🌊 Auch seine hintere Flosse konnte ich beim Abtauchen sehr gut vom Strand aus sehen, genauso wie die Mutter mit ihrem Kalb, welches mehrere Male komplett aus dem Wasser sprang. 🙃 Ich war völlig aus dem Häuschen und gleichzeitig traurig, dass Simon nicht mitgekommen war und ich dieses fantastische Erlebnis somit leider nicht mit ihm teilen konnte. Umso enthusiastischer berichtete ich ihm während unseres Abendessens von meinen grandiosen Begegnungen. 🐋




Schweren Herzens verabschiedeten wir uns, nach erneuten Walsichtungen am Morgen, von diesem schönen und noch dazu kostenfreien Stellplatz. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg ins nur knapp 100km entfernt liegende „Máncora“. Der Ort wird als DER schönste Badeort Perus angepriesen, jedoch erschien uns die Hauptstraße bei der Durchfahrt extrem touristisch und keiner der drei angesteuerten Stellplätze sagte uns zu. Auch hatten wir hier kein gutes Gefühl, den Van alleine stehen zu lassen um eine Runde zu drehen so dass wir uns trotz fortgeschrittener Stunde dazu entschieden, weitere 75km bis zu einem hoch gelobten Campingplatz zu fahren. Mit untergehender Sonne trafen wir im Paradies „Swiss Wasi“ ein. Hinter dem eigentlichen Hotel befindet sich ein kleiner Garten mit wenigen Plätzen für Camper und direkt dahinter liegt ein karibischer Traumstrand: Feiner Sandstrand vor den Brechern des Pazifiks, gespickt von niedrigen Kokosnusspalmen zwischen denen sich Hängematten spannen. 😍



Bereits bei Ankunft war klar, dass wir hier mehr als eine Nacht verbringen würden. Zumal es auch eine große Waschmaschine gab deren 12kg Fassungsvermögen nicht nur unsere Bettwäsche, sondern gleichzeitig auch unsere Wäsche der letzten Wochen locker aufnahm. 👍 Auch das WLAN-Signal war stark und wir konnten damit prima arbeiten und sogar seit langem mal wieder ein paar Filme streamen. „Manta Manta Teil Zwo“ fanden wir übrigens richtig gut. 😅 Simon stürzte sich am Nachmittag in die hohen Wellen des Ozeans und wenn mein Mann sagt, dass das Wasser nicht kalt ist dann stimmt das auf jeden Fall. Ich bin kein Fan von großen Wellen weswegen ich mit der Dusche vorliebnahm. Einen schönen Salzwasser Pool hätte es hier übrigens auch gegeben aber da dafür extra Geld verlangt wurde begnügten wir uns mit dem restlichen, herrlichen Ambiente. ❤




Da unsere peruanischen Bargeldbestände für keinen weiteren Tag auf dem Campingplatz ausgereicht hätten machten wir uns am Mittwoch auf zur nahegelegenen, ecuadorianischen Grenze. Ob der Grenzübertritt gut geklappt hat und wie unsere ersten Tage in Land Numero acht waren erzähle ich euch dann nächste Woche. 😉
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