NEW BLOG POST 🇵🇦 (10. – 17.01.2024) Bocas del Toro – Villa Paula

In Boquete begegneten wir zufällig einer Deutschen, die seit nunmehr fünf Jahren mit ihrer Tochter in Panama lebt und die uns einige Sehenswürdigkeiten empfahl. Unter anderem schwärmte sie in höchsten Tönen von den Karibikinseln im Bocas del Toro Nationalpark. Dort gäbe es einen Sandstrand mit glasklarem, türkisem Wasser in dem sich hunderte bunter Seesterne tummeln würden. Das klang mega gut! 🤩 Wir hatten den Abstecher eigentlich von vorne herein ausgeschlossen, da der Marinepark auf der Atlantik- und nicht auf der Pazifikseite liegt und wir einen großen Umweg fahren müssten. Zumal wir vermutet hatten, dass die Bootstouren auf die Inseln, DEM Touristen-Highlight Panamas schlechthin, sehr teuer wären. Am Abend machte ich mich an die Onlinerecherche und siehe da: So kostspielig wie gedacht ist das Ganze gar nicht! Als Fußgänger darf man nämlich kostenfrei auf der Autofähre auf die Isla Colón mitfahren wohingegen die Wassertaxen 6$ one way kosten. Auch ein gut bewertetes Hostel, das scheinbar insbesondere von unseren Landsleuten gerne besucht wird, hatten wir in Rekordzeit ausfindig gemacht. Für 18$ pro Nacht könnten wir dort zu zweit nächtigen. Noch dazu befindet sich die Unterkunft am wohl schönsten Strand der ideal zum Schnorcheln geeignet sein soll. Und eine Gemeinschaftsküche gibt’s oben drein so dass wir uns, zumindest ab und an, selbst versorgen könnten. Klang also alles ziemlich gut und so war die Entscheidung, dafür den 250km langen Umweg in Kauf zu nehmen, schnell gefällt. 😀 Somit gings am Mittwochmorgen, nach einer neuerdings angenehm kühlen Nacht, raus aus dem Hochland und zurück bis nach David. Von dort aus ging es wieder ein Stück gen Süden, bis wir die Abzweigung nach Almirante erreichten. Die Strecke führte uns allerdings wieder über die Berge, vom Flachland bis hinauf auf über 1.400 Meter üNN. Entsprechend viele Kurven galt es zu nehmen und obendrein mindestens zehnmal so viele Schlaglöcher. 🙈 Zum Glück waren wir früh losgefahren weshalb wir Almirante, von wo aus die Boote auf die Inseln ablegen, bereits gegen 15:00 Uhr erreichten. Wir parkten unseren Van bei Dickie, der für 5$ pro Tag die Grünfläche neben seinem Haus als sicheren Parkplatz offeriert. Da es dort jedoch super heiß war, machten wir uns kurz darauf auf den Fußweg zu einem Lokal um die Ecke. Dort gab es zwar keine Ventilatoren aber immerhin Schatten und wir bestellten ein paar kühle Getränke. Kurz vorm Gehen warfen wir noch einen Blick ins Meer und siehe da: Direkt vor unserer Nase schwamm ein wunderschöner, kleiner Rochen mit vielen weißen Punkten. 😍 Zurück am Van machten wir uns ans Packen der Rucksäcke für die kommenden drei Tage und während dessen bekamen wir uns ziemlich in die Haare. Vielleicht lagen die Nerven auf Grund der Hitze und des langen, anstrengenden Fahrtags blank. Vielleicht lags auch einfach nur daran, dass wir uns nur schlecht aus dem Weg gehen können und man im Eifer des Gefechts nicht immer ganz so nett mit dem anderen umgeht wie man eigentlich sollte… 🙊

Tschüss Hochland… 👋🏻
…Hallo Karibik! 😎
Cheers 🥭🍉🍌

Unser Kurztrip in die Karibik begann denkbar früh: Da die erste Fähre bereits um 06:00 Uhr ablegt, und diese sich wohl nicht unbedingt an den Fahrplan hält sondern einfach abfährt sobald sie voll ist, klingelte unser Wecker bereits um 04:30 Uhr. 🥱 In der Dunkelheit der Nacht verabschiedeten wir uns von unserem Van und machten uns zu Fuß auf den Weg zum nur 500 Meter entfernt gelegenen Fährableger. Vor der Autofähre hatte sich bereits eine lange Schlange, hauptsächlich an LKWs, gebildet. Als Fußgänger durften wir zuerst an Board gehen weswegen wir uns die besten Plätze auf dem Außendeck sichern konnten. Hinter uns befand sich sogar eine Küche, die während der eineinhalbstündigen Überfahrt diverse Snacks und Getränke sowie warme Mahlzeiten anbot. Wir legten ziemlich pünktlich ab und konnten kurz darauf die Sonne bei ihrem Aufgang über dem karibischen Meer beobachten. 🌅 Gegen 07:30 Uhr legte die Fähre in der Inselhauptstadt Bocas an, wo wir uns zu allererst auf die Suche nach einem Kaffee machten. Tatsächlich wurde uns in einer Bäckerei ein richtig guter Wachmacher serviert und eine Ecke weiter, bei der Bäckerei La Ranita, fanden wir zufällig super tolles sowie richtig knuspriges französisches Baguette dass wir uns mit Salami aus einem der hiesigen Supermärkte im Park zum Frühstück schmecken ließen. 😋 Von der Plaza aus fahren außerdem im 30 Minuten Rhythmus Minibusse, sogenannte Colectivos, zu den weiter entfernt gelegenen Stränden der Insel. Für 2,50$ pro Kopf brachte uns einer von ihnen innerhalb von 35 Minuten an die Boca del Drago bzw. die Playa de las Estrellas im äußersten Nordwesten. Die Endstation befand sich an einem Karibikstrand wie aus dem Bilderbuch: Strahlend weißer Sandstrand an dem sich Kokosnusspalmen wie an einer Perlenschnur aneinanderreihten vor türkisblauem, fast spiegelglattem Wasser. 🤩 Von dort aus liefen wir noch etwa eineinhalb Kilometer am Ufer entlang bis wir schlussendlich den abgelegenen Star Fish Beach erreichten. Dort angelangt sahen wir auf Anhieb wieder Rochen im flachen Wasser umherflitzen aber auch den ersten Seestern konnten wir direkt ausmachen. Da der Strand recht abgelegen liegt finden die meisten Tagestouristen ihren Weg per Wassertaxi hierher. So kommt es, dass sich zumindest im vorderen Abschnitt ein Restaurant ans andere reiht. Im hinteren Bereich fanden wir jedoch eine Freifläche vor, auf der wir unsere Decke im Schatten der Palmen ausbreiten konnten. Zum ersten Mal seit Bonito in Brasilien hatten wir auch mal wieder unsere Schnorchel Masken dabei. 🤿 Wir brauchen sie nicht oft aber wenn dann hat es sich jedes Mal zu 100% gelohnt, so auch diesmal. Zwar konnte man selbst im flachen Wasser ein paar Seesterne sehen aber ein paar Meter weiter im Tiefen lagen tatsächlich hunderte davon: Gelbe, Orangefarbene und Rote. War es bei unserer Ankunft gegen 10 Uhr am Morgen noch erfreulich leer gewesen so füllte sich der Strand gegen Mittag deutlich. Nach einem weiteren Bad im Meer und einem kleinen Mittagssnack machten wir uns gegen 16 Uhr, neuerdings mit dem Colectivo, auf den Rückweg in Richtung Bocas. Der Fahrer ließ uns freundlicherweise vier Kilometer früher, quasi direkt neben dem gebuchten Hostel, aussteigen in das wir vor 15 Uhr eh nicht hätten einchecken können. Dort nahm uns Victor aus Frankreich in Empfang, der seit geraumer Zeit als Volunteer den Inhaber Daniel unterstützt und im Gegenzug kostenfrei im Hostal y Camping La y Griega wohnen kann. So bleibt ihm am Morgen genug Zeit für sein großes Hobby: Surfen. 🏄‍♂️ Er zeigte uns unser Doppelzimmer, das in Wahrheit ein großes Zelt mit einer bequemen Kingsize Matratze war, sowie die Duschen, den Essbereich und die geräumige Gemeinschaftsküche. Definitiv ein Backpacker Paradies, hier kann man es sich problemlos für ein oder zwei Wochen gemütlich machen. 😊 Wir hatten uns ein paar Essensvorräte aus dem Van mitgebracht und während wir unsere selbst gekochten Spaghetti mit Pesto verspeisten unterhielten wir uns nett mit ein paar anderen Reisenden aus Deutschland. Parallel wollte immer mal wieder eine der drei Katzen und vor allem der zuckersüße Welpe Rua geknuddelt werden. 😍

Unser Van bleibt auf dem Festland
Wir gehen als Fußgänger auf die Autofähre
Während die Sonne aufgeht…
…läuft der Küchenbetrieb bereits auf Hochtouren 😅
Simon nutzt die Überfahrt für einen nap 💤
Einfahrt in den Hafen von Bocas
Per Zufall entdecken wir diese Bäckerei
Hier gabs richtig tolles Baguette 🥖
Erstmal Frühstück 😛
Dann besteigen wir direkt gegenüber den Minibus 🚐
35min später kommen wir am Traumstrand an 🏝️
Einfach nur WOW 🤩
Auf Anhieb entdecken wir Rochen…
…und Seesterne im flachen Wasser
Die meisten Touristen kommen per Boot 🚤
Entsprechend viele Lokale gibt es am Strand
Die sind aber alle sehr hübsch gemacht 👍🏻
Wir laufen bis zum Strandende
Traumhaft schön hier 😍
Mittagssnack
Check-In im Hostel
Unser Zimmer für die nächsten 2 Nächte
Die große Gemeinschaftsküche 🥣
Und der chillige Ess- bzw. Aufenthaltsbereich
Richtig süß waren die Haustiere ♥️
♥️♥️
♥️♥️♥️

Tag Zwei im Paradies begann direkt mit einem weiteren Highlight, denn im Morgengrauen wurden wir von dem durchdringenden Gebrüll zweier Brüllaffen Familien geweckt. Die eine Partie befand sich offensichtlich in der nahen Umgebung. Von dem frühen, tierischen Wecker einmal abgesehen hatten wir in unserem Zelt eine ganz gute Nacht. Klar war es etwas hellhörig aber je nach Hotelzimmer ist das auch nicht anders. Wärmetechnisch hatten wir auf jeden Fall nichts zu meckern. 👍 Nach dem wir Kaffee gekocht und unser Müsli verspeist hatten packten wir neuerdings die Badetasche. Der Sand Dollar Beach gegenüber vom Hostel wäre sicherlich gut zum Schwimmen geeignet gewesen. Da es dort allerdings keine Bäume zu geben schien und wir keinen Sonnenschirm hatten zogen wir weiter. Wir liefen zu Fuß entlang der Straße bis zur Playa Paunch. An deren Ende tummelten sich die ersten Wellenreiter aber einen guten Spot zum Chillen hatten wir entlang des Weges leider nicht entdeckt. Bis zum einsamen Bluff Strand wären es noch weitere vier Kilometer gewesen weshalb wir kehrt machten und den Tag bei der Strandbar Skullys verbrachten. Ohne jeglichen Mindestverzehr darf man hier die gemütlichen Strandbetten nutzen und im kleinen, aber feinen Salzwasser Pool entspannen. Auch allerlei Fitness- und Spaßgeräte, von der Tischtennisplatte über den Billardtisch bis hin zur Dartscheibe, stehen einem hier zur Verfügung. 😀 Vor allem aber gibt es schattenspendende Bäume sowie eine Bar und diverse Restaurants. Nach dem wir sowohl im Meer als auch im Pool gebadet hatten gönnten wir uns noch einen leckeren Smoothie, bevor wir am Nachmittag den etwa drei Kilometer langen Rückweg zum Hostel antraten. Dort angekommen wurden wir zu unserer Überraschung von dem Berliner Max auf eine Portion Spaghetti Bolognese eingeladen, die er gerade frisch für sich und seine Reisebegleitung Christina zubereitet hatte. Somit konnten wir unsere Zutaten für die Thunfisch Pasta getrost wieder einpacken. 😅 Kaum hatten wir gegessen ließen sich die Brüllaffen vom Morgen wieder blicken und diesmal tollten sie wirklich direkt über unseren Köpfen in den Bäumen herum. 🐒🐒

Nach dem Frühstück geht’s ab zum Strand
Viele mieten sich dafür ein E-Bike
Tolle Häuser mit Meerblick hatte es hier
Und schicke Strandbars 🍹
Wir entschieden uns für Skullys
Wer genug gechillt hat kann hier auch Sport machen
Oder im Pool liegen 👙
Schwimmen kann man natürlich auch 😎
Wir trinken noch einen leckeren Smoothie 🥤
Und werden im Hostel von den Affen erwartet 🐒

Der nächste Tag stand dann leider schon wieder im Zeichen der Abreise da unsere Aufenthaltsgenehmigung für Panama in nicht einmal mehr drei Tagen ablaufen würde. Da die zweite und gleichzeitig letzte Fähre aufs Festland bereits um 13:15 Uhr ablegt verbrachten wir den Vormittag ganz gemütlich mit Kaffee in den Hängematten des Hostels. Gegen Mittag winkten wir dann eines der zahlreichen Colectivos heran, dass uns für einen Dollar pro Kopf zurück nach Bocas brachte. Wir kauften noch einmal ein frisches Baguette für die Überfahrt ein bevor wir zum Hafen liefen. Bis die Fähre eintraf waren wir, trotz Schatten, schon wieder schweiß gebadet. Das Entladen der Fahrzeuge dauerte ziemlich lange und als wir endlich an Bord gehen wollten wurde uns der Zutritt verweigert. 😨 Scheinbar hatte die Fähre einen Motorschaden erlitten weshalb weder Fußgänger noch Fahrzeuge auf sie drauf durften. Somit blieb uns nichts Anderes übrig, als in der Hitze weitere zwei Stunden auszuharren bis Ersatz vom Festland eintraf. Hätten wir das mal früher gewusst! In der Zeit hätten wir locker noch den Abstecher zur Playa Bluff wagen können. 🙈 Aber egal, wir waren trotzdem mega happy und dankbar für die schöne Zeit bzw. für die Tatsache, dass wir gegen 16:30 Uhr dann doch noch nach Almirante ablegten. Während der Fahrt staunten wir nicht schlecht über die LKW-Fahrer an Deck. Diese hatten sich bereits die Wartezeit auf die Fähre mit dem ein oder anderen, kalten Bier verkürzt und öffneten auch während der Überfahrt noch etliche Dosen. 😯 Da wundert es nicht, dass wir auf der Herfahrt sowohl ein Auto als auch einen LKW im Straßengraben hatten liegen sehen. 🤨 Deutlich später als geplant erreichten wir den Hafen in Almirante, der gleichzeitig auch als Umschlagshafen für die berühmten Chiquita Bananen dient. Warum man diese besser nicht kaufen sollte kannst du dir in diesem kurzen YouTube Clip ansehen: Warum du keine Chiquita Bananen kaufen solltest. Bis wir unseren Van wieder bei Dickie abgeholt hatten war es bereits dunkel geworden. Ursprünglich hatten wir vorgehabt noch bis zu einem großen, in den Bergen gelegenen Stausee zu fahren da die Temperaturen zum Schlafen dort deutlich angenehmer gewesen wären. Auf Grund der stundenlangen Verspätung schafften wir es in der Dunkelheit über die vielen Schlaglöcher hinweg aber nur noch bis zu einer ca. 70 Kilometer entfernt gelegenen Terpel Tankstelle. 🤷‍♀️ Wie so häufig schon in Panama gab es, kurioserweise, auch an dieser Tankstelle aktuell kein Wasser weshalb die Toiletten außer Betrieb waren. Zum Glück haben wir für solche Fälle die Campingtoilette an Board! Da es mittlerweile nach 21 Uhr war gab es für jeden noch einen Hot Dog von der Tanke bevor auch dieser Tag sein Ende fand. 😴

Goodbye Isla Colón
Leider mussten wir auf die nächste Fähre warten 😵‍💫
Irgendwann legten aber dann auch wir ab
😴😴😴
Chiquita hat ein sehr mächtiges Imperium aufgebaut
Mit eigenen Frachtschiffen…
…und sogar eigenen Seehäfen
Hunderte oder gar tausende Kühlcontainer 🍌

Dafür, dass die Tankstelle direkt an der Straße lag schliefen wir mal wieder erstaunlich gut. Trotz allem machten wir uns direkt nach dem morgendlichen Kaffee auf die Weiterfahrt in Richtung David. Am Stausee legten wir eine kurze Frühstückspause ein und dort erklärte mir eine Einheimische auch die Ursache für den kuriosen Wassermangel: Panama verfügt zwar über ausreichend Wasser, schließlich gibt es unzählige Flüsse und Stauseen, sowie über die zur Aufbereitung und Verteilung notwendigen Anlagen aber wie so oft ist die Wasserversorgung Opfer der in Lateinamerika so oft vorherrschenden Korruption: Die Verantwortlichen bereichern sich zu Lasten der Bevölkerung, in dem sie das kostbare Nass für teuer Geld verkaufen anstatt es wie vorgesehen den hier lebenden Menschen zur Verfügung zu stellen. 😮 Wieder in der Großstadt angekommen kauften wir im Super 99 noch für 70 € Vorräte für das teure Costa Rica ein bevor wir unser Ziel, den Campingplatz Villa Paula, ansteuerten. Dort erwarteten uns nicht nur die super netten Verantwortlichen Katti und Nelson sondern auch ein großer, grüner Garten mit genug Stellmöglichkeiten. Außerdem gab es hier einen erfrischenden Pool sowie ein natürliches Badebecken in einem Fluss, der direkt an das riesige Grundstück angrenzt. Küchennutzung, schnelles WLAN und Duschen waren in den 10$ Tagesgebühr ebenfalls inkludiert. 👍 Für 5$ pro Waschladung kann man hier auch seine Schmutzwäsche waschen und anschließen in der prallen Sonne in Null Komma nichts trocknen. Auch dieses Angebot nahmen wir dankend an, schließlich hatten wir bisher in Panama noch nicht einmal Wäsche gewaschen.

Auf dem Camping Villa Paula angekommen 😀
Die Geburtstagslocation steht fest 😃
Aber erstmal Wäsche waschen 👚👖🧦
Kürzester Weg nach Alaska: 8.272 km 😅

Mein 40. Geburtstag startete entsprechend gut, nämlich mit einer Sporteinheit und einigen Runden im erfrischenden Pool. 👙 Nach dem wir gemütlich Kaffee getrunken hatten nahm ich mir die Zeit für ein ausführliches Telefonat mit meinen Eltern während Simon das Frühstück vorbereitete. Auch einen Geburtstagskuchen buk er für mich, schließlich hatten wir noch eine Anrührmischung aus Bolivien dabei. 🍰 Dank dem guten WLAN konnte ich auch all die vielen lieben Nachrichten abrufen und beantworten die mich an dem Tag erreichten. 😍 Nach einer weiteren Abkühlung im Pool bzw. im Fluss tranken wir am Nachmittag zusammen mit Katti und Nelson Kaffee und aßen meinen Geburtstagsmarmorkuchen dazu. Abends gabs, auf meinen Wunsch hin, leckere Meeresfrüchte Paella und dazu ein kühles Glas Rosé. Besser hätte mein Geburtstag wirklich nicht sein können. 😀

Was gibt’s besseres als einen Pool 💦
Geburtstagsfrühstück mit Spiegelei & Bratkartoffel 😋
Danke für die vielen lieben Nachrichten 🥰
Simons Geburtstagskuchen ist gut gelungen 😊
Nach der Abkühlung im Fluss…
(Hund Canelo durfte auch mit)
…wurde der leckere Kuchen dann auch verspeist 🎂
Ein gelungener Tag 😍

Nach dem uns Nelson am Vortag versichert hatte, dass für die Ausreise aus Panama nicht der Einreisestempel in unserem Pass (17.12.23) sondern das Datum in unseren Autopapieren (22.12.23) von Bedeutung sei entschieden wir spontan noch einen weiteren Tag bei ihnen zu verweilen. Wer weiß, wann wir das nächste Mal einen Pool und so schnelles WLAN haben werden! Außerdem blieb mir so noch Zeit um die letzten Tage Blog nachzuschreiben. Am Abend nutzten wir den Backofen in Kattis Küche zum Pizza backen und da wir sowieso schon dabei waren, luden wir die zwei netten Inhaber zum Essen ein. 🍕🍷

Katti & Nelson sind leidenschaftliche Biker 🏍️
Die Intruder von Nelson
Der gemütliche Aufenthaltsbereich
Und genauso leidenschaftliche Köche 🧑‍🍳
Niedliche Tiere gabs auch hier 😍
Simon macht Pizza für alle
Yummy 😛

Ursprünglich wollten wir am Mittwoch die Villa Paula verlassen und weiter nach Costa Rica reisen. Nach meiner morgendlichen Sporteinheit überraschte uns Katti mit einem extra für uns zubereiteten Frühstück, dass in ihrer Heimat Costa Rica ganz typisch sei: Reis mit schwarzen Bohnen, Spiegelei, Kochbanane und Käse. 😋 Wie lieb von ihr! Ich hatte mich am Tag zuvor nämlich bei ihr nach den typischen Gerichten der kommenden Länder erkundigt. Während wir uns das Mahl schmecken ließen fragte sie uns, ob wir denn heute wie geplant weiterfahren oder doch noch einen Tag bleiben würden. Falls ja dann würde ihr Mann Nelson, der über 20 Jahre als Koch gearbeitet hatte und sich auf die asiatische Küche spezialisiert hat, heute Abend für uns kochen. Die Entscheidung zum Bleiben war entsprechend schnell gefällt. 😅 Somit konnten wir noch einen weiteren Tag am Pool genießen und uns obendrein von den Beiden verwöhnen lassen. Was für ein schöner Abschluss für unsere Reise durch Panama. Nach anfänglichem Kulturschock hat uns das Land wirklich wahnsinnig gut gefallen. Ob uns Costa Rica genauso gut oder gar noch besser gefallen wird berichte ich dir dann in der kommenden Woche. 😉😘😘

Kattis Frühstück hat uns zu einem weiteren Tag überredet 🥰

Falls du mir ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zukommen lassen möchtest dann nutze hierfür einfach einen der beiden Links: 🎁💐🥂

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Schreiben kannst du uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder du nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

NEW BLOG POST 🇵🇦 (02. – 09.01.2024) París – Boquete

Hier gehts zu unserem neuen YouTube VLOG: 👇

Wieviel Geld haben wir wohl in einem Jahr Südamerika ausgegeben und kann man eine Weltreise auch günstig machen?! Die Antwort darauf findest du in unserem neusten YouTube Video!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Nach einer sehr schönen, gemütlichen sowie feucht fröhlichen Feiertagswoche mit unseren Freunden von @anschnallenabfahrt trennten sich unsere Wege am 2. Januar dann auch schon wieder. Während die Beiden direkt in den 350km entfernt gelegenen Ort Boca Chica weiterbrausten entschieden wir uns für eine deutlich kürzere Etappe von lediglich zwei statt fünf Fahrstunden. Da wir, im Gegensatz zu Max und Merle, in Kürze aber auch keinen Besuch erwarten werden können wir es deutlich gemächlicher angehen. Zumal wir, nach sieben Tagen süßem Nichtstun, auch wieder einiges aufarbeiten wollten. In der Nähe der Kleinstadt París (der Ort heißt tatsächlich so) fanden wir, am Ende einer Schotterstraße, einen hübschen kostenfreien Stellplatz. Dieser befand sich direkt am breiten Río Santa María und eigentlich hätten wir hier maximal ein paar lokale Fischer erwartet. Stattdessen hatte sich unter dem überdachten Außenbereich eine ganze Geburtstagsgesellschaft eingefunden und wenige Meter weiter sägten zwei Männer mit einer Motorsäge lautstark Holz. So hatte ich mir den auserwählten Übernachtungsplatz nicht vorgestellt… 😯 An Arbeit war somit vorerst nicht zu denken weshalb Simon, nach dem ich für ihn bei einem der Angler ein paar Garnelen als Köder erbettelt hatte, neuerdings seine Angel auswarf und ich mich einfach auf den Steg neben ihn setzte. Die tropische Landschaft mit ihren Mangroven, Palmen und Laubbäumen erinnerte uns fast ein bisschen ans Pantanal in Brasilien. Tatsächlich machte uns einer der zur Geburtstagsparty gehörenden Männer wenig später auf ein großes Leistenkrokodil aufmerksam, das am anderen Ufer gut getarnt den Fluss hinaufschwamm. 🐊 Er erzählte uns, dass hier erst kürzlich ein 11 Fuß großes Tier (über 3 Meter lang!) erlegt worden wäre nachdem es einige Rinder gerissen hatte. 😮 Wir bekamen noch ein Stück Torte gereicht, vermutlich weil wir unser Feuerzeug zum Anzünden der Kerzen geliehen hatten, und nach dem die Piñata unter lautem Gejohle der Gäste aufgeschlagen war kehrte ganz unerwartet kurz darauf die ersehnte Ruhe ein. In Windeseile löste sich die Gesellschaft auf und so konnten wir den Sonnenuntergang über den Mangroven dann doch noch in aller Ruhe genießen.

Die Nacht am Fluss war warm und gerade noch erträglich aber nicht die Wärme, sondern der Motorsägen-Mann weckten uns am nächsten Morgen auf. Da wir nicht wussten, was uns an einem alternativen Platz etliche Kilometer weiter erwarten würde entschieden wir dennoch zu bleiben und wie geplant an den Laptops zu arbeiten.

Nach einer weiteren, zumindest gefühlt ruhigen Nacht, sprach uns am Donnerstagmorgen der Ranger an der mit seinem Motorrad wohl gerade auf Patrouille war. Er fragte mich, ob wir hier übernachtet hätten da ihm unser Fahrzeug bereits am Vortag aufgefallen sei. Ich bejahte dies woraufhin er mich eindringlich vor weiteren Übernachtungen am Fluss warnte. Außerdem fragte er mich, ob wir in der Nacht ein Fahrzeug gehört hätten was ich ebenfalls bejahte. Tatsächlich wachte ich nachts kurz auf weil ich ein Auto mit klapperndem Anhänger hatte kommen hören, dass meiner Meinung nach zum Bootsanleger gefahren war. Ich hatte mir aber überhaupt nichts Schlechtes dabei gedacht sondern schlichtweg Angler vermutet, die ihr Boot zum Nachtangeln zu Wasser ließen. Der besorgte Ranger erklärte hingegen, dass dieser Ort ein beliebter Drogenumschlagsplatz sei. Die Hehler würden vom offenen Meer her mit ihrem Boot den Fluss hinauffahren und ihre heiße Fracht exakt hier an Kuriere übergeben, die die Drogen per Auto abholen würden. OH MEIN GOTT! 😨 Entweder hatten wir großes Glück und die Dealer hatten sich nicht für uns interessiert oder es waren doch ungefährliche Angler. So oder so stand fest, dass wir hier keinesfalls eine weitere Nacht verbringen würden. Diesen wichtigen Hinweis ergänzten wir selbstverständlich in der iOverlander App, damit andere Reisende künftig vorab informiert sind und den Spot nach Möglichkeit gar nicht erst ansteuern. Wobei ich sagen muss, dass wir uns wirklich sicher gefühlt hatten. Insbesondere auf Grund der netten Begegnungen an Tag eins aber selbst an diesem verhängnisvollen Tag hatte ich am Morgen von Fischern eine Tüte Gebäck geschenkt bekommen. Einfach so, während ich gerade meine Yoga Matte ausrollte. Simon hängte noch einmal seine Angel ins Wasser, hatte aber auch diesmal keinen Erfolg und bekam stattdessen von zwei Männern ihren Fang geschenkt: Ein mittelgroßer Wolfsbarsch. 😃 So viele nette Menschen auf einem Ort sind uns echt selten begegnet! Gegen 15:00 Uhr suchten wir dann aber dennoch das Weite und steuerten eine moderne Terpel Autobahnraststätte an. Wir wollten keine weiteren Risiken eingehen und entschieden deshalb, die Nacht an einer Tankstelle zu verbringen. Safety first… 🙈🙉🙊

Wohl doch kein guter Platz?!
Wir sagen tschüss Fluss…
…und hallo Rastplatz

Tatsächlich fühlten wir uns an der Autobahnraststätte recht wohl und schliefen zwischen den Truckern im hinteren Parkbereich sogar relativ ruhig. Zumal die moderne Raststätte auch allerlei Annehmlichkeiten zu bieten hatte: Neben blitzblanken, vollelektrischen Sanitäranlagen gab es sogar zwei warme, völlig kostenfreie Duschen sowie eine Waschmaschine und einen Trockner. Wäre der Trockner nicht defekt gewesen hätte ich auch dieses Angebot sehr gerne angenommen. So verschoben wir die Wäsche auf ein andermal und freuten uns stattdessen über die tollen Duschen. Auch das WLAN war gratis und relativ stabil sodass wir damit sogar das just fertiggestellte YouTube Video hochladen konnten. Auch der neueste Blog Beitrag wollte bebildert werden was im angenehm klimatisierten Aufenthaltsbereich des Rasthauses ebenfalls sehr gut zu machen war. Darüber hinaus waren Snacks und kühle Getränke im angrenzenden, schicken Cafeteria-Bereich nicht weit entfernt. Mehr braucht der Camper doch eigentlich gar nicht zum glücklich sein, oder?! 😅 Bis wir alles erledigt hatten war der Tag bereits weit fortgeschritten weshalb wir spontan entschieden, noch eine weitere Nacht neben den LKWs zu verbringen. Kaum hatten wir uns ins Bett verzogen um noch eine Folge 7vs.Wild zu schauen waren wir auch schon wieder in heller Aufruhr und ich hoffe sehr, dass keiner um uns herum meinen lauten Panikschrei vernommen hatte: Eine nicht allzu kleine Spinne war über Simons nackten Bauch gerannt und von dort aus weiter auf meine Seite des Betts was mich eben zu jenem Schrei veranlasste. 😱 Glücklicherweise blieb sie weiterhin sichtbar und Simon konnte sie kurz darauf unschädlich machen. Oh Mann, zwei echt eklige Spinnen in kürzester Zeit: Das kann ja noch lustig werden in Zentralamerika…

Nach dem Frühstück gings dann am Samstag aber doch weiter, wobei wir nicht wirklich weit kamen da wir erst noch ein paar frische Lebensmittel einkaufen mussten. Zu unserem Ärger hatten wir nämlich bei zwei noch originalverpackten Artikeln Schimmel festgestellt: Einmal an der Frischkäse Dose, zwischen Plastikdeckel und unversehrter Alufolie, sowie im Parmesan. Bei Letzterem war mir der Schimmel allerdings zu spät aufgefallen, als der Käse schon in der Pasta Sauce schwamm. Scheinbar haben wir es aber gut vertragen, zumindest musste keiner von uns nach dem Abendessen auf die Toilette… Auch sowas hatten wir zuvor in Südamerika nicht erlebt. Nach dem Einkauf düsten wir weiter zu einem Fluss, dessen Beschreibung bei meinem Mann sofort wieder die Hoffnung auf einen coolen Angelspot geweckt hatte. 😂 Bei der persönlichen Begehung erschien das Wasser, zumindest an der Stelle, zum Angeln als ungeeignet weshalb wir nur ein kurzes, erfrischendes Bad nahmen. Da der Erdweg hier am Fluss neuerdings als Sackgasse endete, entschieden wir uns nach dem vorherigen Erlebnis gegen eine Übernachtung und fuhren stattdessen weiter. Auf dem Weg lag noch ein kurzer Abstecher zu einem schönen Aussichtspunkt, den wir für eine Kaffeepause nutzten. Dort trafen wir auch auf ein Berliner Pärchen, die mit ihrem Mietwagen ebenfalls den Weg hierher gefunden hatten. Sie erzählten uns, dass sie bereits viele Reisende aus Deutschland in Panama getroffen hatten. Wussten wir gar nicht, dass Panama bei unseren Landsleuten derzeit wohl hoch im Kurs zu stehen scheint. 😮 Von dort aus gings neuerdings zu einer, wenn auch weniger schicken, Tankstelle an der wir eine weitere friedliche Nacht verbrachten.

Kurze Abkühlung…
…und weiter zum Viewpoint
Blick auf Fluss & Pazifik 🤩

Nun reichte es dann aber auch mit Tankstellenromantik und wir machten uns auf den Weg nach Boca Chica. Von Ju und Lydia alias @a_donde.voy wussten wir von einem urigen Spot direkt an einer Bucht, wo sogar Brüllaffen durch die Bäume toben sollten. Die letzten vier Kilometer bis zum Camping eco-gavilla waren recht ruppig und bei unserer Ankunft waren wir uns auch nicht Hundertprozent sicher ob wir wirklich den richtigen Weg gewählt hatten. Aber nach dem mir drei verschiedene Personen den Ortsnamen bestätigt und die Köchin Carolina mir den Preis von 10$ für die Übernachtung genannt hatte waren wir uns dem dann doch sicher. 😅 Wobei es sich weniger um einen Campingplatz als vielmehr um eine Badebucht handelte an der es auch Toiletten sowie Außenduschen und beschattete Sitzgelegenheiten am Sandstrand gab. Wir schnappten uns unsere Campingstühle und taten es den vielen Einheimischen gleich, die die derzeitige Ferienzeit wohl für einen sonntäglichen Ausflug mit Sack und Pack ans Meer genutzt hatten. Um uns herum wurde richtig groß aufgefahren: Vom Gas- über den Kohlegrill bis hin zu etlichen Kühlboxen mit viel kaltem Bier waren die Panamaer bestens für einen entspannten Strandtag gerüstet. 😮 Wir freuten uns über den Schatten der Bäume, der die 35 Grad im Schatten erstaunlich erträglich machte, und hüpften zwischendurch immer mal wieder ins badewannenwarme Wasser des Pazifiks. Und während meines anschließenden Strandspaziergangs konnte ich in einem Baum tatsächlich eine sechsköpfige Affenfamilie ausmachen. 😀 Ein weiteres Highlight erwartete uns dann am Abend im Van: Kurz nach Einbruch der Dunkelheit kam Carolina, schätzungsweise nicht nur Köchin sondern auch Frau des Platzinhabers, zu uns und fragte ob wir eine Möglichkeit zum Handy laden hätten da sie aktuell ohne Strom seien. Für uns überhaupt kein Thema, da wir dank der Solarpaneele genug Elektrizität zur Verfügung haben sodass ich gerne auch ihr Smartphone mit unsere Ladebuchsen hing. Bevor sie wieder von dannen zog fragte sie noch, ob wir gerne Fisch essen würden und etwa eine halbe Stunde später kehrte sie mit einer riesigen Platte zu unserem Wohnmobil zurück. Auf dieser befand sich eine Ladung frittierter Kochbananen sowie ein großer Fisch der stark dem ähnelte, den uns damals Anita in ihrem kleinen Strandlokal in Kolumbien aufgetischt hatte. Die Portion hätte locker für vier Personen gereicht und wir waren völlig überwältigt. Schließlich hatten wir ja nichts weiter getan als kurz zwei Handys aufzuladen. 😯 Zum Glück hatte Simon das schon fast kommen sehen und deshalb noch nicht unsere Reste vom Vortag aufgewärmt. Wir ließen uns das leckere Gericht schmecken und tupperten anschließend, satt und zufrieden, noch mindestens die Hälfte davon für den nächsten Tag ein.

Mega schöne Badebucht
In der Ferienzeit wohl sehr beliebt
Wie sollen 2 Personen DAS schaffen?!

Am nächsten Morgen waren wir schon fast etwas enttäuscht, dass wir wider Erwarten nicht vom Gebrüll der Affen sondern von unserem Harndrang geweckt wurden. Wir beschlossen, erst einmal Kaffee zu trinken und anschließen zu dem Baum zu laufen, an dem ich die Affen am Tag zuvor gespottet hatte. Ihre lautstarken Reviermarkierungsrufe konnten wir mittlerweile nämlich wohl wahrnehmen. Da aber auch dort nichts von ihnen zu sehen war rollte ich erst einmal meine Yogamatte aus während Simon unser Frühstück zubereitete. Frisch gestärkt hüpften wir vor Abfahrt noch einmal ins Meer und als wir wieder rauskamen und zu den Duschen liefen tollten die Äffchen tatsächlich über unsere Köpfe hinweg. 🐒 Meine Sorge ob des steilen, unbefestigten Rückwegs blieb zum Glück unbegründet und wir schafften es ohne Schwierigkeiten zurück auf die asphaltierte Straße. Nach einem Zwischenstopp im Baumarkt, wo wir uns neue Scharniere als Ersatz für das Defekte an einer der Heckkisten besorgten, fuhren wir weiter in die Berge nach Boquete. Der Ort liegt 1.200 Meter üNN was für deutlich angenehmeres Klima und fast 10 Grad weniger als an der Küste sorgte. Hier wächst, neben Kaffee, auch viel Obst sowie Gemüse. Gegenüber von einem der zahlreichen Wasserfälle der Region fanden wir, direkt neben einem Fluss, einen hübschen Stellplatz. Nach dem uns die Einheimischen Souvenirhändler bestätigt hatten, dass man hier sowohl ruhig als auch völlig sicher stehen könne, wärmten wir unsere Essensreste vom Vortag und stießen beim Essen auf unser erstes Video mit über 1.000 Views innerhalb eines Tages an. 🥳🥳🥳

Ein letztes Bad bei Ebbe in der Bucht
Und da waren sie wieder 😍
Stellplatz in Boquete
Rechts der rauschende Fluss…
…links der plätschernde Wasserfall

Die Nacht in Boquete war angenehm frisch und ich musste sogar die Dachluke über dem Bett schließen da es mich gegen Morgen direkt fröstelte. Verrückt! Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einer kleinen Wanderung, deren Startpunkt lediglich zweieinhalb Kilometer von unserem Übernachtungsspot entfernt lag. Pro Kopf mussten wir für den drei Kilometer langen Wanderweg bis hin zu einem Wasserfall leider 5 € berappen aber das wird uns, vor allem in Costa Rica, von nun an vermutlich häufiger passieren. 🤷‍♀️ Laut Hinweisschildern befanden wir uns im Habitat des seltenen Quetzal Vogels aber uns flatterte leider keiner über den Weg. Dafür hörten und sahen wir noch einmal Brüllaffen, die ich in dieser Höhe gar nicht vermutet hätte. Auch an einem schätzungsweise 1.000 Jahre altem Baum kamen wir vorbei bis wir schließlich die Cascada Escondida erreichten, deren Wasser zumindest für eine erfrischende Dusche gereicht hätte. Nach kurzer Pause machten wir kehrt und liefen den gleichen Weg wieder zurück bis zum Van wo wir uns mit einer Kleinigkeit stärkten. Und da sich kurz nach Ortsausgang eine Schweißerei befinden sollte steuerten wir diese als nächstes an. Tatsächlich trafen wir dort, trotz Feiertag, den Inhaber Levi an der offensichtlich großen Spaß daran hat ziemlich verrückte Autos zu bauen. Aus mehreren Kraftfahrzeugen bastelt er sich sein eigenes Spaßmobil zusammen. Sein erstes Werk besteht aus sage und schreibe acht verschiedenen Modellen. 😮 Nach dem er uns sein Hobby näher gebracht hatte schweißte er uns für 10$ in Windeseile das neue Scharnier an unsere linke Heckkiste sodass wir kurz darauf bereits wieder vom Hof fahren konnten. Und da es bereits Spätnachmittag und die Temperaturen gar so angenehm waren verbrachten wir noch eine weitere Nacht in Boquete. Diesmal auf einem Parkplatz gegenüber einer sehr kuriosen Felswand, die gerne zum free climbing genutzt wird.

Wanderung durch den Nebelwald
So hätte er ausgesehen, der Quetzal
Ob die Kaskade in der Regenzeit spektakulärer ist? 🤔
Kaffeepause ☕️
Direkt neben der Kaffeeplantage 😊
Jede Menge Eisbergsalat
In Levi’s Werkstatt
Ein ECHTER Autobastler 🛠️
Schnell das neue Scharnier angeschweißt
Unseres war definiert nicht mehr zu retten
Danke Levi 👍🏻
Verrückte Felswand aber ideal zum Kraxeln

Im nächsten Beitrag kann ich dir dann von einem hoffentlich super coolen, mehrtägigen Ausflug berichten… Du darfst dich also schon jetzt auf nächste Woche freuen. 😘😘😘

Noch verraten wir nicht wo es hingehen wird… 🫢

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NEW BLOG POST 🇵🇦 (24.12.2023 – 01.01.2024) Pipas Beach – El Valle de Antón

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Diese Woche erwartet dich ein ganz anderes Video als sonst: Wir haben die Highlights unseres Jahres 2023 in den schönsten Bildern für dich zusammengefasst. Wir wünschen dir viel Spaß beim Schauen und einen guten Start in ein glückliches, gesundes neues Jahr. 🍀🐷🎩

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Weihnachten am Strand unter Kokosnusspalmen bei über 30 Grad im Schatten: Wie das wohl werden würde? Bevor wir uns auf die Suche nach eben jener Antwort machen konnten galt es, zuerst noch ein paar Lebensmittel für die Feiertage einzukaufen. Schließlich hatten wir Max und Merle, die bereits an einem schönen Spot direkt am Pazifikstrand auf uns warteten versprochen, dass wir am ersten Weihnachtsfeiertag Gulasch und Spätzle zaubern würden. Als wir alle Zutaten dafür beisammen hatten verstauten wir diese zügig im Auto und vertilgten anschließend, auf dem heißen Supermarktparkplatz, noch schnell unser Müsli. 😅 Uns trennten gute 30 Fahrminuten von unseren Freunden und auf dem Weg fiel uns erneut auf, dass es in Panama deutlich weniger Straßenhunde zu geben scheint als in den Ländern Südamerikas. Selbst in der Großstadt Panama City hatten wir kaum Hunde an der Leine gesehen, galten doch anderswo in Metropolen Hunde stets als schicke Statussymbole. 😯 Ein weiterer Unterschied waren die plötzlich viel größeren und mitunter neueren Privat-PKWs. Der Verkehr auf der Autobahn floss außerdem deutlich zügiger als in Südamerika und zwischen den Autos waren nur recht wenige Lastkraftwagen auszumachen. Nicht nur auf den Straßen, sondern auch daneben mutete alles schon ziemlich amerikanisch an: Die bekannten Fastfood Ketten aus den Staaten (McDonalds, Wendys, TGI, Dominos, Burger King, Taco Bell usw.) sind omnipräsent und auch die riesigen Shopping Malls entlang der Hauptverkehrsstraßen demonstrieren die Kaufkraft der Menschen im reichsten Land Mittelamerikas. Die bis dato das Straßenbild prägenden, lokalen Imbissstände waren kaum mehr zu finden weshalb sich die Essenspreise gleichfalls angepasst hatten. Aber wir hatten uns ja sowieso fest vorgenommen, in nächster Zeit wieder hauptsächlich selbst zu kochen. 😉 Zur Mittagszeit trafen dann auch wir auf dem hübschen Stellplatz in direkter Strandlage ein: Pipas Beach. Außer dem blauen VW-Crafter von @anschnallenabfahrt war der, zu einem derzeit nicht verpachteten Strand-Restaurant gehörende Parkplatz, erfreulich leer. Viktor, der aus Venezuela stammende Platzwart, nahm uns freundlich in Empfang und erklärte uns kurz die Regeln: Für schlappe 5$ pro Nacht dürften wir hier übernachten und neben den Sanitäranlagen auch die Küche sowie die Strandpavillons benutzen. Als Gegenleistung sollten wir am Morgen, bevor sich die Tore für die Tagesgäste öffnen, beim Fegen des Strandes sowie des Parkplatzes mithelfen. Bei dieser top Lage sowie dem niedrigen Preis taten wir das natürlich gerne. 😀 Das herzliche Wiedersehen mit unseren Freunden wurde mit Kühlwein (in Form von Sangria) statt Glühwein begossen, bevor es am Nachmittag auch schon an die Bescherung ging. 🎁 Wir hatten fast vermutet, dass die Beiden eine Kleinigkeit für uns bereithalten würden weshalb wir am Morgen im Supermarkt noch zwei Dosen Becks (Bremer Hausmarke) sowie eine Flasche Cider, ein paar Kekse und eine Tüte kolumbianischen Kaffees für sie gekauft hatten. 🙈 Uns wurde im Gegenzug eine hübsche Geschenktüte überreicht die für jeden von uns ein Paar Socken, für Simon eine Flasche Coca-Cola Zero und für mich eine Flasche Rotwein sowie die obligatorischen Weihnachtskekse beinhaltete. 🥰 Verköstigt wurden wir an Heiligabend von Max der bereits in Peru, extra für diesen Anlass, ein Glas Rotkohl von Hengstenberg gekauft hatte. 😅 Dazu gab es Salzkartoffeln und Hähnchenbrust in Pilzrahmsauce, was wir uns am von Merle liebevoll dekorierten Tisch gemeinsam schmecken ließen.

Was ein schöner Ort für die Feiertage 🎅🏻🎄
Das Restaurant ist derzeit allerdings geschlossen
Kühlwein statt Glühwein 🤣
Bescherung! 😀🥳🥳
Wir tauschen die Erlebnisse der letzten Zeit aus
Merle hat die schöne Tischdeko organisiert 🥰
Heiligabend in Panama am Strand
Danke Max! 😋

Am ersten Weihnachtstag wurde ich um 06:30 Uhr vom Klingeln meines Weckers geweckt da wir nicht nur vor neun Uhr den Platz fegen sollten sondern anschließend, in den kühleren Morgenstunden, auch direkt noch eine Sporteinheit absolvieren wollten. Nach dem wir den Parkplatz vom Laub der Bäume befreit hatten rollten wir dann auch direkt unsere Matten aus. Die 30minütige Einheit war ganz schön fordernd so dass trotz der frühen Stunde bei allen der Schweiß floss. Umso schöner war es, dass wir direkt danach ins angenehm temperierte sowie sehr ruhige Meer springen konnten. 🏝👙 Frisch geduscht gabs danach erstmal für alle eine Tasse frisch aufgebrühten Kaffees, bevor wir uns für ein ausgedehntes Frühstück an die lange Tafel setzten. ☕🍳🥪 Im weiteren Verlauf des Tages hüpften wir alle zusammen noch einige Male ins Meer da es tagsüber doch relativ warm wurde und die Luft, zumindest bei unseren Vans die nicht in erster Strandreihe parkierten, stand. Simon klagte an dem Tag zwar über leichtes Unwohlsein, weil er sich vermutlich in den klimatisierten Räumen der letzten Zeit eine leichte Erkältung zugezogen hatte. Aber dennoch begab er sich am Nachmittag gemeinsam mit mir zum Schnippeln der Zutaten fürs Gulasch in die Küche. Alles in allem war das relativ flott erledigt, sodass es in den nächsten zwei Stunden lediglich galt ab und an den Inhalt des Dutch Ovens umzurühren. Während das Rindergulasch vor sich hin schmorte genossen wir noch die ein oder andere Sangria am Strand. Kurz nach Sonnenuntergang bereitete ich dann den Teig für die Spätzle zu, die Simon anschließend vom Brett ins heiße Wasser schabte. Das Essen war ein voller Erfolg und schmeckte allen, inklusive unserem Gastgeber Viktor, zum Glück vorzüglich. Viel besser kann ein Tag doch gar nicht sein. 😊

Guten Morgen!
Erst mal Laub rechen 🍂
Danach im Meer erfrischen…
…und die Strandduschen nutzen 💦
Bereit für die nächste Runde Sangria 🤪
Dann geht’s ans Gulasch kochen
Lecker! 😋
Spätzle sind schon was feines 🤤

Infos von Viktor: Durchschnittseinkommen in Venezuela 30$/Monat, viele Rentner müssen mit 3$/Monat über die Runden kommen. 😓 Deshalb müssen alle im arbeitsfähigen Alter ins Ausland flüchten, um den Alten und Kranken in der Heimat Geld senden zu können. Er selbst lebt seit 5 Jahren in Panama. Von seinen vier Kindern leben jeweils zwei in den Staaten und in Kolumbien. In Panama verdient er im Schnitt mit 800-1.000$/Monat vergleichsweise viel.

Der zweite Feiertag ähnelte fast 1:1 dem vorangegangenen Tag. Zwischen den Badeeinheiten führten wir alle noch ein paar Telefonate mit unseren Lieben zu Hause, bevor sich diesmal Merle am Herd versuchte. Der Reisauflauf mit Hühnchen und viel Gemüse gelang ihr im Omnia Campingbackofen richtig gut und diesmal hatten wir auch noch alle genug Platz für den Nachtisch, den Simon und ich eigentlich schon für den ersten Feiertag geplant hatten: Schokoladenfondue mit viel frischem Obst, Butterkeksen und Marshmallows. 😛

Reisauflauf aus Resten
Immer wieder schön mit den „anschnallis“ ♥️
Diesmal ging das Schoko Fondue noch rein 🍫

Kaum waren die Weihnachtstage vorüber erwachte auch ich mit Halskratzen und Matschbirne. 🤒 Da sich die Erkältungssymptome aber noch in Grenzen hielten, schloss ich mich nach dem morgendlichen Platzfegen noch einmal dem Workout von Max und Merle an. 🤸‍♀️ Das daraufhin anschließende Bad im Meer hatten wir uns redlich verdient und umso mehr freuten wir uns auf die erste Tasse Kaffee sowie das ausgiebige, gemütliche Frühstück mit frisch gebackenem Pfannenbrot und Frühstücksei. 😋 Da wir am nächsten Tag gemeinsam weiterfahren wollten arbeiteten wir in den nächsten Stunden fleißig an den Laptops. Schließlich wollten die letzten Tage aufgearbeitet werden! Gegen Nachmittag fühlte ich mich deutlich schlapper aber zum Glück gab es abends nicht mehr viel zu tun: Merle hatte die doppelte Menge Reisauflauf zubereitet und auch wir hatten noch alle Zutaten für eine weitere Runde Schokoladenfondue parat weswegen wir am Abend ein entspanntes Resteessen einläuten konnten. 🥘

Irgendwie hab ich nur Bilder vom Essen 🙈😅

Am nächsten Tag fühlte ich mich leider immer noch etwas angeschlagen, weshalb ich nicht an der anstrengenden Sporteinheit teilnahm sondern stattdessen nur ein sanftes Stretching absolvierte. Das Bad im Meer lies ich mir aber dennoch nicht entgehen. 😉 Als wir kurz darauf gemeinsam am Frühstückstisch saßen beschlossen wir spontan, doch noch einen Tag länger als geplant am Pipas Beach zu bleiben damit Max in aller Ruhe sein Video fertigstellen konnte. Am Nachmittag fuhren wir dann noch zusammen in unserem Van zum Super 99 Supermarkt. Somit waren die Einkäufe für die kommenden Tage schon einmal erledigt. 👍 Nach einem Sundowner am Strand legte sich Max mal wieder richtig ins Zeug und bereitete super feine Kumpir Kartoffeln mit den diversesten Toppings zu: Von Sour Cream über Rinderstreifen, Salat, roter Beete bis hin zu Mais sowie Oliven, Zwiebeln und Jalapeños wurde von allem reichlich aufgetischt. 😋

Auch ein wirklich hübscher Platz
Coole Wölkchen ⛅️

Nach dem wir ein letztes Mal den Platz gefegt hatten machten wir uns am Freitag gemeinsam auf den Weg ins Valle de Antón. Der Ferienort ist, auf Grund seiner Lage in den Bergen, für ein deutlich angenehmeres Klima bekannt und steht insbesondere bei kanadischen Urlaubern wohl hoch im Kurs. Die Fahrt hinauf auf etwa 800 Meter üNN war entsprechend kurvenreich weshalb ich froh war als wir endlich unser Ziel, den Campingplatz Potosí, erreichten. Dieser war mit 10$/Nacht zwar leider kein Schnäppchen aber dafür sehr idyllisch, mitten in einem üppig grünen Garten am Fluss, gelegen. Auf einem gestrandeten Ast saßen viele große sowie kleinere Wasserschildkröten, die uns vom sicheren Fluss aus etwas unsicher beäugten. Nach dem für die zwei Vans ein guter Platz gefunden war bauten wir uns ein kleines Lager auf: Die Markisen wurden, zum Schutz vor dem immer mal wieder einsetzenden Nieselregen, ausgefahren und dazwischen wurden Tisch und Stühle arrangiert. Während Simon im Schlamm des Flussufers nach Würmern suchte, um diese als Köder für seine Angel nutzen zu können, bereitete ich schon einmal den Hefeteig für die Pizza am Abend zu. Leider ging der Teig nicht wie gewünscht auf aber trotzdem schmeckten die Pizzen, die wir mit den verschiedensten Zutaten von Salami über Thunfisch bis hin zu restlichen Rinderstreifen belegten, vorzüglich. 🍕🍷 Wir spielten noch eine Runde Wizard bevor wir satt und müde in unsere Betten krochen.

Auf dem grünen Campingplatz in El Valle
Fluss mit Schildkröten 🐢
Lagerbau 😉

Da meine Halsschmerzen nur noch ganz leicht zu spüren waren schloss ich mich am Samstag früh neuerdings der Bremer Sportgruppe an. 🏋️‍♀️ Nach der wohltuenden Einheit, die bereits viel Restmüdigkeit vertrieben hatte, tat der anschließende Kaffee sein Übriges. Erneut fanden wir uns an einer ausgiebigen Frühstückstafel zusammen bevor wir anschließend gemeinsam zu Fuß in den Ort hineinliefen. Da sich die Hauptstraße über mehrere Kilometer zieht liefen wir lediglich bis zum Markt, der sich in etwa in der Mitte des Dorfes befindet. Dort kauften wir vier kleine, frische Ananas die wir am kommenden Silvestertag für die Zubereitung von Piña Colada verwenden wollten. Auch das Gemüse für die geplante Lasagne erstanden wir dort und alle weiteren Zutaten fanden wir in einem der Supermärkte. Wieder zurück an unserem Platz kochten wir erst einmal Kaffee und vertilgten dazu die soeben beim Bäcker gekauften, frischen Zimtschnecken. ☕ Und bevor uns Max und Merle das super coole Brettspiel Brändi Dog erklärten, mit dem wir den Abend ausklingen ließen, kochten wir im Team noch leckere Asia Nudeln mit viel Gemüse. 🍜

Einkauf auf dem Markt
Bisschen Kunsthandwerk gabs auch
Das wird ein mega frischer Cocktail 🍹
Gemeinsames Abendessen
Selbst gemachtes Brettspiel 🎲♥️♠️♦️♣️

Und dann war er auch schon da, der letzte Tag des Jahres. Wobei es uns diesmal, auf Grund all unserer zahlreichen Erlebnisse, tatsächlich nicht wie schon vorkam. 😅 Nach einer letzten Runde im Sport im alten Jahr und einem kraftspendenden, ausgiebigen Frühstück machten wir uns langsam aber sicher an die Vorbereitungen. Während Simon sich noch einmal beim Angeln versuchte, höhlten Merle und ich gemeinsam Ananas aus. Das Fruchtfleisch kam, zusammen mit einem Schuss Ananassaft aus dem Tetra Pak, in den Mixer. Die ausgehöhlten Früchte, samt dekorativem Deckel, taten wir beiseite um diese später als Trinkgefäß nutzen zu können. 😀 Weiter ging es mit der Zubereitung der Lasagne: Während Merle die Bechamel Sauce kochte kümmerte ich mich ums Ragout. Als beides fertig war schichteten wir alles, im Wechsel mit Lasagneplatten und Reibekäse, in die zwei Omnia. Somit waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und wir machten uns ans Kosten der ersten Runde Cocktails: Die frischeste Piña Colada meines Lebens bestand aus selbst gemachtem Ananas Smoothie, frischem Kokoswasser das Simon zuvor den zwei vom Strand mitgebrachten Nüssen entnommen hatte sowie natürlich einem Schuss weißen Rum und etwas Kokosmilch. Nicht zu vergessen natürlich die exklusive Verpackung. 🍍 Simon kehrte derweil mit vier kleinen Fischlein vom Fluss zurück und wir überbrückten die Zeit bis zum Essen mit zwei weiteren Runden Brändi Dog, dass übrigens jeweils im zweier Team gespielt wird was es noch viel spannender sowie strategischer macht. ♦♠🎲 Derweil brutzelte die Lasagne vor sich hin die uns wirklich gut gelungen war und vorzüglich schmeckte. Allerdings machte sich anschließend bei allen eine deutliche Schwere bemerkbar, sicherlich dem üppigen Essen sowie dem frühen Alkoholgenuss geschuldet, weswegen wir größte Mühe hatten bis 24:00 Uhr wach zu bleiben. 😅 Kaum hatten wir uns ein gutes neues Jahr gewünscht krochen wir dann auch schon in die Betten. 😴🙈

Mein Angler 😍
Cocktail Vorbereitungen 🍍
Mit frischem Kokoswasser!
Merle mixt den Ananas Smoothie
Lecker! 😋
Weiter geht’s mit der Lasagne
Erst mal Bolo kochen
Dann geht’s ans Schichten
Vor dem Essen noch nen Cocktail schlürfen…
… und „Brändi Dog“‘spielen
Es ist angerichtet!
Perfektes Silvester Essen 👍🏻

An Neujahr schliefen wir standesgemäß aus und da dieser Tag trainingsfrei war fanden wir uns nach dem Aufstehen direkt an der Frühstückstafel ein. Nach dem die Grundlage, unter anderem mit Arepas con queso y huevo, geschaffen war köpften wir die Flasche Sekt die wir an Mitternacht (auf Grund der Bettschwere) nicht mehr geöffnet hatten. 🤣 Etliche Zeit verging mit dem Abhören sowie Versenden von allerlei Neujahrswünschen und wir hatten Mühe uns aufzuraffen. Gegen 15:00 Uhr schafften wir es dann aber doch noch die geplante Wanderung anzutreten. Vom Campingplatz aus ging es zu Fuß hinein in den Ort, wo wir uns für 5$ ein Taxi schnappten welches uns zum Startpunkt der Wanderung brachte. Andernfalls hätten wir es nämlich nicht mehr bei Tageslicht hinauf und wieder hinunter geschafft. Dank Taxitransfer stand der Besteigung des Cerro Cara Iguana nun aber nichts mehr im Wege. 💪 Mitunter ging es ganz schön steil hinauf und Simon und ich erreichten als Erste den View Point über El Valle. Der Ort mit seinen verzettelnden Häusern lag viele hundert Meter unter uns, inmitten eines Kraters eines vor rund 13.000 Jahren erloschenen Vulkans auf dessen Rändern wir wiederum uns befanden. Oben am Grat wehte ein kräftiger, böiger Wind der die Kiefern in windgepeitschte Formen zwang. Das hatte ja fast Ähnlichkeit mit den Bäumen entlang des Weges unserer letztjährigen Neujahrswanderung zur Laguna Esmeralda, damals noch in Ushuaia. 😮 Hier war die Vegetation jedoch viel üppiger und um uns herum befand sich ein einziges, dichtes grünes Meer. Nach dem wir die Aussicht genossen hatten war es dann auch schon wieder Zeit für den Rückweg, schließlich wollten wir noch im Hellen wieder unten ankommen. Fast wäre ich, zu meinem Schrecken, während des Abstiegs auf eine fette Vogelspinne getreten. 🕷 Auf diese Tiere kann ich gut und gerne verzichten aber vermutlich wird dies nicht die erste und letzte Begegnung gewesen sein… Diesmal liefen wir die vier Kilometer bis zum Camp zu Fuß zurück und als wir ausgehungert weit nach 19:00 Uhr dort eintrafen freuten wir uns sehr über die Lasagne Reste sowie über die frisch von Max zubereitete Gemüse Pasta. 🍝

Ein letztes, gemeinsames Frühstück
Erstmal den Sekt köpfen 🥂
Dann ab zur Wanderung
Ich finde Spinnen soooo eklig 🫣
Toller Wanderweg
Über den Grat zum Viewpoint aufs Tal
Hier erkennt man den Krater ganz gut
Der Vulkanrand
Schöner Abschluss einer nahezu perfekten Woche

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NEW BLOG POST 🇵🇦 (18. – 23.12.2023) Panama City – Abholung Van in Colón – Panamakanal

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Ob es wohl eine gute Idee ist, mit dem eigenen Van an die heiße Karibikküste zu fahren und sich dort Millionen von Sandflies auszusetzen? Wie wir es dort fanden erfährst du im neuen VLOG. Schau also unbedingt rein & lass gerne einen Kommentar sowie ein Like da! 👍

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Die neue Woche startete für uns mit einer Sightseeingtour durch durchs Casco Viejo, die Altstadt von Panama City. Von unserem Hotel aus ging es immer geradeaus bis hinunter an die Küste, von wo aus wir einen tollen Blick auf die moderne Skyline hatten. Unser Ziel war jedoch nicht die Neu- sondern die Altstadt. Diese wurde im Jahr 1519, als erste Überseekolonie am Pazifik, von den Spaniern gegründet. Nach dem der berüchtigte englische Pirat Captain Morgan diese im Jahr 1671 jedoch erfolgreich angegriffen und bis auf die Grundmauern niedergebrannt hatte, erfolgte der Wiederaufbau acht Kilometer entfernt an einer besser zu schützenden Stelle. Somit waren wir also nicht wirklich auf dem Weg ins „originale“ historische Zentrum. Während unseres Spaziergangs entlang der Promenade hatten wir Mühe Schatten zu finden und die Sonne brannte bereits am Vormittag ziemlich erbarmungslos vom Himmel. Zuerst stießen wir auf den Fischmarkt, wo man laut Reiseführer gut und günstig etwas zu Mittag essen kann. Dafür war es jedoch noch zu früh weswegen wir die Straße überquerten und die kleine, auf einer Landzunge gelegene Altstadt, ansteuerten. Wir ließen uns durch die fast autorfreien Gassen treiben und waren überrascht über die doch recht überschaubare Größe des Viertels. Gleichfalls überrascht waren wir von den Preisen in den hier ansässigen Cafés, die selbst für eine Tasse schwarzen Kaffee um die drei USD verlangten. 😮 Erst als wir uns schon wieder auf dem Rückweg zum Hotel befanden fanden wir im ältesten Lokal der Stadt, dem Café Coca-Cola, doch noch akzeptable Preise vor. Das Café darf übrigens, als einziges weltweit, den Namen des berühmten Softdrinks tragen. Zu Zeiten seiner Eröffnung im Jahr 1875 kam das Getränk nämlich frisch aus den USA ins Land und sollte der Erfrischung von den vielen Arbeitern am Panamakanal dienen. Da wir leider beide immer noch von Unwohlsein und grummelnden Mägen geplagt waren blieben wir beim Kaffee und entschieden uns gegen ein Mittagessen. Stattdessen bestellten wir uns am Abend über die in ganz Lateinamerika verfügbare App PedidosYa eine sehr leckere sowie gesunde Bowl auf unser angenehm klimatisiertes Hotelzimmer. 😋

Sightseeingtour Panama Stadt
Die Skyline ist schon schön 🤩
Durch den Park in Richtung Altstadt
Blick vom Hafen über die Fischerboote
Die Kathedrale in der Altstadt
Historisches Zentrum
Das Café Coca-Cola
Neuer Kontinent – verrückt! 🤪
Quinoa Bowl mit Hähnchen & Gemüse 😋

Den Dienstag verbrachten wir fast ausschließlich dort und nutzten das gute WLAN um fleißig an den Laptops zu arbeiten. Ich verließt das Hotel nur am Morgen kurz, um uns in einem um die Ecke gelegenen Billigladen für 0,75 € Cent eine Kaffeetasse zu besorgen. Dank Muttertags Motiv war diese heruntergesetzt und so konnten wir mit der Mikrowelle im Hotel nun nach Belieben Kaffee zubereiten. Unser restliches Instantpulver hatten wir nämlich aus Cartagena mitgebracht. 😉

Tolles Puzzle Bild im Hotel
Aufenthaltsraum mit Mikrowelle

Am nächsten Morgen wanderten die Blicke andauernd zum Handy in der Hoffnung, dass sich unser Agent Boris bald melden würde. Als gegen 10:00 Uhr immer noch keine Nachricht von ihm kam kontaktierte ich ihn mit der Bitte, uns noch am Vormittag Bescheid zu geben ob wir denn nun zwecks Abholung am nächsten Tag nach Colón weiterreisen könnten oder nicht. Der Container mit unserem Van kam nicht in Panama City und somit auf der Pazifikseite an (dafür hätte das Schiff nämlich durch den Panamakanal gemusst), sondern in Colón auf der Atlantikseite. Nach einer gefühlten Ewigkeit teilte er uns dann via WhatsApp mit, dass er noch keine Freigabe für den Container erhalten hätte. Noch dazu war an diesem Tag, dem 20. Dezember, in Panama Feiertag was die normalerweise immer mittwochs stattfindende Öffnung des Containers weiter verzögern würde. Mit viel Glück könnte die Abholung am Donnerstagnachmittag oder Freitagvormittag stattfinden. Falls das nicht klappen sollte würde noch eine Chance für Samstag bestehen und ansonsten müssten wir uns bis zum 26.12. gedulden. 😯 Keine guten Nachrichten, wobei wir vom worst case Szenario noch nicht ausgehen wollten… Ich erkundigte mich an der Hotelrezeption, ob wir noch einen Tag länger bleiben könnten was glücklicherweise ohne Zimmerwechsel möglich war. Anschließend rief ich bei dem bereits gebuchten Hotel in Colón an wo ich mir die kostenfreie Stornierung telefonisch bestätigen ließ. Nachdem alles Organisatorische geklärt war entschieden wir, uns zum ersten Mal ein Taxi über die Uber App zu bestellen. Erwartungsgemäß funktionierte das reibungslos und wenige Minuten später wurden wir vorm Hotel von einem Fahrer abgeholt, der uns für 3$ zum Parque Natural Metropolitano brachte. Dort knöpfte man uns weitere 4$ pro Person an Eintrittsgebühr ab bevor wir die Spazierwege der weitläufigen Grünanlage betreten durften. Glücklicherweise bot das dichte Blätterdach ganz guten Schutz vor der Mittagshitze aber dennoch kamen wir beim Laufen natürlich ins Schwitzen. In dem Park soll es neben Affen unter anderem auch Faultiere geben und tatsächlich konnte ich mit bloßem Auge eins erspähen, obwohl man vor lauter Bäumen und Blättern fast nichts sehen konnte. Ich war ganz aus dem Häuschen als der Ranger meine Mutmaßung bestätigte. Unser erstes Faultier in freier Wildbahn! 🙃 Neben diesem konnten wir noch ein paar Schildkröten, einige Vögel sowie ein weiteres Faultier ausmachen. Uns entgegenkommende Besucher erzählten uns außerdem von einer großen Affenbande, die keine 10 Minuten entfernt durch die Bäume toben würde. Aber scheinbar war sie bei unserem Eintreffen schon weitergezogen. Wir waren mit den zwei Faultieren aber auch völlig zufrieden und machten uns vom Stadtpark auf zum nahegelegenen Einkaufszentrum. Die Albrook Mall ist der größte Shoppingtempel des Landes und die Flut an Konsumgütern erschlug uns geradezu. Keine Ahnung, ob ich je zuvor in einem derart großen Shoppingcenter gewesen bin?! Die Anzahl an Läden (700!) war gigantisch und selbst die Foodcourts waren, alle in identischer Anordnung, mehrfach in dem Gebäude vorhanden. Selbstredend, dass es hier auch eine Bowlingbahn, ein Casino und ein Kino gab. An einem Feiertag, noch dazu wenige Tage vor Weihnachten, war in der Mall natürlich die Hölle los und wir mussten tierisch aufpassen uns in dem Gewirr nicht zu verlieren. Wir machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem und landeten schlussendlich bei einem Asia Restaurant, dass die einzige halbwegs gesunde Alternative zwischen all den Fastfood Ketten zu sein schien. Die Wahl stellte sich als gut heraus und wir staunten neuerdings nicht schlecht über die vielen Menschen um uns herum. Und irgendwie fanden wir es beide sehr befreiend zu wissen, dass wir nichts kaufen mussten und vielmehr auch gar nichts Unnötiges kaufen konnten, da wir dafür im Van sowieso keinen Platz hätten. Ein Hoch auf den Minimalismus! 👍👍👍

Mal wieder fleißige Blattschneider Ameisen 🐜
Üppiges Grün im Stadtpark
Es gab sowohl Land- als auch Wasserschildkröten
Kleine Echse
Unser erstes Faultier in freier Wildbahn 🦥
Krasser Kontrast zum friedlichen Park 😳

Wir hatten uns schon voll und ganz auf einen weiteren, entspannten Arbeitstag in unserem gemütlichen Hotelzimmer im Hotel Canova in Panama City eingestellt als am Donnerstag früh eine Nachricht von Boris (unserem Agenten) eintraf: Er hätte soeben die Containerfreigabe für Freitagmorgen erhalten. 😀 Fast waren wir von dieser Info etwas überrumpelt aber natürlich freuten wir uns riesig darüber! Also packten wir die Laptops nicht aus sondern ein, genauso wie unsere restlichen sieben Sachen, und checkten noch am Vormittag aus dem Hotel aus. Vor diesem schnappten wir uns ein Taxi, welches uns neuerdings zur bereits gestern besuchten Mall brachte denn dort befand sich u.a. auch das Busterminal. Wir gingen noch einmal ins Einkaufszentrum hinein, in dem glücklicherweise deutlich weniger los war als am Vortag, um uns dort noch eine neue SIM-Karte von +móvil zu beschaffen. Außerdem hoben wir noch ein paar US-Dollar ab für den Fall, dass unsere abgezählten Noten doch nicht ausreichen sollten um den Van auszulösen. Und da Simons Bauchbeutel, nach erfolgreicher Reparatur in Bolivien, nun zum zweiten Mal kaputtgegangen war suchten wir dafür noch einen Ersatz. Nach dem wir auch diesen gefunden hatten wechselten wir das Gebäude und aßen im großen Busterminal bei Subway noch eine Kleinigkeit zu Mittag. Von dort aus ging es mit dem Überlandbus in einer etwa anderthalbstündigen Fahrt, die pro Kopf 3,50$ kostete, nach Colón an der Karibikküste. Unser Containerpartner hatte uns zuvor bereits gewarnt, dass die Stadt extrem hässlich wäre und wir deshalb so lange als möglich in Panama Stadt bleiben sollten und in der Tat: Eine derart heruntergekommene, schäbige sowie vermüllte Stadt ist uns glaube ich auf der gesamten Reise noch nicht untergekommen. 😮 Nach dem wir unser unspektakuläres, aber sauberes Zimmer im Hotel La Cubana Hotel & Suites (27 $ pro Nacht) bezogen hatten gingen wir noch einmal runter auf die Straße um uns nach etwas Essbarem in der Nähe umzuschauen. Bereits nach drei Blocks war uns klar, dass wir so schnell als möglich wieder zurück aufs Zimmer wollten, so unwohl und unsicher fühlten wir uns. Also bestellten wir uns neuerdings über PedidosYa etwas aufs Zimmer. Noch nie zuvor hatte ich bei McDonalds etwas zum Liefern bestellt aber es gab nicht gerade viele Alternativen… 🍔🍟 Auf Grund der immer noch leichten Magendarm Beschwerden teilten wir uns in den letzten Tagen meist eine Portion aber trotzdem sind wir froh, wenn wir uns bald wieder selbstversorgen und somit gesünder essen werden können.

Busfahrt nach Colón
Schlimmer geht echt nimmer 🙈
Aber unser Zimmer war sauber 👍🏻
Blick aus unserem Hotelfenster

Der nächste Tag begann für mich mit einer heißen Dusche im Hotel (scheint in Panama wieder geläufiger zu sein als in Kolumbien) und gegen 08:00 Uhr checkten wir bereits an der Rezeption aus. Zu Fuß durchquerten wir die vermüllte Stadt in Richtung Shopping Mall. Noch vor dieser fanden wir eine nette Cafeteria, in der wir es uns mit einer Tasse Kaffee gemütlich machten. WLAN gab es dort ebenfalls denn irgendwie funktionierte der Hotspot mit der neuen SIM-Karte nicht weshalb wir mit unseren normalen Handys keinen Internetempfang hatten. Da von Boris, unserem Agenten, aber keine neue Nachricht mehr eingegangen war blieb es wohl bei der vereinbarten Uhrzeit. Nach dem wir unseren Café ausgetrunken und uns beim Bäcker jeweils noch eine Empanada con Queso geschnappt hatten, orderten wir für 4$ ein Taxi zum Zoll Büro. Dort trafen wir zuerst auf unseren Container Buddy David und wenig später lernten wir auch Boris persönlich kennen. Dieser parkte uns für längere Zeit im wenig ansehnlichen Wartebereich um sich derweil um den TIP, also die Papiere für unseren Van, zu kümmern. Eine gefühlte Ewigkeit später kehrte er mit leeren Händen wieder zu uns zurück und meinte, gerade wären wohl alle Angestellten beim Weihnachtsshopping weshalb wir noch ein Weilchen auf die Dokumente warten müssten. Der Container mit den Fahrzeugen sowie der für die Entladung notwendige Abschlepper stünden aber schon bereit sodass wir dies vorziehen könnten. Gesagt, getan! Zu Dritt fuhren wir mit Boris, in seinem Privat-PKW, zu einem wenige Meter entfernt gelegenen, matschigen Abstellplatz. Dort wurde kurz darauf, in unserem Beisein, der zuvor bereits gegen Schädlinge begaste Container geöffnet. Simon kletterte neuerdings durch die Heckklappe ins Fahrzeuginnere, um die Handbremse zu lösen sowie den Gang herauszunehmen. Da sich unsere Starterbatterie in der Einstiegstür vom Fahrer befindet kann diese im Container nicht wieder angeklemmt werden so dass wir mit der Winde des Abschleppers herausgezogen wurden. Boris hatte unseren angegebenen Maßen wohl nicht getraut und sicherheitshalber einen längeren Abschlepper bestellt der uns jedoch zusätzliche 35$ kostete. Aber Sicherheit geht nun einmal vor und ich kann verstehen, dass seine Firma nicht für Schäden aufkommen möchte die durch eine zu kurze Rampe des Abschleppers bei der Entladung entstehen könnten. Sowohl Davids als auch unser Fahrzeug schien die kurze Reise unbeschadet überstanden zu haben was uns alle natürlich mordsmäßig freute und für sehr erleichterte Gesichter sorgte. 😊 Während Boris sich um die Beschaffung der Dokumente kümmerte fuhren wir im Konvoi schon mal zu einer nur 2km entfernt gelegenen Tankstelle. Dort konnten wir, quasi während der Wartezeit, den Luftdruck in unseren Reifen wieder von 1,5 auf 4 Bar erhöhen und zeitgleich auch volltanken. Kaum hatten wir es uns im gut klimatisierten Restaurantbereich der Tankstelle bequem gemacht stieß auch schon Boris mit dem TIP sowie der inkludierten KFZ-Haftpflichtversicherung zu uns. Hatten wir bis dato stets eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen pro Land erhalten so galten für Panama erstmals nur 30 Tage. Sollte bei dem kleinen Land aber hoffentlich kein Problem sein… Nach einem kurzen Schwatz erfolgte die Geldübergabe in bar in Boris Auto (585$) und damit war der Verschiffungsprozess final abgeschlossen. 😀 Praktischerweise schloss sich an die Tankstelle auch noch eine Mall an, in der sich ein Xtra Supermercado befand. In diesem kauften wir noch die nötigen, frischen Lebensmittel ein bevor wir uns in einem gut bewerteten Shawarma Lokal nebenan noch einen Mittagssnack teilten. Beschwingt ob des guten Verlauf des Tages fuhren wir über die Parallelstraße zur mautpflichtigen Autobahn in Richtung Panama City zurück. Die Autobahn zwischen Colón am Atlantik und Panama City am Pazifik kann nämlich nur mit elektronischem Pass befahren werden, den wir als Ausländer natürlich nicht besitzen. Verstöße werden mitunter wohl mit hohen Busgeldern geahndet aber die parallel verlaufende Schnellstraße war ebenfalls gut befahrbar. Entlang dieser befand sich auch eine Niederlassung von Panagas. Ein freundlicher Mitarbeiter nahm uns direkt in Empfang und füllte, ohne mit der Wimper zu zucken, für gerade einmal 7$ völlig problemlos unsere deutsche Gasflasche auf. Als würden sie den ganzen Tag über nichts anderes machen. 🙃 Nicht weit davon entfernt lag ein toller Stellplatz mit direktem Blick auf den Panamakanal, den uns Max und Merle freundlicherweise empfohlen hatten. Bei unserer Ankunft auf dem verlassenen, asphaltierten Parkplatz grüßte nicht nur die Polizei von der nebenan gelegenen Station freundlich und gab ihr Einverständnis für die Übernachtung. Nein, im Baum saß sogar ein wunderschöner Tukan! Oh wie schön ist Panama, besser hätte der Tag gar nicht laufen können. 😍😍😍

Im Wartebereich vom Zoll in Colón
Von dort aus ging’s weiter zum matschigen „Parkplatz“
Der Container wurde geöffnet: Sieht alles gut aus 👍🏻
Per Seilwinde geht’s raus auf die Rampe
Ob die kürzere Pritsche nicht doch gereicht hätte?! 🤔
Egal, Hauptsache wir haben unser Zuhause wieder 🥰
David war auch happy 😀
Wir mussten zum Glück nur wieder Luft aufpumpen
Ein paar frische Lebensmittel einkaufen…
…und die Gasflasche füllen lassen
Der Stellplatz am Panamakanal war auch echt cool 😛
Mit toller Stimmung am Abend 🌇

Dank unseres Deckenventilators schliefen wir, trotz Außentemperaturen in der Nacht von rund 25°C, relativ gut. Lediglich Simon, der in der Nacht zweimal wegen immer noch leicht anhaltendem Durchfall auf die Toilette musste, und der ab und an vorbeifahrende Zug weckten mich kurz auf. Am nächsten Morgen setzten wir uns mit unseren Campingstühlen vor den Van und während wir genüsslich unseren Kaffee schlürften passierten drei große Schiffe den Kanal. Auch die Panama Rail fuhr gleich zweimal direkt vor unserer Nase vorbei: Einmal voll beladen mit Containern, einmal mit Passagieren in Panoramaabteilen. Gegen 11:00 Uhr fuhren wir weiter zum Miraflores Visitor Center, wo man Ausländern stolze 17$ abknöpft. Im Vergleich dazu bezahlen Einheimische gerade einmal 3$ Eintritt. Da passt das Verhältnis meiner Meinung nach mal wieder so rein gar nicht. 🙈 Aber wir wollten uns das angeblich achte Weltwunder der Moderne nicht entgehen lassen, so wie viele andere auch. Es herrschte ein recht großer Andrang und das Publikum schien ziemlich international zu sein. Sicherlich auch dank der Kreuzfahrtschiffe. Zuerst schauten wir uns einen 45minütigen IMAX 3D Film über die Entstehung des Panamakanals, synchronisiert von Morgan Freeman, an. Die eigentlich im Preis inkludierte Ausstellung war leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen weshalb wir direkt im Anschluss die Besucherplattform über den Miraflores Schleusen betraten. Diese war deutlich unspektakulärer als erwartet und voller Menschen. Man hatte eigentlich nirgendwo freie Sicht auf Kanal und/oder Schleusen. Zumal ich dachte, dass man von deutlich weiter oben auf die Schiffe hinunterblicken kann aber Pustekuchen… Trotz allem war es beeindruckend, einen viele Stockwerke hohen Giga-Frachter voller Autos nur wenige Meter von uns entfernt passieren zu sehen. Direkt vor ihm tuckerte ein vergleichsweise winzig wirkender Katamaran. Bestimmt auch ein cooles Erlebnis, mit seinem eigenen Segelboot durch den Panamakanal zu schippern. 😃 Wir konnten live miterleben, wie das Wasser aus den drei Schleusen vor uns herausfloss und die Schiffe so stufenweise zum Pazifik hinabgelassen wurden. An den beiden Flanken der Frachtschiffe werden je zwei Lokomotiven mit einer Zugkraft von jeweils 35k Tonnen vertäut um die Schiffe sicher durch die schmalen Schleusen zu ziehen. Gegen 15:00 Uhr verabschiedeten wir uns um einen nur sechs Kilometer entfernt gelegenen Stellplatz, neuerdings direkt am Kanal, anzusteuern. Bei unserer Ankunft stellte sich aber leider heraus, dass der Parkplatz gerade neu asphaltiert wurde weshalb er derzeit nicht befahrbar war. 😮 Der nächstgelegene, potentielle Übernachtungsplatz im Viertel La Boca taugte uns nicht da er keinen sicheren Eindruck machte. So blieb uns nichts anderes übrig, als am Spätnachmittag die 80 Kilometer lange Fahrt über die Panamericana raus aus der Hauptstadt in Richtung Norden anzutreten. An einer va&ven Autobahnraststätte, die große Ähnlichkeit mit den Copec Tankstellen in Chile hatte (saubere Duschen & Toiletten, schickes Restaurant), fanden wir im hinteren Bereich dann doch noch einen ruhigen sowie sicheren Schlafplatz für die Nacht. 😴

Blick von unserem Stellplatz auf das Containerschiff
Schon ein riesiges Teil 😳
Good bye 👋🏻
Panama Canal Railway
An den Miraflores Locks
3D Film im IMAX 🎞️
Der Dienstälteste Schlepper ⛴️
Der Giga-Frachter ist mit Autos vollbeladen
Die Loks ziehen das Schiff durch die engen Schleusen
Während der Durchfahrt sind die Schiffsmotoren aus
Jede Einzelne Lok kann 35.000t ziehen
Blick von der Puente las Americas auf den Kanal
Seit langem mal wieder Tankstellenromantik ⛽️
War eine tolle Autobahnraststätte 👌🏻

Nachfolgend noch einige interessante Fakten zum Panamakanal:

  • Das erste Schiff passierte den 82 km langen, künstlichen Kanal im Jahr 1914
  • Unglücklicherweise begann just an diesem Tag der erste Weltkrieg weshalb die Eröffnungsfeierlichkeiten etwas untergingen
  • Rund 22.000 Arbeiter starben während der im Jahr 1881 begonnenen Bauarbeiten an Gelbfieber & Malaria
  • Im Durchschnitt passieren 30 bis max. 40 Schiffe pro Tag den Kanal was pro Jahr etwa 14.000 Schiffen entspricht
  • Seit November 2023 bis Februar 2024 ist die tägliche Durchfahrt auf 18 Schiffe pro Tag limitiert was an der extremen Trockenheit und infolgedessen Wassermangel liegt
  • Die Durchquerung des zweispurigen Kanals dauert zwischen 10 und 12 Stunden
  • Dazu kommen häufig stunden-, mitunter tagelange Wartezeiten vor dem Kanal
  • Die Durchfahrt erfolgt üblicherweise in der Reihenfolge der Ankunft
  • 24 der max. 40 möglichen Passagen pro Tag können im Voraus gebucht werden, die 25. Passage wird jeweils versteigert
  • Der Kapitän wird während der Durchfahrt „entmachtet“, stattdessen übernimmt ein erfahrener Panamakanal Lotse das Zepter
  • Unterstützt wird dieser von insgesamt 291 Lotsen, 36 Schleppern sowie 100 Lokomotiven, die in den Schleusen im Einsatz sind um die Schiffe zu dirigieren
  • Bei Colón auf der Atlantikseite werden die Frachter durch zwei Schleusen auf den 26 Meter über Meeresniveau gelegenen Gatún Stausee gehoben
  • Ohne den Bau des Damms, der zugleich als Wasserkraftwerk dient, wäre der Durchstich des Kanals durch die Berge so gut wie unmöglich gewesen
  • In ausgebaggerten Rinnen durchqueren die Schiffe sowohl den See als auch den Río Chagres, bis sie durch zwei weitere Schleusen zum Pazifik hinabgelassen werden
  • Der Meeresspiegel des Atlantik ist rund 20cm höher als der des Pazifik was die Notwendigkeit der Schleusen erklärt
  • Zu Zeiten des Baus hatten die größten Containerschiffe eine maximale Kapazität von 5.000 Containern und waren max. 294 Meter lang sowie 32 Meter breit und hatten einen Tiefgang von max. 11 Metern was 61cm Luft zu den Schleusenwänden entsprach
  • Heute sind es bis zu 13.000 Container weshalb der Panamakanal zwischen 2009 und 2016 umfassend saniert werden musste, damit die Zukunft der wichtigsten Wasserstraße der Welt gesichert bleibt und auch große Frachter mit einer Länge von bis zu 367 Metern sowie einer Breite von 51 Metern und einem Tiefgang von 15 Metern passieren können (würde man ein solches Schiff senkrecht aufrichten wäre es so hoch wie das Empire State Building in New York City)
  • Am 31. Dezember 1999 übergaben die Vereinigten Staaten von Amerika, die damals als Bauherren fungiert hatten, den Kanal an Panama
  • Seither erwirtschaftet der Kanal rund 8% des gesamten Bruttoinlandsprodukts 
  • Der Panamakanal ist insbesondere für die Verbindung der Ost- und Westküste der USA wichtig weshalb diese, zusammen mit China, die wichtigsten Nutzer sind
  • Die durch den Panamakanal transportierte Warenmenge entspricht etwa 5% des weltweiten Seefrachtverkehrs und 68% des US-amerikanischen Seefrachtvolumens
  • Durch die Abkürzung sparen sich die Schiffe die Umfahrung des südamerikanischen Kontinents sowie die Umschiffung des gefährlichen Kap Horns was einer Ersparnis von 13.000 Kilometern bzw. drei Wochen entspricht
  • Je nach Größe und Kapazität des Schiffes belaufen sich die Gebühren für die Kanaldurchquerung auf stattliche 150.000 bis zu über einer Million US-Dollar
  • Als Anhaltspunkt für die Berechnung der Kosten gilt die Basisgebühr in Höhe von 72$ pro Standardcontainer bzw. 134$ pro Passagierbett
  • Bei einem Standardcontainerschiff wären dies 340.000$ zzgl. Nebenkosten für Lotsen, Schlepper etc. und bei einem Kreuzfahrtschiff mit 1.970 Betten 400.000$
  • Die bis dato höchste, je angefallene Gebühr für eine versteigerte Passage liegt bei knapp 4 Mio. US$
Happy Holidays! 🎅🏻🎄🌟

Wie, wo und mit wem wir Weihnachten sowie Silvester verbracht haben erzähle ich dir dann nächste Woche an gleicher Stelle. 🎅🎄🌟🥂🎆

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