NEW BLOG POST 🇧🇷 (10. – 17.08.2022) Chuí – Florianópolis

Unser erster Grenzübertritt von Uruguay nach Brasilien verlief super schnell, unkompliziert und reibungslos. 😊

Nach dem wir beim Verlassen Uruguays zuerst den Grenzposten verpasst hatten und noch einmal wenden mussten, wurden wir von den Grenzbeamten dort sofort herzlich empfangen. Als wir die Frage nach unserem Herkunftsland mit „Deutschland“ beantworteten fragte der Beamte sofort, ob wir den Film von der Frau kennen würden welche mit dem Motorrad von Deutschland aus bis in den Iran gereist ist. Als Weltenbummler kannten wir die Reportage natürlich und konnten seine Frage somit bejahen. Allerdings mussten wir ihn enttäuschen als er sich aufgeregt erkundigte, ob wir denn ebenfalls einen derartigen Film über unsere Reise drehen würden. 😅 Auf jeden Fall stempelte er danach zügig unsere Pässe aus und schickte uns zum nächsten Beamten, bei welchem wir unser TIP (temporary import permit = Aufenthaltsgenehmigung für unser Fahrzeug) abgeben konnten. In der Grenzstadt Chuí, quasi Niemandsland zwischen Uruguay und Brasilien, suchten wir dann noch einen Supermarkt auf um unsere letzten Pesos loszuwerden. Danach ging es einige Kilometer weiter zum Brasilianischen Grenzposten. Hier war ebenfalls nichts los und glücklicherweise sprachen die Beamten dort sehr gut Englisch. In Null Komma nichts waren auch hier die Pässe eingestempelt und das TIP (kostenfrei) erstellt. Wir fuhren noch einige Kilometer gen Norden bis wir ein geeignetes, ruhiges Posto (= Tank- & Raststätte) an der Landstraße fanden um dort zu übernachten. Die Nacht war überraschend ruhig und wir wachten am nächsten Morgen ausgeruht auf.

Nach dem Kaffee machten wir uns zuerst auf die Suche nach einem Geldautomaten entlang unserer Route, weil für die anstehende Autobahnfahrt Mautgebühr anfallen würde und wir noch nicht im Besitz von Brasilianischen „Real“ waren. Auf den überschwemmten Feldern links und rechts neben der Straße konnten wir während der Fahrt dorthin sowohl einige Wasserschweine als auch Kaimane erspähen. Ich hoffe sehr, die Schweine sind zu groß um als Kaiman-Futter zu enden! 🙈 Wir stoppten bei der erstbesten Bankfiliale und staunten nicht schlecht, als wir zuerst durch einen Metalldetektor gehen mussten. Unsere Bemühungen am Geldautomaten waren leider erfolglos was von einem hinter uns stehenden älteren Herren wohl bemerkt wurde. Scheinbar teilte er einem Mitarbeiter mit, dass wir Probleme hätten welcher uns daraufhin freundlicherweise sofort zu Hilfe eilte. Glücklicherweise sprach er ganz gut Englisch und versuchte erneut mit uns Geld abzuheben – leider wieder ohne Erfolg. Auch dass Rat suchen seinerseits beim Manager half nicht weiter aber er hatte dann doch noch einen glorreichen Einfall: Der 24 Stunden ATM in der Apotheke daneben war unsere Rettung und wir hielten endlich die benötigte Währung in Händen. Dank der super netten und vor allem ungefragten Hilfe der Brasilianer. 😍 Wir stoppten noch kurz an einem Supermarkt und fuhren dann auf die Autobahn, um unsere erste von sicherlich noch vielen größeren Überlandstrecken Richtung Porto Alegre hinter uns zu bringen. Dort wollten wir uns am späten Nachmittag eigentlich noch die Markthalle anschauen. Als wir aber in einem Mob von Fußballfans landeten, wir diverse Böller hörten und in der Großstadt auf Anhieb auch keinen sicheren Parkplatz finden konnten fuhren wir direkt wieder von dannen. Leider ohne die sicherlich sehr schöne und große Markthalle gesehen zu haben… So steuerten wir erneut ein Posto an, diesmal direkt an der Autobahn gelegen. Entsprechend laut war die Nacht und zum Teil haben wir auch entsprechend schlecht geschlafen. Dafür standen wir sehr sicher und hatten an der Tankstelle bzw. dem Restaurant sowohl WLAN als auch sanitäre Anlagen.

Am nächsten Morgen ging es weiter zum ca. 165 km entfernten Nationalpark „APARADOS DA SERRA“ und dem Canyon „ITAIMBEZINHO“ mit bis zu 700 Meter hohen Steilwänden und diversen Wasserfällen. Zum Teil fuhren wir über unbefestigte Erd-Wege, welche unser Van und vor allem Simon als Fahrer mit Bravour gemeistert haben. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass der von uns vermutete Eintrittspreis von 15 Real p.P. (= 3 EUR) wohl nicht mehr aktuell war. 😣 Stattdessen bezahlten wir stolze 50 Real (= 10 EUR) pro Kopf und auch die Parkgebühr lag nicht bei 5 Real (= 1 EUR) sondern 20 Real (4 EUR). Den Preis waren die beiden kurzen Wanderungen und auch die Ausblicke, wenn gleich sie schön waren, im Nebelwald nicht wert. Somit lernten wir auch heute wieder etwas dazu: Checke Eintrittspreise immer noch einmal vorab auf Aktualität. 🙈 Nach dem Besuch des Nationalparks machten wir uns wieder in Richtung Autobahn auf und übernachteten erneut an einem diesmal zum Glück etwas ruhigeren Posto.

Nach dem wir am darauffolgenden Vormittag erneut ausgiebig das verfügbare WLAN für YouTube, Blog und Instagram genutzt hatten hieß es erneut Strecke machen. Wir fuhren ca. 280 km bis auf die Ilha Santa Catarina bzw. der „Hauptstadt“ Florianópolis, oftmals entlang von überfluteten Reisfeldern. Da wir erst am späten Nachmittag dort ankamen und noch in Ruhe in unserem Van duschen wollten ließen wir die Stadt direkt links liegen und begaben uns umgehend zu einem super schönen, einsamen Stellplatz in den Sanddünen an der Atlantikküste. Vor uns lag ein wahnsinnig langer, breiter Traumstand fast für uns alleine und wir schliefen mit Meeresrauschen ein. 🥰

Am Sonntagmorgen gingen wir bei endlich richtig angenehmen Temperaturen, Sonnenschein und blauem Himmel den Strand entlang, bevor wir einen bewachten Parkplatz an einem zentral gelegenen Badestrand ansteuerten. Dort frühstückten wir erst einmal bevor wir die Fahrräder vom Auto holten. Mit diesen machten wir uns auf den Weg, um den „Lago de dentro“ zu Umrunden. Zumindest auf der einen Seite ging es auch immer am Seeufer entlang und wir konnten uns einen ersten Eindruck von dem entspannten Inselleben verschaffen. Hier reiht sich Geschäft an Geschäft und dazwischen immer wieder Bars, Restaurants und Cafés. Auch hier ist in der high season sicherlich viel Betrieb worauf auch die zahlreichen aktuell leerstehenden Hotels und Bungalows schließen lassen. Am Nachmittag steuerten wir einen neuen Stellplatz ganz im Nordosten der Insel an und nach einigem Suchen konnten wir auch ein schönes Fleckchen in den Dünen finden. Beim Erkundungsrundgang am Strand entdeckten wir einen Wanderweg, welcher den Berg hinaufführte. Da es erst 17 Uhr war entschieden wir uns, diesen direkt noch zu erklimmen und wir wurden mit einer herrlichen Aussicht über die beiden Buchten links und rechts sowie die wahnsinnig weitläufige Sanddünenlandschaft belohnt. Die Wellen des Atlantiks sind tatsächlich stets präsent, die Gischt sprüht bis an den Strand und die Surfer die wir hier beobachten konnten hatten sichtlich ihren Spaß.

Den Montag gingen wir zur Abwechslung mal etwas ruhiger an und wechselten weder den Stellplatz noch machten wir Kilometer. Da es relativ windig und meist bewölkt war, gab es nachmittags selbst gebackenen Pfirsichkuchen aus dem Omnia und abends leckere Ei-Muffins aus unserem tollen Camping-Backofen. Simon nutzte die Zeit um am nächsten YouTube Video zu basteln. Der morgendliche und abendliche Strandspaziergang wird hier an der Brasilianischen Ostküste vermutlich zu unserem festen Ritual werden und wir müssen uns wohl erst daran gewöhnen, den Fuß weiter vom Gas zu nehmen und deutlich mehr solch entspannter Tage einbauen. 😆

In der Nacht hörten wir einige wenige Tropfen auf unsere Dachfenster fallen und morgens war der Himmel immer noch Grau in Grau. Trotzdem entschieden wir uns, vom Norden der Insel bis ganz in den Süden zu fahren in der Hoffnung, dass es gegen Mittag besser wird und wir dort noch wandern gehen können. Auf der zähen Fahrt mit langem Stau konnte ich dank letzterem tatsächlich einen kleinen, grünen Kolibri in der Hibiskus Hecke beobachten. 🤗 Die Südwestseite der Insel erschien uns deutlich weniger touristisch, dafür aber viel ursprünglicher und tropischer. Teilweise war die Straße von bunten, farbenfrohen, kleinen Häusern gesäumt wie wir sie schon aus Mittelamerika kannten. An dieser Küstenseite scheint die Muschelzucht zu florieren, zumindest konnten wir vom Auto aus viele Muschelfarmen sehen. Tatsächlich blieb es ab Mittag trocken und wir konnten vom südlichsten Zipfel der Ilha Santa Catarina durch den noch feuchten atlantischen Regenwald wandern. Von dem kleinen, unspektakulären Leuchtturm aus führte unser Weg über die Bergkuppe mit Blick auf den halbmondförmigen Strand. Diesen überquerten wir, um den Rückweg der Runde erneut durch den üppig grünen Regenwald anzutreten. Zu unserem Erstaunen sahen wir nicht ein einziges Tier. Dafür leuchtete die vermutlich Eisenerzhaltige Erde den ganzen Weg über tiefrot, fast wie in Australien! Nach unserer Rückkehr stärkten wir uns mit Tee und einem Stück Kuchen und berieten, wohin es weiter gehen sollte. Wir entschieden uns für einen 15km Umweg auf die Südostseite der Insel in der Hoffnung, dass das Wetter am kommenden Tag noch einmal gnädig sein würde und wir auch hier noch einmal eine schöne kleine Tour unternehmen würden können. Als Schlafplatz für die Nacht fanden wir diesmal ein Stück Wiese direkt in zweiter Reihe zum Ozean und die Nachbarn störten sich glücklicherweise überhaupt nicht an unserer Anwesenheit.

Auch heute war uns der Wettergott wieder gnädig und wir konnten die geplante Wanderung zum einsamen, kleinen Strand „Lagoinha do Leste“ wie geplant starten. Erneut ging es auf schmalen Pfaden durch noch dichteren, üppig grünen Wald und bereits zu Beginn der Strecke konnten wir ein kleines Äffchen auf einem Baum erspähen. 😃 Wir entschieden nicht direkt zum Strand zu laufen, sondern den Umweg über einen Aussichtspunkt zu nehmen. Leider verfehlten wir wohl irgendwann den Trampelpfad und landeten so ganz spontan in unserem eigenen Canyoning Abenteuer entlang eines zum Glück leeren Bachbetts. Schlussendlich, nach dem wir über Stock und Stein den Berg hinuntergekraxelt waren und den Aussichtspunkt zu allem Übel verpassten, kamen wir aber doch noch an dem einsamen kleinen Strand an. 🏝 Von hier aus ging der Rückweg über den sehr gut angelegten Wanderweg in das kleine Fischerdorf „Pântano do Sul“ zurück. Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg und fuhren noch ca. 100 km in Richtung Blumenau. Wir sind gespannt, wie Deutsch die von hauptsächlich deutschen Auswanderern geprägte Stadt tatsächlich sein wird! Davon werden wir euch dann im nächsten Blog-Beitrag berichten – nach einer hoffentlich ruhigen Nacht. Diese werden wir am Straßenrand eines kleinen Dorfes, in zweiter Reihe zum Strand, in einer Parkbucht verbringen.

NEW BLOG POST 🇺🇾 (01. – 10.08.2022) Montevideo – NP Santa Teresa

Endlich geht es los! 😊 Nach dem wir uns in den vergangenen Tagen gebührend von Familie und Freunden verabschiedet hatten, starteten wir am Montag den 01.08.2022 in unser großes Abendteuer Südamerika bzw. Panamericana. In den kommenden drei Jahren möchten wir in unserem gemütlichen Zuhause auf vier Rädern, einem Renault Master 3 welchen wir selbst aus- und umgebaut haben, von Ushuaia im Süden bis nach Alaska ganz im Norden reisen.

Los ging es am Nachmittag mit dem Zug ab Karlsruhe bis nach Frankfurt zum Flughafen. Unseren Van hatten wir bereits Ende Juni in Hamburg bei unserem Reeder „Overlander Shipping“ abgeliefert. Dort wurde er zusammen mit dem Jeep von Ju und Lydia alias „a donde voy“ in einen 40hc Container verladen. Der Großteil unseres Hab und Gutes befand sich somit schon auf dem Weg nach Montevideo in Uruguay und wir konnten nur noch mit leichtem Handgepäck ausgestattet die Flugreise starten. Zuerst ging es in 2,5 Stunden nach Madrid wo wir genug Zeit hatten um in den Dreamliner von Air Europa umzusteigen. Wir hatten zwei wirklich sehr angenehme und ruhige Flüge und kamen relativ ausgeruht am frühen Morgen gegen 7:00 Uhr in Montevideo an. Bei neblig feuchten 12°C machten wir uns auf den Weg zum Bus, da die Taxifahrt in die Altstadt mit rund 75 € viel zu teuer gewesen wäre. Die Busfahrt kostete dann nur noch 2 € pro Person und nach knapp einer Stunde gelangten wir im Zentrum an.

Wir begaben uns als erstes auf direktem Wege zur „migracion“ um dort das „certificado de llegada“ für unseren Van einzuholen. Glücklicherweise funktionierte dies reibungslos und nach knapp einer Stunde hielten wir den Schein in Händen. Nach dem wir in einem netten Café gefrühstückt hatten ging es weiter zu unserem Zollagenten vor Ort namens Eduardo. Diesem händigten wir das soeben erhaltene Schriftstück sowie den Pass des Fahrzeughalters, den Fahrzeugschein und die Autoversicherung (welche wir bereits in DE für die Länder Uruguay, Paraguay, Brasilien, Chile, Peru und Bolivien bei Speiser Seguros abgeschlossen hatten) aus. Eduardo erklärte uns, dass der Papierkram bei den Zoll- und Hafenbehörden einige Zeit dauern kann und wir unseren Van vermutlich erst gegen Ende der Woche (unser Ankunftstag war Dienstag) erhalten werden. Für uns gab es also erst einmal nichts weiter zu tun und wir konnten in aller Ruhe in unserem nahegelegenen Hotel in der Altstadt, dem sehr zu empfehlenden Hotel Palacio, einchecken.

In den folgenden Tagen blieb somit genug Zeit um die Altstadt von Montevideo, die alte Markthalle am Hafen sowie den Montevideo Schriftzug zu besuchen. In den ersten Tagen war es allerdings dauerhaft Grau in Grau und relativ frisch so dass wir jedes Mal wieder froh waren, ins warme Hotelzimmer (Klimaanlage stand auf 30°C 😅) zurückzukommen. Unsere Containerpartner Lydia & Ju kamen einen Tag vor uns an und wir freuten uns sehr über das Wiedersehen und das gemeinsame leckere Mittagessen. Es gab uruguayische Steaks und Chorizo vom Grill. 😋

Am Freitag, den 05.08.2022 war es dann endlich soweit: Wir erhielten von Eduardo das „GO“ um den Van im Hafen abzuholen! Nach einiger Wartezeit auf dem Hafengelände wurde dann endlich der Container geöffnet und die Hafenmitarbeiter beförderten unseren Van wohlbehalten zu Tage. Zumindest wenn man davon absieht, dass der Arbeiter beim Einsteigen leider unsere oberste Wäscheständerstange und den Windabweiser beschädigt hat aber da gibt es wohl schlimmeres! Auf der Seereise war tatsächlich nicht einmal eine Tasse o.ä. verrutscht – alles befand sich noch an Ort und Stelle.  😍

Wir verabschiedeten uns von Ju & Lydia, die möglichst auf direktem Wege weiter ins wärmere Brasilien wollten, und steuerten die nächstgelegene Tankstelle an der Rambla an. Dort konnten wir sowohl den Tank vom Auto als auch unseren 120 Liter Wassertank füllen und auch den Reifenluftdruck wieder auf ein normales Niveau bringen da wir zur Einfahrt in den Container Luft ablassen mussten um etwas an Höhe zu verlieren. Danach ging es noch kurz in den Supermarkt um die nötigsten frischen Lebensmittel zu besorgen. Da es zwischenzeitlich schon dämmerte steuerten wir direkt unseren ersten Stellplatz beim Leuchtturm von Montevideo an. Wir verspeisten noch die eben eingekauften Empanadas um danach glücklich und zufrieden ins Bett zu fallen. Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem schönen Sonnenaufgang über dem Atlantik machten wir uns auf, um unsere deutsche 5 kg Gasflasche für das Kochfeld zu füllen. Leider gestaltete sich dieses Projekt schwieriger als gedacht! Wir hatten uns zwar extra zwei verschiedene Adapter zum Füllen der Flasche besorgt aber leider passte keiner davon auf die uruguayischen Anschlüsse der von uns angesteuerten Gasfirmen. Ein super netter Chef gab uns sogar seinen Schlauch mit und schickte uns damit in ein Fachgeschäft in der Hoffnung, dass man uns dort einen passenden Adapter fertigen könnte. Leider war auch dies nicht möglich und wir hätten bis Montag (es war gerade erst Samstag) warten müssen. Auch bei zwei weiteren Firmen hatten wir kein Glück… Unsere letzte Hoffnung war die im Reiseführer genannte Firma im entlegenen Industriegebiet und dort war das Füllen unserer deutschen Gasflasche tatsächlich völlig problemlos möglich! 🥳🥳🥳 Somit hatten wir endlich alles Nötige an Bord und unsere Reise entlang der Ostküste Uruguays konnte beginnen.

Unser erster Stopp war in Piriápolis, einem hübschen kleinen Städtchen mit Casino, Yachthafen und langer Strandpromenade. Nach einem Spaziergang fuhren wir weiter nach Punta del Este, um erneut direkt am Meer zu übernachten. 🥰 Morgens gingen wir auch hier am Strand entlang und schauten uns die vielen schönen, momentan leerstehenden Strand- und Ferienhäuser an. Im Sommer ist hier ganz bestimmt richtig viel los und man kann es hier sicher sehr gut aushalten. Wir stoppten noch am Wahrzeichen von Punta del Este, der „Hand im Sand“ und machten uns dann auf den Weg nach La Paloma. Auch dieses kleine Örtchen wirkte aktuell ohne Touristen wie ausgestorben und wir hatten den langen Sandstrand wieder fast für uns alleine. Auch hier konnten wir erneut direkt am Leuchtturm mit Blick auf den Atlantik übernachten. Nach dem Frühstück ging es weiter nach Cabo Polonio. Dort mussten wir schnell erkennen, dass wir mit unserem eigenen Fahrzeug leider nicht in den Nationalpark hineingelangen würden. Stattdessen hieß es den Van parken und mit dem 4×4 Safari Auto durch die Sanddünen bis in den kleinen, abgelegenen Fischerort fahren. Auch hier waren die meisten Cafés, Restaurants und Läden geschlossen und wir konnten in aller Ruhe am Strand entlang zum Leuchtturm und den Felsen mit den Seelöwen laufen. Aus einiger Entfernung konnten wir sicher 100 Tiere beobachten, die auf den Felsen in der Sonne chillten. 😃 Wir drehten diese Runde zweimal, bevor es abends um 18 Uhr erneut mit dem Safari Auto zurück zum Stellplatz unseres Vans ging. Da die Parkgebühr für 24 Stunden entrichtet werden musste und es bereits dunkel war entschieden wir uns, über Nacht zu bleiben. Zumal ganz gutes WLAN verfügbar und inklusive war. Unser nächster Stopp war in Punta del Diablo: Auf Grund der off season wieder eine Geisterstadt und leere breite Sandstrände ganz für uns alleine. Auch das Wetter hatte sich in den letzten Tagen deutlich gebessert und wir wurden jeden Tag von einem strahlend blauen Himmel und Sonnenschein begrüßt, was die Temperaturen von im Schnitt 15°C deutlich angenehmer machte. Unser letzter Stopp in Uruguay war der kostenfreie Nationalpark Santa Teresa kurz vor der brasilianischen Grenze. Am Nachmittag blieb uns noch Zeit, um zu dem wirklich schön angelegten Kleintierzoo zu laufen. Hier gab es u.a. Wasserschweine, einen Kaiman sowie diverses Federvieh zu sehen. Als Übernachtungsspot hatten wir uns die Laguna Negra auf der gegenüberliegenden Seite ausgesucht. Wieder ein toller Sonnenuntergang und erneut eine ganz ruhige Nacht. Nach dem Kaffee am Morgen gingen wir noch einmal in den Nationalpark und liefen zur Playa Larga. Wale konnten wir leider keine sehen aber dafür eine kleine Robbe und immerhin zwei Delfine. 😍 Das alte portugiesische Fort hat uns nicht wirklich beeindruckt und so machten wir uns kurzerhand auf in die naheliegende Grenzstadt Chui, um dort unsere letzten Pesos vor dem Grenzübertritt auszugeben.

Ob uns der Grenzübertritt nach Brasilien gut gelungen ist erfahrt ihr dann im zweiten Blogbeitrag. 😉