NEW BLOG POST 🇵🇪 (26. – 30.07.2023) Rainbow Mountain & Red Vallye (Vinicunca)

Nach zwei arbeitsreichen Tagen sowie drei ruhigen Nächten auf dem schönen Gelände des „Hotel de Turistas“ ging es am Donnerstagvormittag dann endlich weiter. 🚐 Wir stockten in einem, überraschenderweise sehr gut ausgestatteten, Supermarkt noch unsere Vorräte auf bevor wir uns in ein neues Abenteuer stürzten. Auf Empfehlung der beiden Holländer Marco und Berit, die wir am Titicacasee getroffen hatten, wagten wir neuerdings eine Off Road Piste. Wohlgemerkt mit nicht wirklich geländegängigem Fahrzeug an dem nun schon viermal die Stoßdämpfer defekt waren. 😅 Da wir aber weiterhin die nette Gesellschaft von Max und Merle genießen durften waren wir relativ sorgenfrei da im Notfall Rettung nahe wäre. Und so bogen wir gemeinsam, kurz nach Ortsausgang, auf die Schotterpiste ab welche uns in einem großen Bogen zu den „Rainbow Mountains“ führen sollte. Wir folgten einem kleinen Bachlauf, durch einen duften Eukalyptuswald hindurch, und fuhren an einfachen Bauernhäusern aus Lehm vorbei. Die Esel schauten neugierig zu uns herüber und auf dem Feld nebenan wurde gerade mittels zweier Pferde Getreide gedroschen. Mehr als einmal während unserer Reise durch Peru fühlten wir uns ins vorherige Jahrhundert zurück katapultiert… 45% aller Peruaner sind übrigens rein indigener Abstammung. Die meisten von ihnen leben im ländlichen Andenraum, viele davon unter der Armutsgrenze welche bei gerade einmal 284 US$/Monat liegt… 😥 Der steinige Weg stieg langsam, aber stetig an und war glücklicherweise sehr gut zu befahren. Da wir auf das Gegenteil eingestellt waren konnten wir die Fahrt umso mehr genießen. Zahlreiche Lama- und Alpaka Herden bildeten das i-Tüpfelchen in Mitten der hügelig grünen Andenlandschaft, welche mit kleinen und größeren Lagunen gespickt war. Eine der Lagunen wählten wir dann auch als potentiellen Übernachtungsspot aus. Es war gar nicht so einfach, auf die Grünfläche neben dem Weg zu gelangen da sich überall dazwischen ein kleiner Wall aus aufgeschobener Erde befand. Simon war sich jedoch absolut sicher, dass die Erde fest genug sei um gut mit unserem schweren Van darüber fahren zu können. Gesagt – getan! Kurz darauf standen wir mit drehendem rechten Vorderrad da. 😨 Weder das Unterlegen mit einem Stein noch das Ablassen der Luft aus den Vorderrädern brachte uns weiter so dass wir uns kurz darauf am Abschlepphaken der beiden Bremer wiederfanden. Mit qualmender Kupplung gelang es Max, uns aus dem Schlammassel heraus zu ziehen. Geläutert machten wir kehrt und fanden auf dem Rückweg, zwischen den beiden anderen Lagunen, dann doch noch einen geeigneten Stellplatz mit Blick aufs Wasser und die Flamingos. 🦩 Da wir allesamt nur gefrühstückt hatten waren wir bei unserer Ankunft am frühen Abend entsprechend hungrig. Wir erklärten uns, blöderweise, bereit für alle Hamburger zuzubereiten was zur Folge hatte, dass der ganze Van nach Frittenbude stank und noch dazu unser gesamter Herd fettverspritzt war. 😭 Lecker waren sie trotzdem und wir aßen neuerdings zu viert im geräumigeren „Käpt’n Knut“ – dem VW Crafter von Max & Merle. Einige Stunden später, zurück in unserem Van, wollten wir vor dem zu Bett gehen unsere Standheizung anwerfen da der Innenraum seit Untergang der Sonne doch ziemlich ausgekühlt war. Zu unserem Erschrecken quittierte diese jedoch, nach zwei Anlaufversuchen, den Dienst. 😮 Möglicherweise streikte sie auf Grund der Höhe (wir standen auf ca. 4.800 Metern üNN) sowie der Kälte. Die Temperatur war am Abend bereits auf -5 °C gefallen und erreichte in der Nacht ihren Spitzenwert von -13,7 °C. 🥶

Das ländliche Peru 🇵🇪
Fahrt durch malerische Landschaft
Lagunen & Schneeberge
Zum zweiten Mal auf der Reise festgefahren 🙈
Und dann doch noch einen guten Stellplatz entdeckt
Home Made Burger 🍔

Dank unserer warmen Bettdecken sowie dem Sweatshirt, dass ich vorsichtshalber anbehalten hatte, fror ich aber keine Sekunde und unser Innenraumthermometer zeigte morgens um 09:00 Uhr sogar schon wieder 11 °C an. 😊 Wir nahmen uns die Zeit für ein gemeinsames, ausgiebiges Frühstück in der Sonne mit Blick auf die Lagune, wenngleich auch noch warm eingepackt. Als alle Utensilien wieder verstaut waren begaben wir uns auf die zweite Etappe. Wir nahmen uns ausreichend Zeit für Foto- und Filmaufnahmen, da die grandiose Landschaft immer wieder zum Anhalten und Aussteigen verleitete. Die Andenlandschaft war, wie bereits am Tag zuvor, unbeschreiblich schön und wurde nun auch noch von schneebedeckten Bergen gekrönt. Darunter der über 6.300 Meter hohe Riese „Ausangate“. 😍 Auch wir knackten, zum ersten und vermutlich auch letzten Mal während unserer Reise, kurz darauf die 5.000 Meter Marke. Als wir den Pass „Abra de Jahuaycate“ überquerten zeigte unser Navi tatsächlich 5.121 Meter an… WAHNSINN!!! 🤩 Da so hoch oben jedoch ein eisiger Wind pfiff schossen wir nur schnell ein paar Erinnerungsfotos, bevor es langsam aber sicher wieder den Berg hinab ging. Nach dem wir eine Straßensperre, bestehend aus sturen Alpakas, überwunden hatten mussten wir kurz darauf schon wieder stoppen. Diesmal wollte ein freundlicher Kontrolleur unsere Personalien aufnehmen und er freute sich so sehr über das, sicherlich unerwartete, Aufeinandertreffen mit Deutschen dass er uns sogar um ein paar Erinnerungsfotos bat. 😂 Nach der kurzen Fotosession machten wir uns auf zum auserkorenen Stellplatz für die Nacht, dem Parkplatz unterhalb des Wanderwegs zu den vielfarbigen Bergen sowie dem roten Tal. Die letzten 10 Kilometer ging es über einen sehr schmalen, steil abfallenden Weg nach oben. Wir fühlten uns stark an die Todesstraße in Bolivien zurück erinnert und hofften inständig, dass uns jetzt kein Verkehr entgegenkommen würde. Bis auf ein Auto, ein Motorrad und eine Gruppe Quads wurde unser Wunsch auch fast erfüllt und wir versprachen uns, den Rückweg in etwa zur selben Uhrzeit am späten Nachmittag anzutreten. Dann sollten hoffentlich alle Reisegruppen durch sein…

Frühstück mit Aussicht
Im Hintergrund die Flamingos 🦩
Noch ganz schön frisch am Morgen 😅
Weiter ging die wilde Fahrt
Natürlich gab es auch wieder Lamas…
… und wollige Alpakas 😍
Auf über 5.000 Metern angelangt
Wahnsinns Aussicht! 🤩
Es lag sogar noch ein bisschen Schnee ❄️
Traumhaft schöne Altiplano Landschaft
Unterwegs mit den BESTEN 😛
Danke an Max & Merle für die Aufnahmen 👍🏻
Pure Freiheit 🗽
Alpaka road block 🤣

In der Nacht ereilte Simon die Höhenkrankheit so dass er auf Grund starker Kopfschmerzen erst etliche Stunden nach Mitternacht einschlief. Und auch ich schlief durch sein ständiges hin und her wälzen eher schlecht als recht. 😕 Immerhin sprang unsere Standheizung auf Anhieb an als um 06:00 Uhr in der Früh mein Wecker klingelte. Ursprünglich hatten wir mit Max und Merle vereinbart, unsere Wanderung zu den bunten Bergen gegen 07:00 Uhr am Morgen zu starten um noch vor dem Eintreffen der Reisebusse dran zu sein. Da Simon aber erst vor kurzem eingeschlafen war und noch dazu ganz unerwartet Schneegraupel vom Himmel fiel sagte ich den beiden kurzerhand ab. Die zwei zogen trotz der Kälte und dem trüben Himmel unverdrossen los und kehrten drei Stunden später mit bester Laune zurück. Zwar hatten sie keinerlei Sicht auf die Berge gehabt aber dank der überraschenden Schneewanderung den Ausflug dennoch genossen. 😅 Wir hingegen verschoben das Sightseeing auf den Folgetag in der Hoffnung, dass sich das Wetter bis dahin wieder bessern würde. Den Schlechtwettertag nutzten wir alternativ für die Recherche unserer Weiterreise sowie für die Arbeit an den Laptops. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns am Spätnachmittag von unseren liebgewonnenen Reisegefährten, die keinen weiteren Tag in der Höhenlage verbringen wollten. Hoffentlich sehen wir uns bald in ein paar Tagen in Cusco wieder… 💕

Der Rainbow Mountain im Schnee 😅

Der nächste Tag wartete dann tatsächlich mit einem heiteren Sonne-Wolken-Mix auf. 🌥 Nach dem morgendlichen Koffein-Kick schnürten wir die Wanderstiefel und begaben uns auf den anstrengenden Fußweg hinauf zu dem siebenfarbigen Berg und dem dahinterliegenden, Purpurfarbenen Tal. Bereits nach wenigen Schritten war uns klar, warum die meisten anderen Touristen sich bequem mit dem Motorrad oder Quad nach oben chauffieren ließen: Der steile Anstieg, hinauf auf 5.045 Meter üNN, verlangte uns einiges ab und wir kamen nur langsam sowie schwer atmend voran. Oben angekommen erwartete uns bereits eine ziemlich große Menschenmenge und jeder von ihnen war auf das vermeintlich beste Foto aus. 😅 Wir freuten uns darüber, dass uns der Wettergott hold war und wir einen tollen Blick auf den Regenbogen Berg erhaschen durften. Nach einer kurzen Stärkung, Simon entschied sich für frittiertes Alpaka Fleisch wohingegen ich den mitgebrachten Marmorkuchen vorzog, liefen wir weiter in Richtung des „Valle Rojo“. Die Wolken wurden zwar wieder etwas dichter und es fiel ganz kurz auch ein wenig Graupel aber wir konnten dennoch den spektakulären Rundumblick genießen. 😍 Vier Stunden später gelangten wir wieder an unserem Zuhause an welches wir kurz darauf abfahrbereit machten. Eine weitere Nacht auf 4.800 Metern Höhe wollten wir gerne vermeiden so dass wir am Nachmittag direkt die Weiterreise antraten. 🚐 34 Kilometer später hatten wir bereits 1.300 Höhenmeter hinter uns gelassen und schlugen an der Plaza in dem verschlafenen „Checacupe“ unser Nachtlager auf.

Wir hatten definitiv mehr Glück 😀
Selbst hoch oben muss niemand
verhungern oder verdursten
Sind wir uns ein bisschen ähnlich?! 🤔
Das beeindruckende „Valle Rojo“
Sooo süüüß die beiden 😍😍😍
Leider kamen wieder ein paar mehr Wolken ☁️
Unglaublich schön 🤩
Auf dem Rückweg kam die Sonne zurück ☀️
Ich liebe sie 🦙
Stellplatz mit 💛
Unser Weg hinab ins Tal 🙊
Schöne Plaza in „Checacupe“

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse: ☕⛽🚐

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan.

Kritik, Anregungen oder Fragen?! Schreibt uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage ✍

Videos zu den einzelnen Reiseetappen findet ihr auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan

NEW BLOG POST 🇵🇪 (19. – 25.07.2023) Colca Canyon & Weiterreise zu den Rainbow Mountains

Nach einem leckeren und sehr sättigenden Waffelfrühstück bei „Atomic Waffles“ in „Arequipa“ verließen wir die Stadt nach anderthalb Tagen auch schon wieder. Zum einen, weil wir das kleine, historische Zentrum bereits ausreichend erkundet hatten. Zum anderen, weil für den Folgetag in den größeren Städten Perus wieder Demonstrationen und Straßenblockaden angekündigt waren und wir uns nach Möglichkeit von diesem Geschehen fernhalten wollten. Der Verkehr aus der Stadt hinaus floss nur sehr zäh und so kam uns die kleine Unterbrechung in Form eines Lebensmitteleinkaufs gerade recht. Zu unserem Erstaunen gab es in Peru zahlreiche chilenische Ladenketten, darunter auch den teuren Supermarkt „Metro Cencosud“. Generell fielen uns, im Vergleich zum vorher besuchten Bolivien, so einige Unterschiede auf: Beispielsweise waren die meisten Häuser in Peru verputzt, die Nutztiere auf den Feldern zumeist angeleint und am Straßenrand lag deutlich mehr Müll herum. Außerdem hatte die Leibesfülle der Menschen schlagartig mit Grenzübertritt abgenommen und die Frauen trugen statt Tracht vermehrt enge Jeans. Auch die uns entgegenkommenden LKWs waren nicht nur neuer, sondern häufig auch von gehobenem Fabrikat. Vor allem freute uns aber, dass auf den peruanischen Straßen plötzlich wieder sehr viele Kastenwägen unterwegs waren, darunter auch zahlreiche „Renault Master“. Auf fast 5.000 Metern Höhe stoppten wir an einem Aussichtspunkt oberhalb des „Colca Canyons“, von dem aus wir auf sage und schreibe sechs Vulkane blicken konnten. Darunter befand sich auch der aktive, rauchende „Sabancaya“. 😮 Kurz darauf kamen wir nach vierstündiger Fahrt in dem kleinen Örtchen „Chivay“ an welches sich glücklicherweise in der Talsohle des Canyons befand. Ich hatte schon Sorge, dass wir auf über 4.000 Metern übernachten müssten aber glücklicherweise blieben wir dann doch knapp unter dieser Marke. Gemeinsam mit Max und Merle von @anschnallenabfahrt parkten wir in der Nähe der Thermen von „La Calera“ etwas außerhalb und schliefen dort, trotz der Höhe, super gut. 😴

Yummy 😛
Blick auf den rauchenden Vulkan „Sabancaya“ 🌋
Steinmännchen ohne Ende 😍
Unser Stellplatz an der Therme

Tags darauf sahen wir uns an der schön gestalteten Plaza von „Chivay“ um in deren Mitte sich ein großer Springbrunnen befand aus dem den ganzen Tag über stimmungsvolle Musik kam. 🎵 Auch die nahegelegenen Markthallen wollten besucht werden und wir fanden dort richtig tolles, exotisches Obst wie z.B. Physalis und Feigen. Das beim Bäcker erworbene Brot ließen wir uns direkt im Van zum Frühstück schmecken bevor wir die Laptops auspackten und uns für einige Stunden an die Arbeit machten. Erstaunlicherweise funktionierte das Internet dort richtig gut, trotz der Lage im zweittiefsten Canyon der Welt. 😀 Am Nachmittag statteten wir dann der Therme, an der wir zuvor übernachtet hatten, einen Besuch ab. Diese befand sich knapp oberhalb des Flussbettes vom „Río Colca“ und bot malerische Ausblicke auf die steilen Felswände, an die sich lediglich ein paar Kakteen krallten. Die drei Becken wurden allesamt von einer natürlichen, heißen Quelle gespeist und waren mit Temperaturen zwischen 36°C und 38°C schon fast zu warm. 😅

Die schöne Plaza in „Chivay“
Das Rathaus ist bereits für den Nationalfeiertag geschmückt
Die Therme liegt fast im Flussbett
Badespaß 💦

Nach dem bewegungsarmen Vortag wollten wir den Donnerstag mal wieder aktiv gestalten. Gemeinsam mit Max und Merle begaben wir uns auf eine 13 Kilometer lange Wanderung durch das „Colca“ Tal. Wir liefen zwar fast durchgängig auf einer asphaltierten Straße aber da diese so gut wie gar nicht befahren wurde störte uns das herzlich wenig. Stattdessen erfreuten wir uns an der schönen Aussicht auf die Inka Terrassen welche sich durch das gesamte Tal zu ziehen scheinen. Welch Arbeit es einmal gewesen sein muss, diese an all den Steilhängen anzulegen! Auch an niedlichen Alpakas sowie von natürlichem Stacheldraht gesäumten Mauern und Reet gedeckten Häusern kamen wir vorbei. Zuvor hatten wir bereits die Überreste einiger „Chullpas“ (= Grabtürme) erkundet und eine Brücke über die tiefe sowie schmale Schlucht des Canyons überquert. Direkt unter dieser Brücke, etwa in der Mitte der steilen Felswand, befanden sich ebenfalls Gräber der Inka. Bis heute weiß niemand, wie sie diese dort anbringen konnten. 😯 Das absolute Highlight war jedoch neuerdings der Vulkan „Sabancaya“ der abermals eine hohe Aschewolke in die Luft beförderte. In „Yanque“ orderten wir dann gemeinsam ein Taxi, welches uns für ein paar „Soles“ zurück nach „Chivay“ brachte, wo wir uns nach der Anstrengung allesamt erst einmal einen süßen „Oreo Frappé“ gönnten. Und da wir auf Kochen so rein gar keine Lust mehr hatten kehrten wir am Abend in einem bei Einheimischen beliebten Lokal ein, wo wir für schlappe 2 € p.P. ein leckeres Menü in Form einer Hühner-Nudel-Suppe sowie gebratener Forelle mit Reis und Salat orderten. 😋

Alte Inka Brücke, im Hintergrund der rauchende Vulkan 😳
Aussicht ins Colca Tal
Überreste der Grabtürme
Sind sie nicht süß?! 😍
Wanderung entlang der Straße
Effektiver Einbruchschutz 😅
Mit Reet gedeckte Häuser 🏠
Von den Inka angelegte Terrassen
Faszinierendes Naturschauspiel 😮
Wir konnten uns gar nicht satt sehen 🤩
Unter der Brücke sieht man die Inka Gräber
(ähnlich Schwalbennestern)
Blick in den Canyon auf den „Río Colca“

Am Freitag ging es dann endlich mitten hinein in den „Colca Canyon“. Lediglich der unweit gelegene „Cotahuasi Canyon“ ist noch tiefer. Selbst der berühmte „Grand Canyon“ in den USA ist nur halb so tief wie der, in dem wir uns befanden. 😮 Hier stürzen die Felswände bis zu 1.200 Meter in die Tiefe und das auf einer Länge von 100 Kilometern! Wir folgten den beiden Bremern Max und Merle die Straße entlang in Richtung „Cabanaconde“. Auf dem Weg lagen etliche „Miradore“ und wir stoppten an fast jedem der Aussichtspunkte, um den Blick auf die endlos scheinenden Inkaterrassen sowie tief hinab auf den die Schlucht formenden Fluss zu genießen. Am Zielort angelangt parkten wir die Vans an der Plaza und genehmigten uns dort erst einmal eine kleine Kaffeepause. ☕ Zum Glück haben wir unsere Küche quasi immer dabei! 😅 Frisch gestärkt machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu einem etwas außerhalb gelegenen Viewpoint. Direkt darunter fällt der Canyon mit am steilsten ab nur leider war die tief stehende Nachmittagssonne der Aussicht nicht dienlich so dass wir die im Tal gelegene, grüne Oase „Sangalle“ nur schemenhaft erahnen konnten. Und da keiner von uns gewillt war, die 1.050 Meter hinab zu steigen (vor allem weil man diese auch wieder hinauf kraxeln hätte müssen) kehrten wir stattdessen wieder zu den Vans zurück. Einige Kilometer weiter fanden wir am Parkplatz des „Mirador Cruz del Condor“ einen geeigneten, ruhigen Stellplatz für die Nacht. Zumal man von hier aus auch die beste Chance haben soll, die früh am Morgen mit der Thermik aufsteigenden Riesenvögel zu beobachten. 🦅

Eine Aussicht schöner als die Andere 😄
Endlose Inka Terrassen entlang des Colca Canyons
Schon wieder ein Mirador! 😅
Plaza in „Cabanaconde“
Schlafplatz am Mirador „Cruz del Condor“ 🦅

Dank unseres taktisch klugen Stellplatzes hatten wir morgens um 08:30 Uhr nur ein paar wenige Schritte zu laufen, bis wir die erste Aussichtsplattform erreichten, und waren noch dazu vor den Reisebussen dran. 😛 Tatsächlich ließen die majestätischen Kondore nicht lange auf sich warten und begannen kurz darauf, die sich langsam aufwärmende Luft für ihren Aufstieg gen Himmel zu nutzen. Da wir uns fast auf Augenhöhe mit ihren Nestern befanden, hoch oben an den Felswänden, konnten wir die Könige der Lüfte hervorragend aus nächster Nähe beobachten. 😍 Im Sitzen ähneln die Kondore mit ihren nackten Köpfen ein wenig großen Geiern. Aber im Flug erkennt man bei den männlichen Tieren deutlich den weißen Kragen wohingegen das Gefieder der Weibchen eher bräunlich ist. Wir genossen die Flugshow über eine Stunde lang und waren uns einig, dass diese die 40 Soles (= 10 €) Einfahrtsgeld pro Nase in den Canyon definitiv wert waren. Hätten wir jedoch die eigentlichen Kosten in Höhe von 70 Soles (= 17 €) bezahlen müssen dann wäre dies wiederum zu viel gewesen. In Südamerika staffeln sich die Eintrittskosten nämlich häufig nach Herkunft. Peruaner bezahlen für den Canyon beispielsweise nur 20 Soles, Besucher aus anderen Lateinamerikanischen Staaten 40 und „richtige“ Ausländer dann gleich 70 Soles. Man stelle sich das einmal in Europa vor! Was wohl das Antidiskriminierungsgesetz dazu sagen würde?! 🤨 Egal denn wir hatten bei der Einfahrt das Glück, dass die nette Dame an der Kasse augenzwinkernd meinte, Deutschland läge ja wohl eindeutig in Lateinamerika und wir uns so 30 Soles sparen konnten.

🥰🥰🥰
Das Maskottchen 😂
Ja wo sind sie denn?! 🤔
Bis zu 3 Meter Flügelspannweite hat ein Kondor
Die Könige der Lüfte
Ich liebe Kakteen 🌵
Sehen ein wenig wie Geier aus…
In solchen Momenten hätte ich gerne eine gute Kamera 📸
War ein tolles Erlebnis 🤗

Sonntags traten wir gemeinsam die Weiterreise in Richtung der „Rainbow Mountains“ an. Wir hielten noch einmal kurz an der Plaza in „Chivay“, um uns im Ort noch mit Trinkwasser und ein paar Lebensmitteln einzudecken. Auch das Frühstück wollte vor dem Fahrtag natürlich noch genossen werden und so setzten wir uns mit unseren Müsli Schalen auf eine der vielen Parkbänke. Wir hatten mit Max und Merle einen Übernachtungsspot vereinbart welcher in etwa auf der Hälfte der Strecke lag. So konnte jeder sein eigenes Tempo fahren und als wir dort 130 km und drei Stunden später ankamen waren die beiden Bremer schon vor Ort. 😃 Da sie bereits im Begriff waren, das frühe Abendessen vorzubereiten, und wir ebenfalls hungrig waren luden sie uns netterweise zu sich in den Van ein. 💛 Der Tisch war bereits mit Zutatenschälchen übersäht und, ähnlich wie beim Raclette, konnte so jeder die Füllung für seinen Wrap selbst wählen. 🥙 Nach dem leckeren Essen packten die beiden noch ein für uns neues Kartenspiel aus und nach der zweiten Runde hatte dann auch ich „Wizard“ verstanden. 😅 Das Spiel, bei dem man mitunter ganz schön taktieren muss, machte richtig großen Spaß und falls ihr das tolle Gesellschaftsspiel auch gerne ausprobieren möchtet dann könnt ihr dieses unter nachfolgendem Link bei Amazon erwerben: Link zu Amazon 10% des Kaufpreises kommen dabei unserer Reisekasse zu Gute und somit habt ihr nicht nur bald kurzweilige Spieleabende, sondern gleichzeitig auch uns noch etwas Gutes getan. 😉

On the road again 🚐
Vorbei an Alpaka Herden 🦙
Welch ein cooles Kartenspiel 🃏

Die Nacht verbrachten wir an dem auf 4.200 Meter Höhe gelegenen Restaurant direkt neben der, glücklicherweise wenig Befahrenen und somit ruhigen, Schnellstraße. Mittlerweile waren wir so gut akklimatisiert als dass wir selbst auf dieser Höhe keine Kopfschmerzen mehr bekamen. 😛 Da unser hinterer Stoßdämpfer, mal wieder, Probleme bereitete bemühte ich mich eine möglichst gute Strecke für die Weiterfahrt herauszusuchen, so dass wir auf möglichst viel Asphalt fahren konnten. Leider erwies sich meine Planung jedoch als fehlerhaft denn die vermeintlich kurze Schotterpiste, welche uns auf die Schnellstraße hätte führen sollen, erwies sich als ziemlich lang. Und noch dazu hatte ich Max und Merle, die eigentlich eine andere Route hätten fahren wollen, zum Mitfahren überredet. 🙈 Zum Glück nahm mir keiner meine Fehlentscheidung krumm! Letzten Endes hatten wir sogar Spaß an der abenteuerlichen Fahrt, während der es immer wieder tiefe Kuhlen sowie einen Bachlauf zu überwinden galt. So kamen wir zwar deutlich später als erwartet, dafür aber wohlbehalten, an unserem Tagesziel an. Wir hatten uns für einen Stellplatz im „Hotel de Turistas“ in „Sicuani“ entschieden. Für gerade einmal 20 Soles (= 5 €) pro Auto durften wir auf dem schönen, weitläufigen Gelände übernachten. Nutzung der sauberen Sanitäranlagen selbstverständlich eingeschlossen. Dort angelangt stießen wir erst einmal auf die just erreichten 1.000 YouTube Follower von Max und Merle an während Simon unter unserem Auto lag und es tatsächlich schaffte, zum dritten Mal unseren hinteren linken Stoßdämpfer zu reparieren. Hungrig und müde nach diesem verrückten, anstrengenden Fahrtag entschieden wir kurzerhand bei einem Lieferdienst Pizza zu ordern und den Abend gemütlich im Hotelgarten ausklingen zu lassen. 🍕🍷

Eigentlich wollten wir auf Asphalt Straßen bleiben…
🙈🙉🙊
Zum Glück hatten wir trotzdem alle Spaß bei unserem unfreiwilligen off road Abenteuer 😅
Und die Landschaft war wirklich schön
Bachdurchquerung ☑️
Stellplatz im „Hotel de Turistas“

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

Entweder über https://www.paypal.me/SiJuCampervan

oder https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan.

Kontaktiert uns auch gerne direkt per Mail an mailto:siju_campervan@web.de falls ihr Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserer Reise oder uns ganz allgemein haben solltet.

NEW BLOG POST 🇵🇪 (10. – 18.07.2023) Titicacasee – Arequipa

Am Montag verabschiedeten wir uns nicht nur von den Holländern Marco und Berit, sondern sagten auch der bolivianischen Seite des Titicacasees Lebewohl. 👋 Bevor wir uns zusammen mit Max und Merle von @anschnallenabfahrt auf den Weg zum Grenzposten „Kasani“ machten aßen wir noch einmal leckere, fangfrische Forelle zu Mittag. Auch unser siebter Grenzübertritt verlief völlig reibungslos und so konnten wir, nach dem all der Papierkram erledigt war, dank der freundlichen Beamten kurz darauf peruanischen Boden betreten. Bei einer der zahlreichen Wechselstuben tauschten wir unsere letzten „Bolivianos“ in „Soles“ um und auch der erste, von uns angesteuerte Geldautomat spukte auf Anhieb sowie ohne Gebühr Geld aus. 👍 Von dem kleinen Grenzörtchen aus fuhren wir noch einige Kilometer weiter am See entlang bis wir schließlich den auserwählten Stellplatz, relativ abseits hoch oben auf einer Klippe, erreichten. Die Fahrt führte uns durch von der Landwirtschaft geprägtes Gebiet, vorbei an zahlreichen Getreidefeldern sowie vielen Nutztieren, die gerade von ihren Besitzerinnen in landestypischer Tracht zurück in die Ställe getrieben wurden. 🐖🐑🐎 Dank des Grenzübertritts von Bolivien nach Peru und der damit einhergehenden Zeitverschiebung gewannen wir eine Stunde Zeit. Dies war jedoch leider gleichbedeutend mit einem noch früheren Sonnenuntergang und somit früherer Dunkelheit. 😕 Da ich mich an diesem Tag aber nicht sonderlich fit fühlte sondern mit leichten Erkältungssymptomen zu kämpfen hatte kam mir dies gerade recht und so begab ich mich an diesem Tag sehr zeitig zu Bett. 🛌

Erster Stopp in Peru – hier gibt es Tuc Tucs! 🛺
Weiter ging’s vorbei an Feldern…
Zu einem herrlichen Stellplatz
Schöner Sonnenuntergang inklusive 🌅

Immer noch leicht angeschlagen, mit Brummschädel und kratzendem Hals, fuhren wir am nächsten Vormittag gemeinsam in Richtung „Puno“. In einem winzigen Vorort fanden wir beim Friedhof einen öffentlich zugänglichen Wasserhahn um unsere Brauchwasservorräte auffüllen zu können. Auf Grund der nach wie vor frostigen Nächte verzichteten wir derzeit nämlich immer noch darauf, unseren Wassertank zu füllen und behalfen uns stattdessen weiterhin mit zwei 10 Liter Kanistern. Nicht weit davon entfernt befand sich ein Hostel und der freundliche, gut gelaunte Inhaber gestattete uns ganz selbstverständlich, seine Sanitäranlagen zu nutzen. So kam jeder von uns für schlappe 5 Soles (= 1,20 €) in den Genuss einer richtig heißen Dusche. 🚿🧽🧼 Frisch geduscht ging es dann weiter in die Stadt, wo wir uns beim Mobilanbieter „bitel“ erst einmal neue SIM-Karten organisierten. Das kostete uns einiges an Zeit, da unsere ausländischen Pässe vom System leider nicht anerkannt wurden. Zum Glück hatten wir jedoch sehr nette Mitarbeiter erwischt die stattdessen ihre Ausweisdaten nutzten und so waren wir, etwa eine Stunde später, allesamt wieder online. 👍 Wie nach jedem Grenzübertritt steuerten wir anschließend einen großen Supermarkt an um unsere frischen Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen. Einmalmehr staunten wir nicht schlecht über das umfangreiche, gut sortierte Sortiment das keinerlei Wünsche offen ließ. Wenngleich der „Plaza Vea“ Supermarkt nicht ganz günstig war und wir stolze 63 € für unseren Wocheneinkauf hinblättern mussten… Erschöpft von all den Erledigungen fuhren wir an den Stadtrand von „Puno“. Dort sollte es einen Stellplatz geben, von dem aus man mit Privatleuten Ausflüge auf die schwimmenden Schilfinseln der „Uros“ unternehmen kann. Kaum angekommen kam tatsächlich „Yordy“ auf uns zu und offerierte uns für den Folgetag eine exklusive Tour auf seine Heimatinsel. 🏝 Sein Angebot nahmen wir dankend an bevor wir uns anschließend im Van von Max und Merle für ein gemeinsames Abendessen zusammenfanden. Blieb zu hoffen dass Max, der immer noch etwas unter Magen-Darm Problemen litt, nach seiner unfreiwilligen tagelangen Diät die ganzen Sandwiches gut vertragen würde… 🥪

Gemeinsames Abendessen im Van von Max & Merle

Dem war leider nicht so. 😥 Max hatte nach dem üppigen Abendessen einen Rückschlag erlitten und fühlte sich entsprechend leider nicht dazu im Stande, den geplanten Ausflug anzutreten. Auch meine Erkältungssymptome hatten sich nicht wirklich gebessert so dass auch ich um den Tag Aufschub froh war. Wir schilderten „Yordy“ die Lage und er stimmte glücklicherweise zu die Bootstour auf den Folgetag zu verschieben. Unser Stellplatz auf einem staubigen, uralten Fußballfeld war zwar nicht gerade schön aber zweckdienlich und so legten wir alternativ mal wieder einen reinen Arbeitstag ein. 💻

Weder schön noch ruhig auf dem Fußballplatz

Am nächsten Morgen fühlten wir uns alle fit genug um die gebuchte Tour antreten zu können zu welcher sich kurzfristig noch ein Paar aus der Schweiz gesellt hatte. Gemeinsam mit unserem Kapitän stachen wir kurz darauf in See. Dessen Boot befand sich in überraschend gutem Zustand und war sogar überdacht. 🛥 Wir schipperten über einen Zufluss mit sehr modrigem, da seichtem Wasser auf die 120 schwimmenden Inseln aus Schilf zu. Diese befinden sich auf der peruanischen Seite des Titicacasees in der Nähe von „Puno“. Auf ihnen leben heute noch rund 2.500 „Aymara“ als Nachfahren der indigenen „Uros“. Wir besuchten die kleine Insel von „Yordy“ auf der insgesamt vier Familien, darunter auch seine Schwester sowie seine Mutter jeweils mit Anhang, leben. Seine lustige Schwester „Melinda“ war es auch, die uns den Aufbau der Inseln sowie das Leben auf selbigen sehr anschaulich näher brachte. So muss beispielsweise alle 15 Tage die obere Schicht des „Totora“ Schilfs erneuert werden da dieses ansonsten von unten her wegfaulen würde – was auch ganz leicht am Geruch wahrnehmbar war. Außerdem muss beim Kochen auf offenem Feuer tunlichst darauf geachtet werden, nicht versehentlich die eigene Insel abzufackeln. 🔥 Tatsächlich gab es auf der Insel, dank einiger kleiner Solarpaneele, lediglich ein wenig elektrisches Licht. Das war es dann aber auch schon mit Komfort… Gegen die Kälte helfen nur dicke Alpaka-Decken auf den Betten, welche übrigens ebenfalls aus Schilf bestehen. Auch fließend Wasser gibt es nicht und jeden Samstag fahren die Inselbewohner mit ihren kleinen Booten zum Einkauf aufs Festland. Immerhin finden die auf den Eilanden lebenden Kinder hier sowohl Kindergarten als auch Grund- und weiterführende Schule vor zu denen sie selbstverständlich mit dem „Wassertaxi“ gebracht werden müssen. Auch die Boote bestehen, sowie auch die Häuser, aus dem wichtigsten Material der „Uros“ – Schilf. Und wenn ihr euch jetzt fragt warum in aller Welt man auf Schilfinseln lebt dann hat das einen ganz einfachen Grund: Die Inseln waren zu Zeiten der Inka eine sehr clevere Verteidigungsstrategie, konnte man sie doch relativ schnell und einfach von ihrer Verankerung lösen und damit weiter auf den See hinaustreiben. Nach dem uns noch etwas aufdringlich das, wenn gleich auch wunderschöne aber überteuerte, selbst angefertigte Kunsthandwerk zum Kauf angeboten wurde durften wir uns allesamt noch in die traditionellen Gewänder schwingen. 🤣 Rund drei Stunden später wurden wir wieder bei unseren Vans abgesetzt wo wir von „Melinda“ noch ein zuckersüßes Abschiedsgeschenk erhielten. 😍 Nach einer kleinen Stärkung verließen wir am Nachmittag den Fußballplatz und machten uns, gemeinsam mit Max und Merle, auf zu den 40km entfernt liegenden Ruinen von „Sillustani“. Dort gelangten wir bei schönstem Nachmittagslicht an so dass wir uns spontan dazu entschieden, das Eintrittsticket sofort zu lösen. Zu Fuß machten wir uns auf zu den nahegelegenen Hügeln oberhalb des Sees „Umayo“, auf denen sich die Überreste stattlicher Grabtürme aus Stein befinden. Scheinbar wurden so die Adligen eines Prä-Inka Volks bestattet. Da wir jedoch ohne Guide durch die Anlage liefen und noch dazu Mühe hatten, vor Einbruch der Dunkelheit wieder zum Parkplatz zurück zu gelangen, bleibe ich euch leider weitere kundige Details schuldig. 🤷‍♀️

Los geht’s zu den schwimmenden Schilfinslen
Yordy & seine Schwester Melinda
Zwei kleine Welpen waren auch an Bord 😍
Der schwimmende Supermarkt 😅
Hier sieht man den Aufbau der Inseln: Die untere Schicht „lebt“ wohingegen die obere Schilf Schicht stets erneuert werden muss. Auch die Häuser sind aus Schilf
Gekocht wird in Tontöpfen auf offenem Feuer 🔥
Fast nicht wiedererkannt, oder?! 🤣
Wunderschönes Kunsthandwerk
Steht uns doch, oder?! 🤔
Blick auf die schwimmenden Insel.
Die Touristen Taxis – wunderhübsch
Die Schulinsel 📖
Beeindruckender Ausflug 👍🏻
Unser süßes Abschiedsgeschenk 🤩
Die Ruinen von „Sillustani“
Viele Steinhaufen 😅
Aber schön 🥰
Der Lago „Umayo“
Sonnenuntergang 🌅
Grabtürme von „Sillustani“

Freitags stand uns dann der erste, längere Fahrtag in Peru bevor. Erfreulicherweise verlief die rund 250 Kilometer lange Fahrt, bei der wir mitunter an der 5.000 Meter Marke kratzten, sehr angenehm und wir erreichten keine vier Stunden später unser Tagesziel „Yura“. Das waren wir nach den anstrengenden Etappen in Bolivien gar nicht mehr gewohnt! 😃 In dem winzigen Örtchen, in dem es außer einem Hotel mit Thermalbad sowie einer Kirche und zwei Restaurants kaum Häuser zu geben schien, fanden wir an der abgeschieden gelegenen Plaza DEN idealen Overlander Stellplatz vor. 🙃 Vor uns befand sich eine hübsche Kirche aus rotem Sandstein, vermutlich aus der Kolonialzeit, und hinter uns lagen grüne Felder auf denen Ochsen und einige Esel weideten. Noch dazu lag „Yura“ nur noch auf einer Höhe von knapp 2.500 Metern was sich sofort an spürbar wärmeren Temperaturen bemerkbar machte. Und obendrein befand sich direkt neben den drei Parkplätzen auch noch ein blitzsauberes Waschbecken aus Stein mit fließend Wasser. Max und Merle, die noch einen Abstecher zu einer Weberei unternommen hatten, trafen kurz nach uns ein und freuten sich gleichfalls über den schönen Stellplatz. Ach ja: Kostenfreies und richtig schnelles WLAN gab es hier ebenfalls. 🥳🥳🥳

Wieder eine schöne Plaza

Letzteres wollte natürlich ausgiebig genutzt werden und kam sowohl Max als auch Simon beim Erstellen und Hochladen der nächsten YouTube Videos sehr gelegen. Aber auch ich konnte dank des hervorragenden WLANs alle bis dato auf der Reise geschossenen Bilder in die Cloud hochladen sowie die Blog Beiträge der letzten Tage nachschreiben. Und da wir in der Frühe auch mal wieder zeitig von einer Militärparade geweckt worden waren blieb uns dafür auch ausreichend Zeit. Natürlich wussten wir zuvor nicht, dass an diesem Samstag in diesem ansonsten so verschlafenen Nest Feierlichkeiten anlässlich des Unabhängigkeitstages (welcher übrigens erst in 14 Tage sein wird) stattfinden werden. Und so landeten wir, nicht zum Ersten Mal, mal wieder unfreiwillig in Mitten des Geschehens. 🤣 Der Feldwebel war aber sehr nett und wollte sogar unbedingt in unseren Van hineinschauen bevor er uns darum bat, doch während der zweistündigen Zeremonie freundlicherweise etwas außerhalb zu parken. Der Bitte kamen wir selbstverständlich nach und tatsächlich konnten wir kurze Zeit später wieder zur Plaza zurückkehren die, wie nach einer Geisterstunde, plötzlich wieder wie leergefegt war. Lediglich die gehissten Flaggen erinnerten an das vorangegangene Tamtam. Am frühen Nachmittag statteten wir beide dann noch den Thermen einen einstündigen Besuch ab. Hätte ich jedoch zuvor gewusst, dass das mineralhaltige Wasser nach Schwefel riecht und dieses noch dazu ziemlich verschmutzt aussah wäre ich lieber im Van geblieben. 😫 Ich konnte mich beim besten Willen nicht dazu überwinden in einen der Pools zu steigen, freute mich aber immerhin über die warmen Duschen.

Am nächsten Vormittag traten wir dann gemeinsam die Weiterreise nach „Arequipa“ an. In der zweitgrößten Stadt Perus leben immerhin rund eine Million Menschen und dennoch gelang es uns, an der Plaza in dem schönen Stadtteil „Yanahuara“ einen freien sowie sicheren Stellplatz zu ergattern. Hungrig von der Fahrt stolperten wir direkt in den nett aussehenden Waffelladen vor dem wir parkten und tatsächlich wurden wir nicht enttäuscht. 😃 Ein wenig später wurden uns üppig belegte Waffeln kredenzt die in ihrer, für uns ungewohnten, deftigen Variante mit BBQ Pork sowie Krautsalat sehr lecker schmeckte. Frisch gestärkt machten wir uns zu Fuß auf ins etwa zwei Kilometer entfernt gelegene Zentrum, welches uns im abendlichen, sanften Licht der Scheinwerfer schwer beeindruckte. Die spanischen Kolonialherren hatten hier wahrlich ganze Arbeit geleistet! Fast alle historischen Gebäude in der Altstadt bestehen aus weißem Vulkanstein was „Arequipa“ nicht nur den Beinamen „weiße Stadt“, sondern auch den UNESCO Weltkulturerbe Titel einbrachte. Auch viele wunderschöne „Patios“ (Innenhöfe) sind hier zu finden und tragen gleichfalls zum spanischen Ambiente bei. In einem davon gönnten wir uns eine süße Pause, nach dem wir uns jeweils für einen der über 100 Crêpes Varianten entschieden hatten, und schlürften dazu noch einen frisch gemixten „Pisco Sour“. 🍸😋

Yummy 😋
Die Plaza in „Yanahuara“
Prächtige Kirchen gibt es einige
Die Basilika bei Nacht
Maurische Bögen säumen die gesamte Plaza
Barockfassade 🤩
Crêpes mit Baileys & Kaffeeeis
Stellplatz vorm Waffel Restaurant 🧇

Die Nacht an der Plaza war auf Grund des Autolärms etwas unruhig aber dennoch starteten wir hoch motiviert in den neuen Tag. Max hatte über „Tripadvisor“ ein gut klingendes Frühstückslokal in der Altstadt ausfindig gemacht und so stand unser erstes Ziel schnell fest. Wir machten es uns auf der hübschen Dachterrasse gemütlich und bekamen kurz darauf sehr guten Kaffee sowie ein mindestens genauso gutes Frühstück serviert. 😛 Anschließend hätten wir gerne das alte Kloster „Santa Catalina“ besichtigt, jedoch ließ uns der Eintrittspreis von 45 Soles (= 11 €) davor zurückschrecken. Stattdessen ließen wir uns durch die Altstadt treiben, schauten uns diesmal bei Tageslicht an der Plaza um und probierten die lokale Delikatesse „helade de queso“. Das „Käse Eis“ schmeckt tatsächlich sehr gut und erinnerte uns ein wenig an den Geschmack von Rahmkuchen. Um 15:00 Uhr fanden wir uns mit einigen anderen Touristen für eine „free walking tour“ zusammen. Unser Guide sprach exzellent, wenn auch sehr schnell, Englisch. Allerdings war jedes dritte Wort „my friends“ was uns relativ schnell auf den Wecker ging und auch sein Stechschritt war für eine Stadtbesichtigung nicht gerade von Vorteil. Kurz vor Ende der zweistündigen Tour kratzten wir daher kurzerhand die Kurve um im Restaurant „Zig Zag“ einzukehren. Simon bestellte eine Fleischtrilogie vom heißen Stein während wir drei anderen uns jeweils für Kartoffelrösti mit Lammfleisch und Champignons entschieden. 🥘🍷 Fürs Dessert kehrten wir dann noch einmal ins „Crepísimo“ zurück, nicht zuletzt auch wegen der leckeren „Piscos“.

Erstmal Frühstücken ☕️
Und dann die Altstadt erkunden
Viele schöne Innenhöfe
An der Plaza de Armas
So viele schön verzierte Hausfassaden
Spanischer Innenhof ⛲️
Gässchen wie in Südeuropa 🥰
Links der Vulkan Chachani & rechts Misti (aktiv)
Abends gab‘s feine Rösti…
…Fleisch vom heißen Stein
Und Crêpes mit Pisco 🍸😛

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

Entweder über https://www.paypal.me/SiJuCampervan

oder https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan.

Kontaktiert uns auch gerne direkt per Mail an mailto:siju_campervan@web.de falls ihr Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserer Reise oder uns ganz allgemein haben solltet.

NEW BLOG POST 🇧🇴 (30.06. – 09.07.2023) Yungas Todesstraße – Copacabana – Titicacasee

Da sich ganz überraschend Max und Merle von @anschnallenabfahrt angekündigt hatten, verlängerten wir unseren Aufenthalt auf dem „Las Lomas“ Campingplatz in „La Paz“ spontan um einen dritten Tag. 😅 Die beiden hatten wir zuletzt kurz in „Temuco“ (Chile) gesehen und zu viert verbrachten wir einen sehr schönen, geselligen und lustigen Abend bei selbst gemachter, knuspriger Pizza und (mangels Wein) Dosenbier. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von allen anwesenden Reisenden, inklusive Max und Merle die wir aber hoffentlich schon bald am „Titicacasee“ wiedersehen werden. Wir stoppten noch kurz an einem „Hipermaxi“, um ein paar Lebensmittel zu kaufen, bevor wir uns neuerdings durch den chaotischen sowie zähen Verkehr von „La Paz“ in Richtung Yungas-Todesstraße quälten. Als wir einen rund 4.500 Meter hohen Pass in den Anden überwunden hatten ging es langsam, aber stetig bergabwärts und das karge, braune Ödland wich plötzlich wieder dem satten Grün des kalten Nebelwaldes. 😀 In dieser Region befinden sich zahlreiche Koka- sowie Kaffee-Plantagen aber unser eigentliches Ziel, die Todesstraße, lag noch vor diesen. Am späten Mittag gelangten wir an der Einfahrt zu einer der berüchtigtsten, weil gefährlichsten Straßen der Welt an. Bevor die asphaltierte Umgehungsstraße im Jahr 2007 eröffnet wurde diente diese nur dreieinhalb Meter breite „Straße“ als Hauptverkehrsroute zwischen „La Paz“ und den „Yungas“, Gegen- und Schwerlastverkehr ein- bzw. Leitplanken an den bis zu 600 Metern steilen Abhängen ausgeschlossen. 😮 Jährlich verunglückten hier im Durchschnitt 200 bis 300 Menschen tödlich aber mittlerweile wird diese landschaftlich sehr reizvolle Strecke fast ausschließlich von Mountainbike Touristen befahren.

Wiedersehen mit „anschnallen Abfahrt“
An der Death Road angelangt…
…machte der Nebelwald seinem Namen alle Ehre 😅

Kurz hinter einer Kurve zum „Camino de la Muerte“ befand sich ein vom Schotterweg her nicht einsehbarer und noch dazu ebener Stellplatz, an dem wir eine einsame und ruhige Nacht verbrachten. Ganz ohne jegliches Hundegebell und ohne Straßenlärm. 😊 Da uns die geführten Touren mit Preisen zwischen 70 und 125 US$ pro Person schlicht zu teuer waren, hatten wir entschieden den Trail auf eigene Faust mit unseren Fahrrädern hinab zu fahren. Hierfür parkten wir unseren Van wenige Meter weiter oberhalb an der Hauptstraße neben einem kleinen Kiosk und der freundliche Inhaber versicherte uns, für läppische 10 BS Trinkgeld gut auf unser Zuhause aufzupassen so lange wir mit den Rädern unterwegs sein würden. 👍 Glücklicherweise hatte sich der dicke Nebel vom Vorabend verzogen und so konnten wir bei bestem Wetter in unser Abenteuer starten. Vom Startpunkt aus, welcher sich auf 3.150 Meter üNN befindet, geht es fast durchweg bergab bis man etwa 1.800 Höhenmeter und 32 Kilometer später am Ende des Weges auf nur noch rund 1.320 Meter üNN angelangt. Der Schotterweg, welcher mal mehr und mal weniger mit größeren Steinen übersäht war, führte dementsprechend fast durchweg bergab durch eine Landschaft die man sich schöner nicht hätte ausdenken können. 🥰 Der dichte, üppig grüne Nebelwald begleitete uns entlang des gesamten Weges und war mitunter von Riesenfarnen gespickt. Wir stoppten des Öfteren, um die schöne Aussicht über das Tal sowie hinab in den Canyon zu genießen und durften sogar unter dem feinen Sprühnebel eines langen Wasserfalls hindurchfahren. Die drei oder vier geführten Touren (inklusive Safetycar) waren abwechselnd mal vor und mal hinter uns, störten uns aber keineswegs. Nach etwa dreieinhalb Stunden kamen wir am Endpunkt des Weges in „Yolosa“ an und ich war froh und glücklich, meine erste Downhill Fahrt mit Bravour gemeistert zu haben. 🙃 Die meisten Tour Anbieter enden hier und wir erkundigten uns bei zweien ob es eventuell möglich wäre, uns und unsere Bikes mit zurück an den Startpunkt zu nehmen. Leider waren die Shuttles ausschließlich den zahlenden Gästen vorbehalten und so ging es für uns noch einmal fünf Kilometer weiter bis nach „Yolosita“. Mittlerweile hatte sich auch der Höhenunterschied in deutlich wärmeren Temperaturen bemerkbar gemacht und wir kamen ordentlich ins Schwitzen. 🥵 Glücklicherweise fanden wir, dort angelangt, auf Anhieb einen Minivan dessen Fahrer sich ohne mit der Wimper zu zucken bereiterklärte, uns inklusive Mountainbikes für schlappe 30 BS pro Person (= 4 €) mit in Richtung „La Paz“ zu nehmen. Keine 45 Minuten, dafür aber unzählige Kurven später, wurden wir wohlbehalten an unserem Van abgesetzt wo wir uns noch einmal bei dem Kioskbesitzer für seine Wachsamkeit bedankten. Inklusive aller Kosten hatte uns die erlebnisreiche Radtour am Ende des Tages gerade einmal 16 € gekostet – unsere Entscheidung war also goldrichtig gewesen.

Am nächsten Morgen lichteten sich die Wolken
32km down hill durch den Dschungel 😍
Unterm Wasserfall hindurch
Wir sitzen am Abgrund 😂
Hier trocknen Koka Blätter in der Sonne ☀️
Ich habe die Todesstraße überlebt 😛
Schön war’s 😍
Man beachte die Höhenmeter ☝️

Wir verbrachten noch eine weitere Nacht auf dem Stellplatz nahe der Todesstraße bevor wir uns am nächsten Morgen auf den Rückweg nach „La Paz“ machten. Tatsächlich benötigten wir neuerdings fast drei Stunden, um uns durch den chaotischen Verkehr der Großstadt sowie die mitunter enorm steilen Straßen zu quälen. 🚐 Auch ein enger Markt samt Besuchern wollte mal wieder durchquert werden bis wir endlich auf der „Schnellstraße“ angelangten, welche aus der Stadt hinaus in Richtung „Titicacasee“ führte. Am frühen Nachmittag gelangten wir an den ersten Ausläufern des größten Sees Südamerikas an welcher mit einer Länge von 160 sowie einer Breite von 60 Kilometern 13x größer als der Bodensee ist. 😮 Dieser liegt auf einer Höhe von 3.800 Metern üNN weswegen er auch als der höchste, schiffbare See der Welt gilt. In dem kleinen Örtchen „Huatajata“ fanden wir einen netten Stellplatz direkt am Wasser und nach den zurückliegenden, nervenaufreibenden Fahrstunden hatten wir keine Lust mehr weiterzufahren. Stattdessen genossen wir vom Steg aus den Blick auf das in der Sonne glitzernde Wasser und schauten den zahlreichen Haubentauchern sowie Enten beim Baden zu. 🦆 Hier ankerten auch einige schöne Ausflugsboote welche fast komplett aus Schilf gemacht waren und bezaubernde Drachenköpfe hatten. 🐲

Die Hölle von La Paz –
mit dem Van mitten durch den Markt

Gut ausgeruht traten wir am Dienstagmorgen die Weiterfahrt in den Ort „Copacabana“ an. Dieser liegt an der Grenze zu Peru am Titicacasee und um dorthin zu gelangen mussten wir (mangels Landverbindung) auf einer sehr abenteuerlichen Fähre, die mehr einem Flos aus zusammengenagelten alten Holzbrettern ähnelte, das Gewässer überqueren. Da aber selbst große Reisebusse auf selbigem Weg übersetzten hatten wir Vertrauen in unseren Fährmann und wenige Minuten später erreichten wir wohlbehalten das andere Ufer. Von dort aus waren es noch einmal rund 40 Kilometer Fahrt von welcher aus wir immer wieder herrlichste Sicht auf den See und die schneebedeckte Cordillera Blanca, die von insgesamt 50 Bergen über 5.700 Meter Höhe gespickt ist, hatten. 🤩 Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel und parkten unseren Van an der langen Promenade. Diese war, unerwarteterweise, sehr touristisch und neben den Ausflugsbooten sowie Privatyachten befand sich allerlei buntes Wasserspielzeug. Vom Schwanentretboot über sich im Wasser drehende Kraken-Kreisel bis hin zum Bananenboot war alles vertreten. 😂 Auch die zwei Hauptstraßen waren voll und ganz auf den Tourismus ausgerichtet was unschwer an zahlreichen Hotels, Restaurants sowie Cafés und Reiseagenturen zu erkennen war. Trotz allem herrschte hier eine sehr entspannte Atmosphäre und wir hatten Spaß daran, bei bestem Wetter dem bunten Treiben zuzusehen. 😎

Abenteuerliche Fährfahrt
Aber die machen das hier ja jeden Tag 🙈
In „Copacabana“ angekommen
Der Ballermann Boliviens 😂
Aufpasser für den Van waren auch schnell gefunden

An Simons Geburtstag kraxelten wir auf den „Cerro Calvario“, um von oben den Blick auf den Titicacasee sowie die Bucht zu genießen. Es ging ganz schön steil nach oben und bei der dünnen Luft kamen wir ziemlich schnell aus der Puste. Oben angelangt hatten wir dann einen herrlichen Rundumblick und den Abstieg machten wir uns etwas leichter in dem wir die Stufen nahmen, welche hinab ins Zentrum führten. Im Restaurant „La Orilla“ bestellten wir uns ein leckeres Dreigangmenü welches u.a. fangfrische Forelle aus dem See als Hauptgang beinhaltete. 😋 Den Rest des Tages faulenzten wir in der Sonne und schauten den Booten zu, die ihre vor Freude jauchzende Fracht auf den diversen Spielzeugen hinter sich herzogen. 😅

Der Aufstieg hat sich definitiv gelohnt 🤩
Mal wieder ein schöner Sonnenuntergang 🌅

Freitagmorgens stießen dann neuerdings Max und Merle in ihrem blauen VW Crafter dazu. Nach dem wir unser Frühstück mit herrlichem Seeblick genossen hatten machten wir uns gemeinsam auf den Weg in den Ort, um bei einer der vielen Agenturen einen Ausflug auf die „Isla del Sol“ für den kommenden Tag zu buchen. Die zweistündige Bootsfahrt zur Insel kostet pro Person gerade einmal 40 BS (= 5 €) und wir entschieden, uns am Folgetag im Norden des kleinen Eilandes absetzen zu lassen um dieses der Länge nach bis in den Süden zu durchwandern. Von dort aus wird uns dann neuerdings ein Boot für 30 BS pro Kopf zurück zur „Copacabana“ bringen. Während ich auf dem Rückweg noch in einem Hostel für eine heiße Dusche einkehrte machten sich die anderen auf den Weg zurück zu den Vans, um diese ein Stück weiter abseits an der Promenade zu parken. Als ich zurückkehrte waren bereits beide Stand Up Paddels aufgepumpt und einer nach dem anderen genoss die Runde auf dem leicht welligen See. Ich übernahm das Board von Simon während er die Drohne startete, um noch ein paar schöne Luftaufnahmen zu machen. Kurz darauf vernahm ich vom Ufer aus seine Hilferufe: Unsere Drohne war soeben ins Wasser eingetaucht und auf dem Grund des Titicacasees versunken. 🙈 Max eilte sofort mit seinem SUP zu Hilfe und ich übergab Simon unser Board aber die Suchaktion verlief leider erfolglos. Vielmehr verlor Max während dieser auch noch seine teure Sonnenbrille welche nun gleichfalls auf dem Grund des Sees schlummert. 😥 Trotz dieser Malheurs ließen wir uns die Stimmung nicht vermiesen sondern genossen während des Sonnenuntergangs erst einmal einen Aperol Spritz, bevor wir gemeinsam in den Ort loszogen um uns ein Restaurant für das gemeinsame Abendessen auszusuchen.

Max und Merle sind wieder da 😀
Stellplatz an der Promenade
Simon hat das Gleichgewicht diesmal auch gehalten
Merle und ich beim gemeinsamen Paddeln
Irgendwo bei dem Boot liegt jetzt unsere Drohne 🙈
Aber wir ließen uns die Stimmung nicht vermiesen 🍹

Auf Grund des Unglücks vom Vortag verschoben wir die eigentlich für diesen Tag geplante Tour um stattdessen noch einmal mit den SUPs auf die Suche nach den verlorenen Gegenständen zu gehen. Während Max und Simon das Gebiet rund um die Absturzstelle durchkämmten begab ich mich mit dem Laptop auf die Suche nach einem Restaurant mit ordentlichem WLAN. Kurz vor unserer Abreise hatte ich nämlich noch, pro-forma, ein Kleingewerbe angemeldet und, wie sich nach kurzem Schriftverkehr mit dem Finanzamt herausgestellt hatte, fehlten bei meiner Steuererklärung deswegen noch eine Anlage sowie zwei komplette Formulare. 😕 So quälte ich mich, immerhin bei einem guten Cappuccino, mehrere Stunden durch das Steuerprogramm bis dieses endlich keine Fehler mehr fand und ich die Formulare übermitteln konnte. Da das Internet halbwegs tauglich war lud ich danach noch ein fertiges Video hoch und beantwortete, bei einer Portion Pancakes mit Früchten, noch ein paar E-Mails. Auf dem Rückweg zum Van kaufte ich auf dem Markt noch ein paar frische Brötchen für den anstehenden Ausflug und, wie erwartet, hatten die Jungs bei meiner Rückkehr leider keinen Erfolg zu vermelden. Somit werdet ihr in den kommenden Videos leider keine schöne Drohnenaufnahmen sehen können. 🤷‍♀️ Während meiner Abwesenheit waren noch zwei super nette Holländer zu uns gestoßen, Marco und Berit, die bereits zuvor in Argentinien Bekanntschaft mit Max und Merle gemacht hatten. Spontan entschieden sich die beiden, uns am nächsten Tag auf die „Isla del Sol“ zu begleiten und so konnten wir sogar noch auf ein Privatboot (á 800 BS = 100 €) umbuchen. 😀

Weitere Gesellschaft 🥰

Samstags wurden wir dann mal wieder vom Klingeln des Weckers geweckt. Nach dem die Zähne geputzt und der Kaffee getrunken waren packten wir unsere Rucksäcke für den Tag. Um 09:00 Uhr fanden wir uns dann zu sechst am kleinen Hafen ein und unser Kapitän „Willy“ brachte uns innerhalb einer Stunde zur nördlichsten Stadt der kleinen Insel auf der insgesamt nur 2.000 Menschen leben. Von dort aus starteten wir unsere etwa zwölf Kilometer lange Wanderung über die „Isla del Sol“. Der nicht zu verfehlende, gut angelegte Wanderweg führte uns als erstes zu den Überresten einer Inka Siedlung. Von dort aus ging es, Berg auf und Berg ab, immer in Richtung Süden. Die Ausblicke waren wunderschön und nicht zuletzt deshalb, sondern auch wegen der dünnen Höhenluft, waren wir entsprechend gemütlich unterwegs. 😅 Wir genossen den Blick auf das in der Sonne schimmernde Wasser, die endlose Weite über den See sowie den Blick auf die von Schnee bedeckte „Cordillera Blanca“. Auch einige Schafe und ein paar Esel, die auf der autofreien Insel als Transportmittel dienen, boten eine hübsche Film- und Fotokulisse. Wir stoppten mehrmals für ein paar kleine Snackpausen bis wir schließlich den südlichsten Ort „Yumani“ erreichten. Bevor wir zum Boot zurückkehrten legten wir noch einen Zwischenstopp in einem hübschen Restaurant hoch oben auf einer Klippe ein. Nach dem wir Kaffee und Aussicht genossen hatten ging es über die uralten, steilen Inka Stufen hinab zum Hafen wo uns „Willy“ bereits erwartete. 🚤 Gegen 17:00 Uhr gelangten wir wieder an unserem Ausgangspunkt an wo wir zuerst Max, der wegen einer Magenverstimmung leider nicht mitkommen konnte und stattdessen das Bett und gleichzeitig die Vans hütete, einen Besuch abstatteten. Der Arme hatte leider immer noch leichtes Fieber und Durchfall so dass wir am Abend nur zu fünft zurück in den Ortskern liefen um dort bei einem Italiener einzukehren. 🍝🍕🍷

Los geht’s! Mit dem Boot über den Titicacasee 🚤
Zum angeln waren wir leider zu schnell…
Auf der Nordseite angelangt
Eine traumhafte Aussicht jagte die Nächste
Seht ihr die Schneeberge?!
Eselchen 😍
Hier sieht man gut die Terrassen der Inkas
Blick auf die Cordillera Blanca 🤩
Inka Ruinen mit Anden Kondor
Erste Pause 🍌🍪
Was ein schöner Wanderweg 😎☀️
Kaffeepause am Ende des Weges ☕️
Ein würdiger Tagesabschluss 🍝🍷

Scheinbar waren wir alle, nach dem zurückliegenden Wandertag, etwas träge und weder Marco und Berit, die eigentlich weiter nach La Paz fahren wollten, noch Simon und ich konnten uns zur Weiterfahrt aufraffen. Max ging es glücklicherweise schon etwas besser aber der Grenzübertritt nach Peru kam für die beiden an diesem Tag noch nicht in Frage und so entschied jeder für sich, noch einen weiteren Tag am schönen Seeufer abzuhängen. Wobei wir nicht ganz untätig waren und nebenbei immerhin noch ein Posts und einige Beiträge zustande brachten, während wir gemeinsam in den Campingstühlen fläzten. 😉 Und ich buchte, mit unserem letzten verbleibenden Internet bevor dieses passenderweise mit Verlassen des Landes am nächsten Tag auslaufen würde, noch den „Salkantay Trail“ zum „Machu Picchu“. Ich bin jetzt schon MEGA gespannt darauf, wie wir die 75 km verteilt auf vier Tagesetappen mit nicht zu unterschätzenden Höhenmetern, bewältigen werden…

Gemeinsames Abendessen am Strand

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

Entweder über https://www.paypal.me/SiJuCampervan

oder https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan.

Kontaktiert uns auch gerne direkt per Mail an mailto:siju_campervan@web.de falls ihr Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserer Reise oder uns ganz allgemein haben solltet.

NEW BLOG POST 🇧🇴 (22. – 29.06.2023) La Paz

Nach dem die Sonnenstrahlen unseren Van etwas aufgewärmt hatten verließen wir am Donnerstagmorgen den schönen „Sajama“ Nationalpark und begaben uns auf den Weg nach „La Paz“. Wir staunten bei der Anfahrt auf die Stadt nicht schlecht als wir die mit Schnee bedeckten, hohen Gipfel sahen welche die Metropole umgeben. Darunter u.a. der mit 6.439 Metern hohe Berg „Illimani“, der mit seinen vier Gipfeln einen beeindruckenden Anblick darbietet. 🏔 Und kaum erreichten wir die ersten Ausläufer der Stadt begann auch schon das große Verkehrschaos… 😰 Hauptsächlich Minibusse und Taxen, aber auch Privat-PKWs und LKWs quetschten sich kreuz und quer über die Straßen der Stadt. An Verkehrsregeln hält sich hier wirklich niemand und fast wäre uns einer der zahlreichen Kleinbusse in die Seite gerauscht. Zum Glück fand sich Simon in diesem heillosen Durcheinander sehr gut zurecht und schaffte es, mit dem chaotischen Verkehr mitzufließen. Ich hätte wahrscheinlich heulend das Auto mitten auf der Straße abgestellt und wäre davon gelaufen. 😅 Tatsächlich benötigten wir rund zweieinhalb Stunden im Stadtverkehr und das obwohl; oder gerade weil; wir entschieden hatten auf der großen Hauptroute zu bleiben und die engen, mitunter sehr steilen Seitenstraßen zu meiden. Schlussendlich gelangten wir wohlbehalten und noch im Tageslicht an unserem auserwählten Stellplatz an. Dieser Befand sich in der „Zona Sur“, dem tiefst gelegensten und bestsituierten Stadtteil von „La Paz“. Hier fanden wir einen Parkplatz vor der besser nicht hätte sein können: Auf einem Grünstreifen, gegenüber der Wohnhäuser, befand sich eine exakt auf unseren Van zugeschnittene Parklücke. Dahinter plätscherte ein kleiner, wenn auch müffelnder, Bach und das Häuschen des lokalen Security-Manns befand sich keine 50 Meter von uns entfernt. Jackpot! 🥳🥳🥳

Anfahrt auf La Paz – von hohen Bergen umgeben
Der Verkehr ist wirklich Crazy 🤪
Perfekter Stellplatz 👍🏻

Gut bewacht und abseits jeglichen Straßenlärms schliefen wir, auf „nur“ noch 3.500 Metern, seit Tagen endlich mal wieder richtig gut. Nach dem morgendlichen Wachmacher ☕ parkten wir unseren Van direkt vor der Nase des Wachmanns und entlohnten ihn für seine Dienste mit einem kleinen Trinkgeld. Von unserem Stellplatz aus waren es etwa zwei Kilometer zu Fuß bis zur ersten Station der grünen Linie. „La Paz“ verfügt seit dem Jahr 2014 nämlich über ein grandioses Seilbahnsystem der österreichischen Firma „Doppelmayr“. Zwischenzeitlich gibt es 10 Linien mit 36 Stationen auf einer Länge von 30 km. 😀 Wir kauften uns am Automaten eine wiederaufladbare Karte und machten zuerst eine Stadtrundfahrt der etwas anderen Art. Es ist wirklich richtig, richtig cool mit den Gondeln über die Villen und Wohnviertel zu schweben. Die Stadt hat eine irrsinnige Topografie da sie sich in einem 400 Meter tiefen Canyon befindet. An dessen Hängen krallen sich mitunter tausende von Häusern fest denn es geht vom tiefsten Punkt auf 3.200 Metern hinauf bis auf 4.100 Meter üNN. Wobei gilt: Je höher die Lage desto ärmer die Bewohner. 😮 „La Paz“ ist somit auch der höchstgelegene Regierungssitz der Welt wobei „Sucre“ die Hauptstadt des Landes bildet. Und, was wir zuvor auch nicht wussten: Eigentlich handelt es sich bei der zwei Millionen Metropole um zwei miteinander verschmolzene Städte – das kleinere „La Paz“ und das deutlich größere, hochgelegene „El Alto“. Nach dem wir die Aussicht vom höchsten Punkt „El Altos“ genossen hatten fuhren wir mit einer weiteren Seilbahnlinie wieder hinab bis ins Zentrum. Dort sahen wir uns die Basilika „San Francisco“ an, die zweit älteste Kirche im Land, deren Fassade sowohl üppig mit christlichen als auch mit indigenen Symbolen verziert ist. 😅 Von dort aus liefen wir weiter zum „Hexenmarkt“ auf dem es nicht nur allerlei bunte Souvenirs zu erwerben gibt sondern auch die ein oder andere Kuriosität wie z.B. Lama Föten und diverse andere Opfergaben für die „Pachamama“ – die „Muttererde“. Bei den Föten handelt es sich aber wohl um natürliche Fehlgeburten und diese werden beispielsweise beim Bau eines Hauses als Talisman geopfert, indem sie unter dem Fundament vergraben werden. Wir schlenderten die schöne, bunte und mit Regenschirmen sowie fliegenden Hexen geschmückte Gasse auf und ab und ich kam nicht umhin mir noch einen tollen, gelben Poncho mit buntem Schalkragen zu kaufen. 🥰 Auf dem Rückweg zur Gondel schnappten wir uns noch ein kleines Mittagessen auf die Hand und trotz zahlreicher Seilbahnfahrten hatten wir am Ende des Tages stolze 18 Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

Blick auf „unser“ Viertel
Mit der Seilbahn über die Stadt 🌆
Blick auf den „Illimani“
In Bolivien sind die Häuser meist unverputzt – ist wohl eine Art Statussymbol, dass man sich Backstein leisten kann
Katholische & indigene Verzierungen…
an der Basilika „San Francisco“
Unterwegs auf dem bunten Hexenmarkt
Die Ober-Hexe 🧙
Hier gibt’s allerlei für den Aberglauben
Diverse Opfergaben für die „Pachamama“
😅😅😅

Um die Stadt noch ein bisschen besser kennenzulernen schlossen wir uns am Samstag einer geführten Walkingtour an. Diese beginnen jeweils um 11:00 und um 14:00 Uhr an der „Plaza Sucre“ und kosten pro Person lediglich 20 BS (= 2,50 €) plus freiwilligem Trinkgeld am Ende. Die Guides von „Red Cap“ sind unschwer an ihrer roten Schildmütze sowie dem farblich dazu passenden Shirt zu erkennen. Am Ende kamen rund 20 Menschen aus aller Herrenländer zusammen die, uns eingeschlossen, dem sehr gut englischsprechenden „Cristian“ folgten. 😅 Zuerst erläuterte er einiges über das große Gefängnis welches sich direkt neben der Plaza, mitten im Zentrum, befindet und insgesamt 4.000 Insassen beherbergt. Von dort aus liefen wir über den sehr schönen Obst- und Gemüsemarkt bevor wir neuerdings in die Straße des „Hexenmarkt“ einbogen. Auch hier erklärte uns „Cris“ viel zur indigenen Kultur, den Sitten und Bräuchen sowie der traditionellen Kleidung. So kann man z.B. am Sitz der Melone der „Cholitas“ (der Aymará-Frauen) ihren Familienstand erkennen, ähnlich wie an der Schleife des Dirndls. Weiter ging es noch einmal zur Basilika und anschließend zur „Plaza de Armas“. Dort befindet sich nicht nur der Präsidentenpalast sowie der Nationalkongress, sondern auch die Kathedrale. Warum die Ziffern auf der großen Uhr am Regierungsgebäude andersherum angeordnet sind und noch so einige interessante Fakten mehr erfahrt ihr dann in unserem dazugehörigen YouTube Video. 😉 Danach kehrten wir im Restaurant „Sol y Luna“ auf einen abschließenden und inkludierten „Pisco Boliviano“ ein. Unser Guide schilderte noch einiges zur politischen Situation des Landes und jeder hatte Gelegenheit eventuell noch offene Fragen zu stellen. Drei Stunden nach Tour Beginn ging dann jeder wieder seiner Wege und wir fuhren mit der Seilbahn zurück in „unser“ Viertel. Hungrig nach den zwölf zu Fuß zurückgelegten Kilometern suchten wir noch einen Food-Court auf wo sich jeder von uns ein Gericht aussuchte welches wir, wie immer, teilten. 😋

Unser Guide „Cristian“
Die Flagge Boliviens beinhaltet tatsächlich ein Lama 🦙
An der „Plaza de Armas“
Der Präsidentenpalast
Hier laufen die Uhren anders herum…
Die Kathedrale

Sonntags ließen wir es gemütlich angehen weswegen wir uns bereits am Vorabend gegen den mehrere Quadratkilometer umfassenden Markt entschieden hatten welcher jeweils donnerstags und sonntags in „El Alto“ stattfindet. Stattdessen schliefen wir aus um fit für das Event des Tages zu sein: „Cholita“-Wrestling! 🤼‍♀️ Über die Website von Red Cap hatte ich noch am Vortag Tickets für den Abend erworben. Für umgerechnet 12,50 € p.P. enthielten diese den Hin- und Rücktransport zum Veranstaltungsort, den Eintritt sowie je ein Getränk und einen kleinen Snack. 👍 Da wir frühestens gegen 15:00 Uhr an der „Plaza Espana“ abgeholt wurden begaben wir uns erst gegen Mittag auf den Weg in die Stadt. Das Frühstück hatten wir zugunsten eines Mittagsmenüs ausfallen lassen und tatsächlich fanden wir ganz in der Nähe der Plaza ein nettes Lokal. Für 5 € gab es dort eine leckere, cremige Hühnersuppe, tolle Salate vom Büffet sowie ein Stück Fleisch mit Reis und Pommes als Beilage und dazu einen fruchtigen Maracuja-Saft. 🍲🥃 Gegen später holte uns dann ein großer Bus am vereinbarten Treffpunkt ab und brachte uns, nach dem weitere Fahrgäste an diversen Stationen zugestiegen waren, zur Arena in „El Alto“. Dank unserer Tickets hatten wir VIP-Plätze in der ersten Reihe mit bester Sicht auf den Ring. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und die Kämpfe der „Cholitas“ waren, nicht zuletzt dank ihrer traditionellen Kleidung, wirklich sehr unterhaltsam. Kurz nach 19:00 Uhr bestiegen wir wieder den Bus welcher uns zu unserem Ausgangspunkt zurückbrachte. Von dort aus fuhren wir mit der Seilbahn zurück in die „Zona Sur“ und genossen dabei die Aussicht über das mittlerweile im Dunkeln leuchtende Häusermeer. 🌃

Los geht’s zum Wrestling 🤼‍♀️
VIP Plätze inklusive 😀
Die Kämpferinnen in traditioneller Kleidung
Das Publikum wurde auch mit eingebunden
Eine wirklich unterhaltsame Show
Mein schöner neuer Poncho 🥰
Ein kurzweiliger Abend geht zu Ende

Die neue Woche begann für uns neuerdings aktiv. Nach dem wir uns im Van mit leckerem Avocado-Toast gestärkt hatten schnürten wir die Wanderstiefel und packten unsere Stöcke in die Rucksäcke. Unser Zuhause parkten wir, wie jeden Tag, gegen ein paar Bolivianos direkt vor der Nase des Wachhabenden. Zwei Querstraßen weiter schnappten wir uns dann ein Taxi welches uns den Berg hinauf ins „Valle de las Ánimas“ kutschierte. Ich hatte im Internet von einem Wanderweg gelesen welcher glücklicherweise auch auf MAPS.ME verzeichnet war und so liefen wir auf eigene Faust los. Zu anfangs ging es steil den Berg hinauf über einen schmalen, mitunter recht zugewucherten Trampelpfad durch einen Canyon. Je weiter nach oben wir kamen umso besser wurde die rückwärtige Sicht auf die Großstadt sowie die umliegenden Berge. Am Kamm angelangt hatten wir herrliche Sicht auf die spitzen Türme welche Orgelpfeifen ähnelten und sich durch das gesamte Tal zogen. 🤩 Wir folgten dem Weg, welcher mittlerweile etwas breiter geworden war, wieder hinunter und gelangten rund vier Kilometer später wieder oberhalb der Straße an, an der wir die Tour begonnen hatten. Diese liefen wir ein Stück bergab bis uns einer der zahlreichen Minibusse begegnete welche als sehr günstiges, öffentliches Verkehrsmittel fungieren. Für schlappe 2,50 BS pro Kopf brachte uns der Fahrer in null Komma nichts wieder in die Nähe unseres Stellplatzes. Für die Fahrt mit dem Taxi hingegen hatten wir 45 BS (= 6 €) bezahlt. 🙈 An der Supermarktbude schnappten wir uns noch einen Hamburger auf die Hand und gönnten uns auf dem Rückweg zum Van noch ein Eis am Stiel. Frische Luft und vor allem Höhenluft macht schließlich hungrig. 😂 Übrigens brachten wir auch dem jeweils wachhabenden Security jeden Abend als Dankeschön, zusätzlich zum Trinkgeld, einen frischen Burger mit. Nach den zurückliegenden, mitunter langen und auch anstrengenden Tagen in der Stadt tat es gut mal nur den halben Tag unterwegs gewesen zu sein zumal so noch ein wenig Zeit für die Arbeit an den Laptops bleib. Schließlich schreibt sich der Blog nicht von alleine und auch die Videos brauchen etliche Stunden bis ihr sie endlich anschauen könnt. 😉

Wanderung durch die enge, zugewachsene Schlucht
Blick zurück auf „La Paz“
Es ging hoch hinauf
Am Kamm angelangt
Erstmal Kuchen 😅
Der schneebedeckte „Illimani“ &
das „Valle de las Ánimas“ mit seinen Orgelpfeifen
Unser schöner „Morgntau“ Rucksack 🎒
Let‘s go back
Was für eine Aussicht
Schönes, passendes Wandgemälde

Am Dienstag gönnten wir uns ein fantastisches Mittagessen im Restaurant „Popular“ welches sich hinter der Basilika „San Francisco“ in einem netten Innenhof befindet. Für lächerliche 79 BS (= 10 €) pro Kopf erhielten wir ein Drei-Gänge Menü wie im Sterne Restaurant. 😍 Selbst ein kleiner Krug Saft war im Preis inbegriffen und wir hatten Glück, dass wir auf Anhieb einen Tisch erhielten. Denn obwohl wir bereits 30 Minuten vor Öffnung dort waren hatte sich bereits eine Warteschlange vor dem Eingangsbereich gebildet. 😮 Satt und glücklich steuerten wir danach ein Versicherungsbüro in der Nähe an um uns dort nach einer Autoversicherung für Peru zu erkundigen. Mit 50 US$ pro Monat erschien uns diese jedoch deutlich zu teuer und so zogen wir unverrichteter Dinge wieder von dannen. Bevor wir der Innenstadt endgültig Lebewohl sagten statten wir dem ethnografischen und folkloristischen Museum „musef“ noch einen Besuch ab. Dort werden beispielsweise alte Gefäße und Schmuckstücke, aber auch bolivianische Trachten sowie prächtige, bunte Faschingsmasken und Federschmuck ausgestellt. Auf dem Rückweg zum Van versuchten wir noch bei zwei Schuhgeschäften neue Turnschuhe für Simon zu erwerben aber der Kauf gestaltete sich schwieriger als gedacht. 😅 Mit Schuhgröße 42/43 liegt Simon wohl über dem bolivianischen Durchschnitt und wir waren nicht gewillt, jeweils eine halbe Stunde im Laden zu warten bis die entsprechende Größe aufgetrieben werden konnte. Rücklage wäre nur gegen Anzahlung möglich gewesen und so verschoben wir den Einkauf kurzerhand auf das nächste Land Peru. 🤷‍♀️

Wartebereich vorm Restaurant „popular“
Wir haben einen Tisch ergattert 😃
Brokkoli Cremesuppe mit Variationen vom Brokkoli
Käse-Taler mit Creme und Gemüse Garnitur
Geräucherter Amazonasfisch mit Reisecreme, schwarzen Quinoa Empanadas & Rote Beete Garnitur
Mit Erdnuss gefüllte Hähnchenbrust in Erdnusssauce und Kartoffelvariationen
Tartelette mit Malzeis und Malzsauce
Limonen Triologie 😋
Blick in die offene Küche
Verschiedene Trachten im ethnographischen Museum
Es gab auch diverse Gefäße aus der Inka Zeit
Sowie Schmuckstücke…
… und coole alte schwarz-weiß Aufnahmen
Auch bunten Federschmuck gab es
Aber am tollsten waren die Karnevals Masken
So sieht (oder sah) dass dann an Fasching aus

Der nächste Tag empfing uns neuerdings, wie seit so vielen Tagen, mit stahlblauem Himmel und Sonnenschein. Vermutlich ist das milde, angenehme Klima mit einem Jahresmittel von 18°C am Tag und 4°C in der Nacht bei im Schnitt 7 Stunden Sonnenschein auch der Grund, warum sich Menschen in diesem ansonsten unwirtlichen Talkessel niederließen. 😎 Nach sieben Tagen verließen wir am frühen Vormittag unseren schönen, freien Stellplatz um auf dem nahegelegenen Campingplatz „Las Lomas“ (50 BS pro Tag/Person) einzuchecken. Die Anfahrt über die engen, steilen Kopfsteinpflasterstraßen erforderte ein wenig Konzentration, war aber alles in allem gut machbar. Der Platz wurde uns im Vorfeld mehrfach wärmstens empfohlen und zwar zurecht. Der Inhaber „Marcos“ ist super nett und kennt sich noch dazu sehr gut im KFZ-Bereich aus, sollte man Probleme mit dem Van haben. Wir legten einen Organisationstag ein und waren super fleißig. Simon putzte mit dem vorhandenen „Kärcher“ Dampfdruckstrahler unsere Fahrräder während ich zwei Maschinen Wäsche wusch und unseren Van im Inneren gründlich reinigte. Außerdem konnten wir unser Brauch- und Trinkwasser auffüllen und sogar unsere Gasflasche wieder komplett füllen lassen. 👍 Und auch über das 5G Internet freuten wir uns sehr da wir damit noch einige Uploads tätigen konnten. Die zum Campingplatz gehörende Küche nutzten wir am Abend, um seit langem mal wieder Pizza selbst zu machen und in dem bis zu 500 Grad heißen Gasofen gelang diese mindestens genauso gut wie beim besten Italiener. 🍕🍷

Camping „Las Lomas“
Hier trocknet unsere Wäsche
Selbst auf dem Campground wird gearbeitet 💪🏻

Weniger schön war hingegen meine Nacht da ich mir, vermutlich bei der Rückfahrt von unserer Wanderung im Minibus bei offenen Fenstern, einen steifen Nacken zugezogen hatte. Dieser hatte sich bereits vor ein bis zwei Tagen bemerkbar gemacht aber vermutlich durch die Arbeiten am Tag zuvor schmerzte es nun wirklich höllisch und ich konnte meinen Kopf kaum mehr drehen. Entsprechend schlecht schlief ich da ich nur auf dem Rücken liegen konnte und die stechenden Schmerzen nicht unbedingt schlafförderlich waren. 😥 An die eigentlich geplante Radtour auf der Yungas-Todesstraße war somit nicht zu denken und so legten wir noch einen weiteren Tag Pause auf dem schönen Campingplatz ein und ich genoss zumindest eine ausgiebige, heiße Dusche. 🚿🧼🧽 Zumal wir hier sehr nette Gesellschaft aus Kolumbien, den Niederlanden sowie aus Deutschland und den Staaten hatten mit denen wir uns gut unterhielten.

Overlander Treffpunkt (DE, NL, CH, US, KO) 😍
6 oder 7 Bekannte waren schon vor uns da 🙂

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

Entweder über https://www.paypal.me/SiJuCampervan

oder https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan.

Kontaktiert uns auch gerne direkt per Mail an mailto:siju_campervan@web.de falls ihr Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserer Reise oder uns ganz allgemein haben solltet.