NEW BLOG POST 🇵🇪 (01. – 04.09.2023) Cordillera Blanca – NP Huascarán

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Wir überqueren neuerdings die Anden und fahren über eine abenteuerliche, landschaftlich sehr reizvolle Offroad-Piste zum bunten „Rainbow Mountain“ in Peru. Auf dem Weg dorthin haben wir einige unerwartete Schwierigkeiten mit unserem Van und nur mit viel Glück schaffen wir es, den Pass auf über 5.000 Metern üNN zu überqueren. Was uns dort erwartet lässt uns wahrlich staunen… 😮🌈
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Ich nutzte noch einmal das grandiose 25m Schwimmbecken des Club Germania in Lima sowie die angenehm heißen und blitzblanken Duschen, bevor wir dem netten Geschäftsführer „Willy“ sowie der Hauptstadt Perus Lebewohl sagten. Der Verkehr in Richtung Innenstadt sowie auf der Stadtautobahn war recht zäh und mitunter chaotisch so dass wir mehr als froh waren, als wir endlich an einem „Tottus“ Supermarkt am Rande der Stadt angelangten. Die Märkte in der Stadt können wir mit unserem Van nämlich häufig nicht ansteuern, da wir in keine Tiefgarage hineinpassen. Deswegen müssen wir vorab nicht nur prüfen, wo man am besten einkaufen kann sondern auch wie die dortigen Parkmöglichkeiten sind. Just als wir am verstauen der Einkäufe waren erreichte uns eine WhatsApp Nachricht von Max und Merle, dass ihre Kühlerreparatur endlich erfolgreich abgeschlossen sei und sie aller Wahrscheinlichkeit nach demnächst weiterfahren könnten. Wie es der Zufall so wollte, waren wir keine dreieinhalb Kilometer von ihrer Werkstatt entfernt und als wir dort eintrafen beglichen die beiden gerade die leider ziemlich stolze Rechnung. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in die „Cordillera Blanca“ und da die beiden, vor ihrer Panne, schon einmal auf dieser Strecke unterwegs waren kannten sie einen schönen sowie ruhigen Stellplatz für die Nacht. Wir erreichten diesen erst kurz nach Einbruch der Dunkelheit und da mittlerweile allen der Magen knurrte machten Simon und ich uns direkt ans Kochen. Wir bereiteten, zur Feier des Tages, eine große und leckere Portion Spaghetti Bolognese für alle zu. Schließlich galt es nicht nur auf die zügige Reparatur anzustoßen, auch wir hatten etwas zu feiern: 10.000 Abonnenten auf unserem Instagram Kanal sowie die frühzeitige Freischaltung der Monetarisierung bei YouTube. Und dass, obwohl uns noch etliche Stunden Wiedergabezeit sowie einige Follower bis zu den eigentlich notwendigen 1.000 fehlen. 🥳🥳🥳

So könnte für mich jeder Tag beginnen 😃
🍾🥂🎉
Läuft bei uns! 🥳🥳🥳

Am Samstag stand uns vieren ein krasser Fahrtag bevor: Für schlappe 200km benötigten wir sage und schreibe NEUN Stunden. Die Fahrbahn bis ins Trekking Mekka „Huaraz“ war über und über mit Schlaglöchern übersäht. In der Region befindet sich u.a. der 6.768 Meter hohe Berg „Huascarán“, der höchste Berg des Landes. So mussten wir nicht nur Slalom, sondern einmal mehr auch über die Anden fahren. Die letzten 40 Kilometer ging es dann über eine richtig krasse Offroad-Piste hinauf zum Wanderparkplatz an der „Laguna 69“. Vielleicht war es ganz gut, dass es mittlerweile schon wieder dunkel geworden war. So sahen zumindest die mitunter sehr baufällig wirkenden Holzbrücken etwas weniger furchterregend aus als im hellen. 🙈 Gegen 21:00 Uhr gelangten wir dann endlich an dem kostenfreien Camp Ground an. Unseren ursprünglichen Plan, Nudelauflauf und Pizzabrötchen zu machen, verwarfen wir zu Gunsten eines fixen Asia Nudelsnacks. Wir packten noch schnell die Wanderrucksäcke für den nächsten Morgen und fielen anschließend direkt müde sowie erschöpft ins Bett.

Erstmal Frühstück 🍳🥣🥞

Der kommende Tag begann früh: Wir standen bereits um 06:00 Uhr auf damit wir nach Möglichkeit noch vor den Reisegruppen an der Gletscherlagune ankommen würden. Nachdem wir gefrühstückt und das Vesper eingepackt hatten begaben wir uns kurz nach 07:00 Uhr in der Früh auf den ca. neun Kilometer langen Wanderweg. Unsere beiden Reisegefährten waren sogar noch eine Stunde eher aufgebrochen. Die Landschaft um uns herum erinnerte uns unweigerlich an den Nationalpark „Tierra del Fuego“ in Ushuaia, Patagonien. Auch hier floss ein reißender Gletscherbach durch saftig grüne Wiesen, auf denen Kühe sowie Esel weideten. Direkt neben dem Tal ragten schroffe, mit niedrigen Büschen bewachsene Berge gen Himmel aber auch schneebedeckte Gletscher waren unweit zu erkennen. 🤩 Wir folgten dem Bachlauf sanft hinauf in Richtung der Lagune und hielten immer wieder an, um die Landschaft in uns aufzusaugen. Links und rechts von uns fiel das Schmelzwasser über Wasserfälle hinab in die Tiefe und auch ein stattlicher „Chinchilla“ lief uns vor die Kameralinse. Kurz darauf erreichten wir die „Laguna Consuelo“ in deren Wasser sich leicht die umliegenden Berge spiegelten. Von hier aus ging es die letzten 300 von insgesamt 700 Höhenmeter deutlich steiler hinauf aber dennoch war ich erstaunt, dass ich an diesem Tag konditionell so gut vorankam. Lediglich der Schwindel machte mir zu anfangs immer mal wieder zu schaffen aber dieser kam sicherlich von unserem schnellen Aufstieg. Schließlich waren wir innerhalb von nur zwei Tagen von Meeresniveau hinauf auf über 4.000 Meter gefahren. Nach etwas mehr als drei Stunden lag dann die surreal türkisfarbene „Laguna 69“ vor uns wo Max und Merle bereits auf uns warteten. 😍 Eine gute halbe Stunde lang konnten wir die Stille der Natur sowie die Einsamkeit genießen. Lediglich den Gletscher hörte man ab und an deutlich knacken. Danach erreichten die ersten Gruppen ihr Ziel so dass wir uns etwa eine Stunde nach Ankunft, und natürlich einem ausgiebigen Snack, gemeinsam an den Abstieg machten. Witzigerweise begegnete uns auf dem Weg hinunter Hermann wieder, ein Mitglied unserer Gruppe auf dem „Salkantay Trail“. Pünktlich zur besten Kaffeezeit kamen wir wieder an den Vans an wo wir uns hungrig über den von mir gebackenen Blaubeerkuchen hermachten. 😛 Anschließend trennten sich unsere Wege mal wieder. Da die beiden in kürze Besuch in Ecuador erwarten wollten sie zügig weiter. Simon und ich hingegen begaben uns noch ein Stück tiefer in die höchste Gebirgskette außerhalb Asiens hinein. Auf einer Länge von 180 Kilometern befinden sich über 50 Berge mit einer Höhe von über 5.700 Metern und den Anfang der mächtigen „Cordillera“ konnten wir damals bereits am „Titicacasee“ sehen. Wir holperten die furchtbare Schotterpiste wieder hinunter ins Tal, nur um kurz darauf auf eine nur minder bessere abzubiegen. 😅 Erneut in der Dunkelheit fuhren wir über zahlreiche Haarnadelkurven hinauf bis zu einer Schranke. Bereits zuvor wurde uns gesagt, dass es hier ab 17:00 Uhr kein Weiterkommen mehr geben würde weswegen wir, in ordentlicher Schräglage am Hang, dort die Nacht verbrachten.

Die Landschaft ähnelte der in Ushuaia
Einfach nur schön 🥰
Wasserfall & Gletscher
Das letzte Stück ging steil hinauf 😮‍💨
Zwischenstopp an der ersten Lagune
Der Chinchilla ist wirklich gut getarnt – findet ihr ihn?!
Zieleinlauf! 😀
Die Laguna 69 in Peru 🇵🇪
Vesperpause 🥪
Das Wasser ist WIRKLICH so türkis 🤩
Wir treten gemeinsam den Rückweg an
Wieder vorbei an der Laguna Consuelo
Entlang des rauschenden Gletscherbachs
Zurück zum Wanderparkplatz
Auf dem Weg zur Laguna Parón

Nicht nur wegen der Schieflage schliefen wir schlecht sondern auch, weil wir immer wieder Regen auf unser Dach fallen hörten. In welchem Zustand die Straße wohl sein würde, die ab hier sehr steil und schmal bis zur „Laguna Parón“ hinauf führt? Und ob wir hier am Hang problemlos würden anfahren können?! Schließlich ist unser Fahrzeug mit dreieinhalb Tonnen kein Leichtgewicht und auch der Frontantrieb ist in solchen Momenten nicht von Vorteil… Glücklicherweise kam nicht wirklich viel vom Himmel und als wir früh morgens das Bett verließen hatte es bereits wieder abgetrocknet. Ich war gerade dabei, uns Kaffee einzuschenken als kurz nach 08:00 Uhr der freundliche Ranger eintraf. Diesen fragte ich nach seiner Meinung bezüglich der letzten noch zu fahrenden 15 Kilometer und er sprach aus, was wir uns bereits gedacht hatten: Mit unserem Van wäre es ein großes Wagnis. Keinesfalls wollten wir riskieren uns im Nirgendwo, schlechtesten falls noch in einer Haarnadelkurve, festzufahren. Wir erkundigten uns bei ihm ob es eventuell möglich wäre, von hier aus eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Da es erst vor wenigen Wochen, am oberen Parkplatz, einen schweren Erdrutsch gegeben hatte werden derzeit die sonst üblichen Touren nicht angeboten. Aber er meinte, dass dennoch der ein oder andere Tourist auf eigene Faust seinen Weg hierher finden würde und unsere Chancen ganz gut stünden. So wendeten wir unseren Van in vielen Zügen, parkten ihn etwas unterhalb der Schranke an einer etwas breiteren Stelle, packten die Rucksäcke und dann hieß es warten. ⏱ Als erstes kam ein Pick-Up angefahren welcher uns nicht mitnehmen konnte, oder wollte. Als zweites tauchte ein leider vollbesetzter Minibus auf und als drittes, man mag es kaum glauben, fuhren die beiden Südafrikaner Yvonne und Brett in ihrem allradgetriebenen Land Rover Defender vor. 😀 Wir waren ihnen zuvor schon zweimal begegnet, nämlich in „Samaipata“ (Bolivien) als wir Jessica und Yannick am Abschlepphaken hatten und dann noch einmal auf dem Campingplatz in „Cusco“. Wir konnten unser Glück und unsere Freude kaum fassen als wir kurz darauf durch ihre Heckklappe klettern und, bäuchlings, auf ihrem eingepackten Bettzeug platznehmen durften. Fast eine Stunde lang lagen wir so da bis wir endlich am Ziel ankamen und uns war bereits nach wenigen Metern klar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. NIEMALS wären wir mit unserem Van bis hierhin gekommen. Oben angelangt mussten wir dann zu Fuß erst einmal den gewaltigen Erdrutsch überqueren. Der gesamte Hang war abgerutscht, hatte ein Stück der Straße mit sich gerissen und wo diese einmal war floss nun ein reißender Bach. 😮 Wir gaben uns, einer nach dem anderen, gegenseitig Halt und schafften es so bis hinüber auf die andere Seite. Wenig später konnten wir einen ersten Blick auf die langgezogene, türkise Lagune erhaschen welche sich in Mitten der gewaltigen Gletscher auf einer Höhe von 4.200 Metern befindet. Auch diese Lagune gehört, wie zuvor die „69“, zum Nationalpark „Huascarán“. Mussten wir am Vortag jedoch noch stolze 30 Soles (=7,50 €) pro Person für die Wanderung berappen wurden hier lediglich 5 Soles (= 1,25 €) Eintritt verlangt und wir liefen gemeinsam ein Stück am Westufer des Sees entlang. Wie so oft in den Bergen hingen die Wolken recht tief und verhüllten die sicherlich spektakulären Schneeberge. Nur das Knacken des Gletschereises verriet uns deutlich ihre Existenz. Während unserer Lunch Pause fielen auch immer mal wieder ein paar Tropfen aber zum Glück wurde der Regen nicht stärker. Allerdings wurde es doch recht frisch weswegen wir den fünf Kilometer langen Weg (one way) nicht zu Ende liefen. Zumal wir ja auch auf unser Taxi angewiesen waren! Gegen 14:00 Uhr setzten uns die beiden wieder an unserem Van ab und nach dem wir die Rucksackinhalte sicher verstaut hatten begaben auch wir uns auf die Weiterfahrt zurück ins Tal. 🚐💨 Auf dem Weg dorthin empfingen wir eine erneute Schreckensbotschaft von Max und Merle: Während ihrer Rückfahrt nach „Huaraz“ hatte sich das Kreuzgelenk ihrer Kardanwelle verabschiedet weswegen sie neuerdings in einer Werkstatt standen. 😟 Da wir sowieso nichts hätten ausrichten können entschieden wir, wenige Kilometer vor ihrem Standort vor einem Hotel mit angegliederten Thermen zu übernachten. So könnten wir am nächsten Morgen noch ein Bad nehmen und anschließend bei den beiden Unglücksraben vorbeischauen…

Unser Retter in der Not:
Der Land Rover von Yvonne & Brett
Überquerung des heftigen Erdrutsches
Dank den beiden schafften wir es doch noch zur Laguna Parón ♥️
Eingekesselt von hohen Bergen liegt sie da 🏔️
Auch hier ist das Wasser unglaublich türkis
Unser schöner Lunch Spot 🥯
Schade, dass die Wolken die Sicht verdeckten ☁️
Auf dem Rückweg zum Parkplatz

Ob die beiden ihre Reise dann doch noch wie geplant fortsetzen konnten und wie sich für uns der Weg an die Pazifikküste gestaltete erfahrt ihr dann nächste Woche an gleicher Stelle. 😉

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NEW BLOG POST 🇵🇪 (27. – 31.08.2023) Lima

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Wir wandern durch den zweittiefsten Canyon der Welt, beobachten dabei zahlreiche Anden Kondore mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern bei ihrem morgendlichen Aufstieg in die Lüfte und erleben fast einen Vulkanausbruch mit! Und vor lauter Begeisterung breche ich mir fast noch ein Bein… 🙈
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Nach einem weiteren, entspannten Tag am Strand von „Paracas“ machten wir uns am Sonntagmittag im Zweiergespann auf den Weg über den „Panamerican Highway“ nach „Lima“. Die 240 km bis dorthin spulten wir in Rekordzeit ab. Seit Chile hatten wir keine derart einfache und komfortable Fahrt mehr gehabt! Da bezahlt man die Mautgebühr schon fast mit Freuden. 😅 Drei Stunden später erreichten wir das direkt an der Küste gelegene Szeneviertel „Barranco“. Hier herrschte eine lässige und zugleich quirlige Atmosphäre. Das Publikum schien aus aller Herren Länder zu kommen und von den vielen grünen Parks aus direkt in die zahlreichen Restaurants, Bars sowie Cafés zu strömen. Wir parkten unseren Van vor einer der schicken und modernen Wohnanlagen mit Blick aufs Meer aber auch hübsche alte Stadtvillen waren hier zu finden.

Unser Stellplatz in „Barranco“

Die neue Woche begann direkt mit einem erneuten Abschied von unseren zwei mittlerweile sehr liebgewonnenen Reisegefährten. 🥰 Da Max und Merle Mitte September Besuch erwarten und bis spätestens dahin in Quito, Ecuador sein müssen sitzt den beiden aktuell die Zeit etwas im Nacken. Deswegen hatten sie sich gegen Lima und für die direkte Weiterreise entschieden. Auch wir waren in Bezug auf die peruanische Hauptstadt etwas zwiegespalten… Ich hatte nicht schon wieder Lust auf Großstadt und das übliche Sightseeing Programm. Zumal die Entfernungen in der 10 Mio. Metropole einfach unglaublich groß sind. Unsere Fahrräder waren leider noch völlig verdreckt weshalb wir das gute Radwegenetz nicht nutzen konnten. So begnügten wir uns (vorerst) mit einem Rundgang durch die beiden modernen Bezirke „Miraflores“ und „Barranco“. Beide liegen direkt an den hohen, steilen Klippen des Pazifiks und sollen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Limas zählen. Wir schlenderten durch die unglaublich vielen Parkanlagen, vorbei an schönen alten sowie neuen Häusern und entlang des „Malecón“. Im „Parque del Amor“ gab es für mich einen leckeren Cappuccino mit einem süßen Crêpes, bevor wir entlang der fünf Kilometer langen Promenade zurück zum Van spazierten. Bei Höchsttemperaturen von 22°C am Tag sowie Tiefsttemperaturen von 17°C in der Nacht gestaltete sich unser Rundgang, nicht zuletzt deshalb, sehr angenehm. ⛅

Spaziergang entlang des „Malecón“
Immer am Pazifik entlang
Durch den „Parque del Amor“
Bis zum Leuchtturm an der Steilküste
Restaurant Meile in „Miraflores“

Am Dienstagmittag checkten wir dann im exklusiven „Club Germania“ ein. Dieser existiert, mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung von 13 Jahren während des zweiten Weltkriegs als alle Deutschstämmigen das Land verlassen mussten, seit nunmehr 160 Jahren in Lima. 😮 Eigentlich öffnet der Club seine Pforten nur für Mitglieder. Diese müssen in irgendeiner Form eine Verbindung zu Deutschland haben und sei es, dass sie nur auf der Deutschen Schule sind bzw. waren oder zumindest die Deutsche Sprache beherrschen. Aktuell zählt der Club 900 Mitglieder, exklusive Familienmitglieder welche aber selbstverständlich auch Zugang haben. Bei einer einmaligen Aufnahmegebühr von, Achtung festhalten, 10.000 USD sowie einem zusätzlichen Monatsbeitrag in Höhe von 240 Soles (= 60 €) kann man das aber auch durchaus verlangen. 🙈 Der super freundliche und sehr redselige Geschäftsführer „Willy“ übernahm vor einigen Jahren die Führung des Clubs. Als Sohn einer Deutschen und eines Peruaners kam er im Rahmen seiner Tätigkeit für BOSCH vor 36 Jahren nach Lima. Er nahm sich sehr viel Zeit für uns und gab uns sogar noch einige Essens- und Sightseeing Tipps. 😀 Anschließend führte er uns über das weitläufige Gelände, auf dem sich nicht nur ein beheiztes 25m Schwimmbecken befindet sondern auch sechs Tennis- sowie vier Squashfelder. Darüber hinaus gibt es ein großes Fußballfeld, eine Kletterwand, diverse Tischtennisplatten sowie eine Bowling- und Kegelbahn. Nicht zu vergessen der große Kinderspielplatz nebst Grillbereich, die Duschen und Umkleidekabinen sowie eine Sauna plus eigenem Restaurant und einer schönen Cafeteria. Und zahlreiche Kurse, vom Yoga bis hin zum Taekwondo, werden auch angeboten. Als Overlander mit deutschem Pass darf man hier kostenfrei auf dem 24h Stunden bewachten Gelände stehen und, mit Ausnahme des Kraftraums, ALLE Einrichtungen nutzen. 🤩

Stellplatz im „Club Germania“ 🅿️
Blick aufs Fußballfeld vom Auto aus ⚽️
Tennisplätze 🎾
Kletterwand für die Schüler der Humboldt Schule
Liegefläche vor dem Schwimmbad
Die tolle Schwimmhalle 🤩

Da uns „Willy“ einen Besuch im historischen Zentrum von Lima sehr ans Herz gelegt hatte statten wir diesem dann schlussendlich doch noch eine Visite ab. Der Club liegt rund 10km außerhalb weswegen wir uns mit dem Taxi dorthin bringen ließen. An diesem Tag war der Himmel relativ grau und vielleicht imponierten mir die Prachtbauten im Kolonialstil deswegen nicht ganz so. Eventuell lag es auch schlicht daran, dass ich schon etwas voreingenommen war oder an der Tatsache, dass wir in den vergangenen Monaten schon viele ähnliche Städte und Gebäude gesehen hatten. 🙈 Noch dazu erwischten wir einen Feiertag, den „Día de Santa Rosa de Lima“ weswegen unglaublich viele Menschen in den Straßen der Altstadt unterwegs waren. Auch die wirklich schöne „Plaza de Armas“ war auf Grund von Festivitäten und einer Prozession leider weiträumig abgesperrt weshalb wir nur vom Absperrgatter aus einige Fotos schießen konnten. Wir kosteten leckere „Churros“, die hier nicht dem üblichen Spritzgebäck entsprechen sondern mehr gezuckerten Berlinern mit einer leckeren Cremefüllung ähneln. 😋 Auch einen tollen Mittagstisch konnten wir ausfindig machen, inklusive frischer „Ceviche“ als Vorspeise. Bereits auf dem Weg in die Stadt hinein erreichte uns die schockierende Nachricht von Max und Merle, dass vor kurzem ihr Kühler in die Luft gegangen war. Und zwar mitten im Nirgendwo, bei voller Fahrt! Wir konnten uns so gut in die beiden hineinversetzen und waren froh zu hören, dass ihr Fahrzeug kurz darauf auf einen Abschlepper verladen werden konnte. Dieser würde sie die rund 300km bis zurück nach Lima in eine Werkstatt bringen. Hoffen wir das Beste für die beiden! 🍀🐷

An der Plaza „San Martín“ in Lima
Auch hier gab es wieder prächtige Holzbalkone
China Town – viel zu voll 🙈
Die „Plaza de Armas“
Leider kamen wir nicht näher ran 🤷🏼‍♀️

Am Tag darauf erkundigten wir uns bei „Willy“, ob wir freundlicherweise noch einen Tag länger bleiben dürften damit wir für Max und Merle zumindest in Reichweite wären. Er gab, ohne mit der Wimper zu zucken, grünes Licht für die Verlängerung worüber wir uns tierisch freuten. 🙃 So blieb uns außerdem noch Zeit für die Arbeit an den Laptops sowie für Kaffee und Kuchen in der schönen Cafeteria des Clubs. ☕🍰 Außerdem fand ich, dass es nach sage und schreibe 13 Monaten höchste Zeit für einen Besuch beim Friseur sei. Und wenn nicht in einer Großstadt wie Lima, wo dann?! Ich googelte nach einem Salon mit guten Bewertungen in der Nähe unseres Stellplatzes und machte mich zu Fuß auf den Weg dorthin. Tatsächlich kam ich ohne Wartezeit direkt an die Reihe. Nur blonde Strähnen wollte man mir keine verpassen weil die Friseurin meinte, meine Haare wären dafür zu trocken und würden davon kaputt gehen. 🤨 Ich bezweifle das, fand es aber auch nicht weiter tragisch und lies stattdessen gute acht bis zehn Zentimeter meiner Haarpracht auf dem Boden des Ladens zurück. Sollte nun wieder eine Weile halten! 😅 Zurück am Van erreichte mich frohe Kunde aus der Werkstatt: Allem Anschein nach waren alle nötigen Teile vor Ort und mit viel Glück können die beiden am Folgetag ihre Reise bereits fortsetzen.

Das Café „Bunt“ im „Club Germania“
Tolle Auswahl an Kuchen 🥧
Yummy 😋
Vorher… 💇🏼‍♀️
Nachher 😀

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NEW BLOG POST 🇵🇪 (15. – 26.08.2023) Nasca Wüste – Oase Huacachina – Paracas

Nach unserem fünftägigen Trekking zum Machu Picchu verbrachten wir noch einige Tage in der ehemaligen Inka-Hauptstadt Cusco, um uns ein wenig von den Strapazen zu erholen und all die vielen Eindrücke sacken zu lassen. Außerdem wollte vor unserer Weiterreise auch noch so einiges organisiert werden. Duschen, Wäsche waschen, einkaufen etc. Ihr kennt das ja mittlerweile schon von uns. 😛 Zumal es Simon am Tag nach unserer Rückkehr nicht wirklich gut ging und er unter einer seltsamen Mischung aus Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall litt. Glücklicherweise sah die Welt am Tag darauf schon wieder besser aus und wir konnten alle anstehenden Erledigungen in Angriff nehmen. 💪 Nach zwei Tagen verließen wir aus Kostengründen den hübschen Campingplatz, um noch einmal eine Nacht etwas unterhalb auf dem bereits zuvor besuchten Parkplatz zu verbringen. Just an dem Abend, vor unserer geplanten Weiterfahrt, suchte dann auch mich die Magen-Darm-Seuche heim und ich saß mehrmals mit dem Eimer auf den Knien auf unserer Camping-Toilette. 🤮 Am nächsten Morgen war der Spuk zum Glück schon wieder vorbei aber zum Autofahren fühlte ich mich definitiv nicht im Stande da ich zum Aufrechtsitzen kaum in der Lage war. Also ruhte ich mich gebührend aus und am Freitag konnte es dann ENDLICH weitergehen.

Übernachtung an einer Plaza

Vor uns lagen drei zähe Fahrtage über das Andenmassiv. Es ging stetig auf… Dann wieder ab… Und wieder auf… Und wieder ab… Das Ganze verteilt auf eine Distanz von 650 km für die wir gut und gerne 12 Stunden gebraucht haben. Nicht zuletzt auf Grund einiger tausend Höhenmeter und mindestens genauso vieler Kurven. 😂 Dafür wusste einmal mehr die schöne grüne Landschaft, geprägt von Lagunen und Alpaka Herden, zu überzeugen.

Ein munteres Auf und Ab ⤵️⤴️

In den letzten beiden Nächten schlief ich so schlecht wie schon lange nicht mehr und ich bin mir relativ sicher, den Grund dafür zu kennen: Nicht zum ersten Mal während unserer Reise fielen wir nach einem extremen Bewegungsüberschuss (75km Laufen innerhalb von 4 Tagen) direkt ins andere Extrem, nämlich tagelang rein gar keine Bewegung. 😣 Simon kommt damit hervorragend klar aber ich bin wohl eher Typ Steinzeit- statt Neuzeitmensch. Sprich mir geht sowohl physisch als auch psychisch deutlich besser, wenn ich mich viel bewegt habe und abends mit müden Muskeln und einem klaren Geist einschlafe. Die vergangenen Nächte waren jedoch vom Gegenteil geprägt: Mein wacher, unausgelasteter Körper kam einfach nicht zur Ruhe. Dafür versuchte mein Geist diese Ruhe auszugleichen und findet Selbige dann natürlich nur schwer. Noch dazu wird mein nächtliches Zähneknirschen dadurch verstärkt, weil sich die Muskeln dann anderweitig abarbeiten wollen. Ein Teufelskreis… 🥴 Trotz etwas mehr als einem Jahr „on the road“ konnten wir bis dato noch keine wirklich festen Routinen etablieren sondern leben mehr oder weniger von einem Tag in den Anderen. Wohingegen man Zuhause, in einem geregelten Alltag, eher über das Gegenteil klagt und meist zu viele feste Termine hat fehlen mir diese Fixpunkte merklich. Zumal es, ja nach Standort, auch nicht immer einfach ist Sport zu integrieren, beispielsweise wenn man mitten in einer Großstadt oder auf über 4.000 Metern üNN campiert. Aber ich möchte nicht nach Ausreden sondern nach Lösungen suchen und versuchen, generell ein wenig mehr Struktur in unseren Alltag zu bringen. 💪 Falls auch ihr derzeit im Van leben solltet dann lasst mich doch gerne wissen wie ihr das handhabt. Vielleicht könnt ihr mir helfen und habt ein paar gute Tipps für mich parat. Habt ihr beispielsweise feste Routinen á la: Montagmorgens Sport, Mittwoch Arbeitstag, Freitag Spieleabend etc.?! Und könnt ihr meine Empfindungen nachvollziehen oder kommt euch das alles völlig fremd vor??? 🙈

Nach der kurzen Exkursion in mein Inneres jetzt aber wieder schnell zurück zu den Äußern Umständen: 😅

Am Montag erreichten wir endlich die nur noch 50 Kilometer vom Pazifik entfernt gelegene Stadt Nasca, welche sowohl den berühmten Scharrbildern als auch der Wüste ihren Namen leiht. Hier stießen wir auch seit längerem mal wieder auf die Panamericana. Ob wir ihr diesmal endlich länger folgen werden?! Außer den berühmten Geoglyphen gibt es hier aber noch viele Highlights mehr wie zum Beispiel die Aquädukte von Cantalloc. Da wir sowieso daran vorbeifuhren schauten wir uns diese uralte und sehr imposante Anlage aus der Nähe an. Das Volk der Nasca hat diese Kombination aus Brunnen, unterirdischen Wasserkanälen und Zugangsschächten („Puquois“ genannt) bis zum Jahr 600 n.Ch. vollendet. Da der „Río Grande“ sowie die zufließenden Bäche nur während der kurzen Regenzeit im Winter, von Januar bis März, Wasser führen ist die Einrichtung für die umliegende Bevölkerung mitunter noch heute von großer Bedeutung. Die spiralförmigen Zugänge zu den unterirdischen Quellen gaben ein hübsches Fotomotiv ab wenngleich in ihnen auch Schwärme der fiesen Sandflies lebten die sich sofort auf unsere nackten Beine stürzten… 😧

Mal wieder auf der Panamericana 😀
Die beeindruckenden Aquädukte von Cantalloc
Die spiralförmigen Schächte führen zu den unterirdischen Kanälen 🌀
Und kommen schlussendlich ans Tageslicht

Bevor wir uns näher mit der Nasca Kultur beschäftigten machten wir noch einen weiteren, interessanten Abstecher. Mitten im Nirgendwo liegt der Friedhof von Chauchilla wo wir, mit Genehmigung des freundlichen Wärters Marcus, eine sehr ruhige Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen sahen wir uns dann in aller Ruhe, und vor allem mal wieder ganz alleine, die sprichwörtlichen Überreste einer noch älteren Kultur an. In der staubtrockenen Wüste wurden nämlich Jahrtausende alte Mumien und Schädel eines Prä-Inka Volkes gefunden. Die Toten wurden sitzend in Baumwollstränge gewickelt und danach mit Harz einbalsamiert. Anschließend wurden sie in mit Lehmziegeln ausgekleideten Gruben bestattet. Das Volk der Chinchorro lebte schätzungsweise vom zweiten bis zum neunten Jahrhundert n.Ch. und dank des trockenen Wüstenklimas sind die Gebeine noch relativ gut erhalten. Zumindest das, was die Grabräuber übrig ließen… Von diesen resultieren wohl auch die zahlreichen, abgetrennten Schädel. Der Ort diente außerdem als Schauplatz für die Dreharbeiten von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Somit dürfen wir mit Stolz behaupten, die ältesten Mumien der Welt gesehen zu haben. Diese hier sind nämlich sage und schreibe 2.000 Jahre älter als die der Ägypter! 😮

Friedlicher Stellplatz mitten in der Wüste 🌵
Eine gut erhaltenes Skelett
Grab mit Mumie und Grabbeigaben
Die Gräber werden nur durch Strohdächer geschützt
Der Rechts erinnert mich stark an Keith Richards 😅
Was für lange Haare die hatten! 😮

Von dort aus machten wir uns dann nach dem Frühstück auf zu den Nasca Linien. Am besten sieht man die über 1.500 Figuren und mitunter Kilometer lange Linien aus der Luft. Allerdings kostet so ein Rundflug im Kleinflugzeug auch 100 USD pro Person und man sollte über einen stabilen Magen verfügen. Ich habe weder Geld noch einen kurventauglichen Magen weshalb wir uns mit den Aussichtspunkten entlang des Highways begnügten. 😅 Auf einem Hügel war gut das Relief einer Katze zu erkennen. Diese stammt jedoch nicht von den „Nasca“ sondern von den „Paracas“ welche in der vorangegangenen Epoche hier lebten. Von einem kurz darauf folgenden Aussichtsturm aus konnten wir jedoch deutlich drei Scharrbilder der „Nasca“ erkennen: Auf der einen Seite der Panamericana befindet sich die springende Kröte. Manche interpretieren diese auch als Hände, eine mit fünf und die andere mit vier Fingern. Direkt daneben liegt der Baum und auf der anderen Seite sieht man die Echse. Einige Kilometer weiter stoppten wir dann erneut, am Museum Maria Reiche. Die aus Dresden stammende Deutsche Physikerin und Mathematikerin widmetet fast ihr gesamtes Leben der Erforschung der Nasca Linien. Sie vermaß und kartierte die Linien, vor und nach dem zweiten Weltkrieg, bis sie im hohen Alter von 95 Jahren starb. Nicht zuletzt dank ihr erlangten die Geoglyphen den UNESCO Weltkulturerbe Status. Etwa 120 km später erreichten wir dann ein weiteres Wunder, die Oase „Huacachina“ unweit der Stadt „Ica“.

Die „Katze“
Die berühmtesten Nasca Bilder
Die „Kröte“
Der „Baum“
Die „Echse“
Und mitten durch die Panamericana 🙈
Museum Maria Reiche
Ihre Biografie
So sah wohl ihr Arbeitszimmer aus
Wenn das ihr Auto war hatte sie Stil 👍🏻
Der „Affe“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Kolibri“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Flamingo“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Dino“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Der „Astronaut“ (Luftaufnahme eines Bekannten)
Sonnenuntergang in der Oase 🌅

Nach dem wir eine angenehme Nacht, in einer der wenigen Straßen des winzigen Örtchens, verbracht hatten checkten wir am folgenden Morgen im „Ecocamp Huacachina“ ein. Das hübsche Hotel integriert sich mit seinen schlichten Zelten, die als Hotelzimmer dienen, sowie den Bambuswänden wunderbar in die Dünenlandschaft. Außerdem verfügt die Anlage über einen schönen Pool inklusive Pool-Bar, wo wir uns zwar keinen Cocktail, dafür aber einen leckeren Brownie mit Vanille Eis gönnten. 😋 Irgendwann wurden uns die Liegen am Pool zu unbequem und wir machten uns gegen 16:00 Uhr auf zu den Dünen. Schließlich wollten wir pünktlich zum frühen Sonnenuntergang oben sein! Tatsächlich mussten wir zuerst knapp 4 Soles (= 1 €) Eintritt entrichten bevor wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen konnten. Bei all den vielen Touristen hier aber natürlich völlig verständlich und gerechtfertigt. Scheinbar hatten wir, mal wieder, einen günstigen Tag erwischt denn es war deutlich weniger los als erwartet. Die meisten Besucher suchen außerdem eher den Adrenalinkick und düsen, laut johlend, mit Strandbuggys über die Dünen. Nur einige wenige erklommen, so wie wir, die mitunter bis zu 1.000 Meter hohen Sandberge. Es lief sich besser als gedacht und wir kamen relativ bald am höchsten Punkt an von wo aus wir eine herrliche Rundumsicht hatten. Nicht nur hinunter auf den sagenumwobenen See mit seinem üppigen Grün rundum, der angeblich durch den zerbrochenen Spiegel einer Inka-Prinzessin entstanden sein soll. Sondern auch weit in die Ferne, hinweg über unzählige Sanddünen mehr, sowie auf die nahe gelegene Großstadt „Ica“. Nach dem wir unsere Kaltgetränke sowie die Aussicht genossen hatten begaben wir uns in der untergehenden Sonne wieder zurück zum Camp. In dessen Hof stand unser Van, zusammen mit einigen weiteren Campern, und wir nutzten noch die große Freiluftküche für eine schnelle, cremige One-Pot Parmesan Pasta. 🍝 Falls ihr dieses einfache und sehr leckere Gericht gerne nachkochen möchtet, für welches man noch dazu kaum Zutaten und nur einen Topf benötigt, dann schaut unbedingt hier:

Schnell, einfach & lecker 😋
Pool mit Ausblick auf die Sandberge
Süßes geht bei uns einfach immer 😋
Wir wollen hoch hinaus 👆🏻
Oben angekommen 😃
Erstmal was kaltes trinken 😛
Und die Aussicht genießen
Sand soweit das Auge reicht…

Einen Tag später verließen wir das hübsche und sehr besondere Fleckchen Erde dann auch schon wieder. Nach einer ausgiebigen sowie sehr heißen Dusche fuhren wir zurück nach „Ica“, wo wir direkt den großen „Plaza Vea“ Supermarkt ansteuerten. Unser nächstes Ziel befand sich an der Küste und in dem touristischen Ort „Paracas gab es laut Aussage von Max und Merle, die dort bereits auf uns warteten, nur sehr teure Einkaufsmöglichkeiten. Deswegen arbeiteten wir nicht nur unsere eigene, sondern auch deren Einkaufsliste ab und übergaben ihnen die volle Tüte rund eine Stunde sowie 75 km später. 😃 Wir parkten unseren Van hinter ihrem, in bester Strandlage, so dass wir den Blick aufs ruhige Meer während unserer angeregten Gespräche ungetrübt genießen konnten. Der Rundgang durch den derzeit sehr verschlafenen, kleinen Ferienort war dann auch schnell erledigt und wir fanden uns kurz darauf zu einem leckeren, von Max frisch zubereiteten, Abendessen in ihrem VW Crafter zusammen. 🍻

Nach vier Monaten endlich wieder am Meer 🌊

Der Freitag begann mit einem kurzen, aber knackigen Workout am Strand bevor wir uns in die Vans verzogen um fleißig an den nächsten Projekten zu arbeiten. Dazwischen bereitete Simon das Abendessen für uns vor denn hier am Strand hatten wir den idealen Platz für den seit langem heiß ersehnten Dutch Oven gefunden. 🔥 Zuvor genossen wir noch gemeinsam, bei einem kühlen Bier, den schönen Sonnenuntergang über der „Paracas“ Halbinsel bevor wir uns hungrig über das leckere Schicht-Cordon Bleu hermachten. 😋

Frühsport 🏋🏼‍♀️
Sonnenuntergang mit Blick auf die „Paracas“ Halbinsel
Endlich mal wieder Dutch Oven 🔥

Videos zu den einzelnen Reiseetappen findet ihr auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/@sijucampervan

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NEW BLOG POST 🇵🇪 (09. – 14.08.2023) Über den Salkantay Trek zum Machu Picchu

Am Mittwochmorgen wechselten wir den Stellplatz und checkten auf dem weitläufigen Campingplatz „Quinta Lala“ etwas oberhalb von Cusco ein. Für 36 Soles (= 9 €) konnten wir hier nicht nur in sehr friedvoller Umgebung nächtigen, sondern auch alle Einrichtungen wie beispielsweise die heißen sowie sauberen Duschen nutzen. 😀 Noch wichtiger war für uns jedoch, dass wir unseren Van hier für schlappe 12 Soles pro Tag (= 3 €) sicher abstellen konnten so lange wir auf dem Salkantay Trail unterwegs sein würden. Nach dem wir uns frisch gemacht hatten ging es ans packen für die kommenden Tage bevor wir uns um 17:00 Uhr zum Tour Briefing im zentral gelegenen Office von Salkantay Trekking einfanden. Dort trafen wir zum ersten Mal auf unsere beiden lokalen Guides Sergio und Marco, die beide hervorragend Englisch sprachen, sowie auf die restlichen fünf Gruppenteilnehmer. Außer uns waren da noch Pablo und Kristina aus Spanien, Hermann aus der Schweiz sowie die Cousins Juri und Bor aus Slowenien. Wir alle bekamen eine Karte ausgehändigt auf der die komplette Route einschließlich aller Unterkünfte verzeichnet waren. Sergio informierte uns über die einzelnen Tagesetappen, inklusive deren Kilometeranzahl sowie Höhenmeter, und übergab uns im Anschluss die leeren Packtaschen. In diese konnten wir alles packen, was wir tagsüber während der Wanderung nicht benötigten. Somit mussten wir selbst nur unsere Day Bags tragen wohingegen das restliche Gepäck von Mulis bzw. Autos transportiert wurde.

Die Route steht 🧭

Falls ihr auch an dem Trek interessiert seid und nicht genau wisst, was ihr mitnehmen sollt dann haben wir hier unsere Packliste einschließlich einiger Produktempfehlungen für euch:

Day Bag

Packtasche

  • Schlafsack (dieser kann bei der Agentur oder in Cusco gemietet werden)
  • Wechselkleidung (T-Shirts & Wandersocken)
  • Sneakers
  • Flip-Flops oder Badeschuhe
  • Badebekleidung
  • Stirnlampe
  • Hygiene Artikel
  • Ladegeräte und Powerbank

P.S. Falls ihr Artikel über diese affiliate links kauft dann kommt ein kleiner Anteil des Kaufpreises uns und somit unserer Reisekasse zu gute. ❤

Der nächste Tag begann vielmehr mitten in der Nacht als um 03:00 Uhr in der Früh mein Wecker klingelte. Ich hatte nicht wirklich gut geschlafen, ähnlich als wenn man weiß man muss zum Flughafen und darf keinesfalls verschlafen. 😅 Nach dem wir uns frisch gemacht und einen Schluck Kaffee getrunken hatten begaben wir uns kurz vor 04:00 Uhr zum vereinbarten Abholpunkt an der Straße, wo bereits der Minivan mit unserem Guide Marco auf uns wartete. Als alle Teilnehmer sowie die zweiköpfige Küchencrew einschließlich Equipment und Lebensmittel eingesammelt waren ging es zwei zähe sowie kurvige Stunden mit dem Van bis nach „Mollepata“. Dort wartete ein reichhaltiges Frühstückbüffet auf uns welches uns von einer einheimischen Familie in ihrem kleinen Lokal serviert wurde. Gut gestärkt erreichten wir kurz darauf, gegen 09:00 Uhr, den Startpunkt des Trails in „Challacancha“. Wir schnappten unsere Day Bags und begaben uns gemeinsam auf die ersten Kilometer in Richtung Tagesziel. Es ging lediglich die ersten paar Meter steil nach oben was uns auf Grund der dünnen Luft aber doch schon ordentlich anstrengte. Sergio riet uns eindringlich lieber langsam, dafür aber stetig zu gehen so dass jeder sein eigenes Tempo finden konnte. Glücklicherweise wurde es relativ schnell eben und wir folgten ein ganzes Stück weit einem Wasserkanal. Gut sichtbar waren auch die versteinerten Bäume, die sich im Laufe der Jahrmillionen gemeinsam mit den Anden vom Meeresniveau bis hinauf auf 3.800 Meter üNN geschafft hatten. Kurz darauf kamen zum ersten Mal die schneebedeckten Gipfel der beiden Gletscher „Humantay“ und „Salkantay“ in Sicht. Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir unser erstes Lager in „Soraypampa“. Wobei Lager eigentlich das völlig falsche Wort für diese luxuriöse Unterkunft ist. 😮 Die Köche warteten bereits mit einem fantastischen drei Gang Menü auf uns, welches wir mit Blick durch die verglaste Front im geräumigen sowie gemütlich eingerichteten Speisesaal zu uns nehmen durften. Danach bezogen wir unser Quartier für die Nacht in Form von Sky Domes. Die rundum verglasten Iglo warteten mit einem Kingsize Bett auf und wir breiteten schon einmal unsere gemieteten Daunenschlafsäcke darauf aus. Tagsüber wurden die Iglo, zwecks der starken Lichtreflexion, jedoch noch mit Plastikplanen abgedeckt. Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann am frühen Nachmittag noch einmal zu Fuß weiter. Es galt, innerhalb von nicht einmal zwei Kilometern, insgesamt 300 Höhenmeter bis zur Laguna „Humantay“ zu bezwingen. Quasi als erster Test für den kommenden Tag… 🙈 Wir liefen erneut langsam, aber kontinuierlich den Berg hinauf und kamen knapp eine Stunde später an der von Gletscherwasser gespeisten Lagune an. Leider hatten sich zwischenzeitlich etliche Wolken am Himmel breit gemacht weshalb die Aussicht nicht ganz so schön wie erhofft war. Außerdem wurde es uns relativ schnell frisch so dass wir kurz darauf über denselben Weg wieder zum Camp abstiegen. Dort angekommen wartete bereits eine kleine Stärkung in Form von Snacks sowie heißer Schokolade und Tee auf uns. 🍵🍪 Und keine Stunde später fanden wir uns auch schon wieder zum leckeren Abendmenü zusammen bevor wir uns in unsere Schlafsäcke verkrochen. Sogar eine Wärmflasche wurde uns für die erste Nacht bereitgestellt! Vom Sternenhimmel über unserem Bett sahen wir allerdings nicht mehr viel da wir, müde von dem ersten langen Tag, relativ schnell einschliefen. Da wir jedoch angehalten wurden, so viel als möglich zu trinken um nicht zu dehydrieren, musste ich nachts einmal raus und da war der Sternenhimmel einschließlich Milchstraße wirklich überwältigend schön. 🌟 Und kurioser Weise hatten wir am Ende des ersten Tages, trotz ausreichend Flüssigkeitszufuhr und obwohl wir die vergangenen Wochen bereits auf ähnlichen Höhen verbracht hatten, beide leichte Kopfschmerzen.

Die Lebensmittel werden verladen
Wir sind ready to go
Immer am Wasser entlang…
(links sieht man die versteinerten Bäume)
Bis nach „Soraypampa“
Zum Glück müssen wir unser Gepäck
nicht selbst tragen 😮‍💨
Wir checken in unseren Sky Dome ein…
…und machen es uns gemütlich
Dann gibt’s Mittagessen mit Aussicht 😀
Nachmittags ging’s steil nach oben…
…zur Laguna „Humantay“
Ohne Sonne aber egal – trotzdem schön!
Wieder im Camp werden die Iglu abgedeckt
Blick auf den Berg „Salkantay“ 🤩

Diese waren am nächsten Tag, als Sergio um 05:00 Uhr morgens mit zwei Tassen Koka Tee an unsere Tür klopfte um uns aufzuwecken, zum Glück verflogen. Wir packten schnell unsere sieben Sachen zusammen und fanden uns kurz darauf alle zum Frühstück zusammen. Wir aßen leckere Pancakes sowie Rührei mit Toast bevor es dann pünktlich zu Tagesanbruch los ging. Tag zwei hatte es in sich und es ging direkt sieben steile Kilometer nach oben, von 3.900 auf 4.600 Meter üNN bis zum „Salkantay“ Pass. Mit Ausnahme von Kristina, die sich wohl noch vor Start des Trecks den Magen verdorben hatte und sich durch Tag eins mit Durchfall und Erbrechen gequält hatte, waren wir alle motiviert und guter Dinge. Kristina ging es erfreulicherweise schon wieder so gut als dass sie den Aufstieg auf einem Pferd meistern konnte wohingegen wir im Schneckentempo den Hang hinaufkrochen. Oben angelangt erwartete uns eine dicke, tief hängende Wolke die uns leider die Sicht auf den dem Trail seinen Namen verleihenden Berg verwehrte. Dafür empfing uns die Küchencrew mit heißem Tee und einem Sandwich. 😃 Wohlgemerkt: All das mussten die beiden ebenfalls zu Fuß den Berg hinauf schleppen. Unser Gepäck sowie die Lebensmittel wurden derweil von Mulis bis zum zweiten Nachtlager transportiert. Nach der kurzen Stärkung hieß es dann weitere 17 Kilometer wandern, diesmal stetig bergab was für mich meist noch anstrengender ist als bergauf. Eine ganze Weile liefen wir noch im leichten Schneegraupel der Wolke und ich war froh, meine Regenbekleidung dabei gehabt zu haben. Als wenige Kilometer später unser Lunch Spot in Sicht kam ließen wir den Gipfel und somit auch die Wolke hinter uns. Es wurde mit jedem Schritt merklich grüner und einmal mehr staunten wir über die üppige Vegetation auf mehr als 3.000 Metern üNN. Am Pausenspot angelangt wurde uns erneut ein sehr leckeres und umfangreiches Mahl aufgetischt welches schnell die Lebensgeister zurück brachte. Gegen 14:00 Uhr begaben wir uns dann auf die letzten Kilometer in Richtung „Collpapampa“. Wir genossen mitunter herrliche Ausblicke ins Tal, wenngleich auf den letzten Metern meine Füße dann doch etwas zu Schmerzen begannen und die Beine merklich schwerer wurden. Für die Strapazen wurden wir jedoch gebührend mit einem Upgrade entlohnt: Da sich derzeit, auf Grund der jüngsten politischen Unruhen in Peru, wohl deutlich weniger Touristen als üblich im Land befanden durften wir anstatt in den eigentlich gebuchten Hütten in den noblen Sky Lodges übernachten. 🥰 Diese verfügten, dank der rundum verglasten Front, nicht nur über eine sagenhafte Aussicht sondern auch noch über ein privates Badezimmer einschließlich warmer Dusche. Letztere sorgte direkt für ein besseres Gefühl und spätestens nach dem exzellenten Abendmenü fühlten wir uns wieder rundum wohl. Glücklich und stolz, die immerhin 24 Kilometer mit Bravour gemeistert zu haben, fielen wir noch vor 20:00 Uhr erschöpft in unsere Betten. Dort machte sich, zumindest bei mir, die Anstrengung aber dann doch noch einmal deutlich in Form von schmerzenden Knien und vor allem Schmerzen in der Leiste bemerkbar. 😓

Der nächste Tag begann mit einem steilen Aufstieg
Blick zurück auf‘s erste Camp
Noch eine kleine Lagune 😎
Am Pass erwarteten uns die Wolken ☁️
Zum Glück wurde es bald wieder besser ⛅️
Nach der ersten Etappe freuen sich alle aufs Essen 😅
Unsere Küchencrew war einfach fantastisch 👍🏻
“Lomo saltado” mit Kartoffeln und Gemüse
Dazu Reis 😋
Nach dem Essen ein kurzer Power Nap 😴
Weiter geht’s 🥾🧭🎒
(am Pass waren wir übrigens noch auf 4.600 Metern!)
Auf 3.000 Metern und bereits so grün 🌳
Nach 24 km endlich die Unterkunft erreicht
Was für eine Aussicht 😯

Trotz Schmerztablette schlief ich in dieser Nacht sehr unruhig. Nach dem bereits gewohnten Weckritual galt es, die zahlreichen Stufen hinauf zum Speisesaal zu überwinden. Mit noch kalten sowie steifen Muskeln fühlten sich diese jedoch wie riesige Hindernisse an. 😅 Das Frühstück spendete aber genug Kraft für die erste Tagesetappe und erfreulicherweise war Tag drei, im Vergleich zum Vortag, mit nur 12 Kilometern quasi ein Kinderspiel. Zumal uns der Weg lediglich sanft auf und ab durch Obst-, Kakao- sowie Kaffeeplantagen führen sollte. Die Landschaft mutete dank der vielen Bananenstauden, Bromelien, Farne sowie einiger Palmen neuerdings sehr tropisch an. Am Wegesrand wuchsen außerdem zahlreiche Walderdbeeren, wilde Orchideen und auch Sauerampfer konnte ich ausmachen. Wir folgten relativ lange einem schmalen Trampelpfad oberhalb des „Río Urubamba“, welcher sich mitunter durch eine enge Schlucht zwängte. Vor vier Jahren ereignete sich oberhalb am Pass ein dramatischer Moränen Abgang, der zehn Touristen sowie einige Einheimische in den Tod riss. Die riesigen Felsbrocken stürzten in den Fluss und lösten so eine riesige Flutwelle sowie weitere Erdrutsche aus. 😥 Erst seit etwa vier Monaten ist der Fußweg, dem wir folgten, wieder frei begehbar. Wir legten zahlreiche Pausen an den unterschiedlichen Plantagen ein so dass wir u.a. frische Früchte wie die hier gedeihende Anden Maracuja und Avocado kosten konnten. Auch feinste Bitterschokolade, die hier vor Ort produziert wird, sowie peruanischen Kaffee frisch vom Feld durften wir probieren. Auf diesem Weg unterstützt Salkantay Trekking die einheimische Bevölkerung so dass diese, gleichfalls wie beispielsweise unser Koch oder Pferdemann, vom hiesigen Tourismus profitieren können. 👍 Unseren horse man hatten wir übrigens bereits am Morgen verabschiedet. Für ihn galt es, die gesamte Strecke vom Vortag nun wieder zurück zu reiten da unser Gepäck ab jetzt wieder von Bussen transportiert werden konnte. Von der Kaffeefarm aus ging es überraschenderweise per Minibus weiter zu unserer Unterkunft in „Lucmabamba“. Ob dies der Tatsache geschuldet war, dass der Weg immer noch nicht vollständig begehbar ist oder ob man uns einfach nur etwas schonen wollte?! Dort angekommen bezogen wir unseren grünen Jungle Dome, bevor wir uns am Mittagstisch breit machten wo unser Koch Alejandro mal wieder mit einem fantastischen Menü auf uns wartete. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von den beiden Spaniern, da Pablo und Kristina den Salkantay Trek in lediglich vier statt fünf Tagen absolvierten. Somit mussten die beiden an diesem Tag noch einige Kilometer laufen wohingegen wir den Rest des Tages frei hatten. 😃 Wir entschieden uns, für ein paar extra Soles am Nachmittag die Thermen von „Cocalmayo“ zu besuchen. Nach einer Stunde Fahrt im Minivan erreichte unsere Gruppe das Thermalbad an den Ausläufern des Amazonasbeckens auf nur noch 1.500 Metern üNN, was sich nicht zuletzt an Schwärmen fieser Sandflies bemerkbar machte. 😕 Das Wasser war angenehm warm und somit eine wohltat für unsere müden Muskeln. Erstaunlicherweise waren die Becken auch gar nicht so voll wie vermutet und wir trafen dort sogar mehr Einheimische als Touristengruppen an. Zwei Stunden später stiegen wir wieder in den Kleinbus ein welcher uns etwa eine Stunde später wohlbehalten an unserer Unterkunft absetzte. Zum Glück wartete dort bereits das Abendessen auf uns da wir mittlerweile alle wieder deutlichen Hunger verspürten. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie kräftezehrend solch eine Wanderung ist! Ich habe selten in meinem Leben so viel Hunger verspürt und jeden Tag so viel gegessen wie sonst nur an Weihnachten – allerdings ohne extremes Sättigungsgefühl. 😂

Früh am Morgen war’s noch ganz schön frisch 😅
Blick in den schmalen Canyon
Es wurde schnell wärmer & immer tropischer
Hier wächst Anden Maracuya
Die tropischen Früchte durften wir auch verkosten
🍍🍌🥭🍈🥑
Schöne Blumen gab es auch
Und putzige Lämmchen
So wird eine traditionelle Salsa zubereitet
Hier waren u.a. die Erdrutsche 😰
Weiter geht’s zur Kakao Verkostung…
…bevor es anschließend zum Kaffee rösten ging
Kaffee Kirsche & Bohne 🍒
Nach dem Kaffee mahlen…
…durften wir dann auch probieren
(auf dem Bild sieht man unseren Guide Sergio)
Ich fand den Kaffee etwas säuerlich ☕️
An den Jungle Domes angekommen…
…gibt’s erst mal wieder was zu futtern 😛
Die Thermen von „Cocalmayo“

Gegen zwei Uhr in der Nacht hatte andauernder Regen eingesetzt welcher laut auf die Zeltplane unseres Jungle Domes prasselte und dafür sorgte, dass wir nicht mehr wirklich fest schliefen. Als uns Marco um 05:00 Uhr in der Früh mit Koka Tee weckte regnete es leider immer noch weswegen er uns etwas mehr Zeit zum Packen und Frühstücken ließ. Hermann entschied auf Grund seiner schmerzenden Wade direkt, die heutige Wanderung zu canceln und stattdessen mit dem Gepäck nach „Aguas Calientes“ zu reisen. Wir hingegen beschlossen gemeinschaftlich, die harte und lange Etappe von 25 Kilometern in Angriff zu nehmen da der Regen just während unseres Morgenessens aufgehört hatte. 🙃 Von unserem Camp aus führte der sieben Kilometer lange, schmale Weg über 800 Höhenmeter steil nach oben bis zum „Llactapata“ Pass. Dank meiner faltbaren Trekking Stöcke meisterte ich den Anstieg relativ gut und wir durften uns, oben angelangt, tatsächlich über eine WAHNSINNS AUSSICHT freuen. 🤩 Wer hätte das, nach dem Regen in der Nacht, gedacht! In der Ferne konnten wir gut die Terrassen von Machu Picchu erkennen und wir alle genossen den Anblick sichtlich. Sogar frisch aufgebrühten Kaffee konnten wir bei einer hier ansässigen Familie erwerben. Nach der ausgiebigen Verschnaufpause ging es dann über fünf Kilometer sehr steil und mitunter auch rutschig hinab bis nach „Aobamba“. Ohne zuckerhaltige Snacks hätte ich es vermutlich nicht bis zu unserem Lunch Spot geschafft aber dort angekommen wartete bereits eine sehr leckere Gemüsesuppe sowie Rindfleisch mit Gemüse und Reis auf uns. 😋 Noch cooler waren die Hängematten im hinteren Bereich des kleinen, familiären Lokals in denen wir uns noch eine Viertelstunde ausruhen durften bevor die letzten 13 Kilometer auf uns warteten. Nach zwei Kilometern leichtem Anstieg erreichten wir „Hidroeléctrica“ von wo aus es dann ebenerdig entlang der Bahngleise bis nach „Aguas Calientes“ ging. Auf dem letzten Stück hatte ich das Gefühl mehr rückwärts als vorwärts zu gehen da meine Schritte immer kleiner und die Beine immer schwerer wurden. 🙈 Auch diese letzte Etappe bahnte sich durch die tropische Natur und bot sensationelle Blicke auf die bis zu 2.800 Meter hohen Granitfelsen sowie die unteren Terrassen von Machu Picchu. Nach einer neun Stunden langen Wanderung erreichten wir dann kurz nach 17:00 Uhr, müde aber überglücklich, unser Tagesziel „Aguas Calientes“. Dort checkten wir in ein sehr schönes Hotel ein und freuten uns wie kleine Kinder über die richtig heiße Dusche sowie über das große und bequeme Doppelbett. Eineinhalb Stunden später trafen wir uns dann alle zum Abendessen im Restaurant „Full House“ wieder. Wir konnten sowohl Vorspeise als auch Hauptgang wählen und mussten lediglich die Getränke selbst bezahlen. Auch ein süßes Dessert in Form eines schokoladigen Brownies war inkludiert.

Tag 4 – die anstrengendste Etappe wartet auf uns
Wir laufen durch Kaffee…
…und Avocado Plantagen 🥑
Leider war die Starbucks Filiale unbesetzt 😂
Der Aufstieg bot malerische Aussichten
Und dann das:
Wir können in der Ferne Machu Picchu sehen! 😍
Wer hätte das noch am Morgen gedacht 😇
Alle sind happy 😁
Einmaliges Erlebnis…
Kurze Verschnaufpause nach dem Lunch
Das letzte Stück nach „Aguas Calientes“ ist zäh 😬
Aber auch schön zu gleich
Endlich im Ort angelangt 😮‍💨
(Von links nach rechts: Bor, Juri & unser Guide Marco)
Welch eine schöne Unterkunft! 🤩
Da geht es einem schnell wieder besser 😋

An Tag fünf erwartete uns dann nach insgesamt 75 km und etwa 3.000 Höhenmeter das Highlight des Trecks: Die sagenumwobene, zwischen grünen Bergen verborgen liegende Inka Stätte Machu Picchu. 🤗 Nach dem wir uns über das reichhaltige Frühstücksbüffet im Hotel hergemacht hatten bestiegen wir gegen 07:30 Uhr einen Bus welcher uns etwa 20 Minuten später am Eingang zu der Ruinenstätte, oberhalb von „Aguas Calientes“, absetzte. Sergio hatte das PERFEKTE Zeitfenster gewählt denn kaum oben angelangt begannen die Wolken aufzureißen und wir bekamen ein wahrhaftiges Postkartenpanorama auf eines der sieben Naturweltwunder geboten. 😍 Außerdem waren zu dieser Uhrzeit noch nicht allzu viele Touristen vor Ort so dass wir in der Lage waren, Aufnahmen ohne große Menschenmassen zu machen. Welch ein Luxus denn normalerweise werden bis zu viereinhalbtausend Personen täglich durch die heilige Stätte geschleust… Zum Glück sind derzeit maximal 50-60% der normalerweise üblichen Touristen im Land weswegen wir in diesen exklusiven Genuss kamen. Allerdings weiß man bis heute nicht wirklich viel über Machu Picchu. Sicher ist lediglich, dass hier nicht mehr als maximal 900 Personen über einen relativ kurzen Zeitraum von lediglich 100 Jahren lebten. Ob die Einwohner der Stätte von einer Seuche dahingerafft wurden oder sie diese freiwillig, auf der Flucht vor den Spaniern, verließen weiß man ebenfalls nicht sicher. Man vermutet, dass dort die Oberschicht lebte und ihre Kinder hier unterrichtet wurden. Etwa zwei Stunden später verließen wir die Ruinen wieder und staunten, wieder am Eingang angelangt, nicht schlecht über die hier auf den Einlass wartenden Horden. 😮 Die „slowenischen Bergziegen“ Juri und Bor liefen zu Fuß ins Dorf zurück wohingegen wir, gemeinsam mit unseren beiden Guides, neuerdings den Bus wählten. Unten angelangt folgten wir dem Tipp unseres Lonely Planet Reiseführer Südamerika und kehrten im Restaurant „Mapacho“ ein wo ich den besten Salat seit Anbeginn unserer Reise serviert bekam. 🥗 Anschließend hatten wir noch eine Stunde Freizeit, die wir für eine kleine Kaffee- und Internet Pause nutzten. ☕ Danach trafen wir uns alle im Hotel, um unser Gepäck einzusammeln und damit bis zum Bahnhof zu laufen. Kurz vor 15 Uhr bestiegen wir das Panoramaabteil, so dass wir während der nicht ganz zweistündigen Fahrt nach „Ollantaytambo“ malerische Ausblicke auf die Berge genießen durften. 🌄 Dort angelangt wartete bereits ein Minivan auf uns welcher uns kurz nach 19 Uhr in Cusco an unserem Campingplatz absetzte. Zuvor hatten wir noch die Packtaschen geleert und deren Inhalt in große Plastiksäcke umgepackt.

Nach dem Frühstück ging es ENDLICH los…
Noch hängt die Inka Stätte in den Wolken ☁️
Das macht es aber auch spannend…
…und mystisch
Wir sind wirklich da! 😃
Ein Traum wurde wahr ❣️
Gruppenfoto 📸
Eines der sieben Naturweltwunder
(Drei durfte ich nun schon besuchen 😍)
Die Lamas wurden hier extra angesiedelt 🦙
War auf jeden Fall sehr beeindruckend 😯
Und nach dem Cappuccino…
…ging’s mit Zug & Bus zurück nach „Cusco“
Ein cooles Abschiedsgeschenk gab es auch noch 😜
(Shirt mit Trek & allen Unterkünften auf dem Rücken)

Solltet auch ihr jetzt Lust auf dieses wirklich voll und ganz empfehlenswerte Abenteuer bekommen haben dann findet ihr nachfolgend den Link zur Agentur sowie einige Infos dazu:

Howlanders – Salkantay Trek Sky Lodge 5 Days

Inklusive

  • Machu Picchu Ticket (Circuit 2)
  • 1 Nacht im Sky Dome in Soraypampa
  • 1 Nacht in Holzhütten in Chaullay
  • 1 Nacht im Jungle Dome in Lucmabamba
  • 1 Nacht im Hotel in Aguas Calientes (inkl. privatem Badezimmer)
  • Tour Briefing am Vorabend
  • Erfahrene, englischsprachige Guides
  • 7 Kilo Freigepäck auf Mulis
  • 3 Mahlzeiten pro Tag inkl. Getränke
  • Snacks und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set
  • Privater Transport von Cusco nach Mollepata an Tag 1
  • Rückfahrt mit dem Zug von Aguas Calientes nach Ollantaytambo an Tag 5
  • Privater Transport von Ollantaytambo nach Cusco an Tag 5

Exklusive

  • Frühstück in Mollepata an Tag 1 (optional)
  • Mittagessen in Aguas Calientes an Tag 5
  • Abendessen in Cusco an Tag 5
  • Eintritt ins Thermalbad in Santa Teresa (10 Soles)
  • Privater Transport zum Thermalbad (40 Soles)
  • Eintritt in den Salkantay Nationalpark (20 Soles)

Möchtet ihr unsere Reise unterstützen?! Dann nutzt gerne einen der beiden Links für eine Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse: ☕⛽🚐

https://www.paypal.me/SiJuCampervan

https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan

Kritik, Anregungen oder Fragen?! Schreibt uns per E-Mail an siju_campervan@web.de oder nutzt das Kontaktformular auf dieser Homepage

Videos zu den einzelnen Reiseetappen findet ihr auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/@sijucampervan

NEW BLOG POST 🇵🇪 (01. – 08.08.2023) Das heilige Tal der Inka & Cusco

Auf unserem Weg ins heilige Tal legten wir einen Übernachtungsstopp an einer Lagune ein. Da wir mit Anbruch der Dunkelheit ankamen sahen wir nicht mehr viel, mit Ausnahme der wenigen Häuser rundum die ihr Licht auf das Wasser warfen. Umso mehr staunte ich am nächsten Morgen beim Öffnen unserer Schiebetür: Im ersten Moment dachte ich tatsächlich, die Erde hätte sich aufgetan und vor uns würde ein riesiges Loch klaffen. Erst beim zweiten Blick erkannte ich, dass die Wasseroberfläche just so ruhig war als dass sich die umliegenden Berge darin spiegelten und so diese grandiose optische Täuschung erzeugten. 😅 Wir zelebrierten unser einjähriges Reisejubiläum mit einem kleinen Schokotörtchen zum Kaffee bevor wir die letzten Kilometer hinter uns brachten. Unseren Van stellten wir am Ortsende von „Pisac“ ab wo wir oberhalb des Friedhofs einen ruhigen Parkplatz fanden. Von dort aus waren es nur wenige Schritte hinein in das friedliche Dörfchen mit seinen Kopfsteinpflaster Gassen. Der Ort versprüht ein wenig den Charme verblasster Hippie Zeiten was nicht nur an den bunten, zur Schau gestellten Textilien und Bildern lag. Vielmehr wurde dies von dem Duft nach Räucherstäbchen sowie Weihrauch (und mehr…) unterstrichen, aber auch der ein oder andere Aussteiger in entsprechender 70er Jahre Kluft lief uns über den Weg. Wir schlenderten durch die Sträßchen sowie den großen Kunsthandwerkermarkt und versprachen uns, am nächsten Tag zu einer Shoppingtour wiederzukehren.

Spiegel Lagune
Ein Jahr Südamerika Reise 🥂
Ich finde Türen sind ein tolles Fotomotiv 😅
Stadtbummel in Pisac
Die weitläufige Plaza
Hippie Flair

Nach ausgiebiger Internetrecherche hatten wir entschieden, die alte Inka Festung hoch oben über „Pisac“ links liegen zu lassen. Die Besichtigung der Ruinen würde uns immerhin 70 Soles p.P. (= 18 €) kosten und im Umkreis gibt es noch sooo unglaublich viele Ruinen mehr. Da für alle jedoch der gleiche Preis abgerufen wird wollen wir uns vorerst auf das Highlight „Machu Picchu“ konzentrieren. Je nach dem können wir danach, sollte uns das nicht ausreichen, immer noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit abklappern. Stattdessen investierten wir einige Euro in eine wunderschöne Decke aus wärmender Alpaka Wolle sowie in eine neue Laptoptasche in typischen Farben und eine Küchenschürze für Simon mit lustigem Meerschweinchen Motiv. Die putzigen Tiere stehen in Peru wohl tatsächlich häufiger auf der Speisekarte weil es, bis zur Eroberung durch die Spanier, hier außer Lama sowie Alpaka und eben Meerschweinchen keine anderen, essbaren Tiere gab… 🙈

Chefkoch 👨‍🍳
Unsere neue Laptop Tasche passt dazu
Witziges Schachspiel: Inka gegen Spanier
Aquarelle

Bevor wir unsere Weiterreise in Richtung „Machu Picchu“ antraten machten wir in einem recht großen und sehr netten Hostel in „Pisac“ tatsächlich noch eine exzellente Dusche ausfindig. Seit Wochen endlich mal wieder richtig heißes Wasser und blitzsauber sowie geräumig waren die Badezimmer obendrein. 😃 Nach einem schnellen Frühstück im Van fuhren wir weiter ins Tal hinein bis nach „Urubamba“. Der Ort verfügt über keine besonderen Highlights, liegt aber malerisch eingebettet inmitten des Talkessels. Wir liefen bis zur großen Plaza, in deren Mitte sich ein großer Brunnen mit Maiskolben on top befand, und schlenderten dabei durch den sehr gut bestückten Wochenmarkt. Wir kauften knackige Trauben sowie einen Laib Grillkäse und schauten in einem gut besuchten Restaurant auf die Speisekarte. Da uns die Preise jedoch nicht zusagten entschieden wir ganz spontan bis nach „Ollantaytambo“ weiterzufahren. Der kleine, vom Tourismus geprägte Ort gilt als Sprungbrett zum berühmtesten Wahrzeichen Perus. Quasi jeder, der zum Machu Picchu reisen möchte, muss hier durch. Glücklicherweise hielten sich die Besuchermassen aber sehr in Grenzen und im urigen Lokal „Chuncho“ machten wir ein leckeres Degustationsmenü ausfindig. Dank Tipp im „Lonely Planet“ Reiseführer (affiliate marketing link zu Amazon) bestellten wir nur eine Portion die tatsächlich so groß war, als dass wir locker beide davon satt wurden. 😋 So kam es, dass wir zum ersten Mal Meerschweinchen Fleisch probierten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es sehr gut geschmeckt hat. Lediglich die vielen kleinen Knochen störten mich und eigentlich finde ich die Tierchen zum Verspeisen auch viel zu süß. Ich verweigere ja beispielsweise auch Hase aber in fremden Ländern sollte man schon auch offen für fremde Gerichte sein. 🤷‍♀️ Nach dem Espresso sahen wir uns weiter in dem winzigen, von großem Steinpflaster geprägten Dörfchen um. Durch fast jede der Gassen schoss in einem noch von den Inka angelegten Bewässerungsgraben Wasser hindurch und auf beiden Seiten der Hügel thronten alte Ruinen. Auch schönes Kunsthandwerk wurde verkauft und der Charme gefiel uns so gut als dass wir beschlossen, über Nacht zu bleiben und uns am nächsten Tag noch einmal genauer umzuschauen.

Brunnen mit Maiskolben 🌽
Schöner Patio in „Urubamba“
Tolles Restaurant in „Ollantaytambo“
Zum Glück haben wir das Menü geteilt 😅
Gemütlich eingerichtet

In einer ruhigen Seitengasse fanden wir einen adäquaten Stellplatz vor. Lediglich das laute und sehr lange Hupen der „Peru Rail“ riss uns immer mal wieder aus dem Schlaf. In wenigen Tagen, nach unserem mehrtägigen Hike zum „Machu Picchu“, werden auch wir in einem der Eisenbahnwagons sitzen. 😀 Als am Vormittag langsam die Sonne durch die Wolken blitzte machten wir uns auf, den rechterhand gelegenen Hügel zu erklimmen. Dort befanden sich die alten Ruinen „Pinkuylluna“ welche, im Gegensatz zu den gegenüberliegenden Ruinen von „Ollantaytambo“, völlig kostenlos besucht werden konnten. Von hoch oben hatten wir einen fantastischen Draufblick auf jene kostspieligen Terrassen und Tempel, welche uns zumindest aus der Ferne auch gar nicht so gut gefielen. Noch dazu waren wir hier fast alleine unterwegs. 👍 Wieder unten angelangt liefen wir noch einmal kreuz und quer durch die schmalen Gassen bevor wir uns in einem Café an der Plaza niederließen. Just in dem Moment begann es wieder ein wenig zu nieseln. Da es für uns aber auch nicht mehr viel zu sehen gab war dies nicht weiter schlimm und wir machten uns kurz darauf auf die Weiterreise. Unser nächstes Ziel war die archäologische Stätte „Moray“. Bis dahin hätten es eigentlich nur 23 km sein sollen aber leider landeten wir in einer Umleitung, die uns etliche Kilometer mehr durch das bäuerliche Umland führte. Einmal mehr ging es über unbefestigte, aber glücklicherweise gut befahrbare, Erdwege. Mystische Blicke auf wolkenverhangene Berge inklusive. 🤩 Am späten Nachmittag erreichten wir dann endlich den großen Besucherparkplatz auf welchem wir auch die Nacht verbrachten.

Traditionell gekleidete Frauen an der Plaza
Wasserkanäle & Kunsthandwerk
Farbenpracht
Blick auf die Ruinen in „Ollantaytambo“
Ruinen „Pinkuylluna
Steinpflaster & Wassergräben
Süße Pause 🧇 ☕️
The Simpsons – going to Machu Picchu !

Früh am Morgen hatten wir die drei kreisförmigen Terrassenanlagen, welche sich in Dolinen befinden, tatsächlich fast für uns alleine. Einer der vielen Vorteile, wenn man sein Zuhause immer dabei hat. 😉 Von oben sahen die Inka Anlagen, 70 Meter unter uns, aus als wären sie nicht von dieser Welt. Die untersten sieben Kreise haben einen Durchmesser von 15 Metern und ab dem achten Kreis vergrößert sich deren Anbaufläche weiter nach außen. Angeblich war dies ein frühes Versuchslabor der Inka da auf jeder der Terrassen, auf Grund ihrer Lage in der Talsenke, ein unterschiedliches Mikroklima herrschen soll. Hier wurden wohl bis zu 250 verschiedene Gemüsesorten, von der Kartoffel über Mais bis hin zu Gerste und Weizen, angebaut. Ein Bewässerungssystem, welches das Wasser vom Berg auf die verschiedenen Ebenen verteilte, war selbstverständlich integriert. Bis vor rund 50 oder 60 Jahren wurde die Anlage wohl noch von der hiesigen Bevölkerung zum Getreide Anbau genutzt. Heutzutage wird die Stätte jedoch nur noch von neugierigen Touristen besucht. 😅 Unser Rundgang war relativ schnell beendet so dass wir uns auf den Weg zu den Salinen von „Maras“ machen konnten. Diese lagen nur etwa 16 km entfernt und der Eintritt war mit 10 Soles pro Kopf (= 2,50 €) direkt erschwinglich. Auf der Fahrt zum Parkplatz hatten wir eine gute Draufsicht auf die 4.000 Salzbecken, welche sich auf einer Höhe von ca. 3.400 Metern üNN eng an die eine Seite des Berghanges schmiegen. Wir parkten unseren Van vor dem mit Minivans überfüllten, engen Parkplatz und frühstückten dort erst einmal unser Schokoladen Croissant vom Vortag bevor wir das Eingangstor passierten. Seit rund 1.000 Jahren wird hier bereits das weiße Gold geschürft welches als Sole aus dem mineralhaltigen Berg dringt. Ab April, mit Ende der Regenzeit, werden die Becken bis zu 10 cm hoch mit dem salzhaltigen Wasser geflutet. Sämtliche Becken sind durch ein Drainage System miteinander verbunden was das Befüllen stark vereinfacht. Sobald die Höhensonne ihren Dienst verrichtet hat werden die Salzkristalle per Hand abgeschöpft und in bis zu 30 Kilo schwere Säcke verpackt. Die „salineros“ arbeiten mit einfachsten Mitteln und wahrscheinlich sah es zu Zeiten der Inka hier kaum anders aus… Lediglich ein Sechstel wird den Salzarbeitern als Gehalt ausgezahlt, das restliche Geld verbleibt in der Kooperative. 🤨 Zweimal wöchentlich werden die schweren Säcke von LKWs abgeholt und in einer 20stündigen Fahrt nach Lima transportiert. Vom dortigen Hafen aus werden sie dann in alle Herren Länder verschifft. Da die Becken selbst nicht betreten werden dürfen mussten wir uns mit der Aussicht von den einzelnen Plattformen begnügen weswegen unser Besuch auch hier relativ schnell vorbei war. Wir kauften, für schlappe 0,75 €, noch 500 Gramm Salz sowie ein Stück mit Salz veredelte Zartbitterschokolade ein. In einem Deutschen Onlineshop muss man für dieselbe Menge Maras Salz übrigens stolze 11 € hinblättern! Wenn ihr mehr über die Salinen wissen möchtet: Unter folgendem Link findet ihr eine sehr interessante Doku des Fernsehsenders „arte“ über die Maras Salinen und ihre Arbeiter.

Inka Terrassen „Moray“
Traumhafte Aussicht 🏔
4.000 Salinen auf 3.500 Meter üNN
Reine Handarbeit
Unser Mittagessen – Meerschweinchen 🙈
Sieht übel aus, schmeckt aber (leider) ganz gut

Leider gibt es für die Attraktionen im Tal der Inka keine Einzel- sondern nur Kombitickets. 😕 Da in unserem am Vortag gelösten Ticket u.a. auch der Eintritt zu den Ruinen von „Pisac“ inkludiert war fuhren wir noch einmal dorthin zurück und verbrachten eine weitere Nacht auf dem angenehm ruhigen Parkplatz. Gegen 08:00 Uhr am Morgen düsten wir dann die steile Anhöhe hinauf bis zum Besucherparkplatz, auf welchem man leider nicht übernachten darf. Dennoch waren wir noch vor den Touristenhorden dran die etwa zwischen 09:00 und 09:30 Uhr in Scharen hier einfallen. Die Anlage wurde von den Inka wohl als Sommerresidenz genutzt und ist extrem weitläufig. Sie erstreckt sich über mehrere Berghänge und die Besonderheit besteht in den weitläufigen Terrassenanlagen, die sich unterhalb der Häuser weit die Hänge hinunter in Richtung Tal ausdehnen. Wir kletterten bis zu den Überresten der Behausungen hinauf und genossen die Aussicht über die Ruinenstätte wohingegen etliche andere Besucher dies von ihrem Guide, mangels Zeit, untersagt bekamen. 🙈 Wobei auch wir hier einen Guide bevorzugt hätten denn die meisten Hintergründe und Geheimnisse blieben uns sicherlich verborgen… Etwa eine Stunde später beendeten wir unseren Rundgang und der Parkplatz war zwischenzeitlich richtig überlaufen. Deswegen ergriffen wir schnell die Flucht und nahmen unser Frühstück an einem ruhigen Fleckchen weiter unterhalb zu uns. Von hier aus war es quasi nur noch ein Katzensprung bis in die ehemalige Inka Hauptstadt „Cusco“. Dort trafen wir zu unserer großen Freude auch wieder auf Max und Merle. 🙃 Während die beiden ihren „Pisco“ Kater auskurierten sahen wir uns in aller Ruhe in der schönen Altstadt um. Maßgeblich geprägt wird diese von den imposanten, roten Sandsteingebäuden in Form der mächtigen Kathedrale sowie der danebenliegenden Kirche an der riesigen Plaza de Armas. Letztere beherbergt in der Mitte einen wunderschönen Brunnen und ist mit hohen Palmen gespickt. Auch die unzähligen, üppig verzierten größeren sowie kleineren Holzbalkone an fast jedem Gebäude beeindruckten uns sehr. 🤩

Inka Anlage in Pisac
Die Terrassen reichen fast bis ins Tal
Überreste der Häuser
🥰🥰🥰
Cusco – Plaza de Armas mit Kathedrale & Kirche
Wunderschöne Balkone
Auf den meisten kann man sitzen & speisen
Alle Kirchen sind aus massivem, rotem Stein
Wie war das mit den Türen?! 🤣
Bulli Love 🧡

Die Nacht verbrachten wir auf einem relativ zentral gelegenen Parkplatz unweit des Zentrums und nach dem die Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen San Antonio ihr Ende fanden wurde es sogar angenehm ruhig um uns herum. 😴 Am nächsten Morgen meldete ich uns vier für eine kostenfreie Stadtführung bei „Inkan Milky Way“ an. Wir hatten uns für die Tour um 13:00 Uhr entschieden und mangels anderer Teilnehmer kamen wir in den Genuss eines ganz privaten Stadtrundgangs. Unser gut Englisch sprechender Guide „Cesar“ war nicht nur nett sondern auch sehr bemüht uns seine Heimatstadt näher zu bringen. Start war an der „Plaza Regocijo“ wo sich unter anderem das Rathaus befindet. Weiter ging es zur „Plaza San Francisco“ mit der gleichnamigen Kirche sowie der ältesten Schule der Stadt, welche von den Spaniern kurz nach ihrer Eroberung im 16. Jahrhundert gegründet wurde. Hinter dem danebenliegenden Torbogen findet man den schöne „Mercado de San Pedro“ dem wir zu gegebener Zeit sicherlich noch einmal einen Besuch abstatten werden. Auch die Überreste des Tempels von Inka König Numero neun konnten wir uns anschauen, wenngleich hier nur noch ein bisschen vom alten Mauerwerk zu sehen ist. Auf den meisten der ehemaligen Herrschersitze der Inka hatten die Spanier nämlich katholische Kirchen errichten lassen, 16 an der Zahl. In einem der schönen „Patios“ endete dann unsere zweieinhalbstündige, extrem informative Tour und zu Gunsten eines kostenlosen Lama Schlüsselanhängers ließen wir natürlich gerne noch eine Google Rezession da. 😂 Gemeinsam ließen wir den Tag im Restaurant „Hanz Craft Beer“ ausklingen wo wir nicht nur exzellentes Essen serviert bekamen sondern auch noch mit die Beste Sicht über die erleuchtete Plaza sowie die umliegenden Berge hatten.

Irgendeinen Grund zum Feiern findet man hier immer
Das Rathaus von Cusco
Zu Inka Zeiten war es EINE mächtige Plaza –
heute ist sie dreigeteilt
Die flachen Steine sind neu (nach den Erdbeben) –
die Runden alt & original
Grundmauern eines alten Inka Tempels
Ausgrabungen (Keramik)
Die Inka kultivierten lange Schädelknochen – diese wurden bereits bei den Babys zurecht gequetscht
Tour Ende in schönem Patio
Unterwegs mit den Besten 😀
Der Brunnen an der Plaza mit Inka König Nr. 9
Maurische Bögen & Balkone
Blick auf die Plaza de Armas
Cheers 🥂
Appetizer 😋
Simon hatte Lama Steak
Ich Hühnchen in gelber Chili Sauce
So ein putziger Passwort Halter 😍
Schön war’s in Cusco!

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