NEW BLOG POST 🇲🇽 (08. – 16.06.2024) Playa Montes – San Cristóbal

Roadtrip durch den Dschungel: Von Playa Montes nach Palenque

Am Samstag verabschiedeten wir uns, nach vier Nächten, von dem traumhaft schönen Campingplatz Playa Montes – leider ohne weitere Schildkrötensichtungen. Unser nächstes Ziel führte uns nicht nur final weg von der Karibikküste, sondern auch in einen neuen Bundesstaat: Wir machten uns auf die 260 km lange Fahrt, die rund vier Stunden dauerte, und wechselten von Campeche nach Chiapas – dem angeblich ärmsten Staat Mexikos.

In iOverlander wurde vor Fake-Polizei-Kontrollen auf den Straßen gewarnt. Tatsächlich entdeckten wir auf der Gegenspur etwas Ähnliches: Weiße, nicht gekennzeichnete Trucks vor denen dubiose, vermummte Gestalten in Möchtegern-Polizei-Shirts standen. 😦 Diese Typen fordern gerne Geld und wir hofften sehr, dass wir um die Zahlung von Bestechungsgeldern herumkommen würden. Vorsorglich hatten wir lieber mal nur ein paar kleinere Banknoten in den Gelbeutel gesteckt – sicher ist sicher!

Die malerisch im Dschungel gelegene UNESCO Weltkulturerbe Stätte Palenque ließen wir aus, da wir diese mystischen und gut restaurierten Mayaruinen bereits vor ein paar Jahren besucht hatten. Stattdessen fuhren wir direkt zum Hostal Bambutan, welches sich am Ortsausgang der gleichnamigen Stadt befindet.

Die kleinen Bambushütten, die als Hotelbungalows fungierten, erinnerten mich stark an ein Hotel in Thailand in dem wir vor Jahren zu Gast waren. Dieses lag ebenfalls mitten im grünen Urwald, umgeben von dessen Geräuschen. Tatsächlich konnten wir bald das Gebrüll von Affen, das Zirpen von Grillen und das Zwitschern diverser Vogelarten wahrnehmen. Ebenso liefen uns grüne Leguane und Geckos über den Weg. 🦎

Wir fühlten uns hier sofort wohl und auch die 150 MXN (7,50 €) fanden wir für diesen Platz mehr als fair. Unseren Van durften wir sogar unter einem Dach parken das nicht nur Schatten, sondern auch Schutz vor möglichem Regen in der Nacht bot. Auch die Duschen und Toiletten waren blitzblank sauber, das WLAN funktionierte hervorragend und wir hatten einen großen Aufenthaltsbereich unter einer Palapa ganz für uns alleine. On top gab es den ganzen Tag über kostenfreien Kaffee – was will man mehr? 😃

Die Wasserfälle von Roberto Barrios und Misol Ha: Ein besonderer Badespaß in Palenque

Nach unserem langen Fahrtag machten wir uns am Sonntag auf, einige Wasserfälle rund um Palenque zu erkunden. Die berühmten Agua Azul hatten wir bereits damals besucht, daher entschieden wir uns diesmal für die weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden Roberto Barrios Kaskaden.

Dieser Ort war ein wahres Paradies: 🌴 Das Wasser schimmerte in einem atemberaubenden Türkis, und die vielen Kaskaden und Pools luden zum Baden ein. Besonders angenehm war es, sich unter den kleinen Wasserfällen den Rücken massieren zu lassen. Erstaunlicherweise waren wir die einzigen, ausländischen Touristen unter zahlreichen einheimischen Familien, die hier ihren Sonntag genossen. Der Eintritt kostete uns umgerechnet nur zwei Euro, allerdings mussten wir auch einen kleinen Wegzoll für die Straße zahlen, die durch die Gemeinde führte.

Badevergnügen in natürlichen Pools
Sorry, Frontkamera war wohl leicht schmutzig 😅

Nach diesem erfrischenden Erlebnis fuhren wir weiter zum Misol-Ha Wasserfall. Aufgrund der Trockenzeit führte dieser jedoch relativ wenig Wasser und war daher nicht so spektakulär wie erwartet. Dennoch bot sich uns eine ganz besondere Gelegenheit: Wir konnten hinter den Vorhang aus Wasser laufen und in dem Pool, in den sich der Wasserfall ergoss, schwimmen. Aber Vorsicht war geboten: Unter den Wasserfall zu schwimmen war zurecht verboten, da immer wieder Steinbrocken und Geröll heruntergespült wurde. ⚠

Hinter dem Wasserfall
Auf Grund der Trockenzeit eher ein Rinnsal

Eigentlich hätten wir, im Anschluss an unser Badevergnügen, die Nacht gerne noch einmal beim Hostal Bambutan verbracht. Doch zu unserer großen Überraschung standen wir vor verschlossenen Einfahrtstoren. 😮 Schnell mussten wir einen neuen Camping- oder Stellplatz finden, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Palenque ist weder die sicherste noch die schönste Stadt, aber schlussendlich fanden wir einen guten Stellplatz bei einem anderen Hostel. Dort hätten wir sogar die Küche nutzen dürfen, hatten WLAN und eine gute Dusche – ein kleiner Luxus nach einem aufregenden Tag. ☺️

Kaffeedesaster und Straßenblockaden

Der Start in den Montag war denkbar schlecht: Trotz der enormen Hitze hatten wir zwar ganz gut geschlafen, aber wir wollten früh los weshalb bereits um sechs Uhr der Wecker klingelte. Während ich meine Zähne putzte kochte ich, wie immer, parallel das Kaffeewasser auf. Doch als ich Simon sein Handy reichen wollte, blieb ich leider an der vollen Kaffeekanne hängen und kippte diese um. Eine Riesen-Sauerei… Zum Glück verbrühte ich mich nicht auch noch! Also hieß es erst mal den Boden schrubben und dann duschen. Somit kamen wir statt um sieben erst gegen acht Uhr weg. 🤷‍♀️

Simon hat nix Besseres zu tun als für den Blog zu 📸

Wir wollten deshalb so zeitig los, weil die Strecke von Palenque nach San Cristóbal de las Casas nicht ohne ist. Immer wieder wurde von Roadblocks und Bestechungsversuchen berichtet weshalb man uns geraten hatte, möglichst früh loszufahren – quasi bevor die Kleinkriminellen spät aus ihren Federn kriechen. 😅 Die Alternative wäre ein 200km langer Umweg über die, wenngleich vermutlich sicherere, kostenpflichtige Autobahn gewesen.

Unsere Fahrt über die Bergpässe verlief größtenteils ohne Zwischenfälle. Die traumhaft schöne Urwaldlandschaft machte die zahlreichen Bodenwellen erträglich. Doch in der Stadt Oxchuc, 50 km vor unserem Ziel, stießen wir dann doch noch auf eine Straßensperre. 🚧 Die Einwohner möchten so auf vermeintliches Unrecht aufmerksam machen, da der Gouverneur der 25 Gemeinden Hilfsmittel angeblich nicht an die Ortschaften zuteile. So standen wir von 13:00 bis 16:00 Uhr vor der Barrikade, die an taktisch kluger und nicht zu umfahrender Stelle eingerichtet war.

Straßenblockade in Oxchuc
Mit Nagelbrettern und Steinen wurden alles abgesperrt
Immerhin wohl für einen guten Zweck. Zumindest wurden am Ende Flugblätter mit dem Hinweis auf die Missstände verteilt. Ob‘s was bringt?! 🤔

Pünktlich um 16:00 Uhr wurden Nagelbrett und Steine beiseite geräumt und gegen einen humanen Wegezoll von umgerechnet 2,50 € durften wir weiterfahren. Eineinhalb Stunden später kamen wir, nach neun anstatt der geplanten sechs Stunden Fahrt für gerade einmal 200 km, in San Cristóbal de las Casas an. Wir fanden einen sehr zentral gelegenen und sogar überdachten, sicheren Parkplatz samt Toilette – und das zu einem sagenhaft günstigen Preis!

Was für ein Fahrtag!
Von 190 Höhenmetern…
… ging’s rauf auf fast 2.300 Meter üNN

Das Beste hier sind aber die Temperaturen: Mit Tagestemperaturen von angenehmen 21°C, bedingt durch die Lage auf über 2.000 m Höhe, war dies eine willkommene Abkühlung nach der Hitze der letzten Wochen. Abends kochten wir noch Simons letzten, selbst gefangenen Fisch, bevor wir müde und erschöpft in die Federn fielen.

Solche Temperaturen hatten wir lange nicht! 😀

San Cristóbal de las Casas: Magie, Moskitonetze und Monsunregen

Die nächsten Tage verbrachten wir in San Cristóbal, einem der berühmten Pueblos Mágicos. Diese magischen Dörfer sind besondere Orte in Mexiko, die aufgrund ihrer natürlichen Schönheit, kulturellerer Reichtümer oder historischer Bedeutung diesen Titel tragen.

Erster Eindruck von San Cristóbal

Nach einem kleinen Erkundungsrundgang durch das historische Stadtzentrum brachte ich unsere Bettwäsche zu einer nahegelegenen Wäscherei. Am nächsten Tag, nachdem die Bettwäsche sauber und wohlriechend zurück war, brachte ich auch unsere restliche Schmutzwäsche dorthin. Mit gerade einmal 60 Cent pro Kilo war die Wäscherei auch denkbar günstig. 👍🧺

Am Donnerstag begannen wir dann unser Projekt Moskitonetz. Es funktionierte zwar nicht ganz so, wie wir es uns vorgestellt hatten aber wir waren auf gutem Weg und konnten es am nächsten Tag fertigstellen. Learning by doing! Das Making-of haben wir für euch festgehalten. Falls auch du einen Renault Master fährst, und vor der Herausforderung Fliegenschutz stehst, dann findest du auf unserem YouTube-Kanal in Kürze das Tutorial dazu. 🛠

Wir freuten uns nicht nur über das erfolgreich installierte Moskitonetz in der Schiebetür, sondern vor allem über den ideal gelegenen Stellplatz: Nur eine Straße weiter gibt es eine tolle Bäckerei und einen Laden, in dem es günstigen Käse und hausgemachten Joghurt gibt. Direkt nebenan ist ein Hostel und Coworking-Space. Ich erkundigte mich dort nach den Preisen für einen Arbeitstag, da ich endlich mal meine Steuererklärung angehen wollte. 🙉 Leider dauerte die Antwort eine Weile, weil die Preise erst über drei Ecken telefonisch in Erfahrung gebracht werden mussten. Ich konnte die Wartezeit jedoch zu meinem Vorteil nutzen, denn ich entdeckte derweil das WLAN-Passwort an der Wand. Und da das Hostel direkt an unseren Parkplatz angrenzt reichte das starke Signal hervorragend bis zu uns herüber. So konnte ich die Steuererklärung sogar im Van fertig machen. Jetzt haben wir die kommenden Tage also auch hier am Auto Internet – was will man mehr?

🧀 Das erste Mal seit Reiseantritt günstiger Käse 🤗
900ml Joghurt für 2 € & die Hälfte für gerade mal 1 €

Gerne weniger hätten wir von dem anhaltenden und starken Monsunregen. Zwischenzeitlich hat die Regenzeit voll eingesetzt und es schüttete immer wieder ziemlich heftig 🌧️. Und bei Tagestemperaturen von +/- 20°C fühlte es sich, zumindest im Vergleich zur Hitze aus der wir kamen, mintunter relativ frisch an. Daran müssen wir uns erst wieder gewöhnen! 🧣🍜

Erstmal ne heiße Suppe 🥣😅

Ein fleißiger Freitag in San Cristóbal

Am Freitag waren wir mega fleißig. Nach dem Aufstehen vertonte ich direkt unser neues YouTube-Video. Danach ging ich nebenan im Hostel Posada Santa duschen. Für 2,50 € gab es eine warme und saubere Dusche, sogar mit frischem Handtuch! 🚿🧼

Der Rest des Tages war dem Van gewidmet: Zuerst reparierten wir das klemmende Rollo an der hinteren Dachluke. Dann demontierten wir die vordere Dachluke, um das Lüftergitter und den Lüfter zu reinigen. Dabei stellte sich heraus dass der Lüfter, vermutlich durch die UV-Einstrahlung, spröde geworden war. 🤯 Simon reparierte die Risse im Lüfterrad mit einer Backpulver-Sekundenkleber-Mischung. Außerdem brachten wir das Moskitonetz nochmal neu an. Jetzt sieht es ganz ordentlich aus – hoffentlich hält es!

Hoffentlich hält die Backpulver-Sekundenklebermische
Wie neu 👍🏻👍🏻👍🏻

Nach diesen Arbeiten gelang es mir dann, im dritten Anlauf, unsere fünf Kilo Wäsche bei der Wäscherei abzuholen die dann endlich geöffnet hatte. Öffnungszeiten sind hier nur ein gaaanz grober Richtwert. 😂

Nur noch zusammenlegen & einräumen 👏🏻

Nach dem arbeitsintensiven Tag gönnten wir uns ein spätes, sehr leckeres Nachmittagsmenü: Mit Getränk, Suppe und Vorspeise samt Dips kostete es gerade einmal sechs Euro, ein echtes Schnäppchen!

Da hat wohl jemand Kohldampf! 🤣

Reparaturen und Pflaumenkuchen in San Cristobal

Auch der Folgetag war ein anstrengender Tag: Simon brauchte fast den kompletten Tag, um den defekten Turboschlauch zu wechseln. Ohne Auffahrrampe war es auf dem flachen Boden eine echte Herausforderung, da der Unterbodenschutz dafür demontiert werden musste. Aber mit viel Geduld und Feingefühl ist ihm letztendlich auch das gelungen. Jetzt sind vorerst alle Reparaturarbeiten erledigt, außer der Schiebetür. Aber die schwere Tür können wir sowieso nur mit Hilfe mehrerer Leute aushängen, auch hierfür wird sich noch der ideale Ort finden. 🙏

Ich habe währenddessen die frischen Pflaumen, die hier gerade Saison haben, genutzt um einen köstlichen Pflaumenkuchen zu backen und Pflaumenmus für unser Joghurt-Müsli-Frühstück zuzubereiten. Beide Rezepte findest du übrigens auch hier auf unserer Homepage:

https://sijucampervan.com/kochen-backen/: NEW BLOG POST 🇲🇽 (08. – 16.06.2024) Playa Montes – San Cristóbal

Zwischendurch habe ich noch ein paar Dinge im Innenraum gereinigt, sodass jetzt wirklich alles wieder up to date ist. So sauber und ordentlich war es schon lange nicht mehr! ✨

Abends wollte Simon noch ein Weilchen am Laptop arbeiten aber leider wollte das Gerät nicht mehr starten! 😰 Trotz Dr. Google und Versuchen sämtlicher Tastenkombinationen blieb der Bildschirm dunkel und der Rechner stumm – Pustekuchen! Und sonntags haben natürlich alle Reparaturläden in der Umgebung geschlossen…

Montezumas Rache: Die Pechsträhne geht weiter

Bereits am Vorabend machte sich bei mir deutliches Unwohlsein bemerkbar und ich musste ständig auf die Toilette was sich im Laufe der nächsten Stunden zu ziemlich starkem Durchfall entwickeln sollte. 🚽🧻🚾 Ich hatte Magenkrämpfe und musste andauernd aufs Klo flitzen, weshalb Simon natürlich auch kaum ein Auge zu tat. Zu allem Übel ist das kleine Häuschen, in dem das liebenswerte Parkwächterpaar mit ihrem kleinen Sohn lebt, nur an vier von sieben Wochentagen an die städtische Wasserversorgung angeschlossen. Für ihren spartanischen Wohnraum nutzen sie, während der restlichen Tage, den Wassertank auf ihrem Dach aber die separate Parkplatztoilette ist leider nicht eingebunden. So musste ich, zu allem Elend und mit schwachem Kreislauf, auch noch per Eimer Wasser schöpfen und damit spülen. 😥 Am späten Sonntagabend verspürte ich eine minimale Besserung und so entschied ich, vor dem Schlafengehen noch zwei Tabletten gegen Durchfall zu nehmen die mir mein Schatz zuvor in der Apotheke besorgt hatte. 💊 Nachdem ich ihm eine Notiz auf Spanisch mitgegeben hatte, weil er sich andernfalls nicht hätte verständigen können. 🙈 Wie lange wir noch im nassen San Cristóbal verweilen mussten, wann es mir wieder besser ging und ob unser Laptop noch zu retten war erfahrt ihr dann kommende Woche. Bis dahin, bleibt gesund!


P.S. Wusstest du, dass es sich bei den roten Wörtern im Text um Backlinks handelt? Wenn du diese anklickst erhältst du weitere Infos zu diesem Stichwort. Probiere es doch mal aus! 🔍


NEW BLOG POST 🇲🇽 (30.05. – 07.06.2024) Mérida – Campeche

Ein unvergesslicher Tag auf der Yucatán-Halbinsel

Von Valladolid aus drangen wir weiter ins Inland der Yucatán-Halbinsel vor. Kurz vor Chichén Itzá, einer der bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes, stoppten wir beim Hotel Dolores Alba. Dieses lag strategisch günstig direkt gegenüber von unserem Ziel: der Cenote Ik Kil, die wir am nächsten Morgen direkt nach Öffnung, vor Eintreffen der großen Reisegruppen, besuchen wollten.

Perfekter Spot!
Direkt gegenüber der Cenote 👌🏻

Für relativ kleines Geld durften wir auf dem schattigen Parkplatz übernachten und sogar den Pool benutzen, den wir den ganzen Tag über für uns alleine hatten. 💧👙 Auch das WLAN funktionierte hervorragend, sodass uns außerdem genug Zeit zum Arbeiten und Telefonieren blieb.

Große Iguanas waren auch am Start

Pünktlich um 9 Uhr des Folgetags standen wir dann auch vorm Ticketschalter der beliebten Cenote. Wir tauschten 200 MXN (11 €) pro Person gegen ein grünes Papierarmbändchen und waren tatsächlich, zusammen mit einem anderen Pärchen, die ersten Besucher des Tages bei einer der bekanntesten und meistbesuchten Cenoten des Landes. 😊

Nachdem wir uns unserer Kleidung entledigt und diese im Spind eingeschlossen hatten, holten wir noch die obligatorische Schwimmweste ab bevor wir einen ersten Blick hinunter in die faszinierende, halboffene Cenote warfen. Von hier oben ging es rund 26 Meter hinunter in die Tiefe. Kaum vorzustellen, dass dies schon häufiger ein Austragungsort der Red Bull Cliff Diver Weltmeisterschaften war und die Springer sich diese Abgrund hinunter stürzen! 😯 Lange Luftwurzeln hingen von der Decke bis fast hinab auf die kreisrunde Wasseroberfläche und die steilen Felswände waren dicht von Lianen und allerlei Grünpflanzen bewachsen.

Sah schon von oben spektakulär aus 🤩

Wir stiegen die rutschige, lange Steintreppe hinab in die Tiefe und freuten uns wie kleine Kinder, dass wir fast ganz alleine das erfrischende Bad in diesem herrlichen Naturbecken genießen durften. Dank der Schwimmwesten konnten wir ideal auf dem Rücken liegend floaten und dabei den Blick hinauf durch die eingestürzte Felsdecke schweifen lassen. 🤩

Dank Schwimmweste konnte ich gut floaten
Und erst der Blick nach oben…
👍🏻👍🏻👍🏻
War ein tolles Erlebnis

Wieder zurück am Van standen die Uhrzeiger schon fast auf Mittag. Da wir noch nicht einmal gefrühstückt hatten entschieden wir, noch einen weiteren entspannten Arbeitstag am Hotelpool einzulegen. 💻 Eine Stunde vor Schließung der Cenote, um 16 Uhr, ging ich noch einmal hinein in der Hoffnung, dass die meisten Besucher bereits von dannen gezogen wären. Aber Pustekuchen: Es zappelten gut und gerne 60 Menschen im Becken der Cenote (deren Radius sich auf 60 Meter beläuft) und bereits der Anblick von oben schreckte mich derart ab, als dass ich auf dem Absatz kehrt machte und zurück zu unserem einsamen Pool kehrte. 😅

Hitzewelle und Shoppingfieber in Mérida

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise fort. Die Maya-Stätte Chichén Itzá, eines der sieben neuen Weltwunder (drei davon lagen auf unserer bisherigen Reiseroute), ließen wir jedoch links liegen da wir die Ruinen bereits vor acht Jahren besichtigt hatten. Stattdessen düsten wir weiter in die heißeste Stadt der Halbinsel: Mérida. Bei Temperaturen von über 40 Grad im Schatten hatten wir das Sightseeing bereits im Vorhinein ad acta gelegt. UNESCO Weltkulturerbe Stadt samt schöner Kathedrale und Kolonialbauten hin oder her: Bei der Bruthitze hatten wir wahrlich keine Lust, durch die aufgeheizten Straßen zu laufen. 🥵🔥

Wir stoppten stattdessen zuerst bei einer großen Mall, in der kurioserweise Kinder auf einer großen Eisfläche mit Schlittschuhen ihre Runden drehten. 🥶 Du erinnerst dich an die Hitze, von der ich gerade erzählt hatte?! Passte also so rein gar nicht… ⛸ Uns war die Abkühlung aber natürlich mehr als recht und ich begab mich in den diversen Accessoire-Läden auf die Suche nach neuen Ohrsteckern, da ich meinen einen während unserer Schnorchel-Tour auf Caye Caulker leider im Ozean versenkt hatte:

Eines unserer schönsten Videos wie wir finden. Was meinst du? 🤔 Schreib es in die Video Kommentare!
Eislaufbahn in der Mall 😳

Es war gar nicht so einfach, ein paar schlichte Ohrstecker zu finden aber nach einer Weile fand ich dann doch noch ein hübsches sowie günstiges Dreier-Set. Mit knurrenden Mägen drehten wir eine Runde durch den Food Court und ließen uns nach ausführlicher Begutachtung der verschiedenen Angebote beim Asiaten nieder. 🍜

Gut gestärkt setzten wir unsere Shoppingtour bei Decathlon fort, wo es für Simon ein neues Spielzeug gab: einen Lenkdrachen oder besser gesagt eine Lenkmatte. Auch dem großen sowie sehr gut sortierten Chedraui Selecto nebenan statteten wir noch einen Besuch ab, um uns vor der Weiterfahrt an einen abgelegenen Strand mit Lebensmitteln einzudecken.

Haben unsere Lieblingsladenkette wohl gefunden 😅

Die Straße führte schnurgerade hinaus aus der Stadt bis nach Progreso. Allerdings bogen wir kurz vor dem beliebten Badeort ab und fuhren die schmale Landzunge entlang bis zu deren Ende, an der sich ein breiter sowie schneeweißer Sandstrand befindet. Dort angekommen trafen wir auf zwei große Wohnmobile, die sich bereits einen Platz mit Blick aufs türkisblaue Meer gesichert hatten. 🏖️🌊

Der blaue Punkt war unser Stellplatz: Fast im Meer
Coolstes Painting ever! Mit belgischer Waffel, passend zum Herkunftsland der vierköpfigen Familie 🧇🇧🇪🤣
Wir sind mal wieder winzig gegen die anderen 🙈

Nachdem uns die Polizeistreife ihr OK gegeben hatte reihten wir uns hinter ihnen ein. Hier gab es zwar leider weit und breit kein einziges Schattenplätzchen, aber dafür wehte eine steife Brise die das Ganze wieder wett machte. Ideale Voraussetzungen für einen ersten Test der Lenkmatte! Erstaunlicherweise hatten wir beide den Dreh relativ schnell raus. Jetzt gilt es nur noch, das Lenken blind zu beherrschen und dann sind wir auch schon fast bereit für den Kite-Surf-Kurs. 🪁😂

Ob wir das Kite Surfen jemals wagen werden?! 🤔

Ein entspanntes Strandwochenende und unsere Reise in die Piratenstadt Campeche

Das Wochenende verbrachten wir faul am Strand, ließen uns im Van bei offenen Türen und Fenstern den Wind um die Nase wehen und freuten uns über die vergleichsweise wenigen Besucher was vermutlich daran lag, dass an diesem Wochenende Wahlen in Mexiko waren.

Was für eine Aussicht 🤩

Am Montag brachen wir auf in die wunderschöne Piratenstadt Campeche im gleichnamigen Bundesstaat. Diese hatten wir bereits auf unserer vorherigen Yucatán-Rundreise kennen und lieben gelernt. Entlang des 200 km langen Fahrtweges kamen wir zufällig an der für ihre Hutmacherkunst bekannten Stadt Bécal vorbei. Spontan steuerten wir eine Hutmacherei an, die wir schon damals besucht hatten. Ich erkundigte mich bei dem netten Herrn ob es ihm eventuell möglich wäre, meinen doch ziemlich verdrückten Hut wieder in Form zu bringen. 👒

Aufgrund der starren Krempe konnte er mir jedoch nicht helfen. Die hier handgefertigten Strohhüte bestehen, im Gegensatz zu meinem, alle aus einem sehr flexiblen und daher auch sehr knautschfähigen und biegsamen Naturmaterial – so wie auch der aufrollbare Panamahut der hier gefertigt wird. Daher konnte er meinen leider nicht auf seine Pressen legen. Schade drum, aber einen Versuch war es allemal wert! 🤷‍♀️

Bleibt mein Hut halt eingedellt 🤷🏼‍♀️

Wie geplant erreichten wir den Walmart-Parkplatz der Küstenstadt gegen Nachmittag. Campeche ist bekannt für seine gut erhaltenen Kolonialgebäude und seine reiche Geschichte als wichtige Hafenstadt und Piratenhochburg. Die Stadt gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe und beeindruckt mit ihren pastellfarbenen Häusern und der gut erhaltenen Stadtmauer.

Da es fürs Sightseeing bei unserer Ankunft noch viel zu heiß gewesen wäre, erledigten wir erst einmal die notwendigen Einkäufe und genehmigten uns auf dem Parkplatz noch eine kleine Kaffeepause. 🧁☕🛒

Als die Sonne gegen 17 Uhr langsam begann, etwas tiefer zu stehen, schlenderten wir zu Fuß am Malecón, der schönen Uferpromenade, entlang bis in die historische Innenstadt. Um sich besser vor Piratenangriffen schützen zu können ist das Zentrum auch heute noch von einer massiven Ringmauer umgeben. Die bunten Fassaden, die teilweise im Kolonialstil gehalten sind, sowie die Kathedrale an der hübschen Plaza versprühen hier einen ganz besonderen Charme: Sowohl bei Sonnenuntergang als auch nach Einbruch der Dunkelheit im dezenten Scheinwerferlicht.

Die Uferpromenade in Campeche
Seit EWIGKEITEN sogar mal wieder Fitnessgeräte
Schon mal ne Kirche mit Leuchtturm gesehen?! 🧐
Uns gefiel die Stadt erneut MEGA GUT
Die Altstadtmauer diente zum Schutz vor Piraten 🏴‍☠️

Die Video-Show, die uns bei unserem ersten Besuch so gut gefallen hatte, wird mittlerweile nur noch an Samstagen ausgestrahlt aber stattdessen konnten wir uns um 20 Uhr eine illuminierte Springbrunnenshow ansehen. Allerdings wehte der Wind so stark vom Meer herüber, dass die Fontänen sich ineinander mischten und die Fußgänger und Jogger unten auf dem Gehweg von der Gischt mitunter ganz schön nass wurden. 🌬⛲🏃‍♂️

Übernachtung bei Walmart 🛒

Hochzeitstag im Paradies: Playa Montes

Die Nacht auf dem Walmart-Parkplatz war zwar ruhig aber da wir die Temperaturen im Van nicht unter 30 Grad herunterbringen konnten, schliefen wir dennoch schlecht und fühlten uns am nächsten Morgen ziemlich gerädert. Entsprechend schnell verließen wir die Stadt auch wieder.

Wir entschieden uns gegen die mautpflichtige Autobahn und kurvten stattdessen entlang der traumhaft schönen, kostenfreien Küstenstraße. Von dieser aus boten sich immer wieder sensationelle Blicke auf das karibische Meer und die vielen Seevögel. 🏝️🌊

Unser Ziel war der Campingplatz Playa Montes. Diesen hatte ich in einem YouTube-Video unserer Container-Buddys @adondevoy4x4 gesehen und wusste sofort, dass wir dort auch hinmüssen. Warum?! Weil sich an diesem kilometerlangen, einsamen, fast weißen Sandstrand lediglich fünf Cabañas und ein paar wenige Plätze für Overlander wie uns befinden.

Da aktuell Schildkröten Saison ist werden die festen Unterkünfte nicht vermietet und, wenn überhaupt, nur ein bis zwei Overlander auf den Platz gelassen. So kam es, dass wir neben den super netten englischen Platzwarten Tobi und Steve alias@trucklifeoverlanders die einzigen Personen an diesem wahrlich paradiesischen Fleckchen Erde waren. 😎☀

Die beiden verließen ihre Heimat Großbritannien im Sommer 2021, um mit ihrem Camper die Amerikas zu bereisen. Seit letztem Jahr hüten sie jedoch diesen herrlichen Campingplatz, da der kanadische Eigentümer Shawn aktuell noch zwei weitere Projekte an der Backe hat und er den Platz ohne ihre Hilfe hätte schließen müssen. Im Gegenzug dürfen sie hier kostenfrei mit ihrem Truck stehen und eine der Cabañas nutzen.

Wir hatten ebenfalls einen fast 100 Quadratmeter großen Koch-, Wohn- und Essbereich ganz für uns alleine und konnten uns hier herrlich ausbreiten. Ebenso durften wir die schattigen Palapas und die Strandliegen nutzen. Allerdings hat das Paradies auch seinen Preis, wobei die umgerechnet 18€ pro Nacht in diesem Fall echt fair sind. Duschen und Sanitäranlagen gab es natürlich auch, wenngleich das Wasser aus dem Hahn recht salzig schmeckte.

Unser eigener Wohn- & Essbereich …
Nur wenige Schritte vom Van entfernt

Ein weiteres kleines Manko waren die Sandflies die immer dann auftauchten, wenn die steife Brise nachließ was in der Regel vom frühen Morgen bis gegen Mittag der Fall war. Aber hey, was ist schon perfekt? 🌬️🦟

Nach Einbruch der Dunkelheit begaben wir uns, mit Rotlicht-Stirnlampen bewaffnet, auf eine kleine Nachtwanderung am Strand entlang. Tatsächlich dauerte es nur wenige Minuten, bis Simon lautstark meinen Namen rief: Er hatte in der Dunkelheit wahrhaftig eine mindestens 80-90 cm große Schildkröte entdeckt!

Diese war gerade den Wellen entstiegen und machte sich nun auf den beschwerlichen, weil mitunter recht steilen, Weg den Sandstrand hinauf. Wir konnten unser Glück kaum fassen: Ein schöneres Geschenk hätte es zu unserem dritten Hochzeitstag gar nicht geben können. 💖🐢

Bis Mitternacht harrten wir in ihrer Nähe aus und beobachteten sie bei ihren kräftezehrenden Versuchen, in dem harten Sand ein passendes Loch für ihre Eier zu buddeln. Als sie immer weiter ins Unterholz der Mangroven vordrang dachten wir zuerst, sie hätte den falschen Pfad gewählt oder sei vielleicht noch jung und unerfahren. Unsere Recherche am Folgetag ergab jedoch, dass einige Schildkrötenarten tatsächlich die Mangroven dem Strand zur Eiablage vorziehen. Und zwar aus zwei logischen Gründen: Zum einen kann durch den Schatten der Blätter die Hitze im Nest besser reguliert werden und zum anderen sind die schlüpfenden Jungtiere hier vorerst besser vor Fressfeinden, wie beispielsweise Seevögeln, geschützt.

Dennoch bleibt die traurige Tatsache, dass von 1.000 Schildkrötenbabys gerade mal eines überlebt. Wenn das die arme Mama wüsste, die nun nach ihrer beschwerlichen Reise durch den Ozean, und der stundenlangen Schwerstarbeit am Nest, auch noch bis zu 100 Eier legen muss. 😢🌊

Hier erkennt man gut die Schildkrötenspur
Und so sieht das zugebuddelte Gelege aus

Wir verließen sie in jedem Fall hundemüde, gute drei Stunden nachdem sie gegen 21 Uhr aus dem Wasser gekommen war. 😴

Ein Hitzschlag und voller Erfolg beim Angeln

Drei weitere Tage verweilten wir an diesem idyllischen Fleckchen Erde, das Reisenden ideale Bedingungen für eine Auszeit von der Straße bietet.

Vormittags arbeiteten wir im gut vor Sandflies geschützten Innenbereich, während wir uns nachmittags am Strand den Wind um die Ohren wehen ließen. 🏠👩‍💻🏖️

Trotz der kühlenden Wirkung des Windes vermute ich, dass ich mir einen leichten Hitzschlag eingehandelt hatte. Ich litt zwei Tage am Stück unter heftigen Kopfschmerzen und hatte schon zuvor immer wieder leichten Schwindel verspürt. Kein Wunder, wenn selbst nachts die Temperaturen nicht unter 30 Grad fallen…

Tobi riet uns eindringlich, ab sofort dauerhaft Elektrolyte zuzuführen da wir durch die Hitze, das starke Schwitzen und das gefilterte Trinkwasser zu viele Mineralien verlieren würden. Den Rat werden wir ab sofort gerne befolgen.

Währenddessen freute sich Simon darüber, dass Shawn sich die Zeit nahm um gemeinsam mit ihm sein großes Fischernetz auszulegen und tatsächlich gerieten im Laufe des Tages etliche Fische in die gespannte Leine. 🎣🐟

Was neues für Simon: Fischen mit Netz
Die Catfish Tacos waren echt lecker 😋

Die Essensvorräte für die kommenden Tage waren somit gesichert und wie unsere Reise durch Mexiko weitergeht verrate ich dir im nächsten Blogbeitrag kommende Woche. 😉


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NEW BLOG POST 🇲🇽 (19. – 29.05.2024) Tulum – Valladolid

Ein Tag am Meer & Einblicke in das mexikanische Strandleben

Den Sonntag verbrachten wir am öffentlichen Badestrand von Tulum. Es drängten sich, verständlicherweise, an diesem Wochenende ziemlich viele Einheimische an den eigentlich einzigen noch öffentlich zugänglichen Strandabschnitt. Alle anderen Zugänge zum Meer sind, kilometerweit, nämlich von Luxusresorts und Hotels belegt. 😕

Die Wellen übertönten jedoch den Trubel um uns herum und ab Mittag hatten wir auch wieder genug Schatten vorm Van, um von unseren Stühlen aus das Alltagsleben um uns herum zu beobachten. Dabei fiel uns auf, dass insbesondere Bier und Chips hoch im Kurs zu stehen scheinen. Möglicherweise rührt daher auch die Leibesfülle vieler Mexikaner…

Auffällig war auch, dass in Mexiko Tätowierungen ganz normal zu sein scheinen. In den bisher von uns bereisten Ländern war dem nicht so, dort waren Tattoos hauptsächlich ein Zeichen von Bandenzugehörigkeit und somit eher negativ behaftet, weshalb wir bis dato eher selten Menschen mit Bildern auf der Haut gesehen hatten aber dies schien sich nun schlagartig zu ändern.

Gegen Nachmittag holte Simon, zum ersten Mal seit Kolumbien, mal wieder die Fahrräder vom Van herunter. Diese sehen zwar mittlerweile, aufgrund der Tatsache dass sie permanent Wind, Wetter und Meeresluft ausgesetzt sind, ziemlich mitgenommen aus aber zu meinem Erstaunen fuhr es sich tadellos.

Ich radelte 5 km die schicke Hotelmeile entlang und staunte nicht schlecht ob der ganzen Luxusherbergen, schicken Boutiquen und noblen Restaurants, die sich wie Perlen an einer Schnur aneinanderreihten. 😮

Frühaufstehen in Tulum: Abenteuer und Enttäuschungen bei den Maya-Ruinen

Die neue Woche begann früh, denn bereits um 6 Uhr morgens riss uns der Wecker unsanft aus den Träumen. Doch dieser bescherte uns nicht nur einen schönen Sonnenaufgang über dem karibischen Meer, sondern wir waren auch eines der ersten Autos, das auf den Parkplatz der Maya-Ruinen von Tulum fuhr.

Allerdings fühlten wir uns leicht veräppelt als wir, nachdem wir bereits 120 MXN für die vermeintlichen Eintrittskarten bezahlt hatten, an einem späteren Schalter weitere 190 MXN berappen mussten. Es stellte sich heraus, dass die erste Gebühr nur für das umliegende Parkgelände und die Zweite für den Zutritt zu den Ruinen war – was einem zuvor natürlich keiner gesagt hatte…

Innerhalb der archäologischen Stätte erwartete uns dann ein weiteres Ärgernis: Tulum ist nicht unbedingt für seine faszinierenden Gebäude oder hohen Pyramiden bekannt, sondern vielmehr für seine einmalige Lage auf einer Klippe oberhalb des türkisblauen, karibischen Meeres. Jedoch war der Zugang zu fast allen Gebäuden mit eben jener fantastischen Aussicht abgesperrt. Auf einer der dauerhaft installierten Infotafeln stand, dass von Juni bis Oktober Meeresschildkröten hier ihre Eier ablegen. Ob das jedoch der Grund für die Absperrungen war oder nicht, bleibt offen. In jedem Fall wäre es auch hier nett gewesen, wenn man uns bereits am Eingang darüber informiert hätte.

Nichts desto trotz fanden wir den Besuch schön und jetzt haben wir eigentlich alle wichtigen Maya-Stätten, die von größerer Bedeutung sind, gesehen. Und wir waren froh, die Ruinen bereits um 8 Uhr besucht zu haben da ab 9 Uhr die ersten großen Reisegruppen eintrafen und ab 10 Uhr wurde es so richtig voll. 🚌

Anschließend ging’s noch zum Supermarkt und auch unser erster Boxenstopp an einer mexikanischen Tankstelle verlief problemlos. Wird auf iOverlander doch auffällig häufig von Betrügereien an Zapfsäulen berichtet – sei es, dass man zu viel für zu wenige Liter bezahlt oder Kreditkartenbetrug stattfindet.

Dank dieser genialen App, die nicht nur Warnungen und Stellplatzinformationen für Reisende bereithält sondern auch Attraktionen, hielten wir kurz darauf erneut an und zwar bei drei kostenfreien Cenoten. Dabei handelt es sich um natürliche Kalksteinlöcher, die mit kristallklarem Grundwasser gefüllt sind und oft als Schwimm- und Tauchplätze genutzt werden. Für uns war es eine wahre Wohltat, die Mittagshitze in dem sehr erfrischenden und glasklaren Wasser abzuschütteln. 👙💧🩳

Da wir, in der Nähe dieser Badestellen, jedoch keinen schattigen bzw. geeigneten Stellplatz für die Nacht fanden fuhren wir anschließend noch ein paar Kilometer weiter zu einem offiziellen Campingplatz. Dieser wird seit Jahrzehnten von zwei Deutschen betreut und scheint insbesondere bei Kanadischen und/oder US-Amerikanischen Dauercampern beliebt zu sein. Zumindest ließen die Kennzeichen der gigantischen Trailer mit diversen Slide-Outs darauf schließen.

Zwar lag der Campingplatz idyllisch unter Kokosnusspalmen, sodass wir unsere liebe Not hatten unseren Camper kokosnusssicher zu parken, und nur wenige Schritte vom traumhaft schönen Strand entfernt aber seine besten Zeiten hatte er definitiv hinter sich. Die Umgebung erinnerte teilweise eher an eine Mischung aus Schrottplatz und Müllhalde. Auch die Toiletten hatten allesamt keine Klobrillen und an einer fehlte sogar komplett die Tür. Trotzdem werden für solch einen Platz, zumindest hier auf der Yucatán-Halbinsel, 15 US$ pro Nacht fällig. Bleibt zu hoffen, dass sich sowohl Preise als auch Optik weiter nördlich bessern werden… 🚐🏝️

Ja wer grunzt denn da?! 🐷
Schrottplatz oder Campingplatz?! 🤔

Dafür konnten wir hier, zum ersten Mal seit Monaten wieder, in unserer eigenen Hängematte entspannen die wir seit kurzem wieder besitzen. 😀 Vielen Dank noch einmal an @lasiesta für den großzügigen sowie kostenfreien Ersatz der uns in Costa Rica gestohlenen Gegenstände und an alle da draußen, die uns bei den Versandkosten unterstützt haben. 🙏

Du weißt nichts von dem Diebstahl?! Dann schau dir unser nervenaufreibendes YouTube Video an. 👆

Von Schrottplatzidylle bis Touristenrummel: Unser Tag in Playa del Carmen

Den Dienstagvormittag verbrachten wir, nicht zuletzt aufgrund des guten WLANs und der Duschmöglichkeit, noch auf dem „Schrottplatz“. Dafür war der Badestrand wirklich herrlich und wir gönnten uns ein letztes Bad in dem ruhigen, warmen und glasklaren Wasser. 🌊

Und auch die Windbedingungen ließen es seit Tagen endlich zu, mal wieder die Drohne steigen zu lassen. Allerdings wird derzeit auch hier, wie schon zuvor an der Küste von Belize, immens viel Seegras angespült. Dieses entsteht, oft aufgrund von Überdüngung und Klimawandel, durch die Vermehrung von Algen im Meer. Zum Glück ist das Seegras nicht glitschig, sondern eher etwas kratzig, und stinkt im Gegensatz zu Seetang auch nicht. Dennoch trüben diese großen Teppiche ein wenig das Badevergnügen, von der Postkartenoptik am Strand ganz zu schweigen. 🙈

Seegras in Massen 😳

Gegen 15 Uhr erreichten wir dann die Touristenmetropole schlechthin: Playa del Carmen. Wir parkten unseren Van auf dem gut besuchten Chedraui Supermarktparkplatz und gönnten uns zuallererst bei einem nahegelegenen Lokal für 5€ pro Kopf ein schmackhaftes Mittagessen bestehend aus Hühnchen, Reis, Bohnenmus, Tortillas und einem Getränk. 🍗🍚🥤

Bei einem Oxxo um die Ecke konnten wir dann auch endlich eine neue SIM-Karte für Mexiko organisieren. Zu Fuß ging es dann, trotz Mittagshitze, ins Zentrum, und die kilometerlange Touristenmeile muss man echt mal gesehen haben. Zwar bietet sie außer Restaurants, Bars, Eisdielen sowie Touragenturen und jeder Menge kitschiger Souvenirläden nichts wirklich Interessantes, aber gerade diese enorme Ansammlung an Touri-Kram beeindruckt.

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Wenngleich Playa del Carmen dadurch in jedem Fall ein seelenloser Ort geworden ist. 😣 Wir checkten noch zwei alternative Stellplätze in Strandnähe ab, die uns jedoch aufgrund ihrer Lage in der Nähe von lautstarken Lokalitäten nicht zusagten. Da würde die Nacht auf dem Supermarktparkplatz vermutlich die ruhigere und bessere Alternative sein! Zumal wir uns hier vor dem Zubettgehen auch noch mit einem großen Becher Schokoeis abkühlen konnten. 🍦

Danke noch einmal an Jens und seine Tochter Melina! Die beiden hatten eines unserer Videos aus Nicaragua gesehen, in dem wir u.a. die extreme Hitze thematisiert hatten – woraufhin die kleine Tochter ihren Vater fragte, warum wir denn nicht einfach ein Eis essen würden. Das inspirierte den Papa wiederum zu einer großzügigen Spende. Somit geht noch das ein oder andere Eis mehr auf eure Kappe – Dankeschön! 💕

Und während wir genüsslich unser Eis verspeisten, konnte das Innere unseres Vans auch von 40 auf halbwegs erträgliche 31 Grad abkühlen. 😅


Möchtest auch du uns gerne ein Eis oder einen Frappé ausgeben? Dann klicke dazu einfach auf einen der zwei Links:

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Entspannt und Sonnenverbrannt in Puerto Morelos

Trotz Hitze und dem ein oder anderen Erwachen in der Nacht aufgrund zuschlagender Autotüren oder Fahrzeuge, die über ein klapperndes Gitter fuhren, schliefen wir auf dem Supermarktparkplatz recht gut. Die strategisch günstige Lage nutzten wir vor der Weiterfahrt noch einmal für ein paar Lebensmitteleinkäufe, bevor wir weiter nach Puerto Morelos düsten.

Der Hauptort liegt drei Kilometer von der Küste entfernt, weshalb sich an selbiger eigentlich nur Touristenunterkünfte sowie ein paar Lokale befinden. Diese verteilen sich auf lediglich zwei Parallelstraßen, sodass es hier ziemlich ruhig und beschaulich zuging, zumal sich dort nur kleinere Hotels und Bungalows befanden.

Die entspannte Atmosphäre gefiel uns auf Anhieb gut und auch der erste, angesteuerte Stellplatz war direkt ein Volltreffer: Wir parkten unseren Bus in einer Sackgasse, die von mehreren Kameras überwacht wurde und keine 20 Schritte vom Sandstrand entfernt lag. Dort fanden wir, unter einer Kokosnusspalme, auch ausreichend Schatten sodass wir den ganzen Tag am Strand relaxen konnten. 🌞🏖🌴

Auch hier lag jede Menge bereits vertrocknetes Seegras am Strand. Allem Anschein nach hatte man aber zwischenzeitlich, einige hundert Meter vom Ufer entfernt, schwimmende Barrieren errichtet. Diese fingen weitere Seegrasschwemmen ab sodass sich das Schwimmen hier deutlich angenehmer gestaltete als am vorherigen Strand.

Kurz hinter den Barrieren soll sich auch ein schönes Riff befinden, weshalb man hier angeblich auch gut schnorcheln kann worauf die zahlreichen Boote voller Schnorchel Touristen schließen ließen. So kam es auch, dass die niedrigen Wellen weit draußen auf dem Meer, vor dem Riff, brachen und das Wasser schön ruhig war. Ideale Badebedingungen!  

Zu unserem Erstaunen mussten wir abends jedoch feststellen dass wir, trotz wahrlich ausreichender Bräune und dem ganzen Tag im Schatten, ordentlich rot geworden waren. 😯

Vollmond über der Karibik 🌕

Faulenzen im Paradies

So ein ideal gelegener, und noch dazu kostenfreier, Stellplatz wollte natürlich genutzt werden weshalb wir noch drei weitere Tage in Puerto Morelos blieben und das faule Strandleben genossen. Zumal die Temperaturen eigentlich auch nur dort, im Schatten bei leichter Brise, erträglich waren. 😎 So häufig wie hier hatten wir unsere Hängematte bisher selten genutzt!

Die Maya Trommler rücken aus 🥁🪘

Deswegen mussten wir auch jeweils die frühen Morgenstunden nutzen, um beispielsweise an den Laptops zu arbeiten oder in der Küche Essen für den Tag vorzubereiten, da es tagsüber im Van mit Temperaturen von 45 Grad aufwärts schlicht nicht auszuhalten war. 🥵

Glücklicherweise frischte der Wind aber nach Anbruch der Dunkelheit immer auf, sodass wir die schlimmste Hitze mit Durchlüften relativ gut herausbekamen.

Bei einem unserer Erkundungsrundgänge durch den beschaulich kleinen Ort entdeckten wir an der Plaza auch sehr saubere öffentliche Toiletten und Duschen. Nebenan wurden, an den Wochenendabenden, diverse Show- und Tanzvorführungen dargeboten und auch ein paar nette Souvenirstände öffneten parallel dazu ihre Pforten. Vollends überzeugt hat uns dann der fantastische Chedraui Supermarkt. Zum einen, weil wir einen so schicken und noch dazu gut sortierten Lebensmittelmarkt hier überhaupt nicht erwartet hätten und zum anderen, weil es richtig gute Backwaren gab. Alle Reisenden werden mir bestimmt beipflichten, wie sehr man sich doch über knusprige Baguettes oder Croissants – noch dazu zu erschwinglichen Preisen – freuen kann. 😄

Abenteuer auf der Alternativroute: Von Traumstränden zu Tropfsteinhöhlen

Am Montag verabschiedeten wir uns von dem schönen und ruhigen Strandort, den wir uns aber in jedem Fall mal als mögliche Altersresidenz merken werden. 😅

Schön war’s in Puerto Morelos 👌🏻

Im Ortskern füllten wir an einer der vielen, praktischen und noch dazu super günstigen Purificadora Stationen unsere Trinkwasserkanister mit gefiltertem Wasser auf.

Unterwegs galt es dann noch unsere volle Pippi-Box auszuschütten und an einer Tankstelle unseren leeren Wassertank aufzufüllen. Diesmal machten wir vorab auch eine Geruchs- und Geschmacksprobe: Schließlich wollen wir uns nicht noch einmal 120 Liter übelriechendes Brackwasser einfangen. 🤢

Wir entschieden uns für die kostenfreie Alternativroute, die von Cancún aus parallel zur kostenpflichtigen Autobahn nach Valladolid führt. Diese war zwar nur einspurig, aber dafür nicht stark befahren und noch dazu in gutem Zustand.

Zwischendurch stoppten wir bei der grandiosen Cenote Chooj Ja. Hier wurden wir von einer riesigen Tropfsteinhöhle samt glasklarem, unterirdischem Badesee überrascht. Wie cool war das denn bitte! An der Höhlendecke hingen nicht nur Stalaktiten, sondern auch schlafende Fledermäuse. 🦇🦇

Noch dazu war die Cenote kaum besucht, wenngleich auch mit 150 MXN (8€) pro Kopf kein Schnäppchen aber mittlerweile zahlt man wohl fast für jede halbwegs erschlossene Cenote einen solchen Preis – mitunter sogar noch deutlich mehr… 😣

Die Abkühlung war, bei Außentemperaturen von 38 Grad im Schatten, eine wahre Wohltat und hielt zumindest eine halbe Stunde lang an: Bis wir unsere Fahrt im aufgeheizten Van fortsetzten. 😅

Während der Weiterfahrt ploppte dann urplötzlich, nach 6 Monaten und 10k zurückgelegten Kilometern, ein altbekannter Fehler auf dem Bordcomputer auf: Luftmassenmesser prüfen. Scheinbar wird es langsam aber sicher doch Zeit, unseren mit einer Erbsen- und Maisdose geflickten Turboschlauch durch den Neuen zu ersetzten, den wir seit Costa Rica mit uns herumfahren. 🙈

Kurz bevor wir nach Valladolid hineinfuhren entdeckten wir glücklicherweise spontan noch eine Autowaschanlage, unter die unser großes Auto passte sodass wir endlich das Salz herunterspülen konnten, welches seit dem Stellplatz an der Küste von Tulum anhaftete.

Am frühen Abend erreichten wir dann das Zentrum, wo wir am Parque de Sisal, direkt neben dem alten Wehrkloster, einen idealen und noch dazu schattigen Stellplatz vorfanden.

Wir vertraten uns noch ein wenig die steifen Beine und drehten eine Runde durch die hübsche Kleinstadt, in der jedes Gebäude in einer anderen Farbe getüncht ist und auch die Kathedrale machte im Licht der untergehenden Sonne einen schmucken Eindruck. 🌞

Apropos untergehende Sonne: Mit dem Übertritt der Bundesstatengrenze von Quintana Roo nach Yucatán gewonnen wir an diesem Tag zwar eine Stunde Zeit, verloren gleichzeitig aber auch wieder eine Stunde Tageslicht am Abend.

Wobei das bei den extrem hohen Temperaturen am Tag hier vielleicht gar nicht verkehrt ist, kann man dann doch eher lüften und zumindest am Abend noch etwas unternehmen. 🏃‍♀️🏃‍♂️

Schöne alte Käfer und Bullis gibt’s in Mexiko zuhauf

Eine holprige Fahrradtour durch Valladolid

Am Dienstagmorgen wollten wir mit den Fahrrädern die Stadt erkunden, doch die Realität hatte andere Pläne für uns: Die salzhaltige Luft hatte unseren Fahrradketten wohl schwer zugesetzt denn sie waren so stark verrostet und steif, dass ein einfaches Draufsetzen und Losfahren nicht möglich war. 😕

Mit viel Geduld und reichlich WT40 brachte Simon die Drahtesel schließlich wieder in Gang. Es war zwar eine kleine Herausforderung so früh am Morgen, aber letztendlich konnten wir doch noch mit den Rädern die Markthallen besuchen und uns dort von den lebhaften Farben und Gerüchen verzaubern lassen. 🍓🥝🍌

Nachdem wir die Markthallen verlassen hatten, radelten wir weiter zur Casa de los Venados: Einem beeindruckenden Villenanwesen im Zentrum, das die größte Sammlung mexikanischer Kunstgegenstände in privater Hand beherbergt. Über 3.000 Exponate hat der Besitzer im Laufe seines Lebens zusammengetragen und stellt diese nun der Öffentlichkeit zur Ansicht.

Unsere Vorfreude wurde jedoch etwas getrübt als wir erfuhren, dass eine verpflichtende Spende von mindestens 5 USD pro Person verlangt wurde. Sollten Spenden und deren Höhe nicht grundsätzlich freiwillig sein? 🤔 Zusätzlich wurde uns mitgeteilt, dass man das Haus nur mit einem Guide betreten dürfe und die Führung etwa eine Stunde dauern würde. Da wir gerne in Ruhe, und vor allem alleine, filmen und fotografieren hätten wollen entschieden wir kurzerhand auf diese Sehenswürdigkeit zu verzichten.

Mittags suchten wir Zuflucht vor der glühenden Hitze in einem kleinen Café unweit unseres Stellplatzes. Zwar gab es dort keine Klimaanlage, sondern nur schwache Deckenventilatoren, aber es war besser als nichts. Außerdem nutzten wir die Zeit im WLAN, um noch 2-3 Stunden zu arbeiten. Der Höhepunkt meines Nachmittags war jedoch der unerwartete und spontane Anruf meiner Freundin Milena. In den letzten zwei Jahren hat das sonst noch keine(r) gemacht und es war einfach wundervoll, nicht nur ihre Stimme zu hören sondern auch ihr Gesicht zu sehen. 💖

Am Abend fand ich beim Hotel Lucy zwar keine erfrischende, aber immerhin eine saubere Dusche vor, sodass ich wohlriechend zur allabendlichen Videoshow im Parque de Sisal erscheinen konnte. 😄 Hier wird von Dienstag bis Sonntag jeden Abend um 21 Uhr ein Video auf die Mauern des alten Convento de San Bernardino projiziert, welches die bewegte Geschichte der Stadt Valladolid erzählt. Die Show war sowohl schön als auch kurzweilig und wir sahen uns das Unterhaltungsprogramm gleich zweimal an: Zuerst auf Spanisch und im Anschluss noch einmal auf Englisch. 📽

Zum Abschluss eines ereignisreichen Blogs möchte ich euch, liebe Leser, dazu ermutigen unsere Reise weiterhin zu verfolgen. Abonniert unsere Social-Media-Kanäle auf Instagram und YouTube, um keine unserer Abenteuer zu verpassen. Lieben Dank fürs Lesen und bis nächste Woche!


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NEW BLOG POST 🇧🇿 🇲🇽 (10. – 18.05.2024) Altun Ha – Tulum

Antike Maya Ruinen und ein Vogelparadies

Von Belize City aus führte uns unser Weg weiter nach Altun Ha. Diese Maya-Stätte mag nicht die größte in Belize sein aber sie war leicht mit unserem Van zugänglich, kostengünstig und wir waren darüber hinaus die einzigen Besucher.

Altun Ha wurde von denMaya vermutlich zu rituellen und zeremoniellen Zwecken genutzt, da die Stätte entlang deren Haupthandelsrouten lag. Hier wurde in einem Grab auch der größte, von Menschen je bearbeitete Jadestein der Welt gefunden. Dieser stellt einen Kopf dar und dieses Konterfei ziert jede Belize-Dollar Note. Der Haupttempel von Altun Ha wiederum ist gleichzeitig das Logo der bekanntesten Biermarke des Landes: Belikin.

Von dort aus war es nur noch ein Katzensprung in den Crooked Tree Nationalpark, in dessen ausgedehnten Lagunen sich hunderte verschiedener Vogelarten tummeln. Darunter auch der größte Storch der Welt: Der Tuyuyu, den wir bereits aus dem Pantanal in Brasilien kannten.

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Aber auch viele andere Störche, bunte Singvögel, Enten, Haubentaucher, Adler, Geier und verschiedene Reiher konnten wir entdecken. 🦅🦆

Wir checkten beim Jacana Inn, einem Campingplatz mit angegliedertem Hotel, ein von wo aus wir direkt aufs Wasser blicken konnten. Die liebenswerte Inhaberin Nary erlaubte uns sogar mit ihrem großen Kajak paddeln zu gehen – ganz ohne Zusatzkosten.

Simon nahm seine Angel mit und hatte überraschenderweise großen Erfolg: Die kleinen und mittelgroßen Barsche bissen in der Abenddämmerung wie am Fließband auf die zuvor mit dem Kescher im seichten Uferwasser gefangenen Sardinen. 🎣

Wir genossen von unserer Nussschale aus den Sonnenuntergang über den Lagunen und die Ruhe der Natur, bevor wir uns in unseren leider recht warmen Camper zurückzogen…

Früh aufstehen lohnt sich!

Der nächste Tag begann für uns sehr früh denn wir wollten uns die Chance auf eine morgendliche, kostenfreie Sonnenaufgangs-Paddeltour natürlich nicht entgehen lassen. 🚣‍♂️

Die Temperaturen um 06:00 Uhr morgens waren angenehm und zu dieser Zeit konnten wir die Vögel am besten, sowohl im Flug als auch bei ihrer Nahrungssuche, beobachten.

Im Vergleich zum Vorabend war die Lagune diesmal, mangels Wind, spiegelglatt und erst jetzt bemerkten wir wie seicht das Wasser war. 😮

Tagsüber frischte der Wind zum Glück wieder gut auf und wir konnten noch ein Weilchen im Van an den Laptops arbeiten.

Abends machten wir uns dann auf den Weg zum Cashew Fest, von dem uns unsere Gastgeber bei unserer Ankunft begeistert erzählt hatten. Leider stellte sich dies als Reinfall heraus da es, zumindest am späten Abend, nur noch Hotdogs und überteuerte Tacos zu essen gab und das Fest eher einem schäbigen Rummel glich. 🙈

Zum Kochen war es uns jedoch zu spät so dass wir uns, wohl oder übel, mit dem Fast Food begnügten.

Dafür wissen wir jetzt aber, wie ein Cashew Baum aussieht und dass jede Frucht nur eine einzelne Nuss trägt. Das Fruchtfleisch kann man wohl auch essen aber unseren Geschmack hat die Scheinfrucht, der Cashew-Apfel, definitiv nicht getroffen. 🥴

Das Gelbe ist die Scheinfrucht, das Dunkle die Nuss
Hier trocknen die Nüsse in der Sonne ☀️

Der Tag war zwar nicht ganz so spektakulär wie erwartet aber dennoch mal wieder voller neuer Eindrücke und Erfahrungen. Manchmal sind es eben gerade die unerwarteten Momente, wie zum Beispiel die überraschende Kajaktour, die unsere Reise besonders machen.

Unser letzter Tag in Belize

Sonntagsmorgens konnten wir, während wir unser Frühstück genossen, noch einmal richtig viele Störche von relativ nahem beobachten. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, wie sie so zahlreich elegant durch die Luft glitten.

Auf der anderen Uferseite stehen 100 Störche

Anschließend brachen wir auf nach Corozal, dem letzten Ort vor der mexikanischen Grenze. Beim Day Resort und Restaurant Corozo Blues durften wir freundlicherweise gegen eine nicht ganz unerhebliche Gebühr von immerhin 15$ übernachten. Dafür war es schön direkt an der Karibikküste gelegen, bot schattige Sitzgelegenheiten in einem hübschen Garten und gutes WLAN sowie saubere Toiletten.

Abends bestellten wir uns eine große Portion knuspriger Pommes zu unseren leckeren, kurz in der Pfanne angebratenen Fischen.

Und da dies unser letzter Abend in Belize war, gönnte ich mir zum krönenden Abschluss noch einen leckeren Rum Punch. 😋🍹

Während der Bartender mir diesen mixte erklärte er mir, weshalb ich von ihren Gesprächen untereinander immer nur ein paar wenige Englische Wortfetzen verstand:

Kreolisch ist eine faszinierende Sprache, die in der Karibik weit verbreitet ist. Sie entstand aus einer Mischung verschiedener afrikanischer, europäischer und indigener Sprachen. Die Sprache basiert zur Hälfte auf Englisch, zur Hälfe auf Kreol und spiegelt die reiche kulturelle Vielfalt der Region wider.

Unser letzter Tag in Belize war eine gelungene Mischung und wir verlassen dieses vielfältige, lebensfrohe Land mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck. 😎🧳

Ein neues Kapitel: Grenzübertritt und erste Eindrücke in Mexiko

Von Corozal (Belize) aus ging es am Montagmorgen über die Grenze nach Chetumal (Mexiko).

Zuvor ließen wir bei unserem Übernachtungsplatz noch das eklig nach Brackwasser stinkende Wasser aus unserem Wassertank ab, das wir wohl an der Tankstelle nahe Hopkins in unseren Tank gelassen hatten. 😯 Sowas ist uns bis dato noch nie passiert und, zumindest in Mexiko, werden wir nun vorab wohl immer erst einen Geruchs- und Geschmackstest machen.

Dank unseres günstig gelegenen Übernachtungsspots war der Grenzposten schnell erreicht. Das Grenzprozedere verlief auf beiden Seiten reibungslos und schnell da wir fast die einzigen waren. Der mexikanische Beamte am Einreiseschalter fragte nach, wie lange wir gedenken in Mexiko zu bleiben. Ich bat ihn um 120 Tage (statt der üblichen 90), die er uns ohne Murren in den Pass eintrug. 😀 Auch die Beamtin am Zollschalter wusste gut Bescheid und verstand es sogar, unseren deutschen Fahrzeugschein zu lesen. 👍

Vor der finalen Einreise wurde unser Fahrzeug, ich glaube zum ersten Mal überhaupt in 22 Monaten, halbwegs gründlich inspiziert. Zumindest wurde in jeden Schrank ein, wenn auch flüchtiger, Blick geworfen. Einziger, schwerer Wehmutstropfen: In Summe bezahlten wir für die Einreise nach Mexiko zusammen stolze 175€ an Steuern und Gebühren. Dazu kommen weitere 200€ für die KFZ-Haftpflichtversicherung, die wir aus Kostengründen direkt für 1 Jahr abschlossen. 🤯

Von daher würden wir uns sehr freuen, wenn als kleine Anerkennung für unseren Blog sowie als kleine Unterstützung für unsere Reise der ein oder andere Groschen den Weg in unsere diesen Monat wirklich arg geschundene Reisekasse finden würde:

Link zur Dieselkasse: ⛽ https://www.paypal.me/SiJuCampervan

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In Chetumal fuhren wir zuerst zu einer großen Mall, in der ich einen Copy Shop ausfindig gemacht hatte der uns unsere Autoversicherungspolice ausdruckte. Dort konnten wir auch problemlos Geld abheben und im Food-Court einen kleinen Mittagssnack zu uns nehmen. 🍜 Kurios waren die aus Belize herübergekommenen Mennoniten, die in ihren Latzhosen sowie ihren karierten Hemden und Strohhüten bei McDonalds ein seltsames Bild abgaben.

Ein Gebäude weiter befand sich ein ziemlich großer Supermarkt und seit vielen, vielen Wochen machte das Einkaufen endlich mal wieder Spaß: Nicht nur die Auswahl war gigantisch gut, sondern vor allem die Preise. 🤗 Mit vollgepackten Einkaufstaschen ging es weiter zum Home Depot Baumarkt gegenüber der ebenfalls sehr gut ausgestattet war, wenngleich wir dort nicht das gesuchte Moskitonetz fanden. Dafür rieten uns die Angestellten dazu, doch einmal gegenüber bei Parisina nachzuschauen.

Als wir den Laden betraten, trauten wir unseren Augen kaum: Stoffe über Stoffe, darüber auch feinmaschige Netzstoffe als Meterware, die geradezu ideal für unser Bastelprojekt zu sein schienen. Auch Klett- und Magnetband erhielten wir dort. 🥳🥳

Etwas müde, aber überglücklich, machten wir uns auf an die Promenade und zum ersten Mal seit unserem Einbruch in Costa Rica wagten wir es, frei an der Straße zu stehen. Wir beobachteten ein Weilchen die Leute und freuten uns einmal mehr darüber in Mexiko zu sein: Alle waren ordentlich gekleidet, grüßten freundlich und kamen wohl hauptsächlich zum Sport treiben hierher – egal ob auf schicken Rennrädern oder zum Joggen.

Erster Schlafplatz in Mexiko…
…könnte schlechter sein!

Als es um 18:00 Uhr immer noch recht hell war, machten wir neuerdings Luftsprünge denn wir bemerkten, dass sich mit dem Grenzübertritt wohl auch die Uhren um eine Stunde nach hinten verschoben hatten weshalb es nun endlich wieder länger hell ist. 😃

Tatsächlich fühlte ich mich sogar etwas erleichtert, nun endlich in Mexiko angekommen zu sein. Ein weiterer, großer Meilenstein unserer Panamericana Reise denn nun, nach dem wir Süd- und Zentralamerika hinter uns gelassen haben, beginnt mit Nordamerika der letzte und vielleicht sogar schönste Abschnitt unserer Reise. 🌎🚐💨

Ein kleines, wiederholtes Küchenmalheur

Unsere erste Nacht im Land der alten VW-Käfer und des Maya Train war super ruhig und wir fühlten uns ob der Tatsache, künftig zumindest ab und an wieder freistehen zu können, gleich viel freier. 🌙🚐 Der Maya Train ist übrigens ein riesiges Infrastrukturprojekt hier in Mexiko, das Touristen durch die beeindruckendsten Regionen auf der Yucatán Halbinsel bringen soll – inklusive Maya-Ruinen, Dschungel und paradiesischen Stränden.

Da wir aber auf der Suche nach einer Dusche und gutem WLAN waren, steuerten wir nur ein paar Kilometer weiter die Promenade entlang ein Resort an, das uns von anderen empfohlen worden war. Dort angekommen standen wir jedoch vor verschlossenen Toren und unsere mehrmaligen Klingelversuche blieben erfolglos. 🏝️🚪

Also beschlossen wir kurzerhand, direkt an die Laguna Bacalar zu fahren. Vorher besorgten wir uns im Walmart noch ein paar frische Brötchen fürs Frühstück und an einer Purificadora Station nebenan konnten wir für gerade einmal 5 MXN (30 Cent) 20l gefiltertes Trinkwasser in unsere Kanister zapfen.

In Bacalar angekommen, checkten wir beim Campingplatz Jardín de Venus ein. Dieser bot neben einer warmen Dusche eine blitzblanksaubere, gut ausgestattete Küche, schattige Hängematten, schnelles WLAN und einen eigenen Steg ins Wasser der unglaublich klaren Lagune, die in sämtlichen Blau- und Türkistönen schimmert. Allerdings war der Preis mit 20$ auch nicht zu verachten… 💸 💸 💸

Abends nutzten wir die Küche, um seit langem mal wieder Pasta zu kochen, was wir in letzter Zeit aufgrund der Hitze vermieden hatten. Schließlich brauchen wir den heißen Wasserdampf nicht auch noch im Van.

Dummerweise ging beim Würzen, zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage, die Pfeffermühle auf. Konnte ich beim ersten Malheur das Spiegelei entsorgen und neu braten, so gestaltete sich das mit der Brokkoli-Käse-Sauce doch deutlich schwieriger und wir hatten alle Mühe, die Pfefferkörner beim Essen herauszupulen. 🙈🌶️ Ich denke, es wird wohl Zeit für eine neue Mühle…

Ein entspannter Tag an der Laguna Bacalar

Am nächsten Tag schliefen wir erstaunlich gut und lange. Ich war beim Blick auf die Uhr ganz irritiert und musste zweimal hinschauen, aber tatsächlich hatten wir bis kurz vor zehn geschlafen. 😮 Lag es daran, dass wir uns in Mexiko scheinbar richtig wohlfühlten oder doch eher daran, dass Simon unseren kleinen USB-Ventilator (zusätzlich zu unserem Deckenlüfter in der vorderen Dachluke) direkt über unserem Bett angebracht hatte? 🌬️

Da Olga, die nette Betreiberin des Campingplatzes, uns nicht zur Eile drängte ließen wir es dennoch ruhig angehen. Wir nutzten noch einmal das gute Internet sowie die Küche für ein ausgiebiges Frühstück mit Spiegelei, Bohnenmus und warmen Maistortillas, bevor wir am frühen Nachmittag auscheckten und neuerdings das Freistehen wagten.

Tatsächlich fanden wir an der Straße oberhalb der öffentlichen Badestelle, dem Balneario Municipal, einen halbwegs geraden Platz. Dort trafen wir auch auf Nacho: Einen lebensfrohen Argentinier, der in einem kleinen VW-Transporter unterwegs war und an diesem Spot schon ein paar Nächte verbracht hatte. Die Aussicht auf die Lagune war fantastisch und die Bar Itzá bot für ein paar Cent auch Zugang zu sauberen Duschen und Toiletten – hätten wir das mal früher gewusst! 🧻🚽🚿

Blick vom Straßenstellplatz aus 👌🏻

Wir kühlten uns in der Laguna Bacalar ab und freuten uns über die Tatsache, dass mittwochs keinerlei Boote, Kajaks oder SUPs das Gewässer befahren dürfen. So möchte man dem See zumindest einen Tag Pause gönnen – war die Lagune doch dem plötzlichen Touristenansturm, der erst vor wenigen Jahren so richtig begonnen hatte, nicht gewachsen. Kurz vor der Corona Pandemie wechselte das nun wieder so wundervoll blaue Wasser wohl plötzlich seine Farbe zu braun und man bemüht sich seither redlich, ein Umkippen der Lagune zu verhindern. 🌊🙏

Zumal hier, als einem der ganz wenigen Orte weltweit, die ältesten lebenden Organismen unserer Erde zu finden sind: Stromatolithen. Diese uralten Lebewesen sind Schichtstrukturen, die von Mikroorganismen, insbesondere Cyanobakterien, über lange Zeiträume hinweg gebildet werden. Diese hatten wir, wie unsere Google-Recherche ergab, tatsächlich schon einmal gesehen: nämlich an der Shark Bay in Westaustralien.

Abends verspeisten wir vorm Van unsere Fischstäbchen mit Salat, bevor wir nach Anbruch der Dunkelheit zu Fuß noch eine Runde durch den beschaulich ruhigen Ortskern drehten.

Ein kleines Fort gibt es hier auch
Farbwechselnde Kunst

Tipps, Tortas und Tierrettung

Da der Stellplatz gar so schön und noch dazu kostenfrei war, blieben wir noch zwei weitere Tage. Nacho, unser freundlicher Nachbar aus Argentinien, gab uns noch allerlei Tipps für unsere Weiterreise durch Mexiko und Nordamerika. 🚐🌎

Wir schwammen noch ein paar Runden in der Lagune, gönnten uns leckere Tortas (so heißen in Mexiko knusprig getoastete Sandwiches mit Belag nach Gusto) und versuchten, mit unserem SUP von @paddelbrett auf die andere Uferseite zum Canal de los Piratas zu gelangen. Unsere Versuche scheiterten jedoch kläglich an Wind und Wellen. 🙈

Der Wille war da!
Aber der Wind zu stark 💨
Deshalb entging uns leider dieser Anblick 🤷🏼‍♀️

Also chillten wir den Rest des Tages im Schatten vor unserem Van, genossen den Blick über die Bar hinweg hinaus aufs Wasser und freuten uns über das gute WLAN der Brasserie, das bis zu uns hinauf reichte. Für 10 Pesos (50 Cent) nutzte ich am Abend die Duschmöglichkeit, bevor wir uns ein zweites Mal ein wenig die Beine vertraten.

An diesem Abend war an der Plaza auch überraschend viel los und der Grund war schnell gefunden: Zu Ehren aller Mütter wurde nachträglich der Muttertag gebührend gefeiert – samt Bühne, Entertainer und diverser Essens- und Getränkestände.

So kam es, dass wir unverhofft zu unseren ersten Marquesitas kamen: Über offenem Feuer wird in einem schweren, runden Eisen knusprig dünner Waffelteig ausgebacken, der dann mit diversen süßen oder herzhaften Zutaten belegt wird. 🍴🥞

Auf dem Rückweg zum Van fiel uns zum wiederholten Male an diesem Tag eine kleine weiße Hündin auf, die offensichtlich völlig neben sich zu stehen schien. Nachdem sie am Mittag fast unter die Räder eines Autos gekommen wäre, weil sie planlos auf der Straße umhertaumelte, lief sie seither in dem kleinen Park oberhalb des öffentlichen Badestegs wirr im Kreis umher.

Das von Simon angebotene Hundefutter ignorierte sie völlig aber nachdem ich ihr eine Schale Wasser brachte, trank sie diese zumindest auf Anhieb leer. Ich füllte noch einmal nach und wenig später, als eine Polizeistreife vorbeifuhr, winkten wir das Auto heran und informierten die zwei Beamten darüber. 🐾👮‍♂️

Unterwegs in Mexiko

Mexiko ist das Land der Straßenhunde denn nicht umsonst lacht sich hier gefühlt jeder Zweite Vanlifer einen Hund an. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir die arme Hündin am nächsten Morgen, immer noch in desolatem Zustand, an gleicher Stelle vorfanden. Hätte mich auch sehr gewundert, wenn die Polizei sich dessen angenommen respektive die Info an die zuständigen Behörden weitergegeben hätte… So blieb uns nichts weiter übrig, als ihr noch einmal Wasser zu reichen und sie dann, schweren Herzens, ihrem Schicksal zu überlassen. 🐶💔

Für uns ging es weiter nach Tulum und seit langem war es mal wieder möglich, 200 Kilometer innerhalb von 2,5 Stunden zu absolvieren – dank Tempolimit 100 km/h. Außerdem wies die Autobahn nur wenige Schlaglöcher auf und war auf diesem Abschnitt zudem mautfrei. 👍 Die Strecke an sich war jedoch relativ eintönig. Außer zahlreicher Baustellen für den Maya Train gab es nicht viel zu sehen.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums und der Hotelmeile fanden wir neuerdings einen kostenfreien Stellplatz vor: In 1A Lage direkt an der Küste mit herrlicher Sicht auf die Karibik! Zwar standen wir auch hier wieder direkt an der Straße, aber das Meer übertönte jegliche Fahrgeräusche. Und in der Nacht würde kaum mehr Verkehr herrschen da die Straße, wenige Kilometer weiter, zu einem schlecht befahrbaren Erdweg werden würde um letztlich bei einem einsamen Leuchtturm als Sackgasse zu enden.

Ein vorbeikommender Motorradpolizist versicherte mir auf Nachfrage hin, dass wir hier bedenkenlos und sicher die Nacht verbringen könnten was unser gutes Gefühl untermauerte. 🏝️👮‍♂️

Den restlichen Nachmittag und Abend verbrachten wir damit, den Pelikanen und Möwen beim Jagen zuzuschauen, die sich mitunter nur wenige Meter von uns entfernt ins Wasser stürzten. Auch ein Hund hatte sichtlich Freude daran, sich immer wieder in die Wellen zu werfen und seinem Herrchen freudig das Stöckchen zurückzubringen. 🌊🐕

Erkundungsflug
Fisch gesichtet
Sturzflug
Fang herunterschlucken
Zufrieden chillen

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