NEW BLOG POST 🇲🇽 (24. – 31.08.2024) Creel – Nuevo Casas Grandes

Eine schöne Wanderung und ein unvergesslicher Abend

Unsere erste Nacht am Arareco-See war mit angenehmen 14°C schön kühl. Wir schliefen bis kurz nach 9:00 Uhr, holten den fehlenden Schlaf vom Vortag nach und starteten nach einem stärkenden Frühstück gemächlich in den Tag.

Unsere morgendliche Aktivität bestand darin, den See zu Fuß zu umrunden. Die 6 km lange Strecke zog sich über etwa zwei Stunden hin, da der See eine ziemlich unförmige Gestalt hatte. Aber die Mühe lohnte sich: Immer wieder boten sich uns großartige Ausblicke auf die felsigen Landschaften, die das Gewässer umgaben. Besonders entzückend waren die Streifenhörnchen, die wir zwischen den Felsen herumspringen sahen. Zum ersten Mal auf unserer Reise trafen wir auf diese possierlichen Nagetiere. 🐿

Zu Fuß ging’s um den langgezogenen See herum

Dank der Kiefernwälder, die den Großteil des Weges beschatteten, blieb die Wanderung trotz Sonne angenehm – worüber sich offensichtlich auch die Kühe und Pferde freuten, die rund um den See grasten.

So idyllisch & einfach leben die indigenen Tarahumara

Als die Temperaturen am Abend wieder merklich sanken, zündeten wir ein kleines Lagerfeuer an das wir aus gesammelten Kiefernästen zusammenstellten. 🔥 Auch wenn die Zweige nicht besonders gut brannten so reichte es doch für ein bis zwei Stunden Lagerfeuer-Romantik aus. Während die Glut vor sich hin prasselte, hielten wir ein paar Marshmallows über die Flammen und genossen den fantastischen Sternenhimmel, der über uns funkelte. 🌟

Abenteuer im Tal der Mönche

Am Sonntag wollten wir unsere Füße nicht nur zum Spazieren, sondern auch zum Radfahren nutzen. Das Valle de los Monjes (das Tal der Mönche) lockte uns, aber der Gedanke an die 5 km über die staubige Piste ließ uns schaudern. Also schnappte sich Simon die Fahrräder und machte sich ans Werk: Die Ketten waren ziemlich festgerostet, aber mit reichlich WD40 und Geduld schaffte er es nach etwa zwei Stunden, die Drahtesel wieder fahrbereit zu machen. 🚲

Hard work 🛠️⚙️

Während Simon schraubte, bereitete ich ein kleines Frühstück vor. Gegen Mittag starteten wir dann unseren Ausritt, wenn auch eher holprig. Die Fahrräder waren etwas störrisch, aber im leichtesten Gang schoben wir uns tapfer vorwärts und erreichten das Valle de los Monjes dennoch deutlich schneller als zu Fuß. Die Landschaft glich einem Hochplateau, gesäumt von Schwarzkiefern und imposanten Felsbrocken. Die gigantischen Felsen am Ende des Tals schienen aus einer anderen Welt zu stammen. Vielleicht sind sie die Mönche, nach denen das Tal benannt ist? Oder aber sie erinnern an christliche Mönche vergangener Zeiten, die hier während ihrer Missionsarbeit ihre Spuren hinterlassen haben.

Geschafft! 😀
Valle de los Monjes
Leider meldete sich hier mein Heuschnupfen 🤧

Nachdem wir uns ein wenig durch die beeindruckende Felslandschaft bewegt hatten, wurde es uns in der heißen Sonne schnell zu viel. Also schwangen wir uns zurück auf die Fahrräder und radelten zurück zum Van. Dort wurden wir von neuen Freunden begrüßt: Einer Reihe von Hunden, die unsere Gesellschaft – oder doch nur etwas Essbares?! – suchten. 🐶🍖

Die wahre Herausforderung kam jedoch in Form von Kindern der Indigenen Familien, die regelmäßig an unserem Wohnmobil vorbeikamen und selbstgebastelte Dinge verkaufen wollten. Da wir weder Platz noch Verwendung für den Kram hatten, versorgte ich die Kinder stattdessen mit Lollis. 🍭 Das Ergebnis? Immer mehr Kinder, mit schmutzigen Gesichtern und laufenden Nasen, kamen im Laufe des Tages bei uns vorbei, was wir nur mit einem Lächeln hinnehmen konnte. Schließlich waren die Lollis ja genau für solche Momente gedacht. 😅

Barranca del Cobre – Ein Canyon viermal so groß wie der Grand Canyon

Mit einem frisch gebackenen, noch lauwarmen Apfelkuchen im Gepäck verließen wir am Montagvormittag unseren idyllischen Stellplatz am See. Der Tag versprach Abwechslung pur, und es ging weiter zum Barranca del Cobre, dem mächtigen Kupfer Canyon.

Die Fahrt führte uns erneut über ein Hochplateau voller Kiefernwälder: Eine Landschaft, die wir eher in Kanada als in Mexiko erwartet hätten. Bei unserem Eintreffen in Divisadero, dem Tor zum Canyon, hatten wir keinerlei Schwierigkeiten auf dem weitläufigen Parkplatz einen Stellplatz für unseren Van zu finden. Es war bereits gegen 15:00 Uhr, als wir uns eine heiße Tasse Kaffee und ein Stück meines wirklich sehr leckeren Apfelkuchens gönnten. ☕🍰

Während wir genüsslich den Kuchen verspeisten zogen plötzlich bedrohlich schwarze Wolken am Himmel auf und der Donner hallte doppelt so laut durch den Canyon wie gewöhnlich. Wir entschieden, unseren geplanten Spaziergang entlang des Canyon-Randes daher lieber auf den kommenden Tag zu verschieben. 🌩🌧️

Trotz der ungemütlichen Wetterbedingungen bot unser Seitenfenster einen atemberaubenden Blick über und in den tiefen Canyon – eine Aussicht, die in einem Hotelzimmer mit ähnlicher Kulisse wahrscheinlich mindestens 350 US$ pro Nacht gekostet hätte. Wir hingegen konnten diesen grandiosen Ausblick völlig kostenfrei genießen. 😇

Grandioser Stellplatz
Mit fantastischer Aussicht
Der Weg hierher hat sich gelohnt

Als der Regen nachließ, nahm Simon unseren neuen vierbeinigen Begleiter, den wir spontan Trüffel nannten, mit auf einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Die Einheimischen hatten uns nämlich erzählt, dass die Pilzsaison begonnen hatte. Und tatsächlich kehrte Simon kurz darauf mit einer kleinen Handvoll Pfifferlinge zurück – ein kleiner, aber feiner Erfolg. 😋

Unser neuer Hund: Trüffel

Ein beeindruckender Tag im Kupfer Canyon

Der Montagmorgen begann für mich früh denn ich wollte mir den Sonnenaufgang über dem Kupfer Canyon, der seinen Namen übrigens von den Kupferminen in der Umgebung hat, nicht entgehen lassen. 🌄 Um 06:00 Uhr, als sich der erste orangefarbene Lichtstreif am Horizont zeigte, stand ich auf. Leider entpuppte sich der Sonnenaufgang als eher unspektakulär, besonders im Vergleich zu den beeindruckenden Sonnenuntergängen, die wir schon erleben durften. Vielleicht lag es auch an den dunklen Wolken, die noch immer am Himmel hingen.

Sonnenaufgang über dem Kupfer Canyon 🌅
Trüffel erwacht auch & hat gut auf uns aufgepasst

Gegen 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Canyon. Der Himmel riss auf, und die Sonne tauchte die tiefen Schluchten in sanftes Licht. ⛅ Hier in Divisadero, wo vier Canyons aufeinandertreffen, fallen die Steilwände bis zu 1.600 Meter tief ab. Kaum vorstellbar, dass am Fuße des Canyons noch immer Menschen vom Stamm derTarahumara leben, die als Selbstversorger ihren Alltag bestreiten. Aber auch Narcos nutzen die Abgeschiedenheit des Canyons, um Marihuana und Mohn anzubauen. 🌿

Auf dem Weg bleiben ist ratsam!
Es geht überall steil in die Tiefe

Mit unserem Van (ohne 4×4) hätten wir den Canyon nicht durchqueren können, doch schon alleine die Aussichten vom Rand waren atemberaubend schön. Mindestens genauso schön wäre sicherlich eine Fahrt mit dem El Chepe Train gewesen, die als eine der schönsten Zugfahrten des Landes gilt. Der Zug fährt von Los Mochis an der Pazifikküste durch abwechslungsreiche Landschaften bis nach Creel, von 0 auf beeindruckende 2.250 Meter Höhe. Dies ist auch die einzige Region Mexikos, in der es im Winter zu Eis und Schnee kommen kann. ❄🌨

Die Zugfahrt wäre sicher auch toll gewesen 🚂

Am Mittag machten wir uns auf den Rückweg in die Großstadt Cuauhtémoc, vorbei an Creel, der Endstation des El Chepe Train. Kaum hatten wir uns wieder auf den Weg durch die von Holzwirtschaft und die Anwesenheit der Tarahumara geprägte Landschaft gemacht, zog der Himmel erneut zu und dicke Tropfen begannen vom Himmel zu fallen. 💧 Es gelang uns gerade noch rechtzeitig die nötigen organisatorischen Dinge, wie beispielsweise Brauchwasser auffüllen und das Port-A-Potti leeren, zu erledigen.

Zu Besuch in der Mennoniten-Stadt Cuauhtémoc

Ähnlich wie viele andere größere Städte im Norden Mexikos machte auch Cuauhtémoc auf uns einen sehr modernen, schicken und nicht gerade armen Eindruck. Nachdem wir eine ruhige Nacht auf dem großen Parkplatz der riesigen Shopping Plaza verbracht hatten, wechselten wir am nächsten Morgen auf einen Truck-Stopp in der Nähe. Wir begannen den Tag mit einer wohltuenden, heißen Dusche und nutzten das gute Internet, um unsere Reiseroute durch die USA zu planen. Die LKW-Motoren dröhnten zwar laut im Hintergrund, doch die schattigen Sitzgelegenheiten und das annehmbare WLAN machten den Aufenthalt erträglich.

Am nächsten Morgen brachen wir auf zu einer etwa 25 km entfernt gelegenen Autowerkstatt. Hier wollten wir einen letzten Ölwechsel vor unserem Grenzübertritt durchführen lassen. Wir fuhren an mehreren Mennoniten Siedlungen vorbei, die mit ihrer Ordnung und dem klar strukturierten Layout beeindruckten. Die Mennoniten, die hier leben, stammen ursprünglich aus Europa und sprechen noch heute einen alten friesischen Dialekt: Niederdeutsch oder Plattdeutsch. Ihre Gemeinschaft in Mexiko ist bekannt für ihre ausgeprägte religiöse und kulturelle Identität.

In der Werkstatt wurden wir von Jakob begrüßt, einem blonden und blauäugigen Mennoniten aus Bolivien, der vor einiger Zeit mit seinen drei Kindern hierhergezogen war. Leider hat er seine Frau vor einem Jahr durch Krebs verloren, und ihre Krebsbehandlung hatte alle Ersparnisse der Familie aufgebraucht was uns sehr mitnahm. Jakob wollte mit seinen Liebsten eigentlich nach Kanada auswandern, doch die tragischen Umstände machten es erforderlich, in Cuauhtémoc zu bleiben. Die Werkstatt war blitzsauber und Jakob ließ uns dort sogar vertrauensvoll alleine zurück, während er seine Kinder von der Schule abholte und ein warmes Mittagessen für sie zubereitete.

In dieser Zeit wechselte Simon schon einmal den Diesel- und Innenraumfilter und zog unsere hinteren Stoßdämpfer fest. Als Jakob zurückkam gab es einen echten Überraschungsmoment: Er sprach fließend Hochdeutsch! Wobei innerhalb der Familien hier der alte, friesische Dialekt gesprochen wird, welcher in Europa fast ausgestorben ist. Welch faszinierende Überraschung! Wer hätte das in Mexiko erwartet…

Simon wechselt den Diesel- & Luftfilter…
…während das alte Öl abgelassen wird

Für den gesamten Service bezahlten wir, inklusive 10l Motoröl und Filterwechsel, etwa 120 €. Und trotz der Tatsache, dass Simon den Großteil der Arbeit selbst erledigt hatte, ließen wir Jakob das Doppelte seines mageren Honorars von gerade einmal 10€ zukommen. Der arme Kerl tat uns schlichtweg furchtbar leid. 😥 Nach dem herzlichen Abschied hinterließen wir noch eine positive Bewertung auf Google Maps und trugen die Werkstatt in die iOverlander-App ein. Vielleicht verirrt sich auf diesem Wege noch die ein oder andere Kundschaft mehr zu ihm.

Der Tag neigte sich bereits dem Ende zu, als wir uns auf den Weg nach Nuevo Casas Grandes machten.

Vorerst letzte Fahretappe in Mexiko

Dort angekommen, durchstreiften wir das unspektakuläre, aber charmante Pueblo Mágico und suchten nach einem Abendessen. Ein älterer Herr auf der Plaza wies uns auf die gegenüberliegende Eisdiele hin und wir wurden nicht enttäuscht: Für nur 1,50 € gab es dort leckere Burritos und zum Nachtisch noch ein hausgemachtes Eis. Der perfekte Abschluss für einen mal wieder ereignisreichen Tag. 🌮🍦🚐

Die Nacht verbrachten wir an der ruhigen Plaza

Paquimé: Ein gelungener Abschied von Mexiko

Der nächste Morgen in Nuevo Casas Grandes begann mit einer Überraschung. Dank Google erfuhren wir, warum dieses unscheinbare Pueblo als Magisches Dorf gilt: Es liegt nur einen Kilometer entfernt von der beeindruckenden archäologischen Stätte Paquimé. Seit 1998 gehört Paquimé zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist bekannt für seine faszinierenden Ruinen der präkolumbischen Kultur.

Wir entschieden die Stätte am Vormittag zu erkunden, bevor die Wüstensonne unerträglich wurde. Zu unserer Verwunderung wurden die 95 Pesos Eintritt, die wir erwartet hatten, nicht verlangt. Stattdessen mussten wir uns nur registrieren und ins Gästebuch eintragen. Danach schlenderten wir über das weitläufige Außenareal, das sehr gut mit zweisprachigen Infotafeln auf Spanisch und Englisch bestückt war.

Adobe-Bauten in der Wüsten

Paquimé bot eine beeindruckende Mischung aus kulturellen Stätten, Opferplätzen und einem traditionellen Ballspielplatz aus Stein. Die Adobe (Lehm-) Bauten erinnerten uns stark an die ähnlichen Chan-Chan Ruinen, die wir in Peru erkundet hatten. Die Lehmgebäude hier waren zum Teil dreistöckig und boten Raum zum Leben, Schlafen und Arbeiten. Die bemerkenswerte Fähigkeit dieses Volkes, unter den extremen Bedingungen der Wüste zu überleben und zu gedeihen, zeigte sich besonders in der Zucht der kostbaren roten Ara. Deren Federn wurden als wertvolle Handelsware genutzt, da sie eigentlich aus dem fernen Süden Mexikos stammten. Den Menschen von Paquimé gelang es trotz alle Widrigkeiten die seltenen Vögel, die eigentlich aus feuchtwarmen Tropenregionen stammen, hier erfolgreich zu züchten. 🦜

Ein kleines, aber feines Museum rundete unseren Besuch ab. Hier bewunderten wir unter anderem prächtig bemalte Keramikgegenstände, die die kunstvolle Handwerkskunst der ehemaligen Bewohner veranschaulichten. Die Stätte bot einen faszinierenden Einblick in eine Kultur, über deren Niedergang (wie so oft) leider wenig bekannt ist.

Welch unerwartet schönes Ende für unseren ersten Mexikoaufenthalt! 😊 Wir planen, Ende des Jahres noch einmal nach Mexiko zurückzukehren, um die Wintermonate auf der Halbinsel Baja California zu verbringen. 🏝🌊🐳

Jetzt zieht es uns aber erst einmal weiter in den Südwesten der Vereinigten Staaten und wir sind gespannt, was das Land alles für uns bereithalten wird. Die Vorfreude ist groß wie selten und wir sind gespannt, ob unsere Erwartungen erfüllt oder gar noch übertroffen werden. Einen ersten Eindruck von den USA werde ich dann sicherlich schon im nächsten Beitrag vermitteln können – also bleib dran und schau nächste Woche wieder hier vorbei. 😉

NEW BLOG POST 🇲🇽 (18. – 23.08.2024) Durango – Creel

Moskito-Invasion in Durango

Da wir Durango erst am späten Nachmittag erreichten, entschieden wir uns mal wieder für eine Nacht auf dem Walmart Parkplatz. Nach einem kurzen Abstecher in den Laden waren unsere Vorräte wieder bestens gefüllt und wir machten es uns gemütlich – bis ein mächtiger Gewitterschauer losbrach. 🌩️

Als es endlich aufhörte zu regnen, öffneten wir Türen und Fenster um die frische, abgekühlte Luft hereinzulassen. Das war der Moment, in dem ich einen folgenschweren Fehler beging: Ich vergaß, die Fliegengitter zu schließen! Und was folgte? Eine Invasion von Moskitos, die anscheinend nur auf diesen Moment gewartet hatten… 🦟

Das geplante Abendessen musste daher erst einmal verschoben werden – zuerst stand eine Moskito-Jagd auf dem Programm. Bewaffnet mit allem, was sich zum Erschlagen der Biester als nützlich erwies, verbrachten wir eine gute Weile damit, die Plagegeister aus unserem Van zu vertreiben. Am Ende waren wir erfolgreich, aber das war wohl eine der unappetitlichsten Vorspeisen, die wir je hatten. 🙊

Trotz allem hatten wir später eine erstaunlich ruhige Nacht, ohne Schnakenstiche! Und auch der Sonntagmorgen startete gemächlich, denn die Bevölkerung schien am Wochenende nicht ganz so früh zum Einkaufen zu stürmen wie unter der Woche. Eine kleine Belohnung für den überstandenen Kampf, würde ich sagen. 😅

Eindrücke aus einem mexikanischen Freibad und einer Arztpraxis

Nachdem wir die Nacht relativ ruhig auf dem Walmart-Parkplatz verbracht hatten entschieden wir uns am nächsten Vormittag dennoch, den Stellplatz zu wechseln. Unser Ziel: das Balneario San Juan, ein Freizeit- und Thermalbad etwas außerhalb des Stadtzentrums. An einem sonnigen Tag wie diesem war es natürlich gut besucht, vor allem von mexikanischen Großfamilien. 👨‍👩‍👧‍👦

RV-Park & Freizeitbad in einem
Montag morgens noch schön leer

Hier fiel uns wieder einmal auf, dass drei Kinder in Mexiko eher die Regel als die Ausnahme sind. Familie hat in ganz Lateinamerika einen anderen Stellenwert als bei uns. Das zeigt sich auch in den Gesprächen, die wir unterwegs immer mal wieder führten. Unser kinderloser Lebensstil sorgt regelmäßig für Unverständnis. Andererseits können wir selbst nur den Kopf schütteln, wenn wir die Hektik und das Chaos der Großfamilien beobachten. Klar, der Zusammenhalt ist sicherlich schön, aber auf Dauer auch anstrengend, oder?! 😵

Wir zogen uns deshalb zum Arbeiten in den Van zurück und verschoben das Badevergnügen auf den nächsten Morgen. Als dann der Trubel vorbei war, konnten wir die Thermalbecken in aller Ruhe genießen. Der Ort war auch die perfekte Gelegenheit, um endlich mal wieder ein knuspriges Roggensauerteigbrot zu backen – ein Stück Heimat in der Ferne. 🍞😊

Und da ich leider seit Monaten massive Probleme mit meiner Kopfhaut habe, und alle Selbstmedikationsversuche gescheitert sind, beschloss ich einen Hautarzt in der Stadt zu konsultieren. Da ich erst für den kommenden Abend einen Termin erhielt, verbrachten wir den Dienstag auch noch größtenteils auf dem angrenzenden RV-Park des Freizeitbads. So konnten wir am Morgen noch einmal die wohltuenden Thermalbecken und das Schwimmbecken für eine kleine Sporteinheit nutzen. 🏊‍♀️

Am späten Nachmittag erledigten wir unsere Einkäufe, bevor ich mich um 19:45 Uhr auf den Weg zum Arzt machte. Die Praxis überraschte mich: Es gab weder eine Empfangsdame noch ein separates Wartezimmer. Stattdessen stand ich direkt im Büro des Arztes, der sich als derselbe Mann entpuppte, mit dem ich am Vorabend telefoniert und den Termin vereinbart hatte. Er empfing mich an einem schweren, antiken Holzschreibtisch und nahm sich viel Zeit für das Anamnese-Gespräch. 👨‍⚕️

Die Diagnose war ein Ekzem: Nichts Ernstes, aber dennoch lästig. Zum Glück gibt es gängige Behandlungsmethoden und der Arzt verschrieb mir zwei Medikamente zum Einnehmen sowie ein spezielles Shampoo. Ich hoffe, dass die Mittel schnell wirken werden und meine gereizte Kopfhaut bald Ruhe geben wird.

Hoffentlich hilft es 🙏

Bis wir nach dem Arztbesuch noch die Medikamente in der Apotheke besorgt hatten, war es bereits weit nach 21:00 Uhr. Da lag es nahe, aus praktischen Gründen noch einmal eine Nacht auf dem Walmart Parkplatz zu verbringen. 😅

Wüstenabenteuer und Ölkatastrophen: Ein turbulenter Tag auf der Straße

Am nächsten Vormittag starteten wir in einen langen Fahrtag. Die 400 km lange Strecke von Durango über Torreón in Richtung Jiménez führte uns überraschenderweise von der üppig grünen Savanne des Hochlands auf etwa 2.300 m hinab in karge Steppen auf nur noch knapp 1.100 m über Meeresniveau. Die Temperaturen veränderten sich entsprechend schnell und wurden deutlich unangenehmer: Während wir die letzten Wochen in der Sierra Madre meist angenehme 27° genossen hatten, kletterte das Thermometer nun schlagartig wieder auf schweißtreibende 37° im Schatten. 🥵

Staubige Windhosen fegten immer wieder über die dürre Landschaft hinweg und nach einer ersten Etappe von 200 km auf der kostenpflichtigen Autobahn, für die wir satte 32 € Gebühr berappen mussten, entschieden wir die verbleibenden 120 km auf der parallel zur Autobahn verlaufenden, kostenfreien Landstraße zu fahren. Unterwegs hielten wir noch kurz an einer Tankstelle. Da das EC-Gerät der Tankstelle defekt war und wir den Diesel nur in bar zahlen konnten, mussten wir anschließend einen Geldautomaten suchen – schließlich wollten wir das nächste Mal nicht ohne Bargeld vor einer Mautschranke stehen. 💸

Die Autobahnen sind top – aber auch teuer
Die Landstraßen sind kostenfrei – aber schlechter

Gegen 17:00 Uhr, nach rund sechs Stunden reiner Fahrzeit und hunderten Schmetterlingen, die in unserem Kühlergrill leider ihr tragisches Ende fanden, erreichten wir unser Tagesziel: Von der Schnellstraße aus führte ein 10 km langer Schotterweg schnurgerade hinein in die karge, staubige Wüste. 🌵 Dort, wo sich einst eine Hacienda erstreckte, sahen wir nur noch die Ruinenreste und die Fassade. Doch das wahre Highlight verbarg sich hinter der Hacienda los Remedios: eine natürliche Thermalquelle. 💧

Kein schöner Anblick 😕🦋
Staubpiste zur Hacienda
Seit langem mal wieder in der Wüste 🏜️

Bei unserer Ankunft tummelte sich bereits eine mexikanische Großfamilie samt Kindern, Cousins und Cousinen, im wohltemperierten Wasser. Nachdem wir unseren Van geparkt hatten fiel mir beim Nivellieren mit großem Schrecken auf, dass unser Hecktritt nass war. Wie konnte das sein? Regen hatte es in den letzten Tagen kaum gegeben… Verbarg sich dahinter gar ein leckender Wasserboiler? 😨

Wir klappten die Heckkisten um, öffneten den Kofferraum und entdeckten die Ursache des Malheurs: Der Ölkanister mit dem restlichen Motoröl war ausgelaufen! 🙈 Also hieß es erst einmal, alle IKEA-SAMLA Kunststoffboxen aus dem Kofferraum zu hieven und das schmierige Motoröl so gut wie möglich zu entfernen. Nach dieser unfreiwilligen Putzaktion begaben wir uns schließlich ins wohlverdiente, entspannende Badebecken. In der langsam untergehenden Sonne genossen wir den Blick über die staubig trockene Landschaft auf die kahlen Bergrücken in der Ferne und ließen den langen Fahrtag noch einmal Revue passieren. 🌄

Kein schlechter Platz

Thermalhöhlen und neue Reisebekanntschaften: Ein Tag voller Überraschungen

Der folgende Morgen begann mit einem echten Highlight: Einem wohltuend warmen Bad in der natürlichen Thermalhöhle, die sich auf dem weitläufigen Grundstück im Nirgendwo befand. Diese Höhle erinnerte an ein römisches Bad, bei dem das warme Wasser förmlich von der Felsendecke herabschoss. 🛁 Ursprünglich von Spanischen Konquistadoren im Jahr 1306 gegründet und gebaut, wurde die Hacienda Los Remedios 1944 enteignet und ist seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich.

Wow! Ein Thermalbad-Höhle in der Wüste
So könnte ruhig jeder Morgen anfangen

Nachdem wir uns in der entspannenden Höhle erholt hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zur Autobahn und warfen noch einen Blick in die Ruine der Hacienda. Auch wenn nur noch die Überreste standen konnte man sich lebhaft vorstellen, wie luxuriös die Hausherren hier einst wohl gelebt haben. 🏰

Die Hacienda los Remedios

Unsere Reise führte uns weiter nach Chihuahua Stadt, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Während der Fahrt passierten wir endlose Pekannuss- und Chiliplantagen. Auf letzteren ernteten zahlreiche Arbeiter, in gebückter Haltung, gerade die scharfen Früchte ab. Hoffentlich trugen sie dabei Handschuhe! 🔥🌶️

So sehen Pekanuss-Früchte aus

Auf dem Weg hielten wir an einem weitläufigen, aber künstlich angelegten Thermalbad an, welches in iOverlander als schöner Stellplatz beschrieben wurde. Die 15 € pro Person für den Tageseintritt samt Camping wollten wir jedoch nicht bezahlen. Hauptsächlich, weil wir in den letzten Tagen bereits zweimal an Thermen genächtigt hatten. Deshalb entschieden wir uns spontan für die direkte Weiterfahrt nach Chihuahua. Hier kommen übrigens auch die kleinen gleichnamigen Handtaschenhündchen her. 🐕👜

Am Nachmittag erreichten wir dort einen Walmart. Als wir gerade dabei waren, rückwärts in eine Parklücke einzuparken, kam uns ein weißer Toyota Land Cruiser entgegen. Der Fahrer, der uns freudig zuwinkte, parkte direkt neben uns und stellte sich als Timon vor. Ein etwa gleichaltriger Schweizer aus der wunderschönen Bodenseeregion. 🇨🇭

Eigentlich wollten wir nur unsere Wäsche in der Self-Service-Laundry erledigen, doch die unerwartet nette Begegnung führte dazu dass wir alle beschlossen, die Nacht direkt dort zu verbringen.

Die Wäsche erledigten wir aber auch noch 🧺

Mit unseren Campingstühlen setzten wir uns zwischen die beiden Autos und kamen schnell ins Gespräch. Simon bereitete am Abend Tacos zu, die wir uns nach Lust und Laune mit den bereitstehenden Zutaten füllen und während unseren Unterhaltungen genüsslich verspeisen konnten. 🌮

Hätte mir vor vier Jahren jemand gesagt, dass ich auf einem Supermarktparkplatz zu Abend essen und mich stundenlang nett unterhalten würde, hätte ich ihn vermutlich für verrückt erklärt. 🤣 Je weiter der Abend voranschritt, desto müder wurde ich. Als wir um 1:25 Uhr schließlich zu Bett gingen war klar warum: Wir hatten gar nicht bemerkt, wie schnell die Zeit verflogen war! Welch unerwartet netter Abend❣

Spontaner Abstecher zum Kupfer Canyon

Als Simon und ich am nächsten Morgen erwachten, war Timon schon längst auf dem Weg zur Grenze in die Vereinigten Staaten von Amerika. Nachdem auch er uns am Vorabend von den atemberaubenden Landschaften des Kupfer Canyon vorgeschwärmt hatte, und da uns noch rund acht Tage bis zu unserem eigenen Grenzübertritt blieben, beschlossen wir spontan einen 200 km langen Abstecher über Cuauhtémoc bis nach Creel zu machen. Die Entscheidung fiel uns leicht: Da wir so spät zu Bett gegangen waren verließen wir den Walmart Parkplatz erst gegen Mittag, nach einem gemütlichen Frühstück. 🕛🍳

Die Fahrt führte uns durch eine immer beeindruckender werdende Landschaft. Und auch die Temperaturen wurden, bedingt durch die höhere Lage, deutlich angenehmer. Die Gegend erinnerte uns stark an unsere Heimat oder an voralpine Regionen. 🌲⛰🐄 Die Umgebung um Cuauhtémoc wurde stark von Mennoniten geprägt, die einen altfriesischen Dialekt bewahrt und es geschafft haben, die eigentlich karge Landschaft in eine extrem fruchtbare Region zu verwandeln. Besonders bemerkenswert sind die Apfelplantagen, die hier wunderbar gedeihen. 🍏 Wir genossen die Fahrt durch herrliche Kiefernwälder und saftig grüne Wiesen, auf denen Kühe grasten.

Die Landschaft sah rein gar nicht nach Mexiko aus
Sogar Walderdbeeren wuchsen hier 🍓

Gegen 17:00 Uhr erreichten wir unser Ziel und schnell wurde klar, dass unsere spontane Entscheidung genau richtig gewesen war: Am Arareco-See fanden wir, für gerade einmal 50 Pesos pro Person (etwa 2,50 €), einen fantastischen Stellplatz. Dieser lag direkt am See, inmitten eines riesigen Areals voller Kiefernbäume. So endete unser Tag inmitten der Natur, umgeben von der erfrischenden Kühle und dem friedlichen Anblick des Sees. 🤩

Mehr von hier im nächsten Blog 🤭

NEW BLOG POST 🇲🇽 (08. – 17.08.2024) Aguascalientes – NP Sierra de Órganos

Von Werkstätten und Truck Stopps – Ein Tag voller Höhen und Tiefen

Frisch geduscht und nach dem Genuss von selbst gebackenen, fluffigen Sauerteig-Vollkorn-Pancakes, machten wir uns am Donnerstag wie vereinbart gegen 11:00 Uhr auf den Weg zur Werkstatt. Diese war glücklicherweise nur einen Katzensprung von unserem strategisch gut gelegenen, aber sehr lauten Truck Stopp an der Autobahn entfernt. 🚛🍽️

Bye Bye Truck Stopp 👋🏻
Sauerteig-Vollkorn-Pancakes 🥞

Das neu angefertigte Handbremsseil machte einen soliden Eindruck und der Mechaniker begann zügig mit der Montage. Doch schon bald stellte sich heraus, dass das Teil nicht ganz passte und wir sahen uns schon wieder übers Wochenende auf dem Truck Stopp festsitzen… 😟🔧

Da ist das teure Teil… 👆🏻

Glücklicherweise gelang es dem Mechaniker, mit etwas Geschick und der Flex, das Teil doch noch anzupassen und das Handbremsseil konnte schließlich eingebaut werden.

Die Montage ging fix 👍🏻

Gerade als wir die Werkstatt verlassen und davonfahren wollten fiel Simon Gott sei Dank noch auf, dass die Handbremse keinen Warnton von sich gab wie es normalerweise der Fall ist, wenn man versehentlich mit angezogener Handbremse losfährt. 🚐💨 Also rief ich den Mechaniker erneut zu uns, schilderte das Problem und bat um dessen Behebung. Zuerst wollte er es sich einfach machen und schlug vor, die Funktion einfach zu deaktivieren damit die Warnleuchte im Kontroll-Display nicht mehr erscheint. 🤦‍♀️ Damit waren wir jedoch nicht einverstanden. Schließlich ist die akustische Warnfunktion eine wichtige Hilfe. Wir bestanden auf eine Lösung – und keine 10 Minuten später hatte er den Fehler behoben! Das bestätigte uns wieder einmal wie wichtig es ist, bei Werkstattarbeiten dabei zu sein, den Mechanikern über die Schulter zu blicken und am Ende alle Arbeiten sorgfältig zu kontrollieren. Wäre uns der Defekt erst viele hundert Kilometer später aufgefallen, hätten wir ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut. 🙄

Mit etwas Mühe ging’s dann doch… 🙄

Nach dem Dank an den Mechaniker machten wir uns auf den Weg von Guadalajara zurück nach Tepatitlán, um noch einige to dos auf unserer Liste abzuarbeiten. 🗒

Unter anderem mussten wir Brauch- und Trinkwasser auffüllen. Dabei fiel uns auf, dass unser frisch geschweißter Wassertank nun an anderer Stelle zu lecken schien – aber damit wollten wir uns momentan wirklich nicht mehr beschäftigen. 🙈 Stattdessen fuhren wir zum Supermarkt, füllten unsere Lebensmittelvorräte auf und machten uns nach einer kleinen Stärkung auf den Weg in Richtung Aguascalientes.

Einkaufsstopp 🛒

Da der Tag jedoch schon deutlich weiter fortgeschritten war als geplant, erreichten wir unser Ziel an diesem Tag nicht mehr. Notgedrungen stoppten wir für die Nacht an einer Tankstelle direkt neben der Autobahn. Die derzeitigen Stellplätze sind zwar kostenfrei und sicher, aber sie sind alles andere als schön und vor allem sehr laut, was das Reisen momentan wirklich anstrengend macht. 🛣

Mal wieder eine Nacht an der Autobahn 😅

Ein Magen-Darm-Infekt und die Rückkehr zur Natur

Zu allem Überfluss ereilte mich am späten Abend auch noch ein kleiner Magen-Darm-Infekt, der mich nachts mehrmals auf die kostenpflichtige Toilette der Raststätte zwang. 😫 Glücklicherweise besserte sich mein Zustand im Laufe des Vormittags, sodass wir unsere Reise am frühen Nachmittag fortsetzen konnten. Wie heißt es doch so schön: Auf Regen folgt immer Sonnenschein. 🌧🌈☀

Nach dem wir in den letzten Wochen sehr viel Zeit in Städten verbracht hatten, fanden wir schlussendlich doch noch einen traumhaft schönen Stellplatz inmitten der Natur – eine willkommene Abwechslung nach den letzten Tagen. Der kleine Stausee war umgeben von mehreren Palapas: Überdachten Sitzgelegenheiten, die an diesem Freitag schon zahlreich von Einheimischen genutzt wurden. Diese hatten sich gut mit Zelten, Grills und Kühlboxen ausgerüstet und schienen ein Wochenende mit Freunden und Familie am See zu planen. 🏕️

Dank unserer Markise konnten wir auf eine schattenspendende Palapa verzichten. Stattdessen parkten wir unseren Van etwas abseits vom Trubel auf der grünen Wiese. Von dort aus genossen wir einen tollen Blick aufs Wasser und die beeindruckenden Felsen.

Hier ist’s doch gleich viel schöner 😃

Als Highlight des Tages kamen immer wieder größere Gruppen freilaufender Pferde, samt süßer Fohlen, an unserem Bus vorbei während sie zum Wasser trotteten. Diese Szenerie erinnerte uns unweigerlich an einen ähnlich malerischen Stellplatz, den wir relativ zu Beginn unserer Reise in Argentinien erlebt hatten. 🐎🐄

Ein langes Wochenende am See: Ruhe und Entspannung pur

Unsere erste Nacht am See war ein Traum: Die angenehme Frische der Nacht, unterbrochen nur vom sanften Rauschen des Windes und dem fröhlichen Zwitschern der Vögel am Morgen, war eine willkommene Abwechslung zu den letzten, deutlich lauteren Übernachtungsplätzen. Eine wahre Wohltat! 🌙😀

Da wir uns lange nach so viel Natur gesehnt hatten und nicht wussten, wann wir wieder einen solch schönen Stellplatz finden würden, entschieden wir es den Mexikanern gleichzutun: Wir verbrachten das gesamte Wochenende, einschließlich Montag, am See.

Unsere Tage waren gefüllt mit Laptop-Arbeit, Spaziergängen um die Wasserfläche und dem Beobachten des bunten Treibens um uns herum. Die Mexikaner hielten sich, was laute Musik und überdimensionierte Boom-Boxen anging, erfreulicherweise zurück was uns sehr gefiel. Im Vergleich zu den Kolumbianern, die oft eine eher laute Art der Unterhaltung bevorzugen, waren die Mexikaner angenehm zivilisiert. Trotz der vielen größeren Gruppen, die sich rund um den See versammelt hatten, blieb es sowohl tagsüber als auch nachts bemerkenswert ruhig. 🔇👍

Ein traumhafter Stellplatz

Solche Momente der Ruhe sind selten und kostbar, und wir genossen sie in vollen Zügen. Der Blick auf den See und die sensationellen Felsformationen bildeten die perfekte Kulisse für ein paar erholsame Tage. Ein Wochenende wie dieses zeigt uns immer wieder wie wertvoll es ist, solche Oasen zu finden und dann vor allem auch zu genießen. 😊

Zwischenstopp in Aguascalientes

Am Dienstag machten wir uns dann auf den Weg nach Aguascalientes. Statt des historischen Zentrums steuerten wir den modernen Randbezirk der Stadt an, wo wir dank der iOverlander App einen sicheren und großzügigen Parkplatz vor dem Theater fanden. Der Clou: Das starke WLAN-Signal eines gegenüberliegenden Hotels reichte bis zu uns, sodass wir die am See fertiggestellten Arbeiten direkt hochladen konnten. 😄

Wir entschieden uns spontan, den Mittwoch ebenfalls an diesem Ort zu verbringen. So hatten wir genug Zeit, um alle anstehenden Aufgaben zu erledigen und die Vorzüge des guten Internets auszukosten. Später am Nachmittag nutzten wir die Gelegenheit, eine der berühmten Thermen von Aguascalientes zu besuchen. In einem traditionellen, alten Badehaus genossen wir eine heiße und wohltuende Dusche – der perfekte Abschluss für einen solch produktiven Tag. 🛁

Wir erkunden die Silberminenstadt Zacatecas

Von Aguascalientes aus führte uns unser Weg in das charmante Städtchen Zacatecas, etwa 120 Kilometer nördlich gelegen. Die rund 140.000 Einwohner zählende Stadt liegt in einem Talkessel auf beeindruckenden 2.500 Metern Höhe und bietet angenehme Temperaturen – eine willkommene Abwechslung bei unserer Reise durch Mexiko. 🌄

Wir parkten unseren Bus am Cerro La Bufa, von wo aus eine Seilbahn das Tal überquert und auf die andere Seite der Stadt führt. Da wir die Aussicht aber lieber in Ruhe genießen wollten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins Tal und fanden uns alsbald an der baumlosen Plaza wieder. Zacatecas ist bekannt für seine Gebäude aus rotem Sandstein, darunter das prächtige Rathaus und einige beeindruckende Kirchen. Im 18. Jahrhundert gehörte die Stadt, ähnlich wie Guanajuato, zu den reichsten der Welt dank ihrer Silbervorkommen. Heute kann man die stillgelegten Minen besichtigen, aber wir nutzten die Zeit lieber für einen gemütlichen Rundgang durch die Altstadt.

Parkplatz hoch oben am Berg
Die Plaza ist etwas trist… (im Hintergrund die Seilbahn)
Der rote Sandstein dominiert 🧱
Prächtige Kirchen dürfen natürlich nicht fehlen
Schickes Städtchen 👍🏻

Der steile Rückweg zum Parkplatz führte uns schließlich zur Seilbahn, die uns für etwa fünf Euro (100 mexikanische Pesos) bequem zurück zum Parkplatz brachte. Die Fahrt war kurz, aber die Aussicht aus der Gondel war umso beeindruckender. Von oben genossen wir einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge. 🚡📸

Als der Abend anbrach, wurden wir von unserem „Adlerhorst“ aus mit einer wunderschönen Sicht auf die untergehende Sonne und die langsam aufleuchtenden Lichter der Stadt belohnt. Und mit freundlicher Genehmigung des wachhabenden Polizisten, der in einem kleinen Häuschen am Parkplatzrand stationiert war, verbrachten wir eine ruhige, erfrischende Nacht an diesem malerischen Ort. 😴

Mitten durch die Stadt zieht sich ein altes Aquädukt
Gute Nacht 🌙💤

Spektakuläre Felsformationen im Nationalpark Sierra de Órganos

Am nächsten Morgen ging es für uns weiter auf der mautpflichtigen Autobahn, und zwar in einen der ganz wenigen Nationalparks Mexikos: Den Parque Nacional Sierra de Órganos. Dieser Park verdankt seinen Namen den beeindruckenden Felsformationen, die wie riesige Orgelpfeifen in den Himmel ragen. Die Ähnlichkeit zu den Nadelspitzen, die wir bereits in Kolumbien gesehen hatten, ist verblüffend doch hier sind sie noch majestätischer und weitläufiger. 🌄

Hier geht’s zum Blog-Eintrag aus KolumbienNEW BLOG POST 🇨🇴 (18. – 26.11.2023) Bucaramanga – Palomino

Der Nationalpark erstreckt sich über rund 12.000 Hektar und liegt in der Region Zacatecas. Er bietet eine faszinierende Landschaft, die von Vulkangestein und Sandstein geprägt ist. Die Formationen, die an gigantische Orgelpfeifen erinnern, sind durch Erosion entstanden und bieten ein atemberaubendes Panorama. Die Ruhe des Parks war an diesem Freitag abermals eine willkommene Abwechslung zum Trubel der letzten Wochen. Abgesehen von ein paar Familien waren wir fast allein auf dem weitläufigen Gelände, das auch über Parkplätze mit Bänken, Tischen und Grillstellen verfügt – perfekt für einen ruhigen Nachmittag in der Natur.

Wir genossen die spektakuläre Sicht auf die rötlichen Felsspitzen und lauschten dem Wind, der sanft durch die Kiefernnadeln strich und die Luft mit Kiefernduft erfüllte. Die ruhige Umgebung war eine wahre Wohltat und es tat gut, mal wieder in der Natur abschalten zu können.

Wieder ein toller Stellplatz in der Natur
Der Hängesessel von La Siesta kam auch zum Einsatz
Mondaufgang über den Orgelpfeifen 🌖

Es freut uns ungemein, dass sich die Landschaft nördlich von Mexico City allmählich verändert und wieder natürlicher wird. Statt der engen Städte begegnen uns zunehmend grüne Flächen, Industrieparks und große Agrarflächen. Die ständigen Begleiter auf unserer Reise sind nun Milch- und Rinderzuchten, Obstbaumplantagen und vor allem Maisfelder, die die Landschaft prägen. 🌽🐄

Ein Naturerlebnis der Extraklasse

Nach einer erholsamen Nacht inmitten der beeindruckenden Felsformationen des Parque Nacional Sierra de Órganos schnürten wir am nächsten Morgen seit langem mal wieder die Wanderstiefel. 🥾 Die gut angelegten vier Kilometer des Rundwegs führten uns direkt um die majestätischen Orgelpfeifen aus Fels, die uns schon von weitem in ihren Bann gezogen hatten.

Let’s go hiking
Erinnerte uns ans Dahner Felsenland in der Pfalz 😅

Wir genossen jede Minute in der frischen Morgenluft, während wir die beeindruckende Landschaft auf uns wirken ließen. Nach einem leckeren Picknick und einigen Stunden des Verweilens machten wir uns schließlich auf den Weg in die Großstadt Durango. Die Fahrt war entspannt und wir freuten uns darauf, neue Eindrücke in einer der lebhaften Städte Mexikos zu sammeln.

Im nächsten Blogbeitrag nehme ich dich dann mit auf unsere vermutlich letzte Etappe durch den Norden Mexikos, bevor wir hoffentlich die US-Grenze erreichen werden. Bleib also dran und verpass keines unserer Abenteuer! 💫


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NEW BLOG POST 🇲🇽 (03. – 07.08.2024) Tepatitlán – Guadalajara

Werkstattdrama Teil III – Ein Tag voller (Un-) Glücksmomente

Kaum hatten wir den Kopf aufs Kissen gelegt klopfte es gegen 01:00 Uhr in der Nacht an der Scheibe auf der Beifahrerseite. Ein Typ in rotem Kapuzensweatshirt stand draußen und wollte Geld von uns – nicht gerade das, was man als Gute-Nacht-Geschichte erwartet. 🌙😒 Da uns die Situation doch ziemlich nervös machte, krabbelten wir sicherheitshalber vom Wohnraum in die Fahrerkabine und fuhren davon. Nach dieser nächtlichen Störung starteten wir mit einem entsprechend angespannten Grundton in den Tag. Begleitet von der Sorge, ob die später geplante Schweißaktion an unserem Wassertank überhaupt gelingen würde…

Doch bevor wir uns erneut auf den Weg zur Werkstatt machten, kauften wir einen riesigen Schokoladenkuchen – als Dankeschön für die unglaubliche Hilfsbereitschaft des Teams. Kaum waren unsere zwei Batterien abgeklemmt, traf der Schweißer auch schon pünktlich um 09:30 Uhr ein, begleitet von seinem Azubi und einem beeindruckenden Arsenal an Geräten. 🧰🛠

Die Schweißaktion beginnt 🎇

Die neue Schweißnaht auf der rechten Seite war schnell angebracht und machte einen soliden Eindruck. Doch kaum hatten wir den Wassertank probeweise wieder gefüllt, tropfte es an einer anderen Stelle. 😩 Nun standen wir allesamt vor einer riesengroßen Herausforderung, nämlich den Wassertank leer und vor allem trocken zu bekommen, damit der Schweißer die undichten Stellen beheben konnte. Dieses Spielchen wiederholte sich mehrmals – bis weit in den Spätnachmittag hinein. Schließlich war die Aktion aber doch von Erfolg gekrönt und es trat (vermeintlich) kein weiteres Wasser an undichten Stellen mehr aus…

Es tropft – schlimmer als zuvor! 😩
Da mochte man gar nicht mehr hinschauen 🙈
Aber der Schweißer gab wirklich alles

Mit einem erleichterten Gefühl händigten wir dem Schweißer den vorher ausgemachten Betrag in bar gegen Rechnung aus. Aber der nächste Schock ließ nicht lange auf sich warten: Kaum war Simon mit unserem Renault Master von der Rampe gefahren, versagte plötzlich die Handbremse, die den ganzen Tag über noch einwandfrei funktioniert hatte! 😱

Schneller als uns lieb war, fanden wir uns erneut auf der Hebebühne wieder. Cesar, unser kompetenter Mechaniker, entdeckte die Fehlerquelle schnell: Der Schweißer hatte wohl die Erdung an falscher Stelle der Karosserie angebracht und deshalb die Gummi-Ummantelung der Handbremse abgefackelt. Deshalb hatte das Seil der Handbremse plötzlich zu viel Spiel und griff nicht mehr. 😭

Das abgefackelte Handbremsseil 🔥

Wie viel Pech kann man bitte schön an einem Tag haben?! 🤯 Woher sollten wir nun wieder das nötige Ersatzteil bekommen – noch dazu an einem Freitagnachmittag?! Dank Ricardo, dem hilfsbereiten Werkstatt-Chef, gelang es uns noch am selben Tag einen Termin in einer Mobil1 Schwester-Werkstatt in Guadalajara zu vereinbaren. Entsprechend kurz und knapp viel der Abschied aus. Wir schwangen uns stattdessen schleunigst in die Fahrerkabine und düsten über die Autobahn in die Großstadt. 🚐💨

Gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss erreichten wir die Werkstatt, wo das defekte Teil ausgebaut wurde um ein neues anfertigen zu lassen.

Gleicher Tag – andere Werkstatt 🛠️

Obwohl wir an diesem Tag bereits mehr als genug Abenteuer erlebt hatten, mussten wir nun auch noch einen Stellplatz finden. Die Vorstadt der fünf Millionen-Metropole wirkte jedoch nicht gerade vertrauenserweckend, also landeten wir schließlich auf einem riesigen Truck-Stopp neben der Autobahn.

Auf so einem riesigen Truck Stopp waren wir noch nie
Aber er war perfekt ausgestattet 👌🏻

Zum krönenden Abschluss unseres zweijährigen Reisejubiläums, das wir uns wahrlich anders vorgestellt hatten, gönnten wir uns am späten Abend mangels Alternativen noch einen Burger bei Burger King. 🍔🎉

Nicht ganz das feierliche Dinner, das wir uns erhofft hatten, aber was soll’s? Das Abenteuer geht weiter! Allerdings könnten wir wirklich etwas Unterstützung gebrauchen, um diese aktuell ziemlich holprige Panamericana Reise von Süd- nach Nordamerika doch noch zu meistern! 👇

Link zur Dieselkasse ➡ https://www.paypal.me/SiJuCampervan

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Hoffen & Bangen – Warten & Weiterziehen

Den halben Samstag verbrachten wir noch auf dem Truck-Stopp, hoffend auf eine Nachricht von der Werkstatt. Ob das Ersatzteil vielleicht doch noch an diesem Vormittag auftauchen würde? ☎️ Doch die Zeit zog sich hin, und als um 14:00 Uhr bei Ladenschluss immer noch keine Nachricht kam beschlossen wir, endlich weiterzuziehen. Unser Ziel: Ajijic am Chapala-See.

Als wir dort am späten Nachmittag ankamen, waren wir ziemlich erschöpft und parkten unseren Van direkt auf dem Walmart-Parkplatz, wo wir auch die Nacht verbrachten. 😴 Nicht gerade das, wovon man als Vanlife-Enthusiast träumt, aber manchmal hat man keine Wahl. Wie sehr ich die freien Stellplätze inmitten unberührter Natur in Südamerika doch vermisse!

Immerhin hatte der Parkplatz auch eine positive Seite: Eine herrliche Aussicht auf die grünen Berghänge. Die Natur ist immer noch nah, auch wenn man sich mitten im Asphalt-Dschungel wiederfindet.

Walmart Parkplatz mit Aussicht 👍🏻

Während wir in Ajijic die Zeit überbrückten blieb die Hoffnung, dass die Werkstatt bald gute Nachrichten für uns bereithalten würde. 🙏

Ein verstauchter Knöchel & Pizza auf der Parkbank

Am nächsten Morgen wechselten wir den Stellplatz und parkten unseren Van direkt an der Uferpromenade. Von dort aus bot sich uns eine herrliche Sicht auf den schmalen, aber langgezogenen Chapala-See, seines Zeichen übrigens größtes Binnengewässer Mexikos, und die dahinterliegenden grünen Berge.

Zu Fuß schlenderten wir entlang des Malecóns und durch das überschaubare Ortszentrum des magischen Dörfchens. Die Atmosphäre war entspannt, die Gassen malerisch. Doch während ich gerade die wunderschönen Himbeeren an einem Straßenstand bewunderte, übersah ich vor lauter Gucken die Bordsteinkante und verknackste mir übel den Fuß. 🤦‍♀️🍓 Autsch! Zum Glück hatten wir unseren Rundgang durch das untouristische Örtchen zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie beendet, sodass ich ruhigen Gewissens zurück zum Bus humpeln konnte.

Auch das noch! 😭

Dort packten wir die Campingstühle aus und genossen bei einer Tasse Kaffee den Seeblick. Es gibt kaum etwas Besseres, als mit einer warmen Tasse in der Hand die Natur zu bestaunen. ☕️🌅

Abends wollten wir dann endlich gebührend unser zweijähriges Reisejubiläum, bei einer Pizza und einem Aperol Spritz, in einem schicken Restaurant nachfeiern. Allerdings erwies sich das auserwählte Lokal vor Ort dann nur als Take-away-Restaurant. 🙉 Da die Pizza aber extrem gut aussah, und die meisten anderen Lokale sonntags geschlossen hatten, entschieden wir uns dennoch dafür. Mit der Pizza im Karton suchten wir uns eine gemütliche Parkbank an der Plaza und verspeisten sie genüsslich unter freiem Himmel. 🍕🍷 Manchmal sind es die kleinen, unerwarteten Wendungen, die den Tag am Ende besonders machen.

Yummy 😋

Von Schutzengeln und arbeitsreichen Tagen

Zu meinem und vor allem Simons großen Erstaunen, der mir als Ex-Fußballer prophezeit hatte, dass ich mindestens eine Woche lang nicht richtig laufen könne, erwachte ich am nächsten Morgen fast schmerzfrei. Mein Fuß war weder dick noch schmerzte er merklich – da muss wohl ein guter Schutzengel am Werk gewesen sein. 😇

Eine schnelle Google-Recherche unsererseits brachte ans Licht, dass das Ersatzteil bei Amazon in Deutschland für schlappe 38 € erhältlich wäre. Selbst mit DHL-Express-Versand nach Mexiko würden wir noch unter 100 € bleiben. Fraglich war nur, ob das Paket überhaupt ankommen würde und wohin dieses geliefert werden sollte. Wir waren ratlos und schockiert zugleich. 🤔📦

Obwohl ich extrem viel Glück gehabt hatte beschlossen wir, den Tag lieber ruhig im Van zu verbringen und es nicht zu übertreiben. Schließlich wollten wir meinem Fuß keine weiteren Strapazen zumuten. Stattdessen nutzten wir die Gelegenheit, um in aller Ruhe an unseren diversen Kanälen zu arbeiten. Die Arbeit geht uns, dank unserer zahlreichen Projekte und Ideen, glücklicherweise nie aus und so blieb der Tag produktiv und gleichzeitig entspannt. 💻

Tatsächlich war es eine willkommene Abwechslung, einfach mal nicht unterwegs zu sein und die Seele baumeln zu lassen. Schließlich ist es manchmal genau das, was man braucht, um die nächsten Abenteuer wieder in vollen Zügen genießen zu können. 🌟

Ein Schockmoment und neue Kontakte

Am Dienstagmittag erhielten wir endlich die heißersehnte Nachricht von der Werkstatt: Das Handbremsseil war eingetroffen! Doch als wir den Preis erfuhren kippten wir fast aus den Latschen: 3.600 Pesos, was rund 172 € entspricht, waren deutlich mehr als erwartet und ein herber Tiefschlag. 😱 Zumal wir ja erst vor wenigen Tagen 185 € für neue Bremsen und einen dichten Wassertank ausgegeben hatten… 💸💸💸

In meiner Not wandte ich mich per WhatsApp neuerdings an Ricardo, dem Chef der Werkstatt in Tepatitlán. Ich wollte wissen, ob er Neuigkeiten von der Schweißer-Firma bezüglich eines möglichen Regresses hatte und teilte ihm obendrein den exorbitanten Betrag mit. Vielleicht könnte er sich ja freundlicherweise mit der Schwesterwerkstatt in Guadalajara in Verbindung setzen?! Leider blieb meine Nachricht unbeantwortet. Wahrscheinlich waren sie froh uns los zu sein, und ich konnte es ihnen kaum verübeln. Schließlich war dies nicht ihr Problem. 😔

Und auch die hiesige Werkstatt reagierte nicht auf meine Nachfrage, warum wir nicht wie vereinbart vorab über den Preis informiert worden waren. Weder könnten noch wollten wir den aufgerufenen Preis bezahlen und sie sollten uns doch bitte eine Lösung unterbreiten. Aber auch diese Nachricht blieb unbeantwortet… 🤯

Dennoch beschlossen wir, den Chapalasee am Nachmittag zu verlassen. Wir tauschten den romantischen See gegen den eher unromantischen Truck-Stopp ein, um dort noch einmal eine Nacht zu verbringen. Zum einen, weil uns nach einer heißen Dusche zumute war und zum anderen, weil die Werkstatt nur wenige hundert Meter von diesem entfernt lag. Und wir hofften inständig, dass sie am kommenden Tag auf meine Nachricht reagieren würden…

Zurück auf dem Truck Stopp 🚛

Außerdem wollte sich Thomas, ein Alleinreisender aus Berlin, der in umgekehrter Richtung unterwegs und gerade zufällig in der Nähe war, gerne mit uns treffen. Wenn möglich wollten wir diesem Wunsch gerne nachkommen, denn der Austausch mit anderen Vanlifern war bis dato immer eine große Bereicherung gewesen. 🌟🚐🌍

Hoffnungsschimmer am Horizont

Morgens machten wir uns zu Fuß auf zur gegenüber von unserem Truck-Stopp gelegenen Autobahnraststätte, um uns dort wie verabredet mit Thomas bei Burger King zu treffen. Was als unscheinbares Treffen, an einem noch viel unspektakuläreren Ort begann, entpuppte sich als wahres Tageshighlight. 😀 Wir plauderten bei einer Tasse Kaffee gute drei Stunden lang und staunten über Thomas’ Entschluss, als U-70-Jähriger ohne Camping-Erfahrung einfach einen Land Rover Defender mit Dach-Zelt zu kaufen und loszuziehen. Respekt! 😮

Der schicke Land Rover von Thomas 👌🏻

P.S.: Thomas – falls du das lesen solltest: Wir haben leider das Selfie mit dir versäumt! 🙈📸

Nach diesem inspirierenden Gespräch trennten sich unsere Wege auch schon wieder, und ich musste mich wieder um die Werkstattgeschichte kümmern. 😫 Meine letzte Nachricht war leider weiterhin unbeantwortet geblieben. Ich fasste kurz und knapp nach um zu erfahren, wie es weitergehen sollte. Die Rückmeldung war ernüchternd: Ich sollte mich neuerdings an Ricardo in Tepatitlán wenden. 🤯 Mit gemischten Gefühlen, ihn erneut belästigen zu müssen, wandte ich mich an ihn.

Doch die Mühe lohnte sich! Ricardo konnte schlussendlich tatsächlich eine Preisreduzierung in Höhe von 40 € – was immerhin 23% entspricht – für uns durchsetzen. 🥳 Dies verschaffte uns endlich den erhofften finanziellen Spielraum. Ich bedankte mich, zum wiederholten Male, herzlich bei ihm für seine tatkräftige Unterstützung und vereinbarte zeitgleich mit der hiesigen Werkstätte einen Montagetermin für den Folgetag um 11:00 Uhr. 🛠⚙🧰

Wie es mit der Montage des Ersatzteils lief, ob der Preis final blieb und ob wir ohne weitere Pannen gen Norden aufbrechen konnten?! All das erfährst du im nächsten Blogbeitrag!

NEW BLOG POST 🇲🇽 (27.07. – 02.08.2024) Guanajuato – Tepatitlán

Guanajuato

Der Street Food Burrito vom Vortag war uns zum Glück gut bekommen, sodass wir am Samstag endlich nach acht oder neun Tagen, die wir hauptsächlich mit dem Warten auf unseren neuen Handyakku im schönen San Miguel de Allende verbracht hatten, die Stadt verlassen konnten.

Nach dem wir unsere Lebensmitteleinkäufe erledigt hatten ging es weiter nach Guanajuato, aber die nur knapp 90 km lange Fahrt gestaltete sich mal wieder relativ zähflüssig. Straßenbaustellen, zu durchquerende Städte und nicht zuletzt etliche Kurven auf den letzten Kilometern verlangten uns einiges an Geduld ab. Dafür war die Landschaft aber eine Pracht: Sattgrüne Hügel prägten das Bild und nach gut zwei Stunden Fahrt erreichten wir am späten Mittag dann die durch ihre Silbermine reich gewordene Stadt.

Minen-Arbeiter Denkmal

Da es uns für Sightseeing bereits zu spät war beschlossen wir, auf dem Parkplatz eines Soriana Supermarkts den restlichen Tag mit Laptoparbeit sowie die Nacht zu verbringen. 😴

Nicht schön – aber sicher & kostenlos

Enge Gassen und steile Straßen in der Silberminenstadt Guanajuato

Am nächsten Morgen checkten wir dann auf dem nur wenige 100 Meter entfernt gelegenen Campingplatz ein.

Tolle Sicht vom Campingplatz aus 👌🏻

Bei der Anfahrt mussten wir allerdings höllisch aufpassen, dass wir nicht vom rechten Weg abkamen denn ähnlich wie die Silberminenstadt Potosí in Bolivien [Link zum Potosí Blog], sind auch in Guanajuato die Straßen mitunter verdammt steil sowie extrem eng. Insgesamt gibt es über 3.000 Gassen und viele davon sind so schmal, dass man sich von Balkon zu Balkon küssen kann. 💋

Eine der krassesten und prägendsten Erfahrungen, die wir auf unserer bisherigen Reise gemacht haben. 🎥🍿

Deshalb entschieden wir sicherheitshalber, verkehrt herum in die Einbahnstraße hineinzufahren, die zum Campingplatz führte. Dies stellte sich auch als die richtige Wahl heraus, wie wir später auf dem Fußweg in die Stadt feststellten. Um die enge Kurve wären wir mit unserem Van höchstwahrscheinlich niemals herumgekommen.

Vorsicht mit dem eigenen Fahrzeug!

Wir brauchten etwa 20 Minuten, um das historische Zentrum zu erreichen. In Guanajuato zählt nicht nur die Altstadt (wie z.B. in San Miguel de Allende), sondern die komplette Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sicherlich nicht zuletzt deshalb, weil an all den steilen Berghängen überall bunt getönte Häuser kleben. 🎨 Auch die hübschen Kirchen sowie die engen Kopfsteinpflastergassen waren hübsch anzusehen.

Riesige Ficus- und Lorbeer-Bäume gab es hier 🌳

Eine weitere Besonderheit ist, dass Guanajuato komplett untertunnelt ist, sowohl für Fahrzeuge als auch teilweise für Fußgänger. In früheren Zeiten floss hier ein Fluss, der aber regelmäßig die Stadt überflutete weshalb man irgendwann entschied, das Flussbett trocken zu legen. Durch dieses führen nun die zahlreichen unterirdischen Wege.

Zum Glück waren wir an diesem Sonntag früh aufgebrochen, denn gegen Mittag füllten sich die Fußgängerzonen merklich. Scheinbar ist der Ort, insbesondere an Wochenenden, ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Mit der Standseilbahn fuhren wir hinauf zur Pipíla Statue, von der aus man eine fantastische Sicht über die Stadt hatte. Runter ins Zentrum ging’s wieder zu Fuß, neuerdings durch schmale Gässchen. Gegen 15:00 Uhr erreichten wir, nach einem kleinen Snack auf dem Mercado Hidalgo, wieder unseren Van. Gerade noch rechtzeitig, bevor der Himmel mal wieder all seine Schleusen öffnete und ein heftiger Gewitterschauer auf unser Autodach niederprasselte. ⛈

Don Quijote und sein Schöpfer Cervantes

Nicht schon wieder! Ein unerwarteter Boxenstopp…

Da der Campingplatz eher einem Parkplatz glich, kein WLAN bot und wir all der schönen Städte der letzten Zeit überdrüssig waren beschlossen wir, am nächsten Vormittag direkt weiterzufahren. Unser nächstes Ziel sollte der Chapalasee sein, meines Wissens nach der größte Binnensee Mexikos. Aber mal wieder kam alles anders als geplant: 🤦‍♀️

Zuerst führte uns die Fahrt durch grüne Hügellandschaften, durch die sich immer mal wieder schlammbraune Flüsse zogen, vorbei an blauen Agavenfeldern. Doch etwa 100 km vor Guadalajara gerieten wir in einen fetten Stau auf der Autobahn. Zuvor hatte ich Simon auch noch fälschlicherweise 9 km in die falsche Richtung fahren lassen, weil ich als unaufmerksame Co-Pilotin nebenbei Fotos auf meinem Handy bearbeitet hatte. 🙊 Aus diesem Grund hatten wir eine Autobahnabzweigung verpasst und mussten die 9 km wieder zurückfahren. Kaum auf der richtigen Autobahn angelangt stand der Verkehr auch schon komplett still und der Stau sollte sich dann auch über gut zwei Stunden hinziehen, aus letztlich ungeklärter Ursache.

Stillstand auf der Autobahn

Zu unserem großen Entsetzten bemerkten wir währenddessen, beim langsamen Anfahren, Rollen und Bremsen ein schleifendes Geräusch, das von unserer Hinterachse herzurühren schien. Mich erinnerte dieses sofort an die abgefahrenen Bremsbeläge die wir, ebenfalls auf der Hinterachse, vor ziemlich genau acht Monaten in Kolumbien hatten. Damals hatten diese uns die Bremsscheiben ruiniert, weshalb wir teuren und schwer zu beschaffenden Ersatz organisieren mussten. Das wollten wir eigentlich nicht noch einmal erleben! 😨

Als es uns nach Stunden endlich gelang, von der Autobahn abzufahren, steuerten wir direkt eine Tankstelle an. Unser Vier-Augen-Check förderte tatsächlich zutage, dass die hintere rechte Bremsscheibe leichte Riefen aufwies. So konnten und wollten wir keinesfalls noch weitere 100 km fahren! Zumal der Tag mittlerweile schon deutlich weiter fortgeschritten war, als uns lieb war… Also googelte ich nach einer Werkstatt in der Nähe und glücklicherweise fanden wir eine nur 2 km entfernt gelegene mit sehr guten Rezensionen. 🙏

Die drei Angestellten ließen bei unserem Eintreffen direkt alles andere stehen und liegen und nahmen sich sofort uns an. Auch sie bestätigten unsere schlimme Vermutung und boten an, die Bremsscheibe am nächsten Tag abdrehen zu lassen und die kurioserweise schon wieder völlig heruntergefahrenen hinteren Bremsbeläge zu wechseln, welche wir glücklicherweise noch selbst als Ersatzteil im Gepäck hatten.

So kam es, dass wir die Nacht nicht wie ursprünglich geplant am See, sondern vor der Werkstatt an einer stark befahrenen Straße in Tepatitlán verbrachten. Ein wenig Seelentrost spendete das selbst gebackene, noch lauwarme Sauerteigbaguette, zu dem es mit Tomaten überbackenen Grillkäse gab. 🧀🥖🍅

Wir übernachten vor der Werkstatt
Sauerteig Brot von oben…
…und von unten 😋

Eine Werkstatt-Odyssee nimmt ihren Lauf…

Bei der Nacht vor der Werkstatt sollte es nicht bleiben. Die kommende Nacht verbrachten wir dann sogar in der Werkstatt. Wie es dazu kam? Das erzähle ich euch jetzt:

Das Demontieren des Bremssattels hinten rechts dauerte ungewöhnlich lange. Irgendwann rief uns der Mechaniker dazu und erklärte uns, dass einer der Befestigungsbolzen völlig festgerostet und nur mit roher Gewalt zu entfernen sei. Er verbrachte ziemlich viel Zeit damit und infolge dessen stellte sich heraus, dass der Bolzen nicht mehr zu gebrauchen wäre und dieser höchstwahrscheinlich auch den Bremsbelag auf der Innenseite herunter radiert hatte.

Unsere frisch abgedrehten Bremsscheiben
Völlig abgefahrene Bremsbeläge – schon wieder!

Allem Anschein nach hatte Miguel, der Mechaniker in Cali (Kolumbien), einen wesentlichen Arbeitsschritt bei der damaligen Erneuerung der Bremsen vergessen – nämlich alle Bolzen und Halterungen gut zu fetten, damit diese beim Öffnen und Schließen der Bremsbacken ordentlich mitgehen können. So hatten sich die Teile mit der Zeit, insbesondere durch den Rost der Seeluft, festgesetzt. Da es in Mexiko jedoch keinen Renault Master gibt, gestaltete sich das Besorgen eines Ersatzbolzens denkbar schwierig. Weder lokale Schrauben-Händler in der Nähe, noch der Renault-Händler in der 5 Millionen-Metropole Guadalajara, hatten einen solchen Bolzen vorrätig. 😯

Glücklicherweise gehören, wie wir bereits schon öfters erfahren durften, Improvisationen in Lateinamerika bei Reparaturarbeiten meist dazu. So wurde kurzerhand entschieden, einen maßgefertigten Bolzen extra für uns drehen zu lassen. Überglücklich ob dieser positiven Nachricht ereilte uns wenig später, kaum war der passende Bolzen in der Werkstatt eingetroffen, die zweite Hiobsbotschaft: Als der Mechaniker die ihm von uns übergebenen Bremsbeläge auspackte stellte er fest, dass die hinteren viel zu groß waren und nicht dem ursprünglichen Maß entsprachen. 😣

Bei genauer Überprüfung stellten wir gemeinsam fest, dass trotz anderer Seriennummer und Zeichnung die falschen Beläge im richtigen Karton waren. Sprich: Eigentlich hätten, laut Artikelnummer und Abbildung, in der Schachtel die Bremsbeläge für die Hinterachse sein sollen. Es befanden sich aber stattdessen die identischen, nämlich größeren, Bremsbeläge der Vorderachse darin, die wir nun plötzlich doppelt hatten. Was für ein Mist!

In beiden Kartons befanden sich die Beläge für die Vorderachse
Die hinteren hätten aber eigentlich nur so groß sein dürfen wie die alten oben drüber 🙈

Und schon wieder standen wir vor dem schwierigen Problem der Ersatzteilbeschaffung. Nach etlichen Telefonaten seitens des Chefs mit diversen Renault Service-Agenturen, konnten schließlich doch noch welche in der 100 km entfernt gelegenen Großstadt aufgetrieben werden. Diese hätten noch am selben Abend per Kurier geliefert und dank Überstunden des sehr kompetenten Mechanikers montiert werden sollen. Gegen 17:00 Uhr stand dann jedoch schlussendlich fest, dass es mit der Lieferung am selben Tag nicht mehr klappen würde und wir uns stattdessen bis zum nächsten Morgen gedulden müssten.

So kam es, dass wir mangels Fahrttüchtigkeit unseres Vans, aufgebockt auf vier Stempeln, letztlich in der Werkstatt übernachteten. Und das unglaublich freundliche und hilfsbereite Team bot uns sogar an, die Küche samt Mikrowelle sowie die Dusche im hinteren Teil der Werkstatt zu nutzen.

Eine Nacht in der Werkstatt

Werkstatt Drama – Teil II

Die Nacht in der Werkstatt war immerhin ruhiger als die vorherige, da das Rolltor den Straßenlärm ganz gut dämpfte. Doch diesmal war es das stetige Tropfen des Wassers, das mir den Schlaf raubte. Während der Reparaturarbeiten an unseren Bremsen hatten wir nicht nur die Probleme mit den Bremsbelägen entdeckt, sondern auch ein tropfendes Leck an unserem Wassertank. Um eine Lache auf dem Boden zu verhindern hatte der Mechaniker eine Wanne darunter gestellt, welche sich bis zum Abend hin ordentlich gefüllt hatte. Das erklärte auch, warum unser 120-Liter-Wassertank nach einer Woche fast leer war, obwohl wir kaum Wasser verbraucht hatten. 😩

So starteten wir, mit entsprechend gemischten Gefühlen, in den Tag. Während die neuen Bremsbeläge früh am Morgen eintrafen und montiert werden konnten, drängte sich das Problem mit unserem undichten Wassertank unweigerlich weiter in den Vordergrund. Unser Mechaniker Cesar war so freundlich, uns die Hebebühne für eine genauere Untersuchung freizugeben. Nach dem Entfernen der Dämmung entdeckten wir auch relativ schnell die Ursache: Der Wassertank hatte sich im Laufe der Zeit minimal verschoben und scheuerte nun rechts an der Hinterachse, was zu einem Riss in der Schweißnaht geführt hatte. 🙄

Simon entfernt die Isolierung vom Wassertank
Es leckt deutlich stärker als gedacht 😰

Leider konnte die Werkstatt keine Edelstahl-Schweißarbeiten durchführen. Ricardo, der nette Werkstattchef, zückte neuerdings sein Telefon. Die benachbarte Werkstatt besaß leider kein mobiles Schweißgerät, aber mit viel Mühe gelang es ihm final doch noch eine Firma in der Stadt aufzutreiben, die auf mobile Schweißdienste spezialisiert war. Diese könnte uns aber frühestens am Freitag helfen, da sie gerade mit dem Schweißen von Tequila-Tanks beschäftigt waren – was in Mexiko natürlich definitiv Vorrang hat. 😅

Also beschlossen wir, noch eineinhalb Tage länger in Tepatitlán zu bleiben. Wir beglichen unsere Rechnung über 185 € für die Bremsenreparatur, und begaben uns auf die Suche nach einem Stellplatz in der Nähe. In einer Sackgasse beim Stadtpark fanden wir tagsüber ein ruhiges Plätzchen.

Sackgassen Stellplatz in Tepatitlán
Abwasch ohne Wassertank & somit Wasserhahn

Da dieses jedoch recht abgelegen war, und uns die Stadt im Allgemeinen nicht unbedingt sicher erschien, entschieden wir die Nacht lieber auf einem beleuchteten und im besten Fall bewachten Supermarktparkplatz zu verbringen. Der Walmart war wegen einer Einfahrtsschranke unbrauchbar, aber beim Soriana trafen wir auf eine der zahlreichen Polizeistreifen, die in der Stadt ihre Runden drehten (was bei mir übrigens immer zu einem Schlechteren statt besseren Sicherheitsgefühl führt…). 🚔

Die Polizisten empfahlen uns, aus Sicherheitsgründen lieber beim Kentucky Fried Chicken zu übernachten. Ohne zu zögern eskortierten sie uns dorthin und wiesen uns einen Platz vor einem mit Kameras bewachten Regierungsgebäude zu, neben dem eine Tag-und-Nacht-Taxi-Station lag. Die Taxifahrer wurden ebenfalls informiert und so konnten wir, zumindest in Anbetracht der Sicherheitslage, sorgenfrei zu Bett gehen. 🌟

Ob unsere Nacht im Stadtpark tatsächlich so sicher war, wie uns die Polizei versprach, und ob wir es letztlich schafften, unseren Wassertank reparieren zu lassen, erfahrt ihr in unserem nächsten Blogbeitrag. Bleibt also dran, um keine neuen Abenteuer und Pannen zu verpassen!


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