NEW BLOG POST 🇨🇴 (12. – 17.12.2023) Cartagena
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Am Dienstagmorgen machten wir uns dann, nach dem wir alle Vorbereitungen bestmöglich auf dem Campingplatz in Santa Rosa de Lima abgeschlossen hatten, auf den Weg zum Hafen. Der Verkehr in der eine Million Einwohner umfassenden Großstadt Cartagena war, zumindest in der morgendlichen Rushhour, eine Qual. 😧 Dieser floss nur zäh von Ampel zu Ampel und die Zweiradfahrer kurvten permanent, im gefährlich nahen Zickzackkurs, zwischen den Autos hindurch. Und obwohl wir eine gute Stunde für die gerade einmal 22 Kilometer lange Strecke eingeplant hatten erreichten wir den Standort am Hafen, den uns unsere Agentin Ana zuvor via WhatsApp mitgeteilt hatte, mit fünfminütiger Verspätung. Vom Straßenrand aus winkten uns bereits zwei Männer in roten T-Shirts zu und signalisierten uns so den Weg zur Einfahrt. David alias @goodvibes_offrgrid, unser brasilianischer Containerpartner, wartete mit seinem Toyota Hilux bereits auf dem Parkplatz vor dem Hafengelände auf uns. Wir machten uns kurz bekannt und luden anschließend unsere zwei Rucksäcke in das Auto von German, der sich im Weiteren um die Betreuung von Simon und David auf dem Hafengelände kümmerte. Da dieses nur von den Fahrzeuginhabern befahren bzw. betreten werden darf machte ich es mir im klimatisierten Wartebereich bequem, während die zwei Jungs die Fahrzeuge in den Hafen hinein fuhren. Zuvor hatte ihnen German noch alle Dokumente für den Zoll übergeben. Diese hatten wir zuvor via WhatsApp von Ana zur digitalen Unterschrift erhalten und anschließend, auf selbe Art und Weise, an sie zurückgeschickt. Etwa eine Stunde später kamen die beiden wieder zurück, sodass Simon und ich uns auf den Weg zu unserer Unterkunft Las Hamacas machen konnten. Die Taxifahrt dorthin kostete uns gerade einmal drei Euro und dauerte auch nur wenige Minuten. Unser Zimmer war sehr geräumig: Neben einem Doppelbett befand sich darin ein weiteres Einzelbett sowie ein Klappstuhl mit kleinem Schreibtisch. Daran grenzte das im Freien liegende Badezimmer mit Dusche an, welches ebenfalls sehr sauber war. Auch die Fernbedienung der Klimaanlage funktionierte auf Anhieb und im Innenhof befand sich eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank. Mehr kann man für 15 € am Tag (wohlgemerkt für zwei Personen) wohl wirklich nicht verlangen. Wir packten schnell unsere Rucksäcke aus und machten uns anschließend auf den Weg zur nahegelegenen Mall Plaza El Castillo, neben der sich auch das Castillo San Felipe de Barajas befindet. Das Einkaufszentrum ähnelte jedem anderen aber uns ging es sowieso primär um den ATM, da wir unsere Unterkunft nur bar bezahlen konnten. Und da uns die Ausstattung der Küche zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt war entschieden wir uns am ersten Abend für eine Pizzeria in der Nähe unserer kleinen, aber feinen Unterkunft. 🍕🍷







Noch am Vorabend hatten wir von Ana, unserer Agentin, die erfreuliche Nachricht erhalten dass die Verladung bereits am nächsten Tag stattfinden würde. Somit konnte sich Simon bereits am Mittwochmorgen um 07:15 Uhr mit dem Taxi auf den Weg zum Hafen machen. Ich blieb derweil in unserer Unterkunft zurück und studierte die vielen Insidertipps, die ich beim Check-in von den Hotelinhabern via WhatsApp erhalten hatte. Gegen 11:30 Uhr trafen bereits die ersten Nachrichten von David, unserem Containerbuddy, auf meinem Smartphone ein. Sein Fahrzeug befand sich bereits im Container und Simon war gerade im Begriff unseren Van ebenfalls in die Blechbüchse hinein zu bugsieren. Mit dieser Geschwindigkeit hatte ich nicht gerechnet da wir von anderen wussten, dass man mitunter ganz schön lange auf die Jungs von der Polizei (zwecks Drogeninspektion) warten muss. Da hatten wir wohl mal wieder Glück gehabt! 😀 Um 12:30 Uhr erhielt ich die Info, dass alles erledigt wäre und die Zwei auf ihre Abholung durch Ana warten würden. Simon wurde von unserer Agentin sogar noch zu einem gemeinsamen Mittagessen in einem schicken Restaurant eingeladen weshalb ich mich kurz darauf ebenfalls auf den Weg zu einem nahegelegenen Restaurant machte. Keine 300 Meter von unserem Hostel entfernt befand sich ein typisches Mittagslokal in dem mir, mal wieder in Windeseile, ein üppiges Mahl aufgetischt wurde. Für gerade einmal 14k COP (= 3 €) erhielt ich eine große Schüssel Suppe gefolgt von dem von mir gewählten Hauptgericht in Form von Reis, Linsen, Kochbanane, Salat und Fisch. Inklusive einem großen Glas Limonade. Viel zu viel für meinen Magen weshalb ich die komplette Suppe sowie die Hälfte vom Reis und Fisch einpacken ließ. 😅 Ich war keine halbe Stunde wieder in unserem Zimmer als Simon schon die Tür hereinspazierte und mir von seinem Tag berichtete: Sowohl David als auch er trafen eine halbe Stunde vor vereinbartem Termin, nämlich bereits um 07:30 Uhr anstatt um 08:00 Uhr, am vereinbarten Treffpunkt im Hafen ein. Just zur gleichen Zeit wurden auch die Zöllner in Bussen zur Arbeit gekarrt. Vielleicht war das ihr Glück denn bereits wenig später kamen zwei Beamte zu ihren Fahrzeugen um diese zu inspizieren. David, dessen Fahrzeug natürlich völlig anders gepackt und beladen war als unseres, hatte die meisten Inhalte auf dem Boden um seinen Toyota herum verteilt was den Polizisten die Kontrolle natürlich erleichterte. Simon hatte lediglich unsere Kisten aus dem Kofferraum herausgeräumt sowie die Körbchen mit unseren Socken und der Unterwäsche da auch diese leicht auszuräumen waren. Damit gaben sich die Kontrolleure dann auch schon zufrieden nach dem sie noch einen flüchtigen Griff in unsere Kleiderschränke gemacht hatten. MEGA! 🤩 Die anschließende Verladung ging, nach dem Simon den Luftdruck in den Reifen auf 1,5 Bar reduziert hatte, ebenfalls sehr zügig von statten. Wie bereits in Hamburg befand sich maximal eine Handbreit Luft zwischen unserer Markise und der oberen Containerkante aber das reicht ja vollkommen aus. Und nach dem die Fahrzeuge ordentlich verzurrt waren wurde der Container, neuerdings im Beisein der Polizei, nur noch verplombt. 👍👍









hier die Kontaktdaten unserer Agentin
Der nächste Tag begann mit einem gar nicht mal so schlechten Instantkaffee, da unsere Unterkunft nur über eine Kochplatte aber keine Kaffeemaschine verfügte. Ich buchte noch schnell über kissandfly unseren Flug mit der Billigairline Wingo für 93 € p.P. (ohne Gepäck), bevor wir uns zu Fuß auf in die historische Altstadt von Cartagena machten. Zum Schutz vor Piraten wurde um diese herum eine 13 Kilometer lange Mauer errichtet die auch heute noch vollständig erhalten ist. Allerdings wird die Perle der Karibik, die zeitgleich auch zum UNESCO Welterbe zählt, tagtäglich von Kreuzfahrttouristen nahezu überrannt. 😯 So wurden auch wir ständig angesprochen und gefragt, ob wir nicht ein Taxi bräuchten, einen Hut kaufen oder eine City Tour machen wollten was wir stets dankend ablehnten. Das Viertel Getsemaní, in dem sich viele Bars und Restaurants sowie Backpackerunterkünfte befinden, durchstreiften wir nur kurz da wir uns dieses für den kommenden Abend aufheben wollten. Wir begannen unseren Rundgang stattdessen im Parque Centenario, wo wir tatsächlich einige kleine Äffchen sowie Leguane in den Baumkronen ausmachen konnten. Angeblich sollen hier auch Faultiere zu finden sein. Diese hielten sich aber entweder gut versteckt oder es handelt sich nur um ein Gerücht um Touristen dazu zu verleiten, mit nach oben gerichteten Blicken durch den Park zu laufen. 😅 Durch die wenige Meter entfernt gelegene Puerta del Reloj bahnten wir uns den Weg durch zahlreiche Touristengruppen hinein ins Zentrum. Dieses ist wirklich wunderhübsch und kann von der Fotogenität her meiner Meinung nach gut mit Havanna (Kuba) mithalten. Zum Leidwesen meines Mannes fand auch ich alle paar Meter ein lohnenswertes Motiv für einen Schnappschuss weswegen ich ständig stehen blieb. 🙈 Wir ließen uns durch die Gassen treiben bis sich allmählich der Hunger regte und wir in einem, vom Reiseführer als gut und günstig, angepriesenen Lokal einkehrten. Tatsächlich wurde uns im Espiritu Santo für gerade einmal 19k COP (= 4 €) ein gewohnt reichhaltiges Menü inkl. Getränk serviert. 😋 Als wir wieder vor die Tür traten schlug uns die Mittagshitze mit voller Gewalt entgegen weswegen wir kurzerhand entschieden, unsere Stadtbesichtigung an der Stelle abzubrechen und wieder ins klimatisierte Hotelzimmer zurückzukehren. 🥶















Nach einem morgendlichen Spaziergang zum Cartagena Schriftzug am Stadtstrand zogen wir uns bis zum Nachmittag in unser klimatisiertes Zimmer zurück um ein wenig zu arbeiten. In der Mittagshitze war es draußen wahrlich nicht angenehm weswegen wir uns erst später, als die Sonne bereits tief am Himmel stand, neuerdings per pedes auf den Weg in Richtung Zentrum machten. Bereits nach eineinhalb Kilometern Fußweg erreichten wir das Getsemaní Viertel. Wir liefen kreuz und quer durch die Gassen des Ausgehviertels und hielten nebenbei Ausschau nach einem geeigneten Restaurant für ein zeitiges Abendessen. Da um 18:00 Uhr die meisten Lokalitäten jedoch noch bei der Cocktail Happy-Hour waren hatten wir keine große Auswahl. So entschieden wir uns für einen Burrito im hübschen Innenhof eines Lokals, dass wohl durchgängig Essen zu servieren schien. Anschließend liefen wir noch einmal in die Altstadt, die auch am Abend recht belebt war, um uns die Weihnachtsbeleuchtung anzusehen. Nach dem wir eine Runde über zwei größere Plazas gedreht hatten beschlossen wir, auf Grund der noch recht frühen Stunde (20:00 Uhr) zu Fuß entlang der Hauptstraße zum Hotel zurückzulaufen. Gegen später hätten wir aus Sicherheitsgründen wohl eher ein Taxi gewählt. Wieder in unserer Unterkunft angelangt war an Schlaf aber noch lange nicht zu denken denn bei einem der Nachbarhäuser wurde auf der Terrasse ein lautstarkes Familienfest gefeiert. Wie stets in Kolumbien hatte die Boom-Box ordentlich Power sodass wir uns mittendrin statt nur dabei fühlten. Mitunter hatten wir große Mühe in unserem Zimmer etwas von dem Film zu verstehen, der nur wenige Zentimeter von uns entfernt auf unserem Laptop lief. 😫










Trotz der über mehrere Stunden anhaltenden Lärmbelästigung schliefen wir wohl irgendwann ein. Allerdings wachte ich am nächsten Morgen mit leichten Rücken- und Bauchschmerzen auf was sich gegen später in Form von Durchfall äußerte. Keine Ahnung, was ich da wohl falsches zu mir genommen habe… Würde mich in solchen Momenten echt brennend interessieren aber die Antwort darauf werde ich wohl nie erfahren. Von daher war es gut, dass wir den Tag von vorneherein als Ruhetag geplant hatten. Die Stadt hatten wir ja glücklicherweise bereits erkundet und so blieb mir genug Zeit, während Simon am neuen Video arbeitete, auf der Dachterrasse einen ersten sowie ausführlicheren Blick in meinen Zentralamerika Reiseführer zu werfen. Schließlich ging unser Flug nach Panama City bereits am nächsten Tag und bis dato hatte ich noch so rein gar keine Ahnung, wohin uns unsere weitere Reise im Groben führen sollte. 🙈🙊🙉



Am Sonntagmorgen um 07:00 Uhr wurden wir pünktlich vor unserer Unterkunft vom Taxi abgeholt, welches uns in wenigen Minuten zum gerade einmal dreieinhalb Kilometer entfernt gelegenen internationalen Flughafen brachte. Am Abend zuvor hatte ich über Onword Ticket für 16 USD pro Kopf noch eine für 48 Stunden gültige Flugreservierung getätigt, die ohne weiteres Zutun nach dieser Zeit von der Plattform wieder storniert wird. Wie wir zum Glück im Voraus von Bekannten erfahren hatten lässt einen die Airline, ohne gültigen Nachweis über eine spätere Ausreise, nämlich nicht nach Panama fliegen. Dies mussten unsere zwei Freunde schmerzlich am eigenen Leib erfahren denn tatsächlich durften sie ihre gebuchte Reise nicht antreten. Dank ihnen wussten wir es besser und konnten, nach dem wir die fake Buchung am Schalter vorgezeigt hatten, ohne Schwierigkeiten an Board gehen. Der Flug dauerte gerade einmal etwas mehr als eine Stunde und war angenehm ruhig. Während Simon weiter vorne am Gang saß hatte ich einen Fensterplatz direkt an den Tragflächen zugewiesen bekommen von dem aus ich beste Sicht auf den Pazifik hatte. Kurz vor Anflug auf den Zielflughafen kam die Skyline von Panama City zum Vorschein und ich konnte unter mir viele große Frachter ausmachen, die vermutlich auf das Go für die Durchquerung des Panamakanals warteten. Die Zöllner am Flughafen in Panama nahmen es ebenfalls sehr genau und wollten neben der Buchung des Weiterflugs auch die Hotelbestätigung für die kommenden Nächte sehen. 😮 Was ein Glück, dass ich zwei Tage zuvor über Booking.com ein Zimmer im Hotel Canova in Panama City reserviert hatte. Nach dem auch das geklärt war suchten wir uns ein Taxi, dass uns für 15 $ zu unserer Unterkunft brachte. Diese lag im Viertel Calidonia und kostete uns für drei Nächte 80 $. Sowohl das Hotel, als auch unser sauberes Zimmer mit Kühlschrank und Bad, waren im Art Deko Stil gehalten was uns auf Anhieb sehr gut gefiel. Der Rezeptionist empfahl uns auf Nachfrage hin ein um die Ecke gelegenes Lokal, in dem wir gemeinsam mit vielen Einheimischen zu Mittag aßen. Die Portionen waren groß und das Essen schmeckte gut wenngleich die Preise doppelt so hoch waren als zuvor in Kolumbien. 😕 Auf dem Rückweg zum Hotel stolperten wir zufällig an einem großen Supermarkt vorbei und die Fülle an dort erhältlichen Lebensmitteln erschlug uns förmlich. So etwas hatten wir seit Paraguay nicht mehr gesehen. Im krassen Gegensatz zum kolumbianischen D1, in dem es von jedem Produkt maximal zwei zur Auswahl gegeben hatte, gab es hier gefühlt alles hundertfach und das Labyrinth aus Regalen schien gar kein Ende mehr zu finden. 😵 Wir begnügten uns mit Wasser sowie ein paar Snacks und dann machte sich leider auch unmissverständlich mein Darm mit lautem Grummeln wieder bemerkbar… 😕










Nächste Woche erfährst du dann, wie uns Panama Stadt gefallen hat und ob wir unseren Van wie geplant sowie unbeschadet wiedererhalten haben.
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