NEW BLOG POST 🇭🇳 🇸🇻(05. – 09.03.2024) Maya Ruinen von Copán – Suchitoto
Auf holprigen Straßen zu den Ruinen von Copán: Eine abenteuerliche Fahrt durch Honduras
Wir hatten uns auf einen langen und anstrengenden Fahrtag vom Lago de Yojoa nach Copán Ruinas in Honduras eingestellt aber was uns auf der CA-4 dann tatsächlich erwartete übertraf unsere Vorstellung bei weitem. Ab San Pedro de Sula war die Straße in einem desolaten Zustand. Es schien, als wäre die Asphaltdecke in unregelmäßigen Abständen jeweils in zwei Meter breiten Streifen abgetragen worden was uns dazu zwang ständig abzubremsen, langsamere Fahrzeuge zu überholen und Schlaglöchern auszuweichen. Die Fahrt für die 230 Kilometer lange Strecke dauerte ganze sechs Stunden – eine echte Geduldsprobe! 😫
Die letzte Etappe von La Entrada bis nach Copán Ruinas auf der CA-11 war glücklicherweise wieder in deutlich besserem Zustand. Dennoch war sie kurvenreich und bergig weshalb unsre Geschwindigkeit kaum zunahm. Glücklicherweise machten wir unterwegs eine köstliche und preiswerte Pause mit Baleadas und Pupusas – zwei lokale Köstlichkeiten, die man unbedingt probieren sollte! 😋

Baleadas sind eine Art gefüllte Weizenmehl-Tortilla mit Bohnen, Käse, Eiern, Avocado oder Fleisch – eine herzhafte und sättigende Mahlzeit. Pupusas sind dagegen deutlich dickere, mit verschiedenen Zutaten wie Käse, Bohnenmus oder Fleisch gefüllte Maistortillas, die gegrillt oder gebraten werden. Beide sind nicht nur lecker, sondern auch ein fester Bestandteil der honduranischen Küche. Egal ob morgens zum Frühstück oder abends zum Abendbrot.

Nach dem langen Fahrtag war es eine Wohltat, endlich im Ort Copán Ruinas anzukommen. Dort wurden wir von Mauricio und seiner Frau Alicia herzlich empfangen, die mit ihren beiden Söhnen und einer Vielzahl von Tieren in einem sehr einfachen, aber gastfreundlichen Zuhause leben. Sie boten uns einen sicheren und ideal gelegenen Stellplatz hinter ihrem Haus an welches sich direkt gegenüber dem Eingang zur archäologischen Stätte befand.


Die sauberen Sanitäranlagen, einschließlich einer erfrischenden Dusche mit kaltem Wasser, waren nach dem heißen Tag besonders willkommen. Bei Temperaturen von 38 Grad Celsius war die Abkühlung eine wahre Erleichterung! Mauricio und Alicia waren so herzlich und wären sogar dazu bereit gewesen, noch am späten Abend in der Dunkelheit mit uns ins Ortszentrum zu laufen um uns die Gegend zu zeigen. 💕


Dazu waren wir jedoch viel zu müde. Vielmehr freuten wir uns darauf, am nächsten Tag gut ausgeruht die archäologische Stätte zu erkunden und waren einfach nur dankbar für die tolle Gastfreundschaft der Beiden. 😴
Abenteuerliche Entdeckungen in Copán Ruinas: Von alten Ruinen bis zu köstlichem Kakao
Der Morgen in Copán Ruinas begann früh und lebhaft, mit dem Schnattern der Gänse, dem Krähen der Hähne und den lauten Unterhaltungen der roten Aras, die über das Grundstück von Mauricio und Alicia flogen. 🦜🦜 Diese Geräuschkulisse war jedoch genau das, was wir brauchten um aus dem Bett zu kommen denn wir wollten schließlich zu den ersten Besuchern der Maya-Stätte an diesem Tag gehören.



Nachdem wir die Eintrittsgebühr in Höhe von 20 Dollar pro Person entrichtet hatten betraten wir das weitläufige Waldgelände der Ruinen von Copán. Diese archäologische Stätte ist bekannt für ihre beeindruckenden Maya-Reliefs und -Skulpturen sowie für ihre gut erhaltenen Hieroglyphenstufen. Die Steinstelen, die mit detailreichen Verzierungen versehen waren, faszinierten uns besonders. Sie erzählen vergangene Geschichten von Herrschern, Göttern und historischen Ereignissen der Maya-Zivilisation.







Die Ruinen strahlten eine friedliche Atmosphäre aus und wir genossen es sehr, dass außer uns bisher nur wenige kleinere Touristengruppen hier anzutreffen waren. Nach einem gut zweieinhalbstündigen Rundgang trafen wir am Ausgang überraschend auf unsere Gasteltern, die sich als Künstler entpuppten! Sie verdienen sich ein Zubrot, indem sie aus gefundenen Ara-Federn Kunstwerke herstellen mit denen sich die Touristen vor Ort dann fotografieren lassen können. Wir hatten das Glück, diese Kunstwerke kostenlos bewundern zu können bevor wir uns gegenüber am Van ein schnelles Frühstück gönnten.






Anschließend erkundeten wir zu Fuß den gleichnamigen Ort. Die Kopfsteinpflastergassen waren schmal und von bunten, niedrigen Häusern gesäumt. Ein neugieriger Hund begleitete uns auf Schritt und Tritt und wurde schnell zu unserem treuen Gefährten. Selbst als wir uns in einem Restaurant im schattigen Innenhof niederließen, um einen erfrischenden Eiscafé zu genießen, blieb er bei uns und eroberte unsere Herzen. 🥰








Am Nachmittag beschlossen wir, dem Tea and Chocolate Place einen Besuch abzustatten. Dieser Ort, auch als El Lugar del Té & Chocolate bekannt, erwies sich als wahre Oase der Ruhe in der wir ganz nebenbei noch verschiedene köstliche Schokoladenprodukte verkosten konnten. Neben den hier hergestellten Schokoladensorten gab es auch Kakao-Tee, verfeinert mit Kardamom und Honig, der uns besonders gut schmeckte.








Wir bestellten heiße Schokolade, begleitet von einem Cheesecake mit Erdbeertopping und einem leckeren Schokoladen-Brownie. Müde, verschwitzt aber glücklich machten wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Rückweg zum Stellplatz – immer noch in Begleitung des treuen Vierbeiners. Erst am Haus von Mauricio machte er kehrt, während wir uns direkt unter die wohltuend frische Dusche stürzten.



Schau doch auch gerne mal auf unserem Instagram Account vorbei! Dort findest du nämlich viele weitere, tolle Fotos von unserer Reise – u.a. auch von diesem schönen Tag. 📸
Von Maya Grabstätten über Kaffeefarmen in die Berge von Honduras
Am Donnerstagmorgen beschlossen wir, einen kurzen Abstecher zur Ausgrabungsstätte Las Sepulturas zu machen nachdem uns ein freundlicher Einheimischer am Vortag darüber informiert hatte, dass unser Eintrittsticket zu den Copán Ruinen auch dort gültig sei. Las Sepulturas liegt nur etwa zwei Kilometer entfernt und bietet einen faszinierenden Einblick in das traditionelle Leben der Maya.

Diese Ausgrabungsstätte besteht aus einer Reihe von zeremoniellen Plätzen und Grabstätten, die hauptsächlich aus Wohn- und Grabhäusern bestehen. Die Ruinen wurden teilweise restauriert aber viele Bereiche sind noch nicht restauriert was einen authentischen Einblick in die Vergangenheit ermöglicht. Wir genossen es, hier mutterseelenallein zwischen den antiken Strukturen umherzustreifen und die Stille der Geschichte zu spüren.



Nach unserem Besuch bei Las Sepulturas kehrten wir mit einem Tuk-Tuk, dass hier als Mototaxi bekannt ist, zum Stellplatz zurück von wo aus wir unsere Rückfahrt nach La Entrada antraten. Obwohl die guatemaltekische Grenze von den Ruinen aus nur einen Steinwurf entfernt gewesen wäre entschieden wir, zuerst noch nach El Salvador zu reisen weshalb wir eine Teiletappe zurückfahren mussten. 🚐

Bevor wir weiter nach Gracias fuhren machten wir einen Zwischenstopp im Maxi Despensa Supermarkt um unsere Vorräte aufzufüllen. Wenige Kilometer weiter folgten wir neuerdings einem Tipp von Kristina und Leonardo und besuchten die Kaffeefarm Seis Valles, wo wir u.a. eine köstliche Käsetortilla verspeisten und dabei die Aussicht auf die umliegenden, grünen Hügel genossen. 🌄


Für die Nacht fanden wir einen ruhigen und sicheren Schlafplatz bei einer Naturtherme, deren Becken von einem heißen Fluss gespeist wurden. Als Bonus genossen wir am Abend, als es endlich ein paar Grad kühler wurde, ein wohltuendes Bad und entspannten uns nach einem weiteren ereignisreichen Tag. Mal wieder als einzige Gringos zwischen all den Einheimischen.

Schöne letzte Tage in Honduras: Von Gracias bis zum Café Juan 316
Dank einer erfreulich frischen und obendrein ruhigen Nacht, ohne das übliche Schnattern von Hühnern und Gänsen am frühen Morgen, konnten wir endlich einmal wieder ausschlafen. Nach einer kurzen Fahrt von gerade einmal fünf Kilometern erreichten wir schnell Gracias, ein kleines Kolonialstädtchen das uns mit seinem historischen Charme und seiner malerischen Atmosphäre bezauberte. ✨



Wir erkundeten die Kopfsteinpflastergassen, stöberten durch die kleinen Geschäfte und bewunderten die farbenfrohen Gebäude, die die Geschichte des Landes widerspiegeln.



Ein kleiner Straßenimbiss weckte unser Interesse und wir genossen ein schmackhaftes und preiswertes Frühstück in Form von leckeren Baleadas – gefüllte Weizenmehl-Tortillas die uns für den Rest des Tages satt machten. 😛 Wir waren weit und breit die einzigen Ausländer was uns neuerdings das Gefühl gab, einen besonders authentischen Einblick in das alltägliche Leben in Honduras zu bekommen.





Nachdem wir genug von Gracias gesehen hatten setzten wir unsere Reise nach Santa Rosa de Copán fort. Die Parkplatzsuche gestaltete sich in den engen, steilen Straßen schwierig. Vor allem, da wir die Zeit des Schulschlusses erwischt hatten und die Gassen über und über mit Elterntaxen verstopft waren. 🙄 Trotzdem fanden wir schlussendlich einen Parkplatz doch die Stadt entsprach rein gar nicht unseren Erwartungen weshalb wir beschlossen postwendend weiterzufahren. 😂
Unsere letzte Etappe an diesem Tag führte uns über die CA-4, die wieder einmal in einem desolaten Zustand war und uns zusätzliche Zeit kostete. Unterwegs kamen wir an vielen Kaffeeverarbeitungsbetrieben vorbei wo die Bohnen in der Sonne trockneten. 🌤 Aber wir erreichten sicher unser Ziel, das kleine Café Juan 316 das direkt neben der Landstraße lag.


Abigail, die Besitzerin, hieß uns freundlich willkommen und gestattete uns, auf ihrer Kuhweide zu übernachten die an das Café angrenzte. Dort konnten wir die Nacht sicher verbringen und gleichzeitig die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge sowie den spektakulären Sonnenuntergang genießen. 🌄 Hinter uns lagen 11 spannende, aber auch entspannte Tage voller Entdeckungen und unerwarteter Begegnungen, die uns kleine Einblicke in die Schönheit und Vielfalt von Honduras gewährten. Nur zur Sicherheitslage und zur politischen Situation im Land wollte sich uns gegenüber leider niemand so recht offenbaren…



Grenzübertritt El Salvador: Eine neue Etappe unserer Reise
Samstags stand bereits der nächste Grenzübertritt auf dem Programm. In den überschaubar großen, oder eben kleinen, Ländern Zentralamerikas geht das deutlich schneller als zuvor im weitläufigen Südamerika. Unser nächstes Ziel ist nämlich gerade einmal so groß wie Hessen. Trotz seiner bescheidenen Größe ist El Salvador mit ca. 7 Mio. Einwohnern das am dichtesten besiedelte Land Zentralamerikas. Der Grenzposten El Poy war von unserem Schlafplatz aus in Kürze erreicht. Zuvor verprassten wir an einer Tankstelle unsere letzten Lempiras zumal auch der Dieselpreis in Honduras, wenn auch nur minimal, günstiger sein soll als in El Salvador. Auch unsere Trinkwasservorräte füllten wir mit den allgegenwärtigen, spottbilligen blauen 20Liter Kanistern noch einmal auf. 💧
Solltest du ebenfalls auf der Panamericana unterwegs sein dann schau doch mal auf der Länderfakten-Seite vorbei. Dort findest du allerlei nützliche Informationen zu den bereits von uns besuchten Ländern sowie zu dem hier nur kurz angerissenen Grenzprozedere. 🛂
Der Grenzübergang El Poy war klein und wenig frequentiert. Obwohl wir an jedem Schalter direkt bedient wurden dauerte alles seine Zeit denn hier schienen die Uhren langsam und gemächlich zu ticken. Zwei Stunden später hielten wir das neue Temporary Import Permit (TIP) in den Händen und hatten unsere Pässe sowohl aus- als auch wieder eingestempelt. 😀 Überraschenderweise gewährte uns El Salvador ungefragt einen Aufenthalt von 180 Tagen. Da unsere Reise hier jedoch nicht enden würde sondern wir weiter nach Guatemala wollten, wo nach wie vor das C4-Abkommen gilt welches uns insgesamt 90 Tage Aufenthalt für die vier zugehörigen Staaten gewährt, brachte uns das aber leider herzlich wenig. Trotzdem eine nette Geste gegenüber ausländischen Touristen. ❤

Nachdem wir die Grenze passiert hatten mussten wir leider feststellen, dass das Roaming mit unserer honduranischen Claro SIM-Karte nicht funktionierte. Deshalb hielten wir in Aguilares an der funkelnagelneuen Shopping Plaza El Encuentro an. Dort erhielten wir unkompliziert und schnell eine neue Claro SIM-Karte, wenngleich auch nicht zu den guten Konditionen wie in Honduras. Auch Geldautomaten fanden wir dort vor und wir staunten nicht schlecht als wir erfuhren, dass seit längerer Zeit auch in El Salvador der US-Dollar als Zahlungsmittel gilt. 😮
Von dort aus war es nur noch ein Katzensprung ins urige Dörfchen Suchitoto, das am großen Suchitlán Stausee liegt. Schwester Peggy, die Inhaberin des Centro Arte para La Paz, empfing uns mit amerikanisch-überschwänglicher Herzlichkeit und gestattete uns, nach einigem Feilschen unsererseits, für 5 Dollar pro Kopf auf dem Parkplatz im Innenhof der Kulturstätte zu übernachten. In früheren Zeiten befanden sich in diesen Gemäuern eine christliche Schule. Die Gebäudekomplexe strahlten einen unglaublichen Frieden aus und wir fühlten uns in der ruhigen Umgebung sofort wohl. ☺️






Am Abend feierten wir unseren erfolgreichen Grenzübertritt in einem traditionellen Lokal, das voller Einheimischer war, bei ein paar leckeren und preiswerten Pupusas: Gefüllte Mais- oder Reistortillas die, wie schon zuvor in Honduras, auch in El Salvador eine beliebte Spezialität sind. Zu unserem großen Erstaunen konnten wir dort in einem Baum, direkt neben den Esstischen auf der Terrasse mit Seeblick, sogar eine wilde Boa Imperator entdecken. Was für ein aufregender Start in Land Numero 14 unserer Reise! 🌎


Du bist gespannt, wie es für uns in El Salvador weitergehen wird?! Dann schau unbedingt nächste Woche wieder hier vorbei – es lohnt sich! 😀
Und wenn du meinen Reiseblog mit Freude liest dann freuen wir uns über ein Danke in Form einer kleinen Spende in unsere Diesel- oder Kaffeekasse:
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