NEW BLOG POST 🇪🇨 (07. – 15.10.2023) Mindo – Laguna Cuicocha – Ibarra

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In der Cordillera Blanca, umgeben von 6.000 Meter hohen Bergen, müssen wir tatsächlich unser geliebtes Zuhause verlassen! 😰 Wieso, weshalb & warum erfahrt ihr in unserem neuen Video. Schaut also unbedingt rein & lasst uns gerne einen Kommentar sowie ein Like da! 👍

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Obwohl die von uns gewählte Sackgasse in Mindo für eine ruhige Nacht sorgte, schliefen wir auf Grund der urplötzlich wieder wärmeren Temperaturen auf nur noch 1.250 Metern üNN nicht so wirklich gut. Da wir aber auch einiges unternehmen wollten schadete es nicht früh dran zu sein und so machten wir uns direkt nach dem Kaffee auf den Weg zur Seilbahn „Tarabita“. Leider schickte uns MAPS.ME eine falsche Straße entlang und wir schafften es nur knapp, ohne uns festzufahren, gerade noch rechtzeitig zu wenden. 😣 Kurz darauf erreichten wir die richtige Straße und keine fünf Kilometer später kamen wir am Wanderparkplatz an. Wir erholten uns kurz von dem Schrecken bevor wir erst einmal etwas frühstückten. Da ich zwischenzeitlich schon wieder von ein paar fiesen Sandflies attackiert worden war entschloss ich mich diesmal für eine leichte, lange Hose zumal der Himmel neuerdings bedeckt war. Wobei es bei einer Lufttemperatur von immerhin 24°C sowie einer Luftfeuchtigkeit von stolzen 81% dennoch unangenehm schwül war. Wie bereits zuvor in „Baños“ ging es wieder mit einem, diesmal Gelben, cable car über die Schlucht hinüber auf die andere Seite. Dort befanden sich drei verschiedene Wanderwege mitten im Regenwald die alle zu einem oder mehreren Wasserfällen führen. Wir wählten die „Ruta 3“ welche uns zu insgesamt sechs verschiedenen Kaskaden bringen sollte. Da der Weg kein Rundweg war liefen wir diesen direkt bis zum Ende durch um das Feld quasi von hinten aufzurollen. 😜 Die Wasserfälle waren nicht sonderlich hoch, boten dafür aber immer mal wieder Gelegenheit für ein Bad. Entweder direkt unter den Sturzbächen oder aber in den darunterliegenden Pools. Da uns dies zuvor nicht klar war und wir zudem nicht wussten, dass die Wassertemperatur ganz angenehm war, hatten wir leider keine Badesachen dabei weswegen wir auf die Abkühlung verzichten mussten. Diese kam uns dann auf dem Rückweg in Form eines Eisverkäufers unverhoffter Weise doch noch zu gute. 😅 Das 5$ teure Seilbahnticket beinhaltete Hin- und Rückfahrt und wir freuten uns auf dem Weg zurück noch einmal über das kurze Gefühl von schweben. Von hier aus ging es mit dem Auto nicht weiter so dass wir den gleichen Weg zurück in den Ort nehmen mussten. Entlang diesem gab es zwei verschiedene Zip Line Anbieter und weil ich das ja sooo gerne mag begleitete mich Simon über sieben verschiedene Lines hinweg. 😃 Der Spaß kostete pro Kopf 15$, war es aber auch wert. Uns begleiteten gleich zwei Guides, einer vorweg und eine hinterher, und auch das Equipment war vom Feinsten. Wir hätten alternativ auch 10 statt 7 Lines wählen können. Jedoch hätte uns das jeweils 5$ mehr gekostet und schlussendlich waren wir mit den rund 40 Minuten fliegen sehr zufrieden. Kurz vor 16 Uhr kamen wir wieder in „unserer“ Sackgasse an und kaum hatten wir ein paar Happen gegessen fielen auch schon die ersten dicken Regentropfen. 🌧

Im Stahlkorb über die Schlucht 😀
Los geht’s!
Da ist wohl jemand hungrig 🐌
Ecuador – das Land der Wasserfälle 💦
Leider hatten wir keine Badesachen dabei 👙
Aber das Eis kühlte auch – von innen 😅
Rückfahrt! Oder Rückflug?! 🫢
Zip Line fahren macht soooo viel Spaß 😁

Da wird dringend mal wieder eine Dusche nötig hatten verbrachten wir den Sonntag auf dem Gelände des schicken Hotel & Resort „Kumbha Mela“. Für die 10$, die wir für den Stellplatz auf dem Hotelparkplatz bezahlten, bekamen wir nicht gerade viel geboten. Immerhin konnten wir die Toiletten und Duschen am Pool benutzen wobei letztere viel kälter als das unbeheizte, wirklich schöne Schwimmbecken waren. 🥶 Deswegen verschoben wir die Gedanken an die Körperpflege erst einmal und füllten stattdessen mit einem vorhandenen Schlauch unseren völlig leeren 120 Liter Wassertank auf. Anschließend widmeten wir uns der Fertigstellung eines neuen Videos und da es diesmal so einiges zum nachvertonen gab kostete es, vor allem mich, einiges mehr an Schweiß und Nerven weswegen ich mir für 5$ extra einige Runden im Pool gönnte. ☺ Auch das WLAN war ganz ordentlich so dass ich am Abend noch den nächsten Blog bebildern und zusammen mit Simon den neuen Mission Impossible Film streamen konnte.

Stellplatz auf dem Hotelparkplatz
Schöne Cabañas gab es dort
Auch der Pool war nicht schlecht
Sogar eine hauseigene Lagune gab es! 😯

Relativ früh am nächsten Morgen verlies eine größere Reisegruppe das Hotel und ich witterte die Chance, doch noch zu einer warmen Dusche zu kommen. Ich erkundigte mich an der Hotelrezeption ob es eventuell möglich wäre, in einem der noch nicht gereinigten Zimmer das Bad zu nutzen da die Außendusche so extrem kalt sei, insbesondere zum Haare waschen. Der junge Mann, dem ich die Frage stellte, hatte seinem Gesichtsausdruck nach sofort vollstes Verständnis für mein Anliegen und hätte es mir sicherlich postwendend erlaubt. Schade nur, dass er offensichtlich nichts zu melden hatte und mir kurz darauf, mit sichtlich bedauernder Miene, mitteilte dass die Hotelpolitik dies nicht gestatten würde. Leicht verärgert machte ich mich auf den Rückweg zum Van denn wie gesagt, für einen Parkplatz und eine Toilette hätten wir keine 10$ ausgeben müssen! Noch auf halbem Wege kam ein anderer Hotelangestellter zu mir geeilt und bot mir an, die warme Dusche in seinem Zimmer zu nutzen. Einen Moment lang war ich wirklich sprachlos. Wie nett die Menschen in Ecuador doch sind! 🥰 Nach dem er mir versichert hatte, dass er deswegen keinerlei Schwierigkeiten bekommen würde, nahm ich sein Angebot dankend an und seine Dusche war sogar richtiggehend heiß. Auch Simon durfte sich in seinem Bad noch frisch machen bevor wir uns an den Upload des fertiggestellten Videos machten. Gegen Mittag verließen wir „Mindo“ und auf unserem Weg nach „Otavalo“ fuhren wir noch einmal am Äquatordenkmal vorbei. Da unsere frischen Vorräte mittlerweile stark abgenommen hatten füllten wir diese am Stadtrand von Quito in einem Supermarkt auf und kauften beim Bäcker gegenüber noch einen kleinen Snack für den Nachmittag. Am frühen Abend erreichten wir dann den schönen „Lago San Pablo“ am Fuße eines grünen Vulkans, nur wenige Kilometer außerhalb des Zentrums von „Otavalo“. Dort trafen wir auf Thomas und Isabella (?), ein Paar aus Zürich dass seit dem Jahr 2016 mit ihrem MAN auf Reisen ist. 😮 Ich schätze die zwei auf Anfang 60 und ich glaube, sie waren mit ihrem LKW mit Wohnkabine bereits auf jedem Kontinent. Sie haben es sogar geschafft ihr Fahrzeug von Indien aus nach Neuseeland und Australien zu verschiffen was wir bis dato, auf Grund der super strengen Hygiene- und Einfuhrregeln in den beiden Ländern, für fast unmöglich gehalten hatten. Nach dem kurzen Plausch mit den beiden liefen wir noch ein Stück am Ufer entlang und schauten eine Weile den vielen Reihern zu bevor es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen wurde. 👩‍🍳    

Das Gefährt ist einiges größer als unseres
Grandioser Schlafplatz am See ♥️

Die „Laguna Cuicocha“ ist ein weiterer, schöner Kratersee und wie schon bei der zuvor von uns besuchten „Laguna Quilotoa“ führt auch hier ein rund 13 Kilometer langer Wanderweg um die Caldera herum. Seit seinem letzten gewaltigen Ausbruch vor etwa 3.000 Jahren, der die umliegende Gegend 20cm tief unter Asche begrub, ruht der Vulkan. In seinem Krater beherbergt er nicht nur den blauen, alkalischen See mit einem Durchmesser von rund drei Kilometern, sondern auch zwei kleine Inseln. Eine der Inseln soll einem Meerschwein ähneln woraus sich auch ein Teil des Namens (=cui) ableitet. Wir hatten uns fest vorgenommen auch diese Lagune zu Fuß zu umrunden, aber irgendwie stand uns nach dem Aufstehen der Sinn so rein gar nicht nach wandern. Vielleicht lag es an dem idyllischen Stellplatz und der Tatsache, dass an dem Morgen die Sonne schien? Diese lies den See inklusive Umgebung noch schöner erscheinen weswegen wir die geplante Tour kurzerhand auf den nächsten Tag verschoben. 😉

Wir bleiben noch einen Tag 😉

Am nächsten Tag war von dem Sonnenschein leider nichts mehr zu sehen. Stattdessen war der Himmel Grau in Grau und ich war mir nicht ganz sicher, ob die Wanderung bei dem Licht wirklich schön werden würde. Trotz allem machten wir den Van abfahrbereit um uns auf den Weg zur Lagune zu machen. Auf Grund von Straßenarbeiten mussten wir mal wieder vom Asphalt auf Schotter ausweichen, aber glücklicherweise betraf dies nur ein kleines Teilstück der insgesamt 22 Kilometer langen Strecke. An der Einfahrt zum Nationalpark registrierten wir uns, bevor wir auf dem Parkplatz frühstückten und die Rucksäcke packten. Kaum hatten wir die ersten Schritte zurückgelegt riss plötzlich der Himmel auf und ganz unerwartet kam die Sonne zum Vorschein. 😎 Hatten wir mit unserem Faulenzertag also doch alles richtig gemacht! Das Wasser schimmerte Azurblau und die beiden Inseln inmitten vom Krater waren irgendwie auch ganz besonders. Diesmal hielten wir uns auch an die empfohlene Laufrichtung und gingen gegen den Uhrzeigersinn auf dem Grat entlang. Insbesondere am Anfang ging es relativ steil hinauf, aber alles in allem war der Weg deutlich leichter zu gehen als der um die „Laguna Quilotoa“. Nicht nur der Anstieg war in Summe sanfter, sondern es lag auch weniger Geröll so dass man kaum ins Rutschen kam. An einem Mirador, der zeitgleich als Rastplatz für die wenigen Wanderer dient, trafen wir auf Diana und David aus Tirol. Die beiden Snow-Kite Lehrer aus Österreich verbringen insgesamt zwei Monate in Ecuador. Einen Monat lang werden sie ein work away in einem Hostel machen, welches ihnen Kost und Logis bieten wird. Auch keine schlechte Art zu reisen, zumal man so direkt in Kontakt mit Land und Leuten kommt. 😀 Ihren Erzählungen nach haben sie damit schon viele gute Erfahrungen gesammelt und auf diese Weise ist es ihnen möglich, viele Monate im Jahr im Ausland zu verbringen. Lediglich in den Wintermonaten kehren sie zum Geld verdienen in ihre Heimat zurück. Wir unterhielten uns richtig gut mit ihnen und gingen die restliche Hälfte des Weges gemeinsam. Am Parkplatz angelangt spendierten wir noch einen Kaffee und nahmen sie, da die Zwei mit einem Taxi zum Kratersee gekommen waren, noch ein Stück des Weges mit hinunter zur nächsten Ortschaft. Nach dem wir sie abgesetzt hatten fuhren wir zurück nach Otavalo. Die Stadt ist von drei erloschenen Vulkanen umgeben und der Großteil der Bevölkerung gehört den indigenen „Kichwa“ an, was uns bei der Durchfahrt sofort auffiel. Nicht alle, aber doch einige der Männer erinnerten uns mit ihren langen, geflochtenen Zöpfen und ihrer Statur an das ideale Abbild eines Indianers. Uns gefiel das richtig gut aber der Ort ist hauptsächlich für seinen farbenfrohen, täglich stattfindenden Kunsthandwerker Markt an der „Plaza de los Ponchos“ (wie passend) bekannt. Da wir uns diesen am kommenden Tag anschauen wollten entschieden wir, nicht am See sondern direkt unweit des Marktes an einer weiteren Plaza zu nächtigen. Außerdem kamen wir nach der hinter uns liegenden Anstrengung so noch in den Genuss eines Abendessens in einem guten sowie günstigen, mexikanischen Lokal. 😋

Laguna inklusive Inseln & Orchidee
Wir hatten mega Glück mit dem Wetter 🌤️
Noch ein erloschener Vulkan
Schätze von dieser Insel stammt der Name

Widererwarten hatten wir eine unheimlich ruhige Nacht und wachten erst nach 08:00 Uhr auf. Und dass, obwohl wir mitten in der Stadt geschlafen hatten! 😅 Scheinbar setzte der Verkehr hier erst später ein und in der Nacht war es um uns herum totenstill gewesen. Nach einem Schluck Kaffee liefen wir die Straße hinab bis zum Markt welcher dafür sorgt, dass Otavalo DIE Touristenattraktion schlechthin im Norden Ecuadors ist. Wir fanden die hier dargebotenen Waren, die vom bunten Poncho über farbenfrohe Bilder sowie Schmuck reichten, schön aber weit weniger besonders als beispielsweise in Pisac/Peru. Deswegen beendeten wir unseren Rundgang auch relativ schnell und machten uns auf die Suche nach einem Frühstückscafé mit WLAN. Unser Datenvolumen war nämlich so gut wie erschöpft, aber da wir in wenigen Tagen die Grenze nach Kolumbien überqueren wollten kam eine erneute Aufladung nicht in Frage. Zumal wir die verbleibende Zeit bis dahin sowieso auf einem Campingplatz in Ibarra (inkl. WLAN) verbringen wollten. Nach dem Frühstück fuhren wir dann noch einmal zurück an den ruhigen Stellplatz am See, um den Rest des Tages noch ein wenig zu arbeiten. 💻

Schlafplatz vorm Rathaus 😄
Ein wirklich schönes Gebäude
Genauso wie die Plaza
Nur der Markt war nicht sooo spektakulär…

Donnerstagsmorgens setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg zur Finca Sommerwind. Während der Fahrt hielten wir noch an einer schicken Einkaufsmall an, um die für die anstehende Verschiffung nach Kolumbien benötigten USD abzuheben. Auf diese Weise werden wir uns nämlich die 5% Kreditkartengebühr sparen können. 😊 Kurz darauf kamen wir auf dem, etwas außerhalb von Ibarra an einem See gelegenen, Campingplatz an. Dieser wurde vor 18 Jahren von dem aus Norddeutschland stammenden Hans gegründet. Wie es der Zufall so wollte war er erst vor kurzem auf Heimaturlaub, weswegen er uns freundlicherweise das von uns benötigte Ersatzteil aus Deutschland mitbringen konnte. 😀 Nach dem wir uns registriert hatten übergab er uns den Luftmassenmesser welchen Simon sofort installierte. Dem ersten Anschein nach scheint der Fehler auch verschwunden zu sein aber genau wissen werden wir das erst, nachdem wir ein paar Kilometer gefahren sind. Da dies der erste richtig schöne Campground auf unserer Reise war blieben wir ein paar Tage, um die Einrichtungen zu nutzen. Ich wusch u.a. zwei Ladungen Wäsche während Simon gleich zweimal den Grill nutzte. Auch der Restaurantbereich war toll gemacht und entsprach optisch einem deutschen Biergarten. Daran orientierte sich auch die Speisekarte: Von Currywurst mit Pommes über Leberkäs mit Bratkartoffeln bis hin zu Reibekuchen mit Apfelmus gab es hier allerlei deftige Hausmannskost. Aber auch eine tolle Kuchentheke mit Bienenstich und Streuselkuchen war vorhanden. Nicht zu vergessen: Der große, gut mit diversen deutschen Biersorten, bestückte Kühlschrank. 😋🍻

Der schöne Biergarten der Finca Sommerwind
Sogar 5.0 gab es hier 😂
Bienenstich & Apfelstreusel 😛
Selbst der Kaffee war einfach nur gut 👍🏻
Meeting Point für Overlander
Richtig tolle Tiny Häuser gab es auch 🥰
Simon hatte Freude an der Grillecke
So kam der Dutch Oven mal wieder zum Einsatz

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NEW BLOG POST 🇪🇨 (28.09. – 06.10.2023) Laguna Quilotoa – Vulkan Cotopaxi – Quito – Mitad del Mundo

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Nach einer Stippvisite in Lima, der Hauptstadt Perus, checken wir als Exklusivgäste im schicken Club Germania ein. Von dort aus geht es in einer haarsträubenden Fahrt hinauf in die Cordillera Blanca. Nahe Huaraz erwartet uns dann die unbeschreiblich schöne Gletscherlagune. Für uns war die Wanderung dorthin eine der Schönsten auf der gesamten, bisherigen Reise. 🥾🧭🗺 Viel Spaß beim Schauen & lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

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Früh am Morgen machten wir uns von „Latacunga“ aus auf den Weg zur „Laguna Quilotoa“. Da sich der Kratersee auf einer Höhe von 3.914 Metern befindet hatten wir entschieden, die Nacht lieber in der tiefer gelegenen Stadt zu verbringen. Der Fahrtweg betrug rund eineinhalb Stunden und wurde urplötzlich von einem furchtbar lauten Geräusch unterbrochen welches von unserem Auto zu kommen schien. 😲 Wir stoppten sofort und schnell war die Ursache gefunden: Das Ankerblech hinter der Bremsscheibe war schon seit geraumer Zeit lose und verursachte während der Fahrt ein blechernes Scheppern. Nun hatte sich dieses komplett gelöst und war dabei sich in unsere Felge hineinzufressen. Glücklicherweise herrschte auf der Straße kaum Verkehr so dass Simon am Straßenrand das Hinterrad abmontieren und das lose Schutzblech entfernen konnte. Gegen 09:30 Uhr erreichten wir dann den Parkplatz unterhalb der Caldera und während wir dort frühstückten kamen zwei neugierige Straßenhunde zu uns herüber. Der Größere schien gefallen an uns zu finden denn er wich während der nächsten Stunden nicht mehr von unserer Seite und begleitete uns den gesamten Rundweg entlang des Kratersees. 😍 Dessen Durchmesser beträgt ca. drei Kilometer und durch die im Wasser enthaltenen Mineralien schimmert dieses in den verschiedensten Grüntönen. Während der gesamten Wanderung auf dem Grat hatten wir eine schöne Sicht hinab auf die Lagune und den Krater. Jedoch ging es mitunter auch ganz schön auf und ab so dass wir am Ende stolze 13 Kilometer sowie 700 Höhenmeter hinter uns ließen. Für die Fotos wäre etwas mehr Sonne förderlich gewesen aber am Ende waren wir für die Wolken ganz dankbar denn wir kamen auch so schon genug ins Schwitzen. Auf der letzten Etappe verfehlten wir wohl den richtigen Weg denn auf einmal befanden wir uns nicht mehr oben auf dem Grat sondern unterhalb so dass wir einige zusätzliche steile Abschnitte wieder hinauf meistern mussten. Unser braver, vierbeiniger Freund absolvierte die Strecke da deutlich leichtfüßiger als wir. 😂 Nebenbei fing er sogar noch einen kleinen Hasen den er in Windeseile verspeiste. Das war wirklich kein schöner Anblick aber die wilden Hunde kämpfen hier tagtäglich ums Überleben und müssen zusehen, wie sie an Nahrung gelangen um nicht zu verhungern. 😥 Die letzten Kilometer über liefen wir in den tiefhängenden Wolken und kaum am Van angelangt fielen schon die ersten Tropfen. Wir fuhren zurück zu unserem rund 1.200 Meter tiefer gelegenen Stellplatz in „Latacunga“ und aßen bei einem gegenüber gelegenen Lokal noch eine Kleinigkeit zu Abend bevor wir erschöpft ins Bett fielen. 😴

Kurzer Schreckmoment 😨
Zum Glück alles halb so wild 😮‍💨
Blick auf den Kratersee
Unser neuer, vierbeiniger Freund
Ganz schön schön hier
Es ging ordentlich Auf und Ab auf dem Grat
Da dürfen Pausen nicht zu kurz kommen
🥰🥰🥰
Selbst im größten Nirgendwo gibt’s immer einen Minimercado 😂
Zurück ging’s dann in den Wolken ☁️

Simon schlief auf Grund der vorbeifahrenden Autos schlechter als ich so dass wir uns auch am nächsten Tag zeitig auf den Weg machten. Wir fuhren in den nahegelegenen Nationalpark Cotopaxi hinein nur leider blieb der wunderschöne, gleichnamige Vulkan in den tiefhängenden Wolken verborgen. Die Runde um die „Laguna de Limpiopungo“ herum war schnell gedreht aber nach der anstrengenden Wanderung vom Vortag war uns das auch gar nicht unrecht. 😉 Da die Straße hinauf zum Vulkan nicht geteert war und wir vermutlich sowieso nichts gesehen hätten verließen wir den kleinen Park über die Ringstraße wieder. Kurz nach der Ausfahrt fanden wir einen ruhigen, kostenfreien Stellplatz im Grünen denn innerhalb des Nationalparks hätten wir nur kostenpflichtig nächtigen dürfen. Von hier aus hatten wir freie Sicht auf den zweithöchsten Berg Ecuadors der sich jedoch nach wie vor schüchtern in den Wolken versteckte. Erst nach Einbruch der Dunkelheit konnten wir einen guten Blick auf den gleichmäßigen, rauchenden Kegel erhaschen. Zum Glück ist der Nachtmodus auf Simons Smartphone exzellent so dass wir doch noch ein paar gute Aufnahmen machen konnten. 📸

Leider hängt der mächtige Cotopaxi in den Wolken
Auch vom Stellplatz aus sehen wir ihn nur teilweise
Erst im Schutz der Dunkelheit ließ er sich blicken

Auch am nächsten Morgen wollte der Vulkan partout nicht aus seinem Wolkenversteck herauskommen weswegen wir uns nach dem Frühstück zur Weiterfahrt in die Hauptstadt „Quito“ entschieden. Nach 28 Kilometern Schotterpiste erreichten wir die asphaltierte Zubringerstraße und eins muss man sagen: Sowohl die Straßen als auch der Verkehr in Ecuador sind ein Traum. Meistens waren wir bisher auf gut ausgebauten, geteerten Straßen unterwegs und auch die Autofahrer hier sind im Vergleich zu Bolivien oder Peru sehr zivilisiert. Hier hält man sich wieder an Verkehrsregeln und es gibt kein permanentes Hupen. Auf dem Weg zum Campingplatz „Armony“ kamen wir zufälligerweise noch an einer Auto Waschanlage vorbei wo wir für gerade einmal 5 USD unser Fahrzeug sowie die Fahrräder von Staub und Schmutz der letzten Monate befreien lassen konnten. Kurz darauf erreichten wir das in Flughafennähe gelegene Grundstück von Fernando und Evelyn, auf welchem Max und Merle ein Ersatzteil für uns deponiert hatten welches freundlicherweise ihr Besuch aus Deutschland extra mitgebracht hatte. 😀

Die Wäsche war mehr als nötig 🙈
Mal schauen wie lange es hält 😅

Die neue Rolle für unsere Schiebetür konnten wir am Tag darauf mit Hilfe von Fernando auch direkt montieren. Plötzlich lief die schwere Tür wieder ganz leicht und wir müssen sie auch nicht mehr so fest zuknallen. Auch der kaputte Bolzen in einem Scharnier unserer Heckkisten wollte noch durch eine neue Schraube ersetzt werden und da wir den Bohrer nun schon einmal parat hatten versahen wir den Boden der beiden Kisten auch noch mit vier Löchern. So kann sich Regen- oder Waschwasser künftig nicht mehr darin stauen sondern läuft direkt ab. Auch unsere zwei kleinen Vorratskisten für Konserven etc. tauschten wir noch durch eine Größere, geräumigere aus unserem Kofferraum aus so dass der Arbeitstag als durchweg erfolgreich gewertet werden konnte. 👍 Am Nachmittag stießen dann Livia und Juval aus der Schweiz in ihrem quietschorangenen Land Rover Defender zu uns. Bisher kannten wir die beiden nur als @roadfox aus Instagram da wir uns bis dato stets nur im Vorbeifahren begegnet waren. Umso mehr freuten wir uns darüber, die zwei wirklich netten und lustigen Schweizer nun auch persönlich kennenlernen zu dürfen. Und gegen Abend erreichte dann auch das Team von @anschnallenabfahrt wieder den Startpunkt ihrer Ecuador Rundreise so dass wir den Abend noch in gemütlicher Runde ausklingen ließen. 😊

Auf dem Campingplatz war Arbeit angesagt
Erst einmal die Rollen der Schiebetür tauschen
Dann den kaputten Bolzen ersetzen
Und auf der anderen Seite sicherheitshalber auch gleich noch das Ankerblech entfernen
Der Land Rover Defender von Livia & Juval

Da wir uns auf dem kleinen Campingplatz wohlfühlten blieben wir noch einen weiteren Tag um das Beisammensein mit unseren Freunden voll auszukosten. Nach einem gemeinsamen Frühstück hatten wir den Platz wieder für uns alleine, da die anderen noch ein paar Dinge in der Stadt zu erledigen hatten. So blieb uns Zeit für Telefonate, eine ausgiebige Dusche sowie eine Runde Yoga am Nachmittag, bevor wir uns am Abend alle wieder zu einer Pizza Session zusammenfanden. 😋 Livia hatte für alle Teig zubereitet und buk diesen in kleinen Fladen aus während wir anderen auf dem Tisch anhäuften, was Vorrats- und Kühlschränke so zu bieten hatten. Belegt wurde dann nach Lust und Laune direkt am Tisch. 🍕🍷

Immer wieder schön 🤩

Am Dienstag genossen wir noch einmal ein gemütliches Frühstück in der großen Runde bevor wir zwei uns auf den Weg in die Innenstadt von Quito machten. Da wir den Campingplatz erst gegen Mittag verlassen hatten und der bewachte Parkplatz neben der Kathedrale nur bis 17 Uhr geöffnet hatte blieben uns gerade einmal knappe vier Stunden für die Stadtbesichtigung. Mit Film- und Fotohandy bewaffnet begab ich mich, auf Grund der 4$ Eintritt, alleine in die riesengroße „Basílica del Voto Nacional“. Von außen erinnerte mich das lange Kirchenschiff mit seinen zwei hohen Glockentürmen sowie den gotischen Verzierungen ein wenig an „Notre Dame“. Ein schmuckes Highlight im Inneren sind die vielen bunten Glasfenster. Aber auch die Aussicht vom hinteren Turm hinab auf die Stadt sowie in den Innenhof der Basilika ist nicht schlecht zumal man auch auf einen der Glockentürme hinaufsteigen kann. 👍 Wieder unten bei Simon angelangt machten wir uns zu Fuß auf ins nahegelegene Zentrum welches, wie so Viele der bereits von uns besuchten, zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Auf Grund des bedeckten Himmels fanden wir die Plaza Grande, trotz der angrenzenden Kirche, dem Rathaus und dem Regierungspalast aber gar nicht sooo schön. Als sich leichter Hunger regte kehrten wir in einem typischen Lokal ein wo wir eine „Empanada de Verde“ (der Teig besteht aus grüner Banane und wird mit Käse gefüllt) sowie einen „Quimbolito“ (ein im Bananenblatt gebackener, süßlicher Mais Klos) bestellten. Als wir das Restaurant wieder verließen setzte leichter Nieselregen ein der uns die Lust auf einen weiteren Bummel durch die Gassen schnell vergehen ließ. Wir suchten in einem Café Schutz vor dem Regen und warteten bei einer Tasse heißer Schokolade bzw. einem sehr guten Cappuccino bis dieser etwas nachließ. Halbwegs trocken gelangten wir kurz darauf am Van an wo wir die Parkgebühr in Höhe von 1$/Stunde beglichen. Etwa sechs Kilometer entfernt befindet sich die grüne Lunge von Quito, der „Parque La Carolina“. Auf einem großen, 24 Stunden bewachten Parkplatz darf man dort auch übernachten. An diesen grenzt direkt der weitläufige Park an in dem sich nicht nur der botanische Garten, sondern auch eine Tartanbahn und diverse Sportflächen befinden. Wir liefen noch ein Weile durch die schöne Grünanlage bevor wir die umliegenden, von schicken Hochhäusern und Restaurants gesäumten Straßen abliefen. Schlussendlich landeten wir, ratet mal auf wessen Wunsch hin, mal wieder bei einem „Shawarma“ Laden. 😅 Der mit Hühnchen vom Spieß sowie Falafel und Gemüse gefüllte Wrap wurde mit knusprigen Pommes serviert so dass wir mit unserer Wahl zufrieden waren und mit vollen Mägen zurück zum Van liefen.

Schier unmöglich aufs Bild zu bekommen
Die bunten Kirchenfenster sind nur ein Highlight
Das Kirchenschiff ist ebenfalls beeindruckend
Aber auch die Aussicht vom Dach ist super 👍🏻
Seht ihr die Treppen links & rechts vom Turm?!
Da oben war ich!
In der Altstadt gibt’s noch einige Kirchen mehr
Und bunte Häuser
Regen lässt sich definitiv schlimmer aussitzen 😉
Auf dem Rückweg zum Van ist es schon wieder trocken
Man kann schlechter stehen als vor so einem Park

Trotz der nahen Avenida war die Nacht erstaunlich ruhig und erst gegen sieben Uhr morgens nahmen wir den Verkehr wahr. Da wir die Hauptstadt Ecuadors, die nur 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2.850 Meter hohen Becken der Anden liegt, noch nicht gänzlich erkundet hatten fuhren wir nach einer Tasse Kaffee noch einmal auf den bewachten Parkplatz neben der Kathedrale. Nach La Paz in Bolivien ist Quito die zweithöchste Hauptstadt der Welt aber im Vergleich zum chaotischen La Paz ging es in der 2,7 Millionen Metropole Quito doch sehr gemächlich zu. Wir liefen noch einmal über die Plaza, die im Licht der Sonne nun einiges hübscher aussah, ins Viertel „La Ronda“. Dort gab es nicht nur bunte Kolonialhäuser sondern auch poppige Streetart. Nur ein nettes Frühstückslokal konnten wir irgendwie nicht ausfindig machen so dass wir, mit knurrenden Mägen, kurz nach 12:00 Uhr in einem sehr gut von Einheimischen besuchten Lokal Platz nahmen. Für gerade einmal 2,50$ wurde uns hier ein Menü bestehend aus pikanter Suppe mit Garnelen sowie Gemüse, Reis mit Calamari in feiner Sauce und dazu noch ein Getränk serviert. 👍 Mit deutlich besserer Laune als zuvor gingen wir von dort aus noch einmal zurück in die Markthalle, wo wir uns mit viel frischem Obst eindeckten. Da am Folgetag die Abholung unserer neuen Drohne bei der Familie von Jessica anstand, die im Norden der Großstadt lebt, fuhren wir nach Ende unserer Sightseeingtour aus dem Stadtzentrum hinaus. Bei einem „Gran Aki“ kauften wir noch die restlichen, fehlenden Lebensmittel ein und tatsächlich erschienen uns die Preise dort etwas günstiger als die Male zuvor im „Supermaxi“. In der Nähe von Jessicas Onkel konnten wir leider keinen geeigneten Stellplatz für die Nacht ausmachen weswegen uns nichts anderes übrig blieb, als weitere 15 Kilometer bis zum Touristenhotspot „Mitad del Mundo“ zu fahren. Dort konnten wir ohne Schwierigkeiten auf einen hell erleuchteten, bewachten und noch dazu kostenfreien Parkplatz fahren und der freundliche Sicherheitsmann bestätigte uns, dass eine Übernachtung hier guten Gewissens möglich sei. 😊

Wir parken noch einmal an der Kathedrale
Bei besserem Wetter ist auch die Plaza schöner
Aber letztlich auch nur eine Stadt von vielen 🙈
Wobei das hier schon cool war 😜

Am Morgen wurden wir gegen 07:30 Uhr vom hinter unserem Auto stattfindenden Zumba Kurs geweckt. 😅 Nach dem Frühstück fuhren wir dann noch einmal in Richtung Quito und glücklicherweise ließen uns die Parkwächter, ausnahmsweise, auf dem Parkplatz der städtischen Einrichtung parken welcher sich direkt gegenüber dem Wohnhaus von Jessicas Oma und Onkel befand. Die beiden empfingen uns sehr freundlich und servierten uns prompt Kaffee und Cracker. Wir beglichen unsere Restschulden, welche u.a. für Zollgebühren in der Schweiz für unsere neue Drohne angefallen waren, sowie den Betrag für unser neues Mikro das sie extra für uns bestellt hatten. ♥ Außerdem überreichten wir als Dank die beiden 400g Tafeln Schokolade über welche sich Noemi und Roberto sehr freuten. Wir, oder vielmehr ich, unterhielten uns rund eineinhalb Stunden mit den beiden bevor wir ihr schön eingerichtetes Zuhause wieder verließen. Da Simon am Abend zuvor aufgefallen war, dass sich mal wieder eine Aufnahme eines hinteren Stoßdämpfers verabschiedet hatte, machten wir uns direkt im Anschluss an den Familienbesuch noch auf die Suche nach einer neuen Schraube. Diesmal war es übrigens der rechte Stoßdämpfer welcher bis dato noch keine Probleme bereitet hatte und stolze 33k Kilometer durchgehalten hatte. Im Baumarkt wurden wir erwartungsgemäß nicht fündig aber man verwies uns nur wenige Meter weiter die Straße hinauf und tatsächlich befand sich dort ein wahres Schraubenparadies! 😀 Wir kauften Schraube, U-Scheiben und Muttern gleich wieder doppelt und tauschten das defekte Teil noch an Ort und Stelle auf dem Supermarktparkplatz aus bevor wir zurück zum Stellplatz unweit des Äquators fuhren.

Besuch bei Jessicas Familie ♥️
Zurück auf dem Stellplatz unweit vom Äquator
War nett hier 😁

P.S.: Falls ihr nicht wissen solltet, was es mit unseren Schweizer Reisegefährten Jessica und Yannick auf sich hat dann schaut einfach in das nachfolgend verlinkte YouTube Video rein: 😉

Nach dem wir zwei Nächte knapp unterhalb des Äquators verbracht hatten wurde es am Freitagvormittag dann höchste Zeit das Denkmal selbst zu besuchen. Unseren Van ließen wir auf dem Parkplatz zurück da wir lediglich die Straße überqueren mussten um zum Ticket Schalter zu gelangen. Man knöpfte uns stolze 5$ Eintritt pro Kopf ab aber dafür bekamen wir auch einiges geboten. Das Gelände selbst ist sehr schön angelegt mit diversen Restaurants, netten Souvenirshops und ein paar Museen. Auch die zum Äquatordenkmal hinführende Meile ist gut gemacht wobei neueste GPS-Messungen wohl ergeben haben, dass sich der gehypte Breitengrad 0‘0‘0‘‘ in Wahrheit wohl 250 Meter weiter befinden soll. 🙈 Egal! Wir taten auf der gelben Trennlinie einfach so als ob wir mit einem Bein auf der Süd- und mit dem Anderen auf der Nordhalbkugel stehen würden. 😉 Im Inneren des Denkmals führt eine Treppe über mehrere Etagen hinauf zur Aussichtsplattform direkt unter der massiven Weltkugel und auf jeder Ebene befindet sich ein kleines, nett gemachtes sowie informatives Miniaturmuseum. Wir hatten natürlich schon zuvor im Museum in Cuenca bzw. während unseres Besuchs in Lisan Wasi viel über die verschiedenen Ethnien sowie Regionen Ecuadors erfahren. Wenn einem dieses Wissen aber fehlt, was vermutlich bei den meisten Besuchern hier der Fall sein dürfte, dann sind die 5$ Eintrittsgeld sicherlich gerechtfertigt. Nachdem wir uns sattgesehen hatten machten wir uns auf die Weiterfahrt nach „Mindo“. Der Touristenmagnet befindet sich etwa eineinhalb Fahrstunden vom Norden Quitos entfernt und punktet u.a. mit diversen Wasserfällen inmitten vom Regenwald. Aber auch für Vogelliebhaber soll Mindo ein Paradies sein, genauso wie für Schmetterling Fans. Auf halber Strecke hielten wir bei einem in der iOverladner App genannten Café an. Angeblich könne man dort gut während einer Tasse heißen Kaffees Kolibris beobachten und tatsächlich! 😍 Kaum hatten wir die Terrasse betreten sahen wir die kleinen Luftakrobaten auch schon um die Futterplätze herumschwirren. Aber auch in den unterhalbgelegenen Bäumen waren die kleinen Vögelchen fleißig am Nektar tanken. Wir schauten den Kolibris eine ganze Weile lang zu während wir unseren Snack sowie ein Heißgetränk genossen. Von dort aus fuhren wir in etwa noch einmal genauso lange wie zuvor bis wir im tropischen Mindo ankamen. Wir schlenderten noch durch das überschaubare Ortszentrum bevor wir unseren Van für die Nacht in einer ruhigen Sackgasse ganz in der Nähe abstellten.

Mitad del Mundo – Die Mitte der Welt
Sowohl im Freien als auch Drinnen gabs Museen
Schöne Wandgemälde waren auch wieder am Start
Selbst die Bäume wurden verziert 😯
Das Gelände kann sich wirklich sehen lassen 👍🏻
Vögel aus alten Autoreifen hatten wir auch noch nicht
Aber das eigentliche Highlight ist dieses hier
Ein Bein auf der Süd- und eins auf der Nordhalbkugel
Jetzt sind wir schon vom Ende zur Mitte der Welt gereist 🚐💨
Nächste Woche gibt’s dann mehr aus Mindo

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NEW BLOG POST 🇪🇨 (21. – 27.09.2023) Machas – Baños

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Nach den vielen Tagen und Wochen in den Höhen der Anden freuen wir uns sehr auf die Nazca Wüste.
Dort erwarten uns nicht nur die berühmten Scharrbilder der Nazca sondern auch tausend Jahre alte, beeindruckende Aquädukte sowie ein gruseliger Friedhof auf dem die ältesten Mumien der Welt zuhause sind. Und dann sind da noch die mächtigen Sanddünen der Oase Huacachina. 🐫🌴
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Trotz Warnleuchte erreichten wir am Donnerstag ohne Schwierigkeiten das schwül-warme, von tropischem Regenwald umgebene Örtchen „Macas“. Das Ausklopfen des an und für sich noch passablen Luftfilters hatte leider keine Besserung gebracht so dass die Vermutung nahe lag, dass tatsächlich der Luftmassenmesser selbst defekt ist. Unser deutscher Mechaniker des Vertrauens ermutigte uns jedoch zur Weiterfahrt und meinte, wir kämen mit dem technischen Problem ohne Schwierigkeiten etliche hundert Kilometer. Am Ortsende fanden wir auf dem Parkplatz unterhalb des Stadtparkes einen netten Stellplatz. Den restlichen Tag nutzten wir zum Arbeiten, da es in der Kleinstadt ein Café mit hervorragendem Internet geben sollte in welchem wir am Folgetag die fertigen Werke hochladen wollten. Das Zirpen der Insekten wurde gegen Abend immer lauter und nur von Andrea Bocelli unterbrochen. Ich weiß nicht, wie viele Male wir an diesem Abend die Akustikversion von „Time To Say Goodbye“ hörten. 😅 Vermutlich konnte man das Lied, passend zum Takt eines Wasserspiels nebenan, auf Knopfdruck oder gegen Bares aktivieren woran die Bevölkerung scheinbar großen Spaß hatte.

Irgendwas ist immer 😅

Am nächsten Morgen steuerten wir direkt das „Café NAAM“ an und tatsächlich waren wir bereits beim Betreten des Lokals sehr vom Ambiente angetan. Auch das WLAN war, wie erhofft, richtig schnell so dass wir uns für je 4$ ein leckeres Frühstück bestellten. Dieses beinhaltete neben einer Tasse Cappuccino und einem Glas Saft je eine Scheibe Avocado- sowie eine Scheibe Erdnussbutter Toast plus eine große Portion Rührei mit Spinat, Schinken und Champignons. 👍 Als den beiden Laptops der Saft ausging zogen wir uns für eine kleine Mittagspause in den Van zurück. Unsere europäischen Stecker hatten leider nicht in die Dosen des Cafés gepasst und einen passenden Adapter hatten wir nicht dabei. Da das Café über Mittag jedoch sowieso für zwei Stunden seine Pforten schloss kam uns die Pause gar nicht so ungelegen. 😉 Pünktlich zur Wiederöffnung um 16:30 Uhr kehrten wir zurück und schafften es bis zum Abend tatsächlich, alle Uploads inklusive Beschreibungen etc. fertigzustellen. Zur Belohnung und als Dank an die Cafébetreiber gönnten wir uns dort noch ein Abendessen. Auch die Wraps standen dem Frühstück in nichts nach so dass der Tag rundum gelungen war.

Erst Kaffee im Van und dann ab an die Arbeit 👩‍💻
Welch leckeres Frühstück
Abendessen war auch gut 😛

In den tropischen Gefilden, in welchen wir uns befanden, regnete es tatsächlich immer wieder mal kurz. Der Regen bringt hier jedoch keine Abkühlung sondern führt nur noch zu mehr Schwüle welche wiederum zu weiteren Regenschauern führt. So wie es sich für einen ordentlichen Regenwald nun einmal gehört! 😅 Die Yogaeinheit fiel aufgrund dessen aus aber da mich seit dem Vorabend sowieso Unterleibsschmerzen plagten war das möglicherweise auch besser so. Bevor wir uns auf die Weiterreise begaben frühstückten wir noch im Van und führten einige Telefonate. Seit langem auch mal wieder mit allen engen Freunden auf einmal was richtig schön war. 😍 80 Kilometer später erreichten wir am frühen Abend das „Balneario Indilliama“. Das Naturbad liegt direkt am „Río Puyo“ welcher hier zum Baden zu einem kleinen Becken aufgestaut wird. Zu diesem gehört neben einem großen Restaurant (mit sehr lauter Musik) auch ein Sanitärbereich mit Toiletten und kalten Duschen. Ähnlich wie in dem Bad in „Bonito“ in Brasilien gab es hier ebenfalls die großen Strohsonnenschirme inklusive Tisch und Stühlen. Wir parkten unseren Van direkt neben einem dieser Schirme und kamen schnell mit den zwei ecuadorianischen Familien am Nachbartisch ins Gespräch nachdem sie uns netterweise eine Dose kaltes Bier sowie Banane und Fleisch vom Grill offerierten. Welch nette Geste! Wir fühlten uns unweigerlich an die vielen, schönen Begegnungen in Argentinien zurückerinnert und zum ersten Mal konnte ich eine richtig lange sowie sehr flüssige Unterhaltung auf Spanisch führen. 😃 Zum einen, weil das Spanisch in Lateinamerika besser wird je weiter nördlich man kommt aber auch, weil nach über einem Jahr Reise meine Kenntnisse ganz passabel sind. Als unsere Bekanntschaft sich verabschiedet hatte nutzten wir noch die letzte Glut auf dem von ihnen verwendeten Grill, um darauf unser restliches Ofengemüse zu wärmen sowie zwei unserer Chorizos zu grillen. 🔥

Balneario Indillama
Stellplatz mit Sitzgelegenheit & Grill 🍖
Dschungel Feeling

Sonntagvormittags war auf dem Gelände kaum etwas los so dass wir in aller Seelenruhe im Freien mit Blick aufs Wasser und den dahinterliegenden Urwald frühstücken konnten. Selbst das WLAN-Passwort des Restaurants wurde uns, wie alles andere, kostenfrei zur Verfügung gestellt so dass wir sogar noch ein paar Nachrichten auf den Smartphones abrufen konnten. Gegen Mittag begaben wir uns dann zu Fuß, zusammen mit einer fünfköpfigen Familie aus Chile welche ebenfalls in einem Wohnmobil unterwegs war, zur nahegelegenen indigenen Gemeinde „Lisan Wasi“. Nach dem wir die lange Hängebrücke überquert und ca. einen Kilometer durch den Regenwald gelaufen waren erreichten wir das kleine, abgeschiedene Paradies. In der seit acht Jahren existierenden Kommune leben sechs Familien, die sich dem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Hier kann man einige Tage in schönen Bambushütten mitten in der Natur verbringen oder, so wie wir, auf eine Stippvisite vorbei schauen. Der junge „Ariel“ empfing uns mit einer Schale Kräutertee und nach dem er uns einiges über den Ort erzählt hatte wurden unsere Gesichter Stammestypisch bemalt. 😅 Anschließend führte er uns über das hübsche Gelände, erläuterte uns zahlreiche Heilpflanzen, zeigte uns die Kunst des Pfeilgiftschießens welches auch wir ausprobieren durften. Es ist gar nicht so schwer wie man vielleicht denkt und mit ein wenig Übung hat man den Dreh sicher schnell raus. Auch eine kleine Tarzan Schaukel durften wir nutzen bevor er und „Sophia“ uns noch ein traditionelles Lied vorsangen. Unübertroffenes Highlight war jedoch das kleine Affen Mädchen „Lisa“. Das kleine Äffchen klammerte sich bereitwillig an einen und krallte sich mit Vorlieben an den Haaren fest. 🥰 Wobei ich es tatsächlich fragwürdig finde ein Tier als Magnet für Touristen zu verwenden aber funktionieren tut es ohne Zweifel. Wer kann schon einem solch süßen Tierbaby widerstehen! Auch zwei zahme, blau gelbe „Macau“ leben auf dem Gelände und posieren ganz selbstverständlich für Fotos mit einem… Die Einwohner bauen nebenbei auch Nutzpflanzen an, darunter Kakao aus welchem sie sehr feine, völlig naturbelassene Schokolade herstellen. Nachdem wir diese verkostet und als gut befunden hatten kauften wir für 2$ eine Tafel und auch die 5$ pro Kopf für die etwa eineinhalbstündige Tour fanden wir sehr fair. 👍 Wieder am „Balneario“ angelangt gönnten wir uns im Restaurant ein erfrischendes Eis denn seit geraumer Zeit ließ sich auch die Sonne blicken welche die Temperatur gefühlt um ein Vielfaches in die Höhe schnellen ließ. Entsprechend viele, lokale Ausflügler hatten sich an diesem Sonntag mittlerweile für ein erfrischendes Bad eingefunden aber auch der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal regnete es nicht nur länger sondern auch heftiger was tatsächlich ein wenig Abkühlung mit sich brachte. Während Simon nach dem Schauer einen Sprung ins Wasser wagte wusch ich meine Haare unter der Dusche. Das Wasser war zwar wie schon gesagt kalt aber bei den Außentemperaturen war dies nicht weiter tragisch. Und am Spätnachmittag schenkte man uns erneut diverse Leckereien vom Grill welche wir uns später am Abend neuerdings auf der restlichen Glut wärmen konnten. 🙃

Erstmal Frühstück 🥣
Dann ging’s über den Fluss…
…mitten durch den Regenwald
Give me a kiss 💋
Zur Gemeinde Lisan Wasi
Dort wurden wir mit Tee begrüßt 🍵
Und anschließend bemalt 😅
Ariel erklärte uns die verschiedenen Heilpflanzen
Und zeigte uns das Pfeilgiftschießen
Ganz schön lang so ein Blasrohr 😳
Die kleine, süße Lisa 🥰
Ein Ständchen wurde auch noch gesungen
Danke Ariel – schön war’s!

Die neue Woche begann mit einem sehr heftigen sowie lange andauernden Regenschauer weswegen wir den Stellplatz am Fluss deutlich später als geplant verließen, nämlich als der Regen gegen Mittag aufhörte. Von dort aus fuhren wir noch ein paar Kilometer weiter die schmale Asphaltstraße entlang bis wir an einer kleinen, privaten Kakao Farm angelangten. Sofort wurden wir freundlich von den Inhabern empfangen welche sich sogleich daran machten, uns den gesamten Kakao Prozess zu erklären. Von der Frucht bis hin zum fertigen Kakao Produkt. Auf ihrem etwa 2ha großen Gelände gedeihen rund 2.000 Kakaobäume und jede Frucht enthält ca. 30 bis 40 Kakaobohnen. Die Bohnen werden sechs bis acht Tage lang in der Sonne getrocknet und dann beginnt der Röstprozess auf offenem Feuer welcher uns live demonstriert wurde. Unter ständigem Wenden werden die Kakaobohnen ca. 20 Minuten lang geröstet. Anschließend wird per Hand die Schale entfernt wobei wir ebenfalls helfen durften. Danach werden die noch lauwarmen Bohnen gemahlen und auch hier durfte sich Simon am Fleischwolf betätigen. Heraus kommt, dank des enthaltenen Kakao Öls, eine cremige und lecker duftende Kakaopaste. Diese wird mit einem Löffel verfestigt und zu einem großen, flachen Rechteck gepresst. Am Ende wird das Ganze kurz auf den Tisch geschlagen damit sich das Kakao-Öl gut verteilt was leicht an der daraufhin glänzenden Oberfläche zu erkennen war. Bereits nach zwei bis drei Minuten im Gefrierfach ist die naturbelassene Kakao Masse fest und gebrauchsfertig. Nachdem wir dieser sehr interessanten Demonstration beiwohnen durften ging es an die Verkostung. Aus den verbliebenen Schalen der Bohnen wird ein Tee hergestellt welcher mit einem Schuss Limettensaft verfeinert wird. Wahrscheinlich schmeckte er deshalb eher nach Zitrus als nach Schokolade aber sehr lecker war er definitiv! Dazu gab es eine knusprige Yucca Tortilla mit Käsefüllung und selbstverständlich ein Kännchen heiße Schokolade. Pro Tasse werden übrigens etwa 5 Kakaobohnen benötigt (in Form der gepressten Masse). Bei deren Zubereitung ist es unabdingbar, die Kakaomasse zuerst in heißem Wasser zu schmelzen damit sich das darin enthaltene Fett lösen kann. Erst dann darf man Milch zugeben. Würde man versuchen den Kakao direkt in Milch aufzulösen, so wie ich letztes Mal mit dem auf dem Salkantay Trek gekauften Kakao, dann würde sich beides nicht richtig miteinander vermischen. Nun weiß ich Bescheid und kann es beim nächsten Mal richtig machen. 😉 Für all das verlangte die Familie gerade einmal 2 USD pro Kopf weshalb wir gerne ein bisschen Trinkgeld dazu gaben. Wir fuhren die Straße wieder zurück, erneut vorbei am „Balneario“ in Richtung „Baños“. Die Straße dorthin wird auch die „Wasserfall Route“ genannt weil sich hier, mal wieder, ein Wasserfall an den Anderen reiht. Gegen 16:30 Uhr kamen wir an der „Cascada Encanto del Rocío de Machay“ an. Da es schon recht spät war erkundigten wir uns, ob wir auf dem dazugehörigen Parkplatz übernachten dürften. Die Frau hatte nichts einzuwenden und gegen einen kleinen Obolus von 1,50 USD p.P., welcher der Gemeinde zugutekommt, machten wir uns noch auf den Weg zum Wasserfall. Wegen des vorangegangenen Regens war der Weg bergab recht schlüpfrig und wie geahnt setzte es mich einmal kurz auf den Allerwertesten. Glücklicherweise konnte ich unversehrt weiter bis zur Kaskade gehen. Diese hatte ordentlich Wasser zu bieten und die Gischt des 80 Meter hohen Wasserfalls sprühte bis zu uns und der Aussichtsplattform herüber. Wir gingen noch einige Meter weiter durch den Regenwald bis zu einer Hängebrücke von wo aus wir auch noch den unteren, 20 Meter hohen Fall sehen konnten. 🙃

Auf der Kakao Farm
Noch nicht erntereife Kakao Frucht
Schöne Papageien gab es dort auch 🦜
Die Bohnen werden auf offenem Feuer geröstet
Anschließend von der Schale befreit
Dann gemahlen
Pure Kakao Masse
Kurz schütteln, abkühlen – fertig ✅
Dann ging’s an die Verkostung
Schokolade macht glücklich ☘️
Schöner Stellplatz beim Wasserfall

Wir schliefen richtig gut auf dem Wanderparkplatz und hatten das Gefühl, dass die Temperaturen etwas angenehmer da weniger schwül als zuvor im Amazonasbecken waren. Am nächsten Tag lachte sogar seit längerem mal wieder die Sonne von einem azurblauen Himmel. 😎 Nach dem Frühstück verließen wir den angenehmen Stellplatz um nur wenige Kilometer weiter, am Eingang zu einem der berühmtesten Wasserfälle rund um Baños, bereits wieder anzuhalten. Der Weg hinunter zum „Pailón del Diablo“ war bestens angelegt und so erreichten wir kurz darauf das Tickethäuschen. Nach dem wir pro Person 2 USD entrichtet hatten bogen wir um die Ecke von wo aus das Donnern des 80 Meter hohen Wasserfalls bereits deutlich hörbar war. Simon Adlerauge entdeckte auf dem Weg dorthin sogar noch eine hervorragend als Ast getarnte Stabschrecke. 😃 Wir näherten uns den Wassermassen und die Gischt erzeugte einen schönen Regenbogen. Auf allen Vieren krabbelten wir durch eine schmale Öffnung in der Felswand und plötzlich standen wir direkt vor dem gewaltigen Vorhang aus Wasser. 😮 Nach kurzer Überlegung entschloss ich mich, als Erste hinter diesem durchzugehen. Wohl wissend, dass ich dabei sicherlich nass werden würde. Da wir jedoch auf der anderen Seite Leute sehen konnten schlussfolgerten wir, dass sich der Weg fortsetzen und wir an einem anderen Ausgang herauskommen würden. Dies erwies sich allerdings als Trugschluss! Kaum hatte ich mich hinter dem Wasserfall durchgezwängt stand ich vor einer Wand aus Fels – es gab kein Weiterkommen! Blitzschnell machte ich kehrt und schaffte es, nur leicht nass wieder zu Simon zurückzukehren. 😅 Somit liefen wir denselben Weg, den wir gekommen waren, wieder zurück zum Auto. Der nächste Stopp war nur ein Katzensprung entfernt, natürlich wieder an einem Wasserfall! Das Highlight war nicht die Kaskade selbst sondern der Weg dorthin. Diesmal ging es mit einem „cable car“ in Form eines großen Korbes aus rotem Stahl hinüber auf die andere Seite zur „Cascada Manto de la Novia“. Am Stahlseil hängend überquerten wir die Schlucht und flogen über den unten im Canyon fließenden Fluss hinweg auf den Wasserfall zu. Wie cool war das denn bitte! Fast ein bisschen wie Zip Line. 🙃 Auf der anderen Seite angelangt gab es nicht wirklich viel zu sehen so dass wir nach einem kurzen Abstecher an den Fluss auf gleichem Wege zum Parkplatz zurückschwebten. Kurz vorm Ortseingang nach Baños bogen wir links ab und fuhren fast 800 Höhenmeter hinauf zur „Casa del Arbol“. Dort gab es erst einmal einen kleinen Mittagssnack um uns gut für die weiteren Abenteuer des Tages zu rüsten. Für den grandiosen Park verlangte man nur einen Dollar Eintritt und dafür bekam man so einiges geboten! Vor unseren Augen breitete sich ein wunderschön angelegter Garten mit herrlichen Blumen aus. Die Aussicht auf die grünen Berge sowie hinunter ins Tal setzten dem Ganzen die Krone auf. Und als wäre das nicht schon schön genug gab es noch einige coole Schaukeln, mit denen wir weit über die Bergkanten hinaus schwingen konnten. Auch das namensgebende Baumhaus war ein Schmuckstück und an den beiden Seilrutschen hatten wir vor Verlassen der Anlage noch unseren Spaß. 🤩 Auf der Rückfahrt hinab ins Tal breitete sich dann noch ein richtig schöner Regenbogen vor uns aus. Viel besser kann ein Tag wohl kaum sein. 💛 Am Ziel angelangt fanden wir, unweit vom Zentrum, einen geeigneten Stellplatz vor einem der vielen Thermalbäder in Baños. Vermutlich verhalfen diese dem Ort auch zu seinem Namen. 😉

Erster Stopp: El Pailón del Diablo
Durch die enge Schlucht floss ordentlich Wasser 💦
Gut getarnte Stabschrecke
Welch mächtiger Wasserfall 💧
Der Weg durch die Felswand endete in einer Sackgasse
Weiter ging’s per cable car 😀
Über die Schlucht auf die andere Seite
Seht ihr den Regenbogen?
Blick auf die umliegenden, grünen Hügel
Welch hübscher Garten 😍
Die „Casa del Arbol“
HUI 😁
Die Seilrutsche war auch nicht schlecht
Zum Abschluss noch mal ein Regenbogen 🌈

Der Mittwoch war ähnlich schön wie der Tag zuvor. 👍 Nach dem wir am Vortag, nach einem Telefonat meinerseits mit einer Renault Werkstatt in Quito, erfahren hatten dass es das benötigte Ersatzteil weder in Ecuador noch in Kolumbien geben würde hatten wir uns an die diversen Overlander WhatsApp Gruppen gewandt. Tatsächlich meldete sich an diesem Morgen „Hans“, der deutsche Besitzer eines recht bekannten Campingplatzes in Ecuador. Wie es der Zufall so wollte befand er sich gerade in seiner Heimat Bergisch-Gladbach und würde in einer Woche wieder zurück nach Ecuador fliegen. Er erklärte sich sofort dazu bereit uns den Luftmassenmesser mitzubringen. Besser geht es wohl kaum. 😍 Sofort bestellten wir in einem Autoteile Shop den benötigten Sensor an seine deutsche Adresse. In schätzungsweise zwei Wochen werden wir diesen dann in der „Finca Sommerwind“, auf unserem Weg nach Kolumbien, einsammeln können. Aber das war noch nicht alles… Hatte uns gestern doch die sehr ernüchternde Antwort auf meine Verschiffungsanfrage bei der „Overlander Embassy“ erreicht die einen irrwitzigen Preis von 4.913 $ für die Verschiffung plus weitere 800 $ für die Einfuhr in Panama verlangten. Wohlgemerkt für einen Seeweg von nur einem Tag!!! 😰 Dies bezog sich außerdem auf eine RoRo (roll-on / roll-off) Verschiffung die ich gar nicht angefragt hatte. Scheinbar hatte sie mir die Containerverschiffung auf Grund unserer Maße nicht angeboten. Jedoch wissen wir ja bereits aus Erfahrung, dass wir mit sehr niedrigem Luftdruck in unseren Reifen in den 40‘ high cube Container hineinpassen. Auf erneute Nachfrage meinerseits nach dem Containerpreis erhielt ich dann einen Kontakt zu einer Agentin namens „Ana“ die uns den Tag mit ihrem Angebot weiter versüßen sollte: 1.500 $ in Kolumbien sowie weitere 550 $ in Panama klangen definitiv anders und entsprachen eher unseren Vorstellungen bzw. unserem Budget. Mit all den guten Nachrichten im Gepäck machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu einer der zahlreichen Thermen. Die ersten beiden hatten wochentags leider geschlossen aber bei Numero drei hatten wir dann Glück. 😅 Die Anlage war schon etwas älter, lag dafür aber malerisch direkt unter einem – wie könnte es anders sein – Wasserfall! Die beiden Becken mit 42°C waren unerträglich heiß aber in dem Größeren mit 38°C hielten wir es eine gute halbe Stunde lang aus. Das Frischwasserbecken wiederum war eisig kalt so dass wir uns nach dem Bad direkt unter die Dusche begaben. Nach dem wir unsere Badesachen wieder am Van abgeladen hatten deckten wir uns in der Markthalle noch mit frischem Obst und Gemüse ein. Und zur Feier des Tages kehrten wir anschließend in einem Lokal für Einheimische ein wo wir eines der besten Mittagessen unserer bisherigen Reise serviert bekamen. 😋 Schmackhaft und noch dazu günstig, was will man mehr! Nur leider habe ich vor lauter Freude an diesem Tag kein einziges Foto geschossen weswegen ich euch meinen leckeren Fisch gar nicht zeigen kann. 🙈 Am Mittag fuhren wir dann noch ein paar Kilometer weiter bis nach „Latacunga“ wo wir unsere Shoppingtour vom Mittag in einem Supermarkt fortsetzten. Vom Parkplatz aus hatten wir eine großartige Sicht auf den schneebedeckten, rauchenden Vulkan „Cotopaxi“. Dieser ist mit 5.897 Metern Höhe einer der höchsten, aktiven Vulkane der Erde und sein Kegel entspricht wohl dem absoluten Idealbild. In der Sprache der Indio bedeutet „Cotopaxi“ übrigens Hals des Mondes. Scheinbar sieht es bei Vollmond so aus, als säße dieser direkt auf dem Krater und wie es der Zufall so will haben wir morgen Vollmond! 🙃 Vielleicht bleibt uns die Glückssträhne ja noch ein wenig erhalten. Ob uns dieser Anblick vergönnt sein wird und wie u.a. unsere Wanderung um den Kratersee „Laguna Quilotoa“ war erfahrt ihr dann nächste Woche.

SORRY 😅

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NEW BLOG POST 🇪🇨 (13. – 20.09.2023) Loja & NP Podocarpus – Cuenca & NP Cajas

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Zum ersten Mal in unserem Leben begeben wir uns auf einen mehrtägigen Trek. Da wir uns nicht sicher sind, ob und wie gut wir die Strapazen des Salkantay Treks hin zum Machu Picchu meistern werden entscheiden wir uns für eine geführte Tour. Mit unserer kleinen Gruppe haben wir eine richtig gute Zeit und die luxuriösen Unterkünfte am Abend entschädigen für die manchmal doch recht anstrengenden Tagesetappen. Immerhin gilt es, in nur vier Tagen stolze 75 Kilometer und rund 3.000 Höhenmeter zu bewältigen! 😲
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Peru bereitete uns einen wunderschönen Abschied und wir genossen die zwei letzten Tage am Strand sehr. 🏝 Gleichzeitig freuten wir uns aber auch auf Ecuador: Was uns in Land Numero acht unserer Reise wohl alles erwarten würde? Auf unserer inneren Landkarte war Ecuador ein weißer Fleck und so machten wir uns am Mittwochmittag völlig unvoreingenommen auf den Weg zur Grenze. Bis wir den richtigen Grenzposten gefunden hatten dauerte es ein Weile aber so konnten wir unsere restlichen zehn peruanischen Soles, auf der falschen Seite, noch in zwei Eis investieren. 😅 Wenig später standen wir dann auf der richtigen Seite der Grenze und das Prozedere ging, wie immer, völlig problemlos von statten. Bei der Einreise nach Ecuador finden erfreulicherweise auch keine Lebensmittelkontrollen statt. Des Weiteren benötigt man keinerlei Versicherung fürs Auto. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Von „Arenillas“ aus machten wir uns auf den Weg in Richtung „Loja“ da die Beschreibung des dortigen Nationalparks richtig gut klang und wir große Lust hatten, seit langem mal wieder im Nebelwald zu wandern. Kaum waren wir im neuen Land angelangt änderte sich die Landschaft, wie so häufig bei unseren Grenzüberquerungen, mal wieder schlagartig. Die karge und trockene Einöde war plötzlich gar nicht mehr karg und öd sondern quoll förmlich über vor sattem Grün. Wir fühlten uns unweigerlich, nicht nur wegen der Gelb blühenden „Ipe“ Bäume, unweigerlich nach Brasilien zurückversetzt. Auch die Straßen und Häuser waren plötzlich in deutlich besserem Zustand als zuvor in Peru oder Bolivien was uns ebenfalls an Brasil erinnerte. An der ersten Autobahnmautstelle machten wir dann direkt die erste, nette Begegnung mit einem Ecuadorianer. Da die hiesige Landeswährung seit einiger Zeit der USD ist und wir noch im Besitz einiger 100$ Noten waren mussten wir nicht sofort Bargeld besorgen. Jedoch wollte bzw. konnte die Dame im Mauthäuschen mit unserem 100$ Schein herzlich wenig anfangen. Und hinter uns hatte sich natürlich schon eine lange Schlange an wartenden Autos gebildet. 🙈 Zurücksetzen, um zum Geldwechsel zur unweit gelegenen Tankstelle zu gelangen, war somit leider unmöglich. Freundlicherweise kam uns der Autofahrer hinter uns zu Hilfe und schenkte uns eine ein Dollar-Münze. Nach dem das erste Hindernis überwunden war ließ das zweite jedoch nicht lange auf sich warten… Da Diesel in Ecuador extrem günstig ist (0,45 €/Liter) hatten wir kurz vorher in Peru nur noch das Nötigste getankt. Die erste Tankstelle in Ecuador hatten wir beim Vorbeifahren leider übersehen und die Zweite hatte im Moment keinen Diesel! 😲 Wir fuhren erst einmal weiter, bemerkten dann aber relativ bald dass wir die 70km bergauf bis zum nächsten Tankrüssel definitiv nicht schaffen würden. Und unser Ersatzkanister war natürlich leer. Notgedrungen wendeten wir, fuhren rund 30km zurück bis zur Straßengabelung um der anderen Straße zu einer nähergelegenen Tankstelle zu folgen. Im dichten Nebel rollten wir mit den allerletzten Tropfen Sprit ein und zu unserer großen Freude konnte man uns hier mit Diesel versorgen. 🙃 Da es zwischenzeitlich bereits dunkel geworden war begaben wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Auch hier kamen uns sofort zwei nette Einheimische zu Hilfe so dass wir wenig später beim Krankenhaus einen guten Platz für die Nacht fanden.

An der ecuadorianischen Grenze
Das neue Land empfängt uns herzlich

Gut ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Morgen auf die Weiterreise. Auf Grund des Tankmalheurs waren wir von unserer ursprünglichen Route abgewichen. Da wir keine Lust hatten, noch einmal bis zur Weggabelung zurückzufahren, steuerten wir weiter geradeaus in die vom Navi vorgegebene Richtung. Anfangs war die Straße auch noch gut geteert jedoch mündete sie nach einer Weile in eine Schotterpiste. Dieser mussten wir für rund 40km folgen bis wir im Wallfahrtsort „Reina del Cisne“ endlich wieder auf eine Asphaltstraße stießen. Da wir jedoch zeitig losgefahren waren trafen wir noch am frühen Nachmittag in der Großstadt „Loja“ ein wo wir uns erst einmal eine neue SIM-Karte besorgten. Nach einigem hin und her konnte diese dann auch mit unserem deutschen Pass aktiviert werden. 👍 Danach verließen wir die Stadt auch schon wieder da es noch ca. 70 Kilometer bis zum Wanderparkplatz zu fahren galt. Es ging stetig bergab, mitten hinein in den grünen Nebelwald und bereits von der Straße aus konnten wir etliche Wasserfälle sehen. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir dann unser Ziel wo wir mit den Geräuschen des Waldes einschliefen.

Im Regenwald angekommen
Ruhiger Stellplatz

Wie es sich für einen ordentlichen Regenwald gehört hatte es nachts immer mal wieder leicht geregnet. 🌧 Als wir aufstanden war der Spuk aber schon wieder vorüber so dass wir die Wanderung nach dem Frühstück wie geplant starten konnten. Es ging mitten hinein in den satt grünen Nationalpark „Podocarpus“, welcher seinen Namen den hier wachsenden Steineiben verdankt. 40% der hier heimischen Pflanzen sind endemisch und existieren wohl nirgendwo anders auf der Welt. Darüber hinaus gibt es 600 verschiedene Arten an Vögeln und auch Tapire, Pumas sowie Bären sollen hier leben. Nach dem wir uns beim Ranger registriert hatten machten wir uns auf den Weg zu einem 30 Meter hohen Wasserfall. Außer zwei lustigen Raupen und einigen schönen Schmetterlingen konnten wir in dem dichten Grün jedoch kaum mehr Tiere außer dem ein oder anderen Vogel ausmachen. 🐦 Wir liefen noch rund drei Kilometer weiter durch den Wald bis wir an einer maroden Holzbrücke angelangten. Dort machten wir kehrt und fuhren anschließend dieselbe Strecke wieder nach „Loja“ zurück. Die Neugierde sowie die Lust auf Tortillas am Abend trieben uns in den ersten Supermarkt entlang des Weges. Die Auswahl erschlug uns fast und tatsächlich konnte man hier so gut wie alles käuflich erwerben. Sogar Dosenbier von Oettinger, Dosentomaten von Mutti und Schokolade von Ritter Sport. 😍 Jedoch ähnelten die Preise auch hier, wie in fast jedem Land bisher, denen deutscher Supermärkte. Kurz vor 16:00 Uhr erreichten wir dann den oberen Eingang des Nationalparks. Die Einfahrt war bereits mit einer Kette verschlossen, jedoch war der Ranger noch vor Ort und nach dem wir uns auch hier ordnungsgemäß registriert hatten ließ er uns freundlicherweise sogar noch passieren. Und das obwohl der Park eigentlich schon um 15:00 Uhr seine Pforten schließt! Wir holperten noch rund acht Kilometer den Berg hinauf bis wir den Parkplatz auf fast 3.000 Metern üNN erreichten. Der Vorherige lag übrigens fast 2.000 Meter tiefer. Was für ein krasses Gefälle innerhalb des Parks! Wie erwartet waren wir die Einzigen auf dem Wanderparkplatz so dass einer ruhigen Nacht nichts im Wege stand. 😴

Grüner geht’s nicht
Am Wasserfall angekommen
Blattschneide Ameisen 🐜
Oettinger – Preis 2,50 €/Dose 😳

Der Temperatursturz war, vermutlich auf Grund des Höhenunterschiedes, enorm. Am Tag zuvor liefen wir noch mit kurzer Kleidung im schwül-warmen herum und nun hatten wir auf einmal wieder die warme Jacke sowie die Mütze an! 😮 Völlig verrückt… Entsprechend unmotiviert waren wir, uns auf eine fünf Kilometer lange sowie mitunter steile Wanderung zu begeben. Zumal uns überhaupt nicht klar war, was wir von dort aus würden sehen können. Da die Wolken immer noch tief hingen vermutlich nicht viel weswegen wir uns für die beiden kurzen Loops durch den üppig grünen Wald entschieden. Anschließend machten wir es uns, passend zum leichten Nieselregen, am Nachmittag mit einer Tasse heißer Schokolade im Van gemütlich. ☕ Netterweise hatte uns der Nachtwächter am Abend zuvor ganz unaufgefordert das WLAN-Passwort vom Refugio mitgeteilt so dass wir in der Abgeschiedenheit sogar Netz hatten und die top gepflegten Toiletten standen uns die ganze Zeit über ebenfalls offen. 👍

Stellplatz Nr. 2 im Nationalpark
Richtig kalt 🥶
Riesen Schmetterling 🦋

Am nächsten Morgen ließ sich dann auch die Sonne wieder blicken aber wir machten uns dennoch, mit einem fertiggestellten YouTube Video in der Tasche, auf die Weiterfahrt nach „Cuenca“. Dank der gut ausgebauten Panamericana benötigten wir für die 250 Kilometer nur rund drei Stunden so dass wir bereits am späten Mittag in der 300k Einwohner zählenden Stadt ankamen. In der Nähe eines großen Stadtparks fanden wir, in bester Gesellschaft von einigen weiteren Overlandern, einen geeigneten und noch dazu bewachten Parkplatz. Von dort aus war es fußläufig nicht einmal weit bis zum kostenfreien, ethnografischen Museum „Pumapungo“. Im Erdgeschoss gab es neben antiken Keramikfunden auch sehr süße und extrem liebevoll gestaltete Miniatur-Häuser zu sehen. Diese stellten die unterschiedlichen Lebensräume bzw. Lebensformen innerhalb Ecuadors da, vom Amazonas bis zum andinen Hochland in welchem sich auch die UNESCO Welterbe Stadt Cuenca befindet. Die wahren Highlights warteten dann im Obergeschoss auf uns in Form von bunten Faschingsmasken, den dazugehörigen Kostümen sowie der Darstellung der diversen Ethnien in voller Lebensgröße. Wie ihr wisst sind wir keine großen Museumsgänger aber dieses können wir guten Gewissens empfehlen. 👍 Auf dem Weg in die historische Altstadt kamen wir an der tollen Bäckerei „Taita“ vorbei und auch diese können wir wärmstens empfehlen. Hier gab es nicht nur allerlei süßes sowie herzhaftes Gebäck aus Blätterteig sondern auch Brot sowie Brötchen aus Vollkornmehl. Sogar Sauerteigbrot hätte man hier käuflich erwerben können! Und teuer war unsere Kaffeepause auch nicht: Für drei Blätterteigteilchen sowie zwei Kaffees bezahlten wir gerade einmal 3,50 €. 😃 Frisch gestärkt liefen wir weiter ins Zentrum, vorbei an vielen Kirchen und einigen hübschen Fassadenmalereien. An diesem Sonntag wirkte die Innenstadt recht ausgestorben so dass wir die hübschen Kolonialgebäude in Ruhe genießen konnten. Auch die Kathedrale mit ihren blauen Kuppeln war von der Plaza de Armas aus ein imposanter Anblick. Nur leider hatte die Aussichtsplattform sonntags geschlossen. Auch die Markthalle hatte widererwarten nicht, oder nicht mehr, offen aber uns war sowieso klar, dass wir am Montag noch einmal wiederkommen würden.

Neben tollen Keramikfunden…
…überzeugten die Miniaturen
So liebevoll & detailreich 😍
Die schwarz-weiß Fotos waren ebenfalls cool
Simon in der Faschingsabteilung 😅
Holzmaske
Richtig schön gemacht
Kultur macht hungrig 😂
So schicke Cafés gab es in Peru & Bolivien selten
Nutella Croissant 🥐
Vollkornbrot 🍞
Die Zimtschnecken waren fantastisch 🤩
Im historischen Zentrum von Cuenca
Unendlich viele Kirchen ⛪️

Erfreulicherweise herrschte in der Nacht nicht viel Verkehr in der Straße in der wir campierten und wir konnten uns am nächsten Morgen gut ausgeschlafen noch einmal ins Zentrum begeben. Cuenca ist übrigens die drittgrößte Stadt des Landes und, anders als der Name vermuten lässt, hat hier auch der Panama-Hut seinen Ursprung. Uns stand der Sinn aber nicht nach Hüten sondern nach Frühstück weshalb wir im vom Reiseführer angepriesenen Café „Nucallacta“ einkehrten. Simons bestelltes Sandwich entpuppte sich zwar als Burger und die Beilagen meiner herzhaften Waffel sahen auch etwas anders als beschrieben aus aber schmackhaft war zum Glück beides. 😋 Wenngleich es leider nicht zeitgleich serviert wurde. Nach einer netten Unterhaltung mit zwei anderen Reisenden machten wir uns dann auf zur am Vortag geschlossenen „Terraza Santa Ana“. Die Aussicht auf die schönen Kuppeln der Kathedrale war von dort aus leider gar nicht so schön wie erwartet da man relativ nahe an Selbigen dran war. Möglicherweise wäre die Roof Top-Bar eines Hotels gegenüber doch die bessere Wahl gewesen. 🤷‍♀️ Wir schlenderten weiter durch die nun deutlich belebteren Straßen bis zum Mercado wo uns diesmal ein wahres Obst- und Gemüseparadies erwartete. Nach dem wir uns in der oberen Etage noch einen Kokosnuss- bzw. Brombeermilchshake gegönnt hatten begutachteten wir die üppigen Auslagen der Stände und kauften etliches ein. Auf dem Rückweg zum Van entschieden wir uns spontan für einen Stellplatzwechsel und fuhren zum Campingplatz „Cabans Yanuncay“. Dieser lag etwas außerhalb des Zentrums, bot neben Duschen, einer Küche sowie WLAN auch schöne Stellplätze im Grünen und war somit deutlich ruhiger als der Vorherige. Der nette Inhaber „Humberto“ gab uns sogar noch etliche nützliche Tipps für den Nationalpark „Las Cajas“ welchen wir als nächstes ansteuern wollten und es blieb sogar noch Zeit zum Backen eines saftigen Bananen Brotes. 🍞🍌

Der berühmte Panama Hut
Die Streetart kann sich ebenfalls sehen lassen
Cuenca abstrakt 👍🏻
Erst einmal Frühstücken
😋🧇☕️
Auf der Terrasse der Kathedrale
Auch die Plaza war sehr schön
Diesmal hatten wir Glück 🍀
Leckere Fruchtmilchshakes 🥥🫐
Essen wir immer wieder gerne 😛
Falls auch ihr überreif gewordene Bananen verwerten möchtet oder einfach so Lust auf einen gesunden Kuchen, mit Vollkornmehl und Nüssen, habt dann liefere ich euch hiermit gerne das Rezeptvideo dazu 😋

Den Dienstagvormittag verbrachten wir noch auf dem Campingplatz bevor wir uns auf den Weg in den nahegelegenen „Las Cajas“ Nationalpark machten. Um des besseren Schlafes willens fuhren wir als erstes in den unteren Bereich welcher etwa auf derselben Höhe der Stadt liegt. Insofern man den Park nur tagsüber besucht muss man hierfür nichts bezahlen. Wenn man jedoch, so wie wir, die Nacht auf dem Gelände verbringen möchte dann werden pro Person 4 USD fällig. Nach dem wir die Gebühr beglichen und uns registriert hatten, stellten wir unseren Van auf dem dazugehörigen Parkplatz ab wo wir erneut auf zwei andere Camper trafen die zuvor auch schon mit uns auf dem Campingplatz gestanden hatten. 😅 Während wir Kaffee tranken und dazu unseren leckeren Kuchen aßen unterhielten wir uns noch super nett mit zwei Reisenden aus Bremen. Also eins steht fest: Sobald wir wieder in Deutschland sind MÜSSEN wir in die Hansestadt! Hier scheint uns nur tolle Menschen zu geben. 😉 Wie so oft bisher in Ecuador war der Himmel am Nachmittag bewölkt aber da es nicht wirklich nach Regen aussah absolvierten wir noch einen kleinen Spaziergang. Wir umrundeten eine der größeren Lagunen von denen es hier, kein Scherz, über 4.200 gibt. 😲 Die natürlichen Becken sind wohl ein Überbleibsel der letzten Eiszeit und auf der Landkarte sieht dies völlig verrückt aus. Der Weg war gut angelegt und führte, wie schon im zuvor besuchten Nationalpark „Podocarpus“, durch dichten grünen Wald. Es gab aber auch etliche freie Flächen von denen aus man aufs Wasser, den umliegenden Sumpf sowie das Grasland blicken konnte. Keine Stunde später waren wir dann auch schon wieder Zuhause an wo wir es uns für den Rest des Tages gemütlich machten. 🚐

Der Campingplatz glich einem Museum
Nette Gesellschaft ☺️
Wiedersehen im Nationalpark 🏞️
Spaziergang um eine der Lagunen
Ähnliche Landschaft wie Zuhause

Am Tag darauf statteten wir dann noch dem auf über 4.000 Metern üNN gelegenen Teil des Nationalparks einen Besuch ab. Wie sich herausstellte war dieser viel schöner, da es hier keine hohen Bäume sondern nur Grasland gab welches den Blick auf mehrere Lagunen freigab. 😍 Allerdings auf Grund der Höhe auch deutlich kälter so dass wir uns plötzlich wieder in Winterjacke und Thermoleggings wiederfanden. 🙈 Der etwa dreieinhalb Kilometer lange Rundweg um die Laguna „Toreadora“ herum war bestens angelegt, mit Brücken und Holzdielen über sumpfige Stellen hinweg, und ein schöner Morgenspaziergang. Zu unserem Erstaunen sind uns in Ecuador nun auch schon einige „Normalreisende“ aus Deutschland sowie der Schweiz begegnet, so auch in diesem Nationalpark. Von dort aus mussten wir wieder zurück nach Cuenca fahren, was uns zwecks notwendigem Einkauf im Supermarkt aber auch ganz gelegen kam. Der Wocheneinkauf fiel mit 49 € leider weniger günstig als erhofft aus, obwohl wir stets sehr auf die Preise achten. Aber selbst das günstigste Päckchen Spaghetti kostete uns 0,89 €. Dafür war die Tankrechnung im Anschluss vergleichsweise billig: Für ungefähr 80 Liter Diesel mussten wir gerade einmal 35 € hinblättern. Somit hält sich das Ganze die Waage. Da wir die Ausläufer des Amazonasbeckens bisher ausgelassen hatten und diese in Ecuador verhältnismäßig einfach zugänglich sind fuhren wir weiter über die E40 und E45 in Richtung „Macas“. Außerdem würden wir uns so ein erneutes Auf und Ab über die Anden sparen die wir nun ja schon zur genüge kennen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fanden wir einen perfekten Stellplatz: Direkt neben der Straße, aber von dieser her dennoch nicht einsehbar, mitten im Grünen und noch dazu eingerahmt von zwei Wasserfällen. Kurz zuvor hatte sich leider eine Warnleuchte auf unserem Tacho Display gemeldet und das Auslesen des Fehlerspeichers wies auf einen Defekt am Luftmassenmesser hin. 😯 Ob wir deswegen eine Werkstatt aufsuchen werden müssen und was wir im Tiefland alles erleben werden verrate ich euch dann nächste Woche.

So viele Seen! 😯
Der obere Teil gefiel uns viel besser
So gut angelegt & trotzdem kostenlos 👍🏻
Die auf höchster Höhe wachsenden Bäumen kannten wir schon aus dem Sajama NP in Bolivien
Eine Krokus Art
Herz einer Agave
Hoffentlich nix schlimmes! 😧

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