NEW BLOG POST 🇪🇨 (07. – 15.10.2023) Mindo – Laguna Cuicocha – Ibarra
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Obwohl die von uns gewählte Sackgasse in Mindo für eine ruhige Nacht sorgte, schliefen wir auf Grund der urplötzlich wieder wärmeren Temperaturen auf nur noch 1.250 Metern üNN nicht so wirklich gut. Da wir aber auch einiges unternehmen wollten schadete es nicht früh dran zu sein und so machten wir uns direkt nach dem Kaffee auf den Weg zur Seilbahn „Tarabita“. Leider schickte uns MAPS.ME eine falsche Straße entlang und wir schafften es nur knapp, ohne uns festzufahren, gerade noch rechtzeitig zu wenden. 😣 Kurz darauf erreichten wir die richtige Straße und keine fünf Kilometer später kamen wir am Wanderparkplatz an. Wir erholten uns kurz von dem Schrecken bevor wir erst einmal etwas frühstückten. Da ich zwischenzeitlich schon wieder von ein paar fiesen Sandflies attackiert worden war entschloss ich mich diesmal für eine leichte, lange Hose zumal der Himmel neuerdings bedeckt war. Wobei es bei einer Lufttemperatur von immerhin 24°C sowie einer Luftfeuchtigkeit von stolzen 81% dennoch unangenehm schwül war. Wie bereits zuvor in „Baños“ ging es wieder mit einem, diesmal Gelben, cable car über die Schlucht hinüber auf die andere Seite. Dort befanden sich drei verschiedene Wanderwege mitten im Regenwald die alle zu einem oder mehreren Wasserfällen führen. Wir wählten die „Ruta 3“ welche uns zu insgesamt sechs verschiedenen Kaskaden bringen sollte. Da der Weg kein Rundweg war liefen wir diesen direkt bis zum Ende durch um das Feld quasi von hinten aufzurollen. 😜 Die Wasserfälle waren nicht sonderlich hoch, boten dafür aber immer mal wieder Gelegenheit für ein Bad. Entweder direkt unter den Sturzbächen oder aber in den darunterliegenden Pools. Da uns dies zuvor nicht klar war und wir zudem nicht wussten, dass die Wassertemperatur ganz angenehm war, hatten wir leider keine Badesachen dabei weswegen wir auf die Abkühlung verzichten mussten. Diese kam uns dann auf dem Rückweg in Form eines Eisverkäufers unverhoffter Weise doch noch zu gute. 😅 Das 5$ teure Seilbahnticket beinhaltete Hin- und Rückfahrt und wir freuten uns auf dem Weg zurück noch einmal über das kurze Gefühl von schweben. Von hier aus ging es mit dem Auto nicht weiter so dass wir den gleichen Weg zurück in den Ort nehmen mussten. Entlang diesem gab es zwei verschiedene Zip Line Anbieter und weil ich das ja sooo gerne mag begleitete mich Simon über sieben verschiedene Lines hinweg. 😃 Der Spaß kostete pro Kopf 15$, war es aber auch wert. Uns begleiteten gleich zwei Guides, einer vorweg und eine hinterher, und auch das Equipment war vom Feinsten. Wir hätten alternativ auch 10 statt 7 Lines wählen können. Jedoch hätte uns das jeweils 5$ mehr gekostet und schlussendlich waren wir mit den rund 40 Minuten fliegen sehr zufrieden. Kurz vor 16 Uhr kamen wir wieder in „unserer“ Sackgasse an und kaum hatten wir ein paar Happen gegessen fielen auch schon die ersten dicken Regentropfen. 🌧








Da wird dringend mal wieder eine Dusche nötig hatten verbrachten wir den Sonntag auf dem Gelände des schicken Hotel & Resort „Kumbha Mela“. Für die 10$, die wir für den Stellplatz auf dem Hotelparkplatz bezahlten, bekamen wir nicht gerade viel geboten. Immerhin konnten wir die Toiletten und Duschen am Pool benutzen wobei letztere viel kälter als das unbeheizte, wirklich schöne Schwimmbecken waren. 🥶 Deswegen verschoben wir die Gedanken an die Körperpflege erst einmal und füllten stattdessen mit einem vorhandenen Schlauch unseren völlig leeren 120 Liter Wassertank auf. Anschließend widmeten wir uns der Fertigstellung eines neuen Videos und da es diesmal so einiges zum nachvertonen gab kostete es, vor allem mich, einiges mehr an Schweiß und Nerven weswegen ich mir für 5$ extra einige Runden im Pool gönnte. ☺ Auch das WLAN war ganz ordentlich so dass ich am Abend noch den nächsten Blog bebildern und zusammen mit Simon den neuen Mission Impossible Film streamen konnte.




Relativ früh am nächsten Morgen verlies eine größere Reisegruppe das Hotel und ich witterte die Chance, doch noch zu einer warmen Dusche zu kommen. Ich erkundigte mich an der Hotelrezeption ob es eventuell möglich wäre, in einem der noch nicht gereinigten Zimmer das Bad zu nutzen da die Außendusche so extrem kalt sei, insbesondere zum Haare waschen. Der junge Mann, dem ich die Frage stellte, hatte seinem Gesichtsausdruck nach sofort vollstes Verständnis für mein Anliegen und hätte es mir sicherlich postwendend erlaubt. Schade nur, dass er offensichtlich nichts zu melden hatte und mir kurz darauf, mit sichtlich bedauernder Miene, mitteilte dass die Hotelpolitik dies nicht gestatten würde. Leicht verärgert machte ich mich auf den Rückweg zum Van denn wie gesagt, für einen Parkplatz und eine Toilette hätten wir keine 10$ ausgeben müssen! Noch auf halbem Wege kam ein anderer Hotelangestellter zu mir geeilt und bot mir an, die warme Dusche in seinem Zimmer zu nutzen. Einen Moment lang war ich wirklich sprachlos. Wie nett die Menschen in Ecuador doch sind! 🥰 Nach dem er mir versichert hatte, dass er deswegen keinerlei Schwierigkeiten bekommen würde, nahm ich sein Angebot dankend an und seine Dusche war sogar richtiggehend heiß. Auch Simon durfte sich in seinem Bad noch frisch machen bevor wir uns an den Upload des fertiggestellten Videos machten. Gegen Mittag verließen wir „Mindo“ und auf unserem Weg nach „Otavalo“ fuhren wir noch einmal am Äquatordenkmal vorbei. Da unsere frischen Vorräte mittlerweile stark abgenommen hatten füllten wir diese am Stadtrand von Quito in einem Supermarkt auf und kauften beim Bäcker gegenüber noch einen kleinen Snack für den Nachmittag. Am frühen Abend erreichten wir dann den schönen „Lago San Pablo“ am Fuße eines grünen Vulkans, nur wenige Kilometer außerhalb des Zentrums von „Otavalo“. Dort trafen wir auf Thomas und Isabella (?), ein Paar aus Zürich dass seit dem Jahr 2016 mit ihrem MAN auf Reisen ist. 😮 Ich schätze die zwei auf Anfang 60 und ich glaube, sie waren mit ihrem LKW mit Wohnkabine bereits auf jedem Kontinent. Sie haben es sogar geschafft ihr Fahrzeug von Indien aus nach Neuseeland und Australien zu verschiffen was wir bis dato, auf Grund der super strengen Hygiene- und Einfuhrregeln in den beiden Ländern, für fast unmöglich gehalten hatten. Nach dem kurzen Plausch mit den beiden liefen wir noch ein Stück am Ufer entlang und schauten eine Weile den vielen Reihern zu bevor es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen wurde. 👩🍳


Die „Laguna Cuicocha“ ist ein weiterer, schöner Kratersee und wie schon bei der zuvor von uns besuchten „Laguna Quilotoa“ führt auch hier ein rund 13 Kilometer langer Wanderweg um die Caldera herum. Seit seinem letzten gewaltigen Ausbruch vor etwa 3.000 Jahren, der die umliegende Gegend 20cm tief unter Asche begrub, ruht der Vulkan. In seinem Krater beherbergt er nicht nur den blauen, alkalischen See mit einem Durchmesser von rund drei Kilometern, sondern auch zwei kleine Inseln. Eine der Inseln soll einem Meerschwein ähneln woraus sich auch ein Teil des Namens (=cui) ableitet. Wir hatten uns fest vorgenommen auch diese Lagune zu Fuß zu umrunden, aber irgendwie stand uns nach dem Aufstehen der Sinn so rein gar nicht nach wandern. Vielleicht lag es an dem idyllischen Stellplatz und der Tatsache, dass an dem Morgen die Sonne schien? Diese lies den See inklusive Umgebung noch schöner erscheinen weswegen wir die geplante Tour kurzerhand auf den nächsten Tag verschoben. 😉


Am nächsten Tag war von dem Sonnenschein leider nichts mehr zu sehen. Stattdessen war der Himmel Grau in Grau und ich war mir nicht ganz sicher, ob die Wanderung bei dem Licht wirklich schön werden würde. Trotz allem machten wir den Van abfahrbereit um uns auf den Weg zur Lagune zu machen. Auf Grund von Straßenarbeiten mussten wir mal wieder vom Asphalt auf Schotter ausweichen, aber glücklicherweise betraf dies nur ein kleines Teilstück der insgesamt 22 Kilometer langen Strecke. An der Einfahrt zum Nationalpark registrierten wir uns, bevor wir auf dem Parkplatz frühstückten und die Rucksäcke packten. Kaum hatten wir die ersten Schritte zurückgelegt riss plötzlich der Himmel auf und ganz unerwartet kam die Sonne zum Vorschein. 😎 Hatten wir mit unserem Faulenzertag also doch alles richtig gemacht! Das Wasser schimmerte Azurblau und die beiden Inseln inmitten vom Krater waren irgendwie auch ganz besonders. Diesmal hielten wir uns auch an die empfohlene Laufrichtung und gingen gegen den Uhrzeigersinn auf dem Grat entlang. Insbesondere am Anfang ging es relativ steil hinauf, aber alles in allem war der Weg deutlich leichter zu gehen als der um die „Laguna Quilotoa“. Nicht nur der Anstieg war in Summe sanfter, sondern es lag auch weniger Geröll so dass man kaum ins Rutschen kam. An einem Mirador, der zeitgleich als Rastplatz für die wenigen Wanderer dient, trafen wir auf Diana und David aus Tirol. Die beiden Snow-Kite Lehrer aus Österreich verbringen insgesamt zwei Monate in Ecuador. Einen Monat lang werden sie ein work away in einem Hostel machen, welches ihnen Kost und Logis bieten wird. Auch keine schlechte Art zu reisen, zumal man so direkt in Kontakt mit Land und Leuten kommt. 😀 Ihren Erzählungen nach haben sie damit schon viele gute Erfahrungen gesammelt und auf diese Weise ist es ihnen möglich, viele Monate im Jahr im Ausland zu verbringen. Lediglich in den Wintermonaten kehren sie zum Geld verdienen in ihre Heimat zurück. Wir unterhielten uns richtig gut mit ihnen und gingen die restliche Hälfte des Weges gemeinsam. Am Parkplatz angelangt spendierten wir noch einen Kaffee und nahmen sie, da die Zwei mit einem Taxi zum Kratersee gekommen waren, noch ein Stück des Weges mit hinunter zur nächsten Ortschaft. Nach dem wir sie abgesetzt hatten fuhren wir zurück nach Otavalo. Die Stadt ist von drei erloschenen Vulkanen umgeben und der Großteil der Bevölkerung gehört den indigenen „Kichwa“ an, was uns bei der Durchfahrt sofort auffiel. Nicht alle, aber doch einige der Männer erinnerten uns mit ihren langen, geflochtenen Zöpfen und ihrer Statur an das ideale Abbild eines Indianers. Uns gefiel das richtig gut aber der Ort ist hauptsächlich für seinen farbenfrohen, täglich stattfindenden Kunsthandwerker Markt an der „Plaza de los Ponchos“ (wie passend) bekannt. Da wir uns diesen am kommenden Tag anschauen wollten entschieden wir, nicht am See sondern direkt unweit des Marktes an einer weiteren Plaza zu nächtigen. Außerdem kamen wir nach der hinter uns liegenden Anstrengung so noch in den Genuss eines Abendessens in einem guten sowie günstigen, mexikanischen Lokal. 😋





Widererwarten hatten wir eine unheimlich ruhige Nacht und wachten erst nach 08:00 Uhr auf. Und dass, obwohl wir mitten in der Stadt geschlafen hatten! 😅 Scheinbar setzte der Verkehr hier erst später ein und in der Nacht war es um uns herum totenstill gewesen. Nach einem Schluck Kaffee liefen wir die Straße hinab bis zum Markt welcher dafür sorgt, dass Otavalo DIE Touristenattraktion schlechthin im Norden Ecuadors ist. Wir fanden die hier dargebotenen Waren, die vom bunten Poncho über farbenfrohe Bilder sowie Schmuck reichten, schön aber weit weniger besonders als beispielsweise in Pisac/Peru. Deswegen beendeten wir unseren Rundgang auch relativ schnell und machten uns auf die Suche nach einem Frühstückscafé mit WLAN. Unser Datenvolumen war nämlich so gut wie erschöpft, aber da wir in wenigen Tagen die Grenze nach Kolumbien überqueren wollten kam eine erneute Aufladung nicht in Frage. Zumal wir die verbleibende Zeit bis dahin sowieso auf einem Campingplatz in Ibarra (inkl. WLAN) verbringen wollten. Nach dem Frühstück fuhren wir dann noch einmal zurück an den ruhigen Stellplatz am See, um den Rest des Tages noch ein wenig zu arbeiten. 💻





Donnerstagsmorgens setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg zur Finca Sommerwind. Während der Fahrt hielten wir noch an einer schicken Einkaufsmall an, um die für die anstehende Verschiffung nach Kolumbien benötigten USD abzuheben. Auf diese Weise werden wir uns nämlich die 5% Kreditkartengebühr sparen können. 😊 Kurz darauf kamen wir auf dem, etwas außerhalb von Ibarra an einem See gelegenen, Campingplatz an. Dieser wurde vor 18 Jahren von dem aus Norddeutschland stammenden Hans gegründet. Wie es der Zufall so wollte war er erst vor kurzem auf Heimaturlaub, weswegen er uns freundlicherweise das von uns benötigte Ersatzteil aus Deutschland mitbringen konnte. 😀 Nach dem wir uns registriert hatten übergab er uns den Luftmassenmesser welchen Simon sofort installierte. Dem ersten Anschein nach scheint der Fehler auch verschwunden zu sein aber genau wissen werden wir das erst, nachdem wir ein paar Kilometer gefahren sind. Da dies der erste richtig schöne Campground auf unserer Reise war blieben wir ein paar Tage, um die Einrichtungen zu nutzen. Ich wusch u.a. zwei Ladungen Wäsche während Simon gleich zweimal den Grill nutzte. Auch der Restaurantbereich war toll gemacht und entsprach optisch einem deutschen Biergarten. Daran orientierte sich auch die Speisekarte: Von Currywurst mit Pommes über Leberkäs mit Bratkartoffeln bis hin zu Reibekuchen mit Apfelmus gab es hier allerlei deftige Hausmannskost. Aber auch eine tolle Kuchentheke mit Bienenstich und Streuselkuchen war vorhanden. Nicht zu vergessen: Der große, gut mit diversen deutschen Biersorten, bestückte Kühlschrank. 😋🍻











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