NEW BLOG POST 🇦🇷 🇨🇱 (11.03. – 17.03.2023) NP Lanín – Freire

Argentinien verabschiedete uns mit einer Kulisse die schöner nicht hätte sein können. Unsere letzten Kilometer hin zur chilenischen Grenze führten uns entlang von in der Sonne goldgelb leuchtender Grasbüschel, durch die sich ein plätschernder Fluss schlängelte. Am Himmel kreisten einige Kondore und auch die kleinen, lauthals schreienden grünen Papageien waren seit Ewigkeiten mal wieder zu sehen (und definitiv nicht zu überhören 😅). Die Felsen aus Lavagestein zeugten vom mächtigen Vulkan „Lanín“ auf welchen wir geradewegs zusteuerten und die zahllosen „Araukarien“ Bäume (ähnlich den Drachenbäumen) taten ihr übriges zu der kitschigen Dinosaurier-Kulisse. Am Lago Tromen legten wir einen längeren Zwischenstopp ein und vertraten uns auf dem Rundweg zum See die Beine. Der Wind wehte mitunter ziemlich böig und peitschte den schwarzen Lava-Sand am Ufer entlang. Vermutlich hatte dieser auch die Steine am Strand so ordentlich von groß nach klein sortiert. Auf dem Rückweg ging es durch windstillere Büsche sowie lichte „Araukarien“ Wälder mit freier Sicht auf den schneebedeckten Vulkan, an dessen Spitze sich ab und an ein paar dünne Wolkenfetzen verfingen. Nach der acht Kilometer langen Runde stärkten wir uns noch mit Kaffee und Schokoladen-Kuchen bevor wir die letzten zwei Kilometer bis zur Grenze holperten. Sowohl auf der argentinischen als auch auf der chilenischen Seite verlief das Grenzprozedere, wie bisher immer auf unserer Reise, reibungslos. Auch die Lebensmittelkontrolle bei der Einreise nach Chile fiel denkbar knapp aus und diesmal schmuggelten wir sogar einige frische Lebensmittel über die Grenze. 🤫 Wir fuhren noch gute eineinhalb Stunden weiter in Richtung Pucón, bogen jedoch kurz davor an den „Lago Caburgua“ ab. Dort fanden wir auf einem Parkplatz in Nähe des Wassers einen passablen Stellplatz für die Nacht und wurden nach Einbruch der Dunkelheit noch mit einem fantastischen Sternenhimmel belohnt. Mit bloßem Auge konnten wir problemlos die Milchstraße erkennen. Übrigens wird es, zumindest gefühlt, mit jedem Kilometer den wir weiter nördlich fahren früher dunkel. Mittlerweile ist es gegen 20:30 Uhr schon fast stock Finster. 😮

Unsere letzten Kilometer in Argentinien
Einfahrt in den Nationalpark Lanín
Araucarien Bäume & dahinter der Vulkan Lanín
Die Wolken kreiseln um die Spitze
Am windigen Lago Tromen
Kaffee und Kuchen nach der Wanderung
Und ab zur Grenze („Aduana“)

Im Gegensatz zum kargen und trockenen Argentinien wurde es auf der anderen Seite der Berge, nämlich in Chile, sofort wieder merklich grüner. Grün bedeutet allerdings auch mehr Regen und so startete unser erster Tag nach dem Grenzübertritt direkt mit Nieselregen. Die Wolken erreichten mitunter sogar den Strand aber gegen Nachmittag wurde der Himmel langsam heller. Ursprünglich hatten wir geplant von diesem Stellplatz aus den nahegelegenen Nationalpark „Huerquehue“ anzusteuern. Dort wollten wir auf dem „Sendero San Sebastian“ zum gleichnamigen Gipfel wandern von welchem aus man sage und schreibe neun Vulkane und fast noch einmal so viele Lagunen sehen soll. Unsere erneuten Recherchen ergaben allerdings, dass man dafür während des Ganztagesmarschs auch rund 1.200 Höhenmeter bewältigen muss. 😨 Das trauten wir unserer Kondition dann irgendwie doch nicht so ganz zu… Wahrscheinlich hätten wir es geschafft, wären aber völlig entkräftet wieder unten angelangt. Zumal man sich, wie leider so oft in chilenischen Nationalparks, vorab hätte online registrieren müssen. Spontan geht hier leider gar nichts und da wir unterwegs stets offline sind stellt dies für uns ein gar nicht so kleines Problem dar. 😕 Noch dazu war das Wetter an diesem Tag fürs Wandern so rein gar nicht geeignet und montags wäre der NP geschlossen gewesen. So entschieden wir am frühen Nachmittag kurzerhand nach „Pucón“ weiterzufahren. Die Kleinstadt liegt am „Lago Villarrica“ und bezeichnet sich selbst als „Action-Mekka“. Allerdings fanden wir dort nirgends einen geeigneten Stellplatz und so beließen wir es bei einem schnellen Einkauf im „Lider“ Supermarkt. Nach dem Obst und Gemüse verstaut waren fuhren wir weiter nach „Villarrica“. Die 50k Einwohnerstadt liegt quasi direkt gegenüber von „Pucón“ am selben See mit Blick auf den derzeit tatsächlich aktiven Vulkan „Villarrica“. Schon bei der Einfahrt entlang der belebten, langen Promenade gefiel es uns hier deutlich besser. Wir fanden auf Anhieb einen guten Stellplatz am See von wo aus wir uns noch ein wenig umschauten. Kurz darauf erlebten wir noch eine freudige Überraschung, als Timo und Alina alias „Sprintour“ an unser Fenster klopften. 😀 Wir dachten die beiden wären uns voraus, weil sie an anderer Stelle die Grenze überquert hatten. So trafen wir uns unerwartet und schneller als gedacht wieder. 😍 Sie machten uns außerdem darauf aufmerksam, dass man im Dunkeln den Krater des Vulkans glühen sehen konnte und tatsächlich! Was für ein beeindruckendes Spektakel… Wir konnten in der Nacht problemlos die Lava am Krater brodeln sehen. Zu Fuße des Vulkans uns gegenüber lag der spiegelglatte See und die Lichter der Stadt. 🤩

Chile empfing uns mit Regen 🌧
Promenade in Villarrica
Überraschendes Wiedersehen mit Sprintour 😃
Im Hintergrund der leuchtende Krater

Nach einer ruhigen Nacht (ich hatte wohl als Einzige das Auto mit der lauten Musik überhört) drehten wir am Morgen eine Runde entlang der Promenade, vorbei an dem künstlich aufgeschütteten schwarzen Sandstrand, und der Hauptstraße. Dort fanden wir in der deutschen Bäckerei „Rostock“ sogar Brezeln und richtig tolle Körnerbrötchen. Wieder zurück am Van nutzte Simon das freundliche Wetter für einen Flug mit der Drohne über den See während ich in Selbigem noch meine Haare wusch. 😅 Gegen Nachmittag verzogen sich dann auch die letzten Wolken über dem Vulkan und wir folgten Timo und Alina in ihrem VW Crafter den Berg hinauf bis zum Ski-Lift unterhalb des rauchenden Kegels. Die Schotterpiste verlangte beiden Autos mal wieder so einiges ab aber wir gelangten unbeschadet an dem Parkplatz an. Und die fast 1.000 Höhenmeter hinauf hatten sich wirklich gelohnt. Von dort aus hatten wir einen fantastischen Blick hinunter auf den See, die vielschichtigen Bergketten sowie die Stadt. Auch der Vulkan „Villarrica“ zeigte sich in voller Pracht so dass wir etliche gute Aufnahmen machen konnten. Während wir den schönen Sonnenuntergang bewunderten schlürften wir noch genüsslich den leckeren Smoothie, den Alina in ihrem just erworbenen Mixer für uns zubereitet hatte. 🍌🥭🍓 Als es dann langsam zu dämmern begann wurden wir Zeugen eines ganz besonderen Naturschauspiels: Wie aus dem Nichts, scheinbar aus dem rauchenden Krater, krochen dicke Wolken langsam den Vulkan hinab bis dieser fast völlig von einer weißen Glocke bedeckt war. Auf Grund dessen konnten wir leider auch nur kurz, als die Spitze noch halbwegs frei lag, ein Glimmen erkennen. Nach einem schnellen Abendessen begaben wir uns dann noch einmal hinaus in die Kälte denn der klare Sternenhimmel war es allemal wert. Wir konnten abermals die Milchstraße, unzählige Sterne sowie uns unbekannte Sternbilder sehen. ⭐ Ich stand in der Nacht zweimal auf um einen Blick aus dem Fenster zu werfen in der Hoffnung, der Vulkan würde sich doch noch einmal zeigen aber leider blieb er eisern in den Wolken. 🤷‍♀️

Nach 7 Monaten Reise die erste Brezel 🥨
Das Wetter besserte sich…
… und wir machten uns auf zum Vulkan 🌋
Danke Alina für den leckeren Smoothie 😛
Anfangs war die Spitze noch wolkenfrei…
… und dann begann das Spektakel 😯
Der Sonnenuntergang war gleichfalls atemberaubend
Übernachtung unterm Sternenzelt 💫

Auch den Dienstag verbrachten wir gemeinsam an dem schönen Stellplatz unterhalb des Vulkans. Als sich gegen Nachmittag die letzten Wolken verzogen und die Temperaturen merklich stiegen machten wir uns zu viert auf zu einer kleinen Wanderung auf dem Vulkan. Wir liefen entlang des breiten Weges bis zur Bergstation, an welcher sich ein weiterer Sessellift befand. Vermutlich sind die Lifte jedoch nur während der Ski-Saison in Betrieb. Von dort aus hatten wir eine tolle Sicht hinunter ins Tal, auf den See sowie die Berge und einen weiteren, mächtigen Vulkan in der Ferne. Obwohl es an diesem Tag recht diesig war hatten wir eine ganz gute Fernsicht. Wir folgten einem weiteren Wanderpfad bis hin zu einer großen Lava-Höhle, die sich in mitten des erkalteten Lavastroms gebildet hatte. Nach dem Timo und Simon dort noch ein paar Luftaufnahmen gemacht hatten begaben wir uns auf den Rückweg. Und wie bereits am Tag zuvor wurde es, mit langsam untergehender Sonne, stetig merklich kühler. Wir kochten jeweils separat in unseren Vans etwas zu Abend um uns anschließend noch einmal mit den Campingstühlen vor den Autos ein wenig zusammenzusetzen. 🥰

Wir nähern uns dem Vulkan „Villarrica“ immer weiter
Im Winter ein großes Skigebiet
Blick auf den See sowie einen weiteren Vulkan
Der Krater rauchte erneut 😳

In der Nacht begann es dann zu regnen und der nächste Morgen begann so schlecht, wie ein Morgen nur beginnen kann. 🙈 Simon weckte mich gegen 08:00 Uhr mit den Worten: „Julia, mach schnell das Licht an! Mir läuft Wasser ins Gesicht!“ Tatsächlich hatte sich, durch den konstanten Regen der letzten Stunden, mal wieder Wasser den Weg in den Innenraum unseres Vans gebahnt. Dieses suchte sich zwar langsam, dafür aber stetig seinen Weg bis es exakt über Simons Kopfende im Bett in einem Schwall zum Vorschein trat. 😰 Wir waren dementsprechend in heller Aufruhr, sprangen schnell in unsere Klamotten und versuchten den Wasserfluss irgendwie zu stoppen. Da uns die undichte Stelle jedoch leider völlig unbekannt ist blieben unsere Versuche vollkommen erfolglos. Auch das Abmontieren von zwei Wandpanelen brachte lediglich die Stelle zum Vorschein durch die das Wasser austrat. So wussten wir keinen anderen Ausweg als uns überstürzt von Timo und Alina zu verabschieden und die Fahrt hinunter nach „Villarrica“ anzutreten damit das Wasser auf dem Autodach derweil abfließen konnte. Als wir wieder an dem Stellplatz am See angelangten hörte es glücklicherweise auf zu regnen und wir bemühten uns, den Van in anderer Schräglage als zuvor zu parken. Sollte es erneut regnen würde das Wasser hoffentlich direkt abfließen. Auf den Schock am Morgen gab es nun erst einmal einen heißen Kaffee so wie ein kleines Frühstück bevor wir in die Stadt liefen um im WLAN den Wetterbericht zu checken. Kaum waren wir dort angelangt setzte neuerdings Regen ein weswegen wir sicherheitshalber zum Van zurückkehrten. Glücklicherweise blieb alles trocken und die Schauer verzogen sich. Gegen später stießen Timo und Alina wieder zu uns die nämlich noch unseren Reiseführer bei sich hatten. Während die beiden bei den Autos blieben machten wir uns erneut zu Fuß auf ins Zentrum. Wir steuerten einen großen Baumarkt an in dem wir sogar die uns bekannte Klebe- und Dichtmasse von „sikka“, wenn auch zu einem horrenden Preis, erhielten. Somit konnten wir dem Tag doch noch etwas Positives abgewinnen. 👍 Nun müssen wir uns schleunigst in wärmere Gefilde begeben und dort einen geeigneten Ort für die größeren Reparaturarbeiten suchen. 😕 Nach dem wir im danebengelegenen Supermarkt noch ein wenig frisches Obst und Gemüse gekauft hatten kehrten wir zum Van zurück um zu kochen und uns abends noch ein wenig mit unseren zwei Reisegefährten auszutauschen. Es ist immer wieder gut und beruhigend zu wissen, dass nicht nur wir Probleme bzw. Baustellen haben. So gut wie alle, die im Van unterwegs sind, haben kleinere oder gar noch größere Schwierigkeiten als wir. 😅

Hier trat das Wasser diesmal aus 💦
Abends gab’s heißes Bohnen-Curry 😋

Glücklicherweise zog kein nennenswerter, weiterer Regen mehr auf so dass wir eine unbeschwerte und ruhige Nacht verbringen konnten. Am Morgen verabschiedeten wir uns von Timo und Alina und fuhren bis zu einer großen „Copec“ Raststätte. Diese befand sich direkt an der Ruta 5, welche fast durch ganz Chile führt und auch als „Panamericana“ bekannt ist. Somit fuhren wir erstmals, wenn auch nur kurz, auf einem richtigen Stück Highway der berühmten Traumstraße. 😍 Für die etwas mehr als 5 km lange Strecke, die wir darauf fuhren, wurden uns allerdings auch direkt 4,50 € Autobahngebühr abgeknöpft. 😮 Die angesteuerte Raststätte ähnelte sehr unseren in Deutschland und bot alle Annehmlichkeiten wie beispielsweise ordentliches WLAN sowie Duschen. Letztere sparten wir uns jedoch für den nächsten Morgen auf da wir entschieden dort zu übernachten. 😉 Auch unsere in „Villarrica“ erworbene „claro“ SIM-Karte konnten wir hier aktivieren und damit vier fertiggestellte YouTube Videos hochladen. So können wir bei Bedarf nun tageweise Internet buchen und dieses auch unterwegs nutzen. Außerdem entschieden wir uns nach erneuter Online-Recherche sowie Wettercheck final dazu, als nächstes in den Nationalpark „Conguillio“ zu fahren. 🚐 Und seit langem, ich glaube fast seit Brasilien, gingen wir uns an diesem Tag gegenseitig ordentlich auf den Wecker. Vielleicht lagen unsere Nerven einfach noch blank vom Vortag und die Anspannung entlud sich Stück für Stück. 🤷‍♀️

Seit langem mal wieder über Nacht an einer Raststätte

Die ganze Nacht über fiel Regen aber unser Innenraum blieb Gott sei Dank trocken. Simon hatte zuvor einen niederschlagsfreien Moment abgepasst und die möglicherweise leckenden Stellen an den Verschraubungen der Solarpaneele mit Bitumenband abgeklebt. Die Maßnahme war wohl erfolgreich aber trotzdem hatten wir bei jedem Tropfen, der aufs Dach prasselte, ein sehr mulmiges Gefühl. 🙈 Direkt nach dem Aufstehen gönnte ich mir für nicht einmal einen Euro eine ausgiebige, heiße Dusche an der Raststätte. Die Sanitäranlagen waren blitzblank und die Duschräume super großzügig bemessen, sogar inklusive separatem Waschbecken und Toilette. 👍 Da den ganzen Tag über permanent leichter Nieselregen vom Himmel kam entschieden wir auch den Freitag dort zu verbringen. Wir nutzten das WLAN um jeweils unsere Steuererklärungen auszufüllen und abzugeben sowie um mit den Lieben zuhause zu telefonieren. 🥰 Und dank der just erworbenen „claro“ Karte und dem darauf verbliebenen Datenvolumen konnten wir abends im Van sogar noch zwei Folgen einer Serie streamen. 📺

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

Entweder über https://www.paypal.me/SiJuCampervan

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Kontaktiert uns auch gerne direkt per Mail an mailto:siju_campervan@web.de falls ihr Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserer Reise oder uns ganz allgemein haben solltet.

NEW BLOG POST 🇦🇷 (27.02. – 10.03.2023) Bariloche – Junín de los Andes

Am Montag verließen wir, nach einer ausgiebigen heißen Dusche am Morgen, den Campingplatz „Ser“ in der kleinen Gemeinde „Colonia Suiza“. Nach dem wir die sehr humane Gebühr in Höhe von 4.000 Pesos für zwei Nächte (= 13 €) beglichen und uns von unseren Bekannten verabschiedet hatten fuhren wir zurück nach „Bariloche“. Dort angelangt parkten wir direkt an dem bewachten Bezahlparkplatz am Ortseingang, nahe der Promenade. Pro Stunde werden hier lediglich 150 Pesos (= ca. 0,50 €) verlangt und es wird sogar minutengenau abgerechnet. 👍 Das Wetter war herrlich und wir hatten beste Sicht auf den in der Sonne glitzerten „Lago Nahuel-Huapi“ sowie die dahinterliegende Bergkette der „Cordillera“. Vom Parkplatz aus war es ein Katzensprung ins nahegelegene Zentrum, wo wir zuerst an einer „Wester Union“ Filiale Bargeld besorgten da wir mittlerweile fast blank waren. In einem direkt gegenübergelegenen Einkaufszentrum fanden wir in einem winzigen Technikladen endlich ein funktionierendes Kabel für unser Mikrofon. Sobald wir die bereits fertiggestellten Videos hochgeladen haben sollte sich der Ton, vor allem bei Wind, also merklich bessern. 😀 Wir schlenderten noch durch die schöne, wenngleich auch sehr touristische Fußgängerzone in der sich eine Schokoladen- und Eismanufaktur an die nächste reiht. 🤩 Auch die massiven Steinhäuser sowie die Kirche mit ihrem spitzen Turm erinnern, allem voran durch die malerische Lage, an ein Schweizer Bergdorf. Kurz vor 15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Werkstatttermin. Diese befand sich in einem unscheinbaren Hinterhof wo wir sofort sehr freundlich vom Inhaber „Diego“ empfangen wurden. Er machte sich auch so gleich ans Werk und montierte den Hinterreifen ab um den defekten Stoßdämpfer freizulegen. Dort fand er sogar noch ein Stück des abgerissenen Bolzens weswegen er optimistisch war einen Originalen für uns besorgen zu können. Aber weder sein losgeschickter Mitarbeiter noch er selbst konnten einen von der Länge her passenden auftreiben weswegen er sich schlussendlich doch ans improvisieren machte. Er kürzte und schliff einen längeren Bolzen zurecht und so waren wir drei Stunden später wieder abfahrtbereit. Und der Clou: Als wir ihn fragten was wir ihm denn schulden würden wollte er nicht einmal Geld von uns annehmen. 🙈 Wir gaben ihm natürlich trotzdem etwas, rückblickend vielleicht sogar zu viel, da wir einfach dankbar für die Reparatur waren. Den Abend und die Nacht verbrachten wir dann gemeinsam mit Tina und Alina (@Sprintour) am steinigen Stadtstrand von „Bariloche“, von wo aus wir eine herrliche Aussicht auf den ausnahmsweise ruhigen See, die vielschichtigen Bergketten sowie auf das Städtchen hatten. ♥

Good bye Clonia Suiza 🇨🇭
Hello Bariloche 🙋🏼‍♀️
Die schicke Plaza in Bariloche
Sooo viel leckere Schokolade 🍫
Reparatur geglückt
Danke nochmal an Diego 👍🏻

Nach dem Frühstück begaben wir uns in die Stadt und fanden bei der „Cervecería Bachmann“ endlich richtig gutes und vor allem schnelles Internet. Wir verbrachten dort rund drei Stunden in denen wir die zahlreichen, bereits fertiggestellten YouTube Videos sowie den nächsten Blog und einige Instagram Beiträge hochladen konnten. Helena & Chris (@ThisTimeOneWay) stießen gegen später dazu und während wir uns eine Kleinigkeit zu Mittag teilten unterhielten wir uns erneut richtig nett mit den beiden. 😀 Nach getaner Arbeit schlenderten wir noch einmal in Ruhe durch die Fußgängerzone, schauten in einige der hübschen Deko-Läden hinein und bevor wir uns aus auf den Rückweg zum Strand machten gönnten wir uns bei „Rapanui“ noch zwei Kugeln richtig leckeres Eis. 😋 Den Abend verbrachten wir in ungezwungener, entspannter Atmosphäre zu sechst an dem schönen Strandstellplatz. Die Stunden vergingen wie im Flug und erst gegen Mitternacht lösten wir die Runde auf und zogen uns ins Bett zurück.

Mega gutes Eis 😋
Was würdet ihr nehmen??? 🤔
Auszeit mit Freunden am Strand
Alter Düdo in argentinischen Farben

Bereits in der Nacht wurde ich kurz von dem auffrischenden Wind geweckt und auch am Morgen zeugten die kräftigen Wellen auf dem See von Selbigem weswegen wir uns nicht ganz sicher waren, ob aus der geplanten Radtour tatsächlich etwas werden würde. Dennoch verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück von Helena und Chris, die sich am Mittag auf die Weiterreise gen Süden begeben wollten, und fuhren in Richtung „Circuito Chico“. Auf dem Weg aus der Stadt heraus befand sich bei Kilometer 13 ein neuerer „La Anonima“ Supermarkt. Simon blieb sicherheitshalber beim Van während ich alleine einkaufen ging aber wir sind der Meinung, dass wir den Van auch problemlos alleine hätten zurücklassen können. Nach dem wir alle Lebensmittel verstaut hatten ging es weiter zum Bezahlparkplatz bei „Puerto Panuelo“. Hier starten diverse Ausflugsboote über den See und für 2.000 Pesos könnte man dort sogar die Nacht verbringen. Wir wollten den sicheren Parkplatz eigentlich nur für unsere Fahrradtour nutzen aber da der Wind immer noch sehr böig war entschieden wir uns kurzerhand dagegen. Stattdessen liefen wir zu Fuß zu einigen der zahlreichen Aussichtspunkte an den Armen des Gletschersees und fuhren den „Circuito Chico“ mit dem Auto ab. Gegen 18 Uhr gelangten wir wieder an dem Stellplatz in „Bariloche“ an wo wir uns mit Timo und Alina zum Abendessen verabredeten. Gemeinsam hatten wir noch einmal einen richtig schönen Abend bei gutem Essen in der „Cervecería Bachmann“. 🍺🍟🍔

Zu Fuß bzw. mit dem Van entlang des „Circuito Chico“
Einer der zahlreichen Fjord-Arme

Nach dem Frühstück gaben wir Timo und Alina am gemeinsamen Strandstellplatz noch einen Kaffee aus bevor wir uns herzlich von den beiden verabschiedeten. An diesem Tag führte uns unser Weg nur ein paar Kilometer weiter bis nach „Dina Huapi“. Das winzige Örtchen befindet sich kurz hinter „Bariloche“, immer noch an dem rund 550 km² großen See „Nahuel-Huapi“. Wir fanden auf Anhieb einen herrlichen Stellplatz direkt an der etwas abseits gelegenen und somit kaum befahrenen Strandpromenade. Diese schlenderten wir gemütlich zu Fuß entlang bevor wir es uns im Halbschatten der Bäume am Seeufer mit unseren Stühlen gemütlich machten. Von dort aus konnten wir in aller Ruhe den zahlreichen Kite-Surfern zusehen. 🏄‍♂️ Ich finde es immer wieder toll, wie die bunten Schirme ihre Runden über das Wasser ziehen und die Surfer mitunter akrobatische Sprünge über der Wasseroberfläche absolvieren. 👏 Einer von ihnen verunglückte allerdings wohl leicht denn wir sahen ihn relativ lange seinem Schirm hinterherschwimmen. Bereits da fragten wir uns, wo denn wohl sein Board sein möge. Als er dann endlich am Strand angelangte bestätigte sich unsere Vermutung denn er schaute lange suchend aufs Wasser bis er irgendwann plötzlich lossprintete. Er kraulte weit auf den See hinaus und kam kurz darauf tatsächlich mit seinem Surfbrett unter dem Arm zurück. 🐷🍀

Promenade in „Dina Huapi“
Herrlicher Sonnenuntergang 🌅
Im Hintergrund die Lichter von Bariloche

Gut erholt und ausgeschlafen nutzte ich am Freitagmorgen für 500 Pesos noch die blitzblanken Duschen an der „Puma“ Tankstelle in unserem Übernachtungsort. Auch das dortige WLAN war gar nicht übel. 👍 Frisch geduscht begaben wir uns auf die Fahrt nach „Villa La Angostura“. Hierbei handelt es sich fast um ein Abbild von „Bariloche“ wenngleich auch im Miniaturformat. Der Ort ist ebenfalls voll und ganz auf Touristen ausgerichtet wovon die zahlreichen Restaurants sowie Cafés, aber auch neuerdings Schokoladen- und Eisgeschäfte zeugten. Und wir fühlten uns auf Grund der massiven Häuser aus Stein und Holz sowie der malerischen Lage am „Nahuel-Huapi“ See mit Blick auf grüne Berge erneut wie in den europäischen Voralpenregionen. 🏞 Nach dem wir die Hauptstraße auf- und ab geschlendert waren blieben wir mal wieder an einer Eisdiele mit toller Theke hängen. 😂 Als wir genüsslich unser Eis verzehrt hatten parkten wir um an die „Bahía Mansa“. Dort kann man unter anderem mit diversen Ausflugsbooten über den See schippern aber auch Wander- und Radwege beginnen an der Doppelbucht, in deren Mitte sich eine langgezogene Halbinsel befindet. Da es für derlei Aktivitäten jedoch schon zu spät war entschieden wir uns auf dem weitläufigen Wanderparkplatz zu übernachten.

Auch hier gab’s tolle Deko-Läden 🤩
Im Ortskern von „Villa La Angostura“
Und erneut Eis und Schokolade 🤤

Am nächsten Morgen schien mir beim Öffnen der Tür bereits die Sonne ins Gesicht wenngleich die Temperaturen um diese Uhrzeit noch recht frisch waren. Die Wettervorhersage lautete jedoch auf bis zu 27 Grad an diesem Tag. Bestes Wetter also für die geplante Mountainbike-Tour! 🚵‍♀️ Wir wollten mit den Rädern über die Halbinsel bis zum „Bosque de Arrayanes“ fahren. Laut Reiseführer soll der Weg auf Grund diverser Stufen nicht ohne sein aber auf der Karte sah es so aus als befänden sich diese nur ganz am Anfang. Voller Selbstvertrauen holten wir also die Räder vom Auto und machten uns auf den Weg Richtung Startpunkt. Als ich mich nach den Eintrittskarten (3.500 Pesos p.P.) erkundigte sagte man mir jedoch, dass man ohne Fahrradhelm keineswegs losfahren dürfte. Wäre nicht weiter schlimm gewesen denn Helme besitzen wir. Jedoch müssten wir die Bikes während den ersten anderthalb steilen Kilometern tragen. 😲 Das fanden wir dann doch nicht so cool weswegen wir kurzerhand die Räder wieder zurück zum Auto brachten und stattdessen die Wanderstiefel schnürten. Wohl wissend, dass die einfache Strecke rund 12 km betragen würde. 🙈 Nach den ersten zwei Kilometern war uns aber sofort klar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Die Fahrräder hätten wir niemals bis zu diesem Punkt gebracht… Der Wanderweg war zumeist relativ eben wenngleich auch recht sandig und führte durchweg durch einen dichten, schattigen Wald. Lediglich am Anfang und Ende des Weges konnte man durch die Bäume hinab auf das Wasser des Sees linsen. Am südlichen Ende befand sich dann ein hübsch angelegter Rundweg. Dieser führte auf Holzstegen durch den Wald der Bäume mit der zimtfarbenen Rinde, welche dem Nationalpark auch ihren Namen geben: „Parque Nacional Los Arrayanes“. Die Bäume sind jedoch bei weitem viel unspektakulärer als beispielsweise die mächtigen „Alercen“ weswegen wir relativ unbeeindruckt blieben. Den zahlreichen Touristen, die von den Ausflugsbooten heranströmten, schien es jedoch ganz gut zu gefallen. Tatsächlich wären wir nicht abgeneigt gewesen mit dem Bötchen zurück zu schippern da uns dies die erneute Strecke von 12 km erspart hätte. Zumal die Aussicht an diesem herrlichen Spätsommertag ganz bestimmt schön gewesen wäre. Ganz schön hoch war aber auch der Preis für die Bootsfahrt. Für die einfache Strecke hätten wir stolze 27 € pro Kopf berappen müssen. 😕 So nahmen wir neuerdings die Beine in die Hand und kamen gegen 19 Uhr leicht erschöpft wieder an unserem Van an. Ich zauberte noch eine fixe one-pot Pasta während Simon mit unserem Kabel erfolgreich Starthilfe leisten durfte und dann reichte es auch für diesen Tag. 😴

Blick auf die „Bahía Mansa“
Unterwegs im NP „Bosque los Arrayanes“
Schickes Ausflugsboot
Wir liefen dann doch zu Fuß zurück🦶

Somit verbrachten wir noch eine weitere, ruhige Nacht auf dem weitläufigen Parkplatz an der „Bahía Mansa“, diesmal sogar in Gesellschaft mit einigen wenigen anderen Campern. Das schöne Wetter am Morgen lud direkt dazu ein, endlich mal wieder unsere Drohne fliegen zu lassen welche wir seit der Havarie und der darauf folgenden Reparatur noch nicht getestet hatten. Der Flug über die beiden Buchten gelang gut und ihr dürft euch dann im dazugehörigen Video hoffentlich über die schönen Aufnahmen freuen. Auf der Rückfahrt nach „Villa La Angostura“ fanden wir im Ort an der Bibliothek noch richtig schnelles Internet, welches sogar für Anrufe und Videodownloads taugte. 😀 Den Spätnachmittag verbrachten wir einige Kilometer weiter am langen und gut besuchten Strand des „Lago Espejo“. Von unserem sonnigen Plätzchen aus konnten wir aus nächster Nähe mitunter bis zu 20 Adler bei ihrer Nahrungssuche am Strand beobachten. Gerne hätten wir hier auch übernachtet aber kurz nach 20 Uhr wurden wir sehr bestimmt darauf hingewiesen, dass der Strandbereich nun schließen würde und wir sofort das Gelände verlassen müssten. 🤷‍♀️ Zum Glück fanden wir nur wenige Kilometer weiter in der kleinen Nachbarbucht einen kostenfreien Campingplatz. Dieser war eigentlich nur für Zeltreisende bestimmt aber da es bereits dämmerte hofften wir, dass unser Dasein nicht weiter auffallen würde.

Am „Lago Espejo“
Seht ihr die vielen Adler neben den 2 Möwen?

Tatsächlich hatte sich niemand über unsere eigentlich unerlaubte Übernachtung auf dem Parkplatz des kostenfreien Campingplatzes beschwert. 😇 Vermutlich auch auf Grund der Tatsache, dass seit Ende der Schulferien Ende Februar deutlich weniger Camper unterwegs sind und wir uns als Einzige zwischen die Zeltenden gemogelt hatten. Dennoch machten wir uns direkt nach dem Morgenkaffee auf die Weiterreise, sicher ist sicher! Über die „Ruta de los 7 Lagos“, also die Sieben-Seen-Route, ging es weiter über die gut asphaltierte Ruta N40 gen Norden. Wir stoppten immer wieder an einigen der zahlreichen Aussichtspunkte entlang der Seen für Schnappschüsse und Videoaufnahmen, bevor wir schlussendlich am späten Mittag in „San Martín de los Andes“ angelangten. Der etwa 35k Einwohner zählende Ort am „Lago Lácar“ bildet das nördliche Ende der Seenroute und ähnelt in seiner Bauweise den zuvor von uns besuchten Städtchen. Allerdings verteilt sich das neuerdings voll und ganz auf Touristen ausgerichtete Zentrum hier etwas weitläufiger über zwei Parallelstraßen. Wir blieben an der Schaufensterauslage eines kleinen Restaurants hängen in dem sich appetitlich aussehende kleine Quiches und Empanadas türmten. Dort kehrten wir am Nachmittag dann auch ein und sparten uns so zeitgleich das abendliche Kochen. 😋 Den Abend und die Nacht verbrachten wir gemeinsam mit einigen argentinischen Vans am Ortsrand, ganz in der Nähe des kleinen Strandes sowie der Food-Truck-Meile wo Simon nach Einbruch der Dunkelheit dann doch noch eine Tüte frischer Fritten für uns organisierte. 🍟

Entlang der Sieben-Seen-Route
Mittig ein Wasserfall, darüber Frisbee Wolken
Ein See nach dem anderen 😇
Auf dem Berg rechts erkennt man die Ski-Piste
Weiter geht’s nach „San Martín de los Andes“
Die Qual der Wahl 😂
Übernachtung in bester Gesellschaft

Am Dienstag kam dann der eigentlich schon für Montag vorhergesagte Regen wenngleich auch nur in Form von kurzen Schauern. Von daher bewegten wir uns an diesem Tag auch nicht weiter fort, sondern verbrachten den Tag hauptsächlich im Van. In einem der folgenden Videos könnt ihr sehen wie so ein Regentag im Bus bei uns aussieht. Wir haben nämlich versucht diesen Tag mit der Kamera für euch einzufangen. 😉

Plaza von „San Martín de los Andes“

Mittwochs war es dann schon wieder überwiegend trocken wenngleich die Wolken am Morgen noch extrem tief in den Baumwipfeln der Berge hingen. Wir luden die argentinische Familie (@familiaabordoporelmundo), die tatsächlich mit ihrer gelben Klapperkiste bis nach Alaska fahren möchte, zum Kaffee ein da sie die Nacht unweit von unserem Van verbracht hatten. In einer tollen Bäckerei besorgten wir uns noch zwei typische „Sandwiches de Miga“ sowie ein süßes „Mil Hojas“ zum Frühstück bevor wir weiter nach „Junin de los Andes“ fuhren. Die 40 km lange Strecke führte durch typische, argentinische Landschaften in Form von plötzlich wieder nur noch mit grasbewachsenen Bergen. In der Ortschaft angekommen drehten wir lediglich eine Runde um die Plaza da, scheinbar auf Grund des Weltfrauentages, die meisten Geschäfte geschlossen hatten. 😮 So oder so hätte es hier aber wohl nicht viel zu sehen gegeben weswegen wir uns auf direktem Wege in den Nationalpark „Lanín“ begaben. Dort fanden wir, relativ am Anfang des großen „Lago Huechulafquen“ auch ein nettes, ruhiges Plätzchen direkt am steinigen Strand. Nur der Vulkan Lanín versteckte sich bei unserer Ankunft in den Wolken. Vielleicht haben wir morgen bessere Sicht…

Hier noch mal die alte Klapperkiste 😳
Schöner Stellplatz am See 🥰

Tatsächlich hatten wir am Nachmittag Glück und konnten bei unserem Spaziergang entlang des Sees einen Blick auf den schneebedeckten, 3.700 Meter hohen Vulkan „Lanín“ erhaschen. Da das Wetter eher trüb war verbrachten wir auch diesen Tag hauptsächlich mit Laptoparbeit. Zwischendurch habe ich ein erstes Video für ein neues Format aufgenommen in dem es um einfache, schnelle (Camping-) Küche gehen soll. Seid gespannt! 😛

Zwischen den Wolken sieht man den schneebedeckten Vulkan
Der Vulkan „Lanín“
Der Hund mochte Simon ausnahmsweise nicht 😅

Nach einem späten Frühstück am See schotterten wir zurück nach „Junín de los Andes“. Dort angekommen überfielen wir den letzten „La Anonima“ Supermarkt vor der Grenze und deckten uns noch einmal ordentlich mit Vorräten ein. Die restlichen argentinischen Pesos investierten wir in Diesel. Somit sind wir für den anstehenden Grenzübertritt in den kommenden ein bis zwei Tagen gerüstet. 😅 Eventuell können wir kurz vorher noch eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt auf den Vulkan unternehmen aber davon berichte ich euch dann im nächsten Beitrag. 😉

Besuch von Schäfchen am Morgen 🐑
Der Vulkan saugt das Sonnenlicht auf
Ciao Ciao ✋🏻

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

P.S.: Wenn euch unser Blog gut gefällt (was ich sehr hoffe) dann freuen wir uns über jedwede noch so kleine oder große Spende in unsere Kaffee- oder Dieselkasse als kleines Dankeschön und Anerkennung unserer Arbeit. ☕⛽🚐 

Entweder über https://www.paypal.me/SiJuCampervan

oder https://www.buymeacoffee.com/SiJu_Campervan.

Kontaktiert uns auch gerne direkt per Mail an mailto:siju_campervan@web.de falls ihr Kritik, Anregungen oder Fragen zu unserer Reise oder uns ganz allgemein haben solltet.

NEW BLOG POST 🇦🇷 (19. – 26.02.2023) Trevelin – Colonia Suiza 

Die Nacht in „Futaleufú“, dem chilenischen Grenzörtchen, war ziemlich kurz da wir unseren Van hinter dem Veranstaltungszentrum geparkt hatten in dem bis spät in die Nacht hinein eine Party mit live Musik stattfand. Ist ja nicht so, als hätte unser Zuhause Räder und wäre mobil aber mitten in der Nacht aufstehen und umparken kam irgendwie auch nicht in Frage. Nach dem das Bananenbrot am Vormittag gebacken war, welches diesmal leider nicht so schön locker wurde wie beim letzten Mal, umrundeten wir noch den kleinen See an welchem wir übernachtet hatten. Einmal mehr fühlten wir uns von der Vegetation her als würden wir bei uns durch den Hardtwald spazieren. Anschließend ging es ab zu den beiden nahegelegenen, kleinen Grenzposten und in null Komma nichts befanden wir uns wieder in Argentinien. Man mag es nicht glauben aber schlagartig veränderte sich die Landschaft. Das Gras war plötzlich wieder trockener und die Berge mitunter kahl. Obwohl wir höchstens 50 km weit gefahren waren. Im kleinen Örtchen „Trevelin“ angelangt steuerten wir direkt den hiesigen „La Anonima“ Supermarkt an. In Chile hatten wir auf Grund der hohen Preise wirklich immer nur das aller Nötigste eingekauft weswegen uns ein Großeinkauf bevorstand. Wir freuten uns extrem über die große Auswahl, die Frische und vor allem über die Preise. Weiter ging es zur Tankstelle an der wir leider kein gutes WLAN ausfindig machen konnten. Dafür trafen wir dort eine argentinische Familie, die seit vielen Monaten mit ihren beiden Kleinkindern in einem vierzig Jahre alten Kombi mit Dach Zelt durch Südamerika reist. Die sechs Monate alte Tochter wurde sogar während der Reise geboren. Es fühlte sich gut an wieder in Argentinien zu sein, obwohl wir gerade einmal etwas mehr als drei Wochen weg waren. Irgendwie waren die Leute sofort spürbar offener und es herrschte mehr Leben auf der Straße. Rund um die Plaza fand ein Sonntagsmarkt mit nettem Kunsthandwerk statt und auch im Park war richtig viel los. In „Trevelin“ siedelten sich ab etwa 1820 einige walisische Auswanderer an welche dem Ort auch seinen Namen gaben (tref = Dorf und melin = Mühle). Angeblich wird hier mitunter auch noch kymrisch gesprochen. Wir nutzten am frühen Abend die Gelegenheit für eine ausgiebige „tea time“ in einer hübsch hergerichteten, urigen „Casa de Té“. Das feste und einzige Menü bestand aus fünf verschiedenen Kuchenschnitten, je einem Schinken-Käse-Sandwich, einem Scone sowie zwei luftig frischen Scheiben Weißbrot mit hausgemachten Marmeladen und Butter. Dazu gab es nach Wahl eine Kanne Tee oder Kaffee. Unser Zuckerbedarf war danach auf alle Fälle gedeckt und kochen mussten wir definitiv auch nichts mehr weswegen wir uns direkt auf den Weg in den Nationalpark „Los Alerces“ machten. Verbunden mit der Hoffnung, dass die Einfahrtsschranke am späten Abend offen stand und niemand mehr Eintritt kassierte. Unser Wunsch wurde auch prompt erfüllt und wir steuerten den erstbesten, freien Camp Ground innerhalb des Parks an. Dieser befand sich am großen, von Bergen umgebenen See „Futalaufquen“ und tatsächlich waren wir die Einzigen auf dem weitläufigen Campinggelände.

Das Reisegefährt der argentinischen Familie
Tea Time 🫖
Casa de Té
Die Geschichte der Einwanderer
Klassisches Teeservice

Entsprechend ruhig war die Nacht aber der Morgen war trotz strahlendem Sonnenschein noch knackig frisch. Der Spätsommer machte sich deutlich bemerkbar. Nicht nur an den zahlreichen Wespen, sondern auch an dem verdorrten Gras, den sich rot färbenden Hagebutten sowie den wachsenden Brombeer-Früchten. Ideales Wetter für sämtliche Aktivitäten also. Auf unserem Weg durch den Nationalpark machten wir immer wieder Halt an einigen kurzen Wanderpfaden, welche oftmals zu kleineren und größeren Wasserfällen führten. Auch eine Stätte mit historischen Felsmalereien befand sich darunter. Die Asphaltstraße wich relativ schnell einer schlechten Schotterpiste so dass wir bei einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 25 km/h genug Zeit hatten um die schöne Aussicht zu genießen (zumindest ich als Beifahrer). Am frühen Nachmittag starteten wir dann die erste richtige Wanderung des Tages. Ab einem kostenpflichtigen Parkplatz ging es über eine Hängebrücke für Fußgänger durch dichten Wald mit einigen wenigen „Alercen“ bis zum „Puerto Chucao“. Von einem nahegelegenen „Mirador“ aus hatten wir gute Sicht auf den Gletscher sowie den „Lago Menéndez“ bevor uns der Rundweg zurück zum Parkplatz führte. Da wir die zwei Stunden Parkdauer nicht verlängern wollten fuhren wir direkt weiter in Richtung des nördlichen Parkeingangs. Eigentlich hätten wir noch eine weitere Nacht im Nationalpark verbringen wollen, allerdings fanden wir entlang des Weges keinen geeigneten Stellplatz. Der letzte, vermeintlich kostenfreie Campingplatz lag direkt unterhalb des Ein- bzw. Ausgangs bei den Rangern. Ich erkundigte mich bei ihnen nach dem Stellplatz und sie teilten mir mit, dass dieser leider kostenpflichtig sei (1.900 Pesos p.P. = ca. 6 €) und dass selbst die kostenfreien Campgrounds lediglich für die Tagesnutzung freigegeben wären. Upsi… So verließen wir also den Park und fanden wenige Kilometer weiter in „Villa Lago Rivadavia“ einen idyllischen Platz an einem ruhigen Flüsschen. Hier gab es gemauerte Feuerstellen, Sitzgelegenheiten und sogar ein sauberes Häuschen mit sanitären Anlagen. Laut iOverlander wäre eine Übernachtung hier auch problemlos möglich. Wir kochten gemeinsam leckeren Kartoffel-Brokkoli-Auflauf mit dem restlichen Räucherlachs und waren gerade mit spülen fertig als ein Auto angefahren kam. Heraus kam die freundliche Orts-Sekretärin die sich 1.000x für ihr spätes Erscheinen entschuldigte. Wenn wir hier übernachten wollten müssten wir für die Anlage jedoch 2.000 Pesos bezahlen. Da es bereits dunkel war und der Platz zudem wirklich schön bezahlten wir ohne zu murren die kleine Gebühr bevor wir uns ins Bett begaben.

Schöner Stellplatz im NP „Los Alerces“
Noch ganz schön frisch am Morgen
Der Spätsommer lässt grüßen
Zahlreiche Wasserfälle gab es im NP
Und mal wieder kristallklares Wasser
Blick auf den Gletscher

Da der Stellplatz gar so schön gelegen war blieben wir auch den Vormittag über noch dort. Simon versuchte neuerdings sein Anglerglück (erneut erfolglos ) während ich die Zeit zum Blog schreiben nutzte. Wir ließen uns noch eine Weile am ruhigen Fluss mit herrlichem Blick auf die Anden-Cordillera die Sonne auf den Bauch scheinen bevor wir viele Kilometer im Schneckentempo über schlechte Schotterpisten in Richtung „El Bolsón“ tuckerten. Dort angelangt trafen wir an einer der „YPF“ Tankstellen noch einmal auf die verrückte, vierköpfige argentinische Familie die in ihrem uralten gelben Kombi durch die Lande reist (https://www.instagram.com/familiaabordoporelmundo/). Mangels Alternativen verbrachten wir diese Nacht seit langem mal wieder an einer Tankstelle. Vielmehr lag der Stellplatz gegenüber der Selbigen auf einem breiten Schotterparkplatz, vor einem kleinen Rollfeld für Leichtflugzeuge. Da wir in den letzten Tagen und Wochen meist herrliche Plätze in der freien Natur genießen durften fühlte es sich irgendwie seltsam an direkt an der Straße zu stehen. Wohl wissend, dass der Platz an der Tankstelle bombensicher ist. Aber da sich in der Hippie-Kommune „El Bolsón“ nicht nur einige Obdachlose, Bettler und Hasch-Dealer herumtrieben, sondern es laut „iOverlander“ auch ab und an Einbrüche in Camper gegeben haben soll kam kein anderer, freier Stellplatz in Frage.

Simon versucht erneut sein Angelglück
In „El Bolsón“ angekommen

Trotz Straßenlage hatten wir eine ruhige Nacht gegenüber der Tankstelle. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zur Wäscherei, um dort unsere gesammelte Schmutzwäsche und endlich auch mal wieder die Bettwäsche abzuliefern. Die Mitarbeiterin verteilte unsere Wäsche sehr großzügig auf fünf Körbe á je 1.000 Pesos was in etwa 3,50 € entspricht. Meiner Meinung nach hätte alles locker in vier Körbe gepasst aber meinen Einwand ignorierte sie gekonnt. ‍️ Danach fuhren wir weiter ins nahegelegene Zentrum wo wir glücklicherweise einen Parkplatz in Sichtweite des Polizei-Kommissariats ergattern konnten. Wir drehten eine Runde um den Park, in dessen Mitte sich ein künstlich angelegter See befand, sowie durch den Ortskern. Nichts davon gefiel uns so wirklich gut. Im zentralen Supermarkt besorgten wir noch ein paar Kleinigkeiten, damit wir nach Möglichkeit in „Bariloche“ nicht einkaufen gehen müssen. Dort soll es immer wieder Einbrüche in parkende Vans geben, selbst auf Supermarktparkplätzen. Bei der gepriesenen Eisdiele „La Jauja“ gönnten wir uns drei Kugeln Eis. Von der Geschmacksintensität her hält unser Test jedoch bei Weitem nicht dem leckeren Eis in „El Calafate“ stand. Dafür fanden wir am Spätnachmittag ENDLICH halbwegs taugliches Internet bei der Stadtbibliothek und konnten seit langem mal wieder mit unseren Familien telefonieren. Auch unser Besuch in einer der zahlreichen „Ferreterías“ war von Erfolg gekrönt. Wir bekamen dort nicht nur Bitumen-Band für die weitere Abdichtung unserer Dachluken, sondern sogar noch eine weitere Kartusche des seit längerem gesuchten Klebers. Mit den nun drei Kartuschen sollte die anstehende Reparatur hoffentlich gut machbar sein. Am selben Abend konnten wir bei der Wäscherei „LaveRap El Bolsón“ noch unsere frisch duftende, super saubere Wäsche abholen und uns kurz darauf in ganz frische Bettwäsche kuscheln.

Am Donnerstag klingelte uns um 07:30 Uhr der Wecker aus den warmen Federn da wir uns den vier Mal wöchentlich stattfinden Kunsthandwerkermarkt im Zentrum nicht entgehen lassen wollten. Unser Plan ging auf und wir fanden so früh am Morgen tatsächlich wieder einen Parkplatz gegenüber des Polizei-Reviers. Dort gabs erst einmal Kaffee und Frühstück bevor wir uns den Markt anschauten welcher dienstags, donnerstags sowie am Wochenende jeweils um 10:00 Uhr beginnt. Einige Stände befanden sich noch im Aufbau und bei den anderen gab es allerlei netten Kram. Auch einige Essensstände befanden sich dazwischen wo man sich gegen später eventuell gut und günstig hätte stärken können. Wir machten uns stattdessen auf zum Wanderparkplatz bei der „Chacra Warton“. Dort stellten wir unser Zuhause auf einem der vier bewachten Parkplätze ab und begaben uns auf die Wanderung zum „Cajon del Azul“. Der Weg war extrem staubig, am Anfang ging es sehr steil bergab und außer Büschen entlang des Wegrandes gab es irgendwie nicht viel zu sehen. Zumindest nicht auf den ersten Kilometern die wir liefen. Scheinbar hatte ich mich bei der Planung der Wanderung vertan denn ich war bis dato davon ausgegangen, dass die einfache Strecke in etwa 3,5 Kilometer beinhaltet. Bis wir am eigentlichen Startpunkt am „Río Azul“ angelangt waren hatten wir aber bereits diese Kilometeranzahl hinter uns gebracht und von dort aus wären es noch weitere 6,5 Kilometer bis zum Aussichtspunkt gewesen. Da uns der Weg so rein gar nicht zusagte und wir auch mental irgendwie überhaupt nicht auf eine Strecke von 20 Kilometern eingestellt waren machten wir am Viewpoint „Mirador de los Piches“ kehrt und liefen zurück zum Fluss. Dort suchten wir uns ein schattiges Plätzchen auf einem Felsen mit Blick auf das klare Wasser für unser Vesper. Wir konnten sogar einige größere Forellen sehen. Wieder am Van angelangt fuhren wir nur ein paar Meter die staubige Piste entlang, weil wir bereits auf der Hinfahrt zahlreiche Brombeerhecken mit reifen Früchten erspäht hatten. Wir sammelten eine große Dose voll Brombeeren sowie süßer, kleiner Wildpflaumen. Danach ging es weiter über die von Tannen gesäumte „Ruta N40“ bis zu einem hübschen Stellplatz an einem plätschernden, flachen Fluss. Simon nutzte diesen noch für ein kurzes Bad während ich eine warme Dusche im Van vorzog. Abends gab es, mangels Milchreis, frei kreierte süße Rahmnudeln mit Brombeeren. Fazit: Kann man machen.

Auf dem Weg zum „Cajon Azul“
Wir kamen aber nur zu viewpoint Nr. 1
Irgendwie taugte uns der Weg nicht 🤷🏼‍♀️

Da es am Fluss gar so schön ruhig war entschieden wir den Tag noch hier zu verbringen und zu chillen.  Zum Frühstück gab es leckeres Schicht-Müsli bestehend aus Naturjoghurt, Brombeerkompott und Beerengranola und nachmittags feine Beeren Pancakes.  Danach schnappten wir uns unsere Stühle, setzten uns damit an den vor sich hin plätschernden Fluss und schauten den Wasseramseln (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasseramsel) zu.   

Am Samstagmorgen probierte ich erstmals einen Mürbeteig im Omnia aus. Es gab Pflaumenkuchen mit Streuseln á la https://4reifen1klo.de und er ist mir auf Anhieb tatsächlich gut gelungen. Wir vertilgten diesen noch lauwarm mit Schlagsahne zum Frühstück. Als wir uns gerade fertig zur Abfahrt machen wollten kam der Ranger angefahren. Irgendjemand hatte ihm wohl gesteckt, dass wir hier zwei Nächte standen. Er machte uns freundlich darauf aufmerksam, dass das wildcampieren innerhalb des Nationalparks verboten sei und er uns dafür eigentlich eine Strafe berechnen müsste. Er würde es aber erst einmal bei einer Verwarnung belassen. Als er unter unser Auto schaute um zu kontrollieren, dass wir kein Grauwasser abgelassen hatten fiel ihm auf, dass ein hinterer Stoßdämpfer lose war. Scheinbar hatte es den Bolzen abgerissen! Der nette Ranger nannte uns daraufhin gleich eine Telefonnummer eines ihm bekannten Mechanikers in „Bariloche“. Wir bedankten uns herzlichst, verabschiedeten uns und machten uns über die glücklicherweise asphaltierte Ruta N40 auf den Weg in die Stadt. Da die Werkstatt Samstagnachmittags sowieso nicht mehr zu erreichen gewesen wäre fuhren wir direkt ins Dörfchen „Colonia Suiza“ um dort auf dem Campingplatz „Ser“ einzuchecken. Unter großen, schattigen Tannen bekamen wir ein Plätzchen auf dem weitläufigen und sehr gut besuchten Platz zugewiesen. Dank des lokalen WLANs konnte ich den Mechaniker kontaktieren welcher prompt antwortete und uns für Montag 15:00 Uhr einen Termin gab. An diesem Wochenende fand in der „Colonia Suiza“ ein großer Lauf mit 600 Teilnehmern statt weswegen in dem von Schweizer Auswanderern gegründeten Örtchen richtig viel los war. Und aus unerklärlichen Gründen hatte es mal wieder einen heftigen Temperatursturz gegeben. Schneller als ich mich umschauen konnte fand ich mich statt in Shorts für den Rundgang durch den Ort in meiner Thermo-Leggings wieder. Die „Colonia Suiza“ ist wohl voll und ganz auf Touristen ausgerichtet denn es gab sehr viele Kunsthandwerk- und Souvenirläden sowie eine Food-Meile und einige urige Restaurants im Chalet Stil. Zurück auf dem Campingplatz lernten wir dann noch Jenny aus Dresden kennen die während des Ausbruchs der Corona-Pandemie im März 2020 gemeinsam mit ihrem kolumbianischen Partner damals hier gestrandet war. Die beiden harrten sage und schreibe 10 Monate hier aus. Als dann weiter kein Ende absehbar war kehrten sie nach Kolumbien zurück um nun zwei Jahre später endlich ihren Van hier abzuholen.

Pflaumenkuchen mit Streusel
Unser kaputter Stoßdämpfer 😰
Unser schattiges Plätzchen auf dem Campingplatz
Ob die wohl die Freigabe von Rothaus haben?! 🤭
Hier gibt’s frisch gezapftes Bier 🍻
Kunsthandwerksmeile

Auch den Folgetag verbrachten wir noch auf dem netten Campingplatz. Gegen Mittag bekamen wir Besuch von Timo und Alina (https://www.instagram.com/_sprintour_/) aus Mainz welche wir bereits in El Calafate kennengelernt hatten. Ihnen folgten Helena und Chris https://www.instagram.com/thistimeoneway/) in ihrem Mercedes „Düdo“. Die zwei kannten wir bis dato nur aus ihren tollen YouTube Videos welche wir noch zuhause, vor Beginn unserer Reise, angeschaut hatten. Es ist immer wieder schön und auch irgendwie kurios seine virtuellen Bekanntschaften im echten Leben zu treffen. Mit den Vieren verbrachten wir einen geselligen Sonntag in der „Colonia Suiza“. Wir schlenderten gemeinsam über den Sonntagsmarkt bevor wir uns im großen Biergartenbereich niederließen. Abends nutzten wir die indoor Küche des Campingplatzes für ein Kochevent. Jeder steuerte ein paar Lebensmittel bei und so kreierten wir ein kleines, leckeres Büffet von dem sich alle bedienen konnten.

Besuch von Freunden 😀
Kaffeekränzchen
Im Biergarten der Colonia Suiza
Gemeinsame kochen 🧑‍🍳
Das Büffet ist eröffnet, aber erstmal fotografieren 🤣

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.  

NEW BLOG POST 🇦🇷 🇨🇱 (25. – 31.01.2023) Von El Chaltén zu den Marmorhöhlen in Chile

Am Dienstag verließen wir „El Chaltén“ nach sechs schönen Tagen wieder. Zuvor begaben wir uns dort noch auf die Suche nach zwei Handwerkerläden in der Hoffnung, dort eventuell das gesuchte Silikon für Dachluken-Reparatur Nummer zwei zu finden. Jedoch hatte der eine Laden gerade wegen Urlaub geschlossen und der andere war gar nicht erst auffindbar bzw. vermutlich dauerhaft geschlossen. 🤷‍♀️ Wir werden es, bei nächster Gelegenheit, einfach mit den zwei bereits vorhandenen Kartuschen versuchen. Bei der vorderen Dachluke hatte es schließlich auch gereicht. Vor Abfahrt kehrten wir noch in einem kleinen Café ein auf der Suche nach halbwegs tauglichem Internet. Aber wie schon zuvor bei anderen Örtlichkeiten in „El Chaltén“ war auch dieses mehr schlecht als recht. Es reichte mit Mühe und Not aus, um den fertiggestellten Blogbeitrag hochzuladen. 🙄 Danach strichen wir endgültig die Segel und begaben uns auf die erste Etappe der insgesamt rund 700 Kilometer langen Reise an die chilenische Grenze bei „Chile Chico“. Die gesamte Strecke führt über die Ruta N40 und bereits auf den ersten 300 Kilometern lag ein ungeteertes Teilstück mit einer Länge von ca. 70-80 Kilometern vor uns. So waren wir froh, als wir am Abend gegen 20 Uhr an unserem Tagesziel angelangten. Wie so oft auf der Durchreise übernachteten wir mal wieder, in guter Gesellschaft zahlreicher anderer Overlander, an einer Tankstelle in dem kleinen Nest „Gobernador Gregores“.

Adiós El Chaltén

Von dort aus ging es am Folgetag weiter über die Ruta N40. Diesmal war die Straße, bis auf einige wenige kurze Unterbrechungen, auch durchweg asphaltiert und selbst die Schlaglöcher hielten sich in Grenzen. 👍 Nach etwa der Hälfte der Strecke stoppten wir in einem kleinen Kaff im Niemandsland für eine kurze Kaffeepause. Auf der Weiterfahrt zum Tagesziel „Perito Moreno“ (nicht der Gletscher, sondern ein gleichnamiger Ort) begegneten wir seit Ewigkeiten mal wieder David und Miriam aus Luxemburg. Leider nur im Vorbeifahren. 😕 Die zweite Etappe an diesem Tag von ca. 170 km verging erstaunlicherweise wie im Flug. Wir durchquerten dabei noch ein Stück vom „Parque Nacional Patagonia“ und bewunderten die in verschiedensten Rottönen schimmernden Berge und Hügel aus dem Auto heraus. Am frühen Abend kamen wir in der Kleinstadt „Perito Moreno“ an. Da sich die hiesige „YPF“ gerade im Umbau befand nächtigten wir, ausnahmsweise, bei der Konkurrenz „Axion“. 😂 Wir suchten uns auf dem geteerten Parkplatz eine ebene Parklücke und erhielten kurz darauf sogar noch nette Gesellschaft von anderen Deutschen. Das Pärchen aus Düsseldorf ist samt ihrer kleinen Tochter seit Ende Dezember letzten Jahres mit ihrem VW T4 in Südamerika unterwegs. Wäre schön, wenn wir uns während ihrer Eineinhalbjährigen Reise noch einmal wieder treffen würden.

Am Donnerstagmorgen packte ich die Gelegenheit beim Schopfe und genoss nach dem Aufstehen eine heiße Dusche an der „Axion“ Tankstelle, an welcher wir eine relativ ruhige Nacht verbracht hatten. Ich hatte schon seit längerem nicht mehr morgens direkt nach dem Aufstehen geduscht. Was für eine Wohltat das doch ist! 😍 Danach gab es erst einmal heißen Kaffee aus unserer tollen French Press bevor wir an Ort und Stelle den Van volltankten. Weiter ging es zum „La Anonima“ Supermarkt am Ortsausgang um vor dem nahenden Grenzübertritt noch einmal Vorräte an trockenen Lebensmitteln einzukaufen. Den Nachmittag verbrachten wir auf einem herrlich gelegenen Buschcamp direkt am riesigen „Lago Buenos Aires“. Der Wind peitschte richtig große Wellen auf weswegen der Spaziergang am Ufer sehr kurz ausfiel. Stattdessen genossen wir den Seeblick vom Van aus. So blieb erneut Zeit für die Arbeit an den Laptops und die Blueberry Pancakes füllten unsere Energiereserven wieder auf. ☕🥞

Am Lago Buenos Aires
Blueberry Pancakes 🥞

Wir verbrachten, tatsächlich vollkommen windgeschützt dank eines großen Busches, eine ruhige Nacht am „Lago Buenos Aires“. Von dort aus ging es am Morgen in den ca. 30 km entfernt liegenden Grenzort „Los Antiguos“. Hierbei handelt es sich um ein nettes, kleines und sonnenverwöhntes Örtchen in dem viel Obst gedeiht. Deswegen trägt es auch den Beinamen „Capital Nacional de la Cereza“ was so viel bedeutet wie „Landeshauptstadt der Kirsche“. Wobei hier nicht nur Kirschen wachsen sondern auch Äpfel, Birnen und Aprikosen. An der kleinen Tankstelle hatten wir recht guten Internetempfang und glücklicherweise gab es hier auch einen zu unseren Adaptern passenden Wasserhahn. So konnten wir unseren zwischenzeitlich fast ganz leeren 120 Liter Wassertank wieder auffüllen. 👍 Vom Ortskern aus war es nur noch ein Katzensprung zur argentinischen Grenze. In null Komma nichts hatten wir „ausgecheckt“ und konnten weiter an die rund 6 km entfernt liegende chilenische Grenze fahren. Auch dort war nicht viel los und die Beamten wussten genau was zu tun war. Eine nette, junge Zöllnerin inspizierte kurz darauf noch flüchtig unseren Van. Diesmal hatten wir nur noch einen Rest Knoblauch auszuhändigen. Die Beamtin war von unserem Inneren total begeistert und schoss sogar noch ein paar Erinnerungsfotos davon. 😂 In „Chile Chico“ angelangt steuerten wir zuerst einen der beiden kleinen Supermärkte an um frische Lebensmittel wie etwa Obst, Gemüse oder Eier einzukaufen. Danach machten wir einen kleinen Rundgang durch die überschaubare Ortsmitte mit ihren kleinen Häuschen sowie entlang der Uferpromenade. Ab hier erwartete uns dann neuerdings Schotterpiste. Wir stoppten an der „Laguna Verde“ und genossen während unserer Kaffeepause den schönen Ausblick. Weiter ging es, immer entlang des über 130 km langen Sees, bis nach „Puerto Guadal“ – der „Perle am See“. Und auch dieser Beiname trifft den Nagel auf den Kopf. Von unserem gewählten Übernachtungsspot aus hatten wir einen herrlichen Blick auf das unglaublich klare sowie türkisfarbene Wasser des „Lago General Carrera“ (so heißt der „Lago Buenos Aires“ auf chilenischer Seite). Auch die umliegenden, zum Teil kahlen, zum Teil grünen Berge waren wirklich malerisch und der kleine Leuchtturm auf dem Hügel bildete das I-Tüpfelchen des Panoramas. 🤩

Los Antiguos – Die Kirschen Hauptstadt 🍒
Tolle Holzkunstwerke gab‘s hier auch 🤣
Der Bart passt auf jeden Fall zur Harley 😜
Blick auf Chile Chico
Pause an der Laguna Verde
Puerto Guadal – Die Perle am See
Kleiner Leuchtturm

Am Samstag ging es weiter über die gefühlt endlose, zum Teil mit Schlaglöchern (die hier übrigens mit Pflastersteinen ausgebessert werden) übersäte Schotterpiste. Am Westufer des „Lago General Carrera“ angelangt bogen wir dann erstmals auf die chilenische Traumstraße, die „Carretera Austral“ ein. Diese führt rund 1.200 km vom südlichsten Teil Patagoniens bis nach „Puerto Montt“ in der Region „Los Lagos“. Wir fuhren weiterhin am See entlang und ich glaube tatsächlich, dass einige Gewässer hier so groß sind wie manche Kleinstaaten (z.B. Luxemburg oder die Schweiz) in Europa. 😅 Seit dem Grenzübertritt hat sich die Vegetation übrigens völlig verändert. Es ist richtig schön grün und endlich gibt es auch wieder andere Bäume als die immergleichen Ulmen. Zum Teil wirkt die Landschaft hier sogar recht europäisch. Die Berge sind oftmals bis zur deutlich sichtbaren Baumgrenze begrünt und hier wachsen z.B. Pappeln, Kiefern, Fichten aber auch zahlreiche wilde Hagebuttensträucher. Während der Fahrt hatten wir häufig eine tolle Sicht hinunter auf den See mit seinem surreal türkisfarbenem Gletscherwasser. Kurz vor dem Ort „Puerto Río Tranquilo“ bogen wir von der „Carretera Austral“ ab auf einen kleinen Seitenweg, welcher hinab zum „Puerto Marmol“ führen sollte. Dort wollten wir uns nach den Preisen für die Boots- und Kajak-Touren zu den nahegelegenen Marmorhöhlen erkundigen. Wir realisierten beide bereits nach wenigen Metern, dass der Weg für unseren Van auf Grund des losen Untergrunds und des extremen Gefälles nicht geeignet schien. Bereits nach wenigen Sekunden stoppten wir und fuhren soweit es ging rückwärts bis zu einer breiteren Stelle an der wir wenden konnten. Von dort aus versuchten wir es das letzte, kleine Stück hinauf bis zurück auf die Straße. Aber keine Chance! 😨 Bei unserem frontgetriebenen, schweren Fahrzeug drehten kurz vor Ende der Steigung die Räder durch. Und leider verlor Simon ausnahmsweise die Nerven und rutschte beim erneuten Anlaufversuch schräg den Hang hinunter. So landete unser Bussi im Graben und stand zu allem Übel jetzt auch noch quer auf dem schmalen Weg. So blockierten wir diesen für von unten hinaufkommende 4×4 Fahrzeuge, die uns eventuell hätten helfen können. 🙈 Also versuchten wir nun mit reduziertem Luftdruck (1 Bar) sowie den beiden Sandpanelen herauszukommen aber es war schlicht unmöglich. Hilfe nahte in Form eines netten Argentiniers, der mit seiner Familie in einem Allrad-Pick Up auf Urlaubsreise war. Er bot sofort an zu versuchen, uns mittels Abschleppseil den steilen Hang hinaufzuziehen. Gesagt, getan! Nach dem wir unser Abschleppseil unter dem Fahrersitz hervorgekramt hatten startete Teil eins der Rettungsaktion. Es stellte sich leider ziemlich schnell heraus, dass sein Fahrzeug entweder zu leicht war oder zu wenig Power hatte. Auf jeden Fall schaffte er es nicht, unseren Bus herauszuziehen und stand bald darauf ebenfalls mit drehenden Reifen da. 😱 Hinter uns warteten mittlerweile zwei weitere Fahrzeuge, darunter ebenfalls ein 4×4 Pick Up nur dass dieser über keine Abschleppvorrichtung verfügte. Dennoch bot der Fahrer seine Hilfe an nach dem wir dank eines weiteren Versuchs des Argentiniers den Van zumindest wieder gerade auf dem Weg stehen hatten. Der Mann probierte nun an Simons Stelle mit Schwung den Hang hinaufzufahren aber leider kam auch er nicht weiter. 😕 So ließen wir die Helfer von dannen ziehen welche uns aber versprachen, im nahegelegenen Ort Rettung zu suchen. Ich stellte mich eine Weile oben an die Straße um nach eventuell vorbeifahrenden Trucks Ausschau zu halten, leider vergebens. Also warteten wir unten am festsitzenden Bus als spontan weitere Hilfe nahte. Zwei Chilenen in einem Toyota 4Runner erkannten schnell unser Malheur und waren sich, im Gegensatz zu uns, ziemlich sicher uns mit ihrem Fahrzeug hinaufziehen zu können. Sie koppelten ihren Anhänger ab, befestigten ihr starkes Abschleppseil an unserem Van und zogen uns tatsächlich in Null Komma nichts den Hang hinauf! Als wäre das ÜBERHAUPT kein Problem. 😮 Erleichtert bedankten wir uns bei den beiden die übrigens, wie auch schon zuvor der Argentinier, sehr gut Englisch sprachen was das Ganze extrem erleichtert hatte. So ging es für uns gegen 17 Uhr dann doch noch weiter ins nur 6 km entfernt liegende Örtchen „Río Puerto Tranquilo“, von wo aus uns wohl keiner mehr zu Hilfe gekommen wäre… Dort angelangt reservierten wir für 08:00 Uhr am folgenden Morgen für 15.000 Pesos p.P. (= 17 €) eine Bootstour zu den Marmorhöhlen und verbrachten die Nacht auf dem hiesigen Parkplatz am See.

Auf der Carretera Austral angelangt 😀
Panorama Lago General Carrera
Festgefahren 😨
Es war einfach zu steil und sandig 🙈
Simon am Ende 😩

Als am Sonntagmorgen um 06:50 Uhr mein Wecker klingelte verhieß der Blick aus dem Fenster leider nichts Gutes. 😯 Am Himmel und über den Bergen hingen dicke, dunkle Wolken und die Sonne war kaum zu sehen. Keine guten Voraussetzungen für die geplante Bootstour. Die Marmorhöhlen sehen wohl nur bei Sonnenschein richtig schön aus. Nämlich dann, wenn Licht und Wasser auf dem hellen Gestein reflektieren. Wir beobachteten das Wetter während wir unseren Kaffee tranken und entschieden dann kurz vor 8 Uhr die Tour zu canceln bzw. auf Dienstag zu verschieben. Glücklicherweise hatten wir keine Anzahlung geleistet da wir mit Kreditkarte bezahlen wollten und so war dies auch problemlos möglich. Hoffen wir, dass der Wetterbericht stimmt und uns am Dienstag strahlender Sonnenschein vergönnt sein möge. So nutzte ich den Tag Pause um weiter an meinen Spanischkenntnissen zu arbeiten und lernte fleißig Vokabeln. 😄 Der kleine Spaziergang durchs Dorf war recht schnell erledigt da der Ort aus gerade einmal 16 Quadraten besteht. Außer ein paar Restaurants an der Hauptstraße, einer Tankstelle sowie ein paar Mini-Märkten und einer Plaza gab es nicht viel zu sehen. Deswegen nutzten wir die Zeit am Nachmittag um im Van noch zwei Info-Videos abzudrehen. Diese werden in einer separaten Playlist, außerhalb unserer normalen Reiseberichte, erscheinen. Übrigens fanden wir, leider erst im Nachgang, heraus dass in der „iOverlander App“ bereits eine Warnung für den Weg existierte auf welchem wir uns festgefahren hatten. Wie viele Autos hier wohl schon stecken geblieben sind?! 🙈🙊🐵 Auch die dort angebotenen Bootstouren sind, nebenbei bemerkt, nicht günstiger als die in „Puerto Río Tranquilo“ so dass sich der Abstecher keinesfalls lohnt.

Holzkirche in Puerto Río Tranquilo
Kleine aber feine Plaza
Hummelchen 🐝

Am Montag herrschte gegen später am Morgen ein heiterer Sonne-Wolken-Mix. Da es für eine Bootstour bereits zu spät und die Wettervorhersage für den kommenden Tag noch besser war nutzte ich die Zeit nach dem Frühstück zum Schoko-Kuchen backen. 🍰 Und da wir nun schon tatsächlich volle sechs Monate reisen überschlug ich (hier kommt der BWLer in mir durch 🤣) noch unsere Reisekosten. Erfreuliches Fazit: Bis dato kommen wir, sicherlich auch Dank des günstigen Argentiniens, mit 34 € pro Tag für uns beide (inklusiver aller Kosten) über die Runden. 👍 Am frühen Nachmittag unternahmen wir noch eine kleine Wanderung zum „Mirador de la Roca Negra“ welcher sich auf einem der Berge oberhalb des Ortes befindet. Wir fanden den richtigen Trampelpfad allerdings erst beim zweiten Anlauf da wir zuvor wohl falsch abgebogen waren. Oben angelangt hatten wir eine tolle Sicht auf den See, die umliegenden Berge und natürlich das kleine Dörfchen. Auch der „Río Tranquilo“ mit seinen zahlreichen Kaskaden konnte sich sehen lassen und war mitunter gar nicht so „tranquilo“ (= ruhig) wie sein Name vielleicht vermuten lässt. Auf dem Rückweg kauften wir in einem der Mini-Märkte noch für schlappe acht Euro zwei Hände voll Obst und Gemüse sowie sechs Eier. 😬 Zurück am Van gabs die verdiente Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen, bevor wir es uns mit unserer Decke am Seeufer gemütlich machten.

Aussicht vom Mirador de la Roca Negra
Relaxen am See mit Bergblick 🏔

Als am Dienstag erneut um 06:50 Uhr der Wecker klingelte war schnell klar, dass der Wettergott uns mehr als gnädig war. Weit und breit war keine Wolke zu sehen und die Sonne war gerade im Begriff über die Berge zu steigen. Kurz nach 8 Uhr startete unsere eineinhalbstündige Bootstour zu den nahegelegenen Marmorhöhlen. Das kleine Boot steuerte zuerst in einige der Höhlen hinein, fuhr dann an diversen Steinformationen wie beispielsweise dem Hund, der Schildkröte oder dem wassertrinkenden Elefanten vorbei bis zur „Kathedrale“ und schlussendlich der „Kapelle“. Bei den letzten beiden Gebilden handelt es sich jeweils um zwei im Wasser freistehende Felsen wobei wir uns unweigerlich ein klein wenig an den „James Bond“ Felsen in Thailand erinnert fühlten. Der Ausflug war kurzweilig und das klare Wasser erleuchtete die Marmorhöhlen tatsächlich ein wenig. Kann man bei gutem Wetter also getrost machen. 👍 Zurück im Van gabs erst einmal Frühstück bevor wir uns auf den Weg in das ca. 120 km entfernt liegende „Villa Cerro Castillo“ machten. Die „Carretera“ führte uns durch Bilderbuchpanoramen welche durchaus auch in der Schweiz oder Österreich hätten liegen können. Nach etwa der Hälfte der Strecke wich die Schotterpiste endlich Asphalt und wir können nur immer wieder unseren Hut vor den vielen Fahrradreisenden ziehen. An unserem Ziel angelangt, dem immerhin 12 Quadrate umfassenden Örtchen „Villa Cerro Castillo“, hatten wir uns schnell umgeschaut. Wobei das Dorf wirklich sehr malerisch vor dem pittoresken, namensgebenden Berggipfel liegt welcher tatsächlich an eine Burg erinnert. Chile erstreckt sich übrigens über eine Länge von unglaublichen 4.300 km was de facto der Länge von ganz Europa (von Norwegen bis in den Süden Spaniens) entspricht. 😯 Wenngleich das Land im Schnitt nur etwa 200 km breit ist und im Westen von den mächtigen Anden begrenzt wird. Von den etwa 18 Mio. Einwohnern Chiles lebt rund ein Drittel in der Landeshauptstadt Santiago. Bleiben also noch knapp 12 Mio. Menschen für diese wahnsinnige Distanz übrig. Worauf ich eigentlich hinaus will: Viel größere Städte und Orte werden uns in Chile wohl eher selten begegnen. Etwas außerhalb des Ortes fanden wir noch einen netten, kurzen Spazierweg hin zu Felsmalereien. Die roten Handabdrücke an den Felswänden sollen zwischen 1.000 und 3.000 Jahren alt sein. Ob das stimmt können wir natürlich nicht beurteilen aber sie waren auf jeden Fall deutlich zu erkennen. Noch dazu war der Zugang, im Gegensatz zu den Pendants auf argentinischer Seite bei „Perito Moreno“ am „Lago Buenos Aires“, kostenfrei. 😜 Am danebenliegenden, derzeit wohl geschlossenen Schulmuseum oberhalb des Flusses „Río Ibanez“ schlugen wir unser Nachtquartier auf nach dem der einzige hier lebende, freundliche Farmer sein ok gegeben hatte. Ich nutzte die Abgeschiedenheit noch für eine Dusche im Van und entdeckte dabei leider einen Riss in unserer Kunststoffduschwanne. So langsam aber sicher macht sich die Dauerbelastung wohl doch bemerkbar. 😪 Zum Glück hatte Simon, in weiser Voraussicht, den kompletten Boden unter der Dusche gut abgedichtet. So flickten wir den Riss auf die Schnelle nur mit Panzertape und konnten danach beide noch duschen gehen.

Perfektes Wetter für die Bootstour
Erkennt ihr den Hundekopf? 😉
Richtig tolle Farben
Die „Kathedrale“
Und die kleinere „Kapelle“
Auf dem Weg nach Villa Cerro Castillo
Selten so eine fotogene Katze gesehen 😅
Der Berggipfel links ist „die Burg“
1.000 bis 3.000 Jahre alte Handabdrücke
Aussicht auf Fluss und Berge ⛰
Übernachtung am Schulmuseum

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.

NEW BLOG POST 🇦🇷 (19.01. – 24.01.2023) El Chaltén & Nationalpark Los Glaciares

Am Donnerstagmorgen verließen wir nach rund einer Woche „El Calafate“. Dort nutzten wir im Ort noch die Möglichkeit, in einem „Pago Fácil“ Laden die Versicherungsgebühr für unseren Van zu entrichten. Wir hatten diese bereits vor Reiseantritt bei der „Allianz“ in Argentinien (www.speiserseguros.com.ar) für sechs Monate abgeschlossen und nun verlängert. Die Haftpflichtversicherung gilt in Summe für sechs Länder: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay sowie Uruguay. Jetzt kommt der Clou: Von Deutschland aus bezahlten wir 103 US$ für die Versicherung und zusätzlich sage und schreibe 50 € Gebühr für die Auslandsüberweisung auf Grund der Fremdwährung. 🤮 Hier konnten wir nun bar mit argentinischen Pesos bezahlen (ohne Gebühren) und prompt belief sich die Versicherungssumme für weitere sechs Monate nur noch auf 80 €. 👍 Nach dem auch das erledigt war machten wir uns auf den Weg in das etwa 200 km entfernt liegende Wanderparadies „El Chaltén“. Bereits bei unserer Anfahrt hatten wir eine fantastische Sicht auf den großen Gletschersee „Lago Viedma“ sowie den berühmtesten aller Berge in Argentinien, den „Fitz Roy“. Wir parkten direkt am Ortseingang von „El Chaltén“ beim Besucherzentrum, wo es auch eine kostenlose Trinkwasserquelle gibt. In selbigem schauten wir uns kurz um bevor wir uns direkt von dort aus auf den Rundwanderweg „Los Condores & Las Águilas“ begaben. Von dem ca. 6 km langen Weg aus, auf welchem es humane 270 Höhenmeter zu bewältigen gilt, hat man einige Male schöne Aussichten. Sowohl hinunter auf den kleinen Ort, die Flusswindungen des „Río de las Vueltas“ aber auch die umliegenden Berge, darunter den „Fitz Roy“ und „Cerro Torre“. Als Übernachtungsspot wählten wir den großen Parkplatz direkt gegenüber des Besucherzentrums wo sich bereits etliche Camper versammelt hatten. Darunter auch „Klaus und Luise“, die aktuell mit ihrem „Toyota Landcruiser“ mit Aufstelldach Südamerika bereisen. Die beiden Rentner stammen aus dem wunderschönen „Oberkirch“ bei Offenburg und wohnen somit gar nicht weit weg von uns. Und obwohl wir schon etliche tolle Wanderungen in und um ihr wunderschönes Heimatörtchen herum gemacht haben können die beiden sich für wandern so rein gar nicht begeistern. 😅 Dafür waren sie bereits viele Male für mehrere Wochen zu zweit mit ihrem Motorrad in Afrika unterwegs. Nach dem wir im Tausendsassa „Omnia“ richtig knusprige Fischstäbchen zu unseren vom Vortag übrig gebliebenen Bratkartoffeln zubereitet hatten unterhielten wir uns noch bis Mitternacht angeregt mit den beiden. Ich glaube, wir alle hatten gar nicht bemerkt wie schnell die Zeit vergangen war. 🤣

Bereits bei der Fahrt nach El Chaltén
konnten wir den Fitz Roy gut erkennen
Vom Besucherzentrum aus…
… ging‘s auf zum Mirador los Cóndores
Blick auf El Chaltén …
… und den Lago Viedma
Mal wieder leicht windig 😅
Tolles Bild im Besucherzentrum

Wir hatten, trotz der Vielzahl an Campern um uns herum sowie der Nähe zur Straße, eine unglaublich ruhige Nacht auf dem Parkplatz. Als wir ausgeschlafen hatten parkten wir auf den Wanderparkplatz am Ortsende um. Von dort aus starteten wir, nach dem wir uns beim Frühstück gestärkt hatten, unsere Wanderung zur „Laguna Capri“. Der sandige, breite Wanderweg war sehr gut angelegt so dass man anderen Wanderern gut aus dem Weg gehen konnte. Natürlich sind hier auf den Wegen in „El Chaltén“ sehr viele auf den Tracks unterwegs aber wir fühlten uns, zumindest hier, nicht wie auf der Autobahn und die Wanderer verteilten sich wohl ganz gut auf den Wegen. Um die Lagune herum verlief der Weg als Schlaufe, so dass es quasi ein halber Rundweg war von welchem wir immer wieder tolle Sicht auf den „Fitz Roy“ hatten. Aber auch die große Lagune mit ihren Kiesstränden konnte sich wirklich sehen lassen. Wäre das Wasser des Sees noch ein klein wenig ruhiger gewesen so hätte es ein fantastisches Bergpanorama Spiegelbild gegeben. Nach dem wir den Anblick genossen hatten machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz. Von oben aus hatte man neuerdings einen tollen Blick auf die vielen Windungen des „Río de las Vueltas“. Nach insgesamt 10 Kilometern sowie machbaren 400 Höhenmetern gelangten wir schlussendlich drei Stunden später wieder bei unserem Van an. Vor diesem Stand just in dem Moment ein jüngerer Mann aus Weingarten bei Karlsruhe. 😃 Er hatte zuvor für ein Jahr in Argentinien gelebt und zeigt aktuell gerade seiner Freundin während einer vierwöchigen Rundreise die Highlights des Landes. Nach dem netten, kurzen Plausch liefen wir zu Fuß in das kleine, nur 1.600 Einwohner zählende Örtchen. Hier ist natürlich ALLES auf Tourismus ausgelegt: Restaurants, Bäckereien mit angegliederten Cafés, etliche Hotels bzw. Hostels, ein Spa sowie unzählige Tour-Offices ziehen sich durch den gesamten Ortskern. Dies schlägt sich, logischerweise, auf die lokalen Preise nieder was dazu führte, dass wir die eigentlich anvisierte Waffel mit diversen Topping-Möglichkeiten doch links liegen ließen. 8 Euro dafür sind, zumindest für hiesige Verhältnisse, schlicht weg zu viel. So kehrten wir in einer der Bäckereien ein wo wir uns mit einer „Empanada de Pollo“ sowie zwei süßen Teilchen stärkten. Am Nachmittag brachen wir dann auf zum „Lago del Desierto“. Die 37 km lange Strecke bis ans äußerste Ende des Tals führte mal wieder ausschließlich über eine Schotterpiste welcher die Halterung unseres Rückfahrkamera-Displays zum Opfer fiel. 🙈 Wir hatten den Halter schon einmal notdürftig reparieren müssen aber dem ständigen Hoppeln hielt das Flickwerk wohl nicht stand. 😕 Dort angekommen verzogen wir uns für die Nacht auf den hintersten Teil der Parkplätze.

Auf geht’s zur Laguna Capri
Blick auf den Rio de las Vueltas
Am Mirador Fitz Roy angelangt
Kurz darauf folgte die Laguna Capri
Fast freie Sicht auf die Berge 😀
Und wieder zurück nach El Chaltén

Wider Erwarten konnten wir auf dem Parkplatz problemlos die Nacht verbringen ohne von einem Ranger verjagt zu werden. Von dort aus liefen wir am Vormittag ein Teilstück des „Sendero Punta Norte“. Der schmale Trampelpfad führte uns zuerst über eine Hängebrücke und anschließend ging es über unzählige Wurzeln und einige Steine sowie kleine Bachläufe durch deinen dichten Ulmenwald. In Summe würde sich der Weg 10 Kilometer immer entlang des Sees ziehen bis hin zu einem Aussichtspunkt auf den „Fitz Roy“. Kurz danach könnte man auch, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, am dortigen Grenzposten Argentinien verlassen und die Grenze nach Chile überqueren um zum südlichsten Startpunkt der „Carretera Austral“ in „Villa O`Higgins“ zu gelangen. Wir hielten allerdings nach etwa 3 Kilometern an einem kleinen Kiesstrand an da Simon seine Angel mitgenommen hatte. Während mein Mann seinen Gummiwurm badete genoss ich die Aussicht auf die hängenden Gletscher an den gegenüberliegenden Bergen sowie auf den See. Leider war es an dem Tag merklich kühler als zuvor und auch etwas wolkiger. Nach insgesamt 6 Kilometern mit angenehmen 270 Höhenmeter kamen wir drei Stunden später wieder an unserem Auto an. Von hier aus hätte man den See auch mit dem Boot überqueren können. Allerdings war uns die Bootsfahrt mit 50 € p.P. definitiv zu teuer. Und auch die 5 € pro Kopf für den nur 2 km langen Rundwanderweg zum „Glacier Huemul“ wollten wir nicht investieren. Hier gibt es sooo viele tolle Wanderwege die, zu unserem Erstaunen, trotz der Zugehörigkeit zum „Parque Nacional los Glaciares“ alle kostenfrei sind. 👍 Zu unserer Kaffeepause gab es je ein „Alfajor“ bevor ich für den Abend bzw. den kommenden Morgen Brötchen- & Pizzateig zubereitete. Simon startete derweil einen zweiten, neuerdings erfolglosen Angelversuch. Zum Glück war auf die Pizza verlass. 🤣

Unterwegs auf dem Sendero Punta Norte
an der Laguna del Desierto
Simon versucht mal wieder sein Angelglück 😅
Der Cerro Torre blitzte kurz durch die Wolken
Wie erwartet gab es Pizza statt Fisch 🤣

Als ich am Sonntagmorgen die Tür vom Van öffnete wurde ich von einem strahlend blauen Himmel und, im Vergleich zum Vortag, wieder sehr angenehmen Temperaturen empfangen. Wenngleich das Thermometer im Van am Morgen lediglich 10°C anzeigte. 😮 Aber die Sonne lachte bereits und somit war klar: Heute ist DER Tag für die Wanderung zur Laguna Torre! Während die Brötchen buken, die diesmal warum auch immer leider nicht aufgegangen waren, frühstückten wir und machten alles abfahrbereit. Über die Schotterpiste ging es entlang des mitunter reißenden Gletscherflusses wieder zurück nach „El Chaltén“. Wir wählten einen etwas weniger frequentierten Startpunkt des „Sendera Laguna Torre“ am Ortstrand aus wo wir gleichzeitig auch unseren Van parkten. Mit leichtem Gepäck, Trinkblase und Vesper, ausgestattet begaben wir uns gegen Mittag auf den ca. 9 Kilometer und 400 Höhenmeter umfassenden Weg (einfache Strecke). Der Großteil des Anstieges befindet sich bereits auf dem ersten Drittel des Weges und macht das Laufen somit deutlich einfacher. Mitunter ist der sandige Pfad recht schmal und von größeren sowie kleineren Steinen gespickt was das Wandern mit Stöcken etwas erschwert. Auch in den niedrigen Büschen verfängt man sich auf dem schmalen Weg gerne mal mit den Trekkingstöcken. Dafür ist die gesamte Strecke sehr abwechslungsreich und bietet häufig schöne Ausblicke auf den „Fitz Roy“ sowie den Gletscher. Nach dem der erste Anstieg geschafft ist gelangt man am „Mirador Cascada Margarita“ von wo man eine gute Sicht auf die Stromschnellen des Flusses tief unten im Tal hat. Danach geht es weiter bergauf bis zum „Mirador Cerro Torre“ welcher, zumindest bei gutem Wetter, ein Bilderbuchpanoroma auf die berühmten Berge liefert. Hier trennt sich dann auch die Spreu vom Weizen denn die Meisten laufen lediglich diese erste, etwa 3 Kilometer lange, Etappe. Von da an waren wir häufig alleine unterwegs wobei wir nirgends auf die befürchteten Menschenmassen getroffen sind. 👍 Vielleicht war es gar nicht sooo doof, den Trail Mitten am Tag statt früh am Morgen zu starten. Weiter ging es durch breite Ulmenwälder, buschige Ebenen sowie über Geröllfelder entlang des wilden „Río Fitz Roy“ bis hin zum „Mirador Lago Torres“ an der „Laguna Torre“. Bereits am Gletscherfluss waren deutlich frischere Temperaturen spürbar die vom kalten Wasser herrührten. An der Laguna selbst schlug das Wetter dann sogar komplett um. Plötzlich war es wolkig, es blies ein kräftiger sowie kühler Wind und wir waren froh, dass wir hinter einem aufgetürmten Steinwall etwas Schutz vor der Witterung fanden. Hier verzehrten wir unser mitgebrachtes Vesper und genossen derweil den Blick auf die von der Sonne angestrahlten Granitnadeln sowie auf den „Maestri“ Gletscher. Dank diesem treiben in der Laguna auch kleinere und größere Eisberge umher. 😀 Wir traten nach der Pause relativ schnell den Rückweg an da es doch unangenehm frisch war. Es ging über die gleichen Pfade wieder die 9 km zurück bis nach „El Chaltén“ bzw. zu unserem Van. Kaum hatten wir Lagune und Fluss hinter uns gelassen lachte erneut die Sonne und wir konnten die Jacken wieder ablegen. Da wir an den drei Tagen zuvor auch schon wandern waren reichte es mir am Ende des Tages dann auch. 😅 Infos zu allen Wanderwegen in und um „El Chaltén“ findet ihr übrigens unter www.elchalten.com oder auf www.edeltrips.com. Nach dem unsere Rucksäcke wieder im Van verstaut waren parkten wir um in den Ortskern von wo aus wir uns auf die Suche nach einem netten Restaurant begaben. Option Nummer eins („El Parador“) hatte an dem Tag leider geschlossen und bei Option Nummer zwei, dem Restaurant „Maffia“, geht ohne vorherige Reservierung leider gar nichts. 🙄 So landeten wir letztlich bei „Mathilda“. Wir bestellten als Vorspeise eine kleine Pizza Margarita mit frischen Tomaten & Basilikum. Als Hauptgang wählte ich ein Chicken-Curry mit Basmati-Reis und Simon einen Linsen-Eintopf. Wie so oft in Argentinien waren die Gerichte nur sehr spärlich gewürzt weswegen uns leider etwas der Pepp fehlte. Satt waren wir aber in jedem Fall. 😊 Als Übernachtungsspot wählten wir den Wanderparkplatz direkt am Ortsausgang da gegenüber direkt am Fluss am Abend keine Camper mehr standen.

Los geht’s zur Laguna Torre
Beste Aussicht würde ich meinen. 🤩
Postkarten Idylle 🥰
An der Laguna angelangt
schlug das Wetter plötzlich um 😳
Aber das Vesper schmeckte dank Windschutz trotzdem 😛
Und auf dem Rückweg war’s auch schon wieder schön 🌤
Verdientes Abendessen nach der Wanderung 😋
Chicken-Curry mit Reis 🍚

Bereits am Vorabend hatte leichter Wind eingesetzt welcher in der Nacht merklich auffrischte. So wurde unser armer Bussi, und natürlich auch wir, immer wieder von heftigen Böen erfasst und ordentlich durchgeschüttelt. Entsprechend unruhig war mein Schlaf und irgendwie lag mir auch das Abendessen die ganze Zeit über schwer im Magen. 😬 Am Morgen schien zwar die Sonne aber die Böen waren nach wie vor sehr heftig und fegten dicke Staubwolken über den Schotterparkplatz. Dennoch machten sich einige wenige unerschrockene Wanderer, oder eben jene mit Zeitdruck, auf den „Sendero al Fitz Roy“. Wir beobachteten das Treiben vom sicheren Van aus während wir gemütlich frühstückten und Kaffee tranken. Am Vormittag zog der Himmel immer weiter zu und bald waren die Berge am Ende des Tals nicht mehr zu erkennen. Kurz darauf fing es dann auch an zu regnen und wir sind einmal mehr dankbar für das fantastische, sonnige und vor allem absolut windstille Wetter welches wir in den letzten vier Tagen genießen durften. 🙏 So hatten wir alle Zeit der Welt, um mal wieder an den Laptops zu arbeiten und die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Auch die Weiterreise nach Chile wollte recherchiert werden. Danke an der Stelle an Mama und Papa für euren tollen Reisebericht Support! War tatsächlich alles sehr hilfreich. 👍 Außerdem nutzten wir seit längerem mal wieder unsere Dusche im Van. Funktioniert immer wieder super, wenngleich der Aufwand minimal größer ist als bei externen Duschen. Da wir unsere Duschkabine im Normalbetrieb auch als Kleiderständer für Jacken sowie als Stauraum für unsere portable Camping-Toilette nutzen müssen wir sie erst aus- und nach dem Duschen wieder einräumen. Und nach Gebrauch natürlich reinigen. Aber alles halb so wild. 😉 Während des Regens, der am Nachmittag glücklicherweise aufhörte, konnten wir auch das Leck an unserer vorderen Dachluke lokalisieren. Jetzt müssen wir nur noch eine weitere Kartusche von dem Silikon besorgen und zum zweiten Mal ein trockenes, warmes Plätzchen für die Reparatur finden.

Wenn’s morgens noch etwas frisch ist
wärmt zur Not die Eulalia Decke 😜

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