NEW BLOG POST 🇲🇽 (26.02. – 05.03.2025) Von wegen perfekter Neustart: Unser holpriger Wiedereinstieg ins Vanlife!

Zurück in MEXIKO – Mit neuem VISUM und großer Vorfreude auf die USA! 🇺🇸🚐💨

Unser fünfwöchiger Deutschland-Aufenthalt war gefühlt in Rekordzeit verstrichen und schneller als uns lieb war, stand der schmerzhafte Abschied von Eltern, Geschwistern, Nichte und Freunden bevor. Natürlich freuten wir uns darauf, unser Vanlife-Abenteuer fortzusetzen, aber nach so langer Zeit mit unseren Liebsten fiel es uns doch schwer, wieder in die Ferne aufzubrechen.

Zu allem Übel hatte sich mein Papa eine heftige Grippe eingefangen und lag geschwächt im Bett, sodass er uns nicht wie geplant zum Flughafen begleiten konnte. Also setzte ich mich selbst ans Steuer, während meine Mama auf dem Beifahrersitz Platz nahm und Simon (ebenfalls verschnupft) auf der Rückbank saß. Der Verkehr auf der A5 war an diesem Mittwoch mal mehr, mal weniger zäh, aber zum Glück stockte er nicht und mit unserem großzügigen Zeitpuffer erreichten wir das Terminal 2 des Frankfurter Flughafens gut drei Stunden vor Abflug.

Da wir bereits am Vorabend online eingecheckt hatten, war die Gepäckaufgabe am Automaten schnell erledigt und wir nutzten die verbleibende Zeit, um von der Besucherterrasse aus landende Flugzeuge zu beobachten. Pünktlich um 19:20 Uhr hob unser KLM City Hopper nach Amsterdam ab – diesmal mit genug Zeit zum Umsteigen. In Schiphol angekommen wechselten wir entspannt das Terminal, bevor uns um 22:15 Uhr eine Boeing 787 Dreamliner von Aeromexico zurück nach MEXIKO CITY brachte. ✈️

Mit der kleinen KLM Maschine von FRA nach AMS ✈️
Schiphol von oben
Von dort ging’s weiter nach Mexico City

Der Flug verlief angenehm, auch wenn das Schlafen im Sitzen wie immer eine echte Herausforderung war. Zum Glück gab es ein gutes Board Entertainment und für alle Romantiker unter euch: Der Film The Notebook ist definitiv eine Empfehlung wert! Auch das späte Abendessen an Bord war absolut in Ordnung und da neben mir ein etwa vierjähriger, süßer kleiner Junge saß, dessen Eltern mit seinem zweijährigen Geschwisterchen in der angrenzenden Dreier Sitzreihe Platz gefunden hatten – blieb genug Platz für uns alle.

Mein süßer Banknachbar 🥰

Ankunft in MEXIKO CITY – und gleich zur ZOLLINSPEKTION

Dank starkem Rückenwind landeten wir sogar 20 Minuten früher als geplant, also kurz vor 3:00 Uhr Ortszeit morgens. 🥱 Durch die sieben Stunden Zeitverschiebung hatten wir auf der Uhr einiges gutgemacht, aber somit stand uns auch ein langer Tag bevor…

Zunächst ging es zur Immigration, wo sich bereits eine lange Schlange gebildet hatte. Doch als wir an der Reihe waren, verlief der Einreiseprozess völlig unkompliziert. Ohne mit der Wimper zu zucken und – im Gegensatz zur letzten Einreise – ohne Einreisesteuer wurden uns erneut 64 Tage in Mexiko gewährt. Hoffentlich brauchen wir davon nur maximal 14, denn mit unserem neuen US-Visum in der Tasche sollte unsere Panamericana-Reise nun endlich weitergehen! 🙏

Nachdem wir die Passkontrolle passiert hatten, fanden wir unsere beiden großen Kartons, die wir bereits auf dem Hinflug genutzt hatten, auf dem Boden vor dem Gepäckband. Doch diesmal zierte einer davon einen Aufkleber vom mexikanischen Zoll. Also mussten wir mit unseren Kisten erstmal zur Zollinspektion.

Anscheinend hatten unsere Auto-Ersatzteile das Interesse der Beamten geweckt, weshalb wir die Kartons öffnen und den Inhalt auf den Edelstahltischen ausbreiten mussten. Auto-Ersatzteile sind in Mexiko wohl grundsätzlich zollpflichtig, deshalb mussten wir online die Rechnung für unsere Ersatzteile – darunter Luft-, Diesel- und Ölfilter sowie frische Bremsbeläge – vorzeigen. Zum Glück lag der Gesamtwert der Teile bei nur knapp 160 €, sodass die 19 % Zollgebühr verschmerzbar war. 😮‍💨

Schade war allerdings, dass uns auch die beiden Samenpäckchen abgenommen wurden, die wir für Omar und Julia, die Betreiber des Campingplatzes Rancho Viejo, als kleines Dankeschön mitgebracht hatten. Lila Ur-Möhren und Ochsenherz-Tomaten wird es in Mexiko also leider nicht geben…

Nach der Zollabwicklung verließen wir endlich das Terminal und bestellten ein Uber Taxi. Gegen 4:30 Uhr morgens erreichten wir den Campingplatz in Teotihuacán, wo unser Van sicher auf uns wartete. Doch so früh am Morgen schienen Omar und Julia noch tief und fest zu schlafen – weder unser Klingeln noch unsere Anrufe wurden beantwortet.

Also standen wir über eine Stunde lang vor verschlossenen Toren. Aber was hätten wir uns Schöneres wünschen können? Vor uns erstreckte sich ein spektakulärer Sonnenaufgang über den Bergen Mexikos, die Vögel zwitscherten uns fröhlich entgegen, und wenig später stiegen mindestens zehn bunte Heißluftballons in den Himmel, um ihre Runden über der berühmten Sonnenpyramide zu drehen. Was für ein magischer Empfang! ☀️

Zurück im VAN – unser kleines Zuhause fühlte sich gleich wieder richtig an

Als wir schließlich das Tor passieren und unseren Van wieder an seinen Platz fahren konnten, fühlte es sich fast so an, als wären wir gar nicht weg gewesen. Nur mit einem entscheidenden Unterschied: Diesmal haben wir ein gültiges US-Visum in der Tasche!

Um nicht in der Müdigkeit zu versinken, machten wir uns direkt ans Auspacken unserer genialen faltbaren Handgepäckstaschen von FoldBagz sowie der Kartons. Die neue Bettwäsche passte perfekt in unser gemütliches Zuhause auf Rädern, und auch der defekte Dachluken-Ventilator war in Nullkommanichts ausgetauscht. ✅

Die Foldbagz mit Handgepäck-Maß haben super viele Staufächer und sogar einen integrierten Kleidersack!

Den Rest des Tages verbrachten wir entspannt auf dem weitläufigen Areal. Wir sahen Rita, der alten Eseldame, beim gemächlichen Grasen zu, freuten uns über das neue Lämmchen, das während unserer Abwesenheit geboren worden war, und genossen die Gesellschaft der drei Hofhunde, die uns offensichtlich sofort wiedererkannten und freudig begrüßten. 🐕🐾

Ankommen, Ausruhen – und dann das!

Bis 20 Uhr hatten wir am Vorabend noch tapfer durchgehalten – aber dann war wirklich Schluss mit lustig! Nach über 20 Stunden Reisezeit fielen wir hundemüde in unser frisch bezogenes, eigenes Bettchen im Van. Simon war leider nicht nur müde, sondern mittlerweile auch ziemlich erkältet. 🤧

Am nächsten Morgen wachte ich gegen 7 Uhr tatsächlich relativ fit und erstaunlich ausgeschlafen auf – ganz im Gegensatz zu Simon, der immer noch mit Schnupfen, Kopfschmerzen und einem dicken Kloß im Hals kämpfte. Aber eine Ibuprofen zum Frühstück wirkte Wunder, und gegen Mittag ging es ihm glücklicherweise schon wieder halbwegs gut.

Da wir nicht untätig rumsitzen wollten, nutzten wir die gewonnene Energie und erledigten direkt die wichtigsten Dinge:

✅ Lebensmitteleinkäufe – Der Kühlschrank war nach unserer Deutschland-Reise verständlicherweise leer, also füllten wir ihn wieder mit frischen Vorräten auf.

💧 Trinkwasser auffüllen – Unsere Kanister mussten dringend nachgefüllt werden. In Mexiko ist das dank der weit verbreiteten Purificadoras (Wasserreinigungsstationen) super einfach und günstig.

🧺 Schmutzwäsche loswerden – Den großen Sack mit Schmutzwäsche, den wir vor unserer Abreise nicht mehr waschen konnten, brachten wir endlich zur Wäscherei.

Nachmittags widmete sich Simon trotz leichter Erkältung noch einer anderen, lästigen Baustelle: Die defekten Rollos (Fliegengitter und Jalousie) an unserer hinteren Dachluke mussten dringend ausgetauscht werden. Besonders das Fliegengitter war für uns unverzichtbar – denn in Mexiko können sich Mücken selbst im Winter noch herumtreiben, und wir hatten wenig Lust auf ungebetene Mitbewohner.

Zum Glück verlief der Austausch reibungslos, und damit war an Tag zwei nach unserer Rückkehr schon fast alles abgehakt. 😀

Wassermangel – mitten in der Trockenzeit!

Simon ging’s am Samstag zum Glück schon wieder deutlich besser während ich mir nicht sicher war, ob ich immer noch ein klein wenig mit dem Jetlag kämpfte oder ob sich nun auch bei mir eine Erkältung anbahnte… Deshalb ließen wir es ruhig angehen und erledigten nur das aller Nötigste:

Zuerst holten wir unsere frisch gewaschene Wäsche aus der Wäscherei ab – sauber duftende Kleidung ist immer wieder ein kleines Highlight. 🌟 Anschließend versuchten wir, bei zwei Tankstellen in der Nähe unseren Wassertank aufzufüllen, allerdings vergeblich. Scheinbar herrschte bereits jetzt Wasserknappheit – und das, obwohl die Regenzeit erst im Juli beginnen wird! 😨

Immerhin konnten wir an den Tankstellen noch unsere Auto- und Fahrradreifen aufpumpen, und Wasser würden wir sicherlich irgendwo unterwegs auftreiben können.

Krank statt on the road

Als ich am Sonntagmorgen mit fürchterlichen Kopfschmerzen, Kratzen im Hals und verstopfter Nase erwachte war klar: Jetzt hatte es auch mich erwischt. Und als am Abend noch leichtes Fieber hinzukam, war an die eigentlich für diesen Tag geplante Abfahrt nicht zu denken. So hatten wir uns den Neustart in unser Vanlife-Abenteuer nun wirklich nicht vorgestellt! 😬

Zum Glück waren wir auf der Rancho Viejo in Teotihuacán bei Omar und seiner Mutter Julia bestens aufgehoben. Die beiden kümmerten sich rührend um uns und setzten auf traditionelle Hausmittel: Eine saure, Vitamin-C-reiche Kaktusfrucht sollte unser Immunsystem stärken, während ein Sud aus in Honig gedünsteten Zwiebeln und Knoblauch gegen den Husten helfen sollte. Und als kleines Seelenpflaster gab es noch Kekse in lustiger Eselform – schließlich hilft ein Lächeln manchmal genauso gut wie Medizin. ♥️

Traditionelle, mexikanische Medizin
Leckere Esel-Kekse

Krank im Van & neue Bekanntschaften

Am Montag hatte sich mein Zustand sogar noch leicht verschlechtert, sodass an eine Weiterfahrt weiterhin nicht zu denken war. Während wir uns redlich bemühten, schnell wieder fit zu werden, erhielten wir Gesellschaft von zwei kanadischen Familien, die mit ihren beeindruckenden Fahrzeugen auf den Campingplatz rollten. 🚍🇨🇦

Die eine Familie reiste mit einem riesigen Wohnwagen, die andere in einem alten, aber gigantischen Mercedes-Schulbus – beide mit jeweils vier kleinen Kindern an Bord. Schon auf den ersten Blick wurde klar, dass sie einen recht alternativen Lebensstil pflegten. Besonders beeindruckt waren wir von der Menge an Ausrüstung, die sie dabeihatten: Jedes Kind hatte ein eigenes Fahrrad samt Helm, dazu kamen ein paar Inlineskates – und als wäre das noch nicht genug, reisten auch noch zwei Hunde mit. Platz schien in ihren rollenden Unterkünften jedenfalls mehr als genug vorhanden zu sein! 😅

Omar freute sich über die vielen Kinder 😅

Geduld, Genesung & ein guter DHL-Lauf

Da mich am Montagabend erneut leichtes Fieber geplagt hatte, verbrachten wir auch den Dienstag und Mittwoch weiterhin auf der Rancho Viejo und hofften inständig auf Besserung. Unser geplanter Aufbruch musste also weiter warten. So hatten wir uns das Vanlife-Revival wahrlich nicht vorgestellt!

Während wir uns bemitleideten und mit Tee und traditioneller mexikanischer Medizin aufpäppelten, erreichte uns aber auch eine erfreuliche Nachricht: Unsere per DHL aus Deutschland verschickten Marquart-Stoßdämpfer waren nach etwa 14 Tagen wohlbehalten bei Brett & Yvonne alias @RoundAboutWest in den USA angekommen! 🥳🥳

Jetzt müssen nur noch wir es zu den Stoßdämpfern schaffen – hoffentlich genauso reibungslos.

Ob das klappt, erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag. Bis dahin: Bleibt gesund! 🍀

NEW BLOG POST 🇩🇪 (24.01. – 25.02.2025) Ein Visum kommt selten allein… oder doch?

Närrisches Treiben in der Heimat

Nach dem nervenaufreibenden Termin im US-Konsulat in Frankfurt, der ja glücklicherweise mit einem positiven Ergebnis ausging, hieß es für uns: warten. Innerhalb einer Woche sollten unsere Pässe samt Visum per UPS zugestellt werden – doch bis dahin wollten wir uns die Zeit so angenehm wie möglich gestalten. Und was hätte da besser gepasst als ein richtig schöner Faschingsumzug in unserer Heimatgemeinde Malsch? 🎉🎉

Zum ersten Mal seit acht Jahren – zuletzt fand er 2017 statt – schlängelte sich der bunte, närrische Bandwurm mit über 80 Gruppen durch die abgesperrten Hauptverkehrsstraßen des Ortes. Unsere Freunde hatten zwar einen Platz mit guter Sicht gewählt, aber strategisch gesehen war er eher suboptimal: Wir standen nämlich fast am Ende der Zugstrecke und mussten rund 45 Minuten warten, bis die ersten Gruppen bei uns ankamen. Noch dazu pfiff der böige, frische Wind genau in unsere Richtung, sodass wir bereits nach anderthalb Stunden ordentlich durchgefroren waren. Schließlich entschieden wir, den Rest des Umzugs ausfallen zu lassen und uns entlang der Strecke langsam auf den Rückweg zu meinem Elternhaus zu machen – unserem gemütlichen und vor allem warmen Quartier auf Zeit. ♥️

Trotzdem war es ein tolles Erlebnis, mal wieder fröhlicher Guggen-Musik zu lauschen, die kunstvoll gearbeiteten Kostüme und schweren Holzmasken zu bestaunen und in die leuchtenden (manchmal auch leicht verängstigten) Kinderaugen zu blicken, wenn sie die Süßigkeiten von Hexe und Co. entgegennahmen. 🧙‍♀️🍬

Ein Visum kommt selten allein… oder doch?

Bereits zwei Tage nach unserem Interviewtermin im US-Konsulat Frankfurt trudelte eine E-Mail ein: Unsere Pässe seien fertig zur Abholung! Da wir jedoch keine Lust auf eine weitere Fahrt nach Frankfurt hatten, entschieden wir uns für die bequemere Variante – die Zustellung per Kurier.

Allerdings gab es einen kleinen Haken: Die E-Mail enthielt weder eine Passnummer noch den Namen des Inhabers. Stattdessen stand nur der Hinweis darin, dass die Zustellgebühr pro Pass und nicht pro Antrag zu entrichten sei. Also überwies ich sicherheitshalber zweimal 22,80 €.

Zwei Tage später klingelte der Paketbote – aber nur mit meinem Pass in der Hand! 😰 Kurz darauf landete eine neue E-Mail in meinem Posteingang: Ein weiterer Pass liege zur Abholung in Frankfurt bereit. In dem Moment wurde mir klar, dass die erste Nachricht sich wohl nur auf meinen Pass bezogen hatte und Simons Pass vermutlich erst ein bis zwei Tage später bearbeitet worden war. Da sich am Versandstatus absolut nichts änderte, blieb uns also nichts anderes übrig, als die Zustellgebühr erneut zu überweisen. 🙈🙊🙉

Solltet ihr jemals ein US-Visum beantragen, können wir euch rückblickend folgenden Tipp geben: Jeder Antragsteller sollte eine eigene, separate E-Mail-Adresse angeben! Das hätte uns einige Tage voller Verwirrung und unnötiges Rätselraten erspart.

Letztlich trudelte auch Simons Pass, rund eineinhalb Wochen nach unserem Interviewtermin, endlich bei uns zu Hause ein. Uns fiel eine wahnsinnige Last von den Schultern – und die Erleichterung wurde sogar noch größer als wir sahen, dass das Visum im Pass einen Vermerk über die Prüfung unseres ESTA-Verstoßes enthielt. Das lässt uns nun zumindest etwas optimistischer auf den erneuten Grenzübertritt von Mexiko in die USA blicken. Denn auch wenn unser Visum nun offiziell bewilligt wurde, hat letztendlich immer noch der Grenzbeamte vor Ort das letzte Wort. Und selbst mit gültigem Visum könnte er uns die Einreise theoretisch immer noch verwehren… Aber soweit wollten wir noch gar nicht denken. Erstmal hieß es: durchatmen und freuen! 🤗

Ersatzteile, Wiedersehensfreude & eine unvergessliche Überraschung

Mit den Visa in der Tasche war unser wichtigstes To-do abgehakt – aber natürlich gab es noch einige andere offene Punkte auf unserer Liste! Ganz oben stand die Beschaffung einiger dringend benötigter Ersatzteile für unseren Van:

• Ein neues Lüfterrad für die vordere Dachluke

• Ein neuer Rollo samt Rahmen für die hintere Dachluke

• Neue Bremsbeläge

• Ein weiteres Inspektions-Kit (Öl-, Diesel- und Luftfilter)

• Und am allerwichtigsten: neue Stoßdämpfer für die Hinterachse!

Letztere hatten uns auf unserer bisherigen Reise immer wieder vor Herausforderungen gestellt – höchste Zeit also, hier endlich für Abhilfe zu sorgen! 🛠️

Das alles (und mehr) muss mit nach Mexiko 🙈

Neben all den Besorgungen blieb uns zum Glück genug Zeit für schöne Wiedersehen mit Freunden. Ob bei gemeinsamen Essen in Restaurants oder bei gemütlichen Abenden zu Hause – die Freude war jedes Mal riesengroß. Mal gab es selbstgemachtes Gulasch mit Spätzle, mal eine köstliche Lasagne mit feinen Desserts. 😋

Es gab viele schöne Wiedersehen mit Freunden 🥰

Doch eine Überraschung ließ mich dann endgültig sprachlos zurück: Zwei meiner ältesten und besten Freundinnen, Sabrina und Sabina, überraschten mich mit einem nachträglichen Geburtstagsgeschenk, das nicht besser hätte sein können: Eine gemeinsame Auszeit im Felsenland Dahn, einem luxuriösen 4-Sterne-Plus-Wellnessresort! 🥹

Nur wenige Tage nach unserem Wiedersehen machten wir uns dann auch schon zu dritt auf den Weg. Von Malsch aus ging es über Karlsruhe ins etwa 60 Kilometer entfernte Dahn in Rheinland-Pfalz. Nach einem leckeren Mittagsbuffet konnten wir bereits gegen 13:30 Uhr unser großes Familienzimmer beziehen – und wurden direkt mit einer gepackten Wellnesstasche begrüßt.

Nach Kaffee und Kuchen erkundeten wir am Nachmittag neugierig den riesigen, 4.000 m² großen Wellnessbereich mit drei Pools und elf verschiedenen Saunen. Es tat so unglaublich gut, einfach mal abzuschalten, die Zeit mit meinen Lieblingsmenschen zu genießen und dabei zu spüren, wie wertvoll solche langjährigen Freundschaften sind. Freundschaften, bei denen man nach Monaten oder Jahren direkt wieder anknüpfen kann, als wäre man nie weg gewesen.

Der krönende Abschluss dieses perfekten Tages? Ein fantastisches 6-Gänge-Menü im Hotelrestaurant! 🍷 Und nach einer kurzen Pyjama-Party (die Müdigkeit hatte uns schneller als gedacht eingeholt) fielen wir schließlich glücklich und entspannt in die Betten. 🛌

Am nächsten Morgen ließen wir das Verwöhnprogramm gemütlich beim ausgiebigen Frühstücksbuffet noch einmal richtig ausklingen.

Liebe Sabrina und Sabina, tausend Dank für dieses grandiose Geschenk und die gemeinsame Zeit! Eine größere Freude hättet ihr mir definitiv nicht bereiten können. Das müssen wir unbedingt in einigen Monaten wiederholen! ♥️

Logistik-Chaos & neue Herausforderungen

Neben all den schönen Momenten gab es auch ein paar logistische Hürden zu meistern. Ein großes Problem war der Transport der neuen Stoßdämpfer für unsere Hinterachse, die wir mittlerweile von Marquart erhalten hatten. Wie sollten wir diese nach Mexiko oder in die USA bekommen?

Von anderen Reisenden hatten wir bereits gehört, dass der Versand per Flugzeug aufgrund der Öl-Druckbehälter problematisch sein könnte – und eine schriftliche Anfrage bei der Airline bestätigte diese Befürchtung. 😕 Zum Glück sprang eine gute Freundin und ehemalige Arbeitskollegin ein, die sich im Speditionsbereich bestens auskennt. Ohne zu zögern erklärte sie sich bereit, nach alternativen Versandmöglichkeiten zu suchen. Ein absoluter Glücksfall!

Während wir auf eine Lösung für unser Stoßdämpfer-Dilemma warteten nutzten wir die Zeit, um einige der zur Verfügung gestellten Produkte ausführlich zu testen. Darunter das faltbare E-Bike von HITWAY, das wir auf Herz und Nieren prüften und für das wir ein ausführliches Produkttest-Video drehten.

▶ Hier geht’s bei Interesse zum Produkttest-Video:

Wäre unsere Einreise in die USA nicht an der Grenze gescheitert, hätten wir vermutlich nie die Gelegenheit bekommen, uns in diesem völlig neuen Terrain auszuprobieren. So bot uns die unerwartete Situation die Chance, ein neues Videoformat zu testen – eine Erfahrung, die wir definitiv nicht missen möchten!

Einblicke in ein Offroad-Monster

Ein Besuch bei Freunden in Karlsruhe führte uns nicht nur zu einem schönen Wiedersehen, sondern auch zu einer völlig unerwarteten Gelegenheit: Während wir bei Automedia Karlsruhe in ihrer Car-HiFi-Werkstatt standen, entdeckten wir ein beeindruckendes Expeditionsmobil – den MAN HX60 von Dirk. 🚛

Das Fahrzeug war gerade dabei, mit einer Alpine Bird-View-Kamera, einer Alarmanlage und einem neuen Soundsystem ausgestattet zu werden. Beim gemeinsamen (und sehr leckeren) Mittagessen beim Griechen kamen wir mit Dirk ins Gespräch – und spontan erklärte er sich bereit, mit uns noch am selben Tag eine exklusive Roomtour zu drehen!

Falls euch fette Offroad-Trucks faszinieren, solltet ihr dieses Video auf keinen Fall verpassen. Denn dieser ehemalige Militär-LKW ist nicht nur ein Rechtslenker – er hat auch eine Besonderheit, die wir so noch nie gesehen haben: eine unsichtbare Heckgarage, in der ein komplettes Can-Am Quad verschwindet! 😳

📅 Die Roomtour gibt’s am Mittwoch, den 26.02. erstmalig auf unserem YouTube-Kanal! Während wir an diesem Tag unsere Rückreise nach Mexico City antreten, könnt ihr euch das Video anschauen – und dann berichten wir bald wieder von unseren Erlebnissen on the road! 🇺🇸🚐💨

▶ Und alle Technik-Freaks können bis dahin gerne in das Info-Video zur Alpine Bird-View schauen:

Bis dahin – macht’s gut und passt auf euch auf! 👋🏻

NEW BLOG POST 🇩🇪 (05. – 23.01.2025) UNSER WEG ZUM US-VISUM: Hindernisse, Hoffnungen und die alles entscheidende Antwort

Zurück auf der Rancho Viejo: Zeit für den großen Van-Frühjahrsputz!

Nach 18 wundervollen Tagen des House- und Dog-Sittings in Mexiko-Stadt kehrten wir zu unserem Van auf den Campingplatz Rancho Viejo in Teotihuacán zurück, wo wir ihn während unserer Abwesenheit sicher abgestellt hatten. Da in nur einer Woche unser lang ersehnter US-Visum-Run nach Deutschland anstand, verbrachten wir die folgenden Tage ebenfalls dort – und sie sollten alles andere als langweilig werden.

Es gab so einiges zu tun: Zwei Videos wollten geschnitten werden, und unser Van hatte nach über einem Jahr on the road eine gründliche Reinigung dringend nötig. Also schrubbten, wischten und putzten wir, bis er innen und außen blitzte. Doch damit nicht genug: Wir starteten auch eine große Ausmist-Aktion, die längst überfällig war. 📦

Simon verklebt noch einmal die Dachluken
Nur ein kleiner Teil unseres Kofferraum Inhalts…

Erstaunlich, wie sich auf nur sechs Quadratmetern Wohnfläche dennoch überflüssige Dinge ansammeln können! Am Ende hatten wir zwei große Kartons voll mit Sachen, die wir in den vergangenen 28 Monaten Panamericana-Roadtrip entweder nie oder nur selten benutzt hatten. Zu viel Kleidung, ungenutzte Plastikdosen, die Fahrradhelme – und ja, sogar meine Ukulele. Ursprünglich wollte ich dieses wunderschöne Instrument auf Reisen lernen, aber wie das oft so ist, blieb keine Zeit dafür. Also weg damit!

Insgesamt kamen fast 45 Kilogramm Ballast zusammen, die wir in zwei stabile Umzugskartons verstauten. Vollends mit Klebeband umwickelt, entsprachen sie sowohl den erlaubten Maßen als auch dem Gewicht für Aufgabegepäck. Ein befreiendes Gefühl, so viel Überflüssiges loszuwerden! 😀

Karton statt Koffer 😅

Abschied von Mexiko und ein herzliches Wiedersehen in Deutschland

Unser letzter Tag in Mexiko begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein – nach drei grauen und windigen Tagen eine willkommene Überraschung! Da wir alle Putz- und Packarbeiten bereits am Vortag erledigt hatten, und unser Flug erst am Abend ging, konnten wir den letzten Tag entspannt angehen. 😎

Letztes Mal Yoga mit Hund 🐕

Gegen 16:30 Uhr holte uns ein zuvor bestelltes Uber-Taxi am Campingplatz ab. Die Fahrt führte vorbei an den majestätischen Vulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl, die sich diesmal sogar schneebedeckt präsentierten – ein beeindruckender Anblick, der uns den Abschied nicht leichter machte. 🏔️

Am internationalen Flughafen Benito Juárez verlief alles reibungslos. Den Check-in hatten wir schon online erledigt, sodass wir am Automaten nur noch unsere Bordkarten ausdrucken und die beiden Kartons aufgeben mussten. Besonders vielsagend fand ich unsere Airline-Referenz: Deseuo. Das klang verdächtig nach deseo (Spanisch für Wunsch) und passte perfekt zu unserem Reiseanlass: dem Wunsch, das ersehnte US-Visum zu erhalten. 🇺🇸

Malsch – wir kommen! ✈️

Nach einem überteuerten Abendessen bei der Burger-Kette Carls Jr. – hätten wir uns sparen können, wie sich später herausstellte – und einer zügigen Sicherheitskontrolle ging es gegen 21 Uhr an Bord des Aeromexico-Dreamliners Richtung Amsterdam. Überraschend wurde uns kurz nach Abflug noch ein warmes Nachtessen serviert, obwohl wir nur mit einem Frühstück gerechnet hatten. Der Flug verlief ruhig und angenehm, sodass wir nach knapp 10 Stunden sicher in Amsterdam landeten. 🛬

Dichter Nebel empfing uns dort, doch viel Zeit zum Bestaunen blieb nicht: Unser Anschlussflug nach Frankfurt stand kurz bevor, und wir mussten quer durch den riesigen Flughafen Schiphol hetzen. Nur dank einer kleinen Verspätung des Fliegers schafften wir es noch rechtzeitig an Bord. 😮‍💨

Fast hätten wir direkt wieder kehrt gemacht. 🤣
Das Wetter hätte echt besser sein können…
…wobei es über den Wolken echt schön war 🌅

In Frankfurt angekommen, erlebten wir einen Moment der Erleichterung: Unsere Kartons kamen unversehrt an! Und in der Ankunftshalle warteten bereits meine Eltern, die uns nach über 897 Tagen Abwesenheit voller Freude begrüßten. Ein herzlicher Empfang, der unsere Ängste und Sorgen über das Visum für einen Moment vergessen ließ.

Mein 41. Geburtstag – Ein Wiedersehen, das alles übertraf

Wenn ich mir etwas zu meinem Geburtstag hätte wünschen dürfen, wäre es genau das gewesen: Nach über zweieinhalb Jahren endlich wieder mit meinen Eltern, Schwiegereltern, den beiden Geschwistern und meiner Nichte an einem Tisch zu sitzen. Und genau das wurde am 15. Januar, meinem 41. Geburtstag, Wirklichkeit. 🌟

Geburtstagsessen 🥰

Ein riesiges Dankeschön geht an meine Eltern die nicht nur alles organisiert, sondern auch mein altes Zimmer so liebevoll für uns hergerichtet haben. Nach so langer Zeit fühlte sich das wie ein echtes „Willkommen zurück“ an. ♥️

Was mich zusätzlich zum Strahlen brachte waren die vielen Geburtstagsgrüße, die mich über WhatsApp, Instagram und Facebook erreichten. 😊Es war einfach schön zu sehen, wie viele Menschen an mich gedacht hatten – von Freunden aus der Heimat bis hin zu Reisenden, die wir irgendwo auf der Panamericana getroffen haben.

So schön der Tag war, das Einschlafen fiel uns in der zweiten Nacht ziemlich schwer. Kein Wunder, wenn man plötzlich 7 Stunden Zeitverschiebung verarbeiten muss! Die Umstellung hat uns ganz schön gefordert – sowohl körperlich als auch mental. Immerhin hatte Petrus ein wenig Mitleid mit uns: Zwar war es kühl und etwas nass, aber für Januar hätte es definitiv schlimmer kommen können. ⛅️

Am Ende war mein Geburtstag genau das, was ich gebraucht habe: ein Tag voller Liebe, Freude und dem Gefühl, endlich wieder angekommen zu sein – zumindest für eine Weile. 🥰

Ein Wiedersehen mit Freunden

Am Donnerstag führte uns unser Weg in Simons Elternhaus, unser ehemaliges Zuhause, bevor wir unsere große Reise angetreten hatten. Damals hatten wir unsere Wohnung aufgelöst und all unser verbleibendes Hab und Gut in Simons altem Kinderzimmer untergebracht. Nun, mit den beiden zusätzlichen Kartons aus Mexiko, platzte der Raum endgültig aus allen Nähten.

Doch während wir uns durch das Chaos kämpften, gab es auch etwas Schönes zu entdecken: Unsere vier Kornnattern, die nach wie vor in ihrem alten Terrarium untergebracht waren, schienen die Zeit hervorragend überstanden zu haben. Dank der fürsorglichen Pflege durch meinen Schwiegervater ging es den Tieren prächtig – ein kleiner Trost inmitten des Durcheinanders.

Unsere Schlangen sind schon 21 Jahre alt 👵

Zum Glück mussten wir uns nicht allzu lange Gedanken darüber machen, wo wir die kommenden sechs Wochen verbringen würden. In meinem Elternhaus gab es genug Platz für uns beide, sodass wir einen festen Rückzugsort hatten.

Der Abend hielt dann ein besonderes Highlight für uns bereit: ein Wiedersehen mit unseren engsten Freunden. Sie hatten Bratwurst und Brötchen organisiert, und wir verbrachten einen gemütlichen Abend zusammen. Es war einfach wunderschön, nach so langer Zeit die vertrauten Gesichter wiederzusehen. Noch schöner war die Erkenntnis, dass sich trotz unserer langen Abwesenheit nichts verändert hatte – weder die Freundschaft noch das Äußere unserer Freunde. Es fühlte sich an, als hätten wir uns erst gestern zuletzt gesehen. ♥️

Vorbereitung ist alles

Die Tage danach waren geprägt von Organisation und To-Do-Listen. Wir nutzten die Zeit um Termine wahrzunehmen, die schon lange überfällig waren – vom Friseurbesuch bis hin zu Routineuntersuchungen. Ein riesiges Dankeschön geht an meine Mama, die sich im Vorfeld so hervorragend um die Organisation gekümmert hatte! Dank ihrer Hilfe konnten wir direkt nach unserer Ankunft durchstarten und die wichtigsten Dinge erledigen. 👍🏻

Doch der wohl nervenaufreibendste Punkt auf unserer Liste war die Vorbereitung auf das Interview für unser US-Visum. Nach unserem missglückten Grenzübertritt im September wollten wir nichts dem Zufall überlassen und uns bestmöglich vorbereiten. Das bedeutete: Unterlagen sammeln, Szenarien durchspielen und sicherstellen, dass wir alle Eventualitäten abgedeckt hatten.

Neben den Pässen und der Terminbestätigung packten wir daher eine ganze Reihe zusätzlicher Dokumente ein: aktuelle Meldebescheinigungen, Führungszeugnisse, einen Nachweis über unsere finanziellen Mittel und eine detaillierte Beschreibung unserer geplanten Reiseroute. Damit wollten wir beweisen, dass wir keineswegs vorhatten, in die USA einzuwandern, sondern lediglich mit unserem Van durchs Land reisen wollten. 🌎🚐💨

Trotz all der Vorbereitung blieb die Nervosität. Seit der Antragstellung Mitte September war das Visumsthema wie ein Schatten, der uns nicht losließ. Immer wieder stellten wir uns die gleiche Frage: Würden wir die Erlaubnis bekommen, unsere Reise fortzusetzen? So hieß es weiterhin hoffen, bangen und warten – und uns mit der Ungewissheit arrangieren.

Wird‘s was mit dem Visum oder war’s das?!

Nervenkitzel in Frankfurt

Unser Termin im US-Konsulat in Frankfurt war für Donnerstagmorgen, den 23. Januar 2025, auf 07:30 Uhr angesetzt. 📆 Da das Wetter Ende Januar unberechenbar sein kann und wir mit gut zwei Stunden Fahrzeit von Malsch nach Frankfurt rechnen mussten hatten wir uns frühzeitig entschieden, die Nacht davor in einem Hotel in der Nähe der Botschaft zu verbringen. Mit den wichtigsten Unterlagen, ein paar Wechselklamotten und einem mulmigen Gefühl im Gepäck machten wir uns am Mittwochmittag mit dem Kleinwagen von Simons Papa auf den Weg. Danke noch einmal, Norbert, für den Autoverleih – du bist ein Schatz!

Die Straßen waren zum Glück frei, und so rollten wir ohne Zwischenfälle nach knapp zwei Stunden Fahrt in Frankfurt ein. Nach einer kleinen Parkplatz-Odyssee fanden wir unser Hotel, parkten das Auto auf dem hoteleigenen Parkplatz (gegen eine Extragebühr, versteht sich) und checkten über einen Automaten ein. Der Self-Check-In lief überraschend problemlos, und unser Zimmer war zwar klein, aber gemütlich – genau richtig für eine Nacht. ✅

Doch statt uns direkt zu entspannen, schnürten wir noch einmal die Schuhe und erkundeten die Gegend. Das US-Konsulat in der Gießener Straße war nur ein paar Hundert Meter entfernt, also stiefelten wir trotz grauem Himmel und frostiger Temperaturen hinüber. Wir wollten sicherstellen, dass wir am nächsten Morgen nicht planlos vor den falschen Türen standen. Mission erfolgreich: Wir hatten die richtige Pforte ausgemacht.

Foto aus Google Maps

Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Abstecher in den benachbarten Toom Baumarkt – keine Ahnung, warum Baumärkte so beruhigend auf uns wirken, aber das war ein willkommener Stimmungsaufheller. Anschließend deckten wir uns noch im gegenüberliegenden Aldi mit Snacks und Getränken ein, bevor wir uns bei McDonald’s gleich nebenan setzten und uns mit einem Happy Meal ein bisschen Seelenfutter gönnten. 🍔🍟🥤

Zurück im mollig warmen Hotelzimmer stellten wir den Fernseher an, doch an Abschalten war nicht zu denken. Die Anspannung war spürbar, und jede Minute kroch unendlich langsam dahin. Was, wenn wir das Visum nicht bekommen würden? Was, wenn dies wirklich das Ende unseres Panamericana-Traums bedeutete? Diese Gedanken kreisten so intensiv in unseren Köpfen, dass es uns unmöglich war, vor Mitternacht einzuschlafen. Stattdessen starrten wir in den Bildschirm und warteten darauf, dass die Nacht endlich vorüberging…

Der große Tag im Konsulat

Die Nacht vor unserem Termin im US-Konsulat war, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Unruhig wälzten wir uns im Bett hin und her, und um 6 Uhr war die Nacht mit dem Klingeln des Handyweckers endgültig vorbei. Eine heiße Dusche half zumindest ein wenig gegen die Müdigkeit und Nervosität. Als wir die Vorhänge zur Seite zogen, blickten wir allerdings auf noch dunkle Straßen und Regen. Ein schlechtes Omen? Schon beim Gedanken daran, ohne Schirm durch den Nieselregen zur Botschaft zu laufen, wurden wir noch angespannter. ☔️

Elektronische Geräte und persönliche Gegenstände ließen wir im Hotelzimmer, da man ins Konsulat außer den notwendigen Dokumenten nichts mitnehmen darf. Zum Glück nieselte es nur leicht, und die Temperaturen waren etwas milder als am Vortag. Der kurze Fußweg war also machbar. Vor dem Konsulat angekommen, reihten wir uns in die Schlange der Wartenden ein, die sich unter einem großen, mit Heizstrahlern ausgestatteten Vordach drängten. Trotz der Wärme war die Stimmung angespannt – scheinbar gab es einen technischen Defekt an der Eingangstür, weshalb sich die Schlange kaum vorwärts bewegte.

Nach einer halben Stunde war es endlich so weit: Wir durften zu einem der beiden Außenfenster, wo wir unsere Pässe und die Terminbestätigung vorzeigen mussten. Im Gegenzug erhielten unsere Pässe einen Aufkleber mit Namen und Barcode sowie eine Wartenummer. Damit ging es in die nächste Schlange, bis wir endlich das Gebäude betreten durften.

Im Inneren passierten wir zunächst die Sicherheitsschleuse, was dank leerer Taschen schnell erledigt war. Dann ging es über den Innenhof in ein weiteres Gebäude, wo wir erneut unsere Pässe vorzeigen und ein Passfoto abgeben mussten. Doch hier gab es einen Haken: Mein mitgebrachtes Foto wurde abgelehnt, da es identisch mit dem Bild in meinem Reisepass war und damit älter als sechs Monate. Das hatte ich natürlich nicht gewusst! Zum Glück gab es im Raum zwei Fotofix-Automaten. 📸

Allerdings wollte der Automat meinen 10-Euro-Schein nicht akzeptieren, und aus offensichtlichen Gründen hatten wir weder EC- noch Kreditkarte dabei. Doch gerade als die Panik hochkam, bot uns ein netter Herr seine EC-Karte an und rettete uns aus der Bredouille. Nach einem schnellen Schnappschuss und dem Abgeben des neuen Passfotos konnten wir weiterziehen.

Am nächsten Schalter gaben wir unsere Fingerabdrücke digital ab, bevor es an den letzten und alles entscheidenden Schritt ging: das persönliche Interview. 📝

Ich hatte mir ein Einzelbüro mit dunklen Holzmöbeln und einem strengen Beamten in Anzug vorgestellt, aber die Realität sah anders aus. Entlang einer langen Wand befanden sich mehrere Fenster, hinter denen Beamte wie an einem Fließband die Antragsteller abfertigten. Ehe wir uns versahen, standen wir vor einer blonden Dame, die uns freundlich, aber recht leise durch die Scheibe ansprach.

Zunächst stellte sie die üblichen Fragen nach dem Reisegrund und der geplanten Aufenthaltsdauer. Doch dann stutzte sie: „Waren Sie schon einmal an einer US-Grenze?“ Die Nervosität stieg. Wir erklärten ihr kurz und knapp unseren Fehler mit dem ESTA-Antrag, überreichten die Border Refusal-Dokumente aus Mexiko sowie den Ausdruck der fehlerhaften Information aus der App des Auswärtigen Amtes. Sie tippte einige Minuten lang konzentriert auf ihrem Computer herum, bis sie schließlich mit den Worten „Approved. You will receive your passport within the next 7 days.“ aufblickte.

Das war’s! Es war geschafft. Die Erleichterung traf uns wie ein Schlag, aber wir waren zu perplex, um es direkt zu realisieren. Kein Drama, keine weiteren Fragen, einfach nur „Approved“. Wir bedankten uns artig, verließen das Gebäude und standen im Regen wie betäubt. 😵‍💫

Noch vor wenigen Momenten waren wir fast sicher gewesen, dass dies das Ende unserer Panamericana-Reise bedeuten würde. Der Grenzvorfall hatte uns tief verunsichert, und insbesondere ich hatte mich auf das Schlimmste eingestellt, um im Falle einer Absage nicht allzu enttäuscht zu sein. Doch nun war klar: Unsere Reise kann weitergehen! 🤩

Ob wir die Pässe samt Visa tatsächlich wie versprochen eine Woche später per Kurier zurückerhalten haben, und wie es danach weiterging, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Bis dahin bleibt gespannt und drückt uns die Daumen, dass wir auch die letzten Hürden ohne Probleme meistern werden! ✊🏻🍀

Da wir immer wieder die eine Frage gestellt bekommen… 🌎🚐💨💛

So könnt ihr uns unterstützen – und warum es für uns so wertvoll ist

Eine Frage, die uns immer wieder von unserer Community gestellt wird: Wie können wir euch unterstützen? Lohnt sich der ganze Aufwand, den ihr betreibt? Heute möchten wir in diesem ganz besonderen Blog-Beitrag darauf eingehen und euch zeigen, warum jede Art von Unterstützung für uns einen großen Unterschied macht.

Unsere Reise von Argentinien nach Alaska ist ein Abenteuer, das wir mit euch teilen: Durch Blogposts, YouTube Videos und Updates auf Instagram. Hinter diesen Inhalten stecken viele Stunden Arbeit, von der Videobearbeitung bis zum Cutten sowie Schreiben und Planen der Beiträge. Aber auch die Ausrüstung, die wir dafür brauchen, ist nicht ohne: Kameras, Drohnen, Schnittsoftware – all das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Lohnt sich das Ganze überhaupt?
Ehrlich gesagt: Finanziell gesehen lohnt es sich nicht. Der Aufwand, den wir für unsere Inhalte betreiben, steht in keinem Verhältnis zu dem, was wir dafür erhalten. Aber das ist nicht der Grund, warum wir das machen. Wir lieben es, unsere Reise mit euch zu teilen und eure Begeisterung zu erleben – das ist unsere größte Motivation! 🌟

Wie könnt ihr uns unterstützen?
Wenn ihr uns helfen möchtet, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ihr das tun könnt:

Patreon und YouTube-Mitgliedschaften: Mit einem kleinen monatlichen Abo könnt ihr uns regelmäßig unterstützen. Im Gegenzug bekommt ihr exklusive Inhalte, wie Vorabzugriff auf Videos oder spezielle Einblicke hinter die Kulissen. Diese Abos sind jederzeit kündbar – aber jeder einzelne Beitrag hilft uns, langfristig besseren Content zu erstellen.

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Warum eure Unterstützung für uns so wertvoll ist
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Ihr seid Teil unserer Reise
Eure Unterstützung, sei es finanziell oder durch Engagement, ist der Antrieb, der uns weitermachen lässt. Wir sind unglaublich dankbar für unsere Community und freuen uns immer, mit euch in Kontakt zu treten. Also stellt uns gerne eure Fragen auf unseren Kanälen und lasst uns wissen, was euch interessiert! 💬📬

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Vielen Dank, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet und uns auf so vielfältige Weise unterstützt. ♥️

Eure Julia und Simon 🌟

Danke für euren Support – ihr seid die Besten! 😃

NEW BLOG POST 🇲🇽 (27.12.24 – 04.01.2025) Unvergessliche Erlebnisse und unsere Erfahrungen als Pet & House Sitter | Mexiko Stadt Teil 2

Jahreswechsel in Mexiko City

Unsere Tage nach Weihnachten in Mexiko City waren genauso entspannt wie die Feiertage selbst. Das Stadtviertel Cuauthémoc, in dem wir wohnten, bot ein fantastisches Angebot an gemütlichen kleinen Cafés und Restaurants, das wir ausgiebig nutzten. Nebenbei führten wir unseren süßen Pflegehund Nugget auf immer längere Spaziergänge aus, bei denen wir die Stadt und ihre grünen Ecken noch besser erkundeten. 🐕🌿

Bosque de Chapultepec
Für jeden Spaß zu haben
Schöne Cafés gab’s hier reichlich

Am Freitag machten wir mit Nugget eine besonders lange Runde von etwa 8 Kilometern. Unser Ziel: der beeindruckende Kiosco Morisco, ein Pavillon im spanisch-maurischen Stil, der mit seiner kunstvollen Gestaltung ein echter Hingucker war.

Kiosco Morisco
Revolutionsmuseum

Auch der nahgelegene Bosque de Chapultepec stand wieder auf unserem Programm. Allerdings ist nur die rechte Parkhälfte für Hunde zugänglich, was uns jedoch nicht störte – die Spaziergänge dort waren einfach herrlich!

Unser kleiner Stadthund 🥰

Die Abende verbrachten wir meist ganz gemütlich in unserem Apartment. Eingekuschelt in eine Decke auf der Couch, tauchten wir auf Netflix in die Serie Narcos ein, die uns die Lebensgeschichte von Pablo Escobar näherbrachte. Es war einerseits beeindruckend, aber zugleich auch erschreckend zu sehen, was vor gerade einmal 35 Jahren in Kolumbien geschah. Unglaubliche Gewalt und ein Land im Chaos. 😳 Es ist kaum zu glauben, dass Kolumbien sich seitdem so verändert hat! Umso mehr schätzen wir die positiven Erinnerungen, die wir während unserer Reise durch dieses wunderschöne Land sammeln durften. ♥️

Nach 28 Monaten endlich mal wieder eine Couch! 😍
Nugget gefiel es auf der Couch auch gut 😅

Silvesterplanung

Am Montag zog es uns in die nahegelegene Zona Rosa, das Amüsier- und Ausgehviertel von Mexiko City. Nur wenige hundert Meter von unserem Apartment entfernt, auf der anderen Seite der Avenida Paseo de Reforma, konnten wir das bunte Treiben und die lebhafte Atmosphäre dieser Gegend erleben.

Auf der Avenida Paseo de Reforma

Während unseres Spaziergangs stießen wir auf gigantische Bühnenaufbauten, die mitten auf der teils gesperrten Hauptverkehrsachse errichtet wurden. Kein Wunder, denn Silvester stand vor der Tür, und allem Anschein nach war hier ein riesiges Spektakel geplant: das größte mobile DJ-Kollektiv der Stadt, die Polymarchs, wollte die Straßen mit einem gratis Konzert zum Beben bringen.

Silvester Vorbereitungen
Sieht mächtig aus! 😲

Doch so verlockend die Aussicht auf dieses Event auch war, wir entschlossen uns schnell dagegen. Bereits am Wochenende waren uns nämlich die Menschenmassen auf den Straßen zu viel gewesen, und zudem wollten wir Nugget an Silvester nicht alleine lassen – besonders nicht bei der zu erwartenden Lautstärke der Feierlichkeiten.

Stattdessen nutzten wir den Nachmittag, um im nahegelegenen Walmart Express die Zutaten für ein entspanntes und leckeres Silvesteressen einzukaufen. Die Wahl fiel auf ein cremiges Parmesan-Risotto mit grünem Spargel und zartem Lachsfilet – ein perfekter Abschluss für ein Jahr voller Abenteuer und spannender Erlebnisse. 🌟

Silvester kann kommen! Das Menü steht. 😋

So verbrachten wir den Tag eher ruhig, genossen das Flair der Stadt und planten unser ganz eigenes, gemütliches Silvesterfest.

Silvester in der 10 Mio. Metropole Mexiko City

Der letzte Tag des Jahres begann für uns eher gemächlich – zumindest, was unseren vierbeinigen Begleiter betraf. Nugget schien wenig begeistert von einem ausgedehnten Spaziergang und zog mich bereits nach wenigen Metern energisch zurück in Richtung Wohnung. Ob er spürte, dass dieser 31. Dezember anders war als die vorherigen Tage?! Vielleicht war es auch der Trubel auf den Straßen, der ihn stresste. Mich jedenfalls nervte das Großstadtgetümmel an diesem Tag gewaltig. 🙄

Nachdem ich Nugget wieder zu Simon nach Hause gebracht hatte, der fleißig am Laptop an unserem neuesten Video arbeitete, entschloss ich mich trotzdem, eine Runde durch den Bosque de Chapultepec zu drehen – diesmal ohne Hund. Auf dem Rückweg kaufte ich uns noch ein Stück New York Cheesecake mit roten Früchten. Eine der vielen kleinen Freuden, die das Leben in einer Großstadt zu bieten hat!

Am Abend ließen wir es uns mit dem selbst gemachten Risotto gutgehen. 😋 Ein exklusives Silvestermenü, denn Lachs gibt es nur sehr selten! Anschließend machten wir es uns mit Nugget auf der Couch bequem und schauten weitere Folgen der Netflix-Serie Narcos über Pablo Escobar.

Unser Silvesteressen
Parmesan-Risotto mit grünem Spargel und Lachsfilet
Die Serie Narcos auf Netflix

Doch als um 22:00 Uhr die größte Silvesterparty der Stadt begann, konnten auch wir der Versuchung nicht widerstehen. Schließlich fand das Spektakel nur wenige Meter von uns entfernt statt! Auf der vierspurigen Avenida Paseo de Reforma strömten Menschenmassen in Richtung Bühne – ausgestattet mit Silvesterhüten, Haarreifen und Brillen. 🎉 Ein Durchkommen zur nur 300 Meter entfernten Bühne war längst unmöglich. Einige der Feiernden hatten sich scheinbar schon am frühen Vormittag ihren Platz gesichert und bis weit in die Nacht ausgeharrt.

Straßenparty an Silvester in Mexico City 🎊

Zu unserem Erstaunen war die Musik vergleichsweise leise, dafür beeindruckten uns die Lichter, Laser und die ausgelassene Stimmung umso mehr. Die lockere Atmosphäre sprang sofort auf uns über. 🥳 Und das, obwohl wir kaum alkoholische Getränke bei den Feiernden sahen.

Um Nugget nicht zu lange allein zu lassen, machten wir uns gegen 23:15 Uhr wieder auf den Rückweg. Licht und Fernseher hatten wir für ihn angelassen, doch wir wollten sicherstellen, dass er sich an diesem ungewohnten Abend nicht unwohl fühlte. Ein eventuelles Feuerwerk wollten wir uns von der Dachterrasse aus ansehen – doch zur Freude von Nugget blieb dies aus.

In einer Metropole mit über zehn Millionen Einwohnern waren Böller und Raketen zum Wohle aller verboten, was für uns vollkommen nachvollziehbar war. Ein organisiertes Feuerwerk hätten wir zwar gerne gesehen, doch wir waren auch so rundum zufrieden mit diesem gelungenen Abschluss des Jahres. 🥰

Happy new year! 🍾

Silvester-Nachwehen und ein Missgeschick…

Obwohl wir kurz nach Mitternacht im Bett lagen, wurde die erste Nacht des neuen Jahres alles andere als erholsam. Auf den Straßen und in den umliegenden Wohnungen wurde bis in die frühen Morgenstunden lautstark weitergefeiert. Kein Wunder, dass wir erst am Morgen so richtig in den Tiefschlaf fielen – und dabei offenbar nicht mitbekamen, dass Nugget dringend raus musste.

Zu unserer Überraschung (und auch ein bisschen Entsetzen) hatte unser kleiner Vierbeiner in seiner Not auf den Wohnzimmerteppich gepinkelt – etwas, das er angeblich nie tut! Vielleicht war es die ganze Aufregung, die ihm auf die Blase geschlagen war, oder einfach der ungewohnte Trubel um ihn herum. 😕

Parole am 01.01.2025: Ausschlafen 😴
Und gemütlich frühstücken ☕️🍳

Nach einem gemütlichen Frühstück im Pyjama und ein paar Telefonaten starteten wir schließlich entspannt in den Nachmittag. Das sonnige Wetter lud zu einem obligatorischen Neujahrsspaziergang ein – dieses Jahr allerdings in Begleitung von Nugget. ♥️

Neujahrsspaziergang mit Hund

So begannen wir das neue Jahr zwar mit einem kleinen Missgeschick, aber dafür auch mit einem entspannten Spaziergang, frischer Luft und der Vorfreude auf alles, was 2025 bringen würde. ✨

Ein verstecktes Juwel

Am nächsten Tag wagten wir uns erneut in den Bosque de Chapultepec, allerdings ohne Nugget. Da Hunde auf der größeren Seite des Parks leider nicht erlaubt sind, und wir zudem ein paar Drohnenaufnahmen vom weitläufigen Gelände samt See machen wollten, blieb uns nichts anderes übrig, als unseren kleinen Vierbeiner im Apartment zu lassen. Aber mal ehrlich – vermutlich war Nugget ganz glücklich über einen Faulenzertag auf der Couch. 😅

Eingang zum Park, im Hintergrund „unser“ Viertel
Der künstliche große See mitten im Park
Hat der jemand zu viel gefeiert?! 🤔😅

Wir hingegen entdeckten im Park ein echtes Juwel, das wir bisher übersehen hatten: den kostenfreien botanischen Garten. 🪴 Wunderschön angelegt, mit einer Vielzahl an einheimischen Pflanzen, bot er eine unerwartet ruhige Oase mitten in diesem gigantischen Parkgelände. Es war ein wunderbarer Ort, um ein wenig zu verweilen, bevor wir uns auf die Suche nach dem perfekten Ort für unsere Drohnenaufnahmen machten.

Ein Abschied mit Stil

Am Freitagmittag kehrte Nuggets Herrchen Stefano aus seinem zweiwöchigen Urlaub in Lima und Puerto Rico zurück. Doch die Begrüßung fiel eher verhalten aus: Wie viele Hunde (und Katzen erst recht!) war Nugget zunächst ein wenig beleidigt und machte seinem Unmut Luft, indem er seinem Besitzer nicht gleich verzieh, dass er ihn zurückgelassen hatte. Stefano selbst war von der anstrengenden Nachtreise sichtlich erschöpft, und so übernahmen wir an diesem Tag ein letztes Mal alle drei Gassirunden, damit die beiden langsam wieder zueinanderfinden konnten. 🐕

Let‘s Go for a walk Nugget!

Zwischendurch fuhren wir ins Zentrum von Mexico City. Ein letzter Ausflug, bevor unsere Housesitting-Zeit endete. Natürlich ließen wir uns noch einmal Churros schmecken aber wir beschlossen, dass das nun wirklich die letzten für dieses Jahr sein sollten. Gesättigt und glücklich spazierten wir weiter zur archäologischen Stätte Tlatelolco.

Die letzten Churros für dieses Jahr 😅

Diese beeindruckende Ausgrabung, auch als Plaza de las Tres Culturas bekannt, vereint drei historische Epochen Mexikos an einem Ort: präkolumbianische Ruinen, die Überreste einer spanischen Kirche aus der Kolonialzeit und moderne Gebäude der Nachkriegszeit. Die Stätte erinnert an die einstige Blüte der Aztekenstadt und später an die tragischen Ereignisse wie das Tlatelolco-Massaker von 1968, das dort stattfand.

Plaza de las Tres Culturas

Weiter ging es zur Plaza Garibaldi, wo jeden Abend die berühmten Mariachis auftreten. Die lebendige Atmosphäre hatten wir in den letzten sechs Monaten in Mexiko jedoch oft genug erlebt, sodass wir diesmal nicht bis zum Sonnenuntergang warteten.

Stattdessen schlenderten wir zurück zur Bushaltestelle, vorbei am imposanten Torre Latinoamerica und dem wunderschönen Palacio de Bellas Artes, der mit seiner leuchtenden Kuppel und Jugendstil-Architektur immer wieder ein Highlight ist.

Torre Latinoamerica
Palacio de Bellas Artes
Palacio de Bellas Artes von oben

Zurück in unserem schönen Viertel Cuauthémoc gönnten wir uns zum Abschluss unserer Pet- und House-Sitting-Zeit ein wunderbares Abschiedsessen in einem gemütlichen Restaurant. Mit leckerem Essen und einem eiskalten Glas Sangria ließen wir die vergangenen Wochen Revue passieren – eine unvergessliche Zeit, die wir definitiv in bester Erinnerung behalten werden. 💖

Ein gelungener Abschluss 😋

Abschied von Nugget und Mexico City

Nach etwas mehr als zwei Wochen war es soweit: Der Moment, zu unserem geliebten Van zurückzukehren, war gekommen. Bereits am Morgen packten wir unsere Rucksäcke, verabschiedeten uns von Stefano, der sich für eine Partie Paddel verabredet hatte, und bereiteten uns darauf vor, Nugget Lebewohl zu sagen. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, mit unserem treuen Begleiter eine letzte Gassi-Runde zu drehen.

Eine wundervolle Zeit geht zu Ende…

„Wie sehr einem so ein kleiner Hund ans Herz wachsen kann!“ – diesen Satz dachten wir wohl beide, als Nugget uns auf Schritt und Tritt folgte und sichtlich traurig schien, dass wir ihn verlassen würden. 🥹 In den letzten Tagen hatte er unsere permanente Anwesenheit sichtlich genossen. Kein Wunder! Schließlich war er es gewohnt, tagsüber bis zu acht Stunden alleine zu sein, während wir fast durchgehend mit ihm zuhause waren oder ihn sogar zu unseren Ausflügen mitnahmen.

Goodbye Nugget! ♥️
Ciao Mexico City 👋🏻
Tschüss Wohnung 🛋️

Das Housesitting in Mexico City war eine willkommene Abwechslung – nach zweieinhalb Jahren Leben auf gerade einmal sechs Quadratmetern (wohlgemerkt zu zweit) und Vollzeit-Reisen. Die Ruhe, der Komfort eines festen Zuhauses und die Zeit mit Nugget waren Balsam für unsere Seele und haben uns deutlich gemacht, wie sehr wir solche Pausen schätzen. 😊

Unsere erste Housesitting-Erfahrung war auf ganzer Linie ein Erfolg und wird mit Sicherheit nicht unsere Letzte gewesen sein! Falls du wissen möchtest, wie House Sitting genau funktioniert und wie auch du an einen Sit gelangen kannst, dann klicke HIER.

Mit einem letzten Blick zurück auf das Apartment und einem liebevollen Tätscheln von Nuggets Kopf verabschiedeten wir uns. Vor uns lagen aufregende Tage: In wenigen Tagen würde unser Flug nach Deutschland gehen – eine Reise, die endlich ein Wiedersehen mit Familie und Freunden nach langer Zeit bedeutete. ♥️ Und dann wäre da noch die entscheidende Frage: Erhalten wir das Visum für die USA, um unseren Panamericana-Roadtrip fortzusetzen? 🙏

Bleib dran, wenn du wissen möchtest, wie es für uns weitergeht – spannende Kapitel stehen bevor!

USA VERWEIGERT weiterhin die EINREISE |
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