NEW BLOG POST 🇺🇸 24 Stunden in Los Angeles mit dem Hop-on-Hop-off-Bus

Lohnt sich die Sightseeing-Bus Tour wirklich?

Da wir während unseres zweiten House Sits in Los Angeles dringend eine Reise- und Vanlife-Pause brauchten – und weil wir uns gleichzeitig um zwei Hunde kümmern mussten – entschieden wir uns diesmal gegen unsere übliche Art, eine Großstadt zu erkunden. Kein E-Scooter, kein Fahrrad, keine Metro und vor allem kein chaotisches Herumirren von Spot zu Spot.

Stattdessen gönnten wir uns eine ganz klassische Touri-Tour: 24 Stunden Hop-on-Hop-off mit BigBus.

Und ja – allein dieser Satz fühlt sich für uns noch immer etwas surreal an. Aber wenn die Akkus nach über drei Jahren on the road einfach leer sind und gleichzeitig die Dogsitter-Pflichten rufen, dann darf man auch mal die gemütliche Variante wählen.


Ticket-Chaos vom Feinsten – ein guter Start sieht anders aus…

Die Tickets kaufte ich über Groupon, wo es immerhin 10 % Rabatt gab. Regulär kostet das 24-Stunden-Ticket bei BigBus 53 USD pro Person, das 48-Stunden-Ticket knapp 64 USD pro Person.

Klingt fair – wenn die Busse denn länger als von 10 bis 16 Uhr fahren würden…

Im Winter ist das nämlich deren tatsächlicher Zeitrahmen… und damit sind 24 oder gar 48 Stunden ziemlich… optimistisch formuliert.

Und dann wurde es kompliziert:

– Tickets sind „Open Dated“ – theoretisch flexibel

– Es gibt aber ein winziges, leicht zu übersehendes Feld, in dem man ein Datum auswählen muss

– Genau das habe ich NICHT getan

– Ergebnis: Die Bestätigungsmail verkündete fröhlich Tickets für den nächsten Tag

– Zu früh. Viel zu früh. Wir waren da noch gar nicht in Los Angeles

Antwort von Groupon: „Wir können nicht helfen, verschenken Sie das Ticket.“

BigBus per Mail & Chat: „Oh je! Kein Problem, wir buchen das um.“

Zum Glück! 🍀

Nur um dann am Tag vor der Tour in der App von BigBus zufällig zu lesen, dass die Busse an Thanksgiving überhaupt nicht fahren – exakt an DEM Tag, auf den das Ticket nun gelegt war.

Also wieder Kontakt, erneute Umbuchung. Diesmal auf den 28. November.

Ein Chaos. Aber: gelöst.


Los geht’s – irgendwie schon halb im Zeitstress

Um 10 Uhr verließen wir unser Apartment in Marina del Rey.

Die nächste Hop-on Hop-off Haltestelle lag jedoch rund vier Kilometer entfernt, zu weit zum Laufen. Also nahmen wir den öffentlichen Bus – oder besser gesagt: wir wollten den Bus nehmen, denn wir kamen nicht mal dazu, ein Ticket zu kaufen. Der Fahrer winkte uns einfach freundlich rein. 😀

11:00 Uhr: Wir standen endlich am richtigen BigBus-Stopp und stiegen ein. Da war bereits der halbe Tag rum…


Erst die Beach Line (blau), dann die Hollywood Line (rot)

Der blaue Loop führt entlang von:

Santa Monica Beach

Santa Monica Pier

Westwood

– und weiter bis Beverly Hills

Rund 45 Minuten dauert die Fahrt bis zum Umstiegspunkt, wo die rote Linie beginnt.

Und ehrlich: Schon allein dieser Abschnitt ist schön. Man sitzt oben im offenen Doppeldecker, Sonne im Gesicht, der Wind in den Haaren, das Meer glitzert neben einem – es hat schon was.

Gerade, wenn man nicht selbst fahren möchte.

In Beverly Hills wechselten wir auf die rote Linie:

– vorbei an den Paramount Pictures Studios

– entlang des Rodeo Drive

– über den Sunset Strip

– durch West Hollywood

– Richtung Hollywood Boulevard

Rodeo Drive
Museum Row
Hollywood Sign in der Ferne 🔎

Walk of Fame – einmal gesehen, reicht aber

Ausgestiegen sind wir erst beim TCL Chinese Theatre, direkt am Walk of Fame.

Und wir müssen ehrlich sein:

Der Walk of Fame ist… nicht schön.

Vieles wirkt heruntergekommen, die Umgebung hat wenig Charme und viele Namen auf den Sternen sagen einem überhaupt nichts – Radiomoderatoren, Regisseure, Produktionsleute.

Las Vegas hat uns da deutlich mehr beeindruckt.

Zurück ging die Fahrt wieder über den Sunset Strip nach West Hollywood und Beverly Hills.


Das Problem: Die Zeit rennt. Immer.

Weil der letzte Bus schon um 16 Uhr fährt, blieb uns absolut keine Zeit mehr, um:

– den Rodeo Drive langzulaufen

– irgendwo in Ruhe auszusteigen

– mal spontan irgendwas mitzunehmen

Die Tour war nett, entspannt und bequem – aber wirkliche Highlights haben wir damit nicht entdeckt.

Unser Fazit:

– Für das, was man bekommt, ist es zu teuer

– Man sieht alles eher aus der Ferne

– Zum Hollywood Sign kommt man nicht annähernd fototauglich nah ran

– Die Innenstadt ist weniger spektakulär, als wir erwartet hätten

– Wenn man wirklich etwas sehen will ➡️ besser Metro, Uber oder Fahrrad (sofern man sich nicht mit dem Auto durch den brutalen L.A.-Verkehr kämpfen möchte)


Wo es uns gefallen hat

Venice Beach

Santa Monica

Der Pier

Die Skater, Bodybuilder, Rollerblader, Surfer, Volleyballer

Diese entspannte Atmosphäre, das Meer, das Leben – das war unser L.A.-Highlight. 🌟

Unser Tipp wenn ih wenig Zeit habt:

Konzentriert euch auf die Küste.


Mehr Eindrücke gibt’s wie immer im passenden YouTube-Video. 🎬

Und falls ihr dankbar seid für all die kostenlosen Tipps und Infos:

Wir freuen uns jederzeit riesig über eine kleine Unterstützung über PayPal oder unsere Kaffee-Kasse – besonders jetzt, wo Weihnachten vor der Tür steht. 🎄🎁💫

Und weil dieser Beitrag am 20. Dezember online geht, möchten wir euch an dieser Stelle von Herzen wundervolle Weihnachten wünschen – mit ganz viel Zeit für Familie und Freunde, leckerem Essen, vielen Plätzchen, ruhigen Momenten, Kerzenschein und echter Entspannung. Danke, dass ihr unser Panamericana-Abenteuer hier begleitet – ihr seid ein riesiger Teil davon. ♥️


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