Strände, Riesenbäume & Surferparadies

Bevor es für uns nach Vancouver Island ging, gönnten wir uns noch einen Tag Entspannung im Ladner Leisure Centre in Delta. Für nur 8,50 C$ (ca. 5,70 €) bekommt man hier ein Tagesticket und kann von 6 bis 22 Uhr so oft rein und raus, wie man möchte – Sauna, Whirlpool, Schwimmbad und heiße Duschen inklusive. ☺️ Perfekt, um sich mal wieder richtig frisch zu fühlen. Nur der Hot Pool hätte für unseren Geschmack gerne ein bis zwei Grad kühler sein dürfen.
Von dort fuhren wir weiter nach Tsawwassen, wo wir auf dem Walmart-Parkplatz übernachteten.
Praktisch: In der direkten Umgebung gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, um sich noch einmal gut einzudecken, bevor man mit der Fähre übersetzt.
Wer Lust auf einen Schaufensterbummel hat, findet gleich nebenan die Tsawwassen Mills, ein riesiges Shoppingzentrum mit vielen Sport- und Bekleidungsgeschäften sowie einem großen Foodcourt. Mein absolutes Highlight dort war jedoch die Outdoor World von Bass Pro Shops. 👇



Mit BC Ferries nach Vancouver Island

Am Dienstag setzten wir dann mit der riesigen Autofähre von Tsawwassen nach Swartz Bay (bei Victoria) über. Wir hatten Glück: Sonnenschein, blauer Himmel und spiegelglattes Wasser – perfektes Wetter für die Überfahrt!


Besonders schön: Die Route führt zwischen kleinen Inseln hindurch, fast fjordähnlich, sodass es nie langweilig wird. Und als wäre das nicht genug, tauchte vor unserem Schiff sogar noch kurz ein Buckelwal auf. Ein echtes Highlight – gleich zum Start unserer Vancouver-Island-Tour. 🐋

ℹ️ Infos für Reisende:
Dauer der Überfahrt: ca. 1 Std. 35 Min.
Abfahrten: stündlich, jeweils zur vollen Stunde von 7 bis 21 Uhr
Preis: regulär 125 C$ (ca. 77 €), Spartarife ab 94 C$ (ca. 58 €), meist für frühe/späte Fahrten
Tickets & Reservierungen: ➡️ https://www.bcferries.com
Wer flexibel ist, kann auch ohne Reservierung direkt zum Hafen fahren und sich einfach in die Schlange der wartenden Fahrzeuge einreihen.
Erste Eindrücke von Vancouver Island
Nach der Ankunft übernachteten wir ganz in der Nähe des Fährhafens in einem kleinen Park am Wasser.


Unser erstes Ziel war der Rathtrevor Beach Provincial Park, östlich von Parksville. Bei Ebbe zieht sich das Wasser unglaublich weit zurück und es entstehen riesige Sandflächen – perfekt für Kinder zum Buddeln, Muscheln suchen und Krebse fangen. Wir spazierten entspannt den Strand entlang, während die Sonne noch einmal alles gab.


Ganz in der Nähe fanden wir in Qualicum Beach einen traumhaften Stellplatz direkt an der Uferpromenade – mit Meerblick, Trinkwasserspender, Strandduschen und öffentlichen Toiletten um die Ecke. 👌🏻


Zwischen Ziegen & Riesenbäumen
Am nächsten Tag stoppten wir in Coombs, bekannt für den Markt mit den berühmten Ziegen auf dem Grasdach. 🐐🌿


Vom Farmers Market an sich waren wir allerdings enttäuscht: Statt regionaler Produkte gab es viel Importware und überteuerte Souvenirs. Ein kurzer Bummel, das war’s für uns.

Schöner war der Abstecher zur Cameron Lake Picnic Area, wo wir mitten in der Natur unser selbst gebackenes Bananenbrot genossen.


Das eigentliche Highlight des Tages folgte in der Cathedral Grove im MacMillan Provincial Park: jahrhundertealte Douglas-Fichten, manche über 3 Meter dick. Der Blick in die schwindelerregend hohen Baumkronen macht dem Namen „Kathedrale“ alle Ehre.



Wild Pacific Trail & Tofino
Übernachtet haben wir in einem kleinen Stichweg bei Ucluelet. Frei stehen zwischen Ucluelet und Tofino ist allerdings schwierig bis unmöglich weshalb wir davon eher abraten und stattdessen auf Campingplätze ausweichen würden.
Am nächsten Morgen nutzten wir eine regenfreie Phase für ein kleines Teilstück des 75 km langen Fernwanderwegs Wild Pacific Trail, den 2,5 km langen Lighthouse Loop. Ein wunderschöner Küstenpfad, wild, urig und mit immer wieder tollen Aussichtspunkten.


In Ucluelet selbst können wir das The Break Café & Bistro empfehlen – leckere Sandwiches, Frühstück und süße Stückchen.


Bekannt ist Ucluelet auch für Whale Watching, ein kleines Aquarium für Regentage und Touren entlang der Küste.
Für uns ging es jedoch direkt weiter ins legendäre Tofino. Einst ein ruhiges Fischerdorf, heute das wohl bekannteste Touristenziel der Insel. Mitten im Pacific Rim National Park Reserve gelegen, bietet es Strände, Wälder und jede Menge Outdoor-Abenteuer. Selbst bei grauem Himmel und Nieselregen war der Long Beach beeindruckend – ein 11 km langer Sandstrand, an dem sich unzählige Surfer in die Wellen stürzten.



ℹ️ Praktische Infos:
– Parkplätze & Sanitäranlagen am Long Beach vorhanden
– Nationalparkgebühr am Visitor Center oder an Parkautomaten am Long Beach entrichten
Regen, Reparaturen & viel Frust
Leider spielte das Wetter nicht weiter mit. Mehrere Tage Dauerregen machten es uns unmöglich, frei zu stehen oder die Strände richtig zu genießen.
Stattdessen fuhren wir zurück nach Port Alberni, wo wir auf den Parkplätzen der Shoppingzentren standen. Vorteil: Gerade Fläche, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und ein Canadian Tire Baumarkt direkt gegenüber.
Denn – zu allem Übel – hatten wir erneut einen heftigen Wassereinbruch im Van. 😭 Diesmal an der vorderen Dachluke. Also hieß es zum wiederholten Male: Alles abbauen, diesmal auch Solarpaneele und Markise runter, Dichtungen checken, alles mit Silikon nachziehen. Eine lose Schraube an einem Zusatzscheinwerfer könnte die Ursache gewesen sein. Ob’s geholfen hat? Das wird uns der nächste Regen zeigen. 😰🌧️
Fazit
Vancouver Island hat uns trotz Regen sofort in seinen Bann gezogen – mit Stränden, Wäldern und einer wilden Küste. Die Kombination aus Natur und Outdoor-Erlebnissen ist einzigartig. Und wir sind gespannt, was uns hier noch erwartet und ob unser Van nun endlich dicht ist. 🙏

➡️ Schaut auch nächste Woche wieder rein – dann berichten wir von weiteren Highlights auf Vancouver Island! Und den nächsten Baustellen an unserem Van… 🛠️🧰
Bis dahin: Folgt uns gerne auf Instagram und YouTube für noch mehr Eindrücke und Videos von unserer Reise.
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