NEW BLOG POST (29.05.-03.06.2025) 🇺🇸 Canyonlands & Arches Nationalpark

Mit dem Wohnmobil rund um Moab: Zwischen Naturwundern, Gluthitze und Kulturstaunen

🗺 Route & Überblick

Unsere Reise führte uns von Süden kommend über den kühlen, fast alpinen Manti-La Sal National Forest hinunter in die Wüstenhitze von Moab. Dazwischen lagen atemberaubende Ausblicke, spannende Kulturstätten wie der Newspaper Rock, eindrucksvolle Felsformationen im Canyonlands und Arches National Park – und das alles auf staubigen Pisten, schattigen Waldstraßen und sengend heißen Scenic Drives entlang des Colorado Rivers.


🌲 Stellplatz-Highlight im Wald

Unser erstes Camp lag rund 1.000 Meter über dem Niveau von Moab: Kostenlos, ruhig und direkt an einem kleinen See – ein echter Geheimtipp an heißen Tagen! Am Abend kamen die Rehe zum Trinken, Enten zogen ihre Küken übers Wasser, und in der Dämmerung hüpften Fische über die spiegelglatte Oberfläche. Es war wildromantisch, kühl sowie wohlduftend nach Pinien – eigentlich wollten wir hier gar nicht mehr weg. 🥰

Freier Stellplatz am Monticello Lake

📰 Newspaper Rock & Needles Overlook

Auf dem Weg in Richtung Moab machten wir Halt am Newspaper Rock, wo über 2.000 Jahre alte Petroglyphen Geschichten in Stein erzählen.

Danach folgte ein echter Geheimtipp, wenngleich mit Abzweig-Warnung: Der Weg zum Needles Overlook ist nämlich ein ganzes Stück (ca. 35 km pro Richtung) vom Highway entfernt – aber: Es lohnt sich! 🤩 Kaum ein Mensch weit und breit, spektakulärer Weitblick über das südliche Canyonlands-Gebiet, Picknickplätze mit Aussicht – ein traumhafter Ort zum Innehalten. 💖

Newspaper Rock
Needles Overlook
Gibt es einen schöneren Picknick-Platz?! 😍

⛺️ Campen rund um Moab

Moab selbst bietet keine kostenfreien, legalen Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt – kein Stealth Camping, kein Side-Street-Schlafen. Dafür gibt’s nördlich und südlich BLM Campgrounds (teils gratis, teils 15–20 USD/Nacht) oder luxuriöse RV Parks mit Full Hook-Up. Wir standen zuerst auf einem Dispersed Campground 20km außerhalb in der Wüste: kostenlos, heiß, aber mit Weitblick – bis zu 14 Tage ist freistehen hier erlaubt. Allerdings ohne Schatten, daher heißt es: Früh aufstehen oder spät aktiv werden! 😉

Tipp: Günstig einkaufen ist schwierig – Village Market und City Market in Moab sind klein und teuer. Besser vorher in Page, Grand Junction oder Richfield bei Walmart einkaufen!


🏞 Canyonlands National Park – Island in the Sky District

Mit unserem America the Beautiful Pass konnten wir die Warteschlange umgehen und direkt rein. An Wochenenden und Feiertagen können hier laut Schild jedoch bis zu 1 Stunde Wartezeit anfallen!

Mesa Arch Trail (ca. 1,2 km Rundweg): Kleiner Hike, großer Wow-Effekt! Durch den Felsbogen hindurch sieht man nämlich dramatisch hinab in den Canyon. 🤩

Grand View Point: Am Ende der 54 km langen Parkstraße liefen wir den Grand View Point Trail (ca. 1,3 km one-way) entlang, welcher mit spektakulären Rundumblicken sowie perfekter Aussicht auf das weite Labyrinth der Canyonlands aufwartet.

Shafer Trail Viewpoint: Von hier aus hat man einen tiefen Blick auf eine abenteuerliche Dirtroad mit engen Serpentinen. Wir schauten aber nur zu – zumal der Trail 4×4 Fahrzeugen empfohlen wird und man sich hierfür wohl im Visitor Center vorab eine Genehmigung (Permit) besorgen muss.

Am Nachmittag retteten uns an diesem heißen Tag Klimaanlage & kalte Cola im McDonald’s von Moab – ausnahmsweise 1:0 für die Zivilisation! 😅


🌄 Corona Arch & Petroglyphen

Am frühen Abend, immer noch bei sengender Hitze, fuhren wir über die malerische Potash Road entlang des Colorado Rivers. Den Trailhead zum Corona Arch (ca. 5 km hin & zurück) starteten wir gegen 18 Uhr – gut so, denn der Weg über die Felsen bietet kaum Schatten. Der Arch selbst leuchtete im Sonnenuntergangslicht tiefrot. Und auf dem Rückweg nach Moab stoppten wir noch bei einer Felswand mit uralten Felszeichnungen – Utah ist einfach ein einziges Open-Air-Museum! 🤗

Scenic Drive – Potash Road
Colorado River
Corona Arch

🌤 Arches National Park – Naturwunder hautnah

Die Einfahrt ist zwischen 6–7 Uhr morgens und nach 16 Uhr auch ohne Permit möglich. Danach braucht man, in der Zeit vom vom 1. April bis 6. Juli sowie vom 28. August bis 31. Oktober, für die Einfahrt zwischen 7 und 16 Uhr ein Zeitticket. Dieses kann man über die NPS App buchen. Da das Buchungsportal jedoch bereits am 1. Januar öffnet, sind insbesondere die Slots am Morgen aber meist schon ausgebucht…

Delicate Arch Trail: 5 km hin & zurück, ca. 150 Höhenmeter zum wohl bekanntesten Arch der USA! Er ist rund 16 Meter hoch, komplett freistehend und überwältigend schön. Außerdem ziert sein Konterfei die Autoplaketten Utahs. 😉

Windows Section: Leicht begehbar bietet dieser Weg spektakuläre, natürliche “Fenster” im roten Fels.

Double Arch: Doppelt schön! Dank zwei sich überschneidender Steinbögen.

Balanced Rock: Ein riesiger Stein, der wie von Zauberhand auf einem dünnen Sockel balanciert.

⛈️ Da der Wind gegen Nachmittag bedrohlich zunahm und Gewitter drohten, verschoben wir den berühmten Devil’s Garden Trail auf den nächsten Tag.


🏜️ Devil’s Garden Trail – Wanderweg der Extraklasse zu den schönsten Arches

Unser Motto lautete: Früh los, bevor erneut die Hitze zuschlagen würde! Wir starteten den Trail bis zum Landscape Arch (hin & zurück ca. 2,6 km, Höhenunterschied minimal) daher bereits kurz vor 8 Uhr. Der Arch ist fast 90 Meter lang – der längste natürliche Steinbogen der USA. Er wirkt dünn, fast zerbrechlich – ein Wunder, dass er noch steht! 😧

Wer mag kann den Wanderweg so wie wir auf bis zu 12,6 km erweitern, inklusive Double O Arch, Navajo Arch und Co. Aber: nur empfehlenswert bei gemäßigten Temperaturen und mit ausreichend Trinkwasser im Gepäck. Außerdem sollte man schwindelfrei sein und über gute Trittsicherheit bzw. Wanderschuhe verfügen.


📚 Utah & die Mormonen

Utah ist nicht nur Naturwunder – sondern auch kulturell speziell. Die Region ist geprägt von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen). Und das zeigt sich überall:

Sonntags haben zahlreiche Geschäfte geschlossen, besonders Familienbetriebe, und man sieht viele Familien mit vier, fünf oder mehr Kindern – ein starkes Gemeinschaftsgefühl ist Teil der Glaubensphilosophie. Außerdem wird kein Alkohol in normalen Supermärkten verkauft, sondern nur in speziellen Läden mit strikten Regeln. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Ordnung sind in diesem Landesteil tief verankert. So wundert es nicht, dass auch wir mehrfach herzlich begrüßt und unterstützt wurden. 🌟


🍽️ Essenstipps & Alltagshilfe

Moab ist extrem touristisch und entsprechend teuer. Neben den üblichen Fast-Food Ketten finden sich nette Cafés und Restaurants. Kostenlos und obendrein günstig duschen kann man an verschiedenen Orten – z. B. im Moab Recreation and Aquatic Center oder teils auf RV-Parks gegen Gebühr. Alle Duschmöglichkeiten findet ihr ➡️ hier. Broschüren mit allerlei nützlichen Infos liegen u. a. im Visitor Center oder bei McDonald’s aus.


💬 Unser persönliches PS

Moab war für uns der perfekte Mix aus staubiger Abenteuerlust, ehrfürchtiger Naturbetrachtung und einem Hauch Zivilisation. Die Hitze, das Licht, die roten Felsen – es fühlt sich an, als wäre man auf einem anderen Planeten! Und doch fanden wir mitten im Nirgendwo ganz viel Stille, Freiheit und viele kleine Wunder sowie spektakuläre Nachthimmel. 🌌


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