NEW BLOG POST 🇲🇽 (26.02. – 05.03.2025) Von wegen perfekter Neustart: Unser holpriger Wiedereinstieg ins Vanlife!

Zurück in MEXIKO – Mit neuem VISUM und großer Vorfreude auf die USA! 🇺🇸🚐💨

Unser fünfwöchiger Deutschland-Aufenthalt war gefühlt in Rekordzeit verstrichen und schneller als uns lieb war, stand der schmerzhafte Abschied von Eltern, Geschwistern, Nichte und Freunden bevor. Natürlich freuten wir uns darauf, unser Vanlife-Abenteuer fortzusetzen, aber nach so langer Zeit mit unseren Liebsten fiel es uns doch schwer, wieder in die Ferne aufzubrechen.

Zu allem Übel hatte sich mein Papa eine heftige Grippe eingefangen und lag geschwächt im Bett, sodass er uns nicht wie geplant zum Flughafen begleiten konnte. Also setzte ich mich selbst ans Steuer, während meine Mama auf dem Beifahrersitz Platz nahm und Simon (ebenfalls verschnupft) auf der Rückbank saß. Der Verkehr auf der A5 war an diesem Mittwoch mal mehr, mal weniger zäh, aber zum Glück stockte er nicht und mit unserem großzügigen Zeitpuffer erreichten wir das Terminal 2 des Frankfurter Flughafens gut drei Stunden vor Abflug.

Da wir bereits am Vorabend online eingecheckt hatten, war die Gepäckaufgabe am Automaten schnell erledigt und wir nutzten die verbleibende Zeit, um von der Besucherterrasse aus landende Flugzeuge zu beobachten. Pünktlich um 19:20 Uhr hob unser KLM City Hopper nach Amsterdam ab – diesmal mit genug Zeit zum Umsteigen. In Schiphol angekommen wechselten wir entspannt das Terminal, bevor uns um 22:15 Uhr eine Boeing 787 Dreamliner von Aeromexico zurück nach MEXIKO CITY brachte. ✈️

Mit der kleinen KLM Maschine von FRA nach AMS ✈️
Schiphol von oben
Von dort ging’s weiter nach Mexico City

Der Flug verlief angenehm, auch wenn das Schlafen im Sitzen wie immer eine echte Herausforderung war. Zum Glück gab es ein gutes Board Entertainment und für alle Romantiker unter euch: Der Film The Notebook ist definitiv eine Empfehlung wert! Auch das späte Abendessen an Bord war absolut in Ordnung und da neben mir ein etwa vierjähriger, süßer kleiner Junge saß, dessen Eltern mit seinem zweijährigen Geschwisterchen in der angrenzenden Dreier Sitzreihe Platz gefunden hatten – blieb genug Platz für uns alle.

Mein süßer Banknachbar 🥰

Ankunft in MEXIKO CITY – und gleich zur ZOLLINSPEKTION

Dank starkem Rückenwind landeten wir sogar 20 Minuten früher als geplant, also kurz vor 3:00 Uhr Ortszeit morgens. 🥱 Durch die sieben Stunden Zeitverschiebung hatten wir auf der Uhr einiges gutgemacht, aber somit stand uns auch ein langer Tag bevor…

Zunächst ging es zur Immigration, wo sich bereits eine lange Schlange gebildet hatte. Doch als wir an der Reihe waren, verlief der Einreiseprozess völlig unkompliziert. Ohne mit der Wimper zu zucken und – im Gegensatz zur letzten Einreise – ohne Einreisesteuer wurden uns erneut 64 Tage in Mexiko gewährt. Hoffentlich brauchen wir davon nur maximal 14, denn mit unserem neuen US-Visum in der Tasche sollte unsere Panamericana-Reise nun endlich weitergehen! 🙏

Nachdem wir die Passkontrolle passiert hatten, fanden wir unsere beiden großen Kartons, die wir bereits auf dem Hinflug genutzt hatten, auf dem Boden vor dem Gepäckband. Doch diesmal zierte einer davon einen Aufkleber vom mexikanischen Zoll. Also mussten wir mit unseren Kisten erstmal zur Zollinspektion.

Anscheinend hatten unsere Auto-Ersatzteile das Interesse der Beamten geweckt, weshalb wir die Kartons öffnen und den Inhalt auf den Edelstahltischen ausbreiten mussten. Auto-Ersatzteile sind in Mexiko wohl grundsätzlich zollpflichtig, deshalb mussten wir online die Rechnung für unsere Ersatzteile – darunter Luft-, Diesel- und Ölfilter sowie frische Bremsbeläge – vorzeigen. Zum Glück lag der Gesamtwert der Teile bei nur knapp 160 €, sodass die 19 % Zollgebühr verschmerzbar war. 😮‍💨

Schade war allerdings, dass uns auch die beiden Samenpäckchen abgenommen wurden, die wir für Omar und Julia, die Betreiber des Campingplatzes Rancho Viejo, als kleines Dankeschön mitgebracht hatten. Lila Ur-Möhren und Ochsenherz-Tomaten wird es in Mexiko also leider nicht geben…

Nach der Zollabwicklung verließen wir endlich das Terminal und bestellten ein Uber Taxi. Gegen 4:30 Uhr morgens erreichten wir den Campingplatz in Teotihuacán, wo unser Van sicher auf uns wartete. Doch so früh am Morgen schienen Omar und Julia noch tief und fest zu schlafen – weder unser Klingeln noch unsere Anrufe wurden beantwortet.

Also standen wir über eine Stunde lang vor verschlossenen Toren. Aber was hätten wir uns Schöneres wünschen können? Vor uns erstreckte sich ein spektakulärer Sonnenaufgang über den Bergen Mexikos, die Vögel zwitscherten uns fröhlich entgegen, und wenig später stiegen mindestens zehn bunte Heißluftballons in den Himmel, um ihre Runden über der berühmten Sonnenpyramide zu drehen. Was für ein magischer Empfang! ☀️

Zurück im VAN – unser kleines Zuhause fühlte sich gleich wieder richtig an

Als wir schließlich das Tor passieren und unseren Van wieder an seinen Platz fahren konnten, fühlte es sich fast so an, als wären wir gar nicht weg gewesen. Nur mit einem entscheidenden Unterschied: Diesmal haben wir ein gültiges US-Visum in der Tasche!

Um nicht in der Müdigkeit zu versinken, machten wir uns direkt ans Auspacken unserer genialen faltbaren Handgepäckstaschen von FoldBagz sowie der Kartons. Die neue Bettwäsche passte perfekt in unser gemütliches Zuhause auf Rädern, und auch der defekte Dachluken-Ventilator war in Nullkommanichts ausgetauscht. ✅

Die Foldbagz mit Handgepäck-Maß haben super viele Staufächer und sogar einen integrierten Kleidersack!

Den Rest des Tages verbrachten wir entspannt auf dem weitläufigen Areal. Wir sahen Rita, der alten Eseldame, beim gemächlichen Grasen zu, freuten uns über das neue Lämmchen, das während unserer Abwesenheit geboren worden war, und genossen die Gesellschaft der drei Hofhunde, die uns offensichtlich sofort wiedererkannten und freudig begrüßten. 🐕🐾

Ankommen, Ausruhen – und dann das!

Bis 20 Uhr hatten wir am Vorabend noch tapfer durchgehalten – aber dann war wirklich Schluss mit lustig! Nach über 20 Stunden Reisezeit fielen wir hundemüde in unser frisch bezogenes, eigenes Bettchen im Van. Simon war leider nicht nur müde, sondern mittlerweile auch ziemlich erkältet. 🤧

Am nächsten Morgen wachte ich gegen 7 Uhr tatsächlich relativ fit und erstaunlich ausgeschlafen auf – ganz im Gegensatz zu Simon, der immer noch mit Schnupfen, Kopfschmerzen und einem dicken Kloß im Hals kämpfte. Aber eine Ibuprofen zum Frühstück wirkte Wunder, und gegen Mittag ging es ihm glücklicherweise schon wieder halbwegs gut.

Da wir nicht untätig rumsitzen wollten, nutzten wir die gewonnene Energie und erledigten direkt die wichtigsten Dinge:

✅ Lebensmitteleinkäufe – Der Kühlschrank war nach unserer Deutschland-Reise verständlicherweise leer, also füllten wir ihn wieder mit frischen Vorräten auf.

💧 Trinkwasser auffüllen – Unsere Kanister mussten dringend nachgefüllt werden. In Mexiko ist das dank der weit verbreiteten Purificadoras (Wasserreinigungsstationen) super einfach und günstig.

🧺 Schmutzwäsche loswerden – Den großen Sack mit Schmutzwäsche, den wir vor unserer Abreise nicht mehr waschen konnten, brachten wir endlich zur Wäscherei.

Nachmittags widmete sich Simon trotz leichter Erkältung noch einer anderen, lästigen Baustelle: Die defekten Rollos (Fliegengitter und Jalousie) an unserer hinteren Dachluke mussten dringend ausgetauscht werden. Besonders das Fliegengitter war für uns unverzichtbar – denn in Mexiko können sich Mücken selbst im Winter noch herumtreiben, und wir hatten wenig Lust auf ungebetene Mitbewohner.

Zum Glück verlief der Austausch reibungslos, und damit war an Tag zwei nach unserer Rückkehr schon fast alles abgehakt. 😀

Wassermangel – mitten in der Trockenzeit!

Simon ging’s am Samstag zum Glück schon wieder deutlich besser während ich mir nicht sicher war, ob ich immer noch ein klein wenig mit dem Jetlag kämpfte oder ob sich nun auch bei mir eine Erkältung anbahnte… Deshalb ließen wir es ruhig angehen und erledigten nur das aller Nötigste:

Zuerst holten wir unsere frisch gewaschene Wäsche aus der Wäscherei ab – sauber duftende Kleidung ist immer wieder ein kleines Highlight. 🌟 Anschließend versuchten wir, bei zwei Tankstellen in der Nähe unseren Wassertank aufzufüllen, allerdings vergeblich. Scheinbar herrschte bereits jetzt Wasserknappheit – und das, obwohl die Regenzeit erst im Juli beginnen wird! 😨

Immerhin konnten wir an den Tankstellen noch unsere Auto- und Fahrradreifen aufpumpen, und Wasser würden wir sicherlich irgendwo unterwegs auftreiben können.

Krank statt on the road

Als ich am Sonntagmorgen mit fürchterlichen Kopfschmerzen, Kratzen im Hals und verstopfter Nase erwachte war klar: Jetzt hatte es auch mich erwischt. Und als am Abend noch leichtes Fieber hinzukam, war an die eigentlich für diesen Tag geplante Abfahrt nicht zu denken. So hatten wir uns den Neustart in unser Vanlife-Abenteuer nun wirklich nicht vorgestellt! 😬

Zum Glück waren wir auf der Rancho Viejo in Teotihuacán bei Omar und seiner Mutter Julia bestens aufgehoben. Die beiden kümmerten sich rührend um uns und setzten auf traditionelle Hausmittel: Eine saure, Vitamin-C-reiche Kaktusfrucht sollte unser Immunsystem stärken, während ein Sud aus in Honig gedünsteten Zwiebeln und Knoblauch gegen den Husten helfen sollte. Und als kleines Seelenpflaster gab es noch Kekse in lustiger Eselform – schließlich hilft ein Lächeln manchmal genauso gut wie Medizin. ♥️

Traditionelle, mexikanische Medizin
Leckere Esel-Kekse

Krank im Van & neue Bekanntschaften

Am Montag hatte sich mein Zustand sogar noch leicht verschlechtert, sodass an eine Weiterfahrt weiterhin nicht zu denken war. Während wir uns redlich bemühten, schnell wieder fit zu werden, erhielten wir Gesellschaft von zwei kanadischen Familien, die mit ihren beeindruckenden Fahrzeugen auf den Campingplatz rollten. 🚍🇨🇦

Die eine Familie reiste mit einem riesigen Wohnwagen, die andere in einem alten, aber gigantischen Mercedes-Schulbus – beide mit jeweils vier kleinen Kindern an Bord. Schon auf den ersten Blick wurde klar, dass sie einen recht alternativen Lebensstil pflegten. Besonders beeindruckt waren wir von der Menge an Ausrüstung, die sie dabeihatten: Jedes Kind hatte ein eigenes Fahrrad samt Helm, dazu kamen ein paar Inlineskates – und als wäre das noch nicht genug, reisten auch noch zwei Hunde mit. Platz schien in ihren rollenden Unterkünften jedenfalls mehr als genug vorhanden zu sein! 😅

Omar freute sich über die vielen Kinder 😅

Geduld, Genesung & ein guter DHL-Lauf

Da mich am Montagabend erneut leichtes Fieber geplagt hatte, verbrachten wir auch den Dienstag und Mittwoch weiterhin auf der Rancho Viejo und hofften inständig auf Besserung. Unser geplanter Aufbruch musste also weiter warten. So hatten wir uns das Vanlife-Revival wahrlich nicht vorgestellt!

Während wir uns bemitleideten und mit Tee und traditioneller mexikanischer Medizin aufpäppelten, erreichte uns aber auch eine erfreuliche Nachricht: Unsere per DHL aus Deutschland verschickten Marquart-Stoßdämpfer waren nach etwa 14 Tagen wohlbehalten bei Brett & Yvonne alias @RoundAboutWest in den USA angekommen! 🥳🥳

Jetzt müssen nur noch wir es zu den Stoßdämpfern schaffen – hoffentlich genauso reibungslos.

Ob das klappt, erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag. Bis dahin: Bleibt gesund! 🍀


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