Närrisches Treiben in der Heimat
Nach dem nervenaufreibenden Termin im US-Konsulat in Frankfurt, der ja glücklicherweise mit einem positiven Ergebnis ausging, hieß es für uns: warten. Innerhalb einer Woche sollten unsere Pässe samt Visum per UPS zugestellt werden – doch bis dahin wollten wir uns die Zeit so angenehm wie möglich gestalten. Und was hätte da besser gepasst als ein richtig schöner Faschingsumzug in unserer Heimatgemeinde Malsch? 🎉🎉

Zum ersten Mal seit acht Jahren – zuletzt fand er 2017 statt – schlängelte sich der bunte, närrische Bandwurm mit über 80 Gruppen durch die abgesperrten Hauptverkehrsstraßen des Ortes. Unsere Freunde hatten zwar einen Platz mit guter Sicht gewählt, aber strategisch gesehen war er eher suboptimal: Wir standen nämlich fast am Ende der Zugstrecke und mussten rund 45 Minuten warten, bis die ersten Gruppen bei uns ankamen. Noch dazu pfiff der böige, frische Wind genau in unsere Richtung, sodass wir bereits nach anderthalb Stunden ordentlich durchgefroren waren. Schließlich entschieden wir, den Rest des Umzugs ausfallen zu lassen und uns entlang der Strecke langsam auf den Rückweg zu meinem Elternhaus zu machen – unserem gemütlichen und vor allem warmen Quartier auf Zeit. ♥️




Trotzdem war es ein tolles Erlebnis, mal wieder fröhlicher Guggen-Musik zu lauschen, die kunstvoll gearbeiteten Kostüme und schweren Holzmasken zu bestaunen und in die leuchtenden (manchmal auch leicht verängstigten) Kinderaugen zu blicken, wenn sie die Süßigkeiten von Hexe und Co. entgegennahmen. 🧙♀️🍬
Ein Visum kommt selten allein… oder doch?
Bereits zwei Tage nach unserem Interviewtermin im US-Konsulat Frankfurt trudelte eine E-Mail ein: Unsere Pässe seien fertig zur Abholung! Da wir jedoch keine Lust auf eine weitere Fahrt nach Frankfurt hatten, entschieden wir uns für die bequemere Variante – die Zustellung per Kurier.
Allerdings gab es einen kleinen Haken: Die E-Mail enthielt weder eine Passnummer noch den Namen des Inhabers. Stattdessen stand nur der Hinweis darin, dass die Zustellgebühr pro Pass und nicht pro Antrag zu entrichten sei. Also überwies ich sicherheitshalber zweimal 22,80 €.
Zwei Tage später klingelte der Paketbote – aber nur mit meinem Pass in der Hand! 😰 Kurz darauf landete eine neue E-Mail in meinem Posteingang: Ein weiterer Pass liege zur Abholung in Frankfurt bereit. In dem Moment wurde mir klar, dass die erste Nachricht sich wohl nur auf meinen Pass bezogen hatte und Simons Pass vermutlich erst ein bis zwei Tage später bearbeitet worden war. Da sich am Versandstatus absolut nichts änderte, blieb uns also nichts anderes übrig, als die Zustellgebühr erneut zu überweisen. 🙈🙊🙉
Solltet ihr jemals ein US-Visum beantragen, können wir euch rückblickend folgenden Tipp geben: Jeder Antragsteller sollte eine eigene, separate E-Mail-Adresse angeben! Das hätte uns einige Tage voller Verwirrung und unnötiges Rätselraten erspart.
Letztlich trudelte auch Simons Pass, rund eineinhalb Wochen nach unserem Interviewtermin, endlich bei uns zu Hause ein. Uns fiel eine wahnsinnige Last von den Schultern – und die Erleichterung wurde sogar noch größer als wir sahen, dass das Visum im Pass einen Vermerk über die Prüfung unseres ESTA-Verstoßes enthielt. Das lässt uns nun zumindest etwas optimistischer auf den erneuten Grenzübertritt von Mexiko in die USA blicken. Denn auch wenn unser Visum nun offiziell bewilligt wurde, hat letztendlich immer noch der Grenzbeamte vor Ort das letzte Wort. Und selbst mit gültigem Visum könnte er uns die Einreise theoretisch immer noch verwehren… Aber soweit wollten wir noch gar nicht denken. Erstmal hieß es: durchatmen und freuen! 🤗

Ersatzteile, Wiedersehensfreude & eine unvergessliche Überraschung
Mit den Visa in der Tasche war unser wichtigstes To-do abgehakt – aber natürlich gab es noch einige andere offene Punkte auf unserer Liste! Ganz oben stand die Beschaffung einiger dringend benötigter Ersatzteile für unseren Van:
• Ein neues Lüfterrad für die vordere Dachluke
• Ein neuer Rollo samt Rahmen für die hintere Dachluke
• Neue Bremsbeläge
• Ein weiteres Inspektions-Kit (Öl-, Diesel- und Luftfilter)
• Und am allerwichtigsten: neue Stoßdämpfer für die Hinterachse!
Letztere hatten uns auf unserer bisherigen Reise immer wieder vor Herausforderungen gestellt – höchste Zeit also, hier endlich für Abhilfe zu sorgen! 🛠️

Neben all den Besorgungen blieb uns zum Glück genug Zeit für schöne Wiedersehen mit Freunden. Ob bei gemeinsamen Essen in Restaurants oder bei gemütlichen Abenden zu Hause – die Freude war jedes Mal riesengroß. Mal gab es selbstgemachtes Gulasch mit Spätzle, mal eine köstliche Lasagne mit feinen Desserts. 😋

Doch eine Überraschung ließ mich dann endgültig sprachlos zurück: Zwei meiner ältesten und besten Freundinnen, Sabrina und Sabina, überraschten mich mit einem nachträglichen Geburtstagsgeschenk, das nicht besser hätte sein können: Eine gemeinsame Auszeit im Felsenland Dahn, einem luxuriösen 4-Sterne-Plus-Wellnessresort! 🥹
Nur wenige Tage nach unserem Wiedersehen machten wir uns dann auch schon zu dritt auf den Weg. Von Malsch aus ging es über Karlsruhe ins etwa 60 Kilometer entfernte Dahn in Rheinland-Pfalz. Nach einem leckeren Mittagsbuffet konnten wir bereits gegen 13:30 Uhr unser großes Familienzimmer beziehen – und wurden direkt mit einer gepackten Wellnesstasche begrüßt.

Nach Kaffee und Kuchen erkundeten wir am Nachmittag neugierig den riesigen, 4.000 m² großen Wellnessbereich mit drei Pools und elf verschiedenen Saunen. Es tat so unglaublich gut, einfach mal abzuschalten, die Zeit mit meinen Lieblingsmenschen zu genießen und dabei zu spüren, wie wertvoll solche langjährigen Freundschaften sind. Freundschaften, bei denen man nach Monaten oder Jahren direkt wieder anknüpfen kann, als wäre man nie weg gewesen.
Der krönende Abschluss dieses perfekten Tages? Ein fantastisches 6-Gänge-Menü im Hotelrestaurant! 🍷 Und nach einer kurzen Pyjama-Party (die Müdigkeit hatte uns schneller als gedacht eingeholt) fielen wir schließlich glücklich und entspannt in die Betten. 🛌

Am nächsten Morgen ließen wir das Verwöhnprogramm gemütlich beim ausgiebigen Frühstücksbuffet noch einmal richtig ausklingen.
Liebe Sabrina und Sabina, tausend Dank für dieses grandiose Geschenk und die gemeinsame Zeit! Eine größere Freude hättet ihr mir definitiv nicht bereiten können. Das müssen wir unbedingt in einigen Monaten wiederholen! ♥️
Logistik-Chaos & neue Herausforderungen
Neben all den schönen Momenten gab es auch ein paar logistische Hürden zu meistern. Ein großes Problem war der Transport der neuen Stoßdämpfer für unsere Hinterachse, die wir mittlerweile von Marquart erhalten hatten. Wie sollten wir diese nach Mexiko oder in die USA bekommen?
Von anderen Reisenden hatten wir bereits gehört, dass der Versand per Flugzeug aufgrund der Öl-Druckbehälter problematisch sein könnte – und eine schriftliche Anfrage bei der Airline bestätigte diese Befürchtung. 😕 Zum Glück sprang eine gute Freundin und ehemalige Arbeitskollegin ein, die sich im Speditionsbereich bestens auskennt. Ohne zu zögern erklärte sie sich bereit, nach alternativen Versandmöglichkeiten zu suchen. Ein absoluter Glücksfall!
Während wir auf eine Lösung für unser Stoßdämpfer-Dilemma warteten nutzten wir die Zeit, um einige der zur Verfügung gestellten Produkte ausführlich zu testen. Darunter das faltbare E-Bike von HITWAY, das wir auf Herz und Nieren prüften und für das wir ein ausführliches Produkttest-Video drehten.
▶ Hier geht’s bei Interesse zum Produkttest-Video:
Wäre unsere Einreise in die USA nicht an der Grenze gescheitert, hätten wir vermutlich nie die Gelegenheit bekommen, uns in diesem völlig neuen Terrain auszuprobieren. So bot uns die unerwartete Situation die Chance, ein neues Videoformat zu testen – eine Erfahrung, die wir definitiv nicht missen möchten!
Einblicke in ein Offroad-Monster
Ein Besuch bei Freunden in Karlsruhe führte uns nicht nur zu einem schönen Wiedersehen, sondern auch zu einer völlig unerwarteten Gelegenheit: Während wir bei Automedia Karlsruhe in ihrer Car-HiFi-Werkstatt standen, entdeckten wir ein beeindruckendes Expeditionsmobil – den MAN HX60 von Dirk. 🚛

Das Fahrzeug war gerade dabei, mit einer Alpine Bird-View-Kamera, einer Alarmanlage und einem neuen Soundsystem ausgestattet zu werden. Beim gemeinsamen (und sehr leckeren) Mittagessen beim Griechen kamen wir mit Dirk ins Gespräch – und spontan erklärte er sich bereit, mit uns noch am selben Tag eine exklusive Roomtour zu drehen!
Falls euch fette Offroad-Trucks faszinieren, solltet ihr dieses Video auf keinen Fall verpassen. Denn dieser ehemalige Militär-LKW ist nicht nur ein Rechtslenker – er hat auch eine Besonderheit, die wir so noch nie gesehen haben: eine unsichtbare Heckgarage, in der ein komplettes Can-Am Quad verschwindet! 😳



📅 Die Roomtour gibt’s am Mittwoch, den 26.02. erstmalig auf unserem YouTube-Kanal! Während wir an diesem Tag unsere Rückreise nach Mexico City antreten, könnt ihr euch das Video anschauen – und dann berichten wir bald wieder von unseren Erlebnissen on the road! 🇺🇸🚐💨
▶ Und alle Technik-Freaks können bis dahin gerne in das Info-Video zur Alpine Bird-View schauen:
Bis dahin – macht’s gut und passt auf euch auf! 👋🏻
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