NEW BLOG POST 🇲🇽 (08. – 18.11.2024) Mexiko Roadtrip! Vulkanwanderungen & Archäologische Entdeckungen

Abschied von Pátzcuaro – Zeit für neue Abenteuer!

Nach exakt 14 Tagen in Pátzcuaro wurde es höchste Zeit, die Zelte abzubrechen – oder in unserem Fall, die Handbremse zu lösen. Denn wie heißt es so schön? „Wer rastet, der rostet.“ Und tatsächlich: Je länger wir an einem Ort verweilen, desto schwieriger fällt es uns, wieder in den Entdeckermodus zu schalten. Doch mit dem Ziel, uns endlich wieder vom Reisefieber packen zu lassen, starteten wir motiviert Richtung Morelia

Unser erster Stopp führte uns nach Tzintzuntzan, einem weiteren magischen Dorf am Seeufer. Hier wollten wir uns ein wenig die Beine vertreten und landeten auf einem charmanten Atrium mit über 100 Jahre alten Olivenbäumen. Die waren wohl das Highlight für viele Mexikaner, denn wir sahen zahlreiche Einheimische, die ehrfürchtig unter den mächtigen Kronen flanierten. 

Vielleicht liegt es daran, dass wir aus Europa stammen und Olivenbäume für uns keine Exotik ausstrahlen, aber wir waren nicht ganz so beeindruckt, wie die Kanadierin, die uns diesen Ort empfohlen hatte. Trotzdem genossen wir den kurzen Spaziergang und die friedliche Atmosphäre. 

Auch die archäologische Stätte, die hoch oben über dem See thront und einen atemberaubenden Rundumblick versprach, hätten wir noch besichtigen können. Doch ehrlich gesagt: Nach all den Ruinen, die wir bereits in Mexiko bestaunen durften, ließen wir diesen Abstecher aus. Manchmal muss man auch Prioritäten setzen – und in unserem Fall war das der nächste Kaffee. ☕ 

Ein paar Kilometer weiter fanden wir eine Tankstelle, die sich perfekt für eine kleine Kaffeepause eignete. Wir hatten uns gerade hingesetzt, da brauste Julio auf seinem Motorrad in voller Lederkluft heran. Schon von weitem war klar, dass er nicht mehr ganz nüchtern war. Doch mit typisch mexikanischer Herzlichkeit bestand er darauf, uns auf ein Getränk einzuladen. 

Während er sich eine Literflasche Bier gönnte, hielten wir es mit einer kleinen Cola Zero deutlich dezenter. Die Unterhaltung der nächsten halben Stunde war… sagen wir, recht repetitiv. Mindestens zehnmal fragte er uns, wie alt wir seien, woher wir kämen und wohin wir reisen würden. Wir waren höflich, tranken brav unsere Getränke aus und verabschiedeten uns schließlich mit einer Notlüge, dass Freunde in Morelia auf uns warteten. Andernfalls hätten wir wohl die Nacht an der Tankstelle verbringen müssen. 😅

Doch trotz allem: Diese Begegnung zeigt einmal mehr die unglaubliche Gastfreundschaft der Mexikaner und ihr großes Interesse an ausländischen Touristen. So schräg das Gespräch auch war – es war ein kleines Stück mexikanische Herzlichkeit. 💚🤍❤️

Unser Ziel war schließlich Morelia, eine beeindruckende Stadt mit rund 850.000 Einwohnern, die sich selbstbewusst als „Seele Mexikos“ bezeichnet. Hier fanden wir etwas außerhalb des Stadtzentrums einen echten Glückstreffer: den riesigen Parkplatz am Messezentrum, der sich als exzellenter Stellplatz entpuppte. 

Besonders begeistert waren wir von den speziell ausgewiesenen Camper-Stellplätzen, die teilweise sogar Stromanschlüsse boten. Direkt daneben: gepflegte öffentliche Toiletten. 🚻 So etwas hatten wir tatsächlich seit Ushuaia in Feuerland nicht mehr erlebt! 

Und es war nicht nur die Infrastruktur, die uns positiv überraschte: Der Parkplatz war ein Sammelplatz für Wohnmobile aus aller Welt. Neben Fahrzeugen aus den USA, Kolumbien und Belgien waren auch einige mexikanische Camper vertreten. Und natürlich dank uns auch ein deutsches Wohnmobil. 🇩🇪 

Mit dem Fahrrad ins koloniale Herz von Morelia

Am nächsten Morgen schnappten wir uns unsere Fahrräder und machten uns auf den Weg ins Zentrum von Morelia. Der Weg dorthin führte uns entlang des beeindruckenden Aquädukts, das mit seinen 253 Bögen eine imposante Kulisse bot. Dieses historische Bauwerk versorgte die Stadt bereits im 18. Jahrhundert mit Wasser – ein wahres architektonisches Meisterwerk und ein perfekter Einstieg in die Kolonialgeschichte der Stadt. 

Je näher wir dem Zentrum kamen, desto mehr zog uns die Altstadt in ihren Bann. Die Fassaden der Gebäude, allesamt aus rotem Sandstein, verliehen der Stadt eine warme und gleichzeitig majestätische Ausstrahlung. Besonders die mächtige Kathedrale mit ihren blau-weißen Fliesenkuppeln stach heraus. Die Fassade war mit verschnörkelten Details verziert, und die Glockentürme hatten sogar Balkone – eine Mischung aus kolonialer Pracht und barockem Prunk. 

Der zentrale Platz, die Plaza, war umringt von eleganten Arkadengängen, die förmlich nach einer Tasse Kaffee und ein wenig Leute-Watching riefen. Morelia zeigte sich wirklich als Paradebeispiel für spanische, koloniale Baukunst. Es fühlte sich ein wenig so an, als wären wir in eine andere Zeit zurückversetzt worden – eine Zeit voller Prunk und Prestige. 

Wir parkten unsere Fahrräder sicher an einer Laterne vor den Schuhputzern, die geschäftig die Schuhe der Passanten polierten, und tauchten zu Fuß in die charmanten Gassen der Innenstadt ein. Ohne Plan liefen wir kreuz und quer durch die Straßen, ließen uns treiben und saugten die Atmosphäre auf. 

Die Sonne zeigte sich an diesem Tag von ihrer gnadenlosen Seite und brannte unbarmherzig vom Himmel. Schon nach kurzer Zeit suchten wir automatisch die Schattenseiten der Gehwege auf und machten regelmäßig Pausen, um uns ein wenig abzukühlen. 🥵

Als der Nachmittag weiter voranschritt waren wir heilfroh, wieder zurück an unserem schattigen Stellplatz im großen Park zu sein. Dort genossen wir die Kühle und ließen die Eindrücke des Tages sacken – während wir insgeheim schon Pläne für den nächsten Tag schmiedeten. 😂

Entspannung auf 2.800 Metern: Thermalparadies Laguna Larga

Da der Stellplatz in der Stadt gar so ideal und obendrein kostenfrei war entschieden wir, noch einen weiteren Tag zu bleiben. Wir erledigten Lebensmitteleinkäufe in der Mall gegenüber, bevor wir schließlich weiter in die Berge aufbrachen. Unsere Fahrt führte uns auf stolze 2.800 Meter Höhe – mitten hinein in dichte Kiefernwälder, die so dufteten, wie nur Nadelwälder in dieser Höhe duften können. 🌲

Dort, im scheinbaren Nirgendwo, stießen wir auf ein wahres Juwel: das Thermalbad an der Laguna Larga. Zu Simons Leidwesen war der See leider fischfrei, aber dafür bot die Anlage eine Menge anderer Vorzüge. Neben einem idyllischen Campingplatz gab es Hotelzimmer, Ferienwohnungen und drei unterschiedlich temperierte Thermalbecken – direkt am Seeufer! Wir parkten unseren Van mit Blick aufs Wasser, ein Traum von einem Stellplatz! 🤩🚐 

Bevor wir uns den Thermalbecken widmeten, erkundeten wir das Gelände. Ein Spaziergang entlang des Ufers offenbarte uns einen unglaublich gepflegten und weitläufigen Bereich. Selbst Zelt-Camper kamen hier voll auf ihre Kosten: lauschige Plätze im Wald, ausgestattet mit Grillstellen, überdachten Sitzgelegenheiten und sogar Stromanschlüssen. Die Betreiber hatten wirklich an alles gedacht! 👍🏻

Nach einem kleinen Mittagessen schlenderten wir über eine Brücke, die uns in den oberen Bereich der Anlage führte. Und siehe da: noch mehr warme Badebecken! Die Auswahl war groß, aber wir entschieden uns für den wärmsten Pool. 🧖🏻‍♀️🧖🏼‍♂️

Während wir im warmen Wasser entspannten, beobachteten wir das bunte Treiben um uns herum. Ein krasser Gegensatz zu Deutschland wurde dabei wieder einmal deutlich: Wo man in der Heimat mit einem belegten Brot und ein paar Schwimmbad-Pommes auskommt, wird in Lateinamerika groß aufgekocht. Familien rückten mit Töpfen, Grillrosten und der kompletten Verwandtschaft an, einschließlich Oma und Opa. Die Szene war wie immer herrlich chaotisch, laut und lebendig – einfach typisch Lateinamerika! 🌎 

Nach etwa einer Stunde reichte es mir mit dem warmen Wasser. Meine Finger waren inzwischen so schrumpelig wie Rosinen! Ich gönnte mir eine heiße Dusche, bevor wir entspannt und rundum erholt zum Van zurückspazierten. Dort ließen wir die Nachmittagssonne auf uns wirken und freuten uns über die überraschend guten Aufrufzahlen unseres neuesten YouTube-Vlogs. 🎥☀️ 

Am frühen Abend, gerade als ich mit der Zubereitung des Abendessens beschäftigt war, klopfte es plötzlich an unserer Tür. Eine Horde Kinder stand davor, die vor Aufregung fast platzte. Sie fragten ganz ehrfürchtig, ob wir tatsächlich YouTuber seien. Als ich lachend bestätigte, war die Freude groß – und es folgte natürlich ein spontanes Fotoshooting. Mittlerweile haben wir uns an solche Situationen gewöhnt, aber es ist jedes Mal aufs Neue herzerwärmend. 🥰

Abschied vom Thermalbad und ein Stellplatz im Flachland

Nach einem weiteren erholsamen Tag an der Laguna Larga, gefüllt mit wohltuend warmem Wasser und entspannter Stimmung, hieß es am Freitag wieder „Weiterziehen“. Besonders freuten wir uns darüber, dass wir für den zweiten Tag am Thermalbad nicht nochmal zur Kasse gebeten wurden – ein kleiner, aber feiner Bonus. 😉

Unser Ziel für den Tag war klar: die Region um die Stadt Toluca. Wobei uns nicht die Stadt selbst lockte – dazu sind wir nach den vielen kolonialen Schmuckstücken schon etwas verwöhnt – sondern vielmehr der dahinter liegende Berg Nevado de Toluca. Mit stolzen 4.500 Metern Höhe gehört er zu den höchsten Bergen Mexikos und versprach eine spektakuläre Kulisse. ⛰️

Da es jedoch bereits später Nachmittag war, als wir Toluca erreichten, entschieden wir uns gegen eine Übernachtung in den Höhenlagen. Uns war bewusst, dass eine Nacht auf rund 4.000 Metern höchstwahrscheinlich weniger romantisch und dafür mehr kopfschmerzlastig ausgefallen wäre. Stattdessen suchten wir uns einen Stellplatz im „Flachland“ – wobei 2.600 Meter hier als flach durchgingen. Wir landeten schließlich auf einem Soriana-Parkplatz, der wie so oft in Mexiko eine solide Option bot: halbwegs ruhig, sicher und mit dem kleinen Luxus eines gut sortierten Supermarkts direkt nebenan. 😇

Höhentour auf den Nevado de Toluca – Staub, Lagunen und ein Wiedersehen

Am nächsten Morgen machten wir uns auf die letzten 30 Kilometer hinauf zum unteren Besucherparkplatz des Nevado de Toluca, gelegen auf stolzen 3.700 Metern. Schon die kurvige Fahrt durch die Berglandschaft ließ erahnen, dass uns ein beeindruckender Tag bevorstand. Nach einem gemütlichen Frühstück im Van – wie immer begleitet von der besten Aussicht – packten wir unseren Wanderrucksack, bezahlten die Einfahrtgebühr von 50 Pesos pro Person und bereiteten uns auf den letzten Abschnitt vor. 

Unter der Woche hätten wir mit unserem Van bis auf 4.200 Meter hinauffahren dürfen. Doch da wir am Wochenende unterwegs waren und der Andrang entsprechend groß war, mussten wir auf ein Shuttle zurückgreifen. Für weitere 50 Pesos pro Person nahmen wir auf der staubigen Ladefläche eines Pick-ups Platz. Während uns der Fahrtwind und vor allem der aufgewirbelte Staub ordentlich einnebelten, wurden wir zwischendurch bereits mit traumhaften Ausblicken belohnt: tief unter uns lagen winzige Dörfer und endlose Bergketten. 

Am Gipfel angekommen wartete die nächste Überraschung: Der Zugang zu den Wanderwegen, die zu den beiden Kraterlagunen führen, war neuerdings kostenpflichtig. Auch wenn wir etwas widerwillig zahlten, ließen wir uns die Erkundung dieser besonderen Natur natürlich nicht entgehen. Schließlich wollten wir unbedingt die Laguna de la Luna und die Laguna del Sol sehen. 👀

Die Wanderung zur ersten Lagune war gut besucht – erstaunlich, wie viele Mexikaner sich trotz der dünnen Luft und des anspruchsvollen Geländes auf den Weg machten. Die raue, unberührte Landschaft erinnerte mich an Patagonien, nur die Guanakos fehlten. Die klare Bergluft, die spiegelnden Lagunen und die dramatische Kulisse ließen uns die dünne Luft schnell vergessen. Der Rundweg um die beiden Kraterseen war atemberaubend schön und führte uns immer wieder zu Aussichtspunkten, die Lust auf einen längeren Aufenthalt machten. 

Nach der 6km langen Wanderung ging es wieder per Shuttle zurück zu unserem Van. Dort stärkten wir uns mit einer heißen Tasse Kaffee und – weil es einfach passte – süßen Donuts. ☕️🍩 Anschließend machten wir uns auf den Rückweg Richtung Stadt. Und wer kam uns da entgegen? Christian und Anne von @Van.We.Bike! Bereits zum zweiten Mal hatten sich unsere Wege auf der Straße gekreuzt, doch auch diesmal verpassten wir uns. Ein lustiges und gleichzeitig frustrierendes Déjà-vu. 🙈

Die Sonne ging schnell unter, und so entschieden wir uns für eine weitere Nacht auf dem Parkplatz des Soriana-Supermarkts. Doch während die erste Nacht hier angenehm ruhig gewesen war, entpuppte sich die zweite als deutlich weniger entspannt. Von einer Diskothek auf der gegenüberliegenden Straßenseite dröhnte bis spät in die Nacht laute und, sagen wir mal, eigenwillige Musik. So verbrachten wir die Nacht eher im Takt des Basses als in der ersehnten Stille. 🔊😬

Von Teotenango in die Berge – Viel Geschichte und holprige Straßen

Nach der lauten Nacht in Toluca stand uns am Morgen nur noch eine kurze Fahrt zur archäologischen Stätte Teotenango bevor. Überraschenderweise hatte ich zuvor nie von dieser beeindruckenden Pyramidenanlage gehört – dabei zählt sie zu den größten in ganz Mexiko! 

Die Stätte wurde von den Matlatzinca gegründet, einem indigenen Volk, das die Region bereits im 8. Jahrhundert besiedelte. Strategisch auf einem erloschenen Vulkan errichtet, diente die Stadt als wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Mit der Ankunft der Azteken im 15. Jahrhundert geriet Teotenango unter deren Kontrolle, bevor sie schließlich nach der spanischen Eroberung um 1550 aufgegeben wurde. Heute ist die Stätte ein Fenster in die Vergangenheit und beeindruckt mit ihrer Größe und ihrer gut erhaltenen Architektur. 

Highlights der Anlage: 

Pyramiden: Besonders die Pyramide der Sonne und die Pyramide der Jaguare beeindrucken durch ihre Höhe und die feinen Steinmetzarbeiten. 

Ballspielplatz: Wie viele mesoamerikanische Städte verfügt auch Teotenango über ein Juego de Pelota, wo das traditionelle Ballspiel der Indigenen gespielt wurde. 

Aquädukt und Bewässerungssysteme: Ein geniales Beispiel antiker Ingenieurskunst. 

Panoramablick: Von der Anlage aus hat man eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Täler und Berge. 

Da sonntags der Eintritt frei ist, konnten wir sowohl das kleine Museum als auch die weitläufige Stätte kostenlos erkunden. Zwei Stunden lang liefen wir kreuz und quer über das Gelände, bewunderten die Ruinen und sammelten nebenbei – unabsichtlich – jede Menge Kletten ein. 😳 Diese widerspenstigen kleinen Biester setzten sich hartnäckig in unsere Socken und Schuhe und verlangten uns am Ende fast genauso viel Geduld ab wie die holprige Fahrt, die uns später noch bevorstand…

Von Teotenango aus ging es weiter in die Berge, genauer gesagt in den Nationalpark Cumbres del Ajusco. Hätten wir jedoch vorher gewusst, wie schlecht die Straßen dorthin sind, hätten wir die 50 Kilometer lange Strecke womöglich gar nicht in Angriff genommen. Was uns erwartete, war eine wahre Schlaglochpiste, die sich über zwei Stunden hinzog. 🚐💨

Unterwegs geriet ein Motorradfahrer neben uns in Schwierigkeiten, vermutlich weil er eines der tiefen Löcher übersehen hatte. Zum Glück ging alles glimpflich aus, und auch wir erreichten schließlich unser Ziel – zwar durchgerüttelt, aber unversehrt. 

Im Cumbres del Ajusco Nationalpark fühlten wir uns prompt an die Schwarzwaldhochstraße erinnert. 😍 Wir parkten unser Wohnmobil auf einem großen Parkplatz vor einem der gemütlichen Ausflugsrestaurants. Die kleineren Lokale auf der anderen Straßenseite schieden für uns aus – zu wenig Parkplätze und zu nah an der Straße. Gegen eine kleine Gebühr durften wir jedoch auf dem Parkplatz des größten Lokals übernachten. 

So schön trocknet hier das Heu

Nach der anstrengenden Fahrt gönnten wir uns im Restaurant eine wohlverdiente Pause und einen kleinen Mittagssnack, bevor wir nach dem Trubel einfach die Ruhe des Waldes genossen und den Tag entspannt ausklingen ließen. 

Ein Wanderabenteuer mit Aussicht – Pico El Águila

Nach einer kalten Nacht erwartete uns am Morgen ein Himmel wie aus dem Bilderbuch: strahlend blau und wolkenlos. Perfekt für eine Wanderung! Nach einem ausgiebigen Frühstück schnürten wir die Stiefel und machten uns voller Elan auf den Weg zum Pico El Águila. 🎒🧭

Am Eingang zum Wanderweg wurden wir jedoch prompt überrascht: Der ältere Herr, der die Eintrittsgebühr kassierte, informierte uns, dass es sich um eine Wanderung von etwa fünf Stunden handelte. 😮 Wir hatten mit einem Rundweg von 6-7 Kilometern gerechnet und entsprechend nur Wasser, aber kein Vesper, dabei. 🙉 Dennoch bezahlten wir die kleine Gebühr und entschieden uns, es einfach zu versuchen. 

Unsere Karte hatte uns das erzählt! 😅 Wobei wir vermutlich einfach die Höhenmeter ignoriert hatten

Der Weg führte über steinige Pfade durch dichte Kiefern- und Tannenwälder. Der Unterwuchs reichte stellenweise bis zu unseren Schultern und die würzige Waldluft machte den stetigen Aufstieg angenehmer. Immer wieder lugte der Gipfel des Pico El Águila zwischen den Bäumen hervor und erinnerte uns daran, dass es noch ein gutes Stück bergauf ging. 😮‍💨

Der Feiertag und das ideale Wanderwetter lockten zahlreiche Menschen auf den Pfad, und so begegneten uns immer wieder gut gelaunte Wandergruppen. Nach etwa 1,5 Stunden und 330 erklommenen Höhenmetern erreichten wir schließlich den ersten Aussichtspunkt. 🤗

Und was für ein Ausblick uns hier erwartete! Zur einen Seite erstreckte sich das endlose Häusermeer der 10-Millionen-Metropole Mexiko-Stadt, während zur anderen Seite grüne Wälder bis zum Horizont reichten. Wir gönnten uns eine Pause, genossen die spektakuläre Aussicht und nutzten die Gelegenheit, unsere Drohne steigen zu lassen. Die Luftaufnahmen waren einfach atemberaubend. 

Hinter mir Mexiko Stadt…
…unter einer gewaltigen Smog Glocke

Da wir gerade erst etwa ein Viertel des gesamten Weges geschafft hatten beschlossen wir, es dabei zu belassen. Mit knurrendem Magen kehrten wir um und machten uns an den Abstieg. Zurück auf dem Parkplatz suchten wir uns einen gemütlichen Platz auf der Sonnenterrasse des Ausflugslokals, wo wir uns eine heiße Schokolade bestellten. Ein perfekter Abschluss für eine wunderschöne Wanderung. 😊

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