Vom Regen in die Traufe: Scheitert jetzt auch noch unser Visumsantrag?!
Während unserer ersten Tage auf der La Turbina Ranch in Nuevo Casas Grandes versuchten wir, uns von den ganzen uns bevorstehenden Entscheidungen abzulenken. Also stürzten wir uns in die Arbeit und drehten die beiden Question & Answer Videos für unseren YouTube Kanal. In denen beantworten wir übrigens all eure Fragen rund um uns, unsere Reise und – ganz wichtig – wie wir das Ganze finanzieren. Schaut also unbedingt mal rein! 👀

Nachdem die To-do-Liste langsam aber sicher abgehakt war, holte uns die harte Realität ein: All die im letzten Blog-Beitrag beschriebenen Optionen hatten wir sorgfältig durchdacht, aber am Ende blieb nur eine einzige logische Möglichkeit übrig – der Weg über einen Visumsantrag in Deutschland, verbunden mit einem kostspieligen Rückflug. 🙄
Also saß ich irgendwann am Laptop und begann mit dem langwierigen Visumsantrags-Prozess. Der US Travel State Wartezeitenrechner zeigte für das US-Konsulat Frankfurt stolze 55 Tage bis zum Interview-Termin an.

Optimistisch, dass wir Ende November vielleicht einen Slot ergattern könnten, startete ich das langwierige Prozedere – und was soll ich sagen? Die angegebenen 90 Minuten Bearbeitungszeit für den Antrag waren ein Witz. 😤 Ich brauchte deutlich länger. Fragen wie „Wann genau hast du deine letzte Berufstätigkeit begonnen und beendet?“ trieben mich in den Wahnsinn. Ohne unsere Aktenordner dabei zu haben, war das nämlich wirklich alles andere als einfach…

Nach einer gefühlten Ewigkeit war mein Antrag endlich durch und ich gönnte mir ein Stück Bananenbrot (das Rezept findest du übrigens hier auf der Website!) und eine Tasse Kaffee. Danach ging es an Simons Antrag, der zum Glück etwas schneller ging da mir die Fragen bereits bekannt waren. Trotzdem dauerte es auch hier fast die veranschlagten 90 Minuten. 🙄⏰
Aber damit war die Tortur noch nicht vorbei: Mit den Antragsnummern bewaffnet ging es auf eine andere Website, wo wir pro Antrag satte 185 US$ Gebühr zahlen mussten und – der spannendste Teil – einen Interview-Termin vor Ort im US Konsulat Frankfurt vereinbaren konnten.
Der Kalender öffnete sich und spuckte ganze drei Optionen aus – alle Ende Januar 2025! Ich traute meinen Augen nicht: Der früheste verfügbare Termin war am 23. Januar 2025. 📆
Das waren mehr als vier Monate von diesem Tag an! Völlig schockiert und ratlos saß ich da und ehe ich mich versah, kullerten auch schon dicke Krokodilstränen meine Wangen hinab. 😭
Wie in aller Welt sollten wir die nächsten vier Monate in Mexiko verbringen, wenn unser ursprünglicher Plan doch vorgesehen hatte, im Dezember 2024 von den USA aus auf die Baja California zu fahren und von dort aus im März 2025 Richtung Alaska zu starten?
Zu allem Überfluss würde der Rückflug nach Deutschland bedeuten, dass wir über 2.000 Kilometer in die entgegengesetzte Richtung, nämlich zurück nach Mexiko-City fahren müssten, was all unsere Pläne über den Haufen warf. Wir hatten uns so gefreut, den Día de los Muertos am 1. November in Mexiko zu erleben. Doch die schönsten Feierlichkeiten finden rund um Mexiko-City und im Bundesstaat Oaxaca statt – mal eben tausende Kilometer entfernt von der Baja.
Hinzu kommt, dass unsere sechsmonatige Aufenthaltserlaubnis in Mexiko am 2. März 2025 enden wird. Rechnet man die Zeit nach dem Interview, bis das Visum tatsächlich vorliegt und der Reisepass zurückkommt, sowie den Rückflug nach Mexiko und die 2.000 Kilometer lange Fahrt bis zur US-Grenze… ein Höllenritt. 💀
Vielleicht hätte ich den Visumsantrag einfach nicht an einem Freitag den 13. stellen sollen… In diesem Moment hätte ich mich am liebsten unter eine Decke verkrochen aber das hätte vermutlich kaum etwas gebracht… Irgendwie geht’s weiter – die Frage ist nur: Wie⁉️

Danke, dass ihr mitleidet, mitfiebert und mitlest. ❤ Ich hoffe, ich kann euch nächste Woche hier im Blog bereits mehr mitteilen. 🚐🗺✈
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