NEW BLOG POST 🇲🇽 (08. – 17.08.2024) Aguascalientes – NP Sierra de Órganos

Von Werkstätten und Truck Stopps – Ein Tag voller Höhen und Tiefen

Frisch geduscht und nach dem Genuss von selbst gebackenen, fluffigen Sauerteig-Vollkorn-Pancakes, machten wir uns am Donnerstag wie vereinbart gegen 11:00 Uhr auf den Weg zur Werkstatt. Diese war glücklicherweise nur einen Katzensprung von unserem strategisch gut gelegenen, aber sehr lauten Truck Stopp an der Autobahn entfernt. 🚛🍽️

Bye Bye Truck Stopp 👋🏻
Sauerteig-Vollkorn-Pancakes 🥞

Das neu angefertigte Handbremsseil machte einen soliden Eindruck und der Mechaniker begann zügig mit der Montage. Doch schon bald stellte sich heraus, dass das Teil nicht ganz passte und wir sahen uns schon wieder übers Wochenende auf dem Truck Stopp festsitzen… 😟🔧

Da ist das teure Teil… 👆🏻

Glücklicherweise gelang es dem Mechaniker, mit etwas Geschick und der Flex, das Teil doch noch anzupassen und das Handbremsseil konnte schließlich eingebaut werden.

Die Montage ging fix 👍🏻

Gerade als wir die Werkstatt verlassen und davonfahren wollten fiel Simon Gott sei Dank noch auf, dass die Handbremse keinen Warnton von sich gab wie es normalerweise der Fall ist, wenn man versehentlich mit angezogener Handbremse losfährt. 🚐💨 Also rief ich den Mechaniker erneut zu uns, schilderte das Problem und bat um dessen Behebung. Zuerst wollte er es sich einfach machen und schlug vor, die Funktion einfach zu deaktivieren damit die Warnleuchte im Kontroll-Display nicht mehr erscheint. 🤦‍♀️ Damit waren wir jedoch nicht einverstanden. Schließlich ist die akustische Warnfunktion eine wichtige Hilfe. Wir bestanden auf eine Lösung – und keine 10 Minuten später hatte er den Fehler behoben! Das bestätigte uns wieder einmal wie wichtig es ist, bei Werkstattarbeiten dabei zu sein, den Mechanikern über die Schulter zu blicken und am Ende alle Arbeiten sorgfältig zu kontrollieren. Wäre uns der Defekt erst viele hundert Kilometer später aufgefallen, hätten wir ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut. 🙄

Mit etwas Mühe ging’s dann doch… 🙄

Nach dem Dank an den Mechaniker machten wir uns auf den Weg von Guadalajara zurück nach Tepatitlán, um noch einige to dos auf unserer Liste abzuarbeiten. 🗒

Unter anderem mussten wir Brauch- und Trinkwasser auffüllen. Dabei fiel uns auf, dass unser frisch geschweißter Wassertank nun an anderer Stelle zu lecken schien – aber damit wollten wir uns momentan wirklich nicht mehr beschäftigen. 🙈 Stattdessen fuhren wir zum Supermarkt, füllten unsere Lebensmittelvorräte auf und machten uns nach einer kleinen Stärkung auf den Weg in Richtung Aguascalientes.

Einkaufsstopp 🛒

Da der Tag jedoch schon deutlich weiter fortgeschritten war als geplant, erreichten wir unser Ziel an diesem Tag nicht mehr. Notgedrungen stoppten wir für die Nacht an einer Tankstelle direkt neben der Autobahn. Die derzeitigen Stellplätze sind zwar kostenfrei und sicher, aber sie sind alles andere als schön und vor allem sehr laut, was das Reisen momentan wirklich anstrengend macht. 🛣

Mal wieder eine Nacht an der Autobahn 😅

Ein Magen-Darm-Infekt und die Rückkehr zur Natur

Zu allem Überfluss ereilte mich am späten Abend auch noch ein kleiner Magen-Darm-Infekt, der mich nachts mehrmals auf die kostenpflichtige Toilette der Raststätte zwang. 😫 Glücklicherweise besserte sich mein Zustand im Laufe des Vormittags, sodass wir unsere Reise am frühen Nachmittag fortsetzen konnten. Wie heißt es doch so schön: Auf Regen folgt immer Sonnenschein. 🌧🌈☀

Nach dem wir in den letzten Wochen sehr viel Zeit in Städten verbracht hatten, fanden wir schlussendlich doch noch einen traumhaft schönen Stellplatz inmitten der Natur – eine willkommene Abwechslung nach den letzten Tagen. Der kleine Stausee war umgeben von mehreren Palapas: Überdachten Sitzgelegenheiten, die an diesem Freitag schon zahlreich von Einheimischen genutzt wurden. Diese hatten sich gut mit Zelten, Grills und Kühlboxen ausgerüstet und schienen ein Wochenende mit Freunden und Familie am See zu planen. 🏕️

Dank unserer Markise konnten wir auf eine schattenspendende Palapa verzichten. Stattdessen parkten wir unseren Van etwas abseits vom Trubel auf der grünen Wiese. Von dort aus genossen wir einen tollen Blick aufs Wasser und die beeindruckenden Felsen.

Hier ist’s doch gleich viel schöner 😃

Als Highlight des Tages kamen immer wieder größere Gruppen freilaufender Pferde, samt süßer Fohlen, an unserem Bus vorbei während sie zum Wasser trotteten. Diese Szenerie erinnerte uns unweigerlich an einen ähnlich malerischen Stellplatz, den wir relativ zu Beginn unserer Reise in Argentinien erlebt hatten. 🐎🐄

Ein langes Wochenende am See: Ruhe und Entspannung pur

Unsere erste Nacht am See war ein Traum: Die angenehme Frische der Nacht, unterbrochen nur vom sanften Rauschen des Windes und dem fröhlichen Zwitschern der Vögel am Morgen, war eine willkommene Abwechslung zu den letzten, deutlich lauteren Übernachtungsplätzen. Eine wahre Wohltat! 🌙😀

Da wir uns lange nach so viel Natur gesehnt hatten und nicht wussten, wann wir wieder einen solch schönen Stellplatz finden würden, entschieden wir es den Mexikanern gleichzutun: Wir verbrachten das gesamte Wochenende, einschließlich Montag, am See.

Unsere Tage waren gefüllt mit Laptop-Arbeit, Spaziergängen um die Wasserfläche und dem Beobachten des bunten Treibens um uns herum. Die Mexikaner hielten sich, was laute Musik und überdimensionierte Boom-Boxen anging, erfreulicherweise zurück was uns sehr gefiel. Im Vergleich zu den Kolumbianern, die oft eine eher laute Art der Unterhaltung bevorzugen, waren die Mexikaner angenehm zivilisiert. Trotz der vielen größeren Gruppen, die sich rund um den See versammelt hatten, blieb es sowohl tagsüber als auch nachts bemerkenswert ruhig. 🔇👍

Ein traumhafter Stellplatz

Solche Momente der Ruhe sind selten und kostbar, und wir genossen sie in vollen Zügen. Der Blick auf den See und die sensationellen Felsformationen bildeten die perfekte Kulisse für ein paar erholsame Tage. Ein Wochenende wie dieses zeigt uns immer wieder wie wertvoll es ist, solche Oasen zu finden und dann vor allem auch zu genießen. 😊

Zwischenstopp in Aguascalientes

Am Dienstag machten wir uns dann auf den Weg nach Aguascalientes. Statt des historischen Zentrums steuerten wir den modernen Randbezirk der Stadt an, wo wir dank der iOverlander App einen sicheren und großzügigen Parkplatz vor dem Theater fanden. Der Clou: Das starke WLAN-Signal eines gegenüberliegenden Hotels reichte bis zu uns, sodass wir die am See fertiggestellten Arbeiten direkt hochladen konnten. 😄

Wir entschieden uns spontan, den Mittwoch ebenfalls an diesem Ort zu verbringen. So hatten wir genug Zeit, um alle anstehenden Aufgaben zu erledigen und die Vorzüge des guten Internets auszukosten. Später am Nachmittag nutzten wir die Gelegenheit, eine der berühmten Thermen von Aguascalientes zu besuchen. In einem traditionellen, alten Badehaus genossen wir eine heiße und wohltuende Dusche – der perfekte Abschluss für einen solch produktiven Tag. 🛁

Wir erkunden die Silberminenstadt Zacatecas

Von Aguascalientes aus führte uns unser Weg in das charmante Städtchen Zacatecas, etwa 120 Kilometer nördlich gelegen. Die rund 140.000 Einwohner zählende Stadt liegt in einem Talkessel auf beeindruckenden 2.500 Metern Höhe und bietet angenehme Temperaturen – eine willkommene Abwechslung bei unserer Reise durch Mexiko. 🌄

Wir parkten unseren Bus am Cerro La Bufa, von wo aus eine Seilbahn das Tal überquert und auf die andere Seite der Stadt führt. Da wir die Aussicht aber lieber in Ruhe genießen wollten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins Tal und fanden uns alsbald an der baumlosen Plaza wieder. Zacatecas ist bekannt für seine Gebäude aus rotem Sandstein, darunter das prächtige Rathaus und einige beeindruckende Kirchen. Im 18. Jahrhundert gehörte die Stadt, ähnlich wie Guanajuato, zu den reichsten der Welt dank ihrer Silbervorkommen. Heute kann man die stillgelegten Minen besichtigen, aber wir nutzten die Zeit lieber für einen gemütlichen Rundgang durch die Altstadt.

Parkplatz hoch oben am Berg
Die Plaza ist etwas trist… (im Hintergrund die Seilbahn)
Der rote Sandstein dominiert 🧱
Prächtige Kirchen dürfen natürlich nicht fehlen
Schickes Städtchen 👍🏻

Der steile Rückweg zum Parkplatz führte uns schließlich zur Seilbahn, die uns für etwa fünf Euro (100 mexikanische Pesos) bequem zurück zum Parkplatz brachte. Die Fahrt war kurz, aber die Aussicht aus der Gondel war umso beeindruckender. Von oben genossen wir einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge. 🚡📸

Als der Abend anbrach, wurden wir von unserem „Adlerhorst“ aus mit einer wunderschönen Sicht auf die untergehende Sonne und die langsam aufleuchtenden Lichter der Stadt belohnt. Und mit freundlicher Genehmigung des wachhabenden Polizisten, der in einem kleinen Häuschen am Parkplatzrand stationiert war, verbrachten wir eine ruhige, erfrischende Nacht an diesem malerischen Ort. 😴

Mitten durch die Stadt zieht sich ein altes Aquädukt
Gute Nacht 🌙💤

Spektakuläre Felsformationen im Nationalpark Sierra de Órganos

Am nächsten Morgen ging es für uns weiter auf der mautpflichtigen Autobahn, und zwar in einen der ganz wenigen Nationalparks Mexikos: Den Parque Nacional Sierra de Órganos. Dieser Park verdankt seinen Namen den beeindruckenden Felsformationen, die wie riesige Orgelpfeifen in den Himmel ragen. Die Ähnlichkeit zu den Nadelspitzen, die wir bereits in Kolumbien gesehen hatten, ist verblüffend doch hier sind sie noch majestätischer und weitläufiger. 🌄

Hier geht’s zum Blog-Eintrag aus KolumbienNEW BLOG POST 🇨🇴 (18. – 26.11.2023) Bucaramanga – Palomino

Der Nationalpark erstreckt sich über rund 12.000 Hektar und liegt in der Region Zacatecas. Er bietet eine faszinierende Landschaft, die von Vulkangestein und Sandstein geprägt ist. Die Formationen, die an gigantische Orgelpfeifen erinnern, sind durch Erosion entstanden und bieten ein atemberaubendes Panorama. Die Ruhe des Parks war an diesem Freitag abermals eine willkommene Abwechslung zum Trubel der letzten Wochen. Abgesehen von ein paar Familien waren wir fast allein auf dem weitläufigen Gelände, das auch über Parkplätze mit Bänken, Tischen und Grillstellen verfügt – perfekt für einen ruhigen Nachmittag in der Natur.

Wir genossen die spektakuläre Sicht auf die rötlichen Felsspitzen und lauschten dem Wind, der sanft durch die Kiefernnadeln strich und die Luft mit Kiefernduft erfüllte. Die ruhige Umgebung war eine wahre Wohltat und es tat gut, mal wieder in der Natur abschalten zu können.

Wieder ein toller Stellplatz in der Natur
Der Hängesessel von La Siesta kam auch zum Einsatz
Mondaufgang über den Orgelpfeifen 🌖

Es freut uns ungemein, dass sich die Landschaft nördlich von Mexico City allmählich verändert und wieder natürlicher wird. Statt der engen Städte begegnen uns zunehmend grüne Flächen, Industrieparks und große Agrarflächen. Die ständigen Begleiter auf unserer Reise sind nun Milch- und Rinderzuchten, Obstbaumplantagen und vor allem Maisfelder, die die Landschaft prägen. 🌽🐄

Ein Naturerlebnis der Extraklasse

Nach einer erholsamen Nacht inmitten der beeindruckenden Felsformationen des Parque Nacional Sierra de Órganos schnürten wir am nächsten Morgen seit langem mal wieder die Wanderstiefel. 🥾 Die gut angelegten vier Kilometer des Rundwegs führten uns direkt um die majestätischen Orgelpfeifen aus Fels, die uns schon von weitem in ihren Bann gezogen hatten.

Let’s go hiking
Erinnerte uns ans Dahner Felsenland in der Pfalz 😅

Wir genossen jede Minute in der frischen Morgenluft, während wir die beeindruckende Landschaft auf uns wirken ließen. Nach einem leckeren Picknick und einigen Stunden des Verweilens machten wir uns schließlich auf den Weg in die Großstadt Durango. Die Fahrt war entspannt und wir freuten uns darauf, neue Eindrücke in einer der lebhaften Städte Mexikos zu sammeln.

Im nächsten Blogbeitrag nehme ich dich dann mit auf unsere vermutlich letzte Etappe durch den Norden Mexikos, bevor wir hoffentlich die US-Grenze erreichen werden. Bleib also dran und verpass keines unserer Abenteuer! 💫


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