NEW BLOG POST 🇧🇿 (03. – 09.05.2024) Hopkins – Caye Caulker (Karibik)

Ein entspannter Tag an der Karibikküste

Pünktlich zum Wochenende brachen wir am Freitag auf und machten uns auf den kurzen Weg an die Karibikküste. Spontan entschieden wir uns für Hopkins, den am nächsten gelegenen Ort.

In einer kurzen Seitenstraße des langgezogenen, kleinen Strandortes fanden wir vorm Restaurant The Swinging Armadillo einen geeigneten Stellplatz vor. Nachdem uns der freundliche Bartender Julian erst auf den Arm genommen hatte, indem er mit ernster Miene meine Frage nach der Sicherheit verneinte, wurden wir herzlich willkommen geheißen. 🙈

Wir durften uns ins WLAN einloggen, die Toiletten nutzen und auch kostenfrei an den Tischen im nicht vom Eingang her einsehbaren Bereich Platz nehmen. Dafür revanchierten wir uns doch gerne mit einem Essen! 😃 Am späten Nachmittag teilten wir uns einen saftigen Beef Burrito und am Abend, nach Einbruch der Dunkelheit und als sich das Lokal gefüllt hatte, war dann auch endlich das Nationalgericht fertig und erhältlich: Das saftige, würzige marinierte und langsam gegarte Hähnchen in Kombination mit Kokosreis und roten Bohnen schmeckte fantastisch. 😋

Arbeitsplatz mit bester Aussicht 😎
Nationalgericht Chicken Stew

Mit vollen Bäuchen nahmen wir noch ein Weilchen in unseren Campingstühlen vor dem Van Platz. Dort konnten wir nicht nur die angenehme Brise genießen, die vom Meer herüberwehte, sondern auch den Lokals zuschauen, die an der Bar gegenüber seit dem frühen Vormittag Bier tranken. Mittlerweile waren sie wohl zu Schnaps übergegangen und die Reggae Musik dröhnte aus den Musikboxen. 🔊

Als wir uns genug amüsiert hatten verzogen wir uns nach Hause und tatsächlich reichte das WLAN vom Restaurant aus, um im Inneren unseres Wohnmobils noch zwei Serienfolgen zu streamen.

Nur das Ein- und Durchschlafen fiel uns in dieser Nacht schwer, denn es wollte einfach nicht richtig abkühlen. Die Temperaturen am Tage waren mit 31 Grad und leichtem Wind sehr gut erträglich, nur leider geht es hier an der Küste nachts auf nur maximal 27 Grad herunter und der Luftzug schaffte es, trotz unserer sperrangelweit geöffneten zwei Dachluken, irgendwie nicht wirklich ins Innere.

Ein anstrengender Tag voller Entscheidungen…

Am nächsten Morgen wollten zuallererst die kommenden Tage geplant werden. Wir checkten die Wettervorhersage für die folgende Woche denn ein Highlight stand bevor: Unser Trip auf die Karibikinsel Caye Caulker, die ideale Schnorchel Bedingungen bietet. 🤿👙🩳

Da für Donnerstag und Freitag jedoch starke Windböen vorhergesagt wurden sahen wir uns zu einer früheren Buchung gezwungen, als uns eigentlich lieb war.

Und dann begann das zeit- und nervenraubende Buchungsprozedere: Wir suchten nach einer guten und günstigen Unterkunft, reservierten die Fähre und klärten die besten Abfahrtszeiten sowie den Anbieter für die geplante Schnorchel Tour. Nach mehreren Anläufen war dann auch endlich das Hotelformular auf dem Handy ausgefüllt und zurückgeschickt.

Damit aber nicht genug, denn nun standen wir vor der Frage: Sollten wir noch einen Tag hier vorm Restaurant bleiben? Oder innerhalb Hopkins zu einem Stellplatz wechseln wo ich meine strähnigen Haare waschen könnte? Oder auf einen weiter entfernt liegenden Campingplatz fahren, der einsame Strände und einen Stellplatz unter Palmen versprach? 🤯

Da uns letzterer jedoch 15 USD/Nacht gekostet und außer einer Dusche und Strom nichts weiter geboten hätte, entschieden wir uns schnell gegen diese Option. Stattdessen schauten wir uns den anderen Platz in der Nähe an, der jedoch verwaist zu sein schien und auch nicht direkt am Meer lag. Deshalb verbrachten wir schlussendlich doch noch einen weiteren Tag beim Swinging Armadillo. Dort gab es zwar nicht die heiß ersehnte Dusche, dafür aber alle anderen Annehmlichkeiten – und das noch dazu kostenfrei bzw. gegen ein erneutes, leckeres Abendessen: Diesmal gab es vorzüglichen Beef Stew. 🍲

Belize City

Sonntags brachen wir nach Belize City auf. Die Küstenstraße verlief zwar nicht direkt am Meer entlang, dafür schien sie aber erst kürzlich neu asphaltiert worden zu sein weshalb wir schneller als gedacht an unserem Ziel ankamen.

Bereits kurz nach Mittag erreichten wir Old Belize: Den noblen Yacht- und Katamaran Hafen. Wir registrierten uns im Hafenbüro und durften für gerade einmal 16 BZD (8 €) hier die Nacht verbringen – samt Zugang zum Sanitärhäuschen, in dem es saubere Duschen und Toiletten gab. Selbst eine Waschmaschine und ein Trockner wären hier verfügbar gewesen.

Noch toller war aber die Lage: Wir parkten unseren Van zwischen den schicken Yachten, mit Blick auf den Kanal und die Karibikküste. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenkanals befand sich ein hübsches Freizeitbad, das an diesem warmen Sonntagnachmittag gut besucht zu sein schien. Auch ein Restaurant sowie ein Shop und ein Museum befanden sich dort. Wir waren jedoch vollkommen happy auf unserer Seite, zumal wir von hier aus auch einen tollen Blick auf das Kreuzfahrtschiff hatten, das etwas weiter in der Ferne – in tieferen Gewässern – vor Anker lag. 🛳⚓

Bei genauerer Betrachtung sieht man das Cruise Ship

Ich kochte erstmal zu Mittag, schließlich sollte unser restliches Gemüse in den Tagen unserer Abwesenheit nicht verderben. Anschließend packten wir die Taschen für unseren anstehenden Insel-Trip und dann konnte ich endlich unter die ersehnte Dusche hüpfen, die ich mir ja schon am Vortag gewünscht hatte.

Mit Einbruch der Dunkelheit wurde es dann still um uns herum: Wir lauschten noch ein wenig dem Meeresrauschen und genossen die angenehme, leichte Brise, bevor auch wir zu Bett gingen.

Karibisches Inselabenteuer: Tag eins auf Caye Caulker

Am Montag war es endlich soweit: Wir ließen unseren Van, für eine läppische Parkgebühr von gerade einmal 2,50€/Tag, in der Marina zurück. Die freundliche Mitarbeiterin im Hafenbüro war sogar so nett und rief uns ein Taxi, das uns innerhalb weniger Minuten zum Terminal der Caribbean Sprinter Boote brachte. Die Tickets hatte ich bereits im Vorhinein online erworben weshalb der Check-in schnell erledigt war.

Bye Bye Bussi
Ready to go

Wir düsten mit Highspeed über das türkisblaue und kristallklare Wasser hinweg und 45min später gingen wir bereits wieder von Bord. Auf Caye Caulker angekommen liefen wir als erstes zum Caye Caulker Plaza Hotel, wo wir für insgesamt 94€ die kommenden zwei Nächte unterkommen würden. 🛌

Unser Hotelzimmer konnte sich sehen lassen

Erfreulicherweise mussten wir nicht bis zum eigentlichen Check-in um 15:00 Uhr warten, sondern konnten bereits nach wenigen Minuten unser sehr geräumiges und blitzsauberes Hotelzimmer beziehen. Wir richteten uns dort kurz ein, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg über die Insel machten. Hier fahren keinerlei Autos, lediglich elektrisch betriebene Golf-Carts und Fahrräder sind auf den sandigen Wegen unterwegs.

Als sich langsam aber sicher der Hunger bei uns meldete kehrten wir für einen kleinen Snack bei einem der vielen Restaurants ein, bevor wir uns ob der Hitze für ein Weilchen ins klimatisierte Hotelzimmer zurückzogen.

Am Nachmittag machten wir uns dann auf zum Sting-Ray Beach und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis sich im seichten Ufergewässer die ersten großen Stachelrochen blicken ließen. Wenngleich ich es eine sehr zweischneidige Angelegenheit finde, weil die Rochen gefüttert werden damit sie hier jeden Tag aufs Neue pünktlich gegen 16 Uhr erscheinen, so war es doch ein wirklich toller Anblick die majestätischen Tiere von so nah sehen zu können. Zum Teil konnten wir sogar zwischen ihnen hindurchlaufen. 🤩

Auch die prächtigen Pelikane zeigten keinerlei Scheu so dass wir sie gut vor die Kameralinse bekamen. Nur die Seepferdchen hielten sich, nebenan in ihrem Habitat, gut unter den Netzen und Algen versteckt aber immerhin eins der possierlichen Tiere bekamen wir dann doch noch zu Gesicht.

Wir genossen dort noch den schönen Sonnenuntergang, bevor wir uns im Hotel kurz fürs Abendessen frisch machten. Da der Ausflug auf die Insel alles in allem eine recht kostspielige Angelegenheit ist, machten wir uns auf die Suche nach einem preiswerten Lokal und fanden dieses direkt gegenüber unserer Unterkunft. 👌

Bei dem Asiaten kostete die große Portion gebratene Nudeln mit Hühnchen oder Garnelen gerade einmal 5€. Wenngleich wir dafür die Gesellschaft recht anhänglicher und bereits ziemlich betrunkener Einheimischer auf uns nehmen mussten.

Generell scheint dies in Belize ein sehr beliebtes Freizeitvergnügen zu sein, wie uns in den letzten Tagen nicht entgangen war: Bier und Schnaps stehen hier allzeit hoch im Kurs. 🍻

Schnorchel Trip der Extraklasse

Trotz recht weicher Matratze hatten wir summa summarum, nicht zuletzt dank Klimaanlage, eine angenehme erste Nacht auf Caye Caulker.

Am Morgen freuten wir uns über das kostenfreie Kaffeeangebot und auch Trinkwasser stand den ganzen Tag über kostenlos zur Verfügung. Dummerweise passierte Simon aber ein Missgeschick: Ihm fiel versehentlich beim Kaffee einschenken der Glasdeckel der Zuckerdose zu Boden, woraufhin eine nicht ganz so schöne Diskussion mit der Rezeptionistin folgte die meinte, wir müssten für die entstandenen Unkosten aufkommen. Da die Hotelmanagerin gerade nicht zu gegen war, machten wir uns unverrichteter Dinge auf zum Split.

Der Strandabschnitt hat seinen Namen nicht von ungefähr denn ein schwerer Hurrikan teilte, exakt hier, in den 60er Jahren die Insel in zwei Teile. Das Wasser hätte nicht schöner sein können und wir freuten uns über die Abkühlung. Schade ist nur, dass es keine unbebauten Strandabschnitte gibt. Die meisten Badestellen gehören zu einem Restaurant oder einer Bar aber in der Regel sagt keiner etwas, wenn man seine Sachen ablegt um nur Baden zu gehen.

Auf dem Rückweg zum Hotel testeten wir bei Errolyn eine Belizische Delikatesse: Fry Jacks. Hierbei handelt es sich um in Fett ausgebackenen Hefeteig, der anschließend süß oder herzhaft belegt bzw. gefüllt wird. Wir entschieden uns für Bohnenmus mit Speck sowie Hähnchen mit Speck und beide Varianten waren nicht nur ultralecker, sondern auch sehr sättigend und mit umgerechnet 3,50 €/Stück auch noch sehr günstig. 👌

Nach einem kurzen Verdauungsschläfchen machten wir uns kurz vor 14 Uhr auf zum Office von Reef Friendly Tours, wo wir online den Schnorchel Ausflug gebucht hatten. Da die Wege auf der Insel wirklich kurz sind waren wir in null Komma nichts da und wurden umgehend mit Flossen ausgerüstet. Auf Schnorchel und Brille verzichteten wir, da wir unsere eigenen Full-Face-Masken mitgebracht hatten.

Am Pier trafen wir dann auf unseren Guide sowie zwei weitere Gäste, die gemeinsam mit uns den dreistündigen Schnorchel Trip unternahmen. Kaum hatten wir das kleine Boot bestiegen, hielten wir auch schon am ersten Spot. Wir sollten stets Jordy, unserem Guide, folgen der uns auf besonders schöne Fische sowie Muscheln aufmerksam machte und auch deren Namen nannte. Das Wetter war gut und dank Sonnenschein hatten wir unter Wasser beste Sicht im Riff. 🤿🌊

In Rekordgeschwindigkeit war die erste Stunde auch schon vergangen und wir machten uns auf zum zweiten Halt: Sting Ray and Shark Alley. Tatsächlich nährten sich sofort zahlreiche Ammenhaie unserem Boot. Da das Wasser an der Stelle Stehtiefe hatte, sprangen wir ohne Flossen ins Wasser und es war wirklich ein grandioses Erlebnis, mit diesen majestätischen Tieren schnorcheln zu dürfen. Mindestens genauso schön waren aber die Stachelrochen, die grazil durchs Wasser schwebten.

Nach einer Weile ging es zurück an Bord und weiter zu Stopp Numero drei. Hier hatten wir Zeit für uns und konnten nach Gusto das Riff auf eigene Faust erkunden, das nach dem Great Barrier Reef in Australien übrigens das zweitgrößte der Welt ist. Wir konnten noch ein paar schöne Fische, darunter einen Kugelfisch und einen giftigen Feuerfisch, sowie drei Lobster spotten. 🐡🦞🐟

Irgendwann fingen dann aber die Masken an zu drücken und ich hatte diesmal auch immer wieder Probleme mit eindringendem Wasser, sodass wir nach drei Stunden dann auch genug hatten. Wir kletterten wieder aufs Schiff, wo uns Wasser und frische Früchte gereicht wurden.

Simon hatte es sich wohl noch spektakulärer vorgestellt aber ich fand auch mein zweites Schnorchel Erlebnis auf Caye Caulker sehr beeindruckend.

Abschied vom Inselparadies Caye Caulker und Rückkehr zum Vanlife

Ehe wir uns versahen war auch schon wieder Abreisetag. Da wir das Hotelzimmer bereits um 11:00 Uhr verlassen mussten, und es nirgends Strandduschen gab, entschieden wir uns gegen ein erneutes Bad im Meer. 🌊

Stattdessen frühstückten unser mitgebrachtes Müsli und organisierten uns im Supermarkt für mittags noch leckere Zimthefeschnecken, bevor wir dann auch schon auscheckten.

Wie es der Zufall wollte saß heute ein anderer Mitarbeiter an der Rezeption und vermutlich kamen wir deshalb auch um die Belastung für den zerbrochenen Deckel herum. 🙏

Da unsere Fähre zurück nach Belize City erst um 13:30 Uhr ging verbrachten wir die verbleibende Zeit bei Ice and Beans: Einem chilligen Café direkt am Strand, wo man es sich u.a. im Schatten von Kokosnusspalmen in Hängematten gemütlich machen kann.

Vor 7 Jahren sah es hier so aus (ohne Café)

An diesem Tag war es, wie vorhergesagt, sowohl windiger als auch bewölkter. Somit war unsere Entscheidung, nicht länger mit dem Inselausflug zu warten, wohl die richtige gewesen.

Das Wassertaxi bretterte erneut mit Rekordgeschwindigkeit übers Wasser hinweg und wir ließen uns, ganz oben auf Deck, den Wind um die Nase wehen. 🚤

Ciao Caye Caulker – Ciao Pelikane

Am Festland angelangt fanden wir draußen auf der Straße direkt einen Taxifahrer der sich sogar dazu bereit erklärte, unterwegs bei einem günstigen Supermarkt zu halten sodass wir noch Brot und Trinkwasser kaufen konnten.

Gegen 15:00 Uhr kamen wir wieder in Old Belize an, wo unser Van unbeschadet auf uns wartete.

Und da der Stellplatz nicht von schlechten Eltern war, Simon noch angeln und ich die Gelegenheit zum Wäsche waschen nutzen wollte, verbrachten wir noch zwei weitere Nächte hier. 😅

Kosten Caye Caulker: Was bezahlt man für drei Tage auf einer Karibikinsel?

Falls dich diese Frage bewegen sollte dann findest du nachfolgend unsere ganz persönliche Antwort darauf:


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