Von der Kokosnussfarm an der Pazifikküste zum Bauernhof in den Bergen
Nach einem herzlichen Abschied von Mayra, der Inhaberin der Kokosnussfarm, schickten wir uns nach drei heißen Tagen an die Pazifikküste zu verlassen.
Mayra wollte uns gar nicht gehen lassen und schenkte uns zum Abschied sogar noch vier frische Fische und eine Handvoll Garnelen. 😀🐟🦐
Wir fuhren die Küstenstraße wieder ein Stück weit zurück und stoppten unterwegs bei Tropigas, wo wir unsere deutsche Gasflasche innerhalb weniger Minuten problemlos auffüllen lassen konnten, und besorgten uns im Maxi Despensa Lebensmittel für die nächsten Tage.
Unser Weg führte uns weiter über die malerische Ruta de las Flores, bis wir schließlich die Granja Don Alvaro erreichten. Dieser Bauernhof bietet kostenfreie Stellplätze für Overlander an und begeisterte uns sofort mit seinem idyllischen Ambiente. 🐑🌳🐄

Die Ruhe und das einzigartige Panorama, mit dem grünen Vulkan im Hintergrund, ließen bei mir sofort die Anspannung der vergangenen Tage abfallen und ich genoss die plötzlich wieder so andersartige Schönheit der Natur in vollen Zügen. Vielleicht bekommt mir auch einfach die Hitze nicht… 🤷♀️

Am Abend ließen wir uns die fangfrischen Fische und Meeresfrüchte schmecken die wir in unserer kleinen, aber feinen Van-Küche selbst zubereiteten. Und dank der angenehmen Lage in den Bergen, auf 1.200 Metern über dem Meeresspiegel, konnten wir sogar einen angenehm kühlen Abend sowie eine frische Nacht genießen und erholsam schlafen. 🌙⭐😴


Wir fühlten uns auf der Granja Don Alvaro, umgeben von Weidetieren und Gemüsefeldern, ebenfalls sehr willkommen und pudelwohl weshalb wir entschieden, auch hier ein Weilchen zu bleiben und den Ort als Basis für weitere Erkundungstouren in der näheren Umgebung zu nutzen.
Food Festival in Juayua: Kulinarische Höhepunkte und lokale Kultur
Nach einem erholsamen Tag auf der Granja Don Alvaro waren wir bereit für neue Abenteuer und hatten Lust darauf, in das bunte Treiben des nahegelegenen Örtchens Juayua einzutauchen.

Am Samstagmorgen entschieden wir uns für eine Fahrt mit dem öffentlichen Bus. Eine günstige (die einfache Fahrt kostete gerade einmal 20 Cent pro Person) und vor allem authentische Möglichkeit, um die Gegend zu erkunden. Zumal wir unseren Van somit nicht bewegen mussten und wir ihn auf dem Bauernhof gut aufgehoben wussten.

In Juayua erwartete uns ein wahres, kulinarisches Highlight: Das überregional bekannte Food Festival, das jedes Wochenende hier stattfindet. Wir schlenderten durch die Straßen und tauchten ein in das lebendige Treiben auf den Märkten und der belebten Plaza. Die Atmosphäre war mitreißend und wir genossen es, das lokale Leben zu beobachten. 💃🕺


Als sich der Hunger meldete konnten wir den vielen, verlockenden Angeboten um uns herum nicht widerstehen. Wir entschieden uns für einen üppig beladenen Grillteller: Neben zwei saftigen Hähnchenspießen gab es reichlich Beilagen wie Tortillas, Gemüse und Reis – zum Glück hatten wir von vorneherein entschieden uns das Essen zu teilen.


Nachdem wir uns sattgegessen hatten nutzten wir die vielen Gelegenheiten und deckten uns bei einem der Läden mit frischem Obst und Gemüse für die kommenden Tage ein. Mit vollen Einkaufstüten und schönen Eindrücken kehrten wir, neuerdings per Bus, zu unserem Camper zurück. 🍆🍅🥦



Auf den Spuren des Wandels: Von Juayua nach Ataco entlang der Ruta de las Flores
Am Sonntag begannen wir den Tag mit einem herzhaften Frühstück auf der Farm. Quasi als kleines Dankeschön für den kostenfreien Stellplatz, den wir in den vergangenen Tagen nutzen durften. Gut gestärkt machten wir uns auf die Weiterfahrt entlang der malerischen Ruta de las Flores. Diesmal mit dem Ziel, das quirlige Örtchen Ataco zu erkunden.




Ich hatte Ataco bereits vor sieben Jahren schon einmal besucht und war überrascht zu sehen, wie sehr sich das kleine Dorf in der Zwischenzeit verändert hatte. 😮 Die einst beschauliche Plaza war komplett neu angelegt und hübsch mit vielen blühenden Blumen geschmückt.

Doch leider war die idyllische Atmosphäre von damals einer regelrechten Touristeninvasion gewichen:
Die Straßen waren gesäumt von Ramsch- und Souvenirläden und die Bimmelbahnen, die die Touristen durch die Straßen kutschierten, trugen nicht unbedingt zum Charme des Ortes bei. Es schien, als hätten sich ganze Heerscharen an inländischen Touristen auf den Weg gemacht um Ataco zu besuchen. 🙈 Möglicherweise ein weiterer Verdienst von Präsident Bukele und der verbesserten Sicherheitslage des Landes, die einen solchen Zustrom nun ermöglicht.


Aber die Wandgemälde, für die Ataco landesweit bekannt ist, waren noch genauso schön wie damals.




Der lokale Markt hingegen wirkte noch traditionell und lud uns zu einem Zwischenstopp ein. Wir stärkten uns mit ein paar günstigen Pupusas, bevor wir dem Trubel wieder entflohen und unsere Fahrt fortsetzten.
Ein Restaurant, das uns empfohlen wurde, schien eine ideale Übernachtungsmöglichkeit zu bieten doch leider war der Parkplatz am Sonntagnachmittag völlig überfüllt. Da wir keine Lust hatten, stundenlang in der Mittagshitze auf einen freien Platz zu warten, machten wir uns auf die Suche nach Alternativen.
Eine schnelle Recherche auf iOverlander führte uns zu einem Hotel in Grenznähe, das sich als wahrer Glücksgriff entpuppen sollte: Der Parkplatz im Innenhof war nahezu leer und der freundliche Rezeptionist gestattete uns sogar die Nutzung des kleinen Pools. Außerdem öffnete er, exklusiv für uns, ein Hotelzimmer so dass wir Zugang zu Toilette und heißer Dusche bekamen was nach dem langen Tag natürlich mehr als willkommen war. 😊


Mit Einbruch der Dunkelheit schlenderten wir zu Fuß ins Zentrum von Ahuachapan, wo rund um die hübsche Plaza mal wieder das Leben pulsierte. Wir hatten Spaß daran, das Treiben der Einheimischen zu beobachten während sie sich beim Essen und Tratschen vergnügten. So konnten wir doch noch in das traditionelle Leben eintauchen, welches wir eigentlich in Ataco erwartet hatten.
Grenzübertritt: Unser erster Tag in Guatemala
Der Montag war wieder einmal voller aufregender Ereignisse auf unserer Reise von Feuerland nach Alaska. Wir überquerten erfolgreich die Grenze von El Salvador nach Guatemala und kamen somit, binnen 20 Monaten, in Land Numero 15 an. 🌎🚐
Der Grenzübergang bei Las Chinamas verlief erfreulich reibungslos und zügig. Es war einmal mehr beeindruckend zu sehen, wie freundlich und hilfsbereit die Grenzbeamten doch waren.


Für detaillierte Informationen über alle bereits von uns bereisten Länder kannst du gerne auf unserer Länderfakten-Seite vorbeischauen, wo wir alles Wissenswerte über jede Etappe unserer Reise teilen. 💡
Unsere Fahrt führte uns schnell durch die pulsierende Metropole Guatemala City. Mit über 3 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt in Zentralamerika. Der Verkehr war zwar teils etwas träge, aber im Großen und Ganzen konnten wir uns gut durch die Straßen schlängeln.
Schließlich erreichten wir am Nachmittag unser Ziel: Die bezaubernde Kolonialstadt Antigua. Umgeben von den majestätischen Vulkanen Agua, Acatenango und dem aktiven Fuego, ist Antigua ein wahres Juwel in Guatemalas Hochland. 🌋





Antigua, auch bekannt als Alt-Guatemala, war einst die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika und begeisterte uns mit ihrem historischen Charme und ihrer lebendigen Atmosphäre während der Semana Santa (Karwoche vor Ostern) sofort.



Unsere Freude wurde noch größer, als wir bei der Touristenpolizei einen sicheren und zentral gelegenen Stellplatz für unser Wohnmobil fanden. Und zu unserer Überraschung trafen wir dort Marcel und Nadia alias @sejoganomundo wieder, die wir zuletzt in Bolivien am Salar de Uyuni gesehen hatten. Die Welt ist doch ein Dorf, oder? 😅
Falls du gerne mit uns gemeinsam die größte Salzpfanne der Welt erkunden möchtest, auf der Himmel und Erde förmlich miteinander zu verschmelzen scheinen, dann schau unbedingt in unser YouTube-Video rein und vergiss nicht, unseren Kanal zu abonnieren! 🎥
Erkundungstour durch Antigua und Warten aufs Vulkanabenteuer
Am nächsten Morgen war meine erste Amtshandlung eine WhatsApp-Nachricht an Soy Tours zu schicken. Dieser Touranbieter wurde uns von Smuelis_on_tour empfohlen und wir waren Feuer und Flamme für die Idee, den Vulkan Acatenango zu besteigen um in der Nacht den gegenüberliegenden, aktiven Fuego ausbrechen zu sehen. 🌋
Doch die Antwort, dass die nächste freie Tour erst in 10 Tagen starten würde, traf uns unerwartet. Wir standen vor der Entscheidung: Warten oder die Zeit anderweitig nutzen? 🤔 Kurzerhand beschlossen wir, uns die Wartezeit am nahegelegenen Atitlan See zu vertreiben.
Aufgrund der bevorstehenden Osterfeiertage wollten wir jedoch auf Nummer sicher gehen und kontaktierten vorab den Campingplatzbetreiber Pierre aus Frankreich, um einen Platz zu reservieren. Außerdem erkundigten wir uns nach den Zufahrtsstraßen zum See, die angeblich extrem steil und in schlechtem Zustand sein sollten.
Nachdem alle organisatorischen Details geklärt waren machten wir uns auf, Antigua zu Fuß zu erkunden. Wir schlenderten durch die malerischen Gassen der Altstadt, genossen leckere Crêpes auf der Dachterrasse von Luna de Miel und waren überrascht über die Vielzahl von Menschen, die offenbar extra für die Osterprozessionen in den kommenden Tagen angereist waren. 😯

im Luna de Miel auch schon richtig gut 😛




Auf dem Rückweg zum Van ließen wir uns noch über den riesigen Markt treiben, besorgten uns bei Tigo eine neue SIM-Karte und zu meiner großen Freude bekam ich von Simon ein verfrühtes Ostergeschenk: Den lange ersehnten, kleinen Mixer für Smoothies und Co. 🎁

Neue Bekanntschaften und Osterprozessionen in Guatemala
Den Großteil des Mittwochs verbrachten wir auf dem Gelände der Touristenpolizei. Dort trafen wir zahlreiche andere Overlander, darunter Benny und Yvonne aus Basel alias @benjbern, deren Reise in Kanada begann und in wenigen Monaten in Panama enden wird. Auch Manfred aus Heilbronn, gemeinsam mit seiner Frau in einem riesigen Expeditionsmobil auf dem Weg von Nord nach Süd, war hier unterwegs.
Und, wie der Zufall es so wollte, weilten auch unsere Freunde Max und Merle noch in der Stadt, wenngleich auch auf einem anderen Campingplatz. Wir verabredeten uns spontan zum Abendessen bei einem mexikanischen Restaurant und nutzten zuvor noch die Gelegenheit, uns in das Getümmel einer der eindrucksvollen Osterprozessionen zu stürzen.


Es war beeindruckend zu sehen, wie hunderte Männer in lilafarbenen Roben Statuen, Kreuze und Weihrauch durch die Straßen trugen. Ein Erlebnis, das uns tief berührte und das wir so schnell sicher nicht vergessen werden! ✝⛪



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