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Die neue Woche startete für uns mit einer Sightseeingtour durch durchs Casco Viejo, die Altstadt von Panama City. Von unserem Hotel aus ging es immer geradeaus bis hinunter an die Küste, von wo aus wir einen tollen Blick auf die moderne Skyline hatten. Unser Ziel war jedoch nicht die Neu- sondern die Altstadt. Diese wurde im Jahr 1519, als erste Überseekolonie am Pazifik, von den Spaniern gegründet. Nach dem der berüchtigte englische Pirat Captain Morgan diese im Jahr 1671 jedoch erfolgreich angegriffen und bis auf die Grundmauern niedergebrannt hatte, erfolgte der Wiederaufbau acht Kilometer entfernt an einer besser zu schützenden Stelle. Somit waren wir also nicht wirklich auf dem Weg ins „originale“ historische Zentrum. Während unseres Spaziergangs entlang der Promenade hatten wir Mühe Schatten zu finden und die Sonne brannte bereits am Vormittag ziemlich erbarmungslos vom Himmel. Zuerst stießen wir auf den Fischmarkt, wo man laut Reiseführer gut und günstig etwas zu Mittag essen kann. Dafür war es jedoch noch zu früh weswegen wir die Straße überquerten und die kleine, auf einer Landzunge gelegene Altstadt, ansteuerten. Wir ließen uns durch die fast autorfreien Gassen treiben und waren überrascht über die doch recht überschaubare Größe des Viertels. Gleichfalls überrascht waren wir von den Preisen in den hier ansässigen Cafés, die selbst für eine Tasse schwarzen Kaffee um die drei USD verlangten. 😮 Erst als wir uns schon wieder auf dem Rückweg zum Hotel befanden fanden wir im ältesten Lokal der Stadt, dem Café Coca-Cola, doch noch akzeptable Preise vor. Das Café darf übrigens, als einziges weltweit, den Namen des berühmten Softdrinks tragen. Zu Zeiten seiner Eröffnung im Jahr 1875 kam das Getränk nämlich frisch aus den USA ins Land und sollte der Erfrischung von den vielen Arbeitern am Panamakanal dienen. Da wir leider beide immer noch von Unwohlsein und grummelnden Mägen geplagt waren blieben wir beim Kaffee und entschieden uns gegen ein Mittagessen. Stattdessen bestellten wir uns am Abend über die in ganz Lateinamerika verfügbare App PedidosYa eine sehr leckere sowie gesunde Bowl auf unser angenehm klimatisiertes Hotelzimmer. 😋









Den Dienstag verbrachten wir fast ausschließlich dort und nutzten das gute WLAN um fleißig an den Laptops zu arbeiten. Ich verließt das Hotel nur am Morgen kurz, um uns in einem um die Ecke gelegenen Billigladen für 0,75 € Cent eine Kaffeetasse zu besorgen. Dank Muttertags Motiv war diese heruntergesetzt und so konnten wir mit der Mikrowelle im Hotel nun nach Belieben Kaffee zubereiten. Unser restliches Instantpulver hatten wir nämlich aus Cartagena mitgebracht. 😉


Am nächsten Morgen wanderten die Blicke andauernd zum Handy in der Hoffnung, dass sich unser Agent Boris bald melden würde. Als gegen 10:00 Uhr immer noch keine Nachricht von ihm kam kontaktierte ich ihn mit der Bitte, uns noch am Vormittag Bescheid zu geben ob wir denn nun zwecks Abholung am nächsten Tag nach Colón weiterreisen könnten oder nicht. Der Container mit unserem Van kam nicht in Panama City und somit auf der Pazifikseite an (dafür hätte das Schiff nämlich durch den Panamakanal gemusst), sondern in Colón auf der Atlantikseite. Nach einer gefühlten Ewigkeit teilte er uns dann via WhatsApp mit, dass er noch keine Freigabe für den Container erhalten hätte. Noch dazu war an diesem Tag, dem 20. Dezember, in Panama Feiertag was die normalerweise immer mittwochs stattfindende Öffnung des Containers weiter verzögern würde. Mit viel Glück könnte die Abholung am Donnerstagnachmittag oder Freitagvormittag stattfinden. Falls das nicht klappen sollte würde noch eine Chance für Samstag bestehen und ansonsten müssten wir uns bis zum 26.12. gedulden. 😯 Keine guten Nachrichten, wobei wir vom worst case Szenario noch nicht ausgehen wollten… Ich erkundigte mich an der Hotelrezeption, ob wir noch einen Tag länger bleiben könnten was glücklicherweise ohne Zimmerwechsel möglich war. Anschließend rief ich bei dem bereits gebuchten Hotel in Colón an wo ich mir die kostenfreie Stornierung telefonisch bestätigen ließ. Nachdem alles Organisatorische geklärt war entschieden wir, uns zum ersten Mal ein Taxi über die Uber App zu bestellen. Erwartungsgemäß funktionierte das reibungslos und wenige Minuten später wurden wir vorm Hotel von einem Fahrer abgeholt, der uns für 3$ zum Parque Natural Metropolitano brachte. Dort knöpfte man uns weitere 4$ pro Person an Eintrittsgebühr ab bevor wir die Spazierwege der weitläufigen Grünanlage betreten durften. Glücklicherweise bot das dichte Blätterdach ganz guten Schutz vor der Mittagshitze aber dennoch kamen wir beim Laufen natürlich ins Schwitzen. In dem Park soll es neben Affen unter anderem auch Faultiere geben und tatsächlich konnte ich mit bloßem Auge eins erspähen, obwohl man vor lauter Bäumen und Blättern fast nichts sehen konnte. Ich war ganz aus dem Häuschen als der Ranger meine Mutmaßung bestätigte. Unser erstes Faultier in freier Wildbahn! 🙃 Neben diesem konnten wir noch ein paar Schildkröten, einige Vögel sowie ein weiteres Faultier ausmachen. Uns entgegenkommende Besucher erzählten uns außerdem von einer großen Affenbande, die keine 10 Minuten entfernt durch die Bäume toben würde. Aber scheinbar war sie bei unserem Eintreffen schon weitergezogen. Wir waren mit den zwei Faultieren aber auch völlig zufrieden und machten uns vom Stadtpark auf zum nahegelegenen Einkaufszentrum. Die Albrook Mall ist der größte Shoppingtempel des Landes und die Flut an Konsumgütern erschlug uns geradezu. Keine Ahnung, ob ich je zuvor in einem derart großen Shoppingcenter gewesen bin?! Die Anzahl an Läden (700!) war gigantisch und selbst die Foodcourts waren, alle in identischer Anordnung, mehrfach in dem Gebäude vorhanden. Selbstredend, dass es hier auch eine Bowlingbahn, ein Casino und ein Kino gab. An einem Feiertag, noch dazu wenige Tage vor Weihnachten, war in der Mall natürlich die Hölle los und wir mussten tierisch aufpassen uns in dem Gewirr nicht zu verlieren. Wir machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem und landeten schlussendlich bei einem Asia Restaurant, dass die einzige halbwegs gesunde Alternative zwischen all den Fastfood Ketten zu sein schien. Die Wahl stellte sich als gut heraus und wir staunten neuerdings nicht schlecht über die vielen Menschen um uns herum. Und irgendwie fanden wir es beide sehr befreiend zu wissen, dass wir nichts kaufen mussten und vielmehr auch gar nichts Unnötiges kaufen konnten, da wir dafür im Van sowieso keinen Platz hätten. Ein Hoch auf den Minimalismus! 👍👍👍






Wir hatten uns schon voll und ganz auf einen weiteren, entspannten Arbeitstag in unserem gemütlichen Hotelzimmer im Hotel Canova in Panama City eingestellt als am Donnerstag früh eine Nachricht von Boris (unserem Agenten) eintraf: Er hätte soeben die Containerfreigabe für Freitagmorgen erhalten. 😀 Fast waren wir von dieser Info etwas überrumpelt aber natürlich freuten wir uns riesig darüber! Also packten wir die Laptops nicht aus sondern ein, genauso wie unsere restlichen sieben Sachen, und checkten noch am Vormittag aus dem Hotel aus. Vor diesem schnappten wir uns ein Taxi, welches uns neuerdings zur bereits gestern besuchten Mall brachte denn dort befand sich u.a. auch das Busterminal. Wir gingen noch einmal ins Einkaufszentrum hinein, in dem glücklicherweise deutlich weniger los war als am Vortag, um uns dort noch eine neue SIM-Karte von +móvil zu beschaffen. Außerdem hoben wir noch ein paar US-Dollar ab für den Fall, dass unsere abgezählten Noten doch nicht ausreichen sollten um den Van auszulösen. Und da Simons Bauchbeutel, nach erfolgreicher Reparatur in Bolivien, nun zum zweiten Mal kaputtgegangen war suchten wir dafür noch einen Ersatz. Nach dem wir auch diesen gefunden hatten wechselten wir das Gebäude und aßen im großen Busterminal bei Subway noch eine Kleinigkeit zu Mittag. Von dort aus ging es mit dem Überlandbus in einer etwa anderthalbstündigen Fahrt, die pro Kopf 3,50$ kostete, nach Colón an der Karibikküste. Unser Containerpartner hatte uns zuvor bereits gewarnt, dass die Stadt extrem hässlich wäre und wir deshalb so lange als möglich in Panama Stadt bleiben sollten und in der Tat: Eine derart heruntergekommene, schäbige sowie vermüllte Stadt ist uns glaube ich auf der gesamten Reise noch nicht untergekommen. 😮 Nach dem wir unser unspektakuläres, aber sauberes Zimmer im Hotel La Cubana Hotel & Suites (27 $ pro Nacht) bezogen hatten gingen wir noch einmal runter auf die Straße um uns nach etwas Essbarem in der Nähe umzuschauen. Bereits nach drei Blocks war uns klar, dass wir so schnell als möglich wieder zurück aufs Zimmer wollten, so unwohl und unsicher fühlten wir uns. Also bestellten wir uns neuerdings über PedidosYa etwas aufs Zimmer. Noch nie zuvor hatte ich bei McDonalds etwas zum Liefern bestellt aber es gab nicht gerade viele Alternativen… 🍔🍟 Auf Grund der immer noch leichten Magendarm Beschwerden teilten wir uns in den letzten Tagen meist eine Portion aber trotzdem sind wir froh, wenn wir uns bald wieder selbstversorgen und somit gesünder essen werden können.




Der nächste Tag begann für mich mit einer heißen Dusche im Hotel (scheint in Panama wieder geläufiger zu sein als in Kolumbien) und gegen 08:00 Uhr checkten wir bereits an der Rezeption aus. Zu Fuß durchquerten wir die vermüllte Stadt in Richtung Shopping Mall. Noch vor dieser fanden wir eine nette Cafeteria, in der wir es uns mit einer Tasse Kaffee gemütlich machten. WLAN gab es dort ebenfalls denn irgendwie funktionierte der Hotspot mit der neuen SIM-Karte nicht weshalb wir mit unseren normalen Handys keinen Internetempfang hatten. Da von Boris, unserem Agenten, aber keine neue Nachricht mehr eingegangen war blieb es wohl bei der vereinbarten Uhrzeit. Nach dem wir unseren Café ausgetrunken und uns beim Bäcker jeweils noch eine Empanada con Queso geschnappt hatten, orderten wir für 4$ ein Taxi zum Zoll Büro. Dort trafen wir zuerst auf unseren Container Buddy David und wenig später lernten wir auch Boris persönlich kennen. Dieser parkte uns für längere Zeit im wenig ansehnlichen Wartebereich um sich derweil um den TIP, also die Papiere für unseren Van, zu kümmern. Eine gefühlte Ewigkeit später kehrte er mit leeren Händen wieder zu uns zurück und meinte, gerade wären wohl alle Angestellten beim Weihnachtsshopping weshalb wir noch ein Weilchen auf die Dokumente warten müssten. Der Container mit den Fahrzeugen sowie der für die Entladung notwendige Abschlepper stünden aber schon bereit sodass wir dies vorziehen könnten. Gesagt, getan! Zu Dritt fuhren wir mit Boris, in seinem Privat-PKW, zu einem wenige Meter entfernt gelegenen, matschigen Abstellplatz. Dort wurde kurz darauf, in unserem Beisein, der zuvor bereits gegen Schädlinge begaste Container geöffnet. Simon kletterte neuerdings durch die Heckklappe ins Fahrzeuginnere, um die Handbremse zu lösen sowie den Gang herauszunehmen. Da sich unsere Starterbatterie in der Einstiegstür vom Fahrer befindet kann diese im Container nicht wieder angeklemmt werden so dass wir mit der Winde des Abschleppers herausgezogen wurden. Boris hatte unseren angegebenen Maßen wohl nicht getraut und sicherheitshalber einen längeren Abschlepper bestellt der uns jedoch zusätzliche 35$ kostete. Aber Sicherheit geht nun einmal vor und ich kann verstehen, dass seine Firma nicht für Schäden aufkommen möchte die durch eine zu kurze Rampe des Abschleppers bei der Entladung entstehen könnten. Sowohl Davids als auch unser Fahrzeug schien die kurze Reise unbeschadet überstanden zu haben was uns alle natürlich mordsmäßig freute und für sehr erleichterte Gesichter sorgte. 😊 Während Boris sich um die Beschaffung der Dokumente kümmerte fuhren wir im Konvoi schon mal zu einer nur 2km entfernt gelegenen Tankstelle. Dort konnten wir, quasi während der Wartezeit, den Luftdruck in unseren Reifen wieder von 1,5 auf 4 Bar erhöhen und zeitgleich auch volltanken. Kaum hatten wir es uns im gut klimatisierten Restaurantbereich der Tankstelle bequem gemacht stieß auch schon Boris mit dem TIP sowie der inkludierten KFZ-Haftpflichtversicherung zu uns. Hatten wir bis dato stets eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen pro Land erhalten so galten für Panama erstmals nur 30 Tage. Sollte bei dem kleinen Land aber hoffentlich kein Problem sein… Nach einem kurzen Schwatz erfolgte die Geldübergabe in bar in Boris Auto (585$) und damit war der Verschiffungsprozess final abgeschlossen. 😀 Praktischerweise schloss sich an die Tankstelle auch noch eine Mall an, in der sich ein Xtra Supermercado befand. In diesem kauften wir noch die nötigen, frischen Lebensmittel ein bevor wir uns in einem gut bewerteten Shawarma Lokal nebenan noch einen Mittagssnack teilten. Beschwingt ob des guten Verlauf des Tages fuhren wir über die Parallelstraße zur mautpflichtigen Autobahn in Richtung Panama City zurück. Die Autobahn zwischen Colón am Atlantik und Panama City am Pazifik kann nämlich nur mit elektronischem Pass befahren werden, den wir als Ausländer natürlich nicht besitzen. Verstöße werden mitunter wohl mit hohen Busgeldern geahndet aber die parallel verlaufende Schnellstraße war ebenfalls gut befahrbar. Entlang dieser befand sich auch eine Niederlassung von Panagas. Ein freundlicher Mitarbeiter nahm uns direkt in Empfang und füllte, ohne mit der Wimper zu zucken, für gerade einmal 7$ völlig problemlos unsere deutsche Gasflasche auf. Als würden sie den ganzen Tag über nichts anderes machen. 🙃 Nicht weit davon entfernt lag ein toller Stellplatz mit direktem Blick auf den Panamakanal, den uns Max und Merle freundlicherweise empfohlen hatten. Bei unserer Ankunft auf dem verlassenen, asphaltierten Parkplatz grüßte nicht nur die Polizei von der nebenan gelegenen Station freundlich und gab ihr Einverständnis für die Übernachtung. Nein, im Baum saß sogar ein wunderschöner Tukan! Oh wie schön ist Panama, besser hätte der Tag gar nicht laufen können. 😍😍😍














Dank unseres Deckenventilators schliefen wir, trotz Außentemperaturen in der Nacht von rund 25°C, relativ gut. Lediglich Simon, der in der Nacht zweimal wegen immer noch leicht anhaltendem Durchfall auf die Toilette musste, und der ab und an vorbeifahrende Zug weckten mich kurz auf. Am nächsten Morgen setzten wir uns mit unseren Campingstühlen vor den Van und während wir genüsslich unseren Kaffee schlürften passierten drei große Schiffe den Kanal. Auch die Panama Rail fuhr gleich zweimal direkt vor unserer Nase vorbei: Einmal voll beladen mit Containern, einmal mit Passagieren in Panoramaabteilen. Gegen 11:00 Uhr fuhren wir weiter zum Miraflores Visitor Center, wo man Ausländern stolze 17$ abknöpft. Im Vergleich dazu bezahlen Einheimische gerade einmal 3$ Eintritt. Da passt das Verhältnis meiner Meinung nach mal wieder so rein gar nicht. 🙈 Aber wir wollten uns das angeblich achte Weltwunder der Moderne nicht entgehen lassen, so wie viele andere auch. Es herrschte ein recht großer Andrang und das Publikum schien ziemlich international zu sein. Sicherlich auch dank der Kreuzfahrtschiffe. Zuerst schauten wir uns einen 45minütigen IMAX 3D Film über die Entstehung des Panamakanals, synchronisiert von Morgan Freeman, an. Die eigentlich im Preis inkludierte Ausstellung war leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen weshalb wir direkt im Anschluss die Besucherplattform über den Miraflores Schleusen betraten. Diese war deutlich unspektakulärer als erwartet und voller Menschen. Man hatte eigentlich nirgendwo freie Sicht auf Kanal und/oder Schleusen. Zumal ich dachte, dass man von deutlich weiter oben auf die Schiffe hinunterblicken kann aber Pustekuchen… Trotz allem war es beeindruckend, einen viele Stockwerke hohen Giga-Frachter voller Autos nur wenige Meter von uns entfernt passieren zu sehen. Direkt vor ihm tuckerte ein vergleichsweise winzig wirkender Katamaran. Bestimmt auch ein cooles Erlebnis, mit seinem eigenen Segelboot durch den Panamakanal zu schippern. 😃 Wir konnten live miterleben, wie das Wasser aus den drei Schleusen vor uns herausfloss und die Schiffe so stufenweise zum Pazifik hinabgelassen wurden. An den beiden Flanken der Frachtschiffe werden je zwei Lokomotiven mit einer Zugkraft von jeweils 35k Tonnen vertäut um die Schiffe sicher durch die schmalen Schleusen zu ziehen. Gegen 15:00 Uhr verabschiedeten wir uns um einen nur sechs Kilometer entfernt gelegenen Stellplatz, neuerdings direkt am Kanal, anzusteuern. Bei unserer Ankunft stellte sich aber leider heraus, dass der Parkplatz gerade neu asphaltiert wurde weshalb er derzeit nicht befahrbar war. 😮 Der nächstgelegene, potentielle Übernachtungsplatz im Viertel La Boca taugte uns nicht da er keinen sicheren Eindruck machte. So blieb uns nichts anderes übrig, als am Spätnachmittag die 80 Kilometer lange Fahrt über die Panamericana raus aus der Hauptstadt in Richtung Norden anzutreten. An einer va&ven Autobahnraststätte, die große Ähnlichkeit mit den Copec Tankstellen in Chile hatte (saubere Duschen & Toiletten, schickes Restaurant), fanden wir im hinteren Bereich dann doch noch einen ruhigen sowie sicheren Schlafplatz für die Nacht. 😴














Nachfolgend noch einige interessante Fakten zum Panamakanal:
- Das erste Schiff passierte den 82 km langen, künstlichen Kanal im Jahr 1914
- Unglücklicherweise begann just an diesem Tag der erste Weltkrieg weshalb die Eröffnungsfeierlichkeiten etwas untergingen
- Rund 22.000 Arbeiter starben während der im Jahr 1881 begonnenen Bauarbeiten an Gelbfieber & Malaria
- Im Durchschnitt passieren 30 bis max. 40 Schiffe pro Tag den Kanal was pro Jahr etwa 14.000 Schiffen entspricht
- Seit November 2023 bis Februar 2024 ist die tägliche Durchfahrt auf 18 Schiffe pro Tag limitiert was an der extremen Trockenheit und infolgedessen Wassermangel liegt
- Die Durchquerung des zweispurigen Kanals dauert zwischen 10 und 12 Stunden
- Dazu kommen häufig stunden-, mitunter tagelange Wartezeiten vor dem Kanal
- Die Durchfahrt erfolgt üblicherweise in der Reihenfolge der Ankunft
- 24 der max. 40 möglichen Passagen pro Tag können im Voraus gebucht werden, die 25. Passage wird jeweils versteigert
- Der Kapitän wird während der Durchfahrt „entmachtet“, stattdessen übernimmt ein erfahrener Panamakanal Lotse das Zepter
- Unterstützt wird dieser von insgesamt 291 Lotsen, 36 Schleppern sowie 100 Lokomotiven, die in den Schleusen im Einsatz sind um die Schiffe zu dirigieren
- Bei Colón auf der Atlantikseite werden die Frachter durch zwei Schleusen auf den 26 Meter über Meeresniveau gelegenen Gatún Stausee gehoben
- Ohne den Bau des Damms, der zugleich als Wasserkraftwerk dient, wäre der Durchstich des Kanals durch die Berge so gut wie unmöglich gewesen
- In ausgebaggerten Rinnen durchqueren die Schiffe sowohl den See als auch den Río Chagres, bis sie durch zwei weitere Schleusen zum Pazifik hinabgelassen werden
- Der Meeresspiegel des Atlantik ist rund 20cm höher als der des Pazifik was die Notwendigkeit der Schleusen erklärt
- Zu Zeiten des Baus hatten die größten Containerschiffe eine maximale Kapazität von 5.000 Containern und waren max. 294 Meter lang sowie 32 Meter breit und hatten einen Tiefgang von max. 11 Metern was 61cm Luft zu den Schleusenwänden entsprach
- Heute sind es bis zu 13.000 Container weshalb der Panamakanal zwischen 2009 und 2016 umfassend saniert werden musste, damit die Zukunft der wichtigsten Wasserstraße der Welt gesichert bleibt und auch große Frachter mit einer Länge von bis zu 367 Metern sowie einer Breite von 51 Metern und einem Tiefgang von 15 Metern passieren können (würde man ein solches Schiff senkrecht aufrichten wäre es so hoch wie das Empire State Building in New York City)
- Am 31. Dezember 1999 übergaben die Vereinigten Staaten von Amerika, die damals als Bauherren fungiert hatten, den Kanal an Panama
- Seither erwirtschaftet der Kanal rund 8% des gesamten Bruttoinlandsprodukts
- Der Panamakanal ist insbesondere für die Verbindung der Ost- und Westküste der USA wichtig weshalb diese, zusammen mit China, die wichtigsten Nutzer sind
- Die durch den Panamakanal transportierte Warenmenge entspricht etwa 5% des weltweiten Seefrachtverkehrs und 68% des US-amerikanischen Seefrachtvolumens
- Durch die Abkürzung sparen sich die Schiffe die Umfahrung des südamerikanischen Kontinents sowie die Umschiffung des gefährlichen Kap Horns was einer Ersparnis von 13.000 Kilometern bzw. drei Wochen entspricht
- Je nach Größe und Kapazität des Schiffes belaufen sich die Gebühren für die Kanaldurchquerung auf stattliche 150.000 bis zu über einer Million US-Dollar
- Als Anhaltspunkt für die Berechnung der Kosten gilt die Basisgebühr in Höhe von 72$ pro Standardcontainer bzw. 134$ pro Passagierbett
- Bei einem Standardcontainerschiff wären dies 340.000$ zzgl. Nebenkosten für Lotsen, Schlepper etc. und bei einem Kreuzfahrtschiff mit 1.970 Betten 400.000$
- Die bis dato höchste, je angefallene Gebühr für eine versteigerte Passage liegt bei knapp 4 Mio. US$

Wie, wo und mit wem wir Weihnachten sowie Silvester verbracht haben erzähle ich dir dann nächste Woche an gleicher Stelle. 🎅🎄🌟🥂🎆
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