NEW BLOG POST 🇨🇴 (27.11. – 04.12.2023) Karibikküste bei Palomino

Hier geht es zu unserem neuesten YouTube Video: 👇

Wir verbringen zwei schöne Tage auf der Hacienda Venecia, einer kolumbianischen Kaffeefarm, deren Kaffee schon mehrfach preisgekrönt wurde. Ob wir ihn ebenfalls lecker fanden und was wir in den Nebelwäldern rund um Jardín so alles erlebt haben erfahrt ihr in diesem VLOG.
Schau also unbedingt rein & lass gerne einen Kommentar sowie ein Like da! 👍

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Leider schafften wir es nicht unsere Fahrzeugbatterie wiederzubeleben. Als Simon diese nach zwei Tagen am Ladegerät wieder in den Van einbaute, um diesen zu starten, fiel die Spannung direkt wieder von 12,4 auf 10,7 Volt herunter. 😕 Immerhin reichte es noch aus, um Bussi aus seinem Schattenplätzchen unter dem großen Mangrovenbaum heraus zu manövrieren. Nach vier Tagen Standzeit (ohne Sonneneinstrahlung) war der Speicher unserer Solarbatterie nämlich auf unter 20% gefallen und es war höchste Zeit, diesen wieder ein wenig aufzufüllen. Während die Sonne ihren Dienst verrichtete liefen wir rechter Hand den Strand entlang, bis wir nach etwa zwei Kilometern die Flussmündung erreichten. Hier mischt sich das Salzwasser des Meeres mit dem Süßwasser vom Fluss was einen Angler dazu veranlasste, hier mit sehenswerter Technik sein Netz auszuwerfen. Auch viele Touristen und einige Einheimische waren mit Kanus oder großen Schwimmringen, bestehend aus alten Schläuchen von Autoreifen, zum Floaten auf dem Fluss unterwegs. Wieder auf unserem schönen Campingplatz angelangt mussten wir feststellen, dass die Sonne nicht nur ordentlich Power für unsere Innenraumbatterie lieferte sondern auch unseren Schultern ganz schön zugesetzt hatte. 😮

Uns tat der Schatten gut, nur den Solar Paneelen nicht
Spaziergang am Karibikstrand
Wie aus dem Bilderbuch 🤩
Früchte der Mangrovenbäume
Fischer wirft sein Netz
Shirt mit Ärmeln wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen… 🙈😅

Nach einer Runde Yoga am Morgen machten wir uns am nächsten Tag mit den Fahrrädern auf um das kleine, nur etwa drei Kilometer entfernt gelegene Backpacker Örtchen Palomino zu erkunden. Die Fahrt gestaltete sich, danke Meeresniveau, super einfach und wir überquerten den Fluss diesmal über eine Brücke. Zu unserer Überraschung war der, im Reiseführer als schwer im Kommen angesagte Ort, nicht wirklich schön. Die Häuser wirkten etwas herunter gekommen und machten, mit ihren Gittern an den Fenstern und Türen, auch nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck. Immerhin gab es hier einen D1 Supermarkt, in dem wir ein paar kühle Getränke kaufen konnten. Und nach einigem Suchen fanden wir dann doch noch die Touri Meile. Diese beschränkte sich auf eine einzige Straße, welche von der asphaltierten Hauptstraße bis hinunter ans Meer führte. Zu unserem Erstaunen waren die Straßen innerhalb des gesamten Ortes jedoch weder asphaltiert noch gepflastert was bis dato in jedem Ort, in dem wir in Kolumbien waren, der Fall gewesen war. In Palomino waren die Wege alle aus bräunlichem Sand und die großen, mitunter tiefen Pfützen die wir mit den Rädern umschiffen mussten, zeugten noch von den vergangenen Regenfällen. Diese eine Straße bot so ziemlich alles, was das Backpackerherz begehrt: Chillige Hostels mit Pool und gemütlichen Sitzgelegenheiten, einige nett ausschauende Restaurants und Cafés, ein paar Souvenirläden sowie dazwischen die allseits vorhandenen Minimercados.

Mit den Rädern ging’s ab nach Palomino
Schöner Backpacker…
… und Hippie Vibe 🏳️‍🌈
Nette Cafés gab es auch
Und große Pfützen 💦

Mittwochs wollten dann auch mal wieder die Laptops aufgeklappt werden. Wie immer befasste sich zuerst Simon mit dem Zusammenschieben der einzelnen Videoclips für den neuen VLOG. Ich kümmerte mich derweil um den Upload sowie das Bebildern vom aktuellsten BLOG und auch ein paar Instagram Beiträge wollten wieder geschrieben und vorgeplant werden. 🙈 Nach getaner Arbeit kramten wir Feuerschale und Klappgrill von FENNEK aus einer der vielen IKEA-Kisten in unserem Kofferraum heraus. Als der Vollmond sich langsam blutrot aus dem Meer erhob waren wir gerade dabei, unsere Würstchen auf dem coolen kleinen Grill zu grillen. Da wir das kompakte Gadget zum ersten Mal nutzten freuten wir uns sehr darüber, dass das Grillgut so gut gelang. 😀 Nach dem Essen entzündete Simon dann noch ein kleines Lagerfeuer in unserer schicken Edelstahlschale. Holz lag ja glücklicherweise genug am Strand herum. Auch unsere Stellplatznachbarn, Mariano und Carolina aus der Nähe von Bogotá, gesellten sich noch dazu. Während die 28jährige Carolina nur Spanisch sprach, so dass nur ich mich mit ihr unterhalten konnte, war der deutlich ältere Mariano (geschätzt Anfang 60) des Englischen sehr gut mächtig. Wir hatten eine gute Zeit zusammen und saßen fast bis Mitternacht im Feuerschein am Strand. 🏝

In der Tasche super platzsparend verstaut & ruckzuck zusammengesteckt 👍🏻
Reicht für zwei Personen! 🍗
Auch die Feuerschale ist in Null Komma nichts zusammengesteckt 🔥
Simon sammelt Holz 🪵
Gleich kann’s losgehen!
Unser Grill sieht zum ersten Mal Grillgut 😅
Vollmond über der Karibik 🤩

Tags darauf kündigten sich, zu unserer großen Freude, ganz spontan unsere Bremer Freunde von @anschnallenabfahrt an die seit Medellín mit Livia und Juval von @roadfox unterwegs waren. Die beiden super netten Schweizer hatten wir ebenfalls schon zuvor in Quito, Ecuador, kennenlernen dürfen. Wie der Zufall es so wollte schrieb uns Max per WhatsApp an, ob wir den noch etwas aus der großen Mall in Santa Marta benötigen würden. Ich lehnte dankend ab aber als ich gerade im Begriff war, mich in die Fluten zu stürzen, schoss mir ein zündender Gedanke durchs Hirn: In dem Einkaufszentrum befand sich doch auch ein Baumarkt. Vielleicht wäre dort eine neue Batterie für unseren Van zu bekommen?! 🧐 Ich spurtete also noch einmal den Strand hinauf und bat Simon, sich diesbezüglich kurz mit Max zu connecten. Und als das Duo ein paar Stunden später auf den Hof, oder vielmehr den Strand, fuhr hatten sie tatsächlich eine neue Batterie für uns dabei. 😍 Wenngleich diese mit 600.000 COP, was in etwa 135 € entspricht, nicht ganz günstig war aber was will man machen. Wir waren mehr als froh über dieses Mitbringsel denn so wussten wir nun, dass wir den Campingplatz ohne Schwierigkeiten aus eigener Kraft wieder verlassen würden können. Zumal noch dazu uns selbst das Gerenne und Gesuche nach einer Neuen somit erspart blieb. Danke lieber Max. 🙏

Links der blaue „Knut“ von anschnallenabfahrt und rechts der orange Defender von roadfox (+ „Schlappi“)
Tausend Dank für den Batterie Lieferservice 🙏

Leider blieb uns nur ein voller, gemeinsamer Tag den es umso mehr zu genießen galt. Der arme Max musste sich leider für ein paar Stunden von uns verabschieden, um mit einem unserer Fahrräder zum Arbeiten in den nahegelegenen Ort zu fahren. Denn ausgerechnet an dem Tag war von morgens früh bis abends spät der Strom abgestellt worden. Somit ging auch kein Internet. 🙈 Scheinbar ist das hier einmal pro Woche der Fall. Laut Aussage der Arbeiter auf dem Campingplatz dient dies notwendigen Arbeiten am Stromnetz. Während Max sich ums geschäftliche kümmerte saßen wir am Strand und schwatzten. Das erste kalte Bier gab es aber erst nachdem Merle`s bessere Hälfte am Spätnachmittag wieder zu uns gestoßen war. Zusammen nahmen wir noch ein Bad im Meer, insofern die heftigen Wellen dies zuließen. Wirklich schwimmen kann man auf Grund derer nämlich leider nicht. Diese sind auch dafür verantwortlich, dass das Wasser nicht wie erhofft türkisblau sondern eher braun ist. Schlichtweg deshalb, weil die Wellen den ganzen Sand aufwirbeln und diesen mit sich tragen. 🌊 Anschließend machte sich Juval, der übrigens genauso gut und gerne kocht wie Max, an die Zubereitung unseres Abendessens. Schon am Morgen hatte er Hähnchenschenkel ausgebeint und für die Füllung der Kebabs mariniert. Auch den Teig für die Fladenbrote bereitete er nun am Abend selbst zu. Krautsalat sowie Gurken-Tomaten-Salat hatte er irgendwann zwischendurch vorbereitet. Somit blieb für mich rein gar nichts mehr zu tun, auch mal schön. 🙃 Die Pita Brote gelangen ihm exzellent sodass wir sie ohne Schwierigkeiten aufschneiden und mit all den leckeren Zutaten füllen konnten. Nach dem Essen gabs noch die ein oder andere Piña Colada und tatsächlich konnten wir Max endlich mal dazu überreden, seine Gitarre auszupacken und neben dem lodernden Lagerfeuer noch ein paar seiner eigenen Lieder zu spielen. 😍

Gemeinsames Frühstücken
Juval hatte für alle French Toast & Apfelmus zubereitet
Auch das Abendessen ging auf Juvals Kappe 👍🏻
Lecker war’s! 😋
Max spielt Gitarre, am Strand, bei Vollmond…
…am Lagerfeuer 🔥

Unsere vier Freunde kosteten auch den nächsten Vormittag noch so gut es ging aus aber am späten Mittag führte dann doch kein Weg mehr am Abschied vorbei. Schließlich lagen noch gute vier Stunden Fahrt bis Cartagena vor ihnen wo sie bereits in zweieinhalb Tagen ihre Fahrzeuge am Hafen werden abliefern müssen. Während Max und Merle, glücklicherweise, weiterhin mit uns gen Alaska reisen werden erwartet Livia und Juval in Kürze die harte Realität. Sie werden zwar noch einen einwöchigen Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik einlegen, um die Erlebnisse der vergangenen 14 Monate sacken zu lassen, aber dann geht es am 18. Dezember final zurück in den Thurgau. Und bereits nach Drei König heißt es für die Zwei wieder Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit. Daran mag ich jetzt noch nicht einen einzigen Gedanken verschwenden… 🙈🙉🙊 Wir beide genossen nun die plötzliche Ruhe die um uns herum eingekehrt war denn auch die Kolumbianer waren am Vortag abgereist. Somit waren wir nur noch zu dritt: Ein Franzose im Zelt und eine weitere Familie aus Frankreich mit ihrer dreijährigen Tochter Vanelope und ihren zwei großen Hunden. Der Familie (@lesnormsmax) und ihrem riesigen Unimog waren wir zuvor schon in Jardín sowie ganz kurz in Medellín begegnet.

Ein letztes, gemeinsames erfrischendes Bad…
…dann heißt es schon wieder Abschied nehmen 👋🏻
Bleiben nur noch wir 😀
Sowie unsere französischen Nachbarn 🇫🇷
Die Ruhe hat auch was ☺️

Sonntags arbeiteten wir beide noch einmal fleißig an den Laptops, bevor wir uns am späten Mittag erneut mit den Rädern auf den Weg nach Palomino machten. Da das anvisierte Lokal mit günstigem Mittagstisch am Sonntag wohl geschlossen hatte, kehrten wir stattdessen bei einem Shawarma Restaurant ein. Während Simon ein großer Fan von dieser Art der arabischen Küche ist bin ich meist eher weniger davon angetan aber diesmal war selbst ich schwer begeistert. Wir hatten uns für eine Platte für zwei Personen entschieden die aus folgenden Leckereien bestand: Fladenbrot, Hühnchen- und Rindfleisch, fünf knusprige Falafel, zwei vegetarische Köfte und drei verschiedene Dips (Kichererbsen-, Auberginen- und Linsen). So hatten wir, weit nach 15 Uhr, endlich was im Magen da wir das Frühstück zu Gunsten des Mittagsmahls hatten ausfallen lassen. 😅 Wir kauften noch ein paar Kleinigkeiten im D1 ein, unter anderem Leckerlis für meinen neuen Lieblingshund Schlappi, sowie ein wenig frisches Obst und Gemüse beim Händler gegenüber und dann gings auch schon wieder zurück in unser kleines Paradies. 🌴🥥🏖

Für Abstecher in der Nähe einfach praktisch 🚴🏻‍♂️
Einfahrt zum Camping Bernabé
Schon echt schön hier 😍

Unseren letzten Tag an diesem schönen Fleckchen Erde wollten wir so gut es geht einfach nur genießen und diese herrliche Kulisse tief in uns einsaugen. Ich startete den Tag neuerdings aktiv mit einer Einheit Sport und Yoga was mir unglaublich gut tat. Hoffentlich kann ich diese Routine auch weiterhin bestmöglich beibehalten. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir es uns in der Hängematte bzw. im Hängesessel bequem und frönten dem Nichtstun. Wobei wir dann doch noch gegen später den Van so gut als möglich abfahrbereit machen mussten, weil wir am Folgetag frühzeitig nach Barranquilla aufbrechen wollten. Wir packten also schon mal alles, was nicht mehr benötigt wurde, zusammen. Die Fahrräder wieder auf den Heckträger, Hängematte und Sessel sowie Spaten und Klapptisch in die Heckkisten und so weiter… Danach stürzten wir uns ein letztes Mal zur Abkühlung ins Meer wobei wir uns beide einig sind, dass die Temperaturen insgesamt deutlich besser zu ertragen waren als gedacht. Ich hatte, zugegebener Masen, ein wenig Schiss vor der Karibikküste nach dem uns viele von unerträglicher Hitze und in Folge dessen schlafloser Nächte berichtet hatten. Möglicherweise gilt das auch für die Regenzeit, aber da diese im Dezember bereits wieder am abklingen ist (wir hatten während unseres gesamten Aufenthalts nicht einen Tag Regen), hatten wir vielleicht mehr Glück. Die 31°C am Tag waren, im Schatten der Bäume und mit leichter Brise vom Meer, definitiv sehr gut zu ertragen und auch die Nächte im Van schliefen wir dank Deckenventilator eigentlich recht gut. Lediglich auf die gemeinen Sandflies, die sich vor allem am Morgen und am Nachmittag auf uns stürzten, hätten wir verzichten können. 😧

Toller Handtuchhalter 🌴
Letzte Kokosnuss am Strand, frisch vom Baum 🥥
Noch ein kleiner, letzter Strandspaziergang 🏝️
Auch die beiden wollten noch einmal genutzt werden 😊

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