NEW BLOG POST 🇵🇪 (27. – 31.08.2023) Lima

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Wir wandern durch den zweittiefsten Canyon der Welt, beobachten dabei zahlreiche Anden Kondore mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern bei ihrem morgendlichen Aufstieg in die Lüfte und erleben fast einen Vulkanausbruch mit! Und vor lauter Begeisterung breche ich mir fast noch ein Bein… 🙈
Viel Spaß beim Schauen und lasst uns unbedingt ein Abo sowie ein Like da!

Und nachfolgend zum neuesten Blog Eintrag: 👇

Nach einem weiteren, entspannten Tag am Strand von „Paracas“ machten wir uns am Sonntagmittag im Zweiergespann auf den Weg über den „Panamerican Highway“ nach „Lima“. Die 240 km bis dorthin spulten wir in Rekordzeit ab. Seit Chile hatten wir keine derart einfache und komfortable Fahrt mehr gehabt! Da bezahlt man die Mautgebühr schon fast mit Freuden. 😅 Drei Stunden später erreichten wir das direkt an der Küste gelegene Szeneviertel „Barranco“. Hier herrschte eine lässige und zugleich quirlige Atmosphäre. Das Publikum schien aus aller Herren Länder zu kommen und von den vielen grünen Parks aus direkt in die zahlreichen Restaurants, Bars sowie Cafés zu strömen. Wir parkten unseren Van vor einer der schicken und modernen Wohnanlagen mit Blick aufs Meer aber auch hübsche alte Stadtvillen waren hier zu finden.

Unser Stellplatz in „Barranco“

Die neue Woche begann direkt mit einem erneuten Abschied von unseren zwei mittlerweile sehr liebgewonnenen Reisegefährten. 🥰 Da Max und Merle Mitte September Besuch erwarten und bis spätestens dahin in Quito, Ecuador sein müssen sitzt den beiden aktuell die Zeit etwas im Nacken. Deswegen hatten sie sich gegen Lima und für die direkte Weiterreise entschieden. Auch wir waren in Bezug auf die peruanische Hauptstadt etwas zwiegespalten… Ich hatte nicht schon wieder Lust auf Großstadt und das übliche Sightseeing Programm. Zumal die Entfernungen in der 10 Mio. Metropole einfach unglaublich groß sind. Unsere Fahrräder waren leider noch völlig verdreckt weshalb wir das gute Radwegenetz nicht nutzen konnten. So begnügten wir uns (vorerst) mit einem Rundgang durch die beiden modernen Bezirke „Miraflores“ und „Barranco“. Beide liegen direkt an den hohen, steilen Klippen des Pazifiks und sollen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Limas zählen. Wir schlenderten durch die unglaublich vielen Parkanlagen, vorbei an schönen alten sowie neuen Häusern und entlang des „Malecón“. Im „Parque del Amor“ gab es für mich einen leckeren Cappuccino mit einem süßen Crêpes, bevor wir entlang der fünf Kilometer langen Promenade zurück zum Van spazierten. Bei Höchsttemperaturen von 22°C am Tag sowie Tiefsttemperaturen von 17°C in der Nacht gestaltete sich unser Rundgang, nicht zuletzt deshalb, sehr angenehm. ⛅

Spaziergang entlang des „Malecón“
Immer am Pazifik entlang
Durch den „Parque del Amor“
Bis zum Leuchtturm an der Steilküste
Restaurant Meile in „Miraflores“

Am Dienstagmittag checkten wir dann im exklusiven „Club Germania“ ein. Dieser existiert, mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung von 13 Jahren während des zweiten Weltkriegs als alle Deutschstämmigen das Land verlassen mussten, seit nunmehr 160 Jahren in Lima. 😮 Eigentlich öffnet der Club seine Pforten nur für Mitglieder. Diese müssen in irgendeiner Form eine Verbindung zu Deutschland haben und sei es, dass sie nur auf der Deutschen Schule sind bzw. waren oder zumindest die Deutsche Sprache beherrschen. Aktuell zählt der Club 900 Mitglieder, exklusive Familienmitglieder welche aber selbstverständlich auch Zugang haben. Bei einer einmaligen Aufnahmegebühr von, Achtung festhalten, 10.000 USD sowie einem zusätzlichen Monatsbeitrag in Höhe von 240 Soles (= 60 €) kann man das aber auch durchaus verlangen. 🙈 Der super freundliche und sehr redselige Geschäftsführer „Willy“ übernahm vor einigen Jahren die Führung des Clubs. Als Sohn einer Deutschen und eines Peruaners kam er im Rahmen seiner Tätigkeit für BOSCH vor 36 Jahren nach Lima. Er nahm sich sehr viel Zeit für uns und gab uns sogar noch einige Essens- und Sightseeing Tipps. 😀 Anschließend führte er uns über das weitläufige Gelände, auf dem sich nicht nur ein beheiztes 25m Schwimmbecken befindet sondern auch sechs Tennis- sowie vier Squashfelder. Darüber hinaus gibt es ein großes Fußballfeld, eine Kletterwand, diverse Tischtennisplatten sowie eine Bowling- und Kegelbahn. Nicht zu vergessen der große Kinderspielplatz nebst Grillbereich, die Duschen und Umkleidekabinen sowie eine Sauna plus eigenem Restaurant und einer schönen Cafeteria. Und zahlreiche Kurse, vom Yoga bis hin zum Taekwondo, werden auch angeboten. Als Overlander mit deutschem Pass darf man hier kostenfrei auf dem 24h Stunden bewachten Gelände stehen und, mit Ausnahme des Kraftraums, ALLE Einrichtungen nutzen. 🤩

Stellplatz im „Club Germania“ 🅿️
Blick aufs Fußballfeld vom Auto aus ⚽️
Tennisplätze 🎾
Kletterwand für die Schüler der Humboldt Schule
Liegefläche vor dem Schwimmbad
Die tolle Schwimmhalle 🤩

Da uns „Willy“ einen Besuch im historischen Zentrum von Lima sehr ans Herz gelegt hatte statten wir diesem dann schlussendlich doch noch eine Visite ab. Der Club liegt rund 10km außerhalb weswegen wir uns mit dem Taxi dorthin bringen ließen. An diesem Tag war der Himmel relativ grau und vielleicht imponierten mir die Prachtbauten im Kolonialstil deswegen nicht ganz so. Eventuell lag es auch schlicht daran, dass ich schon etwas voreingenommen war oder an der Tatsache, dass wir in den vergangenen Monaten schon viele ähnliche Städte und Gebäude gesehen hatten. 🙈 Noch dazu erwischten wir einen Feiertag, den „Día de Santa Rosa de Lima“ weswegen unglaublich viele Menschen in den Straßen der Altstadt unterwegs waren. Auch die wirklich schöne „Plaza de Armas“ war auf Grund von Festivitäten und einer Prozession leider weiträumig abgesperrt weshalb wir nur vom Absperrgatter aus einige Fotos schießen konnten. Wir kosteten leckere „Churros“, die hier nicht dem üblichen Spritzgebäck entsprechen sondern mehr gezuckerten Berlinern mit einer leckeren Cremefüllung ähneln. 😋 Auch einen tollen Mittagstisch konnten wir ausfindig machen, inklusive frischer „Ceviche“ als Vorspeise. Bereits auf dem Weg in die Stadt hinein erreichte uns die schockierende Nachricht von Max und Merle, dass vor kurzem ihr Kühler in die Luft gegangen war. Und zwar mitten im Nirgendwo, bei voller Fahrt! Wir konnten uns so gut in die beiden hineinversetzen und waren froh zu hören, dass ihr Fahrzeug kurz darauf auf einen Abschlepper verladen werden konnte. Dieser würde sie die rund 300km bis zurück nach Lima in eine Werkstatt bringen. Hoffen wir das Beste für die beiden! 🍀🐷

An der Plaza „San Martín“ in Lima
Auch hier gab es wieder prächtige Holzbalkone
China Town – viel zu voll 🙈
Die „Plaza de Armas“
Leider kamen wir nicht näher ran 🤷🏼‍♀️

Am Tag darauf erkundigten wir uns bei „Willy“, ob wir freundlicherweise noch einen Tag länger bleiben dürften damit wir für Max und Merle zumindest in Reichweite wären. Er gab, ohne mit der Wimper zu zucken, grünes Licht für die Verlängerung worüber wir uns tierisch freuten. 🙃 So blieb uns außerdem noch Zeit für die Arbeit an den Laptops sowie für Kaffee und Kuchen in der schönen Cafeteria des Clubs. ☕🍰 Außerdem fand ich, dass es nach sage und schreibe 13 Monaten höchste Zeit für einen Besuch beim Friseur sei. Und wenn nicht in einer Großstadt wie Lima, wo dann?! Ich googelte nach einem Salon mit guten Bewertungen in der Nähe unseres Stellplatzes und machte mich zu Fuß auf den Weg dorthin. Tatsächlich kam ich ohne Wartezeit direkt an die Reihe. Nur blonde Strähnen wollte man mir keine verpassen weil die Friseurin meinte, meine Haare wären dafür zu trocken und würden davon kaputt gehen. 🤨 Ich bezweifle das, fand es aber auch nicht weiter tragisch und lies stattdessen gute acht bis zehn Zentimeter meiner Haarpracht auf dem Boden des Ladens zurück. Sollte nun wieder eine Weile halten! 😅 Zurück am Van erreichte mich frohe Kunde aus der Werkstatt: Allem Anschein nach waren alle nötigen Teile vor Ort und mit viel Glück können die beiden am Folgetag ihre Reise bereits fortsetzen.

Das Café „Bunt“ im „Club Germania“
Tolle Auswahl an Kuchen 🥧
Yummy 😋
Vorher… 💇🏼‍♀️
Nachher 😀

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