Am Samstag verabschiedeten wir uns nach einer sehr schönen Woche von „Sucre“. Zuvor gab es noch eine heiße Dusche in einer der zahlreichen Unterkünfte der Stadt und nach dem wir an der Plaza gemütlich gefrühstückt hatten machten wir den Van abfahrbereit. 🚐 Uns stand neuerdings eine muntere Berg- und Talfahrt mit einer endlosen Anzahl an Kurven bevor. Wir folgten weiter der gut asphaltierten „Ruta 5“ durch Canyons entlang eines ausgetrockneten, sehr breiten Flussbetts. Immer wieder mussten wir Tieren ausweichen die am Straßenrand weideten. Von Rindviechern über Ziegen, Schweine, Esel und Schafe war eigentlich fast jedes Nutztier vertreten. 😅 Die Berge wurden nach und nach immer grüner und seit langem zeigten sich am Himmel auch mal wieder Wolken, mitunter sogar dunkle. 🌩 Auch die Temperaturen stiegen merklich an und kratzten an der 30°C Marke. Da wir erst gegen Mittag aufgebrochen waren und für die knapp 200 km lange Strecke etwas mehr als vier Stunden benötigt hatten legten wir in dem kleinen Dorf „Pena Colorada“ einen Übernachtungsstopp ein. Denn je näher wir dem Äquator kommen umso früher bricht leider die Dunkelheit über uns herein. 😕 Wir parkten unseren Van an der unspektakulären Plaza und als es gegen 18 Uhr dunkel wurde konnten wir in der Ferne bereits Blitze am Himmel zucken sehen.


Unsere Dachluken überstanden den ersten Regenguss seit der Reparatur erwartungsgemäß mit Bravour. 👍 Und da es nach dem Regen etwas abgekühlt hatte schliefen wir in dem kleinen, verschlafenen Nest umso besser. Am frühen Nachmittag gelangten wir dann in dem malerisch gelegenen Dorf „Samaipata“ an welches von tropischen, üppig grünen Hügeln umgeben ist. Dort trafen wir auch wieder auf Jessica und Yannick welche uns einen Stellplatz hinter ihrem Van in einer ruhigen Seitenstraße reserviert hatten. 😊 Simon und ich schlenderten noch über den Sonntagsmarkt, welcher sich zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits im Abbau befand, sowie durch die Markthalle und durch die Gässchen des Dorfes. In einem gemütlichen Hippie-Café nahmen wir auf dem Sofa Platz um uns dort eine heiße Schokolade sowie einen Brownie schmecken zu lassen bevor der Tag gemütlich ausklang.



Am Montagvormittag brachten wir als erstes die beiden Schweizer zu einer nahegelegenen „Gomería“. Sie hatten sich wohl während ihrer Fahrt nach „Samaipata“ einen Plattfuß eingehandelt und als sie ihr Ersatzrad montieren wollten mussten sie leider feststellen, dass sich dieses in kaum besserem Zustand befand. 🙈 Da Reifenflicken in Südamerika aber eine sehr gängige Praxis ist war ihr Rad keine fünf Minuten später bereits wieder einsatzbereit und wir konnten die zwei zurück zu ihrem Van bringen. Mittlerweile verspürten wir alle ordentlich Hunger und so begaben wir uns direkt auf den Weg in ein lokales Restaurant. Dort konnten wir für 2 € p.P. ein gutes Mittagsmenü ausfindig machen. 😋 Wieder am Stellplatz angelangt machten wir Bekanntschaft mit Martin und Valentina sowie mit Markus, einem weiteren Schweizer. Martin und Valentina, ein junges Pärchen aus Österreich, reisen seit Februar mit ihrem in Chile gekauften „Chevrolet“ durch Südamerika. Und Markus lebt bereits seit 40 Jahren in Bolivien und ist nebenbei als Schweizer Konsul tätig. 😮 Am Nachmittag stand uns Vieren dann der Sinn nach etwas Bewegung und wir liefen gemeinsam den steilen Hügel hinauf. Es ging vorbei an einem schön gelegenen Weingut bis zu einem „Mirador“. Allerdings hingen die Wolken zwischenzeitlich so tief als dass wir kaum mehr etwas sehen konnten. 😅 Wir folgten einem Trampelpfad auf der anderen Seite den Berg wieder hinab und kamen just mit Einbruch der Dunkelheit wieder im Dorf an. Und bevor wir zu den Vans zurückkehrten gönnten wir uns in einer netten Cocktailbar an der Plaza noch ein paar Drinks. 🍹


Der nächste Tag begrüßte uns mit viel Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen. Nach dem Frühstück liefen wir mit Jessica und Yannick einige Kilometer durch die wunderschöne, tropische Landschaft vorbei an schicken Villen bis zu einer etwas außerhalb gelegenen Tierauffangstation. Im „Refugio de Fauna Silvestre Jacha Inti“ trafen wir auf diverse exotische Tiere. Darunter zahlreiche Papageien, u.a. auch blaue und rote Aras, aber auch Äffchen und sogar ein Tapir hatten dort ein neues Zuhause gefunden. Eines der Gehege durfte man betreten und wir hatten große Freude daran, die großen Nagetiere sowie das Borstenschwein und Rehkitz mit dem gekauften Futter zu versorgen. 😃 Nach der Wanderung knurrten uns dann neuerdings die Mägen. Da wir für ein Mittagessen im Restaurant jedoch bereits zu spät dran waren aßen wir alternativ an einem der Essenstände an der Plaza ein leckeres Stück Spanferkel inklusive Beilagen. Am Nachmittag folgten wir der Einladung von Markus in seine schicke Villa oben am Hang direkt oberhalb des Weinguts. Sein vor einem Jahr fertiggestellter Alterswohnsitz liegt traumhaft schön und vom Balkon aus hat man eine herrliche Aussicht, hinweg über das Tal auf die üppig grünen Hügel. Auch Martin und Valentina waren mit von der Partie und wir verbrachten nette und lustige Stunden auf dem Balkon von Markus bei Kaffee, Rübli-Kuchen und Weißwein. 🍾 In den 40 Jahren, in denen Markus bereits in Bolivien lebt, hat er viel erlebt und einiges auf die Beine gestellt. Nach seinem Studium zum technischen Bauzeichner in der Schweiz verließ er, nach einem Urlaub in Bolivien, kurzerhand seine Heimat um in „La Paz“ seinem Hobby (kochen) nachzugehen. Er übernahm bereits kurz darauf das Restaurant von einem Bekannten und eröffnete einige Jahre später ein weiteres Schweizer Lokal in „Santa Cruz“. Auch eine Diskothek sowie eine Fensterfirma darf er mittlerweile sein Eigentum nennen. 👍👍👍 Am späten Abend besuchten wir sechs Reisenden noch einmal die Bar „La Boheme“ um dort noch einen Absacker sowie ein leckeres Sandwich zu uns zu nehmen. 🥪🍸









Am Mittwochmittag machten wir uns alle gemeinsam auf zur nahegelegenen Ruinenstätte „El Fuerte“. Die Prä-Inkastätte liegt hoch oben auf einem Plateau von wo aus wir eine herrliche Rundumsicht ins Grüne hatten. Dort befindet sich mitunter der größte, bearbeitete Stein der Welt welcher vermutlich von den Ureinwohnern als rituelle Stätte genutzt wurde. Später wurde dieser um Wohnhäuser erweitert und anschließend nicht nur von den Inka, sondern nach der Eroberung durch die Spanier auch von Selbigen als Verteidigungsstätte genutzt. Die 50 BS (= 7 €) lohnen sich in jedem Fall denn der Ort war wirklich sehr idyllisch und schön angelegt. Wir aßen dort noch zu Mittag bevor wir uns nur noch zu viert auf den Weg zu den „Cascadas“ machten. Da es bereits spät am Nachmittag war, als wir an dem Rundweg zu den Wasserfällen angelangten, und diese bereits im Schatten lagen entschieden wir uns dann kurzerhand doch gegen die kleine Wanderung. Mangels adäquater Stellplätze in der Nähe suchten wir einen unweit gelegenen, kleinen Campingplatz auf. Dieser lag direkt unterhalb der „Ruta 7“ inmitten eines Gartens am Fluss. Vermutlich attackierten uns deshalb auch sofort die biestigen „Sandflies“. Die bestialisch juckenden Stiche habe ich wahrlich nicht vermisst… 😕 Wir nutzten die kalten Duschen bevor wir uns abmühten mit dem feuchten Holz ein Feuer für den „Dutch Oven“ zu entzünden. Just in dem Moment erhielt ich einen Anruf von Martin und Valentina, die nach den Ruinen noch einen Abstecher zum Tierreservat gemacht hatten, und nun auf dem Weg zu uns ebenfalls mit einem Platten liegengeblieben waren. 🙈 Während Jessica und Yannick ihnen zu Hilfe eilten stellten wir den mit Gemüse gefüllten Topf aufs Feuer. Als alle wieder wohlbehalten versammelt waren ließen wir uns das Abendessen schmecken und rösteten anschließend über dem Lagerfeuer noch ein paar Marshmallows. 🔥





Etwas überraschend verabschiedeten sich die beiden Österreicher am nächsten Vormittag von uns und begaben sich auf ihre Weiterfahrt. Ursprünglich hatten wir angedacht, ein Teilstück des „Codo de los Andes“ Weges gemeinsam zu laufen und sie hatten sogar angeboten uns alle in ihrem Allradfahrzeug zum Startpunkt zu bringen. 🤷♀️ Da wir leider kein Taxi ausfindig machen konnten, welches uns dorthin chauffieren könnte, versuchten wir es spontan mit unseren eigenen Fahrzeugen. Auf dem Weg dorthin verloren wir kurioserweise Jessica und Yannick, die ursprünglich vor uns fuhren, und konnten sie auch am angepeilten Treffpunkt nicht auffinden. So hoppelten wir weiter über den Erdweg den steilen Hang hinauf bis zum Startpunkt des Wanderweges aber auch dort war weit und breit nichts von ihnen zu sehen. 😯 Da die beiden keinen Handyempfang hatten blieb uns nichts anderes übrig als zu warten und zu hoffen. Tatsächlich bogen sie eine halbe bis dreiviertel Stunde später zu Fuß um die Kurve. Sie waren noch auf der Hauptstraße mit ihrem Auto liegen geblieben, welches plötzlich während der Fahrt einfach ausgegangen war, und wir hatten sie am Straßenrand wohl nicht wahrgenommen da wir gerade im Begriff waren abzubiegen. 🙈 Wiedervereint konnten wir uns dann doch noch zu Fuß auf den Weg über die grünen Hügel hin zum Aussichtspunkt „Bella Vista“ begeben und die Aussichten waren wirklich spektakulär. So ähnlich stelle ich mir auch den Weg zum „Machu Pichu“ vor. Da wir ja leider kein Taxi finden konnten blieb uns der insgesamt 11 km lange Wanderweg jedoch verwehrt. So machten wir am Aussichtspunkt kehrt und liefen zurück zu unserem Van. Dort gab es erst einmal Vesper, bevor wir Jessica und Yannick ein Stück des Weges mit hinunter zu ihrem Auto nahmen. Wir fuhren gemeinsam weiter über die „Ruta 7“ in Richtung „Santa Cruz“. Plötzlich bemerkten wir, dass sich die beiden nicht mehr hinter uns befanden weswegen wir kehrt machten. Zwei Kilometer später trafen wir die beiden am Straßenrand an. Ihr Auto war neuerdings liegen geblieben und während der Fahrt einfach ausgegangen. 😮 Im Schneckentempo schafften wir es dann doch noch gemeinsam, bei niedriger Drehzahl, bis zum angepeilten Stellplatz für die Nacht – der Plaza des winzigen Örtchens „Bermejo“.






Nach einer ruhigen Nacht begaben wir uns am Morgen auf die Weiterfahrt in der Hoffnung, dass der Ford der beiden Schweizer seinen Dienst nicht neuerdings quittieren würde. Die ersten 20 Kilometer über ging es meist bergab und es sah zuerst ganz gut aus. Als der Motor dann jedoch heiß gelaufen war begannen die Probleme erneut. Als wir an einer Mautstelle zum Bezahlen anhalten mussten gab es dann plötzlich kein Weiterkommen mehr. Mit vereinten Kräften schoben wir ihr Fahrzeug von der Straße an den Seitenrand. Yannick versuchte immer wieder, den Motor zu starten aber sobald er das Gaspedal betätigte ging der Wagen sofort wieder aus. Da Simon den Dieselpartikelfilter in Verdacht hatte montierten die zwei Jungs gemeinsam den Abgasstrang ab. Jedoch auch ohne Auspuffanlage wollte der Motor einfach nicht an bleiben. 😥 Simon klopfte jede Menge Rus aus dem DPF heraus bevor sie die Abgasanlage wieder am Auto befestigten. Auch der Tausch des, erst kürzlich erneuerten, Dieselfilters brachte leider keinerlei Verbesserung. So blieb nichts anderes mehr übrig als die beiden ans Abschleppseil zu hängen. Glücklicherweise gelang es Yannick, trotz der zahlreichen Bremsmanöver unsererseits auf Grund der vielen Bodenwellen, sehr gut das Seil auf Spannung zu halten. 👍 Nach 25 Kilometern machten wir dann gegen 15 Uhr in einem Vorort von „Santa Cruz“ bei einer Hähnchen-Rösterei Halt. Frisch gestärkt zogen wir die beiden weitere 25 Kilometer bis an die Außenbezirke der Großstadt. Dort befand sich ein größeres, von Deutsch-Bolivianern, geführtes Ausflugslokal namens „Landhaus“ inklusive Campingplatz. Bei unserer Ankunft befand sich der Besitzer nicht vor Ort aber nach dem Jessica ihn angerufen hatte konnten wir immerhin auf dessen Gelände fahren. Kurz darauf traf er dann auch persönlich dort ein und zauberte wenige Minuten später einen Mechaniker auf den Hof. 😀 Da dieser vor Ort nicht viel machen konnte schleppten wir den Ford weitere vier Kilometer bis zu seiner „Euro Taller“ Werkstatt. Dort schloss er das Fehlerdiagnosegerät an welches tatsächlich vier Fehler zu Tage förderte. Der Mechaniker koppelte den Luftfilter ab und wieder an, löschte anschließend den Fehlerspeicher und tatsächlich schien das Problem danach gelöst zu sein. 😯 Bei der Probefahrt bemerkten die beiden allerdings, dass die hintere Bremse nun blockiert schien. Mittlerweile war es bereits 20 Uhr am Abend und der freundliche, sehr engagierte Mechaniker gestattete uns beiden tatsächlich mit den Fahrzeugen in seiner Werkstatt zu übernachten. 🤣



In der Werkstatt war es relativ stickig und warm. Noch dazu war der Lärm der vielbefahrenen Straße durch das dünne Wellblechtor deutlich hörbar so dass wir eher schlecht als recht schliefen. Dafür erschien der Mechaniker wie versprochen bereits um 7 Uhr morgens und machte sich umgehend an die Arbeit. Ein neues Radlager konnte er für den Ford zwar nicht besorgen da es, zumindest für dieses Modell, in Südamerika wohl kaum Ersatzteile zu geben scheint. Jedoch konnten die hinteren Bremsen neu belegt und das Radlager wieder eingebaut werden so dass wir gemeinsam am frühen Nachmittag, nach einer erfolgreichen Probefahrt seitens Yannick, die Werkstatt verlassen konnten. 😀 Von dort aus fuhren wir noch einmal zurück zum „Landhaus“, um uns bei dem super freundlichen Inhaber persönlich für seinen großartigen Einsatz zu bedanken. Außerdem durften wir, gegen einen kleinen Unkostenbeitrag, die hiesigen Duschen nutzen. Wir tranken auf dem schön angelegten Gelände noch einen Kaffee und machten uns anschließend auf den Weg zum Restaurant „Chalet La Suisse“ von Markus (dem Schweizer Konsul, den wir in „Samaipata“ kennengelernt hatten). Dieses liegt in einem noblen Viertel von „Santa Cruz“ und wir nahmen sein Angebot, gegenüber seines Lokals auf dem Parkplatz der Disco „Swissco“ zu parken sowie zu übernachten, dankend an. Das Tanzlokal mit dazugehöriger Sushi-Bar befindet sich ebenfalls in seinem Besitz und freundlicherweise durften wir sogar die Toiletten und Duschen für seine Angestellten nutzen. 😊 Noch dazu wurden die Gebäude 24h von einem Security bewacht – besser hätten wir es also gar nicht treffen können. Nach dem wir die Vans abgestellt hatten schlenderten wir noch zu Fuß zur unweit gelegenen, großen und schicken „Ventura Mall“. Hier gab es zahlreiche europäische Marken, u.a. auch einen „Skechers“ Schuhladen wo ich ein Paar neue Turnschuhe zum reduzierten Preis erstand. 🙃 Mittlerweile war der Abend weit fortgeschritten und so verwarfen wir kurzfristig unseren ursprünglichen Plan, seit langem mal wieder selbst zu kochen, und landeten stattdessen im Obergeschoss des Shoppingcenters wo sich der Food-Court befand. 😅 Der „Shawarma“ Wrap schmeckte ausgezeichnet aber die absolute Krönung war die Oreo-Eiscreme auf einem saftigen Stück Schokoladen-Brownie, vor allem weil uns das wirklich mächtige Dessert nicht einmal 2 € gekostet hatte. 😋

auf das Ende der Reparatur 👨🏻🔧



Auf Grund der lärmenden Diskothek über uns sowie der extremen Wärme im Van schliefen wir neuerdings nur ein paar Stunden. Da wir uns ja aber glücklicherweise keinen Wecker stellen müssen und den Tag ruhig angehen lassen können ist dies alles nicht mal halb so wild. So rafften wir Vier uns auch erst gegen Mittag nach einem späten Frühstück auf. Gemeinsam charterten wir ein Taxi und erwischten einen extrem übergewichtigen, aber mindestens genauso lustigen Fahrer. Ursprünglich wollten wir nur zum Botanischen Garten gebracht werden aber er hatte irgendwie Spaß an der Unterhaltung mit uns und so spendierte er uns noch eine kleine Gratis-Stadtrundfahrt bis in den Vorort „Cotoca“. Dort machte er kehrt und setzte uns kurz darauf an unserem anvisierten Ziel ab. Leider stellte sich der Botanische Garten als wenig schön heraus. Es war eher ein natürlicher Wald mit ziemlich vielen Stechmücken, einem kleinen Kaktusgarten sowie einem See in der Mitte. Auch die angeblich hier lebenden Affen und Faultiere hielten sich gut versteckt so dass wir nur einige Schildkröten sowie diverse Vögel erspähen konnten. 😅 Zum Glück fiel weder der Eintritt mit 10 BS (= 1,30 €) noch die Taxifahrt durch die halbe Stadt mit 30 BS (= 4 €) ins Gewicht so dass wir uns nicht weiter darüber ärgerten. Wir winkten neuerdings ein Taxi heran und ließen uns diesmal im Stadtzentrum an der Plaza absetzen. Diese war am Sonntagnachmittag ziemlich belebt und nach dem wir uns die schönen, angrenzenden kolonialen Gebäude sowie die mächtige Kathedrale angesehen hatten stürzten auch wir uns in das muntere Treiben. Wir kauften bei einem der fliegenden Kaffeehändler ein pappsüßes Heißgetränk und ließen uns dazu die während der Taxifahrt, ebenfalls von Straßenhändlern an der Ampel, erworbenen Kekse schmecken. Da das Zentrum nicht viel mehr zu bieten hatte machten wir uns anschließend zu Fuß auf den etwa 45minütigen Rückweg zu den Vans. Frisch geduscht und ausgeruht ließen wir uns am Abend dann noch ein sehr, sehr leckeres Menü in Markus Restaurant „La Suisse“ schmecken. Da an diesem Abend nicht viele Gäste anwesend waren leistete uns der Chefkoch höchst persönlich Gesellschaft und wir hatten neuerdings große Freude daran, den Schwenks aus seinem Leben zu lauschen. 😍


mit extrem leckerem Essen 🫶





Die neue Woche begann mit Baustellenlärm von den gegenüberliegenden Towern, welche 29 Stockwerke und später einmal sage und schreibe 400 Wohnungen enthalten werden, sowie einem Arbeitstag. Simon werkelte fast den ganzen Tag über an unserem YouTube Video zur Lagunen Route. Ich schrieb derweil Blog und nutzte die Gelegenheit, in einem unweit unseres Stellplatzes gelegenen Waschsalons für umgerechnet etwa 6 € unsere Bettwäsche zu waschen sowie zu trocknen. Auch die Weiterreise in Richtung „Cochabamba“ und Nationalpark „Torotoro“ wollte recherchiert werden. Da wir bereits am Vorabend in den Genuss eines sehr leckeren sowie üppigen Menüs gekommen waren feierten wir unseren zweiten Hochzeitstag nicht weiter. Stattdessen gingen wir am Abend, gemeinsam mit Jessica und Yannick, noch einmal auf einen „Shawarma“ Wrap sowie ein Brownie-Schokoladen-Eis in die große Mall. 😋







Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.
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