NEW BLOG POST 🇨🇱 (14. – 20.04.2023) Küste bei Vallenar – Bahía Inglesa

In den letzten Tagen blieb uns irgendwie keine Zeit für die Arbeit an den Laptops. Erst waren wir in der Großstadt „Santiago“ unterwegs und dann verbrachten wir, gemeinsam mit unseren neuen Bekannten, einige schöne Tage. So kam uns die einsame und abgeschiedene Küste bei „Vallenar“ sehr gelegen. Nicht nur, weil wir immer wieder sehr dankbar dafür sind, wenn wir mit unserem Van an derart herrlichen Plätzen in freier Natur stehen dürfen. Hier fanden wir auch die nötige Ruhe um die nächsten Videos zusammenzustellen und zu schneiden sowie den angefangenen Blog zu vervollständigen. An unserem ersten Abend freuten wir uns über den fangfrischen Seehecht, den wir zum Abschied von Raul geschenkt bekommen hatten. Erstaunlicherweise gelang dieser, dick in Alufolie eingewickelt, richtig gut im Omnia. Simon schaffte es sogar, beim Filetieren fast alle der zahlreichen Gräten zu entfernen so dass der saftige Fisch in Kombination mit dem cremigen Gemüserisotto gleich nochmal so gut schmeckte. 😋

Schöner Stellplatz am Pazifik
Maritime Tischdeko 🦀🐚🦪
Frühstück mit Meerblick
Sonnenuntergang 🌅
Seehecht mit Gemüserisotto 😋

Bei unserem letzten Einkauf im Supermarkt hatten wir extra ein paar überreife Bananen mitgenommen mit denen ich seit längerem mal wieder ein gesundes, saftiges Bananenbrot buk. 🍌🍞 Während ich nach dem Nachmittagskaffee den Blick aufs Meer genoss werkelte Simon weiter an unserem Hauptstadt Video. Ob ihr beim Schauen wohl die vielen kleinen, arbeitsintensiven Details bemerken werdet?! 🤔 Da wir unser Abendessen gerne im Freien während des Sonnenuntergangs zu uns nehmen wollten machte ich mich ausnahmsweise schon relativ früh ans Kochen. Die Sonne geht hier gegen 18:30 Uhr unter und keine halbe Stunde später ist es dann auch schon richtig dunkel. Die Kartoffeltortilla wurde rechtzeitig fertig und wir ließen uns diese mit Blick aufs Meer schmecken. 🌅 Eigentlich wollten wir mit dem gesammelten Holz gegen später noch ein kleines Lagerfeuer entzünden. Da es an diesem Tag jedoch auf Grund des Windes recht frisch war entschieden wir spontan, unseren Aufenthalt um einen weiteren Tag zu verlängern und verschoben das Feuer auf den kommenden Abend. 🔥

Saftiges Bananenbrot 🍌 aus dem Omnia
Immer wieder lecker 🤤
Küche mit Aussicht 👌🏻
Die Kartoffeltortilla gelang ebenfalls gut 👍🏻

So kam es, dass wir auch den Sonntag noch an dem schönen Stellplatz verbrachten. 😊 Wohl wissend, dass meine Mama derweil vermutlich tausend Tode starb, weil wir seit einigen Tagen mal wieder offline waren und uns nicht melden konnten. 🙈 Simon startete ein neues Videoprojekt und ich recherchierte derweil im Reiseführer die nächsten Etappenziele. Zusätzlich schaute ich in der „iOverlander“ App nach, ob sich auf unserer weiteren Route endlich ein geeigneter Campingplatz für die nach wie vor anstehenden Reparaturarbeiten befinden würde. Tatsächlich scheint es in dem Badeort „Bahia Inglesa“ einen Guten zu geben. Gut vorbereitet und up to date genossen wir den restlichen Tag am Meer in vollen Zügen. 😎 Nur für unsere „LA SIESTA“ Hängematte konnten wir partout keine Befestigungsmöglichkeit finden. 🤷‍♀️ Nach dem Abendessen entzündeten wir dann ein gemütliches Feuerchen und ließen beim Blick in die lodernden Flammen die letzten schönen Tage Revue passieren.

Schlechter Strand für Hängematten 🏖
Bisschen Musik hören 🎶
Simon – der Feuerteufel 😅
Lagerfeuer Romantik 🔥

Am Montagmorgen verabschiedeten wir uns dann von dem netten Plätzchen und machten uns auf den Weg ins ca. 200 km entfernt liegende Städtchen „Caldera“. Erstaunlicherweise war die schmale Küstenstraße bis zur Autobahn fast durchweg gut asphaltiert und wir hatten von dort aus noch einmal schöne Sicht aufs Meer zur einen und die staubtrockene Atacama-Wüste auf der anderen Seite. 🏜 An unserem Ziel angelangt fanden wir schnell Zugang zu einem öffentlichen WLAN, wo wir für die kommenden Tage wieder ein Datenpaket buchen und somit auch mal wieder die Lieben Zuhause anrufen konnten. Nach dem späten Frühstückssnack fuhren wir weiter in den nahegelegenen Badeort „Bahía Inglesa“. Eigentlich wollten wir dort einen der Campingplätze ansteuern um dort in Ruhe unsere Reparaturarbeiten auf dem Dach durchführen zu können. Als wir jedoch auf den langen, dank Nachsaison völlig verwaisten und noch dazu fantastisch angelegten Strand zurollten war schnell klar, dass dies nicht nötig sein würde. Wir parkten unseren Van am Straßenrand vor einer der überdachten Parkbänke die einer großen Bushaltestelle ähnelten. Dieses Konstrukt würde uns nicht nur Schatten, sondern sogar eine perfekte Ablagefläche knapp oberhalb unseres Daches bieten. 👍 An dem tollen Strandabschnitt gab es nicht nur unglaublich viele, super moderne Spielmöglichkeiten für Kinder, sondern auch Strandduschen mit Süßwasser, Trinkwasserspender, jede Menge Sitzgelegenheiten und noch dazu genug Möglichkeiten um endlich mal wieder die tolle Reise-Yoga-Matte von „Yoga Box“ auszurollen. 😀

Immer entlang der „Ruta del Desierto“ 🏜
Bezaubernder Badeort „Bahía Inglesa“
Kunst oder Kitsch?! 🤔
DER perfekte Platz für unsere Reparatur 👍🏻
Ein Spielplatz ganz für uns alleine 😅
Einfach der Hammer 🤩

So Begann der nächste Tag auch direkt mit einer wohltuenden Yoga-Einheit für mich. 🧘‍♀️ Anschließend hieß es Ärmel hochkrempeln und ab an die Arbeit. Während ich die bereits am Vorabend demontierte vordere Dachluke von Schmutz und Kleberesten befreite kratzte Simon diese vom Dach ab. Danach nahmen wir gemeinsam die Markise ab die wir glücklicherweise direkt auf den Dachbalken der überdachten Bank ablegen konnten. Erfreulicherweise sah deren Befestigung sehr gut aus so dass wir uns relativ sicher sind, dass hierdurch kein Wasser eindringen konnte. Ganz im Gegensatz zu den Kunststoffhalterungen der Solar-Paneele welche wir im Anschluss demontierten. 😮 Darunter hatten sich einige Schrauben gelöst und gänzlich verabschiedet. Noch dazu schien der, wohlgemerkt extra dafür konstruierte, Kunststoff unter der UV-Einstrahlung langsam aber sicher spröde zu werden. Mit ziemlicher Sicherheit hatte sich durch diese Befestigungspunkte das Wasser während der letzten Regenfälle seinen Weg in unseren Innenraum gebahnt. 😕

Simon demontiert die alten Solarpaneel Halterungen
Die Dachluke musste einmal komplett raus
um dann neu eingeklebt zu werden

Während wir am nächsten Morgen beim Frühstück saßen bog plötzlich Lukas mit seinem Unimog in die Straße ein und gesellte sich zu uns. 😀 Da unsere in Argentinien gekaufte Silikonspritze kurz darauf den Dienst quittierte kam uns die Gesellschaft sehr gelegen. So konnte ich am Nachmittag mit Lukas in die nahegelegene Stadt fahren und dort bei einer „Ferretería“ eine neue Pistole sowie weitere Nieten besorgen. 👍 Simon hatte sich nämlich noch am Vorabend Gedanken über eine alternative Befestigungsmöglichkeit der Solar-Paneele gemacht. Glücklicherweise hatten wir zahlreiche Kleinteile im Gepäck, darunter auch etliche Metallwinkel mit denen wir die Paneele fest und regensicher verankerten. Wir mussten dafür zwar weitere Löcher ins Dach bohren aber diese konnten wir, nach dem vernieten der Paneele, dick mit Kleber abdichten. Nach der vielen Arbeit freuten wir uns sehr über die Essenseinladung von Lukas und Nathalie zu Spaghetti Bolognese. So blieb uns an diesem Tag zumindest das Kochen erspart und der Abend klang sehr gemütlich im „Lukimog“ aus. 🍝🍷🤗

Vor lauter Arbeit vergessen welche zu machen 🤣

Am Donnerstagmorgen begab sich Simon zügig wieder an die Arbeit während ich noch einmal die Yoga-Matte ausrollte. Zuvor hatten wir uns bereits wieder von den Kölnern verabschiedet, wenn auch nur für kurze Zeit. Die Vier zogen, während wir unsere Arbeiten finalisierten, weiter gen Norden um schon mal ein schönes Plätzchen an der Küste für einen erneuten Angelausflug per Boot zu suchen. Gegen Nachmittag war unsere vordere Dachluke wieder fest montiert und eingeklebt, ebenso die neuen Halter für die Solar-Paneele. Den verbliebenen Kleber schmierten wir sicherheitshalber noch um die hintere Dachluke herum welche wir erst vor einigen Monaten neu eingeklebt hatten. Somit dürfte nun wirklich nirgends mehr Wasser von außen in unseren Van eindringen dürfen. Was war das doch für ein herrliches Gefühl, endlich die lange vor uns hergeschobene Reparatur abgehakt zu wissen! Endlich hatten wir wieder richtig viel Tageslicht im Van, konnten nachts den Rollo schließen und in unserer Duschwanne befand sich kein Baustellengerümpel mehr. 😃

Die Dachluke wurde neu eingeklebt
Und von innen wieder verschraubt sowie verkleidet
Auch die Solarpaneele bekamen neue Halterungen
Leiter wieder fest – dann kann’s ja weitergehen 😃

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.


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