Wir wollten, obwohl es sich dort sehr sicher anfühlte, unser Auto nicht alleine an der Uferpromenade in „Vina del Mar“ stehen lassen. Zumal wir von dort aus mit den Fahrrädern entlang der Schnellstraße nach „Valparaíso“ hineinfahren hätten müssen wo uns die Räder weiter nichts genutzt hätten, bei all den vielen Hügeln und Stufen. So entschieden wir uns letzten Endes für einen 24h bewachten Parkplatz im Zentrum von „Valparaíso“ und erkundeten die Stadt von dort aus zu Fuß. Tatsächlich fällt es mir schwer den besonderen Charme der Stadt zu beschreiben da es eine ziemlich wilde Mischung ist. Da gibt es einerseits schmucke alte Häuser mit prächtigen Barockfassaden welche zum Teil sehr gut erhalten, zum Teil relativ heruntergekommen sind. Dazwischen befinden sich bunte Häuschen mit rostigen Wellblechdächern die dicht an dicht an den Steilhängen der Stadt kleben. Jedem Deutschen Architekten und Statiker würde bei deren Anblick sicherlich das Herz stehen bleiben. 😂 Fast alle Mauern, Stufen und Hausfassaden sind in irgendeiner Form bemalt oder besprüht und auch hier klafft eine große Lücke zwischen wilder Schmiererei und teilweise sehr kunstvoller Malerei. Das Ganze ist durchzogen von einem engen, schmalen Gewirr aus steilen Gassen mit einer gefühlt endlosen Anzahl an Treppenstufen. Wer nicht laufen möchte kann alternativ eine der vielen Standseilbahnen wählen insofern sich diese in Betrieb und nicht gerade in Instandhaltung befindet. Von jedem Hügel aus hat man eine andere schöne Sicht auf die Stadt, die Häuser an den Hügeln oder den Containerhafen. Allerdings warnt nicht nur der Reiseführer und die „iOverlander“ App vor Gefahren. Auch zwei ältere Damen baten uns inständig, alle Wertsachen eng am Körper zu tragen und keinesfalls tiefer in die Gassen der Hügel vorzudringen. 😯 Tagsüber fühlten wir uns an und für sich relativ sicher aber nachts wollte ich keinesfalls alleine in einer der Gassen unterwegs sein. Als wir alle gesteckten Ziele bzw. Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatten und uns zwischendurch mit leckeren Empanadas gestärkt hatten machten wir uns auf den Weg zurück zum Bus. Pro halbe Stunde wurden 600 Pesos Parkgebühr fällig aber dafür stand unser Van sehr sicher. 👍 Den Abend sowie die Nacht verbrachten wir erneut an der Promenade in „Vina del Mar“ wo wir noch einmal beobachten durften wie die glühende Sonne im Meer versank. 🌅










Die vorbeidonnernden Autos weckten uns dort neuerdings bereits um 07:30 Uhr auf aber ansonsten hatten wir eine sehr angenehme und ruhige Nacht. Nach dem Frühstück verriegelten wir den Van und liefen in das nette Viertel „Castillo“, in dem sich tatsächlich einige alte Burgen sowie große und schicke Villen befinden. Von dort aus zogen wir weiter durch die Stadt die uns, wie auch schon „Valparaíso“, deutlich geschäftiger und wuseliger vorkam als die Hauptstadt „Santiago“. 😅 Wir kauften noch ein wenig Obst und Gemüse bei den Marktständen rundum die Markthalle, bevor wir zum Bus zurückkehrten um uns auf die Weiterfahrt zu begeben. Etwas außerhalb stoppten wir zum Einkauf an einem Supermarkt. Hinter dessen Parkplatz befand sich eine gigantisch hohe und weitläufige Sanddüne die unbedingt von uns erklommen werden wollte. Von oben hatte man eine schöne Sicht auf den Ozean und die Buchten der beiden zuvor von uns besuchten Städte. Wir fuhren noch einige Kilometer die Küstenstraße entlang bis zu einem netten Stellplatz an der „Cueva del Pirata“, zu Deutsch der „Piratenhöhle“. Dort peitschten die Wellen heftig gegen die Felsen und das Wasser drang tief in die steile, schmale Felsspalte ein. An diesem Tag war der Sonnenuntergang nicht ganz so spektakulär aber dafür konnten wir den ziemlich großen Vollmond beim Aufgehen über dem Meer und hinter den Bergen beobachten. 🌕






Am Morgen strahlte die Sonne bereits gleißend hell über den Ozean und wärmte uns und unseren Van schnell auf. ☀ Nach dem Frühstück lief ich den ca. 3 Kilometer langen Küstenweg entlang an dem es zahlreiche hübsche kleine Badebuchten gab. Auch ein toller Sandstrand befand sich darunter. Auf dem Rückweg besuchte ich noch den schön angelegten Park in dem es allerlei kunstvolle Holzschnitzereien gab. Findet ihr z.B. die Schlange auf dem Foto? 😉 Simon blieb derweil alleine beim Van, weil wir ihn nicht unbeobachtet so weit abseits stehen lassen wollten. Anschließend fuhren wir weiter an der Küste entlang bis in den exklusiven Badeort „Zapallar“. Jeder reiche Chilene besitzt hier eine Villa in bester Hanglage oberhalb der traumhaft schönen Bucht mit langem Sandstrand. An der kleinen Tankstelle konnten wir freundlicherweise auch unseren leeren Wassertank wieder auffüllen, nach dem wir ein bis zwei Tage ohne Wasser auskommen mussten. Witzigerweise begegneten uns auf dem Parkplatz am Strand Max und Merle (alias @anschnallenabfahrt) die gerade ohne ihren Van, dafür aber mit einem guten Freund aus Deutschland und dessen chilenischer Familie unterwegs waren. Als wir gerade im Begriff waren uns einen Stellplatz etwas weiter nördlich zu suchen fiel Simon auf, dass er am Morgen wohl unser Gimbel am Strand hatte liegen lassen. 🙈 In der Hoffnung, dass es vielleicht noch dort auf den Felsen liegen könnte, fuhren wir die 50 Kilometer noch einmal zurück. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen wir wieder an der Piratenhöhle an und Simon machte sich unter den letzten Sonnenstrahlen auf die Suche – leider erfolglos. Ich war derweil im Begriff zu kochen als plötzlich die Gasflamme erlosch. Aus unerklärlichen Gründen geht unsere Gasflasche immer kurz vor irgendwelchen Feiertagen leer. Zuletzt am 23. Dezember und nun am Gründonnerstag. 🙊 Somit blieb die Küche kalt und wir begnügten uns mit den letzten Scheiben Toastbrot. 🥪







Der nächste Tag begann ziemlich grau und irgendwie war unsere Stimmung ähnlich trüb. Erst das verlorene Gimbel und dann die leere Gasflasche vor den Osterfeiertagen… Nichts desto trotz hatten wir Hoffnung im Ort oder entlang der Küstenstraße eine Auffüllstation zu finden. Wir stoppten bei zwei Händlern, die am Karfreitag sogar geöffnet hatten, jedoch boten diese nur Flaschen zum Tausch und keine Auffüllmöglichkeit an. So fuhren wir weiter zum nächsten Supermarkt um Nachschub an Toastbrot zu kaufen bevor wir auf die Autobahn abbogen. Währenddessen klarte der Himmel auf und als wir an der ersten Raststätte Halt machten um unsere Wasserflaschen mit Trinkwasser aufzufüllen lachte die Sonne bereits wieder vom Himmel. Da es noch recht früh am Mittag war entschieden wir noch ein paar Kilometer Strecke zu machen. Die Landschaft wich relativ schnell kargem Ödland auf welchem nur noch ein paar Grasbüschel und ziemlich stachelige Säulenkakteen gediehen. Es ging permanent sanft auf und ab über die Hügel der Andenausläufer und das Meer war nur noch ab und an zu sehen. Auf der „Panamericana“ kommt man zwar sehr zügig voran aber dafür muss man auch immer wieder recht tief in die Taschen greifen. Bis wir am Abend die nächste Raststätte erreichten, an der wir dann auch im erstaunlich ruhigen Parkbereich übernachteten, hatten wir fast 370 km abgespult. 😮

Nach einer ausgiebigen, heißen Dusche am Morgen an der blitzblanken Autobahnraststätte fuhren wir in die nahegelegene Stadt „La Serena“. Dort steuerten wir im Industriegebiet zuerst einen großen Gasgroßhändler an wo wir auf Lukas und Nathalie aus Köln trafen (@lukimog). Die beiden reisen mit Baby und Kleinkind in ihrem Unimog durch Südamerika und waren ebenfalls auf der Suche nach einer frischen Gasfüllung. Nach dem uns dort leider nicht geholfen werden konnte fuhren wir weiter zum nächsten Händler. Jedoch schüttelte man auch dort nur den Kopf als man unsere deutsche Gasflasche und die Adapter sah. 😕 Just in dem Moment fuhr Lukas auf den Hof um an der dazugehörigen Autogastankstelle seinen Tank zu füllen. Als wir ihm erzählten, dass man uns auch hier nicht helfen konnte meinte er kurzerhand: „Was für ein Quatsch! Gib mal her, ich mach das…“. Er schnappte sich unsere Gasflasche, schraubte den Adapter auf und nach dem die leckende Dichtung getauscht war konnte er tatsächlich an der Gaszapfsäule unsere Flasche füllen. 🤩 Somit hatten wir nun wieder Wasser UND Gas an Bord. Wenn der PC-Händler in der Stadt nun auch noch ein neues Gimbel für uns bereithalten würde wäre der Tag perfekt. Allerdings hatte dieser am Karsamstag, wie die meisten anderen Läden in der Stadt, geschlossen. Wir schlenderten noch über die große „Plaza de Armas“ und besuchten den netten, weitläufigen japanischen Garten in dem es auch ein paar Bonsai Bäume zu sehen gab. Auf dem Parkplatz entdeckten wir dann noch zwei große „MAN“ Expeditionsmobile aus Belgien. Diese waren uns zuvor schon einmal in Ushuaia begegnet. Wir unterhielten uns noch kurz mit einem der beiden älteren Ehepaare. Sie empfahlen uns einen Stellplatz in den Weinbergen von „Vicuna“. Das Weingut bietet wohl nicht nur Wohnmobilstellplätze und Ferienwohnungen an, sondern auch nächtliche Sterntouren unter freiem Himmel im eigenen Observatorium. Da Familie „Lukimog“ ebenfalls dort übernachten würde schlossen wir uns ihnen kurzerhand an wenngleich die Übernachtung mit 7.000 Pesos pro Kopf nicht ganz günstig war. Dafür gab es nicht nur Duschen und Toiletten, sondern sogar einen Pool und Sitzgelegenheiten im Außenbereich mit Grillecke. Wir verbrachten gemeinsam mit den Vieren einen sehr gemütlichen Abend und freuten uns über die nette Unterhaltung bei einem Gläschen Wein. 🙂





Am Ostersonntag verweilten wir gemeinsam auf dem wunderschönen Gelände des Weinguts. Für den Abend hatten wir alle die Astro-Tour vor Ort gebucht weswegen ich direkt nach dem Frühstück schon einmal den Mürbeteig sowie die Gemüsefüllung für die Quiche am Abend zubereitete. Am Nachmittag schlenderten wir zu Fuß ins kleine Ortszentrum um uns auf der „Plaza de Armas“ umzusehen. Wir hatten uns gerade in die Schlange vor der hiesigen Eisdiele eingereiht als plötzlich Florian und Barbara mit ihren Kindern in ihrer ausrangierten „IVECO“ Feuerwehr vorfuhren. Was für ein Zufall! Die Familie (alias @Vier im4x4) kennen wir seit Ushuaia und sie schlossen sich kurzerhand uns an. Auch eine Reisebekanntschaft von Lukas gesellte sich dazu so dass der kleine Campingplatz am Abend fest in Deutscher Hand war. 😂 Sowohl Florian mit Familie als auch Raul und Chantal mit Töchterchen Noeli buchten sich spontan noch in die Astronomie Führung am Abend ein. Nach dem wir unsere sehr leckere Quiche aus dem Omnia Backofen genossen hatten ging es gegen 19:30 Uhr mit einer Audiotour los. Während dieser konnten wir u.a. den Geräuschen vom Jupiter und den Explosionen der Sonne lauschen. Nach einem kurzen 3D Film ging es dann ab nach draußen ins Amphitheater zwischen den Weinbergen, wo sich ein 40cm Teleskop befand. Durch dieses konnten wir diverse Sterne, Sternbilder sowie Galaxien beobachten wenngleich ich sagen muss, dass ich mir dies deutlich spektakulärer vorgestellt hatte. 🤨 Nichts desto trotz war es super interessant und dank der kleinen Gruppe blieb allen genug Zeit für das Observieren der viele tausend Lichtjahre entfernten Sterne. 🌟











Am nächsten Tag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Während zwei der Familien mit Kindern entschieden den Tag noch am Pool des Campingplatzes zu verbringen fuhr Familie „Lukimog“ zurück nach „La Serena“. Simon und ich wollten ursprünglich noch weiter ins „Valle del Elqui“ vordringen. Eine Radtour hielten wir auf Grund der Hitze des Tages sowie der Höhenmeter jedoch für unangebracht. Die Besichtigung inklusive Verkostung der lokalen „Pisco“ Destillerien kam auch nicht wirklich in Frage da keiner von uns Hochprozentiges trinkt. Und nur für einen Kunsthandwerkermarkt 50 km hin- und wieder zurückzufahren kam uns irgendwie auch schwachsinnig vor. So entschieden dann auch wir kurzerhand zurück in die Stadt zu fahren wo wir direkt den PC-Laden ansteuerten. Glücklicherweise hatte der Laden an diesem Tag geöffnet und tatsächlich das gesuchte Gimbel vorrätig. 😊 Der Kauf riss zwar ein spürbares Loch in unsere Reisekasse aber immerhin erhielten wir in kürzester Zeit Ersatz für unser Altes. Mit Lukas und Nathalie hatten wir noch vor deren Abfahrt vereinbart, dass wir später zu ihnen stoßen würden sollten sie ein nettes Plätzchen an der Küste finden. Die beiden besitzen nämlich ein aufblasbares Motorboot und Lukas Einladung zu einem Angeltrip auf offenem Meer konnten wir natürlich nicht ausschlagen. 🤗 Wir kauften im Supermarkt noch etwas Gemüse für den Abend ein und trafen uns dann bereits auf der Autobahn wieder. Gemeinsam steuerten wir einen super schönen, abgelegenen Strandabschnitt etwa 50 km nördlich der Stadt an. Bereits während der Anfahrt konnten wir über die schmale, kurvige Straße die Aussicht aufs Meer genießen und bei Ankunft wurden wir von dem Stellplatz nicht enttäuscht. Lukas hatte vom letzten Angelausflug noch Fisch eingefroren welchen er für das gemeinsame Abendessen auftaute. Simon brachte derweil erstmals während unserer Reise den „Dutch Oven“ zum Einsatz. Wir steuerten die Beilage in Form eines Gemüsetopfes bestehend aus Zwiebeln, Karotten, Zucchini sowie Kartoffeln bei und nutzten als Feuerschutz die tolle „Hexagon“ Grillschale von „Fennek“. 🔥 In dieser hätten wir abends auch gerne noch ein Lagerfeuer entzündet aber bereits mit Untergang der Sonne stand fest, dass es hierfür zu kühl sein würde. Deswegen speisten wir zu sechst im größeren Innenraum des Unimogs und ließen uns den frischen Fisch bei einem Gläschen kühlen Weißweins schmecken. 😋









Da es an dem Fleckchen Erde gar so entspannt war und außerdem noch Lukas Boot zum Einsatz gebracht werden wollte verbrachten wir noch zwei weitere Tage an der steinigen Küste. An den Felsen nahe des Ufers gab es zahlreiche „Tausendfüßler-Seesterne“ sowie kleine Schnecken die ähnlich eines Zebras gestreift waren. Super interessant war auch die Jagdtechnik der Vögel welche über dem Meer kreisten. Sobald diese einen Fisch erblickten schossen sie blitzschnell nach unten und klappten währenddessen, ähnlich eines Regenschirms, ihre Flügel ein bevor sie senkrecht ins Meer eintauchten. Während ich den Vögeln zuschaute ließen Lukas und Simon das Motorboot zu Wasser und begaben sich auf Angeltour. Zwei Stunden später kehrten sie tatsächlich mit zwei großen Seehechten zurück. Derweil stießen Benni und Sara (@passionnomad) in ihrem „Toyota 4Runner“ mit Dach-Zelt zu uns welche witzigerweise als Schweizer ebenfalls der deutschen Sprache mächtig waren. Sie waren bereits seit acht Monaten mit ihrem in „Santiago de Chile“ erworbenen Fahrzeug in Südamerika unterwegs und standen nun kurz vor der erneuten Veräußerung des Selbigen. Zuvor hatten die beiden eine spannende Fahrradreise unternommen von der Schweiz über den Balkan und die Türkei bis in den Iran. 😮 So kam es, dass wir uns nach Einbruch der Dunkelheit mit sechs Erwachsenen, einem Kleinkind sowie einem Baby in Lukas Unimog zusammenfanden. Es gab fangfrischen, im Ofen gegarten Fisch zu dem wir die Beilagen in Form von Salat und Kartoffelgratin beisteuerten. Und als alle eigentlich schon längst satt waren tischte Lukas dann noch das frisch zubereitete, sehr leckere Sushi auf. 🍣 Während wir aßen trudelten überraschenderweise auch noch Raul und Chantal mit Töchterchen Noeli ein. 😀







So kam es, dass wir den Donnerstag in großer Runde gemeinsam verbrachten. Während die zwei Mädchen miteinander spielten fuhren die Männer erneut mit dem Boot zum Angeln raus. Diesmal kehrten sie jedoch ohne Fang zurück wobei nach zwei Tagen Fisch hintereinander keiner wirklich traurig darüber war. 😅 Ich lief derweil mit unserer Mülltüte die Küste entlang bis in den gegenüberliegenden, kleinen Ort. Dieser schien nicht nur ziemlich heruntergekommen, sondern auch fast ausgestorben zu sein und eine Mülltonne war weit und breit nicht zu entdecken. 😯 Ich war schon fast im Begriff unseren Müll wieder mit zurück zu nehmen als ich plötzlich doch noch einen Mann hinter seinem Gartenzaun ausmachen konnte. Dieser nahm mir freundlicherweise die Tüte ab da der einzige Müllcontainer verrostet und nicht dicht zu sein schien. Kein Wunder lag überall am Strand Unrat herum… 😕 Er erklärte mir dann auch, dass hier außer einer Hand voll Fischer keiner Leben würde und sich lediglich im Sommer ein paar Erholungssuchende hierher verirren würden. Am Nachmittag nahm Lukas dann noch mich und die zwei Mädchen mit auf eine Spritztour hinüber zur Vogelinsel. Wir bretterten über den ruhigen Ozean in Windeseile bis zu dem großen, von Vogelkot überzogenen Felsen auf dem Pelikane und Kormorane, aber auch ein paar Magellan-Pinguine lebten. 🐧 Auf dem Rückweg fuhren wir noch an den bunten Fischerbötchen vorbei bevor wir wieder bei den Vans anlandeten. Da wir mit acht Erwachsenen und zwei Kleinkindern definitiv nicht mehr im Unimog zusammensitzen konnten verlegten wir das Abendessen nach draußen. Wir reihten drei Campingtische aneinander und bildeten so eine lange Tafel vor der schönen Meereskulisse. Simon entzündete derweil ein Feuer auf dem wir später Würstchen und Schweinebauch grillten. 🔥 Jeder steuerte eine Beilage bei so dass wir im Dunkeln ein wahres Festmahl auf unserer langen Tafel stehen hatten. 😋 Nach dem Essen versammelten wir uns mit den Campingstühlen ums wärmende Lagerfeuer, wo wir noch das ein oder andere Gläschen Wein leerten während wir uns über unsere Reiseerlebnisse austauschten. 🍷 In der Nacht wurden wir dann kurz von Muscheltauchern aus dem Schlaf gerissen, die etwa eine Stunde lang im Schein ihrer Taschenlampen unter Wasser nach den Leckerbissen suchten.

Am nächsten Morgen war dann mal wieder großes Abschiednehmen angesagt bevor jeder wieder alleine seiner Wege ging. Wir verließen die Küste als letztes und fuhren über die Sandpiste zurück bis auf die Autobahn. Von dort aus waren es etwa 150 km bis zur nächst größeren Stadt wo wir uns im „Tottus“ Supermarkt mit frischen Lebensmitteln eindeckten. Nicht ganz unerwartet trafen wir dort auch noch einmal kurz auf Raul und Chantal. 😆 Während sie jedoch weiter über die „Ruta 5“ fuhren bogen wir auf die Küstenstraße ab an der sich zahlreiche, einsame und wunderschöne Stellplätze aneinanderreihen. Wir suchten uns ein hübsches Fleckchen auf steinigem Untergrund, schauten der Nachmittagssonne langsam beim Untergehen zu und verbrachten eine ruhige Nacht beim Klang der Wellen. 🌊



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