NEW BLOG POST 🇦🇷 🇨🇱 (25. – 31.01.2023) Von El Chaltén zu den Marmorhöhlen in Chile

Am Dienstag verließen wir „El Chaltén“ nach sechs schönen Tagen wieder. Zuvor begaben wir uns dort noch auf die Suche nach zwei Handwerkerläden in der Hoffnung, dort eventuell das gesuchte Silikon für Dachluken-Reparatur Nummer zwei zu finden. Jedoch hatte der eine Laden gerade wegen Urlaub geschlossen und der andere war gar nicht erst auffindbar bzw. vermutlich dauerhaft geschlossen. 🤷‍♀️ Wir werden es, bei nächster Gelegenheit, einfach mit den zwei bereits vorhandenen Kartuschen versuchen. Bei der vorderen Dachluke hatte es schließlich auch gereicht. Vor Abfahrt kehrten wir noch in einem kleinen Café ein auf der Suche nach halbwegs tauglichem Internet. Aber wie schon zuvor bei anderen Örtlichkeiten in „El Chaltén“ war auch dieses mehr schlecht als recht. Es reichte mit Mühe und Not aus, um den fertiggestellten Blogbeitrag hochzuladen. 🙄 Danach strichen wir endgültig die Segel und begaben uns auf die erste Etappe der insgesamt rund 700 Kilometer langen Reise an die chilenische Grenze bei „Chile Chico“. Die gesamte Strecke führt über die Ruta N40 und bereits auf den ersten 300 Kilometern lag ein ungeteertes Teilstück mit einer Länge von ca. 70-80 Kilometern vor uns. So waren wir froh, als wir am Abend gegen 20 Uhr an unserem Tagesziel angelangten. Wie so oft auf der Durchreise übernachteten wir mal wieder, in guter Gesellschaft zahlreicher anderer Overlander, an einer Tankstelle in dem kleinen Nest „Gobernador Gregores“.

Adiós El Chaltén

Von dort aus ging es am Folgetag weiter über die Ruta N40. Diesmal war die Straße, bis auf einige wenige kurze Unterbrechungen, auch durchweg asphaltiert und selbst die Schlaglöcher hielten sich in Grenzen. 👍 Nach etwa der Hälfte der Strecke stoppten wir in einem kleinen Kaff im Niemandsland für eine kurze Kaffeepause. Auf der Weiterfahrt zum Tagesziel „Perito Moreno“ (nicht der Gletscher, sondern ein gleichnamiger Ort) begegneten wir seit Ewigkeiten mal wieder David und Miriam aus Luxemburg. Leider nur im Vorbeifahren. 😕 Die zweite Etappe an diesem Tag von ca. 170 km verging erstaunlicherweise wie im Flug. Wir durchquerten dabei noch ein Stück vom „Parque Nacional Patagonia“ und bewunderten die in verschiedensten Rottönen schimmernden Berge und Hügel aus dem Auto heraus. Am frühen Abend kamen wir in der Kleinstadt „Perito Moreno“ an. Da sich die hiesige „YPF“ gerade im Umbau befand nächtigten wir, ausnahmsweise, bei der Konkurrenz „Axion“. 😂 Wir suchten uns auf dem geteerten Parkplatz eine ebene Parklücke und erhielten kurz darauf sogar noch nette Gesellschaft von anderen Deutschen. Das Pärchen aus Düsseldorf ist samt ihrer kleinen Tochter seit Ende Dezember letzten Jahres mit ihrem VW T4 in Südamerika unterwegs. Wäre schön, wenn wir uns während ihrer Eineinhalbjährigen Reise noch einmal wieder treffen würden.

Am Donnerstagmorgen packte ich die Gelegenheit beim Schopfe und genoss nach dem Aufstehen eine heiße Dusche an der „Axion“ Tankstelle, an welcher wir eine relativ ruhige Nacht verbracht hatten. Ich hatte schon seit längerem nicht mehr morgens direkt nach dem Aufstehen geduscht. Was für eine Wohltat das doch ist! 😍 Danach gab es erst einmal heißen Kaffee aus unserer tollen French Press bevor wir an Ort und Stelle den Van volltankten. Weiter ging es zum „La Anonima“ Supermarkt am Ortsausgang um vor dem nahenden Grenzübertritt noch einmal Vorräte an trockenen Lebensmitteln einzukaufen. Den Nachmittag verbrachten wir auf einem herrlich gelegenen Buschcamp direkt am riesigen „Lago Buenos Aires“. Der Wind peitschte richtig große Wellen auf weswegen der Spaziergang am Ufer sehr kurz ausfiel. Stattdessen genossen wir den Seeblick vom Van aus. So blieb erneut Zeit für die Arbeit an den Laptops und die Blueberry Pancakes füllten unsere Energiereserven wieder auf. ☕🥞

Am Lago Buenos Aires
Blueberry Pancakes 🥞

Wir verbrachten, tatsächlich vollkommen windgeschützt dank eines großen Busches, eine ruhige Nacht am „Lago Buenos Aires“. Von dort aus ging es am Morgen in den ca. 30 km entfernt liegenden Grenzort „Los Antiguos“. Hierbei handelt es sich um ein nettes, kleines und sonnenverwöhntes Örtchen in dem viel Obst gedeiht. Deswegen trägt es auch den Beinamen „Capital Nacional de la Cereza“ was so viel bedeutet wie „Landeshauptstadt der Kirsche“. Wobei hier nicht nur Kirschen wachsen sondern auch Äpfel, Birnen und Aprikosen. An der kleinen Tankstelle hatten wir recht guten Internetempfang und glücklicherweise gab es hier auch einen zu unseren Adaptern passenden Wasserhahn. So konnten wir unseren zwischenzeitlich fast ganz leeren 120 Liter Wassertank wieder auffüllen. 👍 Vom Ortskern aus war es nur noch ein Katzensprung zur argentinischen Grenze. In null Komma nichts hatten wir „ausgecheckt“ und konnten weiter an die rund 6 km entfernt liegende chilenische Grenze fahren. Auch dort war nicht viel los und die Beamten wussten genau was zu tun war. Eine nette, junge Zöllnerin inspizierte kurz darauf noch flüchtig unseren Van. Diesmal hatten wir nur noch einen Rest Knoblauch auszuhändigen. Die Beamtin war von unserem Inneren total begeistert und schoss sogar noch ein paar Erinnerungsfotos davon. 😂 In „Chile Chico“ angelangt steuerten wir zuerst einen der beiden kleinen Supermärkte an um frische Lebensmittel wie etwa Obst, Gemüse oder Eier einzukaufen. Danach machten wir einen kleinen Rundgang durch die überschaubare Ortsmitte mit ihren kleinen Häuschen sowie entlang der Uferpromenade. Ab hier erwartete uns dann neuerdings Schotterpiste. Wir stoppten an der „Laguna Verde“ und genossen während unserer Kaffeepause den schönen Ausblick. Weiter ging es, immer entlang des über 130 km langen Sees, bis nach „Puerto Guadal“ – der „Perle am See“. Und auch dieser Beiname trifft den Nagel auf den Kopf. Von unserem gewählten Übernachtungsspot aus hatten wir einen herrlichen Blick auf das unglaublich klare sowie türkisfarbene Wasser des „Lago General Carrera“ (so heißt der „Lago Buenos Aires“ auf chilenischer Seite). Auch die umliegenden, zum Teil kahlen, zum Teil grünen Berge waren wirklich malerisch und der kleine Leuchtturm auf dem Hügel bildete das I-Tüpfelchen des Panoramas. 🤩

Los Antiguos – Die Kirschen Hauptstadt 🍒
Tolle Holzkunstwerke gab‘s hier auch 🤣
Der Bart passt auf jeden Fall zur Harley 😜
Blick auf Chile Chico
Pause an der Laguna Verde
Puerto Guadal – Die Perle am See
Kleiner Leuchtturm

Am Samstag ging es weiter über die gefühlt endlose, zum Teil mit Schlaglöchern (die hier übrigens mit Pflastersteinen ausgebessert werden) übersäte Schotterpiste. Am Westufer des „Lago General Carrera“ angelangt bogen wir dann erstmals auf die chilenische Traumstraße, die „Carretera Austral“ ein. Diese führt rund 1.200 km vom südlichsten Teil Patagoniens bis nach „Puerto Montt“ in der Region „Los Lagos“. Wir fuhren weiterhin am See entlang und ich glaube tatsächlich, dass einige Gewässer hier so groß sind wie manche Kleinstaaten (z.B. Luxemburg oder die Schweiz) in Europa. 😅 Seit dem Grenzübertritt hat sich die Vegetation übrigens völlig verändert. Es ist richtig schön grün und endlich gibt es auch wieder andere Bäume als die immergleichen Ulmen. Zum Teil wirkt die Landschaft hier sogar recht europäisch. Die Berge sind oftmals bis zur deutlich sichtbaren Baumgrenze begrünt und hier wachsen z.B. Pappeln, Kiefern, Fichten aber auch zahlreiche wilde Hagebuttensträucher. Während der Fahrt hatten wir häufig eine tolle Sicht hinunter auf den See mit seinem surreal türkisfarbenem Gletscherwasser. Kurz vor dem Ort „Puerto Río Tranquilo“ bogen wir von der „Carretera Austral“ ab auf einen kleinen Seitenweg, welcher hinab zum „Puerto Marmol“ führen sollte. Dort wollten wir uns nach den Preisen für die Boots- und Kajak-Touren zu den nahegelegenen Marmorhöhlen erkundigen. Wir realisierten beide bereits nach wenigen Metern, dass der Weg für unseren Van auf Grund des losen Untergrunds und des extremen Gefälles nicht geeignet schien. Bereits nach wenigen Sekunden stoppten wir und fuhren soweit es ging rückwärts bis zu einer breiteren Stelle an der wir wenden konnten. Von dort aus versuchten wir es das letzte, kleine Stück hinauf bis zurück auf die Straße. Aber keine Chance! 😨 Bei unserem frontgetriebenen, schweren Fahrzeug drehten kurz vor Ende der Steigung die Räder durch. Und leider verlor Simon ausnahmsweise die Nerven und rutschte beim erneuten Anlaufversuch schräg den Hang hinunter. So landete unser Bussi im Graben und stand zu allem Übel jetzt auch noch quer auf dem schmalen Weg. So blockierten wir diesen für von unten hinaufkommende 4×4 Fahrzeuge, die uns eventuell hätten helfen können. 🙈 Also versuchten wir nun mit reduziertem Luftdruck (1 Bar) sowie den beiden Sandpanelen herauszukommen aber es war schlicht unmöglich. Hilfe nahte in Form eines netten Argentiniers, der mit seiner Familie in einem Allrad-Pick Up auf Urlaubsreise war. Er bot sofort an zu versuchen, uns mittels Abschleppseil den steilen Hang hinaufzuziehen. Gesagt, getan! Nach dem wir unser Abschleppseil unter dem Fahrersitz hervorgekramt hatten startete Teil eins der Rettungsaktion. Es stellte sich leider ziemlich schnell heraus, dass sein Fahrzeug entweder zu leicht war oder zu wenig Power hatte. Auf jeden Fall schaffte er es nicht, unseren Bus herauszuziehen und stand bald darauf ebenfalls mit drehenden Reifen da. 😱 Hinter uns warteten mittlerweile zwei weitere Fahrzeuge, darunter ebenfalls ein 4×4 Pick Up nur dass dieser über keine Abschleppvorrichtung verfügte. Dennoch bot der Fahrer seine Hilfe an nach dem wir dank eines weiteren Versuchs des Argentiniers den Van zumindest wieder gerade auf dem Weg stehen hatten. Der Mann probierte nun an Simons Stelle mit Schwung den Hang hinaufzufahren aber leider kam auch er nicht weiter. 😕 So ließen wir die Helfer von dannen ziehen welche uns aber versprachen, im nahegelegenen Ort Rettung zu suchen. Ich stellte mich eine Weile oben an die Straße um nach eventuell vorbeifahrenden Trucks Ausschau zu halten, leider vergebens. Also warteten wir unten am festsitzenden Bus als spontan weitere Hilfe nahte. Zwei Chilenen in einem Toyota 4Runner erkannten schnell unser Malheur und waren sich, im Gegensatz zu uns, ziemlich sicher uns mit ihrem Fahrzeug hinaufziehen zu können. Sie koppelten ihren Anhänger ab, befestigten ihr starkes Abschleppseil an unserem Van und zogen uns tatsächlich in Null Komma nichts den Hang hinauf! Als wäre das ÜBERHAUPT kein Problem. 😮 Erleichtert bedankten wir uns bei den beiden die übrigens, wie auch schon zuvor der Argentinier, sehr gut Englisch sprachen was das Ganze extrem erleichtert hatte. So ging es für uns gegen 17 Uhr dann doch noch weiter ins nur 6 km entfernt liegende Örtchen „Río Puerto Tranquilo“, von wo aus uns wohl keiner mehr zu Hilfe gekommen wäre… Dort angelangt reservierten wir für 08:00 Uhr am folgenden Morgen für 15.000 Pesos p.P. (= 17 €) eine Bootstour zu den Marmorhöhlen und verbrachten die Nacht auf dem hiesigen Parkplatz am See.

Auf der Carretera Austral angelangt 😀
Panorama Lago General Carrera
Festgefahren 😨
Es war einfach zu steil und sandig 🙈
Simon am Ende 😩

Als am Sonntagmorgen um 06:50 Uhr mein Wecker klingelte verhieß der Blick aus dem Fenster leider nichts Gutes. 😯 Am Himmel und über den Bergen hingen dicke, dunkle Wolken und die Sonne war kaum zu sehen. Keine guten Voraussetzungen für die geplante Bootstour. Die Marmorhöhlen sehen wohl nur bei Sonnenschein richtig schön aus. Nämlich dann, wenn Licht und Wasser auf dem hellen Gestein reflektieren. Wir beobachteten das Wetter während wir unseren Kaffee tranken und entschieden dann kurz vor 8 Uhr die Tour zu canceln bzw. auf Dienstag zu verschieben. Glücklicherweise hatten wir keine Anzahlung geleistet da wir mit Kreditkarte bezahlen wollten und so war dies auch problemlos möglich. Hoffen wir, dass der Wetterbericht stimmt und uns am Dienstag strahlender Sonnenschein vergönnt sein möge. So nutzte ich den Tag Pause um weiter an meinen Spanischkenntnissen zu arbeiten und lernte fleißig Vokabeln. 😄 Der kleine Spaziergang durchs Dorf war recht schnell erledigt da der Ort aus gerade einmal 16 Quadraten besteht. Außer ein paar Restaurants an der Hauptstraße, einer Tankstelle sowie ein paar Mini-Märkten und einer Plaza gab es nicht viel zu sehen. Deswegen nutzten wir die Zeit am Nachmittag um im Van noch zwei Info-Videos abzudrehen. Diese werden in einer separaten Playlist, außerhalb unserer normalen Reiseberichte, erscheinen. Übrigens fanden wir, leider erst im Nachgang, heraus dass in der „iOverlander App“ bereits eine Warnung für den Weg existierte auf welchem wir uns festgefahren hatten. Wie viele Autos hier wohl schon stecken geblieben sind?! 🙈🙊🐵 Auch die dort angebotenen Bootstouren sind, nebenbei bemerkt, nicht günstiger als die in „Puerto Río Tranquilo“ so dass sich der Abstecher keinesfalls lohnt.

Holzkirche in Puerto Río Tranquilo
Kleine aber feine Plaza
Hummelchen 🐝

Am Montag herrschte gegen später am Morgen ein heiterer Sonne-Wolken-Mix. Da es für eine Bootstour bereits zu spät und die Wettervorhersage für den kommenden Tag noch besser war nutzte ich die Zeit nach dem Frühstück zum Schoko-Kuchen backen. 🍰 Und da wir nun schon tatsächlich volle sechs Monate reisen überschlug ich (hier kommt der BWLer in mir durch 🤣) noch unsere Reisekosten. Erfreuliches Fazit: Bis dato kommen wir, sicherlich auch Dank des günstigen Argentiniens, mit 34 € pro Tag für uns beide (inklusiver aller Kosten) über die Runden. 👍 Am frühen Nachmittag unternahmen wir noch eine kleine Wanderung zum „Mirador de la Roca Negra“ welcher sich auf einem der Berge oberhalb des Ortes befindet. Wir fanden den richtigen Trampelpfad allerdings erst beim zweiten Anlauf da wir zuvor wohl falsch abgebogen waren. Oben angelangt hatten wir eine tolle Sicht auf den See, die umliegenden Berge und natürlich das kleine Dörfchen. Auch der „Río Tranquilo“ mit seinen zahlreichen Kaskaden konnte sich sehen lassen und war mitunter gar nicht so „tranquilo“ (= ruhig) wie sein Name vielleicht vermuten lässt. Auf dem Rückweg kauften wir in einem der Mini-Märkte noch für schlappe acht Euro zwei Hände voll Obst und Gemüse sowie sechs Eier. 😬 Zurück am Van gabs die verdiente Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen, bevor wir es uns mit unserer Decke am Seeufer gemütlich machten.

Aussicht vom Mirador de la Roca Negra
Relaxen am See mit Bergblick 🏔

Als am Dienstag erneut um 06:50 Uhr der Wecker klingelte war schnell klar, dass der Wettergott uns mehr als gnädig war. Weit und breit war keine Wolke zu sehen und die Sonne war gerade im Begriff über die Berge zu steigen. Kurz nach 8 Uhr startete unsere eineinhalbstündige Bootstour zu den nahegelegenen Marmorhöhlen. Das kleine Boot steuerte zuerst in einige der Höhlen hinein, fuhr dann an diversen Steinformationen wie beispielsweise dem Hund, der Schildkröte oder dem wassertrinkenden Elefanten vorbei bis zur „Kathedrale“ und schlussendlich der „Kapelle“. Bei den letzten beiden Gebilden handelt es sich jeweils um zwei im Wasser freistehende Felsen wobei wir uns unweigerlich ein klein wenig an den „James Bond“ Felsen in Thailand erinnert fühlten. Der Ausflug war kurzweilig und das klare Wasser erleuchtete die Marmorhöhlen tatsächlich ein wenig. Kann man bei gutem Wetter also getrost machen. 👍 Zurück im Van gabs erst einmal Frühstück bevor wir uns auf den Weg in das ca. 120 km entfernt liegende „Villa Cerro Castillo“ machten. Die „Carretera“ führte uns durch Bilderbuchpanoramen welche durchaus auch in der Schweiz oder Österreich hätten liegen können. Nach etwa der Hälfte der Strecke wich die Schotterpiste endlich Asphalt und wir können nur immer wieder unseren Hut vor den vielen Fahrradreisenden ziehen. An unserem Ziel angelangt, dem immerhin 12 Quadrate umfassenden Örtchen „Villa Cerro Castillo“, hatten wir uns schnell umgeschaut. Wobei das Dorf wirklich sehr malerisch vor dem pittoresken, namensgebenden Berggipfel liegt welcher tatsächlich an eine Burg erinnert. Chile erstreckt sich übrigens über eine Länge von unglaublichen 4.300 km was de facto der Länge von ganz Europa (von Norwegen bis in den Süden Spaniens) entspricht. 😯 Wenngleich das Land im Schnitt nur etwa 200 km breit ist und im Westen von den mächtigen Anden begrenzt wird. Von den etwa 18 Mio. Einwohnern Chiles lebt rund ein Drittel in der Landeshauptstadt Santiago. Bleiben also noch knapp 12 Mio. Menschen für diese wahnsinnige Distanz übrig. Worauf ich eigentlich hinaus will: Viel größere Städte und Orte werden uns in Chile wohl eher selten begegnen. Etwas außerhalb des Ortes fanden wir noch einen netten, kurzen Spazierweg hin zu Felsmalereien. Die roten Handabdrücke an den Felswänden sollen zwischen 1.000 und 3.000 Jahren alt sein. Ob das stimmt können wir natürlich nicht beurteilen aber sie waren auf jeden Fall deutlich zu erkennen. Noch dazu war der Zugang, im Gegensatz zu den Pendants auf argentinischer Seite bei „Perito Moreno“ am „Lago Buenos Aires“, kostenfrei. 😜 Am danebenliegenden, derzeit wohl geschlossenen Schulmuseum oberhalb des Flusses „Río Ibanez“ schlugen wir unser Nachtquartier auf nach dem der einzige hier lebende, freundliche Farmer sein ok gegeben hatte. Ich nutzte die Abgeschiedenheit noch für eine Dusche im Van und entdeckte dabei leider einen Riss in unserer Kunststoffduschwanne. So langsam aber sicher macht sich die Dauerbelastung wohl doch bemerkbar. 😪 Zum Glück hatte Simon, in weiser Voraussicht, den kompletten Boden unter der Dusche gut abgedichtet. So flickten wir den Riss auf die Schnelle nur mit Panzertape und konnten danach beide noch duschen gehen.

Perfektes Wetter für die Bootstour
Erkennt ihr den Hundekopf? 😉
Richtig tolle Farben
Die „Kathedrale“
Und die kleinere „Kapelle“
Auf dem Weg nach Villa Cerro Castillo
Selten so eine fotogene Katze gesehen 😅
Der Berggipfel links ist „die Burg“
1.000 bis 3.000 Jahre alte Handabdrücke
Aussicht auf Fluss und Berge ⛰
Übernachtung am Schulmuseum

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.


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