NEW BLOG POST 🇦🇷 (11.01. – 18.01.2023) El Calafate & Nationalpark Los Glaciares

Am Mittwochmorgen verabschiedeten wir uns vom „Torres del Paine“ Nationalpark, nach dem wir eine sehr ruhige und windstille Nacht am Aussichtspunkt des „Lago Sarmiento“ verbracht hatten. Von dort aus ging es über die Schotterpiste zurück bis zum Grenzübergang nach Argentinien bei „Cerro Castillo“. Dort angekommen war es erfreulicherweise super leer und so konnten wir dem Grenzbeamten direkt unsere Dokumente vorlegen. Die Ausreise aus Chile ging entsprechend fix aber auch die Einreise nach Argentinien dauerte kaum länger. Und zum Glück sind die Argentinier nicht so strikt wie die Chilenen und verzichten auf sämtliche Lebensmittelkontrollen (zumindest an den Außengrenzen). 🙏 Von dort aus ging es noch knapp 130 Kilometer weiter bis zur ersten größeren Tankstelle auf argentinischer Seite. Wir haben unsere erste Etappe in Chile tatsächlich ohne Tankstopp gemeistert und dürfen uns nun wieder über Dieselpreise von etwa 0,75 €/Liter freuen. 😀 Das WLAN an der Tankstelle war ebenfalls richtig gut und wir freuten uns darüber, mal wieder mit den Lieben zu Hause telefonieren zu können. Und nach vier Tagen offline hatten wir auch allerhand im Netz zu tun. 😅 Außerdem gab es dort sehr leckere, hausgemachte Empanadas für nicht mal 1 Euro das Stück. Bis wir mit allem fertig waren standen die Uhrzeiger bereits auf kurz vor 18 Uhr und so entschieden wir nicht mehr weiterzufahren, sondern die Nacht stattdessen hier zu verbringen. Da wir fürs Frühstück am nächsten Tag jedoch weder Toastbrot noch Obst hatten und es hier außer der Tankstelle und ein paar Häusern auch keine Einkaufsmöglichkeiten gab setzte ich kurzerhand noch einen Brotteig an. Das Vollkornmehl ging fantastisch auf und somit war das Frühstück für den kommenden Tag gesichert. 👍

Sonnenuntergang am Lago Sarmiento
Wieder in Argentinien 😀
Home Made 😋

Von der Tankstelle irgendwo im nirgendwo aus waren es noch ca. 160 km bis zu unserem nächsten größeren Ziel „El Calafate“. Dort gelangten wir am frühen Vormittag an und ließen uns an der angesteuerten, super schönen „YPF“ Tankstelle erst einmal unser leckeres Vollkornbrot schmecken. Zuvor hatten wir, quasi als Wegzehrung, noch je eine der leckeren Empanadas geschnappt. 😋 Die Raststätte der verfügte außerdem über gutes WLAN sowie einen modernen, weitläufigen Restaurantbereich. Aber was noch viel wichtiger war: Es gab dort heiße, saubere Duschen die wir für 1,50 € pro Kopf für immerhin 5 Minuten nutzen konnten. Es ist jedes Mal wieder ein herrliches Gefühl frisch gewaschene Haare zu haben. 😅 Danach ging es ab in den großen „La Anónima“ Supermarkt im Ort um unsere Vorräte nach dem Grenzübertritt wieder aufzufüllen. Außerdem klapperten wir noch diverse Wäscherein ab um die Preise zu vergleichen. Hier machte sich deutlich bemerkbar, dass wir uns in einem richtigen Touri-Ort befanden. Die günstigste Wäscherei verlangte 1,50 € pro Kilo aber nutzt ja nix – ich brauchte dringend frische Unterhosen. 🤣 Bis wir wieder an der Tankstelle ankamen, wo wir übrigens unseren fast leeren Dieseltank wieder auffüllten, war es bereits 20 Uhr und so kam uns die Burger Promo sehr gelegen. Pro Tankbeleg erhielt man 50% Rabatt auf ein Hamburger-Menü inklusiver wirklich großer Portion Pommes und 500 ml Softgetränk. Und da wir ja schlau sind, tankten wir zweimal halbvoll und so bezahlte jeder von uns gerade einmal schlappe zwei Euro für ein tatsächlich schmackhaftes, großes und sättigendes Abendessen. 😛

In El Calafate angekommen
Lago Argentino

Am Freitag wurden wir kurz nach Sonnenaufgang mal wieder von stürmischen patagonischen Winden wachgerüttelt. Ich schätze, dass es so gegen ca. 5 Uhr am Morgen war und wirklich eingeschlafen bin ich danach leider nicht mehr. 😣 Nach dem wir gemütlich gefrühstückt hatten fuhren wir die paar Kilometer bis hinunter in die Stadt wo wir unseren Van am Seitenstreifen parkten. Von dort aus war es fußläufig nicht mehr weit ins Zentrum und wir konnten in aller Ruhe die lange, wenngleich auch sehr touristische Hauptstraße entlang schlendern. Wobei man wirklich sagen muss, dass alles sehr schick angelegt ist nur ist es eben etwas seelenlos. Dafür gibt es allerlei gut aussehende Restaurants und in einer Eisdiele gönnten wir uns auch mal wieder 250ml Eis. Wir entschieden uns für patagonische Halbbitterschokolade, Tiramisu und Calafate-Beere und alle drei Sorten waren super geschmacksintensiv und wirklich sehr lecker. 😋 Abseits dieser Meile herrschte dann aber direkt wieder tote Hose. Wir schauten noch beim örtlichen Kino vorbei um zu prüfen, ob wir dort eventuell „Avatar 2“ anschauen könnten aber allem Anschein nach war der Film schon wieder ausgelistet worden. 🤷‍♀️ Wir liefen zurück zum Auto um damit bis hinunter ans Ufer vom „Lago Argentino“ zu fahren. Hierbei handelt es sich um den größten See des Landes und ich kann das wahnsinnig türkisfarbene Wasser tatsächlich nur schwer beschreiben. Auch auf Fotos oder Videos kommt die Farbe vermutlich nicht so surreal blau rüber wie sie in Wahrheit ist. Das liegt abermals an Gletscherwasser denn der See wird von weit mehr als 10 Gletscherzungen, u.a. auch dem sehr bekannten „Perito Moreno“, gespeist. Und im seichten Wasser nahe der Uferzone standen zahlreiche Flamingos im Wasser. 😍 Hier unten am See pfiff der Wind erneut recht ordentlich so dass wir nur noch einen kurzen Spaziergang entlang des Ufers und durch die Sanddünen wagten. Wir hatten gehofft die Nacht eventuell hier verbringen zu können, mit Blick auf den See und die Berge. Aber bei dem Wind hatten wir wenig Hoffnung auf einen ruhigen Schlaf und so kehrten wir kurzerhand wieder zur „YPF“ Tankstelle zurück. Ein Teil des hinteren Parkplatzes dort war sogar extra für Camper angelegt worden, inkl. Strom- und Wasseranschluss und alles völlig kostenfrei. Wirklich ein unglaublich toller Service. Entsprechend voll wurde es auf dem Parkplatz dann auch je weiter die Uhrzeiger vorrückten. 😅 Wir zwei hatten einen schönen, geselligen Abend während wir gemeinsam Kartoffelgratin mit Putenfilet und Erbsen zubereiteten und diesmal auch eine windstille Nacht.

Blick auf die Schneeberge 🥰
Flamingos 🦩

Am folgenden Morgen holten wir zuerst in der Wäscherei „Laundry Club“ unsere Wäsche ab. Mit 17 € war dies unsere bis dato teuerste Wäsche. Dafür waren es aber auch immerhin stolze 11 Kilo und wir können wirklich nicht meckern: Die Kleidung war sauber, duftete gut und sogar die Unterwäsche wurde zusammengelegt. 👍 Wir fuhren erneut hinab zum See um dort zu frühstücken. Eigentlich dachten wir, dass wir dort im Anschluss an der „Laguna Nimez“ ein bisschen laufen und dabei einige der zahlreichen Flamingos fotografieren könnten. Aber auch hier zeigte sich erneut, dass „El Calafate“ ein wahrer Touristen-Ort ist. Für den 2,5 km langen Rundweg mit zwei Aussichtsplattformen und ein paar Hinweistafeln werden schlappe 8,50 € pro Person verlangt. 😮 Das ließen wir also schön mal sein und parkten unseren Van stattdessen einige Kilometer weiter am Seeufer etwas außerhalb der Ortschaft. Dort hatten wir aus der Ferne am Tag zuvor Kitesurfer ausgemacht und tatsächlich Befand sich dort der „Club Nautico“ sowie ein Steg hinaus auf den See. Dieser ließ bei Simon natürlich sofort wieder die Hoffnung auf einen guten Angelspot aufkeimen. 😅 Mal sehen, vielleicht kommen wir später noch einmal hierher zurück. Diesmal machten wir nur einen Spaziergang am Wasser entlang, begleitet von einem schon etwas älteren Schäferhund-Mischling. Dieser trabte die ganze Zeit neben oder kurz hinter uns her und drehte sich stets wartend um wenn er mal vor uns war. 🥰 Nach dem wir genug Frischluft getankt hatten ging es weiter zum „Glaciarum“. Hierbei handelt es sich um ein top modernes Museum welches sich der Welt der Gletscher widmet. Wir zahlten pro Person 10 € Eintritt und sind einstimmig der Meinung, dass der Museumsbesuch das Geld wert war. Man bekommt nicht nur die Entstehung der Gletscher veranschaulicht, sondern auch die Unterschiede der jeweiligen Gletscher- und Eisformen erklärt. Außerdem gab es zwei gute Kurzfilme á 10 Minuten auf Spanisch mit Englischem Untertitel so dass wir gute zwei Stunden dort verbrachten. Von dort aus machten wir uns auf den Weg in Richtung „Perito Moreno“ Gletscher. Dieser ist fast 30 km lang und wir sind wirklich super gespannt darauf, den Gletscher kalben und die Eisbrocken in den „Lago Argentino“ stürzen zu sehen. 🤩 Der Nationalpark öffnet seine Pforten morgens um 8 Uhr und schließt abends um 18 Uhr. Campen innerhalb des Parks ist leider untersagt. Deswegen entschieden wir, einfach vor dem Eingang die Nacht zu verbringen um gleich früh morgens vor Ort sein zu können. Andernfalls wären es von „El Calafate“ aus noch rund 50 km zu fahren. Da schlafen wir doch lieber 45 Minuten länger. 😉

Unser neuer Freund 😅
Gletscher Museum in El Calafate
Übernachtung vor den Toren des Nationalparks

Nach einer sehr ruhigen und vor allem windstillen Nacht, sprichwörtlich vor den Toren des Nationalparks „Los Glaciares“, machten wir uns am Morgen meines 39sten Geburtstages auf den Weg zum Gletscher. Am Eingang bezahlten wir die Gebühr von 5.500 Pesos pro Kopf was umgerechnet etwa 18 € entspricht. Von dort aus waren es noch knapp 30 Kilometer Asphaltstraße bis zum oberen und deutlich kleineren Parkplatz direkt vorm Gletscher. Dort angekommen kochten wir zu aller erst Kaffee und frühstückten in aller Ruhe bevor wir uns auf den Rundweg begaben. Dieser startete direkt vom Parkplatz aus und führte über zahlreiche Stege mit diversen Aussichtsplattformen am „Perito Moreno“ Gletscher entlang. Ein bisschen so, wie bei den Iguazuwasserfällen auf der argentinischen Seite nur glücklicherweise mit VIEL weniger Besuchern und noch dazu breiteren Wegen. 👍 Man hatte von fast überall beste Sicht auf den spektakulären Gletscher, welcher in den verschiedensten Weiß- und Blautönen in der Sonne glitzerte. Einmal mehr hatten wir perfektes Wetter erwischt: Es herrschte ein sehr angenehmer Sonne-Wolken Mix und, viel wichtiger, der Wind blieb fast den ganzen Tag über fern. Wir drehten eine erste vollständige Runde, immer entlang am „Lago Argentino“, bis hinunter zum zweiten deutlich größeren Parkplatz mit großem Restaurant. Dort teilten wir uns einen schokoladigen Brownie, tranken Kaffee und ich hatte erstmals Zeit um einen Teil meiner vielen wundervollen Geburtstagsgrüße abzurufen. 💕 Nach der willkommenen Pause ging es den gleichen Weg wieder zurück, vorbei an einigen kleineren und größeren Eisbergen welche auf dem See trieben bis erneut zur Gletscherzunge. Der „Perito Moreno“ ist übrigens einer der wenigen Gletscher die sich im Gleichgewicht befinden. Sprich oben fällt genauso viel Schnee, der später zu Eis wird, wie an der unteren Kante abbricht. Und bis sich die Eismassen von ganz hinten bis nach ganz vorne geschoben haben dauert es sagenhafte 400 Jahre! Obwohl sich der Gletscher mit fast 2 Metern pro Tag voran bewegt. 😳 Nachmittags, nach dem die Sonne das Eis einige Stunden erwärmt hat, brechen deutlich mehr Eisbrocken aus der Vorderkante heraus. Zuerst hört man ein lautes Knacken, wenn sich Teile des Eises lösen gefolgt von einem gewaltigen Donner, selbst wenn nur sehr kleine Stücke in die Tiefe hinab auf den See stürzen. Immerhin ist die gewaltige Eiswand bis zu 70 Meter hoch und etwa 3 km breit. 😮 Müde von der frischen Luft gönnten wir uns am Nachmittag, nach dem wir bereits gute 5 Stunden unterwegs waren und die verschiedensten Ansichten genossen hatten, eine Pause im Van. Ausgeruht und mit neuem Elan machten wir uns eine Stunde später noch einmal auf zum unteren Balkon in der Hoffnung, dass wir doch noch ein großes Stück herausbrechen sehen und unsere Geduld wurde tatsächlich belohnt. 🤩 Genauer seht ihr das dann natürlich noch im folgenden YouTube Video. So war es dann bereits kurz nach 19 Uhr als wir, müde aber glücklich, den Nationalpark wieder verließen und uns auf den Rückweg nach „El Calafate“ machten. Wir hatten beide so rein gar keine Lust mehr, uns jetzt noch für ein Geburtstagsessen im Restaurant schick zu machen weswegen wir kurzerhand entschieden, dies auf den Folgetag zu verschieben. Zumal unsere Bargeldbestände mittlerweile etwas knapp waren und die Wester Union Filiale im Ort bereits seit Donnerstag über keine Mittel mehr verfügte. Hoffentlich bekommen sie am Montag frisches Geld. 🙏 Wieder auf dem weitläufigen Stellplatz der „YPF“ Tankstelle angelangt wärmten wir unsere Reste vom Vortag (Gemüsereis mit Putenstreifen) und schauten noch ein bisschen YouTube bevor uns die Augen zufielen. 😴

Erster Blick auf den Gletscher 😯
Über Stege geht es immer entlang der Gletscherzunge
Unglaublich beeindruckende Eismasse
Mit dem Boot kann man noch näher ran
Der Hammer 🤩

Nach dem wir am Montag ausgeschlafen, das gute Internet an der „YPF“ Tankstelle genutzt und gefrühstückt hatten fuhren wir in den Ort in der Hoffnung, dass der Geldtransporter bereits Geld zur Wester Union Filiale geliefert hatte. Vor der Postfiliale, welche gleichfalls einen Wester Union Schalter betreibt, hatte sich bereits eine ziemlich lange Warteschlange gebildet was wir als gutes Zeichen werteten. 👍 Nach geschlagenen zwei Stunden Wartezeit (kein Witz!) waren dann endlich auch wir an der Reihe und bekamen den Maximalbetrag von 60.000 Pesos (= ca. 170 €) in hauptsächlich 100 Pesos Scheinen ausbezahlt. Dafür hätte man glatt mal wieder einen Geldkoffer benötigen können. 🙈 Und wenn man in Argentinien tatsächlich etwas lernen kann dann ist es Geduld, egal ob vor der Bank oder in der Schlange an der Supermarktkasse. 😅 Wobei die lange Wartezeit, dank einer sehr netten Unterhaltung mit einem pensionierten Schweizer Motorradfahrer, extrem kurzweilig war. Den Nachmittag verbrachten wir bei blauem Himmel und Sonnenschein am See. Simon warf vom Steg aus seine Angel aus (wie immer erfolglos) und konnte von dort aus der mutigen Schaar Kindern zuschauen, welche den Sprung ins eiskalte Wasser (max. 9°C) wagten. 😮 Ich schrieb währenddessen im Van noch eine Weile am Blog bevor ich mich am schwarzen Kiesstrand in die Sonne legte. 😎 Gegen 19 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Restaurant „Asador, Parilla y Resto Merino“, welches sich direkt auf der Hauptstraße in „El Calafate“ befindet, um dort mein Geburtstagsessen nachzuholen. Die Speisekarte klang extrem verlockend und auch das moderne Ambiente hatte uns von außen direkt angesprochen. Wir entschieden uns schlussendlich für das 5-Gang Degustationsmenü. Ich hätte, dem Namen entsprechend, kleinere Häppchen erwartet aber zu unserem Erstaunen bekamen wir bei fast jedem Gang eine ganz normalgroße Portion serviert. 😧 Als Appetizer wurden sehr leckere, lauwarme, hausgemachte Brötchen mit Dipp gereicht. Darauf folgte der erste Gang in Form von einer Scheibe Bruschetta, belegt mit verschiedenen mixed pickles, und dazu je ein kleines Töpfchen mit Guanaco Gulasch. Weiter ging es mit Lachsfilet, serviert auf einem Salzstein, garniert von Tomaten-Relish, verschiedenen Saucen sowie einer für meinen Geschmack etwas zu sauren Lachs-Avocado-Ceviche. Eigentlich wären wir an diesem Punkt schon fast satt gewesen aber erst jetzt wurde der Hauptgang serviert: Es gab verschiedene Teile vom patagonischen Lamm welches zuvor stundenlang und schonend im Ganzen gegrillt wurde. Das Fleisch war geschmacklich top und butterzart aber wir haben beim besten Willen nicht mehr alles geschafft. Der süße Abschluss hingegen passte natürlich noch rein. 😋 Es gab eine Variation aus dreierlei Schokoladen-Panna Cotta. So und jetzt schätz mal einen Preis, inklusive einem Aperol-Spritz und einem Liter Wasser… Sagenhafte dreiundsechzig Euro! Das hätte in einem vergleichbaren Lokal in Deutschland vermutlich das Doppelte gekostet. Und wartende Gäste bekamen sogar einen Aperitif auf kosten des Hauses serviert um ihnen so die Wartezeit auf einen freien Tisch zu versüßen. 👍👍👍

Appetizer 😛
Bruschetta mit mixed pickles
Guanaco Gulasch
Lachs und Ceviche 👍🏻
Patagonisches Lamm 🐑
Dreierlei Schokoladen Panna Cotta 😍
Schon mal mit so einem Geldstapel
im Resto bezahlt? 🤣

Am Folgetag reihten wir uns gegen Mittag neuerdings in die Schlange vor der Postfiliale ein. Wir hatten unsere Bargeldbestände im Kopf noch einmal überschlagen und mit mindestens zweimal Volltanken sowie weiteren Einkäufen im Supermarkt könnten diese echt knapp werden. 😕 Deswegen würden wir diesmal auch beide das Limit von 60k Pesos voll ausschöpfen. Es hieß, ungelogen, erneut wieder zwei Stunden warten weil angeblich das System bis dato nicht funktioniert hätte. Vielleicht machen die Angestellten in der Zeit auch einfach nur Mittagspause?! Man weiß es nicht… Aber auch diesmal waren wir in netter Gesellschaft von zwei Jungs aus Bayern, die für insgesamt 10 Monate mit dem Backpack in Südamerika unterwegs sein werden. Als wir unser Geld erhalten hatten gönnten wir uns in der nahegelegen Eisdiele noch einmal drei Kugeln Eis. Zufällig trafen wir hier Simon und Sebastian, die wir gerade kennengelernt hatten, wieder und sie leisteten uns erneut Gesellschaft. Für den Nachmittag hatten wir uns neuerdings einkaufen auf die Fahne geschrieben. Da wir in wenigen Tagen wieder in das teure Chile reisen werden bevorrateten wir uns im lokalen Supermarkt mit etlichen Litern Trinkwasser, Cerealien, Nudeln, Konserven etc. Im Baumarkt um die Ecke erkundigten wir uns nach einer weiteren Kartusche Silikon für das zweite Projekt „Dachluken-Reparatur“. Wir haben zwar noch zwei Kartuschen übrig aber Simon ist sich nicht ganz sicher ob diese tatsächlich ausreichen werden. Leider führten sie die Marke dort nicht und wir wurden von Bauhandlung zu Bauhandlung weitergeschickt. In Summe klapperten wir glaube ich fünf Stück erfolglos ab. 🤷‍♀️ Ich sag’s euch, auch so bekommt man problemlos einen Tag rum! Mittlerweile war es fast halb sieben. Eigentlich wollten wir an diesem Abend Pizza machen aber auf Grund der fortgeschrittenen Uhrzeit und des herrlichen Wetters an diesem Tag holten wir uns letztlich eine „Pizza to go“. Das Aktionsangebot beinhaltete sogar noch sechs Empanadas die wir uns für den kommenden Tag aufhoben. Wir aßen gemütlich auf den Barhockern an der Straße vor der Pizzeria und spazierten danach noch ein Stück an der Uferpromenade entlang. Im seichten Wasser des „Lago Argentino“ tummeln sich unheimlich viele Wasservögel. Es gibt dort Enten, Gänse, Schwäne und natürlich die prächtigen Flamingos. Dort trafen wir dann auch zum dritten Mal an diesem Tag auf die zwei Bayern. 😅

Chillen am Lago Argentino 😎
Hummelchen 🐝
Empanadas to go 😜

Da wir fast den kompletten Dienstag für organisatorische Dinge aufgewendet hatten und das Wetter am Mittwoch erneut herrlich war entschieden wir, noch einen Tag länger in „El Calafate“ zu bleiben. Wir fuhren mit unseren Fahrrädern ein längeres Stück am türkisfarbenen „Lago Argentino“ entlang und genossen derweil die schöne Fernsicht auf die verschneiten Berggipfel des „Parque Nacional Los Glaciares“ im Hintergrund. Obwohl wir nur etwa drei Stunden unterwegs waren handelte ich mir gleich mal wieder einen leichten Sonnenbrand ein. Scheinbar ist meine Haut nach vier Wochen Sweatshirt schon wieder entwöhnt. 😳 Nachmittags nutzte ich, vor der anstehenden Weiterfahrt, noch einmal die Duschgelegenheit an der Tankstelle. Nach ein paar Nutzungsversuchen muss ich, wie auch schon zuhause leider feststellen, dass feste Haarseife für mich überhaupt nicht taugt. Ich habe jedes Mal das Gefühl, dass meine Haare nach der Wäsche damit genau so fettig sind wie zuvor. Also werde ich wieder auf festes Haarshampoo umsteigen mit dem ich in der Vergangenheit immer gut zurecht gekommen bin. Nur doof, dass wir einen großen Vorrat an Haarseife dabei haben. 🙄 Ziemlich gut funktioniert übrigens Babypuder als Alternative für, hier nicht erhältliches, Trockenshampoo. Zumindest bei hellem Haar taugt das mindestens genauso gut für die schnelle „Wäsche“ zwischendurch und wahrscheinlich ist es sogar noch etwas günstiger.

Good bye El Calafate
Weiter geht’s über die Ruta 40 nach El Chaltén

Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.


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