Bereits in der Nacht setzte der vorhergesagte Regen ein und weckte uns mit leichtem Prasseln auf die Dachluke, welche den ersten Regentest glücklicherweise mit Bravour bestand, auf. Nach dem Aufstehen hatten wir im ersten Moment etwas Sorge, ob der Wiesengrund vielleicht schon zu matschig geworden sein könnte als dass wir diesen ohne uns festzufahren wieder verlassen könnten. Aber dies erwies sich als völlig unbegründet und wir gelangten ohne Schwierigkeiten zurück auf die Schotterstraße. Wir passierten erneut die „Estancia Harberton“ und fuhren entlang der roten Moore sowie der zahlreichen Flussläufe, Tothölzer und Wälder den gleichen Weg zurück den wir zuvor gekommen waren. Diesmal bot sich uns jedoch ein herrlicher Ausblick auf zum Teil verschneite Berggipfel und bereits während der Fahrt lies der Regen nach. Wieder an der Ruta N3 angelangt bogen wir diesmal nach links in Richtung „Ushuaia“ ab. Dort angelangt stoppten wir an einer Tankstelle um auf deren Parkplatz erst einmal in Ruhe zu frühstücken. Als ich das erste Spiegelei in die Pfanne schlug bemerkte ich allerdings, dass die Gasflamme plötzlich erloschen war. Nach knapp viereinhalb Monaten waren unsere fünf Kilogramm Gas wohl aufgebraucht. 😯 Als wir in der „iOverlander“ App nach der nächstgelegenen Gasstation schauten zeigte diese eine in 160 Meter Luftlinie an. Und tatsächlich: Beim Blick aus dem Seitenfenster konnten wir das Gebäude sogar sehen! Mehr Glück kann man wohl nicht haben zumal es der 23.12., also kurz vor den Feiertagen, war. 👍 So füllten wir nach dem Frühstück ohne jegliche Probleme unsere Gasflasche wieder auf, bevor wir an der Tankstelle das dortige WLAN für Weihnachtsanrufe und Grüße nutzten. Danach fuhren wir hinunter in die Stadt wo wir im Supermarkt noch ein paar Lebensmittel für die Weihnachtsfeiertage einkauften. Wir erkundigten uns im besten Restaurant der Stadt nach deren Menü-Preisen, welche uns mit 250 € pro Person (inklusive jeweils passender Weinbegleitung) dann allerdings doch zu teuer war. 🙈 Die anderen zwei in Frage kommenden Restaurants hatten um die Uhrzeit noch geschlossen so dass wir auf Spontanität am Heiligabend setzten. Wir schauten uns noch auf der relativ touristischen Einkaufsmeile um wo wir einige nett aussehende Cafés und Bäckereien entdeckten. An einem der zahlreichen Parkplätze an der Uferpromenade trafen wir mal wieder (wenn auch diesmal fast erwartet) unsere Lieblingsfranzosen welche für die Nacht jedoch in den nahegelegenen Nationalpark weiterzogen. So übernahmen wir quasi ihren Stellplatz in 1A Lage ganz zentral in „Ushuaia“. Vom Inneren unseres Vans aus konnten wir sogar dem großen Kreuzfahrtschiff „Sapphire Princess“ beim Anlegen zuschauen. Es ankerte nur wenige hundert Meter von uns entfernt und auch ein größeres Militärschiff wendete direkt vor unserer Nase. Uns beiden war bis dato gar nicht klar gewesen, dass „Ushuaia“ für uns wohl ein sehr bedeutsamer Wegpunkt auf unserer Reise darstellte. Oder war es nur die grandiose Lage der Stadt, umgeben von schneebedeckten Berggipfeln sowie Wäldern direkt am „Beagle Kanal“ welche uns derart beeindruckte und emotional mitnahm??? 🤔 Im Hinblick auf diese sehr besondere Lage zogen wir übrigens, wie schon öfters seit unserer Reise durch Argentinien, auch mal wieder parallelen zu Neuseeland. Nur dass das Reisen im Land der Kiwis eindeutig kostspieliger ist als hier. Dafür sind in Argentinien die Entfernungen größer. 🤣 Aber ansonsten vereinen tatsächlich beide Länder ALLE nur erdenklichen Landschaftsformen.






Am Morgen von Heiligabend wurden wir von den Lautsprecherdurchsagen an Deck des Kreuzfahrtschiffs geweckt. 😮 Aber bis dahin hatten wir auf dem Parkplatz eine wirklich sehr ruhige Nacht. Nach dem wir unseren frisch aufgebrühten Kaffee getrunken hatten fuhren wir erneut an die „YPF“ Tankstelle vom Vortag zurück an welcher wir kostenfrei die heißen sowie sauberen Duschen nutzen konnten. Dort frühstückten wir auch noch im Van die Leckereien, welche ich zuvor in der Stadt bei dem wirklich tollen Café „Tante Sara“ gekauft hatte. 🥐☕ In der Hoffnung, dass die Wettervorhersage stimmen und es gegen Mittag schöner werden würde machten wir uns auf zum Parkplatz beim „Glaciar Martial“. Von dort aus führte uns ein ca. 8 km langer, sehr schön angelegter Rundweg bis an die Gletscherzunge heran. Auf dem ersten Wegstück liefen wir durch ein grünes Wäldchen, immer entlang des rauschenden Gletscherbachs. Oben angelangt bogen wir offensichtlich auf die Piste ein welche im Winter für Abfahrtski genutzt wird wie unschwer am Lift zu erkennen war. Und der Anblick dort war einfach atemberaubend: Bereits von hier konnten wir hinunter aufs stahlblaue Meer und einen Teil der Stadt blicken. Wie großartig es wohl sein muss, an einem sonnigen Wintertag die Piste hinunter zu wedeln und dabei auf die verschneite Winterlandschaft sowie die Wellen auf dem Ozean blicken zu können?! ❤ Wobei auch wir zwischenzeitlich einen sehr angenehmen Sonne-Wolken-Mix genießen durften so dass sich die Temperaturen sogar sehr frühlingshaft anfühlten. Das letzte Wegstück bis zum Gletscher gestaltete sich dann etwas anspruchsvoller und steiler, war aber immer noch gut machbar. Der Pfad endete direkt unterhalb der Gletscherzunge und von dem Berg aus hatte man eine wunderbare Sicht hinunter auf „Ushuaia“. Man konnte den Flughafen, die beiden Buchten, das Meer und auch den (Yacht-)Hafen gut sehen. Nach einer Weile wurde es dann doch frisch und so machten wir uns an den Abstieg bzw. den Rückweg zum Parkplatz. Auf der Rückfahrt in die Stadt hatten wir dann leider einen kleinen (unverschuldeten) Unfall. Wir fuhren hinter einem weißen Mittelklassewagen die Straße hinab als dieser unerwartet mitten auf der Straße anhielt weswegen auch wir stoppten. Plötzlich legte der Fahrer den Rückwärtsgang ein und fuhr, offensichtlich ohne in den Rückspiegel zu schauen, zurück. Unser Hupen kam wohl zu spät denn im selben Moment krachte er auch schon in unsere Front. 😰 Die Emotionen kochten, insbesondere auf deren Seite, erst einmal ziemlich hoch und anfangs stellten sie es so dar als wären wir auf sie drauf gefahren. Wir konnten dies allerdings, nicht zuletzt wegen unserer „dash cam“, relativ schnell widerlegen. Hier zeigte sich aber auch mal wieder mein mangelnder spanischer Wortschatz. 😕 Wir bestanden auf die Polizei aber der Fahrer rief zuerst den Eigentümer des Mietwagens an mit welchem er gerade den Unfall verursacht hatte. Dieser erschien auch kurz darauf zusammen mit einem jüngeren Mann welcher wohl hätte übersetzen sollen aber nur sehr schlecht Englisch sprach. Sie wollten unsere Versicherungsunterlagen aber wir weigerten uns, diese ohne Polizei herauszugeben. Ansonsten hätte es vielleicht mit einer Teilschuld für uns und anteiligen Reparaturkosten geendet. Unser Wagen hatte, bis auf ein paar minimale Lackschäden, zum Glück nichts weiter. Nach einigem hin und her ließ man uns dann (ohne Polizei da ihrer Schuld wohl bewusst) von dannen ziehen. 🤷♀️ Auf diese Aufregung hätten wir an Weihnachten gut und gerne verzichten können! Wir parkten erneut unten am Hafen und liefen von dort aus zu den beiden Restaurants, welche wir am Vortag außerhalb der Öffnungszeiten angetroffen hatten. Leider hatten beide auch über Weihnachten zu und das einzige offene Restaurant, ein asiatisch-argentinisches Büffet-Restaurant, verlangte an Heiligabend stolze 50 € pro Kopf. Der Preis erschien uns für die angebotenen Speisen keinesfalls gerechtfertigt zumal wahrscheinlich nicht einmal Simon so viel hätte Essen können. So kochten wir also doch noch „Grillwurstgulasch“ und aßen unser restliches, immer noch knuspriges Baguette vom Morgen dazu. Glücklicherweise ist es abends extrem lange hell so dass wir selbst um 22 Uhr noch bei ausreichendem Tageslicht den Weg in den Nationalpark „Tierra del Fuego“ antreten konnten. Ab 17 oder 18 Uhr ist die Einfahrt kostenfrei und so sparten wir uns in Summe immerhin schlappe 20 € Eintrittsgebühr. 😉






Die erste Nacht verbrachten wir auf einem von insgesamt drei kostenfreien Campingplätzen innerhalb des Parks welcher sogar gut vor Wind geschützt war. Simon wollte gerne ausschlafen was wir dann auch taten. Bei mir führte dies allerdings dazu, dass ich total matschig und mieslaunig mit Kopfschmerzen aufwachte. Zu viel Schlaf bekommt mir einfach nicht. 🤷♀️ Da es bereits kurz vor Mittag war frühstückten wir ausnahmsweise direkt nach dem Aufstehen. Unweit entfernt, unten an der Küste, lag das „südlichste Postamt der Welt“ welches am ersten Weihnachtsfeiertag allerdings geschlossen hatte. Vom steinigen Strand aus hatte man bereits eine tolle Sicht auf die gegenüberliegenden, zum Teil noch mit Schnee bedeckten Berge. Hier befindet sich auch der Einstieg zum Wanderweg „Senda Costera“ welcher sich one way etwa 8 km immer entlang der Küste schlängelt. Bei herrlichstem Wetter starteten wir unsere Wanderung. Nur der heftige Wind zwang uns dazu mehrere Lagen Oberbekleidung übereinander zu tragen. 😅 Wir liefen ca. 1/3 des Weges entlang welcher unglaublich schöne Ausblicke auf die in der Sonne tanzenden kleinen Schaumkronen auf dem Meer sowie die dahinter liegenden Berge bot. Anschließend machten wir kehrt und liefen den gut angelegten Wanderpfad zwischen Küste und Wald zum Stellplatz zurück. Von dort aus fuhren wir weiter bis zum Ende der Ruta N3 welches sich innerhalb des Nationalparks befindet. Weiter südlich kommt man mit dem Auto somit nicht mehr. Hier befand sich auch ein Schild mit der Aufschrift „von hier aus noch 17.848 Kilometer bis Alaska“. Na das wird ja ein Klacks! Etwas mehr als 16k Kilometer haben wir in den vergangenen fünf Monaten ja schon hinter uns gebracht. Wobei ich befürchte, dass es nicht bei dieser Angabe bleiben wird, sondern wir am Ende nach diversen Abstechern doppelt so viele Kilometer hinter uns gebracht haben werden. 🙊 Dort machten wir erst einmal Kaffeepause bevor wir die zweite Wanderung des Tages starteten. Diese führte uns als erstes zu einer Aussichtsplattform hinaus auf den Fjord und die kleinen Schären-Inselchen in der Bucht von „Lapataia“. Hier zweigte ein Wanderpfad ab welcher uns durch einen Ulmenwald und über Wiesenpfade bis zum Ufer brachte. Entlang des Weges konnten wir wilde Orchideen sowie Johannisbeersträucher entdecken. Am Ende gelangten wir bei einer kleinen Bucht mit einem winzigen Leuchtturm an. An den Felsen wuchsen diverse Muschelarten und das Wasser war mal wieder kristallklar und zu unserer großen Überraschung nicht einmal wirklich kalt. Wir setzten uns auf die Felsen am steinigen Strand und genossen die Aussicht hinaus aufs Wasser, die Inselchen sowie die zum Teil bewaldeten Berge im Hintergrund. Auf dem Rückweg liefen wir noch ein paar Meter weiter bis zu einer Aussichtsplattform etwas oberhalb von wo aus wir noch einmal einen tollen Rundumblick über die Bucht hatten. ☺ Von diesem südlichsten Zipfel aus fuhren wir wieder ein paar Kilometer zurück bis zum zweiten Campingplatz, welcher idyllisch vom Flussarm des „Brazo Ovando“ innerhalb der „Laguna Verde“ liegt. Dort lernten wir nicht nur unsere Instagram-Bekanntschaft „CuTe around the world“ (coester.blog), welche uns zuvor bereits freundlicherweise sehr gute Reisetipps gegeben hatten, endlich persönlich kennen. Wir trafen hier auch auf weitere Deutsche die jeweils mit großen Expeditions-Mobilen unterwegs sind. Florian stammt irrwitziger Weise ursprünglich sogar aus Ettlingen und reist mit seiner Frau Barbara und den beiden Kindern Benedikt und Emil, beide im Kindergartenalter, in einer alten IVECO-Feuerwehr mit selbst ausgebauter Wohnkabine seit einigen Monaten durch Europa und Südamerika. Falls euch deren Reise interessieren sollte schaut gerne mal auf ihrer Homepage „Vierim4x4“ vorbei. Das andere deutsche Paar ist ebenfalls in einem mächtigen MAN mit sehr geräumigen Wohnkabinen-Aufsatz unterwegs. Wir gesellten uns mit unseren Campingstühlen noch eine Weile zu ihnen bevor wir abends seit längerem mal wieder leckere Pfannen-Pizza zubereiteten während die anderen gemeinsam grillten. 🍕🍷🍗 Nach dem Essen setzen wir uns noch einmal zu ihnen bevor es dann irgendwann zu frisch wurde und wir uns in unser warmes, kuscheliges Bettchen verzogen. Bei unserer Ankunft war der Parkplatz noch ziemlich gut gefüllt gewesen aber als die Tagesausflügler weg waren blieben nur noch wenige Übernachtungsfahrzeuge übrig. 👍









die rote Feuerwehr 🚒 haben ebenfalls deutschsprachige Besitzer
Durch die Sonne vom Vortag war unser Innenraum am Morgen noch schön aufgeheizt so dass wir auf das Anschalten der Standheizung getrost verzichten konnten. Wir frühstückten noch gemütlich an dem weitläufigen Stellplatz und fuhren von dort aus weiter bis zum nahegelegenen Besucherzentrum „Alakush“. Dieses mutet relativ neu und modern an und beherbergt neben einem recht großen Restaurant auch einen Souvenir-Shop sowie ein Informations-Zentrum mit Erklärungen zur hiesigen Flora und Fauna. Leider gab es dort kein Internet so dass wir uns ohne vorherigen Wetter-Check auf die dort beginnende Wanderung begaben. Der Himmel war zwar wolkenverhangen aber es sah nicht wirklich nach Regen aus. Und unsere Erfahrungen der letzten Tage hatten gezeigt, dass selbst eine Regenwahrscheinlichkeit von 70% mitunter nur wenige Tropfen oder kurze Schauer bedeuten kann. Der Weg startete direkt am Besucherzentrum und führte oftmals am Ufer vom „Río Lapataia“ entlang sowie durch relativ dichten Wald. In Ufernähe entdeckten wir sogleich eine große Robbe, welche sich offensichtlich ziemlich weit vom offenen Meer entfernt hatte und allem Anschein nach den ganzen Fluss hinauf bis hierher geschwommen war. 😯 Der gut ausgetrampelte Pfad führte uns über Stock und Stein bis zur grünen chilenischen Grenze. Vom Weg aus konnte man immer wieder auf die Berge auf der anderen Uferseite blicken. Zu Beginn der Wanderung waren deren Gipfel auch noch sehr gut zu erkennen aber als wir am Ende des Weges angelangten sahen wir deutlich eine Regenfront aufziehen welche die Bergspitzen plötzlich verschwinden ließ. Wir machten kehrt und liefen die gut 5 km wieder zurück zum Parkplatz. Durch den Wald waren wir jedoch gut vor Regen geschützt zumal sowieso nur einige wenige Tropfen fielen und wir es irgendwie schafften vor der Regenfront zu bleiben. 😅 Etwas unterzuckert schauten wir uns in der Cafeteria des Besucherzentrums um, konnten aber nicht wirklich etwas Verlockendes ausmachen. So fuhren wir zurück zum Postamt und befriedigten unsere Lust nach etwas Süßem dort im Van mit Schoko-Paradies-Creme in die wir Banane und Kekse dippten. 😛 Am zweiten Weihnachtstag hatte die Poststation sogar geöffnet und wir schafften es gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss hinein. Dem Stapel an Postkarten nach zu urteilen verschicken hier ziemlich viele ihre Urlaubsgrüße. Wir hingegen ließen uns nur unsere Pässe abstempeln und sind nun stolze Besitzer eines „fin del mundo“ Eintrags. Dieser kostete uns aber auch immerhin schlappe 700 Pesos, als umgerechnet ca. 2,50 € pro Kopf. Von dort aus fuhren wir weiter zum Dritten und somit letzten Campingplatz welcher ebenfalls sehr schön, umgeben vom „Río Pipo“ in einem kleinen Tal liegt. Dort trafen wir auch wieder auf die drei anderen Gefährte inklusive ihrer deutschsprachigen Besitzer. Da es mittlerweile auf nur noch 5 Grad abgekühlt hatte warfen wir unsere Heizung an und verbrachten den Großteil des Nachmittags und abends im warmen Van. Wir arbeiteten noch eine Weile an den Laptops bevor wir unser restliches Grillwurstgulasch mit Reis aßen und anschließend ganz gemütlich im Bett noch eine Episode von „7 vs. Wild“ schauten.





Am nächsten Morgen war der Himmel immer noch grau und es viel sogar leichter Schneeregen weswegen die Berggipfel wieder frisch eingezuckert waren. 😍 Zum Glück funktioniert unsere Standheizung einwandfrei und im Van hatten wir es kuschelig warm. Die Nacht am „Río Pipo“ war erwartungsgemäß ruhig und so konnten wir mal wieder ganz entspannt ausschlafen. 😊 Die drei anderen Fahrzeuge mit ihren jeweils deutschsprechenden Insassen verabschiedeten sich einer nach dem anderen von uns um die Weiterreise anzutreten. Wir machten uns nach dem späten Frühstück noch auf zur naheliegenden Wasserkaskade. Der Fluss hatte ganz ordentlich Dampf drauf und bei etwas höherem Wasserstand wäre Rafting bestimmt gut möglich gewesen. Nach unserem kurzen Spaziergang verließen dann auch wir nach 3 Nächten den schönen Nationalpark. Wir hatten zuvor immer wieder Warnungen erhalten, dass „Ushuaia“ insbesondere um die Weihnachtszeit herum total überlaufen wäre. Wir können diese Aussagen glücklicherweise nicht bestätigen. Die Camper-Dichte ist hier in der Tat zwar relativ hoch aber dennoch gibt es keinerlei Stellplatzprobleme. Weder in der Stadt, welche erfreulicherweise sehr viele kostenfreie Parkmöglichkeiten für Reisemobile bietet, und innerhalb des Nationalparks schon gleich gar nicht. Selbst die Kreuzfahrttouristen stören nicht weiter. Diese werden meist mit größeren oder kleineren Reisebussen für kurze Fotostopps angekarrt. Zeit für Wanderungen oder längeres Sightseeing scheint ihnen wohl gar nicht zu bleiben. Zumindest begegneten uns während unserer Wanderungen stets nur eine Hand voll Leute. 😃 Auf dem Rückweg in die Stadt stoppten wir an einem größeren „La Anónima“ Supermarkt um noch etwas Obst und Gemüse einzukaufen. Immer noch im Nieselregen gelangten wir wieder an unserem vorherigen Stellplatz an der Uferpromenade an. Dort ergatterten wir erneut einen Platz in 1A Lage mit Blick auf nun stolze fünf Kreuzfahrtschiffe. Wir liefen in das nahegelegene, super tolle und deswegen auch stets gut besuchte Café von „Tante Sara“ wo wir es uns bei Apfel-Nuss- und Käsekuchen gut gehen ließen. 😋 Das Wetter bot sowieso kaum andere Möglichkeiten als den Rest des Tages im Warmen und vor allem Trockenen zu verbringen. Da sich über die Feiertage eine nicht zu verachtende Anzahl an Whats App- und Instagram-Nachrichten angesammelt hatte waren wir recht lange dort. 😅 Spät am Abend bereiteten wir dann noch einmal Pfannen-Pizza zu, diesmal saftig mit Thunfisch, Zwiebeln und Mais belegt. Während wir aßen konnten wir aus unserem Seitenfenster heraus auf der gegenüberliegenden Straße eine lange Warteschlange vor einem Restaurant ausmachen. Und dass trotz dem Sauwetter! 😧 So legten wir nach unserem Abendessen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang ein um die dortige Speisekarte zu checken. Das Essen auf den Tellern sah wirklich super aus und vermutlich werden wir dort am kommenden Tage einkehren um unser Weihnachtsessen nachzuholen.





An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die in den letzten Tagen unsere Reisekasse aufgebessert haben:
- Unsere Eltern Harald & Doris sowie Sigrid & Norbert
- Marius
- Jul
- Yvonne
- Panna
- Patrick
- Biberbus
Nicht zuletzt dank euch können wir uns solch schönen Extras leisten. 😍
Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert.
Entdecke mehr von Vanlife & Reisen
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.