NEW BLOG POST 🇦🇷 (09. – 15.12.2022) Punta Ninfa – Caleta Olivia

Den Morgen verbrachten wir noch an dem schönen Strand und genossen die Aussicht auf das direkt vor uns liegende Schiffswrack, welches bei Ebbe nach und nach mehr zum Vorschein kam. Wir arbeiteten noch eine Weile an den Laptops bevor wir uns auf den Weg bis zum Kap „Punta Ninfas“ machten. Es ging erneut ausschließlich über eine Schotterpiste weswegen wir für die ca. 70 km lange Strecke rund zwei Stunden benötigten. 🙈 Auf dem Hinweg begegneten wir erneut der französischen Familie aus „La Reunion“, welche uns vor einer Sandwehe warnte die kurz vorm Ziel wohl die Straße für normale Fahrzeuge (ohne Allrad) unpassierbar machen würde. Sie hatten deshalb ihr Auto davor abgestellt und sind die letzten Kilometer bis zum Aussichtspunkt zu Fuß gegangen. Wir bedankten uns für die Info und setzten unsere Fahrt erst einmal weiter fort. Von weitem sahen wir uns ein weiteres Auto entgegenkommen und bald erkannten wir, dass es sich hierbei um die beiden Schweizer Felix und Tina (www.worldtour.news) in ihrem 4×4 „Toyota Land Cruiser“ mit Wohnkabine handelte. Die beiden hatten wir erst kurz zuvor auf dem Parkplatz in „Puerto Pirámides“ kennengelernt. Sie überquerten, bereits auf dem Rückweg befindlich, die Sandwehe direkt vor unseren Augen und ermutigten uns die Durchfahrt zu wagen. So starteten wir den Versuch und anfangs sah auch alles gut aus. Kurz vor Ende der Sandwehe blieben wir dann aber leider doch im Sand stecken. 😰 Tina und Felix waren jedoch stehen geblieben um uns bei eventuellen Schwierigkeiten aus der Klemme helfen zu können. Felix meinte, wir sollten es zuerst mit vermindertem Luftdruck versuchen und so ließen wir bei beiden Vorderreifen die Luft bis auf 1 Bar entweichen. Wir setzten ein Stück zurück, um uns mit der Front nicht noch weiter in den Sand einzugraben und siehe da: Plötzlich fuhren wir ohne Schwierigkeiten durch den Sandhaufen. 😃 Die Schweizer waren sich zuvor wohl uneins gewesen ob sie am Kap übernachten oder doch weiterfahren sollten und so kam ihnen unser Missgeschick wohl gar nicht so ungelegen. So entschieden sich die zwei nämlich doch dazu, die Nacht mit uns am Kap zu verbringen um uns auf dem Rückweg, falls nötig, noch einmal helfen zu können. Wir fuhren nun im Zweierkonvoi die letzten Kilometer weiter bis zur Landspitze und der Anblick, der uns dort erwartete, war wirklich atemberaubend. Wir standen, nur zu viert, am Kap und hatten eine herrliche Rundumsicht über den Ozean bis hinüber zur „Peninsula Valdes“. Unten am Strand lagen unzählige, große Seelöwen in der Sonne und dank eines an der Klippe angebrachten Seils konnten wir bis zu ihnen hinabklettern. Leider hatte zwischenzeitlich die Flut eingesetzt und auch die Sonne war gerade im Begriff hinter den Klippen zu verschwinden. Dennoch konnten wir noch etliche Tiere am Strand erwischen und durften ihnen sogar ziemlich nahekommen. 😍 Wir waren so sehr auf das Fotografieren konzentriert als dass wir die heranrollende Welle nicht bemerkten und plötzlich nasse Schuhe hatten. 😂 Nach dem wir genug schöne Bilder im Kasten hatten kraxelten wir wieder nach oben und setzten uns noch eine Weile mit Tina und Felix an ihren Campingtisch. Es war eine super schöne Atmosphäre und wir alle genossen sichtlich dieses exklusive Erlebnis.

Im Hintergrund sieht man das Wrack
Mit Felix, Tina & Hund Filou am Kap Punta Ninfas
Wir durften den Seelöwen ganz nahe kommen 🦭
So sieht Badespaß aus 💦
Was für eine Hammer Aussicht
(links am Horizont sieht man die Peninsula Valdes)

Gegen sechs Uhr morgens frischte dann der Wind auf und weckte uns erstmals auf. Wir hatten bis dato eine sehr ruhige, angenehme Nacht und vom Strand unter uns konnte man immer wieder die Seelöwen brüllen hören. Ausnahmsweise hatten wir uns aber auch den Wecker gestellt weil wir keinesfalls wollten, dass Tina und Felix morgens auf uns warten mussten. Schließlich waren beide nicht zuletzt unseretwegen zum Kap zurückgekehrt. Zumal sie über Weihnachten eine zweiwöchige Antarktis-Tour gebucht haben weswegen ihnen die Zeit etwas im Nacken sitzt. Wir genossen während des Morgenkaffees noch einmal die fantastische Aussicht und ich wäre sehr gerne noch einen Tag länger an diesem schönen Fleckchen Erde geblieben. Allerdings wollten wir kein Risiko eingehen weswegen wir gegen 9 Uhr gemeinsam den Rückweg antraten. Die beiden fuhren vor uns mühelos über die Sandwehe hinweg und auch wir überquerten sie diesmal problemlos, dank des niedrigen Luftdrucks. 👍 Wir verabschiedeten uns aus dem Fenster heraus herzlich und ließen die beiden von dannen ziehen. Wir mussten an Ort und Stelle mit unserem Kompressor erst wieder den Luftdruck in unseren Vorderreifen auf dreieinhalb Bar erhöhen was an und für sich aber ziemlich fix ging. Danach setzten auch wir unsere Reise fort. Es ging wieder gute 70 km über eine Schotterpiste, wenn auch diesmal in andere Richtung bis nach „Trelew“. Entlang des Weges lagen einige weit verstreut liegende Merino-Schaffarmen in der patagonischen Steppe und in einer kleinen Lagune konnte ich beim Vorbeifahren Flamingos entdecken. 💕 Zwei Stunden später kamen wir in der Stadt an wo wir an einer Tankstelle erst einmal frühstückten und das dortige Internet nutzten. Ich verschickte die Weihnachtsmails an unsere Partner, Simon versuchte das neue YouTube Video hochzuladen und innerhalb von zwei Tagen sammelt sich doch auch eine beträchtliche Menge an Whats App Nachrichten an. 🙈😅 Da das Internet zu schwach für den Video-Upload war fuhren wir am frühen Nachmittag weiter zu einem „Chango Más“ Supermarkt, um unsere Lebensmittel- und Trinkwasservorräte wieder aufzufüllen. An der Kasse staunten wir dann etwas über den Betrag der höher als gedacht war. Diese ganzen „kaufe drei bezahle zwei“ usw. Angebote sind am Ende irgendwie doch immer teurer als gedacht. 😕 Nach dem die Einkäufe im Van verstaut waren verzehrten wir auf dem Parkplatz noch ein Stück Schoko-Brioche unserer Lieblingsmarke „Don Satur“. Sowohl die süßen als auch die salzigen Kekse dieser Marke können wir wärmstens empfehlen. 😋 Anschließend ging es weiter zu einer anderen, nahegelegenen „YPF“ Tankstelle. Das dortige Internet war deutlich besser und so konnten wir am Abend noch einige offene to dos erledigen. 👍 Abends gab es leckere, panierte Hähnchenschnitzel mit Kartoffelbrei und Karotten-Lauch-Gemüse bevor wir an Ort und Stelle müde ins Bett fielen.

Unsere neue Lieblings-Marke 😅
Ausnahmsweise deutsche Küche 😋
So kann wohl auch eine Reise
durch Patagonien aussehen 😯

Den Vormittag verbrachten wir noch an der Tankstelle, um noch einmal das gute Internet für den Upload eines weiteren Videos sowie für Anrufe zu Hause bei den Lieben zu nutzen. Außerdem hatten wir schon lange keine „Medialunas“ mehr gegessen. 😂 Eigentlich wollten wir hier auch noch duschen nur leider teilte man uns mit, dass es aktuell kein Wasser für die Duschen gäbe und man uns nicht genau sagen könnte, wann der Tanklaster mit dem Wasser käme. So füllten wir nur noch unseren Dieseltank und machten uns auf den Weg weiter in Richtung Süden. Wenige Kilometer später kam erneut eine Tankstelle und hier konnten wir schlussendlich doch noch für wenige Cent pro Kopf duschen und somit unser Wasser sparen. 👍 Blitzblank sauber setzten wir am frühen Nachmittag unsere Fahrt entlang der Ruta 3 fort. Nach ca. 200 km bogen wir ab auf die, zum Glück immer noch asphaltierte, Ruta 30. Lediglich die letzten paar Kilometer ging es wieder über eine Schotterpiste bis zur Küste. Dort fanden wir einen tollen Stellplatz, direkt oberhalb eines Kiesstrandes mit freier Sicht über das Meer. Hier begegnete uns auch erneut die französische Familie aus „La Reunion“ welche bereits heute die Pinguin-Kolonie ganz in der Nähe besucht hatte. Sie parkten einige Hundertmeter weiter entfernt und so bot sich uns noch die Gelegenheit, ihren ebenfalls selbst ausgebauten Renault Master 3 von innen zu begutachten. Sie reisen tatsächlich zu viert in dem exakt baugleichen Pendant zu unserem Fahrzeug. 😯 Wir könnten uns wahrlich nicht vorstellen, mit zwei 9 und 14 Jahre alten Mädchen in unserem Van nicht nur zu fahren, sondern auch zu schlafen und zu leben. Aber irgendwie scheinen sie es ja seit mehreren Jahren ganz gut hinzubekommen. Die Einladung zum Grillen schlugen wir aus da wir vom Vortag noch genug Reste hatten. Zumal auch nur sie dank deutscher Wurzeln Deutsch spricht, ihr Mann und die beiden Kinder jedoch nicht. Wir verabschiedeten uns von den beiden, liefen über den Damm am Meer entlang zurück zu unserem Bus und freuten uns über das schnelle Abendessen. Heute gab es noch einmal Schnitzel mit Kartoffelpüree und Gemüse. 😋

Wieder ein schöner, einsamer Stellplatz 😎
Einfach herrlich

Am frühen Morgen weckte uns der kräftige, patagonische Wind der unseren Van ordentlich wanken ließ. Wir genossen die herrliche Aussicht aufs Meer sowie die Küste bei „Puerto Piojo“. Gegen Mittag brachen wir auf bis zum Mirador „Pingüinera“ an der Spitze der hiesigen Landzunge. Am Ranger-Haus mussten wir lediglich unsere Daten hinterlassen aber nicht einen Cent Eintritt bezahlen. 😀 Nicht zuletzt deshalb hatten wir „Punta Tomba“ wenige hundert Kilometer zuvor links liegen lassen. Dabei hätte es sich zwar um die größte Magellan-Pinguinkolonie Südamerikas gehandelt aber wir konnten nirgends die aktuell gültigen Eintrittspreise herausfinden weswegen wir uns für diesen kostenfreien Spot entschieden. Rund drei Kilometer später erreichten wir den Parkplatz und konnten bereits von dort aus die riesige Pinguinkolonie erblicken. Hier an Land tummelten sich mehrere hundert Tiere an ihren Brutstätten. Zum Teil konnten wir sogar schon Jungtiere in verschiedenen Größenstadien erblicken. 🥰 Ein Elternteil bleibt immer bei den, in der Regel zwei, Jungtieren während das andere bis zu 600 km weit schwimmt um Fisch zu jagen. Ihre Tauchgänge dauern dabei im Schnitt ca. 3 Minuten und sie erreichen währenddessen eine Tiefe von bis zu 30 Metern. Noch viel beachtlicher finde ich aber, dass die drolligen Kerlchen nach der Brutsaison (also von April bis September) bis zu 6.000 Kilometer weit bis an die Küsten Brasiliens schwimmen. 😮 In diesen Monaten gehen sie auch kein einziges Mal an Land, außer sie erkranken. Was für eine Leistung von diesen kleinen, putzigen Tierchen! Auch der Weg von ihren Brutstätten bis hinab zum Meer ist mitunter ganz schön lang. So konnten wir sie aber gut hin und her watscheln sehen. Wie sie in dem Pinguin-Gewusel allerdings wieder ihre Bruthöhle bzw. ihren Partner finden ist mir bis dato noch ein Rätsel. 🤔 Von der Pinguin-Kolonie aus zweigte ein etwa 3 Kilometer langer Wanderweg (one way) bis zur „Cabo Dos Bahias“ ab. Da der Ranger meinte, wir könnten dort eventuell Robben sehen, entschieden wir bis zum äußersten Zipfel des Kaps zu laufen. Auf dem Weg begegneten uns immer wieder Guanaco-Herden und auch die großen Nandu-Laufvögel waren zu sehen. Nur Robben konnten wir leider keine entdecken als wir schlussendlich an dem Mirador angelangten. Aber auch ohne Robben war die Aussicht aufs Meer, die kleinen Inseln sowie die schönen Buchten sehenswert. Wir liefen den gleichen Weg zurück zum Parkplatz von wo aus wir erneut den nur gut 15 km entfernt liegenden Stellplatz vom Vortag ansteuerten. Dort verbrachten wir auch den Rest des Tages, traumhafte Ausblicke aufs Meer direkt aus dem Van inklusive. ❤

Auf zur Pinguin-Kolonie! 🐧
Hier sieht man sie gut an ihren Bruthöhlen
Einige Jungtiere waren schon geschlüpft 🐣
Einfach putzige Tierchen 💛
Guanacos gab‘s auch wieder in Hülle & Fülle
Kleine Wanderung zum Kap

Nach einem Strandspaziergang am späten Vormittag, als der kräftige Wind endlich etwas nachgelassen hatte, machten wir uns auf die Weiterfahrt. Wir entschieden uns gegen die schönere, aber nicht asphaltierte Küstenstraße Ruta P1 und nahmen stattdessen die gleiche Stichstraße wieder zurück bis zur Ruta N3. Auf der Landstraße angelangt führte uns unser Weg noch bis in die Großstadt „Comodoro Rivadavia“. Diese ist auf Grund der Raffinerie- und Industrieanlagen nicht wirklich schön, bietet dafür aber alle erdenklichen Annehmlichkeiten. Bei einem Tankstellenstopp konnten wir das erfreuliche Zwischenergebnis des Halbfinalspiels Argentinien gegen Kroatien von 2:0 mitverfolgen. Und als das Spiel mit einem 3:0 Sieg für Argentinien endete gab es verständlicherweise kein Halten mehr. 😄 Die Argentinier freuten sich lautstark mit Tröten und Trommeln auf den Straßen bzw. fuhren hupend und Fahnen schwingend im Autokorso durch die Straßen. Wir machten derweil erneut einen sehr schönen Stellplatz, direkt an der Küstenstraße im offensichtlich etwas reicheren Stadtteil „Rada Tilly“, ausfindig. Entlang des geschätzt ca. 3 km langen, super breiten Sandstrandes in einer Bucht befanden sich zahlreiche Parkbuchten. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen in der Nähe eines sehr hippen Restaurantgebäudes welches uns sogar noch offenes WLAN bot. 👍 Trotz direkter Straßenlage verbrachten wir dort eine sehr ruhige und angenehme Nacht.

Wieder ein toller Stellplatz direkt an der Küste
Wenngleich auch diesmal in der Stadt 🏡

Wie eigentlich fast jeden Tag seit Anbeginn unserer Reise schliefen wir in Ruhe aus. Welch Luxus sich keinen Wecker stellen zu müssen! Da wir einige überreife Bananen im Kühlschrank hatten und ich deren Geruch überhaupt nicht leiden kann nutzte ich den Morgen, um für uns ein leckeres sowie gesundes Bananen-Brot 🍌 zu backen. Nach dem Frühstück liefen wir bei Sonnenschein und erträglicher Brise den wunderschönen, und bei Ebbe noch breiteren, Sandstrand entlang bis zu dessen einem Ende am Fuße eines Berges. Zurück flanierten wir auf dem Gehweg oberhalb von wo aus wir gut die schicken, zum Teil sehr modernen, Luxus-Häuser bestaunen und bewundern konnten. Es befanden sich mehrere architektonische Glanzstücke dazwischen, noch dazu in 1a Lage mit direktem Blick aufs Meer. 👍 Wieder am Van angekommen schnappten wir uns den Laptop um in dem nahegelegenen stylischen Restaurant etwas zu trinken. Währenddessen konnten wir die zwei zwischenzeitlich fertiggestellten YouTube Videos hochladen und noch ein paar Dinge im Internet recherchieren. Leider konnten wir nirgends die Preise für die Ausflüge bei „Puerto Deseado“ ausfindig machen. Der Ort wird als „Galapagos Argentiniens“ angepriesen, weil hier auf den Spuren des Entdeckers Charles Darwins gewandert werden kann. Es gibt diverse Bootsausflüge sowohl auf dem Fluss als auch zu einer Insel auf welcher es eine einmalige Fauna geben soll. Angeblich kann man hier die kleinsten Delfine der Welt, Kormorane und eine weitere Art an Pinguinen beobachten können. Wir schätzen den Preis pro Kopf für einen Halbtagesausflug jedoch auf mindestens 150 €. Noch dazu müssten wir dafür etliche Kilometer hin- und wieder zurückfahren weswegen wir es wahrscheinlich sein werden lassen. Nach getaner Arbeit fuhren wir zu einer Tankstelle in der Nähe um unseren halbvollen Dieseltank wieder aufzufüllen. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir eine der wirklich seltenen Autoselbstwaschanlagen. So kehrten wir nach dem Tankstopp, bei welchem wir auf Grund des hiesigen Wassermangels erstmals kein Wasser für unseren Tank bekamen, dorthin zurück. Nach rund 15k gefahrenen Kilometern in fast 5 Monaten hatte unser Bussi die Wäsche mehr als verdient aber noch viel dringender nötig. 😅 Auch die Fahrräder wurden dabei endlich wieder sauber und sind, zumindest kurzfristig bis zur nächsten Pistenfahrt, aktuell wieder Einsatzbereit. Von dort aus ging es weiter zum Supermarkt und zum Metzger um für die nächsten paar Tage einzukaufen. Obwohl es bereits später Nachmittag war entschieden wir uns dazu, noch ein paar Kilometer Strecke weiter gen Süden zu machen. Wir kamen an diesem Tag noch ca. 85 Kilometer weit und fanden kurz nach dem Ort „Caleta Olivia“ einen geeigneten Stellplatz. Dieser lag außer Sicht- und Hörweite direkt unterhalb der Ruta N3 an einem Kiesstrand. Dort tummelte sich sogar eine beträchtliche Anzahl an mächtigen Seelöwen. Die Tiere tragen ihren Namen übrigens zurecht. Die Männchen haben nämlich tatsächlich eine löwenähnliche Mähne. 😮

Sehr leckeres & gesundes Bananen-Brot 🍌
Ein Haus schicker als das andere 😯
Mitunter auch ganz schön kurios 😅
Nach 15.000 km die erste Wäsche 🧽
Und wieder sind wir ganz alleine am Meer 🥰
Wegen der Mähne heißt es wohl „SeeLÖWE“

Nach dem Frühstück am Morgen schauten wir noch einmal bei den Seelöwen vorbei. Wir durften uns den Tieren erneut bis auf wenige Meter nähern und konnten noch ein paar schöne Schnappschüsse machen. Allerdings sahen wir dort auch ein großes, stattliches Weibchen um dessen Kehle sich eine Schnur oder ein Kabel gewickelt hatte. Das arme Tier sah sehr gequält aus und wird ganz bestimmt, über kurz oder lang, daran verenden. 😥 Wir verabschiedeten uns von der Seelöwen-Kolonie und fuhren weiter die Ruta N3 entlang bis zur nächsten Tankstelle. Während der Fahrt konnte der bereits für den Abend zubereitete Hefeteig in Ruhe gehen. Auch an dieser Tankstelle bekamen wir auf Grund des Wassermangels in der Region leider kein Wasser für unseren Tank. Dafür konnten wir dort aber kostenlos duschen was uns im Umkehrschluss ja auch etliche Liter Wasser aus unserem Tank sparte. 👍 Hier sprach uns auch ein argentinisches Pärchen an welches gerade Pause machte um abzuwarten, bis die Polizeikontrolle auf der Landstraße ein Ende fand. Sie hatten zwar alle Papiere dabei aber scheinbar war ihre Versicherung schon seit längerem abgelaufen. 😂 Nach dem wir alle Nachrichten auf unseren Handys gecheckt hatten ging es noch einige Kilometer weiter in Richtung des Nationalparks „Bosques Petrificados“. Die letzten 50 km holperten wir wieder im gefühlten Schneckentempo über eine Schotterpiste. Hier war die Landschaft plötzlich wieder ganz anders. Die patagonische Steppe mit ihren Grasbüscheln wich rot gefärbten Sandhügeln sowie Bergen, deren Kuppe topfeben war. Als hätte man ihre Spitze mit dem Rasiermesser abgeschnitten. Mit Aussicht auf diese Tafelberge übernachteten wir dann auch, etwas unterhalb der Straße hinter einem Hügel. Leider ist das Campen im Nationalpark nicht gestattet und der einzige Campingplatz hatte noch geschlossen. 🤷‍♀️ Ich bereitete noch einen großen Topf „Chili con Carne“ 🌶 für die kommenden Tage zu und als Beilage gab es aus dem Hefeteig hergestelltes frisches Pfannenbrot. Nach dem leckeren Essen machte ich noch einen kleinen Verdauungsspaziergang durch die sandige Einöde wo ich bereits ein paar kleine versteinerte Holzstücke finden konnte.

Was für ein Faulenzer Leben 😂
Und es gab ziemlich viele davon
Neuer Stellplatz: Irgendwo im Nirgendwo 🫢
Blick auf die „Tafelberge“
Aber auch wieder eine spektakuläre Aussicht 👍🏻
Kochen wäre für die nächsten 2-3 Tage erledigt ☑️

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