Relativ gut ausgeruht machten wir uns am nächsten Morgen auf in Richtung „Ouro Preto“. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch an einem gelben „BH Supermercado“ welcher endlich mal ein richtig gutes Preis-/Leistungsverhältnis aufwies. 👍 Am Nachmittag steuerten wir einen Stellplatz an welchen wir in der „iOverlander“ App gesehen hatten. Nach einigem Suchen fanden wir dann auch noch den besagten Platz: Es ging ein kurzes aber steiles Stück unbefestigten Weges von der Landstraße hinab bis zu einer ebenen Grasfläche. Dort parkten wir den Van und kraxelten den noch viel schmaleren und steileren Weg hinunter zu dem dort vermuteten Wasserfall. Wir waren wirklich überrascht von dem wunderschönen Idyll, dass wir unten angekommen vorfanden: Ein kleiner Wasserfall stürzte in einer schönen Kaskade vom Felsen in ein natürliches Becken. Von dort aus floss das Wasser ein Stück weiter den Fluss entlang, bis es sich über eine schmale natürliche Rutsche wieder in einen kleinen Wasserfall ergoss und dann den Fluss entlang weiter floss. Die Steine waren alle vom Wasser glatt geschliffen so dass wir vermuten, dass das Flüsschen in der Regenzeit zu einem reisenden Strom anschwillt. Nach der schönen Auszeit am Wasser begaben wir uns auf den steilen Rückweg zum Van und ruhten uns noch ein wenig in unseren Campingstühlen in der Sonne aus. ☀😎 Als es zu dämmern begann zogen wir uns in den Van zurück. Ich war gerade im Begriff das Abendessen vorzubereiten, als ein Pick Up den Weg zu uns hinunterfuhr. Ein Paar stieg aus und sprach uns an, ob wir hier übernachten wollten. Als wir dies bejahten meinten sie, dass es hier wohl nicht sicher sei, weil es in der Umgebung immer mal wieder zu Überfällen gekommen sei. Sie würden aber im Nachbarort 3 km weiter wohnen und wir könnten sehr gerne die Nacht bei ihnen auf dem Grundstück verbringen. Dieses Angebot nahmen wir natürlich dankend an. Wenn gleich auch mit einem mulmigen Gefühl, was uns dort wohl erwarten würde und ob das nicht auch eine Falle sein könnte?! Aber die beiden machten einen derart sympathischen Eindruck und als wir unsere liebe Not hatten, mit unserem schweren Van den Berg auf die befestigte Straße wieder hinaufzugelangen sahen wir sofort ein, dass sie mit ihrem gut gemeinten Ratschlag sicherlich richtig lagen. Wir folgten ihnen also bis zu ihrem Haus, ebenfalls abgelegen am Rand des 100 Einwohnerortes „Chapada“. Man parkte extra den VW T2 Bus um, damit wir an dessen Stelle direkt auf dem Parkplatz neben dem Haus parken konnten. Die beiden Besitzer, Dilse und ihr Mann, machen wieder kehrt um noch nach „Ouro Preto“ zu fahren um ihre Einkäufe zu erledigen. Sie waren sogar extra wegen uns noch einmal umgekehrt! Als sie zurückkamen, hatten wir bereits unser Abendessen vertilgt. Freundlicherweise luden uns die beiden just in dem Moment auch noch auf ein gemeinsames Frühstück in ihr Haus am kommenden Morgen ein. Am Folgetag, so erfuhren wir, war in Brasilien nämlich „Unabhängigkeitstag“ und somit Feiertag weswegen die beiden freit hatten. 🥰🥰🥰



Im Gegensatz zu Simon schlief ich in dieser Nacht, trotz bomben sicherem Stellplatz und absoluter Ruhe um uns herum, eher schlecht. Irgendwie konnte ich den Gedanken, ob man uns nicht doch absichtlich hierhergelockt hatte, nicht gänzlich abschütteln. 🙈🙊🙉 Umso mehr freute ich mich am Morgen auf das Frühstück bei Dilse und ihrem super netten Ehemann. Glücklicherweise konnten beide ganz gut Englisch und so konnten wir uns sogar ziemlich gut verständigen. 😃 Ihr 50 Jahre altes Haus war klein aber fein und versprühte irrsinnig viel Charm. Vor allem die Küche, in der sich für die Wintermonate auch der Holzofen befand. Der Tisch war bereits liebevoll gedeckt und das Frühstück unterschied sich zu unserem Erstaunen kaum von unserem Europäischen: Es gab frisch aufgebackene, ganz kleine runde und mit Käse gefüllte Brötchen. Dazu Butter, Frischkäse und salzigen weißen Schnittkäse aus der Region. Außerdem stand ein Gläschen mit selbst gemachtem Granola auf dem Tisch. Der frisch gebrühte Kaffee fehlte selbstverständlich auch nicht und Dilse hatte abends sogar extra noch einen ganz leckeren Mais-Käse-Kuchen für uns gebacken. 😍 Nach dem wirklich sehr netten und leckeren Frühstück bekamen wir noch eine Führung durch den Garten. Dilses Mann (ihr merkt, ich habe leider seinen Namen vergessen 🤔) ist von Beruf Hundetrainer und Tierliebhaber durch und durch. Die beiden besitzen zwei kleine tibetische Hunde, zwei Aquarien mit Goldfischen, ein 20 Jahre altes Pferd welches á la Pippi Langstrumpf auch tatsächlich mal durchs Küchenfenster ins Haus schaut ❤ sowie zwei Vögel in Volieren und vier verschiedene Hühnerarten. Diese legen pro Tage sage und schreibe 20 Eier! Keine Ahnung, was die beiden damit machen… Zumindest meinten sie, dass sie die Eier nicht verkaufen würden. Und im Garten wurden wir dann erst recht überrascht: Der nette Hausbesitzer füttert die Vögel im Garten, u.a. mit frischer und extra dafür gekaufter Papaya und so konnten wir dort die verschiedensten, bunten Vogelarten beobachten. Der Oberhammer waren aber die Äffchen! Da sie regelmäßig gefüttert werden, konnte ich ihnen Vollkorntoastbrotstücke direkt aus der Hand reichen. Ich war hin und weg. 😍😍😍 Auch der T2 Camping-Bus von ihnen wollte noch besichtigt werden und natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, den beiden im Gegenzug noch einen Einblick in unser mobiles Heim zu gewähren. Es war einfach nur nett und wir verabschiedeten uns voller Freude von den beiden, bevor wir uns weiter auf den Weg in Richtung Mariana machten.

Kurz vor Mariana besichtigten wir noch die alte, ehemalige Goldmine „Mina da Passagem“. Mit der Lohre ging es steil am Seil hinab in den Bergbau schaut. Wir fuhren mit unserer, leider nur portugiesisch sprechenden Führerin, bis auf die dritte Ebene in 130 Meter Tiefe hinab. Sie gab sich wirklich viel Mühe und sprach sehr langsam so dass wir doch einiges verstehen konnten. Pro 30 Meter Tiefe steigt die Temperatur wohl um 1 Grad an was deutlich spürbar war. Unten angekommen war es tatsächlich feucht warm und die extra eingepackte Jacke hätten wir getrost im Auto lassen können. In den 100 Jahren Minenbetrieb wurden unglaubliche 35 Tonnen Gold gefördert. Außerdem wurde auch Silber, Marmor, Granit und Eisenerz abgebaut. Sowohl die 5 Kilometer bis „Ouro Preto“ in die eine, als auch die 2 Kilometer bis „Mariana“ in die andere Richtung sind komplett untertunnelt. 😮 Das Gestein enthält u.a. aber auch giftiges Arsen, welches insbesondere nach Regenfällen herausgelöst werden kann und beim Menschen zu Vergiftungen bzw. Verätzungen der Haut führen kann. Das Wasser des oberhalb der Mine verlaufenden Flusses sickert ganz langsam, aber stetig in die Tiefe. Und das Grundwasser von unten bildet einen kleinen, aber lebensfeindlichen, weil sauerstoffarmen See welchen wir ebenfalls sehen konnten. Taucher haben sogar die Möglichkeit, in den Höhlen unter Wasser zu tauchen. Wir blieben auf der dritten von insgesamt sechs Ebenen und sahen, außer dem Schrein mit der Schutzpatronin der Bergleute „Santa Barbara“ nichts anderes mehr. So ging es mit der Lohre nach ca. 20-30 Minuten wieder zurück ans Tageslicht. Die Führung war zwar interessant aber insgesamt 52 € für uns beide waren dafür wiederum dann doch recht viel.




Um die Mittagszeit trafen wir dann im wenige Kilometer entfernt liegenden „Mariana“ ein. Wir parkten unseren Van am Krankenhaus, welches oben am Hang lag und eine herrliche Aussicht auf die Stadt bot. Laut Dilses Mann wäre es auch absolut sicher hier zu übernachten also suchten wir direkt einen guten Parkplatz aus. 😉 Von hier aus konnten wir zu Fuß in die nahegelegene, mit Kopfstein gepflasterte Altstadt hinabsteigen. Es gab zahlreiche Kirchen sowie einen hübschen Platz im Ortskern mit Springbrunnen und Grünfläche. Auf Grund des Feiertages hatten aber die meisten Geschäfte und Lokale geschlossen und so gab es weiter nicht viel zu sehen. Wir begaben uns wieder zurück zu unserem schön gelegenen Parkplatz und genossen von dort aus noch die herrliche Aussicht auf die Stadt. 😍



In dieser Nacht schlief ich richtig gut und nach dem morgendlichen Kaffee machten wir uns direkt auf den Weg ins ca. 15 km entfernte „Ouro Preto“. Die Stadt gilt als das „Kronjuwel“ unter den brasilianischen Barockstädten, weil hier keinerlei Neubauten in der gesamten weitläufigen Altstadt zu finden sind. Das durch den Goldabbau eingenommene Geld wurde damals zum Großteil in die Architektur der Stadt investiert. Die Gassen sind zum Teil sehr eng und steil und man bewegt sich durchweg auf Kopfsteinpflaster. Zum Glück konnten wir unseren Van beim nahegelegenen Busbahnhof abstellen und von dort aus zu Fuß die Stadt der 23! Kirchen erkunden. Wir haben die Kirchen nicht gezählt aber definitiv sahen wir nicht alle – für unseren Geschmack jedoch genug davon. 😂 Um die Mittagszeit suchten wir das im Reiseführer als gut und günstig beschriebene Restaurant „Tiradentes“ auf. Dort gab es typische Küche aus der Region „Minas Gerais“ in welcher die Stadt „Ouro Preto“ liegt. Typisch für diese Küche ist mitunter, dass in Töpfen und Pfannen aus Stein auf Feuer gekocht wird. Das Mittagsbüffet kostete schlappe 6! € pro Person (vor Corona waren es wohl sogar nur 3 € pro Kopf) und wir konnten uns bei allem bedienen: Es gab eine Auswahl an Salaten & Rohkost, diverse Beilagen wie Reis, Polenta und selbst gemachte Chips, verschiedene Fleischsorten wie dünne Schweinschnitzel, geschmortes Rindfleisch sowie Hühnchen und natürlich reichlich Gemüse und Spaghetti. Nach dem üppigen Mahl entschieden wir direkt, das Abendessen heute zu streichen. Stattdessen machten wir uns am frühen Nachmittag auf die Fahrt bis nach „Tiradentes“. Hier kamen wir mit Einbruch der Dunkelheit um kurz nach 18 Uhr an und durften freundlicherweise auf einem großen, wenn auch nicht bewachten, Parkplatz eines Hotels übernachten.





Bis ins Zentrum von „Tiradentes“ waren es am nächsten Morgen nur einige hundert Meter. Da wir nach dem gestrigen, üppigen Mittagsbüffet erneut dinner cancelling betrieben hatten gab es ausnahmsweise schon direkt nach dem Aufstehen Frühstück. 😂 Danach parkten wir unseren Van ganz zentral am Busbahnhof von wo aus wir die kleine, überschaubare Altstadt sehr gut zu Fuß erkunden konnten. Unser Weg führte uns zuerst zu dem großen Brunnen aus dem Jahr 1749. Er enthält insgesamt drei Becken welche alle einem anderen Zweck dienten: Eines war für Trinkwasser bestimmt, eines um die Pferde zu tränken und eines um die Wäsche zu waschen. Lustigerweise traf tatsächlich bei unserem Gehen eine Horde Grundschulkinder mit ihrer Lehrerin an dem Brunnen ein. Die Kinder füllten dort zu unserer Verwunderung tatsächlich alle ihre Trinkflaschen auf. 😮 Wir folgten dem Tipp aus dem Reiseführer und gingen durch eine niedrige Holztür in dem Mauerwerk unweit des Brunnens. Von dort aus führte ein schmaler Pfad durch dichten Urwald immer entlang des Wassergrabens, welcher den Brunnen speist, bis zur Quelle. Der Spaziergang dauerte nicht lange, vielleicht 10 Minuten Fußweg, war aber wirklich sehr malerisch und unter den Bäumen war es auch noch angenehm schattig kühl. Danach schauten wir uns in dem äußerst hübschen, kleinen Städtchen um. Wie immer gab es schöne Kirchen und in einer fand kurz darauf sogar eine Trauung statt. Die Kopfsteinpflastergassen und die bunten Fenster- und Türrahmen kannten wir ja schon aus anderen von uns besuchten Städten. Hier kamen aber noch ziemlich viele Pferdekutschen und vor allem wirklich sehr, sehr schöne Kunsthandwerksläden hinzu. Es gab allerlei hübsche Keramik, nette Galerien und kleine Cafés sowie Restaurants. In einem der Cafés konnten wir sogar die „Cafés do Brasil“ Kaffeesäcke entdecken, welche wir u.a. bei Ettli Kaffee in Ettlingen erstanden und in unserem Bus verbaut haben. 😍 Wir stolperten zufällig auch noch über eine gute und stabile WLAN-Verbindung und konnten so auch noch mit den Lieben zu Hause telefonieren. Immer wieder schön. 💕 Nach der Stippvisite ging es dann zurück auf die eher schlechte Autobahn. Wir quälten uns darauf rund 100 km, für die man dann schon gut und gerne zwei Stunden braucht, hinter den langsam fahrenden, weil schwer beladenen LKWs her. Außerdem führt solch eine Autobahn auch gerne mal durch größere und kleinere Orte. Durch diese kann man max. 30 oder 40 km/h schnell fahren. Zumal man alle paar Meter durch die nervigen Bodenwellen ausgebremst wird. Wir gelangten dann aber doch noch weiter auf die gute Autobahn und konnten noch einmal ein wenig Strecke machen. Als nächstes wollen wir Simons Großonkel Jürgen, welchen wir glücklicherweise über Facebook ausfindig machen konnten, besuchen. An diesem Tag übernachteten wir daher mal wieder an einem Autobahn-Posto, um von dort aus die restlichen ca. 300 km zu überwinden.




Am Samstag kamen wir gegen Mittag in „Indaitabua“, dem Wohnort von Jürgen und seiner Frau Christiane, an. Die Stadt hat ca. 250k Einwohner wobei sich Einwohnerzahl innerhalb der letzten 10 Jahre dank der Ansiedlung vieler Industriefirmen mehr als verdoppelt hat. 😮 Wir steuerten als erstes den „Parque do Mirim“ an welchen wir auf der „maps.me“ Karte entdeckt hatten. Allerdings war es wahnsinnig heiß als wir dort auf dem Parkplatz ausstiegen. 🥵 Wir liefen einige Meter durch den Park bis zum Kiosk und auf dem kurzen Wegstück hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass mir die Sonne die Haut verbrennt! Und der künstlich angelegte (Stau-)See war trotz seiner nicht zu verachteten Größe so gut wie ausgetrocknet. So entschieden wir einstimmig, gleich wieder kehrt zu machen und flüchteten ins noch klimatisierte Fahrerhaus unseres Vans. 😂 Wir fuhren die Straße zurück in Richtung Innenstadt, parkten auf dem Parkplatz beim „Parque Ecológico“ und schauten uns zu Fuß den schmalen, aber sehr langen Stadtpark an. Auch dieser Fluss führte kaum mehr Wasser und zeugte von den vergangenen trockenen Wintermonaten. Wir sahen in dem Park sehr viele Familien, die im Schatten der Bäume grillten, Bier tranken und es wurden zahlreiche Kindergeburtstage gefeiert welche gut an den vielen Luftballons zu erkennen waren. Verschwitzt wie wir gegen Nachmittag waren, fuhren wir wieder zum ersten abgelegeneren Park zurück um dort in Ruhe zu duschen. Auf dem Hinweg am Nachmittag sahen wir bereits ein gut gelegenes, eingezäuntes und bewachtes Wohnviertel. Wir fragten beim Wächter nach, ob wir freundlicherweise quasi vor seiner Tür die Nacht verbringen dürften und er stimmte tatsächlich zu. 👍 In aller Ruhe konnten wir uns somit dort einem ganz speziellen Abendessen widmen: Wir hatten im Supermarkt „Tapioca“ gekauft, nach dem wir in einem YouTube Video erstmals davon gehört hatten. Hierbei handelt es sich um eine geschmacksneutrale weiße Stärke, die aus der getrockneten Maniokwurzel hergestellt wird. Das etwas gröbere Pulver kann einfach direkt in eine heiße Pfanne gestreut werden und die Stärke verklebt durch die Hitze selbstständig zu einem Pfannkuchen! Ganz ohne jegliche Zugabe weiterer Zutaten, wie von Geisterhand! Nach dem beidseitigen backen kann der Fladen sowohl herzhaft als auch süß belegt werden, da er überhaupt keinen Eigengeschmack hat. So ließen wir uns die erste Runde mit Tomate-Mozzarella und die Zweite mit Nutella und Erdbeere schmecken. Und das Beste: Innerhalb von nicht einmal 10 Minuten war alles fix und fertig. 🤩


Am Sonntagmorgen erhielten wir leider die traurige Nachricht, dass Simons lieber Opa Franz im stolzen Alter von 94 Jahren nach einigen Wochen Aufenthalt im Krankenhaus und zuletzt im Pflegeheim verstorben war. Für ihn ein Segen, dass er nicht länger leiden musste aber für uns natürlich trotzdem sehr traurig. Vor allem, da wir so viele Kilometer entfernt sind und deshalb nicht für den Rest der Familie da sein können. 😥😥😥 Trotz allem machten wir uns am späten Vormittag auf den Weg zu Simons Familie. Jürgen empfing uns direkt mit offenen Armen und wir nahmen erst einmal auf der schattigen Terrasse Platz und stillten unseren Durst. Seine Frau Christiane stieß etwas später dazu, weil sie die Tage zuvor im nicht allzu weit entfernten Sao Paulo verbrachte. Das Kennenlernen war gleichfalls herzlich und wir fühlten uns sofort wohl und willkommen. Am späteren Mittag luden uns die beiden in ein sehr gutes Restaurant am Stadtpark ein. ❤ Als Vorspeise gab es kleine, knusprige Käse- bzw. Fleisch-Pastels und für mich endlich die erste Caipirinha in Brasilien! 🍹 Simon hatte ein butterzartes Rinderfilet mit cremigem Lauch-Schinken-Mozzarella-Risotto. Ich entschied mich für ein heimisches, sehr großes Fischfilet mit Mandel-Reis und Tomaten-Oliven Gemüse als Beilage. 😋 Am Abend machten wir es uns bei den beiden zu Hause gemütlich und es gab viel zu erzählen. Die beiden sind in ihrem Leben schon sehr, sehr viel rumgekommen und konnten uns sowohl für Brasilien als auch für weitere Länder Südamerikas gute Reisetipps geben. Wir tauschten für die kommenden drei Tage unseren Van gegen ihr gemütliches sowie geräumiges Gästezimmer und freuten uns auch über das eigene Bad. Gerne nutzten wir auch das Angebot bei ihnen unsere Wäsche zu waschen und auf der Leine zu trocknen.

Morgens wurden wir von den beiden jeweils ganz herzlich an der bereits üppig gedeckten Frühstückstafel empfangen und so genossen wir die kleine Auszeit vom Vanlife bei den beiden wirklich sehr. Nach dem ersten, sehr heißen Tag in „Indaiatuba“ waren die restlichen Tage vergleichsweise kühl und mitunter sogar regnerisch. So unternahmen wir bis auf einen kleinen Spaziergang und eine Rundfahrt im Auto durch die Stadt nicht weiter viel und es gab ausreichend Zeit für Gespräche und zum Relaxen. Am letzten Abend revanchierten wir uns mit selbst gemachter Pfannen-Pizza inklusive brasilianischem Rotwein bei den beiden für ihre wirklich tolle Gastfreundschaft. 😊 Nach den schönen und geselligen Tagen hieß es dann am Mittwochmittag Abschied nehmen. Zuvor hatten uns die beiden noch sehr bei der Planung unserer weiteren Reise ins „Pantanal“ unterstützt und für uns, da wir nach wie vor leider kein Portugiesisch beherrschen, bei einigen Lodges angerufen. Bei einer davon haben wir dann auch gebucht und freuen uns schon jetzt auf den All-inclusive Aufenthalt direkt am Fluss inklusive diverserer Exkursionen in das größte Feuchtgebiet der Erde. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sagten wir Jürgen & Christiane Lebewohl und fuhren erneut auf die Autobahn. Diese wird für die kommenden Tage quasi unser „Zuhause“ werden, da rund 1.200 km bis nach Campo Grande bzw. Miranda vor uns liegen.


„Videos zu den einzelnen Blog-Beiträgen findet ihr übrigens auch auf unserem YouTube Kanal https://www.youtube.com/sijucampervan. Manchmal allerdings etwas zeitverzögert, bitte nicht wundern!
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